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Lücke: Claude Cowork entkommt macOS-Sandbox

Von Heise — 28. Juli 2026 um 14:00
Anthropic bewirbt Claude Cowork unter anderem für Rechtsteams

Anthropic bewirbt Claude Cowork unter anderem für Rechtsteams.

(Bild: Anthropic)

Die Nutzung von KI-Agenten direkt auf dem Rechner kann Gefahren mit sich bringen. Das zeigt eine soeben entdecktes Sicherheitsloch in Claude Cowork für den Mac.

Das KI-Sicherheitsunternehmen Accomplish AI hat eine problematische Lücke im KI-Assistenten Claude Cowork [1] für macOS entdeckt. Damit ist es Angreifern möglich, über eigentlich nicht vertrauenswürdige Inhalte die virtuelle Maschine, die Cowork eigentlich verwendet, zu verlassen, um dann überall auf dem Mac Schreibrechte zu bekommen. Der Sandbox-Exploit sei durch Anthropics Designentscheidungen möglich, die interessanter seien als ein von den Sicherheitsforschern entdeckter Kernel-Bug, schreiben sie.

Trick mit Linux-Subsystem

Der Fehler, der auf den Namen SharedRoot [2] getauft wurde, setzt sich auch über Limits hinweg, die der Nutzer gesetzt hat, etwa vorher festgelegte Ordner, die Claude Cowork [3] beschreiben darf. Neben dem Schreibvorgang sei es auch möglich, aus der VM heraus Dateien zu lesen – etwa SSH-Schlüssel und Cloud-Zugänge. Angreifern stünden alle Inhalte zur Verfügung, die der verwendete User-Account nutzen könne. Accomplish.ai lobte zunächst den Ansatz von Claude. Es handele sich um eine „echte VM“, der Nutzer der jeweiligen Session habe kaum Rechte, es gebe einen Seccomp-Filter und eine Brokered-Mount-Schicht.

Hauptproblem ist demnach, dass das Host-Dateisystem mit der VM im Read-Write-Modus geteilt wird. Mithilfe eines nachgeladenen Linux-Subsystems, in dem eine ungepatchte Lücke [4] steckt, ließ sich ein Guest-Root-Zugang herstellen. Der wiederum greift dann auf das echte Mac-Dateisystem zu.

Bis zu 500.000 Nutzer betroffen

Accomplish.ai schätzt, dass von dem Problem bis zu 500.000 macOS-Nutzer betroffen gewesen sein könnten. Es wurde allerdings nur indirekt behoben: Anthropic teilte mit, die Lücke sei zwar „informativ“, doch interne Änderungen machten sie nicht mehr ausnutzbar. Denn Claude Cowork bedient sich jetzt nicht mehr der Ausführung einer lokalen VM, sondern nutzt die sogenannte Cloud-Execution.

Damit ist der Sandbox-Escape nicht mehr nutzbar. Allerdings ist es immer noch möglich, den KI-Agenten lokal laufen zu lassen. Dies sollte man bis zu einem möglichen Fix unterlassen, außer man härtet seine eigene Konfiguration. Claude Cowork wird für diverse Zielgruppen außerhalb des Coding-Spektrums vermarktet, darunter Anwälte, Marketingleute oder Geschäftsentwickler.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11379475

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Claude-Cowork-kommt-ins-Web-und-aufs-Smartphone-11357349.html
  2. https://www.accomplish.ai/blog/sharedroot-escaping-claude-cowork-sandbox/
  3. https://claude.com/product/cowork
  4. https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-46331
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  6. https://www.heise.de/mac-and-i
  7. mailto:bsc@heise.de

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Unser Gehirn braucht schwierige Texte

Von Telepolis — 28. Juli 2026 um 16:00
Junge Frau in einer modernen Bibliothek

Bild: Unsplash.com

KI kann Lesen erleichtern. Doch die Forschung des Psycholinguisten Falk Huettig zeigt: Denken entsteht gerade dort, wo Texte anstrengend werden.

Noch nie war Textarbeit so leicht gemacht. Noch nie war es so einfach, schwierige Texte nicht mehr lesen zu müssen: KI fasst Bücher zusammen, erklärt Fachaufsätze, vereinfacht komplizierte Passagen und liefert die Quintessenz sekundenschnell.

Das spart Zeit. Vielleicht sogar zu viel. Denn möglicherweise verschwindet dabei genau jene geistige Anstrengung, an der Denken überhaupt wächst.

Der Psycholinguist Falk Huettig vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen kommt nach jahrzehntelanger Forschung zu einem bemerkenswerten Schluss: Lesen ist weit mehr als Informationsaufnahme.

Es trainiert Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit und Denkvermögen. Seine Ergebnisse fasst er in seinem jüngsten Buch The Perks of Being a Bookworm [1] (ungefähr: Warum es sich lohnt, eine Leseratte zu sein) zusammen, das bei Cambridge University Press erschienen ist.

Auf Deutsch liegt es bislang nicht vor. Aber Huettig hat seine Thesen kürzlich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung [2] vorgestellt.

Warum Anstrengung zum Lesen gehört

Entscheidend ist für den Erforscher der kognitiven Dimensionen des Lesens [3] nicht, dass wir lesen, sondern wie. Gerade anspruchsvolle Texte mit verschachtelten Sätzen, ungewohntem Wortschatz und komplexen Argumenten fordern das Gehirn heraus.

Wer sie liest, muss Zusammenhänge im Kopf behalten, Bedeutungen erschließen und Gedankengänge rekonstruieren. Genau darin liegt der Trainingseffekt. Schwierige Texte sind kein Fehler des Bildungssystems, sondern dessen Trainingsgerät.

Deshalb sieht Huettig auch Vorschläge skeptisch, klassische Literatur in vereinfachter Sprache anzubieten. Das sei möglicherweise gut gemeint – aber womöglich auch kontraproduktiv. Denn Lernen entsteht nicht dort, wo jede Hürde verschwindet, sondern dort, wo sie überwunden werden muss.

Wenn KI die Reibung beseitigt

Genau hier wird die KI-Debatte interessant. Das Problem ist nicht, dass künstliche Intelligenz Texte verarbeitet. Problematisch wird sie erst, wenn sie uns jene geistige Arbeit abnimmt, die Lesen überhaupt wertvoll macht.

Eine KI-Zusammenfassung liefert Informationen – aber sie ersetzt nicht den Denkprozess, der beim Lesen entsteht. Eine KI-Zusammenfassung sei auch kein gleichwertiger Ersatz für eine Vorlesung und deren präzise, strukturierte Sprache.

Das bedeutet nicht, dass KI zwangsläufig zum Gegner des Lesens wird. Huettig kann sie sich durchaus als "Sparringspartner" vorstellen. Entscheidend ist nur, dass sie die Anstrengung nicht ersetzt, sondern begleitet. Eine KI, die Fragen stellt, fordert Denken heraus. Eine KI, die jede Schwierigkeit aus dem Weg räumt, tut das Gegenteil.

Vielleicht ist das die eigentliche Frage des KI-Zeitalters. Nicht, ob Maschinen Texte besser verarbeiten als Menschen. Sondern ob Menschen das Lesen noch als geistige Arbeit begreifen wollen. Denn Denken beginnt oft genau dort, wo Verstehen nicht sofort gelingt.


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https://www.heise.de/-11380244

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.cambridge.org/core/books/perks-of-being-a-bookworm/AA21595A46F873012C60CE3C6043B8F1
  2. https://www.sueddeutsche.de/wissen/lesen-intelligenz-wirkung-gehirn-gedaechtnis-li.3497763
  3. https://www.mpg.de/lesen

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Baden-Württemberg: Abi-Zeugnisse müssen wegen Softwarepanne korrigiert werden

Von Telepolis — 28. Juli 2026 um 15:30
Ein leeres Klassenzimmer

Eine IT-Panne hat zu Fehlern bei der Abinote in Baden-Württemberg geführt

(Bild: iqbazz/Shutterstock.com)

Rund 100 Abiturzeugnisse in Baden-Württemberg wurden wegen eines Softwarefehlers falsch ausgestellt. Fast alle Noten fielen zu gut aus. Was zu der Panne führte.

Rund 100 Abiturzeugnisse in Baden-Württemberg wurden wegen eines Programmierfehlers in einer kommerziellen Schulverwaltungssoftware falsch ausgestellt – in fast allen Fällen zu gut.

Die Betroffenen müssen nun mit einer schlechteren Endnote rechnen, während die Auswirkungen auf laufende Studienbewerbungen noch ungeklärt sind.

Wie das Kultusministerium Baden-Württemberg am 27. Juli 2026 mitteilte [1], sind rund 100 Schülerinnen und Schüler an 54 Gymnasien im Land von fehlerhaften Abiturzeugnissen betroffen. Bei etwa 70 von ihnen verändert sich dadurch der tatsächliche Abiturschnitt. Von den insgesamt rund 29.000 Abiturientinnen und Abiturienten, die in diesem Schuljahr an allgemein bildenden Schulen in Baden-Württemberg ihr Abitur ablegten, ist damit ein kleiner, aber nicht unerheblicher Teil betroffen.

Ursache ist ein Programmierfehler in der Software WinProsa des kommerziellen Anbieters CMH, die an den betroffenen Schulen zur Verwaltung und Planung der gymnasialen Oberstufe eingesetzt wurde.

Die Abweichungen bei den Noten liegen in den meisten Fällen zwischen einem und zwei Zehnteln – aus einer 2,4 wird also etwa eine 2,5 oder 2,6. In wenigen Ausnahmen sind die Abweichungen größer. Das Abitur bestanden haben laut Ministerium jedoch alle Betroffenen.

Fehler erst nach breiter Überprüfung aufgedeckt

Bekannt wurde das Problem, nachdem an einem Gymnasium eine fehlerhafte Berechnung aufgefallen war. Das Kultusministerium veranlasste daraufhin eine landesweite Überprüfung: Die Schulabteilungen der Regierungspräsidien wiesen alle Gymnasien, die WinProsa im Bereich der Kursstufe nutzten, zur umfassenden Prüfung und Meldung fehlerhafter Zeugnisse an.

CMH gab an, seit Mitte Juni mit betroffenen Schulen in Kontakt gestanden zu haben, ohne jedoch die Schulaufsicht zu informieren.

Folgen für Studienbewerbungen noch offen

Die praktischen Konsequenzen für die Betroffenen sind derzeit noch nicht vollständig absehbar. Das Kultusministerium steht nach eigenen Angaben im Austausch mit dem Wissenschaftsministerium, um pragmatische Anpassungen der Abiturnoten im laufenden Hochschulbewerbungsverfahren zu ermöglichen.

Für betroffene Schülerinnen und Schüler wurde eine direkte Anlaufstelle eingerichtet, deren Kontaktdaten über die jeweiligen Schulen weitergegeben werden.

Kritik am Nebeneinander zweier Systeme

Die Landessoftware ASV-BW, die vom Land selbst bereitgestellt wird, ist von dem Fehler nicht betroffen. Schulen, die diese Software zur Zeugniserstellung nutzten, verzeichneten keine Probleme. Dennoch hatten viele Schulen in diesem Jahr noch WinProsa verwendet – unter anderem deshalb, weil die Vorbereitung eines Abiturjahrgangs bereits zwei Jahre vor den Prüfungen beginnt und ASV-BW erst im Juni 2026 um ein Modul zur Unterstützung bei der Planung der mündlichen Abiturprüfung ergänzt wurde. Diese Funktion bot WinProsa bereits zuvor an.

Martina Scherer, Landesvorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg, übte geegnüber dem SWR scharfe Kritik [2]: Wer Schulen zur Nutzung zweier paralleler Systeme zwinge, weil die eigene Software nicht ausreichend ausgebaut werde, nehme potenzielle Fehlerquellen billigend in Kauf. Sie forderte eine praxistaugliche, attraktive Landessoftware sowie eine lückenlose IT-Qualitätssicherung.

Ab dem kommenden Schuljahr soll ASV-BW an allen öffentlichen Gymnasien und Gemeinschaftsschulen vollumfänglich eingesetzt werden. Das Kultusministerium kündigte an, die Weiterentwicklung der Landessoftware gemeinsam mit dem Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) voranzutreiben.


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https://www.heise.de/-11380721

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/rund-100-falsche-abiturzeugnisse?control-f=markdorf
  2. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/software-panne-sorgt-fuer-fehlerhafte-abi-zeugnisse-100.html

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Kimi K3 stellt Washingtons KI-Erzählung infrage

Von Telepolis — 28. Juli 2026 um 14:00
Kimi Logo auf einem Handy vor gelbem Hintergrund

In einem offenen Brief fordern mehrere Tech-Firman von Washington ein Umdenken in Sachen Open-Weight-Modelle

(Bild: Photo For Everything/Shutterstock.com)

Chinas Kimi K3 bedroht Amerikas KI-Führung. Washington reagiert mit Spionagevorwürfen. Ist das der Anfang vom Ende offener chinesischer Modelle im Westen?

Als Moonshot AI am 16. Juli sein Open-Weight-Modell Kimi K3 veröffentlichte [1], dauerte es keine 24 Stunden, bis Washington reagierte. Michael Kratsios, Wissenschafts- und Technologieberater von US-Präsident Donald Trump, warf dem Pekinger Startup auf X vor, durch "großangelegte, verdeckte industrielle Destillation" das US-Modell Fable 5 des KI-Unternehmens Anthropic kopiert zu haben.

US-Vizeaußenminister Jacob Helberg legte nach und bezeichnete die angebliche Destillation als "Raub unschätzbaren amerikanischen geistigen Eigentums". US-Finanzminister Scott Bessent drohte auf X, dass "Sanktionen und Aufnahmen in die Entity List auf dem Tisch liegen" würden, sobald solche Praktiken die Schwelle zum Diebstahl geistigen Eigentums überschritten.

Die Vorgehensweise ist bekannt: Wenn chinesische Technologie zu nah an die US-Spitze heranrückt, folgt der Vorwurf des Technologiediebstahls. Doch diesmal stellt sich ein breites Spektrum unabhängiger Forscher und Branchenvertreter offen gegen die Darstellung des Weißen Hauses [2]. Das dürfte sich davon jedoch wenig beeindrucken lassen: Droht das Ende offener chinesischer KI-Modelle im Westen?

Die Mathematik der Paranoia

Den schlagkräftigsten Einwand gegen die Destillationsthese liefert die Chronologie: Anthropics Fable 5 ging am 1. Juli online, Kimi K3 startete am 15. Juli. Moonshot-Mitarbeiter Randy Xian kommentierte lakonisch: "Wir haben ein brandneues Frontier-Modell in genau 15 Tagen trainiert. Stoff für den Guinness-Weltrekord."

Erschwerend kommt hinzu, dass Anthropic Fable 5 mit Schutzmechanismen ausgestattet hatte, die Destillationsanfragen auf das ältere Modell Claude Opus 4.8 umleiteten.

Stephen Hsu, Professor für Computational Mathematics an der Michigan State University, nannte die Destillationsthese auf X "faul und simplistisch". Der Fortschritt von K3 liege in einer grundlegend neuen Rechenarchitektur – Mechanismen wie "Kimi Delta Attention" und "Attention Residuals", die verbessern, wie Informationen über Sequenzlänge und Modelltiefe fließen.

Michael Chau von der University of Hong Kong Business School ergänzte, es gebe schlicht keine ausreichenden Belege für eine Destillation von Fable 5.

Die juristische Dimension des Vorwurfs hält Kevin Xu, Gründer von Interconnected Capital, für nicht tragfähig: Weder die Ausgabe eines KI-Modells noch dessen Gedankenkette seien urheberrechtlich geschützt. "Den Vorwurf der Destillation als Diebstahl geistigen Eigentums zu bezeichnen, ist kein ernsthaftes juristisches Argument – es ist ein politischer Standpunkt im juristischen Gewand", sagte Xu. Paul Triolo von DGA-Albright Stonebridge Group bezeichnete Bessents Sanktionsdrohung als "etwas unbesonnen", die Rechtfertigung dafür bleibe "ziemlich unklar".

Chinas Open-Source als geopolitisches Angebot

Während Washington Spionage wittert, betreibt Peking geopolitische Markenpflege. Xi Jinping nutzte die World Artificial Intelligence Conference (WAIC), um eine neue internationale Organisation zu gründen: die World Artificial Intelligence Cooperation Organisation [3], die in Shanghai angesiedelt sein wird. Dreißig Länder haben sich bereits angeschlossen.

Das strategische Kalkül dahinter ist transparent: Chinas Open-Weight-Modelle – von DeepSeek R1 über GLM 5.2 bis zu Kimi K3 – können von jedem mit ausreichend Rechenkapazität heruntergeladen und angepasst werden. Wer ein solches Modell auf eigenen Servern betreibt, ist vollständig von chinesischem Zugriff auf seine Daten abgeschirmt.

Airbnb-Chef Brian Chesky hatte diesen Punkt kürzlich verteidigt, als er nach der Wahl des Alibaba-Modells Qwen unter Druck geriet: "Wir übermitteln keine Daten an chinesische Unternehmen. Sie haben keinen Zugang zu irgendwelchen Daten. So funktioniert das nicht."

OpenAI warnt vor "KI Kommunismus"

Dean Ball, Leiter für strategische Zukunftsfragen bei OpenAI, sieht darin dennoch eine Gefahr und warnte [4] vor einem möglichen "KI-Kommunismus" – einem Szenario, in dem KI vom Marktprodukt zur staatlich bereitgestellten digitalen Infrastruktur wird.

David Sacks, Tech-Investor und KI-Berater des Weißen Hauses, deutete diese Warnung als Versuch der Marktabschottung: Die führenden Anbieter geschlossener Modelle – OpenAI und Anthropic – bildeten bei den KI-Modellumsätzen bereits ein Duopol und versuchten nun, mithilfe der Regierung ihre Open-Source-Konkurrenz auszuschalten.

Ryan Fedasiuk vom American Enterprise Institute brachte die geopolitische Dimension auf den Punkt: Der Wettlauf um KI-Infrastruktur und globale KI-Standards sei "ein Wettbewerb zwischen den USA und China darum, die Betriebssysteme zu bauen, über die Menschen leben, arbeiten und gehorchen."

Das Dilemma von US Big Tech

Während sich das Weiße Haus auf Spionagevorwürfe konzentriert, haben 25 überwiegend amerikanische Technologieunternehmen am 24. Juli einen offenen Brief [5] veröffentlicht. Unterzeichner sind unter anderem Microsoft, Nvidia, Meta, IBM, Dell, Hugging Face, Mistral sowie die Investoren Andreessen Horowitz und Y Combinator. Auffällig abwesend: Anthropic und OpenAI.

Der Brief argumentiert, dass die USA ihre führende Stellung in der KI nur durch ein offenes Ökosystem verteidigen könnten – nicht durch den Schutz einzelner Spitzenmodelle.

Open-Weight-Modelle, also KI-Modelle, die jeder herunterladen, prüfen, anpassen und auf eigener Infrastruktur betreiben kann, machten fortgeschrittene KI für Startups, Universitäten, Krankenhäuser, Schulen und Industriebetriebe zugänglich, ohne dass diese ein Modell von Grund auf trainieren oder hohe Preise zahlen müssten. Zudem könnten Sicherheitslücken durch eine breite Forschungsgemeinschaft leichter gefunden und behoben werden.

Explizit wenden sich die Unterzeichner gegen die Gleichsetzung legitimer Entwicklungsmethoden mit Missbrauch: Destillation – die Nutzung der Ausgaben eines Modells zum Training eines anderen – sei eine weit verbreitete Technik und Teil einer langen Tradition des Lernens aus bestehenden Technologien. Problematisch seien hingegen "rechtswidrige Versuche, Wert aus geschlossenen Modellen zu extrahieren" – diese sollten durch gezielte rechtliche und kommerzielle Rahmenbedingungen adressiert werden, nicht durch pauschale Verbote.

179 US-Firmen, darunter der renommierte Startup-Inkubator Y Combinator, hatten in einem separaten Brief [6] an Kratsios und Handelsminister Howard Lutnick gewarnt, dass die Verweigerung des Zugangs zu chinesischen Open-Weight-Modellen für amerikanische Startups "den Wettbewerb hemmen, etablierte Anbieter begünstigen und wie eine Steuer auf Intelligenz wirken würde" – während ausländische Konkurrenten weiterhin Zugang zum gesamten globalen Markt hätten.

Technologieanalyst Ben Thompson hält die wirtschaftlichen Sorgen vor chinesischen Open-Weight-Modellen für überzogen. Das eigentliche Problem sei, dass amerikanische Entwickler mangels konkurrenzfähiger heimischer Alternativen zunehmend auf chinesische Modelle angewiesen seien. Statt offene Modellentwicklung einzuschränken, sollten die USA die heimische Open-Weight-Entwicklung stärken.

Protektionismus als Beschleuniger

Die bisherige Geschichte der US-Exportkontrollen liefert wenig Belege dafür, dass technologischer Protektionismus das gewünschte Ergebnis bringt.

Washington hat China den Zugang zu taiwanesischen Hochleistungschips und den Lithografiemaschinen des niederländischen Herstellers ASML verwehrt [7]. Die Reaktion Pekings war nicht Kapitulation, sondern beschleunigte Eigenentwicklung [8]. Die chinesischen Halbleiterexporte verdoppelten sich im Juni im Jahresvergleich. Mehr als die Hälfte des chinesischen Wirtschaftswachstums im vergangenen Quartal stammte aus Elektronikfertigung, Technologie und Telekommunikation.

Rund zwei Billionen chinesische Yuan – umgerechnet etwa 260 Milliarden Euro – an staatlich gelenkten Investitionen sollen in den nächsten drei bis vier Jahren in den KI-Sektor fließen. Ciel Qi vom Beratungsunternehmen Rhodium Group fasste die chinesische Strategie zusammen: "China setzt auf diese neue Technologie, um eine neue Runde wirtschaftlichen Wachstums anzustoßen."

Die Frage, die Washington beantworten muss, ist nicht, ob Kimi K3 durch Destillation entstanden ist. Die eigentliche Frage ist, ob Spionagevorwürfe und Sanktionsdrohungen ein Substitut für das sein können, was fehlt: eine wettbewerbsfähige, offene US-amerikanische KI-Infrastruktur, die nicht nur den Interessen weniger Großkonzerne dient.


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https://www.heise.de/-11379988

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tp/article/Kimi-K3-Chinas-neues-KI-Schwergewicht-sorgt-fuer-Aufsehen-und-volle-Server-11371967.html
  2. https://www.scmp.com/tech/tech-war/article/3361625/global-ai-experts-push-back-us-distillation-claims-against-moonshots-kimi-k3-model
  3. https://www.globaltimes.cn/page/202607/1366141.shtml
  4. https://www.telegraph.co.uk/business/2026/07/25/xis-ai-communism-sparks-new-era-for-made-in-china/
  5. https://www.microsoft.com/en-us/corporate-responsibility/topics/open-weight/
  6. https://www.politico.com/news/2026/07/22/startup-founders-urge-trump-not-to-shut-off-chinese-open-weight-ai-01008992
  7. https://www.heise.de/tp/article/ASML-unter-Druck-US-Gesetz-will-DUV-Export-nach-China-stoppen-11254574.html
  8. https://www.heise.de/tp/article/Chinas-Aufholjagd-bei-der-Chipfertigung-Steigender-Druck-fuehrt-zu-28-Nanometer-9957920.html

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Das neue MCP-Protokoll entlastet Server, belastet aber die Clients

Von Heise — 28. Juli 2026 um 14:45
Aufmacher Server und Person an einem Client

(Bild: Wolf Hosbach/iX/KI)

Die neue Version von MCP bringt Breaking Changes: Server müssen sich nicht mehr um Sitzungen kümmern – diese Arbeit fällt nun auf die Clients.

LF Projects stellt das Model Context Protocol (MCP) auf eine komplett zustandslose Kommunikation um. Mit der neuen Version, die heute erscheinen soll, entfallen Sessions und Handshakes zur Initialisierung. Auf diese Weise lassen sich Server wie herkömmliche HTTP-Dienste betreiben.

Durch den Wegfall des initialize-Handshakes und der zurückgegebenen Mcp-Session-Id lassen sich Anfragen nun unabhängig von dedizierten Serverinstanzen behandeln, um beispielsweise die Last einfacher durch ein Round-Robin-Verfahren auf mehrere zu verteilen. Der Kommunikations-Overhead, wie die Protokollversion oder die Fähigkeiten des Clients, muss nun bei jeder Anfrage in einem _meta-Feld übertragen werden, während Clients die Server-Fähigkeiten bei Bedarf jederzeit über die neue Methode server/discover abfragen können.

Vorher-Nachher-Schema
Vorher-Nachher-Schema

Im neuen Verfahren muss der Server keine Sessions mehr verwalten.

(Bild: LF Projects/MCP)

Derzeit sieht der Handshake wie folgt aus:

POST /mcp HTTP/1.1
Content-Type: application/json

{"jsonrpc":"2.0","id":1,"method":"initialize",
 "params":{"protocolVersion":"2025-11-25","capabilities":{},
           "clientInfo":{"name":"my-app","version":"1.0"}}}

Der Server antwortet mit einer Session-ID:

POST /mcp HTTP/1.1
Mcp-Session-Id: 1868a90c-3a3f-4f5b
Content-Type: application/json

{"jsonrpc":"2.0","id":2,"method":"tools/call",
 "params":{"name":"search","arguments":{"q":"otters"}}}

Im neuen Verfahren gibt es keine ID mehr und ein einfacher Aufruf genügt:

POST /mcp HTTP/1.1
MCP-Protocol-Version: 2026-07-28
Mcp-Method: tools/call
Mcp-Name: search
Content-Type: application/json

{"jsonrpc":"2.0","id":1,"method":"tools/call",
 "params":{"name":"search","arguments":{"q":"otters"},
           "_meta":{"io.modelcontextprotocol/clientInfo":{"name":"my-app","version":"1.0"}}}}

Das neue Verfahren [1] hat zur Folge, dass Clients unterbrochene Sitzungen komplett neu starten müssen. Die bisherigen Funktionen Roots, Sampling und Logging sind zudem als veraltet eingestuft und entfallen in einem Jahr. Für Input- und Output-Schemata von Tools dient jetzt der komplette Standard JSON Schema 2020-12 und erlaubt Bedingungen wie oneOf, anyOf oder allOf. Der Fehlercode für nicht gefundene Ressourcen ändert sich in JSON-RPC -32602.

Eine weitere Neuerung beschreibt HTML-Schnittstellen, die auf dem Host in einer Sandbox laufen. Der Host kann sich Schnittstellen im Vorfeld vor Anfragen holen und prüfen. Neu ist zudem ein Namespace-Identifier für Extensions: io.modelcontextprotocol.

Mehr Aufwand für die Clients

Entwicklerinnen und Entwickler müssen einiges umstellen. Der Blog-Eintrag [2] betont: „Dieses Release enthält Breaking Changes. Wir haben nicht vor, dass das die Norm wird.“ Für Anbieter von Ressourcen vereinfacht das neue Protokoll den Aufwand: Sie müssen keine Sitzungen mehr verwalten und können die Last über Server verteilen sowie skalieren. Updates erfordern kein Löschen mehr von bestehenden Sessions. Clients müssen nun hingegen die Sitzungen selbst abbilden und in nachfolgenden Anfragen jeweils mitgeben.

Durch den Wegfall des Samplings wird der LLM-Anbieter selbst zur API-Schnittstelle und kann diese auch bepreisen. Das Logging muss jetzt beispielsweise über stderr oder OpenTelemetry geschehen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11380312

Links in diesem Artikel:

  1. https://blog.modelcontextprotocol.io/posts/2026-07-28-release-candidate/
  2. https://blog.modelcontextprotocol.io/posts/2026-07-28-release-candidate/
  3. mailto:who@ix.de

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Software Testing: Warum andere Disziplinen bessere Software bauen

Von Heise — 28. Juli 2026 um 10:11
Software Testing: Warum andere Disziplinen bessere Software bauen

(Bild: Richard Seidl)

Blinde Flecken in der Softwareentwicklung durch homogene Teams: Dagegen hilft Interdisziplinarität, wie Prof. Claudia Nass Bauer im Gespräch erläutert.

Wer gestaltet eigentlich die Software, die unseren Alltag durchdringt, und wessen Werte fließen dabei ein? Richard Seidl und Prof. Claudia Nass Bauer sprechen darüber, warum homogene Teams blinde Flecken produzieren, die keine böse Absicht sind, sondern einfach das natürliche Ergebnis, wenn immer dieselben Perspektiven am Tisch sitzen. Diversität in der Softwareentwicklung bedeutet, dass Teams Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen, etwa Design, Psychologie oder Soziologie, einbeziehen – nicht nur Informatiker. Denn interdisziplinäre Teams treffen bessere Entscheidungen, weil sie blinde Flecken einzelner Perspektiven ausgleichen.

Im Gespräch geht es um unbewusste Denkmuster, um Kommunikationssysteme, die in männerdominierten Gruppen entstehen, und darum, wie agile Methoden mit kleinen Teams diesen Mustern entgegenwirken können. Claudia Nass Bauer stellt außerdem ein Forschungsprojekt vor, das Studentinnen aus Design, Psychologie und Sozialwissenschaften gezielt an Softwareentwicklung heranführt, weil viele von ihnen schlicht nicht wissen, dass sie dort einen echten Beitrag leisten könnten.

„Wenn nur eine Perspektive abgebildet ist, dann wird diese Perspektive ausgedrückt. Das sind die Produkte, die wir bauen.“ – Claudia Nass Bauer

Claudia Nass Bauer [2] ist Professorin für Design-Strategie an der Hochschule Mainz. Seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn arbeitet sie in interdisziplinären Teams an digitalen Lösungen und setzt sich engagiert dafür ein, Design und Software-Engineering in Forschung und Lehre zu verknüpfen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der strategischen Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen sowie auf Design- und Innovationsprozessen. Aktuell leitet sie an der Hochschule Mainz das Forschungsprojekt WiSE [3] (Activating Women in Software Engineering). Bereits seit 2006 ist sie zudem am Fraunhofer IESE tätig. Dort konzentriert sie sich auf die Entwicklung, Erprobung und Anwendung nutzerzentrierter UX-Methoden, insbesondere im Rahmen von Forschungs- und Beratungsprojekten für eine Vielzahl von Industriekunden aus unterschiedlichsten Domänen.

Softwarequalität im Gespräch

Dieses Format fokussiert sich auf Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste betrachten die Dinge, welche die Qualität in der Softwareentwicklung steigern.

Die aktuelle Episode ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar [4].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11379718

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  2. https://www.linkedin.com/in/claudia-nass/
  3. https://de.linkedin.com/company/projektwise
  4. https://www.richard-seidl.com/de/podcast/diversitaet-softwareentwicklung-teams
  5. mailto:mai@ix.de

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VATM: Branchenverband fordert staatliche Förderprogramme für Glasfaser

Von Achim Sawall — 28. Juli 2026 um 19:26
Ein großer Telco-Branchenverband will für Glasfaser dieselbe Förderung wie Solarenergie, Wärmepumpen und E-Mobilität erhalten.
Geschäftsführer der Westconnect (v. l.): Robin Weiand, Matthias Krause, Carsten Lagemann (Bild: Westconnect)
Geschäftsführer der Westconnect (v. l.): Robin Weiand, Matthias Krause, Carsten Lagemann Bild: Westconnect

Volkswirtschaftlich sei es sinnvoller, vorhandene Glasfasernetze auszulasten, als ein überholtes Kupfernetz weiter zu betreiben. Das hat VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer am 28. Juli 2026 erklärt. In Wirtschaftszweigen wie Solarenergie, bei Wärmepumpen und E-Mobilität, rege der Staat die Nachfrage durch staatliche Förderprogramme an. Dies müsse "beim Glasfaserausbau ebenfalls neu überprüft werden". Tatsächlich hatten die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn und Westconnect bereits im März 2023 eine Absichtsklärung und eine Ausbauvereinbarung über eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau abgeschlossen.

Anfang dieser Woche sicherte sich Westconnect weitere 1,2 Milliarden Euro Kapital für den Glasfaserausbau. "Das zeigt: Die Finanzmärkte vertrauen auf den deutschen Glasfaserausbau", meinte Ufer. Damit dieses Vertrauen erhalten bleibe, brauche es verlässliche politische und regulatorische Rahmenbedingungen sowie eine deutlich höhere Take-up-Rate.

FTTH: Wirtschaftliche Probleme und Überbau der Telekom sind real

Tatsächlich haben Glasfasernetzbetreiber wie DNS:Net Probleme, neue Finanzierungen zu erhalten. Zudem kündigten mehrere größere alternative Netzbetreiber wie UGG (Unsere Grüne Glasfaser) von Telefónica Group und Allianz, sowie Deutsche Glasfaser zuletzt an, kaum noch neue Ausbaugebiete anzugehen. Der Druck durch den Überbau der Telekom, geringe Kaufkraft, Rückzug vieler Investoren und steigende Baukosten durch eine Schattenwirtschaft ist erheblich.

Die Unternehmen müssten ihre Strategie überprüfen, solange noch Handlungsspielraum bestehe, ergab eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC), die am 23. Juli 2026 vorgelegt wurde. "Unternehmen mit ausreichender Marktposition sollten bestehende Netze durch gezielte Kundenaktivierung und marktorientierte Preise auslasten. Wer die nötige Größe allein nicht erreicht, kann über Open Access kooperieren oder sich mit kleineren Netzen zusammenschließen. Und wenn beides nicht trägt, sollte über einen proaktiven Verkauf nachgedacht werden, bevor aus einer schwierigen Situation eine aussichtslose wird", sagte Michael Driemeyer, Director bei PwC.

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Anzeige: Erste Erweiterung der Mini-Blaustein von Bluebrixx im Handel gelandet

Von Benjamin Gründken — 28. Juli 2026 um 18:57

Unser Deal-Qualitätsversprechen: Gute, ehrliche und unabhängig recherchierte Angebote. Mehr Infos

Bluebrixx hat vor wenigen Tagen die erste Erweiterung der Burg Blaustein aus Mini-Blocks veröffentlicht.
Burg Blaustein soll in Mini-Blocks das gleiche Bauerlebnis bieten. (Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Bluebrixx; Montage: Golem)
Burg Blaustein soll in Mini-Blocks das gleiche Bauerlebnis bieten. Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Bluebrixx; Montage: Golem

Lego-Rivale Bluebrixx hat sich mit Lizenzen und Mittelaltersets hierzulande einen Namen gemacht. Schon die Grundburg der Blaustein fällt umfangreicher aus als der Großteil der Lego-Sets. Über die Jahre kamen viele Erweiterungen dazu. Längst schicken die Flörsheimer über 30.000 Klemmbausteine ins Rennen.

Das Problem: Nicht erst in der maximalen Ausbaustufe fällt Burg Blaustein umfangreich aus. Es braucht enorm viel Platz, um sie auszustellen. Daher veröffentlichte das Unternehmen schon im vergangenen Jahr eine Version aus Mini-Blocks. Diese Steine sind etwa ein Viertel kleiner als Lego-kompatible Klemmbausteine. Größere Sets werden dadurch vitrinentauglich.

Was zeichnet die Mini-Blocks-Version aus?

Es gibt leider nicht alle Steine beim Lieferanten der Noppensteine, Loz, im Mini-Blocks-Format. Daher gibt es mehrere Kompromisse. Große Felselemente werden etwa aus mehreren kleineren Steinen zusammengesetzt. Im Großen und Ganzen sind beide Sets deckungsgleich.

Die Grundburg erschien bereits vor einem Jahr und war in den letzten Wochen schwer zu bekommen. Auch sie musste neu aufgelegt werden, da Lego gegen die Verwendung einzelner Steine geklagt hatte. Seit einigen Wochen ist sie in neuer Auflage zurück.

Bergfried seit Kurzem im Handel

Neu hinzu kam vor wenigen Tagen die erste Erweiterung. Der Bergfried aus Mini-Blocks setzt sich aus 1.825 Teilen zusammen. Um ihn anzubringen, müssen einzelne Elemente der Grundburg entfernt werden. Anschließend baut man den Turm, einen Übergang vom Wohnhaus in den Bergfried und ein zusätzliches Palisadenelement. Einer der beiden Bäume wandert nach vorn, der andere auf eine Round Plate.

Zum Lieferumfang gehören überdies fünf Mini-Figuren. Zwei davon tragen einen Bogen.

Der Bergfried ist ab sofort für 49,49 Euro im Shop der Flörsheimer zu haben. Es ergibt sich ein Teilepreis von rund 2,74 Cent. Hinzu kommen bis zu einem Warenwert von 199 Euro noch 5,95 Euro Versandkosten. Spannend ist aktuell der Blick auf Amazon, wo Bluebrixx den Bergfried für 54,95 Euro mit Gratisversand eingestellt hat.

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Bis zum 31. Juli oder solange der Vorrat reicht, lässt sich auf der Produktseite zudem noch ein 5-Prozent-Coupon abhaken. Käufer zahlen so nur 52,20 Euro.

BlueBrixx Blaustein Bergfried Erweiterung, 1825 Klemmbausteine mini Blocks

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Die Grundburg aus Mini-Blocks schlägt bei Bluebrixx mit 119,95 Euro zu Buche. Das macht einen Teilepreis von knapp 2,1 Cent. Enthalten sind 5.747 Komponenten, darunter fünf Mini-Figuren. Bei Amazon sind es 129,95 Euro mit Gratisversand, wobei der Kurs mit Coupon auf Euro 123,45 Euro sinkt

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SES und Eutelsat: Europäische Satellitenbetreiber bekommen Milliarden von der FCC

Von Achim Sawall — 28. Juli 2026 um 18:38
Die europäischen Satellitenbetreiber SES und Eutelsat benötigen das C-Band nicht mehr. Die FCC zahlt viel Geld, wenn die Frequenzen freigegeben werden.
Bodenstationen von Eutelsat (Bild: Eutelsat)
Bodenstationen von Eutelsat Bild: Eutelsat

Die europäischen Satellitenbetreiber SES und Eutelsat erhalten rund 6,1 Milliarden US-Dollar Anreizzahlungen von der Bundeskommunikationskommission FCC, wenn sie Satellitenfrequenzen für US-Mobilfunkbetreiber freigeben. Das gaben SES und Eutelsat am 27. Juli 2026 bekannt.

Insgesamt werden 6,3 Milliarden US-Dollar an drei Satellitenbetreiber gezahlt, wobei SES 89 Prozent, Eutelsat 8 Prozent und das kanadische Unternehmen Telesat 3 Prozent erhalten sollen.

Die US-Regulierungsbehörde FCC beabsichtigt, Mobilfunkbetreibern ein Frequenzspektrum von 160 Megahertz im oberen C-Band bei 3,98 GHz bis 4,20 GHz von insgesamt 220 MHz zur Verfügung zu stellen. Eine Frequenzauktion der FCC für das Spektrum soll am 27. April 2027 beginnen.

Gestaffelte Zahlung

Um Anreizzahlungen in Höhe von 4,9 Milliarden US-Dollar zu erhalten, müssen die Satellitennetzbetreiber wesentliche Frequenzumstellungen bis Dezember 2030 abschließen; eine zusätzliche Zahlung von 1,4 Milliarden US-Dollar ist an eine weitere Frist im Juni 2031 geknüpft. Zudem werden ihnen Umstellungskosten erstattet, die von der FCC auf 4 bis 5 Milliarden US-Dollar geschätzt werden.

"Die breitbandige Satellitenkommunikation verlagert sich schon seit Jahren zunehmend ins Ku- und Ka-Band und teils noch höhere Frequenzbänder, während am Boden durch die steigende Mobilfunknutzung der Bedarf an Frequenzspektrum kontinuierlich wächst. Die Satellitenbranche benötigt das C-Band grundsätzlich auch gar nicht mehr", sagte der Satellitenexperte Christian von der Ropp Golem am 28. Juli 2026 auf Anfrage.

"Vielmehr gilt das C-Band in der Satellitenkommunikation heute als ungünstig, weil es aus physikalischen Gründen große Parabolspiegel mit üblicherweise 2,4 Meter Durchmesser erfordert. Ein User Terminal in der Größe eines Pizzakartons wie bei Starlink wäre im C-Band gar nicht möglich", erklärte er weiter.

Daher liegt es laut von der Ropp ganz im Sinne der effizienten Frequenznutzung, wenn das C-Band an den terrestrischen Mobilfunk umgewidmet wird und die terrestrischen Zuteilungsnehmer die Kosten der Migration von Satellitenteilnehmern vom C- auf das Ku- oder Ka-Band tragen, direkt oder indirekt.

In den USA werden bereits Teile des C-Bands umgewidmet. Die Zahlungen der FCC seien "nur die Fortsetzung eines bereits begonnenen Prozesses", sagte von der Ropp.

SES ist einer der weltweit größten kommerziellen Satellitenbetreiber mit Hauptsitz in Betzdorf, Luxemburg. SES betreibt unter anderem die Astra-Satelliten auf der Position 19,2° Ost, über die der Direktempfang von Satelliten-TV in Europa läuft, sowie GEO- und MEO-Satellitenkonstellationen wie O3b Mpower für Datenverbindungen, Mobilfunk und Regierungsdienste. SES führt gemeinsam mit Eutelsat und Hispasat das Konsortium Spacerise an, das für die Europäische Union die Iris²-Konstellation im LEO-Bereich aufbaut.

Eutelsat ist weltweit der erste Multi-Orbit-Betreiber mit eigener GEO- und LEO-Flotte. Im September 2023 schloss das Unternehmen die Komplettübernahme des britischen LEO-Pioniers Oneweb ab. Eutelsat besitzt Hunderte GEO-Satelliten und das Oneweb-LEO-Netz. Unternehmenskunden werden Kombipakete angeboten: hohe Durchsatzmengen über GEO, kombiniert mit niedrigen Latenzen über LEO für Videokonferenzen oder Echtzeitanwendungen. 

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Neobank Revolut: Angeblich 75 Millionen Datensätze im Untergrund angeboten

Von Heise — 28. Juli 2026 um 09:05
Revolut-Schriftzug vor Matrix-Regen-Hintergrund

(Bild: heise medien)

Ein Krimineller bietet im digitalen Untergrund eine Datenbank mit 75 Millionen Einträgen an, die von der Neobank Revolut stammen sollen.

Die Menge klingt zunächst gewaltig: 75 Millionen Einträge soll eine Datenbank umfassen, die ein Cyberkrimineller im digitalen Untergrund derzeit anbietet. Angeblich stammen die Daten von der Neobank Revolut. Allerdings gibt es Hinweise, dass es sich um kein akutes neues Datenleck [1] handelt.

Auf X hat „Intel and Breaches“ [2] von dem Darknet-Angebot berichtet. Angeblich sollen die Daten mehr als 75 Millionen Nutzer betreffen. Die Einträge umfassen demnach Zahlungskarteninformationen wie Kartenschema, Status, Erstellung und weitere Metadaten. Dazu gehören zudem mehrere CSV-Datensätze mit nutzerbezogenen Informationen wie E-Mail-Adressen, Namen und Telefonnummern. Der Datensatz steht für 500 US-Dollar zum Verkauf, was ein niedriger Preis für solch einen aktuellen Datensatz wäre. Der Täter stellt einen Auszug von 100 Einträgen als Sample bereit. Der Account „Dark Web Intelligence“ weist auf X [3] zudem darauf hin, dass in dem öffentlichen Post keine konkrete Datensatzanzahl, keine technischen Details oder Angriffsvektoren stehen.

Auf Anfrage von heise online antwortete ein Sprecher von Revolut Deutschland: „Wir haben die in den Beispieldaten des ursprünglichen Beitrags enthaltenen Nutzer- und Kartenidentifikatoren mit unseren Systemen abgeglichen. Keiner davon entspricht einem gültigen oder echten Revolut-Identifikator.“ Die Überprüfung der weitergehenden Behauptungen sei noch im Gange, bislang habe die Neobank jedoch keine Hinweise auf eine Sicherheitsverletzung gefunden. Der Sprecher weist zudem auf externe Analysen hin, denen zufolge es sich „bei dem Datensatz wahrscheinlich eher um eine Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Quellen handelt“ und nicht etwa um einen neuen Datenschutzvorfall. Auch dort habe die angegebene Zahl an Datensätzen nicht verifiziert werden können.

Revolut-Kunden sollten aufmerksam bleiben

Auch wenn es sich um eine Zusammenstellung von Daten aus anderen Quellen und älteren Datenlecks handelt, sollten Revolut-Nutzerinnen und -Nutzer wachsam bleiben. Die Informationen lassen sich wahrscheinlich mit weiteren Daten verknüpfen und dann etwa für gezieltes und gut getarntes Phishing missbrauchen.

Am Montag wurde bekannt, dass eine noch unbekannte Cybergang mit dem Namen „ExfilSquad“ behauptet, bei Microsoft [4] sensible Daten entwendet zu haben. Auch hier gibt es Zweifel an der Echtheit.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11379742

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/thema/Datenleck
  2. https://x.com/IBreaches/status/2081041628421345387
  3. https://x.com/DailyDarkWeb/status/2081058049263870058
  4. https://www.heise.de/news/Junge-Cyberbande-behauptet-Datenklau-bei-Microsoft-11378430.html
  5. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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Angriffe auf FortiOS und Arista VeloCloud beobachtet

Von Heise — 28. Juli 2026 um 07:48
Nullen und Einsen, darunter versteckt sich die Zeichenkette EXPLOIT

(Bild: heise online / dmk)

Die IT-Sicherheitsbehörde CISA meldet Angriffe auf Sicherheitslücken in Fortinet FortiOS sowie Arista VeloCloud.

In Fortinets FortiOS und Aristas VeloCloud Orchestrator On-Prem klaffen teils höchst kritische Sicherheitslücken, die bösartige Akteure derzeit angreifen. Die FortiOS-Lücke hat bereits einige Monate auf dem Buckel, Arista-Admins können seit dem Montag dieser Woche mit einem Update die Lücke schließen.

Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA warnt vor den Attacken [1] und nennt lediglich die Schwachstellennummern, die im Visier der Angreifer stehen. Die Sicherheitslücke in FortiOS findet sich im SSL-VPN und ermöglicht das unbefugte Auslesen vertraulicher Informationen mit manipulierten HTTP-Anfragen – ohne vorherige Authentifizierung (CVE-2025-68686 [2], CVSS 5.3, Risiko „mittel“). Betroffen sind die FortiOS-Zweige 6.4, 7.0, 7.2, 7.4 und 7.6. Fortinet korrigiert das lediglich mit den Versionen 7.6.2 sowie 7.4.7 und neueren. Wer ältere Versionszweige einsetzt, muss auf diese migrieren. Laut Fortinet lässt sich die Schwachstelle allerdings nur dann missbrauchen, wenn ein Angreifer das Gerät zuvor über eine andere Lücke auf Dateisystemebene kompromittiert hat. Die Sicherheitsmeldung von Fortinet hat noch keinen Hinweis auf die aktuell beobachteten Exploits (Known Exploited gibt das Unternehmen mit „No“ an).

Kritische Arista-Lücke

In einer Sicherheitsmitteilung vom Montag warnt Arista [3] vor einer gravierenden Schwachstelle in VeloCloud Orchestrator (VCO) On-Prem. Angreifer aus dem Netz können auf interne Funktionen zugreifen und Einfluss auf den VCO-Host nehmen, für die höhere Rechte nötig sind (CVE-2026-16812 [4], CVSS 10.0, Risiko „kritisch“). Diese Funktionen sollten eigentlich nicht extern zugreifbar sein, erklärt Arista. Gehostete und verwaltete Versionen hat der Hersteller bereits mit Patch versehen, IT-Verantwortliche mit On-Premises-Installationen müssen jedoch rasch selbst aktiv werden. Die fehlerbereinigten VeloCloud-Orchestrator-Versionen lauten 5.2.3.14, 6.1.3.4, 6.4.2.4 und 7.0.0.1.

Die Autoren der Arista-Meldung weisen darauf hin, dass VCO standardmäßig im Netz erreichbar ist. Es gibt keine Konfiguration, die das unterbinden könnte. Angreifer benötigen jedoch Zugriff auf das VCO-Webinterface, weitere Zugangsdaten sind nicht nötig. Einige Hinweise für erfolgreiche Angriffe listet die Warnung auch auf und räumt ein, dass die Sicherheitsmitteilung auf aktiven Missbrauch der Schwachstelle und der darauffolgenden externen Erkennung erfolgte.

Fortinet-Admins konnten die Lücke bereits seit Februar abdichten. Das sollten sie gegebenenfalls spätestens jetzt nachholen. Außerdem sollten IT-Verantwortliche davon ausgehen, dass ihre Geräte kompromittiert wurden und entsprechende Untersuchungen einleiten, wenn sie die Updates erst jetzt einspielen können. Das ist insbesondere für die Arista-Schwachstelle empfehlenswert, da die Patches erst nach dem entdeckten Missbrauch erschienen sind.

Mitte Juni wurde bekannt, dass 74.000 Fortinet-Appliances auf mehreren Wegen [5] geknackt wurden. Das Phänomen hat den Codenamen „FortiBleed“ erhalten.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11379680

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.cisa.gov/news-events/alerts/2026/07/27/cisa-adds-two-known-exploited-vulnerabilities-catalog
  2. https://fortiguard.fortinet.com/psirt/FG-IR-25-934
  3. https://www.arista.com/en/support/advisories-notices/security-advisory/24364-security-advisory-0144
  4. https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-16812
  5. https://www.heise.de/news/Massiver-Angriff-auf-Fortinet-Firewalls-74-000-Geraete-von-FortiBleed-betroffen-11336220.html
  6. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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heise+ | KI-Wasserzeichen für Bilder: Was sie verraten und wie robust sie sind

Von Heise — 28. Juli 2026 um 07:00

KI-generierte Wasserzeichen wie Googles SynthID sind robust, aber nicht unangreifbar. Wir erklären, wie sie funktionieren und wie sie sich manipulieren lassen.

KI-generierte Bilder fluten das Internet und soziale Medien. Viele sind harmlos, zu viele aber wirken manipulativ, verzerren Geschichte und Gegenwart und lassen Fakten letztlich als etwas Dehnbares, Interpretierbares erscheinen. Die Qualität der Fakes wird immer besser, sodass der Mensch sie mit bloßem Auge kaum mehr von authentischen Abbildungen unterscheiden kann. Nun sollen verschiedene, teils raffinierte technische Verfahren dokumentieren, wo ein Bild herkommt und wie es verarbeitet wurde: unsichtbare, KI-generierte Wasserzeichen sowie eine Art digitale Signatur, die die Änderungshistorie dokumentiert.

Früher traten digitale Wasserzeichen für Bilder entweder als großflächige Stempel in Erscheinung und zerstörten die Ästhetik des Motivs; oder sie waren unsichtbar und ließen sich ihrerseits leicht zerstören. Angreifer brauchten nicht mal Photoshop-Profis zu sein, denn die versteckten Signale überlebten selbst die simpelsten Filter wie Entrauschen, Zuschneiden oder JPEG-Komprimierung nicht. Endgültig überlebt hatten sich die klassischen Methoden, als maschinell trainierte Bildgeneratoren wie Stable Diffusion und Dall-E auf die Bühne traten. Ein guter Prompt genügt, schon fällt ein von allen störenden Markern und Stempeln befreites Foto heraus, selbstverständlich in Druckqualität. Raffiniertere Methoden mussten her.

Um herauszufinden, wie sich ein unsichtbares Wasserzeichen möglichst engmaschig mit dem Inhalt eines Bildes verweben lässt, schärften Forscher und Unternehmen ebenfalls ihre KI-Werkzeuge. Heraus kamen unter anderem sogenannte „semantische Wasserzeichen“, die KI-Generatoren schon sehr früh im Entstehungsprozess einer Szene einpflanzen und mitgedeihen lassen. Dazu gesellen sich kryptografisch abgesicherte Zertifikate (Content Credentials), die ein Bild von der Herstellung über seinen Werdegang hinweg begleiten und diesen protokollieren sollen. Für Werke unklarer Herkunft muss man sich mit KI-Detektoren behelfen, die nach verräterischen Mustern und Inkonsistenzen im Motiv fahnden – etwa hinsichtlich der Ausleuchtung, Geometrie oder Anatomie von Objekten. All diese Methoden haben ihre Vor- und Nachteile, jede ist auf die ein oder andere Art angreifbar. Wir beleuchten den Stand der Technik.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11340639

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/hintergrund/KI-Erkennung-Detektor-Pangram-im-Test-11367732.html
  2. https://www.heise.de/ratgeber/KI-Musikflut-Warum-die-EU-Kennzeichnung-ins-Leere-laeuft-11340651.html
  3. https://www.heise.de/ratgeber/KI-Wasserzeichen-fuer-Bilder-Was-sie-verraten-und-wie-robust-sie-sind-11340639.html
  4. https://www.heise.de/hintergrund/KI-Plattform-Primary-bewertet-die-Arbeit-von-Journalisten-11333075.html
  5. https://www.heise.de/hintergrund/OpenAI-Produktleiterin-Adele-Li-Haltet-die-Prompts-einfach-11338452.html
  6. https://www.heise.de/hintergrund/Effiziente-KI-Wie-neue-Modelle-die-Token-Kosten-und-RAM-Preise-senken-koennten-11098273.html
  7. https://www.heise.de/hintergrund/Faire-KI-in-der-Hautmedizin-Wenn-der-Rechner-Krebs-erfindet-11327176.html

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Störungsmeldung vom 28.07.2026 06:01

Von heise online — 28. Juli 2026 um 06:01

Neue Störungsmeldung für Provider Deutsche Glasfaser

Details

Beginn
28.07.2026 06:01
Region
Ehningen (07034)
Provider
Deutsche Glasfaser
Zugangsart
FTTH

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Störungsmeldung vom 28.07.2026 05:10

Von heise online — 28. Juli 2026 um 05:10

Neue Störungsmeldung für Provider Deutsche Glasfaser

Details

Beginn
28.07.2026 05:10
Region
Herrenberg (07032)
Provider
Deutsche Glasfaser
Zugangsart
FTTH

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iOS 26.6, macOS 26.6 und mehr: Apple stellt neue Betriebssysteme bereit

Von Heise — 27. Juli 2026 um 20:25
iOS 26 mit Liquid-Glass-Look

iOS 26 mit Liquid-Glass-Look.

(Bild: Apple)

Apple liefert weitere Varianten seiner 26er Betriebssysteme aus. Es gibt Bugfixes und sicherheitsrelevante Neuerungen. Zudem wird auf Siri AI vorbereitet.

Bevor iOS 27 [1] und Co im September erscheinen, liefert Apple Updates für seine aktuellen Betriebssysteme. Am Montagabend hat das Unternehmen iOS 26.6, macOS 26.6 (Tahoe), iPadOS 26.6, watchOS 26.6, visionOS 26.6 sowie tvOS 26.6 und eine neue HomePod-Software 26.6 zum Download bereitgestellt.

Fixes, Sicherheit, Spotlight-Index

Apple macht zu iOS 26.6 die Angabe, dass das Update Fehlerbehebungen, sicherheitsrelevante Verbesserungen sowie Vorbereitungsmaßnahmen für den verbesserten Spotlight-Suchindex in iOS 27 [2] bringe. Dieser werde „optimiert“, schreibt der Konzern. Das könnte unter anderem dabei helfen, Siri AI [3] schneller über das ganze Gerät hinweg nutzen zu können, wobei das KI-System in der EU zunächst nicht verfügbar sein [4] wird. Zu iPadOS 26.6 gibt Apple die gleichen Informationen wie zu iOS 26.6. macOS 26.6 kommt ebenfalls mit Fehlerbehebungen, noch ungenannten Sicherheitsfixes plus der Spotlight-Optimierung.

Zu watchOS 26.6 heiß tes, das Update enthalte nicht näher ausgeführte Fehlerbehebungen sowie Sicherheitsverbesserungen. Zu tvOS 26.6 fehlen wie üblich jegliche Angaben – auch hier dürften Bugfixes und Security-Optimierungen Hauptthema sein. visionOS 26.6 bringt ebenfalls Fehlerbehebungen und Sicherheitsfixes und liefert den optimierten Spotlight-Index für visionOS 27 [5]. Angaben zu den Neuerungen in der HomePod-Software 26.6 macht Apple nicht, hält dies aber ebenfalls meistens so.

iOS 27 ist im Anflug

Bislang nennt Apple noch keine Details zu den sicherheitsrelevanten Fehlerbehebungen [6] in den neuen Systemen. Diese dürften im Laufe der Nacht hinzukommen. Abzuwarten ist noch, ob auch mehrere ältere macOS-, iOS- und iPadOS-Versionen Updates erhalten, diese kämen dann rein mit Sicherheitsfixes. Apple liefert diese üblicherweise parallel zu seinen Hauptupdates mit.

Die 26.6-Releases dürften einige der letzten der Generation 26 sein, möglicherweise erreicht Apple aber auch noch Version 26.7 der Systeme, sollten Fehlerbehebungen kurzfristig notwendig werden. Derzeit läuft die offizielle Public-Beta-Phase für iOS 27, macOS 27 [7] und die anderen neuen Betriebssysteme. Die Finalversionen könnten Anfang bis Mitte September erscheinen, je nachdem, wann Apple sein allherbstliches iPhone-Event abhält [8].


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https://www.heise.de/-11379483

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/iOS-27-Mehr-Tempo-besserer-Schutz-neue-Siri-11321931.html
  2. https://www.heise.de/news/Neue-Spotlight-Datenbank-Apple-bereitet-altes-iOS-fuer-Siri-AI-vor-11373497.html
  3. https://www.heise.de/news/Siri-AI-Apple-verspricht-umfassenden-KI-Neustart-fuer-Apple-Intelligence-11322101.html
  4. https://www.heise.de/hintergrund/Siri-AI-Warum-EU-iPhones-leer-ausgehen-11348496.html
  5. https://www.heise.de/news/visionOS-27-Das-ist-neu-beim-Vision-Pro-Betriebssystem-11322549.html
  6. https://support.apple.com/en-us/100100
  7. https://www.heise.de/news/Neue-Betriebssysteme-als-Public-Beta-Unterstuetzte-Hardware-plus-Downgrade-Tipps-11364187.html
  8. https://www.heise.de/news/iPhone-18-Pro-und-18-Pro-Max-Das-erwarten-wir-11370906.html
  9. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  10. https://www.heise.de/mac-and-i
  11. mailto:bsc@heise.de

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Venezuelas IStGH-Austritt: Souveräne Entscheidung oder Befehl aus Washington?

Von Telepolis — 28. Juli 2026 um 06:00
Eine Frau vor Venezuela-Flagge hält ein Blatt Papier in eine Kamera

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez bekam für ihre Entscheidung Lob aus Washington

(Bild: Iliana Rosales/Commons)

Caracas begründet den Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof mit Souveränität. Doch die Entscheidung folgt dem Takt, den Marco Rubio vorgibt.

Am Freitag informierte [1] Venezuelas Außenminister Félix Plasencia UN-Generalsekretär António Guterres offiziell über den "unwiderruflichen" Rückzug seines Landes aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH).

Der Schritt war seit Dezember 2025 absehbar, als die venezolanische Nationalversammlung das Gesetz zur Ratifizierung des Römischen Statuts – der Gründungsakte des Gerichts – aufhob. Nun ist aus dem Parlamentsbeschluss diplomatische Realität geworden.

Die rhetorische Nebelkerze

Die offizielle Begründung aus Caracas klingt vertraut: Der IStGH leide an einer "geografischen Schlagseite", die sich unverhältnismäßig auf afrikanische und lateinamerikanische Länder konzentriere, zum Schaden des Globalen Südens. Das Gericht sei "instrumentalisiert" worden, um die Souveränität von Nationen zu untergraben und Ungleichheiten zwischen Völkern zu vertiefen, erklärte Plasencia in einem Beitrag auf X.

Interimspräsidentin Delcy Rodríguez legte nach: Der IStGH sei derart politisiert worden, um Venezuela anzugreifen, dass man an eine solche Institution schlicht nicht mehr glauben könne.

Diese Kritik ist nicht neu und auch nicht unbedingt falsch. Der IStGH wird seit Jahren dafür kritisiert, westliche Staatsführer nach anderen Maßstäben zu behandeln als jene aus dem Globalen Süden. Nationalversammlungspräsident Jorge Rodríguez hatte das Gericht einst als Instrument des "amerikanischen Imperialismus" bezeichnet.

Der Haken an der Sache: Im Sommer 2026 ist es genau dieser US-amerikanische Imperialismus, in dessen Interesse eine Schwächung des IStGH liegt.

Washingtons Protektorat

Delcy Rodríguez übernahm die Macht, nachdem US-Streitkräfte Nicolás Maduro im Januar 2026 in einer völkerrechtswidrigen Militäroperation aus Venezuela entführten und in die Vereinigten Staaten verschleppten, wo ihm ab 1. Juni 2027 der Prozess gemacht werden soll [2].

Seither hat sich Caracas in einem Tempo an Washington angenähert, das selbst für erfahrene Beobachter der venezolanischen Politik überraschend war.

Wie Recherchen [3] der New York Times und des Portals [4] Venezuelaanalysis belegen, regiert US-Außenminister Rubio das Land quasi als Protektorat per WhatsApp. Alle größeren (und selbst kleinere) Entscheidungen müssen mit Washington abgesprochen werden. Der IStGH-Austritt dürfte mit Sicherheit auch darunter gefallen sein.

Rubio hatte bereits eine Woche vor dem Austritt angekündigt [5], die USA würden mit einer "gesamtstaatlichen Antwort" darauf hinarbeiten, den IStGH "systematisch lahmzulegen".

Der venezolanische Schritt folgte dem Zeitplan dieser Ankündigung nahezu auf den Tag genau. Präsident Donald Trump kommentierte am selben Tag, Venezuela sei "noch nicht bereit" für Wahlen, lobte Rodríguez jedoch ausdrücklich: "Delcy macht einen fantastischen Job", sagte er gegenüber Reportern im Weißen Haus.

Der US-Feldzug gegen Den Haag

Das US-Außenministerium ließ an seiner Haltung keinen Zweifel. In einem Beitrag [6] auf X feierte es Venezuelas Entscheidung als "Partnerschaft bei den amerikanisch geführten Bemühungen, den korrupten und wertlosen IStGH zu demontieren".

Das Gericht habe in seiner Untersuchung gegen Maduro "kein Ergebnis" produziert und stattdessen seine Ressourcen darauf verwendet, Personen aus Ländern zu verfolgen, die "über kompetente, unabhängige Justizsysteme verfügen" und sich der Gerichtsbarkeit des IStGH nie unterworfen hätten.

"Das ist flagrante Kompetenzüberschreitung, politische Voreingenommenheit und selektive Strafverfolgung", hieß es in der Erklärung. Der IStGH sei "weder glaubwürdig, noch unabhängig, noch legitim". Das Fazit des State Department: "Es ist Zeit, den IStGH zu demontieren" – und alle Mitgliedstaaten sollten aus dem Römischen Statut austreten.

Warum Washington das Haager Gericht so grundlegend ablehnt, ist kein Geheimnis: Der IStGH beansprucht Zuständigkeit auch für Staatsangehörige von Nicht-Mitgliedstaaten, wenn diese auf dem Territorium von Mitgliedstaaten Verbrechen begehen. Für eine Weltmacht, deren Militär und Geheimdienste global operieren, ist das eine strukturelle Bedrohung. Trumps Regierung hatte bereits im Februar 2025 per Dekret Sanktionen gegen IStGH-Ankläger verhängt [7], die Ermittlungen gegen US-amerikanische und israelische Militärangehörige führten.

Auch Israels Premierminister Benjamin Netanjahu meldete sich zu Wort. Er teilte mit, er habe mit Rubio gesprochen, der Washingtons Absicht bekräftigt habe, "entschieden" gegen den IStGH vorzugehen.

Das Gericht "gefährde die Gerechtigkeit weltweit" und bedrohe das Recht demokratischer, souveräner Staaten auf Selbstbestimmung, erklärte Netanjahu. Netanjahu selbst ist vom IStGH wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Gaza angeklagt.

Der IStGH unter Mehrfachdruck

Pikant: Venezuelas Austritt fiel auf denselben Tag, an dem die Mitgliedstaaten des Gerichts mit 82 von 125 Stimmen für die Absetzung von Chefankläger Karim Khan votierten [8] – wegen Vorwürfen des sexuellen Fehlverhaltens, die Khan bestreitet. Ein internes UN-Rechtsgutachten kam zu dem Schluss [9], dass Khan keine Schuld trifft. Seine Anwälte sprechen [10] von einer "orchestrierten Kampagne".

Das Gericht verliert damit innerhalb eines einzigen Tages einen Mitgliedstaat und seinen obersten Ankläger.

Demontage von innen

Was sich im Juli 2026 in Den Haag und Caracas abspielt, ist kein Befreiungsschlag des Globalen Südens gegen eine westlich dominierte Justizinstitution, sondern das direkte Gegenteil: Ein lateinamerikanischer Staat, dessen Führung unter dem Druck einer US-Militäroperation an die Macht gelangte, vollzieht unter Applaus aus Washingtons den Austritt aus einer internationalen Institution.

Das Muster ist bekannt: Multilaterale Institutionen werden nicht durch offene Konfrontation gesprengt, sondern dadurch, dass Mitgliedstaaten – ob durch Überzeugung, Druck oder Abhängigkeit – zum Austritt gebracht werden, bis das institutionelle Fundament erodiert.

Der IStGH, der ohne US-amerikanische Mitgliedschaft ohnehin strukturell geschwächt ist, verliert so schrittweise jene globale Legitimität, auf die er angewiesen ist, um überhaupt wirksam zu sein.

Venezuelas Austritt ist in diesem Sinne kein Sonderfall, sondern ein Lehrstück darüber, wie imperiale Einflussnahme im 21. Jahrhundert funktioniert – nicht mehr nur mit Panzern an der Grenze, sondern mit politischem und finanziellem Druck, der Staaten dazu bringt, im Namen ihrer Souveränität genau das zu tun, was Washington von ihnen verlangt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11378934

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.reuters.com/world/americas/venezuela-notifies-un-withdrawal-icc-2026-07-24/
  2. https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/maduro-prozess-100.html
  3. https://www.nytimes.com/2026/07/11/us/politics/how-marco-rubio-runs-venezuela.html
  4. https://venezuelanalysis.com/analysis/who-is-in-charge-in-venezuela/
  5. https://www.aljazeera.com/news/2026/7/24/venezuela-to-exit-international-criminal-court-accusing-it-of-bias
  6. https://x.com/StateDept/status/2081139851597156361
  7. https://en.wikipedia.org/wiki/Executive_Order_14203
  8. https://www.middleeasteye.net/news/washington-applauds-venezuela-exit-corrupt-and-worthless-icc
  9. https://www.theguardian.com/law/2026/mar/22/icc-legal-advice-un-report-prosecutor-karim-khan
  10. https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/istgh-entlaesst-chefanklaeger-karim-khan-abstimmung-vertragsstaaten

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China: Börsenstart von Speicherhersteller CXMT sprengt Erwartungen

Von Johannes Hiltscher — 27. Juli 2026 um 20:00
Am ersten Handelstag stieg der Wert der CXMT-Aktie um fast das Fünffache. Der Speicher-Hersteller war kurzfristig Chinas wertvollstes Unternehmen.
Golem hat schon CXMT-Speicher gekauft, bevor es cool war. (Bild: Johannes Hiltscher/Golem.de)
Golem hat schon CXMT-Speicher gekauft, bevor es cool war. Bild: Johannes Hiltscher/Golem.de

Die Aktie des Speicherherstellers CXMT ist gefragt: Am ersten Handelstag konnte sie ein Plus von 466 Prozent verbuchen, wie die Financial Times (FT) berichtet. CXMT gelang der größte Börsengang in der Volksrepublik China seit 2010. Die Nachfrage hat auch die Analystin Tilly Zhang überrascht, mit der die FT gesprochen hat.

Kurzzeitig überholte CXMT sogar Tencent als das höchstbewertete Unternehmen der Volksrepublik. Aktuell liegt die Bewertung bei 3,7 Billionen Yuan, umgerechnet fast 480 Milliarden Euro. Das könnte noch nicht das Ende sein: Der japanische Investment- und Finanzdienstleister Nomura Holdings hat laut FT ein Kursziel von 116 Yuan für die Aktie ausgegeben. Der Ausgabepreis lag bei 8,66 Yuan.

Unrealistisch scheint das nicht zu sein, da die Aktie wahrscheinlich bald Teil von Indexfonds wird. Dadurch steigt die Nachfrage. Bei 6,7 Milliarden ausgegebenen Aktien entspräche das einer Bewertung von 8,76 Billionen Yuan – fast 1,14 Billionen Euro. CXMT wäre damit höher bewertet als aktuell Micron mit rund 1,04 Billionen US-Dollar (914 Milliarden Euro).

Mit einem Umsatz von 50,8 Milliarden Yuan (6,6 Milliarden Euro) im ersten Quartal des Jahres 2026 liegt CXMT aber hinter Micron mit 18,8 Milliarden US-Dollar (16,5 Milliarden Euro, nur DRAM) im etwa gleichen Zeitraum. Zudem ist CXMTs Marge niedriger, eine derart hohe Bewertung könnte überzogen sein.

Auch in China wächst die Konkurrenz

Die 58 Milliarden Yuan (rund 7,5 Milliarden Euro), die CXMT mit dem Börsengang einnahm, sollen in einen Ausbau der Fertigungskapazitäten und in die Forschung fließen.

Bereits Ende 2026 könnte CXMT so auf monatlich 350.000 Wafer Starts (Wpm) kommen. Damit sinkt der Rückstand zu Micron (385.000 Wpm), vor dem chinesischen Konzern der drittgrößte Speicherhersteller weltweit, auf unter zehn Prozent. Allerdings baut auch Micron aktuell seine Fertigungskapazitäten aus.

In China steigen derzeit weitere Unternehmen in die DRAM-Fertigung ein: Der Flash-Hersteller YMTC will hier aktiv werden. Gerüchten zufolge baut auch Huawei eine eigene Produktion für High Bandwidth Memory (HBM) auf. Dessen Verkauf in die Volksrepublik haben die USA Ende 2025 praktisch untersagt.

CXMT fertigt ebenfalls HBM, scheint aber Huaweis Bedarf für KI-Beschleuniger wie die Ascend 950 (g+) nicht decken zu können. Daneben existieren bereits mehrere Speicherhersteller, Gigadevice hingegen fertigt ältere Standards.

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Strategie Sportwagenschmiede 35: Porsche baut 5.000 Stellen ab

Von Friedhelm Greis — 27. Juli 2026 um 18:37
Der Sportwagenhersteller Porsche reagiert auf sinkende Verkäufe. Es gibt weniger Geld für Mitarbeiter, aber einen neuen IG-Metall-Bonus.
Porsche plant den Abbau von 5.000 Stellen bis 2035. (Bild: Stanislav Kogiku/Sopa/Reuters)
Porsche plant den Abbau von 5.000 Stellen bis 2035. Bild: Stanislav Kogiku/Sopa/Reuters

Der Vorstand des Sportwagenherstellers Porsche hat sich mit dem Betriebsrat auf den weiteren Abbau von Arbeitsplätzen geeinigt. Bis zum Jahr 2035 sollen 5.000 der aktuell rund 42.000 Stellen sozialverträglich abgebaut werden, teilte das Unternehmen am 27. Juli 2026 mit. "Dies geschieht vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Erweiterung des Sonderprogramms Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge", hieß es weiter.

Hintergrund der Pläne ist ein starker Absatzrückgang in den vergangenen Jahren. Aus diesem Grund sind die Werke in Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig nur zur Hälfte ausgelastet. Schon 2025 war der Abbau von 1.900 Stellen bis 2029 angekündigt worden.

Die genannten 5.000 Stellen sollen Berichten zufolge vor allem im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und im Entwicklungszentrum in Weissach wegfallen. Im Gegenzug sollen bis zum Jahr 2035 zusammen 2,1 Milliarden Euro in die beiden Standorte investiert werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen bis dahin verhindert werden.

Weitere Bestandteile der Vereinbarung sind Kürzungen bei Einmalzahlungen und geplanten Tariferhöhungen. Der freiwillige betriebliche Anteil beim Weihnachtsgeld soll bis zum Jahr 2035 von 45 auf fünf Prozent sinken. Zudem soll mobiles Arbeiten künftig an maximal acht statt zwölf Tagen im Monat möglich sein. Im oberen Management und im Topmanagement wird demnach in den Jahren 2027 und 2028 die Erhöhung der Grundvergütung reduziert.

Für Mitarbeiter, die der Industriegewerkschaft Metall angehören, gibt es künftig einen sogenannten IG-Metall-Bonus. "Dieser umfasst einen zusätzlichen freien Tag pro Mitglied und Jahr sowie einen Wertgutschein in Höhe von 200 Euro pro Jahr", hieß es weiter.

Neuer Verbrenner statt E-Autos

Laut Vorstandschef Michael Seiters soll die Vereinbarung "das Fundament unserer Strategie Sportwagenschmiede 35" bilden. Einem Bericht des Spiegel zufolge (Paywall) haben Elektroautos in Leiters Strategie keine Priorität. Zudem verzichtet Porsche darauf, die Software des US-Herstellers Rivian zu nutzen, mit dem der Mutterkonzern VW kooperiert.

Weil Porsche laut Vertrag dennoch mindestens 700 Millionen Euro im Jahr für die Kooperation zahlen muss, prüften die Entwickler einen Einsatz der Rivian-Software in Verbrennermodellen.

Dem Bericht zufolge will Seiters unter anderem einen neuen, zweitürigen Sportwagen, intern S1 genannt, auf den Markt bringen. Dieser soll auf dem 911er basieren, mit einem Achtzylinder-Boxermotor ausgestattet werden und rund 500.000 Euro kosten. Leiters habe die Elektroversion des Panamera (G4) hingegen bis ins nächste Jahrzehnt verlegt. Zuletzt gab es Berichte, dass mehrere Porsche-Modelle komplett wegfallen könnten.

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Anzeige: Akku-Fenstersauger von Kärcher zum Jahresbestpreis

Von Erik Körner — 27. Juli 2026 um 18:35

Unser Deal-Qualitätsversprechen: Gute, ehrliche und unabhängig recherchierte Angebote. Mehr Infos

Der Kärcher WV2 mit reichlich Zubehör ist bei Amazon für unter 45 Euro erhältlich. Weniger hat er in diesem Jahr noch nicht gekostet.
Kärchers Akku-Fenstersauger soll viele glatte Oberflächen streifenfrei reinigen (Bild: Amazon.de/Kärcher/Golem) amazon Affiliate

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Kärchers Akku-Fenstersauger soll viele glatte Oberflächen streifenfrei reinigen Bild: Amazon.de/Kärcher/Golem

Im Sommer hebt sich jede Schliere, jedes Staubkorn, jede Spur von Regen deutlicher hervor. Nur: Wer will sich bei Rekordtemperaturen freiwillig darum kümmern? Der Akku-Fenstersauger WV 2 von Kärcher soll den mühseligen Prozess vereinfachen und abkürzen. Bei Amazon ist der Bestseller seiner Kategorie in der Black Edition aktuell für unter 45 Euro im Angebot. So günstig wie jetzt war er dieses Jahr zuvor nur für Prime-Abonnenten. Wir empfehlen, schnell zuzugreifen: Der Rabatt gilt nur für einen begrenzten Vorrat.

Darum lohnt sich der Akku-Fenstersauger von Kärcher

Der Name legt anderes nahe, doch Kärchers WV2 eignet sich für mehr als Fenster. Fliesen, Glastische, Ceran-Kochfelder und viele weitere glatte Oberflächen sollen damit streifenfrei zu reinigen sein. Es genügt, Reinigungsmittel aufzusprühen und den Akku-Fenstersauger gleichmäßig drüberzuziehen. Mit einem 100 ml großen Schmutzwasserbehälter ist selbst bei längerem Putzen keine Pause nötig. Kärcher bewirbt den WV2 mit einer Akkulaufzeit von 35 Minuten.

Kärcher liefert den WV2 mit reichlich Zubehör. Dem Akku-Fensterreiniger liegen zwei Absaugdüsen bei, jeweils 170 mm und 280 mm breit. Erstere eignet sich laut Hersteller am besten für kleine Flächen wie Vitrinen oder Sprossenfenster, die zweite für alles andere. Ebenfalls beigelegt sind eine Sprühflasche mit Mikrofaserbezug zur Vorreinigung, 20 ml von Kärchers hauseigenem Fensterreinigerkonzentrat und, nicht zuletzt, ein Akku-Ladegerät.

Wer sich fragt, was es mit der eingangs erwähnten Black Edition auf sich hat, erwartet hoffentlich nicht zu viel. Der Akku-Fenstersauger ist lediglich schwarz statt weiß oder gelb wie andere Fenstersauger der WV-Reihe.

Kärcher bei Amazon: Rabatte auf gesamtes Sortiment

Der Akku-Fenstersauger

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von Kärcher kostet 45,99 Euro im befristeten Amazon-Angebot. Laut Preistracker Keepa hat er in den vergangenen drei Monaten durchschnittlich 51,18 Euro gekostet. Über 36.000 Nutzer bewerten ihn mit 4,5 von 5 Sternen; im letzten Monat wurde er über 5.000 Mal gekauft. Rezensenten loben die Verarbeitung, Reinigungsleistung und einfache Anwendung. Manche Nutzer berichten jedoch von Schwierigkeiten mit streifenfreier Reinigung und finden, die Akkulaufzeit könnte länger sein.

Bis zum 2. August sind viele Produkte von Kärcher günstiger bei Amazon erhältlich. Weitere Akku-Fenstersauger, diverse Sauger und Reiniger sowie Saug- und Wischroboter sind bis zu 45 Prozent verglichen mit der unverbindlichen Preisempfehlung reduziert. Hier

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geht es zur Übersicht aller Angebote, stöbern lohnt sich.

Kärcher Akku Fenstersauger WV 2 Black Edition (Akkulaufzeit: 35 min, 2X wechselbare Absaugdüsen - breit und schmal, Sprühflasche mit Mikrofaserbezug, Fensterreiniger-Konzentrat 20 ml)

79,99 €, jetzt: 45,99 € (-43%) bei amazon Zum Angebot

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Sicherheitsupdate: Dateitransferlösung MOVEit ist verwundbar

Von Heise — 27. Juli 2026 um 15:40
Bunte Update-Illustration

Eine symbolische Updateerinnerung.

(Bild: Artur Szczybylo/Shutterstock.com)

Mehrere Sicherheitslücken gefährden MOVEit-Server. Es gibt unter anderem Sicherheitsprobleme bei der Authentifizierung.

Admins, die in Unternehmen für den Dateitransfer MOVEit nutzen, sollten die Software zeitnah auf den aktuellen Stand bringen. Geschieht das nicht, kann im schlimmsten Fall Schadcode auf PCs gelangen. Die Entwickler haben in einer neuen Version mehrere Schwachstellen geschlossen.

Sicherheitspatches verfügbar

Insgesamt haben die Entwickler vier mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestufte Sicherheitslücken (CVE-2026-10697 [1], CVE-2026-15966 [2], CVE-2026-15967 [3], CVE-2026-15968 [4]) geschlossen. Die Beschreibungen der Schwachstellen sind sehr knapp. So kann es zu Problemen bei der Authentifizierung oder der Ablaufdauer von Sitzungen kommen. Zusätzlich kann im Zuge von XSS-Attacken Schadcode auf Systeme gelangen.

Derzeit gibt es seitens des Softwareherstellers keine Hinweise, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen. Das kann sich aber schnell ändern. Demzufolge sollten Admins die den Entwicklern zufolge [5] gegen die geschilderten Attacken abgesicherte Version MOVEit 2026.0.3 installieren.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11379295

Links in diesem Artikel:

  1. https://github.com/advisories/GHSA-55Q6-5QRM-8CCF
  2. https://github.com/advisories/GHSA-9RCG-65VX-H53X
  3. https://github.com/advisories/GHSA-QPGC-J6GH-M63Q
  4. https://github.com/advisories/GHSA-HQ56-W6JM-C6VP
  5. https://docs.progress.com/bundle/moveit-transfer-release-notes-2026/page/Fixed-Issues-in-2026.0.3.html
  6. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  7. mailto:des@heise.de

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