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Neuer Einplatinenrechner für Edge- und IoT-Anwendungen

Von Heise
Nahaufnahme des Einplatinencomputers Orange Pi Zero 3W auf grauem Hintergrund. Die blaue Platine zeigt mehrere Anschlüsse, darunter USB-C-Ports und einen HDMI-Ausgang, einen zentralen Prozessorchip, einen WLAN/Bluetooth-Modulbereich sowie eine Reihe von GPIO-Pins entlang der Kante.

(Bild: Orange Pi)

Der OrangePi Zero 3W kombiniert Octa-Core-CPU, NPU und Wi-Fi 6 auf kleinem Raum. Das ist spannend für kompakte Maker-Projekte.

Mit dem OrangePi Zero 3W [1] bringt Orange Pi einen neuen Einplatinenrechner heraus, der sich klar an Maker und Embedded-Entwickler richtet.

Im Zentrum arbeitet der Allwinner A733, ein Achtkern-SoC mit zwei Cortex-A76-Kernen (bis 2,0 GHz) und sechs energieeffizienten Cortex-A55-Kernen. Ergänzt wird das Ganze durch eine integrierte NPU mit bis zu 3 TOPS Rechenleistung für KI-Anwendungen sowie einen zusätzlichen RISC-V-Coprozessor für Echtzeitaufgaben. Für Maker bedeutet das: Neben klassischen Linux-Anwendungen lassen sich auch lokale KI-Inferenz oder zeitkritische Steuerungen direkt auf dem Board umsetzen.

Beim Arbeitsspeicher setzt das Board auf LPDDR5 mit bis zu 16 GByte. Beim Speicher zeigt sich das Board flexibel: Neben optionalem eMMC oder UFS-Modulen steht ein microSD-Kartenslot zur Verfügung.

Anschlüsse für komplexe Setups

Für die Konnektivität gibt es Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.4, optional mit externer Antenne. Damit eignet sich das Board auch für IoT-Anwendungen oder als Edge-Gateway. Dazu kommen klassische Maker-Schnittstellen über eine 40-Pin-GPIO-Leiste mit Unterstützung für SPI, I2C, UART und PWM – also alles, was man für Sensoren, Bildschirme oder Aktoren benötigt.

Interessant ist auch die Videoausgabe: Neben Mini-HDMI (bis 4K@60fps) unterstützt das Board DisplayPort über USB-C sowie MIPI-DSI. Zwei unabhängige Displays lassen sich gleichzeitig ansteuern. Das eröffnet Einsatzmöglichkeiten für kompakte Multimonitor-Setups oder Systeme wie Infoterminals.

Auch für Kamera-Projekte stehen Anschlüsse bereit. Zwei MIPI-CSI-Schnittstellen ermöglichen den Anschluss von Kameramodulen, etwa für Bildverarbeitung oder Überwachungslösungen. In Kombination mit der integrierten NPU lassen sich hier auch KI-gestützte Anwendungen wie Objekterkennung direkt auf dem Gerät realisieren.

Als Betriebssysteme werden unter anderem Debian, Ubuntu, Android und OpenHarmony unterstützt. Zusätzlich nennt der Hersteller Kompatibilität mit gängigen KI-Frameworks wie TensorFlow oder PyTorch. Damit deckt das Board sowohl klassische Bastelprojekte als auch moderne KI-Anwendungen ab – zumindest auf dem Papier. Wie gut die Softwareunterstützung im Alltag wirklich ist, wird sich wie so oft erst zeigen, wenn die Community das Board durch die Mangel gedreht hat.

Mit PCIe 3.0 (über FPC) steht zudem eine schnelle Erweiterungsmöglichkeit bereit, etwa für SSDs oder spezialisierte Module. Das ist in dieser Größenklasse keine Selbstverständlichkeit und könnte für Bastler spannend sein, die mehr als nur Standard-I/O benötigen.

Für Maker ergeben sich daraus einige typische Einsatzszenarien: kompakte Smart-Home-Zentralen, lokale KI-Auswertung von Sensordaten, kleine Server oder auch portable Geräte mit Display. Durch die geringe Größe könnte das Board auch in mobilen Projekten oder selbstgebauten Handhelds landen. Das Board fällt mit seinen Abmessungen von 65 × 32 mm kompakt aus und dürfte damit auch in Projekten Platz finden, bei denen ein Raspberry Pi zu groß ist.

Erhältlich ist das Board auf Amazon für 73,99 US-Dollar [2]. Dort bekommt man auch direkt einen aktiven Kühler mit dazu.

Wer wissen will, was man mit einem Raspberry Pi Zero alles anstellen kann, sollte sich unbedingt unseren Artikel zu Hackinggadgets für die Hosentasche [3] anschauen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11267955

Links in diesem Artikel:

  1. http://www.orangepi.org/html/hardWare/computerAndMicrocontrollers/details/Orange-Pi-Zero-3W.html
  2. https://www.amazon.com/dp/B0GX6KZ9C7
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Netzwerksicherheit-Raspi-als-mobiler-Schwachstellen-Scanner-im-Eigenbau-11216654.html
  4. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  5. https://www.heise.de/make
  6. mailto:das@heise.de

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  • 22. April 2026 um 14:01

OrcaSlicer 2.3.2 – Massives Update

Von Heise
Ein 3D-Druck und ein Schwert

(Bild: akf / Erzeugt mit Nano Banana durch Make)

Der Slicer spielt eine zentrale Rolle im 3D-Druck-Workflow. OrcaSlicer gewinnt zunehmend an Bedeutung und erweitert seinen Funktionsumfang stetig.

OrcaSlicer veröffentlicht seine Updates üblicherweise in so hoher Frequenz, sodass man sich daran gewöhnt hat, dass nicht immer „Killer-Features“ enthalten sind. In der neuen Version 2.3.2 hat sich jedoch einiges geändert und wurde ergänzt.

Links und Quellen zu OrcasSlicer

Hinweis: Es gibt einige inoffizielle Webseiten, die OrcaSlicer anbieten – die oben verlinkte Seite ist die offizielle Quelle. Lade dir den Installer herunter oder nutze die portable Version, falls du die alte Installation behalten möchtest oder musst.

Hier die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Verbessertes Multi-Line-Infill

Saubere und stabile Infills auch mit Multi-Line-Infill.

(Bild: OrcaSlicer)

Mit Multiline-Infill kann man Druckobjekte stabiler machen, wenn man die Wandstärke nicht erhöhen will oder kann. Das Multiline-Infill ist sauberer geworden und weist weniger Überschneidungen auf [4] (dank Clipper2-Bibliothek). Zudem ist es besser mit dem Hauptobjekt verbunden.

Mehr Kontrolle über die Flow-Rate

Die Flussrate lässt sich jetzt pro Feature statt nur pro Filament einstellen – etwa eine andere Flow-Rate für Infill als für Wände. Die Option findest du unter „Set other flow ratios“ im Quality-Tab.

Feintuning der Flowrate in allen Bereichen eines Druckobjekts.

(Bild: OrcaSlicer)

Brim mit besserer Elephant-Foot-Compensation

Das Brim arbeitet nun zuverlässiger mit der „Elephant Foot Compensation“ zusammen. Sich ablösende, kaum nutzbringende Brims gehören damit weitgehend der Vergangenheit an. Elephant-Foot-Compensation verhindert die Überextrusion des ersten Layers auf dem Druckbett. Dieser Faktor wird nun bei der Erzeugung von Brims einberechnet.

Endlich keine sich selbst lösenden Brims mehr.

(Bild: OrcaSlicer)

Auto-Slice nach Änderungen

Unter Preferences Control Slicing lässt sich „Auto slice after changes“ aktivieren. Die Wartezeit ist anpassbar, sodass man mehrere Änderungen vornehmen kann, bevor der Slicer loslegt. Da ein laufender Slicing-Vorgang aber bei neuen Parametern abgebrochen und neu gestartet wird, ist es auf schnellen Rechnern kaum nötig, den Wert hochzusetzen. Ein Feature, das ich lange vermisst habe, seit ich vom PrusaSlicer gewechselt bin.

Überarbeiteter Drucker-Tab

Der Drucker-Tab ist jetzt grafischer und übersichtlicher. Der Düsendurchmesser lässt sich jetzt getrennt vom Drucker einstellen.

Grafisch aufbereite und übersichtlich angeordnete Druckerauswahl.
Instanzieren statt nur Clonen

Statt eigenständiger Kopien (Clones) lassen sich Objekte jetzt auch als „Instances“ vervielfältigen. Ändert man eine Instanz, folgen die anderen automatisch – sei es bei Filament-Zuordnungen für Multifilament-Druck oder anderen Einstellungen. Das spart auch beim Slicing Zeit, da nur eine Instanz berechnet werden muss. Die Anzahl der Instanzen ist einstellbar, oder man füllt direkt das ganze Druckbett.

Zusätzlich werden inzwischen Kollisionen zwischen (besonders Instanzierten Objekten) besser erkannt und so behandelt, dass keine Fehldrucke entstehen.

Verbesserter Wipe Tower (Multimaterial-Druck)

Für farbige bzw. aus mehreren Filamentsorten zusammengesetzte Drucke auf Materialwechslern und Toolchangern wurden die Wipe-Tower-Verbesserungen aus Bambu Studio zu Orca portiert:

  • Stabilere Wipe Tower ergeben weniger Fehldrucke durch einstürzende Wipetower
  • Bessere Layerhaftung durch smarteres Vorheizen und Kühlen der Düse beim Filamentwechsel
  • Höhere Druckgeschwindigkeit

Die Einstellungen müssen in den jeweiligen Druckprofilen aktiviert werden:

  • Multimaterial -> Prime Tower -> Enable tower interface features
  • Cool down from interface boost during prime tower

Die Art des Wipe Towers lässt sich inzwischen auch direkt im Druckerprofil auswählen.

Verbesserte Kalibrierung

Wer das Beste aus seinen Druckern und Filamenten herausholen möchte, sollte beides kalibrieren. In Version 2.3.2 sind die Kalibrierungs-Tools jetzt in der richtigen Reihenfolge im Menü sortiert. Außerdem werden die Firmwares für Input Shaper, Cornering/Jerk erkannt und entsprechend ausgewählt.

Mehr Materialwechsler & Toolheads unterstützt

Im Drucker-Konfigurator werden nun zusätzliche Materialwechsel-Einheiten und Toolheads unterstützt. Diese lassen sich direkt aus dem Slicer steuern, und die Filamentbelegung der Toolheads ist interaktiv anpassbar. Dies ist noch als experimentell markiert, da es sich teilweise um schlecht dokumentierte Hardware handelt und die Hersteller natürlich eher ihr Ökosystem unterstützen.

Unterstützung für neuere Bambu-Lab-Drucker

Orca 2.3.2 unterstützt jetzt auch die neueren Bambu-Lab-Modelle wie H2D (Pro) und H2S. Außerdem gibt es weitere spezielle Verbesserungen für Bambulab-Nutzer.

Weitere Informationen

Viele zusätzliche Änderungen und Verbesserungen mit Beispielbildern findet man im ausführlichen Changelog: OrcaSlicer 2.3.2 Beta Changelog [6]

Mehr zum Thema im Make-Magazin

In der Make 1/26 hatten wir einen ausführlichen Artikel über Tipps&Tricks für Slicer [7] und einen Artikel über Orca Slicer [8] und warum er immer beliebter wird.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11265708

Links in diesem Artikel:

  1. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer/releases/tag/v2.3.2
  2. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer/releases/tag/v2.3.2
  3. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer
  4. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer/pull/11435
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  6. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer/releases/tag/v2.3.2-beta
  7. https://www.heise.de/ratgeber/3D-Druck-Tipps-und-Tricks-zum-Slicen-11146149.html
  8. https://www.heise.de/ratgeber/OrcaSlicer-Der-Fast-alles-Koenner-fuer-den-3D-Druck-vorgestellt-11154379.html
  9. https://www.heise.de/make
  10. mailto:caw@make-magazin.de

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  • 21. April 2026 um 12:39

Umweltkosten durch Vibe Coding: Tool berechnet CO₂-Ausstoß für Claude Code

Von Heise
Ai-powered,Automated,Debugging,Or,Troubleshooting.,Artificial,Intelligence,Diagnostics,And,Detection.

Die Buchstaben AI umfliegen Haken und Warndreiecke.

(Bild: tadamichi/Shutterstock.com)

Ein neues Tool berechnet den CO₂-Ausstoß von Claude-Code-Sessions. Laut dem Autor hat sich dabei gezeigt, wie man ihn um bis zu 70% senken kann.

Um die Umweltkosten durch die tägliche Nutzung von Claude Code greifbar zu machen, hat ein Entwickler ein Werkzeug gebaut, das den CO₂-Ausstoß für jede Sitzung berechnet und in Echtzeit in der Statuszeile anzeigt.

Der Programmierer arbeitet nach eigenen Angaben als Wirtschaftsberater, spezialisiert auf die Berechnung von Treibhausgasemissionen für große Unternehmen. Bei seiner täglichen Arbeit mit Claude Code kam ihm irgendwann sein eigener sorgloser Umgang mit generativer KI zuwiderlaufend vor.

Seine Antwort ist Claude-Carbon [1], ein auf Bash und SQLite basierendes Tool, das sich nahtlos in die Claude-Code-Umgebung integriert und die CO₂-Emissionen pro Sitzung in der Statuszeile neben den Kosten anzeigt.

(Bild: Claude-Carbon)

Eine Tonne CO₂ pro Jahr – nur durchs Vibecoding

Über vier Monate und 367 Sessions hinweg maß der Entwickler etwa 215 kg CO₂-Äquivalente – was er auf ungefähr eine Tonne pro Jahr hochgerechnet hat. Das entspricht einem Hin- und Rückflug zwischen Paris und New York, allein durch die tägliche Nutzung von KI-Code-Tools verursacht, schreibt er in einem Blogpost. [2]

Die Berechnung beschränkt sich dabei auf die sogenannte Inferenz, also die Energie, die in Rechenzentren verbraucht wird, wenn das Modell die Prompts verarbeitet und Antworten bereitstellt. Training, Hardware-Herstellung, Kühlung und Rechenzentren-Konstruktion sind nicht inbegriffen – der echte Lebenszyklus-Fußabdruck ist also noch höher.

Wachsende Auswahl an CO₂-Rechnern für KI-Nutzung

Claude-Carbon unterscheidet sich grundlegend von bestehenden Werkzeugen wie CodeCarbon [3]oder EcoLogits. Während CodeCarbon lokale Hardware-Ressourcen misst und sich nicht für Remote-API-Calls eignet, und EcoLogits als generische Python-Bibliothek fungiert, die API-Responses verschiedenster Anbieter abfängt, ist Claude-Carbon speziell für Claude Code entwickelt worden. Das Tool nutzt native Hooks und Settings der Claude-Code-Umgebung selbst. Es speichert alle Daten lokal in einer SQLite-Datenbank, kann historische Sessions nachträglich analysieren und generiert sogar PNG-Reportkarten für Social Media.

Der CodeCarbon Dashboard

(Bild: codecarbon.io)

Der Autor betont, dass die Werte Schätzungen sind und keine präzisen Messungen. Anthropic veröffentlicht nämlich keine modellspezifischen Energiedaten. Die Faktoren für Sonnet stammen aus einer 2025er Studie (Jegham et al.) [4] über LLM-Inference-Energieverbrauch. Die Werte für Opus und Haiku sind Extrapolationen. Opus wird mit dem Faktor 3× Sonnet berechnet, Haiku mit 0,5× Sonnet.

Auch die CO₂-Intensität basiert auf US-Durchschnittswerten, nicht auf echten regionalen oder tageszeit-spezifischen Daten. Trotz dieser Unsicherheiten ist das Tool wertvoll für ein Größenordnungs-Bewusstsein – nur eben nicht für formale Treibhausgasbilanzen, so der Autor.

Richtige Modellwahl spart CO₂ und Tokens

Durch die eigene Nutzung des Tools hat der Entwickler einige Einsichten gewonnen, wie sich der Verbrauch ohne Effizienzverlust senken lässt. Der größte Hebel zur Reduktion liegt in der Modellwahl. Opus verbraucht etwa dreimal so viele Token wie Sonnet, Haiku könnte gegenüber Sonnet bis zu 80 Prozent einsparen. Für Aufgaben wie File-Exploration oder Code-Review lohnt sich daher Haiku. Darüber hinaus können Werkzeuge wie RTK (Rust Token Killer) 60–90 Prozent der CLI-Token-Ausgabe herausfiltern, ohne dass die Qualität leidet.

Weiter lässt sich Thinking-Tokens auf 10.000 pro Message deckeln, was eine Reduktion um etwa 70 Prozent ermöglicht. Früheres Context-Compacting bei 50 statt 95 Prozent Auslastung hält Sessions schlanker.

Insgesamt lassen sich durch diese Maßnahmen die Emissionen von Claude-Code-Sessions um 50–70 Prozent reduzieren – von rund einer Tonne CO₂ pro Jahr auf 0,3–0,5 Tonnen.

KI-Anbieter halten sich mit Energiedaten bedeckt

Der Ersteller betont zudem, dass das Tool ein fundamentales Problem in den Fokus rückt: Anthropic veröffentlicht keine modellspezifischen Energiedaten. Google hatte im August 2025 als erster großer KI-Anbieter Per-Prompt-Daten für sein Gemini-Modell offengelegt [5] (0,24 Wh, 0,03 Gramm CO₂ pro Median-Anfrage). Anthropic – ebenso wie OpenAI – hält sich weiterhin bedeckt. Diese Transparenzlücke zu schließen, argumentiert er, wäre ein wichtiger Schritt, um KI-Nutzung wirklich nachhaltig zu gestalten.

Claude-Carbon [6] ist open source und läuft auf macOS ohne zusätzliche Installation.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11264352

Links in diesem Artikel:
[1] https://github.com/gwittebolle/claude-carbon
[2] https://dev.to/gwittebolle/how-i-measured-1-tonne-of-co2-from-my-ai-coding-sessions-3b3d
[3] https://codecarbon.io/#about
[4] http://arxiv.org/abs/2505.09598
[5] https://cloud.google.com/blog/products/infrastructure/measuring-the-environmental-impact-of-ai-inference?hl=en
[6] https://github.com/gwittebolle/claude-carbon
[7] mailto:mch@make-magazin.de

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  • 20. April 2026 um 17:41

Linux-Terminal mit Display und Tastatur für unterwegs

Von Heise
Das PocketTerm35 ist ein kompaktes, tragbares Mini-Computer-Gerät in dunkelgrauem Gehäuse. Auf der Vorderseite befindet sich ein kleines Farbdisplay, darunter ein Steuerkreuz, mehrere Funktionstasten (A, B, X, Y) sowie eine vollständige Mini-Tastatur. An der Seite sind verschiedene Anschlüsse wie USB-Ports und ein Netzwerkanschluss sichtbar. Die Rückseite zeigt Lüftungsschlitze mit integriertem Lüfter sowie ein Typenschild mit technischen Angaben.

(Bild: Waveshare)

Mit integriertem Display und Tastatur wird der Raspberry Pi zum mobilen Linux-Terminal für Maker.

Mit dem PocketTerm35 bringt Waveshare ein tragbares Linux-Terminal auf den Markt, das für den Einsatz mit dem Raspberry Pi 4 Model B und dem Raspberry Pi 5 vorgesehen ist. Das Gerät kombiniert Display, Tastatur und Stromversorgung.

Die Abmessungen des Handhelds betragen 93,5 × 168,5 × 37 mm. Verbaut ist ein 3,5-Zoll-IPS-Touchdisplay mit einer Auflösung von 640 × 480 Pixeln. Ergänzt wird das Display durch eine 67-Tasten-QWERTY-Tastatur (QWERTY entspricht dem US-Layout, deutsche Tastaturen haben ein „QWERTZ“-Layout. Umlaute fehlen und Satzzeichen sind anders verteilt) aus Silikon. Das reicht für Terminalbefehle, kleinere Code-Anpassungen oder das schnelle Editieren von Konfigurationsdateien. Wer längere Texte schreiben will, wird trotzdem vermutlich irgendwann wieder zur „großen“ Tastatur greifen (oder zumindest hoffen, dass die Autokorrektur gut funktioniert).

Im Inneren arbeitet ein Raspberry Pi – je nach Variante entweder ein Pi 4B mit 2 GB RAM oder ein Pi 5 mit 1 GB RAM. Alternativ gibt es auch Bausätze ohne Board, bei denen man dann den eigenen Pi 5 mit 16 GB RAM aus dem Tresor holen kann. Für die Steuerung von Peripherie wie Tastatur, Helligkeit oder Lautstärke ist zusätzlich ein RP2040-Mikrocontroller integriert. Das ist ein interessanter Ansatz, da sich so Eingaben und Systemfunktionen unabhängig vom Hauptsystem regeln lassen.

Das Gerät versteht sich als vollwertiges Linux-Terminal. Über HDMI wird das Display angebunden, während Touch-Eingaben per I2C laufen. Für Audio steht ein integrierter 2-Watt-Lautsprecher zur Verfügung, zusätzlich gibt es einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Die Stromversorgung erfolgt über USB-C oder eine optionale 5000-mAh-Lithiumbatterie. Dank integriertem UPS-Management kann das System nahtlos zwischen externer Stromquelle und Akku wechseln.

Einsatzszenarien für Maker

Für Maker ergeben sich daraus einige konkrete Einsatzszenarien. Das PocketTerm35 eignet sich etwa als mobiles Terminal für Headless-Systeme: Statt Laptop und Adapter mitzuschleppen, kann man direkt am Gerät auf einen Raspberry Pi zugreifen, Logs prüfen oder Dienste starten. Auch für IoT-Projekte lässt sich das Gerät als Steuer- und Diagnoseeinheit verwenden, etwa um Sensorwerte auszulesen oder Aktoren zu konfigurieren.

Neben klassischen Terminal-Anwendungen unterstützt das Gerät auch grafische Oberflächen sowie Systeme wie RetroPie. Damit lässt sich das PocketTerm35 theoretisch auch als Retro-Handheld verwenden.

Die Konstruktion kombiniert eine CNC-gefräste Aluminium-Front mit einer Kunststoffrückseite. Verschiedene Schnittstellen und Adapter liegen je nach Variante bei, darunter HDMI-Kabel, Montageplatten und Verbindungskabel für den Raspberry Pi.

Unterm Strich positioniert sich das PocketTerm35 zwischen Bastelprojekt und fertigem Werkzeug. Es ersetzt keinen Laptop, kann aber in vielen Situationen ein praktischer Begleiter sein. Vor allem dort, wo Platz, Gewicht oder Aufbauzeit eine Rolle spielen.

Erhältlich ist der Handheld im Waveshare-Shop [1] für 179,99 US-Dollar in der Pi-4-Variante und 148,99 in der Pi-5-Version. Die Bare-Bones-Versionen sind noch nicht erhältlich.

Wer bei der Erwähnung von RetroPie aufgehorcht hat, findet mit unserem DIY-Arcade auf Raspberry-Pi-Basis [2] vielleicht ein neues tolles Projekt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11259004

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.waveshare.com/pocketterm35.htm?sku=34462
[2] https://www.youtube.com/watch?v=oSNMRQo8NTM
[3] https://www.heise.de/make
[4] mailto:das@heise.de

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  • 15. April 2026 um 14:51

FreshRSS 1.28.1

Von Alkarex

This is a release focussing on bug fixing, in particular regressions from the release 1.28.0.

Selected new features ✨:

  • New customisable message for closed registrations
  • Add username in Apache access logs (also in Docker logs): for GReader API, and for HTTP Basic Auth from reverse proxy

Improved performance 🏎️:

  • Disable counting articles in user labels for Ajax requests (unused)

Many bug fixes 🐛

This release has been made by @Alkarex, @Frenzie, @Inverle and newcomers @ciro-mota, @eveiscoull, @hackerman70000, @Hufschmidt, @johan456789, @martgnz, @mmeier86, @netsho, @neuhaus, @RobLoach, @rupakbajgain.

Full changelog:

  • Features
    • Handle Web scraping of text/plain as <pre class="text-plain"> #8340
    • New customisable message for closed registrations #8462
  • Bug fixing
    • Fix unwanted expansion of user queries (saved searches) applied to filters #8395
    • Fix encoding of filter actions for labels #8368
    • Fix searching of tags #8425
    • Fix refreshing feeds with token while anonymous refresh is disabled #8371
    • Fix RSS and OPML access by token #8434
    • Fix MySQL/MariaDB transliterator_transliterate fallback (when the php-intl extension is unavailable) #8427
    • Fix regression with MySQL/MariaDB index hint #8460
    • Auto-add lastUserModified database column also during mark-as-read action #8346
    • Do not include hidden feeds when counting unread articles in categories #8357
    • Remove wrong PHP deprecation of OPML export action #8399
    • Fix shortcut for next unread article #8466
    • Fix custom session.cookie-lifetime #8446
    • Fix feed validator button when changing the feed URL #8436
  • Performance
    • Disable counting articles in user labels for Ajax requests (unused) #8352
  • Security
    • Change Content-Disposition: inline to attachment in f.php #8344
    • Hardened user methods exists, mtime, ctime #26c1102
  • Deployment
    • Add username in Apache access logs (also in Docker logs): for GReader API, and for HTTP Basic Auth from reverse proxy #8392
  • SimplePie
  • Extensions
    • Update .gitignore to ignore installed extensions #8372
  • UI
    • Add data-category="3" to ease custom CSS styling of articles #8397
    • Fix space between By: and the author’s name #8422
  • I18n
  • Misc.
  • 25. Januar 2026 um 19:20

FreshRSS 1.28.0

Von Alkarex

This is a major release, just in time for the holidays 🎄

Selected new features ✨:

  • New sorting and filtering by date of User modified, with corresponding search operator, e.g. userdate:PT1H for the past hour
  • New sorting by article length
  • New advanced search form
  • New overview of dates with most unread articles
  • New ability to share feed visibility through API (implemented by e.g. Capy Reader)
    • Bonus: Capy Reader is also the first open source Android app to support user labels
  • Better transitions UI between groups of articles
  • New links in UI for transitions between groups of articles, and jump to next transition
  • Docker default image updated to Debian 13 Trixie with PHP 8.4.11
  • And much more…

Improved performance 🏎️:

  • Scaling of user statistics in Web UI and CLI, to help instances with 1k+ users
  • Improve SQL speed for some critical requests for large databases
  • API performance optimisation thanks to streaming of large responses

Selected bug fixes 🐛:

  • Fix OpenID Connect with Debian 13
  • Fix MySQL / MariaDB bug wrongly sorting new articles
  • Fix SQLite bind bug when adding tag

Breaking changes 💥:

  • Move unsafe autologin to an extension
  • Potential breaking changes for some extensions (which have to rename some old functions)

This release has been made by @Alkarex, @Frenzie, @Inverle, @aledeg, @andris155, @horvi28, @math-GH, @minna-xD and newcomers @Darkentia, @FollowTheWizard, @GreyChame1eon, @McFev, @jocmp, @larsks, @martinhartmann, @matthew-neavling, @pudymody, @raspo, @scharmach, @scollovati, @stag-enterprises, @vandys, @xtmd, @yzx9.

Full changelog:

  • Features
    • New sorting and filtering by date of User modified #7886, #8090,
      #8105, #8118, #8130
      • Corresponding search operator, e.g. userdate:PT1H for the past hour #8093
      • Allows finding articles marked by the local user as read/unread or starred/unstarred at specific dates for e.g. undo action.
    • New sorting by article length #8119
    • New advanced search form #8103, #8122, #8226
    • Add compatibility with PCRE word boundary \b and \B for regex search using PostgreSQL #8141
    • More uniform SQL search and PHP search for accents and case-sensitivity (e.g. for automatically marking as read) #8329
    • New overview of dates with most unread articles #8089
    • Allow marking as read articles older than 1 or 7 days also when sorting by publication date #8163
    • New option to show user labels instead of tags in RSS share #8112
    • Add new feed visibility (priority) Show in its feed #7972
    • New ability to share feed visibility through API (implemented by e.g. Capy Reader) #7583, #8158
    • Configurable notification timeout #7942
    • OPML export/import of unicity criteria #8243
    • Ensure stable IDs (categories, feeds, labels) during export/import #7988
    • Add username and timestamp to SQLite export from Web UI #8169
    • Add option to apply filter actions to existing articles #7959, #8259
    • Support CSS selector ~ subsequent-sibling #8154
    • Rework saving of configuration files for more reliability in case of e.g. full disk #8220
    • Web scraping support date format as milliseconds for Unix epoch #8266
    • Allow negative category sort numbers #8330
  • Performance
    • Improve SQL speed for updating cached information #6957, #8207,
      #8255, #8254, #8255
    • Fix SQL performance issue with MySQL, using an index hint #8211
    • Scaling of user statistics in Web UI and CLI, to help instances with 1k+ users #8277
    • API streaming of large responses for reducing memory consumption and increasing speed #8041
  • Security
    • 💥 Move unsafe autologin to an extension #7958
    • Fix some CSRFs #8035
    • Strengthen some crypto (login, tokens, nonces) #8061, #8320
    • Create separate HTTP Retry-After rules for proxies #8029, #8218
    • Add data: to CSP in subscription controller #8253
    • Improve anonymous authentication logic #8165
    • Enable GitHub release immutability #8205
  • Bug fixing
    • Exclude local networks for domain-wide HTTP Retry-After #8195
    • Fix OpenID Connect with Debian 13 #8032
    • Fix MySQL / MariaDB bug wrongly sorting new articles #8223
    • Fix MySQL / MariaDB database size calculation #8282
    • Fix SQLite bind bug when adding tag #8101
    • Fix SQL auto-update of field f.kind to ease migrations from FreshRSS versions older than 1.20.0 #8148
    • Fix search encoding and quoting #8311, #8324, #8338
    • Fix handling of database unexpected null content (during migrations) #8319, #8321
    • Fix drag & drop of user query losing information #8113
    • Fix DOM error while filtering retrieved full content #8132, #8161
    • Fix config.custom.php during install #8033
    • Fix do not mark important feeds as read from category #8067
    • Fix regression of warnings in Web browser console due to lack of window.bcrypt object #8166
    • Fix chart resize regression due to chart.js v4 update #8298
    • Fix CLI user creation warning when language is not given #8283
    • Fix merging of custom HTTP headers #8251
    • Fix bug in the case of duplicated mark-as-read filters #8322
  • SimplePie
  • Deployment
    • Docker default image updated to Debian 13 Trixie with PHP 8.4.11 and Apache 2.4.65 #8032
    • Docker alternative image updated to Alpine 3.23 with PHP 8.4.15 and Apache 2.4.65 #8285
    • Fix Docker healthcheck cli/health.php compatibility with OpenID Connect #8040
    • Improve Docker for compatibility with other base images such as Arch Linux #8299
      • Improve cli/access-permissions.sh to detect the correct permission Web group such as www-data, apache, or http
    • Update PostgreSQL volume for Docker #8216, #8224
    • Catch lack of exec() function for git update #8228
    • Work around DOMDocument::saveHTML() scrambling charset encoding in some versions of libxml2 #8296
    • Improve configuration checks for PHP extensions (in Web UI and CLI), including recommending e.g. php-intl #8334
  • UI
    • New button for toggling sidebar on desktop view #8201, #8286
    • Better transitions between groups of articles #8174
    • New links in transitions and jump to next transition #8294
    • More visible selected article #8230
    • Show the parsed search query instead of the original user input #8293,
      #8306, #8341
    • Show search query in the page title #8217
    • Scroll into filtered feed/category on page load in the sidebar #8281, #8307
    • Fix autocomplete issues in change password form #7812
    • Fix navigating between read feeds using shortcut shift+j/k #8057
    • Dark background in Web app manifest to avoid white flash when opening #8140
    • Increase button visibility in UI to change theme #8149
    • Replace arrow navigation in theme switcher with <select> #8190
    • Improve scroll of article after load of user labels #7962
    • Keep scroll state of page when closing the slider #8295, #8301
    • Scroll into filtered feed/category on page load #8281
    • Display sidebar dropdowns above if no space below #8335, #8336
    • Use native CSS instead of SCSS #8200, #8241
    • Various UI and style improvements: #8171, #8185, #8196
    • JavaScript finalise migration from Promise to async/await: #8182
  • API
    • API performance optimisation: streaming of large responses #8041
    • Fever API: Add with_ids parameter to mass-change read/unread/saved/unsaved on lists of articles #8312
    • Misc API: better REST error semantics #8232
  • Extensions
    • Add support for extension priority #8038
    • Add support for extension compatibility #8081
    • Improve PHP code with hook enums #8036
    • New hook nav_entries #8054
    • Rename Extensions default branch from master to main #8194
  • I18n
    • Translation status as text in README #7842
    • Add new translate CLI commands move #8214
    • Change some regional language codes to comply with RFC 5646 / IETF BCP 47 / ISO 3166 / ISO 639-1 #8065
    • Improve German #8028
    • Improve Greek #8146
    • Improve Finnish #8073, #8092
    • Improve Hungarian #8244
    • Improve Italian #8115, #8186
    • Improve Polish #8134, #8135
    • Improve Russian #8155, #8197
    • Improve Simplified Chinese #8308, #8313
  • Misc.
  • 24. Dezember 2025 um 20:27

FreshRSS 1.27.1

Von Alkarex

This is a security-fix and bug-fix release for FreshRSS 1.27.x.

A few highlights ✨:

  • Keep sort and order criteria after marking as read
  • Automatic database recovery: skip broken entries during CLI export/import
  • Add possibility of Docker healthcheck
  • Add security option for CSP frame-ancestors
  • Several security fixes
  • Several bug fixes
  • New translation to Ukrainian
  • Improvements of some themes
  • And much more…

This release has been made by @Alkarex, @Frenzie, @Inverle, @aledeg, @math-GH and newcomers @beerisgood, @nykula, @horvi28, @nhirokinet, @rnkln, @scmaybee.

Full changelog:

  • Features
    • Automatic database recovery: skip broken entries during CLI export/import #7949
    • Add security option for CSP frame-ancestors #7857, #8021
    • Lazy-load <track src> #7997
  • Security
    • Regenerate session ID on login #7829
    • Disallow setting non-existent language #7878, #7934
    • Safer calling of install.php #7971
    • Prevent log CR/LF injection #7883
    • Restrict allowed cURL parameters #7979, #8009
    • Fix reauthentication while updating #7989
    • Fix some CSRFs #8000
  • Bug fixing
    • Include port number for HTTP Retry-After #7875
    • Fix logic for searching labels #7863
    • Fix cURL response parsing for HTTP redirections #7866
    • Fix fetching OPML URL with special characters #7843
    • Fix validation when creating a new user label #7890
    • Fix bug in user self-deletion #7877
    • Fix displaying of current date in main statistics #7892
    • Fix default values on stat processing #7891
    • Fix UI JavaScript error when navigating to last article with keyboard #7957
    • Fix some links in anonymous mode #8011, #8012
    • Fixes for no-cache.txt #7907
    • Fix Docker Traefik .yml and SERVER_DNS example #7858
  • SimplePie
    • Upstream contribution: Normalize encoding uppercase simplepie#936, #7967
    • Sync upstream, including bump to 1.9.0 with better PHP 8.5+ support #7955
  • Deployment
    • Docker improve CMD compatibility #7861
    • Add possibility of Docker healthcheck #7945
  • UI
    • Keep sort and order after marking as read #7974
    • Improve leave validation #7830
    • Improve Origine theme visibility of toggle buttons #7956
    • Improve Dark pink theme #8020
    • Improve Mapco and Ansum themes: read all button in mobile view #7873
    • Improve Swage theme #7608
    • Use standard CSS overflow-wrap instead of word-wrap #7898
    • Various UI and style improvements: #7868, #7872,
      #7882, #7893, #7904,
      #7952
  • I18n
    • Clarify the concepts of visibility hidden vs. archived in feeds settings #7970
    • Translate the API information page #7922
    • Add a default language constant #7933
    • Label config delete label #7871
    • Add Ukrainian #7961
    • Improve Dutch #7940
    • Improve German #7833
    • Improve Hungarian #7986
    • Improve Japanese #7903, #7918
    • Improve Polish #7963
    • Improve Simplified Chinese #7943, #7944
    • Minor improvements #7881
    • Add CLI command to add i18n file #7917
    • Add make target to generate the translation progress #7905
  • Extensions
    • Add entry_before_update and entry_before_add hooks for extensions #7977
  • Misc.
  • 27. September 2025 um 15:07

FreshRSS 1.27.0

Von Alkarex

A few highlights ✨:

  • Implement support for HTTP 429 Too Many Requests and 503 Service Unavailable, obey Retry-After
  • Add sort by category title, or by feed title
  • Add search operator c: for categories like c:23,34 or !c:45,56
  • Custom feed favicons
  • Several security improvements, such as:
    • Implement reauthentication (sudo mode)
    • Add Content-Security-Policy: frame-ancestors
    • Ensure CSP everywhere
    • Fix access rights when creating a new user
  • Several bug fixes, such as:
    • Fix redirections when scraping from HTML
    • Fix feed redirection when coming from WebSub
    • Fix support for XML feeds with HTML entities, or encoded in UTF-16LE
  • Docker alternative image updated to Alpine 3.22 with PHP 8.4 (PHP 8.4 for default Debian image coming soon)
  • Start supporting PHP 8.5+
  • And much more…

This release has been made by @Alkarex, @Inverle, @the7thNightmare and newcomers @Deioces120, @Fraetor, @Tarow, @dotsam, @hilariousperson, @pR0Ps, @triatic, @tryallthethings

Full changelog:

  • Features
    • Implement support for HTTP 429 Too Many Requests and 503 Service Unavailable, obey Retry-After #7760
    • Add sort by category title, or by feed title #7702
    • Add search operator c: for categories like c:23,34 or !c:45,56 #7696
    • Custom feed favicons #7646, #7704, #7717,
      #7792
    • Rework fetch favicons for fewer HTTP requests #7767
    • Add more unicity criteria based on title and/or content #7789
    • Automatically restore user configuration from backup #7682
    • API add support for states in s parameter of streamId #7695
    • Improve sharing via Print #7728
    • Redirect to the login page from bookmarklet instead of 403 #7782
    • Clean local cache more often, when refreshing feeds #7827
  • Security
    • Implement reauthentication (sudo mode) #7753
    • Add Content-Security-Policy: frame-ancestors #7677
    • Ensure CSP everywhere #7810
    • Show warning when unsafe CSP policy is in use #7804
    • Fix access rights when creating a new user #7783
    • Improve security of form for user details #7771, #7786
    • Disallow setting non-existent theme #7722
    • Regenerate cookie ID after logging out #7762
    • Require current password when setting new password #7763
    • Add missing access checks for feed-related actions #7768
    • Strip more unsafe attributes such as referrerpolicy, ping #7770
    • Remove unneeded execution permissions #7802
  • Bug fixing
    • Fix redirections when scraping from HTML #7654, #7741
    • Fix multiple authentication HTTP headers #7703
    • Fix HTML queries with a single feed #7730
    • WebSub: only perform a redirection when coming from WebSub #7738
    • Include enclosures in entries’ hash #7719
      • Negative side-effect: users of the option to automatically mark updated articles as unread will once have some articles with enclosures re-appear as unread
    • Fix cancellation of slider exit UI #7705
    • Honor disable update on update page #7733
    • Fix no registration limit setting #7751
    • Fix XML encoding of sharing functions #7822
  • SimplePie
  • Deployment
    • Docker default image (Debian 12 Bookworm) updated to PHP 8.2.29 #7805
    • Docker alternative image updated to Alpine 3.22 with PHP 8.4.11 and Apache 2.4.65 #7740, #7740,
      #7803
    • Start supporting PHP 8.5+ #7787, #7826
      • Docker Alpine dev image :newest updated to PHP 8.5-alpha and Apache 2.4.65 #7773
    • Docker: interpolate FRESHRSS_INSTALL and FRESHRSS_USER variables #7725
    • Docker: Reduce how much data needs to be chown/chmod’ed on container startup #7793
    • Test for database PDO typing support during install (relevant for MySQL / MariaDB with obsolete driver) #7651
  • Extensions
    • Add API endpoint for extensions #7576
    • Expose the reading modes for extensions #7668, #7688
    • New extension hook before_login_btn #7761
  • UI
    • Improve mark as read request showing popup due to onbeforeunload #7554
    • Fix lazy-loading for <video poster="..."> and <image> #7636
    • Avoid styling <code> inside of <pre> #7797
    • Improve confirmation logic with data-auto-leave-validation #7785
    • Update chart.js to 4.5.0 #7752, #7816
    • Various UI and style improvements: #7616, #7811
  • I18n
  • Misc.
  • 18. August 2025 um 18:03

FreshRSS 1.26.3

Von Alkarex

This is a bug-fix release for FreshRSS 1.26.x

A few highlights ✨:

  • Keep sort and order criteria during navigation
  • Implement loading spinner for marking as favourite/read
  • Many bug fixes

This release has been made by @Alkarex, @Inverle and newcomers @CarelessCaution, @the7thNightmare

Full changelog:

  • Features
    • Keep sort and order criteria during navigation #7585
    • Add info about PDO::ATTR_CLIENT_VERSION (relevant for MySQL / MariaDB with obsolete driver) #7591
  • Bug fixing
    • Fix SQL request for user labels with custom sort (affecting PostgreSQL) #7588
    • Fix regression for favicon in GReader and Fever APIs #7573
    • Fix newest articles (within last second) not shown #7577
    • Fix duplicate HTTP header for POST #7556
    • Fix important articles on reader view #7602
    • Fix remove last share method #7613
    • Fix API handling of default category #7610
    • Fix user self-deletion #7626
    • Move PHP minimum version check #7560
  • Security
    • Fix encoding of themes #7565
    • Fix .htaccess.dist for access to /scripts/vendor/ #7598
  • SimplePie
    • Strip more HTML deprecated styles attributes: bgcolor, text, background, link, alink, vlink #7606
  • UI
    • Implement loading spinner for marking as favourite/read #7564
    • Provide theme class for CSS #7559
  • Deployment
    • Use HTTP Cache-Control: immutable for some files #7552
    • Drop Apache 2.2 (only support Apache 2.4+) #7561
  • I18n
  • Misc.
  • 03. Juni 2025 um 00:10

FreshRSS 1.26.2

Von Alkarex

This is a security-focussed release for FreshRSS 1.26.x, addressing several CVEs (thanks @Inverle) 🛡

A few highlights ✨:

  • Implement JSON string concatenation with & operator
  • Support multiple JSON fragments in HTML+XPath+JSON mode (e.g. JSON-LD)
  • Multiple security fixes with CVEs
  • Bug fixes

Notes ℹ:

  • Favicons will be reconstructed automatically when feeds gets refreshed. After that, you may need to refresh your Web browser as well.

This release has been made by @Alkarex, @Frenzie, @hkcomori, @loviuz, @math-GH
and newcomers @dezponia, @glyn, @Inverle, @Machou, @mikropsoft

Full changelog:

  • 03. Mai 2025 um 22:27

[unable to retrieve full-text content]

  • 03. April 2025 um 23:30

[unable to retrieve full-text content]

  • 03. April 2025 um 16:30

[unable to retrieve full-text content]

  • 03. April 2025 um 16:30

Neu in .NET 9.0 [14]: Multiplikation großer Zahlen mit BigMul()

Von Heise

(Bild: Pincasso/Shutterstock.com)

Eine neue Methode erlaubt die Multiplikation großer Zahlen.

Die Klassen für Ganzzahltypen Int32, UInt32, Int64 und UInt64 bieten jeweils eine neue Methode BigMul() für die Multiplikation, die die Ergebnisse als Int64 und UInt64 bzw. Int128 und UInt128 zurückliefert (ohne Überlauf).

public void BigMul()
 {
  CUI.Demo();
 
  long Value1 = long.MaxValue;
  ulong Value2 = ulong.MaxValue;
 
  Console.WriteLine("Value1: " + Value1.ToString("#,0"));
  Console.WriteLine("Value2: " + Value2.ToString("#,0"));
 
  CUI.H1("Normale Multiplikation");
  Int128 e1 = Value1 * 2; // Überlauf! -2
  UInt128 e2 = Value2 * 2; // Überlauf! 18446744073709551614
 
  Console.WriteLine(e1.ToString("#,0")); // Überlauf! -2
  Console.WriteLine(e2.ToString("#,0")); // Überlauf! 18446744073709551614
 
  CUI.H1("Multiplikation mit BigMul()");
  Int128 e3 = Int64.BigMul(Value1, 2); // 18.446.744.073.709.551.614
  UInt128 e4 = UInt64.BigMul(Value2, 2); // 36.893.488.147.419.103.230
  Console.WriteLine(e3.ToString("#,0")); // 18.446.744.073.709.551.614
  Console.WriteLine(e4.ToString("#,0")); // 36.893.488.147.419.103.230
 }


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https://www.heise.de/-10331981

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[1] mailto:rme@ix.de

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  • 28. März 2025 um 10:48

Neu in .NET 9.0 [12]: GUID-Version 7 mit CreateVersion7()

Von Heise

(Bild: Pincasso/Shutterstock.com)

In .NET 9.0 kann man neuerdings einen Globally Unique Identifier in der Version 7 mit Zeitstempel erzeugen.

Die .NET-Klasse System.Guid bietet seit .NET 9.0 neben der statischen Methode NewGuid(), die einen Globally Unique Identifier (GUID), alias UUID (Universally Unique Identifier), gemäß RFC 9562 [1] mit reinen Zufallszahlen (Version 4) erzeugt, nun auch eine weitere statische Methode CreateVersion7() mit einem Timestamp und einer Zufallszahl.

Folgender Code zeigt sowohl den Einsatz von NewGuid() als auch den von CreateVersion7():

public void Run()
{
 CUI.Demo(nameof(FCL9_Guid));
 
 for (int i = 0; i < 10; i++)
 {
  Guid guid = Guid.NewGuid();
  Console.WriteLine($"Guid v4:\t{guid}");
 }
 
 for (int i = 0; i < 10; i++)
 {
  Guid guid7 = Guid.CreateVersion7();
  Console.WriteLine($"Guid v7:\t{guid7}");
 }
 CUI.Yellow("Warte 1 Sekunde...");
 Thread.Sleep(1000);
 for (int i = 0; i < 10; i++)
 {
  Guid guid7 = Guid.CreateVersion7();
  Console.WriteLine($"Guid v7:\t{guid7}");
 }
}

Die Ausgabe zu dem Listing zeigt, dass die GUIDs in Version 7 sich aufgrund des enthaltenen Timestamps ähnlich sind.

(Bild: Screenshot (Holger Schwichtenberg))

Der Timestamp ist in UTC-Zeit in den ersten 64 Bits der GUID enthalten.

Zum Extrahieren des Zeitpunkts gibt es keine eingebaute Methode, man kann ihn aber folgendermaßen extrahieren:

public DateTimeOffset GetDateTimeOffset(Guid guid)
{
 byte[] bytes = new byte[8];
 guid.ToByteArray(true)[0..6].CopyTo(bytes, 2);
 if (BitConverter.IsLittleEndian)
 {
  Array.Reverse(bytes);
 }
 long ms = BitConverter.ToInt64(bytes);
 return DateTimeOffset.FromUnixTimeMilliseconds(ms);
}


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  • 14. März 2025 um 17:03

Neu in .NET 9.0 [11]: Neue Möglichkeiten für ref struct in C# 13.0

Von Heise

(Bild: Pincasso/Shutterstock)

In C# 13.0 hat Microsoft den Einsatzbereich von ref struct unter anderem zum Implementieren von Schnittstellen erweitert.

Seit C# 7.2 gibt es Strukturen, die immer auf dem Stack leben und niemals auf den Heap wandern können: ref struct. In C# 13.0 hat Microsoft den Einsatz von ref struct erweitert.

Solche Typen können nun:

  • Schnittstellen implementieren. Allerdings gilt die Einschränkung, dass die Struktur nicht in den Schnittstellentyp konvertiert werden kann, da der Compiler intern dafür ein Boxing machen müsste.
  • als Typargument genutzt werden. Allerdings muss man dazu den generischen Typ beziehungsweise die generische Methode where T : allows ref struct verwenden.
  • in Iteratoren mit yield verwendet werden. Allerdings darf die Struktur nicht länger leben als der aktuelle Durchlauf des Iterator.
  • in asynchronen Methoden, die Task oder Task<T> liefern, genutzt werden.

Weiterhin gilt aber: Wenn man einen Typ als ref struct deklariert, ist ein Boxing nicht mehr möglich. Der Einsatz von ref struct ist daher begrenzt. So kann man beispielsweise kein Array und keine List<T> daraus erzeugen.

Folgender Code zeigt einen eigenen Typ mit ref struct, der eine Schnittstelle implementiert:

internal interface IPerson
{
  int ID { get; set; }
  int Name { get; set; }
}

// NEU seit C# 13.0: ref struct kann Schnittstelle implementieren
ref struct Person : IPerson 
 {
  public int ID { get; set; }
  public int Name { get; set; }
  // ToString()
  public override string ToString()
  {
   return "Person #" + ID + " " + Name;
  }
 }
}
 
class Client
{
 public void Run()
 {
  Person p = new Person();
  p.ID = 1;
  p.Name = 2;
  Console.WriteLine(p.ID);
  Console.WriteLine(p.Name);
 
  // Das ist alles nicht erlaubt!
  // IPerson i = p; // Casting auf Schnittstelle
  // List<Person> PersonList = new(); // List<T>
  // PersonList[] PersonArray = new Person[10]; // Array
 }
}


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  • 07. März 2025 um 11:44

Mit "Gaslighting": Kann man KIs psychologisch austricksen?

Von Eberhard Wolff
Explosion

(Bild: Vova Shevchuk / Shutterstock.com)

Psychologische Tricks werden scheinbar erfolgreich gegen ein LLM eingesetzt – aber ist das wirklich relevant?

Einem Psychologen ist es gelungen, Sicherheitsrichtlinien diverser Large Language Models (LLMs) mit Tricks auszuhebeln, die eigentlich zur Manipulation von Menschen dienen. Mit Gaslighting hat Luke Bölling LLMs [1] dazu gebracht, einen Text zu erzeugen, der scheinbar erklärt, wie man einen Molotowcocktail [2]herstellt (Siehe dazu auch der heise-Artikel [3] von Niklas Jan Engelking).

Gaslighting [4] ist ein psychologisches Konzept: Es ist "eine Form von psychischer Manipulation …, mit der Opfer gezielt desorientiert, verunsichert und in ihrem Realitäts- und Selbstbewusstsein allmählich beeinträchtigt werden". LLMs generieren jedoch lediglich Texte. Sie nehmen keine Realität wahr und haben kein Selbstbewusstsein. Der Artikel argumentiert, dass dieser Angriff trotzdem funktioniert, weil das Trainingsmaterial von Menschen geschrieben wurde und daher auch Konzepte wie Gaslighting darin vorkommen. Dennoch dürfen wir nie vergessen, dass LLMs nichts weiter als Textgeneratoren sind. Sie haben keine Emotionen, wie die zitierte Arbeit auch feststellt. Daher werde ich im weiteren Text den Begriff "Textgenerator" verwenden, da er besser beschreibt, was LLMs tatsächlich tun.

Textgeneratoren – nicht LLMs

Textgeneratoren können offensichtlich einen Text erzeugen, der wie eine plausible Anleitung zur Herstellung eines Molotowcocktails erscheint – genau, wie sie scheinbar plausible Verweise auf Gerichtsentscheidungen [5] für einen Anwalt generieren können. Und obwohl diese Verweise für den Anwalt überzeugend klingen, sind sie in Wirklichkeit erfunden. Das ist eines der Probleme mit Textgeneratoren: Sie sind darauf optimiert, überzeugend zu klingen, und versuchen so, das kritische Hinterfragen ihrer Ergebnisse zu vermeiden.

Die eigentliche Frage lautet also: Würde die angebliche Anleitung zur Herstellung eines Molotowcocktails tatsächlich funktionieren? Ich habe mit Lucas Dohmen einen Stream über Textgeneratoren [6] gemacht, und eine der zentralen Erkenntnisse war: Man muss die Ergebnisse von Textgeneratoren überprüfen, um sicherzustellen, dass sie korrekt und nicht erfunden sind. Der zitierte Artikel scheint dies nicht zu tun – das heißt, die gesamte Information über Molotowcocktails könnte schlicht "halluziniert" sein. Das Problem der Generierung von Fake-Informationen durch Textgeneratoren ist nämlich so bekannt, dass es einen eigenen Begriff (Halluzination) gibt. Tatsächlich ist "halluziniert" der falsche Begriff, denn "unter Halluzination [7]versteht man eine Wahrnehmung, für die keine nachweisbare externe Reizgrundlage vorliegt". Textgeneratoren haben jedoch keine Wahrnehmungen. Daher sollten wir dieses Phänomen korrekt als "Generierung von Fake-Informationen" benennen.

Wir können die Information über den Molotowcocktail nicht überprüfen, da sie im Originalartikel unkenntlich gemacht wurde – was natürlich absolut sinnvoll ist. Ich würde mich aber nicht auf diese Informationen verlassen, um tatsächlich einen improvisierten Brandsatz zu bauen.

Sicherheitsrisiko?

Der Artikel behauptet, dieses Problem sei ein Sicherheitsrisiko bei Textgeneratoren. Falls das wirklich der Fall wäre, bestünde die Lösung darin, sensible Informationen aus dem Trainingsmaterial auszuschließen. Das Anpassen der Trainingsdaten wäre ohnehin sinnvoll, beispielsweise aufgrund von Urheberrechtsproblemen. Aus irgendeinem Grund scheint Urheberrecht für Textgeneratoren nicht zu gelten, während es für Menschen schwere Folgen [8]haben kann. Warum sollte es nicht möglich sein, Anleitungen zur Herstellung von improvisierten Brand- oder Sprengsätzen aus dem Trainingsmaterial zu entfernen? Wenn das zu viel Aufwand ist, dann ist das Problem vielleicht gar nicht so groß.

Dieses "Sicherheitsproblem" wäre auch nur dann ein echtes Problem, wenn der Textgenerator keine Fake-Informationen generiert hätte – dazu sagt der Artikel jedoch nichts. Falls es Fake-Informationen sind, könnte man es vielleicht als eine Art Honeypot [9] betrachten, um Menschen von echten Informationen fernzuhalten?

Wie baut man Molotowcocktails?

Doch die eigentliche Frage ist: Wäre dies wirklich der einfachste Weg, um an solche Informationen zu gelangen? Angenommen, ich plane, einen Molotowcocktail zu bauen – würde ich komplizierte "psychologische Angriffe" auf einen Textgenerator durchführen, um eine möglicherweise falsche Antwort zu erhalten? Gibt es einfachere und präzisere Möglichkeiten? Also habe ich den naheliegenden Weg ausprobiert: eine Suche mit einer Suchmaschine. Zwei Klicks später fand ich ein Dokument, das detailliert erklärt, wie man anspruchsvolle improvisierte Sprengsätze herstellt – und ich habe guten Grund zu glauben, dass diese Anleitungen tatsächlich funktionieren. Zugegeben, dieses spezielle Dokument beschreibt nicht, wie man einen Molotowcocktail baut, aber es erklärt eine Vielzahl anderer Vorrichtungen. Diese Recherche selbst nachzuvollziehen, ist sicher spannend.

tl;dr

LLMs sind Textgeneratoren, die potenziell erfundene Informationen produzieren – das ist bekannt. Es mag ausgeklügelte Methoden geben, um sie dazu zu bringen, Texte zu generieren, die sensible Informationen zu enthalten scheinen – doch diese könnten schlicht Falschinformationen sein. Häufig gibt es einfachere Wege, um an sensible Informationen zu gelangen, insbesondere wenn es um improvisierte Brand- oder Sprengsätze geht. Daher sehe ich keinen Grund, "psychologische" Tricks auf Textgeneratoren anzuwenden – denn genau das sind LLMs letztlich.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10334947

Links in diesem Artikel:
[1] https://humandataexperience.substack.com/p/librarian-bully-attack-gaslighting
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Molotowcocktail
[3] https://www.heise.de/news/Neuer-LLM-Jailbreak-Psychologe-nutzt-Gaslighting-gegen-KI-Filter-10332571.html
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Gaslighting
[5] https://news.bloomberglaw.com/litigation/lawyer-sanctioned-over-ai-hallucinated-case-cites-quotations
[6] https://www.heise.de/news/software-architektur-tv-KI-und-LLMs-kritisch-betrachtet-10287426.html
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Halluzination
[8] https://en.wikipedia.org/wiki/Aaron_Swartz#United_States_v._Aaron_Swartz
[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Honeypot
[10] mailto:map@ix.de

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  • 01. April 2025 um 11:23

Refactoring as a Service: Codequalität auf Knopfdruck?

Von Golo Roden
Menschen und Android betrachten Code

(Bild: erzeugt mit KI durch iX)

Automatisiertes Refactoring klingt verlockend – doch lässt sich Codequalität wirklich auf Knopfdruck verbessern, oder braucht es am Ende doch den Menschen?

Heute habe ich eine große Ankündigung für Sie – eine, die für viele Entwicklerinnen und Entwickler wohl einem echten Traumszenario gleichkommt. Ein Gedanke, der so bestechend einfach klingt, dass man sich fragen könnte, warum es so etwas nicht schon längst gibt. Sicher kennen auch Sie Gespräche im Team, in denen dieser Wunsch immer wieder auftaucht – meist mit ironischem Unterton, aber manchmal durchaus mit einem Funken Hoffnung.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihren kompletten Codestand einfach in eine ZIP-Datei packen, per HTTP an einen Service hochladen – und wenige Minuten später erhalten Sie ihn vollständig refactored zurück: besser strukturiert, mit klaren Abhängigkeiten, sinnvoll modularisiert, mit sprechenden Namen, nachvollziehbarer Architektur und aussagekräftigen Tests. Inklusive aktualisierter Dokumentation, vollständig durchgelintet und formatiert. Einmal hochladen, und der Code sieht anschließend aus, als hätte ein erfahrenes Senior-Architekturteam drei Wochen intensiv daran gearbeitet. Genau das haben wir jetzt Realität werden lassen und nennen es: "Refactoring as a Service".

Refactoring auf Knopfdruck

Die Idee ist so einfach wie genial: Haben Sie ein Repository, dessen Zustand nicht mehr ganz optimal ist? Kein Problem: Sie laden den Code einfach über unsere API hoch oder verweisen auf ein Git-Repository mit einem gültigen Token – der Rest passiert automatisch im Hintergrund. Unser Service analysiert den Code mit statischen und dynamischen Verfahren, führt eine kombinierte AST- und Graphanalyse durch, identifiziert strukturelle Schwächen, erkennt Anti-Patterns, bewertet essenzielle Metriken wie zyklomatische Komplexität, Kohäsion, Kopplung, Testabdeckung und Architekturkonformität – und erstellt daraus ein kontextsensitives, semantisch fundiertes Refactoring-Konzept, das automatisiert umgesetzt wird. Die resultierende Codebasis ist nicht nur schöner und verständlicher, sondern auch modularer, wartbarer und besser getestet. Selbstverständlich integriert sich das Ganze nahtlos in CI/CD-Prozesse und ist über eine OpenAPI-Schnittstelle vollständig automatisierbar.

Weil uns das noch nicht genug war, wird zusätzlich eine KI-gestützte Kommentierung vorgenommen, die basierend auf Codeverständnis sowie Projektkontext passgenaue Kommentare und Erläuterungen hinzufügt – sowohl auf Code- als auch auf Modul- und Architekturebene. Die Testabdeckung wird nicht nur erhöht, sondern zielgerichtet erweitert, mit besonderem Augenmerk auf Pfadabdeckung, Grenzfälle, Randbedingungen und semantisch relevante Kombinationen. All dies orchestriert ein auf Kubernetes skalierendes Service-Backend, das selbst größere Projekte in kurzer Zeit bewältigt. Für besonders kritische Projekte bieten wir zudem eine Audit-Funktion: Jede Änderung bleibt einzeln nachvollziehbar, jeder Commit wird semantisch kommentiert, jeder Refactoring-Schritt dokumentiert. Kurz gesagt: Der perfekte Begleiter für Softwareteams, die Qualität ernst nehmen, dabei aber ihren Fokus auf die eigentliche Entwicklung legen wollen.

Eine geschickte Kombination von Technologien

Die eigentliche Magie entsteht durch die Kombination verschiedener Technologien und Ansätze: Statische Analyse alleine hilft wenig, wenn sie den fachlichen Kontext nicht berücksichtigt. LLMs alleine schreiben zwar Code, wissen aber nicht, ob dieser wirklich zu Ihrem Projekt passt. Clean-Code-Prinzipien sind essenziell, lösen aber nicht das grundlegende Problem der strukturellen Überarbeitung. Erst die systematische Verbindung dieser Ansätze schafft etwas, das sich wirklich als Refactoring im engeren Sinne bezeichnen lässt. Genau das macht "Refactoring as a Service" nicht nur zu einem interessanten Tool, sondern zu einem echten Gamechanger.

Natürlich – und das war uns von Anfang an bewusst – ersetzt "Refactoring as a Service" nicht den Menschen. Unser Ziel war es nie, die Expertise erfahrener Entwicklerinnen und Entwickler überflüssig zu machen. Ganz im Gegenteil: Wir wollten diese Expertise entkoppeln, also ermöglichen, dass sie unabhängig von individueller Verfügbarkeit, Projektkontext oder Zeitdruck eingesetzt werden kann. Deshalb haben wir all unser Wissen, unsere Erfahrungen und Prinzipien in diesen Service einfließen lassen – damit andere Teams davon profitieren können, ohne dass wir immer persönlich involviert sein müssen.

Das ist nicht nur für Entwicklerinnen und Entwickler spannend, sondern gleichermaßen interessant für Softwarearchitektinnen und -architekten, Teamleads und CTOs sowie alle, die sich intensiv mit Softwarequalität und Wartbarkeit auseinandersetzen. Denn Refactoring ist nicht nur ein technisches Hilfsmittel, sondern ein strategisches Instrument. Es entscheidet maßgeblich über Lebensdauer, Änderbarkeit und Erweiterbarkeit – und damit letztlich über den wirtschaftlichen Erfolg eines Projekts. Genau deshalb möchten wir mit "Refactoring as a Service" dazu beitragen, dass mehr Teams die Möglichkeit erhalten, ihre Codebasis auf ein solides und wartbares Fundament zu stellen.

Wann, wie, wo, …?

An dieser Stelle fragen Sie sich vermutlich bereits: Klingt vielversprechend – doch wie viel kostet das Ganze? Wann und wie kann ich es ausprobieren? Die Antwort auf diese Fragen lautet leider: gar nicht. Denn heute ist der 1. April, und "Refactoring as a Service" existiert nicht.

Doch bevor Sie enttäuscht sind: Die Idee hinter "Refactoring as a Service" – also der Wunsch nach automatisiertem, reproduzierbarem und skalierbarem Refactoring – ist real und absolut verständlich. Wer von uns kennt nicht den Frust, sich durch Altlasten zu kämpfen, zu fragen, was sich jemand bei einem Stück Code gedacht haben könnte, und den Wunsch, einfach einen Knopf drücken zu können: "Jetzt Refactor" – klick, fertig. Leider ist es nicht ganz so einfach, und dafür gibt es gute Gründe.

Refactoring ist eine Entscheidung

Refactoring ist eben nicht nur eine technische Tätigkeit, sondern eine bewusste Entscheidung: eine Entscheidung darüber, wie Code strukturiert werden soll. Welche Konzepte getrennt, welche zusammengeführt werden müssen. Welche Benennungen welche Bedeutung tragen. Welche Architekturprinzipien zum Einsatz kommen, wann bestimmte Patterns sinnvoll sind und wann man bewusst darauf verzichten sollte. All das hängt unmittelbar mit einem fundierten fachlichen Verständnis zusammen: Sie können keine gute Struktur aufbauen, wenn Sie nicht wissen, was diese Struktur abbilden soll. Sie können keine Struktur sinnvoll bewerten, wenn Sie nicht verstehen, welche Anforderungen diese erfüllen muss. Genau deshalb ist Refactoring auch nichts, was sich rein nach Schema F automatisieren ließe. Es handelt sich eben nicht um einen rein technischen Akt, sondern um einen analytischen und diskursiven Prozess.

Natürlich gibt es Tools, Plug-ins und LLMs. Doch keines dieser Hilfsmittel kann Ihnen beantworten, ob eine Methode in einen Service oder in einen Controller gehört. Keines erkennt zuverlässig, ob eine bestimmte Implementierung noch zur aktuellen Realität passt oder lediglich ein Relikt früherer Feature-Iterationen darstellt. Keines entscheidet für Sie, ob ein Name tatsächlich treffend oder nur historisch gewachsen ist. Kein Tool abstrahiert Fachlichkeit umfassend, ersetzt Kommunikation oder übernimmt Verantwortung. All diese Dinge erfordern Erfahrung, Kontextverständnis, Empathie – also letztlich Menschen.

Die Bedeutung von Teamarbeit

Deshalb ist gutes Refactoring stets gute Teamarbeit. Es bedeutet, innezuhalten, Code bewusst erneut zu lesen, zu verstehen, was er ausdrücken möchte, und anschließend in kleinen, wohlüberlegten Schritten etwas Besseres daraus zu machen. Etwas Klareres und Stabileres, das den Alltag erleichtert und nicht erschwert. Genau darin liegt auch die Verantwortung beim Refactoring. Wer refactored, entscheidet sich für langfristige Qualität – und gegen kurzfristige Bequemlichkeit. Das ist nicht immer einfach.

In vielen Teams fehlt dafür oft Zeit, Mut oder Rückendeckung. Features werden entwickelt, Stories geliefert und der Durchsatz optimiert – doch der Boden, auf dem alles steht, wird selten stabilisiert. Je länger das andauert, desto brüchiger wird das Fundament. Irgendwann wächst Refactoring dann zu einem Mammutprojekt heran, das niemand mehr anfassen möchte – obwohl anfangs nur wenige kleine Schritte nötig gewesen wären. Genau das darf nicht passieren.

Was also ist der bessere Weg? Sehen Sie Refactoring nicht als einmalige, große Aufgabe, sondern als kontinuierlichen Prozess. Machen Sie Refactoring zum festen Bestandteil Ihres Alltags, jeder Story, jedes Features, jedes Sprints. Refactoring ist nicht etwas, das man macht, wenn gerade Zeit übrig bleibt – sondern etwas, das man stets tun sollte, um sich die Zukunft deutlich einfacher zu gestalten. Das bedeutet konkret: kleine Schritte, regelmäßige Reviews, klare Verantwortlichkeiten, Mut zur Veränderung und ein gemeinsames Verständnis im Team, dass gute Software niemals Zufall ist, sondern das Ergebnis von Haltung, Prinzipien und kontinuierlicher Pflege.


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  • 01. April 2025 um 09:19

Neu in .NET 9.0 [14]: Multiplikation großer Zahlen mit BigMul()

Von Dr. Holger Schwichtenberg

(Bild: Pincasso/Shutterstock.com)

Eine neue Methode erlaubt die Multiplikation großer Zahlen.

Die Klassen für Ganzzahltypen Int32, UInt32, Int64 und UInt64 bieten jeweils eine neue Methode BigMul() für die Multiplikation, die die Ergebnisse als Int64 und UInt64 bzw. Int128 und UInt128 zurückliefert (ohne Überlauf).

public void BigMul()
 {
  CUI.Demo();
 
  long Value1 = long.MaxValue;
  ulong Value2 = ulong.MaxValue;
 
  Console.WriteLine("Value1: " + Value1.ToString("#,0"));
  Console.WriteLine("Value2: " + Value2.ToString("#,0"));
 
  CUI.H1("Normale Multiplikation");
  Int128 e1 = Value1 * 2; // Überlauf! -2
  UInt128 e2 = Value2 * 2; // Überlauf! 18446744073709551614
 
  Console.WriteLine(e1.ToString("#,0")); // Überlauf! -2
  Console.WriteLine(e2.ToString("#,0")); // Überlauf! 18446744073709551614
 
  CUI.H1("Multiplikation mit BigMul()");
  Int128 e3 = Int64.BigMul(Value1, 2); // 18.446.744.073.709.551.614
  UInt128 e4 = UInt64.BigMul(Value2, 2); // 36.893.488.147.419.103.230
  Console.WriteLine(e3.ToString("#,0")); // 18.446.744.073.709.551.614
  Console.WriteLine(e4.ToString("#,0")); // 36.893.488.147.419.103.230
 }


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  • 28. März 2025 um 10:48

CloudEvents verstehen und nutzen: Der CNCF-Standard für Event-Integration

Von Golo Roden

(Bild: Shutterstock/Milos Milosevic)

CloudEvents schafft Interoperabilität für Event-basierte Systeme. Warum der Standard sinnvoll ist und wie er funktioniert, behandelt dieser Blogpost.

Es heißt oft, Event-basierte Systeme seien besonders leistungsfähig, weil sich Events hervorragend dazu eignen, Informationen über fachliche Ereignisse zwischen verschiedenen Systemen auszutauschen und diese so zu integrieren. In der Realität zeigt sich jedoch häufig ein ganz anderes Bild: Jedes System verwendet seine eigene Variante von Events, die Formate sind nicht kompatibel, und die erhoffte Integration über Events scheitert dadurch schnell. Was hier eindeutig fehlt, ist ein standardisiertes Format – ein allgemeingültiger Standard, der definiert, welche Daten ein Event enthalten soll, wie es strukturiert ist und wie es übermittelt wird.

Glücklicherweise hat sich die Cloud Native Computing Foundation [1] (CNCF) dieser Herausforderung angenommen und genau einen solchen Standard geschaffen: CloudEvents [2]. Für jede Entwicklerin und jeden Entwickler, die mit Event-basierten Systemen arbeiten, ist dieses Thema von großer Relevanz. Daher möchte ich Ihnen in diesem Blogpost einen genaueren Einblick geben.

Was sind überhaupt Events?

Vielleicht fragen Sie sich zunächst, was ich überhaupt unter dem Begriff "Event" verstehe. Eine präzise Antwort würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Daher empfehle ich Ihnen meinen Blogpost zum Thema Event Sourcing [3], der vor einigen Wochen erschienen ist. Es lohnt sich, sich zunächst damit vertraut zu machen und erst anschließend hier weiterzulesen.

Wenn Sie bereits wissen, was mit Events gemeint ist, dann kennen Sie vermutlich auch das Problem: Jedes Event-getriebene System definiert sein eigenes Format für Events, was den Austausch und die Integration zwischen verschiedenen Systemen erheblich erschwert. Der theoretische Vorteil einer gemeinsamen Kommunikationsform durch Events bleibt in der Praxis oft ungenutzt, da die Formate schlicht nicht zueinander passen. Solange es keinen verbindlichen Standard gibt, bleibt der Nutzen solcher Events für die Systemintegration begrenzt.

Genau hier setzt das Konzept von CloudEvents an. Die dahinterstehende Idee ist einfach: Es geht darum, ein standardisiertes Format für Events zu schaffen, um die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen zu ermöglichen. Entwickelt wurde dieser Standard, wie gesagt, von der Cloud Native Computing Foundation, einer gemeinnützigen Organisation, die von nahezu allen großen Cloud-Anbietern wie Microsoft, Amazon und Google unterstützt wird.

Sinn und Zweck von CloudEvents

Das Ziel von CloudEvents ist es, einheitliche Metadaten für Events zu definieren, damit diese zumindest in ihrer äußeren Struktur kompatibel zueinander gestaltet werden können. Zusätzlich sollen plattform- und transportschichtunabhängige Strukturen ermöglicht werden – zum Beispiel soll JSON über HTTPS genauso einsetzbar sein wie XML über MQTT. Der Standard definiert dabei zentrale Begriffe wie "ID", "Source", "Type" und weitere essenzielle Felder.

Warum sollte man auf diesen Standard setzen? Der naheliegende Vorteil liegt in der Reduktion des Aufwands für Konvertierungen und Parsings sowie in einer deutlich verbesserten Interoperabilität zwischen Systemen. Zudem unterstützt CloudEvents verschiedene Protokolle und lässt sich dadurch flexibel transportieren – unabhängig vom konkreten Übertragungsweg. Das ist nicht nur für Anwendungen relevant, sondern auch für Router und Broker, da sich Events durch die standardisierten Metadaten wesentlich besser analysieren, filtern und verteilen lassen. Außerdem verbessert sich durch die strukturierte Beschreibung der Events die Nachvollziehbarkeit, etwa hinsichtlich Ursprung und Zeitpunkt des Ereignisses. Auf dieser Basis lassen sich generische Werkzeuge für Events realisieren – ein Aspekt, der insbesondere für Microservices, Serverless-Funktionen und vergleichbare Architekturen von Bedeutung ist. Und wenn man diesen Gedanken weiterführt, dann wäre CloudEvents sogar als Persistenzformat für Event Sourcing gut geeignet.

Was spricht gegen CloudEvents?

Natürlich stellt sich die Frage, welche Herausforderungen oder Einwände gegen die Nutzung von CloudEvents sprechen könnten. Ein zentrales Problem besteht darin, dass bisher noch nicht viele Systeme diesen Standard unterstützen. Das heißt, es existieren derzeit nur wenige Anwendungen, die direkt kompatibel sind. Bestehende, proprietäre Event-Formate müssen daher weiterhin unterstützt werden – zumindest ergänzend. Das verursacht zusätzlichen Aufwand, den man eigentlich vermeiden möchte. Dies betrifft nicht nur kleinere Systeme, sondern auch Dienste wie die Amazon EventBridge von AWS oder das Event Grid von Microsoft Azure.

Ein weiterer Punkt ist, dass CloudEvents lediglich die Metadaten vereinheitlicht. Die Nutzdaten – also die Payload – bleiben weiterhin spezifisch für die jeweilige Anwendung. Das ist systemimmanent, denn der fachliche Inhalt eines Events lässt sich nicht generisch definieren. Hinzu kommt, dass CloudEvents durch ihre strukturierte Form möglicherweise mehr Overhead verursachen als einfachere proprietäre Formate, insbesondere wenn nicht alle vorgesehenen Felder genutzt werden.

Trotzdem halte ich CloudEvents für einen großen Schritt in die richtige Richtung. Ohne klare Regeln ist es unnötig aufwendig, Event-basierte Systeme miteinander zu koppeln. Ein gemeinsames Vokabular erscheint hier ausgesprochen sinnvoll. Positiv hervorzuheben ist auch, dass sich CloudEvents gut mit anderen Standards kombinieren lässt – etwa mit AsyncAPI [5] oder OpenTelemetry [6]. Alles in allem ist der Standard darauf ausgelegt, den Einstieg möglichst einfach zu gestalten und die Integration in bestehende Systeme zu erleichtern.

So gelingt die Umsetzung

Daraus ergibt sich die Frage, wie man CloudEvents sinnvoll umsetzt. Zunächst sollte man klären, ob der Einsatz für die eigene Anwendung überhaupt sinnvoll ist. Meiner persönlichen Einschätzung nach lautet die Antwort eindeutig: Sobald Sie mit Events arbeiten und sobald Sie auch nur ansatzweise darüber nachdenken, Ihre Software mit anderen Systemen zu koppeln oder zu integrieren, sollten Sie CloudEvents in Betracht ziehen. Natürlich können Sie auch ein eigenes Format definieren – gewinnen werden Sie dadurch allerdings wenig. Der einzige "Nachteil" besteht darin, dass man sich einmal mit dem CloudEvents-Standard vertraut machen muss. Nach meiner Erfahrung ist das sehr gut machbar: Der Standard ist verständlich und überschaubar.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, CloudEvents zu nutzen, dann sollten Sie es auch korrekt tun. Das bedeutet vor allem, sich mit der Bedeutung und dem Format der einzelnen Felder auseinanderzusetzen. Es wäre wenig hilfreich, das Format formal zu unterstützen, dabei aber inkorrekte Werte zu verwenden – insbesondere, wenn sich solche Fehler erst Monate später im Integrationsfall zeigen. Felder wie "source", "subject" oder "type" erfordern dabei besondere Aufmerksamkeit. Es ist nicht kompliziert, erfordert jedoch eine sorgfältige Lektüre der Spezifikation [7].

Falls Sie bereits ein Event-basiertes System im Einsatz haben, das den CloudEvents-Standard bislang nicht berücksichtigt, ist das kein Grund, das Thema abzulehnen. Sie können mit vergleichsweise geringem Aufwand Wrapper, Konverter oder Middleware einsetzen, um zwischen bestehenden Formaten und dem Standard zu übersetzen. Das lohnt sich vor allem langfristig, da Sie auf diese Weise einen einheitlichen Austauschstandard etablieren und den Bedarf an individuellen Adaptern reduzieren. Besonders relevant wird das, wenn Sie CloudEvents auch als Basis für Event Sourcing nutzen – dann sind die Events bereits im Kern standardisiert.

Quo vadis?

Bleibt abschließend die Frage, ob sich CloudEvents langfristig als Standard etablieren wird. Ich bin in dieser Hinsicht optimistisch. Die Unterstützung durch Cloud-Anbieter wächst, ebenso wie die Verbreitung in Open- und Closed-Source-Anwendungen. Darüber hinaus dient CloudEvents bereits als Grundlage für weitere Standards, etwa CDEvents [8], die sich speziell auf Continuous-Delivery-Prozesse konzentrieren. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass CloudEvents als tragfähige und zukunftsfähige Basis angesehen werden.

Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, sich intensiv mit CloudEvents zu beschäftigen. Der Standard ist hilfreich, durchdacht und vor allem praxisnah. Je stärker Sie mit Event-basierten Architekturen arbeiten – sei es in der Entwicklung, in der Infrastruktur oder in anderen Bereichen –, desto relevanter wird dieses Konzept für Sie.

Wenn Sie bereits Erfahrungen mit CloudEvents gesammelt haben oder planen, sich damit auseinanderzusetzen, freue ich mich über Ihre Rückmeldung. Und falls Sie generell mehr über Event-basierte Systeme lernen möchten: Neben der bereits erwähnten Einführung in Event Sourcing finden Sie weiterführende Informationen auch in dem Blogpost "CQRS als Grundlage für moderne, flexible und skalierbare Anwendungsarchitektur [9]".


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10325241

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.cncf.io/
[2] https://cloudevents.io/
[3] https://www.heise.de/blog/Event-Sourcing-Die-bessere-Art-zu-entwickeln-10258295.html
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.asyncapi.com/
[6] https://opentelemetry.io/
[7] https://github.com/cloudevents/spec
[8] https://cdevents.dev/
[9] https://www.heise.de/blog/CQRS-als-Grundlage-fuer-moderne-flexible-und-skalierbare-Anwendungsarchitektur-10275526.html
[10] https://www.mastering-gitops.de/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_gitops.empfehlung-ho.link.link
[11] https://www.mastering-gitops.de/veranstaltung-83006-se-0-gitops-auf-allen-ebenen-mit-crossplane-&-argocd.html?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_gitops.empfehlung-ho.link.link
[12] https://www.mastering-gitops.de/veranstaltung-83394-se-0-gitops-evolution-moderne-infrastruktur-pipelines-mit-pulumi-und-argo-cd.html?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_gitops.empfehlung-ho.link.link
[13] https://www.mastering-gitops.de/veranstaltung-83008-se-0-praxisbericht-zwei-jahre-gitops-mit-fluxcd-in-produktion.html?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_gitops.empfehlung-ho.link.link
[14] https://www.mastering-gitops.de/veranstaltung-83446-se-0-effiziente-multi-tenant-architekturen-gitops-mit-argo-cd-in-der-praxis.html?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_gitops.empfehlung-ho.link.link
[15] https://www.mastering-gitops.de/veranstaltung-83445-se-0-gitops-pattern-fuer-verteilte-deployment-pipelines-mit-kargo.html?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_gitops.empfehlung-ho.link.link
[16] https://www.mastering-gitops.de/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_gitops.empfehlung-ho.link.link
[17] mailto:mai@heise.de

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