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Observability als Engineering-Problem: Weniger sammeln, mehr verstehen

Von Heise — 18. Juli 2026 um 09:05
Aufmacher Observability

(Bild: Matthias Parbel / KI / iX)

Zwei OpenTelemetry-Experten erklären, warum zu viele Daten schaden – und wie ein Top-down-Ansatz die Zuverlässigkeit der Observability rettet.

Terabytes an Logs, Metriken und Traces landen täglich in den Observability-Backends großer Unternehmen – ohne dass jemand genau sagen kann, wofür. Genau an dieser Stelle setzte der Eröffnungsvortrag der Online-Konferenz Mastering Observability im April 2026 [1] an. Unter dem Titel „Weniger Sammeln, mehr Verstehen – hin zu proaktivem Reliability Engineering“ argumentierten Severin Neumann und Juraci Paixão Kroehling, dass Observability kein Tool-Wettrüsten ist, sondern ein Engineering-Problem. Nicht die Datenmenge entscheidet, sondern ob sich damit die Fragen beantworten lassen, die für die Zuverlässigkeit verteilter Systeme wirklich zählen.

Beide Speaker bringen einschlägige Erfahrung mit: Neumann, Head of Community bei Bronto, sitzt im OpenTelemetry Governance Committee [2] und pflegt als Co-Maintainer die Dokumentation des Projekts. Kroehling ist Mitgründer und CEO von OllyGarden, einer OpenTelemetry-nativen Plattform mit Fokus auf Telemetrie-Qualität, ehemaliger Jaeger-Maintainer und Schöpfer zentraler OTel-Komponenten wie Collector Builder und Operator. Ihre gemeinsame These: Viele Organisationen betreiben angstgetriebene Datensammlung nach dem Motto „erst alles erfassen, später entscheiden“.

Die Folgen dieses „Telemetry Hoarding“ sind konkret: steigende Kosten für Storage, Egress, Ingestion und Verarbeitung, wachsendes Misstrauen gegenüber den eigenen Daten sowie eine längere Mean Time to Repair (MTTR). Statt proaktivem Reliability Engineering bleiben Teams im dauerhaften Fire-Fighting-Modus stecken. Observability definieren die Vortragenden schlicht als die Fähigkeit, Fragen zu stellen und belastbare Antworten zu erhalten – die drei Signale Logs, Metriken und Traces sind dafür nur das Fundament.

Als Denkmodell dient das „2-Uhr-Szenario“: Ein Service bricht mitten in der Nacht zusammen, betroffen sind Nutzer in einer anderen Zeitzone. Welche Frage würde das Bereitschaftsteam um zwei Uhr morgens stellen – und beantwortet die vorhandene Telemetrie sie überhaupt? Diese Perspektive verschiebt den Fokus von „Was können wir alles sammeln?“ hin zu „Was muss ich wissen, damit Nutzer ihr Ziel zuverlässig erreichen?“.

Top-down statt Gießkanne

Der vorgestellte Ansatz arbeitet sich von oben nach unten vor: von kritischen Nutzertransaktionen wie Login, Checkout oder Payment über die Service-Grenzen bis hinunter zur Infrastruktur mit Datenbanken, Queues und Netzwerk. Bei den Metriken bilden die Golden Signals – Latency, Traffic, Errors und Saturation – den Einstieg. Alerts sollen nur für Kennzahlen entstehen, die direkt die Zuverlässigkeit der Nutzerziele betreffen, und jeder Alert muss actionable sein, also eine klare Zuständigkeit und erwartbare Maßnahme mit sich bringen.

Traces bilden nach Ansicht der Referenten das Fundament der Strategie. Statt alles zu erfassen, empfehlen sie strategisches Sampling entlang kritischer Kundentransaktionen und selektives Sampeln übriger Pfade, um Datenvolumen und Kosten im Griff zu behalten. Auto-Instrumentierung deckt Dependencies und unterstützende Dienste wie Datenbanken, Message-Broker und externe APIs ab, während code-basierte Instrumentierung den Geschäftskontext einfängt – mit Attributen wie order_value, tenant_id oder feature_flag. Logs wiederum sollen nur gespeichert werden, wenn sie Evidenz liefern, verknüpft mit Trace- und Span-IDs statt generischer Meldungen wie [Error] Transaction failed.

Praktisch heißt das für DACH-Enterprises mit ihren oft strengen Compliance-Anforderungen: Debug-Spam, duplizierte Retry-Logs und Detailmetriken ohne Bezug zu Nutzerzielen fliegen raus. In die Sammlung gehören dagegen Golden Signals der kritischen Transaktionen, trace-basierte Geschäftsprozesse, strukturierte Fehlerlogs und knappe Ressourcenzustandsmetriken. Ein Big-Bang-Umbau ist dafür nicht nötig – der Einstieg über ein oder zwei geschäftskritische Services und eine schrittweise Governance blockiert das Tagesgeschäft am wenigsten.

Semantic Conventions als gemeinsame Sprache

Ein zentraler Baustein sind die OpenTelemetry Semantic Conventions. Sie sorgen dafür, dass Teams, Tools und Cloud-Anbieter dieselben Begriffe auf dieselbe Weise verwenden. Drei Regeln bringen das auf den Punkt: Konsistenz (etwa einheitlich deployment.environment.name = "production" statt uneinheitlichem env = "live"), Einmaligkeit (ein Name bezeichnet exakt eine reale Sache, nicht zwei Services mit service.name = "api") und Beständigkeit (statt service.name = "checkout-v1" besser service.name = "checkout" plus separates service.version).

Diese Konventionen heben nicht nur das Signal-Rausch-Verhältnis, sie machen Telemetrie auch für Maschinen verständlich. Gerade KI-Agenten und LLM-gestützte Debugging-Workflows sind auf semantisch klare, konsistente Daten angewiesen, um Kausalitäten erkennen zu können. Fehlen einheitliche Konventionen, entsteht ein „Semantic Sprawl“, der Interoperabilität zwischen Backends und Cloud-Diensten erschwert und einen Anbieterwechsel ohne komplette Re-Instrumentierung nahezu unmöglich macht.

Für die Umsetzung nennen die Speaker mehrere schnelle Gewinne. Auf Collector-Ebene lässt sich viel Ballast abwerfen: Ein Audit reduzierte 236 Resource-Attribute auf 85 tatsächlich benötigte, also über 60 Prozent weniger. Connection-Retries, die 300 identische Log-Einträge produzieren, schrumpfen per Deduplizierung auf einen Eintrag pro Vorfall. Auf SDK-Ebene helfen deklarative Konfiguration in YAML statt Boilerplate-Code sowie einheitliche SDK-Wrapper pro Sprache. Tools wie OpenTelemetry Weaver und KI-gestützte Agenten prüfen Code und Telemetrie automatisiert gegen die Conventions.

Severin Neumann ist Head of Community bei Bronto. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Observability, verteilten Systemen und der Frage, wie Engineering-Teams komplexe Softwarelandschaften zuverlässig betreiben können. Severin ist Mitglied des OpenTelemetry Governance Committees sowie Co-Maintainer der OpenTelemetry-Dokumentation und engagiert sich aktiv in der Open-Source- und Cloud-Native-Community.

Juraci Paixao Kroehling ist Mitbegründer und CEO von OllyGarden, einer OpenTelemetry-nativen Plattform, deren Schwerpunkt auf der Qualität der Telemetriedaten liegt. Er ist Mitglied des OpenTelemetry Governance Committee, ehemaliger Jaeger-Maintainer und Entwickler zentraler OpenTelemetry-Komponenten, darunter der Collector Builder und der Operator. Als CNCF-Botschafter mit Sitz in Berlin leistet Juraci seit den Anfängen einen Beitrag zum Cloud-Native-Ökosystem.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11362984

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.mastering-obs.de/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_clc_observ.empfehlung-ho.link.link&LPID=34258
  2. https://www.mastering-obs.de/veranstaltung-88195-se-0-weniger-sammeln-mehr-verstehen--hin-zu-proaktivem-reliability-engineering.html
  3. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  4. https://clc-conference.eu/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_vo_clc.empfehlung-ho.link.link&LPID=35283
  5. https://clc-conference.eu/tickets_weiche.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_vo_clc.empfehlung-ho.link.link&LPID=35283
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Laufrad: Tesla verkauft Fahrrad für 225 Dollar

Von Andreas Donath — 18. Juli 2026 um 14:53
Tesla erweitert sein Sortiment um ein motorloses Laufrad für Kleinkinder, komplett im Markendesign und mit stolzem Preis.
Laufrad für Kleinkinder (Bild: Tesla)
Laufrad für Kleinkinder Bild: Tesla

Ein Elektroauto-Hersteller verkauft jetzt auch Laufräder für Kleinkinder. Tesla hat ein neues Produkt vorgestellt, das sich an die jüngste Zielgruppe des Unternehmens richtet.

Für 225 US-Dollar bietet der Autobauer ab sofort ein Laufrad für Kinder zwischen zwei und fünf Jahren an, wie aus einer Ankündigung des Unternehmens hervorgeht.

Das sogenannte Balance Bike kommt ohne Motor und ohne Pedale aus, Kinder sollen es allein mit den Füßen antreiben. Lenker und Sattel gehören zur Grundausstattung, wie es bei dieser Fahrradkategorie üblich ist.

Der Rahmen besteht laut Tesla aus einer leichten, weiß lackierten Magnesiumlegierung. Der schwarze Sattel lässt sich in fünf Stufen verstellen, Werkzeug für den Zusammenbau liegt bei.

Optisch orientiert sich das Laufrad klar an der Marke. Seitlich prangt der Tesla-Schriftzug, vorne sitzt das bekannte T-Logo. Damit unterscheidet sich das Produkt kaum von anderen Merchandise-Artikeln des Unternehmens.

Tesla nennt auch technische Grenzwerte. Das Laufrad eignet sich für Kinder bis rund 35 Kilogramm Körpergewicht. Die Beininnenlänge sollte weniger als 33 Zentimeter betragen.

Hoher Preis, schnell ausverkauft

Mit 225 US-Dollar liegt Tesla am oberen Ende dessen, was in dieser Produktkategorie üblich ist. Die meisten vergleichbaren Modelle kosten weniger als 100 US-Dollar.

Wer sich für das Laufrad interessiert, muss sich vorerst gedulden. Auf der Webseite von Tesla ist das Produkt bereits als ausverkauft gekennzeichnet, und zwar wenige Stunden nach Verkaufsstart. Zu einer möglichen Neuauflage oder zusätzlichen Stückzahlen äußerte sich Tesla bislang nicht. Auch Angaben zu einem Verkaufsstart außerhalb der USA liegen derzeit nicht vor. Es ist nicht das erste Kinderprodukt, das Tesla auf den Markt bringt. Bereits zuvor verkaufte das Unternehmen das Cyberquad für Kinder, ein Quad im Cybertruck-Design zum Preis von 1.900 US-Dollar.

Dieses Fahrzeug wurde später zurückgerufen, offenbar wegen einer fehlenden Übereinstimmung mit Sicherheitsstandards.

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Urteil: BGH stärkt das Recht des Einzelnen auf Klimaanlage

Von Andreas Donath — 18. Juli 2026 um 13:57
Wohnungseigentümer dürfen ein Klima-Splitgerät künftig leichter durchsetzen, notfalls auch gegen den Willen der Gemeinschaft.
Midea Portasplit (Bild: Midea)
Midea Portasplit Bild: Midea

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Wohnungseigentümer grundsätzlich verlangen können, eine Klimaanlage mit Außengerät auf dem eigenen Balkon zu installieren. Voraussetzung ist, dass die Rechte der anderen Eigentümer dadurch nicht übermäßig eingeschränkt werden.

Der Betrieb einer Klimaanlage sei in gewissen Grenzen hinzunehmen, so der BGH. Betriebsgeräusche des Geräts spielen für die Frage der Erlaubnis demnach keine Rolle. Bauliche Eingriffe wie ein fest montiertes Splitgerät, für das die Fassade durchbohrt wird, benötigen weiterhin grundsätzlich einen Beschluss der Eigentümerversammlung.

Bislang war vor allem geklärt, dass eine Eigentümergemeinschaft den Einbau per Mehrheitsbeschluss erlauben darf. Mit dem aktuellen Urteil geht der BGH einen Schritt weiter. Einzelne Eigentümer können die Zustimmung unter bestimmten Voraussetzungen künftig auch gerichtlich einfordern, wenn die Gemeinschaft sich weigert.

Ausgangspunkt war ein Fall aus Berlin

Geklagt hatten Wohnungseigentümer aus Berlin, die auf ihrem Balkon ein Splitgerät installieren lassen wollten. Ihr Antrag war zunächst bei der Eigentümerversammlung abgelehnt worden. Vor dem Landgericht Berlin II bekamen sie zuletzt Recht. Die Eigentümergemeinschaft legte daraufhin Revision beim BGH ein.

Das Landgericht hatte argumentiert, der Einbau selbst bringe für die übrigen Eigentümer keine Beeinträchtigung mit sich, die über das bei einem geordneten Zusammenleben übliche Maß hinausgeht. Die Gemeinschaft hielt dagegen, bekannte Folgen des Betriebs wie Geräusche, Kondenswasser oder Abluftwärme könnten den Miet- oder Verkaufswert benachbarter Wohnungen mindern.

Diese Bedenken ließ das Landgericht nicht gelten. Relevant seien nur unmittelbare Auswirkungen des Einbaus, nicht die Folgen der späteren Nutzung. Der BGH bestätigte diese Sichtweise nun in letzter Instanz.

Nachfrage nach Klimaanlagen steigt spürbar

Der Bedarf an Kühlung in Wohnungen wächst. Nach einer repräsentativen Yougov-Umfrage besitzen derzeit rund 17 Prozent der Menschen in Deutschland eine Klimaanlage, weitere 20 Prozent planen die Anschaffung. Im Juli 2025 lagen diese Werte noch bei 15 beziehungsweise 10 Prozent.

Auch die Verkaufszahlen deuten in diese Richtung. Laut dem Fachverband Gebäude-Klima stieg der Absatz von Raumklimageräten, überwiegend Splitanlagen, zwischen 2023 und 2025 von rund 260.000 auf 320.000 Stück.

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Anzeige: Mehr Freiheit beim Laden: mobile Wallbox 11 kW mit App und Kabel jetzt wieder rund 160 Euro

Von Boris Connemann — 18. Juli 2026 um 13:40

Unser Deal-Qualitätsversprechen: Gute, ehrliche und unabhängig recherchierte Angebote. Mehr Infos

Die beliebte mobile Wallbox 11 kW mit App im Amazon-Angebot bietet Sicherheitsfunktionen und passt an jede CEE-Steckdose.
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​​Die Ladesäule auf dem Supermarktparkplatz wäre frei, wenn da nicht seit zwei Tagen ein Diesel draufstehen würde. Die nächste ist besetzt, die übernächste defekt. Wer ein Elektro- oder Hybridfahrzeug fährt, hat in vielerlei Hinsicht gewonnen, an der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland liegt es aber weiterhin nicht. Zu wenige Säulen, zu viele Blockierer, zu oft einfach das falsche Netzwerk zur falschen Zeit. Die eigene Wallbox in der Garage löst das für zu Hause, aber sobald das Ferienhaus, der Campingplatz oder die Werkstatt der Schwiegereltern ins Spiel kommen, hört die Flexibilität schnell auf. Eine mobile Wallbox gibt die Freiheit allerdings recht einfach zurück.

Überall dort, wo eine rote CEE-Steckdose vorhanden ist, also in Garagen, Werkstätten und auf Campingplätzen, die diesen Anschluss fast überall als Standard bieten, lädt das Fahrzeug genauso zuverlässig wie zu Hause. Die mobile Wallbox des Herstellers dé lädt mit bis zu 11 kW über drei Phasen, lässt sich per App steuern oder direkt betreiben und hängt das Fahrzeug mit einem 7 Meter langen Typ-2-Kabel sicher ans Stromnetz. Die Bestseller-Ladestation inklusive wasserdichter Aufbewahrungstasche, Tragegurt, Schuko-Adapter und Reinigungstuch ist bei Amazon jetzt wieder bis zum 24. Juli zum Preis von 161,46 Euro zu haben, die UVP liegt bei 189,95 Euro.

Das Angebot in der Übersicht

- Aktueller Preis: 161,46 Euro

- UVP: 189,95 Euro

- Durchschnittspreis der letzten 180 Tage: 186,85 Euro

- 11 kW Ladeleistung, 400 V dreiphasig, 4 Leistungsstufen (8/10/13/16 A)

- App-Steuerung mit Ladeplanung, Verbrauchshistorie und Echtzeitüberwachung

- 7 Meter Typ-2-Kabel, IP66-Spritzwasserschutz, Display

- Integrierte Schutzfunktionen

- 4,8 Sterne bei 583 Bewertungen

- Mehr als 1.000-mal im letzten Monat verkauft

Intelligentes Ladezeit-Management und Steuerung per App

Zwei Betriebsmodi stehen zur Wahl: Im Echtzeit-Modus startet der Ladevorgang sofort nach dem Einstecken, im App-Modus lässt sich der Start auf günstigere Nachtstromzeiten verschieben. Das Display am Gerät zeigt Temperatur, Spannung, Ladeleistung und den verbleibenden Verzögerungstimer auf einen Blick, ohne dass das Smartphone dafür geöffnet werden muss. Die vier Leistungsstufen von 8 bis 16 Ampere lassen sich direkt am Gerät oder per App anpassen, was besonders dann sinnvoll ist, wenn die verfügbare Absicherung an der Einsatzstelle variiert.

Kompatibel ist die Wallbox mit allen gängigen Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden mit Typ-2-Anschluss, darunter VW ID.3 und ID.4, Tesla Model 3 und Y, BMW i4, Hyundai Ioniq 5, Renault Zoe und viele mehr. WLAN-Hinweis: Die Wallbox unterstützt nur 2,4‑GHz-Netzwerke und ist nicht mit 5‑GHz-Netzen kompatibel.

Mit Schutzfunktionen und IP66-Zertifizierung

Die integrierten Schutzfunktionen laufen beim Laden dauerhaft im Hintergrund: Überspannungsschutz, Unterspannungsschutz, Überstromschutz, Fehlerstromschutz mit AC 30 mA und DC 6 mA, Blitzschutz, Erdungsschutz, Überladeschutz und Überhitzungsschutz plus IP66-Spritzwasserschutz. Eine Anzeige am Gerät signalisiert den aktuellen Betriebsstatus und warnt bei Störungen visuell, bevor sie zu einem Problem werden können. Im Lieferumfang stecken neben dem eingangs erwähnten Zubehör außerdem ein Steckerhalter und eine Wandhalterung, so dass das Gerät sowohl mobil als auch fest montiert betrieben werden kann.

Mobile Wallbox mit App und Kabel wieder nur 160 Euro bei Amazon

161,46 Euro statt 189,95 Euro: Das ist der aktuelle Preis der Wallbox von dé mit 11 kW und App, 7 Meter Kabel und Zubehör

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bei Amazon. Das Angebot gilt bis zum 24. Juli oder solange der Vorrat reicht. Es ist also etwas Eile bei der Kaufentscheidung geboten. Der Deal ist ein überzeugendes Paket für alle, die ihr Elektroauto flexibel und ohne feste Installation laden und bei der Anschaffung der Ladelösung sparen wollen.

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Eine aktuelle Angebots-Alternative stellt die Voltbox-Wallbox

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dar, die ebenfalls gerade reduziert ist. Aktuell kostet sie 161,45 Euro statt der UVP von 237,48 Euro. Auch sie lädt mit bis zu 11 kW über drei Phasen und stellt die Stromstärke in fünf Stufen von 6 bis 16 Ampere ein. Mit sieben Metern reicht das Typ-2-Kabel auch hier dann noch aus, wenn das Fahrzeug etwas weiter entfernt parkt, und das wasserdichte TPU-Material nach IP65 hält Temperaturen zwischen minus 30 und plus 50 Grad zuverlässig aus. Kompatibel ist sie mit praktisch allen europäischen Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen nach IEC 62196-2.

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Weitere aktuelle Angebote für mobile und fest installierte Wallboxen

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heise+ | Midea PortaSplit: Das Maximum herausholen mit Home Assistant

Von Heise — 17. Juli 2026 um 17:42

(Bild: heise online / asp)

Mideas mobile Split-Klimaanlage lässt sich per Home Assistant bedienen und automatisieren. So lässt sich das Gerät sogar offline steuern.

Die PortaSplit von Midea [1] [1] ist im Hitzesommer 2026 heiß begehrt. Denn die mobile Split-Klimaanlage sorgt besonders in Haushalten, die keine fest installierte Klimaanlage nutzen können, für willkommene Abkühlung. Wir zeigen, wie man die PortaSplit mit Home Assistant effektiv in sein vorhandenes Smart Home integriert und noch mehr aus den Möglichkeiten der mobilen Klimaanlage herausholt.

Wer ohnehin schon auf Home Assistant setzt, kann damit alle wichtigen Funktionen der PortaSplit direkt im eigenen Dashboard steuern. Das Einbinden in die heimische Home-Assistant-Installation bietet aber mehr als nur kosmetische Vorteile. So kann der Nutzer die Sensoren aus seinem Smart Home verwenden, um die Klimaanlage zu steuern. Ein Temperaturfühler am anderen Ende des Raumes könnte etwa wertvollere Werte liefern als die internen Sensoren der PortaSplit oder ein Fenstersensor schaltet die Anlage automatisch ab, wenn ein Hausbewohner durchlüftet.

Dank Home Assistant drosseln Sie Leistung gezielt, wenn gerade weniger Strom von der eigenen PV-Anlage kommt. Oder lassen Sie Ihre smarten Ventilatoren anspringen, wenn die Klimaanlage startet, um die kühle Luft großflächig zu verteilen. Schließlich lässt sich die PortaSplit dank Home Assistant sogar offline nutzen, ohne Daten an Midea weiterzugeben.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11348755

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tests/Mobile-Split-Klimaanlage-im-Praxistest-Midea-PortaSplit-sorgt-fuer-kuehle-Sommer-9804255.html
  2. https://www.heise.de/tests/Die-Klimaanlage-fuer-unterwegs-Kuehlende-Kleidung-im-Test-10521731.html
  3. https://www.heise.de/tests/Die-Klimaanlage-fuers-Bett-im-Test-Kuehler-schlafen-in-heissen-Naechten-11229882.html
  4. https://www.heise.de/ratgeber/Klimaanlagen-Tuning-Mehr-Kuehlleistung-dank-Fensterdurchfuehrung-und-Isolierung-11191516.html
  5. https://www.heise.de/tests/Billige-Klimaanlage-aus-dem-Baumarkt-im-Test-Abkuehlung-fuer-unter-200-Euro-11293234.html
  6. https://www.heise.de/ratgeber/Luftbefeuchter-im-Test-Angenehmes-Wohnklima-auf-Knopfdruck-11108197.html
  7. https://www.heise.de/ratgeber/Wohnklima-im-Herbst-Schimmelbildung-verstehen-und-gezielt-bekaempfen-10725946.html
  8. https://www.heise.de/tests/Luftreiniger-mit-Personenverfolgung-mittels-Radars-im-Test-10497573.html
  9. https://www.heise.de/tests/Kuehle-Luft-gegen-die-Sommerhitze-Smarte-Ventilatoren-im-Vergleich-10483163.html
  10. https://www.heise.de/ratgeber/Effizienter-kuehlen-Mobile-Klimaanlage-auf-Zweischlauchbetrieb-umruesten-10329248.html
  11. https://www.heise.de/tests/Klimaanlagen-fuer-den-Hals-im-Test-Kuehler-Kopf-an-heissen-Tagen-10376880.html
  12. https://www.heise.de/ratgeber/Gegen-Feuchtigkeit-und-Schimmel-Elektrische-Luftentfeuchter-im-Test-10019764.html
  13. https://www.heise.de/ratgeber/Effiziente-Heizungssteuerung-mit-Homematic-IP-und-Raspi-10198566.html
  14. https://www.heise.de/ratgeber/Wie-Klimageraete-funktionieren-und-was-man-ueber-die-Installation-wissen-sollte-9782208.html
  15. https://www.heise.de/tests/Was-mobile-Klimaanlagen-leisten-Drei-Kuehl-Geraete-im-Praxistest-9749900.html

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Nur 5 Zentimeter groß: Winziger Weltraumschrott bedroht Satelliten im GEO-Orbit

Von Telepolis — 17. Juli 2026 um 21:25
Explosion von farbigem Pulver vor schwarzem Hintergrund

Eine neue Methode macht unsichtbaren Weltraumschrott sichtbar, der eine Gefahr für Satelliten darstellt.

(Bild: piyaphong / Shutterstock.com)

Forscher der University of Warwick nutzen Archivdaten des Isaac-Newton-Teleskops, um bisher unentdeckte Trümmerteile im GEO-Orbit aufzuspüren.

In rund 36.000 Kilometern Höhe über dem Äquator kreisen einige der teuersten und wichtigsten Satelliten der Erde – zuständig für Wettervorhersagen, TV-Übertragungen und globale Kommunikation.

Genau dort, im geostationären Gürtel, hat ein Team der britischen University of Warwick nun ein bis dato verborgenes Problem sichtbar gemacht. Wie die Forscher um Hauptautor James Blake in einer im Journal of the Astronautical Sciences [1] veröffentlichten Studie darlegen, treiben in dieser Schlüsselregion Dutzende winziger Trümmerteile, die kein öffentlicher Katalog je verzeichnet hat.

Blake und sein Team am Centre for Space Domain Awareness griffen dafür auf einen Archivdatensatz des 2,54-Meter-Isaac-Newton-Teleskops (INT) auf La Palma zurück.

Die Bilder stammten aus einer früheren Durchmusterung – doch mit neu entwickelten Algorithmen holte das Team jetzt Informationen heraus, die den ursprünglichen Analysemethoden entgangen waren.

Das Ergebnis: 25 zusätzliche Trümmerbahnen, einige davon von Fragmenten mit gerade einmal fünf Zentimetern Durchmesser. Damit gehören sie laut University of Warwick [2] zu den schwächsten GEO-Trümmern, die je beobachtet wurden.

Blind Stacking: Wie der neue Algorithmus die Rauschschwelle senkt

Die Besonderheit des Verfahrens liegt in einer Technik namens Blind Stacking.

Ben Cooke, Mitautor der Studie, erklärte das Prinzip so: Die Methode teste in einer Bildsequenz viele potenzielle Bahnen, entlang derer sich verborgene Objekte bewegen könnten. Anschließend würden die Bilder übereinandergelegt, um schwache Signale über die Rauschschwelle zu heben. Jeder Datensatz mit linear bewegten Zielen sei ein geeigneter Anwendungsfall.

Konkret verschiebt Blind Stacking die Empfindlichkeitsgrenze um etwa eine Magnitude nach unten – Objekte, die rund 2,5-mal schwächer leuchten als zuvor nachweisbar, werden damit sichtbar.

In der Praxis bedeutet das den Sprung von circa zehn Zentimetern Mindestgröße, wie sie die Vorgängerstudie DebrisWatch I erreicht hatte, auf nun etwa fünf Zentimeter.

Blindflug im All: Warum das US Space Surveillance Network die Trümmer übersieht

Fast 80 Prozent der in der Studie aufgespürten schwachen Objekte tauchten in keinem öffentlich zugänglichen Katalog auf – weder beim US Space Surveillance Network noch anderswo.

Bisherige Standardüberwachung erfasst bei GEO-Höhe primär Objekte ab rund einem Meter. Alles darunter fliegt faktisch im Blindflug an aktiven Satelliten vorbei.

Mitautor Stuart Eves von SJE Space Ltd. formulierte es drastisch: Der Weltraumschrott in der geosynchronen Umlaufbahn sei ein potenzielles Minenfeld. Niemand bei klarem Verstand würde ein Minenfeld auf der Erde ohne Minensuchgerät betreten – ebenso wenig sollte jemand einen Satelliten in GEO starten, ohne zuvor eine angemessene Trümmerkartierung durchgeführt zu haben.

Das Risiko ist physikalisch begründet: Trümmer können sich relativ zueinander mit mehreren Kilometern pro Sekunde bewegen. Bei solchen Geschwindigkeiten kann selbst ein fünf Zentimeter kleines Fragment Solarpanele, Antennen oder Sensormasten durchschlagen.

Und anders als in niedrigeren Orbits bremst in 36.000 Kilometern Höhe keine Restatmosphäre die Teile ab – einmal entstanden, bleiben sie dort auf unbestimmte Zeit.

Von Australien bis Japan: Eine globale Allianz gegen das Trümmer-Chaos

Die Analyse hochfrequenter Lichtkurven ergab zudem, dass kleine Fragmente deutlich stärker in der Helligkeit schwanken als größere, katalogisierte Objekte.

Viele der Kleinstteile taumeln offenbar unkontrolliert durchs All, was ein Hinweis auf unregelmäßige Formen und komplexe Bruchereignisse als Ursprung ist. Für Betreiber macht das die Kollisionsgeometrie zusätzlich unberechenbar.

Um die Beobachtungslücken zu schließen, weitet das Warwick-Team seine Suche inzwischen international aus.

Wie Dr. Will Feline, Senior Principal Scientist am britischen Defence Science and Technology Laboratory (Dstl), mitteilte, kamen bei Folgebeobachtungen Großteleskope in Australien in Kooperation mit der Australian National University sowie ein Instrument am japanischen Bisei Space Guard Center zum Einsatz. Letzteres geschah in Zusammenarbeit mit der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA.

Feline betonte, das Projekt unterstreiche die Bedeutung multinationaler Kooperation für globale Probleme wie die Weltraumlageerfassung.

Blake erklärte: Die Zahl der Orbitalpositionen im GEO-Gürtel sei begrenzt. Deshalb müsse man wissen, wie viel Schrott dort treibe, wie er sich verhalte und welche Risiken er für die aktiven Satelliten darstelle, auf die man angewiesen sei.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11369652

Links in diesem Artikel:

  1. https://doi.org/10.1007/s40295-026-00602-1
  2. https://warwick.ac.uk/news/pressreleases/more-than-meets-the-eye/

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Ketogene Diät: MIT-Mausstudie warnt vor Krebsrisiko im Dünndarm

Von Telepolis — 17. Juli 2026 um 16:25
Teller mit Lachs, Ei, Avocado, Tomaten, Brokkoli und Salat, daneben Nüsse und Öl

Eine ketogene Diät kann das Krebsrisiko im Dünndarm erhöhen, zeigt eine Mausstudie.

(Bild: Elena Eryomenko / Shutterstock.com)

Eine Nature-Studie zeigt an genetisch vorbelasteten Mäusen: Die fettreiche ketogene Diät fördert Tumoren im Dünndarm – und schützt zugleich den Dickdarm.

Wer sich für die ketogene Diät interessiert, kennt die üblichen Versprechen: Gewicht verlieren, Entzündungen senken, vielleicht sogar Krebs vorbeugen. Doch wie so oft ist bei solchen Versprechen Vorsicht geboten.

Dass die Lage wohl etwas komplexer ist, haben Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) jetzt in einer neuen Mausstudie gezeigt [1], die im Fachmagazin Nature veröffentlicht wurde.

Das Team um den MIT-Krebsforscher Omer Yilmaz fütterte Mäuse mit einer ketogenen Diät, also mit Nahrung, die reich an Fetten und Proteinen, aber arm an Kohlenhydraten ist.

Was sie beobachteten, hatte wohl niemand geahnt: Die ketogene Ernährungsweise unterdrückte im Dickdarm Tumore, aber beschleunigte deren Wachstum im Dünndarm.

Die Forscher hatten die Tiere so genetisch verändert, dass sie eine Veranlagung für Darmkrebs in sich trugen. Die Veränderung war etwa mit der seltenen menschlichen Erbkrankheit familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) vergleichbar.

Die Erstautoren Jessica Shay und Fangtao Chi verglichen drei Gruppen: Mäuse auf ketogener Diät, auf Standardkost und auf einer fett- sowie kalorienreichen Adipositas-Diät.

Obwohl die ketogen ernährten Tiere schlank blieben, entwickelten sie Dünndarmtumoren in einer Rate, die jener der adipösen Vergleichsgruppe entsprach oder sie sogar übertraf. Im Dickdarm hingegen bestätigte sich der bereits aus einer Nature-Studie von 2022 [2] bekannte Schutzeffekt.

Fettstoffwechsel statt Ketonkörper als Treiber

Die eigentliche Überraschung lag nicht in diesem Paradoxon selbst, sondern in seinem Mechanismus.

Seit Jahren gilt der Ketonkörper Beta-Hydroxybutyrat (BHB) als eine Art Wundermolekül der ketogenen Diät. Die Nature-Studie von 2022 hatte BHB als schützenden Faktor gegen Dickdarmkrebs identifiziert.

Dieses Ergebnis wiederlegte das Team um Yilmaz jetzt zumindest für das eigene Modell: Weder eine Steigerung noch eine Unterbindung der Ketonproduktion veränderte das Tumorwachstum im Darm.

"Wir hatten erwartet, dass Ketonkörper wie BHB die direkten Auslöser sind", erklärte Yilmaz gegenüber dem MIT-Newsroom [3]. "Stattdessen haben unsere Experimente an gentechnisch veränderten Mäusen gezeigt, dass diese Moleküle im Wesentlichen als 'metabolische Nebenprodukte' im Stoffwechsel fungieren."

Der tatsächliche Treiber war die sogenannte Fettsäureoxidation – der Prozess, bei dem Darmzellen Nahrungsfett zur Energiegewinnung verbrennen. Dabei aktivierten sie Proteine der PPAR-Familie (Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren), die wiederum Darmstammzellen zu verstärkter Teilung anregten.

Stammzellen zwischen Reparatur und Risiko

Mehr Stammzellen klingen zunächst nach einem Vorteil. Der Dünndarm könne "sich bei einer Verletzung besser selbst reparieren", räumte Yilmaz ein. Der Nachteil: Jede zusätzliche Zellteilung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Zellen entarten und es zur Bildung von Tumoren kommt.

Die MIT-Krebsforscherin Jessica Shay betonte [4] gegenüber ScienceAlert dabei eine Unterscheidung, die für Verbraucher entscheidend ist:

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass in diesem Modell der hohe Fettgehalt in der Ernährung die Auswirkungen auf Darmkrebs verursacht – und nicht die während der Ketose produzierten Ketonkörper."

Das bedeutet im Umkehrschluss: Handelsübliche Ketonpräparate und BHB-Drinks dürften weder die schützenden Effekte im Dickdarm noch die Risiken im Dünndarm nachahmen. Dass Änderungen in der Ernährungsweise unerwartete Folgen im Darm haben können, zeigen auch andere aktuelle Tierstudien. So löste in einem Experiment des Dasman Diabetes Institute der vollständige Verzicht auf Haushaltszucker [5] bei Mäusen schwere Darmschäden aus – trotz fettarmer, kalorisch identischer Kost.

Die Forschung zur Rolle einzelner Nährstoffe bei der Krebsentstehung bleibt insgesamt hochdynamisch: UCLA-Forscher untersuchen derzeit, ob Kreatin dendritische Immunzellen [6] gegen Tumoren aufladen kann.

Grenzen der Studie und offene Fragen

Für voreilige Ernährungsverbote liefert die MIT-Arbeit keine Grundlage. Es handelt sich um ein präklinisches Mausmodell einer seltenen Erbkrankheit. Ob die gleichen Mechanismen beim Menschen greifen, muss weitere Forschung zeigen.

Doch das Team formulierte eine klare Warnung vor Verallgemeinerungen: "Was für ein Gewebe vorteilhaft sein mag, kann für ein anderes Gewebe schädlich sein", so Yilmaz.

Warum ausgerechnet zwei benachbarte Darmabschnitte so gegensätzlich auf dieselbe Diät reagieren, bleibt weiterhin ungeklärt. Co-Erstautor Fangtao Chi betonte: "Das ist die Frage, mit der wir uns als Nächstes beschäftigen werden."

Für gesundheitsbewusste Keto-Anhänger heißt das Ergebnis der Studie in erster Linie: Die Gleichung "Ketose gleich Schutz" geht so pauschal nicht auf.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11369436

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.nature.com/articles/s41586-026-10779-y
  2. https://www.nature.com/articles/s41586-022-04649-6
  3. https://news.mit.edu/2026/ketogenic-diets-may-increase-cancer-risk-small-intestine-0715
  4. https://www.sciencealert.com/could-the-keto-diet-be-fueling-cancer-new-study-challenges-popular-theory
  5. https://www.heise.de/tp/article/Unerwarteter-Befund-Warum-eine-zuckerfreie-Diaet-bei-Maeusen-den-Darm-schaedigt-11339357.html
  6. https://www.heise.de/tp/article/Kreatin-gegen-Krebs-Wie-das-Fitness-Supplement-Immunzellen-aufladen-soll-11360429.html

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IntelliJ IDEA 2026.2 integriert Copilot und bietet Support für TypeScript 7.0

Von Heise — 17. Juli 2026 um 16:05
Roboterhand kommt aus einem Laptop-Bildschirm, menschliche Hand tippt auf der Tastatur

(Bild: Summit Art Creations / Shutterstock.com)

Die IDE ermöglicht die direkte Verwendung von GitHub Copilot und kann mit neuen Versionen der Programmiersprachen Java, Kotlin und TypeScript umgehen.

JetBrains hat IntelliJ IDEA 2026.2 veröffentlicht. In der zweiten Hauptversion des Jahres sind Support für das anstehende Release Java 27 ebenso wie für Kotlin 2.4 und TypeScript 7.0 enthalten. Neuerungen bietet die Entwicklungsumgebung auch im Bereich des KI-gestützten Codings.

Nicht nur das auf Java, Kotlin und weitere Programmiersprachen ausgelegte IntelliJ IDEA hat ein Versionsupdate erhalten, sondern auch zahlreiche weitere JetBrains-IDEs. Noch in der Release-Candidate-Phase für Version 2026.2 befinden sich ReSharper und Rider.

Aktualisierter Programmiersprachen-Support

Erst kürzlich ist TypeScript 7.0 erschienen [1]. In dem neuen Release sind Compiler und Language Server in Go geschrieben, was gemäß dem Hersteller Microsoft deutliche Geschwindigkeitsvorteile bringen soll [2]. IntelliJ IDEA 2026.2 kann mit dem neuen Release umgehen, und im Test hat sich laut JetBrains dadurch die Projektladezeit auf der Kibana-Codebasis von etwa zwölf auf etwa drei Sekunden reduziert.

Daneben kann IntelliJ IDEA nun mit den stabilen Sprachfeatures von Kotlin 2.4, ebenfalls aus dem Hause JetBrains, umgehen – darunter explizite Backing-Felder und Kontextparameter. Die für Herbst 2026 geplante Programmiersprachenversion Java 27 unterstützt IntelliJ IDEA ebenfalls, denn aus der IDE heraus lassen sich Early Access Builds installieren.

Copilot, Agenten-Skills und Codevervollständigung

Im Bereich künstliche Intelligenz hat JetBrains einige Neuerungen zu bieten. Dank einer Partnerschaft zwischen JetBrains und Microsoft ist GitHub Copilot nun nativ in IntelliJ IDEA integriert und out-of-the-box zugänglich. Die Auswahl erfolgt über den Agent Picker im Chat, und die Authentifizierung geschieht via OAuth und das GitHub-Nutzerkonto. Ein aktives GitHub-Copilot-Abo wird hierfür vorausgesetzt.

Das Entdecken, Installieren und Verwalten benutzerdefinierter Agenten-Skills ist nun innerhalb von IntelliJ IDEA ebenfalls möglich. Wie JetBrains ausführt, seien einige der nützlichsten Skills bereits enthalten und im Skills-Manager markiert. Ein weiteres Update betrifft die im Editor vorhandene KI-basierte Codevervollständigung: Nun können Entwicklerinnen und Entwickler ihre eigenen, OpenAI-kompatiblen Modellanbieter mit der IDE verbinden.

Darüber hinaus hat JetBrains über 1300 Bugfixes und Usability-Verbesserungen umgesetzt – darunter allein 140, die Freezes und andere Performanceschwierigkeiten beheben. Details zu den Neuerungen in IntelliJ IDEA 2026.2 finden sich in den „What’s New [3]“- und „What’s Fixed [4]“-Blogeinträgen.

Updates für WebStorm & Co.

Neben IntelliJ IDEA stattet JetBrains auch seine weiteren spezialisierten Entwicklungsumgebungen schrittweise mit Version 2026.2 aus. Beispielsweise legt die JavaScript- und TypeScript-IDE WebStorm einen starken Fokus auf das neue TypeScript 7.0, während PhpStorm unter anderem das Aufsetzen eines PhpStorm-MCP-Servers für Terminal-AI-Sessions beschleunigt.

Die Updates in WebStorm [5], PhpStorm [6], CLion [7], GoLand [8] und dem IntelliJ-Scala-Plug-in [9] in Versionsnummer 2026.2 lassen sich den jeweiligen Blogeinträgen entnehmen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11369167

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/TypeScript-7-0-Performance-Sprung-durch-Go-Unterbau-11360923.html
  2. https://devblogs.microsoft.com/typescript/announcing-typescript-7-0/
  3. https://www.jetbrains.com/idea/whatsnew/
  4. https://blog.jetbrains.com/idea/2026/07/whats-fixed-intellij-idea-2026-2/
  5. https://blog.jetbrains.com/webstorm/2026/07/webstorm-2026-2/
  6. https://blog.jetbrains.com/phpstorm/2026/07/phpstorm-2026-2-is-now-out/
  7. https://blog.jetbrains.com/clion/2026/07/2026-2-release/
  8. https://blog.jetbrains.com/go/2026/07/16/goland-2026-2-is-now-available/
  9. https://blog.jetbrains.com/scala/2026/07/14/scala-plugin-2026-2/
  10. mailto:mai@ix.de

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Anzeige: Inbus-Ratschen mit 10 Jahren Garantie kurz günstiger

Von Benjamin Gründken — 17. Juli 2026 um 19:10

Unser Deal-Qualitätsversprechen: Gute, ehrliche und unabhängig recherchierte Angebote. Mehr Infos

Bei Amazon sind Ratschen von Inbus mit 10 Jahren Garantie befristet im Angebot. Es geht um Modelle in 1/4 Zoll, 3/8 Zoll und 1/2 Zoll.
Die Ratschen von Inbus bieten laut Hersteller eine Garantie von zehn Jahren. (Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Inbus; Montage: Golem) amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die Ratschen von Inbus bieten laut Hersteller eine Garantie von zehn Jahren. Bild: Erzeugt mit ChatGPT; Amazon, Inbus; Montage: Golem

Wer regelmäßig schraubt, weiß den Komfort einer guten Ratsche zu schätzen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Schraubenschlüssel muss das Werkzeug beim Anziehen oder Lösen einer Schraube nicht ständig neu angesetzt werden. Das spart Zeit, erleichtert die Arbeit an schwer zugänglichen Stellen und sorgt für einen flüssigeren Arbeitsablauf. Entsprechend gehören Ratschen sowohl in viele Hobbywerkstätten als auch zur Grundausstattung von Handwerkern und Kfz-Schraubern.

Inbus kennen viele vermutlich für seine Inbusschlüssel. Nun sind bei Amazon drei Ratschen von Inbus befristet zum Sparpreis erhältlich. Laut Preisverlauf waren sie beim Versandhändler bislang nicht günstiger.

Was haben die Ratschen zu bieten?

Die Ratschen der Inbus-R-Serie sind laut Hersteller jeweils mit einer Feinverzahnung aus 72 Zähnen ausgestattet. Dadurch genügen bereits vergleichsweise kleine Schwenkbewegungen, um Schrauben auch bei beengten Platzverhältnissen weiterzudrehen. Das Werkzeug besteht laut Hersteller aus hochwertigem Stahl und verfügt über eine matt verchromte Oberfläche, die einen erhöhten Schutz vor Korrosion bieten soll.

Zur Ausstattung gehört außerdem ein den Angaben zufolge rutschfester HybridTouch-Griff, der Stabilität und Komfort verbinden soll. Über den QuickSwitch lässt sich die Drehrichtung wechseln, während QuickRelease den zügigen und sicheren Austausch der Stecknüsse ermöglichen soll. Der Hersteller gewährt auf alle drei Varianten eine Garantie von zehn Jahren.

Die Ratschen sind in den drei gängigen Antriebsgrößen 1/4 Zoll, 3/8 Zoll und 1/2 Zoll erhältlich und decken damit typische Einsatzbereiche vom filigranen Arbeiten an kleineren Schrauben bis hin zu höheren Drehmomenten an größeren Verschraubungen ab.

Bei Amazon nie billiger

Los geht es mit der 3/8-Zoll-Ratsche für 14,95 Euro

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, die am Prime Day noch 16,95 Euro gekostet hat und im Mittel der letzten 90 Tage 19,71 Euro. So steht es zumindest im Preistracker Keepa. Günstiger war die Umschaltratsche bei Amazon selbst noch nicht.

14,95 Euro kostet auch die 1/4-Zoll-Ratsche, die ebenfalls noch am Prime Day für 16,95 Euro den Besitzer gewechselt hat. 19,81 Euro sind hier als Dreimonatsmittel hinterlegt.

Schließlich gibt es noch die 1/2-Zoll-Knarre für 24,95 Euro

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. So viel hat sie schon zum Prime Day gekostet, aber im 90-Tage-Mittel lag der Preis bei 29,65 Euro. Zusammengefasst sind die Umschaltratschen auf einer gemeinsamen Produktseite.

INBUS® 74087 Ratsche 1/2", mit Feinverzahnung (72 Zähne)

29,95 €, jetzt: 24,95 € (-17%) bei amazon Zum Angebot

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Der Verkauf erfolgt jeweils über die Inbus Werkzeug GmbH mit Versand durch Amazon. Gültigkeit besteht bis maximal zum 25. Juli. Befristet reduziert sind aktuell auch die originalen Inbusschlüssel

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World AI Conference: Chinas KI mit Huawei-Hardware kann USA überholen

Von Achim Sawall — 17. Juli 2026 um 18:57
Staatspräsident Xi grenzt sich in der KI-Politik von den USA ab. Gleichzeitig setzt der chinesische KI-Stack zum Überholmanöver an.
Chinas Präsident Xi Jiping spricht am 17. Juni 2026 auf der World AI Conference. (Bild: WAIC 2026 / Screenshot: Golem)
Chinas Präsident Xi Jiping spricht am 17. Juni 2026 auf der World AI Conference. Bild: WAIC 2026 / Screenshot: Golem

Der chinesische Staatspräsident Xi Jiping hat zur Eröffnung der World AI Conference in Shanghai am 17. Juli 2026 in einer Grundsatzrede zu künstlicher Intelligenz zu einer offenen, multilateralen Zusammenarbeit unter dem Dach der Vereinten Nationen sowie einer verstärkten Unterstützung der Entwicklungsländer aufgerufen.

Einem Führungsanspruch der USA erteilte er eine Absage: "Die Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz darf keine Solovorstellung eines einzelnen Landes sein, sondern muss eine Symphonie der internationalen Zusammenarbeit werden."

Die staatliche Chinesische Volkszeitung stellte laut China.Table in Vorbereitung der Xi-Rede bereits eine "Öl-Denkweise", die Daten und Rechenleistung als knappe und exklusive Ressourcen behandelt, einer "Wasser-Denkweise" des Teilens gegenüber. Künstliche Intelligenz dürfe nicht zu einem Technologiemonopol werden. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua beschrieb China als Anbieter "internationaler öffentlicher Güter" und betonte offene Software, Unterstützung für Entwicklungsländer und die zentrale Rolle der Vereinten Nationen. Einen Tag vor Xis Rede unterzeichneten 29 Länder eine Vereinbarung zur Gründung einer Weltorganisation für Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz (WAICO) mit Sitz in Shanghai.

Chinas Imperialismus in Asien und Afrika

Den Herrschenden in China und in den USA geht es nicht um Wohltaten für Entwicklungsländer, wie das britische International Finance Magazin berichtet. So droht Laos durch hohe Kredite für Infrastrukturprojekte wie die China-Laos-Eisenbahn und Telekommunikationsnetze die Souveränität über seine Netze zu verlieren. Das Stromnetz wurde bereits teilweise an China übertragen.

Chinesische Konzerne kontrollieren den Großteil der kongolesischen Kobaltminen. Die Verträge, wie das Sicomines-Abkommen, versprachen den Tausch von Rohstoffen gegen Infrastruktur wie Straßen und Krankenhäuser. Doch viele der versprochenen Infrastrukturprojekte wurden laut einem Bericht der kongolesischen NGO Afrewatch mangelhaft oder gar nicht umgesetzt.

Gleichzeitig stehen die chinesischen Minenbetreiber wegen katastrophaler Arbeitsbedingungen, systematischer Unterbezahlung der lokalen Bevölkerung, mangelnder Sicherheitsstandards und massiver Umweltschäden in der Kritik. Die Gewinne werden fast vollständig nach China abgeführt, während das Land arm bleibt.

Xi: Sicherheit eines Landes über die anderer gestellt

Xi distanzierte sich in seiner Rede von Technologieprotektionismus unter dem Deckmantel nationaler Sicherheitskonzepte: "Wir sollten gemeinsam einer übermäßigen Ausweitung des Konzepts der nationalen Sicherheit im KI-Bereich entgegentreten und verhindern, dass die Sicherheit eines Landes über die anderer gestellt wird." Die US-Regierung erließ jüngst Exportkontrollen für die hoch entwickelten proprietären KI-Modelle von Anthropic und erklärte sie damit zu einer exklusiven nationalen Ressource. Insbesondere im geopolitischen Wettstreit mit China versuchen die USA, einen technologischen Vorsprung gegenüber China als imperialistischen Hauptsrivalen zu bewahren und diesen mit noch breiteren Exportkontrollen auszubremsen, zum Beispiel für KI-Chips und Chipfertigungstechnologie.

Kimi 3 überrascht

Mittlerweile mehren sich die Zweifel, dass der technologische Vorsprung der USA im Bereich der KI lange halten wird. Am Tag vor der Eröffnung der Shanghaier Konferenz veröffentlichte das chinesische KI-Unternehmen Moonshot mit Kimi 3 erstmals ein Modell, das in einigen Benchmark-Tests vor den derzeit besten veröffentlichten Modellen von Anthropic und Open AI liegt.

Moonshot wird das Modell am 27. Juli als Open-Weights-Modell und damit weltweit auch lokal auf eigener Hardware nutzbar machen. Die leistungsmäßig vergleichbaren US-Modelle sind proprietär und nur in Abomodellen zugänglich.

Im Bereich der KI-Hardware präsentieren die chinesischen Tech-Konzerne auf der bis kommenden Montag laufenden Konferenz in Shanghai ihre Fortschritte. Huawei plant laut Reuters, seinen bereits im vergangenen September angekündigten Atlas 950 Superpod erstmals als betriebsfähiges Modell vorzustellen, mehrere Monate früher als ursprünglich geplant. Huawei zufolge bietet der Atlas 950 Superpod 6,7-mal mehr Rechenleistung und 15-mal mehr Speicherkapazität als NVL144, Nvidias Supernode-Cluster-Technologie der nächsten Generation für KI.

Huawei sieht keine Lieferprobleme für KI-Supernods

Brancheninsider rechnen laut Informationen von Golem damit, dass insbesondere Deepseek und Z.ai als zwei der führenden chinesischen KI-Labs relativ schnell ihr Training auf diese voraussichtlich sehr leistungsstarken Huawei-KI-Supernods umstellen werden, weil sie schon länger ihre Modelle auch auf Huawei-Chips optimieren und ihnen der Zugang zu Nvidia-Chips aufgrund von US-Exportkontrollen verwehrt ist. Versorgungsengpässe soll es nicht geben, denn das Unternehmen kündigte laut einem Bericht von Tom's Hardware bereits an, seine KI-Superpods schon Ende dieses Jahres auch in Südkorea anzubieten.

Wenn Xi in seiner Rede in Shanghai zudem ein umfassendes KI-Entwicklungshilfeprogramm für den Globalen Süden ankündigt, demzufolge China in den nächsten Jahren 5.000 KI-Schulungs- und Seminarprogramme sowie internationale Kooperationszentren für KI-Anwendungen aufbauen möchte, dann verfolgt er damit harte industrie- und handelspolitische Interessen. Chinesische KI-Stacks, bestehend aus eigener KI-Hardware von Huawei als wahrscheinlich günstigerer Alternative zu Nvidia und offenen chinesischen KI-Modellen wie Kimi, GLM, Deepseek und Qwen, die auf diese Hardware optimiert sind, sollen sich in Entwicklungs- und Schwellenländern durchsetzen.

Aber auch in Nordamerika und Europa könnte der sich abzeichnende chinesische KI-Stack ein ernst zu nehmender Konkurrent für US-Modelle auf Nvidia-Hardware werden, die bei hohen Leistungsversprechen erheblich teurer sind. Solange die Mehrheit der chinesischen Modelle offen bleibt, können Länder damit ihre Souveränität wahren. Die chinesische Hardware wird sehr wahrscheinlich günstiger sein. Und bei der Hardware kann man zwischen Nvidia, weiteren US-Anbietern, Huawei und perspektivisch anderen chinesischen Alternativen wählen. Aber wer lieber US-Hardware kaufen will, kann dies tun, weil es keinen Lock-in gibt.

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Anzeige: Tragbare Magsafe-SSD für Handys mit 1 TByte günstig wie seit Monaten nicht

Von Erik Körner — 17. Juli 2026 um 18:35

Unser Deal-Qualitätsversprechen: Gute, ehrliche und unabhängig recherchierte Angebote. Mehr Infos

Die Lexar ES5 ist der optimale Ersatz für teure Speicherupgrades vom Handyhersteller. Amazon verkauft sie wieder günstiger.
Die Lexar ES5 zum niedrigsten Preis seit Jahresbeginn im Amazon-Angebot (Bild: Amazon.de/Lexar/Golem) amazon Affiliate

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Die Lexar ES5 zum niedrigsten Preis seit Jahresbeginn im Amazon-Angebot Bild: Amazon.de/Lexar/Golem

Handyspeicher ist unverhältnismäßig teuer. Mehrere Hundert Euro Aufpreis für zusätzliche 256 GByte ist ein frecheres Preis-Leistungs-Verhältnis als bei Druckertinte. Dass der MicroSD-Kartenslot fast vollständig ausgestorben ist, macht das Problem nur schlimmer. Zum Glück gibt es für Smartphones optimierte SSDs, die relativ preiswert verhindern, dass ständig Apps und Daten gelöscht werden müssen. Ein Modell von Lexar, die ES5, ist aktuell zu ihrem niedrigsten Preis seit Januar bei Amazon erhältlich.

Darum lohnt sich die Handy-SSD von Lexar

Die Lexar ES5 eignet sich als Speichererweiterung für jedes Handy mit einem USB-C-Anschluss. Die kompakte SSD passt in jede Hosentasche und hat eine Hülle aus flüssigem Silikon für ein angenehmes Gefühl in der Hand. Auch soll sie Stürze aus bis zu drei Metern Höhe überstehen und staub- und wasserdicht sein. Das macht sie ideal für regelmäßige Reisen. Praktisch: Ihre Rückseite ist magnetisch, so dass sie von selbst an iPhones mit Magsafe-Unterstützung oder magnetischen Handyhüllen hält. USB-Kabel können dank einer kleinen Aussparung direkt am Gehäuse befestigt werden. Ein USB-C-auf-C-Kabel samt USB-A-Adapter sind im Lieferumfang enthalten.

Für ihre Größe ist die Lexar ES5 überraschend leistungsstark. Laut Hersteller kommt die tragbare SSD auf Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 2.000 MByte pro Sekunde. Das ist fast doppelt so schnell wie herkömmliche externe SSDs, zum Beispiel die beliebte Samsung T7. Selbst große Datenmengen wie 4K-Videos oder hochauflösende Fotos im RAW-Format überträgt sie so in kurzer Zeit. Apple-Nutzer freuen sich zudem über die Option, ProRes-Videos in 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde direkt auf der Festplatte aufzunehmen.

Lexar bei Amazon: tragbare SSDs für Handys zum Sparpreis bestellen

Amazon verkauft die Lexar ES5

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für 152,99 Euro im befristeten Angebot. Laut Preistracker Keepa hat sie in den letzten 90 Tagen durchschnittlich 174,67 Euro gekostet. Der Rabatt gilt bis zum 19. Juli, kann aber vorzeitig enden. Wir empfehlen, schnell zuzugreifen. Auch 2- und 4 TByte-Modelle sind reduziert: Sie kosten jeweils 229,49 Euro und 339,99 Euro. Zwischen den drei Varianten lässt sich auf der Produktseite wählen. Mehr günstiger Speicher von Lexar, darunter M.2 SSDs, USB-Sticks oder MicroSD-Karten, findet sich in dieser Übersicht
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. Stöbern lohnt sich.

Lexar ES5 Tragbare SSD 1TB, USB 3.2 Gen2x2 mit bis zu 2.000 MB/s Lesen und Schreiben, IP65-Schutz, Magsafe Phone SSD Unterstützt Apple ProRes 4K (iPhone 15/16), Galaxy S25 8K, Flüssige Silikonhülle

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Störungsmeldung vom 17.07.2026 11:00

Von heise online — 17. Juli 2026 um 11:00

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
17.07.2026 11:00
Region
Karlsruhe (0721)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

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VMware Avi Load Balancer: Kritische Lücke erlaubt Umgehung von Anmeldung

Von Heise — 17. Juli 2026 um 12:11
Update-Text mit VMware-Logo vor Farbverlauf

VMware aktualisiert seine Software.

(Bild: heise online / dmk)

VMware warnt vor zum Teil kritischen Lücken im Avi Load Balancer. Angreifer können Authentifizierung und Autorisierung umgehen.

In VMwares Avi Load Balancer haben die Entwickler mehrere Sicherheitslücken ausgebessert. Sie erreichen teils kritische Risikoeinstufungen und ermöglichen Angreifern, etwa die Authentifizierung zu umgehen.

Broadcom warnt in einer Sicherheitsmitteilung [1] vor den Schwachstellen. Die gravierendste Schwachstelle ermöglicht bösartigen Akteuren mit Netzwerkzugriff auf die Avi-Controller-Oberfläche, den Authentifizierungsmechanismus zu umgehen (CVE-2026-47865, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“). Wie genau sie das anstellen können und wo der Fehler liegt, erörtert Broadcom jedoch nicht. Eine Directory-Traversal-Schwachstelle (CVE-2026-47871, CVSS 8.8, Risiko „hoch“) bedroht ebenso wie eine Codeschmuggel-Lücke im Avi-Controller (CVE-2026-47867, CVSS 8.7, Risiko „hoch“) die Sicherheit des Load Balancers. Angemeldete Nutzer können ebenfalls auf nicht detailliertem Weg Schadcode einschleusen und ausführen (CVE-2026-47869, CVSS 8.7, Risiko „hoch“).

Außerdem können Angreifer auf einige Einstellungen im Avi-Controller unbefugt zugreifen (CVE-2026-47866, CVSS 8.3, Risiko „hoch“). Nutzer mit lokalem Zugriff können zudem ihre Rechte ausweiten und Code als root-User ausführen (CVE-2026-47868, CVSS 7.8, Risiko „hoch“). Das gelingt auch bösartigen angemeldeten Nutzern aus dem Netz (CVE-2026-47870, CVSS 7.1, Risiko „hoch“).

Fehlerbereinigte Softwareversionen

Broadcoms Entwickler stellen Updates in mehreren Entwicklungszweigen bereit. Die Lücken schließen die VMware Avi Load Balancer 32.1.2, 31.2.2-2p3 und 30.2.7. Wer noch die verwundbaren Stände 22.1.1 bis 22.1.7 nutzt, soll auf 30.2.7 migrieren.

Anfang Juni hatte Broadcom mehrere Cross-Site-Scripting-Lücken etwa in VMware Cloud Foundation [2] und weiteren Produkten gemeldet. Sie haben jedoch als Risiko-Bewertung „nur“ die Stufe „hoch“ erreicht. Um sie zu schließen, haben die Entwickler dort aktualisierte Software verteilt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11368661

Links in diesem Artikel:

  1. https://support.broadcom.com/web/ecx/support-content-notification/-/external/content/SecurityAdvisories/0/37926
  2. https://www.heise.de/news/VMware-Mehrere-Produkte-mit-Stored-Cross-Site-Scripting-Luecken-11321673.html
  3. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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Windows Server 2022: Mainstream-Support endet in 90 Tagen

Von Heise — 17. Juli 2026 um 10:21
Zittriges Windows-11-Logo vor Matrix-artigem Code

(Bild: heise online / dmk)

Windows Server 2022 fällt in 90 Tagen aus dem Mainstream-Support. Erweiterte Sicherheitsupdates gibt es bis 2031 – und danach ESU.

In 90 Tagen endet der Mainstream-Support für den Windows Server 2022, wodurch er aus dem regulären Update-Raster fällt. IT-Verantwortliche müssen daher aktiv werden und eine der möglichen Optionen nutzen.

Darauf weist Microsoft aktuell im Message-Center der Windows-Release-Health-Notizen [1] hin. Das Sicherheitsupdate im Oktober 2026 wird das letzte Mainstream-Support-Update sein. Danach geht der Server 2022 in den erweiterten Support [2] – Microsoft gibt an, dass dieser Sicherheitsupdates ohne zusätzliche Kosten umfasst, die monatlich bis zum 14. Oktober 2031 ausgeliefert werden. Wer danach weiter auf den alten Server setzen möchte, kann dann im Rahmen des Erweiterten-Sicherheits-Updates-Programms (ESU) noch längere Unterstützung ausschließlich mit Sicherheitspatches erhalten – dafür fallen dann allerdings Gebühren an.

Der Unterschied zwischen Mainstream- und erweitertem Support ist demnach [3], dass Windows Server 2022 keine Design- und Funktionsänderungen mehr erhält. Auch von den Nicht-Sicherheitsupdates ist Windows Server 2022 dann ausgenommen. Im Prinzip also das, was Admins im ESU-Programm erwartet, nur ohne Rechnung daran.

Microsoft nennt Windows Server 2025 als jüngstes Server-Betriebssystem im Long-Term-Servicing-Channel (LTSC). Um weiterhin in den Genuss des vollständigen Mainstream-Supports zu gelangen, empfiehlt Microsoft Admins, die Migration auf das neuere Server-OS jetzt zu planen.

Der Windows Server 2025 erschien Anfang November 2024 [4]. Er brachte etwa Hotpatching als neues Feature mit, wodurch nur noch vier Neustarts im Jahr anfallen sollen, anstatt jeden Monat einen Reboot zu erfordern. Der Server 2025 brachte auch erstmals OpenSSH als per Mausklick aktivierbaren Dienst mit, zudem soll er etwa SMB-Freigaben robuster und sicherer bereitstellen. Der Mainstream-Support-Zeitraum läuft bis Oktober 2029, woran sich fünf Jahre erweiterte Sicherheitsupdates anschließen. Die enden somit im Oktober 2034.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11368549

Links in diesem Artikel:

  1. https://learn.microsoft.com/en-us/windows/release-health/windows-message-center#4900
  2. https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/products/windows-server-2022
  3. https://learn.microsoft.com/en-us/lifecycle/policies/fixed
  4. https://www.heise.de/news/Microsoft-gibt-Windows-Server-2025-frei-10002426.html
  5. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  6. mailto:dmk@heise.de

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Apple-Tool nachgemacht: So geht die neue macOS-Malware CrashStealer vor

Von Heise — 17. Juli 2026 um 09:30
Right-Click-Trick: Malware umgeht Startverbot

Right-Click-Trick: Malware umgeht Startverbot.

(Bild: Jamf)

Momentan kursiert ein neuer Mac-Datenschädling, der Zugangsdaten und Kryptowährungen klauen kann. Er tarnt sich als Apple-Software.

Aktuell wird eine neuartige macOS-Malware verbreitet, die versucht, sich als Apples CrashReporter zu tarnen. Das berichtet das Sicherheitsteam des MDM-Spezialisten Jamf. Der „CrashStealer“ getaufte Datenschädling ist ein klassischer Infostealer, versucht unter anderem, Daten zahlreicher bekannter Passwortmanager, das Apple-Schlüsselbund sowie Passwörter und Infos von Krypto-Wallets auf dem Mac abzugreifen. Außerdem gibt es eine integrierte Suchroutine, so Jamf, die die Dokumente- und Download-Ordner nach „Interessantem“ durchsucht.

Wichtige Daten klauen und verschlüsseln

Die Entwickler gehen dabei recht geschickt vor: Sie verschlüsseln die geklauten Dateien mittels AES-GCM und exfiltrieren sie dann via libcurl zu einem Command-and-Control-Server. Das Vorgehen erinnert an andere bekannte macOS-Infostealer wie Atomic, die native C++-Implementierung der Malware samt der Client-seitigen Verschlüsselung machten CrashStealer aber zu einer eigenen Datenschädlingsfamilie, so Jamf. Entdeckt wurde CrashStealer in einer via Web vertriebenen App namens Werkbit, die sich Nutzern als Meeting-Werkzeug verkauft, aber nichts mit einer gleichnamigen deutschen Software für den Mittelstand zu tun hat.

Die Fake-Werkbit-App soll zunächst über ein Apple-Zertifikat verfügt haben, die entsprechende „Developer Team ID“ wurde von Apple mittlerweile jedoch deaktiviert, nachdem Jamf den Schädling gemeldet [1] hatte. Dass Malware mit einer legitimen Developer-ID [2] ausgestattet ist, passiert leider immer wieder [3]. Damit gibt es dann beim Ausführen der Software keine Warnung. Allerdings versucht der Installer auch, um diese Gatekeeper-Verifizierung herumzukommen und nutzt Social Engineering, um Nutzer dazu zu bewegen, die App per Rechtsklick auszuführen – eine Methode, die Apple immer schwerer macht. Allerdings wäre die Maßnahme hier gar nicht notwendig gewesen, da das Zertifikat ja bestand.

Möglicherweise für gezielte Angriffe

Um an Daten zu gelangen, installiert CrashStealer parallel noch eine falsche CrashReporter-App, die so tut, als sei sie Apples CrashReporter, der bei Abstürzen auftaucht. Beim ersten Start verlangt die Fake-Anwendung vom Nutzer, ihr vollen SSD-Zugriff zu erteilen sowie ein Administratorpasswort einzugeben. Danach wird auf das Schlüsselbund zugegriffen und der Diebstahl beginnt. Jamf warnt davor, dass die Malware insgesamt sehr „sneaky“ implementiert wurde – und schwerer erkennbar sei als übliche Infostealer. Erste Hinweise kursierten seit Mai, aktive Installationen entdeckte Jamf noch im Juli.

Über die genauen Verbreitungswege ist wenig bekannt. Denkbar ist auch, dass die Anwendung für gezielte Angriffe auf bestimmte Personen gedacht war. Das falsche Werkbit verlangte nämlich eine „Meeting-ID“ in Form einer PIN, bevor die Installation begann. Der Infektionsprozess wäre wie folgt verlaufen: Ein Opfer bekommt eine Einladung für ein Meeting samt PIN, in der zum Download aufgerufen wird. Nach der Installation beginnt dann der Diebstahl.


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  1. https://www.jamf.com/blog/crashstealer-macos-infostealer-analysis/
  2. https://www.heise.de/news/Malware-Gefahr-Github-verliert-Zertifikate-von-zwei-Mac-Apps-7477243.html
  3. https://www.heise.de/news/Notarisierte-Mac-Malware-Apple-beglaubigte-offenbar-mehrfach-Trojaner-4882770.html
  4. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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heise+ | Confidential AI: So funktionieren vertrauliche Berechnungen auf der GPU

Von Heise — 17. Juli 2026 um 15:00

Confidential Computing schützt Daten in fremden Clouds. Wir zeigen, wie die Erweiterung auf GPUs diese Technik auch für KI-Anwendungen nutzbar macht.

KI ist in vielen Unternehmen bereits zu einem alltäglichen Werkzeug geworden: Entwickler arbeiten damit an ihrem Code, Fachabteilungen durchsuchen Dokumente, Support-Teams automatisieren Antworten und Analysten fassen große Datenmengen zusammen. Dadurch landen in KI-Systemen aber auch vielfältige Informationen, die bisher oft im eigenen Netz geblieben wären: Quellcode, Kundendaten, Geschäftsgeheimnisse und dergleichen mehr.

Wie bei klassischen Clouddiensten ergibt sich daraus ein grundsätzliches Datenschutzproblem: Man muss den KI-Betreibern vertrauen. Das ändert sich auch nicht, wenn man vertraglich festhält, was ein Anbieter mit den Daten (nicht) tun darf und etwa die Einstellungen des Systems so setzt, dass sie KI-Training auf eigenen Daten untersagen. Grundsätzlich können Servicebetreiber und Clouddienstleister Prompts, also Anfragen an die KI samt allem Kontext, und auch die Antworten einsehen – etwa weil lokale Gesetze sie dazu zwingen.

Unter dem Begriff Confidential AI, also vertrauliche KI, versteht man KI-Verarbeitung in der Cloud, die sensible Daten nicht nur vor Externen, sondern auch vor dem Serviceanbieter und dem Cloudbetreiber schützen soll. Grundlage dafür ist Confidential Computing: eine Technik, die Daten nicht nur bei der Speicherung und Übertragung schützt, sondern auch während der Verarbeitung. Apple zum Beispiel geht mit Private Cloud Compute, kurz PCC, genau diesen Weg [7] [7]. PCC soll KI-Anfragen, die zu groß oder zu komplex für das lokale Gerät sind, in der Cloud verarbeiten, ohne die klassische Vertrauensbeziehung zum Cloudbetreiber einzugehen.


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  1. https://www.heise.de/hintergrund/Confidential-Computing-Schutz-von-Daten-waehrend-ihrer-Verarbeitung-11210840.html
  2. https://www.heise.de/hintergrund/Confidential-AI-So-funktionieren-vertrauliche-Berechnungen-auf-der-GPU-11329114.html
  3. https://www.heise.de/tests/Enigma-Touch-Emulator-der-Chiffriermaschine-vorgestellt-11212813.html
  4. https://www.heise.de/ratgeber/KeePass-Grundlagen-Passwoerter-endlich-effektiv-schuetzen-11187694.html
  5. https://www.heise.de/ratgeber/FAQ-BitLocker-Verschluesselung-und-Alternativen-dazu-11159284.html
  6. https://www.heise.de/hintergrund/Vertraulich-Eigene-Verschluesselungskeys-fuer-die-Azure-Cloud-verwalten-11165507.html
  7. https://www.heise.de/news/Neue-Siri-Apple-bleibt-bei-Datenschutzstrategie-11318666.html

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Rechtsstreit Apple vs. OpenAI: Missverständliche E-Mails und andere Probleme

Von Heise — 17. Juli 2026 um 13:26
OpenAI-Chef Sam Altman

OpenAI-Chef Sam Altman: Keine E-Mail unter dieser Nummer?

(Bild: jamesonwu1972/Shutterstock.com)

Apple behauptet in seiner Klage wegen des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen, OpenAI habe nicht reagiert. Dort verweist man nun auf Verwechselungsprobleme.

Der Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI um angeblich beim iPhone-Hersteller entwendete Geschäftsgeheimnisse [1] hat offenbar auch damit zu tun, dass eine Einigung vor Einschaltung der Gerichte aufgrund von Tippfehlern scheiterte. Das berichtet der US-Nachrichtensender NBC News. In seiner Klage [2] behauptet Apple unter anderem, dass der Konzern von OpenAI keine Antwort auf anwaltliche Beschwerden erhalten habe. Doch offenbar hat einer von Apples externen Rechtsberatern dabei in E-Mails zwei Personen (sowie deren Adressen) verwechselt, sodass es OpenAI nicht möglich gewesen sein soll, adäquat zu reagieren.

Anwaltlicher Namensfehler

Die Schreiben aus anonymer – vermutlichen OpenAI-naher – Quelle liegen NBC News [3] vor. Apples Anwalt hat darin offenbar die Namen „Chang“ und „Wang“ verwechselt, was man bei OpenAI dann nicht zuordnen konnte. Der korrekte Name der Person ist Chang Liu, ein ehemaliger Ingenieur bei Apple, der auch nach Abgang und Anheuern bei OpenAI weiter Kontakte zu mindestens einer Mitarbeiterin des iPhone-Konzerns gehalten haben soll.

Liu teilte dieser Person, die mittlerweile selbst bei OpenAI arbeitet, mit, Apple habe eine Lücke in einem Fileserver gelassen – über diesen sollen laut Apple dann Daten abgeflossen sein. „LOL, ich habe herausgefunden, dass ich auf [den Netzwerkspeicher] zugreifen kann, das ist so lustig“, schrieb Liu demnach. Präsentationen, Hardware-Designs, Testprozeduren und Herstellungsdetails seien daraufhin heruntergeladen worden, wie Apples Sicherheitsabteilung herausgefunden haben will. Liu wurde, ebenso wie OpenAI-Hardware-Chef Tan Tang (ebenfalls Ex-Apple) und OpenAI selbst, von Apple persönlich verklagt.

OpenAI will Hardware herausbringen

Laut NBC News sollen OpenAI und Apple zunächst über die Vorwürfe kommuniziert haben. Doch nach den Namensfehlern wurde die Verbindung (offenbar durch OpenAI) gekappt. Apple hat sich laut Bericht bereits im Februar bei OpenAI gemeldet. Nach dem Ende der Kommunikation kam es dann zur Einreichung der Klage. Ob Apples Fehler nun Auswirkungen darauf haben werden, ist unklar. Der Konzern möchte nicht nur Schadenersatz von der KI-Firma, sondern auch erreichen, dass OpenAI seine Geschäftsgeheimnisse nicht für eigene Produkte verwenden kann.

Über 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter – vom höheren Management [4] bis hin zu diversen Hard- und Software-Experten – wurden von OpenAI angelockt, standardmäßig mit lukrativen Gehältern und Aktienoptionen. Laut Apples Klage versuchten OpenAI-Mitarbeiter bereits in Bewerbungsgesprächen, Informationen der Apple-Mitarbeiter zu erhalten. Angeblich wurde gar vorgeschlagen, Prototypen und Bauteile mitzubringen.

Der Rechtsstreit könnte sich Beobachtern zufolge über mehrere Jahre ziehen. OpenAI plant, seine ersten Hardware-Produkte, darunter einen smarten Lautsprecher [5] und später wohl auch ein eigenes Handy, in diesem oder kommenden Jahr vorzustellen. Apples Klage könnte das Projekt nun ausbremsen – auch weil Mitarbeiter fürchten, in den Rechtsstreit verwickelt zu werden. Zudem dürfte es OpenAI schwerer fallen, weitere Apple-Mitarbeiter anzuwerben und Partner in der Lieferkette zu finden. Auch die bislang recht sorglose Managementkultur könnte sich ändern, schreibt Bloomberg [6]. Bei OpenAI ist auch Apples Ex-Designchef Jony Ive tätig [7], der viele Mitarbeiter von Apple anlocken konnte.


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https://www.heise.de/-11367416

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  1. https://www.heise.de/hintergrund/Analyse-Apples-Vorwaertsverteidigung-gegen-OpenAI-11364291.html
  2. https://www.heise.de/news/Apple-Klage-OpenAI-sieht-keine-Beweise-fuer-Diebstahl-geistigen-Eigentums-11366248.html
  3. https://www.nbcnews.com/tech/apple/apple-openai-lawsuit-suit-trade-product-hardware-email-sam-altman-rcna587376
  4. https://www.heise.de/news/Apple-verliert-Vizepraesident-an-OpenAI-und-Jony-Ive-11347128.html
  5. https://www.heise.de/news/OpenAIs-erstes-KI-Geraet-soll-ein-Smart-Speaker-mit-mechanischen-Elementen-sein-11365030.html
  6. https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-07-13/how-apple-s-lawsuit-threatens-to-disrupt-openai-s-bid-to-rival-the-iphone
  7. https://www.heise.de/news/KI-Geraete-OpenAI-und-Jony-Ive-planen-ein-Always-on-Device-11112355.html
  8. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Besseres Pairing: Das soll bei Meta-Produkten am iPhone in der EU künftig gehen

Von Heise — 17. Juli 2026 um 12:42
Nahaufnahme einer schwarzen Ray-Ban-Meta-Smart-Brille mit integrierter Kamera am Brillenscharnier.

Meta-Brille: Bald „First class“ auf dem iPhone dank EU?

(Bild: JLStock/Shutterstock.com)

Ähnlich wie AirPods und andere Apple-Produkte sollen auch Zubehöranbieter mit dem iPhone kommunizieren. Zu Metas Brillen und VR-Headsets gibt es nun neue Infos.

Auf einer nur für Entwickler zugänglichen Seite stellt Apple Informationen zur Verfügung, wie Hardware von Meta künftig mit iPhone und iPad interagieren sollen. Apple ist aufgrund der Regulierung durch den Digital Markets Act (DMA) [1] gezwungen, Third-Party-Geräte ähnlich gut an seine zwei regulierten Gerätefamilien anzubinden, wie dies bereits bei eigenen Produkten wie AirPods, Airtags oder der Apple Watch der Fall ist. Die Pläne dürften bis zum kommenden Jahr umgesetzt werden. Explizit benannt sind die VR-Headset-Serie Meta Quest sowie die Brillen der Meta-Ray-Ban-Glasses-Serie. Die Seite „Interoperability Requests in the EU“ für Entwickler ist nur mit einem Developer-Account zugänglich.

Einmaliges Pairing mit Übertragung auf andere Geräte

Meta wünscht sich [2] (Developer-Account erforderlich) explizit, dass User Meta-Hardware direkt pairen und dieses Pairing dann auch auf anderen im Besitz befindlichen iPhones und iPads automatisch nutzen kann – und zwar durch „die Koordination über Metas eigene Cloud-Dienste“. Die Bitte der Facebook-Mutterfirma kam Ende Oktober 2025, Apple reagierte einige Tage später mit einem „Eligibility Review“.

Aktueller Stand der Dinge ist, dass die Entwicklungsarbeiten bei Apple noch bis iOS 27 und iPadOS 27 dauern. Allerdings noch nicht in den ersten, ab Herbst zur Verfügung stehenden Versionen. Stattdessen nennt Apple einen Zeitraum im Frühjahr 2027 – mit welcher Version ist noch unklar. Dann sollen Third-Party-Anwendungen Zugriff auf das notwendige kryptografische Material erhalten, um ein Pairing abzusichern. „Apple entwickelt derzeit ein Protokoll, mit dem ein Apple-Gerät einen sicheren Sitzungsschlüssel ableiten kann, der zur Authentifizierung und Verschlüsselung der Übertragungsverbindung zwischen dem Apple-Gerät und einem Zubehörteil eines Drittanbieters dient.“

Metas Bitten an Apples Entwicklerteam

Die Synchronisation mit anderen Apple-Geräten ist dabei vorgesehen – ob tatsächlich über die Cloud des jeweiligen Herstellers, bleibt offenbar abzuwarten. Meta meldete sich zuletzt im März bei Apples Entwicklerteam. Dabei ging es um die Frage, ob das notwendige AccessorySetupKit (ASK) von Apple den ganzen Bildschirm übernehmen muss oder nicht. Meta hätte hier gerne eine einfachere Lösung – den direkten Start der eigenen App.

Unterdessen gibt es Neuigkeiten in Sachen DMA-Öffnung von KI-Systemen: Google wird von der EU nun gezwungen, sein Android-Betriebssystem vollständig für Assistenten eigener Hersteller zugänglich [3] zu machen. Apple versucht derzeit, genau dies zu verhindern und hat deshalb auch Siri AI zunächst nicht in die EU [4] gebracht.


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  1. https://www.heise.de/news/Apple-bleibt-Gatekeeper-EU-Gericht-hat-entschieden-11357867.html
  2. https://developer.apple.com/eu-interoperability-request/fb20882639/
  3. https://www.heise.de/news/EU-Vorgaben-Android-muss-fuer-KI-Assistenten-von-Fremdanbietern-komplett-oeffnen-11367648.html
  4. https://www.heise.de/hintergrund/Siri-AI-Warum-EU-iPhones-leer-ausgehen-11348496.html
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Leichter Zahlen: Apple-Läden nutzen eigenes Tap-to-Pay auf iPhones

Von Heise — 17. Juli 2026 um 12:01
Tap-to-Pay-Funktion mit dem iPhone

Tap-to-Pay-Funktion mit dem iPhone.

(Bild: Apple)

Lange setzte Apple sogar bei Apple Pay in seinen Stores auf Bezahlterminals. Nun wechselt das Unternehmen auf interne Technik.

Dogfooding nennt man es, wenn ein Unternehmen Technik, die man seiner Kundschaft anbietet, auch selbst einsetzt. Apple versucht das nun bei seinem Tap-to-Pay-Bezahlsystem [1], das schon seit mehreren Jahren auf iPhones ab dem Modell X zur Verfügung steht. Laut einem Bericht werden bisherige Bluetooth-Terminals und andere Sonderlocken-Hardware innerhalb der Ladenkette des Konzerns aussortiert. Kunden sollen direkt im Apple Retail Store am Handy des Mitarbeiters via NFC-Kreditkarte sowie anderen NFC-Verfahren wie Apple Pay bezahlen können. Teilweise ist das bereits umgesetzt, nun erfolgt ein flächendeckender Rollout, schreibt die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Seit Jahren verfügbar, Händervertrag notwendig

Tap-to-Pay gibt es in Deutschland bereits seit 2024 [2]. Apple arbeitet dazu mit verschiedenen Bezahldiensten zusammen. Der in iPhones integrierte NFC-Kartenchip wird dabei zum Auslesen von Karten genutzt, die Buchung direkt über eine Zahlungsanbieter-App abgewickelt. Unternehmen, die das anbieten [3], sind SumUp, viva.com, die Sparkassen oder MyPOS. Händler müssen mit diesen einen Vertrag schließen und zahlen dann prozentuale Gebühren, teilweise auch Monatstarife.

Für Endkunden ohne geschäftliche Basis ist die Funktion allerdings nicht gedacht, man kann also nicht einfach ein Konto eröffnen, um dann von Freunden Kreditkartenzahlungen zu akzeptieren. Dennoch ist die Funktion nützlich, da man zuvor stets ein angebundenes Kartenterminal eines externen Anbieters benötigt hatte, wie es auch Apple einsetzte.

Metallkarten machten Stress

Zwar begann die Umstellung auf Tap-to-Pay in Apples Ladengeschäften [4] bereits vor einigen Jahren, doch das dabei verwendete iPhone 14 machte manchmal Probleme, so dass die Terminals weiterhin mitgeführt wurden. Der Grund: Die Geräte sollen Probleme mit Kreditkarten aus Metall gehabt haben, beispielsweise die Platin-Karten von American Express. Diese waren teilweise gar nicht lesbar.

Hinzu kam, dass man die Stelle des NFC-Lesers genau treffen musste, ein Problem, das Nutzer etwa auch von Tools wie der AusweisApp [5] (und dem oben angebrachten RFID-Leser) kennen. Neuere Modelle wie das iPhone 16 lesen allerdings zuverlässiger und sollen auch mit Metallkarten zurechtkommen. Das sei der Grund, warum Apple nun die externen Terminals ausrangiere, schreibt Bloomberg [6].


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  1. https://www.heise.de/news/Tap-to-Pay-In-diesen-Laendern-dient-das-iPhone-jetzt-als-Bezahlterminal-10424061.html
  2. https://www.heise.de/news/Tap-to-Pay-startet-in-Deutschland-iPhones-nehmen-kontaktlose-Zahlungen-an-9776336.html
  3. https://www.apple.com/de/business/tap-to-pay-on-iphone/
  4. https://www.apple.com/retail/
  5. https://www.heise.de/ratgeber/Tipp-Was-zu-tun-ist-wenn-die-Personalausweis-PIN-verloren-wurde-11346970.html
  6. https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2026-07-12/apple-s-chip-plans-m6-m7-pro-m7-max-m7-ultra-m8-details-touch-macbook-pro
  7. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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ZDF beendet "Ein Fall für zwei": Das leise Sterben der TV-Rituale

Von Telepolis — 17. Juli 2026 um 13:27
altes Fernsehgerät

Bild: Shutterstock.com

Fast 50 Jahre lang gehörte die Serie zum Freitagabend. Ihr Ende erzählt vom Abschied einer Fernsehkultur. Gegen Netflix & Co. haben Gewohnheiten keine Chance.

46 Jahre lang gehörte "Ein Fall für zwei" zu den Konstanten des deutschen Fernsehens. Über Jahrzehnte versammelte die Reihe am Freitagabend Millionen Zuschauer vor dem Bildschirm.

"Nach reiflicher Überlegung" [1]traf der öffentlich-rechtliche Sender nun die Entscheidung, sich von der Kultserie zu verabschieden.

Das ist Teil eines schleichenden Abschieds von einer Fernsehkultur, die für die Generation des linearen Fernsehens selbstverständlich war, und die weitgehend verschwunden ist: Man setzt sich am Freitagabend vor die Kiste und schaut Krimi.

Verlässlich wie Matula

Fast ein halbes Jahrhundert lang folgten Freitagabende im ZDF einer schlichten Dramaturgie. Ein Anwalt und ein Detektiv, der für die schmutzige Realität zwischen Gerichtssaal und Frankfurter Hinterhöfen und damit auch für gelegentlich notwendige Faustkämpfe zuständig war.

Die Serie erfand das Fernsehen nicht neu. Sie musste es auch nicht. Sie war so verlässlich wie Claus Theo Gärtner als Matula, der erst noch als Polizist und dann als Privatdetektiv dem Anwalt zur Seite steht – und gerade deshalb erfolgreich.

In Zeiten, in denen Streamingdienste mit immer neuen Formaten um Aufmerksamkeit kämpfen, wirkt eine solche Konstanz fast exotisch. Wer heute eine Serie startet, weiß oft nicht, ob sie eine zweite Staffel erlebt.

Ein Fall für zwei überlebte dagegen Generationen von Schauspielern und Zuschauern. Günter Strack als Anwalt Dieter Renz wurde später durch Rainer Hunold ersetzt; Claus Theo Gärtner als Matula zum eigentlichen Gesicht der Reihe. Als Gärtner 2013 nach mehr als 300 Folgen ausschied, schien die Geschichte eigentlich erzählt.

Dass das ZDF die Marke 2014 dennoch neu startete, war mutig – und erstaunlich erfolgreich. Antoine Monot und Wanja Mues machten aus der alten Idee eine neue Serie, die weitere 13 Jahre Bestand hatte.

ZDF: "Würdiger Abschluss"

Nun soll mit vier Folgen der 13. Staffel, die im kommenden Jahr ausgestrahlt werden sollen [2], Schluss sein. Den "endgültigen Schlusspunkt" soll anschließend ein 90-minütiger Spielfilm setzen, der erst 2027 gedreht wird und der die Geschichte "zu einem würdigen Abschluss" bringen soll (Hörzu [3]).

Ganz ausschließen will man eine spätere Wiederbelebung offenbar nicht. Sonst würde man den Schlusspunkt kaum erst 2027 setzen. Im Fernsehen ist schließlich selbst ein endgültiger Abschied manchmal nur bis zur nächsten Programmreform endgültig.

Offiziell spricht das ZDF von einer stärkeren Konzentration auf wenige Freitagskrimis. Das klingt nach Programmstrategie. Tatsächlich markiert die Entscheidung einen tieferen Wandel.

Jahrzehntelang konnte das Fernsehen seinen Zuschauern Gewohnheiten anbieten. Heute jagt es ihrer Aufmerksamkeit hinterher. Aus der Treue zum festen Sendeplatz ist der permanente Wettbewerb um den nächsten Klick geworden.

Gewohnheiten abschaffen als Geschäftsmodell

Krimis gibt es mehr denn je. Was verschwindet, ist eine Fernsehkultur der Routinen. Früher entschied der Programmplatz, was Millionen Menschen am Freitagabend gemeinsam sahen. Heute entscheidet immer häufiger ein individualisiertes Empfehlungssystem, was jeder Einzelne als Nächstes anklickt.

Die eigentliche Konkurrenz von "Ein Fall für zwei" sind am Ende nicht andere Krimis. Es sind Plattformen, deren Geschäftsmodell darin besteht, den Zuschauer nie zur Ruhe kommen zu lassen.

Das klassische Fernsehen wollte Gewohnheiten schaffen. Die Streamingwelt will sie permanent unterbrechen. Zwischen beiden Logiken ist für einen Freitagabend als nationales Ritual irgendwann kein Platz mehr.


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https://www.heise.de/-11369093

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  1. https://www.dwdl.de/nachrichten/107202/zdf_stellt_ein_fall_fuer_zwei_nach_fast_fuenf_jahrzehnten_ein/
  2. https://www.dwdl.de/nachrichten/107202/zdf_stellt_ein_fall_fuer_zwei_nach_fast_fuenf_jahrzehnten_ein/
  3. https://www.hoerzu.de/aktuelles/ein-fall-fuer-zwei-nach-46-jahren-ist-schluss-zdf-beendet-kult-krimiserie---warum/

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