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IT-Forscher haben eine mittels Malvertising verteilte Malware entdeckt. Die wird erst im Browser zusammengebaut.
Die Malware-Kampagne SourTrade wird von ihren Drahtziehern über Malvertising verteilt, also mittels Werbung etwa bei großen Suchmaschinen. IT-Forscher haben sie analysiert und als Besonderheit festgestellt, dass der Schadcode erst im Browser aus einzelnen unverdächtigen Bestandteilen im Arbeitsspeicher zusammengesetzt wird. Im Visier der Kriminellen sind insbesondere Krypto-Vermögenswerte.
Die IT-Forscher von Confiant haben nun eine Analyse [1] der Malware vorgelegt. Die Kampagne läuft bereits seit dem Jahr 2024 und zielt auf Nutzerinnen und Nutzer von Kryptowährungen und -börsen wie TradingView, Solana und Luno. Im Visier sind derweil Investoren aus zwölf Ländern, die Kampagne unterstützt 25 Sprachen. Die Angreifer setzen übliche Verschleierungstaktiken um, sodass Virenforscher etwa nur leere Webseiten vorfinden, während potenzielle Opfer überzeugende Fälschungen der sonst genutzten Plattformen zu Gesicht bekommen.
Auf der Landing-Page liegt jedoch keine fertige Malware. Die liefert vielmehr Anweisungen aus, mit denen der Browser die Malware zusammenbaut, erörtern die IT-Sicherheitsforscher. Dazu lädt der Browser saubere, legitime Dateien aus einer eigenen Infrastruktur herunter und baut die Malware daraus im Speicher der Maschine des Opfers zusammen. Damit umgehen die Drahtzieher die signaturbasierte Dateierkennung (Fingerprinting).
Das Malvertising fand insbesondere in Afrika, Asien, Australien, Südamerika und Großbritannien auf Englisch sowie den lokalen Sprachen des jeweiligen Landes statt. Dabei imitieren sie die Seiten legitimer Kryptowährungen und -Plattformen, insbesondere Luno, Solana und TradingView. Die Landing-Page bereitet die Malware-Auslieferung durch Aufsetzen eines per JavaScript umgesetzten ServiceWorkers vor. Der fragt den Pfad „/config“ an und erhält eine Bauanleitung anstatt der fertig ausführbaren Datei: ein Template, eine Laufzeit-URL und zufällige Werte je Session. Daraufhin fordert der Browser eine Bun-Runtime ein, vergleichbar mit dem Node.js-System, und kombiniert die mit ausgelieferten Blobs und AES-CTR-Bytes für Verschlüsselung und setzt damit die ausführbare PE-Datei im Speicher zusammen. Am Ende erhält der Browser den zusammengesetzten Datenstrom über einen ServiceWorker-Download-Pfad desselben Ursprungs zurück. Die Analyse zeigt auch die Details der einzelnen Schritte.
Die Datei wird zum Speichern angeboten. Die Mark-of-the-Web-Signatur, die sie erhält, verknüpft sie jedoch lediglich mit der ursprünglichen Domain und keinen weiteren, von denen die ursprünglichen Blobs stammen. Jedes Opfer erhält zudem mindestens durch die AES-CTR-Bytes eine eigene Signatur, was Malware-Scans erschwert. Die Analyse bringt eine längere Liste an Domains für Hinweise auf eine Infektion (Indicators of Compromise, IOC) sowie drei Hashwerte konkreter Samples mit.
Die Cyberkriminellen sind recht kreativ bei ihren Malvertising-Kampagnen. Im vergangenen Jahr haben bösartige Akteure die Suchen nach Standardbefehlen für Macs [2] mit manipulierten Webseiten infiltriert. Die dort vorgeschlagenen Befehle führten zur Installation von Schadcode aus dem Netz, konkret von Infostealern.
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Aus Sicherheitsgründen wartet das GitHub-Tool nun drei Tage bis zum Erstellen von Pull Requests, wenn Versionsupdates für Dependencies erscheinen.
GitHub hat angekündigt, dass sein Dependency-Update-Tool Dependabot eine Cooldown-Phase von drei Tagen erhält. Das heißt, erst nach diesem Zeitraum erstellt das Tool einen Pull Request für Versionsupdates von Dependencies. Hierdurch soll das Risiko für die Installation von manipulierten Packages sinken, denn solche Supply-Chain-Attacken treten immer wieder auf, werden jedoch meist innerhalb von Stunden entdeckt.
In einer größeren Sicherheitsattacke erlangte im September 2025 [1] ein Angreifer Zugriff auf den npm-Account eines Entwicklers und verbreitete darüber mit Malware versehene Pakete. Betroffen waren rund 20 npm-Pakete, darunter chalk und debug, mit mehr als zwei Milliarden Downloads pro Woche. Die Schadpakete waren etwa zwei Stunden lang verfügbar, bevor sie entdeckt und von npm entfernt wurden.
Um solche Szenarien einzudämmen, wartet das GitHub-Tool Dependabot [3] nun mindestens drei Tage, bevor es einen Pull Request für ein Versionsupdate einer Dependency erstellt. Diese standardmäßig eingestellte Zeitspanne können Entwicklerinnen und Entwickler nach Bedarf verkürzen oder verlängern.
GitHub begründet seine Wahl von drei Tagen damit, dass viele schadhafte Pakete bereits innerhalb von Stunden nach ihrer Veröffentlichung entdeckt werden. Das belegt beispielsweise ein von GitHub zitierter Bericht über 21 größere Supply-Chain-Vorfälle [4] in einem Zeitraum von acht Jahren zwischen 2018 und 2026.
Von der Änderung ausgenommen sind Security-Updates. Damit sind solche Updates gemeint, die sich auf eine bekannte Vulnerability beziehen und mit einem veröffentlichten Advisory für das Package einhergehen. In diesem Fall gibt Dependabot einen Alert aus und eröffnet einen Pull Request für das Update auf die gepatchte Version – ohne Verzögerung.
Weitere Informationen zum neuen Dependabot-Verhalten sind in einem GitHub-Blogeintrag zu finden [5]. Dabei weist GitHub darauf hin, dass die Cooldown-Phase lediglich eine von mehreren Sicherheitsschichten sein sollte, da sie beispielsweise gegen länger angelegte Attacken mit nicht aktivierten, unentdeckten Backdoors in Releases nichts ausrichten kann.
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Der Whisker Litter-Robot 4 kümmert sich vollautomatisch um Katzen-Hinterlassenschaften. Wir haben ausprobiert, wie hilfreich die Katzentoilette im Alltag ist.
Eine der lästigeren Aufgaben des Haustierbesitzers ist das Beseitigen des großen und kleinen Geschäftes der Fellnasen. Katzen sagt man zwar Reinlichkeit nach, doch die Toilette säubern sie dann doch nicht allein. Was schon im Alltag nervig sein kann, gerade mit zwei oder mehr Katzen, wird im Urlaub erst recht zum Problem: Will man die Tiere ein paar Tage allein lassen, muss jemand anderes die tägliche Aufgabe übernehmen, sonst stinkt es gewaltig und die Katzen meutern.
Das Saubermachen kann man inzwischen aber der Technik überlassen. Immer mehr Hersteller bringen smarte, selbstreinigende Katzenklos mit App-Steuerung auf den Markt, die den schmutzigen Teil übernehmen und Herrchen oder Frauchen zumindest für einige Tage die Sorge abnehmen sollen. Aber nicht nur hygienische Unterstützung bieten die smarten Toiletten. Die ermöglichen ebenfalls, mehr über die Gesundheit der Katzen herauszufinden. Sie messen das Gewicht der Katzen und können überwachen, wie oft eine bestimmte Katze ihr Geschäft verrichtet.
Wir haben uns den Litter-Robot 4 von Whisker in die Wohnung gestellt und im Langzeittest geschaut, wie viel Arbeit er uns im Alltag abnimmt. Außerdem probieren wir aus, ob er beispielsweise im Urlaub ohne permanente Überwachung mit den beiden Test-Katzen zurechtkommt.
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Jacking in: Per Buchse geht es in „Neuromancer“ ab in den Cyberspace.
(Bild: Apple)
Die lange erwartete „Neuromancer“-Verfilmung kommt als Serie ab Januar und erlaubt nun einen ersten Blick. Der Look erinnert an einen anderen Klassiker.
Seit Frühjahr ist bekannt, dass Apple TV eine Verfilmung des Wiliam-Gibson-Klassikers „Neuromancer“ produziert [1]. Geplant ist eine Serie, die das bereits 1984 erschienene Buch, das den Begriff „Cyberspace“ populär machte, originalgetreu umsetzt. Der Roman gilt als schwer verfilmbar, die bisher wenigen Versuche waren gescheitert. Nun zeigt Apple im Rahmen der San Diego Comic Con (SDCC) einen ersten Teaser-Trailer der Serie.
Der Teaser-Trailer ist insgesamt etwas mehr als eine Minute lang und enthält erstmals Filmszenen – im Gegensatz zum bislang verfügbaren „In production“-Clip aus März, der deutlich neon-bunter [2] ausfiel. Apple selbst nennt das Filmchen zwar „Teaser“, doch erhält man eine erste recht gute Vorstellung davon, was das Unternehmen zusammen mit seinen Studiopartnern plant.
Schon die Farben in „Neuromancer“ vermitteln einen Eindruck dessen, was die Zuschauer erwartet: Wir befinden uns in einer dystopischen, düsteren Umgebung, die optisch an den ersten Teil von „The Matrix“ erinnert. Chiba, der städtische Ausgangspunkt von „Neuromancer“, ist mit seiner Monorail [4] erkennbar, auch wenn der Ort in Wahrheit deutlich verschlafener ist als Tokio. Wir sehen den britischen Schauspieler Callum Turner, der als Hacker Case mit dieser Umgebung interagiert. Er verfügt über einen direkten Anschluss an den Cyberspace: Mittels Buchse am Kopf steckt man sich ein.
Auch Molly, die Case als „Muskel“ zur Seite steht, ist im Trailer zu sehen. Sie hat wie im Buch verspiegelte Gläser über den Augen (merkwürdigerweise an einer Stelle zusätzlich eine Sonnenbrille) und die berühmten Krallen, die sie messerförmig ausfahren kann. Weiterhin sehen wir Actionszenen, hören (und offenbar sehen) die Figur des Armitage und erleben, zumindest kurz, einen „Jack in“-Vorgang. Wie der Cyberspace jedoch tatsächlich aussieht, lässt sich aus dem Trailer nicht entnehmen.
Klar ist bereits, dass „Neuromancer“ ab dem 22. Januar auf Apple TV verfügbar sein wird. Wie viele Folgen geplant sind, ist noch unklar. Die Umsetzung sollen Graham Roland (“Tom Clancy’s Jack Ryan,” “Dark Winds”) und JD Dillard (“Devotion,” “The Outsider,” “Sleight”) übernehmen. William Gibson selbst [5] veröffentlichte auf X zwar Retweets mit dem Trailer, äußerte sich aber direkt noch nicht.
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Apples Netzteile erlauben den schnellen Wechsel des Steckers.
(Bild: Apple)
Über Jahre verkaufte Apple einen Satz von Steckern, mit denen man Netzteile schnell auf Reisen anpassen kann. Aktuell ist es vom Markt verschwunden. Was tun?
Apples Netzteile für MacBooks und iPads, die sich auch mit iPhones verwenden lassen, verfügen seit vielen Jahren über ein nützliches Feature: Die sogenannten Duckheads, also die Aufsätze mit dem Netzstecker, lassen sich abnehmen und austauschen. So wird innerhalb von Sekunden aus einem Netzteil für die EU eines für Großbritannien oder die USA. Das Problem: Kauft man ein Netzteil, liegt stets nur der Netzstecker für das Kaufland bei. Wer viel auf Reisen ist und mehr Auswahl benötigt, musste zum offiziellen Apple-Reise-Adapter-Kit [1] greifen. Doch dieses zuletzt um 35 Euro teure Paket ist aus dem Angebot verschwunden, weder bei Apple selbst oder bei Händlern ist es noch erhältlich. Was also tun?
Apples Steckerpaket kam mit insgesamt sieben verschiedenen Duckheads. Sie eigneten sich für Australien und Neuseeland (AUS), Korea (KOR), Japan und Nordamerika (USA), Brasilien (BRA), Großbritannien, Irland, Singapur, Hongkong und Katar (GBR) sowie Kontinentaleuropa (EUR, zumeist bereits vorhanden). Ohne die Apple-Netzstecker fürs Reiseland benötigt man einen handelsüblichen Reiseadapter [2]. Diese gibt es zumeist als Multivariante oder als Version für nur einen Markt.
Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Apple-Netzteil stabil sitzt. Insbesondere die größeren Varianten (bis zu 140 Watt), die Apple anbietet, können sonst im Betrieb herausfallen. Zudem entstehen durch den zwischengeschobenen Reiseadapter recht mächtige Konstruktionen, wofür man ausreichend Platz an der Steckdose benötigt. US-Steckdosen in Hotels leiern auch gerne einmal aus – hier gibt es allerdings Lösungen mit einschiebbaren Kunststofflaschen [3].
Noch ist unklar, ob Apple das Reise-Adapter-Kit erneut auf den Markt bringt. Grund für das vorläufige Ende könnte sein, dass in einzelnen Märkten wie China und Australien [4] ein Umstieg weg von der internen C7-Buchse erfolgt ist (die man auch als Eurostecker-Buchse kennt). Stattdessen ist offenbar ein proprietärer Anschluss verbaut, den Apple später auch in andere Regionen holen könnte. Welchen Grund das hat, wurde nicht kommuniziert.
Solange man noch ein reguläres Apple-Netzteil hat, kann man die notwendigen Duckheads einzeln erwerben – dazu muss man sich das jeweils günstigste Netzteil im Reiseland besorgen, bei dem dieser mitgeliefert wird. Das ist aktuell der 30-Watt-USB-C-Power-Adapter [5] der in Europa 45 Euro (Apple-Preis) kostet. Vorher prüfen, ob noch eine C7-Buchse vorhanden ist, der Duckhead dazu also kompatibel ist.
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ChatGPT liest Apple-Health-Daten aus – und gibt dazu dann Tipps.
(Bild: OpenAI)
Schon länger hatte OpenAI versucht, Zugriff auf Apples Gesundheits-App zu erlangen. Nun steht die Schnittstelle zumindest in den USA bereit.
OpenAI hat Ende vergangener Woche die schon im Januar angekündigte Anbindung von ChatGPT an Apple Health [1] umgesetzt. Zunächst können Nutzer in den USA auf das Angebot zugreifen und auf Wunsch Daten vom iPhone für den Chatbot freigeben. Dazu gehören Health-Tracking-Angaben, die über Sensoren in iPhone oder Apple Watch erfasst wurden, aber auch digitale Gesundheitsakten, die über vorhandene Schnittstellen bei dem Apple-Dienst gespeichert sind.
ChatGPT Health tritt damit in eine neue Phase, nachdem der Dienst zunächst nur mit ausgewählten Nutzern getestet worden war. OpenAI verspricht, dass der Chatbot so hilfreicher bei Gesundheitsthemen sein wird, da er nun Echtdaten der User vorliegen hat. Schon jetzt löchern viele Menschen KI-Systeme mit Fragen aus dem Bereich der Gesundheit; teilweise werden ganze Befunde oder Laborwerte hochgeladen, um sie sich erklären zu lassen. Das kann aber auch nach hinten losgehen und Fehlinformationen fördern, warnen Mediziner.
Laut Angaben von OpenAI [2] nutzen bereits jetzt „mehr als 300 Millionen Nutzer“ ChatGPT zur Beantwortung gesundheitsrelevanter Daten. „Mit Ihrer Erlaubnis kann ChatGPT nun die relevanten Informationen, die sie eingebunden haben, nutzen, um neue Ergebnisse mit früheren Tests zu vergleichen, Änderungen seit dem letzten Arztbesuch zusammenzufassen oder herausfinden, wie Schlaf, Aktivitäten und Sport zur täglichen Routine in Beziehung stehen.“
Neben den Informationen von Apple Health, die Nutzer spezifisch freigeben müssen, verfügt ChatGPT nun auch über eine Schnittstelle zu US-Gesundheitsdiensten wie MyChart, die wiederum mit bekannten Kliniken und Gesundheitssystemen zusammenarbeiten. OpenAI will die Daten privat halten, allerdings fällt ChatGPT nicht unter die US-Gesundheitsdatenschutzregulierung HIPPA. Bei der Datenweitergabe gibt OpenAI unter anderem das Versprechen, Daten nicht „ohne spezifische Einwilligung“ mit anderen zu teilen, diese nicht zu verkaufen oder zu Werbezwecken zu verwenden.
OpenAI zufolge sollen die Modelle hinter ChatGPT Health regelmäßig verbessert werden – dazu dürften auch Nutzerdaten zum Einsatz kommen. Der übliche Tipp, bei Gesundheitsdaten in den temporären Chatmodus zu schalten, greift für ChatGPT Health nicht, da es ja auf Daten des Nutzers basiert. Es gehe darum, die Nutzer zu unterstützen, medizinische Betreuung durch Profis aber nicht zu ersetzen, so OpenAI weiter. ChatGPT Health soll sich künftig auch mit anderen Apps und Wearables verbinden lassen.
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Martin Andree vermisst die digitale Welt neu: Nicht Reichweiten, sondern die Nutzungszeit ist entscheidend. Das verändert den Blick auf das Internet.
Millionen Websites, Dutzende große Medienmarken und ständig neue Plattformen vermitteln den Eindruck eines vielfältigen Internets. Doch diese Vielfalt existiert vor allem auf dem Papier. Wer statt Reichweiten die tatsächliche Nutzungszeit betrachtet, entdeckt ein Netz, das gesellschaftlich auf erstaunlich wenige Angebote zusammengeschrumpft ist.
Ein Beispiel zeigt, wie groß der Unterschied ist: Spiegel Online erreicht mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung. Das klingt nach enormer Bedeutung. Tatsächlich verbringen die Nutzer dort im Durchschnitt jedoch nur 14 Minuten – nicht am Tag, sondern im Monat.
Das sind rund 30 Sekunden täglich. Reichweite und tatsächliche Aufmerksamkeit sind offenbar zwei völlig verschiedene Größen.
Genau an diesem Punkt setzt der Kölner Medienwissenschaftler Martin Andree an. Für sein neu erschienenes Buch Vermessung der digitalen Welt [1] hat er nicht Reichweiten ausgewertet, sondern die aggregierte Nutzungsdauer von 8.000 repräsentativ ausgewählten Personen gemessen.
Seine sogenannte Realnutzungsmessung zeichnet ein deutlich anderes Bild des Internets als die üblichen Reichweitenstudien. Die Ergebnisse stellte er unter anderem im Deutschlandfunk Kultur [2] vor. Aufgefallen ist es auch der Wirtschaftsredaktion der FAZ [3].
In Deutschland sind laut Recherchen des Medienwissenschaftlers 17,7 Millionen Domains mit der Endung ".de" registriert. Doch auf lediglich 500 Angebote entfallen 86 Prozent der gesamten Aufmerksamkeit. Rund 99,6 Prozent aller registrierten Domains erhalten praktisch keinen Traffic.
Die technische Vielfalt des Netzes ist also real – aber gesellschaftlich genutzt wird sie kaum.
Andree erklärt diesen Widerspruch damit, dass die schiere Zahl der Angebote Vielfalt suggeriere, obwohl sich die tatsächliche Nutzung auf wenige Akteure konzentriere. Das Internet besteht technisch aus Millionen Angeboten, gesellschaftlich jedoch aus einer Handvoll Plattformen.
Andree kritisiert vor allem die verbreitete Orientierung an Reichweiten. Die meisten Studien beruhen auf Befragungen. Menschen überschätzten ihr eigenes Medienverhalten jedoch regelmäßig. Deshalb könnten Reichweiten ein völlig falsches Bild von Medienmacht erzeugen.
Entscheidend sei vielmehr die Nutzungsdauer. Erst sie zeige, wo Aufmerksamkeit tatsächlich gebunden werde.
Das Ergebnis fällt drastisch aus: Zwar erreichen 44 Anbieter in Deutschland jeweils mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Bei der aggregierten Nutzungsdauer bleibt jedoch nur etwa ein Dutzend Plattformen übrig. Danach bricht der digitale Traffic nahezu vollständig ab.
Allein die Konzerne Alphabet mit Google und YouTube sowie Meta mit Facebook, Instagram und WhatsApp vereinen rund 40 Prozent der gesamten digitalen Nutzung auf sich.
Um diese Konzentration zu beschreiben, verwendet Andree den Gini-Koeffizienten, der normalerweise Einkommens- oder Vermögensungleichheit misst.
Während Deutschland bei der Einkommensverteilung auf etwa 0,3 kommt und die USA auf 0,49, erreicht die digitale Aufmerksamkeit einen Wert von 0,987 – mathematisch nahezu den Maximalwert.
Bemerkenswert ist dabei weniger die absolute Zahl als ihre Stabilität. Bereits 2020 lag der Wert bei 0,988. Trotz Pandemie, wachsender Internetnutzung und neuer Plattformen hat sich an der Konzentration praktisch nichts geändert.
Andrees Studie enthält zahlreiche Einzelbefunde. Facebook wird stärker genutzt, als viele vermuten, X hat zwar Nutzer verloren, gleichzeitig aber die durchschnittliche Nutzungsdauer pro Nutzer deutlich gesteigert. Über rechte Alternativmedien wird intensiv diskutiert, ihre eigenen Websites spielen dagegen nur eine geringe Rolle. Aufmerksamkeit entsteht vor allem auf den großen Plattformen.
Diese Beispiele ändern jedoch nichts an der eigentlichen Erkenntnis: Das Internet erscheint wesentlich vielfältiger, als es in der Praxis ist.
Aus dieser Diagnose leitet Andree politische Konsequenzen ab. Plattformen wie YouTube oder Facebook seien längst Medienunternehmen, würden aber bis heute nicht nach denselben Regeln behandelt wie klassische Medien.
Noch interessanter ist allerdings ein Gedanke, den Leif Kramp und Stephan Weichert in einem Gastbeitrag der taz [4] entwickeln. Sie argumentieren, dass wir die Dominanz der Plattformen häufig als Regulierungsproblem verstehen, obwohl sie ebenso ein Koordinationsproblem ist.
Medienhäuser, Unternehmen, Behörden und Nutzer wissen um die Macht der Plattformen – bleiben aber dort, weil alle anderen ebenfalls dort sind. Das erinnert an das Gefangenendilemma der Spieltheorie: Jeder würde von einem gemeinsamen Kurswechsel profitieren, doch niemand möchte den ersten Schritt wagen.
Gerade darin liegt vielleicht die wichtigste Erkenntnis dieser Debatte. Die Macht der großen Plattformen beruht nicht allein auf ihren Algorithmen oder ihrer technischen Überlegenheit. Sie entsteht ebenso aus unserem Kommunikationsverhalten.
Andrees Vermessung beschreibt deshalb nicht nur ein technisches Phänomen. Sie zeigt, dass die digitale Öffentlichkeit heute auf erstaunlich wenigen Plattformen stattfindet – obwohl das Internet größer wirkt als je zuvor. Die eigentliche Vielfalt existiert noch immer. Sie findet nur kaum noch Aufmerksamkeit.
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3D-Rendering der 212CD-Klasse
(Bild: © TKMS)
Kanadas Marineauftrag hat Gewicht: Die neue, kleine Nordatlantik-Allianz taucht ab, um gegen die Großen zu bestehen. Ein Affront gegen Washington? Eine Analyse.
Kanada hat sich entschieden [1]: Die neue U-Boot-Flotte wird gemeinsam mit dem deutsch-norwegischen Konsortium von TKMS gebaut. Für den deuschen Marinespezialisten bedeutet [2] der Auftrag den vorläufigen Höhepunkt eines kometenhaften Aufstiegs. Noch 2024 drohte [3] der Marinesparte des Mutterkonzerns Thyssenkrupp ein Ausverkauf in die USA, erst der Börsengang 2025 leitete die Wende ein [4].
Heute gilt der Kieler Schiffsbauer als weltgrößter Hersteller konventioneller U-Boote, mit kürzlich bekannt gewordenen Expansionsgedanken [5] gen Spanien.
Doch fernab von der schwerindustriellen Bedeutung der Vertragsunterzeichnung stellen die zwölf eingekauften Unterseeboote die äußere Form einer weitaus größeren strategischen Verschiebung dar: Das größte rüstungspolitische Geschäft der kanadischen Geschichte ist Ausdruck [6] einer sich vertiefenden europäischen Sicherheitsbeziehung Kanadas – und ein Signal an Dritte: an Moskau oder Peking und möglicherweise sogar an Washington.
Bundeskanzler Friedrich Merz sprach [7], flankiert vom kanadischen PremierMark Carney und dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støre beim jüngsten Nato-Gipfel in Ankara von einer "neuen Ära der Kooperation". Formell handelt es sich beim aktuellen Ansinnen zwar nicht um einen eigenständigen Militärpakt außerhalb der Nato, faktisch aber entsteht [8] eine extrem enge militärindustrielle Partnerschaft.
Dabei gelten die deutsch-kanadischen wie deutsch-norwegischen Beziehungen traditionell als eng – doch die aktuelle Dreier-Konstellation markiert eine neue Qualität.
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius reiste [9] im Vorfeld mehrfach nach Norwegen wie Kanada, warb [10] – neben der U-Boot-Zusammenarbeit, auch für eine Satellitenkooperation mit Norwegen. Erst im März diesen Jahres übte man gemeinsam im hohen Norden im Rahmen von "Cold Response" [11], bei welcher auch der deutsche Kanzler präsent war [12].
Mit der U-Boot-Bestellung entsteht [13] die weltweit größte konventionelle Flotte einheitlichen Typs: Deutschland und Norwegen besitzen je sechs, Kanada erhält bis zu zwölf, insgesamt also 24 baugleiche Einheiten. Diese Gleichheit erleichtert [14] nicht nur Ausbildung und Ersatzteilbeschaffung, sondern ermöglicht in letzter Konsequenz auch eine gemeinsame Logistik und Einsatzplanung.
Die Wartung soll [15] unter anderem in einem norwegischen Zentrum bei Bergen erfolgen. Diese enge Verzahnung setzt allerdings eine breite Vertrauensbasis voraus, denn alle drei Staaten geben damit Teile ihrer militärpolitischen Souveränität aus nationaler Hand.
Technisch kann [16] die Einigung auf die Klasse 212CD [17] als kluge Entscheidung gelten. Das Boot basiert zwar auf der bewährten 212A-Familie [18], wurde jedoch in den Bereichen Rumpf, Antrieb, Geräuschentwicklung und Arktisfähigkeit komplett neu entwickelt. Ein diamantförmiger Rumpf soll [19] die Ortbarkeit durch aktive Sonarsysteme verringern, während eine weiterentwickelte Brennstoffzellentechnik zusammen mit verbesserter Schwingungsentkopplung und moderner Sensorik die ohnehin geringe akustische Signatur nochmals reduziert.
Größere Reichweite, längere Unterwasserausdauer und leistungsfähigere Datenfusion machen die Klasse besonders für Operationen im Nordatlantik und in der Arktis geeignet – jenen Seegebieten, in denen russische Atom-U-Booten operieren.
Als Markenzeichen deutscher Ingenieurskunst gilt [20] zudem der Verbau von nicht-magnetischem Stahl: Er verringert die Anfälligkeit für Magnetminen, reduziert die magnetische Signatur und erschwert die Ortung durch Sensoren. Für Kanada war gerade die ausdrückliche Arktistauglichkeit kaufentscheidend. Marineanalysten bewerten [21] die 212CD deshalb nicht als bloße Weiterentwicklung, sondern als eigenständige neue U-Boot-Generation mit Gamechanger-Charakter für die Arktiseinsatzlage.
Die Notwendigkeit hierzu lässt sich nicht ohne einen Blick auf den Klimawandel verstehen: Das Great Game um arktische Passagen, Gebiete und immense Rohstofflager hat sich intensiviert [22], seit dem der Treibhauseffekt die Region zunehmend freilegt und neue Handelsrouten eröffnet.
Die Arktis entwickelt sich derzeit von einer klimatisch schwer zugänglichen Randregion zu einem der wichtigsten geopolitischen Räume des 21. Jahrhunderts. Mit dem Rückgang des Meereises verlängern sich die eisfreien Zeitfenster erheblich, wodurch das Gebiet wirtschaftlich attraktiver wird.
Russland konzentriert einen Großteil seiner nuklearen Zweitschlagfähigkeit [23] auf der Kola-Halbinsel und baut [24] seine Nordflotte, Radarstationen und Luftverteidigung aus. Und auch das Reich der Mitte intensiviert seine Anstrengungen: bezeichnet sich seit 2018 als "Near-Arctic State" [25] (Fast-Arktis-Staat), investiert in arktische Infrastruktur und sieht die Region als Bestandteil seiner "Polar Silk Road" – eine chinesische "arktische Wende" ist erkennbar.
Doch auch die Trump-Administration meldet [26] unverhohlen imperiale Ansprüche an: mit den US-Ansprüchen auf Grönland [27] markierte Washington nicht nur einen Anspruch gegen über global-südlichen Mitbewerbern und potenziellen geopolitischen Opponenten, sondern auch gegenüber seinen bisherigen transatlantischen Freunden, die diesen brüskiert zurückwiesen. Der neue US-Machtkampf ist – verstärkt durch Drohungen gegen Panama, Zoll-Kämpfe und völkerrechtswidrige Abenteuer eben auch ein Realitätsschock, der die transatlantischen Strukturen unter Druck setzt.
Vor diesem Hintergrund verbindet [28] die drei Staaten ein gemeinsames sicherheitspolitisches Interesse: der Schutz strategisch bedeutender Seewege und kritischer maritimer Infrastruktur im Nordatlantik und in der Arktis. Norwegen kontrolliert den Zugang zur Barentssee und überwacht die sogenannte GIUK-Lücke [29] sowie russische U-Boot-Ausfahrtrouten, eine Komponente, auf die im Zweifel auch die USA nicht verzichten könnten.
Kanada sieht angesichts schmelzender Eismassen zunehmend gezwungen, seine Souveränität über die Nordwestpassage militärisch abzusichern – nach diversen Reibereien mit Washington [30] letztlich auch ohne oder gar gegen die USA. Deutschland besitzt zwar keine arktische Küste, ist als Exportnation aber in hohem Maße auf sichere transatlantische Handelslinien angewiesen und will nach der eigenen Zeitenwende zunehmend eine militärpolitische Rolle spielen.
Ottawas Integration in Europas Aufrüstung kann durchaus als Gegengewicht zu den zerrütteten Beziehung mit den USA interpretiert werden, während sich Berlin und Oslo stark auf Moskau fokussieren dürften. Bemerkenswert bleibt, dass die USA in den offiziellen Kommuniqués zum U-Boot-Deal nirgends namentlich auftauchen, im Gegensatz zu Moskau – ein Schweigen, das Raum für zwei gegensätzliche Lesarten lässt: Eine stille, insbesondere europäisch forcierte, Arbeitsteilung mit Washington oder der Beginn echter Emanzipation von der amerikanischen Schutzmacht.
Das U-Boot-Programm 212CD reicht damit weit über reine Rüstungskooperation hinaus. Es schafft eine Plattform für den langfristigen Schutz der nördlichen Flanke und verbessert die Fähigkeit, russische U-Boote in arktischen Gewässern zu überwachen.
Dass mit Kanada erstmals ein nordamerikanischer Arktisanrainer auf europäisches U-Boot-Design setzt, unterstreicht eine veränderte Nato-Strategie, die den hohen Norden als Schauplatz künftiger Großmachtrivalität begreift – und sich womöglich mit einem schrumpfenden Anteil der USA an der transatlantischen Sicherheitsarchitektur hin zu einer neuen Miniatur Variante, emanzipiert.
Ob aus dem Trilateralismus mehr wird als eine zeitgebundene Episode, dürfte sich am Ende maßgeblich in Washington selbst entscheiden – noch wurden insbesondere in Europa keinerlei Rufe gegen Washington dominant.
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Auf dem Gelände der Isro in Sriharikota, Andra Pradesh
(Bild: Sukanya0920, shutterstock)
Während das Startup Skyroot die Rakete Vikram-1 erfolgreich startet, verliert die staatliche Isro über 100 Forscher. Wichtige Missionen verzögern sich.
Die indische Raumfahrt erlebt eine Phase vermeintlicher Widersprüche: Während das private Unternehmen Skyroot Aerospace am 18. Juli 2026 mit der Vikram-1 die erste privat entwickelte Orbitalrakete des Landes erfolgreich startete [1], kämpft die staatliche Raumfahrtagentur Isro mit einer Talentflucht [2], die wichtige nationale Projekte gefährdet.
Über 100 Wissenschaftler haben die staatliche indische Raumfahrtorganisation in den vergangenen Monaten verlassen – was dazu führt, dass Indien im strategischen Wettlauf mit China weiter zurückzufallen [3] droht.
Die indische Regierung hat mit drastischen Maßnahmen reagiert. Das Ministerium für Weltraumangelegenheiten verschärfte die Kündigungsregeln [4] für Wissenschaftler, die an Schlüsselprojekten für das bemannte Raumflugprogramm arbeiten.
Kündigungen und Anträge auf vorzeitigen Ruhestand müssen nun genehmigt werden. Die "Welle von Anträgen auf freiwilligen Ruhestand und Kündigungen" von wissenschaftlichem und technischem Personal beeinträchtige "schwerwiegend die Umsetzung von Projekten von nationaler Bedeutung".
Die Abwanderung konzentriert sich auf strategisch wichtige Zentren: Rund 80 Wissenschaftler haben das U.R. Rao Satellite Centre in Bengaluru verlassen, etwa 20 das Vikram Sarabhai Space Centre in Thiruvananthapuram. Darunter befinden sich mehrere leitende Missionsdirektoren.
Die Verluste wiegen schwer: Die ausscheidenden Wissenschaftler verfügen über jahrelange spezialisierte Erfahrung aus Missionen wie Chandrayaan-3 [5], SpaDeX [6] und Gaganyaan [7].
Die Gründe für die Abwanderung sind vielfältig. Branchenexperten und hochrangige Isro-Mitarbeiter, die anonym bleiben wollten, nennen vor allem die Anziehungskraft des aufstrebenden privaten Raumfahrtsektors.
Diese Unternehmen entwickeln Raketen, Satelliten, Antriebssysteme und weltraumgestützte Dienstleistungen in einem Tempo, das noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Für Isro-Wissenschaftler liegt der Reiz auf der Hand: Private Firmen bieten deutlich höhere Gehälter, Aktienoptionen, größere Flexibilität und die Möglichkeit, dort zu arbeiten, wo Ideen rasch vom Reißbrett zur Hardware reifen.
Seit die indische Regierung 2020 die Branche für private Beteiligung öffnete, haben Start-ups wie Skyroot Aerospace, Agnikul Cosmos, Pixxel, Bellatrix Aerospace, Dhruva Space und Digantara die Luft- und Raumfahrtlandschaft des Landes transformiert. Anders als traditionelle Regierungsorganisationen ermöglichen Start-ups auch frühere Führungsrollen und die Chance, völlig neue Technologien aufzubauen.
Dieser Trend wird durch ehemalige Isro-Veteranen selbst verstärkt: In den vergangenen Jahren haben mehrere pensionierte und ehemalige hochrangige Isro-Beamte Luft- und Raumfahrt-Startups gegründet oder betreut und damit ein Ökosystem geschaffen, das zunehmend Talente von der nationalen Raumfahrtagentur abzieht.
Doch die Attraktivität der Privatwirtschaft erklärt nur einen Teil der Geschichte. Die Abgänge fallen in eine Zeit, in der die Isro mit einer Verlangsamung der Missionsausführung zu kämpfen hat. Mehrere hochkarätige Missionen liegen hinter den Zeitplänen.
Die Isro, die ein aggressives Programm von 18 Starts für 2026 angekündigt hatte, hatte in den ersten vier Monaten des Jahres nur einen einzigen abgeschlossen – und diese Mission endete mit einem Fehlschlag.
Die Gaganyaan-Mission, Indiens erstes bemanntes Raumfahrtprogramm, steht besonders im Fokus. Ursprünglich für 2022 geplant, wurde der Start mehrfach verschoben – zuletzt auf 2027. Doch selbst dieser Termin gilt als unrealistisch.
Vorher muss Indien zwei kritische unbemannte Testmissionen abschließen. Sie sollen das Crew-Rettungssystem, die Lebenserhaltung, die Avionik, die Sicherheitsmaßnahmen und die gesamte Missionsarchitektur unter realen Flugbedingungen validieren.
Und es gibt Anzeichen dafür, dass die aktuellen Fortschritte nicht ausreichen, um eine bemannte Mission innerhalb des nächsten Jahres zu unterstützen. Kritische Systeme, einschließlich Umweltkontrolle, Crew-Sicherheitsprotokolle und Missionsintegration, müssen noch nachgebessert werden.
Ein weiterer, weniger sichtbarer, aber ebenso entscheidender Aspekt ist schlichtweg Fachkräftemangel. Die Isro muss noch die Bodenteams, das Missionskontrollpersonal und die Astronauten-Unterstützungseinheiten benenne, die während der Mission für den Echtzeitbetrieb verantwortlich sein werden.
Denn Indien verfügt über einen winzigen Pool von vier Astronauten, aus denen für die Gaganyaan-Mission drei ausgewählt werden sollen.
Unterdessen feiert der private Sektor Erfolge. Am 18. Juli 2026 um 12:05 Uhr startete Vikram-1, Indiens erste privat entwickelte Orbitalrakete, vom Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota. Die von Skyroot Aerospace entwickelte Rakete platzierte erfolgreich mehrere Technologiedemonstrations-Nutzlasten in 450 Kilometern Höhe.
Die Mission markiert Indiens Eintritt in eine Elitegruppe von Nationen mit privater orbitaler Startkapazität und macht es zum dritten Land der Welt, das diese Leistung durch ein privat entwickeltes Startfahrzeug erreicht hat.
Die Rakete besteht aus einer Kohlefaser-Verbundstruktur und wird von hauseigenen Boostern angetrieben, bei deren Bau auch 3D-Drucker zum Einsatz kamen. Die Rakete ist darauf ausgelegt, kleine Satelliten mit einem Gewicht von bis zu 350 kg in eine niedrige Erdumlaufbahn zu befördern.
Sowohl China als auch Indien betrachten Investitionen in die Raumfahrt als Teil ihrer nationalen Entwicklungsziele, als Mechanismus zur Stärkung von Autarkie, zur Entwicklung und Aufrechterhaltung von Legitimität, zur Steigerung des Nationalstolzes und zur Erlangung externen Prestiges.
Wo sich China und Indien unterscheiden [8], ist, wie sie die Funktionen von Raumfahrt für ihre Gesellschaften verorten: Indien ist auf die Erreichung traditioneller Weltraumziele konzentriert, wie Satellitenstarts, das Entsenden von Menschen in die niedrige Erdumlaufbahn und Missionen zum Mond und Mars.
China verfolgt dagegen eine ambitionierte Langzeitstrategie, bei der die Raumfahrtambitionen strategisch in die Errichtung seiner wachsenden kritischen Infrastruktur eingebettet sind.
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DeepSeek ändert seine Finanzpläne.
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Das chinesische KI-Start-up DeepSeek setzt seine zweite Finanzierungsrunde aus. Über seine Pläne für einen Börsengang sagte es jedoch nichts.
Das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek hat potenziellen Investoren mitgeteilt, dass es die Gespräche über seine zweite Finanzierungsrunde vorerst aussetzt. DeepSeek hatte erst im vergangenen Monat seine erste externe Finanzierungsrunde über rund sieben Milliarden US-Dollar [1] abgeschlossen – und wollte direkt nachlegen.
Das sei nun nicht mehr geplant, berichtet The Information [2] unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person. Die angestrebte Bewertung lag bei 500 Milliarden Yuan, was rund 74 Milliarden US-Dollar entspricht. Das wäre ein erheblicher Sprung gegenüber der Bewertung aus der ersten Runde, an der sich unter anderem Tencent und der Batteriehersteller CATL beteiligt hatten.
Kurz zuvor hatte sich der CEO Liang Wenfeng verärgert über den Leak von Informationen gezeigt. Ein Transkript eines Investorencalls des CEOs, der im Mai stattfand, kursierte vergangene Woche auf chinesischen Social-Media-Plattformen und X. In dem Gespräch legte Liang seine strategischen Prioritäten dar. Der CEO war Berichten zufolge verärgert über den Leak.
Die Entscheidung fällt zudem in eine Phase verschärften Wettbewerbs im chinesischen KI-Markt. Moonshot AI, ein chinesischer Konkurrent, hat mit seinem Open-Weight-Modell Kimi K3 [3] gerade für erhebliches Aufsehen gesorgt. Das Modell erreichte in Benchmarks Ergebnisse, die mit US-amerikanischen Frontier-Modellen konkurrieren können. Die Nachfrage nach K3 war so groß, dass Moonshot AIs Server innerhalb von 48 Stunden angeblich überlastet waren. Laut The Information hätten einige Investoren vergangene Woche bei DeepSeek nachgefragt, ob der Erfolg von Kimi K3 Auswirkungen auf die eigenen Pläne haben könnte.
Parallel zur Finanzierungsrunde bereitet das 2023 gegründete Unternehmen einen möglichen Börsengang [4]vor. Laut Bloomberg arbeitet DeepSeek mit Wirtschaftsprüfern daran, bis Ende Dezember 2026 einen Finanzbericht zu erstellen – eine Voraussetzung für einen IPO-Antrag.
Investoren rechnen dem Information-Bericht zufolge damit, dass die Gespräche über die zweite Finanzierungsrunde zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Unklar bleibt, wie lange die Pause dauern wird.
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In dieser Episode diskutiert Eberhard Wolff mit Tom Asel und Daniel Sack darüber, wie EventStorming als Baustein der kollaborativen Modellierung funktioniert.
Wer in der Softwareentwicklung ein gemeinsames Verständnis für die Fachdomäne schaffen will, kommt an EventStorming kaum vorbei. Die Workshop-Technik hat sich in den vergangenen Jahren als Standard etabliert – doch in der Praxis reicht die Methode allein oft nicht aus. Wie sich EventStorming daher nicht als singuläre Methode, sondern als ein Baustein in einem größeren Repertoire kollaborativer Modellierung verstehen lässt, darüber diskutiert Eberhard Wolff in dieser Folge mit Tom Asel [1] und Daniel Sack [2]. Im Verlauf des Gesprächs zeigen sie konkret, welche typischen Fallstricke es gibt und weshalb Teams sich nicht blind auf das Format verlassen sollten.
EventStorming wurde von Alberto Brandolini im Umfeld von Domain-driven Design (DDD) entwickelt und ist im Vergleich zu anderen Verfahren bewusst leichtgewichtig. Die Methode kommt zunächst ohne Rechner aus: Teilnehmende visualisieren fachliche Abläufe mit farbigen Klebezetteln auf einer großen Wand. Orangefarbene Zettel stehen für Domain Events, also fachliche Ereignisse, blaue für Commands, die diese Ereignisse auslösen, gelbe für Aggregates. Weitere Farben markieren Policys, Read Models, beteiligte Personen, Systeme oder sogenannte Hotspots – Stellen, an denen es hakt oder Klärungsbedarf besteht.
Ihre Erfahrung geben die drei Experten Sack, Asel und Wolff auch in Trainings unter dem Kürzel COSMO (Collaborative Software Modeling) bei Techtalk [3] und Socreatory [4] weiter.
Die Ausstrahlung findet am Dienstag, 28. Juli 2026, live ab 13:00 Uhr statt. Die Folge steht im Anschluss als Aufzeichnung bereit. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite [6] einbringen.
software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, iX-Blogger und bekannter Softwarearchitekt [7], der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Zum Team gehören außerdem Lisa Maria Schäfer [8] (Socreatory) und Ralf D. Müller [9] (DB Systel). Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal Wolff, Schäfer oder Müller solo. Seit mittlerweile mehr als vier Jahren berichtet iX (heise Developer) über die Episoden.
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Aus Sicherheitsgründen wartet das GitHub-Tool nun drei Tage bis zum Erstellen von Pull Requests, wenn Versionsupdates für Dependencies erscheinen.
GitHub hat angekündigt, dass sein Dependency-Update-Tool Dependabot eine Cooldown-Phase von drei Tagen erhält. Das heißt, erst nach diesem Zeitraum erstellt das Tool einen Pull Request für Versionsupdates von Dependencies. Hierdurch soll das Risiko für die Installation von manipulierten Packages sinken, denn solche Supply-Chain-Attacken treten immer wieder auf, werden jedoch meist innerhalb von Stunden entdeckt.
In einer größeren Sicherheitsattacke erlangte im September 2025 [1] ein Angreifer Zugriff auf den npm-Account eines Entwicklers und verbreitete darüber mit Malware versehene Pakete. Betroffen waren rund 20 npm-Pakete, darunter chalk und debug, mit mehr als zwei Milliarden Downloads pro Woche. Die Schadpakete waren etwa zwei Stunden lang verfügbar, bevor sie entdeckt und von npm entfernt wurden.
Um solche Szenarien einzudämmen, wartet das GitHub-Tool Dependabot [3] nun mindestens drei Tage, bevor es einen Pull Request für ein Versionsupdate einer Dependency erstellt. Diese standardmäßig eingestellte Zeitspanne können Entwicklerinnen und Entwickler nach Bedarf verkürzen oder verlängern.
GitHub begründet seine Wahl von drei Tagen damit, dass viele schadhafte Pakete bereits innerhalb von Stunden nach ihrer Veröffentlichung entdeckt werden. Das belegt beispielsweise ein von GitHub zitierter Bericht über 21 größere Supply-Chain-Vorfälle [4] in einem Zeitraum von acht Jahren zwischen 2018 und 2026.
Von der Änderung ausgenommen sind Security-Updates. Damit sind solche Updates gemeint, die sich auf eine bekannte Vulnerability beziehen und mit einem veröffentlichten Advisory für das Package einhergehen. In diesem Fall gibt Dependabot einen Alert aus und eröffnet einen Pull Request für das Update auf die gepatchte Version – ohne Verzögerung.
Weitere Informationen zum neuen Dependabot-Verhalten sind in einem GitHub-Blogeintrag zu finden [5]. Dabei weist GitHub darauf hin, dass die Cooldown-Phase lediglich eine von mehreren Sicherheitsschichten sein sollte, da sie beispielsweise gegen länger angelegte Attacken mit nicht aktivierten, unentdeckten Backdoors in Releases nichts ausrichten kann.
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When Japanese Prime Minister Sanae Takaichi arrived in India in early July, energy security was near the top of the agenda -- just as it was when Prime Minister Narendra Modi toured the Middle East and Europe in May. The situation in the Strait of Hormuz has sharpened such concerns about oil and gas vulnerability, but both leaders have made a broader point: Building competitive positions in advanced energy industries is equally critical -- for growth, jobs and technological leadership -- and requires sustained industrial commitment, not just diplomatic ambition.
Writing ahead of the G7 meeting in France in June, Takaichi framed her role in explicit terms: pushing structural change in energy and supply chains, rather than managing the status quo. The central question is whether these partnerships will actually lead to coordinated industrial development.
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Ob beim abendlichen Spaziergang mit dem Hund, auf dem Campingplatz, bei einer Panne oder bei Arbeiten in schlecht beleuchteten Bereichen: Taschenlampen können in vielen Situationen hilfreich sein. Besonders praktisch ist es, wenn bei der Verwendung einer Taschenlampe beide Hände frei sind.
Deshalb gibt es Modelle, die mit einem Clip ausgestattet sind. Mit dessen Hilfe kann die Lampe an der Kleidung, am Rucksack oder an Kopfbedeckungen befestigt werden. Eine solche Taschenlampe des Herstellers Blukar gibt es derzeit bei Amazon zum reduzierten Preis.
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 15,99 Euro. Durch den aktuellen Rabatt von 25 Prozent sinkt der Preis auf 11,96 Euro.
Allerdings relativiert der Blick auf den Preisverlauf die Ersparnis etwas: Laut dem Amazon-Preistracker Keepa wird die Blukar-Taschenlampe regelmäßig auf den aktuellen Preis reduziert; 11,96 Euro sind kein einmaliges Ausnahmeangebot.
Dennoch war die Lampe bislang nur ein Mal günstiger. Zum Prime Day 2026 wurde sie kurzzeitig für 11,38 Euro angeboten. Das aktuelle Angebot liegt somit lediglich 58 Cent über dem bisherigen Tiefstpreis.
Es handelt sich um eine EDC-Taschenlampe. Die Abkürzung steht für Everyday Carry und bezeichnet kompakte Gegenstände, die sich ohne großen Aufwand mitführen lassen.
Mit Abmessungen von 6,4 x 2,9 Zentimetern und einem Gewicht von 59 Gramm passt die Lampe in viele Hosen- oder Jackentaschen. Zusätzlich hat sie einen Clip, mit dem sie sich an Rucksackgurten, Gürteln oder Kleidungsstücken befestigen lässt. Die Öffnung des Clips ist mit 16 Millimetern angegeben.
Der Clip ermöglicht die freihändige Nutzung der Lampe. Bei Reparaturen kann sie am Kragen oder an einer Brusttasche befestigt werden, um den Arbeitsbereich auszuleuchten. Wie gut sich der Lichtkegel ausrichten lässt, hängt von der jeweiligen Befestigungsposition ab. Für längere Arbeiten dürfte eine verstellbare Stirnlampe komfortabler sein.
Insgesamt sind drei Lichtquellen integriert. Das Spotlight erzeugt einen stärker gebündelten Lichtkegel und ist besser für die Ausleuchtung von Objekten in einiger Entfernung geeignet. Das Flutlicht verteilt das Licht breiter und ist für die Ausleuchtung des Nahbereichs gedacht.
Beide weißen Lichtquellen können gleichzeitig aktiviert werden. Dadurch lassen sich sowohl der nähere Bereich als auch weiter entfernte Ziele beleuchten. Die maximale Helligkeit gibt der Anbieter mit 800 Lumen an. Diese dürften aber nur kurzzeitig im Turbomodus abgerufen werden können.
Ergänzend gibt es ein rotes Flutlicht. Rotlicht blendet in dunkler Umgebung weniger als helles Weißlicht und kann beim nächtlichen Kartenlesen oder beim Einsatz im Zelt angenehmer sein. Außerdem stehen vier Helligkeitsstufen und ein Blinkmodus zur Verfügung.
Die Energie liefert ein festverbauter Akku mit einer Kapazität von 800 mAh. Aufgeladen wird dieser über USB-C. Ein passendes Kabel ist im Lieferumfang enthalten. Eine Statusanzeige informiert über den Ladevorgang und warnt durch rotes Blinken, wenn der Akkustand niedrig ist.
Blukar wirbt damit, dass eine Ladung bei täglicher Nutzung eine Woche ausreichen könne. Diese Angabe dürfte allerdings nur bei kurzen Einsätzen und niedrigeren Helligkeitsstufen erreichbar sein. Bei dauerhaftem Betrieb im Turbomodus wird der kleine Akku schneller entladen. Eine genaue Laufzeittabelle für die einzelnen Stufen nennt der Hersteller nicht.
Das Gehäuse besteht aus einer Aluminiumlegierung. Zudem ist die Taschenlampe nach IPX6 geschützt und soll somit auch starken Wasserstrahlen beziehungsweise Regen standhalten. In Wasser getaucht werden darf sie nicht.
Zusätzlich wirbt Blukar mit einem bestandenen Falltest aus einer Höhe von 1,2 Metern. Vollständig unempfindlich gegen Stürze und Beschädigungen ist die kleine Lampe dadurch nicht.
Die Taschenlampe ist vor allem für Nutzer geeignet, die eine kleine, vielseitige Lampe für gelegentliche Einsätze suchen. Mithilfe des Clips kann sie unkompliziert mitgeführt werden und ist auch für freihändige Arbeiten geeignet.
Die Lampe ist für den Einsatz in unterschiedlichen Situationen geeignet. Aufgrund der kompakten Größe und des geringen Gewichts kann sie problemlos dauerhaft mitgeführt werden.
Wer über mehrere Stunden eine konstant hohe Lichtleistung benötigt, sollte ein größeres Modell mit austauschbarem oder stärkerem Akku wählen. Für längere Wanderungen ist außerdem eine gut sitzende Stirnlampe meist komfortabler als eine Clip-Lampe, die am Kleidungsstück befestigt ist.
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Von Blukar gibt es weitere Gadgets. Eine Übersicht liefert der Amazon-Store von Blukar
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Zu den beliebtesten Over-Ear-Kopfhörern zählen bei Amazon die JBL Tune 770 NC. Sie überzeugen mit einem ungestörten Sounderlebnis zum erschwinglichen Preis, sind angenehm zu tragen und bieten eine lange Akkulaufzeit für den Musikgenuss unterwegs. Aktuell sind sie reduziert.
Die JBL Tune 770 NC können sowohl per Bluetooth 5.3 als auch über das abnehmbare Aux-Kabel mit dem Smartphone oder mit einer anderen Audioquelle verbunden werden. Die dynamischen 40-Millimeter-Treiber liefern einen kräftigen JBL Pure Bass Sound, der eine Empfindlichkeit von 100 Dezibel erreicht und sich über EQ-Einstellungen in der JBL Headphone App an individuelle Bedürfnisse anpassen lässt.
In der Öffentlichkeit filtern die Kopfhörer mit adaptivem Noise Cancelling störende Hintergrundgeräusche heraus und passen sich automatisch an die Umgebung an. Wer in Kontakt mit der Außenwelt bleiben möchte, nutzt den Ambiance Mode und TalkThru, um relevante Geräusche oder Gespräche durchzulassen. Die Funktionen können bei Bedarf per Tastendruck aktiviert werden.
Auch Wiedergabe, Titelauswahl und Anrufe lassen sich über die Bedienelemente an den Kopfhörern steuern. In der App stehen neben Equalizern weiterführende Einstellungen zum Noise Cancelling und zur Auswahl eines Sprachassistenten zur Verfügung. Darüber hinaus können Nutzer die VoiceAware-Funktion nutzen, um festzulegen, in welchem Umfang sie bei Anrufen die eigene Stimme hören wollen.
Mit einem 690-mAh-Akku erreichen die JBL Tune 770 NC laut Hersteller eine Laufzeit bis zu 70 Stunden ohne und 44 Stunden mit ANC über Bluetooth. Schon fünf Minuten Ladezeit reichen aus, um die Wiedergabe um drei Stunden zu verlängern. Die vollständige Aufladung dauert rund zwei Stunden. Auch das Design ist auf eine lange Nutzungsdauer ausgerichtet. Mit weichen Ohrpolstern und gepolstertem Kopfbügel bieten die Over-Ear-Kopfhörer einen hohen Tragekomfort bei einem Gewicht von nur 232 Gramm. Zum Transport lassen sie sich platzsparend zusammenklappen.
Amazon bietet die JBL Tune 770 NC
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Neben den JBL Tune 770 NC hat Amazon weitere Kopfhörer im Angebot. Die Soundcore Q20i
soundcore by Anker Q20i
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Weiter oben in der Preisskala sind die Sony WH-1000XM6 angesiedelt. Diese reduzieren Hintergrundgeräusche mit dem HD-Noise-Cancelling-Prozessor QN3 und zwölf Mikrofonen und liefern einen Sound in Hi-Res-Qualität, der sich mit 360 Upmix for Cinema in einen räumlichen Surround-Sound verwandelt. Aktuell werden sie für 333 Euro angeboten.
Sony WH-1000XM6
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Climate change and the shifting patterns of diseases coupled with the increasing possibility of outbreaks mean more countries and scientists are relying on artificial intelligence to predict the emergence of diseases like dengue, malaria and cholera before an epidemic occurs by analyzing various kinds of weather and health data.
Outbreaks of diseases like COVID-19, Ebola, avian flu and mpox show how hard it is to control potential epidemics. The pathogens often come from animals; however, at what time and in what place these diseases will jump into people is impossible to predict. Climate changes, industrial animal farming and the invasion of natural habitats by people raise the chances of so-called spillover events, when pathogens make the move from animals to humans and, in some cases, lead to the emergence of epidemics. AI can help with analysis of datasets collected from various sources, including information on the climate, land use, animal farming, transportation, population migrations and socio-economic factors.
2006 befreite der Core 2 Duo Intel aus der Pentium-4-Sackgasse. Die Desktop-CPU übertraf alle Erwartungen und wirkt bis heute nach. Wir blicken 20 Jahre zurück.
Am 26. Juli 2006 begann Intel mit dem Verkauf der Core-2-Duo-Prozessoren. Nach dem Flop der Baureihe Pentium 4 mit hohem Energiebedarf und zu niedrigen Taktraten sowie dem Erfolg der Athlon 64 X2 von AMD stand Intel unter massivem Zugzwang. Die Rückschau offenbart, wie aus einer Notlösung die Basis für alle nachfolgenden Core-Generationen bis zu den aktuellen Intel-CPUs entstand.
Wir beleuchten auch die Vorgeschichte, wie ein sparsames Mobildesign den Chiphersteller rettete, welchen enormen Performancesprung die Core 2 Duo brachten und wie es um die Effizienz bestellt war. Zudem gehen wir auf die wesentlichen Unterschiede und vor allem Verbesserungen zum Netburst-Design der Pentium 4 ein.
Die Prozessoren [5] [5] der Serie Core 2 Duo brachten viele Neuerungen bei der Kernarchitektur, richteten den Fokus stärker auf den Energiebedarf und führten CPU-Schlafzustände wie C-States bei Desktop-Prozessoren ein.
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Das EU-Parlament stoppt den Sojadiesel-Ausstieg. Während die Union den Beschluss stützt, warnt die DUH vor Handelskriegen mit Indonesien.
Das Europäische Parlament hat am 8. Juli den geplanten Ausstieg aus der Förderung von Kraftstoffen auf Soja-Basis verhindert. Dennoch ist klar: Kraftstoffe aus Energiepflanzen sind kein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz. Stattdessen erhöhen die Energiepflanzen weltweit den Druck auf wertvolle Ökosysteme und verschärfen den Verlust von Arten und natürlichen Lebensräumen.
"Weiter Soja-Kraftstoffe zu erlauben, ist ein herber Rückschritt für den Klima- und Naturschutz. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kraftstoffe auf Soja-Basis ähnlich schädlich für Natur und Klima sind wie solche aus Palmöl. Energiepflanzen wie Soja gehören deshalb nicht in den Tank. Andere EU-Staaten haben die Nutzung von Soja-Kraftstoffen bereits eingeschränkt, diesem Beispiel muss Deutschland jetzt folgen."
Nikolas von Wysiecki [1], stellv. Teamleiter Klima und Verkehr, Nabu
Die Europäische Kommission überprüft regelmäßig, welche Rohstoffe aufgrund indirekter Landnutzungsänderungen besonders hohe Klimawirkungen verursachen. Bei sogenannten high-iLUC-Rohstoffen entstehen zusätzliche Emissionen, weil der Anbau von Energiepflanzen weltweit die Umwandlung natürlicher Ökosysteme in landwirtschaftliche Flächen fördert.
High-iLUC-Rohstoffe (indirect Land Use Change) sind landwirtschaftliche Erzeugnisse zur Biokraftstoffherstellung, deren Anbau zu einer indirekten Abholzung oder Zerstörung von Ökosystemen führt. Besonders betroffen sind tropische Wälder und artenreiche Savannen wie der brasilianische Cerrado.
Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass Soja in dieser Hinsicht ähnlich problematisch ist wie Palmöl. 2025 hat die EU übrigens etwa 30 Mio. Tonnen Soja importiert [2], aber lediglich rund drei Mio. Tonnen erzeugt [3] (2024).
Die EU-Kommission will Sojabohnen zukünftig als high-iLUC-Rohstoff einstufen und mit dem Entwurf für die Änderung der Delegierten Verordnung (EU)2019/807 [4] entsprechende Schritte eingeleitet. Die EU-Kommission hat dazu außerdem ein öffentliches Anhörungsverfahren eingeleitet.
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) lehnt [5] die Initiative der EU-Kommission jeoch strikt ab. Insbesondere kritisiert der Lobbyverband, dass als Ergebnis der Berechnungen der Anbauausweitung auf Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt die Sojabohne pauschal als "high-iLUC-Rohstoff" eingestuft würde.
Von einer pauschalen Einstufung wäre der Sojaanbau insgesamt – also auch in den USA oder in Europa – betroffen, befürchtet die Ufop.
Gefordert wird in diesem Zusammenhang eine Verbesserung der amtlichen Statistik durch die EU-Kommission. Und die Ufop will die dazu erforderlichen Daten auch gleich selbst liefern: In der Unionsdatenbank stünden die erforderlichen Daten bereits zur Verfügung.
Offensichtlich hat sich die Ufop mit ihrem Anliegen durchsetzen können, denn nun hat das EU-Parlament die Pläne der Kommission torpediert. Die aktuelle Entscheidung wurde ermöglicht, weil die CDU-Parteienfamilie gemeinsam mit den rechtsextremen Parteien gegen die Pläne der EU-Kommission gestimmt hat.
Diese Entscheidung steht in klarem Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Folgen für Klima und Natur von Soja-Kraftstoffen. Derzeit werden noch etwa 29 Prozent (etwa 8,7 Mio. Tonnen) der Sojabohnen in der EU zu Biodiesel verarbeitet [6].
In der Konsequenz der Entscheidung des EU-Parlaments fordern der Nabu und andere vergleichbare Organisationen die Bundesregierung auf, den bestehenden rechtlichen Spielraum konsequent zu nutzen und biogene Kraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen insgesamt schrittweise zu beenden.
Die knappen Flächen würden für gesunde Ökosysteme, den Schutz der Artenvielfalt und eine klimaresiliente Landwirtschaft dringend benötigt.
So fordert etwa die [7]Deutsche Umwelthilfe [8] eine nationale Regelung für den Ausstieg aus der Nutzung von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen zur Produktion und Förderung biogener Kraftstoffe. Denn der Import dieser Rohstoffe nach Europa befeuert die Zerstörung wertvoller Ökosysteme in Südamerika und ist hochgradig klimaschädlich:
"Mit dieser Entscheidung hält die EU fest an der Förderung für ein Geschäftsmodell, das Regenwälder und Savannen für vermeintlich grünen Diesel zerstört. Die wissenschaftliche Faktenlage gegen Sojadiesel ist erdrückend, aber für die Mehrheit der Abgeordneten scheint dies nicht mehr zu zählen. Wir fordern die Bundesregierung auf, jetzt zu handeln und die Sojadiesel-Förderung in Deutschland zu beenden – so wie es bereits Frankreich, Dänemark, Belgien und die Niederlande getan haben."
Jürgen Resch, DUH-Bundesgeschäftsführer
Mit der Blockade verhindert das EU-Parlament jetzt die Aktualisierung der oben erwähnten Verordnung, die auch die Voraussetzung für einen WTO-konformen EU-Ausstieg aus Palmöldiesel ist.
In der Folge riskiert die EU milliardenschwere Vergeltungsmaßnahmen von Indonesien und Malaysia. Allein Indonesien könnte nun Handelsmaßnahmen gegen die EU im Umfang von bis zu 5,6 Mrd. US-Dollar jährlich ergreifen:
"Diese Blockade ist klimapolitisch verantwortungslos und kann die EU handelspolitisch teuer zu stehen kommen. Im WTO-Streit um Palmöldiesel drohen nun Vergeltungsmaßnahmen in Milliardenhöhe aus Indonesien.
Die Bundesregierung hat sich auch bei der Treibhausgasminderungsquote darauf verlassen, dass der Sojadiesel-Ausstieg auf EU-Ebene kommt. Nachdem diese Strategie gescheitert ist, muss sie nun rasch national handeln und dafür sorgen, dass Sojadiesel zumindest in Deutschland nicht länger als klimafreundlich angerechnet wird."
Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer
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Alexandra Lamy. Filmbild: Copyright Neue Visionen Filmverleih
Eine französische Komödie über den weiblichen Orgasmus, die ein hartnäckiges Tabu aufbricht. Sympathisch und locker von Reem Khericis erzählt.
"Sexualität ist nicht natürlich gegeben."
Michel Foucault, Sexualität und Wahrheit
Es ist schon erstaunlich, dass es ein halbes Jahrhundert nach der sexuellen Befreiung noch immer notwendig ist, sich mit dem Umstand zu beschäftigen, dass eine beträchtliche Zahl von Frauen beim Geschlechtsverkehr keine Lust beziehungsweise keinen sexuellen Höhepunkt erlebt.
Im Jahr 2026 hätte man zu hoffen gewagt, dass sich die Sitten inzwischen so weit entwickelt haben, dass das Thema der Vernachlässigung des weiblichen Orgasmus nur noch eine ferne Erinnerung wäre. Offensichtlich ist das nicht der Fall. Das beschert uns eine Kino-Komödie wie "Chéri, ich komme! - Die Erfindung der Lust" (im Original: "Pour le plaisir").
Gewiss unternimmt der vierte Langfilm von Reem Kherici als Regisseurin nichts, um das Genre der erotischen Leinwandkomödie neu zu erfinden. Dennoch betont er, ohne übermäßige Schwerfälligkeit, einen – in dieser Hinsicht äußerst wichtigen – Umstand: Geteilte Lust in einer Partnerschaft entsteht nicht von selbst, sondern muss aufgebaut werden; sie ist nicht das flüchtige Ergebnis eines einzelnen Moments überschäumender Libido. Ganz im Gegenteil.
Die Besetzung mit Alexandra Lamy und François Cluzet, die diese durchaus unterhaltsame Lektion in emotionaler und sexueller Bildung tragen, erweist sich als stimmig.
Während Erstere unter allen Umständen ihren gewohnten gutmütigen Pragmatismus ausstrahlt, bemüht sich Letzterer in der Rolle des Ehemanns, der zunächst etwas einfältig wirkt, sich letztlich jedoch als erstaunlich einfallsreich erweist, unermüdlich darum, das Gleichgewicht seiner Ehe wiederherzustellen.
Rollen, die zwar kaum originell, insgesamt jedoch solide angelegt sind; Kyan Khojandi, als gewissermaßen standardmäßiger Freund des Ehemanns, und François-Xavier Demaison, als Rivale auf dem Feld skurriler Erfindungen, kommen dagegen kaum über Statistenfunktionen hinaus.
Schließlich hat sich die Regisseurin selbst die Rolle im Zentrum der Handlung gegeben: die der Sexualtherapeutin, die ihre Patientin zunächst auf den richtigen Weg bringt, dann jedoch rasch von der überwältigenden Dynamik des Paares überholt wird, das beginnt, Sexspielzeug zu erfinden.
Spiegelt "Pour le plaisir" in seiner Form irgendeine Wirklichkeit des französischen Alltags Mitte der 2020er Jahre wider?
Ganz sicher nicht. Dort scheint jeden Tag die Sonne, und zwar so strahlend, dass sie die meisten Einstellungen überbelichtet. Ebenso wohnen Fanny und Tom in einem äußerst luxuriösen Haus – das zwar mehr oder weniger zum Verkauf steht –, obwohl ihre Einkommensverhältnisse vermutlich eher bescheiden sind. Kurz gesagt: Als Gesellschaftsporträt des heutigen Frankreichs außerhalb der Metropolen kann man den Film vergessen.
Dennoch fügt sich diese Ästhetik, die unmittelbar der sterilisierten Welt der Werbung und des Reality-TV entsprungen zu sein scheint, letztlich gar nicht so schlecht in das Anliegen von Reem Khericis Film ein.
Tatsächlich bedarf es eines Mikrokosmos, dem jede andere dramatische Konfliktlinie fehlt, damit wir unsere Aufmerksamkeit vollständig auf die Frustrationen der treuen Ehefrau richten können. Denn auch eine mögliche Untreue der einen oder anderen Figur ist in dieser freundlich-zügellosen Komödie keineswegs ein Thema von größerer Bedeutung.
Der sanft feministische Ansatz von "Pour le plaisir" verdient es tatsächlich, dass man etwas näher darauf eingeht. Denn Fanny und Tom existieren – trotz der weichgezeichneten Darstellung ihres Lebensumfelds – keineswegs in einem luftleeren Raum. Ihr Vorgehen löst in ihrem Umfeld die unterschiedlichsten Reaktionen aus.
Die aussagekräftigste ist zweifellos die ihrer Tochter, die jede noch so kleine Vertraulichkeit über das Intimleben ihrer Eltern kategorisch zurückweist. Daran ist nichts Ungewöhnliches, auch wenn die Befreiung des Wortes nicht unbedingt eine Frage der Generationen ist.
Hier hat diese Perspektive den Vorteil, ein Gegengewicht zu den anzüglicheren und vorhersehbareren Bemerkungen anderer Nebenfiguren zu bilden, die ihrerseits in weniger klassischen Situationen stecken als die beiden Hauptfiguren.
Diese zwanghafteren Formen, die eigene Sexualität zu leben – etwa bei Fannys Schwester, die sich von einer unverbindlichen Bekanntschaft zur nächsten bewegt und sich über phallische Fotos begeistert, oder bei Toms Freund, der offenbar unfreiwillig eingefleischter Junggeselle geblieben ist –, wirken sofort weniger glaubwürdig als die langwierige Suche nach dem Höhepunkt, auf die sich die beiden Hauptfiguren beinahe zufällig eingelassen haben.
Damit stellt sich die überaus heikle Frage, wie und in welchem Zusammenhang man überhaupt über Sexualität sprechen sollte.
Reem Kherici erhebt keineswegs den Anspruch, darauf eine endgültige Antwort zu geben – schon gar nicht für diesen historischen Moment in Europa, in dem reaktionäre Kräfte mehr denn je libertäre Geister dazu zwingen wollen, den Rückzug anzutreten.
Ihrem Film gelingt jedoch das durchaus bemerkenswerte Kunststück, etwas so Wesentliches wie den Orgasmus der Frau zu enttabuisieren und als etwas ganz Alltägliches erscheinen zu lassen. Gleichwohl bleibt bei uns immer noch dieser Nachgeschmack des Erstaunens zurück, dass über diesem Thema ein gesellschaftliches und kulturelles Tabu schwebt, das sich auf höchst bedauerliche Weise hartnäckig hält.
Doch visuell bietet der Film nur wenig, woran man sich festhalten könnte.
Der Film spielt auf allen Klaviaturen, die eine Komödie dieser Art spielen sollte, tut dies jedoch ähnlich mechanisch wie der Womanizer im Zentrum des Films. Am Ende entsteht der Eindruck, man habe es mit einem vorgefertigten, normierten Produkt zu tun und nicht mit einer kraftvollen, wirklich lebendigen Geschichte.
Ihm fehlt eine eigene Persönlichkeit, ihm fehlt der Funke. Der Humor funktioniert – eher als Schmunzeln denn als lautes Gelächter –, und das Tempo ist flott, doch manche Figuren wirken vor allem wie dramaturgische Werkzeuge, die das Drehbuch vorantreiben sollen, nicht wie echte Menschen. Das gilt für den Mann, den unser Protagonist hasst, ebenso wie für dessen Freund.
Ein unterhaltsamer Film, gut erzählt, mit einem flotten Rhythmus und einer starken Besetzung … mehr aber auch nicht.
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