Tim Cook tritt ab: Apples Hardware-Chef übernimmt die Konzernführung
Von Achim Sawall — 21. April 2026 um 00:51
Tim Cook gibt in einigen Monaten den Posten des Chief Executive Officer von Apple auf. Es gelang ihm nicht, den Innovationsgeist von Steve Jobs fortzuführen.
John Ternus (links) ünbernimmt den Job von Tim Cook.Bild:
Apple
John Ternus (50), derzeit Senior Vice President für Hardwareentwicklung bei Apple, wird die Konzernführung von Tim Cook (65) übernehmen. Das gab das Unternehmen am 21. April 2026 bekannt . Seine Ernennung tritt am 1. September in Kraft, Cook wird Executive Chairman und löst damit den langjährigen Verwaltungsratschef Art Levinson ab.
Cook steigerte Apples Marktwert um fast 3,7 Billionen US-Dollar und liegt damit nur hinter Jensen Huang von Nvidia zurück. Er war 25 Jahre bei Apple beschäftigt und ist als ein Meister der Lieferkette bekannt. Cook hat maßgeblich zum Aufbau des Produktionsnetzwerks des Unternehmens in China und Südostasien beigetragen. Unter seiner Führung entwickelte sich Apple zu einem Serviceanbieter mit einem Jahresumsatz von über 100 Milliarden US-Dollar durch Geschäftsbereiche wie den App Store, Apple Pay und iCloud.
Cook ist kein Steve Jobs
Cook trat kurz vor dem Tod von Apple-Mitbegründer Steve Jobs im Jahr 2011 die Nachfolge an, nachdem er sich bereits einen Namen für die Perfektionierung der praktischen Abläufe bei Apple gemacht hatte. Kritiker meinen, dass unter Cook das Disruptive bei Apple verloren gegangen ist. Er konnte nur die AirPods und die Apple Watch etablieren, die im Vergleich zum iPhone deutlich weniger erfolgreich sind. Cook führte Apple für 15 Jahre.
Ternus' Nachfolger als Hardware-Chef wird Johny Srouji, der bisher die Chipentwicklung führte. Über den Rücktritt von Cook wurde schon länger spekuliert.
Cook sagte, Ternus habe "den Verstand eines Ingenieurs, die Seele eines Innovators und das Herz, mit Integrität und Ehre zu führen" , und fügte hinzu, er sei "zweifellos die richtige Person, um Apple in die Zukunft zu führen" .
Tim Höttges: Telekom sieht sich als Klempner für neue KI-Welt
Von Achim Sawall — 20. April 2026 um 20:22
Tim Höttges stürmte etwas früher auf die Bühne und stellte die Rolle der Telekom bei KI in Deutschland dar.
Tim Höttges spricht im April auf der Hannover Messe 2026.Bild:
Hannover Messe / Screenshot: Golem
Konzernchef Tim Höttges hat in einer Diskussionsrunde auf der Hannover Messe die Rolle der Deutschen Telekom bei der KI in Deutschland als die des "Klempners" beschrieben. "Die digitale Infrastruktur ist die Basis für alles, was KI, Prozessautomatisierung und die neue Wertschöpfungskette ermöglicht. Deshalb sind wir sozusagen der Klempner" , hat er am 20. April 2026 gesagt – mit Blick auf die Industrial AI Cloud, die Telekom in München errichtet. Die Moderatorin hat erwähnt, dass Höttges erst etwas später im Programm vorgesehen war.
"Telekom hat die Initiative für digitale Infrastruktur auf den Weg gebracht. Innerhalb von sechs Monaten haben wir eine mit 10.000 GPUs betriebene Data-Center-Factory auf den Weg gebracht" , betonte Höttges. Das entspreche 50 Prozent aller KI-GPUs, die in Deutschland in den vergangenen sechs Monaten in Betrieb genommen wurden. Zuvor saß er im Publikum neben Bundeskanzler Friedrich Merz und tauschte sich mit ihm aus.
Deutsche oder europäische GPUs gebe es bislang nicht. Höttges betonte: "Leider haben wir die Chipsätze nicht am Standort." Darum freue man sich über den Partner Nvidia, der aktuell die entsprechenden Chipsätze liefere, damit hier getestet und die KI-Anwendung realisiert werden könne.
Höttges: Zehn Milliarden Euro, die investiert werden müssen
Rechenzentrumsinfrastruktur sei kapitalintensiv, betonte Höttges: "Eine Gigafabrik kostet um die zehn Milliarden Euro, die investiert werden müssen. Und dann ist da noch die Cloud."
Diese Cloud sei sozusagen die Voraussetzung dafür, dass Daten erfasst, verarbeitet, redundant gespeichert und erneut übertragen werden können. Höttges: "Wenn wir die Infrastruktur dann eingerichtet haben, kommen die Anwendungen von SAP und Siemens obendrauf."
Höttges bekräftigte zum Auftakt der Hannover Messe die Investitionsbereitschaft in Künstliche Intelligenz. "Alle sprechen über KI. Aber ohne Infrastruktur ist selbst KI sprachlos. Darum investieren wir in sichere Netze, souveräne Rechenzentren und KI-Rechenpower."
Hannover Messe: Merz will westlichen 6G-Standard zusammen mit Trump
Von Achim Sawall — 20. April 2026 um 19:29
Merz will mit Trump den 6G -Standard setzen: "Lass uns das zusammen machen" , sagte er zu Trump über eine Kooperation zwischen USA und Europa.
Merz spricht auf der Hannover Messe im April 2026.Bild:
Hannover Messe / Screenshot: Golem
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich auf der Hannover Messe für eine internationale Spaltung der Mobilfunkstandardisierung ausgesprochen. Er habe zu US-Präsident Trump gesagt : "Ich habe ihm bei meinem letzten Besuch angeboten: Es gibt ein Thema, bei dem wir zusammen etwas machen könnten, was uns auch technologisch auf Augenhöhe miteinander souveräner machen könnte für die Zukunft. Und das ist 6G. Ich habe ihm gesagt, wenn du willst, machen wir das zusammen. Und dann sind wir stärker als alle anderen in der Welt."
Er habe "eine einigermaßen gute Beziehung zum amerikanischen Präsidenten, was nicht ganz einfach" sei. Dies sei wichtig, weil Deutschland, Europa und die USA so den "technologischen Standard" setzen würden: "Wir entscheiden über die Technologie. Wir setzen die Standards."
Laut Experten bringt Merz damit jedoch sein Halbwissen über die Standardisierung von Mobilfunk zum Ausdruck. Aktuell gibt es mit 3GPP eine globale Organisation, die an der 6G-Standardisierung seit längerem arbeitet. Die Internationale Fernmeldeunion – eine UN-Organisation – hatte zuvor den Rahmen abgesteckt, im Juni 2023 die IMT-2030-Vision verabschiedet und definiert, was 6G können muss.
Auch bei 4G und 5G wurde regional gestartet, man einigte sich dann auf den globalen Standard: unter 3GPP-Standardisierung, das heißt, unter europäischer Governance durch das European Telecommunications Standards Institute (ETSI).
Auch Höttges für westliches 6G
Merz hofft, dass Trump das Angebot annimmt: "Wenn er es nicht annimmt, dann versuchen wir es selbst. Das Selbstbewusstsein haben wir mittlerweile. Wir sind 450 Millionen Konsumenten in der Europäischen Union. Wir sind 100 Millionen mehr als die Vereinigten Staaten von Amerika. Ja, verdammt noch einmal, was hindert uns denn daran, dieses Selbstbewusstsein jetzt auch zu zeigen – und mit diesen Firmen hier zu zeigen, dass wir das können" , so der Kanzler.
Auch Telekom-Chef Tim Höttges sagte kurz zuvor in Hannover über KI und Infrastrukturausbau: "Wir kriegen ja in der Zukunft vor allem mobile Anwendungen hinzu. Deswegen ist 6G wichtig. Deswegen arbeiten wir zurzeit auch so intensiv am westlichen 6G-Standard."
Der Standard muss laut Höttges besonders sicher sein, hier könnten die Europäer und die USA eine Vorreiterrolle spielen.
Elektrische Mercedes C-Klasse angeschaut: Nur eine Handbreit von der E-Klasse entfernt
Von Friedhelm Greis — 20. April 2026 um 13:00
Nach dem SUV elektrifiziert Mercedes auch die C-Klasse-Limousine. Die bessere Aerodynamik ermöglicht eine höhere Reichweite als beim GLC.
Der Mercedes-Benz C 400 4Matic soll bis zu 763 km weit kommen.Bild:
Mercedes-Benz
Ist das noch Mittelklasse oder geht schon eine Etage höher? Wer vor der neuen vollelektrischen C-Klasse von Mercedes-Benz steht , sieht auf den ersten Blick kaum noch einen Größenunterschied zur aktuellen E-Klasse. Bei einer Länge von 4,88 m ist die Elektrolimousine sogar größer als die E-Klasse von 2013. Mit gehobener Innenausstattung und komfortablem Fahrwerk macht Mercedes seiner elektrischen EQE-Limousine selbst Konkurrenz. Doch reicht es auch für den ebenfalls neuen BMW i3?
Die C-Klasse gilt immer noch als Mittelklasse-Bestseller von Mercedes. Allerdings lagen Limousine und T-Modell im vergangenen Jahr bei den Zulassungszahlen in Deutschland deutlich hinter der E-Klasse. Noch beliebter war der SUV-Ableger GLC ( Probefahrt ), von dem inzwischen die ersten vollelektrischen Exemplare auf der Straße unterwegs sind. Nun legt Mercedes mit der Limousine nach.
Reichweite von bis zu 800 km
Die Technik unterscheidet sich nicht von derjenigen des GLC, da beide Modelle auf der Plattform MB.EA-Medium basieren. Die nutzbare Akkukapazität beträgt 94,5 Kilowattstunden (kWh), die maximale Ladeleistung 330 kW. Wegen der besseren Aerodynamik der Limousine steigt die WLTP-Reichweite um 50 auf 763 km.
Im kommenden Jahr sollen weitere Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedenen Batterievarianten folgen. Das reichweitenstärkste Modell soll bis zu 800 km weit kommen.
In vier Sekunden von null auf 100 km/h
Mit einem Gewicht von 2.460 kg inklusive Fahrer ist der C 400 4Matic 75 kg leichter als der GLC 400 4Matic. Der Allradantrieb mit 360 kW beschleunigt die Limousine in 4 Sekunden von null auf 100 km/h, womit das SUV um drei Zehntelsekunden abgehängt wird.
Zwar ist der C 400 mit einer Höhe von 1,5 m rund 14 cm niedriger als der GLC, jedoch mit 4,88 m etwa 4 cm länger. Im Vergleich zum Vorgängermodell sind es sogar stattliche 12 cm. Zur aktuellen E-Klasse oder dem EQE fehlen nur 6 cm. Das ist optisch kaum noch wahrnehmbar. Zum Vergleich: Die erste C-Klasse der Baureihe 202 von 1993 war mit 4,49 m noch 40 cm kürzer.
Luftfederung und Hinterachslenkung bestellbar
Zudem wurde aus dem damaligen Stufenheck inzwischen ein Coupé. Mercedes spricht von "coupéhafter Silhouette" , "expressivem GT-Heck" und der "sportlichsten C-Klasse aller Zeiten" . Powerdomes auf der Fronthaube, wie bei der aktuellen Generation oder dem neuen EQS , finden sich bei dem E-Auto jedoch nicht.
Bild 1/32: Der C 400 4Matic ist das erste Modell der elektrischen C-Klasse von Mercedes-Benz. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 2/32: Die C-Klasse ist eine typische Mittelklasse-Limousine, die jedoch mit Größe und Ausstattung schon obere Mittelklasse sein könnte. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 3/32: Dank serienmäßigem Panoramadach fällt der maximale Kopfraum vorn um 22 Millimeter und hinten um 11 Millimeter größer aus. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 4/32: Die neue C-Klasse ist 4,88 m lang, 1,89 m breit und 1,5 m hoch. Der EQE ist nur 6 cm länger. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 5/32: Ebenso wie der elektrische GLC verfügt die Limousine über einen Grill mit 1.050 beleuchteten Punkten. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 6/32: Auffällig am Heck sind zweigeteilte Leuchten in Sternenoptik. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 7/32: Gegen Aufpreis ist die Luftfederung Airmatic erhältlich. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 8/32: Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 470 Litern nicht gerade riesig. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 9/32: Mehrere Koffer dürften jedoch der Länge nach hineinpassen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 10/32: Unter der Abdeckung befindet sich weiterer Stauraum, beispielsweise für Ladekabel. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 11/32: Bei umgeklappten Rücksitzen ist der Stauraum zwar lang, aber nicht sehr hoch. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 12/32: Die Fronthaube lässt sich durch eine Berührung des Mercedes-Emblems öffnen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 13/32: Der Stauraum in der Front (Frunk) fasst 101 Liter. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 14/32: Der Radstand beträgt 2,96 m und ist damit 10 cm größer als beim Vorgängermodell. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 15/32: Für normal große Personen gibt es ausreichend Kopffreiheit im Fond. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 16/32: Der mittlere Platz ist bei vielen Autos wegen der Mittelkonsole etwas beengt.
Bild 17/32: Der Innenraum mit dem Hyper- oder Superscreen unterscheidet sich nicht von demjenigen des GLC. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 18/32: Mercedes setzt wieder auf haptische Bedienelemente wie eine Walze und eine Wippe. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 19/32: Der MBUX Virtual Assistant ist als Avatar auf dem Zentraldisplay präsent. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 20/32: Das sogenannte Zero Layer soll die wichtigsten Funktionen direkt erreichbar machen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 21/32: Die neue C-Klasse bietet laut Mercedes " eine große Auswahl an exquisiten Materialien in feinster Verarbeitung". (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 22/32: In der Mittelkonsole gibt es zwei Ladeschalen für Handys und einige haptische Bedienelemente. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 23/32: Die umlaufende Kontur und das Panel des Grills können beleuchtet werden. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 24/32: Das Panoramadach Sky Control besteht aus dimmbarem Glas und 162 illuminierten Sternen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 25/32: Die maximale Ladeleistung beträgt 330 kW Gleichstrom und 11/22 kW Wechselstrom. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 26/32: Die zusätzlichen Kameras an den Außenspiegeln sollen überwachtes autonomes Fahren nach Level 2++ ermöglichen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 27/32: Das Sensorsetup der C-Klasse besteht künftig aus 27 Sensoren. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 28/32: Der Hyperscreen verfügt über einen zusätzlichen Bildschirm für den Beifahrer. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 29/32: Der Allradantrieb des C 400 4Matic liefert bis zu 360 kW Motorleistung. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 30/32: Die nutzbare Kapazität des Akkus beträgt 94,5 kWh, die Reichweite nach WLTP bis zu 762 km. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 31/32: Die vordere Antriebseinheit kann von der Achse entkoppelt werden. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 32/32: Der Hinterradantrieb verfügt über ein Zweiganggetriebe. (Grafik: Mercedes-Benz)
Schon bei der aktuellen Verbrennerversion sind gegen Aufpreis die Luftfederung Airmatic und eine Hinterachslenkung von 4,5 Grad bestellbar. Das reduziert unter anderem den Wendekreis auf 11,2 m. Auf einer Probefahrt an der portugiesischen Algarve-Küste überzeugten uns die Fahreigenschaften des GLC mit derselben Technik schon. Die Limousine sollte in dieser Hinsicht dem SUV in nichts nachstehen.
Bei der Innenausstattung und den Assistenzsystemen gibt es ebenfalls keine Unterschiede zum SUV.
Serienmäßig erhält die C-Klasse drei Bildschirme für Fahrer und Beifahrer. Sie erstrecken sich über eine Breite von 99,3 cm (39,1 Zoll). Der sogenannte Superscreen besteht aus einem großen Kombiinstrument von 10,3 Zoll, einem Zentraldisplay von 14 Zoll und einem ebenfalls 14 Zoll großen Beifahrerdisplay. Serienmäßig lassen sich auf dem Beifahrerdisplay aber nur statische Bilder anzeigen.
Mit 2,93 m ist der Radstand fast 10 cm länger als bei der Verbrennerversion. Davon profitieren laut Mercedes vor allem die Frontpassagiere, allerdings nur mit zusätzlichen 12 mm Beinfreiheit. Das serienmäßige Panoramadach erhöht jedoch die Kopffreiheit vorn um 22 mm und hinten um 11 mm.
Frunk kleiner als beim GLC
Ein Manko bei Limousinen und Coupés ist der meist beengte Kofferraum. Mercedes gibt das Volumen mit 470 Litern an, was 15 Liter mehr sind als bisher. Beim ADAC-Test blieben von den 455 Litern der bisherigen C-Klasse jedoch nur 390 Liter übrig, was für sechs Getränkekisten reichte. Unter dem Kofferraumboden gibt es ein weiteres Staufach, das zumindest für das Ladekabel reicht.
Die Elektrolimousine verfügt vorn über einen weiteren Stauraum mit einem Volumen von 101 Litern. Das sind 27 Liter weniger als beim GLC, sollte jedoch für ein kleines Gepäckstück reichen. Die gebremste Anhängelast beträgt 1.800 kg, was 600 kg weniger als beim GLC sind.
Bild 1/32: Der C 400 4Matic ist das erste Modell der elektrischen C-Klasse von Mercedes-Benz. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 2/32: Die C-Klasse ist eine typische Mittelklasse-Limousine, die jedoch mit Größe und Ausstattung schon obere Mittelklasse sein könnte. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 3/32: Dank serienmäßigem Panoramadach fällt der maximale Kopfraum vorn um 22 Millimeter und hinten um 11 Millimeter größer aus. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 4/32: Die neue C-Klasse ist 4,88 m lang, 1,89 m breit und 1,5 m hoch. Der EQE ist nur 6 cm länger. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 5/32: Ebenso wie der elektrische GLC verfügt die Limousine über einen Grill mit 1.050 beleuchteten Punkten. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 6/32: Auffällig am Heck sind zweigeteilte Leuchten in Sternenoptik. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 7/32: Gegen Aufpreis ist die Luftfederung Airmatic erhältlich. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 8/32: Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 470 Litern nicht gerade riesig. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 9/32: Mehrere Koffer dürften jedoch der Länge nach hineinpassen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 10/32: Unter der Abdeckung befindet sich weiterer Stauraum, beispielsweise für Ladekabel. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 11/32: Bei umgeklappten Rücksitzen ist der Stauraum zwar lang, aber nicht sehr hoch. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 12/32: Die Fronthaube lässt sich durch eine Berührung des Mercedes-Emblems öffnen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 13/32: Der Stauraum in der Front (Frunk) fasst 101 Liter. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 14/32: Der Radstand beträgt 2,96 m und ist damit 10 cm größer als beim Vorgängermodell. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 15/32: Für normal große Personen gibt es ausreichend Kopffreiheit im Fond. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 16/32: Der mittlere Platz ist bei vielen Autos wegen der Mittelkonsole etwas beengt.
Bild 17/32: Der Innenraum mit dem Hyper- oder Superscreen unterscheidet sich nicht von demjenigen des GLC. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 18/32: Mercedes setzt wieder auf haptische Bedienelemente wie eine Walze und eine Wippe. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 19/32: Der MBUX Virtual Assistant ist als Avatar auf dem Zentraldisplay präsent. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 20/32: Das sogenannte Zero Layer soll die wichtigsten Funktionen direkt erreichbar machen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 21/32: Die neue C-Klasse bietet laut Mercedes " eine große Auswahl an exquisiten Materialien in feinster Verarbeitung". (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 22/32: In der Mittelkonsole gibt es zwei Ladeschalen für Handys und einige haptische Bedienelemente. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 23/32: Die umlaufende Kontur und das Panel des Grills können beleuchtet werden. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 24/32: Das Panoramadach Sky Control besteht aus dimmbarem Glas und 162 illuminierten Sternen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 25/32: Die maximale Ladeleistung beträgt 330 kW Gleichstrom und 11/22 kW Wechselstrom. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 26/32: Die zusätzlichen Kameras an den Außenspiegeln sollen überwachtes autonomes Fahren nach Level 2++ ermöglichen. (Foto: Mercedes-Benz)
Bild 27/32: Das Sensorsetup der C-Klasse besteht künftig aus 27 Sensoren. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 28/32: Der Hyperscreen verfügt über einen zusätzlichen Bildschirm für den Beifahrer. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 29/32: Der Allradantrieb des C 400 4Matic liefert bis zu 360 kW Motorleistung. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 30/32: Die nutzbare Kapazität des Akkus beträgt 94,5 kWh, die Reichweite nach WLTP bis zu 762 km. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 31/32: Die vordere Antriebseinheit kann von der Achse entkoppelt werden. (Grafik: Mercedes-Benz)
Bild 32/32: Der Hinterradantrieb verfügt über ein Zweiganggetriebe. (Grafik: Mercedes-Benz)
Der Basispreis des C 400 4Matic soll bei 70.000 Euro liegen. Das sind 14.000 Euro weniger als beim vergleichbaren EQE 500 4Matic. Allerdings kommt die C-Klasse fast 100 km weiter und lädt dank 800-Volt-System mit einer doppelt so hohen Leistung. Da für den EQE kein Facelift mehr vorgesehen ist , dürfte die C-Klasse die Verkaufszahlen einbrechen lassen. Die von Mercedes-Chef Ola Källenius angekündigte elektrische E-Klasse soll erst 2027 folgen.
Doch wie sieht es mit der Konkurrenz durch andere Marken in diesem Segment aus?
Mit Blick auf die potenzielle Reichweite von 800 km spricht Mercedes von einer Benchmark bei elektrischen Mittelklasse-Limousinen. Doch diese Marke wurde schon längst gerissen, als BMW vor einem Monat seinen elektrischen 3er ankündigte , der mit einer Akkuladung bis zu 900 km weit kommen soll. Auch bei der Ladeleistung liegt der i3 mit bis zu 400 kW vorne.
Es ist daher kein Zufall, dass Mercedes bei der C-Klasse den Fokus auf den Komfort legt und von einer "neuen Komfortzone der Extraklasse" spricht. So begrüße das Auto die Fahrer "mit einer umfangreichen, ganzheitlich orchestrierten Welcome-Inszenierung, um ein einladendes und stilvolles Erlebnis zu kreieren" .
Noch kein Level 2++ zum Marktstart
Der Komfort dürfte jedoch nicht billig sein und den Einstiegspreis des C 400 deutlich nach oben treiben. Funktionen, die bei Tesla oder Herstellern aus China und Korea serienmäßig vorhanden sind, gibt es bei Mercedes nur als Extra. Immerhin gibt es in der Basisversion schon elektrisch verstellbare Komfortsitze mit Sitzheizung und Lordosenstütze. Die Massagefunktion kostet als "digitales Extra" hingegen zusätzliche 59,50 Euro.
Die Preisgestaltung bei den Extras dürfte mit der des GLC vergleichbar sein. So kostet das Paket Agility & Comfort mit Hinterachslenkung und Luftfederung 2.844 Euro. Nur mit diesem Paket lässt sich die maximale Reichweite erzielen. Ein zusätzlicher Lenk- und Spurwechselassistent ist für 1.785 Euro im Paket MB.Drive Assist enthalten.
Das überwachte autonome Fahren, Level 2++ genannt, ist zum Marktstart in Deutschland nicht verfügbar. Ein Mercedes-Sprecher bestätigte auf Nachfrage von Golem , dass die neue S-Klasse sowie die neuen Modelle des GLE und GLS serienmäßig die erforderlichen Sensoren erhalten sollten. Ein reines Softwareupdate reicht daher nicht aus, um die in Europa noch nicht zugelassene Funktion des Drive Assist Pro später nachzurüsten.
T-Modell in Deutschland sehr beliebt
Damit Beifahrer weitere Inhalte auf dem Bildschirm sehen können, ist das Advanced-Plus-Paket mit digitalen Extras erforderlich. Es kostet beim GLC zusätzliche 3.570 Euro. Für weitere 1.487,50 Euro lässt sich aus dem Superscreen der Hyperscreen machen. Daher dürfte sich mit allen Extras eine C-Klasse für fast 100.000 Euro konfigurieren lassen. Das ist für eine Mittelklasse-Limousine eine ordentliche Stange Geld.
Ohnehin verkauft sich von der C-Klasse aktuell der Kombi am besten. Laut ADAC bestellen in Deutschland zwei von drei Käufern das sogenannte T-Modell. Ob und wann eine solche Version auf den Markt kommt, ist unklar. In China ist hingegen die Limousine beliebter. Ob die C-Klasse erfolgreich ist, dürfte maßgeblich von den dortigen Verkaufszahlen abhängen. Einem Bericht des Handelsblatts (Paywall) zufolge sind die aerodynamischen Modelle wie der EQE und EQS in China Ladenhüter. Selbst die neue Coupé-Limousine CLA enttäusche dort bislang.
Mercedes Benz C 400 4Matic
C 400 4Matic
Motorleistung
360 kW
Akkukapazität
94,5 kWh
max. DC-Ladeleistung
330 kW
DC-Laden: 10-80 %
22 min
Länge/Breite/Höhe
4.883/1.892/1.503 mm
Radstand
2.962 mm
Wendekreis
12,1 m
Kofferraumvolumen (VDA)
470 Liter
Stauraum Frunk
101 Liter
Leergewicht inkl. Fahrer
2.460 kg
Zuladung
505 kg
Beschleunigung 0-100 km/h
4,0 s
Höchstgeschwindigkeit
210 km/h
Verbrauch kombiniert
18,5 - 14,1 kWh/100km
Reichweite
592 - 762 km
Preis
ca. 70.000 Euro
Der Fokus auf Komfort und den Innenraum als Wohlfühlzone zielt daher konsequent auf den chinesischen Markt. Dort ist der Preiskampf bei der E-Mobilität aber weiter hart. Selbst mit der neuen Produktoffensive ist es daher alles andere als ausgemacht, dass der Konzern wieder in die Erfolgsspur zurückkommt und die Verkaufszahlen und Gewinnmargen ebenso wachsen wie die Länge der Automodelle.
Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach Portugal für eine Fahrveranstaltung sowie mehrere Produktpräsentationen hat Mercedes-Benz übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.
Anzeige: Samsung-Tablet bei Media Markt jetzt 170 Euro günstiger
Von Simon Krebs — 20. April 2026 um 12:49
Media Markt bietet aktuell diverse Samsung-Artikel zu Sparpreisen an. Dazu gehören Smartphones, Smartwatches, Fitnesstracker und Tablets.
Samsung-Deals bei Media MarktBild:
Media Markt/Samsung/Golem
Die neue Woche bei Media Markt bringt einige interessante Deals auf Samsung-Produkte. Wer aktuell auf der Suche nach einem neuen Smartphone oder einer Smartwatch ist, sollte hier unbedingt vorbeischauen. Ein besonders spannender Deal wird allerdings auf das Samsung Galaxy Tab S10 Lite angeboten. Das Tablet ist im Rahmen einer Sonderaktion derzeit 170 Euro günstiger als die UVP. Im Vorfeld der anstehenden Fußball Weltmeisterschaft ist es zudem als WM-Deal betitelt.
Samsung Galaxy Tab S10 Lite: wie gut ist das Tablet?
Das Samsung Galaxy Tab S10 Lite ist mit einem 10,9 Zoll großen TFT-Display ausgestattet, welches mit einer Auflösung von 2.112 x 1.320 Pixeln gestochen scharfe Bilder liefert. Videos und Animationen werden dank einer Bildwiederholrate von 90 Hz stets flüssig dargestellt. Mit einer Spitzenhelligkeit von 600 Nits soll das Display auch bei Sonneneinstrahlung noch lesbar sein. Für eine einfache Navigation und das Erstellen von Skizzen und Notizen liegt der S Pen bei.
Angetrieben wird das Tablet vom Prozessor Exynos 1380. Dieser arbeitet mit 6 GByte Arbeitsspeicher, was für schnelle Prozesse und umfassendes Multitasking sorgt. Der verbaute Akku mit einer Kapazität von 8.000 mAh soll es ermöglichen, das Samsung Galaxy Tab S10 Lite bis zu 16 Stunden für ununterbrochene Videowiedergabe zu nutzen. Auf der Vorder- wie auf der Rückseite sind Kameras verbaut. Während das Objektiv auf der Rückseite über 8 Megapixel (MP) verfügt und für Fotos und Videoaufnahmen geeignet ist, befindet sich auf der Vorderseite eine Frontkamera mit 5 MP. Diese bietet sich für Selfies und die Teilnahme bei Videokonferenzen an.
Samsung-Tablet mit 170 Euro Rabatt bei Media Markt
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bei Media Markt aktuell um 170 Euro gegenüber der UVP reduziert. Mit 6 GByte RAM, 128 GByte internem Speicher und Wifi-Konnektivität kostet das Samsung Tablet jetzt nur noch 279 Euro. Da sich der Preis auch wieder ändern oder das Produkt ausverkauft sein kann, sollten Interessenten nicht allzu lange warten.
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Samsung-Deals bei Media Markt: jetzt Rabatte sichern
Für Sportler ist es wichtig, ihre Aktivitäten auswerten zu können. Mit dem Samsung Galaxy Fit 3
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lässt sich eine Vielzahl von sportlichen Aktivitäten nachvollziehen. Das Gerät gibt es bei Media Markt gerade fast zum halben Preis, so dass es statt 65 Euro nur noch 33 Euro kostet.
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mit einer Gehäusegröße von 44 mm ermöglicht neben der Überwachung von Fitnesswerten auch eine allgemeine Gesundheitsüberwachung und Schlaftracking. Anrufe und Nachrichten lassen sich beantworten und Nutzer können Lieder und Podcasts über die Smartwatch steuern. Zudem kann sie für kontaktloses Bezahlen genutzt werden. Media Markt hat sie von 409 Euro auf nur noch 275 Euro reduziert.
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mit einer Speicherkapazität von 256 GByte wird bei Media Markt für 589 Euro angeboten. Zusätzlich können Interessenten ihr Altgerät in Zahlung geben. Im Rahmen einer Sonderaktion gibt es neben dem Gerätewert eine Ankaufprämie von 50 Euro.
Nachdem ein frustrierter Sicherheitsforscher zuletzt mehrere Zero-Day-Exploits für Windows veröffentlicht hatte, werden diese offenbar inzwischen aktiv von Angreifern ausgenutzt, um sich beispielsweise Systemrechte zu verschaffen. Das geht aus Untersuchungen von Huntress hervor. Einen Patch gibt es bisher nur für eine von drei betroffenen Sicherheitslücken. Die übrigen sind nach wie vor ausnutzbar.
Die gepatchte Lücke ist jene, die durch den von Chaotic Eclipse veröffentlichten Bluehammer-Exploit ausgenutzt werden kann. Sie ist als CVE-2026-33825 registriert und ermöglicht es Angreifern mit einem bereits vorhandenen lokalen Zugriff mit einfachen Benutzerrechten, einen hochprivilegierten Zugriff mit Systemrechten zu erlangen.
Die Bluehammer-Lücke wurde zum April-Patchday von Microsoft geschlossen, wenngleich der Patch nach Angaben des Sicherheitsforschers Will Dormann nicht sehr vertrauenserweckend umgesetzt ist. Microsoft hatte es mit der Korrektur offenkundig eilig, was angesichts des bereits vor dem Patchday geleakten Exploits aber wenig verwundert.
Angriff auf eine Organisation beobachtet
Hinzu kam kurz nach dem April-Patchday noch ein weiterer Exploit namens Redsun . Dieser erlaubt ebenfalls eine Rechteausweitung auf "System" , soll aber zuverlässiger funktionieren als Bluehammer. Zudem veröffentlichte Chaotic Eclipse am 13. April noch einen bisher wenig beachteten Zero-Day-Exploit namens Undefend , mit dem sich der Windows Defender zum Absturz bringen lässt – ebenfalls mit einfachen Benutzerrechten.
Alle drei Exploits nutzen Anfälligkeiten im Windows Defender aus. Dass es nicht allzu lange dauern würde, bis Angreifer davon Gebrauch machen, ist naheliegend. Sicherheitsforscher von Huntress wollen inzwischen entsprechende Attacken beobachtet haben, wie sie auf X schildern . Angriffsziel war dabei eine namentlich nicht genannte Organisation.
Wie viele Cyberakteure Bluehammer, Redsun und Undefend ausnutzen und in welchem Umfang, ist derzeit noch unklar. Solange zumindest zwei der drei Lücken ungepatcht sind, ist aber mit einer schnellen Ausweitung entsprechender Attacken zu rechnen, da Angreifer durch die Leaks von Chaotic Eclipse ohnehin alles haben, was sie für die Ausnutzung benötigen. Bleibt zu hoffen, dass Microsoft zügig Updates bereitstellt, mit denen Anwender ihre Systeme schützen können.
Fahrermangel: Moia dringt auf Staatshilfen für autonome Shuttles
Von Andreas Donath — 19. April 2026 um 13:22
VWs Mobilitätstochter Moia argumentiert, autonome Fahrzeuge seien eine Antwort auf den Fahrermangel im Nahverkehr und fordert Subventionen.
Roboterbus der BVGBild:
BVG/Florian Bündig
Moia-Chef Sascha Meyer fordert milliardenschwere staatliche Unterstützung für den Ausbau autonomer Shuttle-Flotten in Deutschland. Hintergrund ist der sich verschärfende Personalmangel im öffentlichen Verkehr. Bis 2030 könnten nach Branchenschätzungen bis zu 120.000 Busfahrer fehlen. Für Meyer ist das ein Grund, autonome Fahrzeuge überhaupt in großem Stil einzuführen.
In einem Podcast von Table Today skizzierte er den Vorschlag, drei Modellregionen mit jeweils rund 2.000 autonomen Fahrzeugen aufzubauen. Die staatliche Anschubfinanzierung veranschlagt Moia dabei mit rund 500 Millionen Euro pro Region. Das wäre nur ein Teil der notwendigen Gesamtausgaben, denn die Entwicklungskosten für Fahrzeuge, Software und Betriebsprozesse bewegen sich laut Meyer ohnehin im Milliardenbereich. Das Bundesverkehrsministerium signalisiert zwar grundsätzlich Interesse, verweist aber zugleich auf fehlende Mittel.
Moia plant Umbau vom Fahrdienst zum Plattformanbieter
Der Vorstoß macht deutlich, wie groß der Finanzdruck in dieser Branche ist. Autonome Mobilität verlangt hohe Vorinvestitionen, während klassische Shuttle-Dienste zugleich mit steigenden Personalkosten kämpfen. In Hamburg fordert die IG Metall für Fahrpersonal der bisher manuell betriebenen Shuttles deutliche Lohnerhöhungen. Für Anbieter wie Moia wird das Geschäftsmodell damit aus zwei Richtungen belastet: Einerseits braucht es Kapital für neue Technik, andererseits werden bestehende Angebote teurer.
Deshalb will Moia sein Modell umbauen. Künftig soll nicht mehr nur ein eigener Fahrdienst betrieben werden. Stattdessen plant das Unternehmen, ein Gesamtpaket aus Fahrzeugen, Software und operativen Prozessen an Flottenbetreiber wie Verkehrsbetriebe zu verkaufen. Der strategische Schwenk ist nachvollziehbar: Wer Technologie liefert, kann auf Skaleneffekte hoffen und muss nicht in jeder Stadt selbst Betreiber sein. Gleichzeitig verteilt das Modell Risiken anders und macht Partnerschaften attraktiver.
In Hamburg läuft mit Alike bereits ein konkretes Erprobungsprojekt. Daran beteiligt sind unter anderem die Hamburger Hochbahn, Moia, VW Nutzfahrzeuge und das Karlsruher Institut für Technologie. Ziel ist es, autonome Shuttles per App buchbar zu machen und in den klassischen Nahverkehr einzubinden. Unterstützt wird das Vorhaben vom Bund mit 26 Millionen Euro. Für Moia ist das allerdings eher ein Testfeld als ein Durchbruch, denn die gewünschte Größenordnung liegt weit darüber.
Zwischen Regulierungsbremsen und internationalem Wettbewerbsdruck
Ein weiteres Problem sei die europäische Regulierung. Meyer kritisiert, dass Genehmigungen bislang kleinteilig und lokal organisiert sind. Was in Hamburg erlaubt ist, lässt sich nicht einfach auf Berlin oder München übertragen. Für Anbieter autonomer Systeme verteuert das jede Expansion und verlangsamt Lernkurven. Gerade im Wettbewerb mit US-Unternehmen wie Waymo ist das ein Nachteil, selbst wenn Waymo derzeit nicht unmittelbar nach Europa drängt.
Economical Lunar Lander: China plant günstige Landefähre für den Mond
Von Patrick Klapetz — 19. April 2026 um 12:30
Der Prototyp für eine chinesische Mond -Landefähre ist vorgestellt worden. Mit ihr sollen Nutzlasten von kommerziellen Kunden befördert werden.
Ein Foto des Prototyps der neuen Mondlandefähre, aufgenommen am 12. März 2026 auf der Shanghai Commercial Aerospace Conference & ExhibitionBild:
Xinhua/Zhang Jiansong
Der Prototyp der Mondlandefähre (Economical Lunar Lander) besticht durch seine einfache Bauweise. Er verfügt über ein zentrales Triebwerk an der Unterseite und vier Landebeine. Die Struktur trägt zwei seitliche Flüssigsauerstofftanks sowie einen hervorstehenden Flüssigmethantank. Zahlreiche Versorgungsleitungen und Elektronikkomponenten sind für Wartungszwecke gut sichtbar an der Außenseite montiert.
Erster erfolgreicher Test und wenig Informationen
Trotz seiner einfachen Bauweise konnte der Lander-Prototyp seine Fähigkeiten während eines einminütigen Sprungtests im März 2026 beweisen. Zunächst hob der Prototyp senkrecht ab, verweilte einige Sekunden schwebend in der Luft und setzte dann zu seiner sanften motorisierten Landung an. Aus Sicherheitsgründen war das Fahrzeug mit einem Seil an einem Kran befestigt.
Details über das Raumfahrzeug sind kaum bekannt. Jedoch wurden Testzündungen mit der Lageregelung eines 300 Newton starken Schubantriebs bereits im Februar 2026 begonnen, teilte das Institut für Raumfahrtantriebe in Shanghai (Shanghai Institute of Space Propulsion), ein Teilbereich der SAST, mit.
Economical Lunar Lander: Mondlandung in weiter Ferne?
Damit die Landefähre tatsächlich zur Mondlandung antreten kann, müssen noch verschiedene Komponenten getestet werden. Dazu gehören die Komponenten für den Treibstoff und die Instrumente sowie die Schaffung von zusätzlichem Platz für kommerzielle Kunden, die Nutzlasten oder Experimente mitführen wollen.
Eine optimierte Grundkonstruktion zur Befestigung der Systeme, die für die Steuerung der Landefähre von der Mondumlaufbahn bis zur Oberfläche erforderlich ist, muss ebenfalls getestet werden. Ferner werden Mechanismen zum Ausfahren der Solarpaneele bei der Landung benötigt.
Obwohl der reguläre Betrieb noch in der Ferne liegt, plant die Shanghai Academy bereits drei Versionen der wirtschaftlichen Mondlandefähre. Das kleinste Modell ist für Nutzlasten bis 120 kg ausgelegt und ähnelt mit seinem Einzeltriebwerk dem aktuellen Prototyp. Bei einem Startgewicht von rund 2.000 kg könnte dieser Lander mit einer Trägerrakete vom Typ Lange-Marsch-8A auf den Weg zum Mond gebracht werden.
Die mittlere Ausführung verfügt über vier Triebwerke und kann bis zu 1.000 kg Nutzlast befördern. Bei einem Gesamtgewicht von 6.500 kg ist hierfür die Lange-Marsch-5 als Trägerrakete vorgesehen.
Das Schwerlastmodell hingegen ist für 5.000 kg Fracht ausgelegt und nutzt ein einzelnes, leistungsstärkeres Triebwerk. Um mit der künftigen Mondrakete Lange-Marsch-10 kompatibel zu sein, darf diese schwerste Version ein Startgewicht von 27.000 kg nicht überschreiten.
Die unbemannten Landefahrzeuge sind darauf ausgelegt, Fracht innerhalb einer Woche nach dem Start punktgenau zum gewünschten Zielort auf dem Mond zu liefern. Dieser Service soll rund 30 Prozent kostengünstiger sein als vergleichbare Lösungen.
Mit den Landefahrzeugen könnten längere astronautische Missionen auf der Mondoberfläche unterstützt werden. Sie könnten Fahrzeuge zum Abbau von Rohstoffen, Ausrüstung zur Unterstützung der menschlichen Erkundung sowie Roboter und Rover für die robotische Monderkundung transportieren.
Anzeige: Neue 200-W-Powerbank mit Kabeln von Ugreen günstig wie nie
Von Erik Körner — 19. April 2026 um 12:22
Die leistungsstarke Ugreen Nexode Pro Powerbank ist bei Amazon zum neuen Tiefstpreis im Angebot. Käufer sparen 24 Euro.
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Die Ugreen Nexode Pro Powerbank zum neuen Tiefstpreis bei AmazonBild:
Amazon.de/Ugreen/Golem
Die erst vor zwei Monaten veröffentlichte Ugreen Nexode Pro Premium-Powerbank ist bei Amazon zu ihrem bisher niedrigsten Preis erhältlich. Im befristeten Angebot sparen Käufer 24 Prozent auf die unverbindliche Preisempfehlung. Der tragbare Akku bietet große 25.000 mAh Kapazität, 200 W Gesamtleistung, zwei eingebaute USB-C-Kabel und ein Smart Display. Der Rabatt läuft maximal bis zum 27. April, kann aber jederzeit vorher enden. Wir empfehlen, schnell zuzugreifen.
Darum lohnt sich die Ugreen Nexode Pro Powerbank
Mit der Ugreen Nexode Pro Powerbank lassen sich bis zu vier Geräte gleichzeitig aufladen. Neben den zwei eingebauten USB-C-Kabeln können Nutzer auf je einen USB-C- und USB-A-Anschluss zurückgreifen. Pro USB-C-Verbindung gibt die Powerbank bis zu 100 W Leistung ab – an zwei Geräte auf einmal. Dadurch eignet sie sich unter anderem für Smartphones, Tablets, Laptops oder Handheldkonsolen. Zum Beispiel ein Macbook Pro 16 Zoll soll dabei in nur 30 Minuten von 0 auf 43 Prozent laden.
Je nach angeschlossenem Gerät genügt der Akku der Ugreen Nexode Pro Powerbank für mehrere Ladungen. Ein Macbook Air 13 Zoll soll sie bis zu 1,3-mal vollständig füllen können, ein iPad Pro 11 1,8-mal, ein Samsung Galaxy S25 Ultra 3,4-mal und ein iPhone 17 Pro 4,7-mal. Einmal leer, sollen rund zwei Stunden an einem 100-W-Charger für eine volle Ladung der Powerbank genügen. Trotz großer Kapazität ist die Nexode Pro laut Hersteller für Flugzeuge zugelassen.
Im Werbematerial hebt Ugreen besonders die Kabel der Nexode Pro Powerbank hervor. Ein Kabel ist ein- und ausziehbar und 68 cm lang, das andere kann als Trageschlaufe genutzt werden und misst 35 cm. Sie sollen jeweils bis zu 10.000 Biegungen problemlos überstehen. Das einziehbare Kabel soll zudem 25.000 Rückzüge ohne Verschleiß durchhalten.
Mittlerweile ein Standard-Feature vieler Premium-Powerbanks, zeigt das Smart Display der Ugreen Nexode Pro Powerbank wichtige Informationen zum Ladevorgang an. Der TFT-Bildschirm informiert zum Beispiel über den Akkustand, die verbleibende Ladezeit, Batteriegesundheit oder die Leistung pro Port in Echtzeit.
Ugreen bei Amazon: Powerbanks, USB-Ladegeräte und mehr für jedes Budget im Angebot
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24 Prozent günstiger. Im befristeten Angebot kostet sie 75,99 Euro statt 99,99 Euro. Mehr Angebote für Elektronik von Ugreen finden sich auf der Amazon-Seite
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des Herstellers. Weitere Powerbanks, USB-Ladegeräte, USB-Hubs oder Schlüsselfinder sind bis zu 44 Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung reduziert. Stöbern lohnt sich.
As Deep as the Grave: KI-Version von Val Kilmer in erstem Trailer zu sehen
Von Ingo Pakalski — 19. April 2026 um 11:38
Eine KI -Version des verstorbenen Schauspielers Val Kilmer soll im Abenteuerfilm As Deep as the Grave über eine Stunde zu sehen sein.
Val Kilmer als KI-Rekonstruktion in As Deep as the GraveBild:
Trailer zu As Deep As the Grave/Screenshot: Golem
In dem US-Abenteuerfilm As Deep as the Grave wird Val Kilmer als KI-Version zu sehen sein. Auf der Filmmesse Cinemacon in Las Vegas wurde ein weiterer Trailer des Films gezeigt, der mittlerweile veröffentlicht wurde. Vor seinem Tod hatte der Schauspieler keinen Fuß auf das Set gesetzt. Doch die Familie des Hollywood-Schauspielers setzte sich mit dafür ein, dass er bei diesem Film nach seinem Tod mitmachen kann, berichtet unter anderem das Branchenmagazin Variety .
Bisher sollte der Abenteuerfilm Canyon of the Dead heißen, wurde nun aber in As Deep as the Grave umbenannt. Vor zwei Monaten wurde möglichen Käufern des Film auf dem European Film Market (EFM) in Berlin ein erster Trailer gezeigt, in dem Val Kilmer bereits als KI-Variante zu sehen war.
Regisseur und Drehbuchautor Coerte Voorhees gab an, dass die KI-Version von Val Kilmer im Film etwa eine Stunde lang zu sehen sein wird. Nach den derzeit vorliegenden Informationen wird der Abenteuerfilm eine Laufzeit von einer Stunde und 51 Minuten haben.
Familie von Val Kilmer ist stark involviert
Vor seinem Tod hatte Val Kilmer einen Vertrag unterschrieben, um an dem Abenteuerfilm mitzuarbeiten. Dann kam es allerdings zu Verzögerungen bei der Produktion, die dafür sorgten, dass er selbst nicht eine Szene für den Film drehen konnte, so dass alles Material mit ihm nun mit KI generiert wurde.
Nach Kilmers Tod "betonte seine Familie immer wieder, wie wichtig ihnen der Film sei und dass Val unbedingt daran mitwirken wollte" , erklärte Voorhees. Der Film soll unter aktiver Beteiligung der Angehörigen von Val Kilmer entstanden sein und Mercedes Kilmer unterstrich diesen Wunsch. Sie ist die Tochter des Schauspielers.
"Er betrachtete neue Techniken stets mit Optimismus als Mittel, um die Möglichkeiten des Geschichtenerzählens zu erweitern" , sagte Mercedes Kilmer. "Diesen Geist würdigen wir alle in diesem Film, an dem er maßgeblich beteiligt war."
Im Film sind unter anderem folgende Schauspieler zu sehen, die nicht mit KI erzeugt wurden: Abigail Lawrie, Tom Felton, Abigail Breslin, Jacob Fortune-Lloyd, Ewen Bremner, Wes Studi, Finn Jones und Bronson Webb.
Der Einsatz einer KI-Rekonstruktion eines verstorbenen Schauspielers könnte die Debatte um digitale Darsteller erneut anheizen. In Hollywood wird seit Jahren über ethische, rechtliche und kreative Fragen diskutiert, die mit computergenerierten Abbildern realer Personen verbunden sind.
Anzeige: Einhells 18V-Astkettensäge bei Amazon noch nie günstiger
Von Benjamin Gründken — 19. April 2026 um 11:22
Eine viel gekaufte Akku-Astkettensäge von Einhell für den 18V-Akku ist jetzt zum Amazon-Tiefstpreis zu haben.
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Einhell nutzt wie andere Hersteller einen 18V-Akku für verschiedene Werkzeuge.Bild:
Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Einhell; Montage: Golem.de
Die Einhell-Akku-Astkettensäge GE-PS 18/15 Li BL-Solo Power X-Change ist aktuell für 60,99 Euro erhältlich. Wie ein Blick beim Preistracker Keepa zeigt, wurde dieser Kurs durch Amazon noch nie unterboten. Beliebt war die Säge aber schon vorher: 500-mal hat sie sich laut Produktseite allein im letzten Monat verkauft. Außerdem erreicht sie beim Händler 4,7 von 5 Sternen bei über 2.000 Bewertungen.
Was hat die Astkettensäge zu bieten?
Als Teil der Power-X-Change-Familie von Einhell setzt die Astkettensäge auf das vorhandene Akkusystem. Bereits im Besitz befindliche 18V-Akkus und Ladegeräte aus der Serie lassen sich dementsprechend weiterverwenden. Das reduziert die Anschaffungskosten und schont die Umwelt. Zu beachten ist allerdings, dass dieses Modell ohne Akku und Ladegerät ausgeliefert wird.
Im Inneren arbeitet ein bürstenloser Motor, der gegenüber klassischen Motoren Vorteile bietet. Auf dem Papier sind das ein geringerer Verschleiß, weniger Wartungsaufwand sowie eine effizientere Energienutzung.
Die Kette erreicht laut Hersteller eine Geschwindigkeit von bis zu 4,8 m/s, während die Schnittlänge laut Angaben bei 12,5 Zentimetern liegt.
Schwert und Kette lassen sich werkzeuglos wechseln, was laut Einhell mit einem geringeren Wartungsaufwand einhergeht. Für das Nachspannen der Kette ist ein Innensechskantschlüssel vorgesehen. Er wird direkt am Gerät verstaut und soll damit jederzeit griffbereit sein.
Zudem ist von einer manuellen Kettenschmierung und einer mitgelieferten Dosierhilfe die Rede.
Einordnung des Angebots
Wie eingangs schon erwähnt, wurden die derzeit aufgerufenen 60,99 Euro
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durch Amazon bisher nie unterboten. Knapp über 80 Euro zahlte man laut Preistracker noch im 90-Tage-Schnitt. Das Angebot wird zwar nicht als befristet bis einschließlich Sonntag gekennzeichnet, der Preisfall erfolgte aber Samstagnacht parallel zu anderen Preissenkungen, die ihrerseits als limitiert ausgewiesen werden. Möglicherweise hat Amazon bei der Ast-Säge diese Markierung vergessen.
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Der um Einhell laufende Wochenendsale von Amazon umfasst unter anderem auch Kettensägen und Bohrschrauber. Die Kollegen von PC Games Hardware hatten diesen gestern schon aufgegriffen und dabei einige Deals herausgestellt. Sämtliche Deals der heute endenden Aktion sind bei Amazon in der Übersicht
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Amazon: Es wird keinen neuen Fire TV Stick mit Fire OS geben
Von Ingo Pakalski — 19. April 2026 um 11:09
Amazons Entwicklerunterlagen machen es offiziell: Alle künftigen Fire TV Sticks laufen mit Vega OS – einschließlich der damit verbundenen Beschränkungen.
Nach dem neuen Fire TV Stick HD werden auch alle künftigen Fire TV Sticks mit Vega OS laufen.Bild:
Amazon
Amazon fällt mit einem sonderbaren Kommunikationsverhalten auf: Obwohl das Unternehmen in Entwicklerunterlagen offiziell bereits seit Oktober 2025 darauf hinweist, dass keine neuen Fire TV Sticks mit Vega OS erscheinen werden, tut das Unternehmen bei Pressenachfrage so, als ob das noch nicht entschieden sei.
Neue Fire-TV-Geräte mit Fire OS nicht ausgeschlossen
Als Amazon mit dem Fire TV 4K Select im Herbst 2025 ein erstes Fire-TV-Gerät mit Vega OS vorstellte, betonte das Unternehmen, dass weiterhin neue Fire-TV-Produkte mit Fire OS erscheinen werden . Amazon bietet auch Smart-TVs an, und mit dem Fire TV Cube gibt es ein weiteres externes Streaminggerät. Nach den derzeit vorliegenden Informationen werden neue Modelle noch mit Fire OS laufen.
Laut Amazon ist Vega OS vornehmlich für Produkte entwickelt, die möglichst preiswert angeboten werden sollen. Davon merken Kunden bei der Vorstellung des neuen Fire TV Stick HD allerdings nichts. Das neue Modell kommt sogar zum gleichen Preis wie das Vorgängermodell auf den Markt. Käufer erhalten also keine geringeren Anschaffungskosten.
Ganz im Gegenteil: Der Fire TV Stick HD ist bei der Hardwareausstattung sogar eindeutig schlechter, so dass sich das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich verschlechtert. Denn Amazon lässt beim neuen Modell sowohl das USB-Netzteil als auch die HDMI-Verlängerung weg. Allein für das Netzteil verlangt Amazon 20 Euro , und die HDMI-Verlängerung ist im deutschen Amazon-Shop nicht zu finden. In den USA kostet der HDMI-Extender 5,99 US-Dollar. Wer diese Dinge benötigt, zahlt also beim neuen Modell rund 25 Euro mehr als beim Fire-TV-Modell mit Fire OS.
Vega OS hat im Vergleich mit Fire OS viele Nachteile
Im Test des Fire TV Stick 4K Select (g+) zeigten sich viele Nachteile. Es war das erste Fire-TV-Modell mit Vega OS: Die sonst üblichen Toneinstellungen Nachtmodus und Dialogverstärkung sowie alle Alexa-Heimkinofunktionen fehlten, und es gab kein Matter Casting. Außerdem dekodiert das Select-Modell keine Dolby-Signale mehr, was bei der Alexa-Nutzung zu unschönen Effekten führt.
Generell bieten Geräte mit Vega OS kein Sideloading von Apps mehr. Es können also nur Apps aus Amazons Store installiert werden. Die Auswahl an Apps für Vega OS ist dabei wesentlich geringer als für Geräte mit Fire OS. Im Unterschied zu bisherigen Fire-TV-Geräten mit Fire OS lassen sich zudem keine USB-Speicher mehr an den Vega-OS-Geräten betreiben.
Bei der Vorstellung des zweiten Fire-TV-Modells mit Vega OS unternimmt Amazon alles, um den Einsatz des Betriebssystems zu verschweigen. Weder in Pressematerialien noch auf der Produktseite taucht der Begriff auch nur einmal auf. Lediglich der Hinweis auf das fehlende Sideloading liefert Eingeweihten den entscheidenden Hinweis, dass es sich um ein Gerät mit Vega OS handelt.
In der Umlaufbahn des Erdtrabanten wird es demnach vorerst keine Station geben. Die zukünftigen Mondastronauten sollen direkt vom Orion-Raumschiff an die Landefähre andocken und umsteigen.
Jedoch war das Gateway ein Gemeinschaftsprojekt, ähnlich wie die Internationale Raumstation ISS. Sowohl die Europäer als auch Japaner , Kanadier und die Vereinigten Arabischen Emirate sollten Module und Technologien bereitstellen.
Der Verlust von Missionszeit durchs Gateway-Aus
Besonders die europäische Raumfahrtbehörde Esa trifft die Entscheidung hart: Ihre Module I-Hab, View und Link sind exakt auf das Gateway zugeschnitten. Die Zukunft dieser bereits laufenden Entwicklungen muss nun bis zur Ratstagung im Juni 2026 politisch geklärt werden.
Vertraglich sind die genannten Länder immer noch Partner des Artemis-Programms. Die Nasa stellte in Aussicht, die ausgewählten Gateway-Technologien und die finanzielle Mittel dafür in die Entwicklung einer dauerhaften Präsenz auf der Mondoberfläche einfließen zu lassen.
Die Module sind allerdings für den Einsatz in der Schwerelosigkeit konzipiert. Es wären also eine massive Umplanung als Oberflächen-Habitat und hohe Umrüstungskosten nötig.
Ohne das Gateway in der strategisch günstigen Halo-Umlaufbahn (NRHO) entfällt nicht nur ein stabiler Kommunikations-Hub für den Südpol des Mondes und eine kontinuierliche Sicht auf diesen, sondern auch die Basis für Langzeitmissionen. Statt auf bis zu 90 Tage im All ist der Aufenthalt der Crew in der Orion-Kapsel auf maximal 21 Tage limitiert. Besonders für Langzeitmissionen auf der Mondoberfläche wäre die Station ein wichtiger Vorteil.
Lunar Gateway als Milliardengrab?
Die ersten Elemente des Gateways sollten voraussichtlich 2027 starten, wodurch der operative Betrieb erst ab 2028 möglich gewesen wäre. In den ursprünglichen astronautischen Mondlandeplänen spielte die Mond-Raumstation ohnehin keine Rolle, da Raumschiff und Landefähre auch während Artemis III ( mittlerweile Artemis IV ) ohne Zwischenstopp am Gateway aneinander andocken sollen.
Der Stopp (und die mögliche Streichung) schwächt das Modell, verlagert die Zusammenarbeit hin zu eher bilateralen oder missionsspezifischen Vereinbarungen und untergräbt das Vertrauen in die Zuverlässigkeit und die langfristige Programmführung der USA.
Die Anfangsinvestitionen der Nasa für das Gateway beliefen sich für die Jahre von 2019 bis 2025 auf etwa 4,4 Milliarden US-Dollar. Weitere Milliarden waren bis zum Ende des Jahrzehnts veranschlagt.
Dem gegenüber soll das Infrastrukturprogramm für die Mondoberfläche einen Umfang von etwa 20 Milliarden US-Dollar haben. Immerhin stärkt die Verlagerung hin zu einer vorrangigen Oberflächenarchitektur (Surface First) die Bedeutung des Aufbaus einer Mondbasis am lunaren Südpol . Dort will auch China eine Station errichten und wird mit der bevorstehenden robotischen Mission Chang'e-7 ab Sommer 2026 nach Wassereis suchen.
Full Self Driving: Tesla rät zu "Geduld" nach 7 Jahren Wartezeit auf FSD
Von Tobias Költzsch — 18. April 2026 um 13:40
Ein niederländischer Model-3 -Besitzer hat Tesla 2019 6.400 Euro für FSD gezahlt – wird es aber wohl nicht bekommen.
FSD (Supervised) in einem Model 3Bild:
Friedhelm Greis/Golem
Der Niederländer Mischa Sigtermans hat bei Tesla nachgefragt, wann er Full Self Driving (FSD) für sein 2019 gekauftes Model 3 bekommen werde. Das berichtet Electrek . Hintergrund ist, dass die niederländische Zulassungsbehörde das teilassistierte autonome Fahren FSD (Supervised) von Tesla erstmals in Europa zugelassen hat. Allerdings bekommen Besitzer von Tesla-Modellen mit der HW3-Hardware kein FSD.
Um ein solches Fahrzeug handelt es sich bei Sigtermans Model 3. Auf die Frage beim Tesla-Kundenservice, wann sein HW3-Auto FSD bekommt, konnte ihm kein Zeitpunkt genannt werden – und auch nicht, ob es überhaupt erscheinen werde.
Als er nach dem versprochenen kostenlosen Hardware-Upgrade fragte, wurde ihm geantwortet, dass es diesbezüglich keine Informationen für Europa gäbe. Elon Musk hatte Anfang 2025 erklärt, dass FSD nicht auf HW3 laufen würde und die Hardware ausgetauscht werden müsse.
Sigtermans solle sich einfach noch gedulden
Nachdem Sigtermans dem Bericht zufolge gebeten hatte, mit einem Tesla-Sprecher verbunden zu werden, wurde ihm als finale Antwort mitgeteilt, dass er sich einfach noch gedulden müsse. Anschließend wurde der Anruf beendet und die Support-Anfrage als gelöst geschlossen.
Sigtermans hatte bereits zuvor eine Kampagne gestartet, in der er weitere Betroffene für eine Sammelklage sucht. Bislang sollen sich um die 3.000 Besitzer von HW3-Teslas gemeldet haben, die jeweils 6.800 Euro an Schadensersatz fordern. Die Forderung soll als EU-Sammelklage eingereicht werden.
Beim Kauf hatte Sigtermans das Geld für FSD bezahlt, nicht FSD Supervised, wie der Dienst nun genannt werden muss. Trotz des Namens handelt es sich nicht um autonomes Fahren; Fahrer müssen weiterhin bereit zum Eingreifen sein. Sigtermans besteht aber offenbar darauf, für sein Geld echtes FSD zu bekommen.
Rechenzentren: Tech-Firmen sollen gegen Informationspflicht lobbyiert haben
Von Tobias Költzsch — 18. April 2026 um 13:05
Details zur Umweltbilanz von Rechenzentren in Europa sind unter Verschluss – offenbar haben Tech-Konzerne erfolgreich Lobby betrieben.
Ein Rechenzentrum von Amazon nahe Saragossa in SpanienBild:
VALENTIN BONTEMPS/AFP via Getty Images
Tech-Konzerne wie Microsoft und Amazon sollen durch Lobbyarbeit eine entscheidende Änderung an der Informationspflicht zu Rechenzentren erreicht haben. Wie die Zeit berichtet, sollen in den entsprechenden Vorschriften Geheimhaltungsklauseln zu Umweltaspekten durchgesetzt worden sein, die wortgleich mit Vorschlägen von Microsoft und der Lobbyvereinigung Digital Europe sind.
Digital Europe gehören unter anderem Amazon, Google und Meta an. Den Recherchen zufolge wurde das europäische Gesetz, demzufolge Unternehmen Kennzahlen wie Wasserverbrauch und Energieeffizienz von Rechenzentren an die Kommission melden und so offenlegen müssen, 2024 auf Druck der Branche geändert.
Seitdem gelten diese Informationen als vertraulich und dürfen nicht mehr für einzelne Rechenzentren veröffentlicht werden. Zahlreiche von der Zeit befragte Rechtsexperten sehen in dieser Vorgehensweise einen Bruch der Transparenzvorschriften der EU sowie der Aarhus-Konvention. Diese regelt den Zugang zu Umweltinformationen.
Mitgliedstaaten sollen Informationen nicht weitergeben
Der Recherche zufolge soll ein Vertreter der Kommission den Mitgliedstaaten sogar nahegelegt haben, Informationsanfragen aus der Öffentlichkeit zu einzelnen Rechenzentren abzulehnen.
2023 wurde die Energieeffizienz-Richtlinie der EU überarbeitet, um der wachsenden Anzahl an Rechenzentren in Europa gerecht zu werden. Diese benötigen eine große Menge an Energie; für die Kühlung der Anlagen ist zudem viel Wasser notwendig. Anfang 2024 haben Microsoft und Digital Europe identische neue Artikel vorgeschlagen, die eine Geheimhaltung der entsprechenden Informationen enthielten.
Die Formulierung fand sich in der überarbeiteten Richtlinie schließlich nahezu wortgleich wieder. Auf Nachfrage der Zeit erklärt die Kommission, dass ihr Vorschlag immer eine Vertraulichkeitsklausel enthalten habe. Doch auch auf andere Regelungen sollen Tech-Konzerne Einfluss genommen haben, etwa bezüglich der Genehmigungen von größeren Bauvorhaben.
(g+) Tipps für die Jobsuche - Teil 3: Die fünf typischen Bewerberfehler und wie man sie vermeidet
Von Markus Kammermeier — 18. April 2026 um 10:00
Im letzten Teil dieser Reihe blicken wir auf die häufigsten Fehler, befassen uns mit KI als Helfer und geben einen 3-Schritte-Plan für eine erfolgreiche Bewerbung.
Bei vielen, die heute einen Job suchen, ist das letzte Mal schon lange her. Inzwischen hat sich einiges geändert: wie Firmen suchen, wie Bewerber sich präsentieren müssen. Wir wollen ITlern auf Jobsuche zu besseren Bewerbungschancen verhelfen.
Der Mensch beeinflusst den Zustand der Erde nicht nur durch den Ausstoß von Treibhausgasen. Neue Forschung zeigt, wie dringend wir gegensteuern müssen.
So sah die Erde für die Astronauten der Artemis-II-Mission aus.Bild:
Nasa
Dieser Golem-Plus-Text ist 24 Stunden lang frei verfügbar.
Immer wieder wird infrage gestellt, ob der Einfluss des Menschen auf unseren Planeten einzigartig ist. Mitunter wird bestritten, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird – obwohl die wissenschaftliche Beweislage eindeutig ist und mit elementaren physikalischen Kenntnissen vom Prinzip her nachvollzogen werden kann.
Doch neben den steigenden Temperaturen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Parameter, bei denen sich der negative Einfluss des Menschen bemerkbar macht. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat das in seinem Planetary Health Check ausführlich untersucht.
"Bei den meisten planetaren Belastungsgrenzen spitzt sich die Lage weiter zu," sagt Boris Sakschewski , Wissenschaftler am PIK . "Letztes Jahr wurden sieben von neun planetaren Belastungsgrenzen überschritten, eine mehr als im Vorjahr. Hierbei handelt es sich um die Ozeanversauerung, die jetzt ebenfalls den als sicher erachteten Bereich verlassen hat."
Alarmierendes Bild
Insgesamt zeichnet der Bericht ein alarmierendes Bild. Nur bei zwei Belastungsgrenzen gibt es positive Entwicklungen: Sowohl bei der Ozonschicht als auch bei den Aerosolen bleibt die Lage konstant beziehungsweise hat sich sogar leicht verbessert. "Dazu muss man wissen, dass dies kein Zufallsergebnis ist, sondern das Ergebnis internationaler Abkommen, die über die Jahre und Jahrzehnte sehr positive Wirkung gezeigt haben. Die Ozonschicht, die uns vor der UV-Strahlung der Sonne schützt, war durch die Fluorchlorkohlenwasserstoffe aus Kühlschränken, Klimaanlagen, Spraydosen etc. teilweise schon stark zersetzt worden. Das Montreal-Abkommen hat diese Stoffgruppe streng geregelt und dadurch zum Schutz der Ozonschicht geführt," sagt Sakschewski. Ähnlich sieht es mit internationalen Abkommen aus, die etwa den Einsatz stark aerosolproduzierender Treibstoffe im Schiffsverkehr regulieren.
Doch bei den anderen Belastungsgrenzen bleiben solche internationalen Abkommen leider aus – beziehungsweise gestaltet sich die Diplomatie als äußerst schwerfällig. "Eines der Kardinalprobleme ist natürlich der Klimawandel" , sagt der Forscher. "Er sorgt für eine Bandbreite von Problemen von Wetterextremen bis zum Meeresspiegelanstieg."
Die menschengemachten Treibhausgasemissionen sind der größte Treiber für Umweltprobleme und den Verlust von Biodiversität.
Die Forscher identifizierten aber noch weitere Belastungsgrenzen. Jede für sich kann unseren Planeten destabilisieren. So ist zum Beispiel die Ozeanversauerung ein Prozess, der ebenfalls durch CO₂-Emissionen angetrieben wird. Diese Grenze wurde nun erstmalig überschritten.
Durch den steigenden CO₂-Gehalt in der Atmosphäre wird auch mehr CO₂ im Ozeanwasser gelöst. Das führt primär zur Versauerung, also mehr Kohlensäure im Wasser, und sorgt dafür, dass bestimmte Lebewesen wie Muscheln oder manche Korallen ihre kalkhaltigen Schalen nicht mehr wie gewünscht ausbilden können – einfach, weil das etwas saurer gewordene Wasser den Kalk angreift.
Unterschiedliche Wassertemperaturen haben auch eine Auswirkung auf die Versauerung. Während kälteres Wasser mehr CO₂ aufnehmen kann und daher stärker von Versauerung betroffen ist, spielt in wärmeren Regionen die Kombination aus höheren Temperaturen, geringerer Pufferkapazität und weiteren Stressfaktoren – etwa durch marine Hitzewellen – eine große Rolle. Diese unterschiedlichen regionalen Bedingungen verstärken insgesamt den Druck auf marine Ökosysteme weltweit.
Das hat auch massive Auswirkungen auf Korallenriffe. Die Korallenbleichen werden zwar durch zu hohe Temperaturen hervorgerufen. Aber bei einem steigenden Säuregehalt geht vielerorts auch die Fähigkeit zur Regeneration verloren, weil dies die Bildung der Kalkskelette behindert.
Biodiversität schützt
"Auch bei den anderen Belastungsgrenzen sehen wir stabil schlechte Trends, etwa beim Eintrag menschengemachter Substanzen, den biogeochemischen Kreisläufen oder bei der Integrität der Biosphäre" , sagt Sakschewski. Diese Faktoren hängen alle eng zusammen.
So ist etwa das Ausbringen von Pestiziden oder Düngemitteln mit dem Verlust von Biodiversität verknüpft. Und damit gehen auch wichtige Selbstheilungskräfte von Ökosystemen verloren, die wir gerade bei steigenden Temperaturen dringend brauchen.
Der Forscher appelliert deshalb: "Wir müssen alle besser werden, was den Schutz des Klimas und der Umwelt betrifft. Dabei dürfen wir nie vergessen, dass Klimaschutz gleichzeitig Umweltschutz ist und umgekehrt."
Resiliente Ökosysteme können dem Klimawandel besser standhalten und ihn abmildern. Neben einer schnellen und massiven Reduzierung der Treibhausgasemissionen benötigen wir also ausgedehnte Naturschutzgebiete – sowohl zu Land wie auf den Weltmeeren.
Doch beim Blick in die Erdgeschichte zeigt sich, dass immer wieder Massenaussterben und große Veränderungen in der Biosphäre stattgefunden haben. Das wirft die Frage auf: Lassen sich solche Veränderungen mit dem aktuellen Einfluss des Menschen vergleichen?
Darroch sagt: "Wir haben nach zahlreichen Diskussionen herausgefunden, dass wir zwischen zwei Ebenen unterscheiden müssen: dem klassischen 'Ecosystem Engineering' und dem 'Earth System Engineering'."
Ersteres beschreibt, wie manche Lebewesen durch ihre Tätigkeit lokal ihr ganzes Ökosystem mitgestalten. Ein Beispiel hierfür ist der Biber, der durch den Bau von Dämmen seine Umgebung unter Wasser setzt und dadurch Auenlandschaften erzeugt. Das schafft Lebensraum für zahlreiche andere Arten.
Ein anderes Beispiel sind die Herden großer pflanzenfressender Tiere, die Gras- und Savannenlandschaften erzeugen. Dazu zählen nicht nur Ziegen, Büffel oder Elefanten, sondern etwa vor vielen Jahrmillionen auch die Sauropoden, die zu den pflanzenfressenden Dinosauriern zählen. Doch auch wenn diese Tiere ganze Landschaften verändern können, ist ihr Einfluss auf die gesamte Erde doch sehr begrenzt.
Genau darum geht es beim Earth System Engineering. Das sind Prozesse, die wichtige Parameter auf dem ganzen Planeten verschoben haben, also global und über viele Jahrmillionen. Ein Beispiel dafür ist die sogenannte Große Sauerstoffkatastrophe. Vor rund 2,4 Milliarden Jahren wurde sie durch Cyanobakterien hervorgerufen, die große Mengen an Sauerstoff erzeugten, der sich dann in der Atmosphäre anreicherte. Bis dahin bestand die Erdatmosphäre vor allem aus Stickstoff, Kohlendioxid und Wasserdampf.
Massenaussterben und warum es verhindert werden sollte
Der Sauerstoff war für viele Lebewesen giftig, da sie ihn nicht gewohnt waren. "Das hat vermutlich zu einem Massenaussterben vieler – damals noch primitiver – Spezies geführt" , erklärt Darroch. Auf der anderen Seite hat das Aufkommen von frei verfügbarem Sauerstoff aber erst die Evolution ganz neuer Spezies ermöglicht. Die Große Sauerstoffkatastrophe ist vermutlich das heftigste Einzelereignis, das man zum Earth System Engineering zählt.
Neben der Sauerstoffproduktion zählen zum Earth System Engineering zum Beispiel auch das Bilden von dichten Wäldern – die das Klima des ganzen Planeten beeinflussten – oder die Durchmischung von Bodenschichten durch Bodentiere wie Würmer und Ameisen. Auf diese Weise haben Wälder über die Jahrmillionen gigantische Mengen Kohlendioxid aus der Luft aufgenommen und im Untergrund fixiert. Aktuell ist die Menschheit dabei, diese fossilen Energieträger rasant wieder in großem Maßstab in die Atmosphäre zu befördern.
Damit ändern sich die planetaren Rahmenbedingungen – wie oben bei den planetaren Belastungsgrenzen angesprochen. "Viele Spezies sterben aus, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern – vor allem, wenn sie sich sehr rasch ändern" , so Darroch. "Andere wiederum schaffen es, sich anzupassen. Dann können auch neue Arten entstehen, wenn ökologische Nischen frei werden. Uns interessiert dabei insbesondere, welche dieser Prozesse welche ökologischen Folgen hatten. Also wir wollen untersuchen, inwiefern die Prozesse für die Weiterentwicklung des Lebens hinderlich waren oder das Entstehen neuer Arten befördert haben."
Unwiederbringlich verloren
Die Wissenschaftler wollen eine umfangreiche Datenbank erstellen, um solche Fragen in einfachen und didaktisch illustrativen Grafiken darstellen zu können, und zwar über Hunderte Millionen Jahre. Dazu müssen sie viele fossile Daten auswerten. Es wird interessant sein zu sehen, inwieweit der menschliche Einfluss damit vergleichbar ist.
Dabei ist stets zu bedenken, dass es viele Jahrtausende oder gar Jahrmillionen dauert, bis sich neue Spezies entwickeln und an neue Rahmenbedingungen anpassen. Für unsere Kinder und Enkel und für viele weitere Generationen sind deshalb nicht nur die einmal verlorenen Spezies unwiederbringlich verloren. Es wird geradezu ewig dauern, bis Menschen wieder eine derart vielfältige und artenreiche Natur erleben können – falls es dann noch Menschen gibt.
Dirk Eidemüller ist freiberuflicher Wissenschaftsjournalist in Berlin. Er schreibt vor allem über Naturwissenschaft, Technik, Energie- und Klimathemen.
Dieser Artikel erscheint bei Golem Plus, weil ... ... er anhand aktueller Forschung globale Zusammenhänge und die langfristigen Konsequenzen umweltschädlichen menschlichen Handelns beschreibt und damit zu einem tieferen Verständnis der Klimawandelfolgen beiträgt.
Anzeige: Wera-Bit-Set mit Spezialhalter bei Amazon billiger als sonst
Von Benjamin Gründken — 17. April 2026 um 19:04
Bei Amazon ist ein Bit-Set von Wera mit Profilen wie Torx und einem besonderen Wechselfutter günstiger als dort üblicherweise.
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Wera zählt zu den bekannten Werkzeugschmieden aus Deutschland.Bild:
Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Wera; Montage: Golem.de
Wera ist kein Billiganbieter, das steht durch die Preispolitik der Wuppertaler definitiv fest. Die Qualität stimmt ebenfalls. Gute Bewertungen findet man im Netz zuhauf. Trotzdem ist der Hersteller bei vielen nicht gesetzt, nur weil sie gerade neue Schraubendreher, Bits oder Ratschen benötigten. Heimwerker, die nur alle Jubeljahre ihr Bit-Set aus der Schublade ziehen, kommen vermutlich auch mit einem kostenoptimierten Produkt zurecht.
Qualität muss trotzdem kein Vermögen kosten. Das zeigt Amazon aktuell am Beispiel des Wera Bit-Check 30 Universal 1 mit Schnellwechselfutter. Das mit 4,8 von 5 Sternen bewertete Set ist dort gerade so günstig wie schon lange nicht mehr im Angebot.
30-teiliges Bit-Set samt Schnellwechselfutter
Profile bietet der Wera Bit-Check einige. Torx und Innensechskant sind ebenso dabei wie PH und PZ. Die Zusammenstellung ist sehr Torx-lastig, zumal auch Sicherheits-Torx an Bord ist. Einzelne Bits sind doppelt vorhanden, etwa PH1 und PZ1. Das ist sinnvoll: Beide Formate kommen oft zum Zuge und werden somit stärker beansprucht.
Geizig zeigen sich die Wuppertaler beim Schlitzprofil. Dieses liegt laut Angaben nur einmal in 5,5 Millimetern vor. Zum Einsatz kommt das Profil heute aber kaum noch, dafür finden sich bei vielen Gartengeräten und Möbeln immer häufiger Torx.
Laut Wera enthält der Bit-Check 30 Universal 1 auch zähharte Bits. Der Bit-Check ist so konzipiert, dass er aufgestellt werden kann.
Ins Auge fällt überdies der Bit-Halter. Hierbei handelt es sich um das Schnellwechselfutter Rapidaptor. Bits sollen sich dadurch nicht nur schnell wechseln lassen, sondern auch sicher halten. Für Vielschrauber ist dieses Tool sicherlich nicht unspannend.
Preisfall: Amazon reduziert unter Preis der letzten Zeit
Laut Keepa kostet das Set schon seit dem 29. März nur noch 22,95 Euro
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beim Onlineriesen. Mit Verkauf und Versand über Amazon wurde es laut Preistracker monatelang nicht mehr so günstig angeboten. Der Dreimonatsschnitt liegt bei 27,61 Euro. Zudem zeigt der Golem-Preisvergleich, powered by Geizhals, dass es den Bit Check 30 Universal 1 bei keinem der 63 anderen dort gelisteten Shops günstiger zu kaufen gibt. Pollin macht zwar denselben Preis, verlangt aber um einen Euro höhere Versandkosten.
Satellitenexperte Christian von der Ropp sagte Golem am 17. April 2026 auf Anfrage: "Amazon, das bereits seit 2019 an einer LEO-Konstellation für Breitbanddienste im Ka-Band arbeitet, hatte schon im Oktober 2024 in einem Anhörungsverfahren des britischen Regulierers Ofcom sein Interesse bekundet, Direct-to-Device-Dienste zu erbringen. In welchen Frequenzbändern dies geschehen sollte, war aber bisher unklar."
Das für die Konstellation Amazon Leo (ehemals Kuiper) vorgesehene Ka-Band ist laut von der Ropp aufgrund seiner sehr hohen Frequenzen nicht für Funkverbindungen zwischen Smartphones und Satelliten geeignet. Vielmehr sind Frequenzen unter 2,5 GHz erforderlich, die Amazon nun mit Globalstar erwirbt.
Welche Pläne Amazon mit Globalstar konkret verfolge, bleibe vorläufig offen. Möglich sei zunächst nur, die Pläne Apples fortzusetzen und 48 weitere Satelliten (C-3) oder zeitnah die C-4-Konstellation aus bis zu 3.080 Satelliten zu starten.
Für den Erhalt von Globalstars deutschen Frequenzanmeldungen bei der ITU (D-NGSO-1120-1/2/3) müsste Amazon bis zum 17. Dezember 2027 den ersten Satelliten ins All schießen, für die französischen (HIBLEO-XL-1/2) bis zum 31. August 2029, sagte von der Ropp. Da der Erwerb jedoch von langwierigen Freigabeprozessen abhängig ist, wird der Vollzug erst im Jahr 2027 erwartet.
Schwaches Globalstar-Netz durch Apple gerettet
"Das Globalstar-Netz galt lange Zeit als notleidend: Nachdem das US-Unternehmen kurz nach dem Launch der ersten Generation seines Netzes, bestehend aus 48 Satelliten, im Jahr 2000 in die Insolvenz rutschte und von Finanzinvestoren gerettet wurde, beförderte man von 2011 bis 2013 die zweite Generation des Satellitennetzes ins All, kämpfte jedoch unter der hohen Schuldenlast" , erklärte von der Ropp weiter.
Einige vormals von regionalen Partnern betriebene Gateways stellten den Betrieb ein. Da Globalstar nie über Inter-Satellite-Links verfügte, führte dies zu Einbußen in der Netzabdeckung, die ohnehin nie global war und insbesondere die Ozeane und Polarregionen nicht abdeckte. Im Jahr 2022 habe Globalstar durch die Sanktionen gegen Russland auch noch seine beiden russischen Bodenstationen verloren, berichtete der Experte weiter.
Von der Ropp: "Insgesamt fehlte es Globalstar an Abdeckung, einem soliden Produkt und Perspektiven. Gleichwohl wurde durch Frequenzanmeldungen bei der ITU im Jahr 2020 über Deutschland und 2022 über Frankreich bekannt, dass Globalstar eine Konstellation von bis zu 3.080 Satelliten plante, die intern den Codenamen C-4 trug. Offen blieb jedoch, wie diese Megakonstellation finanziert werden sollte."
iPhone Satellitendienste eher lahm
Im November 2024 investierte Apple rund 1,5 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen . Die Transaktion umfasste die Finanzierung von 17 Ersatzsatelliten für die bestehende Konstellation sowie 48 neue Satelliten (Codename C-3), was die Kapazität erhöhen und Versorgung verbessern sollte.
Außerdem erwarb Apple 20 Prozent an einem Tochterunternehmen von Globalstar, das sämtliche Frequenznutzungsrechte besitzt und damit den aus heutiger Sicht wertvollsten Teil des Unternehmens darstellt. Im Gegenzug bekam Apple exklusiven Zugriff auf 85 Prozent von Globalstars Netzkapazität, über die Apple seit dem iPhone 14 Satellitendienste anbietet. Allerdings blieb der Dienst sowohl in seiner geografischen Ausbreitung als auch in seinem Leistungsumfang hinter den Erwartungen zurück.
Durch diese massive Investition in Globalstar und die Abhängigkeit von Apple als Hauptkunde erwarb Apple de facto die Kontrolle über Globalstar, ohne eine Aktienmehrheit zu besitzen. Zusätzlich habe sich Apple auch noch ein Vorkaufsrecht auf die Aktien des Hauptaktionärs Jay Monroe gesichert, betonte von der Ropp.
Anzeige: Topseller-Kfz-Verbandskasten für unter 10 Euro bei Amazon
Von Erik Körner — 17. April 2026 um 18:06
Einer der meistverkauften Kfz-Verbandskästen bei Amazon ist wieder zum Tiefstpreis erhältlich. Käufer sparen über 40 Prozent.
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Der StVO-konforme Kfz-Verbandskasten von Heldenwerk wieder zum Tiefstpreis bei AmazonBild:
Amazon.de/Heldenwerk/Golem
Jeder Autofahrer braucht einen Verbandskasten im Fahrzeug. Fehlt er bei einer Kontrolle, droht laut ADAC ein Verwarnungsgeld von 10 Euro. Zugegeben, viel ist das nicht (Falschparken zum Beispiel ist deutlich teurer), dennoch sollte man das Risiko gar nicht erst eingehen – auch seinen Mitmenschen zuliebe. Wer einen neuen Verbandskasten braucht oder sich jetzt ertappt fühlt, sollte bei Amazon vorbeischauen. Dort gibt es eines der meistverkauften Erste-Hilfe-Sets für Autos von Hersteller Heldenwerk derzeit zum Tiefstpreis von unter 10 Euro. Wir empfehlen, schnell zuzugreifen. Der Rabatt gilt nur noch bis zum 19. April.
Das bietet der Kfz-Verbandskasten von Heldenwerk
Nicht jeder Verbandskasten ist im deutschen Straßenverkehr zugelassen. Jedes Erste-Hilfe-Set muss natürlich eine DIN-Norm erfüllen. Konkret: Die DIN-Norm 13164, die über die Produkte bestimmt, die enthalten sein müssen. Der Kfz-Verbandskasten von Heldenwerk umfasst alle verpflichtenden Gegenstände, darunter zwei Atemschutzmasken, verschiedene Verbände und Pflaster, Handschuhe, eine Rettungsdecke, Schere, Sicherheitsdecke und vieles mehr. Die genaue Inhaltsliste findet sich auf der Amazon-Produktseite. Der Hersteller verspricht, dass das Set nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa nutzbar ist.
Geliefert wird der Kfz-Verbandskasten von Heldenwerk in einer robusten roten Tasche. Sie misst 13 mal 24 mal 5,5 cm. Demnach passt sie problemlos ins Handschuhfach, unter den Fahrersitz und in den Kofferraum sowieso. Das Material ist wasser- und staubabweisend, so dass der Inhalt in bester Verfassung bleibt und bereit für den Notfall ist. Die Produkte selbst sind obendrein staubsicher und steril verpackt.
Heldenwerk bei Amazon: jetzt Kfz-Verbandskasten mit Spitzenwertungen zum Tiefstpreis bestellen
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von Heldenwerk ist 42 Prozent günstiger bei Amazon. Er kostet 9,90 Euro statt dem durchschnittlichen Verkaufspreis von 16,97 Euro. Fast 4.500 Käufer bewerten das Erste-Hilfe-Set überwiegend positiv mit 4,7 von 5 Sternen. Die Qualität des Inhalts stimme, die Vollständigkeit ebenfalls. Auch den Preis loben viele Nutzer. Allein im letzten Monat wurde der Verbandskasten über 7.000-mal bestellt.