FreshRSS

🔒
❌ Über FreshRSS
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Heute — 21. April 2026Mac & i ff.org

Machtwechsel bei Apple: Tim Cook übergibt an John Ternus

Von Heise

John Ternus (l.) und Tim Cook in der Apple-Zentrale in Cupertino.

(Bild: Apple)

Die Personalie ist keine Überraschung, aber dennoch ein Paukenschlag: Bei Apple endet die erfolgreiche Ära Tim Cook. Hardware-Chef John Ternus übernimmt.

Tim Cook gibt den Chefposten bei Apple auf und übergibt am 1. September an Hardware-Chef John Ternus. Cook wechselt dann auf den Vorsitz des Verwaltungsrats, teilte Apple am späten Montagabend in Cupertino mit. Die Entscheidung des Verwaltungsrats sei einstimmig und wohlüberlegt gefallen, hieß es.

Cook wird seinen Job noch über den Sommer ausfüllen, um eine geregelte Übergabe sicherzustellen. Als Vorsitzender des Verwaltungsrats soll er dem Unternehmen weiter in bestimmten Funktionen dienen und etwa die Beziehungen des Unternehmens zur Politik [1] pflegen.

Zäsur für Apple

Dass Tim Cook, demnächst 65, den Spitzenjob bei Apple nicht mehr ewig machen würde, war bereits klar. Auch auf seinen Nachfolger hatte sich die Gerüchteküche bereits geeinigt [2]. Dennoch ist der Rücktritt ein Paukenschlag und stellt eine weitere Zäsur in der Unternehmensgeschichte Apples dar.

Cook ist seit 1998 bei Apple und hat 2011 den CEO-Posten vom schwerkranken Gründer Steve Jobs übernommen [3]. In seine Amtszeit fallen zahlreiche erfolgreiche Produkteinführungen wie die eigenen ARM-Prozessoren nicht nur für iPhone und iPad, sondern auch für inzwischen alle Macs. Johny Srouji, der bisher die Chipentwicklung führte, soll Ternus als Hardware-Chef nachfolgen.

„CEO von Apple zu sein und mit der Führung eines solchen außergewöhnlichen Unternehmens betraut zu werden war das größte Privileg meines Lebens“, sagte Cook. „John Ternus hat den Verstand eines Ingenieurs, die Seele eines Innovators und das Herz, mit Integrität und Ehre zu führen.“

Unter Cooks Führung hat sich Apple zu einem Billionen-Dollar-Unternehmen entwickelt. Die Börse reagierte zunächst gefasst auf die Nachricht, die an der Wall Street kaum noch für Überraschungen gesorgt haben dürfte [4].

Ternus, heute 50 Jahre alt, studierte an der renommierten University of Pennsylvania (Penn) Maschinenbau, wo er 1997 mit dem Grad eines Bachelor abschloss. 2001 kam er zu Apple und arbeitete dort an neuer Hardware. 2013 wurde er zum Abteilungsleiter der Hardwareentwicklung und zuständig für Macs, iPads und die Airpods.

Cook als Mentor

„Ich bin zutiefst dankbar für die Gelegenheit, Apples Mission weiterzuführen“, sagte Ternus. „Da ich fast meine gesamte Karriere bei Apple verbracht habe, hatte ich das Glück, unter Steve Jobs zu arbeiten und Tim Cook als meinen Mentor zu haben. Es war mir eine Ehre, die Produkte und Erlebnisse mitzugestalten, die die Art und Weise, wie wir mit der Welt und miteinander interagieren, so sehr verändert haben.“

Ab 2020 war Ternus auch für Apples wichtigstes Produkt zuständig: das iPhone. Mit dann 44 Jahren war er Apples jüngster Top-Manager, was viele Beobachter auf sein ruhiges Temperament zurückführen. Bloomberg beschrieb [5] ihn 2024 in einem Porträt wie folgt: „Sehr zurückhaltend, schreibt nie etwas Kontroverses in E-Mails und trifft Entscheidungen sehr behutsam.“

Diesen ruhigen Führungsstil hat Ternus mit Cook gemein, sodass dieser ihn schon vor einem Jahr als guten Nachfolger nannte. Ende 2025 verdichteten sich die Gerüchte, dass Ternus Apples neuer CEO werden könnte.

Emotionslos ist Ternus jedoch keineswegs. Er stellte 2020 durchaus mit Begeisterung den Apple M1 vor – das SoC, das die gesamte Prozessor-Konkurrenz mit seiner Effizienz schockte. Jüngst oblag es auch ihm, das iPhone Air erstmals im Rahmen eines Apple-Events zu zeigen. Ganz in der Tradition von Steve Jobs, auf den Tim Cook folgte, stellte Ternus bei seinen Präsentationen – obwohl Ingenieur – vor allem den Nutzen der Produkte für die Kunden, nicht nur die Technik heraus.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11265059

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Trump-Besuch-trotz-Gewalteskalation-Kritik-an-Apple-Chef-Tim-Cook-kocht-hoch-11157666.html
[2] https://www.heise.de/news/John-Ternus-Auch-New-York-Times-glaubt-an-ihn-als-neuen-Apple-Chef-11137924.html
[3] https://www.heise.de/news/Steve-Jobs-tritt-zurueck-1330614.html
[4] https://www.heise.de/news/Tim-Cook-Wahrscheinlich-in-zehn-Jahren-nicht-mehr-an-der-Spitze-6005639.html
[5] https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-05-08/apple-s-next-ceo-list-of-aapl-insiders-who-could-succeed-tim-cook
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
[7] mailto:vbr@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 21. April 2026 um 00:22
Gestern — 20. April 2026Mac & i ff.org

Tod auf Raten: Microsoft zieht Clipchamp für iOS den Stecker

Von Heise
Clipchamp-Eiontrag im iOS-App-Store

Noch gibt es die Clipchamp-App für iOS im App-Store.

(Bild: heise medien)

Microsoft mag den Videoeditor Clipchamp als lokale App offenbar nicht mehr. Unter iOS zieht der Hersteller im Juni den Stecker.

Der Videoeditor Clipchamp hat vorherige Bordmittel für die Videobearbeitung von Microsoft verdrängt und ist in der Regel unter Windows 11 ab Werk dabei. Der lokal ausgeführten Software dreht Microsoft jetzt Schritt für Schritt den Saft ab. Nach Cloudzwang für die Windows-Version kommt nun das Ende für Clipchamp für iOS.

Im App Store von iOS ist die App derzeit noch zu finden. In einer FAQ führt Microsoft [1] jetzt jedoch aus, dass die Clipchamp-App auf iOS bald Geschichte ist. Microsoft behauptet dort, dass die meisten Nutzer es bevorzugen würden, mit den Web- und Desktop-Anwendungen von Microsoft Videoprojekte zu bearbeiten. Darauf wolle man sich nun konzentrieren. Ab dem 9. Juni 2026 ist Schluss, schreibt Microsoft, auch in der iOS-Clipchamp-App erfolgt offenbar eine entsprechende Anzeige.

„Nach diesem Datum werden alle Videoprojekte, die nicht auf Ihr mobiles Gerät exportiert wurden, gelöscht“, erklärt Microsoft. Außerdem fordere man Nutzer nach diesem Datum dazu auf, die App vom Gerät zu deinstallieren, da sie nicht mehr unterstützt werden.

Datenverlust vorbeugen

Wer seine Projekte nicht verlieren will, muss bis dahin als MP4 exportieren und damit die fertigen Clips auf dem Mobilgerät speichern. Dann sollen Interessierte zur Clipchamp Web-App [2] wechseln. Für die Clipchamp Web- und Desktop-Anwendungen soll es keine Änderungen geben, sie „bleiben voll funktionsfähig“, gibt Microsoft an. Premium-Abonnenten behalten weiterhin Zugriff auf die verfügbaren Funktionen und 5 GByte Speicherplatz auf OneDrive zum Speichern von Videoprojekten. Die dort gespeicherten Projekte sind geräteübergreifend zugänglich, sofern sich Nutzer und Nutzerinnen mit ihrem Microsoft-Konto anmelden.

Auch hier ist Microsofts Marketingabteilung wieder äußerst flexibel mit der Auslegung, was „voll funktionsfähig“ bei der Desktop-App bedeutet. Im März hat Microsoft sie so verstümmelt [3], dass sie nur noch nach Anmeldung in Kombination mit einem OneDrive-Konto nutzbar ist.

Im App Store war Clipchamp unter iOS offenbar sehr beliebt, was die Wertungen zeigen. Bisherige Nutzer müssen sich entweder Microsofts Cloudzwang beugen oder Alternativen suchen.

Siehe auch:


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11264230

Links in diesem Artikel:
[1] https://support.microsoft.com/de-de/topic/clipchamp-ios-app-deprecation-f8857264-52d3-4d00-a081-405462a047f4
[2] https://clipchamp.com/
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-Videoeditor-Clipchamp-nur-noch-mit-OneDrive-nutzbar-11207253.html
[4] https://www.heise.de/download/product/clipchamp-95300?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[6] mailto:dmk@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 20. April 2026 um 13:29

Mac mini und Mac Studio vergriffen: Apple gehen manche Macs aus

Von Heise
Mac mini 2024

(Bild: heise medien)

Speicherkrise, KI-Maxxing oder bevorstehende Upgrades: Beobachter rätseln, warum Apple manche Macs aktuell nicht mehr liefern kann.

Bei Apples Desktop-Macs spitzt sich die Liefersituation immer mehr zu, auch beim neuen MacBook Neo gibt es mehrwöchige Wartezeiten. Mac mini und Mac Studio sind inzwischen beim Hersteller durch die Bank sogar gar nicht mehr sofort erhältlich. Erst ab Anfang bis Mitte Juni kann Apple nach eigener Prognose manche Modelle wieder verschicken. Bei größeren Speicherkonfigurationen verzichtet das Unternehmen sogar auf eine geschätzte Lieferzeit und listet diese lapidar als „nicht verfügbar“.

Apple hat sich zu den Engpässen bislang nicht geäußert, im Handel sind insbesondere die Basiskonfigurationen von Mac mini (ab 629 €) [1] und Mac Studio (ab 2068,05 €) [2] derzeit noch zu finden, auch in Deutschland – allerdings zu wieder steigenden Preisen.

MacBook Neo trifft auf Nachfrage

Beim MacBook Neo [3] scheint Apple mit der hohen Nachfrage des vergleichsweise günstigen Einstiegsmodells zu kämpfen, das erst seit Kurzem auf dem Markt ist. Es soll in wenigen Wochen – ab Anfang bis Mitte Mai – wieder lieferbar und in Apple-Läden zur Abholung erhältlich sein. Das gilt sowohl für die Basiskonfiguration mit 256 GByte SSD als auch das 512-GByte-Modell in allen Farbvarianten.

Über die Gründe für die massiven Lieferprobleme bei Mac mini und Mac Studio sind sich Beobachter uneins. Klar ist, dass bei beiden Produktreihen ein Upgrade mit M5-Chips fällig bis überfällig ist: Den Mac mini M4/M4 Pro gibt es in der aktuellen Konfiguration bereits seit Herbst 2024, den Mac Studio M4 Max plus M3 Ultra seit etwas mehr als einem Jahr. Nach Informationen von Bloombergs Mark Gurman [4] rechnet Apple intern nun allerdings damit, einen neuen Mac Studio erst im Oktober auf den Markt bringen zu können und nicht schon zur Jahresmitte. Auch das erwartete MacBook-Pro-Redesign mit Touchscreen [5] komme durch Probleme in der Lieferkette wohl „ein wenig später“.

Speicherkrise und KI-Agenten

Analysten vermuten, dass die große Speicherkrise jetzt auch vor Apple nicht mehr Halt macht und der Hersteller die verfügbaren Kapazitäten lieber für seine populären Laptop-Reihen verwendet. Zudem wird immer wieder spekuliert, dass KI-Enthusiasten Restbestände des Mac mini M4 in größeren Mengen kaufen, um diesen als Assistenten im OpenClaw-Stil [6] einzusetzen.

Im Unterschied zu anderen Herstellern hat Apple seine Preise für Speicher bislang nicht erhöht, allerdings waren Apples Upgrade-Preise für SSD und Arbeitsspeicher lange berühmt-berüchtigt, extrem weit über den marktüblichen Preisen zu liegen. Nachträgliches Selbstaufrüsten ist bei Apple-Geräten schon lange nicht mehr vorgesehen, auch nicht bei Desktop-Macs. Nur für SSD-Upgrades gibt es einzelne Bastellösungen [7].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11263965

Links in diesem Artikel:
[1] https://preisvergleich.heise.de/apple-mac-mini-mu9d3d-a-2023-z1cf-a3342613.html?hocid=macandi&cs_id=1206858352&ccpid=hocid-mac-and-i
[2] https://preisvergleich.heise.de/apple-mac-studio-mu963d-a-2025-z1cd-a3434132.html?hocid=macandi&cs_id=1206858352&ccpid=hocid-mac-and-i
[3] https://www.heise.de/tests/MacBook-Neo-im-Test-Der-Budget-Mac-mit-dem-Smartphone-Herz-11205775.html
[4] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-04-19/apple-ios-27-siri-interface-ios-27-details-mac-studio-touch-macbook-release-mo5u23o7
[5] https://www.heise.de/news/Bericht-Touchscreen-MacBook-Pro-mit-OLED-noch-in-diesem-Jahr-11188945.html
[6] https://www.heise.de/ratgeber/OpenClaw-im-Selbstversuch-Erste-Schritte-mit-dem-Super-KI-Agenten-11167211.html
[7] https://www.heise.de/ratgeber/Mehr-Speicher-fuer-den-Mac-mini-M4-So-ruesten-Sie-auf-10516801.html
[8] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[9] https://www.heise.de/mac-and-i
[10] mailto:lbe@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 20. April 2026 um 11:21

Tipp: Standortprobleme bei „Wo ist?“ beheben

Von Heise

Manchmal überträgt Apples Personen- und Gegenstandssuche die Ortsangaben nicht korrekt. Das können Sie tun.

Wir teilen über Apples Familienfreigabe den Standort untereinander. Seit Kurzem stimmt der Aufenthaltsort meiner Tochter nicht mehr: Die „Wo ist?“-App zeigt ihren Punkt dauerhaft zu Hause an, auch wenn sie zum Beispiel in der Schule ist. Meine Tochter kann mich unverändert orten. Was ist die Ursache?

Wenn jemand die Standortfreigabe abschaltet, dann verschwindet die Person von der Karte und es erscheint kein Punkt mehr in der „Wo ist?“-App

Das passiert auch, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist; unterwegs benötigt der Apple-Dienst schließlich eine Datenverbindung zum Mobilfunknetz, um den Standort zu übermitteln.

Der Fehler könnte deshalb einen ganz anderen Grund haben: Möglicherweise hat sich das Gerät geändert, das den vermeintlichen Standort Ihrer Tochter teilt – etwa vom iPhone auf ein iPad, das stets zu Hause liegen bleibt.

Dies wäre eine Erklärung dafür, warum „Wo ist?“ die Position weiterhin verzeichnet, diese sich aber nicht mehr ändert. Passieren kann so etwas, wenn ein iPad von einem Backup frisch aufgesetzt und dabei die „Wo ist“-Standortfreigabe ungewollt darauf übertragen wird.

Prüfen Sie in der „Wo ist?“-App, ob wirklich der Standort des iPhones geteilt – oder irrtümlich ein anderes Gerät dafür verwendet wird
Prüfen Sie in der „Wo ist?“-App, ob wirklich der Standort des iPhones geteilt – oder irrtümlich ein anderes Gerät dafür verwendet wird

Prüfen Sie in der „Wo ist?“-App, ob wirklich der Standort des iPhones geteilt – oder irrtümlich ein anderes Gerät dafür verwendet wird.

Öffnen Sie die App „Wo ist?“ auf dem iPhone Ihrer Tochter und tippen Sie rechts unten auf den „Ich“-Button. Unter „Mein Standort“ prüfen Sie bei „Teilen von“, welches Gerät Ihrer Tochter den Standort übermittelt.

Ist dort tatsächlich der Name des iPads statt des iPhones aufgeführt, kennen Sie nun die Ursache. Tippen Sie dann darunter auf „iPhone für Standort verwenden“, um es zu ändern. Anschließend sollte dort „Teilen von… Dieses iPhone“ stehen.

Jetzt können Sie Ihre Tochter wieder wie gewohnt mit „Wo ist?“ orten.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11253513

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://www.heise.de/mac-and-i
[3] mailto:lbe@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 20. April 2026 um 09:00
Vor vorgesternMac & i ff.org

Apple-Läden bekommen Hardware zum Zurücksetzen der Apple Watch

Von Heise
Apple Watch Series 11

Eine Apple Watch der Series 11 zeigt den Schlafwert.

(Bild: Apple)

Mangels physischem Zugang können User Apples Computeruhr nicht komplett resetten. Die Läden bislang auch nicht – das soll sich nun ändern.

Wer seine Apple Watch „kaputtgespielt“ hat, steht derzeit vor einem Problem: Es gibt im Gegensatz zu den meisten anderen Apple-Geräten keine Möglichkeit, die Computeruhr in allen Fällen zurückzusetzen und einem Software-Restore zu unterziehen. Der Grund: Der physische Zugriff per Kabel ist Nutzern nicht möglich, die Apple Watch wird drahtlos aufgeladen und auch drahtlos mit Software beschickt (via WLAN oder Mobilfunk) und ist daher besonders geschützt. In der Uhr versteckte sich zwar vor einigen Jahren ein interner Anschluss [1], der war aber nur für Apple selbst zugänglich und soll seit der Series 7 [2] nicht mehr existieren. Deshalb ist Spezialtechnik notwendig, die Apple bislang nur in seinen eigenen Reparaturzentren vorhielt. Weder Apples Ladengeschäfte noch autorisierte Servicepartner (ASPs) hatten die Hardware. Einem Bericht zufolge soll sich das allerdings künftig ändern.

„Repair Dock“ im Anflug

Apple-Retail-Quellen, die mit Macrumors gesprochen haben, gaben an, dass die Computeruhr bei Software-Fehlern demnächst nicht mehr an ein Servicezentrum des Konzerns eingeschickt werden müsse, was ASPs und Apple-Läden derzeit noch zugemutet wird.

Derzeit wird demnach ein sogenanntes Repair Dock [3] vorbereitet, das mit einem Mac verbunden wird, der dann die Software auf der Apple Watch wiederherstellen kann. „Software-basierte Reparaturen gehen so viel schneller”, hieß es. Dazu gehören Probleme bei Updates, die zum Bricking führen, Bootschleifen und andere Software-Fehler.

Wiederherstellung durch Nutzer – aber nicht immer

Zwar kann seit watchOS 8.5 und iOS 15.4 [4] ein Drahtlos-Restore via iPhone angestoßen werden. Dieser funktioniert allerdings bei weitem nicht in allen Fällen. So muss ein spezieller Restore-Prompt auf der Watch auftauchen. Bei schwerwiegenden Problemen wird dieser aber erst gar nicht erreicht und Apples Spezialtechnik muss her. Aktuell ist noch unklar, ab wann die Repair Docks an die Apple-Läden und Reparaturpartner verschifft werden.

Nutzer dürften es merken, wenn sie plötzlich nicht mehr bis zu einer Woche (oder auch länger) warten müssen und der Apple-Supporter im Store die Wiederherstellung am selben Tag durchführen kann. Welche Hardware genau in den Geräten steckt, ist unbekannt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11261193

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Apple-Watch-kann-angeblich-ueber-versteckten-Anschluss-geladen-werden-2632217.html
[2] https://www.heise.de/news/Apple-Watch-Series-7-groesseres-Display-flacheres-Gehaeuse-6191947.html
[3] https://www.macrumors.com/2026/04/15/apple-stores-apple-watch-software-restore/
[4] https://www.heise.de/news/Mit-iOS-18-iPhone-kann-iPhone-16-wiederherstellen-9947036.html
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
[7] mailto:bsc@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 17. April 2026 um 13:56

OpenAI kontert Anthropic mit großem Codex-Update

Von Heise
OpenAI-Logo auf Bildschirm, davor Hand mit Smartphone in Silhouette

(Bild: Henry Franklin / Shutterstock.com)

OpenAI rüstet Codex auf: Der Assistent steuert nun andere Apps, merkt sich Vorlieben und übernimmt laufende Arbeit im Hintergrund.

OpenAI hat seine Codex-Anwendung für Desktops mit einem großen Update erweitert. Die wichtigste Neuerung ist die Computernutzung im Hintergrund: Codex soll Anwendungen auf dem eigenen Rechner direkt bedienen können, indem es Bildschirminhalte erkennt, klickt und Texte eingibt. Laut OpenAI können mehrere Agenten parallel im Hintergrund arbeiten, ohne andere Apps zu stören. Die Funktion ist zunächst auf macOS beschränkt und soll bald auch in der EU verfügbar werden.

Zusätzlich arbeitet die Codex-Anwendung künftig direkt mit dem Web: Eine integrierte Browseransicht erlaubt es, Seiten zu kommentieren und dem Agenten so gezielt Anweisungen zu geben. Die Anwendung kann nun zudem Bilder generieren und direkt im Arbeitsprozess verfeinern, etwa für Entwürfe von Benutzeroberflächen, Mockups oder Spielgrafiken. Ergänzend baut OpenAI die Integration in bestehende Werkzeuge aus: Mehr als 90 neue Plug-ins verbinden Codex mit Diensten wie Jira, GitLab Issues oder der Microsoft Suite. So kann der Assistent mehr Kontext aus verschiedenen Anwendungen einbeziehen und darüber auch Aktionen ausführen.

OpenAI bringt zudem eine Vorschau auf eine Erinnerungsfunktion: Die Anwendung kann sich künftig Vorlieben, Korrekturen und bereits gesammelte Informationen merken. Das soll helfen, künftige Aufgaben schneller und mit weniger zusätzlicher Anleitung zu erledigen. Darauf aufbauend soll die App proaktiv Vorschläge machen, etwa für nächste Arbeitsschritte, und relevante Aufgaben aus verschiedenen Diensten bündeln und priorisieren. Die meisten dieser Funktionen werden ab sofort verfügbar gemacht, die Erinnerungsfunktion soll in der EU in Kürze folgen.

Mit Codex Richtung „Super-App“

Das Codex-Update ist Teil einer größeren Strategie, die die Entwicklung einer „Super-App“ [1] vorsieht, die die Coding-Plattform Codex, den Chatbot ChatGPT und den Atlas-Browser [2] in einer einzigen Desktop-Anwendung kombinieren soll.

Ähnliche agentische Arbeitsfunktionen wie OpenAI bündelt Anthropic bereits in seiner Claude-App mit Cowork und Claude Code. Mit dem jüngsten Codex-Update schließt OpenAI nun in mehreren Bereichen zum großen Konkurrenten auf, setzt aber auch eigene Akzente. Anthropic hatte mit „Computer Use“ bereits im Oktober 2024 den Grundstein gelegt und die Funktion im März 2026 auch in Claude Cowork und Claude Code integriert [3]. OpenAI zieht mit vergleichbaren Funktionen in der Codex-App nach, hebt dabei aber vor allem die parallele Hintergrundarbeit mehrerer Agenten und die Fähigkeit hervor, Aufgaben über längere Zeiträume eigenständig fortzuführen.

Die Ankündigung erfolgte am selben Tag wie die Veröffentlichung von Opus 4.7 [4], Anthropics neuestem Modell.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11262364

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/OpenAI-Super-App-soll-ChatGPT-und-andere-KI-Funktionen-zusammenfuehren-11219286.html
[2] https://www.heise.de/tests/ChatGPT-Atlas-ausprobiert-Browser-mit-ganz-viel-KI-und-einigen-Schwachstellen-11074084.html
[3] https://www.heise.de/news/Claudes-Computer-Use-kommt-in-Cowork-und-Code-11222192.html
[4] https://www.heise.de/news/Befolgt-Anweisungen-substanziell-besser-Anthropic-gibt-Opus-4-7-frei-11261267.html
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[6] mailto:tobe@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 17. April 2026 um 13:42

Apple erhöht Recycling-Anteil in Produkten – aber immer noch nur bei 30 Prozent

Von Heise
Goldig: Leiterplatten bestehend aus Recylingmaterial

Goldig: Leiterplatten bestehend aus Recylingmaterial. Die Vergoldung ist bereits bei 100 Prozent.

(Bild: Apple)

Es gibt durchaus Materialien, bei denen Apple zu 100 Prozent auf Recyclinganteil setzt. Über die gesamte Produktpalette hinweg sind es jetzt 30 Prozent.

Apple will die Quote an recycelten Rohstoffen und Herstellungsmaterialien, die für seine Produkte verwendet werden, weiter erhöhen. Der Konzern teilte im Rahmen seines neuen „Umweltfortschrittsberichts“ mit, den bislang „höchsten Anteil an recycelten Materialien aller Zeiten in seinen Produkten” erreicht zu haben. Das Problem: Über die gesamte Modellpalette sind dies bislang nur 30 Prozent. Allerdings gibt es bei einzelnen Gerätebestandteilen eine deutlich höhere Quote.

Kobalt, Gold, Papier

In Verpackungen will Apple schon seit längerem keinen Kunststoff mehr verwenden, dies wurde nun auch bei den letzten noch verbliebenen Geräten umgesetzt. Die Verpackungen auf Faserbasis könnten problemlos recycelt werden, zum Anteil an Altpapier machte Apple keine Angaben, Frischpapier werde aber „verantwortungsvoll“ beschafft. In Akkus sollen „ab sofort“ 100 Prozent recyceltes Kobalt stecken. Die seltenen Erden für Magneten sind ebenfalls zu 100 Prozent wiedergewonnen – das ist angesichts weltweiter Verknappungen auch wirtschaftlich sinnvoll.

Bei Leiterplatten verwendet Apple nun zu 100 Prozent recycelte Vergoldungen samt Lötzinn. Apple gab an, durch Verpackungsumstellungen „mehr als 15.000 Tonnen Plastik“ eingespart zu haben. Besonders große Kartons lassen sich für das Recycling zusammenfalten. Displayschutzfolien wurden durch papierbasierte Materialien ersetzt oder ganz weggelassen.

Müll maschinell erfassen

Apple berichtet im Umweltfortschrittsbericht, der hier nachgelesen [1] werden kann, auch über neuartige Recyclinganlagen. Im sogenannten Advanced Recovery Center in Kalifornien steht demnach „Cora“, die dank fortschrittlicher Sensorik eine „Präzisionszerkleinerung” mit höheren Raten der Materialrückgewinnung erlaubt.

„Apple hat zusätzlich A.R.I.S.entwickelt, ein neues, auf maschinellem Lernen basierendes Erkennungssystem, das Recyclingunternehmen dabei unterstützt, Elektronikschrott effizient zu klassifizieren und zu sortieren“, so das Unternehmen. Ein technisches Paper [2] zu dem System wurde frei veröffentlicht. A.R.I.S. läuft auf einem Mac mini, das System wird gerade mit verschiedenen Partnern aus der Müllbranche getestet, um möglichst auch bei anderen Unternehmen zum Einsatz zu kommen. Apple gibt seine Umwelttechnologie traditionell auch an Konkurrenten weiter, falls diese sie wünschen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11262217

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.apple.com/environment/
[2] https://machinelearning.apple.com/research/automated-recycling-identification-system
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
[5] mailto:bsc@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 17. April 2026 um 13:24

Vision-Pro-Immersive-Video: Pilotin stirbt bei Absturz

Von Heise
TV-App mit immersiven Videos von Apple

TV-App mit immersiven Videos von Apple: Der Konzern setzt auf spektakuläre Bilder.

(Bild: Apple)

Im Sommer 2024 kam es in Nahost zu einem tragischen Zwischenfall bei einer Apple-Videoproduktion. Der Absturz eines Kleinflugzeugs wird derzeit untersucht.

Apples sogenannte Immersive-Videos [1] sind bekannt für spektakuläre Aufnahmen: Da geht es dann beispielsweise aufs Hochseil, in den Dschungel zu wilden Tieren, über die Dächer von Paris oder zu Events des Funsport- und Brausekonzerns Red Bull. Beim Versuch, eines dieser mit Spezialkameras gefilmten Videos [2] aufzuzeichnen, kam es nun allerdings zu einem tragischen Unglück: In der jordanischen Wüste stürzte die Pilotin in einem Kleinflugzeug ab.

Bericht: Millionen für kurze Videos

Der Vorfall mit dem Microlight, an dem eine 3D-Kamera montiert war, ereignete sich bereits im Sommer 2024, also zu einem Zeitpunkt, als die Vision Pro nur wenige Monate auf dem Markt war. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg konnte jetzt im Rahmen einer Untersuchung durch britische Regierungsstellen [3] erste Informationen zu dem Unglück veröffentlichen.

Opfer war Claire Lomas, eine britische Frau mit Querschnittslähmung, die mit Hilfe eines Exoskeletts den Londoner Marathon absolviert hatte. Sie war auch professionell ausgebildete Pilotin. Das Video war Teil einer Apple-Immersive-Video-Serie namens „Adventure“. Die Idee war dabei, mit dem Kleinflugzeug über die Wüste Jordaniens zu fliegen und dabei 3D-Naturaufnahmen zu filmen. Lomas hatte ihre Fluglizenz seit zwei Jahren und war schon vorher mit den Microlights unterwegs gewesen. Die 44-jährige war bei dem Absturz zwar nicht sofort tot, starb aber mehrere Wochen später an den Verletzungen, so die britischen Behörden. Laut Bloomberg hatte Apple für „Adventure“ die britische Produktionsfirma Atlantic Studios engagiert. Angeblich war Apple bereit, pro Folge Millionen US-Dollar auszugeben, obwohl die Immersive-Videos nicht abendfüllend sind, oft sind sie 10 bis 20 Minuten lang.

Apple schickte Sicherheitsbeauftragten

Weder Apple noch Atlantic Studios wollten sich zu Lomas' Unfall äußern. Apple kommentierte gegenüber Bloomberg gar nicht, Atlantic Studios teilte mit, aufgrund des aktuell laufenden Verfahrens könne man nicht antworten. Auch die Familienanwälte von Lomas gaben keine Informationen heraus. In den kommenden Wochen soll es aber ein Hearing des UK Coroner's Office (Amt für Gerichtsmedizin) geben. Warum dies so lange dauerte, ist unklar. Laut Bloomberg gab es Kritik an der Durchführung der „Adventure“-Serie.

Mitarbeiter klagten über lange Arbeitszeiten, die sie als unsicher empfanden. Apple soll nach Beschwerden Beauftragte für Gesundheit und Sicherheit geschickt haben. Bis auf das Unglück mit Lomas soll es keine weiteren bekanntgewordenen Vorfälle gegeben haben. Das Video aus Jordanien sollte verschiedene bekannte Orte in dem Land zeigen. Bislang erschienen fünf Folgen der „Adventure“-Serie.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11262221

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Vision-Pro-Apple-kuendigt-neue-immersive-Filme-an-10667526.html
[2] https://www.heise.de/news/Fuer-Apple-Immersive-Video-Blackmagics-3D-Kamera-kostet-30-000-US-Dollar-10202945.html
[3] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-04-16/pilot-claire-lomas-was-being-filmed-for-apple-vision-pro-video-during-crash
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i
[6] mailto:bsc@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 17. April 2026 um 12:10

Apple-Manager zu Smart Glasses und der Frage, ob Neo ein abgespecktes Air ist

Von Heise
John Ternus bei der iPhone-17-Keynote

John Ternus bei der iPhone-17-Keynote: Gilt als möglicher neuer Apple-Chef.

(Bild: Apple)

Nach Apples Produktfeuerwerk im März haben sich Technikchef John Ternus und Marketingboss Greg Joswiak zur weiteren Strategie des Konzerns geäußert.

Apple glaubt, dass das mit der Vision Pro [1] eingeführte Spatial Computing künftig „unausweichlich“ sein wird – und damit, auch wenn das Unternehmen dazu keine Aussage macht, wohl auch Smart Glasses. In einem Interview mit dem Techblog Tom's Guide sagte der weltweite Marketingchef des Konzerns, Greg Joswiak, die Kombination aus digitaler und physischer Welt sei nicht aufzuhalten. Und darum geht es bei Spatial Computing.“ Er könne allerdings keine Timeline geben, wann es so weit ist. Die Vision Pro habe aber gezeigt, wie die Zukunft aussehen könne.

Verbindung von physischer und digitaler Welt

Aktuell bietet Apple keine eigenen smarten Brillen wie jene von Meta an. Offenbar ist aber bis 2027 geplant, mehrere Varianten rein mit Kameras, Mikrofon und Lautsprecher [2] auf den Markt zu bringen, in einigen Jahren dann Smart Glasses mit Bildschirmen. Apple äußert sich wie üblich nicht zu noch unbekannten Produkten, die Gerüchte verdichten sich allerdings. Die zusammen mit Ray-Ban erstellten Meta-Brillen sollen, so zumindest Meta selbst, ein Verkaufserfolg sein. Allerdings gab es zuletzt massive Kritik am Datenschutz [3] bei den Geräten.

In dem Interview [4] wurde auch Apples Technikchef John Ternus befragt, der sich unter anderem zum MacBook Neo [5] äußerte. Das Gerät sei ganz anders als die Konkurrenz, so Ternus. „Die Produkte in diesem Segment, mit denen (das Neo) konkurriert, bestehen aus Kunststoff. Man kann sie buchstäblich verbiegen.“ Sie seien „so billig“, weil die Firmen versuchten, an jeder Stelle zu sparen. Apples Ansatz sei ein anderer: ein geringerer Preis bei hohem Wert.

Das Neo ist kein abgespecktes Air

Joswiak betonte, das Neo sei nicht einfach ein abgespecktes MacBook Air. „Am Neo ist so viel neu. Wir haben ein komplett neues [physisches] Trackpad-Design, das immer noch besser ist als bei jedem PC. Wir haben neu gedacht, wie wir die Gerätehülle herstellen und alles zusammensetzen. Wir haben die Messlatte nicht heruntergesetzt.“ Das Neo sei ein „toller, qualitativ hochwertiger Mac zu einem fantastischen Preis“.

Ternus machte auch Andeutungen dazu, warum die verbesserte KI-Siri [7] immer noch nicht verfügbar ist. Das KI-Rennen ist für Apple noch am Anfang. „Wir denken nie über die Technologie an sich nach“, erklärte Ternus. „Wir fragen uns immer: Wie können wir Technologie nutzen, um unseren Nutzern großartige Produkte, Funktionen und Erlebnisse zu bieten?“Joswiak betonte, KI sei ein Marathon – und kein Sprint.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11261197

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Apple-Vision-Pro-M5-im-Test-Doppelt-haelt-besser-10793698.html
[2] https://www.heise.de/news/Apple-arbeitet-angeblich-an-vier-verschiedenen-Designs-der-ersten-Smartglasses-11253761.html
[3] https://www.heise.de/news/Privatsphaere-Buergerrechtler-warnen-vor-Gesichtserkennung-bei-Meta-Smart-Glasses-11255667.html
[4] https://www.tomsguide.com/computing/apples-joz-and-ternus-on-smart-glasses-the-macbook-neo-and-whats-next-for-ai
[5] https://www.heise.de/tests/Apple-MacBook-Neo-im-Test-schick-rasant-und-guenstig-11168637.html
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://www.heise.de/news/Apple-Softwarechef-Kontextsensitive-Siri-war-keine-Vaporware-10440967.html
[8] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[9] https://www.heise.de/mac-and-i
[10] mailto:bsc@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 17. April 2026 um 12:02

Ärger mit aktueller NordVPN-App für macOS

Von Heise
Nutzung von NordVPN (Symbolbild)

Nutzung von NordVPN (Symbolbild): Gerade nicht viel zu grinsen.

(Bild: NordVPN)

User des VPN-Dienstes aus Litauen melden seit dem Upgrade auf Version 10.0 Verbindungs- und Bedienungsprobleme beim Mac-Client. 10.0.4 soll es richten.

Wer den Mac-Client von NordVPN verwendet, hat unter Umständen derzeit Schwierigkeiten: Zahlreiche Nutzer auf Reddit und anderen Foren melden diverse Fehler [1] nach der großen Aktualisierung auf Version 10 der App. Diese wird unter anderem per Mac App Store vertrieben und ermöglicht die Verwaltung des Dienstes – darüber sucht man etwa aus, welche Technik verwendet werden soll und welche Ausgangs-IP genutzt wird. Nun kommt es vor, dass die Verbindung nicht gehalten wird und sich alle paar Minuten bis Sekunden neu herstellt, hieß es. Probleme gab es auch bei den DNS-Einstellungen und der Kill-Switch-Funktion, die sich zwischenzeitlich nicht deaktivieren ließ. Insgesamt soll die App nur langsam laufen und Bedienschwierigkeiten machen. Nutzer konnten das Problem auch nach mehreren Neustarts nicht beheben.

Techniker ist informiert

Weder die Mobil- noch die Windows-Versionen des NordVPN-Clients sollen betroffen sein, mancher Mac-Nutzer sieht die Fehler ebenfalls nicht. Momentan ist noch unklar, woran das liegt – möglicherweise arbeitet die Software je nach verwendetem Betriebssystem, also etwa macOS 15 (Sequoia) oder 26 (Tahoe) anders. NordVPN bestätigte das Problem mittlerweile und teilte mit, dass man ein „langsameres App-Verhalten, Lags bei der Navigation zwischen Eintstellungsbildschirmen und Tabs und eine erhöhte CPU-Last” erkannt hat.

Es handele sich dabei um ein bekanntes Problem und die Ingenieure seien gerade dabei, eine Lösung „zu identifizieren und zu implementieren”. NordVPN entschuldige sich dafür. Mittlerweile ist klar, wann die Lösung kommt: Bereits im Laufe des heutigen Freitags soll ein Hotfix auf Version 10.0.4 eingespielt werden, aktuell verteilt wird Version 10.0.3. Wer zuvor nicht auf NordVPN 10 aktualisiert hatte, wurde von dem Verhalten verschont.

Manuell konfigurieren geht auch

Hilfreich kann zuvor sein, den Cache der App zu löschen, was allerdings einen Ausflug in Systemordner bedingt – das sollten nur Nutzer machen, die wissen, was sie da tun.

Der Vorfall zeigt, dass es bei VPN-Anbietern nicht immer sinnvoll ist, deren eigene Clients zu verwenden, die zudem teils tief in das System eingreifen. Die meisten Firmen erlauben es parallel auch, den Dienst manuell zu konfigurieren. Das ist bei NordVPN auch so, zumindest wenn man OpenVPN [2] nutzt. Hier lassen sich Konfigurationsdateien herunterladen [3]. Offiziell wird diese Methode für WireGuard nicht unterstützt, allerdings gibt es Anleitungen [4], um an die Daten zu gelangen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11261205

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.reddit.com/r/nordvpn/comments/1skgmz6/horrible_update/
[2] https://openvpn.net/connect-docs/connect-for-macos.html
[3] https://nordvpn.com/de/blog/nordvpn-config-files/
[4] https://gist.github.com/bluewalk/7b3db071c488c82c604baf76a42eaad3
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
[7] mailto:bsc@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 17. April 2026 um 10:56

Apple schickt Siri-Entwickler ins KI-Bootcamp

Von Heise
Siri auf verschiedenen Geräten

(Bild: Apple)

Apple schickt Siri-Entwickler laut einem Bericht in ein KI-Bootcamp, um sie im Einsatz von KI-Coding-Tools zu schulen und das Team zu modernisieren.

Apple [1] schickt angeblich eine größere Zahl von Entwicklern seiner Sprachassistenz Siri in einen mehrwöchigen KI-Lehrgang, damit diese lernen, wie sie KI-Coding-Tools für die Programmierung einsetzen können. Laut einem neuen Bericht will Apple dafür sorgen, dass das Team zu anderen Abteilungen im Hause aufschließt. Gerade die Arbeit des Siri-Teams steht in diesem Jahr besonders im Fokus der Öffentlichkeit, ist es doch bislang die im Jahr 2024 versprochene Weiterentwicklung des Sprachassistenten [2] schuldig geblieben.

Es gehe um weniger als 200 Personen aus einer Gruppe von insgesamt mehreren hundert Entwicklern. Nach dem Bootcamp sollen noch rund 60 Entwickler im Kern-Siri-Team verbleiben. Weitere 60 sollen für Qualitätssicherung und Sicherheits-Evaluierung verbleiben. Apple plant offenbar, ein kleineres, schlagkräftigeres Team zu bilden, das mithilfe von KI-Coding-Tools eine höhere Effizienz erreicht.

Intern als „Nachzügler“ verschrien

Der Bericht von The Information [3], der sich auf namentlich nicht genannte Quellen im Unternehmen stützt, knüpft an frühere Veröffentlichungen an, die ein eher betrübliches Bild der Siri-Abteilung [4] zeichneten. So soll das Siri-Team bei Apple intern seit Jahren als Nachzügler („laggard“) gelten. Es ist von aufgeblähten Strukturen und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit die Rede.

Offiziell lassen sich die durchgesickerten Informationen nicht bestätigen, weil Apple zu solchen Interna schweigt. Allerdings deuten die Ergebnisse und personelle Umwälzungen der vergangenen Monate und Jahre darauf hin, dass es in der Siri-Abteilung Apples nicht rund läuft. Die im Jahr 2011 erstmals veröffentlichte Sprachassistenz [5] ließ schon vor dem Hype signifikante Weiterentwicklungen vermissen. Spätestens seit der Konkurrenz durch Chatbots wie ChatGPT, Claude und Gemini sieht Apples Siri aber richtig alt aus.

Neustart mit Gemini in iOS 27

Das sollte sich mit der Einführung der Apple Intelligence, die auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Jahr 2024 vorgestellt wurde, signifikant ändern – tat es aber nicht. Stattdessen musste Apple die Veröffentlichung der angekündigten KI-Siri öffentlich verschieben [6]. KI-Chef John Giannandrea nahm seinen Hut [7]. An seiner Stelle hat Softwarechef Craig Federighi das Zepter übernommen. Er hat Mike Rockwell, der für die Vision Pro verantwortlich zeichnete, mit der Verantwortung für die Weiterentwicklung von Siri betraut.

Mit der Bekanntgabe, dass Google mit seinem KI-Modell Gemini künftig die Grundlage für die KI-Siri [8] bildet, schien der erhoffte Neuanfang erreicht. Der jetzige Bericht von The Information deutet aber darauf hin, dass die zu bewältigende Arbeit für die Modernisierung offenbar doch viel umfangreicher ausfällt. Beobachter wundern sich, dass Apple Teile seines Siri-Teams zwei Monate vor der WWDC auf einen Lehrgang schickt. Es könnte aber darauf hindeuten, dass die für iOS 27 erforderlichen Arbeiten größtenteils abgeschlossen sind und sich der Blick des Teams teilweise schon auf die kommenden Schritte richtet.

Auf der Weltentwicklerkonferenz Apples, die am 8. Juni beginnt, werden mit iOS 27 erste konkrete Ergebnisse [9] des Siri-Neustarts erwartet. Die neue Siri soll besser mit natürlicher Sprache zurechtkommen, gesprächiger sein und auch komplexe Aufgaben übernehmen können. Dazu gehört laut Brancheninsidern auch ein echter Chatbot-Betrieb mit eigener App [10], der längere Konversationen und eine Suchfunktion ermöglichen soll.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11261019

Links in diesem Artikel:
[1]  https://www.heise.de/thema/Apple
[2] https://www.heise.de/news/Apple-Intelligence-Das-sagen-der-KI-und-der-Software-Chef-zum-Siri-Neubeginn-9757150.html
[3] https://www.theinformation.com/articles/apple-sends-siri-staffers-coding-bootcamp-latest-shakeup-organization
[4] https://www.heise.de/news/Siri-Chaos-Warum-Apple-seine-bessere-Sprachassistentin-nicht-hinbekommt-10347900.html
[5] https://www.heise.de/news/Was-Siri-versteht-1355676.html
[6] https://www.heise.de/news/Bericht-Neue-Siri-doch-nicht-in-iOS-26-4-11173689.html
[7] https://www.heise.de/news/Apples-frueherer-KI-Chef-John-Giannandrea-verlaesst-das-Unternehmen-11255446.html
[8] https://www.heise.de/news/Nach-Siri-Fail-Apple-setzt-fuer-KI-Modelle-auf-Google-Gemini-11138386.html
[9] https://www.heise.de/news/iOS-27-Apple-erwaegt-Siri-App-und-Siri-fragen-Knopf-11224654.html
[10] https://www.heise.de/news/iOS-27-Apple-erwaegt-Siri-App-und-Siri-fragen-Knopf-11224654.html
[11] https://www.heise.de/mac-and-i
[12] mailto:mki@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 16. April 2026 um 15:43

heise+ | Apple Business: Das können die neuen Unternehmensdienste

Von Heise
Nutzer von Apple Business

Nutzer von Apple Business: Keine Dienstleister mehr nötig?

(Bild: Apple)

Apple bündelt seine Angebote für Firmen und bringt die eingebaute Geräteverwaltung nach Deutschland – sogar kostenfrei. Die Details zum neuen Gesamtpaket.

Die neue Plattform für Geschäftskunden im Apple-Ökosystem ist da: Nach der Ankündigung von Apple Business im März [1] [1] geht es ab dieser Woche offiziell los. Das neue Paket kombiniert die bisher getrennten Dienste Apple Business Essentials, Apple Business Manager und Apple Business Connect in einer einzigen Oberfläche. Bestehende Daten migriert Apple automatisch. Kostenlose Geräteverwaltung, Markenmanagement auf Apple Maps plus Apple Mail und eine App-Verteilung für beliebig viele Geräte gehören zum Paket.

Nicht verfügbar sind in Deutschland vorerst die E-Mail-, Kalender- und Verzeichnisdienste, zusätzlicher iCloud-Speicher, AppleCare+ for Business (also eine Geräteversicherung für Geschäftskunden), Werbung in Apple Maps für Geschäftskunden sowie das Feature „Verifizieren mit Wallet im Internet“. Letzteres ist eine Funktion, mit der sich Nutzer über digitale Ausweisdokumente auf Websites identifizieren. Eine Übersicht der regionalen Verfügbarkeiten der einzelnen Dienste [2] [2] hat Apple in ein Supportdokument gepackt.

Für IT-Administratoren ist vor allem die eingebaute Geräteverwaltung interessant, die bislang als kostenpflichtiges US-Abo lief. Unternehmen, die Apple-Hardware einsetzen und bisher auf Mobile Device Management (MDM) verzichtet haben, erhalten damit erstmals ein Bordmittel. iPhones, iPads und Macs lassen sich per MDM von einem zentralen Ort aus konfigurieren, absichern und bei Verlust sperren.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11260854

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Apple-Business-Kostenlose-All-in-One-Plattform-fuer-Unternehmen-startet-11223070.html
[2] https://support.apple.com/de-de/126603

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 16. April 2026 um 15:19

ÖPNV-Expressmodus-Funktion beim iPhone: YouTuber zeigen potenziellen Angriff

Von Heise
Angriff auf den Expressmodus

Angriff auf den Expressmodus: Visa sieht sich abgesichert.

(Bild: Veritasium / Screenshot YouTube)

Mit dem Expressmodus kann man in U-Bahn-Systemen wie in London oder New York schnell sein Ticket per NFC bezahlen. Besteht hier eine Sicherheitslücke?

iPhone und Apple Watch verfügen im Rahmen von Apple Pay über eine Funktion, die die Nutzung von Nahverkehrssystemen in aller Welt erleichtern soll. Mit dem sogenannten Expressmodus muss man sein Gerät nur noch an das Lesegerät an der Zugangssperre halten und löst dann automatisch sein Ticket über eine hinterlegte Kreditkarte. Das geht etwa in der New Yorker U-Bahn [1] oder in London. Ein Entsperren des Apple-Geräts per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN ist nicht notwendig, sofern man den Expressmodus aktiviert hat.

Doch wie sicher ist das? Wäre es möglich, so auf fremde Kosten mit der bei Apple Pay hinterlegten Kreditkarte einzukaufen? Ein Video des bekannten Wissenschaftskanals Veritasium [2] hat das nun näher untersucht. Das Ergebnis: Mit (ziemlich viel) Mühe und spezieller Hardware sowie Karten eines bestimmten Kreditkartenausgebers konnte dem bekannten YouTuber MKBHD bei einem Testlauf eine größere Geldsumme entwendet werden.

Problem seit 2021 bekannt

Gänzlich neu ist der Ansatz nicht, bereits 2021 konnten Sicherheitsforscher der Hochschulen Surrey und Birmingham das Vorgehen demonstrieren [3]. Allerdings scheint sich seither wenig getan zu haben. Der Grund: Visa, der Kartenausgeber, der davon betroffen ist, meint, es sei unwahrscheinlich, dass es in der Praxis zu dem Angriff kommt. Zudem, sagte Apple gegenüber Veritasium, habe Visa mitgeteilt, dass der übliche Zahlungsschutz greift. Betroffene können die Kreditkartenbuchung also widerrufen, selbst wenn das mit viel Ärger verbunden sein dürfte.

Der Angriff selbst ist eine Man-in-the-Middle-Attacke: Das iPhone wird auf ein manipuliertes NFC-Lesegerät gelegt, das sich als legitimes ÖPNV-Terminal ausgibt. Es zieht Zahlungsdaten vom iPhone drahtlos ab, die dann wiederum an ein Notebook weitergereicht werden, auf dem sie mittels Python-Skript manipuliert werden. Die Informationen werden anschließend auf ein Burner-Gerät – offenbar ein Android-Telefon, das gerootet wurde – weitergeleitet. Letzteres führt dann die Transaktion auch tatsächlich aus, wenn es auf einen Kartenleser gelegt wird – mit den iPhone-Daten. Der manipulierte Leser musste die gleiche Terminal-ID haben wie ein legitimes Tap-to-Pay-Terminal in einer ÖPNV-Station. Die komplexe Methode funktioniert nicht mit MasterCard und American Express, da es hier offenbar weniger leicht ist, legitime Daten an das Android-Gerät weiterzuleiten.

iPhone lässt Summe als Kleinbetrag durch

Interessant: Eines der von den Forschern entdeckten Probleme war, dass iOS in der aktuellen Form offenbar darauf vertraut, dass das NFC-Lesegerät angibt, dass es sich bei der abgefragten Summe um eine geringe handelt. Tatsächlich gegen die Zahl geprüft wird das aber nicht, es wird nur ein Flag gelesen und diesem dann geglaubt. Bei Geräten anderer Hersteller sei das nicht so, sagt Veritasium. Das heißt: Es konnte dem iPhone vorgegaukelt werden, dass es sich um eine Kleinzahlung handelt, die für den Expressmodus üblich sind, während dann tatsächlich 10.000 US-Dollar abgebucht wurden.

Es ist unklar, ob Kriminelle die komplexe Methode tatsächlich einsetzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt den ÖPNV-Expressmodus nicht mit Visa-Karten. Dann sollte die Angriffsform grundsätzlich nicht möglich sein.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11260078

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/New-York-City-will-U-Bahn-Ticket-aufs-iPhone-bringen-10364410.html
[2] https://www.youtube.com/watch?v=PPJ6NJkmDAo
[3] https://www.heise.de/news/Apple-Pay-Funktion-erlaubt-angeblich-Geldklau-von-gesperrten-iPhones-6204960.html
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i
[6] mailto:bsc@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 16. April 2026 um 14:34

Counterpoint-Vorhersage: Apple reißt Foldable-Markt an sich

Von Heise
Mensch mit Foldable

Mensch mit Foldable (nicht von Apple): Das iPhone Ultra wird im Herbst erwartet.

(Bild: Karlis Dambrans / Shutterstock)

Das iPhone Ultra soll ab September Apples erstes Falt-Handy werden. In Nordamerika könnte es laut Marktforschern schnell Samsung & Co. überholen.

Wenn Apple mit seinem iPhone Ultra [1] im kommenden Herbst erstmals auf den Foldable-Markt vordringt, könnte der Hersteller schnell Marktanteile gewinnen. Davon geht zumindest das üblicherweise zuverlässige Marktforschungsunternehmen Counterpoint in einer in dieser Woche veröffentlichten Prognose aus. Allein in den USA könnte Apple demnach noch 2026 bis zu 46 Prozent des Gesamtmarktes an sich nehmen. Dank dem iPhone Ultra (das möglicherweise auch anders [2] heißt) soll der Markt für Falt-Handys zudem stark wachsen – laut Counterpoint bis zu 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders viel Druck werde dabei auf Google mit seinem Pixel Fold [3] ausgeübt, aber auch Samsung und Motorola könnten mit ihren Foldables Marktanteile verlieren, schreibt Counterpoint.

Markt wird umgepflügt, meint Counterpoint

Bei Google sieht Counterpoint trotz möglicherweise überarbeiteter Hardware eine Marktanteilsschrumpfung von 5 Prozent auf 3 Prozent im Jahr 2026. Der Marktanteil von Motorola mit seinen Razr-Foldables gehe gar um fast die Hälfte (von 44 auf 23 Prozent). Auch für Samsung sagt Counterpoint Verkaufsverluste voraus: Der Marktanteil werde von 51 auf 29 Prozent zurückgehen, auch wenn der Konzern global bei Foldables besser aufgestellt sei und selbst ein Pass-ähnliches Faltbares [4] wie Apple plant.

Counterpoint hat mit seiner Prognosestudie nur auf den nordamerikanischen Markt geschaut. In anderen Weltregionen könnte Apple mehr oder weniger Marktanteil erzielen. In den USA werde Apple die Richtung des Marktes „signifikant ändern”, so Counterpoint-Analystin Liz Lee. Foldables sind aktuell allerdings sowieso nur ein Nischengeschäft.

Was passiert in China?

Der Foldable-Markt ist komplexer als andere Smartphone-Segmente. So werden viele Topmodelle aus China nicht in den USA oder Europa angeboten. So verkauft etwa Huawei seine Geräte nicht in den Vereinigten Staaten. Oppo, das mit dem Find N6 [5] zuletzt mit einem ersten nahezu „faltenfreien“ Foldable auf den Markt kam, bringt seine Geräte außerhalb Chinas nur langsam raus. Es kommt also zu Marktverzerrungen, weil nicht alle Geräte in allen Ländern verfügbar sind.

Spannend ist daher, wie sich der chinesische Markt entwickelt, wo immer wieder auch besondere Foldables – etwa Trifolds [6] – erschienen waren. Apple ist allerdings hervorragend positioniert, besonders teure Produkte in den Markt zu drücken. Der Konzern wird angeblich mindestens 2000 US-Dollar pro Ultra verlangen, mit mehr Speicher könnte es in Richtung 2800 Dollar gehen. Die Euro-Preise dürften bei Vollausstattung die 3000er-Marke knacken.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11258867

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/iPhone-Ultra-Neues-zu-moeglichen-Preisen-Technik-und-Verfuegbarkeiten-11254203.html
[2] https://www.heise.de/news/iPhone-Foldable-Namensfragen-Mockups-und-moegliche-Verschiebung-11247703.html
[3] https://www.heise.de/news/Pixel-10-Pro-Fold-Foldable-ist-so-wasser-und-staubfest-wie-ein-Smartphone-10553245.html
[4] https://www.heise.de/news/Faltbares-Apple-Handy-Kommt-der-Formfaktor-des-iPhone-mini-als-Pass-zurueck-11125785.html
[5] https://www.heise.de/news/Foldable-Find-N6-Oppo-buegelt-die-Falte-aus-11213537.html
[6] https://www.heise.de/news/Nach-nur-drei-Monaten-Samsung-stellt-Verkauf-des-Galaxy-Z-TriFold-ein-11214319.html
[7] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[8] https://www.heise.de/mac-and-i
[9] mailto:bsc@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 16. April 2026 um 11:12

Mac: Native App für Gemini, Claude Code parallelisiert

Von Heise
Gemini-App auf dem Mac

Gemini-App auf dem Mac.

(Bild: Google)

Google und Anthropic rüsten auf dem Mac auf: Gemini kommt erstmals als eigene Anwendung, während Claude Code gleichzeitige Sessions beherrscht.

Seit Längerem schon gibt es native Apps von Claude, Claude Code, Perplexity oder ChatGPT für den Mac [1]. Google mit Gemini fehlte bislang. Das hat der Internetriese nun geändert: In der Nacht zum Donnerstag wurde die erste native App für das KI-System freigegeben. Die Anwendung läuft ab macOS 15 alias Sequoia und kostet nichts, solange man mit einem Gratis-Account zurechtkommt.

Shortcut und generative Modelle

Ähnlich wie ChatGPT oder Claude versucht sich Google mit der Gemini-App für macOS [2] an einer tieferen Integration ins System. Die App ist durch einen Tastaturbefehl zu erreichen, der an die macOS-Systemsuche Spotlight erinnert: Statt Command + Leertaste ist es Option + Leertaste. Ein vollständiges Gemini-Fenster erhält, wer zusätzlich die Umschalttaste drückt. Die App ist zudem via Dock und Menüleiste erreichbar. Wie bei der Konkurrenz lassen sich auch Bildschirminhalte und einzelne Fenster freigeben, damit Gemini diese analysieren kann und „kontextbezogene Hilfe“ bietet, so Google. Integriert sind außerdem generative Modelle für Bilder und Video, also Nano Banana [3] und Veo, die sich „mit einem Klick“ aufrufen lassen sollen. Weitere Google-Werkzeuge wie NotebookLM, aber auch Dateien, Drive und Fotos sind eingebaut, auch wenn letztere drei nicht zur KI-Suite gehören.

Google hat im Gegensatz zu Perplexity-Computer [4] und anderen Ansätzen wie OpenClaw derzeit noch keine Desktop-Automatisierungen eingebaut. Diese sind aber künftig geplant. „Wir legen den Grundstein für einen wirklich persönlichen, proaktiven und leistungsstarken Desktop-Assistenten – in den kommenden Monaten werden wir Ihnen weitere Informationen dazu mitteilen“, schreibt das Unternehmen. Bestehende Gemini-Accounts von Mobilgeräten können weiterverwendet werden.

Session-Player Claude Code

Neben der Gemini-App für macOS tut sich im Hinblick auf Mac-KI auch etwas beim Google-Konkurrenten Anthropic. Dort hat man nun dem Desktop-Client von Claude Code [5] neue Möglichkeiten verschafft. Er kann nun Sessions parallelisiert anzeigen und abfahren, Terminal-Fenster einblenden, mit verschiedenen Repos interagieren und mehr.

Ein YouTube-Video der neuen Features [6] wirkt anfangs recht chaotisch, da viele Entwickler mit parallelen Sessions arbeiten, ist der neue Funktionsumfang aber willkommen. Dabei gilt es zu beachten, ein ausreichend großes Claude-Paket abonniert zu haben. Die App ist auch für Windows und Linux zu haben, unter macOS und Linux kam nun auch SSH-Support hinzu.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11259974

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/hintergrund/KI-zu-Befehl-So-kontrollieren-Sie-mit-Kuenstlicher-Intelligenz-Ihren-Mac-11162430.html
[2] https://gemini.google/mac/
[3] https://www.heise.de/tests/Nano-Banana-ausprobiert-Die-beste-kostenlose-KI-Bildbearbeitung-von-Google-10621377.html
[4] https://www.heise.de/news/Perplexity-baut-Personal-Computer-auf-Mac-mini-Basis-11209166.html
[5] https://claude.com/blog/claude-code-desktop-redesign
[6] https://www.youtube.com/watch?v=rWaQSQEm_aY
[7] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[8] https://www.heise.de/mac-and-i
[9] mailto:bsc@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 16. April 2026 um 10:34

heise+ | Orion im Test: Der Browser, der Chrome & Firefox vereint

Von Heise

Orion nutzt die Rendering-Engine von Apples Browser Safari, unterstützt Chrome- und Firefox-Erweiterungen und hält weitere nützliche Überraschungen bereit.

Der Browser ist die meistgenutzte Anwendung auf dem Rechner – und gleichzeitig die, über die sich viele am wenigsten Gedanken machen. Oftmals kommt so die vorinstallierte App oder einen Chrome-Klon zu Einsatz. Denn fast alle „alternativen“ Browser nutzen den technischen Unterbau von Googles Browser.

Das Unternehmen Kagi geht einen anderen Weg. Es setzt bei seinem Browser Orion auf das technische Fundament von Apples Safari-Browser und bettet sich gut in die Mac-OS-Welt ein. Auf die bei anderen Browsern allgegenwärtigen KI-Beigaben verzichtet der Hersteller bewusst.

Ich nutze den Browser seit ein paar Wochen als Standardbrowser und zeige, wo sich Orion bewährt hat. An einigen Stellen muss man ihn mit Erweiterungen aufrüsten. Und es gibt ein paar Details, bei denen der neue Browser noch nicht rund läuft.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11229328

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Orion-im-Test-Der-Browser-der-Chrome-Firefox-vereint-11229328.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/Bookmark-Manager-Links-sammeln-und-clever-organisieren-11213553.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/YouTube-per-Bookmarklet-ohne-peinliche-Uebersetzungen-nutzen-11150540.html
[4] https://www.heise.de/tests/Comet-fuer-Android-Wie-Perplexitys-KI-Browser-die-Google-Suche-ersetzen-will-11099570.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/So-nutzen-Sie-Bookmarklets-zum-Automatisieren-im-Browser-11081590.html
[6] https://www.heise.de/ratgeber/WhatsWeb-Webseiten-Scanner-im-Test-11078848.html
[7] https://www.heise.de/ratgeber/KI-Browser-Was-hinter-den-Trojanische-Surfbrettern-steckt-10973803.html
[8] https://www.heise.de/tests/Smarter-surfen-Sieben-Browser-mit-KI-Funktionen-im-Vergleich-10665754.html
[9] https://www.heise.de/tests/Smarter-surfen-Sieben-Browser-mit-KI-Funktionen-im-Vergleich-10665754.html
[10] https://www.heise.de/hintergrund/Ungestoert-surfen-Werbung-Banner-Tracking-und-andere-Quaelgeister-loswerden-10501676.html

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 16. April 2026 um 10:00

Bericht: Grok stand angeblich kurz vor App-Store-Rauswurf

Von Heise
Zwei Finger tippen auf einem Smartphone auf die Grok-App

(Bild: Talukdar David/Shutterstock.com)

Einem Medienbericht zufolge stand die KI-App Grok kurz vor dem Ausschluss aus Apples App Store. Grund waren uneinvernehmlich erstellte Deepfake-Nacktbilder.

Der Vorwurf, der aus Kreisen der Politik und von Nutzern erhoben wurde, wog schwer: Fassen Apple und Google die Apps von finanz- und reichweitenstarken Unternehmen selbst bei eklatanten Verstößen gegen die App-Store-Regeln mit Samthandschuhen an? Dieser Verdacht ist in der Vergangenheit schon mit Blick auf die Apps von Meta laut geworden. Als jedoch bekannt wurde, dass das KI-Modell Grok uneinvernehmlich erstellte Deepfake-Nacktbilder von Frauen [1] und mutmaßlich auch von Kindern ermöglichte, schüttelten Kritiker nur noch mit dem Kopf. Wieso duldeten Apple und Google dies?

In einem nicht öffentlichen Brief an US-Senatoren, der jetzt durch NBC News veröffentlicht [2] wurde, tritt Apple dem Eindruck entgegen, dass das Unternehmen untätig geblieben sei. Sowohl xAI als Herausgeber der KI Grok als auch X als soziales Netzwerk, das Grok integriert, seien nach Beschwerden und Medienberichten kontaktiert worden. Auch habe Apple Verstöße gegen die Richtlinien festgestellt und den Firmen ein Ultimatum gestellt. Nur wenn sie ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Content-Moderation umsetzen, bleibe ihnen der Rauswurf erspart. Auf politischer Ebene wird bereits über ein Verbot von KI-Systemen für Deepfakes [3] ohne Zustimmung diskutiert.

Grok angeblich kurz vor Rauswurf

X und xAI haben zwischenzeitlich reagiert und das Erstellen von Deepfakes erschwert. Laut NBC News sollen die Schutzmechanismen weiterhin umgehbar sein. Veröffentlichungen in einem Ausmaß von vor einigen Monaten waren zuletzt aber nicht mehr festzustellen. xAI habe Apple unter anderem Einschränkungen der Bildbearbeitungsfunktionen und stärkere Zugriffsbeschränkungen versprochen.

Laut dem Bericht soll Grok auch tatsächlich kurz vor dem Rauswurf gestanden haben. Während bei X rasch nachgebessert wurde, habe sich der Entwickler der Grok-App Zeit gelassen. In der Öffentlichkeit war von alledem freilich nichts zu bemerken: Apple äußerte sich öffentlich zu den Vorgängen nicht. Kritiker beharren indessen darauf, dass der iPhone-Hersteller im Falle eines Einzelentwicklers oder Start-ups die Regeln konsequenter durchsetzen würde. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Apple Updates für Vibe-Coding-Apps blockiert [4], weil diese gegen technische Richtlinien verstießen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11259603

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Sexualisierte-Deepfakes-von-Grok-Betroffene-Minderjaehrige-klagen-in-den-USA-11213108.html
[2] https://www.nbcnews.com/tech/tech-news/apple-threat-remove-grok-app-store-deepfake-letter-musk-x-ai-rcna331677
[3] https://www.heise.de/news/EU-Ausschuss-unterstuetzt-Verbot-von-Deepfake-faehigen-KI-Systemen-mit-Ausnahmen-11216979.html
[4] https://www.heise.de/news/Apple-blockiert-Updates-fuer-Vibe-Coding-Apps-11216714.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i
[6] mailto:mki@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 15. April 2026 um 18:07

Luminar: KI-Tools für präzise Retusche und schönes Bokeh

Von Heise
Vergleichsbild einer Frau mit und ohne Retusche

Das überarbeitete Werkzeug „Skin AI“ trennt zwischen Haut- und Gesichtsretusche, um wie hier die Haut zu glätten.

(Bild: Skylum)

Luminar hat seine KI-gestützte Bildbearbeitung um neue und verbesserte Werkzeuge für die Porträtretusche und möglichst natürliche Hintergrundunschärfe ergänzt.

Der Softwarehersteller Skylum bemüht sich mit der neuen Version der KI-Bildbearbeitung Luminar 1.27 um möglichst naturgetreue Hautretusche, authentisches Bokeh und natürliche Übergänge bei Masken. Die neuen Funktionen sind laut Hersteller sowohl auf dem Desktop als auch auf Mobilgeräten einheitlich verfügbar. Luminar synchronisiert die Bearbeitungen zwischen den Geräten. Fotografen sollen dadurch nahtlos wechseln und weiterarbeiten können.

Porträtbearbeitung mit Skin AI und Face AI

Das überarbeitete Werkzeug „Skin AI“ trennt zwischen Haut- und Gesichtsretusche. Nutzer können so einzelne Bereiche bearbeiten, ohne das gesamte Gesicht zu verändern. Ein Blemish-Removal-Regler ersetzt die bisherige Checkbox zum Entfernen von Hautunreinheiten. Ziel ist ein natürlicher Look, der störende Details reduziert, aber die Hautstruktur erhält.

Per Regler statt wie bisher per Checkbox retuschiert Luminar 1.27 Hautunreinheiten.

(Bild: Skylum)

Das Face-AI-Werkzeug erkennt selbsttätig Gesicht, Augen und Mund. Es kann in der neuen Version Augenringe abschwächen. Das soll auch bei leicht gedrehten Gesichtern zuverlässig funktionieren.

Das Face-AI-Werkzeug schwächt in der neuen Version Augenringe ab.

(Bild: Skylum)

Natürlich maskierte Übergänge

Die neue Mask-Feather-Funktion sorgt für weiche Übergänge bei lokalen Anpassungen. Indem sie Übergänge zwischen bearbeiteten und unveränderten Bildbereichen glättet. Helligkeitskorrekturen oder Retuschen sollen damit natürlicher wirken.

Die Mask-Feather-Funktion glättet Übergänge zwischen bearbeiteten und unveränderten Bildbereichen.

(Bild: Skylum)

Bokeh-KI für mehr Tiefe im Bild

Der Filter „Bokeh AI“ bildet den Look lichtstarker Objektive nach. Er zeichnet den Hintergrund bei Porträts oder Tieraufnahmen weich und verleiht ihnen damit mehr Tiefe. Die Technik erzeugt mehrstufige Tiefenkarten, um die Geometrie der Szene vorherzusagen und Motive sowie Vorder- und Hintergrund zu trennen. So entsteht im Bestfall eine natürliche Unschärfe mit sanften Lichtpunkten.

Der Filter „Bokeh AI“ zeichnet den Hintergrund weich und verleiht Fotos damit mehr Tiefe.

(Bild: Skylum)

Preise und Verfügbarkeit

Das Update steht ab sofort für Windows und macOS sowie als Mobil-App für iOS, Android und ChromeOS zur Verfügung. Luminar kostet 140 Euro. Registrierte Nutzer erhalten das Update auf Version 1.27 kostenlos.

Siehe auch:


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11259046

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/download/product/skylum-luminar?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
[2] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[3] mailto:akr@ct.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 15. April 2026 um 15:32

Adobe Premiere Pro und After Effects: Präzise Farbsteuerung, schnelle Masken

Von Heise

Im „Color Mode“ von Premiere Pro lassen sich Farben für mehrere Clips simultan ändern.

(Bild: Adobe)

Mit einer neuen Farbsteuerung, KI-gestützter Maskierung und einer neuen Suchfunktion bringt Adobe nützliche Werkzeuge für professionelle Videocutter.

Die Videobearbeitungssoftware Adobe Premiere Pro 26.2 hat eine neu entwickelte Umgebung zur Farbkorrektur erhalten. After Effects 26.2 soll Personen und Objekte dank KI sauber maskieren und verfolgen können. Und die Cloud-Plattform Frame.io streamt künftig Videoinhalte.

Premiere Pro: Farbkorrektur im Color Mode

Nutzer können im „Color Mode“ Farbkorrekturen direkt im Schnitt erledigen, ohne in eine separate Umgebung wechseln zu müssen. Das Video bleibt in voller Größe sichtbar.

Zuerst passt man Belichtung, Kontrast oder Farbtemperatur an. Danach bearbeitet man einzelne Bildbereiche oder entwickelt Looks. Premiere Pro zeigt an, ob eine Anpassung nur einen Clip betrifft oder eine ganze Sequenz beeinflusst. Der Color Mode soll mit dem Anspruch der Nutzer wachsen. Einsteiger sollen mit wenigen Reglern arbeiten und Profis komplexe Farblooks entwickeln können.

Über Räder für Kontrast, Belichtung, Farbtemperatur, Balance und Sättigung beeinflusst der Color Mode in Premiere Pro 26.2 die Farbstimmung eines Videos.

(Bild: Adobe)

Überblick bei komplexen Projekten

Eine neue Suchfunktion hilft Anwendern, die mit umfangreichen Projekten arbeiten. Sie macht die Timeline nicht nur oberflächlich, sondern bis auf Clip-Ebene durchsuchbar. Premiere Pro legt dazu einen Index mit Clipnamen, Spuren, Effekten, Markern und weiteren Metadaten an. Die Suche lässt sich außerdem nach Clips, Effekten oder Markern filtern.

After Effects: KI-gestützte Maskierung

Neben der Farbkorrektur hat Adobe KI-Werkzeuge zur Objektauswahl und Maskierung ergänzt. Bewegte Motive sollen sich schnell freistellen, Kanten präzise bearbeiten und feine Details wie Haare sauber erfassen lassen. Adobe kombiniert dabei Bildanalyse, Objekterkennung und Bewegungsverfolgung, um typische Objekte wie Menschen, Gesichter, Kleidung oder Gegenstände zu erkennen.

After Effects 26.2 soll Motive schneller und präziser freistellen und verfolgen können als zuvor.

(Bild: Adobe)

Frame.io streamt Videos

Eine neue Desktop-Anwendung für den Cloud-Dienst Frame.io Drive bindet Videoprojekte wie ein lokales Laufwerk ein. Dateien sollen sich damit ohne Download oder Synchronisation in Premiere Pro, Photoshop oder After Effects nutzen lassen. Statt Dateien zu verschicken oder zu kopieren, greifen Teams gleichzeitig auf eine gemeinsame Datenbasis zu. Damit entfallen Probleme wie Versionskonflikte oder verzögerte Datenübertragung. Die Inhalte werden bei Bedarf gestreamt, ein Zwischenspeicher sorgt für flüssige Wiedergabe.

Preise und Verfügbarkeit

Die Updates für Premiere Pro und After Effects stehen laut Adobe ab sofort für Kunden der Creative Cloud zum Download zur Verfügung. Die Frame.io-App will Adobe schrittweise und zunächst nur für Unternehmenskunden einführen. Das Komplett-Abo Creative Cloud Pro kostet 78 Euro monatlich. Ein Einzelabo von Adobe Premiere Pro oder After Effects kostet jeweils 26 Euro pro Monat.

Siehe auch:


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11258200

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/download/product/adobe-premiere-pro-33612?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
[2] https://www.heise.de/download/product/adobe-after-effects-36621?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
[3] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[4] mailto:akr@ct.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 15. April 2026 um 15:00

Tipp: Verwaiste Songs aus der Musik-App entfernen

Von Heise

Wer bei Aufräumaktionen auf der SSD Musik löscht, steht womöglich mit einer unvollständigen Musik-App-Datenbank dar. So bereinigen Sie diese wieder.

Ich habe meine SSD aufgeräumt und dabei auch lokale Musik mit dem Finder gelöscht. Nun gibt es in der Musik-App viele Einträge mit einem Ausrufezeichen. Wie kann ich diese gesammelt anzeigen und dann entfernen?

Leider gibt es kein direktes Kriterium für intelligente Wiedergabelisten, um solche Tracks aufzuspüren. Aber selbst, wenn es das gäbe, wäre es nur bedingt hilfreich.

Die Musik-App erkennt fehlende Dateien nämlich erst, wenn sie (vergeblich) auf sie zugreifen möchte, etwa bei der Wiedergabe oder beim Anzeigen von Metadaten.

In der Regel schlummern also viele Einträge in der Datenbank, bei denen die App noch gar nicht weiß, dass die zugehörigen Dateien nicht mehr existieren.

Es gibt aber einen Trick, der ohne Zusatztools auskommt. Damit er korrekt funktioniert, müssen Sie sicherstellen, dass sich keine gelöschten Dateien im Papierkorb befinden.

Die Musik-App findet diese und merkt sich den neuen Dateipfad – der Papierkorb ist im Prinzip auch nur ein Ordner.

Wechseln Sie in die Ansicht Titel und wählen dort mit Command + A alle Songs aus. Erstellen Sie nun über „Ablage > Neu > Playlist aus Auswahl“ (Umschalt + Command + N) eine Wiedergabeliste, die den gesamten Inhalt Ihrer Mediathek enthält.

Geben Sie ihr einen Namen, den Sie gut erkennen können, etwa „Alle Tracks (temp)“. Wenn Sie Songs zu einer Playlist hinzufügen, prüft die Musik-App, ob entsprechende Dateien noch im Dateisystem vorliegen.

Ist das nicht der Fall, fügt die App die verwaisten Einträge auch nicht zur neuen Wiedergabeliste hinzu.

Mit einer Behelfsplaylist überprüft die Musik-App alle Einträge auf fehlende Dateien
Mit einer Behelfsplaylist überprüft die Musik-App alle Einträge auf fehlende Dateien

Mit einer Behelfsplaylist überprüft die Musik-App alle Einträge auf fehlende Dateien.

Erstellen Sie jetzt über „Ablage > Neu > Intelligente Playlist“ (Option + Command + N) eine regelbasierte Wiedergabeliste. Ändern Sie hier das Kriterium „Künstler:in“ in „Playlist“, wählen daneben „ist nicht“ und dann die zuvor angelegte Playlist „Alle Tracks (temp)“ aus.

Mit „OK“ zeigt die Musik-App nun den intelligenten Ordner an, der alle Songs aufführt, die nicht in der zuvor angelegten Playlist enthalten sind.

Schalten Sie die Ansicht auf „Darstellung > Als Titel“ um, weil die Standarddarstellung fehlende Tracks nicht mehr kenntlich macht.

Sie sollten dann vor jedem Eintrag der Playlist ein Ausrufezeichen sehen. Wählen Sie mit Command + A alles aus, öffnen per Sekundärklick das Kontextmenü und führen dann „Aus Mediathek löschen“ aus. Das übliche Tastaturkürzel Command + Löschen funktioniert hier unter Umständen nicht.

Eine intelligente Playlist findet alle Songs, deren Dateien nicht mehr existieren
Eine intelligente Playlist findet alle Songs, deren Dateien nicht mehr existieren

Eine intelligente Playlist findet alle Songs, deren Dateien nicht mehr existieren.

Jetzt sind Sie alle verwaisten Einträge los. Die beiden Behelfsplaylists können Sie im Anschluss wieder löschen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11253505

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://www.heise.de/mac-and-i
[3] mailto:wre@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 15. April 2026 um 09:00
❌