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Störungsmeldung vom 04.11.2025 00:30

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider Deutsche Glasfaser

Details

Beginn
04.11.2025 00:30
Region
Kirchheim unter Teck (07021)
Provider
Deutsche Glasfaser
Zugangsart
FTTH

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  • 04. November 2025 um 00:30

iOS 26.1 & Co: Apple aktualisiert die Liquid-Glass-Systeme

Von Heise
iPhone 17 Pro in Techwoven-Hülle

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Das erste große Punkt-Release für Version 26 der Apple-Systeme sorgt für Neuerungen und wichtige Fehlerbehebungen auf iPhones, iPads und Macs.

Update-Reigen für Apple-Geräte: Der Hersteller hat am Montagabend die Version 26.1 für iPhones, iPads, Macs und Apple Watches zum Download freigegeben. Es ist das erste größere Update für iOS, iPadOS, macOS sowie watchOS 26, das seit Mitte September verfügbar ist. Zentral ist ein nachgelieferter Hauptschalter, um das noch junge Liquid-Glass-Design anzupassen: Es lässt sich in den Einstellungen auf "Eingefärbt" umschalten und macht die gläsernen Bedienelemente weniger durchsichtig – sowie Mitteilungen auf dem Sperrbildschirm besser lesbar.

Was in iOS 26.1 sonst noch neu ist

Die frische Version bringt mehrere Neuerungen für die Betriebssysteme, darunter feinere Einstellungsmöglichkeiten für lokale Mitschnitte von Videocalls und eine weitere Geste, um schneller zwischen Songs in Apple Music zu springen. Auf iPads bringt Apple die in iPadOS 26.0 plötzlich fehlende Slide-Over-Ansicht [1] zurück, wenn auch in abgeänderter Form. Zudem unterstützt iPadOS jetzt weitere aus macOS bekannte Befehle zur Fenster- und App-Steuerung, darunter "Beenden" und "Ausblenden".

Laut Apple werden die AutoMix-Übergänge von Apple Music nun auch bei der Audioausgabe über AirPlay unterstützt. Zudem verspricht der Hersteller eine bessere Qualität bei FaceTime-Audio-Calls mit geringer Bandbreite. Auf Apple-Accounts von Jugendlichen sind jetzt automatisch Webfilter aktiv, die pornografische Webseiten blockieren sollen.

Weitere Apple-Updates und Patches

Ebenfalls erhältlich sind visionOS 26.1 sowie tvOS 26.1. Für ältere iPhones und iPads, die sich nicht auf iOS 26 aktualisieren lassen, stellt Apple außerdem Patches mit iOS 18.7.2 und iPadOS 18.7.2 bereit. Nutzer von macOS 15 und macOS 14 finden ebenfalls Updates in der Software-Aktualisierung.

Alle Updates liefern nach Apples Angabe auch wichtige Sicherheitsverbesserungen. Details zu den beseitigten Sicherheitslücken folgen gewöhnlich im weiteren Verlauf des Abends. Mit Version 26.1 scheint Apple sein bislang holpriges System für dringende Sicherheits-Patches, die außerhalb der Reihe erscheinen, auf neue Beine zu stellen. Auch dazu stehen konkrete Informationen jedoch noch aus.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10989024

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/ratgeber/iPadOS-26-So-nutzen-Sie-das-neue-Fenstersystem-auf-Apple-Tablet-10646557.html
[2] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[3] https://www.heise.de/mac-and-i
[4] mailto:lbe@heise.de

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  • 04. November 2025 um 00:36

Bericht: Apple plant OLED-MacBook Air für 2028

Von Heise
MacBook Air jetzt mit 15-Zoll-Display

Bloomberg-Reporter Mark Gurman erwartet das MacBook Air mit OLED-Display für 2028. Zuvor sollen MacBook Pro und iPad-Modelle umgestellt werden.

Apple wird das MacBook Air angeblich im Jahr 2028 mit einem OLED-Display ausstatten. Das berichtet Bloomberg-Reporter Mark Gurman in seinem aktuellen "Power On"-Newsletter [1]. Die Umstellung auf die selbstleuchtende Display-Technologie sei Teil einer umfassenden OLED-Umstellung, die mehrere iPad- und Mac-Produktlinien betreffen soll.

Laut Gurman wird Apple die OLED-Technologie schrittweise über verschiedene Geräteklassen hinweg einführen. Die geplante Reihenfolge: iPad mini, MacBook Pro, iPad Air und zuletzt das MacBook Air. Beim iPad Pro setzt Apple bereits seit 2024 auf OLED-Displays. Das günstigste iPad-Modell soll hingegen bei LCD-Technologie bleiben.

Die für 2028 erwartete OLED-Variante des MacBook Air würde bei einem jährlichen Update-Zyklus voraussichtlich mit M7-Chips ausgestattet. Bereits Anfang 2026 plant Apple laut Gurman ein MacBook-Air-Update mit M5-Prozessoren, das aber weiterhin auf LCDs setzen wird. Wie Apples Finanzchef kürzlich andeutete [2], sind für den Rest von 2025 keine weiteren Mac-Modelle zu erwarten.

MacBook Pro erhält OLED und Touchscreen

Deutlich früher als das MacBook Air soll das MacBook Pro von der OLED-Technologie profitieren [3]. Gurman und Apple-Analyst Ming-Chi Kuo [4] rechnen mit einer umfassenden Neugestaltung bereits Ende 2026. Dabei soll das MacBook Pro nicht nur ein OLED-Display erhalten, sondern erstmals auch Touch-Funktionalität bieten – eine deutliche Abkehr von Apples bisheriger Haltung gegen Touchscreens bei Notebooks.

Die Umstellung auf OLED bringt mehrere technische Vorteile [5]: Die selbstleuchtenden Pixel ermöglichen höhere Helligkeitswerte bei gleichzeitig perfektem Schwarz, da einzelne Pixel komplett abgeschaltet werden können. Daraus resultiert ein deutlich höherer Kontrast. Zudem arbeiten OLED-Displays energieeffizienter als LCDs mit Hintergrundbeleuchtung, was die Akkulaufzeit verlängern kann. Apple soll nach Gurmans Angaben bereits mit der Entwicklungsarbeit am OLED MacBook Air begonnen haben.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10992806

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2025-11-02/apple-s-nearly-140-billion-quarter-when-ios-26-1-will-be-out-ipad-mini-revamp-mhhpy1ax
[2] https://www.heise.de/news/Neue-Macs-Apples-Finanzchef-gibt-Hinweise-wann-es-soweit-ist-10966255.html
[3] https://www.heise.de/news/MacBook-mit-OLED-und-Touch-Neue-Details-10773960.html
[4] https://www.heise.de/news/MacBook-mit-Touch-Analyst-rechnet-Ende-2026-damit-10660674.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Display-Technik-OLEDs-fuer-alle-oder-doch-besser-LEDs-10330492.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
[7] mailto:mki@heise.de

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  • 03. November 2025 um 18:38

Londoner Polizei und Apple streiten über Umgang mit gestohlenen iPhones

Von Heise
London

Bei der Operation Echosteep beschlagnahmte die Polizei Londons zahlreiche gestohlene iPhones.

(Bild: London Metropolitan Police)

Londoner Polizei und Apple streiten über Umgang mit gestohlenen iPhones. Die Polizei wirft Apple vor, eine nationale Datenbank gestohlener Geräte zu ignorieren.

Die Londoner Polizei und Apple liefern sich einen ungewöhnlichen öffentlichen Schlagabtausch über die Frage, wie Apple mit Meldungen über gestohlene iPhones umgeht. Die Metropolitan Police wirft Apple laut einem Bericht von "The Telegraph" [1] vor, bei der Inzahlungnahme alter iPhones eine nationale Datenbank über gestohlene Geräte zu ignorieren. Damit mache der Hersteller es indirekt lukrativ, Geräte zu entwenden, weil sie quasi als Rabatt beim Kauf neuer iPhones eingesetzt werden können.

In London ist der Diebstahl von iPhones laut Statistik ein erhebliches Problem. Alleine im letzten Jahr wurden 80.000 Smartphones in der Hauptstadt Großbritanniens entwendet. 80 Prozent davon seien iPhones. Zum Vergleich: Im Vorjahr betrug die Zahl der gestohlenen Smartphones noch 64.000. Drei Viertel der Geräte sollen dabei im Ausland landen, 28 Prozent in China und Hongkong, wo sie wohl recht häufig als Ersatzteillager "ausgeschlachtet" werden.

Darum geht es in der Kritik an Apple

Apple hatte der Londoner Polizei im Juni in einer Anhörung vor Abgeordneten vorgeworfen [2], sich nicht genügend um die "traditionelle Polizeiarbeit" zu kümmern. Konkret geht es dabei darum, dass Apple von der Polizei erwartet, dass sie bei gestohlenen Geräten offizielle Anfragen an Apple stellt, die der iPhone-Hersteller dann auch schnell bearbeiten würde. Die Polizei hingegen erwartet, dass Apple die nationale Datenbank gestohlener Geräte (National Mobile Property Register, NMPR) verwendet.

Zur Kritik der Polizei an Apple gesellen sich laut "Telegraph" auch Mobilfunkbetreiber. Sie beklagen, dass Apple keine Blockierfunktion anbietet, die sie anwenden können, wenn iPhones aus ihren Shops entwendet werden. Apple verweist indessen darauf, dass es mit Geräteschutz und Account-Bindung ausreichende Schutzmechanismen gäbe. Apple erwägt auch, die eindeutige IMEI-Nummer des iPhones zu sperren, um zu unterbinden, dass sich das Gerät mit einem ausländischen Mobilfunknetz verbinden kann. Allerdings gebe es hier das Problem, dass es vereinzelt falsche Diebstahlmeldungen gibt, die darauf abzielen, dass Telefone per IMEI-Sperre lahmgelegt werden.

Handydiebstahl: Profis am Werk

Die Smartphone-Diebstähle in London ereignen sich laut Met bevorzugt nachmittags und in den Abendstunden. In 28 Prozent der Fälle wurden Geräte aus der Hand gerissen oder aus der Tasche entwendet.

Im Oktober verkündete die Londoner Polizei im Zuge der Operation Echosteep [3] einen großen Ermittlungserfolg gegen Diebe und Schmugglerbanden, die binnen eines Jahres bis zu 40.000 gestohlene Smartphones aus Großbritannien nach China brachten. Auch in diesem Zusammenhang riefen die Polizei und der Londoner Bürgermeister [4], Sadiq Khan, die Gerätehersteller auf, mehr gegen Diebstahl zu unternehmen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10992205

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.telegraph.co.uk/business/2025/11/02/met-police-accuses-apple-failing-check-iphones-stolen/
[2] https://www.heise.de/news/Smartphone-Diebstahlwelle-in-London-Untaetigkeitsvorwuerfe-gegen-Apple-und-Google-10436590.html
[3] https://www.heise.de/news/Dank-Mein-iPhone-suchen-Londoner-Polizei-gelingt-Schlag-gegen-Handydiebstahl-10733928.html
[4] https://news.met.police.uk/news/met-dismantles-suspected-smuggling-gang-in-uks-largest-phone-theft-crackdown-501804
[5] https://www.heise.de/mac-and-i
[6] mailto:mki@heise.de

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  • 03. November 2025 um 17:44

Bundeswettbewerb KI für Schüler: Vom preisgekrönten Projekt zur Marktreife

Von Heise

Jedes Jahr ruft das Tübingen AI Center Schüler dazu auf, KI-Projekte einzureichen; aus manchen werden später Produkte. Jetzt stehen die Finalisten 2025 fest.

Die diesjährige Ausgabe des vom Tübingen AI Center ausgetragenen Bundeswettbewerbs KI [1] [1] (BWKI) geht in die heiße Phase. Alle Projekte sind eingereicht und begutachtet, die zehn Finalistinnen und Finalisten stehen fest. Bereits jetzt zeigen sich die Organisatoren zufrieden: Teilgenommen haben an die 350 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 20 Jahren und damit etwa 40 Prozent mehr als im Vorjahr; der Großteil ist 16 bis 18 Jahre alt. Auch Teilnehmer von deutschen Schulen aus Brasilien, Kolumbien und Peking sind mit von der Partie, an der deutschen Botschaftsschule in Peking gibt es sogar eine BWKI-AG.

Sein Thema kann jeder nach Gusto und Interesse wählen, einzige Bedingung: Es soll dem Wohle der Gesellschaft dienen und einen konkreten praktischen Nutzen haben. Dementsprechend groß ist das Themenspektrum, wie BWKI-Sprecher Sören Drabesch im Interview mit c't erklärt [5] [5]. Und das Konzept scheint auch in anderer Hinsicht aufzugehen: Nicht wenige Jugendliche bleiben danach am Ball und versuchen, ihre zwar funktionierenden, aber noch unfertigen Systeme zu perfektionieren oder gar zur Marktreife zu bringen. Zwei davon stellen wir im Folgenden vor.

Man darf also gespannt sein, welche Ideen die Jury in diesem Jahr am meisten überzeugen – und was später einmal daraus wird. Alle zehn Auserwählten dürfen am 14. November 2025 zum Finale reisen und ihre Projekte präsentieren. Es findet diesmal nicht in den heimischen Gefilden der Veranstalter statt, sondern im Frankfurter Museum für Kommunikation, das künstliche Intelligenz als Schwerpunktthema für das Jahr 2025 [6] [6] auserkoren hat. Dort werden vier Preise vergeben: außer dem Hauptpreis auch "AI for Good" für ein besonders nachhaltiges Projekt, "No risk, no fun!" für einen besonders innovativen Ansatz sowie der Publikumspreis, über den die Öffentlichkeit ab sofort abstimmen darf [7] [7].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10632160

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bw-ki.de/
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Bundeswettbewerb-KI-fuer-Schueler-Vom-preisgekroenten-Projekt-zur-Marktreife-10632160.html
[3] https://www.bw-ki.de
[4] https://ki-kurs.org
[5] #anchor_1
[6] https://www.mfk-frankfurt.de/ki-und-kommunikation/
[7] https://www.bw-ki.de/

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  • 03. November 2025 um 16:00

Druckbare Metalltinte als Lichtschalter in Lampenschirmen

Von Ulrich Schmitz

Der Lampen-Prototyp zeigt, wie sich durch druckbare Flüssigmetalltinte taktile Steuerungselemente in Textilien integrieren lassen.

(Bild: WINT Design Lab / Michelle Mantell)

Die leitfähige druckbare Tinte des Fraunhofer IZM macht's möglich: Leuchten ohne Schalter, die sich durch Berührung des Lampenschirms einschalten lassen.

Lukas Werft und Christian Dils vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM sowie Robin Hoske und Felix Rasehorn vom WINT Design Lab leiten das Projekt "Soft Interfaces". Die Forschung zielt darauf ab, Textilien zu schaffen, die Berührungen registrieren und auf die Umweltbedingungen eingehen. Kernstück bildet dabei eine neue druckbare Tinte, die "Liquid Metal Ink" (LMI) mit Galinstan als Basis.

Galinstan ist eine flüssige Metalllegierung aus Gallium, Indium und Zinn, die bei Raumtemperatur flüssig bleibt und einen Schmelzpunkt von −19 °C aufweist. Als ungiftige Alternative zu Quecksilber eignet sie sich dank ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit und ausgezeichneten Fließeigenschaften für vielfältige technische Einsätze – etwa als Wärmeleitpaste in Computern.

Dieses Material wird mit einer Lösung aus thermoplastischem Polyurethan (TPU) vermischt. Das Ergebnis ist eine zähflüssige, druckbare LMI, die auf elastische Substrate aufgebracht werden kann. Die dadurch entstandenen Strukturen funktionieren als Dehnungssensor. Wird leichter Druck auf sie ausgeübt, verändert sich der Widerstand des Materials und das Steuerungssystem im Fuß schaltet die Lampe ein, dimmt das Licht oder passt die Farbe an.

Tinte und Textilien

Forscher kapseln die elektrisch leitfähige Tinte in hochdehnbares thermoplastisches Polyurethan (TPU) ein und schweißen sie durch Laminieren in gewirkte Textilien ein. Das Material überzeugt nicht nur durch Funktionalität, sondern ist auch biegsam, elastisch sowie gut zu verarbeiten und vermittelt ein angenehmes Tastgefühl. Eine der damit als Prototyp gefertigten Modelle ist eine interaktive Leuchte mit textiler Abdeckung.

"Durch Berührungen können Benutzer die Lampe ein- und ausschalten, die Helligkeit dimmen und die Farbtemperatur anpassen. Die Steuerung erfolgt direkt über das textile Interface, was eine neue Dimension der Interaktivität eröffnet", so die Forscher gegenüber dem Informationsdienst Wissenschaft [1] (IDW).

Neue Gestaltungsmöglichkeiten

Nutzer schalten die Beleuchtung instinktiv ein oder aus. LEDs im Sockel dimmen das Licht und verändern dabei den Farbton. Die Stoffabdeckung spannt sich in einen 3D-gedruckten Rahmen und integriert sieben LMI-Sensoren (3D-Sensoren von LMI Technologies). Diese erlauben spielerische Kontrolle: Über Gestensteuerung lässt sich die Helligkeit anpassen. Das Gewebe fungiert dabei ungewohnt als direkte Schnittstelle.

Soft Interfaces zeigt das Potenzial flüssiger Metallleiterbahnen in Textilien. Das mögliche Anwendungsspektrum reicht von neuartigen Bedienelementen für smarte Wohntextilien oder intuitiven Fahrzeugoberflächen über Sensoren für tragbare Elektronik bis hin zu Soft Robotics. Die Technologie befindet sich derzeit noch im Labor- bis Prototyp-Stadium, bietet jedoch vielversprechende Ansätze für skalierbare und energieeffiziente Produkte.

Leitfähiges Filament wird im Gegensatz zu Liquid Metal Ink schon länger im Maker-Bereich verwendet. Es ermöglicht den 3D-Druck von elektrisch leitfähigen Strukturen direkt in oder auf Objekte und wird hauptsächlich in der Elektronik-Entwicklung und -Fertigung eingesetzt, um Schaltkreise, Sensoren oder Verbindungen ohne separate Verdrahtung zu integrieren. Die Leitfähigkeit ist typischerweise niedriger als bei herkömmlichen Drähten, eignet sich aber ideal für Prototypen und flexible Anwendungen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10980032

Links in diesem Artikel:
[1] https://idw-online.de/de/news860649
[2] https://www.heise.de/make
[3] mailto:usz@heise.de

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  • 03. November 2025 um 18:55

US-Sanktionen treiben Bulgarien in die Kraftstoff-Katastrophe

Von Matthias Lindner
Blick auf das Ölterminal in Burgas (Bulgarien).

(Bild: Todor Stoyanov-Raveo / Shutterstock.com)

Die einzige Raffinerie des Landes liefert 80 Prozent des Kraftstoffs. Jetzt läuft die Frist für einen Notverkauf – und Korruptionsvorwürfe kochen hoch.

Die US-Sanktionen gegen den russischen Ölkonzern Lukoil haben Bulgarien in eine prekäre Lage gebracht. Das Land ringt um die Zukunft der Raffinerie Burgas – der einzigen Anlage dieser Art im Land, die bis zu 80 Prozent des heimischen Kraftstoffs liefert.

Russlands zweitgrößter Ölproduzent kündigte den Verkauf seiner internationalen Vermögenswerte an, während Sofia mit Notfallmaßnahmen reagiert und gleichzeitig eine Ausnahmegenehmigung von Washington erwägt.

Strategische Bedeutung der Raffinerie für Bulgariens Energieversorgung

Die Raffinerie Lukoil Neftochim Burgas verarbeitet 190.000 Barrel pro Tag und bildet das Rückgrat der bulgarischen Energieversorgung. Lukoil ist zugleich größter Rohölimporteur des Landes, betreibt über 200 Tankstellen sowie ein weitverzweigtes Netz für Transport und Lagerung von Kraftstoffen, wie Reuters berichtete [1].

Die Financial Times meldete später [2], dass Lukoils europäische Vermögenswerte etwa fünf Prozent zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beitragen – ein Rückgang von elf Prozent vor der russischen Invasion in der Ukraine.

Neben Burgas besitzt Lukoil eine Raffinerie in Rumänien und hält 45 Prozent an einer Anlage in den Niederlanden.

Sanktionsrahmen und Verkaufsdruck bis 21. November

US-Präsident Donald Trump verhängte Sanktionen gegen Lukoil und Rosneft, die am 21. November 2025 vollständig in Kraft treten.

Nach diesem Stichtag gelten alle Transaktionen mit dem Unternehmen als Verstöße gegen die Sanktionen, was zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen auf dem US-Markt führt. Gerade Banken ziehen sich vor diesem Hintergrund gern aus Geschäften mit sanktionierten Unternehmen zurück.

Das US-Finanzministerium (OFAC) gewährte Lukoil eine Übergangslizenz zur Abwicklung bestehender Transaktionen.

Gunvor-Angebot und Verkaufspläne

Lukoil gab am 30. Oktober bekannt, ein Angebot des Schweizer Rohstoffhändlers Gunvor zum Kauf seiner ausländischen Vermögenswerte angenommen zu haben, berichtete [3] Reuters.

Details zu Preis, Umfang und Zeitplan wurden nicht offengelegt. Unklar bleibt auch, ob die bulgarischen Einheiten explizit Teil des Deals sind.

Das Unternehmen betonte, den Verkauf im Einklang mit der OFAC-Lizenz durchzuführen und bei Bedarf eine Verlängerung zu beantragen, "um den ununterbrochenen Betrieb seiner internationalen Vermögenswerte sicherzustellen".

Bulgarische Gesetzesänderungen und Kontrollmechanismen

Das bulgarische Parlament verabschiedete am 24. Oktober mit 119 zu 70 Stimmen Änderungen des Investitionsförderungsgesetzes.

Die neuen Regelungen sehen laut [4] Sofia Globe vor, dass ein Verkauf von Anteilen an den bulgarischen Lukoil-Tochtergesellschaften sowohl von der nationalen Sicherheitsagentur SANS als auch vom Regierungskabinett genehmigt werden muss.

Am 31. Oktober beschloss das Parlament zudem ein vorübergehendes Exportverbot für bestimmte Kraftstoffe – vorwiegend Diesel und Flugbenzin – in EU-Staaten, um die Marktstabilität zu sichern. Ausnahmen gelten für Schiffs- und Flugzeugbetankung sowie Lieferungen an EU- und NATO-Streitkräfte, meldete [5] Reuters.

Operative Risiken und Notfallpläne

Energieminister Zhecho Stankov versicherte nach einer Dringlichkeitssitzung: "Die bulgarischen Bürger sollten ruhig bleiben, der Kraftstoff wird bereitgestellt. Bis zum Ende des Jahres sind die Mengen garantiert." Die Regierung koordiniere einen gemeinsamen europäischen Aktionsplan und habe die Überwachung der Kraftstoffvorräte angeordnet.

Premierminister Rosen Zhelyazkov räumte jedoch ein [6], dass die russische Eigentümerschaft zu Schwierigkeiten bei Finanztransaktionen und beim Zugang zum SWIFT-System führen könnte, sobald die Sanktionen vollständig greifen.

Die Behörden hätten Sicherheitsvorkehrungen gegen mögliche Sabotageakte getroffen, nachdem es in Rumänien, Ungarn und der Slowakei zu Brandanschlägen auf Energieanlagen gekommen war.

Politische Destabilisierung und Ausnahmegesuch

Politico berichtete [7], Bulgarien erwäge eine Ausnahmegenehmigung von den US-Sanktionen. Die Regierung befürchte, dass sich Banken aus der Raffinerie zurückziehen und deren Betriebseinstellung zu Kraftstoffengpässen und Protesten führen könnte.

Aus Regierungskreisen in Sofia heißt es, die Sanktionen könnten einen Regierungssturz provozieren. Dies würde die Position von Präsident Rumen Radev festigen, der von Beobachtern teilweise als pro-russisch eingestuft wird.

Julian Popov, ehemaliger bulgarischer Umweltminister, kritisierte laut Politico, die Regierung sei "nicht richtig vorbereitet" und habe "keinen Notfallplan". Er forderte die operative Übernahme der Raffinerie durch den Staat, unterstützt von einem internationalen Expertenkomitee.

Korruptionsvorwürfe im Verkaufsprozess

Die Gesetzesänderungen lösten innenpolitische Kontroversen aus. Oppositionsvertreter wie Ivailo Mirchev von der Koalition "Wir setzen den Wandel fort" warfen dem nach dem Magnitzky-Gesetz [8] sanktionierten Unternehmer Delyan Peevski vor, die staatliche Agentur SANS zu kontrollieren. Dies ermögliche ihm Einflussnahme auf den Verkauf hin zu einer versteckten Minderheitsbeteiligung, so Sofia Globe.

Mirchev sagte:

Das hat nichts mit den Sanktionen gegen Lukoil zu tun. Es gibt der Person, die SANS kontrolliert, die Möglichkeit, das Geschäft selbst und die Geschäfte der dort gelisteten Unternehmen zu stoppen.

Sein Kollege Bozhidar Bozhanov ergänzte, Peevski plane, die angespannte Situation auszunutzen und über einen Fonds eine Minderheitsbeteiligung zu erwerben – "genau wie bei Bulgartabac".

Konzernperspektive und Investorenrisiken

Für Lukoil-Investoren bedeutet der erzwungene Verkauf einen erheblichen Wertverlust. Die Moskauer Maklerfirma BCS schätzt, dass die europäischen Vermögenswerte etwa fünf Prozent des EBITDA ausmachen. Der Zeitdruck bis zum 21. November dürfte die Verhandlungsposition schwächen.

Ilian Vasilev, ehemaliger bulgarischer Botschafter in Russland, widersprach den Warnungen vor einer Destabilisierung. Die Regierung betreibe "Panikmache", um ein schnelles Handeln beim Verkauf zu vermeiden. "Es gibt legitime und ernsthafte Interessen am Kauf der Lukoil-Vermögenswerte", sagte der heutige Leiter der Beratungsfirma Innovative Energy Solutions laut Politico.

Das Springer-Blatt wies darauf hin, dass Lukoil in der Vergangenheit enormen wirtschaftlichen Einfluss in Bulgarien ausübte und die Burgas-Anlage mit der Ausnutzung von Schlupflöchern in den EU-Sanktionen in Verbindung gebracht wurde.

Der Lukoil Burgas Verkauf entwickelt sich zum Lackmustest für Bulgariens Energiesicherheit und politische Stabilität – mit weitreichenden Konsequenzen für Investoren, die Energieversorgung Südosteuropas und die transatlantischen Beziehungen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11011220

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.reuters.com/business/energy/bulgaria-prepares-measures-its-lukoil-owned-refinery-after-us-sanctions-2025-10-24/
[2] https://www.ft.com/content/774be10a-e53e-4f48-ac92-33ac99109e44
[3] https://www.reuters.com/business/energy/russias-lukoil-accepts-offer-gunvor-buy-its-foreign-assets-2025-10-30/
[4] https://sofiaglobe.com/2025/10/24/bulgarias-parliament-legislates-rules-on-sale-of-lukoil-refinery-subsidiaries/
[5] https://www.reuters.com/business/energy/bulgaria-restricts-fuel-exports-eu-following-lukoil-sanctions-2025-10-31/
[6] https://bnr.bg/en/post/102229708/prime-minister-bulgaria-has-a-month-to-decide-how-to-proceed-after-us-sanctions-on-lukoil
[7] https://www.politico.eu/article/bulgaria-lukoil-burgas-refinery-donald-trump-oil-sanctions-fuel-shortages/
[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Magnitsky_Act

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  • 04. November 2025 um 00:00

1,4 Billionen Dollar: OpenAI verteilt Mega-Auftrag

Von Bernd Müller
Nahaufnahme der App-Icons von drei führenden Cloud-Computing-Dienstleistern, die auf einem iPhone zu sehen sind - Google Cloud Console, Microsoft Blue und AWS Console.

(Bild: Tada Images / Shutterstock.com)

Der ChatGPT-Entwickler verteilt 1,4 Billionen Dollar auf fünf Partner. Doch ein Anbieter erhält deutlich weniger als erwartet.

Die Cloud-Einheit von Amazon.com hat im dritten Quartal die Prognosen der Finanzanalysten deutlich übertroffen. Amazon Web Services (AWS) steigerte die Erlöse um 20 Prozent auf 33 Milliarden US-Dollar – das stärkste Wachstum seit Ende 2022.

An der Börse honorierte man dies mit einem Kursanstieg von zwölft Prozent, was den größten Tageszuwachs seit April darstellt. Die Experten hatten [1] zuvor nur mit 18 Prozent Wachstum gerechnet, so Bloomberg.

Siebenjahresvertrag sichert Nvidia-Chips für ChatGPT-Hersteller

Am 3. November gaben AWS und OpenAI eine Vereinbarung über 38 Milliarden US-Dollar bekannt. Der Deal läuft über sieben Jahre und verschafft dem ChatGPT-Entwickler Zugriff auf mehrere Hunderttausend Grafikchips von Nvidia.

An der Börse trieb dies die Amazon-Papiere um zusätzliche 4,5 Prozent nach oben, während Nvidia um 3,3 Prozent zulegte, meldet [2] Bloomberg.

Die Bereitstellung der Rechenkapazität beginnt sofort, die vollständige Zielkapazität soll bis Ende 2026 verfügbar sein. Amazon installiert dabei die neuesten Nvidia-Beschleuniger GB200 und GB300 in großen Clustern. Diese Infrastruktur dient sowohl der Beantwortung von Nutzeranfragen als auch dem Training künftiger KI-Generationen.

Verteilung von 1,4 Billionen Dollar auf mehrere Partner

OpenAI verfolgt eine breit aufgestellte Infrastrukturstrategie. Insgesamt plant das Unternehmen Ausgaben von 1,4 Billionen US-Dollar für Prozessoren und Datenzentren. Dabei fließen etwa 250 Milliarden Dollar an Microsoft, den Hauptinvestor, für dessen Azure-Plattform.

Oracle erhält rund 300 Milliarden Dollar, der spezialisierte Anbieter CoreWeave bekommt knapp 22,4 Milliarden Dollar. Hinzu kommt die Nutzung der Google Cloud Platform.

Experten von Bloomberg Intelligence bewerten die Diversifizierung laut Bericht positiv: Die Einbindung von AWS reduziere das Abhängigkeitsrisiko gegenüber kleineren Anbietern. Zugleich könne das weltweite AWS-Netzwerk OpenAI bei der globalen Expansion unterstützen.

Kapitalausgaben wachsen auf über 34 Milliarden Dollar

Amazon investiert massiv in den Ausbau seiner Rechenzentrumskapazitäten. Im dritten Quartal stiegen die Kapitalausgaben um 61 Prozent auf 34,2 Milliarden US-Dollar. Konzernchef Andy Jassy bezifferte das Wachstum: Die Leistungsfähigkeit der AWS-Infrastruktur habe sich seit 2022 verdoppelt und werde sich bis 2027 nochmals verdoppeln.

Konzernweit erwirtschaftete Amazon Erlöse von 180,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von dreizehn Prozent. Damit übertraf man die Erwartungen von 177,8 Milliarden Dollar. Analysten der Investmentbank William Blair konstatierten laut Bloomberg eine Beschleunigung des Wachstums bei gleichzeitig besserer Profitabilität als erwartet.

Aufholjagd im Wettbewerb mit Azure und Google Cloud

Im vorangegangenen Quartal hatte Microsofts Azure noch nahezu doppelt so hohe Zuwachsraten wie AWS verzeichnet, Google Cloud kam auf 33,5 Prozent.

Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch eine Trendwende zugunsten von AWS. Der OpenAI-Deal verschafft Amazon strategische Vorteile im KI-Wettlauf, auch wenn Microsoft weiterhin der größte Geldgeber von OpenAI bleibt.

Anders als Meta Platforms, das kürzlich wegen steigender Ausgaben an der Börse unter Druck geriet, monetarisiert Amazon seine KI-Investitionen über die profitable Cloud-Sparte. Meta betreibt keine vergleichbare externe Cloud-Plattform.

OpenAI selbst steht wegen seiner enormen Ausgaben finanziell unter Druck. Eine in diesem Zusammenhang oft genannte Zahl von zwölf Milliarden US-Dollar bezog sich laut [3] heise.de jedoch nicht auf einen operativen Verlust von OpenAI.

Stattdessen handelte es sich um einen buchhalterischen Wertverlust, den der Hauptinvestor Microsoft auf seine Anteile am KI-Unternehmen verbuchte. Gleichwohl kündigte OpenAI-Chef Sam Altman an, das Unternehmen wolle seine Einnahmequellen erweitern und künftig auch selbst Cloud-Dienste für Geschäftskunden anbieten.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10996452

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-10-30/amazon-reports-cloud-computing-unit-grew-faster-than-expected
[2] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-03/amazon-inks-38-billion-deal-with-openai-to-supply-nvidia-chips
[3] https://www.heise.de/news/Altmans-Reaktion-auf-OpenAIs-Milliardenverlust-Es-reicht-10967280.html

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  • 03. November 2025 um 18:30

Starmers Botschaft ist klar: Der Westen hält länger durch als der Kreml

Von Bernd Müller
Storm-Shadow-Marschflugkörper bei der Waffenausstellung.

(Bild: Andrey Vyrodov / Shutterstock.com)

London schickt neue Storm-Shadow-Marschflugkörper nach Kiew – vor dem Winter, in dem Russland verstärkt Zivilisten angreifen könnte.

Die britische Regierung hat Kiew eine weitere Charge von Storm-Shadow-Marschflugkörpern [1] zur Verfügung gestellt. Dies berichten [2] mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Über die genaue Stückzahl schweigt London.

Die Lieferung soll sicherstellen, dass die Ukraine ausreichend Waffen besitzt, bevor die kalte Jahreszeit beginnt – eine Phase, in der britische Sicherheitskreise intensivierte Attacken Moskaus auf die Zivilbevölkerung erwarten.

Botschaft an den Kreml: Der Westen bleibt standhaft

Die Entscheidung aus London fällt in eine Zeit, in der die wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen Russland zunehmend Wirkung zeigen. Großbritannien möchte gemeinsam mit seinen Partnern demonstrieren, dass die Hilfe für die Ukraine von längerer Dauer sein wird als Moskaus Fähigkeit, den Krieg wirtschaftlich durchzuhalten.

Premierminister Keir Starmer äußerte sich optimistisch zur Lage. Nach den jüngsten amerikanischen Sanktionen gegen die russische Ölindustrie sagte er laut Bloomberg: "Wir sind in einer besseren Position." Er bewertete die Strafmaßnahmen Washingtons gegen russische Erdölkonzerne als "bedeutende Entwicklungen".

Ukrainische Streitkräfte melden erfolgreichen Einsatz

Das Militär in Kiew teilte im Oktober mit, eine chemische Produktionsstätte auf russischem Territorium attackiert zu haben.

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte schrieb in sozialen Netzwerken von einem "massiven kombinierten Raketen- und Luftangriff", bei dem luftgestützte Storm-Shadow-Geschosse die gegnerische Abwehr überwunden hätten.

Dieser Angriff gilt als erster dokumentierter Einsatz der britischen Waffe in Russland, seit Donald Trump erneut das Präsidentenamt übernommen hat.

Bereits im November 2024 hatte die Ukraine damit begonnen, militärische Objekte auf russischem Boden mit Storm Shadow zu beschießen. Kurz darauf wurden Wrackteile in der russischen Region Kursk entdeckt.

Moskaus Truppen behaupteten zudem, zwei Flugkörper über der Stadt Jeisk abgefangen zu haben. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben liegt laut Bloomberg nicht vor.

Technische Eigenschaften der Präzisionswaffe

Storm Shadow erreicht Ziele in mehr als 250 Kilometern Entfernung. Der Marschflugkörper bewegt sich in geringer Höhe und kombiniert verschiedene Navigationsmethoden: Trägheitssysteme, satellitengestützte Positionsbestimmung und Geländeabgleich, heißt es bei [3] Bloomberg.

Die in britisch-französischer Kooperation entwickelte Waffe zeichnet sich durch hohe Treffergenauigkeit aus und kann befestigte Bunkeranlagen [4] sowie Munitionslager durchschlagen. Pro Stück liegt der Preis bei knapp einer Million US-Dollar.

London hält sich bedeckt, was die Gesamtmenge der an die Ukraine übergebenen Storm Shadow betrifft. Bekannt ist allerdings, dass die Flugkörper auf amerikanische Zieldaten angewiesen sind, um ihr volles Leistungspotenzial auszuschöpfen.

Washington lehnt Tomahawk-Anfrage ab

Die britische Initiative erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem US-Präsident Trump eine Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern [5] an Kiew erneut ausgeschlossen hat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Washington um diese Langstreckenwaffen gebeten, die als noch präziser und durchschlagskräftiger gelten als die derzeit verfügbaren Systeme.

Die Vereinigten Staaten stellen der Ukraine das Army Tactical Missile System zur Verfügung, kurz ATACMS genannt. Diese gelenkten Boden-Boden-Raketen überwinden Distanzen von rund 300 Kilometern. Kiew berichtet von erheblichen Erfolgen durch deren Einsatz.

Das Pentagon gab an, Russland habe 90 Prozent jener Flugzeuge zurückgezogen, die zuvor für Gleitbomben- und Raketenattacken genutzt wurden – außerhalb der ATACMS-Reichweite. Allerdings verfügt die Ukraine nur über begrenzte Vorräte dieser Waffen, deren Einzelpreis ebenfalls die Millionengrenze übersteigt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10983877

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tp/features/Barracuda-Die-Zukunft-der-Marschflugkoerper-ist-erschreckend-einfach-10712075.html
[2] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-03/uk-sends-ukraine-more-storm-shadow-missiles-to-strike-in-russia
[3] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-10-22/russia-and-ukraine-missiles-all-about-storm-shadow-flamingo-oreshnik-others
[4] https://www.heise.de/tp/features/Bunkerbrecher-am-Limit-Wenn-Bomben-an-physikalische-Grenzen-stossen-10482433.html
[5] https://www.heise.de/tp/features/Ausgemustert-fuer-den-Krieg-Die-seltsame-Chronologie-der-Tomahawk-Lieferung-10702723.html

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  • 03. November 2025 um 14:00

Überbewertet oder im Plan?: Sam Altman reagiert auf Kritik an OpenAIs Wachstumsplänen

Von Mike Faust
Sam Altman stell sich Fragen zur Wirtschaftlichkeit von OpenAI und erhält Unterstützung von Microsofts CEO Satya Nadella.
Sam Altman (links) und Satya Nadella sprachen in einem Podcast über OpenAI. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Sam Altman (links) und Satya Nadella sprachen in einem Podcast über OpenAI. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Das KI-Unternehmen OpenAI verzeichnet ein exponentielles Wachstum und wird mit 500 Milliarden US-Dollar bewertet. Dagegen steht die Erwartung, dass OpenAI im Jahr 2025 einen Umsatz von etwa 13 Milliarden US-Dollar erwirtschaften wird, wie Techcrunch berichtet .

Hinzu kommen Ausgabenverpflichtungen in Höhe von einer Billion US-Dollar in den nächsten zehn Jahren, die das Unternehmen für Computing-Infrastruktur einplant. In einem gemeinsamen Interview mit Microsoft-CEO Satya Nadella für den Bg2-Podcast wurde Sam Altman, CEO von OpenAI, auf diese Diskrepanz angesprochen.

Altman antwortete, dass OpenAI deutlich mehr Umsatz erziele und fügte hinzu, dass Kritiker zwar mit Besorgnis über die Leistung des Unternehmens schreiben, es gebe aber nur wenige Möglichkeiten, wie es scheitern könnte. Als Beispiel gab er an, keinen ausreichenden Zugang zu Rechenleistungen zu erhalten.

Altman dementierte Berichte zum Börsengang

Der Umsatz von OpenAI wachse laut Altman stetig. Nadella bestätigte, dass das Unternehmen jeden Geschäftsplan übertroffen habe, den es dem Investor Microsoft vorlegte. Spekulationen, wonach OpenAI im Jahr 2028 oder 2029 einen Umsatz von 100 Milliarden US-Dollar erreichen könnte, beantworte Altman mit: "Wie wäre es mit 2027?"

Altman dementierte Gerüchte, dass sein Unternehmen plane, im nächsten Jahr an die Börse zu gehen. Er gehe zwar davon aus, dass es irgendwann passiert, derzeit gebe es aber keine Pläne, kein Datum und keinen Vorstandsbeschluss.

Einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) zufolge , könnte OpenAI bereits zu groß zum Scheitern sein, da es durch starke Verflechtungen mit Unternehmen wie Microsoft, Nvidia und Oracle zu einem systemischen Risiko für diesen Teil der US-Wirtschaft geworden ist: Diese sei auf den Produktivitätsschub durch KI-Unternehmen angewiesen, da nur dadurch eine Rezession verhindert werden könne .

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  • 03. November 2025 um 18:10

Anzeige: Sternenhimmel-Projektor fällt im Preis um 50 Euro

Von Noemi Sinka
Der Sternenhimmel-Projektor von Pococo erzeugt Aurora-Lichteffekte, dient als Einschlafhilfe und kommt mit zwei Discs und Timerfunktion.
Galaxie-Projektor von Pococo für 79,99 Euro sichern (Bild: amazon.de/pococo)
Galaxie-Projektor von Pococo für 79,99 Euro sichern Bild: amazon.de/pococo

Ein Sternenhimmel im eigenen Zimmer ist kein neues Konzept, aber nur wenige Geräte schaffen es, die Idee überzeugend umzusetzen. Der Galaxie-Projektor von Pococo gehört zu den Modellen, die nicht nur für ein paar bunten Lichtpunkten an der Wand sorgen. Die optische Technologie mit HD-Weitwinkellinse erschafft scharfe, gleichmäßige Projektionen, die weder flimmern noch ausbleichen sollen. In Kombination mit den austauschbaren Discs entsteht ein realistisches Heimplanetarium, das den Raum in sanftes, bewegtes Licht taucht.

Atmosphäre statt Dekoration

Der Pococo-Projektor ist kein klassisches Nachtlicht, sondern eher eine Möglichkeit, um Atmosphäre zu schaffen. Viele nutzen das Gerät abends im Schlafzimmer, während sie Musik hören oder lesen. Andere stellen es ins Wohnzimmer, um eine ruhige Stimmung zu erzeugen, die beim Arbeiten, Meditieren oder Entspannen hilft. Durch die 180-Grad-Drehung lässt sich das Licht gezielt ausrichten – an die Decke ebenso wie an eine Wand. Die Projektion wirkt laut Hersteller leise und unaufdringlich, ohne flackernde Bewegungen.

Das Gerät hat einen einstellbaren Fokus mit einer maximalen Distanz von rund 2,5 Metern. Damit kann es in kleinen und größeren Zimmern verwendet werden. Mit den drei Timer-Modi lässt sich die Leuchtdauer an den eigenen Rhythmus anpassen, nach zwei Stunden schaltet sich das Gerät automatisch ab – eine sinnvolle Funktion, wenn man dazu neigt, abends einfach einzuschlafen.

Alltagstauglich und flexibel

Die kabellose Nutzung ist einer der praktischsten Aspekte. Der integrierte Akku hält laut Hersteller bis zu sechs Stunden, damit kann der Projektor auch mobil eingesetzt werden. Der Betrieb soll geräuschlos bleiben, somit ist das Gerät besonders für ruhige Umgebungen geeignet.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Projektor zwei Discs: Galaxy Traveler und Westeros 2. Die eine Disc zeigt einen klassischen Sternenhimmel, die andere eine fantasievolle Galaxie. Wer mehr Abwechslung möchte, kann zusätzliche Discs erwerben, da das System erweiterbar ist. Dadurch bleibt das Gerät langfristig interessant, statt nach kurzer Zeit zur reinen Spielerei zu werden.

Gemäß Hersteller hat der Projektor eine Energieeffizienzklasse von A+++. Das weist auf einen geringen Verbrauch hin und macht ihn alltagstauglich, auch wenn er regelmäßig abends läuft. Das Gerät ist darauf ausgelegt, dauerhaft betrieben zu werden, ohne übermäßige Wärme oder Lärm zu erzeugen.

Der Sternenhimmel-Projektor von Pococo ist bei Amazon im Angebot und kostet 79,99 Euro.

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POCOCO Sternenhimmel Projektor, LED Galaxy Projector, Planetarium für Kinder & Erwachsene, Aurora Nachtlicht Projektor mit 2 Discs & Timer, Creative Lighting, Einschlafhilfe & Entspannung

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Für rund 49,99 Euro ist das Aurora & Tiefsee Disc-Set mit sechs Motiven ebenfalls im Angebot – mit Polarlichtern, Wäldern und Unterwasserwelten. Die Glasdiscs bieten laut Hersteller scharfe 5K-Projektionen. Zudem sind viele weitere Sets verfügbar, um den Pococo-Projektor individuell zu erweitern.

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Aurora & Tiefsee: Scheiben für POCOCO Galaxy Projector, 5K Ultra HD, Halbleiterlithografie (6 scheiben)

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  • 03. November 2025 um 17:35

Melt Mouse: Die Apple Magic Mouse, wenn sie mit Kabel nutzbar wäre

Von Oliver Nickel
Die Melt Mouse erinnert nicht zufällig an Apples Magic Mouse. Sie ist mit Gesten nutzbar, kann aber im Betrieb geladen werden.
Die Melt Mouse ähnelt der Apple Magic Mouse schon sehr. (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Die Melt Mouse ähnelt der Apple Magic Mouse schon sehr. Bild: Melt Interface/Kickstarter

Apples Magic Mouse stellt Design vor Funktion, wie auch der Golem-Test des aktuellen Modells gezeigt hat. Das japanische Team von Melt Interface will das typische schlichte Design der Apple-Maus wiederverwenden und sie mit mehr Funktionen ausstatten. Das Ergebnis ist die Melt Mouse. Aktuell ist sie auf Kickstarter verfügbar.

Die Melt Mouse verwendet wie die Apple Magic Mouse eine glatte Glasfläche mit integriertem Kapazitiv-Touchscreen. Damit können User diverse Aktionen über Fingergesten statt Buttons ausführen. Links- und Rechtsklick werden zudem über Fingerberührung auf die linke oder rechte Vorderseite der Mausoberseite ausgelöst. Vibrationsmotoren simulieren das haptische Gefühl eines physischen Klicks.

Die Melt Mouse hat keine mittlere Taste. Scrolling funktioniert, indem User mit dem Finger über die Sensorfläche wischen. So sollen Scrollings in vertikaler, horizontaler und diagonaler Richtung möglich sein. Ein mittlerer Mausklick wird durch Tippen beider Finger auf die Maus ausgelöst.

Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Bild 1/5: Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Bild 2/5: Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Bild 3/5: Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Bild 4/5: Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)
Bild 5/5: Melt Mouse (Bild: Melt Interface/Kickstarter)

Standardmäßig wird die Melt Mouse drahtlos per Bluetooth verwendet. Allerdings kann sie auch kabelgebunden mit USB-C-Kabel funktionieren. Bei der Apple Magic Mouse ist der USB-C-Ladeanschluss auf der Unterseite und sie kann beim Ladeprozess nicht genutzt werden.

Ähnliche Ergonomie bei 130 Gramm

Es gibt weitere Unterschiede. Bei der Melt Mouse sind an der linken Seite zwei zusätzliche Daumentasten nutzbar, die gibt es bei Apples Maus nicht. Zudem lässt sich die magnetische Unterseite durch ein Teil mit anderer Farbe austauschen. Generell behält die Maus aber das flache Design der Magic Mouse bei. Mit bis zu 130 Gramm Gewicht ist sie ebenso schwer.

Auf Kickstarter kann die Melt Mouse bestellt werden. Es ist die erste Kampagne des japanischen Designteams, entsprechend besteht das Risiko, dass es zu Lieferverzögerungen oder Problemen kommen kann. Außerdem ist die Maus nicht günstig, sie kostet derzeit umgerechnet 203 Euro. Die Auslieferung ist für den September 2026 geplant. Das lässt darauf schließen, dass sich das Projekt in einer frühen Phase befindet.

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  • 03. November 2025 um 17:12

Brüssel räumt ein: Substanzielle EU-Gelder sind an Spyware-Hersteller geflossen

Von Heise
Hand auf Computertatastatur in dunklem Zimmer

(Bild: Portrait Image Asia/Shutterstock.com)

Die EU-Kommission will unverzüglich die Finanzierung von Spyware-Produzenten einstellen, die sich "schweren beruflichen Fehlverhaltens" schuldig gemacht haben.

Die EU-Kommission hat angekündigt, sie werde "unverzüglich" die Finanzierung von Einzelpersonen oder Organisationen stoppen, die in "schwerwiegendes berufliches Fehlverhalten" verwickelt sind. Hintergrund ist eine Recherche von Follow the Money (FtM), wonach in den vergangenen Jahren EU-Gelder in Millionenhöhe direkt an kommerzielle Spyware-Firmen geflossen sind.

Das Portal FtM deckte im September in Zusammenarbeit mit anderen Medienpartnern auf, dass die Spyware-Industrie hohe Subventionen von der EU kassiert [1] und gleichzeitig deren Bürger überwacht. Demnach hat etwa die Intellexa-Gruppe, die den Staatstrojaner Predator entwickelt [2], über mit ihr verbundene Firmen öffentliche Finanzspritzen insbesondere über Innovationsprogramme eingesackt. Cognyte, CyGate und Verint sollen als weitere Produzenten von Überwachungstechnologien wie Spyware ebenfalls finanzielle Unterstützung aus EU-Quellen erhalten haben. Deren Lösungen werden häufig im Kontext von Menschenrechtsverletzungen genannt.

39 EU-Abgeordnete aus vier Fraktionen forderten daraufhin in einem gemeinsamen Brief von der Kommission konkrete Antworten [3]. Die Volksvertreter monierten, die EU finanziere – offenbar ungewollt – Instrumente, die in Mitgliedstaaten wie Polen, Griechenland, Ungarn [4] sowie autoritären Drittländern für Repressionszwecke [5] eingesetzt wurden beziehungsweise werden. Dies untergrabe die Grundrechte und die Demokratie.

Die Kommission hat es laut dem Schreiben offensichtlich versäumt, die Vertrauenswürdigkeit, Eigentümerstruktur und Menschenrechtskonformität der Unternehmen zu prüfen. Die geforderten Endnutzer-Klauseln oder Dual-Use-Kontrollen, ob ein Produkt sowohl zivil als auch militärisch und polizeilich missbraucht werden könne, würden anscheinend nicht wirksam durchgesetzt. Die Enthüllungen zeigten, dass die Brüsseler Regierungsinstitution Empfehlungen aus dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Spyware-Skandalen [6] in dem hochsensiblen Bereich nicht ausreichend befolge.

Kommission legt die Hände in den Schoß

In ihrer Stellungnahme erläutert die Kommission laut einem Newsletter von FtM, dass Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste Spyware "rechtmäßig für legitime Zwecke einsetzen" dürften. Sie versäume es jedoch, alle EU-Programme aufzulisten, von denen Überwachungsunternehmen profitiert haben. Es fehlten insbesondere Angaben zu Zuschüssen aus dem Europäischen Sozialfonds und einem weiteren Finanztopf, die an die italienische Überwachungsfirma Area vergeben worden seien.

Auch Geldflüsse an den berüchtigten Spyware-Hersteller Hacking Team [7] erwähne die Exekutivinstanz nicht, heißt es weiter. Selbst die jüngsten Überweisungen aus dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) an die israelische Spyware-Firma Paragon Solutions [8], die derzeit im Zentrum eines Skandals in Italien steht [9], blieben unerwähnt. Anstatt neue Schutzmaßnahmen vorzuschlagen, verweise die Kommission nur auf den bestehenden Rechtsrahmen zum Schutz vor dem illegalen Einsatz von Spyware.

Die EU-Exekutive "versteckt sich hinter vagen Verweisen auf 'EU-Werte", kritisiert Aljosa Ajanovic Andelic von der Initiative European Digital Rights (EDRi) die Antwort gegenüber FtM. Dabei gebe sie offen zu, "dass europäische Gelder Unternehmen finanziert haben, deren Technologien zur Spionage gegen Journalisten und Menschenrechtsverteidiger eingesetzt werden". Das belege das völlige Fehlen effektiver Kontrollmechanismen. Die Grünen-Abgeordnete Hannah Neumann rügt, dass die Kommission dem Ausschussbericht in den vergangenen zwei Jahren kaum Taten habe folgen lassen [10].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11000926

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.ftm.eu/articles/spyware-industry-eu-subsidies-surveillance-concers
[2] https://www.heise.de/news/Spyware-Ausschuss-Zypern-entdeckt-Firmengeflecht-des-Pegasus-Herstellers-NSO-7322803.html
[3] https://bsky.app/profile/saskiabricmont.bsky.social/post/3m22nwj7ksk25
[4] https://www.heise.de/news/Pegasus-Spaehsoftware-Ein-Monstrum-das-ausser-Kontrolle-geraten-ist-6291255.html
[5] https://www.heise.de/news/Spyware-Neue-Ueberwachungsvorwuerfe-gegen-israelischen-Software-Anbieter-NSO-6141286.html
[6] https://www.heise.de/news/Finale-im-Pegasus-Ausschuss-Missbrauch-von-Spyware-untergraebt-die-Demokratie-8990712.html
[7] https://www.heise.de/news/Schnueffelsoftware-aus-Italien-Hacking-Team-unter-Beschuss-2135001.html
[8] https://www.heise.de/news/WhatsApp-Spyware-Angriff-auf-rund-90-Journalisten-und-weitere-Personen-10266772.html
[9] https://www.theguardian.com/media/2025/jun/12/european-journalists-targeted-with-paragon-solutions-spyware-say-researchers
[10] https://www.heise.de/hintergrund/Missing-Link-Staatstrojaner-der-Demokratie-Killer-der-fast-keinen-juckt-9298012.html
[11] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[12] mailto:akn@heise.de

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  • 03. November 2025 um 20:35

Zero-Day-Lücke bei LNK-Anzeige in Windows gegen Diplomaten missbraucht

Von Heise
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(Bild: Titima Ongkantong/Shutterstock.com)

Microsoft hält eine Lücke in der LNK-Anzeige für nicht behebenswert. Sie wurde inzwischen gegen europäische Diplomaten missbraucht.

Eine Zero-Day-Lücke bei der Anzeige von LNK-Dateien in Windows [1] wurde Ende August dieses Jahres bekannt. Microsoft plant bislang keine Korrektur und stuft sie anders als die Zero Day Initiative (ZDI) von Trend Micro nicht als hochriskant ein. Das IT-Sicherheitsunternehmen Arctic Wolf hat Angriffe gegen europäische Diplomaten unter Missbrauch dieser Schwachstelle beobachtet.

In einer Analyse von Arctic Wolf [2]schreiben die IT-Forscher, dass die mit China in Verbindung stehende Cybergruppierung UNC6384 eine aktive Spionagekampagne gegen europäische Diplomaten und diplomatische Einrichtungen etwa in Belgien, Italien, den Niederlanden, Serbien und Ungarn sowie die weitere europäische diplomatische Gemeinschaft ausgeführt hat. Die Kampagne nutzt die LNK-Anzeigeschwachstelle in Windows aus und lief im September und Oktober dieses Jahres. Zudem setzen die Angreifer auf angepasstes Social Engineering.

Die Angriffskette fängt mit Spearphishing-E-Mails an, die eine URL enthalten, die die erste von mehreren Stufen darstellt. Am Ende münden die in der Auslieferung einer bösartigen LNK-Datei, die sich namentlich um Themen von Treffen der EU-Kommission, Workshops mit NATO-Bezug und multilateralen diplomatischen Koordinierungs-Events drehen.

LNK-Dateien führen zu Malware-Installation

"Diese Dateien nutzen die kürzlich bekannt gewordene Windows-Sicherheitslücke aus, um verschleierte PowerShell-Befehle auszuführen. Die entpacken und verteilen eine mehrstufige Malware-Kette, was schließlich zur Verteilung des PlugX-Remote-Access-Trojaners (RAT) durch DLL-Side-Loading legitimer, signierter Canon-Druckerassistenzprogramme führt", erklären die IT-Forscher von Arctic Wolf.

Die von Microsoft nicht als behebenswert eingestufte Schwachstelle wird also aktiv in Angriffen von Kriminellen missbraucht. Als Gegenmaßnahme steht daher kein Patch von Microsoft zur Verfügung. Arctic Wolf empfiehlt unter anderem, die Nutzung von .lnk-Dateien aus fragwürdigen Quellen zu blockieren und zu beschränken. Dazu sei die Deaktivierung der automatischen Auflösung im Windows Explorer geeignet. Das sollte auf allen Windows-Endpoints umgesetzt werden. Wie das am einfachsten gelingt, ob es etwa eine Gruppenrichtlinie dafür gibt, erörtert Arctic Wolf hingegen nicht konkreter.

Die IT-Forscher nennen noch einige Indizien für Infektionen (Indicators of Compromise, IOCs), nach denen Admins suchen können. Dazu gehören einige URLs der Command-and-Control-Infrastruktur. Außerdem könne die Suche nach Canon-Drucker-Assistent-Utilities, im Speziellen der Datei "cnmpaui.exe", an ungewöhnlichen Orten wie den AppData-Verzeichnissen der User Hinweise liefern.

Möglicherweise führt der Missbrauch der Schwachstelle im Internet dazu, dass Microsoft seine erste Einordnung korrigiert. Dann könnte das Unternehmen die Sicherheitslücke schließen und dem gegebenen Versprechen entsprechen, IT-Sicherheit als oberste Priorität [3] zu setzen. Derzeit sieht das jedoch eher nach "Security-Theater" aus [4].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10983101

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Windows-Zero-Day-Luecke-bei-der-LNK-Anzeige-10625780.html
[2] https://arcticwolf.com/resources/blog/unc6384-weaponizes-zdi-can-25373-vulnerability-to-deploy-plugx/
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-CEO-Nadella-Macht-im-Zweifel-mehr-Security-9708577.html
[4] https://www.heise.de/meinung/Microsofts-Secure-Future-Initiative-Bullshit-10505985.html
[5] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[6] mailto:dmk@heise.de

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  • 03. November 2025 um 14:39

Phishing-Opfer geht leer aus: Versicherung lehnt SMS-Betrug ab

Von Heise
Handy in einer Hand, darum viele rote Warnsymbole

(Bild: Ken stocker/Shutterstock.com)

Nicht jeder Schaden, der durch digitale Täuschung entsteht, ist laut Landgericht Bielefeld direkt durch eine Hausratversicherung mit Internetschutz abgedeckt.

Das Landgericht Bielefeld hat in einem Betrugsfall einer Bankkundin, die per SMS [1] auf eine gefälschte Website gelockt wurde, die engen Grenzen des Versicherungsschutzes bei digitalen Betrugsmaschen verdeutlicht. Im Kern geht es darum, dass eine Hausratversicherung mit "Internetzschutz", die explizit das Phishing durch gefälschte E-Mails abdeckt, keine Schäden reguliert, die durch SMS-Phishing entstehen. Das geht aus einem Hinweisbeschluss der Bielefelder Richter vom 25. September hervor (Az.: 22 S 81/25), über den der IT-Rechtler Jens Ferner [2] und Beck Aktuell berichten.

Die Volksbank-Kundin hatte eine täuschend echte SMS erhalten, die sie zur Verlängerung der Registrierung ihrer App fürs Online-Banking, der Anwendung VR-SecureGO Plus, aufforderte und sie auf eine gefälschte Login-Seite weiterleitete. Dort gab die Betroffene ihre Zugangsdaten ein und autorisierte so über ihre Legitimations-App unwissentlich die Erstellung einer digitalen Girocard durch die Betrüger, die diese anschließend für Einkäufe in Höhe von fast 5000 Euro nutzten.

Nachdem die Bank eine Erstattung wegen grober Fahrlässigkeit abgelehnt hatte, scheiterte die Klage gegen die Versicherung nicht nur vor dem Amtsgericht Halle/Westfalen. Auch die Berufung vor dem Landgericht ist laut dessen Beschluss aussichtslos, da sie "offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg" habe.

Eine SMS ist keine E-Mail

Den Bielefelder Richtern zufolge differenzieren die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) der Police, die den Schutz regeln, klar zwischen SMS und E-Mail. Demnach ist eine mobile Kurznachricht "keinesfalls gleichartig" zu einer E-Mail. Das Landgericht betont, dass SMS im Gegensatz zu E-Mails durch ihren Textumfang begrenzt seien und vor allem die Absenderadresse bei einer E-Post Rückschlüsse auf den Absender zulasse. Eine Rufnummer biete diese Möglichkeit bei der SMS nicht.

Die Argumentation der Kundin, "E-Mail" sei als Oberbegriff für elektronische Nachrichten zu verstehen, wies die höhere Instanz zurück. Vielmehr fungiere "elektronische Nachricht" als Oberbegriff für E-Mails, SMS und Messenger-Nachrichten. Damit habe der klare Wortlaut der Bedingungen einen Phishing-Angriff, der per SMS begann, vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Zudem scheiterte die Klägerin mit dem Versuch, den Vorfall unter den versicherten Begriff des Pharming zu fassen. Eine solche Manipulation der DNS-Anfragen [3] von Webbrowsern setzt laut der 22. Zivilkammer des Landgerichts voraus, dass die Kundin oder der Kunde im Glauben an die Echtheit einer gefälschten Bank-Webseite einen unmittelbaren Zahlungsvorgang ausführen. Die klagende Kundin hatte aber lediglich das Erstellen einer digitalen Girocard autorisiert. Die späteren Schäden seien so nur mittelbar entstanden.

Das Kleingedruckte ist entscheidend

Auch technisch liegt dem Beschluss nach kein Pharming vor, da dabei der korrekte Aufruf einer Website etwa durch Beeinflussung der Hosts-Datei oder des DNS-Servers umgeleitet werde. Die Kundin sei hier aber durch einen verfälschten Link zur Weitergabe ihrer Daten verleitet worden, was technisch als Phishing [4] zu werten sei.

Die Entscheidung des Landgerichts zeigt, wie eng die Versicherungsbedingungen ausgelegt werden und dass die Versicherer ihre Haftung durch präzise Definitionen der Betrugsmaschen begrenzen. Der Jurist Ferner sieht darin einen wichtigen Hinweis an Verbraucher [5]: Mit dem Fall werde erneut deutlich, "wie wichtig es ist, die Versicherungsbedingungen genau zu lesen". Viele Kunden gingen angesichts allgemeiner Beschreibungen wie "Internet-Schutz" davon aus, dass ihre Police sie umfassend vor Betrug im digitalen Zahlungsverkehr schütze. Doch bereits kleine Unterschiede in der Art des Angriffs könnten darüber entscheiden, ob ein Schaden erstattet wird oder nicht.

Ferner zeigt sich damit ein großes Dilemma: Versicherte schließen einen einschlägigen Vertrag ab, um im Schadensfall eine Leistung zu erhalten. Die andere Seite lebe davon, nicht zu zahlen. Die Konsequenz sei, dass Versicherungsnehmer ihre Policen kritisch auf alle relevanten Angriffsvektoren prüfen und nicht nur auf deren Preis achten müssten. Ansonsten bestehe im Schadensfall möglicherweise keine Deckung. Generell fasste der Bundesgerichtshof die Möglichkeiten für Schadenersatz für Phishing-Opfer schon 2012 sehr eng [6].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10977336

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/thema/SMS
[2] https://www.ferner-alsdorf.de
[3] https://www.heise.de/news/BGH-Kein-Schadensersatz-fuer-Phishing-Opfer-1557840.html
[4] https://www.heise.de/thema/Phishing
[5] https://www.ferner-alsdorf.de/kein-versicherungsschutz-bei-phishing
[6] https://www.heise.de/news/BGH-Kein-Schadensersatz-fuer-Phishing-Opfer-1557840.html
[7] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[8] mailto:afl@heise.de

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  • 03. November 2025 um 13:03

Analyse: Bekommt das iPhone 18 vollwertigen Satellitenfunk?

Von Heise
Starlink-Antenne im Gras vor Palmen

Antenne für den Empfang von Starlink-Internet.

(Bild: GamElon/Shutterstock.com)

Jahrelang beherrschen iPhones die Nutzung schmalbandigen Satellitenfunks – und genauso lange gibt es Spekulationen, dass Apple die Funktion erweitert.

Wirklich viel kann man mit dem im iPhone verbauten Satellitenfunk nicht anfangen. Seit dem iPhone 14 [1] aus dem Jahr 2022 steckt eine Empfangs- und Sendefunktion in den Geräten, doch surfen lässt sich damit nicht. Stattdessen funktionieren nur schmalbandige Funktionen [2] wie der Notruf per Satellit [3] sowie die Weitergabe von Positionsdaten via "Wo ist?". Doch künftig könnte sich hier noch deutlich mehr tun: Apple plant für spätere iPhones den Einbau "echten" Satellitenfunks mit mehr Durchsatz – und zuvor bereits eine iMessage-Funktion. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wie funktioniert Satellitenfunk beim iPhone momentan und welche Geräte werden unterstützt?

Satellitenfunktionen auf dem iPhone werden von allen iPhone-Modellen ab der Baureihe 14 unterstützt. Das betrifft also alle Varianten von iPhone 14, 15, 16 und 17, das iPhone 16e sowie das iPhone Air. Ausnahme sind Geräte, die in Russland, Belarus, Armenien, Kirgisien, Kasachstan sowie Festland-China inklusive Hongkong und Macau verkauft wurden. Allerdings sind Geräte aus Hongkong und Macao ab dem iPhone 16e oder neuer Satellitenfunk-fähig.

Zur Nutzung des Satellitenfunks muss man sich im Freien mit direkter Sicht zum Himmel befinden. Schnell ist die Verbindung nicht: "Unter idealen Bedingungen mit direkter Sicht auf den Himmel und den Horizont kann das Senden einer Nachricht 30 Sekunden dauern", schreibt Apple dazu. Man solle sich nicht unter Bäume stellen, sofern diese über Blattwerk verfügen, da sich die Verbindungsqualität reduziert. Weltregionen, in denen die Technik offiziell unterstützt wird, sind Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, Neuseeland, Österreich, Portugal, Spanien, Schweiz, Vereinigtes Königreich und die Vereinigten Staaten von Amerika. Mit der Apple Watch Ultra 3 [4] ist Satelliten-Internet ebenfalls möglich, allerdings in Europa auf die Notruffunktion beschränkt [5].

Wer stellt die Satellitentechnik bereit?

Momentan ist Apples Partner die Firma Globalstar. Allerdings könnte es hier künftig zu Änderungen kommen. So erwägt Globalstar Medienberichten zufolge einen Verkauf für bis zu 10 Milliarden US-Dollar – und Apple selbst wird hier wohl nicht zuschlagen. Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit, dass Apple zur Konkurrenz wechselt – und das wäre die Musk-Firma SpaceX beziehungsweise deren Satelliten-Internet-Schwester Starlink. Laut einem Bericht des IT-Newsdienstes The Information [6] aus dem vergangenen Monat gibt es hierzu Bemühungen. So soll die Musk-Firma Frequenzen in jenen Bereichen erworben haben, die Apple für den iPhone-Funk verwendet.

Wie funktioniert iMessage per Satellit?

Nur in einzelnen Weltregionen bietet Apple eine kostenlose Möglichkeit, iMessage-Botschaften per Satellit zu versenden. Der Dienst [7] soll mindestens zwei Jahre lang kostenlos sein. Er wird anfangs in den USA, Kanada und Mexiko bereitgestellt, läuft ebenfalls ab dem iPhone 14. Mindestvoraussetzung ist iOS 18 und gedacht ist der Service immer dann, wenn weder Mobilfunkempfang noch WLAN zur Verfügung stehen.

Verschick- und empfangbar sind Textnachrichten, Emojis und Tapbacks (also Emoji-Reaktionen). Bilder werden nicht unterstützt. Apple gibt an, dass ein Versand teilweise auch über SMS erfolgt. Auch hier benötigt man freie Sicht auf den Himmel. Angaben dazu, wann Apple die Verfügbarkeit auf Europa und andere Weltregionen ausdehnt, wurden noch nicht gemacht. Der Konzern argumentiert hier mit der Regulierungsproblematik.

Wann kommt "echtes" Satelliten-Internet aufs iPhone?

Apples aktuelle iPhone-Modelle sind technisch noch nicht in der Lage, Satelliten-Internet in 5G-Qualität [8] zu nutzen. Frühestens mit dem iPhone 18 ist hiermit zu rechnen – es wird wohl im Herbst 2026 erscheinen. Laut The Information werden die Geräte erstmals kompatibel zu 5G-Netzen sein, "die nicht an die Erdoberfläche gebunden" sind, also auch mit 5G via Satellit.

Damit wäre statt schmalbandigen Funktionen echtes Internet via Satellit möglich. Wer der Anbieter ist, bleibt unklar. Gespräche mit Starlink laufen angeblich. Auf 4G-Frequenzen hat Starlink unterdessen schon gezeigt, dass bereits jetzt einiges geht: So bietet die US-Tochter des Mobilfunkanbieters T-Mobile Unterstützung verschiedener Apps wie Google Maps, X oder WhatsApp auf dem iPhone via Satellit an [9]. Der Dienst läuft außerhalb von Apples eigenem Angebot.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/iPhone-14-Pro-und-iPhone-14-im-Test-7265400.html
[2] https://support.apple.com/de-de/105097
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Ausprobiert-Wie-der-iPhone-Satellitenfunk-Leben-retten-kann-7393605.html
[4] https://www.heise.de/tests/Apple-Watch-Ultra-3-Series-11-und-SE-3-im-Test-Schneller-smarter-Satellit-10666298.html
[5] https://www.heise.de/news/Apple-Watch-Ultra-3-Kein-Satelliten-Messaging-5G-nur-bei-der-Telekom-10663425.html
[6] https://www.theinformation.com/articles/apple-musks-spacex-finally-satellite-deal
[7] https://support.apple.com/en-us/120930
[8] https://www.heise.de/news/iPhone-beherrscht-Starlink-aber-nur-in-den-USA-10260231.html
[9] https://www.t-mobile.com/coverage/satellite-phone-service
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  • 03. November 2025 um 15:49

Neue Macs: Apples Finanzchef gibt Hinweise, wann es soweit ist

Von Heise
MacBook Pro mit Medizinsoftware

MacBook Pro mit Medizinsoftware: Standard-M5 als einziger neuer Mac des Herbstes.

(Bild: Apple)

Kevan Parekh, Chief Financial Officer von Apple, hat vor Analysten Andeutungen gemacht, wie es mit der Roadmap bei Mac-Rechnern weitergehen könnte.

Apples Finanzchef hat Andeutungen gemacht, wie es mit dem Rest der aktuellen Mac-Pipeline aussieht. Das Unternehmen hatte in diesem Herbst bislang nur das MacBook Pro M5 [1] auf den Markt gebracht, jedoch keine weiteren neuen Rechner. Beobachter fragten sich daher, ob im November oder Dezember mit weiteren Notebook- oder Desktop-Maschinen zu rechnen ist. Bei einem Analystengespräch zu den jüngsten Quartalszahlen des Konzerns [2] in der vergangenen Woche hat sich Chief Financial Officer Kevan Parekh dazu nun geäußert.

Quartal schwer vergleichbar mit dem Vorjahr

Während das Mac-Geschäft im Septemberquartal wuchs (von 7,7 auf 8,7 Milliarden US-Dollar), warnte der Apple-CFO davor, dass das aktuelle Quartal noch neblig ist. "Wir erwarten einen sehr schwierigen Vergleich gegenüber den M4-Verkaufsstarts von MacBook Pro, Mac mini und iMac im Vorjahresquartal", sagte Parekh. In der Praxis bedeutet das: Mit neuen M5-Maschinen aus diesen Bereichen – also MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max, Mac mini M5 und iMac M5 – ist eher nicht zu rechnen, denn sonst wäre ein solcher Vergleich eben möglich.

Das heißt, dass mit dem nächsten Schub an Apple-Rechnern nicht vor dem Frühjahr zu rechnen ist. Denkbar wäre höchstens noch, dass Apple einen Mac Pro mit M5 Ultra auf den Markt bringt, doch die Wahrscheinlichkeit ist gering, da vor dem Ultra üblicherweise stets ein Max-Chip verfügbar gemacht wird. Alternativ könnte es allerdings auch ein Mac Pro M4 Ultra [3] werden, wobei auch dieser noch fehlt. Verfügbar ist bislang nur der M3 Ultra im Mac Studio [4].

Wenig zum Einsteiger-MacBook, dafür ein Touchscreen-Mac

Von einem lange erhofften neuen portablen Einsteiger-Mac [5], der sich an das MacBook mit 12 Zoll [6] und Intel-Chip anlehnt, ist seit Längerem nichts zu hören. Ein MacBook Air M5 passt ebenfalls eher ins kommende Frühjahr, die letzte Variante mit M4 erschien im März 2025 [7].

Bloomberg-Apple-Journalist Mark Gurman hatten in seinem Newsletter am Wochenende ebenfalls neue Macs für das Frühjahr 2026 vorausgesagt [8]. Das Einsteiger-MacBook erwähnte er ebenfalls nicht, dafür MacBook-Pro-Modelle mit M6 Max und M6 Pro, die bis Ende des Jahres mit dünnerem Chassis, eventuell erstmals Touchscreens sowie OLED-Display erscheinen sollen.


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[1] https://www.heise.de/tests/Staubsaugen-im-Apple-Home-Diese-Haushaltsroboter-lohnen-sich-10751677.html
[2] https://www.heise.de/news/Dank-iPhone-17-Apple-erwartet-bestes-Weihnachtsquartal-wieder-Umsatzrekord-10965375.html
[3] https://www.heise.de/news/Mac-Pro-M4-Ultra-doch-noch-im-Anmarsch-10544285.html
[4] https://www.heise.de/tests/Mac-Studio-M3-Ultra-Apples-schnellster-Mehrkerner-im-Test-10311863.html
[5] https://www.heise.de/news/Geruecht-Einsteiger-MacBook-vor-grossem-Comeback-10464524.html
[6] https://www.heise.de/news/Neues-Kompakt-MacBook-Das-konnte-das-alte-das-erwarten-wir-vom-neuen-10473538.html
[7] https://www.heise.de/tests/Das-neue-MacBook-Air-M4-im-Test-Lohnt-sich-Apples-neues-Einsteiger-Notebook-10311732.html
[8] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2025-11-02/apple-s-nearly-140-billion-quarter-when-ios-26-1-will-be-out-ipad-mini-revamp-mhhpy1ax
[9] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 03. November 2025 um 13:39

Siri by Gemini: Apple hat sich angeblich auf Google-KI festgelegt

Von Heise
Finger schwebt über Gemini-App-Icon auf dem Smartphone-Bildschirm.

Googles Gemini-App: Modell auch in Siri?

(Bild: mundissima/Shutterstock.com)

Apples KI-Abteilung kämpft weiter mit Abgängen und technischen Problemen. Bei Siri scheint sich der iPhone-Hersteller auf Google-Hilfe zu einigen.

Apples künftige Sprachassistentin Siri wird sich zumindest teilweise auf Googles KI-System Gemini verlassen. Das berichtet der in Apple-Dingen üblicherweise gut informierte Bloomberg-Journalist Mark Gurman in seinem Newsletter vom Sonntag [1]. Die neue Version, auf die Apple setzt, soll unter anderem eine KI-Suche bekommen, sich aber auch sonst stärker wie der Sprachmodus eines Large Language Models (LLM) verhalten.

Google gewinnt gegen Anthropic

Gemini-Gerüchte zu Siri [2] hatte Gurman schon mehrfach verbreitet. In diesem Jahr hat es demnach einen "Backwettbewerb" zwischen Google und dem Claude-Macher Anthropic gegeben, bei dem letztlich entschieden worden sei, dass Google der Gewinner ist. Gemini soll demnach als "Custom Model" für Apple auf dessen KI-Cloudservern laufen. Einer der Gründe, warum Google ausgewählt wurde, soll sein, dass es bestehende Milliardenverträge gibt, die Google sichern, dieStandard-Suchmaschine auf Apple-Geräten zu sein.

Apple erhält mindestens 20 Milliarden US-Dollar im Jahr [3], was aufgrund eines für Google positiven Gerichtsurteils in einem US-Kartellverfahren wohl auch zunächst so bleiben [4] dürfte. Offenbar ist nicht geplant, transparent zu machen, dass Apple Google-Technik nutzt. Auch wird Siri laut Gurman nicht "mit Google-Diensten und Gemini-Funktionen wie unter Android geflutet". Die Partnerschaft bedeutet demnach vor allem, dass Siri es endlich hinbekommt, moderne KI-Funktionen zu liefern, ohne dass das bekannte Apple-Interface verlassen werden müsste.

Neue Siri nur Schrittweise

In Sachen Apple Intelligence bleibt die Lage in Cupertino angespannt. Immer wieder verlassen hochrangige Mitarbeiter [5] das Team. Technisch sollen Apples Modelle immer noch nicht mit Gemini, GPT-5 oder Claude 4.5 konkurrieren können, weshalb Hilfe von Außen angenommen wird. Diese unterscheidet sich allerdings von den offenen Kooperationen etwa mit OpenAI, dessen ChatGPT auf Wunsch Teil von iOS, iPadOS oder macOS ist. So plant Google offenbar Schnittstellen auch für Gemini oder Claude [6].

Apple plant nach wie vor, Siri nur schrittweise auszubauen. Zunächst ist im kommenden Frühjahr eine kontextsensitive Assistenzfunktion, die auch mit Apps umgehen und Bildschirminhalte auslesen kann, geplant – auch wenn es hierzu interne Bedenken zu geben [7] scheint. Eine "LLM-Siri" mit der Kraft von Gemini käme dann womöglich erst später, außer Apple tritt hier aufs Gaspedal. Zuletzt hatte Apple einmal mehr betont, man stecke weiterhin viel Geld in KI und sei offen für Aufkäufe [8].


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[1] https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2025-11-02/apple-s-nearly-140-billion-quarter-when-ios-26-1-will-be-out-ipad-mini-revamp-mhhpy1ax
[2] https://www.heise.de/news/Bericht-LLM-Siri-koennte-powered-by-Gemini-werden-10590563.html
[3] https://www.heise.de/news/Fuer-Suche-in-Safari-Google-zahlte-Apple-2022-wohl-20-Milliarden-US-Dollar-9705490.html
[4] https://www.heise.de/news/20-Milliarden-US-Dollar-im-Jahr-Google-Suchdeal-mit-Apple-kann-weiterlaufen-10630033.html
[5] https://www.heise.de/news/Apple-verliert-nun-auch-KI-Suchechef-erneut-an-Meta-10773770.html
[6] https://www.heise.de/news/KI-Apple-steckt-mehr-Geld-rein-verspricht-weiter-neue-Siri-fuer-2026-10965464.html
[7] https://www.heise.de/news/Lange-erwartete-kontextsensitive-Siri-Angeblich-Bedenken-bei-internen-Tests-10778833.html
[8] https://www.heise.de/news/KI-Apple-steckt-mehr-Geld-rein-verspricht-weiter-neue-Siri-fuer-2026-10965464.html
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  • 03. November 2025 um 12:52

Die Produktwerker: Wie viel Zeit darf das Erstellen von User Stories kosten?

Von Heise
Produktwerker auf einem Bild (3 Männer), dazu Text

(Bild: Die Produktwerker)

Wie viel Aufwand lohnt sich für das Schreiben von User Stories? Entscheidend ist, dass Teams Zeit in gemeinsames Denken investieren, meinen die Produktwerker.

Wie viel Zeit sollten Product Owner eigentlich in das Schreiben von User Stories investieren? Darüber sprechen Dominique Winter und Tim Klein in dieser Podcastfolge. Wenn der Kalender voll ist und die To-do-Liste überquillt, wirkt das Story-Schreiben schnell wie eine lästige Pflicht. Viele betrachten es als reine Schreibarbeit. In Wahrheit ist es jedoch vor allem Denk- und Teamarbeit.

Eine gute User Story entsteht nicht allein am Schreibtisch, sondern im Gespräch. Sie ist das sichtbare Ergebnis gemeinsamer Klärung und ein Zeichen dafür, dass ein Team ein gemeinsames Verständnis erreicht hat. Das Schreiben von User Stories dient daher weniger der Dokumentation als der Verständigung. Eine Story ist kein statisches Artefakt, sondern ein Kommunikationswerkzeug, das an ein Gespräch erinnert, in dem klar wird, welches Nutzerproblem gelöst werden soll.

Das Ziel im Blick behalten

Manche Teams versuchen, Sicherheit durch besonders ausführliche Formulierungen zu schaffen und verlieren dabei leicht das eigentliche Ziel aus den Augen. Gute User Stories entstehen, wenn Teams gemeinsam begreifen, worum es geht – nicht, wenn jedes Detail schriftlich fixiert wird. Sie sind eine Einladung zum Dialog, sollen Empathie für Nutzerinnen und Nutzer wecken sowie den Blick auf deren Bedürfnisse richten. In dieser Haltung wird das Schreiben von Stories zu einem Werkzeug, das Orientierung schafft. Wenn Teams verstehen, warum etwas wichtig ist, finden sie auch den passenden Weg dorthin. Manchmal genügt ein einziger Satz, um eine Idee zu verankern und das Gespräch darüber am Laufen zu halten.

Organisationen gehen sehr unterschiedlich mit User Stories um. In großen Unternehmen wird häufig zu viel dokumentiert – oft, weil es der gewohnte Weg ist. Start-ups hingegen schreiben meist zu wenig auf. Beides zeigt ein Ungleichgewicht zwischen Vertrauen und Kontrolle. Teams, die ihre Prozesse kennen und einander vertrauen, benötigen keine langen Texte. Sie verlassen sich auf Dialog und gemeinsame Verantwortung. Wie viel Zeit in die Story-Erstellung fließt, hängt daher stark von der Reife eines Teams ab. Eingespielte Teams mit tiefem Produktverständnis kommen mit wenigen Worten aus, während neue Teams mehr Austausch benötigen, um ein gemeinsames Verständnis aufzubauen. In jedem Fall sollte die Energie eher in Nachdenken und Reflexion fließen als in das Polieren von Formulierungen.

Zehn-Prozent-Regel und KI-Einsatz

Hilfreich ist die bekannte Zehn-Prozent-Regel: Rund zehn Prozent der Sprintzeit sollten in die Erstellung und das gemeinsame Refinement des Backlogs investiert werden. Diese Zeit schafft Klarheit über Ziele, Annahmen und Prioritäten. Wer hier spart, zahlt später mit Missverständnissen und Nacharbeit.

Auch Künstliche Intelligenz (KI) kann unterstützen – etwa durch Strukturvorschläge oder Formulierungsideen. Doch sie ersetzt kein gemeinsames Denken. Eine automatisch erzeugte Story ist noch keine Story, solange nicht darüber gesprochen wird. KI kann inspirieren, aber kein echtes Verständnis schaffen. Am Ende braucht es immer Menschen, die beurteilen können, ob das Ergebnis wirklich gut ist. Gute User Stories entstehen in Gesprächen, nicht in Tools. Sie schaffen ein gemeinsames Bild des Nutzerproblems und machen die Produktentwicklung wirkungsvoller. Teams, die sich Zeit für den Austausch nehmen, gewinnen Klarheit – und diese Klarheit ist die beste Grundlage für jedes gute Produkt.

Die aktuelle Ausgabe des Podcasts steht auch im Blog der Produktwerker bereit: "Wie viel Zeit darf User-Story-Erstellung kosten – hilft uns KI dabei? [3]"


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https://www.heise.de/-10984544

Links in diesem Artikel:
[1] https://pod.inside-agile.de/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_ia_pod.empfehlung-ho.link.link
[2] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[3] https://produktwerker.de/wie-viel-zeit-darf-user-story-erstellung-kosten-hilft-uns-ki-dabei/
[4] mailto:mai@heise.de

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  • 03. November 2025 um 15:16

APT-Umstellung auf Rust: Debian setzt exotische Ports unter Druck

Von Heise
Rust-Logo, Bleistift, Zirkel

(Bild: iX)

Ab Mai 2026 wird Debian APT Rust zwingend voraussetzen. Ports ohne funktionierende Rust-Toolchain haben sechs Monate Zeit – oder werden eingestellt.

Der Debian-Entwickler Julian Andres Klode hat angekündigt, ab Mai 2026 harte Rust-Abhängigkeiten in den Paketmanager APT einzuführen. Künftig werden zentrale Teile von APT in der Programmiersprache Rust implementiert. Betroffen sind unter anderem der Code zum Parsen von .deb-, .ar- und .tar-Archiven sowie die HTTP-Signaturverifizierung.

APT (Advanced Package Tool) ist das zentrale Werkzeug zur Paketverwaltung in Debian und darauf basierenden Distributionen wie Ubuntu. Die geplante Umstellung auf Rust betrifft damit eine der grundlegendsten Systemkomponenten der Distribution. Klode begründet den Schritt mit den Vorteilen speichersicherer Programmiersprachen und besseren Möglichkeiten für Unit-Tests.

Die Rust-Integration umfasst zunächst den Rust-Compiler, die Standardbibliothek und das Sequoia-Ökosystem. Sequoia [1] ist eine OpenPGP-Implementierung in Rust, die bereits in verschiedenen Projekten zum Einsatz kommt. Durch den Einsatz von Rust sollen typische Speicherfehler wie Buffer Overflows oder Use-after-Free vermieden werden, die in C und C++ häufige Sicherheitslücken eröffnen.

Die Ankündigung richtet sich explizit auch an Maintainer weniger verbreiteter Debian-Ports. Architekturen wie m68k, hppa (HP PA-RISC), sh4 (SuperH) und Alpha adressiert Klode in der Nachricht direkt. Diese Ports haben nun sechs Monate Zeit, eine funktionierende Rust-Toolchain bereitzustellen – andernfalls droht die Einstellung des Supports.

Modernisierung versus Retro-Hardware

Klode betont in seiner Nachricht, dass es für das Projekt wichtig sei, sich weiterzuentwickeln und auf moderne Technologien zu setzen. Man könne nicht zulassen, dass die Distribution durch den Versuch ausgebremst werde, moderne Software auf Retro-Computing-Geräte zu portieren. Diese Haltung dürfte in der Community durchaus kontrovers diskutiert werden, da Debian traditionell eine sehr breite Hardwareunterstützung anstrebt.

Die Entscheidung reiht sich in einen größeren Trend ein: Auch der Linux-Kernel hat mit der Integration von Rust begonnen, um sicherheitskritische Komponenten schrittweise in der speichersicheren Sprache zu implementieren. Rust hat sich in den vergangenen Jahren als bevorzugte Alternative zu C und C++ für systemnahe Programmierung etabliert, wenn es um Sicherheit und Zuverlässigkeit geht.

Für Nutzer von Debian auf gängigen Architekturen wie x86-64, ARM oder RISC-V dürfte die Umstellung transparent verlaufen, da Rust für diese Plattformen bereits vollständig unterstützt wird. Die Frist bis Mai 2026 gibt den Maintainern kleinerer Ports zumindest etwas Zeit, entweder eine Rust-Toolchain zu implementieren oder ihre Ports offiziell einzustellen.

Die vollständige Ankündigung findet sich in einer Nachricht an die Debian-Entwicklerlisten [2].


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https://www.heise.de/-10968522

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/hintergrund/OpenPGP-im-Umbruch-Implementierungen-bessere-Standards-und-ein-grosser-Streit-9790850.html
[2] https://lists.debian.org/deity/2025/10/msg00071.html
[3] https://www.heise.de/ix
[4] mailto:fo@heise.de

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  • 03. November 2025 um 12:15
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