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FreshRSS 1.29.1

Von Alkarex

This is bug-fix release for 1.29.0.

Feature highlights✨:

  • Accept .txt import of feed URLs in additional to e.g. OPML
  • New CLI for automatic periodic SQLite export with retention
  • More feed info: last received date, publication date

Bug fixes highlights 🐛:

  • Fix cookies with some browsers
  • Fix search in shared user queries with empty results

UI highlights 🖼:

  • Improve Web browsers compatibility

This release has been made by @Alkarex, @Frenzie, @IEEE-754, @Inverle, @McFev, @ciro-mota, @cweiske, @polybjorn and newcomer @mzl2233

Full changelog:

  • Features
    • Accept .txt import of feed URLs in additional to e.g. OPML #8818, #8837
    • New CLI for automatic periodic SQLite export with retention #8819
    • More feed info: last received date, publication date #8799
  • Bug fixing
    • Fix cookies with some browsers #8867
    • Fix search in shared user queries with empty results #8863
    • Fix XML errors with loading invalid OPML in lib_opml library #8652, #8853,
      lib_opml#48, lib_opml#51
    • Fix ensure maximum number of feeds also with Dynamic OPML #8832
    • Fix click mark as read #8817
  • UI
    • Improve browser compatibility to keep mobile navigation at the bottom #8833
    • Improve support of older/simpler Web browsers/engines such as SeaMonkey #8810,
      #8811, #8813,
    • Improve Swage theme #8842
    • Rename Nord theme to Nord #8805
    • Replace GIF spinner by CSS spinner #8804, #8812
    • Various UI and style improvements: #8800, #8816,
  • I18n
    • Improve Brazilian Portuguese #8846
    • Improve Dutch #8868
    • Improve German #8840
    • Improve Polish #8854
    • Improve Russian #8861
    • Improve Traditional Chinese #8849
  • Misc.
  • 20. Mai 2026 um 19:58

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Wer bestimmt, was "ausgewogen" ist?

Von Telepolis
Virtueller Newsroom

Bild: Shutterstock.com

Neues Gutachten soll den Streit um die politische Schlagseite von ARD und ZDF versachlichen. Doch die Messung von Vielfalt wirft neue Fragen auf.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht unter Dauerdruck. Zum großen Register der Kritiker an ARD und ZDF gehört der Vorwurf der mangelnden Vielfalt und der fehlenden Ausgewogenheit. Sie beklagen einen zu engen Meinungskorridor und eine zu große Nähe zu Staat und Regierung.

Die Debatte ist bekannt. Neu stellt sich folgende Frage: Können Medienwissenschaftler etwas zur Klärung in diesem Konfliktfeld – bei dem es zuverlässig selbst im privaten Kreis sehr laut zugehen kann – beitragen?

Und auf welche Art?

Antworten darauf werden in einem Gutachten versucht, das nun neu öffentlich zugänglich ist. Dessen Titel lautet: Vielfalt und Ausgewogenheit als Maßstab von Medienqualität. [1]

Forschende der Universitäten Mainz und München haben – im Auftrag des Bayerischen Rundfunks [2] – erstmals versucht, die notorischen Debattenbegriffe "Vielfalt" und "Ausgewogenheit" präzise zu definieren und messbar zu machen. Die Wissenschaftler unterscheiden klar: "Vielfalt" bezeichnet die Anzahl der in der Berichterstattung vorkommenden Themen, Akteure und Meinungen. "Ausgewogenheit" meint deren angemessene Verteilung.

"Wissenschaft statt Bauchgefühl"

Diese Definition bildet die Grundlage für die praktische Umsetzung der Anforderungen aus dem Medienstaatsvertrag [3]. Dieser verpflichtet die Sender, wissenschaftlich fundierte Analysen zu Vielfalt und Ausgewogenheit vorzulegen.

Das Gutachten wertet 49 inhaltsanalytische Studien aus den Jahren 2020 bis 2025 aus und kommt zu einem klaren Ergebnis: Pauschale Vorwürfe systematischer Einseitigkeit gegen ARD und ZDF seien empirisch nicht haltbar.

Deutsche Nachrichtenmedien – und insbesondere öffentlich-rechtliche Angebote – weisen demnach ein hohes Maß an Themen- und Akteursvielfalt auf, wie die Pressemitteilung des BR [4] unter der leicht triumphierend anmutenden Formulierung der Überschrift mitteilt: "Wissenschaft statt Bauchgefühl: Neues Gutachten der Universitäten Mainz und München schafft wichtige Grundlage für Beschäftigung mit Vielfalt und Ausgewogenheit im Journalismus".

Die Forscher räumen ein: Das Forschungsfeld ist stark fragmentiert, einheitliche Standards zur Messung von Vielfalt und Ausgewogenheit fehlen bislang weitgehend. Zudem gebe es Unterschiede zwischen ARD und ZDF bei den internen Richtlinien.

Die Grenzen der Wissenschaft

Die ARD betont in ihren Programmrichtlinien [5], Programme anzubieten, "die das Land, seine Kultur und das alltägliche Leben der Menschen in all seinen Facetten spiegeln". Doch wie genau diese Facetten definiert werden, bleibt interpretationsbedürftig. Wer definiert, was "angemessen" oder "realitätsgerecht" ist? Die Antwort darauf ist eine Machtfrage, die Wissenschaftler bleiben hier zurückhaltend. Diese Klärung ist nicht ihr Feld.

Soll Ausgewogenheit bedeuten, dass alle Positionen gleich häufig vorkommen – oder dass sie entsprechend ihrer gesellschaftlichen Relevanz gewichtet werden?

Das Gutachten plädiert einmal dafür, bei Themen und Akteuren nach gesellschaftlicher Relevanz zu gewichten (Seite 17-18). Bei Meinungen hingegen plädieren die Autoren "eher für eine annähernde Gleichverteilung", um die unabhängige Meinungsbildung zu fördern. Wer aber bestimmt die Relevanz? Und was bedeutet das für Minderheitenpositionen, die dann strukturell weniger Raum erhalten? Auch hier stellt sich die Machtfrage.

Interessant für die Diskussion ist ein weiterer Befund: das sogenannte "Hostile Media"-Phänomen. Menschen mit starken politischen Überzeugungen nehmen selbst objektiv ausgewogene Berichterstattung oft als gegen ihre eigene Position gerichtet wahr.

Die andere Seite: Das Problem des Publikums

Selbst wenn ARD und ZDF also tatsächlich ausgewogen berichten, wird ein erheblicher Teil des Publikums dies nicht so empfinden. Die Autoren betonen zwar, dass dies die Sender nicht von ihrer Pflicht entbindet, vielfältig und ausgewogen zu berichten, doch werfen ihre Einlassungen eine unbequeme Frage auf: Ist die Einseitigkeitsdebatte ein reales Medienproblem – oder teilweise ein Wahrnehmungsproblem des Publikums?

Das Gutachten empfiehlt ähnlich wie Ärzte, die eine schwierige, weil nicht einfach zu kuratierende Krise vor Augen haben: eine Beobachtung des schweren Falles. Sprich: ein kontinuierliches Monitoring von Themen-, Akteurs- und Meinungsvielfalt, dazu Vielfalts-Checks in Redaktionskonferenzen und dazu Fortbildungsangebote für Journalisten. Praktische Instrumente, die helfen sollen, Vielfalt im Redaktionsalltag zu verankern ...

Allerdings setzen sie voraus, dass man sich auf gemeinsame Maßstäbe einigt – und genau das ist das Problemfeld. Der zentrale Widerspruch bleibt ungelöst: Die Forschung findet keine pauschale Einseitigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Gleichzeitig empfindet ein erheblicher Teil des Publikums die Berichterstattung als unausgewogen.

Klärt das Gutachten also den Streit – oder verlagert es ihn nur auf eine neue Ebene, nämlich auf die Frage, wer wissenschaftlich definiert, was als "angemessene" Vielfalt gilt? Kann Wissenschaft den Konflikt wirklich befrieden – oder misst sie am Ende nur das, was die Sender ohnehin schon für Vielfalt halten?

Die eigentliche Geschichte liegt genau in dieser Spannung.

Weitere Details zur Studie finden sich hier [6]. Die ARD plant gemeinsam mit den Universitäten Mainz und München ein wissenschaftliches Symposium und eine Diskussion rund um die Medientage München im Oktober 2026.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11302656

Links in diesem Artikel:

  1. https://openscience.ub.uni-mainz.de/bitstreams/e02bf7a2-eaf9-437e-abcd-f1bf616dd80f/download
  2. https://www.presseportal.de/pm/7560/6278624
  3. https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/18790-MStV#p26a
  4. https://www.presseportal.de/pm/7560/6278624.
  5. https://www.ard.de/die-ard/aufgaben-der-ard/gemeinwohl/wert-vielfalt-100.html
  6. https://www.dwdl.de/nachrichten/106565/gutachten_fuer_die_ard_was_sind_vielfalt_und_ausgewogenheit/

Copyright © 2026 Heise Medien

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  • 21. Mai 2026 um 15:30

Anvil Odin: Neues Schiff in Star Citizen kostet 5.900 US-Dollar

Von Oliver Nickel
Die Anvil Odin wird das teuerste Schiff in Star Citizen. Um es kaufen zu dürfen, mussten sich Fans vorher schriftlich bewerben.
Die Anvil Odin ist derzeit nur ein Konzept. (Bild: Cloud Imperium Games)
Die Anvil Odin ist derzeit nur ein Konzept. Bild: Cloud Imperium Games

Die Weltraumsimulation ist unter anderem durch die teilweise sonderbar teuren digitalen Raumschiffe bekannt, die sich Unterstützer für das Spiel zulegen können. Am 24. Mai 2026 wird das bisher teuerste Schiff in der Geschichte des Spiels verkauft. Die Anvil Odin ist ein Großkampfschiff der Battlecruiser-Klasse. Es wird 5.900 US-Dollar kosten. Bisher war der Javelin-Zerstörer für etwa 3.000 US-Dollar das teuerste Schiff in Star Citizen.

Einige Backer können das Schiff auch für 5.000 US-Dollar vorbestellen. Dabei handelt es sich um den Preis für ein sogenanntes Warbond-Paket. Hier darf also nur frisches Geld genutzt werden. Die 5.900-Euro-Version kann auch erworben werden, wenn Spieler ihre bereits gekauften Schiffe für deren Gegenwert in Store-Credits eintauschen (sogenanntes Melting) und sich davon die Odin bestellen.

Nur ausgewählte Fans dürfen Odin kaufen

Dafür gibt es weitere Bedingungen. Nur ausgewählte Mitglieder des Odin-Founders-Club dürfen sich für den Kauf einer Odin anmelden. Die haben sich vorab beworben und mussten Gründe nennen, wie sie das Schiff verwenden möchten. Der Schlachtkreuzer wird nur begrenzt verfügbar sein.

Die Odin soll nach Angaben des Entwicklerstudios, Cloud Imperium Games (CIG), einer der letzten Konzeptverkäufe sein, bevor Star Citizen final released wird. Ein Konzept ist im Spiel noch nicht implementiert. User kaufen also erst einmal nur die Blaupause des Schiffs. Die finale Version kann sich noch ändern. Aktuell hat die Odin Platz für 23 Geschütztürme, zehn Torpedoschächte und eine Crew von vielen Dutzend Spielern. Diese Daten sind nicht endgültig.

Das Schiff ist zudem ein Versprechen der Entwicklerstudios, das es mit dem Crowdfunding-Ziel von 17 Millionen US-Dollar ankündigte. Mittlerweile erreicht das Crowdfunding fast eine Milliarde US-Dollar. Die Marke dürfte in wenigen Wochen durchbrochen werden.

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  • 21. Mai 2026 um 16:10

Stadtwerke: (K)eine Zusammenarbeit mit der Telekom auf Augenhöhe

Von Achim Sawall
Für Netcologne hat die Telekom sich nicht bemüht, ein Partner auf Augenhöhe zu werden. Glasfaser Ruhr lobt die Telekom wiederum. M-net wurde zwangsverheiratet.
Stadtwerkegipfel: Finanzierung, Kooperationen und Resilienz auf der Anga Com im Mai 2026 in Köln (Bild: Achim Sawall/Golem)
Stadtwerkegipfel: Finanzierung, Kooperationen und Resilienz auf der Anga Com im Mai 2026 in Köln Bild: Achim Sawall/Golem

Laut Claus van der Velden, kaufmännischer Geschäftsführer bei Netcologne, ist für den großen lokalen Netzbetreiber keine Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom auf Augenhöhe möglich. "Wir haben eine vielfältige Zusammenarbeit mit der Telekom, aber wenn ich ein Wort nicht gebrauchen würde, dann wäre es Augenhöhe", sagte er am 21. Mai 2026 auf der Kongressmesse Anga Com in Köln.

Netcologne habe mit der Telekom einen Partnervertrag, demzufolge man voneinander Breitbandzugänge einkaufen könne. "Die könnten bei uns FTTB einkaufen, und wir könnten bei denen einkaufen. Wir tauschen dafür Adressen aus, wo man einkaufen kann, das sind die Gebiete, wo die uns überbauen. Doch wir sehen dort fast nur Homes Passed", hatte Netcologne-Chef Timo von Lepel Golem vor einem Jahr gesagt.

Van der Velden erklärte: "Am Ende ist vieles immer auch eine Preisfrage, aber Augenhöhe verspüre ich da nicht. Tatsächlich habe ich in den Gesprächen von der Telekom den Begriff einseitige Kooperation gehört."

Telekom kocht auch nur mit Wasser

Dem widersprach zuvor Patrick Helmes, Geschäftsführer der Glasfaser Ruhr, der eine enge Partnerschaft mit der Telekom hat. Dass die Ausbau-Kooperation mit der Telekom nicht auf Augenhöhe verläuft, "war tatsächlich eine Angst, als wir anfingen, mit der Telekom Gespräche zu führen, weil es große Unterschiede gibt. Aber wir haben relativ schnell gemerkt, dass die Telekom auch nur mit Wasser kocht."

Die Telekom sei durchaus empfänglich "für Knowledge von der Basis eines Stadtwerks. Und ich kann nur bestätigen, dass es auf Augenhöhe ist. Wir tauschen uns regelmäßig aus. Für uns in Bochum kann ich sagen, dass die Kooperation funktioniert", betonte Helmes, der zugleich Präsident des Telekom-nahen Verbands Buglas ist.

Telekom und Glasfaser Ruhr, eine Tochter der Stadtwerke Bochum, hatten ihre Partnerschaft im Juni 2022 bekanntgegeben. Glasfaser Ruhr plant und baut das Netz, Telekom betreibt es und mietet die Infrastruktur für mindestens 30 Jahre an. Das Projekt sollte ein Gesamtvolumen von 185 Millionen Euro haben. Insgesamt sollen im Jahr 2032 über 90 Prozent der Haushalte und Unternehmen in Bochum einen Gigabit-Glasfaseranschluss haben.

Glasfaser Ruhr wird Ziele viel früher erreichen

"Sofern nichts Unvorhergesehenes passiert, werden wir die Ziele der Ausbaukooperation mit der Telekom bereits Ende 2029 erreichen. Ende dieses Jahres werden wir etwa zwei Drittel aller Haushalte in Bochum Homes Passed erschlossen haben", sagte Glasfaser Ruhr-Sprecher Bernd Lehwald am 21. Mai 2026 zu Golem.

In einer Zwangspartnerschaft mit der Telekom steckt M-Net in München. Deren Technikchef Maximilian Oertle sagte auf dem Podium: "Wir haben in München diesen Weg gewählt. Ehrlich gesagt war das nicht unser Wunschszenario, aber unser Wunschszenario ging einfach nicht. Wir wollten in München das Investment in die NE4 möglich machen, das ging halt nur mit einer starken Penetration. Die war nur möglich über eine starke Partnerschaft. Die findet jetzt auch Akzeptanz, so unglücklich wir am Anfang darüber waren."

"Dass die Stadtwerke München als Mutter von M-net diesem Druck nachgegeben haben, zeigt, wie hilflos selbst das größte Stadtwerk Europas der Marktmacht der Telekom gegenübersteht", bewertete VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer die Partnerschaft im September 2025. Die Telekom hatte zuvor mit einem breiten Überbau gedroht und damit auch praktisch begonnen.

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  • 21. Mai 2026 um 15:55

Offshore-Windparks: Wie die Nordsee Europas Stromversorgung sichern kann

Von Mario Petzold
Geringe Wassertiefen und stabile Windverhältnisse machen die Nordsee zu einem perfekten Offshore-Windpark. Über den Weg dorthin hat Golem mit Aquaventus gesprochen.
Eine Pipeline am Grund der Nordsee (Computersimulation) (Bild: Aquaventus)
Eine Pipeline am Grund der Nordsee (Computersimulation) Bild: Aquaventus

Zuletzt gab es weniger positive Meldungen zu den deutschen Offshore-Windparks. Die Mineralölkonzerne BP und Total, die zehn Milliarden Euro in den Windkraftausbau in der Nordsee investieren wollten, planen laut Recherchen von NDR und Süddeutscher Zeitung einen Rückzug.

Das würde nicht nur eine empfindliche Verzögerung beim Ausbau der Windkraft bedeuten. Das gesamte Offshore-Gebiet ist ein essenzieller Bestandteil der Energiewende, denn die bis 2045 geplanten 70 Gigawatt (GW) Leistung aus Windkraftanlagen müssten bis zu 20 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs abdecken.

Damit wäre der Plan längst nicht zu Ende gedacht. Bis zu 500 GW Windleistung hätten in der Nordsee Platz, einem Meer, das selbst in der Mitte Wassertiefen von weniger als 20 m aufweist, in dem fast immer Wind weht, aber selten zu viel.

Offshore-Windparks in dieser Region könnten doppelt so viel Wind produzieren wie Anlagen an Land. Zudem steigt die Ausbeute in den Wintermonaten an, wenn in Deutschland und Europa der Wärme- und damit automatisch auch der Energiebedarf steigt.

Herausforderungen auf See sind hoch

Dafür muss der produzierte Strom jedoch dorthin gelangen, wo er verbraucht wird. Das ist eine, aber sicherlich nicht die einzige Herausforderung. Über mögliche Lösungen und den Weg dorthin hat Golem mit Robert Seehawer gesprochen, dem Geschäftsführer des Fördervereins Aquaventus.

Der Verband aus etwa hundert Unternehmen und Instituten, darunter Bosch, RWE, Total oder das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum sowie das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung, setzt sich für eine parallele Nutzung der Energie der Nordsee für die Wasserstoffproduktion ein.

Dieser Wasserstoff soll im besten Fall schon auf dem Meer erzeugt und direkt per Pipeline an ein europäisches Wasserstoffnetz angeschlossen werden. Dessen Aufbau wird ebenfalls gerade vorbereitet. Laut Robert Seehawer läuft es auf eine simple Kostenfrage hinaus, denn eine Pipeline, die 20 Gigawatt transportieren kann, kostet demnach nur ein Drittel im Vergleich zu einer entsprechend leistungsfähigen Stromleitung.

Je weiter die Entfernung ist, in der Nordsee etwa 200 bis 300 km, desto mehr spart man mit dem Pipelinekonzept. Bei der angedachten Entfernung wären es bereits acht Milliarden Euro für einen Strang.

Gelöst wäre in dem Zusammenhang ein weiteres Problem eines riesigen Offshore-Windparks. Zwar liefert der vergleichsweise regelmäßig Strom, aber nie konstant – manchmal mit voller Last, manchmal gar nicht.

Bereits die von deutscher Seite geplanten 70 GW liegen im Bereich dessen, was derzeit maximal ins deutsche Stromnetz eingespeist wird. An windigen Tagen müsste diese Leistung über Stromleitungen an Land geführt werden.

Altes Problem, bekannte Lösung

Dann weht an Land meist ebenso Wind. Und das Stromnetz, an das aktuell 63 GW Leistung aus Windkraftanlagen an Land angeschlossen sind, ist ausgelastet. Die Energie müsste gespeichert werden, genau wie Solarstrom in den Mittagsstunden und Windenergie in der Nacht.

Das könnte mit Akkumulatoren gelingen, allemal im Jahr 2045. Aber auch Elektrolyseure sollen und können einen Beitrag leisten. Deren noch kaum bis gar nicht vorhandene Kapazität soll in den kommenden Jahren auf einige Gigawatt ansteigen.

Mit der Technik wäre ein zusätzlicher Verbraucher im Stromnetz vorhanden, der überschüssigen Strom in Wasserstoff umwandelt und ihn gegebenenfalls zurückverstromt. Allerdings gehen dabei zwei Drittel der ursprünglichen Energie verloren.

Etwas besser wäre es somit, den Wasserstoff in ein Leitungsnetz einzuspeisen und anschließend für die Industrie oder zum Beispiel in wasserstofffähigen Gasturbinen in Strom und Wärme zu überführen. Zwischendurch lässt sich das flüchtige Gas sogar speichern, in relevanten Mengen, wie Forschungsarbeiten mittlerweile zeigen.

Dass überschüssiger Strom auch in Wasserstoff umgewandelt werden muss, steht im Grunde außer Frage. Es ist nicht nur eine sinnvolle Ergänzung zu chemischen Speichern, Pumpspeicherwerken und anderen Ideen.

Das kleine Molekül eignet sich zudem für eine längere Aufbewahrung, dient als Grundlage für synthetische Kraftstoffe und wird in der chemischen Industrie, die in vielen europäischen Ländern von Bedeutung ist, als Rohstoff benötigt. Entscheidend ist vor allem die Frage, wo der Wasserstoff umgewandelt wird.

Für Aquaventus und Robert Seehawer liegt es nahe, nicht nur die Windkraftanlagen direkt im offenen Meer zu errichten, sondern auch die Elektrolyseure, schlussendlich riesige Anlagen mit der Leistung mehrerer Großkraftwerke. Erstens wäre dort ausreichend Platz, zweitens wäre ein Transport der Energie auf zwei Wegen – per Kabel und per Pipeline – sinnvoller, als nur eine Methode einzusetzen.

Im Gesetz nicht vorgesehen

Am Ende könnte ein komplettes Netzwerk aus Pipelines entstehen, das die Anrainerstaaten von Großbritannien über Dänemark und Norwegen sowie die Niederlande und Deutschland versorgt und verbindet. Vorgesehen ist das im Windenergie-auf-See-Gesetz bisher nicht.

Laut dem Gesetz stehen die Elektrolyseure an Land, angeschlossen an große Stromtrassen. Hier werden eine neue Planung nötig sein, neue Konzepte zur Aufteilung der Offshore-Gebiete und Festlegungen, wie die Energie genutzt werden kann. Eine Frage wäre, ob die direkte Stromübertragung Vorrang vor der Speicherung in Form von Wasserstoff hätte. Auch der Austausch der beteiligten Länder untereinander müsste geregelt werden.

Elektrolyse auf See ist keine Standardtechnik

Schließlich gibt es keinen funktionstüchtigen Elektrolyseur, den man einfach nur auf einer Plattform im Meer installieren könnte. Noch laufen auch dazu Forschungsprojekte, die sich mit der autarken Offshore-Wasserstoff-Elektrolyse beschäftigen.

Es gibt erste praktische Versuche, die sich allerdings erst in nächster Zeit in den Bereich von einigen Megawatt bewegen – nicht einmal ein Tausendstel der künftig nötigen Kapazität. Andererseits existiert die Technik zumindest, die in kleinem Rahmen Wasserstoff, teilweise auch synthetische Rohstoffe erzeugen kann. Der industrielle Maßstab fehlt aber noch.

Es geht auch teurer

Der Ausbau der Technik, überhaupt der Ausbau der Windkraft in der Nordsee, ist ein anderes Thema. Selbst 20 Jahre sind ein ambitionierter Zeitraum, um neben den Windkraftanlagen noch Hochspannungsleitungen, Umspannwerke, Offshore-Elektrolyseure und ein Pipelinenetzwerk für Wasserstoff zu errichten; das Ganze noch dazu koordiniert über die Grenzen der EU hinaus.

Das Unterfangen könnte sich lohnen. Die äußerst optimistischen 500 GW Gesamtleistung könnten pro Jahr so viel Strom liefern wie 150 Atomreaktoren, mehr als alle europäischen Kernkraftwerke derzeit bereitstellen. Zumal der Neubau eines Kernreaktors in Europa in den vergangenen Jahren teuer geworden ist.

Am Ende könnte das Projekt auf die Frage hinauslaufen, ob heimische Energiequellen genutzt werden sollen oder ob auf Importe gesetzt wird. Die Auswahl an lokalen Quellen ist begrenzt, aber der Wind aus der Nordsee ist eine davon.

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  • 21. Mai 2026 um 15:37

Modularer Kleincomputer: Flipper One wird universelles Linux-Cyberdeck

Von Heise
Flipper One

Der Flipper One in der Draufsicht: Das LCD in Bernsteinoptik und die Gehäuseform erinnern noch an den Erstling Flipper Zero.

(Bild: Flipper Devices)

Der Flipper One soll kein bloßer Nachfolger des erfolgreichen Gadgets werden, sondern ein vielseitiger mobiler Begleiter. Die Community soll mitentwickeln.

Der Flipper Zero ist Tamagotchi und Hackerwerkzeug in einem: Das Gadget beherrscht diverse (Nah-)Funkprotokolle, lässt sich per GPIO-Pins um Zusatzmodule erweitern und wurde so mittlerweile auch zur Spielkonsole [1]. Das rief nicht nur Nachahmer [2] auf den Plan, sondern sorgte auch für Rufe nach einem Nachfolger.

Der jetzt vorgestellte Flipper One trägt alle Merkmale einer Fortsetzung: Name plus erhöhte Versionsnummer, ähnliches Aussehen und Bedienkonzept. Doch er wird, so kündigte der Hersteller jetzt an, ein vollkommen anderes Gerät. Vor allem wird der „One“ eines: offen – für Erweiterungen, Mitarbeit, Weiterentwicklung. Flipper-Devices-Chef Pavel Zhovner bittet nun die weltweite Entwicklergemeinde um Mithilfe bei seinen Zielen: Der offenste und bestdokumentierte ARM-Computer der Welt solle Flipper One werden, alle Bestandteile ohne Binärtreiber auskommen und ein innovatives Bedienkonzept umsetzen. Das sind ambitionierte Ziele, gesteht Zhovner ein und konstatiert [3]: „Wir sind wirklich verängstigt.“

Prototyp des Flipper One (0 Bilder) [4]

[5]

Multitool für Netzwerk, Reisen und Hacking

Die Erweiterbarkeit und deutlich stärkere Hardware im Vergleich zu Flipper Zero, aber auch vielen Raspberry-Kleincomputern, macht den Flipper One in den Augen seines Schöpfers zum Universalwerkzeug für Netzwerker, etwa als Reiserouter oder für die Fehlersuche im Firmennetz. Doch auch als Notfall-Desktoprechner oder Reise-Mediencenter soll der Flipper One gute Dienste leisten.

Und tatsächlich wirken die veröffentlichten Spezifikationen für Flipper One reizvoll für Netzwerkbastler, Linux-Fans und Hacker. Neben dem 8-Kern-SoC RK3576 nebst GPU und NPU werkelt noch ein Zweikern-RP2350-Mikrokontroller auf dem Gerät. Beide teilen sich 8GByte Hauptspeicher. Zwei Ethernet-Ports, USB-C, ein HDMI-Anschluss in voller Baugröße und natürlich WLAN sind geplant. Über einen M.2-Erweiterungsanschluss (Key-B) lässt sich der Flipper mit Steckkärtchen vom Typ 2242, 3042 und 3052 bis zur Bauhöhe D3 erweitern.

Wer mehr Funkreichweite braucht, hat an der Gehäuserückseite Zugang zu vier SMA-Buchsen und kann zum Beispiel Antennenanschlüsse eines M.2-WLAN-Adapters mit ihnen verbinden. Auch Satellitenmodems könnte man so anschließen – das ebenfalls satellitenbasierte NTN-Protokoll unterstützt Flipper One ebenfalls.

Linux – so offen wie möglich

Auch das Betriebssystem „Flipper OS“ soll eine Abkehr vom Status Quo bei ARM-basierten Kleincomputern einläuten. Der Zustand von Linux unter ARM sei nämlich „deprimierend“ und von proprietären Binärtreibern dominiert, beklagt Zhovner. Gemeinsam mit dem Collabora-Team haben die Flipper-Entwickler nun Unterstützung für den RK3576-SoC in den Linux-Kernel gebracht, um derlei Abhängigkeiten zu reduzieren. Ziel: eine vollständig offene Plattform, die jedes Linux unterstützt. Und auch andersherum hat sich Zhovner viel vorgenommen. Die Bedienkonzepte und grafische Oberfläche, die er sich für seinen Flipper One vorstellt, sollen auch auf anderen Kleincomputern funktionieren, idealerweise mit nur einem „apt install“-Aufruf.

Viel Arbeit und man sei „nicht 100 Prozent sicher, wie die Architektur aussehen wird“, so Zhovner. Deswegen bittet das Projekt um rege Mithilfe und hat dafür ein Entwickler-Portal online gestellt. Wer mithelfen will, findet dort Hinweise, wie er sich in einem der sechs Unterprojekte Hardware, Mechanik, Linux, UI, Firmware, Dokumentation und Testen engagieren kann.

One kommt – wann?

Einige Informationen bleibt die Ankündigung jedoch schuldig: Wann das Gerät erscheint und was es kosten wird. Über das Veröffentlichungsdatum kann man nur spekulieren, seit Februar dieses Jahres gibt es wohl immerhin einen funktionierenden Prototyp. Der Preis hingegen dürfte sich eher an solvente Gadget-Liebhaber richten. Zhovner hatte bereits vor Monaten durchblicken lassen, dass die RAM-Krise und allgemeine Verteuerung von Hardwarekomponenten die Wirtschaftlichkeit des Projekts bedroht und den Preis nach oben treiben wird. Die 219 € des Flipper Zero dürfte der One deutlich überschreiten, womöglich wird der Straßenpreis sogar vierstellig.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11300412

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Flipper-Zero-wird-dank-Raspi-Modul-zum-Spiele-Controller-9628131.html
  2. https://www.heise.de/tests/Hacking-Gadget-im-Test-Lilygo-T-Embed-CC1101-10316111.html
  3. https://blog.flipper.net/p/08b02b37-adf5-41ca-9b19-2f6db47909fa/
  4. https://www.heise.de/bilderstrecke/5085818.html?back=11300412;back=11300412
  5. https://www.heise.de/bilderstrecke/5085818.html?back=11300412;back=11300412
  6. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
  7. mailto:cku@heise.de

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  • 21. Mai 2026 um 13:00

Anonymisierendes Linux: Tails 7.8 macht Thunderbird zur Zusatzsoftware

Von Heise
Desktop von Tails 7.8 auf einem Notebook

(Bild: heise medien/Screenshot/Montage)

Das zum anonymen Surfen im Netz gedachte Linux Tails 7.8 schließt einige Kernel-Lücken und macht Thunderbird zu Zusatzsoftware.

Die anonymisierende Linux-Distribution Tails schließt in der neuen Version 7.8 die jüngst entdeckten Kernel-Lücken. Außerdem wirft sie Thunderbird aus der Basis und bietet das Mailprogramm nun nur noch als Zusatzsoftware an.

In der Versionsankündigung schreiben die Tails-Entwickler [1], dass sie Thunderbird nun wie angekündigt auslagern. Mit dem Release von Tails 7.5 Ende Febrauar [2]hieß es, dass Thunderbird künftig als Zusatzsoftware installiert werde, um die Sicherheit zu verbessern. Die Funktionen „Zusätzliche Software“ und „Thunderbird E-Mail-Client“ müssen Interessierte beim persistenten Speicher dazu aktivieren. Bei jedem Start von Tails wird Thunderbird dann aus dem persistenten Speicher neu installiert.

Das soll dem Problem abhelfen, dass aufgrund des Thunderbird-Release-Zeitplans stets kurz nach Veröffentlichung einer neuen Tails-Fassung der E-Mail-Client bereits wieder in veralteter Fassung dabei war, die zudem mit Sicherheitslücken gespickt ist. Im persistenten Speicher lässt sich das Paket zur Installation rasch auffrischen, was Tails automatisch erledigt. Ein Dialog namens „Thunderbird Migration“ nach der Installation soll die Umstellung vereinfachen. Das Mailprogramm fliegt damit aus der Liste an Standard-Software in Tails raus.

Weitere Änderungen in Tails

Das Tails-7.8-Release stopft zudem weitere Kernel-Schwachstellen, nachdem das Notfallupdate auf Tails 7.7.3 [3] in der vergangenen Woche bereits die DirtyFrag-Rechteausweitungslücke im Linux-Kernel [4] ausgebessert hat. Dazu gehört etwa die Fragnesia-Lücke [5] (CVE-2026-46300, CVSS 7.8, Risiko „hoch“). Außerdem verhindert das Update einen Sandbox-Ausbruch aus Flatpaks mittels Yelp. Der Tor-Browser ist in Version 15.0.14 dabei, die auf Firefox ESR 140.11 aufsetzt – der seinerseits einige Sicherheitslücken [6] schließt.

Die aktuelle Version steht als Abbild für USB-Sticks [7] bereit, mit denen man dann fremde Rechner starten und sich damit im Netz bewegen kann, ohne verräterische Spuren zu hinterlassen oder um Zensurmaßnahmen zu umgehen. Ein ISO-Image zum Brennen auf DVD [8] oder zum Starten in der VM ist ebenfalls verfügbar.

Siehe auch:

  • Tails [9]: Download schnell und sicher von heise.de


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11301984

Links in diesem Artikel:

  1. https://tails.net/news/version_7.8/
  2. https://www.heise.de/news/Anonymisierendes-Linux-Tails-7-5-macht-Thunderbird-zu-Zusatzsoftware-11192291.html
  3. https://www.heise.de/news/Anonymisierendes-Linux-Tails-Notfallupdate-7-7-3-fixt-DirtyFrag-Luecke-11290621.html
  4. https://www.heise.de/news/Dirty-Frag-Linux-Luecken-verschaffen-root-Rechte-11286691.html
  5. https://www.heise.de/news/Fragnesia-Microsoft-warnt-vor-weiterer-Rechteausweitungsluecke-in-Linux-11294817.html
  6. https://www.heise.de/news/Browser-Updates-Chrome-Firefox-und-Thunderbird-stopfen-Sicherheitslecks-11301606.html
  7. https://tails.net/install/download/index.en.html
  8. https://tails.net/install/download-iso/index.en.html
  9. https://www.heise.de/download/product/tails-85042?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
  10. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  11. mailto:dmk@heise.de

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  • 21. Mai 2026 um 12:18

Grafikkartentreiber von Nvidia unter Linux und Windows angreifbar

Von Heise
Ein symbolischer Updatebalken füllt sich.

(Bild: AFANASEV IVAN/Shutterstock.com)

Nvidia hat 13 Sicherheitslücken in seinem GPU-Treiber für Linux und Windows geschlossen. Weitere Patches sichern vGPU ab.

Nutzen Angreifer Schwachstellen im Grafikkartentreiber von Nvidia erfolgreich aus, können sie Dienste abstürzen lassen, unbefugt auf Informationen zugreifen oder sogar Schadcode ausführen. Dagegen stehen abgesicherte Versionen für Linux und Windows zum Download bereit. Weiterhin haben die Entwickler Lücken in der vGPU-Software geschlossen.

Schadcode-Attacken vorstellbar

Einer Warnmeldung zufolge [1] sind acht der insgesamt 13 Softwareschwachstellen im GPU-Treiber mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. In allen Fällen können Angreifer auf einem nicht näher beschriebenen Weg Speicherfehler provozieren und im Anschluss Böses tun.

Nvidia vGPU ist ebenfalls für Speicherfehler empfänglich. Bislang gibt es seitens des Grafikkartenherstellers keine Hinweise, dass Angreifer die Sicherheitslücken bereits ausnutzen. Unbekannt ist derzeit, an welchen Parametern Admins bereits attackierte Systeme erkennen können.

Um möglichen Attacken vorzubeugen, haben die Entwickler die folgenden Treiberversionen veröffentlicht:

Linux:

  • 535.309.01
  • 580.159.03
  • 595.71.05

Windows:

  • 539.72
  • 582.53
  • 596.36


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  1. https://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/5821
  2. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  3. mailto:des@heise.de

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  • 21. Mai 2026 um 10:04

Kommentar zur überarbeiteten Suche: Google macht Ernst

Von Heise

Google betreibt zukünftig keine Suche mehr, sondern ein Full-Service-Portal. Das restliche Web? Nur noch Lieferant für Rohdaten, kommentiert Jo Bager.

Das KI-Momentum. Ask YouTube. Sprachgesteuerte Live-Dokumente. Das „Weltmodell“ Gemini Omni. Ein überarbeitetes KI-Wasserzeichen SynthID. Noch ein neues KI-Modell: Gemini 3.5 Flash. Version 2.0 der Entwicklungsumgebung Antigravity. Der KI-Agent Gemini Spark.

Es ist schon ein wenig auffällig, wie viele, auch nebensächliche, Themen Google-Chef Sundar Pichai bei seiner Keynote der Entwicklerkonferenz I/O [1] behandelte beziehungsweise behandeln ließ, bevor die Suche an der Reihe war. Erst nach einer knappen Dreiviertelstunde kam Liz Reid auf die Bühne, die Leiterin der Google-Suche, um die Neuerungen bei Googles Kernprodukt vorzustellen.

Fast konnte man den Eindruck gewinnen, Google wollte das Publikum der Keynote einlullen, damit es nicht gleich verstand, welche Bombe Google zünden würde. Denn als eine Art Bombe kann man die Neuerungen der Suche verstehen, oder wie tante es treffend formuliert: „Google hat den Überresten des Webs den Krieg erklärt [2]“.

Alles aus einer Hand

Google-Nutzer müssen zukünftig nicht mehr woanders hin, um Dinge zu kaufen. Google kümmert sich mit seinem Universal Cart um alles.

(Bild: Google)

Google Search soll zu einer vollständigen KI-Plattform [3] werden. Eine runderneuerte, multimodale Eingabemaske für Informationsagenten, die rund um die Uhr das Web beobachten und Nutzer proaktiv benachrichtigen. Dazu automatische Buchungen und Anrufe im Auftrag des Nutzers, on-the-fly generierte Benutzeroberflächen und Mini-Apps für wiederkehrende Aufgaben – und obendrauf die tiefe Einbindung persönlicher Google-Dienste wie Gmail, Photos und Calendar. Google Search hört auf, ein Wegweiser zu sein. Es wird zum Ziel.

Für das restliche Web wird Google zu einem noch mächtigerem Gatekeeper – einem, der nicht nur Preise vergleicht, sondern den Kauf ebenso selbst abwickelt. Händler und Dienstleister können froh sein, wenn sie in Googles Ökosystem eingebunden sind, in seinem händlerübergreifenden „Universal Cart [4]“. Alles in allem wirkt die neue Suche wie eine neue Bedienoberfläche für das restliche Web. Eine Oberfläche, die Google kontrolliert.

Google macht Ernst

Eigene Recherche, irgendwo anders nach Informationen schauen? Nicht mehr notwendig, Googles KI-Agenten kümmern sich.

Google hat sich beim Thema KI viel Zeit gelassen, die Konkurrenz zu überholen – aber es hatte ja auch die Zeit und die Ressourcen dafür. OpenAI mag als erstes Unternehmen mit der Veröffentlichung eines Chatbots vorgeprescht sein. Dennoch darf man nicht vergessen: Die technischen Grundlagen kommen von Google. Das „T“ am Ende von ChatGPT steht für die Transformer-Architektur [5] – die bei Google erfunden worden ist.

Google entwickelt seine eigenen KI-Chips [6], aktuell bereits in der achten Generation, ist also weniger auf Zulieferer wie Nvidia angewiesen. Es betreibt bereits massenhaft eigene Rechenzentren [7]. Vor allem aber hat es unter den großen KI-Anbietern einen wesentlich direkteren Kontakt zu Nutzern: Google betreibt alleine neun Dienste mit mindestens einer Milliarde Anwendern, vorneweg die Suche und Chrome. (Wer sich für einen ausführlichen Überblick über die KI-Branche mit einem Schwerpunkt auf die Finanzen interessiert, dem sei der Vortrag [8] von Philipp Klöckner bei der OMR ans Herz gelegt).

Kurzum: Google hat sich in aller Ruhe angesehen, wie sich der Markt der Chatbots entwickelt. Jetzt nutzt es seine Ressourcen, um den Markt von hinten aufzurollen – ganz so, wie es Microsoft früher zum Beispiel mit seinem Browser gemacht hat.

Unregulierbar

Es ist ja nicht so, dass es keine Versuche gibt, die marktbeherrschende Stellung von Google zu brechen. In den USA hat ein Bundesgericht Google im vergangenen Jahr wegen illegaler Monopolstellung im Suchmarkt verurteilt – Google soll daher Suchdaten mit Konkurrenten teilen [9].

In Europa steht ein ähnliches Verfahren im Rahmen des Digital Markets Act kurz vor dem Abschluss [10]. Bis Juli muss die EU-Kommission eine bindende Entscheidung fällen, welche Such-Daten Google mit Konkurrenten teilen muss. Doch die Mühlen der Gerichte und Gesetzgeber mahlen sehr langsam. Google läuft der Regulierung davon und macht die Suche schlicht zu etwas anderem.

Und die Nutzer? Sicherlich werden jetzt einige von Googles Bevormundungen endgültig zu viel haben und dem Branchenriesen [11] oder gleich allen großen Tech-Unternehmen [12] davonlaufen. Es steht aber zu erwarten, dass ein Großteil freudig die bequemen Angebote nutzen wird, die Google ihnen unterbreitet. Das offene Web ist dann nur noch eine Randerscheinung für Nerds.

Früher stand „googeln“ für „im Web recherchieren“. Zukünftig wird man es wohl umdefinieren müssen in „irgendetwas online machen“.


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  1. https://www.heise.de/thema/Google-I%E2%88%95O
  2. https://tante.cc/2026/05/20/on-google-declaring-war-on-the-web/
  3. https://www.heise.de/news/Google-Von-der-Such-zur-Machmaschine-11299606.html
  4. https://www.heise.de/news/Google-Von-der-Such-zur-Machmaschine-11299606.html
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Transformer_(Maschinelles_Lernen)
  6. https://www.heise.de/news/Google-stellt-zwei-TPUs-als-Alternative-zu-Nvidias-KI-Beschleunigern-vor-11270392.html
  7. https://www.heise.de/news/Google-und-US-Investor-bauen-gemeinsame-Rechenzentren-auf-Basis-von-Google-TPUs-11299933.html
  8. https://www.youtube.com/watch?v=YNavwk7qk24
  9. https://www.heise.de/news/Google-muss-Suchdaten-mit-Konkurrenz-teilen-darf-Chrome-und-Android-behalten-10629784.html
  10. https://digital-markets-act.ec.europa.eu/dma100209-consultation-proposed-measures-google-search-data-sharing_en
  11. https://tante.cc/2026/01/05/exiting-the-billionaire-castle/
  12. https://www.resistandunsubscribe.com/
  13. https://www.heise.de/ct
  14. mailto:jo@ct.de

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  • 21. Mai 2026 um 14:52

Figma erweitert Screendesign-App um KI-Agenten

Von Heise
Screenshot aus Figmas Software

(Bild: Figma)

Figma integriert einen KI-Agenten in die Arbeitsfläche seiner App für Screen- und Webdesign. Designer und Entwickler sollen mit ihm enger zusammenarbeiten.

Das US-Unternehmen Figma hat seine gleichnamige Plattform für App- und Web-Design um einen KI-Agenten erweitert. Die künstliche Intelligenz soll nicht als separates Chatfenster neben dem eigentlichen Designprozess laufen, sondern als Teil der laufenden Zusammenarbeit zwischen Design-, Produkt- und Entwicklungsteams.

Figma integriert den KI-Agenten dafür in den sogenannten Multiplayer-Canvas des Arbeitsbereichs „Figma Design“. Nutzer können dort per natürlicher Sprache Design-Elemente erstellen oder verändern. Der Agent hilft etwa beim Anpassen von Layouts, beim Erstellen verschiedener Entwurfsvarianten und bei wiederkehrenden Aufgaben wie umfangreichen Massenänderungen an Design-Ebenen.

KI-Agent greift auf Projektdaten zu

Nach Angaben von Figma greift die KI dabei auf den vorhandenen Projektkontext zu. Dazu gehören Komponenten, Designsysteme und laufende Diskussionen innerhalb der Arbeitsfläche. Der Agent soll dadurch nicht nur allgemeine Vorschläge machen, sondern den Aufbau und die Regeln bestehender Projekte verstehen.

Designer, Entwickler und Produktverantwortliche können so parallel mit mehreren Agenten auf derselben Arbeitsfläche arbeiten und Änderungen verfolgen, so der Hersteller.

Zusammenarbeit zwischen Designern und Entwicklern

In den vergangenen Jahren hat sich die Plattform zu einem Screendesign-Werkzeug entwickelt, das GUI-Entwurf, App-Prototyping und Zusammenarbeit zwischen Designern und Entwicklern verbindet. Designer sollen ihre Entwürfe nicht mehr isoliert, sondern von Anfang an in einer funktionierenden technischen Umgebung gestalten. Entwickler können wiederum produktionsnahe Inhalte erzeugen, ohne dass wichtige Informationen aus dem Designprozess verloren gehen.

Die Erweiterung ergänzt bestehende KI-Angebote. Dazu gehört „Figma Make“. Mit dieser Funktion können Teams Entwürfe aus Figma in ausführbaren Programmcode umwandeln und interaktive Anwendungen testen. Über den „Figma Model Context Protocol Server“ lassen sich externe KI-Programmierwerkzeuge anbinden.


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  • 21. Mai 2026 um 14:57

Apples neuer Hardware-Chef Johny Srouji baut Produktdesign-Abteilung um

Von Heise
Johny Srouji, Apples Chief Hardware Officer

Johny Srouji, Apples Chief Hardware Officer, setzt zum CEO-Wechsel Reformen um.

(Bild: Apple)

Wenn Apples Industriedesign-Abteilung ein Konzept erstellt hat, setzt es das Produktdesign um. Hier will der neue CHO mehr Schwung hereinbringen, heißt es.

Mit dem bisherigen Leiter der Chipabteilung, Johny Srouji, hat Apple nun erstmals einen Chief Hardware Officer [1]. Nach der äußerst erfolgreichen Umsetzung der Apple-Silicon-Strategie soll der Manager nun unter dem ab September agierenden neuen Apple-Chef John Ternus [2] mehr Schwung in die Produktentwicklung bringen. Die gilt bei Apple als erstaunlich langsam, was unter anderem dazu führt, dass bestimmte Baureihen [3] über viele Jahre keine Aktualisierung erfahren. Einem Bloomberg-Bericht zufolge liegt das auch am sogenannten Product Design. Dieses Team ist dafür verantwortlich, die von der Designabteilung (Industrial Design) gestalteten Geräte in echte Produkte zu gießen. Srouji macht sich nun daran, die Hardware-Entwicklung umzukrempeln – ganz konkret, um die Arbeit an künftigen Geräten schneller zu machen.

Bessere Integration

Tatsächlich scheint Apple in der Steve-Jobs-Ära schneller gewesen zu sein: So wurde das iPhone in gut zwei Jahren finalisiert, auch wenn es vorab Forschungsprojekte gab. Wie lange die Arbeit am letzten großen neuen Vorhaben, der Vision Pro, gedauert hat, ist nicht überliefert. Allerdings wurde das Apple-Car-Projekt nach zehn Jahren und Milliardenkosten ergebnislos abgebrochen [4]. Sroujis nun geplante Änderungen betreffen unter anderem die Integration von Produktdesign und Komponenten, schreibt Bloomberg [5].

In diesem Zusammenhang sollen Shelly Goldberg (Mac-Produktdesign) und Dave Pakula (Apple Watch, iPad, AirPods) alle Apple-Produkte zentral übernehmen. Die bisherige Produktdesign-Chefin Kate Bergeron soll sich künftig um Produktverlässlichkeit bei allen Apple-Produkten kümmern, weiterhin ist sie für die Materialauswahl (etwa Alu oder Titan) verantwortlich. Srouji managt zudem zwei Personen, die zuvor an Ternus in dessen Position als Hardwarechef berichtet hatten, direkt: Kevin Lynch, bekannt von seinen watchOS-Vorstellungen, der heute im Robotikbereich [6] arbeitet, und Matt Costello aus der Home- und HomePod-Abteilung.

Srouji den Rücken frei halten

Ein weiterer Manager, der nun unter Srouji arbeiten wird, ist laut Bloomberg Tom Marieb. Er übernimmt das Hardware-Engineering von John Ternus, an ihn berichtet auch Bergeron. Zwei wichtige Srouji-Mitarbeiter, Sribalan Santhanam, der das Silizium-Engineering leitet, sowie Zongjian Chen, der die viel beachtete „Advanced Technologies Group“ anführt, bekommen mehr Aufgaben. Dies dient offenbar dazu, Srouji den Rücken freizuhalten.

Neu hinzugekommene Jobs umfassen für Santhanam etwa die Leitung der wichtigen Fortentwicklung von Apple Silicon in Israel, das Chip-Packaging und verschiedene Komponenten, von denen Apple immer mehr inhouse holen will. Chen kümmert sich unter anderem verantwortlich um Prototyping und Sensorsoftware, zudem ist er für neue Displays zuständig, schreibt Bloomberg. Von Chen erhofft sich Apple auch, dass er endlich den lange erwarteten Blutzuckersensor [7] für die Apple Watch umsetzt.


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  1. https://www.heise.de/news/Machtwechsel-bei-Apple-Tim-Cook-uebergibt-an-John-Ternus-11265059.html
  2. https://www.heise.de/meinung/Kommentar-zum-Wechsel-an-der-Apple-Spitze-Danke-Tim-Cook-hallo-John-Ternus-11265093.html
  3. https://www.heise.de/news/HomePod-2-Unschoenes-Jubilaeum-11166607.html
  4. https://www.heise.de/meinung/Kommentar-Apples-Auto-Reissleine-war-richtig-9641195.html
  5. https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-05-19/apple-s-new-hardware-chief-shakes-up-oversight-of-product-design
  6. https://www.heise.de/news/Home-Hub-und-Tischroboter-Apple-findet-offenbar-Fertiger-nicht-in-China-10765183.html
  7. https://www.heise.de/news/Blutzuckermessung-mit-der-Apple-Watch-Angeblich-neuer-Chef-9308813.html
  8. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 21. Mai 2026 um 13:06

Apple Card: US-Kreditkarten-User kriegen AirPods Pro 3 gratis – mit Hindernissen

Von Heise
Einsatz einer Apple Card im Handel

Einsatz einer Apple Card im Handel: Produkt noch immer nicht in Europa.

(Bild: Apple)

Apple will vor dem Wechsel seines Kartengeschäfts zu JPMorgan noch einmal kräftig Kunden sammeln: mit kostenlosen Ohrstöpseln. Das Kleingedruckte ist komplex.

Bei der Apple Card, Apples seit 2019 existierender digitaler Kreditkarte [1], stehen große Veränderungen an: In diesem Jahr startet die Übergabe des Geschäfts von Goldman Sachs an JPMorgan Chase [2], die weltweit größte Bank nach Marktkapitalisierung. Apple behält dabei die Kontrolle, benötigt mangels eigener Geldinstitutslizenz aber einen Partner. Offenbar um gleich positiv mit vielen Neukunden zu starten, hat sich die Marketingabteilung des iPhone-Herstellers etwas Besonderes ausgedacht: Der Konzern „verschenkt“ pro frisch abgeschlossenem Vertrag seine aktuell teuersten Ohrstöpsel, die AirPods Pro 3 [3]. Der Deal ist allerdings recht kompliziert strukturiert und die Auszahlung dauert.

Käufer brauchen Geduld

Wie bei der Apple Card üblich, ist das Angebot nur für US-Bürger oder Personen mit dortiger Aufenthaltsgenehmigung nutzbar. Eine Internationalisierung [4] steht auch im siebten Jahr des Bestehens noch aus, wird nun aber dank JPMorgan Chase erhofft. Der AirPods-Deal gilt nur für Personen, die noch keine Apple Card haben. Nach Eröffnung des Kartenkontos [5] müssen sie die AirPods Pro 3 bis zum 15. Juni direkt bei Apple erwerben, entweder online oder in einem Ladengeschäft. Der Preis liegt dort bei 250 US-Dollar plus Sales Tax (Umsatzsteuer).

Bis zu 250 Dollar gibt es dann auch zurück. Doch das dauert: Mit Beginn des Juli 2026 bis Ende April 2027 zahlt Apple jeden Monat 25 Dollar „Bonus Daily Cash“ aus, bis die Summe erreicht ist. Das funktioniert allerdings nur wenn man im Monat mindestens zehn Einkäufe mit der Apple Card tätigt (die AirPods Pro 3 sind nicht inkludiert). Immerhin ist Apple hier recht kundenfreundlich: Es reicht eine Zahlung von nur einem US-Cent aus, damit diese in die zehn notwendigen Zahlungen fällt. Für die Sales Tax sind die Apple-Card-Besitzer verantwortlich, wobei es auch US-Bundesstaaten wie New Hampshire gibt, in denen diese nicht anfällt (in manchen Orten allerdings schon).

Übergang von Goldman Sachs

Unterdessen läuft der Übergang des Geschäfts von Goldman Sachs an JPMorgan Chase, der sich über bis zu 24 Monate hinziehen wird. Goldman Sachs hatte über Jahre versucht, das Apple-Card-Geschäft loszuwerden, weil es zusammen mit anderen Teilen der Privatkundensparte hohe Millionenverluste eingebracht hatte [6]. Das lag unter anderem daran, dass die Apple Card im Gegensatz zu anderen US-Kreditkarten keine Strafgebühren kennt. Allerdings gab es zuletzt immer wieder Berichte über schlechten Kundenservice – inklusive Ärger mit der Finanzdienstleistungsaufsicht [7].

JPMorgan Chase bekam das Kartengeschäft von Goldman Sachs sogar verbilligt – ein ungewöhnlicher Vorgang. Der Grund soll auch sein, dass die Apple Card vergleichsweise leicht auch für mit „Subprime“-Kreditwürdigkeit ausgestattete Personen ausgegeben wurde. JPMorgan soll insgesamt 2,2 Milliarden Dollar an Rücklagen für Ausfälle gebildet haben.


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  1. https://www.heise.de/news/Apple-Card-wird-sechs-Umbauten-doch-wo-bleibt-die-Internationalisierung-10554787.html
  2. https://www.heise.de/news/Goldman-ist-raus-JPMorgan-uebernimmt-Geschaeft-mit-Apple-Kreditkarte-11134185.html
  3. https://www.heise.de/tests/AirPods-Pro-3-im-Test-Mit-frischem-Klang-und-ANC-10663123.html
  4. https://www.heise.de/news/Apple-Card-wird-fuenf-Jahre-alt-weiter-Warten-auf-Internationalisierung-9842665.html
  5. https://card.apple.com/apply/start
  6. https://www.heise.de/news/Bankhaus-Goldman-Sachs-Halbe-Milliarde-Verlust-in-Apple-Card-Sparte-9222038.html
  7. https://www.heise.de/news/Apple-zur-Apple-Card-Strafe-Betreiben-faire-und-transparente-Finanzdienste-9992862.html
  8. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 21. Mai 2026 um 12:20

Baltikum: Wo eine Drohne den nächsten Weltkrieg auslösen könnte

Von Telepolis
Eine Drohne auf einem Feld

Das Baltikum wird immer mehr zum Pulverfass – zuletzt durch ukrainische Drohnenüberflüge

(Bild: Jose HERNANDEZ Camera 51/Shutterstock.com)

Drohnen im Nato-Luftraum heizen die Lage rund um Kaliningrad auf. Russland droht, der Westen rüstet. Warum es jetzt De-Eskalation braucht. Ein Gastbeitrag.

Die baltischen Staaten und die benachbarte russische Exklave Kaliningrad gelten weithin als der gefährlichste potenzielle Krisenherd [1] für einen direkten Krieg zwischen der Nato und Russland – teils aus echten strategischen Gründen, teils aufgrund der intensiven Paranoia auf beiden Seiten. Die US-Regierung muss sich dringend engagieren, um die Spannungen in der Region zu verringern.

Baltische Luftkorridore?

Diese haben sich in den letzten Tagen weiter verschärft, nachdem ukrainische Drohnen auf dem Weg zu Angriffszielen im Westen Russlands den Luftraum der baltischen Staaten durchquert haben. Die ukrainische und die baltischen Regierungen behaupten [2], die Drohnen seien durch russische elektronische Störmaßnahmen umgeleitet worden. Wie weit das zutrifft, ist jedoch unklar.

Anatol Lieven
Unser Gastautor Anatol Lieven
(Bild: RS [3])

Mindestens ebenso wahrscheinlich ist, dass die Ukraine in mehreren Fällen den sicheren lettischen und estnischen Luftraum nutzte, um ihre Drohnen so nah wie möglich an St. Petersburg heranzubringen, bevor sie in den russischen Luftraum eindrangen und auf die russische Luftabwehr trafen. Die Drohnenbedrohung wird für Russland zu einem akuten Problem, da ukrainische Drohnen der russischen Energieinfrastruktur zunehmend Schaden zufügen.

Der russische Auslandsgeheimdienst SVR hat nun eine scharfe Warnung [4] an die baltischen Staaten ausgesprochen. Er behauptet (ohne Belege vorzulegen), die baltischen Regierungen hätten selbst "Luftkorridore" für Drohnen aus der Ukraine bereitgestellt und planten, den Ukrainern Starts von ihrem Territorium aus zu erlauben. Zudem seien bereits ukrainische Militärdrohnen-Operatoren in Lettland stationiert.

Die Erklärung des SVR endet in einem ausgesprochen bedrohlichen Ton:

"Es wäre nützlich, sich daran zu erinnern, dass die Koordinaten der Entscheidungszentren in Lettland wohlbekannt sind […] Die Nato-Mitgliedschaft des Landes wird die Komplizen von Terroristen nicht vor einer gerechten Vergeltung schützen."

Rücktritt in Lettland

In der vergangenen Woche zwang die Drohnenfrage die lettische Premierministerin Evika Silina zum Rücktritt [5]. Eine ukrainische Drohne (die angeblich durch russische Störmaßnahmen fehlgeleitet wurde) stürzte in ein lettisches Öllager. Ihrer Regierung wurde vorgeworfen, die lettische Luftverteidigung nicht ausreichend verstärkt zu haben. Zuvor hatte sie bereits ihren Verteidigungsminister aus diesem Grund entlassen.

Die Nato und die estnische Regierung scheinen dieses Problem nun endlich ernst zu nehmen. Am Dienstag schoss ein in Litauen stationierter rumänischer Kampfjet eine ukrainische Drohne über estnischem Gebiet ab [6], nachdem diese Lettland überflogen hatte.

Es war höchste Zeit, dass die Nato und die baltischen Regierungen gegen ukrainische Drohnen im Nato-Luftraum vorgehen. Schließlich besteht die Aussicht auf einen Nato-Russland-Krieg, falls Russland tatsächlich Raketen auf Ziele in Lettland abfeuert – etwas, wofür russische nationalistische Hardliner lautstark plädieren [7].

Leider scheinen andere baltische Politiker entschlossen, die Spannungen ungeachtet der Risiken für ihre Länder weiter zu verschärfen. So erklärte [8] der litauische Außenminister Kęstutis Budrys am Montag der Schweizer Zeitung NZZ: "Wir müssen den Russen zeigen, dass wir in der Lage sind, die kleine Festung zu durchdringen, die sie in Kaliningrad aufgebaut haben […] Die Nato hat die Fähigkeit, dort bei Bedarf die russische Luftabwehr und Raketenbasen dem Erdboden gleichzumachen."

Budrys sagte, dies sei notwendig, um einen russischen Angriff auf die baltischen Staaten abzuschrecken, der sich seiner Ansicht nach auf ganz Europa ausweiten würde. Tatsächlich hält er einen solchen Angriff für nahezu unvermeidlich und erklärte, Litauen habe sich damit abgefunden, in naher Zukunft von Russland angegriffen zu werden.

Weder Budrys noch die westlichen Medien [9], die über seine Äußerung berichteten, schienen den Widerspruch zu bemerken, gleichzeitig (zutreffend) auf die extreme militärische Verwundbarkeit Kaliningrads gegenüber einem Nato-Angriff hinzuweisen und zugleich russische Pläne für einen Angriff auf die baltischen Staaten und einen Krieg mit der Nato zu behaupten.

Bedrohungslage

Und tatsächlich zeigt das militärische Kräfteverhältnis im Baltikum dies sehr deutlich. Laut westlichen Einschätzungen [10], die von der International Crisis Group zitiert werden, ist Kaliningrad zwar ein wichtiger Stützpunkt für russische Raketenstreitkräfte. Vor der Invasion der Ukraine verfügte es jedoch nur über 20.000 Bodentruppen und diese Zahl ist seitdem drastisch gesunken.

Die drei baltischen Staaten verfügen einschließlich ihrer schnell mobilisierbaren Reserven über 136.000 Soldaten. Polen, das mit Sicherheit eingreifen würde, verfügt über etwa 550.000 Soldaten. Zusätzlich sind inzwischen 22.000 Soldaten aus anderen Nato-Staaten in den baltischen Ländern stationiert.

Und dennoch soll es Russland sein, das eine Invasion androht? Im Ernst? Tatsächlich ist es, wie mir russische Experten sagten, Russland, das einen Nato-Angriff oder eine bewaffnete Krise fürchtet, die zu einer Blockade Kaliningrads führen könnte.

Kaliningrad kann sowohl zu Land als auch zur See von der Nato abgeschnitten werden. Da seine Armee in der Ukraine gebunden ist, stünden Russland keine Truppen zur Verfügung, um eine solche Blockade zu durchbrechen. In diesem Szenario müsste Russland daher sofort mit dem Einsatz von Atomwaffen drohen – und diese im Falle einer Nichtnachgiebigkeit der Nato auch einsetzen. Im Fall Kaliningrads entspricht die Paranoia der Balten somit derjenigen der Russen.

Leider wird die Paranoia der Balten zusätzlich von westlichen Politikern und Militärs angeheizt. Diese behaupten [11] ebenfalls – ohne Belege – dass Russland sowohl willens als auch in der Lage sei, innerhalb der nächsten Jahre einen Angriff auf die Nato zu starten.

Dabei werden die Lehren aus dem Krieg in der Ukraine völlig ignoriert: Sowohl die enormen Schäden an den russischen Streitkräften als auch die Veränderung des Schlachtfelds durch Drohnen und Satellitenaufklärung werden außer Acht gelassen. In der Ukraine hat dies den zahlenmäßigen Vorteil Russlands neutralisiert und seinen Vormarsch zum Stillstand gebracht. Und dennoch soll Russland diese Erfahrung in weit größerem und gefährlicherem Maßstab wiederholen, indem es die Nato angreift? Im Ernst?

De-Eskalation als Gebot der Stunde

Die Bedrohung im Baltikum besteht nicht in einer bewussten russischen Invasion, sondern in einer Eskalation zum Krieg infolge einer Spirale von Vergeltungsmaßnahmen. Die Ukrainer scheinen in dieser Spirale den ersten Schritt gemacht zu haben, indem sie Drohnen über baltischem Gebiet gegen Russland einsetzten. Es ist entscheidend, dass Russland nicht den nächsten Schritt unternimmt und eigene Raketen auf Ziele in den baltischen Staaten abfeuert.

Die US-Regierung sollte dringend handeln, um die Russen vor einem solchen Angriff auf Nato-Mitglieder zu warnen. Aber sie sollte auch den Balten sagen, sie sollten ihre Rhetorik mäßigen. Vor allem sollte sie den Ukrainern klar und unmissverständlich mitteilen, dass die USA nicht in einen Krieg mit Russland hineingezogen werden wollen und die Nutzung des Nato-Luftraums durch die Ukraine für Angriffe auf Russland das Ende der US-Unterstützung für Kiew bedeuten würde – insbesondere in Form des für die ukrainische Zielauswahl entscheidenden Informationsaustauschs.

Es ist durchaus möglich, dass der Versuch, die Hilfe Washingtons bei der Zielerfassung zu beenden, Teil der Absicht hinter Moskaus Drohungen ist. Der russische Geheimdienst weiß genau, dass die lettische Regierung keineswegs plant, der Ukraine zu erlauben, von ihrem Boden aus Krieg zu führen. Die russische Regierung könnte diese angebliche Bedrohung auch nutzen, um die Aufmerksamkeit der eigenen Öffentlichkeit von ihrem Versagen abzulenken, die zunehmend schädlichen ukrainischen Drohnenangriffe zu verhindern, sowie von der Pattsituation am Boden in der Ukraine.

Dennoch sind weder Russland noch die baltischen Staaten in ihrer Haltung zur Sicherheit im Baltikum vollständig rational – und es wäre sehr unklug von Washington, die Gefahren dieser Lage zu ignorieren.

Diese jüngste Krise sollte der Trump-Regierung einen starken Anstoß geben, sich wieder intensiv um eine Friedensregelung für die Ukraine zu bemühen und den Konflikt rasch zu beenden, der sowohl für Europa als auch für die Vereinigten Staaten zu einer existenziellen Bedrohung werden könnte.

Anatol Lieven ist Direktor des Eurasia-Programms am Quincy Institute for Responsible Statecraft. Zuvor war er Professor an der Georgetown University in Katar und am Fachbereich Kriegsstudien des King's College London.

Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal Responsible Statecraft [12] auf Englisch.


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  1. https://quincyinst.org/research/a-us-framework-for-baltic-security-and-russia-policy/#
  2. https://x.com/andrii_sybiha/status/2053491409735291371?s=20
  3. https://responsiblestatecraft.org/author/alieven/
  4. https://www.themoscowtimes.com/2026/05/19/russias-spy-agency-claims-ukraine-plans-to-launch-drone-attacks-from-latvia-a92787
  5. https://www.dw.com/en/latvian-pm-silina-resigns-amid-ukrainian-drone-controversy/video-77163837
  6. https://www.dw.com/en/nato-planes-down-suspected-ukrainian-drone-over-estonia/a-77215424
  7. https://tass.com/politics/2133095
  8. https://english.nv.ua/nation/lithuanian-fm-says-nato-can-destroy-russian-military-bases-in-kaliningrad-if-necessary
  9. https://responsiblestatecraft.org/media/
  10. https://lnkxtcdab.cc.rs6.net/tn.jsp?f=0015Ydrlcz7COf1Y4_JiB3jiY9VWJYto2kuJYKt5S9pdpeeixVoVeZtrd1K3hFKwhq-bWbqxpwSWmsMd507l4iLx-LcX-AjuoafTzjmsZjoboRKMpPeLwWAvv9QEQ4XICK-dRi-MGxs3nURWWUYoN-IpQyZcSpai3L4MKN1wzt-zVSmA2nLdXCL7Yzhzq1NPxAPNBCP5-rpFpi21t_J1OK0FhcV2qsSA4WrvbdSNhbRhknH9qMUEFrenFp1jI-1Ib02IVopDgMKdMdL2H2wBTsMmnIHqyI1dXQMd2taN2XQOzo=&c=Mt9KqKe8sFVXNMNj95GIrpO1H7GGWmvnRKOe21TAbYI5r_iGD5q3aA==&ch=UFOpMwXQwTqRDHaL7fJ9egfLThILOLFah6tuPmJOy-vo6JZ_J6Hvmg==
  11. https://www.pravda.com.ua/eng/news/2026/05/15/8034766/
  12. https://responsiblestatecraft.org/baltic-countries-ukraine-drones/

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  • 21. Mai 2026 um 14:00

Starbucks: Kein einziger Plastikbecher landet im Recycling

Von Telepolis
Ein Starbucks-Getränk mit Deckel und Strohhalm auf einem Holztisch.

(Bild: Mei Yi / Shutterstock.com)

Beyond Plastics verfolgte 53 Starbucks-Becher per Tracker. Keiner der 36 auswertbaren landete im Recycling. Starbucks löschte seine Recycling-Werbeseite.

Starbucks hat in den USA seine Becher für Kaltgetränke, die aus Polypropylen bestehen, als "Widely Recyclable [1]" beworben – also als breit recyclingfähig.

Wie sich jetzt allerdings in einem Bericht der Umweltorganisation Beyond Plastics zeigt, liegt die Sache doch etwas anders: Offenbar landet kein einziger Becher im Recycling. Kurz nachdem der Bericht veröffentlicht wurde, verschwand die Starbucks-Webseite zum Thema Becherrecycling kommentarlos aus dem Netz.

Für die Untersuchung von Beyond Plastics [2] platzierten die Umweltschützer zwischen Januar und März 2026 insgesamt 53 Bluetooth-Tracker in Einwegbechern für Kaltgetränke. Diese warfen sie in 35 Starbucks-Filialen in neun US-Bundesstaaten sowie in Washington, D.C. in die hauseigenen Recyclingbehälter der Kette.

Von 36 Trackern, die auswertbare Daten lieferten, endeten 16 auf Deponien, neun in Verbrennungsanlagen und acht an Müllumladestationen. Drei erreichten zwar Recyclinghöfe, aber diese sortierten laut Bericht nur, recycelten aber selbst nicht.

Susan Keefe von Beyond Plastics fasste das Ergebnis so zusammen: Kein einziger Becher sei in einer Recyclinganlage gelandet – obwohl die Becher in den von Starbucks selbst bereitgestellten Sammelbehältern entsorgt worden seien.

Judith Enck, Präsidentin der Organisation, forderte den Konzern auf, irreführende Recyclingbehauptungen einzustellen und auf plastikfreie, möglichst wiederverwendbare Alternativen umzusteigen.

Starbucks reagierte bislang ausweichend. Laut Reuters stellte ein Unternehmenssprecher [3] die Methodik der Studie infrage, ohne Details zu nennen. Recycling hänge von der lokalen Infrastruktur ab, man arbeite mit Partnern daran, den Zugang zu verbessern.

Ob Starbucks die dokumentierte Diskrepanz zwischen dem "Widely Recyclable"-Label und der Realität ausdrücklich als Problem anerkennt, ist nicht bekannt.

Ein Label, das Zugang misst – nicht Recycling

Erst am 2. Februar 2026 hatte Starbucks gemeinsam mit dem Entsorgungskonzern WM und drei Recyclingverbänden eine Einstufung durch How2Recycle [4] verkündet: Polypropylen-Becher gelten demnach in den USA als "Widely Recyclable". Doch das Label basiert auf einer Zugangslogik, nicht auf tatsächlichen Verwertungsquoten.

Laut How2Recycle [5] reicht es, wenn Verpackungen von mindestens 60 Prozent der US-Recyclinganlagen akzeptiert werden. Ob das Material am Ende wirklich recycelt wird, spielt für die Einstufung keine Rolle. Die US-Kunststoff-Recyclingquote liegt laut Beyond Plastics [6] insgesamt unter sechs Prozent – und betrifft überwiegend PET- und HDPE-Flaschen, nicht Polypropylen.

Brisant: Die Starbucks-Seite mit dem Titel "Recycling Your Plastic Cup Just Got Easier" wurde wenige Stunden nach Erscheinen des Beyond-Plastics-Berichts gelöscht. Die URL liefert seitdem einen 404-Fehler. Eine offizielle Korrektur oder Klarstellung gegenüber Kundinnen und Kunden ist bislang nicht bekannt.

Jahrelang gebrochene Versprechen

Der Konzern steht seit Jahren unter Druck. Schon 2008 versprach Starbucks, einen vollständig recycelbaren Becher zu entwickeln und Mehrweglösungen auszubauen. Weitere Ziele folgten für 2015 und 2030 – laut Clean Water Action [7] ist man keinem davon wesentlich nähergekommen.

2018 kündigte Starbucks medienwirksam an, Plastikstrohhalme abzuschaffen. Der Grundkonflikt blieb jedoch unverändert: Milliarden Einwegbecher pro Jahr, ein Recycling-System, das sie nicht verarbeiten kann, und ein Unternehmen, das mit Labeln wirbt statt mit nachprüfbaren Ergebnissen.

Die Debatte um Starbucks' Recyclingversprechen fügt sich in eine größere Auseinandersetzung ein. In Europa setzt die Politik zunehmend auf verbindliche Regeln statt auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie.

Wie eine Analyse bei Telepolis [8] zeigt, braucht Kreislaufwirtschaft klare Gesetze – nicht nur guten Willen. Und das neue EU-Verpackungsrecht [9] macht deutlich, dass Händler mit Eigenmarken künftig die volle Verantwortung für ihre Verpackungen tragen müssen.

Starbucks' Recycling-Desaster in den USA könnte auch hierzulande als warnendes Beispiel dienen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11302309

Links in diesem Artikel:

  1. https://about.starbucks.com/press/2026/polypropylene-cups-earn-widely-recyclable-designation-expanding-access-to-curbside-recycling-nationwide/
  2. https://www.beyondplastics.org/press-releases/starbucks-cups-recyclable-report
  3. https://www.reuters.com/business/environment/us-group-says-starbucks-plastic-cups-marked-recyclable-end-up-trash-2026-05-20/
  4. https://greenblue.org/2026/02/02/how2recycle-upgrades-pp-cups/
  5. https://how2recycle.info/about-the-how2recycle-label/widely-recyclable/
  6. https://www.beyondplastics.org/publications/us-plastics-recycling-rate
  7. https://cleanwater.org/starbucks-and-our-plastic-pollution-problem
  8. https://www.heise.de/tp/article/Recycling-braucht-Regeln-nicht-nur-guten-Willen-11276407.html
  9. https://www.heise.de/tp/article/EU-Verpackungsrecht-Der-Handel-muss-jetzt-umdenken-11278343.html

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  • 21. Mai 2026 um 13:50

Drohnen, Anklage und Eskalation: Washington lernt in Sachen Kuba nicht dazu

Von Telepolis
Menschen mit Portrait Fidel Castros

Kuba gibt sich angesichts eines möglichen US-Militärschlags verteidigungsbereit

(Bild: alexat25/Shutterstock.com)

Nach der Entführung von Maduro erheben die USA jetzt Anklage gegen Raúl Castro. Warum sich Trump wieder auf gefährliche Pfade begibt. Ein Gastbeitrag.

Im tragischen Fall, dass ein souveräner Staat beschließt, einen anderen anzugreifen, wird die angegriffene Partei in der Regel zurückschlagen.

Russland erlebte dies nach seinem Angriff auf die Ukraine. Den Vereinigten Staaten, Israel und den Golfmonarchien erging es ebenso nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran. Nun könnten die USA dieses Schicksal erneut über sich selbst bringen – diesmal im Golf von Mexiko, also sehr viel näher an der eigenen Haustür.

Vorwände für einen Militärschlag

Zumindest legt das ein Bericht [1] von Axios über die angeblichen Drohnenfähigkeiten Kubas nahe. Dem Artikel zufolge hat Kuba seit 2023 rund 300 Militärdrohnen aus Russland und dem Iran erhalten und die Möglichkeit geprüft, diese für Angriffe auf Guantánamo Bay und möglicherweise sogar auf Key West in Florida einzusetzen.

Antonio De Loera-Brust
Unser Gastautor Antonio De Loera-Brust
(Bild: RS [2])

Die Berichterstattung stützt sich ausschließlich auf "geheime Geheimdienstinformationen" und anonyme US-Beamte. Am Ende wird relativierend angemerkt, dass Kubas Pläne zur Drohnenkriegsführung lediglich als Vorsorge "für den Fall eines Ausbruchs von Feindseligkeiten" gedacht seien.

Dennoch löste der Axios-Bericht sofort eine hysterische Reaktion bei den üblichen Hardlinern in Miami aus. Alle drei republikanischen Kongressabgeordneten kubanischer Herkunft aus Miami twitterten innerhalb weniger Stunden nach Veröffentlichung der Geschichte – und das mit sehr ähnlichen Botschaften.

So schrieb [3] der Abgeordnete Carlos Giménez: "Kuba stellt eine gefährliche Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten dar." Der Abgeordnete Mario Diaz-Balart twitterte [4]: "Es ist klar, dass das kubanische Regime eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellt." Die Abgeordnete María Elvira Salazar erklärte [5]: "Es ist eine direkte Bedrohung für unsere nationale Sicherheit."

Es gibt jedoch gute Gründe, an der Genauigkeit der Berichterstattung zu zweifeln. Kubas wirtschaftliche Probleme, die sich durch die von der Trump-Regierung drastisch verschärfte Ölblockade [6] noch verschlimmerten, lassen kaum Spielraum im Haushalt für einen militärischen Aufbau.

Zudem liegt die Vermutung nahe, dass der Iran und Russland die meisten Drohnen, die sie produzieren können, selbst verwenden. Alle Drohnen, die Kuba "seit 2023" erhalten haben soll, dürften sich bereits seit einiger Zeit im Land befinden. Tatsächlich wäre eine berechtigte Frage an Axios – oder vielmehr an die US-Beamten, die die angeblichen Geheimdienstinformationen durchgestochen haben –: "Warum gerade jetzt?"

Nach Maduro jetzt Raúl Castro?

Dennoch lohnt es sich, die Berichterstattung ernst zu nehmen. Angenommen, Kuba verfügt tatsächlich über die Fähigkeit zur Drohnenkriegsführung, um US-Stützpunkte, Schiffe und sogar das US-Festland anzugreifen. Wenn das zutrifft, wäre das ein weiterer sehr guter Grund, gerade keinen Krieg zum Sturz der Regierung in Kuba zu beginnen.

Kuba bleibt ein souveräner Staat. Aus seiner Sicht ist es durchaus legitim, die Fähigkeit anzustreben, den Vereinigten Staaten im erschreckend plausiblen Fall eines Angriffs auf die Insel Kosten aufzuerlegen. Die USA haben mehrfach militärisch in Kuba interveniert, darunter zahlreiche Einsätze vor der kubanischen Revolution von 1959, und in den Jahrzehnten seither versucht, die Insel sowohl wirtschaftlich als auch politisch zu strangulieren. Diese Geschichte ist in Kuba wohlbekannt, auch wenn sie in den Vereinigten Staaten oft übersehen wird.

Auch die zweite Regierung unter Donald Trump hat gegenüber Kuba nicht mit Säbelrasseln gespart. So ließ sich Außenminister Marco Rubio, ebenfalls ein kubanischstämmiger Politiker aus Miami, kürzlich gemeinsam mit dem Kommandeur des US-Südkommandos vor einer prominent platzierten Karte Kubas fotografieren [7].

Subtil war das nicht. Andere Berichte [8] deuten darauf hin, dass die Regierung zunehmend militärische Optionen gegen Kuba prüft. Die Anklageerhebung der USA gegen Raúl Castro [9] am Mittwoch erinnert an die juristische Vorgehensweise gegen Nicolás Maduro, die dem amerikanischen Angriff auf Venezuela vorausging.

Unter diesen Umständen ist es nicht überraschend, dass Kuba Notfallpläne ausarbeitet, um auf einen möglichen US-Angriff zu reagieren.

Kubas Abschreckung

Das bedeutet jedoch nicht, dass Kuba kurz davorsteht, einen präventiven Drohnenangriff auf die Vereinigten Staaten zu starten. Ein solcher Schritt wäre selbstmörderisch. Laut Axios verfügt Kuba über etwa 300 Drohnen und der Großteil des übrigen kubanischen Militärs besteht de facto aus Museumsstücken.

Es gibt keinerlei Möglichkeit, dass Kuba einen Krieg gegen die Vereinigten Staaten gewinnen könnte. Es kann nur hoffen, die Aussicht auf einen US-Angriff unangenehm genug zu machen, um Entscheidungsträger in Washington vor einer entsprechenden Anordnung zögern zu lassen. Daher auch die Warnung [10] des kubanischen Präsidenten, ein US-Angriff würde ein "Blutbad" auslösen.

Für die Vereinigten Staaten wäre es tatsächlich sinnvoll, die wahrscheinlichen Kosten einer Invasion Kubas zu bedenken. Ein derart offenkundiger Akt amerikanischer Aggression würde dem Ansehen der USA in weiten Teilen Lateinamerikas zweifellos schaden. Die Investitionen der Trump-Regierung in die lateinamerikanische Rechte werfen bereits abnehmende Erträge ab, da Regierungen in Argentinien, Chile und Bolivien zunehmend mit Ablehnung konfrontiert sind – in Bolivien sogar mit aktivem Aufruhr.

Als Komplizen eines US-Angriffs auf Kuba wahrgenommen zu werden, würde der Popularität proamerikanischer Regierungen keinesfalls helfen, während antiamerikanische Stimmungen in der lateinamerikanischen Linken gestärkt würden.

Geopolitische Folgen

Ein weiterer Angriff auf ein lateinamerikanisches Land in diesem Jahr würde zudem den Trend in Brasilien, Mexiko und Kolumbien beschleunigen, sich gegen den Einfluss der USA abzusichern – unter anderem durch engere wirtschaftliche und diplomatische Beziehungen zu China und zur Europäischen Union.

Eine Remilitarisierung des Kontinents ist ohnehin bereits im Gange, da die USA erwiesenermaßen gewillt sind, in Lateinamerika Gewalt anzuwenden: Sowohl Brasilien als auch Kolumbien bemühen sich, ihre Verteidigungsfähigkeiten auszubauen. Wenn die Berichte über kubanische Drohnen stimmen, dann ist genau dies auch in Kuba geschehen.

Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass die Möglichkeit kubanischer Drohnenangriffe auf US-Ziele während des kurzen Zeitfensters der diplomatischen Normalisierung zwischen den USA und Kuba kein Thema war. Als Präsident Barack Obama und Raúl Castro sich 2016 in Havanna die Hände schüttelten, war von Drohnenangriffen auf Florida keine Rede.

Dies ist eine der grundlegendsten geopolitischen Lehren: Es ist besser, mit seinen Nachbarn auszukommen, als es nicht zu tun. Präsident Franklin D. Roosevelt erkannte dies mit seiner "Good Neighbor Policy [11]" gegenüber Lateinamerika – ebenso wie die Tatsache, dass ein gutes Auskommen manchmal bedeutet, die Souveränität benachbarter Staaten zu respektieren, auch wenn das unbequem ist. Bekanntlich stellte sich Roosevelt gegen mächtige US-Ölinteressen, um Mexikos Entscheidung zu respektieren, im Jahr 1938 ausländische Ölressourcen zu verstaatlichen. Durch diese Zurückhaltung und diesen Respekt gewannen die USA im Zweiten Weltkrieg die Freundschaft Mexikos.

Leider war die Good-Neighbor-Politik zur Zeit der kubanischen Revolution längst Geschichte. Jahre amerikanischer Bemühungen um einen Regimewechsel in Kuba haben das Land nur weiter in Feindseligkeit getrieben.

Geschichte einer Konfrontation

Nach der Revolution von 1959 strebte Castro zunächst positive Beziehungen zu den Vereinigten Staaten an, obwohl andere Revolutionsführer wie Che Guevara stark antiamerikanisch eingestellt waren. Guevara hatte den von den USA unterstützten Putsch in Guatemala 1954 miterlebt. Vor allem Castros Schritte zur Verstaatlichung von US-Eigentum verschlechterten jedoch das Verhältnis zur Eisenhower-Regierung.

Die USA reagierten 1960 mit einem Handelsembargo. Dies war eine ganz andere Reaktion als der diplomatische Ansatz, den Roosevelt 22 Jahre zuvor gegenüber Mexiko gewählt hatte.

Doch statt Castro dazu zu bewegen, seine Reformen aufzugeben, die den US-Wirtschaftsinteressen widersprachen, veranlasste der Druck der USA ihn lediglich, neue Verbündete als Gegengewicht zu suchen. Bald trafen Waffen aus dem Ostblock in Kuba ein, was wiederum Sicherheitsbedenken in den USA auslöste – ganz ähnlich wie die jüngste Aufregung über russische und iranische Drohnen.

Dies führte zur Entscheidung der USA, einen Regimewechsel in Kuba anzustreben, was schließlich in der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht im Jahr 1961 gipfelte. Diese Bedrohung Kubas veranlasste wiederum die Sowjetunion, 1962 Atomraketen auf der Insel zu stationieren. Die daraus resultierende Kubakrise brachte die Welt an den Rand eines Atomkriegs.

Natürlich sind Drohnen etwas völlig anderes als Atomraketen. Kuba stellt heute keine ernsthafte Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar und rechtfertigt mit seinen Vorbereitungen auf einen möglichen Angriff keineswegs eine US-Aggression. Im Gegenteil: Sie sind ein Weckruf für die USA, ihre maximalistischen Fantasien eines Regimewechsels aufzugeben. Sollte Kuba tatsächlich in der Lage sein, die Vereinigten Staaten anzugreifen, ist das umso mehr ein Grund, vor jedem militärischen Vorgehen gegen Kuba vorsichtiger zu sein.

Antonio De Loera-Brust ist Schriftsteller und Gewerkschafter aus dem Yolo County in Kalifornien. Zuvor war er in den Jahren 2021 und 2022 als Sonderberater des US-Außenministers Antony Blinken sowie als Mitarbeiter im US-Repräsentantenhaus tätig.

Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal Responsible Statecraft [12] auf Englisch


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11302081

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.axios.com/2026/05/17/us-military-drones-cuba
  2. https://responsiblestatecraft.org/author/antoniodeloerabrust/
  3. https://x.com/repcarlos/status/2056015283110703260?s=46
  4. https://x.com/mariodb/status/2056000318203130231?s=46
  5. https://x.com/maelvirasalazar/status/2056017325518651695?s=46
  6. https://www.nytimes.com/2026/02/20/world/americas/cuba-oil-blockade-trump.html
  7. https://x.com/Southcom/status/2051723140254843043
  8. https://www.politico.com/news/magazine/2026/05/18/the-odds-of-trump-attacking-cuba-are-going-up-00926317
  9. https://www.yahoo.com/news/articles/former-cuban-president-raul-castro-is-indicted-in-us-161814468.html
  10. https://www.politico.com/news/2026/05/18/us-military-cuba-response-00925900
  11. https://history.state.gov/milestones/1921-1936/good-neighbor
  12. https://responsiblestatecraft.org/eu-settler-sanctions/

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  • 21. Mai 2026 um 11:20

Anzeige: Nur 0,060 Euro/Teil und damit nie günstiger - Mercedes-Flügeltürer 300 SL

Von Claus Ludewig
Bei Amazon gibt es den legendären Mercedes-Flügeltürer zum Tiefstpreis für nicht mal 0,060 Euro pro Teil. Dabei überzeugt nicht nur der Preis.
Mercedes-Benz 300 SL von Mattel und Hot Wheels (Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon) amazon Affiliate

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Mercedes-Benz 300 SL von Mattel und Hot Wheels Bild: Erzeugt mit Dall-E; Amazon

Modellautos aus Klemmbausteinen sind seit einiger Zeit ein Trend in der Spielzeugbranche. Nicht zuletzt wegen der "adult fans of Lego" sind Bausets bei immer mehr Erwachsenen beliebt. Neben Lego gibt es andere Hersteller, die lizenzierte Klemmbausteinsets anbieten. Hierzu gehört Mattel mit Hot Wheels, die sogar Metallteile enthalten, wie der Mercedes-Benz 300 SL zeigt. Der gehört zu den bekanntesten Sportwagen der Automobilgeschichte, dessen Ursprünge reichen ins Jahr 1952 zurück: Damals trat der Rennwagen Mercedes-Benz W194 bei internationalen Wettbewerben an und gewann unter anderem die 24 Stunden von Le Mans. Auf Basis dieses Erfolgs entwickelte Mercedes-Benz später den 300 SL als Serienfahrzeug. Den Mercedes-Flügeltürer von Mattel bietet Amazon aktuell zum Tiefstpreis an, wie ein Blick in den PCGH-Preisvergleich offenbart.

Was kostet der Mattel Brick Shop Hot Wheels Mercedes-Benz 300 SL?

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an. Damit kostet jedes Bauteil rund 0,060 Euro. Laut PCGH-Preisvergleich gab es das Modellauto mit 1.600 Teilen noch nie günstiger.

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Was hat der Mercedes-Benz 300 SL von Mattel zu bieten?

Die Bezeichnung SL steht für Super Leicht, während die Zahl 300 auf den 3,0-Liter-Motor verweist.

Mattels Marke Hot Wheels bringt den legendären Flügeltürer nun als detailreichen Klemmbaustein-Bausatz auf den Markt. Das Modell entsteht im Maßstab 1:12. Auffällig: Der Bausatz bietet verschiedene Individualisierungsmöglichkeiten. Käufer können unter anderem zwischen zwei Motorhauben und zwei Stoßstangen wählen, um den 300 SL unterschiedlich zu gestalten.

Auch bei den Materialien setzt Hot Wheels auf hochwertige Details. Die Radkappen bestehen aus Metall und sollen dem Modell einen besonders edlen Eindruck verleihen. Darüber hinaus enthält das Set zahlreiche bedruckte Elemente, wodurch weniger Aufkleber nötig sind.

Umfangreiche Ausstattung mit Modellauto und Metallteilen

Zum Lieferumfang gehört zum eigentlichen Bausatz ein exklusives Modellauto aus Metall im Maßstab 1:64. Ebenfalls enthalten sind ein Metall-Nummernschild sowie eine Signature-Platte aus Metall.

Das fertige Modell bietet mehrere bewegliche Elemente. Es lassen sich die charakteristischen Flügeltüren öffnen, sie geben den Blick auf das detaillierte Interieur frei. Auch der Motor wurde nachgebildet. Ergänzt wird das Set durch eine Bauanleitung, die zusätzliche Hintergrundinformationen zur Geschichte des Mercedes-Benz 300 SL liefert.

Amazon-Käufer loben Qualität und Verarbeitung

Bei Amazon erhält das Hot-Wheels-Bricks-Set überwiegend positive Bewertungen. Käufer heben die gute Qualität der Bausteine hervor. Ebenfalls positiv fällt auf, dass große Teile des Innenraums bedruckt und nicht mit Stickern versehen sind.

Praktisch: Empfindliche Bauteile wie die Scheiben werden separat verpackt, um Kratzer zu vermeiden. Viele Käufer sehen in dem Modell deshalb eine interessante Alternative zu vergleichbaren Lego-Sets.

Preis, Daten und Fakten zum Mattel Brick Shop Hot Wheels Mercedes-Benz 300 SL

  • Von Mattel gibt es eine Konkurrenz zu Lego-Bausets mit dem Brick Shop Hot Wheels. Es sind sogar Metallteile enthalten.
  • Beigelegt sind beim Mattel Brick Shop Hot Wheels Mercedes-Benz 300 SL ein Metall-Nummernschild, eine Metall-Signature-Platte und Radkappen aus Metall.
  • Zudem enthält das aus 1.600 Teilen bestehende Klemmbausteinset bewegliche Elemente wie die Flügeltüren.
  • Amazon-Kunden loben, dass viele Teile im Innenraum bedruckt sind, statt mit Stickern versehen zu sein.
  • Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung bietet Amazon den Mattel Brick Shop Hot Wheels Mercedes-Benz 300 SL
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    für 94,99 Euro an. Das entspricht nicht mal 0,060 Euro pro Teil.

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  • 21. Mai 2026 um 14:55

Lisuan 7G100: Chinesische Grafikkarte verliert in Benchmarks gegen RTX 3060

Von Oliver Nickel
Die Lisuan 7G100 kostet mehr als eine Geforce RTX 5060. Wahrscheinlich gibt es noch viele Treiberprobleme.
Die 7G100 war vielversprechend. (Bild: Lisuan Tech)
Die 7G100 war vielversprechend. Bild: Lisuan Tech

Der chinesische Hersteller Lisuan Tech könnte mit der Grafikkarte Lisuan 7G100 ein weiterer Wettbewerber neben AMD, Intel und Nvidia werden. Die Grafikkarte macht auf dem Papier einen kompetitiven Eindruck. Nun gibt es erste Benchmarks, die ein anderes Bild zeichnen.

Ein Content Creator auf dem chinesischen Videoportal Bilibili testete die Grafikkarte neben der Geforce RTX 3060 (Test), RTX 4060, der AMD Radeon RX 6600 XT (Test) und der Intel Arc B580 (Test). Bereits im 3Dmark wird klar: Die Grafikkarte ordnet sich konsequent unterhalb der vergleichbaren GPUs ein.

Aber auch in der Praxis liefert die 7G100 eher ernüchternde Ergebnisse. Das Magazin Wccftech hat diese zusammengestellt. In Cyberpunk 2077 schafft die Grafikkarte maximal 88 fps in 1080p und bei mittleren Details. Die Geforce RTX 4060 (Test) ist mit maximal 232 fps 200 Prozent schneller.

Zu langsam und zu teuer?

Auch weniger anspruchsvolle Titel wie Counter-Strike 2 sind für die Grafikkarte herausfordernd. Es werden maximal 101 fps erreicht, was weniger ist als die mehr als 500 fps der Geforce RTX 4060. Im Schnitt und über 13 Titel verteilt ist die Nvidia-Referenz 21 bis 71 Prozent schneller.

Anfangs sollte die 7G100 mit der RTX 4060 verglichen werden können. Mit 12 GByte GDDR6-Speicher, einem 192 Bit breiten Interface, 192 TMUs und 96 ROPs sieht die Grafikkarte auf dem Papier leistungsfähig aus. Gefertigt wird sie in China mittels 6-Nanometer-Prozess. Es ist wahrscheinlich, dass vor allem fehlender Treibersupport aktuell die größte Hürde ist. Der Hersteller muss an der Software weiterarbeiten, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Zudem ist die 7G100 selbst in China teuer und kostet mehr als eine wesentlich leistungsfähigere Geforce RTX 5060. Der Preis beträgt umgerechnet 420 Euro.

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  • 21. Mai 2026 um 14:38

(g+) Agriculture: Asia's agri-tech startups offer answers to Iran war supply chain crunch

Von Koji Nozawa
Companies enhance photosynthesis, use pineapple leaves in synthetic leather
Aerial view taken using a drone at the end of the day on the rice fields of Tomikura in the Osaka province in Sakai, Japan on July 29, 2025 (Bild: Antoine Boureau / Hans Lucas / AFP via Getty Images)
Aerial view taken using a drone at the end of the day on the rice fields of Tomikura in the Osaka province in Sakai, Japan on July 29, 2025 Bild: Antoine Boureau / Hans Lucas / AFP via Getty Images

TOKYO -- Agriculture startups in Southeast Asia and India are using locally available materials to reduce fertilizer consumption and produce alternatives to plastic, partly in response to the supply chain disruptions caused by the ongoing Iran conflict.

Agriculture plays a substantial role in many Southeast and South Asian economies. As of 2023, agriculture, forestry and fisheries accounted for 12.5% of Indonesia's gross domestic product and 16.2% for India, the World Bank reports, compared with 0.9% for Japan.

Golem Plus Artikel
Nikkei Asia

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  • 21. Mai 2026 um 14:30

Google öffnet Android CLI für alle KI-Agenten

Von Heise
Smartphone, das auf dem Tisch liegt. Rechts daneben steht eine grüne Android-Figur

(Bild: quietbits / Shutterstock.com)

Die stabile Version 1.0 von Android CLI funktioniert mit beliebigen KI-Agenten und erlaubt ihnen direkten Zugriff auf Android Studio.

Google hat die stabile Version 1.0 von Android CLI veröffentlicht. Die Kommandozeilen-Schnittstelle lässt sich optional in Antigravity 2.0 integrieren, unterstützt Journeys, kann auf Android Studio zugreifen und ist dabei Agenten-agnostisch. Außerdem beherrscht sie neue Android-Skills und lässt sich über gängige Paketmanager installieren, was die Einrichtung deutlich erleichtern soll.

Die auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O 2026 vorgestellte Version 1.0 [1] des Kommandozeilentools erhält Zugriff auf die Analyse- und Entwicklungswerkzeuge von Android Studio [2] – dafür wird die Preview-Version Android Studio Quail [3]benötigt. Dabei ist Android CLI 1.0 so konzipiert, dass es mit beliebigen KI-Agenten zusammenarbeitet. Folglich können nicht nur Google-Eigengewächse wie Gemini [4], sondern jetzt auch Claude Code oder OpenAI Codex Android-Studio-Funktionen wie statische Codeanalyse, semantische Symbolsuche, Compose-Preview-Rendering und Dependency-Version-Lookup direkt auf Kommandozeilenebene nutzen.

Das Einstellungen-Menü von Google Antigravity 2.0 mit rot umrandeter Installations-Option für Android CLI
Das Einstellungen-Menü von Google Antigravity 2.0 mit rot umrandeter Installations-Option für Android CLI

Installieren und loslegen: Android CLI ist jetzt optionaler Bestandteil von Google Antigravity 2.0.

(Bild: Google)

Eine weitere Neuerung in der stabilen Version 1.0: Sie lässt sich in Antigravity 2.0 integrieren [5], was Googles agentische Entwicklungsplattform in die Lage versetzt, Aufgaben wie Projektgenerierung oder Deployment automatisiert auszuführen. Verbindendes Element ist ein optionales Android-Bundle, das Android CLI inklusive dazugehöriger Skills enthält. Installiert wird es wahlweise während des Antigravity-Onboardings oder später in den Einstellungen.

Einfache UI-Tests

Neu sind auch die Journeys von Android CLI [6]. Damit muss man nicht mehr jede Nutzerinteraktion einzeln in der Konsole definieren. Stattdessen genügt es, in Worten zu beschreiben, was innerhalb einer App passieren soll. Auch komplexere Befehlsfolgen wie „Öffne die App, gehe zum Warenkorb und klicke auf Checkout“ werden verstanden.

Zusätzliche Unterstützung erhalten Android-Entwicklerinnen und -Entwickler durch sieben neue Android-Skills wie Migration to CameraX, Perfetto SQL und Testing setup, die sich per Kommandozeile einbinden lassen.

Installieren lässt sich Android CLI nun auch über die Paketmanager apt-get, WinGet und Homebrew. Entwicklerinnen und Entwickler, die die Kommandozeilen-Schnittstelle bereits verwenden und auf Version 1.0 umsteigen wollen, erledigen das mit android update.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11301420

Links in diesem Artikel:

  1. https://android-developers.googleblog.com/2026/05/android-cli-stable-1-0-agent-development.html
  2. https://www.heise.de/thema/Android-Studio
  3. https://developer.android.com/studio/preview?hl=de
  4. https://www.heise.de/news/Google-Gemini-KI-App-wird-agentisch-und-erhaelt-Daily-Brief-Funktion-11299546.html
  5. https://antigravity.google/
  6. https://developer.android.com/tools/agents/android-cli/journeys?hl=de
  7. mailto:mro@heise.de

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  • 21. Mai 2026 um 08:12

Störungsmeldung vom 21.05.2026 12:47

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider T-Mobile

Details

Beginn
21.05.2026 12:47
Region
Senftenberg (03573)
Provider
T-Mobile
Zugangsart
LTE

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 21. Mai 2026 um 12:47
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