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ING: Zahlungen mit Wero ab sofort auch in Onlineshops möglich

Von Heise — 05. Juni 2026 um 18:35

Die ING ist mit dem Bezahldienst Wero im E-Commerce gestartet. Außerdem soll man Wero künftig auch in Ländern mit anderen nationalen Systemen nutzen können.

Kunden der Direktbank ING können in Onlineshops ab sofort über ihre Smartphones mit dem europäischen Bezahldienst Wero bezahlen. Bisher waren Nutzer der ING-App auf die P2P-Funktion von Wero [1] beschränkt. Darüber können sie im privaten Rahmen mithilfe einer verknüpften Handynummer oder eine Mailadresse Geld an andere Wero-Nutzer schicken und von diesen empfangen. Das Geld fließt dabei über eine SEPA-Echtzeitüberweisung [2].

Mit dem Schritt gesellt sich die ING zu weiteren Kreditinstituten wie den Sparkassen, den Volks- und Raiffeisenbanken und einer Reihe anderen Genossenschaftsbanken sowie der Postbank und der Deutschen Bank [3]. Mit einem Girokonto bei diesen Geldhäusern ist es schon seit einigen Monaten möglich, Einkäufe über den Desktop- oder Mobilbrowser oder in Shopping-Apps per Smartphone zu bezahlen – vorausgesetzt, der Shop bietet Wero als Bezahlmethode an.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft European Payments Initiative (EPI), einem Konsortium aus deutschen, französischen, belgischen und niederländischen Banken und Sparkassen, tun das derzeit 600 Händler in Deutschland und Belgien. Dazu zählen der Veranstaltungskarten-Dienstleister Eventim [4] oder der Globus-Baumarkt. Kunden sind bei Wero-Zahlungen grundsätzlich durch einen Käuferschutz [5] abgesichert.

Ausbaupläne

Weitere große Handelsketten wie Lidl, Mediamarkt, Rossmann, Cewe, Decathlon oder Hornbach bereiten den Start ebenso vor wie viele kleine Shops. Bis Ende 2026 soll der E-Commerce mit Wero außerdem bei vielen französischen und ersten niederländischen Händlern Einzug halten. Zudem ist Wero für Ladenkassen angekündigt, mit statischen QR-Codes schließt dies auch Hofläden oder gewerbliche Flohmarkthändler ein. Die Funktionalität von Wero soll dabei durch Zahlungen für Abos, die optionale Einbindung von Bonuspunkteprogrammen sowie „Später bezahlen“ erweitert werden.

In Deutschland wollen außerdem weitere Banken Wero anbieten, wie bisher teils in ihren eigenen Banking-Apps, teils in der eigenen Wero-App. Erstere nutzen neben der ING die Sparkassen, die Genossenschaftsbanken sowie Revolut, letztere die Postbank und die Deutsche Bank.

Im Browser am PC zahlt man in Onlineshops einfach über einen QR-Code, den man mit der Wero- oder Banking-App auf dem Smartphone abscannt und dann die Zahlung freigibt. Shoppt man auf dem Smartphone, wird man direkt zur Freigabe in die jeweilige App geleitet.

Bereits angekündigt haben sich die Smartphonebank N26 [7], Commerzbank und Comdirect [8] sowie die Consorsbank. Erwartet wird außerdem die Targobank, eine Tochter der französischen Crédit Mutuel, die zu den Gesellschaftern von EPI gehört. Überdies wollen erste österreichische Banken bei Wero einsteigen, offiziell bekannt ist das bislang von der Raiffeisen Bank.

Interoperabilität mit anderen europäischen Systemen

Parallel gab die EPI auf der Fachveranstaltung Money 20/20 in Amsterdam bekannt, gemeinsam mit den Betreibern mehrerer nationaler Mobilbezahlsysteme ein gemeinsames Unternehmen gründen zu wollen. Daran beteiligen sich neben der EPI mit Wero derzeit auch das portugiesische SIBS mit MB Way, das spanische Bizum, das italienische Bancomat Pay sowie das dänisch-norwegische Vipps-MobilePay, das auch in Schweden, Finnland und Grönland aktiv ist.

Kern der Vereinbarung ist der Aufbau eines Hubs, an das die einzelnen Bezahlarten angeschlossen werden. Darüber sollen die derzeit 135 Millionen Nutzer dieser Bezahldienste künftig bei allen Händlern bezahlen können, deren nationales System an das Hub angeschlossen ist. Polens Blik hat außerdem in Aussicht gestellt, sich an dem Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen. Über das Hub soll Geld wie bei Wero in Echtzeit direkt von Konto zu Konto fließen, Umwege wie bei PayPal [9] oder Zeitverzögerungen wie bei Kartenzahlungen entfallen.

Ziel der hinter den beteiligten Diensten stehenden Banken ist es, eine möglichst große Nutzerzahl zu erreichen. Die Kreditinstitute versprechen sich sowohl einen besseren Wettbewerb und niedrigere Preise für Händler auf dem Bezahlmarkt als auch mehr Unabhängigkeit von außereuropäischen Bezahldiensten.


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  1. https://www.heise.de/news/Bezahlen-in-Echtzeit-ING-fuehrt-Paypal-Konkurrent-Wero-ein-10519658.html
  2. https://www.heise.de/hintergrund/Wero-Der-europaeische-Bezahldienst-unter-der-Lupe-10418146.html
  3. https://www.heise.de/news/Deutsche-Bank-springt-auf-Wero-Zug-auf-11118309.html
  4. https://www.heise.de/news/Bezahldienst-Wero-begrenzt-fuer-Online-Shopping-verfuegbar-11067421.html
  5. https://www.heise.de/hintergrund/Wero-in-ersten-Onlineshops-Ueberblick-und-Hintergrund-11077850.html
  6. https://www.heise.de/ct
  7. https://www.heise.de/news/Europaeische-PayPal-Alternative-Auch-N26-schliesst-sich-Wero-an-11103289.html
  8. https://www.heise.de/news/Commerzbank-schliesst-sich-europaeischer-Bezahl-App-Wero-an-11173116.html
  9. https://www.heise.de/news/Handel-Bargeld-verliert-an-Boden-PayPal-bleibt-online-dominant-11284703.html
  10. mailto:mon@heise.de

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heise+ | Datensammler: Fitnesstracker Google Fitbit Air im Test

Von Heise — 05. Juni 2026 um 13:00

Wer das neue Fitnessarmband von Google trägt, bekommt ein gutes Selbstbild über die eigene Gesundheit. Anders als bei Whoop ist kein Abonnement notwendig.

Fitter werden, gesünder leben und besser schlafen – dabei sollen displaylose Tracker helfen, die man rund um die Uhr am Arm trägt. Google steigt mit dem Fitbit Air in dieses Segment ein, dessen prominentester Vertreter Whoop heißt. Googles Modell kostet 100 Euro, und anders als Whoop ist ein Abo nicht zwingend erforderlich.

Der kleine Tracker ist federleicht: Ohne Armband wiegt er nur fünf Gramm, und selbst ins Band eingeklipst sind es nur 12 Gramm. Das mitgelieferte Stoffband mit Klettverschluss trägt sich angenehm und ist stufenlos an den Armumfang anpassbar. Wer regelmäßig mit dem Fitbit Air trainiert, sollte aber über ein zusätzliches Silikonarmband nachdenken, denn der Stoff dürfte durch den Schweiß mit der Zeit speckig werden, selbst wenn er schnell trocknet. Alternative Armbänder lässt sich Google teuer bezahlen, sie kosten zwischen 45 und 60 Euro.

Eingerichtet, gesteuert und bedient wird das Armband über die überarbeitete Google-Health-App, die es für Android (Download) [8] [8] und iOS (Download) [9] [9] gibt. Sie ersetzt die bisherige Fitbit-App. Warum Google den Markennamen bei der Hardware beibehält, bei der App aber verschwinden lässt, bleibt rätselhaft.


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  1. https://www.heise.de/tests/Datensammler-Fitnesstracker-Google-Fitbit-Air-im-Test-11307603.html
  2. https://www.heise.de/ratgeber/Wie-virtuelle-Radtouren-Senioren-am-Heimtrainer-zu-mehr-Bewegung-animieren-11176343.html
  3. https://www.heise.de/tests/Apple-Watch-als-Whoop-Ersatz-Gesundheits-Apps-fuer-Fitness-und-Erholung-11199866.html
  4. https://www.heise.de/tests/Peloton-Bike-mit-KI-Unterstuetzung-im-Test-11170384.html
  5. https://www.heise.de/tests/Kraftseilakt-Gym-Monster-2-das-Fitnessstudio-fuer-zu-Hause-11091276.html
  6. https://www.heise.de/ratgeber/Besser-Essen-mit-KI-Unterstuetzung-beim-Abnehmen-und-gesunder-Ernaehrung-11131690.html
  7. https://www.heise.de/ratgeber/Erfahrungsbericht-zum-Abnehmen-mit-smarten-Gadgets-Wie-Technik-helfen-kann-10456609.html
  8. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.fitbit.FitbitMobile&hl=en_US
  9. https://apps.apple.com/de/app/google-health-fitbit/id462638897

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Das Beste von der größten "Computer"-Messe

Von Heise — 05. Juni 2026 um 08:52

Was ist da los auf der Computex? c't 3003 hat den KI-Sirenengesängen widerstanden und fasst rational die Messe zusammen.

Trotz der allgegenwärtigen KI-Massenpsychose gab es auf der Computex natürlich auch Produkte ohne KI. c’t 3003 hat die interessantesten herausgesucht.

Transkript des Videos

(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guckt mal hier, ich bin hier auf der Computex in Taiwan und was ich überhaupt nicht verstehe: Hier gibt es überhaupt nichts zum Thema KI! Scherz, es ist geradezu absurd, wie viel KI-Zeug einem hier begegnet. Das ist fast wie eine Karikatur. Ich wäre mir nicht mehr sicher, ob es überhaupt einen einzigen Stand gibt, wo nicht irgendwo AI dransteht. Und wie das eben so ist mit solchen Überhypes: Alle denken, sie müssen mitmachen. Wie hier zum Beispiel, der erste agentische Monitor. Ja, puh, ich habe zwischendurch wirklich laut lachen müssen – zeige ich euch gleich.

Tatsächlich hat man hier auf der Computex manchmal das Gefühl, als würde man direkt in ein KI-Rechenzentrum reingehen. Was ja auch Sinn ergibt, denn alle Firmen wollen da offenbar auch rein, also in das KI-Server-Business, weil gerade absurd viel Geld in den Bau von KI-Rechenzentren fließt. Dann werden die PC-Komponenten für Nicht-Rechenzentrum-Produkte knapp und teuer, vor allem Speicher. Weshalb immer weniger Privatleute PCs kaufen – ein Teufelskreis. Und hier auf der Computex sieht man nun, wie alle versuchen, um das KI-Ramageddon drumherum zu arbeiten. Wie kreativ die Branche das macht, seht ihr in diesem Video und außerdem auch noch ein paar andere sehr interessante Produkte hier auf der Computex. Bleibt dran.

Liebe Hackerinnen, liebe Internetsurfer, herzlich willkommen hier bei...

Ja, die Computex in Taiwan nannte sich ja mal die größte Computermesse der Welt. Ruhe in Frieden, CeBIT. Aber wenn man heute auf die Website geht, dann steht da gar nichts von Computern. Also, nur noch hinter AI steht „AI and Computing“. Und sonst steht da nur, Computex ist die führende globale Messe, fokussiert auf AIoT and Startups. AIoT, hä? Artificial Intelligence of Things. Ganz ehrlich, das habe ich vorher noch nie gehört. Aber okay, liegt vielleicht an mir. Egal, rein hier in die Computex zusammen mit meinen ganzen heise-Kolleginnen und Kollegen. Wir sind hier nämlich dieses Jahr mit einem riesigen Team aufgeschlagen. Nice!

Notebooks mit 8 GByte RAM

Für mich war auf jeden Fall die größte Überraschung, dass es hier große Notebook-Neuvorstellungen gab, die tatsächlich standardmäßig mit 8 GB RAM in den Handel kommen. Noch vor einem Jahr gab es 8 GB nur in der absoluten Billig-Klasse für weniger als 100 Euro. Ab der Mittelklasse waren 16 GB Standard. Und nun gibt es das Acer Swift Air 14, das kommt in Europa für 800 Euro und zwar ausschließlich mit 8 GB, weil um die Preise niedrig zu halten, wird die Hauptplatine in hohen Stückzahlen nur in einer Konfiguration gefertigt, eben mit aufgelöteten 8 GB. So ist halt die Realität, kann man Acer jetzt auch nicht vorwerfen, die Firmen müssen um das KI-Ramageddon halt herum improvisieren. Auch Apple, die ja ihr offenbar ziemlich erfolgreiches MacBook Neo auch mit 8 GB für 700 Euro anbieten. Und Acer will da ziemlich offensichtlich in dieser MacBook-Neo-Zielgruppe wildern, das sieht man auch an der Werbung, die ja schon ein bisschen an Apple erinnert.

Fühlt sich auf jeden Fall wertig an, also mit Alu-Gehäuse und so, aber das Acer Swift Air 14 kostet 100 Euro mehr als das Neo, dafür gibt's aber einen Inch mehr Display-Diagonale, es gibt bessere Anschlüsse, nämlich zweimal USB-C mit vollem Thunderbolt 4 und einer USB-A-Buchse. Beim MacBook Neo gibt es nur zweimal USB-C mit jeweils USB 3 und USB 2, also sehr abgespeckt. Und das Acer-Display macht 120 Hertz, bei Apple gibt es nur 60. Das Problem ist nur: 8 GB unter Windows 11 und unter macOS fühlen sich möglicherweise dann doch anders an. Also, wenn ihr viele Tabs im Browser offen habt, dann werden beide Betriebssysteme mit so wenig Speicher in die Knie gehen. Aber generell würde ich dann doch sagen, dass Windows 11 Stand heute mit 8 GB weniger gut zurechtkommt als macOS.

Auch Dell zeigt mit dem XPS 13 einen MacBook-Neo-Konkurrenten. Das hat auch ein Alu-Gehäuse, kostet wohl auch 800 Euro in Europa mit 8 GB RAM, hat aber auch zumindest 120 Hz und sogar eine beleuchtete Tastatur. Trotzdem, kurze c't 3003-Empfehlung: Kauft euch keinen Computer mit 8 GB RAM. Wenn ihr nicht so viel Geld ausgeben könnt oder wollt, dann nehmt lieber was Gebrauchtes.

Handhelds und RTX Spark

Ja, und neue PC-Handhelds gab es auch, zum Beispiel das Asus ROG Ally X20 mit fettem 7,4-Zoll-OLED-Display und AMD Ryzen AI Z2 Extreme oder das MSI Claw 8 EX AI+ – kurzer Einschub, ohne AI geht es nicht, auch in den Typbezeichnungen – mit dem Intel-Konkurrenten Arc G3 und 9-Zoll-LC-Display. Das sind eigentlich interessante Geräte, finde ich, aber weil da eben so viel RAM drin ist, also 24 bzw. sogar 32 GB, werden die Teile voraussichtlich so teuer werden, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sich viele Menschen so etwas zulegen werden. Ja, ist leider so.

Das Gleiche gilt auch für die auf jeden Fall meistdiskutierten Computer auf der Computex, nämlich die ersten Notebooks mit Nvidia-CPU und -GPU, den RTX-Spark-Rechnern. Also das mit den Preisen ist eine Prognose von uns, weil es gab so gut wie keine Infos zu den Teilen bislang, obwohl wirklich jeder relevante Notebook-Hersteller so ein Teil angekündigt hat und die auch schon im Herbst kommen sollen. Mein c't-Kollege Florian hat auf der Messe zumindest ein bisschen mehr herausgefunden, als die Hersteller sagen wollten. Zum Beispiel, dass er davon ausgeht, dass der große Nvidia-Notebook-Chip Codename N1X um die 45 bis 85 Watt verheizen darf. Das Kühlsystem im Microsoft Surface Laptop Ultra mit dem N1X ist sogar auf 110 Watt ausgelegt. Es wird aber auch eine abgespeckte Version des ATX Spark Chips geben, der heißt dann N1, also ohne X. Der wird sich so im Bereich 18 bis 45 Watt tummeln.

Und die große Frage ist jetzt natürlich: Wie wird die Akkulaufzeit? Weil die quasi Desktop-Version des RTX Spark, also der DGX Spark, den haben wir schon getestet, und da haben wir damals im Leerlauf schon 20 Watt gemessen. Das wird also auf jeden Fall interessant.

Tandem-OLEDs (matt!)

Apropos interessant: Ich fand die schönen OLED-Monitore, die man hier wirklich an jeder Ecke sehen kann, bemerkenswert. Das Besondere ist, dass die nicht mehr wie noch in der Vergangenheit nur in recht dunkler Umgebung gut aussehen, sondern dass sie helligkeitsmäßig richtig reinballern. Tandem ist das Stichwort. Das bedeutet, dass zwei oder sogar mehr organische Leuchtschichten übereinander liegen und so mehr Helligkeit bringen. Laut den Herstellern sinkt damit auch das Einbrennen-Risiko, was ja bei OLED immer ein Thema ist. Zwei Hersteller bauen diese OLED-Panels, nämlich einmal Samsung – da heißen die QD-OLED, also Quantum Dots OLED – und einmal LG. Was auch neu ist: Es gibt OLED-Monitore jetzt in sehr, sehr vielen Größenklassen. Das war in der Vergangenheit ja noch ziemlich begrenzt.

Kurios fand ich zum Beispiel den ROG Strix OLED XG259QWPG, der als eSports-Monitor vermarktet wird, mit 24,5 Zoll für OLED sehr klein ist und tatsächlich nur 1080p Auflösung zeigt, dafür aber 540 Hertz hat. Was mich bei OLEDs immer ein bisschen genervt hat: Die haben immer gespiegelt. MSI hatte jetzt aber auf der Computex so ein Apple-Studio-Display-mäßiges Gerät am Start – mit OLED, 27 Zoll, 4K, 120 Hertz und mattiert. Der Preisbereich wird wohl so um die 650 Euro sein.

Der KI-Drache

Ich habe ja am Anfang von unnützen KI-Funktionen geredet. MSI hat tatsächlich den ersten agentischen KI-QD-OLED-Monitor der Welt am Start. Der Punkt ist, dass man da halt einen PC anschließen kann, auf dem OpenClaw beziehungsweise die von MSI angepasste Variante namens Lucky Claw läuft. Und der kann dann Parameter des Monitors ändern. Also, statt den Knopf für die Helligkeit zu drücken, kann ich meinem Claw-Assistenten texten: „Mach mal Helligkeit höher“ – oder per Sprache halt. Ich sage mal, das macht mein Leben jetzt nicht unbedingt besser.

MSI hatte mit dem MEG Vision X2 AI+ auch direkt einen Komplett-PC am Start, auf dem LuckyClaw nicht nur vorinstalliert ist, sondern wo auch im Gehäuse so ein Display eingebaut ist, wo dann so ein animiertes Hologramm – also LC-Display – mit diesem MSI-Drachen. Und mit dem kann man dann auch sprechen. Konkret hatten die das auf der Computex so eingestellt, dass OpenClaw mit dem chinesischen Cloud-KI-Modell Minimax lief und die Sprachausgabe über 11 Labs. Und bei der Stimme, da hat MSI also, ich sage mal, nicht unbedingt die entspannteste Variante ausgesucht.

Keno: Warum sprichst du denn nicht immer so laut?

MSI-LuckyClaw-Drachenfigur (sehr laut und aufgeregt): Hallo, alles klar bei mir? Danke der Nachfrage, warum ich nicht laut spreche, das ist einfach mein Stil. Freundlich und zugänglich. Ich will dir helfen, nicht dich überfahren. Klar und pragmatisch. Ich bringe es auf den Punkt, ohne drumherum. Positiv und unterstützend. Egal ob Gaming-Laptop oder Business-PC, ich bin auf deiner Seite. Professionell. Ich bin zwar ein KI-Assistent, aber ich soll trotzdem menschlich rüberkommen. Lautstärke ist nicht mein Ding. Lieber bin ich der ruhige, verlässliche Typ, der dir bei MSI-Produkten ehrlich weiterhilft. Gibt's was Bestimmtes, wobei ich dir helfen kann? Ob Technikfrage, Produktempfehlung oder einfach ein bisschen Smalltalk. Ich bin hier.

Und generell: Man sollte eine sowieso potenziell gefährliche Software wie OpenClaw, die nahezu täglich Sicherheitsupdates bekommt, vielleicht nicht in einer Variante eines anderen Herstellers verwenden, bei der die Updates nicht zeitgleich durchgereicht werden. Wäre jetzt meine Einschätzung. Aber der Drache ist natürlich ganz niedlich. Was meint ihr? Gerne in die Kommentare schreiben. Mehr über die Computex gibt es übrigens auch bei unserem 4004-Podcast, auch hier auf dem Channel und überall, wo es Podcasts gibt. Tschüss!

c't 3003 [1] ist der YouTube-Channel von c't. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


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  1. https://www.youtube.com/channel/UC1t9VFj-O6YUDPQxaVg-NkQ
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NAS mit ARM-Chips von Qualcomm: Radxa DragonBay und DragonStation mit "Fygo OS"

Von Heise — 04. Juni 2026 um 16:26

Der für Einplatinencomputer bekannte chinesische Hersteller Radxa kündigt NAS-Komplettgeräte mit ARM-Prozessoren von Qualcomm an.

Der Hersteller Radxa aus Shenzhen baut zwei kompakte Netzwerkspeicher (NAS) mit ARM-Prozessoren von Qualcomm. In die flache DragonStation mit 10-Gigabit-Ethernet passen sechs M.2-SSDs. Das NAS DragonBay hat hingegen nur 2,5-Gigabit-Ethernet und vier Einbauschächte für 3,5-Zoll-Festplatten sowie zwei M.2-SSDs als Cache.

Auf der Radxa-Website gibt es noch keine detaillierten Informationen zu den beiden NAS. Laut Radxa-Chef Tom Cubie sollen sie aber bald folgen.

Laut Informationen aus dem Discord-Kanal von Radxa steckt in der DragonBay der Qualcomm SC8280XP, also der 2021 für Notebooks angekündigte Snapdragon 8cx Gen3 [1].

Auf den Einplatinencomputer Dragon Q6A lötet Radxa hingegen den Qualcomm Dragonwing QCS6490.

Ein Nachteil des Smartphone- beziehungsweise Embedded-Prozessors ist der fest aufgelötete LPDDR4-Arbeitsspeicher, der sich nicht erweitern lässt. Vorteile sind hohe Effizienz und niedrige Leistungsaufnahme im Leerlauf.

Als Betriebssystem soll „Fygo OS“ zum Einsatz kommen. Dabei kooperiert Radxa mit der chinesischen NAS-Distribution FnOS [2] (FeiNiu, 飞牛) ; der Name bedeutet anscheinend „fliegender Ochse“.


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  1. https://www.heise.de/news/Qualcomm-Snapdragon-8cx-Gen-3-Erste-5-Nanometer-Plattform-fuer-PCs-6281673.html
  2. https://www.fnnas.com/
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Android Canary: Google testet umfangreiches Farb-Theming

Von Heise — 04. Juni 2026 um 10:02
Android Canary Juni 2026 auf Pixel 8 Pro in Hand

Android Canary: Juni-Update erweitert Theming-Möglichkeiten.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Google hat eine neue Android-Canary-Version veröffentlicht. Sie bringt erweiterte Farb-Theming-Optionen und das „Screen Reactions“-Feature für Screencasts.

Google hat die Juni-Version des „Entwicklerspielplatzes“ Android Canary veröffentlicht. Die neue experimentelle Android-Version enthält unter anderem ein umfangreich erweiterbares dynamisches Farb-Theming, das für Android 17 [1] angekündigte „Screen Reactions“-Feature [2] und mehr Transparenz.

Mehr Anpassungsmöglichkeiten

Seit einigen Android-Iterationen erweitert Google kontinuierlich die Möglichkeiten der Individualisierung des Erscheinungsbildes des Betriebssystems. Das System passt sich etwa seit Android 12 [3] und neuer farblich an den Bildschirmhintergrund an, wobei Nutzerinnen und Nutzer in den Einstellungen ein wenig nachbessern können. Dieses Theming erhält mit einer künftigen Android-Version offenbar ein großes Update. Hierfür testet Google in der aktuellen Canary-Version neue Funktionen.

Screenshots: Android Canary Juni-Build zeigen neue Theming-Optionen
Screenshots: Android Canary Juni-Build zeigen neue Theming-Optionen

Android Canary: Der Juni-Build bringt neue, experimentelle Theming-Optionen.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Wie Googler Mishaal Rahman auf X [4] zeigt, befindet sich in den Einstellungen „Hintergrund und Stil“ bei der Farbauswahl nun neben vorgeschlagenen Farboptionen erweiterte Einstellungsmöglichkeiten: Ein Druck auf die vorgeschlagenen Farboptionen öffnet ein Auswahlwerkzeug, um zwischen Farbnuancen „Neutral“, „Weich“, „Hell“ und „Fett“ zu wählen. Überdies befindet sich ein Farbpaletten-Symbol rechts im Menü, das einen Schieberegler für eine erweiterte Farbauswahl öffnet.

Was noch?

Abseits des Updates der Theming-Optionen enthält die neue Canary die für Android 17 angekündigte „Screen Reactions“-Funktion. Mit dieser können Kreative sich selbst und den Smartphonebildschirm gleichzeitig aufnehmen. Die Einstellungen hierfür befinden sich in der Bildschirmaufnahmefunktion. Hier wählt man „Gesamter Bildschirm“ aus, schon zeigen sich im Dialogfenster weitere Optionen wie „Selfie-Kamera anzeigen“ und „Berührungen anzeigen“.

Screenshots: Android Canary Sreen Reactions
Screenshots: Android Canary Sreen Reactions

Die Funktion „Screen Reactions“ soll laut Google mit Android 17 erscheinen.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Neben dem Starten-Knopf oben auf dem Bildschirm erscheint ein Farbpaletten-Symbol, mit dem Nutzerinnen und Nutzer die Farbe des Selfie-Hintergrunds auswählen können. Standardmäßig ist er transparent.

Screenshots Android Canary Juni Keyboard-Kachel in den Schnelleinstellungen
Screenshots Android Canary Juni Keyboard-Kachel in den Schnelleinstellungen

Android Canary: Das Juni-Update bringt Keyboard-Kachel in die Schnelleinstellungen

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Neu, aber eher ein kleines Detail ist, dass Nutzer nun eine Keyboard-Kachel in den Schnelleinstellungen einfügen können. Hierüber kann man schnell zwischen Text- und Spracheingabe wechseln. Das ist letztlich aber eigentlich auch direkt über ein Mikrofon-Symbol in der Gboard-App möglich. Zudem erweitert Google seit der Mai-Version kontinuierlich die Unschärfeeffekte: Im Juni-Release sind sie nun auf den Sperrbildschirm und die Fingerabdrucktaste gewandert.

Experimentell

Die Canary-Version mit der Buildnummer ZP11.260515.009 mit dem Sicherheitspatch vom Mai 2026 steht für das Pixel 6 und neuer sowie die Pixel-Foldables und das Pixel Tablet zum Ausprobieren bereit. Google macht darauf aufmerksam, dass die Canary-Builds hochexperimentell und nicht für den Alltagseinsatz gedacht sind. Allzu lange dürften Pixel-Nutzer nicht auf die neuen Funktionen warten müssen. In den vergangenen Monaten fielen zahlreiche zuerst im Canary-Channel gezeigten Features wenige Tage später in die Android-17-Beta. Das neue Theming könnte mit dem Update Android 17 QPR1 [5], das im September erwartet wird, veröffentlicht werden.


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Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/thema/Android-17
  2. https://www.heise.de/news/Android-17-Einfacher-Umzug-von-iOS-mehr-AirDrop-und-Tools-fuer-Kreative-11290699.html
  3. https://www.heise.de/news/Android-12-Erstes-Optik-Update-seit-sieben-Jahren-6058672.html
  4. https://x.com/MishaalRahman/status/2062368711026315619
  5. https://www.heise.de/news/Google-veroeffentlicht-zweite-Beta-von-Android-17-QPR1-fuer-Pixel-Geraete-11285067.html
  6. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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Nvidia RTX Spark: Was von der Notebook-CPU und ihrem Ableger N1 zu erwarten ist

Von Heise — 03. Juni 2026 um 20:49

Nvidia verrät bislang keine Details zum Notebookprozessor RTX Spark. Wir erfuhren sie dennoch und entdeckten den N1 auf einem Computex-Messestand.

Nvidia-Chef Jensen Huang nutzte seine Keynote-Ansprache zu Beginn der Computermesse Computex in Taiwan unter anderem dafür, den lange erwarteten beziehungsweise verspäteten Notebookprozessor N1X endlich vorzustellen. Viel mehr als den offiziellen Markennamen RTX Spark verriet er aber nicht – Modellvarianten mit zugehörigen Modellnummern sind wie offizielle Angaben zur Abwärme oder andere Eckdaten weiterhin Fehlanzeige.

Die Geheimniskrämerei werten wir als Warnsignal, dass RTX-Spark-Geräte vielleicht doch etwas später erscheinen könnten, als Nvidia verspricht: Huang sprach auf der Bühne von Herbst, unter der Hand nannten uns Notebookhersteller konkreter September oder Oktober als aktuellen Zieltermin. Sämtliche öffentlich auf der Computex ausgestellten Notebooks waren funktionslose Mockups; einzig Nvidia selbst hatte lauffähige Systeme in seinen Räumen. Dort wiederum konnte man zwar laufende Demos begutachten, durfte die Geräte aber nicht selbst bedienen.

6 graue Laptops lehnen an einer Wand
6 graue Laptops lehnen an einer Wand

In der ersten Welle von Notebooks mit Nvidias RTX Spark werden sechs Herstellern vertreten sein, teilweise mit mehr als einem Gerät.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Das Fehlen konkreter technischer Spezifikationen ist auch deshalb verwunderlich, weil Gerüchteköche diese bereits kurz vor der Keynote herumreichten. Und zwar nicht nur für Varianten des N1X, sondern auch vom schwächeren Massenmarktableger N1. Unsere Nachforschungen in Taipei bestätigten diese Gerüchte – und wir entdeckten sogar einen laufenden N1 unter anderem Namen auf dem Messestand eines engen Nvidia-Partners.

Es ist kein Geheimnis, dass der N1X für Windows-Geräte technisch eng verwandt ist mit dem GB10 der Mini-Workstation DGX Spark, die unter Linux läuft: Das sagte Jensen Huang in einer Pressefragerunde selbst. Ihm gefällt der Codename N1X nach eigener Aussage auch weiterhin so gut, dass er ihn gerne weiterbenutzt, obwohl die offizielle Sprachregelung nun eben RTX Spark lautet.

Wie schon beim AMD-Mobilprozessor Ryzen AI 300 Max alias Strix Halo zeigt sich aber, dass Chips in Mini-PCs mehr Energie verheizen dürfen als in Notebooks. Strix Halo läuft in stationären kleinen Workstations mit bis zu 140 Watt, in den damit bestückten Mobilgeräte hingegen eher mit 45 bis 65 Watt. In der Gerüchteküche kursiert für N1X eine zulässige Abwärme von 45 bis 80 Watt, also in derselben Größenordnung.

Spurensuche

Unsere Recherchen auf der Computex stützen das: Zwar wurden keine direkten Fragen zur TDP von N1X beantwortet. Doch die Tatsache, dass viele Notebookhersteller ihren N1X-Notebooks 140-Watt-Netzteile beilegen werden, spricht Bände: Das lässt Luft, um entweder den Akku zu laden oder unter Volldampf noch Reserven für RAM, SDD und Bildschirm zu haben.

Microsoft wurde im Gespräch mit c’t sogar noch präziser: Das Kühlsystem im Surface Laptop Ultra ist auf 110 Watt ausgelegt. Reserven sind üblich, um Fertigungstoleranzen auszugleichen und auch an heißen Tagen noch zuverlässig kühlen zu können – oder schlicht die Lüfter langsamer und somit leiser drehen zu lassen.

Ein Laptop wurde auf die Kante gestellt, die einzelnen Schichten getrennt
Ein Laptop wurde auf die Kante gestellt, die einzelnen Schichten getrennt

So sieht Microsofts Surface Laptop Ultra mit RTX Spark im Schichtmodell aus.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Mit dieser Bestätigung halten wir wiederum die geleakten Specs für glaubwürdig, wonach es N1X notebooktypisch in mehreren Varianten geben wird. Der Vollausbau hat zehn ARM Cortex-X925, zehn Cortex-A725 und 48 GPU-Kerne. Es soll auch eine Variante kommen, die nur je neun CPU-Kerne (also insgesamt 18 statt 20) sowie eine auf 40 GPU-Kerne abgespeckte Blackwell-GPU hat. Über ihr 256-Bit-Speicherinterface adressieren beide zwischen 16 und 128 GByte Arbeitsspeicher.

Spark und Spärkchen

Noch geheimnisvoller sind kleinere Modelle, deren Entwicklung unter dem Codenamen N1 (ohne X) laufen. Dass dieser Codename existiert und mit RTX Spark zusammenhängt, hat Jensen Huang in der Pressefragerunde selbst als Ausblick erwähnte. Er vertröstete dabei allerdings unbestimmt in die Zukunft – also einen Zeitrahmen nach Herbst 2026, in dem N1X-Notebooks starten sollen.

N1 ist nach unseren Informationen eine abgespeckte Variante der Bausteine, die in N1X stecken. Um wieder wie oben AMD zum Vergleich heranzuziehen: Strix Halo (Ryzen AI 300 Max) ist das dicke Gegenstück zu N1X und Strix Point (Ryzen AI 300) die „normale“ Variante, wie N1. Hier wie dort bedeutet dies, dass es ein Speicherinterface mit der üblichen Breite von 128 Bit (für 8 bis 64 GByte RAM) gibt, aber auch kleinere CPU- und GPU-Konfigurationen.

Aufsteller mit Text: "MEDIATEK - Flagship Agentic Al Smart Cockpit Platform - MediaTek Dimensity AX C-XI - Bringing Superintelligence to Next-Gen Vehicles - Ultra-efficient 3nm Process Node - MediaTek & NVIDIA Partnership - Superior Edge Compute and Outstanding Graphics Performance - ARM v9.2 architecture 12-Core CPU @ 530K DMIPS - NVIDIA Blackwell GPU @10.2 TFLOPS (FP32) - NVDLA3 NPU @ 80 TOPS (INT8) - Up to 12 Displays and 24 Cameras - NVIDIA DRIVE OS Architecture Cable 2KXак"
Aufsteller mit Text: "MEDIATEK - Flagship Agentic Al Smart Cockpit Platform - MediaTek Dimensity AX C-XI - Bringing Superintelligence to Next-Gen Vehicles - Ultra-efficient 3nm Process Node - MediaTek & NVIDIA Partnership - Superior Edge Compute and Outstanding Graphics Performance - ARM v9.2 architecture 12-Core CPU @ 530K DMIPS - NVIDIA Blackwell GPU @10.2 TFLOPS (FP32) - NVDLA3 NPU @ 80 TOPS (INT8) - Up to 12 Displays and 24 Cameras - NVIDIA DRIVE OS Architecture Cable 2KXак"

Der Aufsteller zu MediaTeks Standdemo des Automotive-Chips Dimensity AX C-X1 enthält etliche Hinweise, die auf die schwächere RTX-Spark-Variante N1 schließen lassen.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Konkret spricht die Gerüchteküche bei N1 von einer Kombination aus acht Cortex-X925, vier Cortex-A725 und 20 GPU-Kernen. Der GPU-Ausbau klingt dahin stimmig, da es mit GB207 (GeForce RTX 5050) bereits ein Stand-Alone-Gegenstück gibt – und mit GB205 alias GeForce RTX 5070 übrigens auch eines für N1X.

Messebummel

Mit diesem Wissen im Hinterkopf schlenderten wir über das Messegelände und wurden bei MediaTek stutzig: Nvidias Entwicklungspartner, der für GB10 wie auch N1(X) die CPU-Chiplets zuliefert, zeigte dort seinen Automotive-Chip Dimensity AX C-X1, in dem bekanntermaßen GPU-Technik von Nvidia steckt. Interessanterweise sprachen die Aufsteller am Messestand davon, dass der Chip insgesamt zwölf ARM-Kerne besitzt – Zufall?

Wir sagen: „Nein.“ Der Aufsteller nannte zwar keine Details zur Anzahl der GPU-Kerne, wohl aber eine Rohrechenleistung der Blackwell-Grafikeinheit von gut 10 TFlops im Datenformat FP32. Zusammen mit der Abwärme von 90 Watt, die ein MediaTek-Ingenieur am offen zu bestaunenden C-X1-Entwicklerkit verriet, wird per Dreisatz ein Schuh daraus: Da die 48 GPU-Kerne von GB10/N1X bei 140 Watt rund 31 TFlops im Datenformat FP32 liefern, landet man auch ohne konkrete Taktraten bei ziemlich genau 20 GPU-Kernen, die C-X1 haben muss. Daher sind wir uns sicher: C-X1 ist derselbe Chip, den Nvidia später als N1 für RTX-Spark-Notebooks verkaufen will.

Offenes Gehäuse eines Computers mit großem Kühlerkörper
Offenes Gehäuse eines Computers mit großem Kühlerkörper

Unter dem Kühlkörper dieses Entwicklersystems arbeitet MediaTeks Dimensity AX C-X1, der später dann als N1 auch in Notebooks zum Einsatz kommen wird.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Performance

Das Aber: N1 ist unseren Informationen nach nicht wie N1X für starke Mobilrechner, sondern für günstige Notebooks im Massenmarkt gedacht. Mit diesem Zielbild ergibt es wenig Sinn, 90 Watt zu verheizen. In der Gerüchteküche macht für N1 ein Abwärmebereich zwischen 18 und 45 Watt die Runde, was plausibel erscheint. Damit ist wiederum klar, dass N1 nicht die 3D-Leistung der oben genannten GeForce RTX 5050 erreichen wird, sondern viel weniger – auch wegen des langsameren LPDDR5X-RAM statt GDDR7. Gleiches gilt für N1X respektive GeForce RTX 5070: Diese Desktopgrafikkarten verheizen alleine 130 respektive 250 Watt.

Motherboard mit Prozessor
Motherboard mit Prozessor

Notebook-Hauptplatine mit Nvidias N1X alias RTX Spark

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Ins Gefüge passt auch der vom MediaTek-Ingenieur genannte Zeitplan: Es werde hart daran gearbeitet, die Massenproduktion von C-X1 bis zum Jahresende zu starten, weil 2027 ein chinesisches Elektroauto mit diesem Chip auf den Markt kommen soll. Das deckt sich mit der Aussage Jensen Huangs, wonach es mit N1 noch etwas länger dauern würde. Und auch damit, dass alle bislang enthüllten und für Herbst avisierten Spark-Notebooks den stärkeren N1X nutzen – auch 14-Zöller wie das ProArt P14 von Asus und HPs OmniBook X 14.

Asus und HP gaben auf Nachfrage zu Protokoll, dass die beiden Geräte dieselbe Performance abliefern werden wie die größeren 15- und 16-Zöller, die sie selbst beziehungsweise andere Anbieter in Arbeit haben. Ob das stimmt, wird sich zeigen – aber Apple geht beim MacBook Pro ja schon seit Jahren mit exakt demselben Versprechen ins Rennen.

Akkulaufzeit mit Fragezeichen

Ebenfalls bleibt vorerst offen, ob RTX-Spark-Notebooks dieselben langen Akkulaufzeiten erreichen werden, die Qualcomm mit dem Snapdragon X im Notebookmarkt etabliert hat und die inzwischen auch mit Intel-Notebooks (Lunar Lake, Panther Lake) möglich sind. Die über 20 Watt, die sich Nvidias Mini-PC DGX Spark in unserem Test bereits im Leerlauf genehmigt hat, wären bei Notebooks ein Unding.

Zwei Notebooks in ihre Schichten zerteilt
Zwei Notebooks in ihre Schichten zerteilt

Asus zeigt das Innenleben seiner beiden N1X-Notebooks ProArt P14 und ProArt P16.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

In der Zwischenzeit hat Nvidia allerdings bei DGX Spark fleißig an der Firmware geschraubt und verspricht für RTX-Spark-Notebooks zudem ebenfalls genug Akkulaufzeit für einen ganzen Tag. Konkrete Zahlen hinsichtlich Netzteilunabhängigkeit waren keinem der Hersteller, die bereits Notebooks vorgestellt haben, zu entlocken – nicht unbedingt, weil sie noch nichts sagen wollten oder durften (das sicherlich auch), sondern weil es noch zu früh vor dem Marktstart ist und die Entwickler mitunter noch mit der Axt feilen.

Mehr KI-Leistung für Windows

Mit dem Markteintritt Nvidias gibt es nun nicht nur einen neuen Konkurrenten für die x86-Prozessoren von AMD und Intel, sondern vor allem einen weiteren Mitspieler in der ARM-Welt. Der wird Qualcomm vor allen an zwei Schwachstellen zusetzen. Die erste, nämlich Kompatibilität zu Linux, war Qualcomm bislang gleichgültig, während Nvidia dort längst zuhause ist – siehe DGX Spark.

Gravierender dürfte sein, dass Nvidia auch mit seiner Gaming-Macht in den Markt drückt. In Taipei liefen auf Prototypen bereits etliche aktuelle Spiele – mal nativ und mal über den in Windows enthaltenen Prism-Emulator, aber immer performant. Mehr noch: Nvidia wirft viele Vorteile von häufigen Treiberupdates bis zu Exklusivfeatures wie DLSS 4 (und ab August DLSS 4.5) in die Waagschale – da kann Qualcomm nicht mithalten.

Notebooks an einem Messestand, an der Wand ein Schild "RTX Spark"
Notebooks an einem Messestand, an der Wand ein Schild "RTX Spark"

Nvidia ließ auf Vorseriengeräten des Surface Laptop Ultra verschiedene Spiele laufen.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Und dann wäre da noch das allesbeherrschende Thema KI: Microsoft hat dieser Tage auf seiner Entwicklerkonferenz Build angekündigt, Windows KI-Agenten angedeihen zu lassen. Anders als bei OpenClaw, wo schon die Installation zum Showstopper werden kann, wird es unter Windows abgeschottete Sandboxen geben, in die man – ganz ohne Installation – fertige Container einklinken und nutzen kann.

Das seit 2024 praktizierte Spielchen, dass neue Funktionen zunächst in Windows on ARM nutzbar sind und erst später in die x86-Welt überschwappen, wird sich dabei wohl wiederholen: MediaTeks Messeaufsteller verrät, dass C-X1 eine NPU mit bis zu 80 Tops hat. Uns wurde aus Herstellerkreisen bestätigt, dass das auch für beide RTX-Spark-Ableger (N1X und N1) gelten wird.

Die NPU von Qualcomms Snapdragon X2 Elite schafft ebenfalls diese Leistung, während die versammelte x86-Welt bei maximal 60 Tops liegt – und oftmals bei kaum mehr als den 40 Tops, die Microsoft bislang für Copilot+ vorgeschrieben hat. Notebooks mit RTX Spark laufen wie jene mit Snapdragon X2 unter der abgesonderten Windows-Version 26H1 (Build 28000.xxxx). Daher ist es alles andere als unwahrscheinlich, das der nächste KI-Schritt für Windows nur dort erfolgt und die x86-Welt erneut das Nachsehen haben wird.


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Vor Android 17: Google verteilt neue Features auch für ältere Android-Versionen

Von Heise — 03. Juni 2026 um 09:44
Android-Logo auf Smartphone vor verschwommenem Hintergrund

Android-Logo.

(Bild: Mamun_Sheikh/Shutterstock.com)

Google verteilt neue Funktionen auch für ältere Android-Versionen teils bis runter zu Android 12. Unter anderem AirDrop und Circle to Search.

Während Google dabei ist, das große Update auf Android 17 zu finalisieren und laut Konzern „bald“ veröffentlichen wird, sollen Nutzerinnen und Nutzer älterer Android-Versionen nicht vollkommen leer ausgehen. Mit dem „Android Drop“ verpasst der Konzern vielen Geräten neue Funktionen ganz ohne großes Systemupdate.

Ab Android 12: Scamerkennung bei Anrufen

Googles Telefon-App warnt künftig vor mutmaßlichen Betrügern, die sich als eigene Kontakte ausgeben. Die Funktion „Erkennung gefälschter Anrufe“ soll laut Google überprüfen können, ob ein Anruf tatsächlich vom Gerät eines Kontakts kommt. Wenn ein Betrüger so tut, als würde er von einer vertrauten Nummer anrufen, erhalten Nutzer künftig eine Warnung, um das Gespräch schnell zu beenden.

Die Funktion wird Google zufolge weltweit angeboten und unterstützt Geräte ab Android 12 und neuer. Weitere Details zu der Funktion haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst [1].

„Circle to Search“ für ältere Geräte

Circle to Search, Googles smarte Suchfunktion, mit der man nur ein Objekt auf dem Bildschirm einkreisen muss, um danach im Netz zu suchen, einen Text zu kopieren oder zu übersetzen, landet nun auch auf älteren Geräten. Zudem unterstützt die Funktion auch auf jenen Geräten eine erst kürzlich angekündigte Erweiterung. Dabei lassen sich etwa mit dem Einkreisen eines Looks auf Instagram oder TikTok sämtliche Teile auf einmal finden. Circle to Search landet mit dem Android Drop auf Geräten mit Android 14 und neuer.

Mit Google Photos Wardrobe können Nutzer den eigenen Kleiderschrankinhalt digitalisieren und die Kleidung virtuell anprobieren.

(Bild: Google)

Noch nicht für Europa bestimmt ist eine Funktion in Google Fotos mit dem Namen Google Photos Wardrobe [2], mit der Nutzerinnen und Nutzer quasi ihren eigenen Kleiderschrank digitalisieren und virtuell anprobieren können. Laut Google [3] katalogisiert das Feature die Kleidung, die Nutzer auf den eigenen Fotos tragen. Die Kleidung wird extrahiert und in Bilder umgewandelt – Nutzer können die Kleidungsstücke beliebig kombinieren, „Lieblingslooks“ lassen sich speichern und mit Freunden teilen, so Google. Verfügbar ist das Feature demnächst in den USA, Indien und Brasilien.

Ausweitung von AirDrop für 41 Geräte

Seit der Ankündigung von AirDrop-Support über Googles Quick Share im November 2025 [4] haben bereits weitere Android-Geräte Unterstützung für den bequemen Datenaustausch zu Apple-Geräten erhalten. Im Zuge des Android Drops weitet Google in Zusammenarbeit mit Smartphone-Herstellern den Support aus – erstmals angekündigt hatte Google die Airdrop-Expansion aber schon im Zuge der Android Show Mitte Mai [5].

Animation: Datentransfer von Android zu iPhone per Quick-Share
Animation: Datentransfer von Android zu iPhone per Quick-Share

Airdrop-Support landet auf weiteren Android-Geräten.

(Bild: Google)

Laut Google unterstützen nun über 40 Geräte die Funktion; langfristig sollen weitere Geräte eine AirDrop-Anbindung erhalten. [6] Diese Modelle sind aktuell dabei:

Samsung

  • Galaxy S26, S26+, S26 Ultra
  • Galaxy S25, S25+, S25 Ultra, S25 Edge
  • Galaxy S24, S24+, S24 Ultra
  • Galaxy Z Flip 7
  • Galaxy Z Fold 7
  • Galaxy Z Flip6
  • Galaxy Z Fold 6
  • Galaxy Z Fold 6 (Special Edition)
  • Galaxy Z TriFold

Google

  • Pixel 10, 10 Pro, 10 Pro XL, 10 Pro Fold, 10a
  • Pixel 9, 9 Pro, 9 Pro XL, 9 Pro Fold, 9a
  • Pixel 8a

Xiaomi

  • Xiaomi 17T Pro

OnePlus

  • OnePlus 15

Oppo

  • Oppo Find X9, X9 Pro, X9 Ultra, X9s
  • Oppo Find N6

Vivo

  • Vivo X300, X300 Pro, X300 Ultra

Honor

  • Honor Magic V6

In Kürze

  • Motorola Razr Fold 2026
  • Oppo Find X8 Serie
  • Honor Magic 8 Pro

„Persönliche Sicherheit“-App für Kinder

Teil des Drop ist auch eine neue Sicherheitsfunktion für Kinder: In der App „Persönliche Sicherheit“ erhalten Kinder unter 13 Jahren Zugriff auf Funktionen, wie etwa das Anzeigen ihrer medizinischen Informationen und das Festlegen von Notfallkontakten auf dem Sperrbildschirm ihres Geräts. Außerdem können sie darüber die Autounfallerkennung aktivieren, die nach einem Unfall automatisch den Rettungsdienst ruft und Notfallkontakte per SMS benachrichtigt.

Screencast zeigt Funktion der neuen Persönliche Sicherheit-App für Kinder
Screencast zeigt Funktion der neuen Persönliche Sicherheit-App für Kinder

Googles Android Drop bringt die App „Persönliche Sicherheit“ für Kinder.

(Bild: Google)

Kids im Teenageralter können zudem die Standortfunktionen der App nutzen. Zu diesen gehören der Sicherheitscheck und die Echtzeit-Standortfreigabe für Notfallkontakte. Die App ist laut Google weltweit verfügbar.

Play Bücher und Emoji Kitchen

Weitere Neuerungen ziehen zum einen in Google Play Bücher und die Emoji-Kitchen-Funktion der Tastatur-App Gboard ein.

Mit dem Feature „Bring mich auf den neuesten Stand“ erhalten Nutzerinnen und Nutzer von Play Bücher eine Zusammenfassung des bisher Gelesenen. Sie können auch „Textstellen markieren und Fragen stellen, um mehr Informationen zu Themen, Kontext oder den Charakteren zu erhalten, ohne die Seite zu verlassen“, erklärt Google. Die Funktion „Infos zum Buch“ wird ab heute in der Google Play Bücher App eingeführt und steht zunächst für ausgewählte englischsprachige Titel bereit.

In die Gboard-App ziehen derweil neue Kombinationen für Emoji-Kitchen-Sticker ein. „Wenn ein einfaches rosa Herz nicht ausreicht, um eure Gefühle auszudrücken, könnt ihr Emojis zu etwas Besonderem kombinieren. Von süßen Tierchen bis hin zu glitzernden Bienen 🐝 + 💍 – findet die richtige Kombination für eure Stimmung und teilt sie mit euren Freund*innen in Gboard“, so Google.


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  1. https://www.heise.de/news/Android-bekommt-Anrufererkennung-gegen-Betrugsanrufe-11316362.html
  2. https://blog.google/products-and-platforms/products/photos/google-photos-wardrobe-feature/
  3. https://blog.google/products-and-platforms/platforms/android/android-drop-june-2026/
  4. https://www.heise.de/news/Google-erlaubt-den-direkten-Datenaustauch-von-iPhone-und-Android-Smartphones-11087061.html
  5. https://www.heise.de/news/Android-17-Einfacher-Umzug-von-iOS-mehr-AirDrop-und-Tools-fuer-Kreative-11290699.html
  6. https://www.heise.de/news/AirDrop-Support-fuer-Android-Google-weitet-Verfuegbarkeit-auf-weitere-Geraete-aus-11167837.html
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Neue Speichertechnologien für Desktop-PCs auf der Computex

Von Heise — 02. Juni 2026 um 16:53

Auf der Computex zeigen die RAM-Hersteller CQDIMMs mit 128 GByte Kapazität und CUDIMMs mit bis zu DDR5-8000. Die Speicherkrise ist auch Thema.

Der Trend zu immer schnellerem und größerem Arbeitsspeicher für Desktop-PCs zeigt sich auch auf der IT-Messe Computex in Taiwan: Der taiwanische Hersteller Dato präsentiert Clock Unbuffered DIMMs (CUDIMMs) mit DDR5-8000-RAM, die diese Geschwindigkeit ohne Übertaktungs-Profile wie EXPO und XMP und damit ohne erhöhte Spannung schaffen. Am Stand von Adata gibt es CUDIMMs mit DDR5-7200 – das Maximum, was die aktuelle Desktop-CPU-Generation Core Ultra 200S Plus von Intel laut Spezifikation schafft.

Ein DDR5 RAM-Modul von DATO mit 24GB und PC8000.
Ein DDR5 RAM-Modul von DATO mit 24GB und PC8000.

Dato produziert inzwischen DDR5-8000-CUDIMMs, die ohne erhöhte Spannung auskommen.

(Bild: Christian Hirsch / heise medien)

CUDIMMs erreichen die hohen Taktfrequenzen durch aufgelötete Taktverstärker [1], die das Signal vom Speichercontroller in der CPU auffrischen. Derzeit unterstützt nur Intel bei LGA1851-Prozessoren diese Technik, also Core Ultra 200 alias Arrow Lake. AM5-CPUs von AMD der Serien Ryzen 7000, 8000 und 9000 können ausschließlich herkömmliche DDR5-Unbuffered-DIMMs (UDIMMs) ansteuern. Auf Nachfrage erklärte AMD in einem Gespräch mit c’t vor Ort in Taipeh, dass dies technisch bedingt sei. Der RAM-Controller im aktuellen I/O-Die tauge dafür nicht.

Ein RAM-Modul mit der Beschriftung Apacer 64GB CSOD DDR5 7200 CL58
Ein RAM-Modul mit der Beschriftung Apacer 64GB CSOD DDR5 7200 CL58

Für Mini-PCs und Notebooks gibt es CSODIMMs mit Taktverstärker, die wie hier von Apacer DDR5-7200-Tempo erreichen.

(Bild: Christian Hirsch / heise medien)

DIMMs mit vier Ranks für doppelte Kapazität

Für höhere Kapazitäten hat das für Arbeitsspeicher zuständige Industriekonsortium JEDEC vor einigen Monaten die Modulvariante Clocked Quad-Ranked DIMMs (CQDIMMs) vorgestellt [2], die auch als 4R-DIMMs bezeichnet werden. Damit verdoppelt sich die maximale Kapazität von 64 GByte auf 128 GByte pro Modul, weil sie doppelt so viele Chips tragen. Übliche DIMMs und CUDIMMs haben ein oder zwei Ranks, in denen die Speicherbausteine organisiert sind. CQDIMMs haben derer vier. Die Module funktionieren aber nur auf Mainboards mit einem DIMM pro Kanal, also maximal zwei insgesamt. Die maximale Kapazität bleibt also bei 256 GByte. Interessant ist diese Technik etwa für Mini-ITX-Mainboards mit wenig Platz. Unter anderem zeigt uns Teamgroup CQDIMMs und ein Demosystem.

Wider die Knappheit

Die RAM-Krise beschäftigt Hersteller von Speichermodulen derzeit stark. Sie kaufen aktuell jeden Speicherbaustein, den sie angeboten bekommen. Preise spielen keine Rolle, denn die großen KI-Hyperscaler wie Amazon, Google und Microsoft kaufen nahezu alles weg. Bislang bezogen die kleineren Hersteller ihren RAM vor allem von den Riesen wie Micron, Samsung und SK Hynix. Nun kommen verstärkt kleinere Hersteller wie Etron, Nanya und Winbond oder der chinesische Fertiger ChangXin Memory Technologies [3] (CXMT) zum Zuge.

Ein Computer-Arbeitsspeicherriegel mit vielen schwarzen Chips und goldenen Kontakten.
Ein Computer-Arbeitsspeicherriegel mit vielen schwarzen Chips und goldenen Kontakten.

Teamgroup präsentiert CQDIMMs mit DDR5-8000-Geschwindigkeit und 128 GByte Kapazität pro Modul.

(Bild: Christian Hirsch / heise medien)

Vor allem DDR4-RAM ist stark nachgefragt, weil viele Endkunden und kleinere Unternehmen verstärkt ältere CPU-Plattformen wie AMD AM4 und Intel LGA1700 für Neukäufe auswählen, weil DDR5-RAM so teuer ist. In China und Indien gibt es inzwischen einen Markt für Refurbished DIMMs aus stillgelegten Servern und Business-PCs. Das spüren auch die CPU-Hersteller. Laut AMD hat sich das Verhältnis bei verkauften Prozessoren in Westeuropa und den USA von rund 80 Prozent AM5/DDR5 zu 20 Prozent AM4/DDR4 auf 60:40 verschoben. In China, Indien und Osteuropa, liegt der Anteil von AM4 noch höher. AMD kündigte erst kürzlich die Wiedereinführung des Ryzen 7 5800X3D für AM4-Mainboards an [4].

Update

Bsuiness-PCs als weitere Quelle für Refurbished-DIMMs ergänzt.


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  1. https://www.heise.de/news/Ein-kleiner-Chip-mit-grosser-Wirkung-Takttreiber-beschleunigt-RAM-9982109.html
  2. https://www.heise.de/hintergrund/Bit-Rauschen-Die-wichtigsten-Chips-des-Jahres-2026-10520475.html
  3. https://www.heise.de/news/Speicherkrise-PC-Hersteller-erwaegen-chinesischen-Speicher-11168713.html
  4. https://www.heise.de/news/AMD-bringt-die-Gaming-CPU-Ryzen-7-5800X3D-zurueck-11312603.html
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Android 17 Beta 4.1: Google behebt offenbar letzte Fehler vor Release

Von Heise — 02. Juni 2026 um 10:00
Android 17 Logo

Android 17 ist kurz vor dem Release.

(Bild: Google)

Google hat eine weitere Beta für Android 17 veröffentlicht. Das Update auf Beta-Version 4.1 dürfte die letzten Bugs vor dem erwarteten Release ausbügeln.

Eigentlich sagte Google im April, dass das Update auf Android 17 Beta 4 [1] die „letzte geplante Beta“ des Entwicklungszyklus sei, bevor die Version als stabile Version veröffentlicht werde. Mit der Beta 4.1 kommt der Konzern also ein wenig überraschend um die Ecke. Zudem macht Google darauf aufmerksam, dass einige Hardwarepartner auch schon Betas für einige ihrer Geräte anbieten.

Das Update Android 17 Beta 4.1 ist den Release-Notes [2] zufolge recht klein, steht aber für das Pixel 6 bis hin zu den Geräten der neuen Pixel-10-Serie zur Installation bereit. Der Build CP21.260330.011.A1 ist für Pixel 6/Pro/a Pixel 7/Pro bestimmt, während sich CP21.260330.011 an alle anderen Pixel-Modelle richtet.

Fehlerbehebungen im Fokus

Hinsichtlich der Neuerungen enthält die Beta 4.1 lediglich fünf kleine Fehlerbehebungen, jedoch keine neuen Funktionen. Die aus Googles Sicht wichtigsten neuen Features hatte der Konzern im Zuge der Android Show: I/O Edition [3] am 12. Mai gezeigt – inklusive der agentischen KI Gemini Intelligence [4], die jedoch nur für High-End-Geräte bestimmt ist [5].

Google erklärt, dass es mit dem nun veröffentlichten Update ein Problem behebt, bei dem die Statusleiste fälschlicherweise keinen Signalbalken anzeigte, obwohl eine Verbindung bestand. Ebenso haben die Entwickler ein Problem mit der UI-Synchronisation gefixt, bei dem das Symbol für die Schnellsteuerung der mobilen Daten im Flugmodus aktiv blieb.

Zudem soll es keine Probleme mehr beim Anschluss externer Displays geben – zumindest sollen sie nun nicht mehr schwarz werden, wenn eine hohe Auflösung ausgewählt wird. Ebenso habe Google einen Fehler bei der Bluetooth-Audioübertragung behoben, der nach Systemunterbrechungen wie Timern zu einer Unterbrechung der Wiedergabe führte. Außerdem sollen Hörgeräte nach Inaktivität oder dem Aufladen nicht mehr automatisch aus den gekoppelten Geräten entfernt werden.

Android 17 Beta für „Partnergeräte“

Während Google seine Betas nur für seine Pixel-Modelle anbietet, macht der Konzern darauf aufmerksam, dass einige Hardwarepartner Versionen der Android-17-Beta für ausgewählte Smartphones anbieten.

Zu den Partnern zählen Honor, iQOO, Lenovo/Motorola, OnePlus, Oppo, Realme, Sharp, Vivo und Xiaomi. Interessanterweise erwähnt Google seinen engen Partner Samsung nicht, obwohl der Konzern sein Betaprogramm auf One UI 9 auf Basis von Android 17 für die Galaxy-S26-Serie [6] gestartet hat.

Für interessierte und wagemutige Besitzerinnen und Besitzer eines der kompatiblen Modelle hat Google eine Übersichtsseite gestaltet, die zu den jeweiligen Betaprogrammen führt [7].

Auf den Webseiten der Partner finden Nutzer jeweils Anleitungen, wie sie die Android-17-Beta installieren können. Die meisten bieten System-Images zum Herunterladen und Flashen an, einige unterstützen derweil zusätzlich Over-the-Air-Updates (OTA), wie etwa Samsung über sein eigenes Betaprogramm.


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  1. https://www.heise.de/news/Android-17-Beta-4-Letzte-Testversion-vor-dem-finalen-Release-11261781.html
  2. https://developer.android.com/about/versions/17/release-notes
  3. https://www.heise.de/news/Google-kuendigt-Android-Show-2026-an-Fokus-auf-Android-17-11281725.html
  4. https://www.heise.de/news/Google-stellt-Gemini-Intelligence-fuer-Android-vor-11289291.html
  5. https://www.heise.de/news/Gemini-Intelligence-mit-hohen-Hardwareanforderungen-an-Smartphones-11296835.html
  6. https://www.heise.de/news/Galaxy-S26-Serie-Samsung-oeffnet-Betaprogramm-fuer-One-UI-9-11291610.html
  7. https://developer.android.com/about/versions/17/devices
  8. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner

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Schmaler Gaming-PC Asus ROG NUC 16 Edition 20 mit GeForce RTX 5090

Von Heise — 01. Juni 2026 um 19:10

Asus feiert 20 Jahre der Marke Republic of Gamers mit einer leistungsfähigen Variante der kompakten PC-Serie Next Unit of Computing.

Der taiwanische Hersteller Asus packt die Mobilversion der leistungsstärksten Gaming-Grafikkarte GeForce RTX 5090 in den Spiele-PC ROG NUC 16 Edition 20. Hinzu kommt Intels 24-Kern-Prozessor Core Ultra 9 290HX Plus. Der gesamte PC ist lediglich 5,6 Zentimeter schmal. Anlass für die Sonderedition ist das 20-jährige Jubiläum der Marke Republic of Gamers (ROG) auf der IT-Messe Computex. 2006 startete der Hersteller sie mit dem AM2-Mainboard Crosshair samt nForce-590-SLI-Chipsatz für Athlon-64-Prozessoren.

Im ROG NUC 16 steckte bis dato maximal eine GeForce RTX 5080, nun gibt es ihn auch mit der RTX 5090 und 24 statt 16 GByte Grafikspeicher und 10.496 anstelle von 7680 Shader-Kernen. Wegen des kompakten Gehäuses ist der Platz für den Kühler begrenzt, weshalb Asus die mobile Variante mit geringerem thermischen Budget einbaut.

Zerlegter Asus ROG NUC mit Lüftern, Hauptplatine und Gehäuse auf einem Display
Zerlegter Asus ROG NUC mit Lüftern, Hauptplatine und Gehäuse auf einem Display

Im ROG NUC 16 verteilen sich die Komponenten wegen der geringen Abmessungen auf beiden Seiten der Hauptplatine.

(Bild: Christian Hirsch / heise medien)

Starker Mobilprozessor

Auch bei der CPU setzt Asus auf Mobiltechnik: Im ROG NUC 16 Edition 20 ist der Arrow-Lake-Chip Core Ultra 9 290HX Plus mit 24 Kernen eingelötet, davon sind acht Performance- und 16 Effizienzkerne. Zur weiteren Ausstattung zählen zwei DDR5-6400-CSODIMMs mit je 32 GByte Speicherkapazität, eine M.2-SSD mit 2 TByte und PCI-Express-5.0-Schnittstelle, Wi-Fi 7 sowie Windows 11. Der Preis des kompakten Gaming-PCs wird vermutlich deutlich über 5000 Euro liegen. In Deutschland wird er wegen des laufenden Patentstreits mit Nokia [1]vorerst nicht erhältlich sein. Bei großem Interesse wäre aber ein Kauf im EU-Ausland möglich.


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  1. https://www.heise.de/news/Nokia-Patentklage-Acer-und-Asus-muessen-PC-Verkauf-in-Deutschland-stoppen-11177816.html
  2. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Android-Dokumentenscanner: Google führt Batch-Scanning und neue Funktionen ein

Von Heise — 01. Juni 2026 um 09:53
Grüner Android Bugdroid vor Smartphone

Android-Bugdroid vor Smartphone.

(Bild: Primakov/Shutterstock.com)

Der Dokumentenscanner in Android erhält ein umfangreiches Update. Neben dem praktischen Batch-Scanning bietet die App nun auch eine verbesserte Bildqualität.

Google hat den Dokumentenscanner von Android [1] aufgebohrt: Die Scanfunktion in Google Drive und der Files-App beherrscht neue Tricks wie das Batch-Scanning und weitere. Da die Features direkt auf dem Gerät ausgeführt werden, sind mindestens 8 GByte RAM erforderlich.

Mehrere Scans auf einen Streich

Angekündigt hat die neue Funktion Android-Ökosystemchef Sameer Samat auf X [2] und Linkedin [3]. Er schreibt in seinem Beitrag, dass mit dem Update der Scanfunktion, das über die Google-Play-Dienste verteilt wird, unter anderem ein „intelligenter Stapelscan“ Einzug halte. Damit lassen sich mehrere Seiten schnell nacheinander scannen, ohne jede Seite einzeln manuell erfassen zu müssen. In einem kurzen Test durch heise online zeigt sich, dass die Scan-App drei nebeneinander liegende Seiten nahezu zeitgleich erfasst und als separate Dokumente speichert.

Screencast Android Scanfunktion – mehrere Dokumente gleichzeitig einscannen
Screencast Android Scanfunktion – mehrere Dokumente gleichzeitig einscannen

Ein Update der Android-Scanfunktion ermöglicht unter anderem das nahezu gleichzeitige Einscannen mehrerer Dokumente.

(Bild: Sameer Samat / X [4])

Zudem soll die App Duplikate erkennen, falls man eine Seite bereits gescannt hat. Neu ist ferner die Funktion „Auto-Best-Frame“, mit der die App verschwommene Scans automatisch durch das beste verfügbare Bild ersetzt.

Überdies erklärt Samat, dass die Verarbeitung komplett auf dem Gerät erfolge: Das heißt, dass sie auch offline funktioniert und die Daten auf dem Gerät bleiben, sofern man keinen Auto-Upload aktiviert hat. Ausschalten lässt sich die automatische Scanfunktion übrigens durch einen Tap auf den rechten Button. Auf der linken Seite ist außerdem ein Bedienfeld, mit dem Nutzerinnen und Nutzer zur Übersicht der bereits aufgenommenen Bilder gelangen, während aktuell eingescannte Dokumente am unteren Ende des Bildschirms eingeblendet sind. Ein Tap auf die Scans öffnet die Bildbearbeitung, um Scans zu beschneiden oder weiter zu bearbeiten.

Aktualisiert hat Google auch die Optik der Scanfunktion. Sie erscheint nun in der Designsprache Material 3 Expressive [5], die Google mit Android 16 angekündigt hatte.

Im Mai vergangenen Jahres hatte Google die Scanfunktion auch schon einmal aktualisiert: Damals verabreichte der Konzern seinen MLKit- Dokumentenscanner [6] eine automatische Verbesserung der Scans.


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  4. https://x.com/ssamat/status/2060415435951210632
  5. https://www.heise.de/news/Material-3-Expressive-Googles-neues-Design-fuer-Pixel-angeschaut-10640073.html
  6. https://developers.google.com/ml-kit/vision/doc-scanner
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Kommentar: Ein Paladin gegen Sauron

Von Heise — 31. Mai 2026 um 16:24

Die päpstliche KI-Enzyklika Magnifica Humanitas ermöglicht überraschende Bündnisse gegen die Tech-Oligarchen, kommentiert Hartmut Gieselmann.

135 Jahre nach dem päpstlichen Rundschreiben Rerum Novarum reagiert erneut ein Papst auf eine technische Revolution. Doch während Leo XIII. 1891 die soziale Frage der Industrialisierung verhandelte, beschäftigt Leo XIV. etwas anderes: Wer kontrolliert die Maschinen, die heute nicht mehr Stoffe und Stahl, sondern gesellschaftliche Wirklichkeit produzieren?

Magnifica Humanitas [1] ist deshalb weit mehr als ein Kirchenpapier über künstliche Intelligenz. Der Papst beschreibt eine Welt, in der Algorithmen Entscheidungen prägen, Plattformen die öffentliche Kommunikation kontrollieren und private Konzerne über Ressourcen verfügen, von denen Nationalstaaten nur träumen. Die eigentliche Gefahr sieht er – ähnlich wie seinerzeit Adorno und Horkheimer – in einem „technokratischen Paradigma“, das Berechenbarkeit mit Wahrheit, Effizienz mit Vernunft und technische Machbarkeit mit gesellschaftlichem Fortschritt verwechselt.

Die Enzyklika wendet sich gegen einen Deus ex machina, der dem einzigen Gott die Show zu stehlen droht. Das Silicon Valley verspricht die Abschaffung von Krankheit, Arbeit und vielleicht irgendwann sogar des Todes. Die Serverfarm wird zur Kathedrale, der CEO zum Hohepriester des Fortschritts. Für eine Institution, deren Geschäftsmodell seit zweitausend Jahren auf Erlösungsversprechen beruht, ist das keine Lappalie.

Darin liegt auch die politische Raffinesse des Textes. Nach Jahrzehnten, in denen Missbrauchsskandale die moralische Autorität der Kirche schwer beschädigt haben, versucht Leo XIV., den Vatikan als globale Gewissensinstanz neu zu positionieren: Für die Menschenwürde und gegen Machtkonzentration, Krieg und digitale Kontrolle.

Das führt selbst innerhalb des Katholizismus zu Konflikten. Besonders in den USA. Während Vizepräsident J. D. Vance die Hauptbedrohung in Migration, „Wokeness“ und kultureller Auflösung sieht, richtet Leo XIV. den Blick auf die Entgrenzung technischer Macht. Beide Lager kritisieren die liberale Moderne, aber sie streiten darüber, was an ihr eigentlich gefährlich ist. Vance setzt auf die Nation, Leo XIV. auf transnationale Bündnisse.

Gerade deshalb könnte die Enzyklika über kirchliche Kreise hinaus wirken. Gewerkschafter, Datenschutzaktivisten, linke Technik-Kritiker und katholische Sozialethiker werden sich über Eigentum, Abtreibung oder Familienpolitik kaum einig werden. Doch sie teilen die Skepsis gegenüber einer Zukunft, die von einigen wenigen Konzernen gestaltet wird, deren Satelliten bereits den Himmel bevölkern und deren Algorithmen die öffentliche Wahrnehmung strukturieren.

Der Papst baut damit Brücken. Wer den Plattformkapitalismus und die Konzentration digitaler Macht für das eigentliche Problem unserer Zeit hält, muss nicht katholisch werden, um strategische Zweckbündnisse einzugehen. Erfahrene Rollenspieler von Tolkien bis Dungeons & Dragons wissen schließlich: Gegen den Endgegner gewinnt keine Klasse allein.


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Video: Foto-Cloud selber hosten mit Immich

Von Heise — 31. Mai 2026 um 10:00

15 GB voll und dann wird's teuer? Mit Immich hostet ihr eure Fotos selbst – privat, kostenlos und überraschend einfach.

Wer seine Fotos nicht Google überlassen möchte, kann mit Immich eine selbst gehostete Alternative betreiben. Die Open-Source-Software läuft per Docker zum Beispiel auf einem Raspberry Pi, bietet eine an Google Fotos erinnernde Oberfläche mit Timeline und Kartenansicht und ist in wenigen Minuten eingerichtet.

Im einfachsten Fall sichert die Smartphone-App Fotos innerhalb des Heimnetzes – mit einem VPN klappts auch von unterwegs, zum Beispiel mit WireGuard. Wie ihr Immich einrichtet, zeigen wir im Video:


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Acers MacBook-Neo-Antwort heißt Swift Air 14

Von Heise — 31. Mai 2026 um 07:30

Acer setzt in der gehobenen Mittelklasse auf ein in mehrere Farben erhältliches Vollmetallgehäuse und Intels Einsteigerprozessor Core 300.

Kompakte und dennoch wertige Mittelklassenotebooks sind en vogue, seitdem Apple im Frühjahr sein MacBook Neo vom Stapel gelassen hat. Acer nutzt als Antwort seine leichte Baureihe Swift Air. Diese debütierte im vergangenen Jahr als 16-Zöller mit Ryzen-Innenleben [1]; nun folgt eine 14-Zoll-Variante mit Intels Einsteigerprozessor Core 300 alias Wildcat Lake [2].

Während das Swift 16 dank eines Vollmetallgehäuses aus einer Magnesiumlegierung ein Kampfgewicht von nur einem Kilogramm auf die Waage bringt, setzt Acer beim neuen Swift Air 14 auf Aluminium. Trotz der geringeren Abmessungen ist es deshalb schwerer, auch wenn 1,2 Kilogramm immer noch alltagstauglich wenig Gewicht sind. Das Gehäuse gibt es in den vier Farben Grün, Pink, Lila und Blau, aber nicht alle Märkte bekommen alle Farben.

Acer kann das Swift Air 14 in Blau (hinten links), Lila (hinten rechts), Pink (vorne links) und Grün (vorne rechts) fertigen, doch nicht alle Farben werden in allen Ländern verfügbar sein.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Der matte IPS-Bildschirm deckt den sRGB-Farbraum ab und zeigt seine 1920 × 1200 Pixel (16:10) mit 120 Hertz. Die maximale Helligkeit gibt Acer mit 350 cd/m2 an. Acer sieht neben einem analogen Audioausgang und einer USB-A-Buchse auch zwei USB-C-Ports vor, die beide rasantes Thunderbolt 4 sprechen. Der WLAN-Adapter funkt gemäß Wi-Fi 6E, der Akku soll beim Internetsurfen bis zu 16 Stunden durchhalten. Biometrisches Einloggen ist per Windows-Hello-Webcam möglich.

In den USA beginnen die Preise – typisch Neo-Konter – bei 700 US-Dollar mit Core 5, 8 GByte aufgelötetem LPDDR5-Arbeitsspeicher und 512-GByte-SSD; hierzulande werden daraus 800 Euro. Technisch wären zwar auch 16 GByte RAM vorgesehen, doch diese Bestückung wird man bei uns nicht antreffen. Um den niedrigen Preispunkt zu treffen, helfen nur hohe Stückzahlen – und das nicht erst im Verkauf, sondern bereits bei der Produktion: Die Hauptplatine wird vorerst nur in dieser einen Konfiguration gefertigt und für Deutschland auch nur in ein grünes, pinkes oder lilafarbenes Gehäuse gesteckt.

Für die Deckelaußenseite hat Acer zwei Designs entworfen; hierzulande wird es die schlichtere Variante rechts sein.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Der Verkaufsstart ist hierzulande bereits für Juli angedacht. Damit das klappt, greift Acer zu einem technischen Kniff: Um das seit Februar wegen einer Patentverletzung rund um den Videocodec H.265 bestehende Verkaufsverbot zu umgehen, wird der in der Grafikeinheit enthaltene Hardware-Decoder stumpf abgeschaltet. Käufer können entsprechende Videos dann nur noch mit einem Software-Decoder über die CPU-Kerne abspielen, was mehr Energie benötigt als der Hardware-Decoder – aber eben sämtlichen rechtlichen Umständen gerecht wird.

Edler Geschäftsmann

In der Riege der besonders leichten 14-Zöller tummelt sich das Business-Notebook TravelMate P6 in der 2026er-Neuauflage mit Core Ultra 300 (Panther Lake): Es wiegt gerade mal knapp ein Kilogramm. Auf Wunsch gibt es bis zu 64 GByte aufgelöteten LPDDR5X-Arbeitsspeicher und einen OLED-Touchscreen. Letzterer hat eine matte Oberfläche, welche mittels Gorilla Glas Matte Pro realisiert wird. Dieses Deckglas hat Acer bereits in der 2025er-Generation des Swift Edge [3] eingesetzt; das aktuelle Modell spiegelt hingegen wieder [4].

Acers Business-Notebook TravelMate P6 wiegt knapp unter einem Kilogramm und kommt im Jahrgang 2026 erstmals mit einem matten OLED-Touchscreen.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Das TravelMate P6 mit Core Ultra 300 soll im dritten Quartal erscheinen; Preise nennt Acer bislang nicht.


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  1. https://www.heise.de/news/Acer-zeigt-das-erste-Notebook-mit-Intels-Panther-Lake-10630557.html
  2. https://www.heise.de/news/Core-300-Intel-stellt-Billigprozessor-Wildcat-Lake-vor-11262501.html
  3. https://www.heise.de/news/Swift-Edge-14-Acer-bringt-leichtes-14-Zoll-Notebook-10385271.html
  4. https://www.heise.de/news/Acer-bringt-16-Zoll-Notebook-mit-riesigem-Touchpad-11128516.html
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Digitalisieren und Restaurieren: So retten Sie alte Fotos & Filme | c’t uplink

Von Heise — 30. Mai 2026 um 06:30

Welche Soft- und Hardware hilft dabei, Medien zu digitalisieren? Ist KI hier nützlich oder eher nervig? Im Podcast diskutieren wir, wie man alte Schätze rettet.

Verstaubte Kartons mit Dias, Filmrollen und VHS-Kassetten lagern auf so manchem Dachboden. Sie bergen Erinnerungen an Silberne Hochzeiten, Familienurlaube und Kindheiten – und werden mit der Zeit nicht besser. Doch wie rettet man diese Schätze?

Im c’t uplink sprechen wir darüber, wo man am besten anfängt und welche Werkzeuge dabei helfen können. Die c’t-Redakteurinnen Ulrike Kuhlmann und Greta Friedrich und der c’t-Redakteur André Kramer diskutieren, ob man sich selbst an diese Aufgabe wagen oder doch lieber einen Dienstleister beauftragen sollte.

Ulrike Kuhlmann hat sich für die c’t-Ausgabe 10/2026 mit der Digitalisierung von Filmen befasst. „Die erste Hürde ist, ein Abspielgerät zu organisieren. Da kann man im Bekanntenkreis fragen oder bei Ebay gucken, es gibt aber auch Verleiher“, erzählt Ulrike. Um das Video zu digitalisieren, brauche es außerdem einen Videograbber, bevor es dann mit der passenden Software ans Bearbeiten gehe.

Bei KI immer genau hinschauen

André Kramer hat für die Artikelstrecke sechs KI-Werkzeuge getestet, die dabei helfen sollen, digitalisierte Fotos zu restaurieren: „Früher musste man teure Software kaufen, heute kann man sie monatsweise abonnieren und teils kostenlos nutzen – das macht den Einstieg sehr viel niedrigschwelliger.“ Einige der getesteten Dienste richten sich an Profis, andere an Endnutzer, entsprechend unterschiedlich seien ihre Ergebnisse.

Faszinierend waren die Resultate, die mithilfe solcher KI-Tools entstanden. Hier sahen Fotos aus dem frühen 20. Jahrhundert plötzlich aus wie mit dem Smartphone geschossen – doch es schlichen sich auch etliche Fehler und Ungereimtheiten ein. „Wenn die erste Begeisterung abflaut, sieht man plötzlich: Moment, das Hemd ist ein anderes, die Schuhe auch und der Hund hat einfach die Rasse gewechselt“, erzählt André. „Meine Erkenntnis war, dass man sich das Resultat schon sehr, sehr genau angucken sollte.“

Und wohin nun mit all den Dateien, die beim Digitalisieren entstehen? Ulrike empfiehlt: „Wenn man viel Arbeit in die Digitalisierung und Bearbeitung investiert hat, sollte man sich unbedingt ein paar Gedanken zu einem Ablagesystem machen.“ Die uplink-Runde gibt Tipps dazu, wie man die Dateien sinnvoll organisiert, sicher speichert und die Originale geschützt aufbewahrt.

Zu Gast im Studio: André Kramer, Ulrike Kuhlmann
Host: Greta Friedrich
Produktion: Carine Kinarian

Unsere Tipps dazu, wie Sie alte Filme und Fotos digitalisieren und restaurieren, lesen Sie in der c’t-Ausgabe 10/2026 [8], auf ct.de sowie in der c’t-App für iOS und Android.

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heise+ | Quantenphysik liefert erstmals perfekte, zertifizierbare Zufallszahlen

Von Heise — 29. Mai 2026 um 16:53

Ein Team der ETH Zürich konnte mithilfe der Quantenphysik erstmals perfekte, zertifizierbare Zufallszahlen erzeugen. Ein Gewinn für die Cybersicherheit.

„Gott würfelt nicht“ ist wohl eines der berühmtesten Zitate von Albert Einstein. Mit diesem Ausspruch drückte er seinerzeit seinen Missmut gegenüber der noch jungen Quantenphysik aus. Diese sagte vorher, dass das Ergebnis von Quantenexperimenten intrinsisch zufällig sei. Absurd, meinte Einstein, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass die Physik zufällige Elemente enthielt.

Andreas Wallraff und Renato Renner
Andreas Wallraff und Renato Renner

Andreas Wallraff und Renato Renner (v.l.n.r.) neben der 30 Meter langen Verbindung zwischen zwei Quantenchips. Mit dem Experiment erzeugten ETH-Forschende erstmals zertifiziert perfekte Zufallszahlen.

(Bild: Kilian Kessler / ETH Zürich)

In der Tat ist echter Zufall extrem selten. Dies ist ein großes Ärgernis für die Kryptografie und Security, da Verschlüsselungsalgorithmen häufig auf Zufallszahlen beruhen. Wer sich bereits mit Zufallszahlengeneratoren befasst hat, weiß, dass diese meist komplexe Methoden nutzen, um nur scheinbar zufällige Zahlen zu erzeugen. Doch Algorithmen befolgen Regeln und diese sind, definitionsgemäß, nicht zufällig. Für einige Anwendungen mag dies reichen, für andere, wie die Verschlüsselung sensibler Daten, nicht.

Ein Forschungsteam der ETH Zürich um Renato Renner und Andreas Wallraff konnte nun einen Meilenstein demonstrieren. In seinen Quantenexperimenten erzeugte das Team erstmals perfekte, zertifizierbare Zufallszahlen mithilfe einer Methode namens Zufallsverstärkung. Die Methode könnte die digitale Sicherheit massiv erhöhen und die Forschenden bezeichnen ihr Experiment als Demonstration eines Quantenvorteils, da sie ein Ergebnis erzielen konnten, das mit herkömmlichen Methoden nicht möglich wäre. Die Ergebnisse erschienen im Fachmagazin Nature [1] [1].


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  1. https://www.nature.com/articles/s41586-026-10521-8

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heise+ | High-End-Smartphone Oppo Find X9 Ultra im Test: Mehr Kamera als Smartphone

Von Heise — 29. Mai 2026 um 08:00

Oppo treibt mit dem Ultra seinen Weg zwischen Kamera und Smartphone weiter. Spätestens mit dem optionalen Tele hebt sich das Find X9 Ultra aus der Masse ab.

High-End-Smartphones gibt es nicht nur von Apple, Google und Samsung, sondern auch von unbekannteren Marken. Zu denen zählt, zumindest hierzulande, Oppo. Der chinesische Hersteller will mit dem Find X9 Ultra ganz oben angreifen. Dazu passt der Preis: Luxuriöse 1700 Euro kostet das Oppo Find X9 Ultra.

Unser Testgerät sticht mit der knallorangen Farbe der Glasrückseite ins Auge, die dunkelgraue Variante prunkt mit einer Rückseite aus Kunstleder. Bedingt durch das große Display sortiert sich das Smartphone bei den eher unhandlichen Geräten ein, das Gewicht merkt man in der Hosentasche deutlich. Der runde Kamerabuckel ragt über sechs Millimeter aus der Rückseite hervor. In manchen Situationen stört das, etwa wenn man das Smartphone in die Tasche schiebt. Hält man das Find X9 Ultra in der Hand, ist er aber gar nicht so unangenehm: Man kann es mit dem Finger an dem Kameraelement gut abstützen, so liegt es sicher in der Hand. Zudem ist das Gewicht gut ausbalanciert.

Legt man das Oppo neben das ebenfalls kürzlich vorgestellte Vivo X300 Ultra [8] [8], fallen viele Gemeinsamkeiten auf: die Position des LED-Blitzes in der oberen linken Ecke der Rückseite, die riesigen, runden Kamerabuckel und auch die Position der Tasten. Beide Smartphones haben ihre Wurzeln im Geflecht des chinesischen BBK-Konzerns, und trotz organisatorischer Trennung der Marken ähneln sie sich. Kaum verwunderlich, dass ausgerechnet Oppo und Vivo die einzigen Hersteller sind, die derzeit große Teleobjektive zum Aufstecken anbieten, wenn auch zusammen mit unterschiedlichen Partnern und mit minimal anderen Bajonettverschlüssen, sodass sie nicht kompatibel zur jeweils anderen Marke sind.


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  1. https://www.heise.de/tests/High-End-Smartphone-Oppo-Find-X9-Ultra-im-Test-Mehr-Kamera-als-Smartphone-11286763.html
  2. https://www.heise.de/tests/Zweieiige-Zwillinge-Honor-600-und-600-Pro-im-Vergleichstest-11209888.html
  3. https://www.heise.de/tests/Ein-teurer-Spass-Kamera-Smartphone-Vivo-X300-Ultra-im-Test-11249071.html
  4. https://www.heise.de/tests/Billiger-ist-besser-Nothing-Phone-4a-und-4a-Pro-im-Test-11257905.html
  5. https://www.heise.de/ratgeber/High-End-Smartphones-2026-Stagnation-statt-Innovation-11199992.html
  6. https://www.heise.de/tests/High-End-Smartphones-iPhone-Pixel-und-Galaxy-im-Vergleich-11173362.html
  7. https://www.heise.de/tests/Honor-Oppo-Xiaomi-im-Vergleich-High-End-Smartphones-aus-China-11173368.html
  8. https://www.heise.de/tests/Ein-teurer-Spass-Kamera-Smartphone-Vivo-X300-Ultra-im-Test-11249071.html

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Arc G3: Intel bringt Panther-Lake-Ableger für Gaming-Handhelds

Von Heise — 28. Mai 2026 um 17:58

Arc statt Core: Die Prozessorbaureihe G3 betont schon im Namen ihren Gaming-Fokus. Technisch sind die CPUs eng mit bisherigen Panther-Lake-Varianten verwandt.

Die meisten Gaming-Handhelds mit Windows, also 8-Zoll-Geräte vom Format eines SteamDecks oder auch Nintendos Switch-Konsole, verwenden Prozessoren von AMD: Der Chiphersteller hat speziell dafür die Baureihen Z1 und Z2 im Portfolio, die anders als reguläre Notebookprozessoren auf den Namen Ryzen verzichten. In genau diese Fußstapfen tritt nun auch Intel: Ab sofort können Hersteller für solche Geräte den Arc G3 oder den etwas stärkeren Arc G3 Extreme bekommen.

Eine weitere Analogie zu AMD: Auch wenn der Markenname Core Ultra bei den Neulingen keine Verwendung findet, basieren die Chips technisch auf diesen Chips – konkret auf Panther Lake alias Core Ultra 300 [1]. Intel hat für Arc G3 keine neuen Chiplets oder Kombinationen aufgelegt, sondern eine bereits bekannte modifiziert: Es ist die Kombination aus großen CPU- und großem GPU-Chiplet, die Intel bislang als Core Ultra X9 und X7 verkauft hat.

Anders als bei diesen sind im CPU-Chiplet nur zwei von vier P-Kernen aktiv. Allerdings bleiben immer alle acht E-Kerne verfügbar, während bei manchen altbekannten Core Ultra 5 mit Panther-Lake-Innenleben einer der beiden Viercluster fehlt. Diese neue Binning-Variante dürfte Intel helfen, seine Fertigungsausbeute (Yield) weiter zu erhöhen: Erst jetzt gibt es Verwendung für ein Chiplet, bei dem ein oder zwei P-Kerne defekt sind.

Bei der integrierten Grafikeinheit gibt es die Arc B390 mit alle zwölf Xe3-Kernen im Arc G3 Extreme; der Arc G3 verwendet die Arc B370 mit deren zehn. Beide Arc-Varianten sieht Intel in derselben Form auch bei Notebook-Modellen vor. Von zwei P-Kernen (und ein paar Hundert Megahertz Takt) abgesehen ähnelt der Aufbau des Arc G3 Extreme etwa stark dem bekannten Core Ultra X7 358H.

Weniger Abwärme

Während letzterer laut Datenblatt mindestens 25 Watt (und mit Turbo auch noch viel mehr) verheizen darf, geben sich die Arc G3 genügsamer: Damit sie in kompakte Handhelds passen, gestattet Intel einen Betrieb zwischen 8 und 30 Watt (Arc G3) beziehungsweise 35 Watt (Arc G3 Extreme). Wieviel tatsächlich bereitsteht, kommt auf das jeweilige Gerät und dessen Kühlsystem an – und auch, ob der Hersteller etwa bei angestecktem Netzteil mehr zulässt als auf Akku.

Erste Handhelds mit Arg G3 (Extreme) sollen laut Intel bereits im Laufe den Juni erhältlich sein. Einer der ersten Anbieter wird MSI sein, und zwar mit einer Neuauflage des Gaming-Handhelds Claw 8. Die Claw war bislang schon eine der wenigen Ausnahmen, die kein AMD-Innenleben hatte, sondern eben Intel – zunächst noch Core Ultra 100 (Meteor Lake) und später dann Core Ultra 200V (Lunar Lake). Zudem stehen laut Intel auch Acer (Predator Atlas 8) und OneXPlayer in den Startlöchern.


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Blick ins Heft c’t 12/2026: E-Bikes 2026 – Motoren, Technik, Apps

Von Heise — 28. Mai 2026 um 12:05

Wir testen alltagstaugliche E-Bikes mit Antrieben von Bosch, Pinion und Shimano. Außerdem: Tipps zum Gebrauchtkauf und ob eine Regulierung droht.

Hallo aus Hannover,

das Fahrrad ist ein einfaches Gerät: zwei Räder, ein Rahmen, zwei Pedale. Doch sobald sich ein Motor dazugesellt, wird daraus ein juristisch kniffliges Streitobjekt mit allem, was üblicherweise dazugehört: Lobbyverbände, EU-Regulierung, Definitionslücken (Was genau ist eigentlich ein Fahrrad?) und natürlich die unvermeidlichen Apps. In der aktuellen c’t-Ausgabe sezieren wir die neueste E-Bike-Technik – politisch, praktisch und finanziell.

Außerdem naht die Fußball-WM und wegen der Zeitverschiebung herrschen geradezu perfekte Bedingungen für den Aufbau einer kleinen privaten Fanmeile. Welche Beamer, Fernseher und Leinwände dem Outdoor-Einsatz standhalten und was es zu beachten gilt, hat meine Kollegin Ulrike Kuhlmann recherchiert und getestet.

E-Bikes 2026: Motoren, Technik, Apps

Knapp sechs Milliarden Euro Umsatz, über 80 Prozent davon mit E-Bikes: Die Fahrradbranche lebt vom elektrischen Antrieb. Doch in der Industrie tobt ein Streit darüber, wo das Fahrrad aufhört und das Kraftfahrzeug anfängt. Während die dafür geschaffene Pedelec-Definition Nenndauerleistung und Höchstgeschwindigkeit klar regelt (250 Watt, 25 km/h), schweigt sie zu Spitzenleistung und Gesamtgewicht. Hersteller wie DJI nutzen das aus und bieten Motoren mit 1500 Watt und 800 Prozent Unterstützungsfaktor an. Marktführer Bosch warnt vor möglicher Regulierung aus Brüssel, der ZIV (Zweirad-Industrie-Verband) will 750 Watt und Gewichtsgrenzen festschreiben, Logistikverbände laufen dagegen Sturm. Hoffnung macht, dass sich ZIV und Radlogistikverband in jüngster Zeit wieder annähern, sodass sich die Frage "Was ist ein Fahrrad?" möglicherweise doch noch klären lässt.

Stadtflitzer, Tourenrad oder robuster Lastesel? Wir haben drei E-Bikes mit Antrieben von Bosch, Shimano und Pinion getestet: das Canyon Citylite:ON für knapp 3000 Euro, das Cilo Tanay HX für 6500 Euro und das Riese&Müller Charger5 für 7600 Euro. Das Canyon punktet mit geringem Gewicht und leisem Motor, schwächelt aber bei der Reichweite. Das vollgefederte Cilo bügelt klaglos Waldwege weg und braucht zwingend zwei Apps. Das Charger5 trägt am meisten Zuladung, sein Pinion-Getriebe macht aber auch akustisch auf sich aufmerksam. Welches Rad zu welchem Fahrertyp passt und wo der Riemenantrieb glänzt, erfahren Sie in unserem ausführlichen Vergleich.

Ein neues E-Bike kostet im Schnitt über 2500 Euro – Tendenz steigend. Der Gebrauchtmarkt wächst dank Leasingrückläufern rasant. Über 80.000 Refurbished-Räder wechselten 2025 den Besitzer. Im c't-Interview verrät David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad, worauf es beim Gebrauchtkauf ankommt: Markenmotor wählen, Ladezyklen in der Fachwerkstatt auslesen, auf gepflegten Zustand achten – und dafür sorgen, dass der Akku einer neuen Generation gepairt wurde. Welche Refurbished-Plattformen seriös arbeiten und warum die Politik beim Thema Ersatzteile dringend nachbessern muss, erfahren Sie ebenfalls im Interview.

(Bild: Melissa Ramson / Martina Bruns / heise medien)

Auch das noch!

Der Ball rollt bald wieder – und wie so oft anlässlich der Fußball-WM stellt sich die Frage, ob die Terrasse zur Heim-Fanmeile taugt oder ob ein neuer Riesenfernseher ins Wohnzimmer muss. Die späten Anstoßzeiten erlauben auch weniger lichtstarken Beamern einen Auftritt. Wir haben Geräte vermessen, Latenzen gestoppt und auch geprüft, wie nass ein Fernseher werden darf.

Sechs mobile Beamer mit Full HD, Autofokus und Streaming-Apps an Bord traten zum Vergleich an, drei davon mit Akku. Die kompakten Lichtwerfer sind im Garten ruck zuck aufgebaut. Im c't-Labor zeigten sich allerdings deutliche Unterschiede bei Helligkeit (175 bis 680 Lumen), Kontrast und Farbmischung. Epsons LCD-Modell liefert das hellste, ausgewogenste Bild, Xiaomis L1 Pro überzeugt als preiswerter LCD-Allrounder ohne Regenbogeneffekt. Wer mit DLP-typischen Farbblitzern leben kann, bekommt mit BenQs GV50P und Xgimis MoGo 4 Laser zwei akkubestückte Mobilisten mit kräftigen Laserfarben. Wanbos T2 Ultra ist zwar der Preis-Tipp, leistet sich aber Schwächen bei Bewegungen und Hauttönen. In jedem Fall dürfte für jeden Geschmack, Geldbeutel und Einsatzzweck etwas dabei sein.

Public Viewing daheim ist allerdings mehr, als Beamer aufstellen und einschalten. Wir haben nachgemessen, wie weit die Empfangswege auseinanderliegen: Satellit ist Referenz, Kabel quasi gleichauf, die Mediatheken von ARD und ZDF streamen am schnellsten, während manche Apps das Spielgeschehen um bis zu 41 Sekunden verzögern – ausreichend Zeit, damit die halbe Nachbarschaft das Tor vor einem selbst bejubelt. Dazu geben wir praktische Tipps: Wohin mit der Leinwand? Ab wann ist die Dämmerung dunkel genug? Und wie gestaltet sich eigentlich die Rechtslage beim nächtlichen Fußballgucken im Freien? Wer mit einem großen TV liebäugelt: 85-Zöller gibt es derzeit ab 800 Euro, wetterfeste Outdoor-Geräte mit IP55 oder IP56 ab etwa 2300 Euro. Was es bei Kabeln, Bluetooth-Boxen und Wetterhauben zu beachten gibt, haben wir ebenfalls untersucht.

(Bild: Ulrike Weis / KI / heise medien)

Meine persönlichen Highlights

Apples MacBook Neo krempelt die Mittelklasse um. Wo können sich Windows-Notebooks für 700 Euro noch absetzen, wo müssen sie sich hinten anstellen? [6]

Will man während des Urlaubs im Ausland Auto fahren, braucht man zusätzlich zum deutschen Führerschein mitunter einen internationalen. Wer diesen bei zwielichtigen Anbietern im Internet bestellt, gibt seine Daten zum Identitätsklau preis. [7]

Mit außergewöhnlichen Kameras und sehr speziellem Zubehör soll das Vivo X300 Ultra vor allem Fotoliebhaber anlocken – allerdings zu einem happigen Preis. [8]

Beim Monitorkauf zählt mehr als die Pixelzahl. Wir klären, was für Office, Gaming und Kreativarbeit wichtig ist und wo Sie Geld sparen können [9].

Roaming außerhalb der EU kann mit dem heimischen Mobilfunktarif ein teurer Spaß werden. Mit eSIMs kann man günstige Angebote per Internet buchen, aber es gibt auch Lösungen für physische SIM-Karten. [10]

Sie sind möglich: Videokonferenzen für Privatleute, Unternehmen oder Behörden, ganz ohne US-Dienste wie Microsoft. Verschiedene europäische Anbieter entwickeln passende Software, wir stellen einige Dienste vor. [11]

Damit ein Screenreader ein PDF sinnvoll wiedergeben kann, braucht das Dokument eine akkurate Tag-Struktur. KI-Modelle helfen, diese automatisiert zu erstellen. Wir werfen einen Blick auf den Stand der Technik und stellen vielversprechende Entwicklungen vor. [12]

Der Hersteller Lexar zeigte uns, wie er NAND-Flash-Speicherchips aus einer Siliziumscheibe schneidet, sie testet und daraus SSDs und Speicherkarten baut. [13]

Confidential Computing schützt Daten in der Cloud, sogar vor dem Cloudbetreiber. Wir erklären, wie die Technik funktioniert und wo ihre Grenzen liegen. [14]

Unser c’t-Bauvorschlag ist mit Thunderbolt 4 ausgestattet und steuert vier 4K-Displays an. Wegen der RAM-Krise bieten wir zwei Speicherkonfigurationen an. [15]

Geht das Smartphone verloren, ist der Ärger groß: Das teure Gerät muss ersetzt werden und es besteht die Gefahr, dass sensible Daten in falsche Hände geraten. Doch mit einer Such-App kann man es datenschutzfreundlich wiederfinden und sonst notfalls aus der Ferne löschen – ganz ohne Google-Konto. [16]

(Bild: Ulrike Weis / KI / heise medien)

Aus der Redaktion

Mythen wären keine Mythen, wenn sich alle darüber einig wären. So stieß unsere kleine Sammlung aus der IT-Legendenkiste in Ausgabe 10 nicht nur auf Zustimmung und bescherte uns einige kontroverse Zuschriften, insbesondere zum Thema KI.

Dass Gerüchte auch durchaus ihre guten Seiten haben können, schrieb uns Roger Bilau auf unsere Frage nach dem persönlichen Lieblings-Mythos: "Schon vor 20 Jahren hörte ich die ersten Gerüchte: Der Mainframe stirbt. Doch was stirbt, sind die ITler, die den Mainframe bedienen können. Dank der Gerüchte entscheiden sich immer weniger IT-Studenten, sich mit dieser veralteten Technik zu beschäftigen. Was mir als Systemprogrammierer, Datenbank- und z/OS-Spezialist den Lebensabend vergoldet: Ich bin seit Ende letzten Jahres offiziell in Rente und werde noch mindestens bis 2028 Vollzeit bei einer Kölner Versicherung arbeiten – Nachwuchs ist halt schwer zu finden. Im Übrigen würde mich interessieren, ob irgendeine KI auch schon Lücken im z/OS gefunden hat."

Einen interessanten Telefonnummern-Mythos schickte uns Tom Gries: "Viele glauben, 0049 sei das Gleiche wie +49. Das funktioniert aber nur in einigen Ländern, nicht aber weltweit. Wenn man zum Beispiel aus Thailand nach Deutschland telefonieren will, muss man 00149 voranstellen. Eine im Handy gespeicherte Telefonnummer mit 0049 funktioniert dann nicht. Die Kennziffer für Auslandsgespräche legt jedes Land selber fest. Das + ist der Helfer. Die Vermittlungsstellen ersetzen das + mit der jeweils länderspezifischen Kennung für Auslandsgespräche."

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heise+ | Fake-Führerscheine aus dem Internet leaken Kundenidentitäten

Von Heise — 28. Mai 2026 um 07:00

Wer im Ausland Auto fährt, braucht mitunter einen internationalen Führerschein. Bestellt er diesen im Internet, gibt er seine Daten zum Identitätsklau preis.

Der deutsche Führerschein gilt prinzipiell auch im Ausland, doch in vielen Ländern außerhalb der EU ist zusätzlich ein internationaler Führerschein erforderlich. Dieser ermöglicht Behörden vor Ort, herauszufinden, welche deutschen Führerscheinklassen den örtlichen Fahrerlaubnissen entsprechen. Außerdem enthält der internationale Führerschein etliche Übersetzungen, vor allem in Sprachen, die kein lateinisches Alphabet nutzen. So kann auch ein Polizist in Thailand oder China überprüfen, ob man dort überhaupt Auto oder Motorrad fahren darf. Auch für den Mietwagen im USA-Urlaub ist der internationale Führerschein unverzichtbar.

Glaubt man einigen Anbietern im Internet, ist es eine reine Formalität, diesen auszustellen, und in nur fünf Minuten erledigt: Man trägt die Daten einfach selbst ein, lädt noch ein paar Fotos von sich und seinem Führerschein hoch und schon bekommt man ein PDF. Darin findet sich der vorgeblich ein bis drei Jahre gültige internationale Führerschein, der in über 150 Ländern gültig sein soll, abgestempelt mit diversen frei erfundenen Logos. Etwa 50 bis 70 Euro zahlt man für diese Dienstleistung, für rund 100 bis 150 Euro soll man außerdem noch einen Ausdruck zugeschickt bekommen.

Doch nicht nur die Führerscheine dieser Anbieter sind fragwürdig, sondern auch der Umgang mit den Daten ihrer Kunden: Durch den Hinweis eines Lesers konnte c’t ein Netzwerk mehrerer Anbieter identifizieren, das die PDF-Dateien vom gleichen Dienstleister erstellen lässt. Dieser veröffentlicht sämtliche Kundendaten ungeschützt für jedermann abrufbar im Internet: Name, Geburtsdatum, Geburtsort, E-Mail-Adresse, WhatsApp-Nummer, ein Selfie, Fotos von Vorder- und Rückseite des nationalen Führerscheins und sogar die Unterschrift. Also alles, was man für den Identitätsdiebstahl braucht, um damit Accounts bei Kryptobörsen anzulegen oder sich beim E-Mail-Provider auszuweisen und so sämtliche Onlinezugänge zu übernehmen.


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