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heise+ | Linux-Distribution Ubuntu Desktop 26.04 LTS im Test

Von Heise

Canonical stellt Sicherheit in den Mittelpunkt: Rust-Werkzeuge, TPM-Verschlüsselung und Berechtigungsprompts prägen das neue Ubuntu-LTS-Release.

Canonical hat mit Ubuntu Desktop 26.04 LTS „Resolute Raccoon“ [1] [1] eine neue Ausgabe der populären Linux-Distribution veröffentlicht. Oberirdisch profitiert das neue Ubuntu vor allem von der Desktopumgebung Gnome 50, deren Neuerungen (Wayland-only, neuer Videoplayer und Dokumentenbetrachter) wir uns bereits angesehen haben [2] [2].

Optisch fallen außerdem die neuen Ordner-Icons auf, die in gesättigtem Orange erscheinen. Die Ubuntu-Entwickler haben zudem den bisherigen Systemmonitor durch „Resources“ ersetzt, das auch GPU- und NPU-Auslastung anzeigen kann. Der auf Container spezialisierte Terminal-Emulator Ptyxis löst das bisherige Gnome-Terminal ab. Die Google-Drive-Integration in den Dateimanager funktioniert nicht mehr. Das Feature benötigte eine Bibliothek, die nicht mehr gepflegt wird.

Ubuntu 26.04 LTS liefert den aktuellen Linux-Kernel 7.0 aus, der unter anderem Kompatibilität mit Intels Panther-Lake- und AMDs Zen-6-Prozessoren einleitet.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11243892

Links in diesem Artikel:

  1. https://releases.ubuntu.com/resolute/
  2. https://www.heise.de/news/Gnome-50-mach-s-gut-X-Server-11215600.html
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Little-Snitch-fuer-Linux-Netzwerkverkehr-ueberwachen-und-regeln-11253789.html
  4. https://www.heise.de/tests/Linux-fuers-Smartphone-Ubuntu-Touch-auf-dem-Volla-Phone-Quintus-im-Test-11199964.html
  5. https://www.heise.de/hintergrund/Linux-Wie-Kmscon-virtuelle-Textkonsolen-modernisiert-11179998.html
  6. https://www.heise.de/hintergrund/Linux-Fehlende-Bibliotheken-bei-Programmen-ergaenzen-11166039.html
  7. https://www.heise.de/hintergrund/eBPF-Wie-der-Kernel-programmierbar-wurde-10627880.html
  8. https://www.heise.de/ratgeber/Linux-Mit-Systemd-Timer-Dienste-und-Jobs-flexibel-planen-und-Cron-abloesen-11091833.html

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  • 23. April 2026 um 18:20

5G Campusnetze: Siemens und Schwarz Digits bieten privates 5G mit Cloud

Von Achim Sawall
Siemens verbindet die eigene 5G-Technik mit der Cloud der Schwarz-Gruppe. Auch Air-gapped-Betrieb ist möglich.
Cedrik Neike (l.), CEO von Siemens Digital Industries, und Bernie Wagner, CSO von Schwarz Digits, auf der Hannover Messe 2026 (Bild: Schwarz Digits)
Cedrik Neike (l.), CEO von Siemens Digital Industries, und Bernie Wagner, CSO von Schwarz Digits, auf der Hannover Messe 2026 Bild: Schwarz Digits

Siemens wird mit Schwarz Digits, der IT-Sparte der Schwarz-Gruppe, private 5G-Netzwerke für kritische Infrastrukturen im Bereich der inneren und äußeren Sicherheit anbieten. Das haben die Partner am 23. April 2026 bekanntgegeben . Siemens setzt auf eine "überwiegend deutsche Wertschöpfungskette" , ohne Nachfragen zu den Ausnahmen zu beantworten.

Im Juli 2013 hatte sich Siemens mit dem Verkauf des 50-prozentigen Anteils an Nokia Siemens Networks an den finnischen Nokia-Konzern vollständig aus dem Mobilfunkbereich zurückgezogen. Zehn Jahre später brachte Siemens jedoch eine selbst entwickelte private Infrastruktur für 5G auf den Markt.

"Diese besteht aus einem 5G-Core und einem Radio Access Network (RAN): Das RAN umfasst die Central Unit (CU), die Distributed Unit (DU) und die Radio Units (RUs)" , erklärte Siemens . Mit der Performance von 5G-Ausrüstung von Nokia, Huawei oder Ericsson dürfte sich das Angebot nicht vergleichen lassen.

Stackit von Schwarz basiert auf Open Source

Siemens richtet sich nun zusammen mit den Cloud-Angeboten der Schwarz-Gruppe an Behörden mit Sicherheitsaufgaben sowie an die Landes- oder Bündnisverteidigung mit Bedarf an technologischer Souveränität. Zur Schwarz-Gruppe gehören Lidl und Kaufland; Stackit von Schwarz basiert auf Open-Source-Technik.

Für besonders sensible Einsatzbereiche ist das Netzwerk für den Air-Gapped-Betrieb konzipiert. Hier wird das lokale 5G-Netzwerk vom öffentlichen Internet oder externen Netzen isoliert.

Die Zugriffskontrolle erfolgt hardwarebasiert über SIM-Karten. Das soll eine Identifizierung der autorisierten Endgeräte gewährleisten, um eine Koexistenz von öffentlichen und privaten 5G-Netzen zu bieten.

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  • 23. April 2026 um 18:18

Resynced: Assassin's Creed Black Flag segelt in neue Piratenabenteuer

Von Peter Steinlechner
Termin, inhaltliche Änderungen und die PC-Spezifikationen: Ubisoft hat die Neuauflage von Assassin's Creed – Black Flag offiziell vorgestellt.
Artwork von Assassin's Creed - Black Flag Resynced (Bild: Ubisoft)
Artwork von Assassin's Creed - Black Flag Resynced Bild: Ubisoft

Ubisoft bringt mit Assassin's Creed 4 – Black Flag einen seiner beliebtesten Serienteile als technisch und spielerisch deutlich überarbeitetes Remake zurück. Das in einem Südseepiratenszenario angesiedelte Black Flag Resynced erscheint am 9. Juli 2026 für Windows-PC (Ubisoft Store, Steam und Epic Games Store), Xbox Series X/S sowie Playstation 5.

Es wird laut Ubisoft grundlegend neu auf der aktuellen Anvil-Engine aufgebaut. Im Mittelpunkt steht wie im Original die Geschichte des Piratenkapitäns Edward Kenway.

Inhaltlich bleibt die Handlung unverändert. Gleichzeitig soll das Spiel moderner werden: Höher aufgelöste Texturen, verbessertes Licht und eine dynamische Wetter-Simulation bewirken, dass die Karibik lebendiger erscheint als in der Ursprungsversion.

Kämpfe mit mehr Action

Die größten Änderungen betreffen das Gameplay. Das Kampfsystem wird stärker auf Action ausgelegt, mit schnelleren Angriffen, präzisen Paraden und verketteten Finishing Moves. "Kämpfst du unvorsichtig, wirst du bestraft" , heißt es von den Entwicklern.

Auch Parcours und Schleichen werden erweitert: Freies Ducken gehört zum Standard, Verfolgungsmissionen brechen nach Entdeckung nicht mehr sofort ab, sondern laufen dynamisch weiter. Damit wird ein häufiger Kritikpunkt des Originals gezielt adressiert.

Deutlich ausgebaut wird zudem die Seefahrt. Das eigene Schiff Jackdaw erhält neue Waffenmodi, während Wetter und Wellen das Handling spürbarer beeinflussen. Es treten drei neue Offiziere mit eigenen Fähigkeiten und Questreihen sowie zusätzliche Story-Inhalte und Missionen auf.

Eine wichtige Entscheidung betrifft den Umfang: Multiplayer und DLCs entfallen komplett. Stattdessen setzt Ubisoft bewusst auf eine fokussierte Solo-Kampagne. Das Spiel soll eine "storygetriebene Abenteuererfahrung" sein.

Auch beim Soundtrack gibt es Änderungen. Die bekannten Shantys bleiben erhalten, werden aber um neue Stücke ergänzt. Darunter sind Tracks, die in Zusammenarbeit mit dem französischen Musiker Woodkid entstanden.

PC-Systemanforderungen von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Grafik: Ubisoft)
Bild 1/8: PC-Systemanforderungen von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Grafik: Ubisoft)
Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Bild 2/8: Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Bild 3/8: Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Bild 4/8: Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Bild 5/8: Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Bild 6/8: Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Bild 7/8: Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)
Bild 8/8: Artwork von Assassin's Creed Black Flag - Resynced (Bild: Ubisoft)

Das 2013 veröffentlichte Assassin's Creed 4 – Black Flag wurde damals sehr positiv aufgenommen und zählt für viele Fans bis heute zu den stärksten Serienteilen. Besonders hervorgehoben wurden die offene Karibik, die für damalige Verhältnisse ungewöhnlich frei erkundbar war, sowie die Seeschlachten und das Gefühl, tatsächlich ein Pirat zu sein.

Auch Edward Kenway als ambivalente Hauptfigur kam gut an. Schwächen sahen Kritiker vor allem in repetitiven Nebenaufgaben, klassischen Begleitmissionen und einem dadurch oft ausgebremsten Spielfluss – Punkte, die im Remake gezielt modernisiert werden.

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  • 23. April 2026 um 18:15

Für Training und Inferenz: Google stellt neue TPU-Generation mit zwei Modellen vor

Von Johannes Hiltscher
Höhere Rechenleistung, größere Cluster mit eigenen CPUs und zwei Spezialisierungen: Googles achte TPU-Generation setzt sich vom Vorgänger ab.
Das Package der TPU 8i rechts ist größer als das der TPU 8t links, da zwei Compute-Chiplets verbaut sind. (Bild: Google)
Das Package der TPU 8i rechts ist größer als das der TPU 8t links, da zwei Compute-Chiplets verbaut sind. Bild: Google

Ein Jahr nach Ironwood hat Google im Rahmen der Hausmesse Cloud Next die achte Generation seiner Tensor Processing Unit (TPU) vorgestellt . Erstmals ist eine Generation zweigleisig aufgestellt, nachdem Ironwood lediglich über die Pod-Größe differenziert hatte: Mit TPU 8t und TPU 8i gibt es zwei Varianten für Training und Inferenz. Google differenziert aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen, betont aber, dass beide Varianten sich für Inferenz und Training eignen.

Entsprechend sind die Unterschiede kleiner als bei Nvidias GPUs und LPUs : Die TPU 8i bringt mit 384 MByte mehr schnellen SRAM mit, setzt aber größtenteils auf High Bandwidth Memory (HBM). Der SRAM ist nicht für Modellgewichte gedacht, sondern für den KV-Cache. Die TPU 8t ist hingegen stärker auf Rechenleistung ausgelegt. Beide Varianten unterstützen erstmals 4-Bit-Gleitkommazahlen (FP4).

Das macht den Großteil des Zugewinns an Rechenleistung im Vergleich zu Ironwood aus. Bereinigt um den Effekt durch die halbierte Größe der Datentypen kommt die TPU 8t auf ein Plus von 37 Prozent. Bei der TPU 8i sind es zehn Prozent.

Zwei Varianten, zwei Chiplets

Beide Varianten sind nicht nur unterschiedlich ausgerichtet, sie nutzen auch jeweils eigene Compute-Dies: die TPU 8i zwei pro Package, die TPU 8t lediglich eins. Das führt auch zu einer unterschiedlichen HBM-Ausstattung. Die TPU 8i nutzt wie Ironwood acht HBM3-Stacks, allerdings mit 36 statt 24 GByte pro Stack. Die Bandbreite ist 16 Prozent höher als bei Ironwood.

Bei der t-Variante liegt die Bandbreite sogar 13 Prozent unter dem Vorgänger: Hier sind sechs Stacks verbaut, HBM3e fängt den Bandbreiteneinbruch etwas auf. Neben HBM und Compute-Chiplet sind beide Packages mit einem Chiplet für die Inter-Chip-Kommunikation (ICI) bestückt. Die PCIe-Controller für die Anbindung an die Host-CPU sowie ein Board Management Controller (BMC) hingegen sitzen im Compute Die.

Google TPU v7 vs. v8
TPU 7 (Ironwood) TPU 8i TPU 8t
Pod-Größe 256/9.216 1.152 (max. 1.024 aktiv) 9.600
Rechenleistung (FP4) 4,6 PFlops (FP8) 10,1 PFlops 12,6 PFlops
SRAM 128 MByte 384 GByte 128 GByte
Speicher 192 GByte HBM3 288 GByte HBM3 216 GByte HBM3e
Speicherbandbreite 7,4 TByte/s 8,6 TByte/s 6,5 TByte/s
Chip-to-Chip-Bandbreite 9,6 TBit/s (6x 8 112 GBit-Serdes) 19,2 TBit/s (6x 8 224 Gbit-Serdes) 19,2 TBit/s (6x 8 224 Gbit-Serdes)

Unterschiede im Detail

Google differenziert beide Varianten zusätzlich über integrierte Zusatzeinheiten. Es gibt in der TPU 8t eine nicht näher erläuterte LLM Decoder Engine. Die Entwickler haben zudem das Verhältnis von Matrix- und Vektoreinheiten angepasst, was eine bessere Auslastung erreichen soll.

Die TPU 8t verfügt zudem über zwei Sparse-Cores, die nicht zusammenhängende Speicherzugriffe wie Gather-Operationen übernehmen. Bei der TPU 8i übernimmt die Collectives Acceleration Engine (CAE) eine ähnliche Aufgabe. Sie aggregiert Teilergebnisse und sitzt im IO-Chiplet. Die CAE ersetzt damit die vier Sparse-Cores von Ironwood, die auf die beiden Compute-Dies verteilt waren.

Die Boardfly-Netzwerkarchitektur der TPU 8i (Bild: Google)
Bild 1/3: Die Boardfly-Netzwerkarchitektur der TPU 8i (Bild: Google)
Blockdiagramm der TPU 8i (Bild: Google)
Bild 2/3: Blockdiagramm der TPU 8i (Bild: Google)
Blockdiagramm der TPU 8t (Bild: Google)
Bild 3/3: Blockdiagramm der TPU 8t (Bild: Google)

Die Varianten kombiniert Google mit den eigenen Axion-CPUs . Pro Server sind doppelt so viele CPUs wie bei Ironwood verbaut. CPUs und TPUs haben keine gemeinsame Sicht auf den Speicher (NUMA, Non-uniform Memory Architecture).

Neben der Architektur der Chips ist die des Netzwerks mindestens ebenso wichtig.

Die Pod-Größen, sprich die Anzahl mit höchster Bandbreite vernetzter TPUs, hat Google von 256 auf 1.152 für Inferenzsysteme und von 9.216 auf 9.600 für Trainingssysteme gesteigert. Bei den Inferenz-Pods kommt zudem mit Boardfly eine neue, dreistufige Netzwerktopologie zum Einsatz: In jedem Server sind die vier TPU 8i jeweils direkt mit 1,6 TBit/s durch eine Serdes-Gruppe verbunden, pro Rack sind acht Server direkt miteinander verbunden. Hierfür werden pro Server elf Serdes-Gruppen genutzt.

36 Racks wiederum bilden einen Pod, wofür jeweils noch eine Serdes-Gruppe pro Server übrigbleibt. Zwei TPUs sind bei diesem Aufbau durch maximal sieben Kabel (Hops) verbunden. Jeder Chip verfügt über insgesamt sechs Serdes-Gruppen mit einer Gesamtbandbreite von 19,2 TBit/s – eine Verdoppelung gegenüber Ironwood. Innerhalb eines Racks setzt Google auf Kupferleiter, zwischen den Racks wird optisch über optische Switches kommuniziert.

Die TPU 8t hingegen setzt weiterhin auf einen 3D-Torus; sie verfügt über die gleiche Scale-up-Bandbreite, allerdings zusätzlich über 400 GBit/s für das Scale-out-Netzwerk. Hier hat Google gegenüber Ironwood vervierfacht und setzt vermutlich auf RDMA over Converged Ethernet (RoCE).

Über eine Million TPUs trainieren zusammen

Über das Scale-out-Netzwerk lassen sich 134.000 TPUs verbinden. Die Skalierung soll annähernd linear sein: Eine Verdoppelung der Anzahl an Chips halbiert etwa die erforderliche Rechenzeit.

Die Boardfly-Netzwerkarchitektur der TPU 8i (Bild: Google)
Bild 1/3: Die Boardfly-Netzwerkarchitektur der TPU 8i (Bild: Google)
Blockdiagramm der TPU 8i (Bild: Google)
Bild 2/3: Blockdiagramm der TPU 8i (Bild: Google)
Blockdiagramm der TPU 8t (Bild: Google)
Bild 3/3: Blockdiagramm der TPU 8t (Bild: Google)

Die sind direkt und nicht-blockierend über das ebenfalls neue Virgo-Scale-out-Netzwerk mit zwei Switch-Ebenen und einer Bisektionsbandbreite von 47 Petabit/s verbunden.

Nach Scale-out geht aber noch mehr: Mit der neuen Generation lassen sich über eine Million Chips zu einem Trainings-Cluster zusammenfassen. Dann erfolgt die Kommunikation der einzelnen Systeme allerdings über das Jupiter-Netzwerk. Hierfür werden per PCIe angebundene Netzwerkkarten genutzt.

Direktzugriff auf Massenspeicher

Jupiter bindet auch normale CPU- sowie die Storage-Server an. Auf diese kann die t-Variante zudem per RDMA zugreifen, um schneller an Trainingsdaten zu kommen. Google nennt dies TPU Direct. Angebunden ist das Lustre-Speichersystem mit 10 TByte/s. Virgo verfügt außerdem über ein Monitoring-System, das Fehler schneller eingrenzen und umgehen soll.

Fehlerhafte Verbindungen sollen automatisch erkannt und umgangen werden. Das soll zu weniger Verzögerungen beim KI-Training führen: Ausfallzeiten infolge von Hardware- und Netzwerkfehlern sollen unter drei Prozent sinken.

Am Entwurf der beiden Chips war auch Google Deepmind beteiligt – nicht nur, um sie an die Anforderungen der hauseigenen Modelle anzupassen; Deepminds KI-Tools haben auch die Chips mitgestaltet.

Google setzt die beiden neuen TPUs in eigenen Rechenzentren zuerst für die eigenen Modelle ein. Ende 2026 sollen auch Cloud-Kunden sie mieten können.

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  • 23. April 2026 um 18:01

Störungsmeldung vom 23.04.2026 08:00

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
23.04.2026 08:00
Region
Riedenburg (09442)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 23. April 2026 um 08:00

Störungsmeldung vom 23.04.2026 11:40

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider 1&1

Details

Beginn
23.04.2026 11:40
Region
Marl (02365)
Provider
1&1
Zugangsart
ADSL

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  • 23. April 2026 um 11:40

Störungsmeldung vom 23.04.2026 01:28

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
23.04.2026 01:28
Region
Stuttgart (0711)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 23. April 2026 um 01:28

iOS 26.4.2: Patch soll Extraktion gelöschter Signal-Mitteilungen unterbinden

Von Heise
iPhone liegt auf dem Tisch.

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

iOS speicherte zum Löschen markierte Mitteilungen – auch von Krypto-Messengern – in einer auslesbaren Datenbank. Das soll nicht mehr passieren.

Schnell nachgeschobener Sicherheits-Patch für iOS 26 und iOS 18: Apple hat in der Nacht auf Donnerstag iOS / iPadOS 26.4.2 und iOS / iPadOS 18.7.8 zum Download für alle unterstützten Geräte freigegeben. Im Beipackzettel spricht der Hersteller wie üblich nur vage von Fehlerbeseitigungen und Sicherheitsverbesserungen.

FBI konnte Signal-Mitteilungen extrahieren

Der Dokumentation zufolge beseitigen die neuen Versionen nur eine einzelne Schwachstellen, die allerdings jüngst für erhebliches Aufsehen gesorgt hatte: Gerichtsunterlagen zufolge konnten Strafverfolger des FBI die gelöschten Signal-Mitteilungen eines angeblichen „Antifa“-Anhängers aus dessen iPhone auslesen [1]. Möglich war das, weil iOS die neu eingehenden Mitteilungen – falls diese mit komplettem Inhalt vom Benachrichtigungssystem des Betriebssystems angezeigt werden – offensichtlich in einer eigenen Datenbank zwischenspeichert. Die Speicherung erfolgt demnach auch, falls die Mitteilungen und die App – hier Signal – vom iPhone gelöscht werden.

„Mitteilungen, die zur Löschung markiert waren, konnten unerwartet auf dem Gerät erhalten bleiben“, lautet Apples nüchterne Beschreibung der Lücke [2] (CVE-2026-28950). Dieses „Protokollierungsproblem“ behebe eine verbesserte Datenmaskierung.

Signal betonte am Donnerstag, „sehr glücklich“ über den Patch zu sein. [3] Nutzer müssen nichts weiter unternehmen als das Update einzuspielen, erläutern die Entwickler des Krypto-Messengers. Alle versehentlich aufbewahrten Mitteilungen würden dadurch gelöscht und auch keine neuen mehr zwischengespeichert.

Signal-Chefin Meredith Whittaker hatte zuvor erklärt, gelöschte Mitteilungen dürften niemals „in irgendeiner Datenbank des Betriebssystems verbleiben“. Der Krypto-Messenger hatte sich demnach im Anschluss direkt an Apple gewendet. Manche Messenger – darunter Signal – bieten die Option, neue Mitteilungen ohne Inhalt und Namen des Absenders anzuzeigen. Das verhindert auch eine ungewollte Speicherung in Betriebssystemdatenbanken. Nutzer älterer iOS-Versionen, für die kein Patch vorliegt, können und sollten dies weiterhin als Workaround einsetzen.

Update auch für alle Geräte mit iOS 18

Immerhin ist iOS 18.7.8 auch für aktuelle iPhones verfügbar. Nutzer sind also nicht gezwungen, dafür auf die Liquid-Glass-Version iOS 26 upzugraden. Ursprünglich hatte Apple die Patches für iOS 18 auf aktuellen Geräten, die auf iOS 26 aktualisieren können, Ende vergangenen Jahres eingestellt. Die massive Bedrohung durch mächtige Spyware-Tools in freier Wildbahn führte dann zu einem Umdenken des Konzerns – und der erneuten Bereitstellung von Patches für die ältere Betriebssystemversion bis hinauf zum iPhone 16 und 16e.


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https://www.heise.de/-11268852

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/iOS-Geloeschte-Signal-Daten-von-FBI-via-Benachrichtigungsdatenbank-extrahiert-11251856.html
  2. https://support.apple.com/en-us/127002
  3. https://bsky.app/profile/signal.org/post/3mk4krp33bk27
  4. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  5. https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 23. April 2026 um 09:56

Tipp: iTunes-Extras auf dem Smart-TV ansehen

Von Heise

Beim Filmekauf kommen manchmal Zusatzmaterialien mit, die man auf Apple-TV-Geräten leicht anzeigen kann. Geht das auch auf Smart-TVs?

Ein Apple TV habe ich nicht, aber mein Fernseher hat die Apple-TV-App, über die ich gekaufte Filme schaue. Allerdings tauchen hier keine iTunes-Extras auf. Wie kann ich die Bonusinhalte ansehen?

Apple gibt die iTunes-Extras nur auf den eigenen Geräten frei: Also auf Macs, iPhones, iPads, der Vision Pro und dem Apple TV.

Auf einem Windows-PC kann man sie ebenfalls in iTunes anschauen.

Auf anderen Smart-TVs lassen sich leider nur die gekauften Filme ohne Bonusinhalte abrufen, wie der Konzern in einem Support-Dokument beschreibt [1].

Über einen Umweg gelangen die Extras aber dennoch auf den großen Schirm.

Verbinden Sie Ihr iPhone, iPad oder Ihren Mac per HDMI-Kabel mit dem Fernseher. Öffnen Sie nun die TV-App, wechseln in der Seitenleiste auf „Filme“ und suchen Ihren Wunschtitel heraus.

Prüfen Sie zunächst, ob der Film wirklich Bonusmaterial enthält. Apple kennzeichnet das meist mit dem Zusatz „Extras” unterhalb des Filmplakats.

Starten Sie die Wiedergabe auf dem Apple-Gerät. Nach kurzer Zeit erscheint rechts die Schaltfläche „Extras“. iOS-Geräte müssen Sie im Querformat halten und die Ausrichtungssperre deaktivieren, andernfalls erscheint die Schaltfläche für das Bonusmaterial nicht.

Klicken respektive tippen Sie darauf, um zum Bonusmaterial zu gelangen. Unter iOS werden die Inhalte direkt auf dem großen Schirm abgespielt.

Die iTunes-Extras gekaufter Filme tauchen unter iOS nur im Querformat auf
Die iTunes-Extras gekaufter Filme tauchen unter iOS nur im Querformat auf

Die iTunes-Extras gekaufter Filme tauchen unter iOS nur im Querformat auf.

MacBook Pro, Mac mini oder Mac Studio können Sie direkt per HDMI-Kabel anschließen. An anderen Geräten benötigen Sie einen Adapter. Bei Macs, iPhones und iPads mit USB-C verwenden Sie einen HDMI-Adapter wie Ankers PowerExpand+ [2].

Ältere iOS-Devices binden Sie mit Apples Lightning Digital AV Adapter [3] an.

Falls Ihr Fernseher neuer ist, geht das Ganze möglicherweise kabellos: Viele Smart TVs unterstützen inzwischen AirPlay 2. Hier gehen Sie analog zu oben vor: Starten Sie die Wiedergabe und wechseln in den „Extras“-Bereich.

Sobald Sie sich das Bonusmaterial ansehen, gehen Sie oben links auf das AirPlay-Symbol. Nun taucht eine Liste mit AirPlay-fähigen Geräten auf. Wählen Sie hier Ihren Smart-TV aus und schicken die Extras damit auf den Fernseher.

Das Bonusmaterial schicken Sie via AirPlay drahtlos an den Smart TV
Das Bonusmaterial schicken Sie via AirPlay drahtlos an den Smart TV

Das Bonusmaterial schicken Sie via AirPlay drahtlos an den Smart TV.

Falls Sie sich unsicher sind, ob Ihr Modell AirPlay 2 bietet, schauen Sie auf der Apple-Seite nach [4], der Link steht im Webcode; alternativ prüfen Sie in den TV-Einstellungen oder auf der Herstellerseite, ob sich dort AirPlay aktivieren lässt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11253525

Links in diesem Artikel:

  1. https://support.apple.com/de-de/108354
  2. https://www.amazon.de/Anker-PowerExpand-Aluminium-kompakter-unterst%C3%BCtzt/dp/B07THJGZ9Z?tag=macandi-21
  3. https://www.amazon.de/Apple-Lightning-Digital-Adapter-Lightning-Kabel/dp/B012KCLOM8/?tag=macandi-21
  4. https://www.apple.com/de/home-app/accessories/#section-tvs
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  6. https://www.heise.de/mac-and-i
  7. mailto:hze@heise.de

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  • 23. April 2026 um 09:00

Google Cloud: Chef lässt durchblicken, wann Siri mit Gemini kommt

Von Heise
Thomas Kurian auf der Google Cloud Next 26

Thomas Kurian auf der Google Cloud Next 26: Apple-Namedropping.

(Bild: Google Cloud)

Bislang wurde noch nicht offiziell bestätigt, wann Googles KI-Technik in Siri landet. Eine erste Angabe kommt nun von Thomas Kurian, dem Chef von Google Cloud.

Die neue verbesserte Siri [1], die KI-Technik von Google [2] nutzt, wird von Apple noch in diesem Jahr umgesetzt. Die Angabe stammt nicht etwa vom iPhone-Hersteller selbst, sondern von Google Cloud. Thomas Kurian, Chef der Enterprise-Tochter von Alphabet, die mit Microsoft Azure und Amazon Web Services konkurriert, sagte bei der Keynote der Hausmesse Google Cloud Next 2026 [3] in Las Vegas, man habe eine „monumentale Partnerschaft mit einer der ikonischsten Marken“ abgeschlossen. „Dadurch wird die Leistungsfähigkeit unserer Technologie Nutzern auf der ganzen Welt zugänglich gemacht.“ Google Cloud sei Apples bevorzugter Cloud-Anbieter und werde mit den Gemini-Modellen des Unternehmens noch 2026 „eine personalisiertere Siri“ betreiben.

„Später in diesem Jahr“

Kurian nannte keinen genauen Termin, sprach aber ganz offiziell von „später in diesem Jahr“. Apple hatte sich zu seinem Zeitplan offiziell noch nicht geäußert, dieser wird erst bei der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 [4] im Juni erwartet. Bei der WWDC-Ankündigung hatte der Konzern bereits Neuigkeiten im KI-Bereich erwähnt.

Apple Intelligence war im Herbst 2024 erstmals für bestimmte freigeschaltet worden, Deutschland folgte im Frühjahr 2025. Seither tat sich nicht wirklich viel. Eine kontextsensitive Siri, die die persönlichen Daten des Nutzers kennt, wurde bislang noch nicht umgesetzt, ebenso wie die Steuerung des iPhone durch Siri. Apple hatte die Funktionen mehrfach verschoben [5].

Gemini als Grundlage

Ursprünglich war geplant, dass Apple Intelligence und Siri vollständig auf Apples eigenen Modellen basieren. Doch die Apple Foundation Models gelten als nicht konkurrenzfähig. Angesichts dessen entschied sich Apple dazu, Googles Hilfe in Anspruch zu nehmen [6]. Angepasste Varianten der Gemini-Modelle sollen nun die Grundlage stellen. Angeblich kostet Apple das rund eine Milliarde US-Dollar [7] im Jahr, allerdings verdient der Konzern allein mit einer Suchpartnerschaft mit Google [8] das Zwanzigfache.

Google hatte sich schon zuvor als „stolz“ gezeigt, den Deal eingefädelt zu haben. Apple plant allerdings, die Gemini-Einbindung nicht spezifisch zu bewerben. Stattdessen geht es dem Konzern um die technische Grundlage, um Siri (endlich) verbessern zu können. iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 (sowie die anderen Apple-Betriebssysteme des neuen Jahrgangs) werden im Herbst erwartet. Auf der WWDC dürfte es eine Vorschau geben.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11268616

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Apple-Softwarechef-Kontextsensitive-Siri-war-keine-Vaporware-10440967.html
  2. https://www.heise.de/news/Siri-koennte-in-die-Google-Cloud-zu-Apples-Bedingungen-11196314.html
  3. https://www.youtube.com/watch?v=11PBno-cJ1g
  4. https://www.heise.de/news/WWDC-2026-am-8-Juni-Apple-gewaehrt-ersten-Blick-auf-iOS-27-und-macOS-27-11221912.html
  5. https://www.heise.de/news/Apple-nimmt-zu-neuerlicher-Siri-Verzoegerung-Stellung-11175571.html
  6. https://www.heise.de/news/Nach-Gemini-Siri-Deal-Google-nun-Apples-bevorzugter-Cloud-Anbieter-11166990.html
  7. https://www.heise.de/news/Siri-2-0-Apple-zahlt-angeblich-Milliarden-fuer-Googles-KI-Modelle-11143988.html
  8. https://www.heise.de/news/20-Milliarden-US-Dollar-im-Jahr-Google-Suchdeal-mit-Apple-kann-weiterlaufen-10630033.html
  9. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  10. https://www.heise.de/mac-and-i
  11. mailto:bsc@heise.de

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  • 23. April 2026 um 08:30

EU-Israel-Abkommen: Europa versagt beim Selbsttest

Von Telepolis

[unable to retrieve full-text content]

Über eine Million EU-Bürger fordern Aussetzung des EU-Israel-Abkommens. Deutschland blockiert trotz klarer Belege für Menschenrechtsverstöße. Ein Gastbeitrag.
  • 23. April 2026 um 10:16

Deutschlands einziges echtes Filmstudio bekommt einen neuen Chef

Von Telepolis
Profil eines Mannes mit Hut im Gegenlicht

Ein Erfolg der Degeto: "Babylon Berlin". Gereon Rath (Volker Bruch), fünfte und letzte Staffel. Bild: © Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/ARD Degeto Film/SWR/WDR/Radio Bremen/Beta Film.

Christoph Pellander übernimmt ARD-Tochter Degeto – eine 400-Millionen-Maschine für Serien, Krimis und Eskapismus. Ein System zwischen Effizienz und Monotonie.

"Einer der besten Programmmacher in Deutschland" übernimmt nun im Mai die Leitung "einer der wichtigsten Gemeinschaftseinrichtungen" der ARD. Na hurra: Da jubelt [1] die für Programmbeschaffung zuständige ARD-Tochterfirma Degeto über ihren neuen Chef, Christoph Pellander.

Karrieren im geschlossenen Kreislauf

Woher die Degeto weiß, dass der 47-Jährige "einer der besten" ist?

Weil Pellander schon seit 2019 als Abteilungsleiter ihr Programm-Management leitet.

Ein System der Wiedererkennbarkeit

Die Wichtigkeit der Degeto zeigt sich in Zahlen: Für rund 400 Millionen Euro stellt sie "rund 100 fiktionale Spiel- bzw. Fernsehfilme und Serien" im Jahr her. Genauer handelt es sich, laut Sendeplatz-Profil [2], um "populäre deutsche und internationale Kinoerfolge", wie aktuell "Horst Schlämmer sucht das Glück" mit Hape Kerkeling.

Und um "spannende Krimireihen mit regionalem und internationalem Lokalkolorit" zwischen dem Saarland und Barcelona, wie sie donnerstags im ARD-Programm laufen, um "unterhaltsame Fernsehfilme in den Hauptgenres Komödie, Heimat- und Liebesfilm", die freitags laufen. Oder um "hochkarätige" sowie "aufwendige" Filme "mit Event-Anklang" oder sogar "mit ausgeprägtem Event-Charakter" und noch mehr "nationale und internationale" Krimis.

Mehrteiler, Reihen oder Serien?

Eigentlich egal, solange alles sich sowohl ungefähr 45-minütig fürs Internet wie als 90-Minüter fürs starre lineare Programmschema "konfektionieren" lässt.

Perlen im Serienrauschen

Dass im Jahr 2024 "über 1150 Titel" aus dem Degeto-Repertoire im Fernsehen und in Mediatheken liefen, hängt damit zusammen, dass die Degeto diesen Ausstoß seit Jahrzehnten Jahr für Jahr mindestens konstant erzeugt. Daher steht jede Menge Stoff für preiswerte Wiederholungen bereit.

Wer Christoph Pellander wohl will, kann ihm preisgekrönte, hoch gelobte Titel zuschreiben wie "Die Zweiflers", "Herrhausen – Herr des Geldes" oder "Oderbruch". Diese in der gleichnamigen brandenburgischen Region angesiedelte Serie entfaltete daher Wirkung, weil sie zunächst wie einer der dutzendweise hergestellten Regional-Thrilllerkrimis daherkam und sich erst im Verlauf als öffentlich-rechtliche Vampirserie entpuppte.

Wer Pellander nicht so wohl will, könnte Titel aufzählen wie "Die Toten am Meer", "Liebe braucht Meer", "Tirolerblut – Im kalten Wasser", "Morden im Norden - Weil du böse bist", "Wo die Stille tötet - Mord in der Wüste" und "Mordach – Jagd in den Bergen", die den Degeto-Kosmos geografisch wie stimmungsmäßig umreißen. Es sind eben immer sehr, sehr viele Produktionen.

Als Nachfolger für den bisherigem Abteilungsleiter-Posten wurde Karsten Günther von der Bavaria Fiction geholt – noch einer privatwirtschaftlich organisierten öffentlich-rechtlichen Tochter- oder eher Enkelfirma.

Bavaria Fiction gehört zur Hälfte der Bavaria (die wiederum zu gut einem Drittel der "Mediagroup" des WDR und zu jeweils gut 16 Prozent Tochterfirmen des SWR, des MDR und des Bayerischen Rundfunks gehört). Knapp zur anderen Hälfte gehört sie dem ZDF.

Wechselvolle Geschichte

Der Name "Degeto" entstammt einer Zeit, in der noch Akronyme en vogue waren. Gegründet wurde die "Deutsche Gesellschaft für Ton und Bild" als der Tonfilm sich durchsetzte und tönende "Kulturfilme" als Vorprogramm im Kino gefragt waren.

Vom Kulturfilm zur Institution

Eine von mehreren Firmen dieses Namens produzierte im zeitgenössischen "Kultur"-Gestus der Nazizeit. In der Datenbank filmportal.de [3] lassen sich im "Degeto-Schmalfilmsschrank" [4] noch Titel finden (nur die Titel) wie "Die Schlacht bei Charkow" (1942), "Die Helden von Narvik" (1940) und "Michelangelos Werke" I und II.

In der Nachkriegszeit wurde der Firmenmantel reaktiviert, zunächst vom Hessischen Rundfunk und bald für Gemeinschaftsaufgaben der ARD. Die komplexe, für schnelle Entscheidungen ungeeignete Struktur der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland war eine aus Erfahrungen der Nazizeit gezogene Lehre ...

Die "Filmbeschaffung" wurde wichtig, als die zunächst konkurrenzlose ARD in begrenztem Rahmen Werbeeinnahmen erwirtschaften durfte. Je größer ihre Fernsehsender-Familie wurde und je mehr Konkurrenz auf dem ursprünglich allein bespielten Markt auftauchte – in den 1960ern das ZDF, in den 1980ern Privatfernsehen –, desto wichtiger und finanziell schwergewichtiger wurde die Degeto.

Aufstieg mit dem Fernsehen

Im Laufe der Jahrzehnte folgte sie ganz unterschiedlichen Strategien. In den 1980ern avancierte sie zur "Filmzentrale" der ARD, der es 1984 gelang, Rechte an weit über 1.000 Spielfilmen des Hollywood-Studios MGM zu kaufen, noch gar nicht gedrehten, aber auch "James Bond"-Filmen, die damals für höchste Einschaltquoten bürgten.

Das bedeutete einen Coup im Wettbewerb mit dem beinharten "Filmmogul" Leo Kirch, der beste Beziehungen zu Bundeskanzler Helmut Kohl besaß und als Zwischenhändler zunächst eher das ZDF, dann zunehmend seine eigenen Privatsender mit Filmrechten versorgte.

Der große Einkauf

Im neuen Jahrtausend stellten die damaligen Degeto-Chefs Jörn Klamroth und Hans-Wolfgang Jurgan den Ansatz, Abermillionen aus Rundfunkgebühren in die USA zu überweisen, infrage. Schließlich konnten Filme auch im Inland hergestellt werden. Eine durchaus gute Idee. (Hoffentlich kommen beim Thema Büro-Software die Bundes- und Länder-Behörden, die jährlich über eine Milliarde Euro an Microsoft überweisen, um ihre Abhängigkeit zu zementieren, bald auch darauf!).

Dass die Degeto damals verstärkt auf selbst beauftragte deutsche und deutschsprachige Fernsehfilme setzte, zahlt sich für die ARD bis heute mehrfach aus. Eine große Landschaft an TV-Produzenten entstand, die ja längst auch Auftragsproduktionen für Netflix, Amazon und Co herstellt.

Die Produktion kehrt zurück

Und die gewaltige Regionalisierung der Fernsehfiktion erhöht die Akteptanz der Öffentlich-Rechtlichen bei vielen Entscheidungsträgern. Solange nur jede zweite deutsche Ferienregion und jede dritte Mittelstadt als Schauplatz einer eigenen Regionalkrimi-Reihe bei Bekanntheitswerten und Tourismusförderung profitiert, wollen Vertreter der übrigen Regionen und Städte lieber auch eine Krimireihe, als dass sie gegen den Krimi-Irrsinn protestieren.

Allerdings führte der Kurswechsel zeitweise zu Kollateralschäden, die die Degeto besonders bekannt machten. Geschäftsführer Jurgan musste 2011 wegen "gravierender organisatorischer Mängel" [5] gehen. Er hatte das hohe Gesamtbudget überzogen. Zuvor schon hatten Fernsehkritik und Feuilleton, die seinerzeit noch publizistische Durchschlagskraft besaßen, die "Süßstoff-Offensive" der Degeto scharf kritisiert.

Also die Welle süßlicher Heimatfilme und plump romantischer Liebesfilme, für die etwa Schauspielerin Christine Neubauer ("Vollweib sucht Halbtagsmann", "Kleeblatt küsst Kaktus") und Ex-Skifahrer Hansi Hinterseer ("Da wo die Heimat ist") standen – und stehen.

Die Süßstoff-Ära

Denn zur Strategie gehörte und gehört nicht allein, auf Sendeplätzen wöchentlich ziemlich genau dasselbe zu liefern, freitagabends um 20.15 Uhr eben Eskapismus, sondern auch, einen laufend weiter wachsenden Fundus an Filmen anzuhäufen, die auf sämtlichen Kanälen weiterverwertet werden können.

Nach dem Jurgan-Skandal führten Managerinnen die Degeto dezent aus den bösen Schlagzeilen. Vor allem Christine Strobl, die von 2012 bis 2021 Geschäftsführerin war und anschließend in der komplexen Hierarchie zur Programmdirektorin der ARD aufstieg, trug dazu bei.

Ihre politischen Hintergründe – sie ist Tochter des CDU-Politikers Wolfgang Schäuble und Frau von Thomas Strobl, der die baden-württembergische CDU langfristig als Juniorpartner grüner Ministerpräsidenten etablierte – gerieten bald in den Hintergrund. Vor allem führte sie, unter zeitgemäß veränderten Vorzeichen, die Degetoisierung weiter.

Anpassung an den Zeitgeist

Nicht nur wurde 2015 die Frauenquote auch auf dem Regiestuhl eingeführt (Spiegel [6]). Im freitäglichen Eskapismus sind längst auch Patchwork-Familien, alle Hautfarben und queere Menschen gut vertreten.

Stolz äußert sich der noch aktive Degeto-Geschäftsführer Thomas Schreiber in eingangs verlinkten Pressemitteilung etwa über die "von People of Color hergestellte" Serie "Schwarze Früchte", die freilich nicht freitagabends lief, sondern vor allem für die Mediathek hergestellt wurde. Den Umstieg vom weiterhin bespielten linearen Fernsehen auf nonlinearen Abruf zu wuppen, haben sich längst alle Fernseh-Anbieter vorgenommen. Die Degeto ist vorn dabei.

Vom Fernsehen zur Mediathek

Über die Jahrzehnte lässt sich konstatieren, dass die Degeto den jeweils herrschenden politischen und gesellschaftlichen Zeitgeist so beiläufig wie breitflächig in ihre Produktionen integriert, dass das wirkt – einfach, weil sie so enorm viele Inhalte ausstößt.

Wenn es in der Kohl-Ära darum ging, Heimatgefühle wiederzubeleben, ging es in der Merkel-Ära und geht es in den Ären ihrer Nachfolger eben darum, Diversität aller Art in netter Form durchzusetzen.

Es kann sogar scheinen, dass die Degeto mit ihren Rundfunkbeitrags-Einnahmen wirtschaftlich erfolgreich, womöglich sogar: volkswirtschaftlich sinnvoll agiert. Immerhin werden die Filmbudgets quer durchs Land ausgegeben, weshalb eben auch auf Usedom und am Rennsteig Regionalkrimis entstehen.

Für "Babylon Berlin" ging die öffentlich-rechtliche Tochterfirma eine in Kreisen der (sehr zahlreichen) öffentlich-rechtlichen Anstaltenmanager zunächst umstrittene Junior-Partnerschaft mit der privaten Pay-TV-Plattform Sky ein – und trug so zum Beweis bei, dass deutsche Serien mit sehr deutschen Themen international mithalten können.

Ein seltener Erfolg

Dieses Jahr wird die Degeto "Babylon Berlin" allein (weil Sky schon vor dem Verkauf des deutschen Ablegers auf Investitionen in deutsche fiktionale Serien verzichtete) zu Ende bringen.

Ob Christoph Pellander im dynamischen, immer noch asymmetrischeren Wettbewerb mit den US-amerikanischen Konzernen ein paar sinnvolle Akzente setzten kann, zum Beispiel gegen die eklatante Genre-Einfalt, wird spannend zu beobachten sein. Die Degeto ist allein durch ihre Ausmaße das einzige echte deutsche Filmstudio in Deutschland.

Und das ZDF?

Okay, das einzige vielleicht doch nicht. Das ZDF, das im Kern viel straffer als die dezentrale ARD organisiert ist, unterhält ein dafür noch schwerer durchschaubares Netzwerk eigener Tochter- und Enkelfirmen, die gemeinsam mit vielen Auftragsproduzenten nicht nur ähnlich viele Filme und Serien wie die ARD und ihre Töchter produzieren, sondern auch auf maximal verwechselbare Weise ebenfalls aus Rundfunkbeitrags-Geld weitestgehend dieselben Stoffe, Genres und Themen behandeln.

Das bleibt ein Kernproblem des öffentlich-rechtlichen Systems.


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Links in diesem Artikel:

  1. https://www.degeto.de/christoph-pellander-wird-neuer-geschaeftsfuehrer-der-ard-degeto-film/
  2. https://www.degeto.de/sendeplaetze/
  3. https://www.filmportal.de/search?search_api_fulltext=degeto&_fp=26b962797489e3ec1a2b91e03819c995&f%5B0%5D=content_type%3Amovie
  4. https://www.filmportal.de/search?search_api_fulltext=Degeto-Schmalfilmschrank
  5. https://www.sueddeutsche.de/medien/degeto-chef-jurgan-muss-gehen-erst-millionen-verheizt-dann-vertrauen-verspielt-1.1221647
  6. https://www.spiegel.de/kultur/tv/ard-regisseurinnen-frauen-quote-bei-der-degeto-a-1042662.html

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  • 23. April 2026 um 10:15

Düngerpreise explodieren – Biobauern bleiben gelassen

Von Telepolis
Traktor mit Düngeanbau und Zapfsäule mit Europfeilen nach oben

Stickstoffdünger kostet bis zu 430 Euro pro Tonne – und treibt Bauern in die Enge. Biobauern dagegen verdienen fast doppelt so viel.

Seitdem mit der Straße von Hormus die wichtigsten Transportwege für Öl und Gas gesperrt sind, stiegen die globalen Düngemittelpreise [1] um etwa 25 Prozent. Im April überstiegen die Harnstoffpreise die Marke von 800 Euro je Tonne. Laut Bauernpräsident Joachim Rukwied hat sich Stickstoffdünger seit Jahresbeginn auf den Weltmärkten um 30 bis 40 Prozent verteuert [2].

Um Stickstoffdünger herzustellen, braucht es große Mengen an Erdgas. Die Hälfte des weltweit gehandelten Stickstoffdüngers stammt aus Fabriken rund um den Persischen Golf.

Zwar sind wegen der kürzlich verkündeten Waffenruhe die Öl- und Gaspreise wieder gesunken, doch wirkte sich dies kaum auf die Preise für Stickstoffdünger aus. Aufgrund der hohen Düngemittelpreise könnten die Erntemengen zurückgehen.

Nicht nur in Europa, auch für Landwirte in Indien oder Brasilien werden Düngemittel nun spürbar teurer und knapper. Mit einigen Monaten Verzögerung könnten sich auch die Lebensmittel verteuern. Experten sehen bereits die weltweite Ernährungssicherheit in Gefahr [3].

Konventionelle Landwirte zahlen beim Dünger drauf

Landwirte, die ihre Dünger im vergangenen Jahr im Herbst gekauft haben, können jetzt auf einen gewissen Vorrat zurückgreifen. Andere jedoch, die nicht vorgesorgt haben, müssen mit weniger Dünger auskommen, um die Kosten nicht weiter in die Höhe zu treiben. In jedem Fall müssen Landwirte Fruchtfolgen und Düngestrategien der neuen Situation anpassen.

Pflanzen brauchen Wasser, Sonnenlicht, Kohlendioxid – das liefert die Natur frei Haus. Die Nährstoffe, die Pflanzen ebenfalls benötigen, müssen dem Boden jedoch wieder zugeführt werden, denn mit dem Erntegut werden die Nährstoffe dem Boden entnommen. Konventionelle Landwirte düngen hauptsächlich mit Mineraldünger und ergänzend mit Gülle oder Gärresten.

Der konventionelle Erzeugerpreis für Brotweizen liegt bei etwa 170 Euro je Tonne. Um einen Ertrag von acht Tonnen je Hektar Winterweizen zu erhalten, werden im Schnitt 240 kg Stickstoff pro Hektar gedüngt.

Die Kosten für den Stickstoffdünger Kalkammonsalpeter (27 Prozent Stickstoff) lagen im März/April dieses Jahres bei bis zu 430 Euro je Tonne. Pro Hektar kostet der Dünger somit 382 Euro. Bei Abzug aller Kosten verbleiben dem konventionellen Landwirt 950 Euro je Hektar [4], rechnet das Online-Fachmagazin Agrarheute vor.

Biobauern, die mit organischen Düngern wirtschaften, sind im Vorteil

Demgegenüber erreicht ein Biobauer, der im Vorjahr Kleegras ohne Mineraldünger anbaut und im Herbst oder Frühjahr Stallmist ausbringt, einen Ertrag von vier Tonnen Weizen je Hektar. Gleichzeitig ist wegen des Kleegrasanteils in der Fruchtfolge der Anteil der Getreidefläche reduziert. Laut Agrarheute liegt der Bio-Weizen-Erzeugerpreis bei etwa 450 Euro je Tonne. Lagerung und Ausbringung von Mist und Gülle schlagen mit bis zu 150 Euro je Hektar zu Buche. Leguminosen treten als "Flächenkosten in der Fruchtfolge" auf.

Letztlich bleiben nach Abzug von rund 120 Euro je Hektar für Düngung dem Biobauern bis zu 1.700 Euro je Hektar – in Zeiten steigender Düngerpreise ein echter Vorteil.

Böden aufbauen mit organischem Dünger und Leguminosen

Im ökologischen Landbau wird auf chemisch-synthetische Stickstoffdünger verzichtet, weil sie bei der Herstellung viel Energie verbrauchen und das Grundwasser belasten. Zugelassen sind natürliche mineralische Düngemittel [5]: Gesteinsmehle, Kalke, Kaliumsulfat, Schwefel und Spurenelementdünger. Vor allem aber werden organische Dünger wie Mist oder Kompost auf den Acker gebracht.

Zwecks Stickstoffdüngung werden Leguminosen in weitgliedrigen Fruchtfolgen eingesät: Ackerbohnen, Erbsen, Linsen und Futterpflanzen wie Klee oder Luzerne. Deren Wurzeln leben in Symbiose mit Rhizobium-Bakterien, die den Stickstoff aus der Luft "sammeln". Bleiben die Leguminosen im Boden, ernährt der Stickstoff Kulturen wie Getreide, Mais oder Kartoffeln, die im Jahr darauf angebaut werden.

Allerdings reichert sich auf diesem Weg im Boden weniger Stickstoff an als durch Mineraldünger, weshalb die Erträge etwas geringer ausfallen. Dazu kommt, dass im Biolandbau mehr maschinelle Bodenbearbeitungs- und Pflegedurchgänge wie Unkrautregulierung (Hacken, Striegeln etc.) durchgeführt werden, was je nach Anzahl der Überfahrten und Technik Kosten für Dieselverbrauch, Arbeitszeit und Maschinenverschleiß in die Höhe treibt.

Wirtschaftsdünger sind nicht immer dort verfügbar, wo sie gebraucht werden

Nährstoffreichen tierischen Dünger gibt es auch in der konventionellen Nutztierhaltung. Insbesondere in Schweine- und Rinderhaltung fallen hohe Mengen an Gülle [6] an.

Allerdings ist sie nicht immer dort verfügbar, wo sie gebraucht wird – etwa auf viehlosen Ackerbaubetrieben. Da Gülle sehr viel Wasser enthält, ist ihr Transport zwar einfach, aber mühsam und damit teuer. Daher müsste, um ihr Potenzial zu nutzen, zumindest ein Teil des Wassers entfernt werden. Das wiederum ist kostenaufwändig. Und vor allem geht das nicht von jetzt auf gleich.

Dabei könnten deutsche Hersteller den inländischen Bedarf an Düngemitteln bei Vollauslastung zu 75 Prozent abdecken, erklärt Philipp Spinne, Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisen Verbands. Immerhin gibt es in Deutschland insgesamt 14 Produktionsstätten, sieben davon produzieren Stickstoffdünger.

Den dafür benötigten Stickstoff beziehen die Hersteller unter anderem aus Marokko, Algerien und teilweise auch noch aus Russland.

Düngemittelproduktion mit erneuerbaren Energien steckt noch in den Kinderschuhen

Erste Pilotprojekte mit sogenanntem "Grünen Dünger" zeigen, dass eine Produktion mit erneuerbaren Energien, statt mit Erdgas möglich ist. Der Hersteller SKW Piesteritz nutzt Biomethan [7], um in einem Pilotprojekt grünen Dünger herzustellen. Der norwegische Düngemittelhersteller Yara [8], der auch in Deutschland produziert, eröffnete eine Anlage, die mit grünem Wasserstoff Ammoniak produziert.

Für die Firmen sind die Pilotprojekte Schritte in Richtung einer CO2-neutralerer Produktion. Anwendung finden sie aber noch kaum. Denn die Produktion von grünem Wasserstoff setzt große Mengen an erneuerbarer Energie [9] voraus, erklärt Martin Banse vom Thünen-Institut. Und Sonnenenergie ist in Nord- und Mitteleuropa nur begrenzt verfügbar. Wasserstoff in solchem Umfang müsse aus anderen Regionen importiert werden.

Sinkende Milchpreise setzen Milchviehhalter zusätzlich unter Druck

Auf dem Betrieb der Agrargenossenschaft in Mecklenburg-Vorpommern [10] stehen mehrere Tausend Tiere im modernen Melkstall, die täglich tausende Liter Milch geben. Ein rentabler Betrieb – auf den ersten Blick.

Doch seit der Milchpreis zuletzt von 53 Cent auf 43 Cent gefallen ist, kann von Gewinn keine Rede sein. Denn bei einer Kostenstruktur von rund 42 Cent bliebe aktuell nur ein Cent Gewinn, erklärt Vorstandsvorsitzender Michael Drews gegenüber dem NDR. Energie, Futter, Investitionen – alles sei in den vergangenen Jahren teurer geworden. Spielraum gäbe es kaum noch.

Der Preis für Milch, Getreide und Tiere entsteht an Börsen bzw. auf dem Weltmarkt, hauptsächlich durch Angebot und Nachfrage. Gibt es viel Angebot und wenig Nachfrage, fällt der Preis, egal wie hoch die Kosten für Energie und Futter sind. Und auch wenn Lebensmittelpreise in den Supermärkten steigen, bedeutet das nicht automatisch, dass mehr Geld bei den Höfen ankommt.

Wird der Druck zu groß, leiden Landwirte auch psychisch. So nimmt sich in Frankreich alle zwei Tage ein Landwirt das Leben [11], wie Statistiken zeigen. Für Deutschland gibt es solche Zahlen (noch) nicht, doch wird auch hier das landwirtschaftliche Sorgentelefon deutlich häufiger genutzt.

Lösungsansätze: Direktvermarktung und solidarische Landwirtschaft

Über den Produktverkauf ab Hof können sich Biobauern teilweise unabhängig machen. Auch das Modell der solidarischen Landwirtschaft [12] bietet einen Ausweg aus dem Weltmarktpreis-Dilemma: Mitglieder zahlen einen festen Betrag und teilen sich die Ernte.

Lebensmittel werden nicht mehr über den anonymen Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen lokalen Wirtschaftskreislauf, der von den Verbrauchern mitorganisiert und direkt finanziert wird. Das schafft Planungssicherheit auf beiden Seiten.


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  1. https://www.telepolis.de/article/Erdoel-Schock-Wie-der-Iran-Krieg-Preise-und-Zinsen-treibt-11203608.html
  2. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bauernverband-spritpreise-100.html
  3. https://www.telepolis.de/article/Wenn-Geopolitik-und-Klima-gemeinsam-die-Ernte-vernichten-11255913.html
  4. https://www.agrarheute.com/management/duengen-immer-teurer-kommt-stunde-bio-landwirte-640179
  5. https://www.oekolandbau.de/bio-im-alltag/bio-wissen/was-bringen-bio-duenger-in-der-landwirtschaft/
  6. https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/duengung/guelle/duenger/guelleinhaltsstoffe.htm
  7. https://www.topagrar.com/energie/news/stx-und-skw-piesteritz-kooperieren-bei-produktion-von-gruenem-stickstoff-13553536.html
  8. https://www.yara.de/news-veranstaltungen/news/yara-terminal-brunsbuettel/
  9. https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/teurer-duenger-wie-der-irankrieg-bayerns-bauern-belastet,VF4g12R
  10. https://www.lgmv.de/bauen/landwirtschaftliches-bauen/koechelstorf-milchviehanlage/
  11. https://www.ndr.de/studio16/teurer-einkauf-warum-kommt-geld-nicht-bei-bauern-an,landwirtschaft-242.html
  12. https://www.solidarische-landwirtschaft.org/ueber-solawi/was-ist-solidarische-landwirtschaft/

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  • 23. April 2026 um 08:00

n8n: Updates beheben kritische Sicherheitslücken in Automatisierungsplattform

Von Heise

(Bild: Sashkin/Shutterstock.com)

Die Aktualisierung wurde per E-Mail allen Admins angekündigt, diese sollten sie nun prompt einspielen. Es droht Code-Einschleusung.

Wie am Montag angekündigt, hat das n8n-Team nun drei neue Versionen für seine beliebte Low-Code-Plattform veröffentlicht. Diese beheben sechs Sicherheitslücken, von denen zwei kritisch sind und die Ausführung von Code aus der Ferne (Remote Code Execution) ermöglichen.

Die Lücken sind:

Keine der Lücken hat derzeit eine CVE-ID, weswegen wir die Github-eigenen GHSA-Identifikatoren verwenden.

Patches in drei Versionsbäumen

Immerhin ist keine der beiden RCE-Lücken für nicht angemeldete Nutzer ausnutzbar, doch sollten Administratoren selbst gehosteter n8n-Instanzen Patches zügig einspielen.

Die gepatchten Versionen sind:

  • Für Versionsbaum 1.x: 1.123.33
  • Für den „Stable“-Versionsbaum: 2.17.5
  • Für den „Beta“-Versionsbaum: 2.18.1

n8n ist ein beliebtes Werkzeug zur Prozessautomatisierung [7], kann aber auch für Security Operations [8] genutzt werden. Das Projekt wird seit Monaten von schweren Sicherheitslücken [9] geplagt, die von Angreifern aktiv ausgenutzt [10] werden.


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  7. https://www.heise.de/ratgeber/Prozessautomatisierung-mit-n8n-am-Beispiel-erklaert-11134008.html
  8. https://www.heise.de/ratgeber/Security-Operations-mit-n8n-automatisieren-11167335.html
  9. https://www.heise.de/news/Automatisierungstool-n8n-Weitere-kritische-Luecken-gestopft-11165845.html
  10. https://www.heise.de/news/n8n-Angriffe-auf-Sicherheitsluecke-in-Automatisierungstool-beobachtet-11208040.html
  11. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  12. mailto:cku@heise.de

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  • 22. April 2026 um 18:27

Chipfertigung: Das sind die Pläne des Weltmarktführers TSMC bis 2029

Von Heise
Foto eines Reinraums bei TSMC

(Bild: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co)

TSMC setzt drei weitere Fertigungsprozesse auf seine Roadmap: A13, A12 und N2U. Bei den immer größer werdenden Chipkonstrukten plant TSMC um.

Der weltweit größte Chipauftragsfertiger TSMC zeigt einen aktuellen Fahrplan mit optimierten Fertigungsprozessen bis 2029. Neu dabei: A13, A12 und N2U. Bei allen drei handelt es sich um Ableger bestehender Fertigungsprozesse und keine grundlegend neuen Generationen.

N2U ist eine weiter optimierte 2-Nanometer-Variante, die 2028 N2P ablösen soll. TSMC sieht sie für Chips ab der Smartphone-Klasse bis hin zu Serverablegern, die nicht die allerneueste Fertigungstechnik benötigen.

N2U soll verglichen mit N2P drei bis vier Prozent mehr Performance bringen oder alternativ die elektrische Leistungsaufnahme um acht bis zehn Prozent bei gleicher Geschwindigkeit senken. Die Transistordichte steigt minimal um zwei bis drei Prozent. Praktisch: Die Designregeln von N2P bleiben kompatibel, sodass Firmen ihre Chipdesigns mit minimalem Aufwand portieren können.

PPA-Werte (Performance, Power, Area) zu N2U verglichen mit N2P.

(Bild: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)

N2U wird eine günstigere Alternative zu A16 und A14. A16 ist ein N2-Ableger mit Backside Power Delivery [1], von TSMC Super Power Rail genannt. Dabei verläuft die Stromversorgung auf der Chipunterseite anstelle der Oberseite. Die Aufteilung von Daten- und Stromleitungen ermöglicht effizientere Verdrahtungen, was die benötigte Chipfläche senkt und die Effizienz steigert. Allerdings ist die Fertigung aufwendiger, weshalb die Super Power Rail primär bei Server-Hardware zum Einsatz kommen soll.

Auf A14 folgen A13 und A12

A14 fürs Jahr 2028 ist der echte N2-Nachfolger mit der zweiten Generation von Gate-All-Around-Transistoren, auch Nanosheets genannt. A14 ohne Super Power Rail hat auf dem Papier minimal bessere elektrische Eigenschaften als A16, eignet sich aber auch für günstigere Chips, etwa Smartphone-Prozessoren.

TSMCs Roadmap bis 2029.

(Bild: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)

A12 ist schließlich wieder eine Variante mit Super Power Rail. Zu den konkreten Verbesserungen schweigt sich TSMC aus. Zur Größenordnung: Beim Wechsel von N2P auf A16 verspricht TSMC eine bis zu 20 Prozent höhere Effizienz.

A13 ist ein Zwischenschritt, ähnlich wie der verbesserte 7-nm-Prozess N6 oder die verbesserte 5-nm-Version N4: keine wirklich neuen Prozesse, aber kleine Sprünge rechtfertigen einen Wechsel. TSMC verspricht eine gut drei Prozent höhere Transistordichte und „ein paar“ verbesserte elektrische Eigenschaften. Eine echte neue Fertigungsgeneration nach A14 ist ab 2030 zu erwarten.

Immer größere Chipkonstrukte

Beim Zusammenfügen mehrerer Chips und Speicherstapel auf einem gemeinsamen Träger (Advanced Packaging) geht es teils voran, teils verzögern sich Fortschritte. Die Interposer-Größen steigen schneller als vor einem Jahr angekündigt. Noch 2026 will TSMC Interposer anbieten, die das Limit einzeln belichtbarer Chips (Reticle Limit) um den Faktor 5,5 übersteigen. In den Silizium-Interposern verlaufen die feinen Leiterbahnen, um diverse Chips miteinander zu verbinden.

Das Reticle Limit liegt bei aktuellen Lithografie-Systemen bei 858 mm². Ein einzelner Interposer kommt folglich auf etwa 4700 mm². Das reicht beispielhaft für einen KI-Beschleuniger mit zwei großen Compute-Dies, zusätzlichen I/O-Chiplets und 12 HBM4-Bausteinen. In diese Richtung geht Nvidias Rubin [2]. 2027 will TSMC auf über 8000 mm² erhöhen (9,5-faches Reticle Limit).

TSMCs Pläne für immer komplexer werdende KI-Beschleuniger und GPUs.

(Bild: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)

System-on-Wafer-Technik (SoW) hat TSMC für die Massenproduktion von 2027 auf 2029 verschoben. Dabei setzt der Hersteller allerlei Chiplets und HBM auf einen kompletten Wafer, statt Interposer zu belichten. Die Möglichkeiten sind enorm, mit mindestens 34.000 mm² Fläche. TSMC nennt beispielhaft 16 Compute-Dies, 20 I/O-Chiplets und 64 HBM-Bausteine auf einem Wafer.

Tesla hat mit Dojo schon 2021 einen Ausblick auf SoW gegeben [3]. Allerdings handelte es sich da noch um eine Kleinserienproduktion in enger Zusammenarbeit mit TSMC.

Silizium-Photonik wird serienreif

Ein Update gibt es noch bei der Silizium-Photonik, also der Verbindung physisch voneinander getrennten Chips über Lichtwellenleiter statt Kupferleitungen. Im zweiten Halbjahr soll die Compact Universal Photonic Engine (COUPE) serienreif sein. Darunter versteht TSMC optische Transceiver direkt auf Chipträgern, die optische Signale annehmen und an elektrische Schaltungen zur Übersetzung in Elektronen schicken.

Ein Kunde will dieses Jahr 200-Gigabit-Netzwerkchips mit COUPE anbieten. Wahrscheinlich spielt TSMC damit auf Nvidias Quantum-X und Spectrum-X [4] an.

Verschiedene Arten, wie sich optische „Engines“ integrieren lassen, bringen unterschiedliche Vorteile.

(Bild: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)


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  1. https://www.heise.de/hintergrund/Chipfertigung-TSMCs-Plaene-bis-zum-Jahr-2027-9721583.html
  2. https://www.heise.de/news/Kyber-Rack-Nvidia-zeigt-Rubin-Ultra-Boards-11213070.html
  3. https://www.heise.de/news/Dojo-Tesla-baut-mit-fast-ganzen-Wafern-eigene-Riesen-KI-Prozessoren-6170867.html
  4. https://www.nvidia.com/de-de/networking/products/silicon-photonics/
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  • 22. April 2026 um 21:00

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  • 23. April 2026 um 05:40

Störungsmeldung vom 22.04.2026 22:15

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider EWE TEL

Details

Beginn
22.04.2026 22:15
Region
Schwanewede (04209)
Provider
EWE TEL
Zugangsart
FTTH

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  • 22. April 2026 um 22:15

KI: Künftiger Apple-CEO sieht „nahezu unbegrenztes Potenzial“

Von Heise
Apple Intelligence Beta auf dem iPhone

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Apple stehe kurz davor, „die Welt erneut zu verändern“, so der künftige CEO John Ternus. Die Führungsspitze des Konzerns ist im Umbruch.

Apple bringt die Mitarbeiter nach dem angekündigten Führungswechsel auf Kurs. „Ich sage euch: Wir stehen kurz davor, die Welt erneut zu verändern“, betonte Apples künftiger CEO John Ternus in einer internen Vollversammlung, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag berichtet [1]. Ternus, aktuell noch der Hardware-Chef, löst Tim Cook im September an der Unternehmensspitze ab, wie Apple in der Nacht auf Dienstag bekannt gegeben hatte.

Tim Cook will lange bei Apple verbleiben

Für Apple-Produkte gebe es eine „unglaubliche Roadmap“, versprach Ternus. Er hofft zudem auf künstliche Intelligenz: „KI wird nahezu unbegrenztes Potenzial schaffen“, so der Ingenieur. Das werde für Apple-Produkte „völlig neue Chancen“ eröffnen. Konkrete Details zur Verwendung von KI wurden nicht genannt.

Apple scheint Teams intern unter Hochdruck auf KI-Tools und -Workflows umzuschulen, das Siri-Team muss ins KI-Bootcamp, hieß es jüngst [2]. Für Siri hat Apple vor zwei Jahren große, neue KI-Fähigkeiten vorgeführt, konnte diese bislang aber nicht liefern. Im Unterbau muss der Konzern auf Fremdtechnik ausweichen: Sprachmodelle aus Googles Gemini-Serie bilden künftig die Basis [3]. Was das konkret für Siri und Apple Intelligence bedeutet, dürfte das Unternehmen erst im Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC [4] enthüllen.

Tim Cook betonte gegenüber den Mitarbeitern, er sei „gesund“ und wolle für lange Zeit bei Apple bleiben. Cook wird ab September zum „Executive Chairman“ in Apples Aufsichtsrat und will sich „politischen Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt“ widmen. Dazu gehört sicherlich auch US-Präsident Donald Trump, der sich am Dienstag darüber freute [5], dass Cook ihn gerne anruft, um „seinen Arsch zu küssen“. Er werde Ternus in dessen neuer CEO-Rolle außerdem zur Seite stehen, so Cook.

Apples Hardware-Sparte wird neu aufgestellt

Apples Führungsspitze ist bereits seit Monaten in einem großen Umbruch – teils altersbedingt, teils auch aufgrund des erwarteten CEO-Wechsels. Weitere Änderungen stehen entsprechend bevor. Der faktisch zweitmächtigste Manager hinter Ternus wird künftig Apples Chip-Chef Johny Srouji sein: Er übernimmt als „Chief Hardware Officer“ die Leitung der gesamten Hardware-Sparte, darunter fallen iPhones, Macs, iPads & Co. neben der Chip-Entwicklung, Forschung rund um Kerntechnik, Plattformarchitekturen und Projektmanagement.

Andere Manager wie Mike Rockwell, aktuell mit der überfälligen Erneuerung von Siri betraut, denken laut Bloomberg-Informationen „über ihre Zukunft nach“. Es gilt als eine von Ternus’ größten Herausforderungen, fähige Führungskräfte im Konzern zu halten.


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  1. https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-04-21/apple-s-cook-says-he-s-healthy-will-be-chairman-for-long-time
  2. https://www.heise.de/news/Apple-schickt-Siri-Entwickler-ins-KI-Bootcamp-11261019.html
  3. https://www.heise.de/news/Nach-Gemini-Siri-Deal-Google-nun-Apples-bevorzugter-Cloud-Anbieter-11166990.html
  4. https://www.heise.de/news/WWDC-2026-am-8-Juni-Apple-gewaehrt-ersten-Blick-auf-iOS-27-und-macOS-27-11221912.html
  5. https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116442276577696798
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  • 22. April 2026 um 11:01

Tado vereint alte und neue Heiz- und Klimasysteme unter einem Konto

Von Heise
Tado App auf Handy

(Bild: Tado)

Tado führt Multi-Haushalt-Accounts ein, was den lästigen System-Split zwischen X- und V3+-Thermostaten aufhebt. Doch vollen Komfort gibt es bloß im Bezahl-Abo.

Viele, die smart heizen, tun das mit Thermostaten von Tado. Das aktuelle X-System konnte im Test [1] weitestgehend überzeugen. Einer der wenigen Kritikpunkte wiegt für Bestandskundschaft aber besonders schwer: Zusammen mit den älteren Geräten der V3+-Generation ließ sich die neue Technik bisher nicht managen. Ein Mischbetrieb war nicht vorgesehen, ein kompletter Umstieg nötig, wenn man lokal gespeicherte Zeitpläne und den Thread-Funk der neuen Geräte nutzen wollte. Diese Barriere räumt Tado nun beiseite, zumindest ein bisschen.

Eine Multi-Haushalt-Funktion soll neben der Verwaltung von bis zu fünf Standorten auch das Verwalten mehrerer Produktlinien ermöglichen. Gedacht ist das zwar in erster Linie für den einfacheren Zugriff auf smarte Thermostate etwa des Zuhauses, Büros und der Ferienwohnung. Aber Tado sieht auch explizit vor, dass man einen virtuellen Standort anlegt, um diesem eine der beiden Produktlinien zuzuordnen, sodass man dann eben doch V3+- und X-Stellregler unter einem Account mixen kann.

Als vagen Starttermin nennt Tado den „Sommer 2026“. Das Timing, sofern Tado es einhält, ist gut gewählt. Denn der bisherige System-Split macht auch den Parallelbetrieb des smarten WLAN-Infrarot-Adapters zur Klimaanlagensteuerung, der technisch zum V3+-System gehört, zusammen mit den X-Heizkörperthermostaten unmöglich. Die Multi-Haushalt-Architektur schlägt künftig auch hier eine Brücke.

Komfort für Abo-Kundschaft, Login-Tortur für den Rest

Ein Haken hat das Ganze aber. Einen komfortablen Schnellwechsel zwischen Haushalten respektive Systemen mit einer App-Schaltfläche sieht Tado nur für zahlende Kunden vor. Nötig ist dafür ein kostenpflichtiges Abo namens „AI Assist“ für Tado X und „Auto Assist“ für Tado V3+. Beim Einsatz eines Gratis-Kontos muss man sich für einen Wechsel umständlich aus einer Wohneinheit abmelden und dann bei der anderen wieder anmelden.

Der Abo-Preis selbst bleibt trotz der neuen Multi-Haushalt-Funktion gleich. Wer das Bezahl-Abo für den unveränderten Betrag von 4 Euro monatlich oder 30 Euro jährlich gebucht hat, erhält Zugriff auf cloudbasierte Ausschalt-Automatiken mittels Fenster-Offen-Erkennung und Geofencing sowie weitere Komfortfeatures. Ohne Bezahl-Abo schickt die Tado-App bloß eine Push-Nachricht und man muss dann Heizung oder Klimaanlage selbst drosseln.


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  1. https://www.heise.de/tests/Sechs-smarte-Thermostate-im-Test-11076777.html
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  • 22. April 2026 um 10:00

Tipp: Lesezeichen aus Chrome importieren

Von Heise

Wechsler von Android zu iOS wünschen sich ihre Lesezeichen auf dem Neugerät. So gehen Sie vor.

Ich bin von Android zum iPhone zurückgekehrt. Safari hat sogar noch meine alten Lesezeichen. Aber wie bekomme ich meine Lesezeichen aus Chrome jetzt aufs iPhone?

Eine Möglichkeit wäre, bei Chrome zu bleiben. Installieren Sie Chrome [1] auf dem iPhone und melden Sie sich mit ihrem Google-Konto an, um die Lesezeichen zu synchronisieren.

Sollte das nicht auf Anhieb klappen, prüfen Sie auf beiden Smartphones, ob die Synchronisation aktiv ist.

Auf dem iPhone öffnen Sie hierfür Chrome, tippen oben rechts auf das Benutzer-Icon und öffnen anschließend Ihr Profil, wo Sie die Optionen für die Synchronisation finden.

Seit iOS 14 können Sie Chrome oder eine andere Safari-Alternative auch als Standardbrowser festlegen.

Wenn gewünscht, synchronisiert Chrome den Verlauf und die Lesezeichen zwischen dem iPhone und anderen Geräten
Wenn gewünscht, synchronisiert Chrome den Verlauf und die Lesezeichen zwischen dem iPhone und anderen Geräten

Wenn gewünscht, synchronisiert Chrome den Verlauf und die Lesezeichen zwischen dem iPhone und anderen Geräten.

Um die Lesezeichen aus Chrome zu exportieren und in Safari zu importieren, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Auf einem Mac, auf dem Sie auch in Chrome angemeldet sind, wählen Sie in Safari „Ablage > Aus Browser importieren > Google Chrome.App“.

Auf dem Mac kann man die Lesezeichen aus Chrome – sofern installiert – direkt in Safari importieren
Auf dem Mac kann man die Lesezeichen aus Chrome – sofern installiert – direkt in Safari importieren

Auf dem Mac kann man die Lesezeichen aus Chrome – sofern installiert – direkt in Safari importieren.

Auf einem anderen Computer sollte – je nach Betriebssystem – Folgendes funktionieren: Öffnen Sie in Chrome über das Lesezeichenmenü den „Lesezeichenmanager“. Klicken Sie oben rechts auf das Dreipunktmenü, wählen Sie „Lesezeichen exportieren“.

Über die Einstellungen-App lassen sich aus einem anderen Browser exportierte Lesezeichen zu Safari übertragen
Über die Einstellungen-App lassen sich aus einem anderen Browser exportierte Lesezeichen zu Safari übertragen

Über die Einstellungen-App lassen sich aus einem anderen Browser exportierte Lesezeichen zu Safari übertragen.

Speichern Sie die Datei und übertragen Sie sie auf Ihr iPhone, um sie in der Dateien-App zu speichern. Öffnen Sie auf dem iPhone die Einstellungen-App, wählen „Apps > Safari > Verlauf und Websitedaten > Importieren > Datei auswählen“ und anschließend Ihre zuvor gespeicherte Lesezeichen-Datei.


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  1. https://apps.apple.com/de/app/google-chrome/id535886823
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  • 22. April 2026 um 09:00
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