(Bild: iX)
Je mehr sich KI in Unternehmen ausbreitet, umso dringender wird die Kostenfrage. Viele Führungskräfte wissen aber nicht genau, wie die Tokenkosten ausfallen.
Mit der Ausbreitung verbrauchsbasierter Abrechnung bei KI wird in den Unternehmen die Frage nach den Tokenkosten immer drängender: Rund einem Drittel der Führungskräfte fällt es laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft KPMG aber schwer, die Kostenstrukturen hinter der KI-Nutzung ihres Unternehmens zu durchschauen. Fast ein Viertel (23 Prozent) berichtet demnach auch von Schwierigkeiten mit nutzungsabhängigen Kosten, und 42 Prozent gestanden ein, insgesamt nur über einen teilweisen Überblick bei den KI-Ausgaben zu haben.
Viele Firmen haben laut den KPMG-Zahlen aber auch reagiert und setzen auf mehr Monitoring. Jeweils über die Hälfte gab an, Dashboards zur Überwachung der KI-Kosten zu nutzen (53 Prozent) sowie Kostenprüfungen in die Genehmigungsverfahren für KI-Projekte zu integrieren (54 Prozent). Unternehmen, die solche Maßnahmen ergreifen, gaben auch deutlich häufiger an, einen nachweisbaren ROI (Return on Investment) mit ihren KI-Ausgaben erzielt zu haben – nämlich 15 Prozent statt nur 3 Prozent. Nimmt man Unternehmen mit und ohne dedizierte KI-Kostenkontrolle zusammen, können im Schnitt 7 Prozent einen messbaren Ertrag der künstlichen Intelligenz feststellen. Zugleich steht aber fast jeder Vierte (24 Prozent) unter dem Druck, den Wert für Investoren nachzuweisen.
Trotz teils unklarer Kosten und Rendite bleibt KI aber das Top-Thema für Investitionen. 79 Prozent der Führungskräfte nennen sie als zentralen Bereich für neue Ausgaben. Allerdings sieht KPMG Zeichen dafür, dass die Unternehmen nun die Experimentierphase hinter sich gelassen haben und pragmatischer auf die Technologie blicken. So hätten auch fast die Hälfte (49 Prozent) wegen Kostenbedenken bereits in ihrer KI-Strategie Projekte gebremst, pausiert oder verkleinert.
Mit 22 Prozent zieht eine wachsende Zahl auch günstigere KI-Modelle in Betracht. Ein prominentes Beispiel dafür ist Brian Armstrong, Chef der Kryptobörse Coinbase. Er machte kürzlich öffentlich, dass sein Unternehmen mit quelloffenen chinesischen Modellen wie GLM 5.2 und Kimi K2.7 experimentiere, die deutlich günstiger als die Frontiermodelle der US-Anbieter Anthropic und OpenAI seien. Berichten nach setzen manche große US-Unternehmen auch zunehmend auf Kostenkontrolle, gedeckelte Tokenbudgets [1] oder gar auf die Sperre bestimmter Modelle.
„KI ist mittlerweile ebenso sehr eine Priorität im Finanzmanagement wie im Technologiebereich. Das eigentliche Risiko besteht nicht darin, in KI zu investieren, sondern darin, dies ohne Kostentransparenz und ohne Verständnis für die wirtschaftlichen Aspekte der KI zu tun“, resümiert Rob Fisher, Global Head of Advisory bei KPMG, die Umfrage. Befragt wurden den Angaben nach [2] mehr als 2.000 Führungskräfte aus 20 Ländern in Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 50 Millionen US-Dollar.
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(Bild: Rainald Menge Sonnentag / KI / iX)
Die Open-Source-Plattform openHAB bietet eine Anbindung an LLMs für Abfragen und Steuerung via Chat sowie einen eigenen MCP-Server für Agentic AI.
Die Open-Source-Plattform openHAB öffnet sich in Version 5.2 für LLMs und Agentic AI. Die Plattform zur Smart-Home-Steuerung bringt eine Anbindung an Sprachmodelle und führt den openHAB MCP Server ein.
Das UI von openHAB bringt ein neues Chat-Interface, das sich direkt an die einzelnen Geräte der Plattform anbinden lässt. Für Aufgaben zur Gerätesteuerung zeigt das Chat-Interface das zugehörige Widget an.
(Bild: openHAB)
openHAB bietet Tools, um die einzelnen Geräte an das LLM anzubinden, um den Status abzurufen oder Steuerbefehle zu senden.
Die User entscheiden, welche Geräte für das Chat-Interface ansprechbar sind. Der Parameter permission in den voiceSystem-Metadaten der einzelnen Items (die Smart-Home-Einheiten in openHAB) [1] kennt drei Einstellungen: NO_ACCESS, READ_ONLY und READ_WRITE.
Die Plattform speichert den Verlauf des Chats und kann ihn dem LLM bei weiteren Aufrufen mitgeben. Wie weit sich openHAB den Chatverlauf merkt und ihn weitergibt, lässt sich in den Einstellungen festlegen. Der System-Prompt für das LLM ist ebenfalls anpassbar.
Ein Tooling-Framework öffnet den LLMs den Zugang zu den Geräten und weiteren Informationen. Drei Tools bringt Version 5.2 von Haus aus mit: get-date-time gibt die Zeit und das Datum bezogen auf die aktuelle Zeitzone zurück, item-get-state ruft den Status eines Items ab und item-send-command schickt einen Befehl an ein Item.
(Bild: openHAB)
openHAB ist zwar an kein bestimmtes LLM gebunden, bietet zum Start allerdings zunächst nur eine Anbindung an Google Gemini. Bindings für OpenAI und dazu kompatible Modelle sind in Kürze geplant.
Einen Schritt weiter als die LLM-Anbindung geht der openHAB MCP Server, der die Plattform für Agentic AI öffnet. Die KI-Agenten können die Geräte steuern und verwalten.
Außerdem lassen sich die KI-Agenten nutzen, um eigene Regeln für openHAB zu erstellen. Dabei hat man die Wahl zwischen Regeln für wiederkehrende Aufgaben und einmaligen Regeln. Letztere löscht der Agent nach der Ausführung selbsttätig.
Die Agenten können wahlweise direkt über das Netzwerk, über die openHAB-Cloud oder eine Node.js-Bridge mit openHAB kommunizieren. Damit die Agenten mit der Plattform interagieren können, benötigen sie ein openHAB-API-Token. Weitere Informationen zur Anbindung und Authentifizierung finden sich in der Dokumentation zum openHAB MCP Server [2].
Neben der LLM- und Agentic-AI-Anbindung bringt openHAB 5.2 zahlreiche weitere Ergänzungen. Unter anderem lassen sich Komponenten für das UI neuerdings in YAML erstellen. Außerdem hat das openHAB-Team die DSL (Domain Specific Language) zum Erstellen von Regeln erweitert.
Weitere Neuerungen wie die dauerhaft angezeigte Log-Konsole und die erweiterten Charts lassen sich dem openHAB-Blog [3] entnehmen. Die vollständige Liste der Neuerungen findet sich in den Release Notes [4].
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Die Bundeswehr plant eine der größten Satellitenkonstellationen der Welt. Bis zu 1.200 Satelliten für Kommunikation und Aufklärung sollen in den kommenden Jahren ins All gebracht werden, wie zwei gut informierte Insider laut Handelsblatt berichten. Die Pläne, über die Golem bereits berichtete, seien noch nicht offiziell bestätigt, hieß es weiter.
Der Großteil der Spionage-Satelliten ist demnach für das System Spock 2 vorgesehen. Die Abkürzung steht für Spacesystem for Persistent Operational Tracking. Das hochmoderne System soll Radar und Spezialkameras nutzen, um den Militärs ein möglichst präzises Lagebild zu liefern. Frühestens in drei Jahren soll es einsatzbereit sein.
Wie das System im Detail aussehen wird, bespricht die Bundeswehr den Angaben zufolge derzeit mit potenziell beteiligten Unternehmen. Die Rüstungs- und Raumfahrtunternehmen Airbus, Rheinmetall und OHB bildeten oder erweiterten bereits drei verschiedene Konsortien, um sich für Spock 2 zu bewerben.
In der Summe baut Deutschland mit Spock und dem Kommunikationssystem SatcomBW 4 eine der weltweit größten militärischen Überwachungsinfrastrukturen im Orbit auf. Die Radarsatelliten mit SAR- und elektrooptischen Sensoren durchdringen jede Wolkenschicht.
Durch die Hunderten von Kleinsatelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) entsteht mit Spock 2 ein engmaschiges Netz. Sobald ein Satellit abzieht, übernimmt der nächste. Allerdings müssen die Satelliten konstant ersetzt werden.
Mit 1.200 Satelliten würde Deutschland nach dem US-Anbieter Starlink die zweitgrößte Konstellation im All betreiben. Zwar könnten bis zum Aufbau der deutschen Flotte neue Konstellationen etwa aus China oder von Technologiekonzernen wie Amazon entstehen. Dennoch dürfte sich Deutschland Schätzungen zufolge auch dann noch unter den fünf größten Betreibern weltweit befinden.
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Erst vor wenigen Tagen berichtete Golem darüber, dass Microsoft wohl die Surface-Go-Modelle einstellt. Es gibt keine neuen Modellgenerationen mehr und die Geräte aus dem Jahre 2023 sollen wohl abverkauft werden. Übrig bleiben nur die regulären Surface-Modelle mit mehr Leistung. Erst vor wenigen Wochen berichtete die PC Games Hardware, dass es die siebte Generation des Surface Laptop mit 13,8 Zoll zum Amazon-Jahresbestpreis zu kaufen gibt. Dabei rutscht das Modell unter die 1.000-Euro-Marke.
Nun lässt sich im aktuellen Amazon-Angebot sogar noch mehr sparen. Doch sollten sich Interessenten beeilen, da der neue Jahresbestpreis nur noch wenige Tage gilt. Hintergrund für die neue Offerte dürfte die jüngst auf dem Markt erschienene 8. Edition des Microsoft Surface Laptop sein. Amazon möchte wohl die Lager leer räumen.
Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon das Microsoft Surface Laptop 7. Edition für nur 969 Euro
Microsoft Surface Laptop 7. Edition | 13.8” Touchscreen | 16GB RAM | 512GB SSD
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Das erst wenige Wochen auf dem Markt erhältliche Surface Laptop 8. Edition
Egal ob sich Interessenten für die 7. Edition oder die 8. Edition des Surface Laptop entscheiden, Microsoft nutzt bei beiden Windows-11-Notebooks das gleiche Gehäuse. So besitzen beide Laptops zwei USB-4-Anschlüsse mit 40 GBit/s an (theoretischer) Datenübertragungsgeschwindigkeit, Ladefunktion und Displayport-Alt-Mode. Zusätzlich gibt es etwa für USB-Sticks einen USB-A-Anschluss mit fünf GBit/s an Transfergeschwindigkeit.
Wer eine Surface Dock nutzt, kann zudem den proprietären, magnetischen Surface Connector verwenden. Auch der verbaute LCD-IPS-Touchscreen ist immer 13,8 Zoll groß, egal um welche Surface-Laptop-Generation es geht. Erfreulich: Der LCD-Bildschirm zählt zu den am besten kalibrierten Displays für Windows-Notebooks, der sich auch für professionelle Bildbearbeitung eignet, so das Golem-Fazit zum 120-Hz-Touchscreen.
Differenziert wird jedoch bei der Bildschirmauflösung, da die 8. Edition 30 Prozent mehr Pixel darstellt. Zudem gibt es nur beim Surface Laptop in der 8. Edition ein Privacy Display, das den Bildschirm verdunkelt, wenn seitlich darauf geblickt wird. Ein derartiger Blickschutz kann beim Surface Laptop 7. Generation mittels Blickschutzfolie nachgerüstet
Der größte Unterschied liegt in den genutzten Prozessoren. Statt des Qualcomm Snapdragon X Elite wird bei der achten Iteration der Snapdragon X2 Elite mit 12 CPU-Kernen genutzt. Diese ist im Single-Core-Geekbench bis zu 34 Prozent schneller, im Multi-Core sind es knapp sechs Prozent mehr. Die Adreno-X2-Grafik soll mehr als doppelt so schnell sein, berichtet Techradar.
Neben mehr Leistung soll der Snapdragon X2 Elite eine um bis zu eine Stunde längere Akkulaufzeit bieten, verspricht Microsoft. Die Erfahrungswerte aus Testberichten zeigen, dass schon das Surface Laptop 7. Edition im Alltag bis zu 15 Stunden pro Akkufüllung durchgehalten hat, wie etwa Golem selbst im Test des größeren 15-Zollers ermitteln konnte. Bei Notebookcheck kommt das 13,8 Zoll große Surface Laptop 7 auf etwas über 14 Stunden Akkulaufzeit beim Websurfen oder fast 19:41 Stunden bei lokaler Videowiedergabe.
Quellen: Amazon
In Australien sind an einem Strand im Norden des Bundesstaats Queensland mehrere Metallkugeln angespült worden. Die Feuerwehr richtete um die Objekte herum einen 50 m großen Sicherheitsbereich ein, um Schaulustige fernzuhalten. Laut der australischen Weltraumagentur ASA handelt es sich bei den Kugeln vermutlich um Druckbehälter einer ausländischen Rakete.
Es ist nicht das erste Mal, dass Weltraumschrott über Australien abstürzt oder vom Meer aus angespült wird. 2023 wurde bereits ein Strandabschnitt gesperrt, nachdem dort ein Teil einer indischen Rakete entdeckt wurde.
Durch die weltweit zunehmenden Raketenstarts wächst die Zahl der Objekte, die als Weltraumschrott auf die Erde stürzen, wie eine neuere Studie zeigt.
Das Queensland Fire Department warnte auf Facebook, dass Finder die Kugeln nicht berühren sollten, da nicht klar sei, ob die Objekte Schadstoffe enthielten. Auch die philippinische Raumfahrtbehörde Philsa warnte im vergangenen Jahr vor möglichen Gefahren durch herabfallende oder angespülte Raketenteile.
Auch im aktuellen Fall sei gewarnt worden, dass die Kugeln leicht entzündliche oder reaktive Substanzen enthalten könnten, berichtete die BBC.
Einige Anwohner mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen. Fünf der Kugeln wurden unter Polizeiaufsicht in Gefahrgutbehälter verbracht, eine weitere gesichert, berichtete The Guardian.
Der ASA zufolge stellte sich heraus, dass die Objekte ungefährlich waren. An der genauen Identifizierung beteiligen sich internationale Organisationen. Die wahrscheinliche Herkunft der Kugeln sei bereits ermittelt worden, teilte die ASA mit, ohne Details zu nennen.
(Bild: solarseven / Shutterstock.com)
Forscher dokumentieren den ersten LLM-gesteuerten Ransomware-Angriff. Doch die KI scheiterte an grundlegenden Fehlern. Eine Mahnung für Admins.
Forscher der Cloud-Security-Firma Sysdig dokumentieren den ersten, wie sie behaupten „komplett LLM-getriebenen“ Ransomware-Vorfall. Und was sie beschreiben, ist tatsächlich ein Einbruch in ein Produktionssystem, bei dem offenbar ein LLM weitgehend autonom agiert, dabei wichtige Daten verschlüsselt beziehungsweise löscht und für deren Wiederbeschaffung Lösegeld fordert. Doch bei genauerer Betrachtung ist das Ganze eher skurril als ernsthaft gefährlich.
Dass bei dem Vorfall ein Large Language Model am Werk war, geht recht eindeutig aus den am Tatort vorgefundenen Skripten hervor. Menschliche Akteure dokumentieren ihre maliziösen Skripte eher nicht mit Kommentaren wie "High-ROI databases to drop". Für die These, dass das LLM weitgehend autonom handelte, führen die Forscher an, wie schnell es auf fehlgeschlagene Aktionen reagierte. So verbesserte es ein Skript nach einem fehlgeschlagenen Login innerhalb von 31 Sekunden.
Man könnte an der Stelle auch anführen, dass ein menschlicher Täter für die Lösegeldforderung kaum die Adresse einer Bitcoin-Wallet verwendet hätte, die häufig als Beispiel in öffentlich verfügbarer Dokumentation auftaucht (3J98t1WpEZ73CNmQviecrnyiWrnqRhWNLy). Oder mehr Wert darauf gelegt hätte, zumindest den Anschein zu erwecken, den zum Verschlüsseln der Daten verwendeten AES-Key auch tatsächlich für eine mögliche spätere Herausgabe zu speichern. Die Liste der für LLMs so typischen Fails ließe sich weiter fortsetzen.
Das LLM absolvierte alle typischen Schritte eines Ransomware-Angriffs: vom Initial Access über Persistenz, Informationsbeschaffung, weiteres Ausbreiten bis zum finalen Impact. Die konkreten Umstände des Einbruchs sind allerdings nicht unbedingt geeignet, bei seriösen Admins Schrecken zu verbreiten. Der initiale Zugriff erfolgte über eine offenbar seit langem ungepatchte Sicherheitslücke eines über Internet erreichbaren Langflow-Servers (CVE-2025-3248 [1]), einer Code-Injection-Lücke in einem Open-Source-Framework zum Bau von LLM-Systemen. Auf dem Server lief auch ein selbst-gehostetes MinIO, ein S3-kompatibler Objektspeicher mit Defaultzugang minioadmin:minioadmin. Der daraufhin angegriffene Naming-Server enthielt eine seit fünf Jahren bekannte Schwachstelle (CVE-2021-29441 [2]). Die Systeme und ihre Daten lagen also sozusagen auf einem Präsentierteller. Woher die Zugangsdaten für den finalen Zugriff auf eine MySQL-Datenbank stammen, ist allerdings ungeklärt.
Der von Sysdig als Jadepuffer bezeichnete Vorfall [3] zeigt, dass Angreifer tatsächlich damit experimentieren, Angriffe von einer KI weitgehend selbstständig durchführen zu lassen. Und dass das prinzipiell Schaden verursachen kann. Doch selbst aus Sicht der eigentlichen Täter im Hintergrund dürfte dieser Vorfall bestenfalls als Proof of Concept denn als echter Durchbruch verbucht werden. Der Weg zum eigentlichen Ziel „make money fast“ ist doch noch sehr weit. Insgesamt wirkt das Vorgehen der KI mehr wie das eines Toddlers, der mit Cybercrime-Bauklötzchen spielt, als das eines Furcht einflößenden Cyber-Terminators. Doch beim aktuellen Tempo der KI-Entwicklung wird dieser Toddler sehr schnell dazu lernen. Die wichtigste Jadepuffer-Botschaft für Verteidiger ist jedenfalls keine neue: Es wird allerhöchste Zeit, seine Security-Hausaufgaben zu machen und seine IT-Infrastruktur vernünftig abzusichern.
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Samsung-Galaxy-Smartphone erhält ein Update.
(Bild: Below the Sky / Shutterstock.com)
Samsung hat sein Security-Bulletin für Juli 2026 veröffentlicht und verteilt wichtige Sicherheitspatches vor allem für die Topmodelle der Galaxy-Reihe.
Samsung hat das Security-Bulletin für Juli 2026 veröffentlicht und detailliert darin Sicherheitslücken, die mit einem Sicherheitspatch behoben werden. Der Hersteller ist damit in diesem Monat früher dran als Google, dessen Security-Bulletin noch weitgehend leer ist. Samsungs Sicherheitsupdate behebt neben eigenen Lücken auch jene, die Google in Android gefunden hat. Fünf der gestopften Sicherheitslücken stuft Samsung als „kritisch“ und 42 (inklusive der Samsung-Lücken) als „hoch“ ein.
Wie Samsung in seinem Security-Bulletin erklärt [1], betreffen die meisten der durch diesen Sicherheitspatch behobenen Sicherheitslücken Geräte, auf denen Android 14, Android 15 oder Android 16 läuft. Insgesamt stopft das Update 57 Sicherheitslücken, von denen Google 41 und Samsung 16 beisteuert.
Zu den als kritisch eingestuften Lücken gehören CVE-2026-27280, CVE-2026-28590, CVE-2026-28618, CVE-2026-28639 und CVE-2026-33636. Dabei handelt es sich bei der CVE-2026-27280 um eine kritische Speicherfehler-Schwachstelle (Out-of-Bounds Write) in Adobes DNG-Software-Development-Kit (Version 1.7.1 2471 und älter). Falls ein Nutzer ein manipuliertes Bild im DNG-Format öffnet, kann ein Angreifer Schadcode ausführen (Remote Code Execution). CVE-2026-33636 ist eine Out-of-Bounds-Schwachstelle (Lese- und Schreibzugriff außerhalb der Grenzen) in der Bibliothek libpng in den Versionen 1.6.36 bis 1.6.55. Sie tritt laut NVD-Eintrag [2] auf Systemen mit ARM/AArch64-Prozessoren auf, wenn die Hardwarebeschleunigung (Neon-Optimierung) für die Farbpaletten-Erweiterung aktiviert ist. Damit können Angreifer über präparierte PNG-Bilder ein System zum Absturz bringen (Denial of Service) oder unter Umständen vertrauliche Informationen auslesen.
Die drei von Google als kritisch eingestuften Sicherheitslücken CVE-2026-28590, CVE-2026-28618 und CVE-2026-28639 betreffen Kernkomponenten des Betriebssystems Android respektive des Media-Frameworks. Die mit dem Update verteilten Patches sollen verhindern, dass Angreifer ohne zusätzliche Berechtigungen erweiterten Systemzugriff erlangen oder Remotecode ausführen können.
Die Updates sollen im Laufe der kommenden Tage auf vielen Galaxy-Geräten angeboten werden. Samsung erklärt ferner, dass die Verfügbarkeit von Sicherheitspatches je nach Region und Modell variieren könne. Updates im monatlichen Rhythmus erhalten bei Samsung zudem nur „wichtige Flaggschiff-Modelle“, während weitere Galaxy-Geräte nur quartalsweise versorgt werden – hierfür bietet Samsung eine Übersicht an [3].
Die Google-seitigen Patches landen auch im Android Open Source Project (AOSP) und werden für Pixel-Geräte und je nach Hersteller in weiteren Modellen verteilt. Seit Juli 2025 schließt Google monatlich nur noch besonders gefährliche Sicherheitslücken [4] und verteilt weitere Updates quartalsweise.
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Kommentare erwünscht: Ein erster "Community Draft" des neuen A5-Prüfkatalogs des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik liegt nun vor.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik arbeitet an einer neuen Prüfmethodik für die technische Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen: Die sogenannte AI Audit and Assurance Assessment Architecture (A5) soll laut einer Pressemitteilung „Akteure entlang der KI-Wertschöpfungskette, von Anbietern über Betreiber bis hin zu den mit Entwicklung, Betrieb und Aufsicht betrauten Personen“ bei der systematischen und standardisierten Bewertung unterstützen.
Nun wartet ein erster Entwurf des A5 auf das Feedback von Stakeholdern und interessierten Experten. Bis zum 31. August 2026 können diese Anmerkungen und Anregungen über den Kommentierungsbogen [1] oder alternativ per E-Mail an aisecurity@bsi.bund.de [2] schicken.
Die Links zu den bislang verfügbaren A5-Modulen versammelt ein A5-Übersichtsartikel auf der BSI-Website [3].
Mit dem A5 will das BSI laut Pressemitteilung „im Kontext regulatorischer Anforderungen wie EU AI Act und Cyber Resilience Act sowie weiterer Standards“ einen Rahmen bieten, „um technische Vertrauenswürdigkeit nachvollziehbar zu transportieren“.
Der Prüfkatalog sei im Rahmen des BSI-Projekts "AICRID - Entwicklung von Prüfkriterien und Prüfmethoden für KI-Systeme" erarbeitet worden, orientiere sich an den strukturellen Konventionen der Stand-der-Technik-Bibliothek des BSI und werde sowohl dokumentenbasiert als auch maschinenlesbar im internationalen Standard für Sicherheitsanforderungen (OSCAL) umgesetzt. Nutzerinnen und Nutzer könnten die A5-Kriterien daher auch in bestehende OSCAL-basierte Werkzeuge zur Compliance-Bearbeitung und Prüfunterstützung einbinden.
Die Prüfmethodik des A5 orientiere sich an der des bereits bestehenden Kriterienkatalogs für Cloud-Computing (C5) und weist über das Betriebsmodul Cloud-Infrastruktur eine „zentrale Querverbindung“ zu diesem auf. Ebenso wie der C5 soll auch der A5 laut BSI in Zukunft stetig neu erprobt, erweitert und aktualisiert werden.
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Das Smart-Home-System Home Assistant ist mächtig und verbindet viele Geräte, ist aber komplex. Was tun, wenn man sich das Haupt-Dashboard zerschossen hat?
Ich habe mir Home Assistant [1] installiert, um Geräte in mein Smart Home zu holen, die HomeKit leider nicht unterstützen. Installation und Betrieb liefen bislang trotz der höheren Komplexität gut. Nun wollte ich mein Haupt-Dashboard anpassen, da es an Informationsüberfrachtung leidet. Beim Editieren habe ich allerdings ausgewählt, dass ein neues, leeres Dashboard erstellt wird – und jetzt taucht kein einziges Gerät mehr auf, ohne dass ich alles händisch neu hinterlege. Was kann ich tun?
Das Problem hatten wir kürzlich auch schon: Home Assistant ist bekannt für seine anspruchsvolle Oberfläche, die auch nicht sonderlich konsistent ist. So kann man Dashboards trotz entsprechender Nutzerwünsche beispielsweise immer noch nicht per Klick duplizieren, um mit einer Kopie zu arbeiten. Da kann es passieren, dass man sich das Standard-Dashboard sehr leicht zerschießt, da auch die Undo-Funktion hier nicht greift.
Glücklicherweise ist das Haupt- oder auch Standard-Dashboard genau das: ein Standard-Dashboard. Es enthält die Funktionen aller vom Nutzer hinzugefügten Geräte und wird automatisch bestückt. Daher kann man es jederzeit neu erstellen, wenn man weiß, wo.
Gehen Sie in die Einstellungen (Settings), den Link finden Sie auf der linken Seite (gebenenfalls Seitenleiste öffnen). Dort finden Sie den Bereich „Dashboards“. Klicken Sie „Add Dashboard“ (Dashboard ergänzen). Sie sehen verschiedene vorgefertigte Dashboards. Wenn Sie „Overview (Legacy)“ wählen, erhalten Sie ein neues Dashboard jener Art, das Sie sich zerschossen hatten.
Mit einem Klick auf die drei Punkte daneben können Sie von der Dashboard-Übersicht festlegen, dass es das Default-Dashboard wird. Nun sollte alles wieder beim alten sein. Wollen Sie mit diesem Dashboard experimentieren und es ändern, können sie von den Dashboard-Einstellungen auch einfach ein neues „Overview (Legacy)“-Dashboard anlegen und es nach Herzenslust verändern, ohne dass das Standard-Dashboard tangiert wird.
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Eine Festplatte: Selbst klassische Magnetscheiben wurden teurer.
(Bild: Photopk, stock.adobe.com)
Speicher ist teuer, aber unverzichtbar. Doch wo sind Daten sicher und wie sieht es mit der Langlebigkeit aus? Wir klären zu Speichermedien auf.
Das Thema Speichermedien hat viele Normalnutzer über Jahre nur wenig interessiert. Höchstens ärgerten sie sich einmal darüber, einen Mac, ein iPad oder ein iPhone mit zu wenig SSD- oder Flash-Platz erworben zu haben, da sich diese nach dem Kauf mit wenigen Ausnahmen [1] [1] nicht mehr nachrüsten lassen. Gut war auch, dass mehr Speicher zumindest in Form externer Medien scheinbar regelmäßig günstig wurde.
Das ist nun vorbei: In jüngster Zeit machen Begriffe wie „Speicherkrise“ oder „Speicherinflation“ die Runde. Neben RAM-Modulen sind längst auch SSDs und sogar Festplatten betroffen. Wer ordentlich Platz benötigt, zahlt teils heftig drauf [6] [6]. Wie kam es zu dieser Situation und wie wählt man nun das korrekte Speichermedium aus? Wo lässt sich noch sparen? Unsere FAQ gibt technische Infos und viele Tipps und Hintergründe.
Warum ist Speicher aktuell so teuer?
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Die ukrainischen Drohnenangriffe haben in Russland eine Treibstoffkrise ausgelöst
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Ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien haben eine Treibstoffkrise ausgelöst. Für viele Russen ist der Krieg damit jetzt erstmals im Alltag spürbar.
Stundenlange Warteschlangen an Tankstellen, rationierte Kraftstoffmengen und zeitweise leere Zapfsäulen: Russland erlebt derzeit eine Treibstoffkrise, die sich von der besetzten Krim bis nach Sibirien erstreckt. Nur zwei russische Regionen sollen bislang unberührt geblieben sein
Ausgelöst wurde die Krise durch wiederholte ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen, die nach Angaben des Guardian rund ein Drittel der russischen Raffinierungskapazitäten beschädigt haben. Die Benzinproduktion sei dadurch im Jahresvergleich um etwa 25 Prozent gesunken.
Eine Fahrerin namens Daria aus der Region Leningrad, die St. Petersburg umgibt, schildert ihre gegenüber [1] Reuters mit einem nervösen Lachen: "Ich weiß nicht, ob ich es bis zur Tankstelle schaffe. Da sie keinen Kraftstoff in Kanistern verkaufen, werde ich das Auto wohl hier stehen lassen müssen." Eine andere Fahrerin, Viktoria, sagte: "Wir spüren wirklich, dass die Lage eng wird."
Die Versorgungsengpässe, die im Mai zunächst in der von Russland besetzten Krim auftraten, haben sich inzwischen auf weite Teile des Landes ausgebreitet. Selbst Moskau, das bislang weitgehend von den wirtschaftlichen Folgen des Krieges abgeschirmt war, bleibt nicht verschont: Mehrere Tankstellen in der Hauptstadt mussten nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine der größten Raffinerien der Stadt im Juni vorübergehend schließen.
Ein Moskauer schätzte gegenüber dem Guardian, dass die Wartezeiten auf ein bis zwei Stunden gestiegen seien – und fügte hinzu, er gehe nun öfter zu Fuß.
In Südrussland, einem der am stärksten betroffenen Gebiete, haben die Behörden Kosakentrupps eingesetzt, um an Tankstellen in Schwarzmeerresorts für Ordnung zu sorgen.
In der sibirischen Kleinstadt Ust-Ordynsky eskalierte die Lage an einem Samstagabend, als ein schwarzer Audi Q7 an Dutzenden wartenden Fahrzeugen vorbeifuhr und direkt an die Zapfsäule fuhr. Laut Guardian zog ein Polizist seine Pistole, um die aufgebrachte Menge zu beruhigen – der Vorfall wurde gefilmt und verbreitete sich in sozialen Medien.
Die Krise hat spürbare wirtschaftliche Auswirkungen. Anastasiya, Mitarbeiterin eines Logistikunternehmens in Irkutsk, berichtete dem Medium, dass mehrere Lastwagen ihres Unternehmens fünf Tage lang nahe der Stadt Tschita festgesteckt hätten, weil die Fahrer keinen Treibstoff finden konnten.
Taxifahrer meiden zunehmend längere Fahrten aus Angst, danach keinen Kraftstoff mehr zu finden. Branchenvertreter teilten der russischen Wirtschaftszeitung Kommersant mit, dass die Zahl der Fahrten um etwa 20 Prozent zurückgegangen sei.
Gleichzeitig ist ein Graumarkt entstanden, der laut Guardian an die Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erinnert: Benzin wird offen über Telegram und die Handelsplattform Avito angeboten, teils zu stark überhöhten Preisen. Manche Autofahrer füllen ihre Tanks mittlerweile in Kasachstan oder China – ein Phänomen, das bereits einen eigenen Begriff erhalten hat: "Treibstofftourismus".
Angesichts der anhaltenden Engpässe hat Russland – selbst einer der weltgrößten Exporteure von Mineralölprodukten – begonnen, Benzin aus Indien zu importieren [2]. Der Kreml bestätigte demnach, dass er mit weiteren Ländern über Benzinkäufe verhandle. Russische Behörden prüfen zudem Importe aus Belarus und Kasachstan sowie eine vorübergehende Lockerung der Kraftstoffqualitätsstandards, um die Produktion von Benzin und Diesel niedrigerer Güte zu ermöglichen.
In sozialen Medien kursierten daraufhin Witze mit viel Galgenhumor. Die Moscow Times zitiert [3] einen davon: "Russland ist so reich, dass es es sich leisten kann, Drohnen mit Deckeln von Ölraffinerien abzuschießen". Ein weiteres Meme zeigt die Ex-US-Präsidenten Trump, Biden und Obama, die Benzinkanister von einer russischen Tankstelle wegtragen – eine Anspielung auf die russische Gewohnheit, westliche Länder für inländische Probleme verantwortlich zu machen.
Die Krise hinterlässt allerdings auch ernsthafte politische Spuren. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Levada Center – das der russische Staat als "ausländischen Agenten" eingestuft hat – fiel Putins Zustimmungsrate im Juni um fünf Prozentpunkte auf 74 Prozent, den niedrigsten Wert seit Beginn des Krieges im Jahr 2022. Der Anteil der Russen, die sagten, das Land bewege sich in die richtige Richtung, sank von 61 Prozent im Mai auf 52 Prozent – der größte monatliche Rückgang seit 2018.
Der Moskauer Politikanalyst Andrei Kolesnikov sagte dem Guardian: "Die Kriegsmüdigkeit der Massen verwandelt sich in Massenverdruss." Gleichzeitig hält er offene Proteste für unwahrscheinlich: "Es gibt zwar Erschütterung, aber das Fehlen echter Möglichkeiten, die Lage zu beeinflussen – und die damit verbundenen Risiken – machen Proteste unwahrscheinlich."
Nikita, ein Fahrer, der in Moskau auf Treibstoff wartete, sagte gegenüber Reuters: "Die Menschen werden sehr wütend. Lange Schlangen, schwieriges Tanken, dazu die Hitze. Bei vielen funktioniert die Klimaanlage nicht. Manchen wird sogar schlecht in der Schlange. Wie lange das noch dauert, weiß niemand."
Putin hatte die Engpässe Ende Juni erstmals öffentlich eingeräumt und im Staatsfernsehen von "einem gewissen Defizit" gesprochen, "aber keinem kritischen". Er kündigte Maßnahmen zur Marktstabilisierung an. Kurz darauf besuchte er das Hauptquartier der Armee in Militärkleidung und lobte russische Geländegewinne.
Margarita Simonyan, Chefredakteurin des Staatssenders RT, rief in ihrer wöchentlichen Sendung auf Rossiya 1 zur Geduld auf: "Erinnern wir uns, was wir schon überlebt haben. Jetzt gibt es kein Benzin? Nun, meine Generation erinnert sich noch, als Lebensmittel rationiert wurden. Ich rufe alle auf, ruhig zu bleiben. Ja, es ist schwer. Sehr schwer […] Aber wir werden auch das überstehen."
German Gref, Chef der Sberbank und einer der einflussreichsten Wirtschaftsvertreter Russlands, äußerte sich unterdessen ungewöhnlich offen. Laut Guardian sagte er: "Ich glaube nicht, dass es in diesem Land jemanden gibt, dessen vorrangiges Anliegen irgendetwas anderes ist als ein möglichst baldiges Ende der Kampfhandlungen."
Kiew seinerseits erklärte, die Angriffe auf russische Energieinfrastruktur seien darauf ausgerichtet, die Kosten des Krieges für Russland zu erhöhen und es zu Friedensverhandlungen zu drängen. Am Montag trafen ukrainische Drohnen die Raffinerie in Omsk in Westsibirien – rund 2.900 Kilometer von Kiew entfernt und damit offenbar der bislang tiefste Angriff der Ukraine auf russische Energieinfrastruktur.
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Blick in die künstliche Sonne: Das Münchner Start-up Proxima Fusion setzt beim Bau seines bayerischen Demonstrators "Alpha" auf das komplexe Stellarator-Prinzip, um heißes Plasma mithilfe starker Magnetfelder stabil einzuschließen.
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Das Münchner Start-up sammelt die größte private Fusionsrunde Europas ein und wird mit 2,4 Milliarden Euro bewertet.
Deutschland hat den Atomausstieg vollzogen und seine letzten Reaktoren, die auf Kernspaltung setzen, stehen seit 2023 still. Die Atomenergie ist aber nicht abgeschrieben, im Gegenteil: Es fließt frisches Geld in die nächste Generation von Atomenergie.
Proxima Fusion, ein erst drei Jahre altes Spin-off des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, hat 411 Millionen Euro von Investoren eingesammelt, unter anderem von Google und dem Energiekonzern RWE. Das gab das Unternehmen am Dienstag bekannt [1].
Die Bewertung des Unternehmens steigt damit auf 2,4 Milliarden Euro.
Wie Bloomberg berichtet, führten XTX Ventures [2] und East X Ventures die Runde an. Rund 150 Millionen Euro steuerten die beiden Lead-Investoren bei, bestehende Geldgeber legten einen ähnlichen Betrag nach.
Insgesamt hat Proxima in weniger als drei Jahren über 650 Millionen Euro gesichert, davon 95 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln. Mehr als 90 Prozent der Investoren stammen nach Firmenangaben aus Europa.
Das Geld soll den Bau von "Alpha" vorantreiben, einem Stellarator-Demonstrator mit Nettoenergieertrag. Der Stellarator ist eine verdrehte, donutförmige Magnetkammer, die Plasma bei rund 150 Millionen Grad Celsius einschließt. Proxima baut dabei auf den Erkenntnissen des Wendelstein-7-X-Programms in Greifswald auf.
Proxima-Chef Francesco Sciortino bezeichnete den Ansatz gegenüber Bloomberg als "stabiler als Tokamaks oder laserbasierte Konzepte" .
Der Demonstrator "Alpha" soll rund 2 Milliarden Euro kosten und Anfang der 2030er Jahre in Betrieb gehen.
Proxima übernimmt ein Fünftel, der Freistaat Bayern hat einen ähnlichen Anteil zugesagt. Den Rest erwartet Sciortino von der Bundesregierung und der EU.
Das geplante kommerzielle Kraftwerk "Stellaris" soll auf dem Gelände des stillgelegten RWE-Kernkraftwerks im bayerischen Gundremmingen entstehen.
Bereits auf der Start-up-Konferenz Hinterland of Things [3] betonte Proxima-Policy-Chef Armin Reinartz, die wissenschaftlichen Grundlagen seien vorhanden, die Herausforderung liege aber nun in der industriellen Umsetzung.
Google stieg als strategischer Investor ein. Konkrete Pläne für Rechenzentren, die mit Strom versorgt werden sollen, gebe es laut Sciortino zwar noch nicht. Der Konzern hat aber bereits einen Stromabnahmevertrag über 200 Megawatt mit dem US-Entwickler Commonwealth Fusion Systems geschlossen.
Microsoft hält einen Abnahmevertrag mit Helion Energy. Der Boom bei KI-Anwendungen treibt den Stromhunger der Branche massiv nach oben – und die Kernfusion verspricht grundlastfähige, emissionsfreie Energie rund um die Uhr.
Allerdings existiert bislang weltweit kein einziges kommerzielles Fusionskraftwerk. Optimisten rechnen frühestens in den 2030er Jahren mit Netzstrom aus Fusion, Skeptiker erst in 20 bis 30 Jahren.
Parallel zur Stellarator-Forschung verfolgt Deutschland mit der High Energy Density Initiative in Rostock [4] auch laserbasierte Fusionsansätze. "Wir sind schneller als alle anderen", sagte Sciortino. "Und die Europäer sollten das ausnahmsweise einmal feiern."
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Unsachgemäße Hyaluronsäureinjektionen können schwere Komplikationen nach sich ziehen.
(Bild: Prostock-studio, shutterstock)
Anwender von Hyaluronsäure versprechen glatte Haut und bewegliche Gelenke. Doch was bringen Cremes, Kapseln und Spritzen wirklich? Und wann wird es gefährlich?
Hyaluronsäure gilt als Alleskönner gegen Falten und für bewegliche Gelenke. Die Kosmetikindustrie preist den Stoff als Anti-Aging-Wunder an, Influencer werben für aufgespritzte Lippen, und Nahrungsergänzungsmittel versprechen Schönheit von innen.
Doch die Wirksamkeit vieler Produkte ist umstritten, und eine unsachgemäße Anwendung ist mit ernsten Gesundheitsrisiken verbunden.
Hyaluronsäure ist ein Mehrfachzucker, der natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommt. Besonders große Mengen finden sich in der Haut, im Bindegewebe, in Gelenken und im Glaskörper der Augen.
Die wichtigste Eigenschaft der Substanz: Sie kann enorme Mengen Wasser binden. Dadurch hält sie die Haut elastisch und wirkt in den Gelenken als Schmiermittel.
Das Problem: Die körpereigene Produktion lässt nach. Bereits ab Mitte zwanzig sinkt die Menge an Hyaluronsäure im Körper. Spätestens ab dem 30. Lebensjahr verlangsamt sich die Bildung deutlich.
In der Folge wird die Haut trockener, verliert an Spannkraft; die ersten Falten kommen. Auch Kollagen und Elastin nehmen ab. Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Rauchen und Schadstoffe beschleunigen diesen Prozess.
Studien bestätigen, dass Cremes und Seren mit Hyaluronsäure die Haut mit Feuchtigkeit versorgen können. Entscheidend ist dabei die Größe der Moleküle: Nur kurzkettige Hyaluronsäure mit geringem Molekulargewicht kann in tiefere Hautschichten eindringen. Langkettige Varianten verbleiben auf der Oberfläche und bilden dort einen Film.
In einer Untersuchung verwendeten Frauen zwischen 30 und 65 Jahren sechs Wochen lang zweimal täglich ein Gesichtsserum mit Hyaluronsäure. Das Ergebnis: Die Haut wurde glatter, wirkte praller, und feine Linien verminderten sich. Nebenwirkungen traten nicht auf.
Der Effekt ist jedoch nur temporär. Eine Creme mit kurzkettiger Hyaluronsäure wirkt ausschließlich so lange, wie sie angewendet wird. Setzt man das Produkt ab, kehren die Fältchen zurück. Hyaluronsäure mildert Feuchtigkeitsfältchen und polstert die Haut auf, schützt aber nicht dauerhaft vor Austrocknung.
Angeblich soll die Einnahme von Hyaluronsäure Haut, Bindegewebe, Haare und Nägel von innen stärken. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt. Denn da das Molekül sehr groß ist, baut der Magen-Darm-Trakt es enzymatisch ab, und ein Großteil wird über die Nieren ausgeschieden.
Die AOK weist darauf hin [1], dass die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Hyaluronsäure und einem Schutz der Haut vor Austrocknung gefunden hat.
Die Verbraucherzentrale betont [2] überdies, dass Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln mit Hyaluronsäure diese nicht mit Gesundheitsversprechen bewerben dürfen.
In der ästhetischen Medizin werden Hyaluron-Filler seit etwa drei Jahrzehnten zur Faltenunterspritzung eingesetzt. Die Substanz wird auch genutzt, um Lippen zu vergrößern, Wangen zu modellieren oder Gesichtskonturen zu formen. Die Ergebnisse sind sofort sichtbar, der Effekt hält mehrere Monate an, dann baut der Körper die Substanz ab.
Es gibt viele verschiedene Produkte auf dem Markt, die nicht alle ausreichend untersucht wurden. Eine unsachgemäße Anwendung kann schwere Komplikationen auslösen. Gelangt Hyaluronsäure versehentlich in Blutgefäße, die die Augen versorgen, kann es in Ausnahmefällen sogar zur Erblindung kommen, warnt [3] das Gesundheitsportal DocCheck.
Nach der Behandlung kann es vereinzelt zu allergischen Reaktionen kommen oder es bilden sich kleine Knötchen in der Haut, die lange bestehen bleiben. wenn zu viel Filler zu schnell injiziert wird und dadurch ein kleines Blutgefäß verstopft oder abgedrückt wird, können auch Hautareale absterben. Im schlimmsten Fall bilden sich Narben.
Jenseits der Kosmetik wird Hyaluronsäure allerdings in verschiedenen Bereichen verwendet [4], und ihr Nutzen ist unbestritten.
In der Orthopädie wird sie zur Behandlung von Arthrose und Gelenkschmerzen eingesetzt und vom Arzt direkt in das betroffene Gelenk eingespritzt. Als Gelenkschmiere verhindert Hyaluronsäure, dass die Gelenkkörper aufeinander reiben. Entzündungen können abklingen, Schmerzen lassen nach.
Auch in der Augenheilkunde kommt Hyaluronsäure zum Einsatz. Augentropfen mit dem Wirkstoff befeuchten trockene Augen und fördern die Heilung nach Operationen. Nasensprays mit Hyaluronsäure wirken einer Austrocknung der Nasenschleimhaut entgegen.
Zudem unterstützt Hyaluronsäure die Wundheilung. Sie fördert die Wanderung und Vermehrung von Zellen, was den Heilungsprozess beschleunigen kann. Spezielle Wundauflagen und Gele mit Hyaluronsäure werden bei chronischen oder schlecht heilenden Wunden verwendet.
Hyaluronsäure wurde übrigens bereits 1934 chemisch isoliert. Die erste Generation von Präparaten kam Anfang der 1980er Jahre auf den Markt; 1997 folgten die ersten Produkte mit biotechnologisch, bakteriell hergestellter Hyaluronsäure.
Hyaluronsäure ist kein Wundermittel. Cremes und Seren helfen nur, solange sie angewendet werden. Nahrungsergänzungsmittel haben keinen nachgewiesenen Nutzen. Injektionen zeigen deutliche Effekte, bergen aber Risiken und gehören in ärztliche Hände.
In der Medizin hat Hyaluronsäure einen festen Platz bei der Behandlung von Gelenkbeschwerden, trockenen Augen und zur Unterstützung der Wundheilung erobert.
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(Bild: Richard Seidl)
Was eine wirkungsvolle Architekturdokumentation ausmacht, diskutiert Richard Seidl mit dem Softwarearchitekten Ralf Enderle.
Architektur, die auf dem Papier perfekt aussieht, ist oft schon überholt, bevor das erste Team damit arbeitet. Richard Seidl spricht mit Ralf Enderle darüber, warum das kein unvermeidbares Schicksal ist, sondern eine Frage der richtigen Entscheidungen. Die beiden reden darüber, welche Entscheidungen wirklich unumkehrbar sind und welche man getrost der Realität des Projekts überlassen kann, ohne dass die Architektur dabei auseinanderfällt. Laut Ralf Enderle helfen Entscheidungen keinem, wenn niemand sie kennt und sie sich nirgends verteidigen. Im Gespräch wird deutlich, wie eine Architektur lernen kann, sich selbst zu melden, wenn sie gebrochen wird, und was Tester dabei konkret einbringen können.
„Vom Monolith zum Microservice komme ich einfach, weil ich muss ja nur auseinanderschneiden. In der Theorie ja, in der Praxis vergiss es.“ – Ralf Enderle
Ralf Enderle [2] ist Senior Software Architect sowie AI-Driven Development Evangelist bei eXXcellent solutions. Er ist branchen- und technologieübergreifend unterwegs und unterstützt Projekte in der Konzeption und Weiterentwicklung. Sein Fokus liegt dabei auf der effizienten Entwicklung und dem Schaffen von Synergien über Projekte hinweg. Er ist stetig auf der Suche nach innovativen, soliden und nachhaltigen Lösungen und Konzepten – neue Themen und Trends finden bei ihm immer ein offenes Ohr.
Dieses Format fokussiert sich auf Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste betrachten die Dinge, welche die Qualität in der Softwareentwicklung steigern.
Die aktuelle Episode ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar [3].
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Mit der weltweiten Vernetzung von wissenschaftlichen Einrichtungen ab den 1980er Jahren stieg der Bedarf an Werkzeugen zur Informationsbeschaffung. Es war offensichtlich, dass das bloße Herunterladen von Dokumenten zum Studieren nicht ausreichte. Der Weg über einen Login auf dem Rechner und den Download per FTP-Programm war zu mühsam.
Die Organisation von Dateien in Ordnern wie auf Desktoprechnern erwies sich als unübersichtlich, wenn Tausende Computer zugriffsbereit im Netzwerk verbunden waren. Weder gab es eine Suche noch die Möglichkeit, Inhalte sinnvoll miteinander zu verbinden.
Apple hatte mit dem datenbankbasierten Programm Hypercard gezeigt, dass solche Links einen praktischen Nutzen besaßen. Also machte sich ein kleines Team an der Universität Minnesota daran, ein neues Protokoll zur Inhaltsvernetzung über Rechnergrenzen hinweg zu entwickeln. Die Forscher nannten es Gopher.
Zunächst war es nur für den internen Gebrauch an der Uni gedacht – aber es zeigte sich bald, dass das neue System auch in viel größerem Maßstab einsetzbar sein könnte. Warum Gopher dennoch nicht gegen das heute universell genutzte Hypertext-Transfer-Protokoll bestehen konnte, besprechen wir im Podcast mit dem Programmierer Martin Gutenbrunner.
Martins YT-Kanal mit dem Video zu Gopher auf dem C128
Übersicht über Seiten im Gopherspace
MortenHarding Gopher-http-proxy
Die Late-Night-Folge mit Bill GatesWIC64 für den C64 im Internet
SD2IEC Ersatz für Floppy für C64
Wir freuen uns über Feedback. Themenanregungen, Kritik und Blumensträuße nehmen wir unter podcast@golem.de entgegen.
Mit der größten Umstrukturierung der Xbox-Geschichte dringen auch immer mehr Details zu den Einschnitten bei den einzelnen Entwicklerstudios an die Öffentlichkeit. Während Microsoft bislang nur allgemein von Stellenstreichungen bei Bethesda, Blizzard und weiteren Teams spricht, zeichnen Berichte von Insidern inzwischen ein genaueres Bild.
Besonders im Fokus steht dabei Bethesda-Tochter ID Software, das Studio hinter Doom und der hauseigenen ID-Tech-Engine. Bitter: Ausgerechnet heute erscheint die Erweiterung Hellbreaker für das Actionspiel Doom – The Dark Ages.
Der Journalist Jason Schreier berichtet unter Berufung auf informierte Quellen von "erheblichen" Entlassungen bei ID Software und den Zenimax Online Studios. Beide Teams sollen zwar bestehen bleiben, aber einen erheblichen Teil ihrer Belegschaft verlieren.
Noch drastischer fällt die Einschätzung von Scott Miller aus. Der Gründer von Apogee und 3D Realms schreibt unter Berufung auf eigene Insiderquellen, dass bei ID Software die Mehrheit des Studios entlassen werde, darunter die meisten oder sogar alle Programmierer.
Eine offizielle Bestätigung für diese Angaben gibt es bislang allerdings nicht. Sollten die Berichte zutreffen, wäre das gerade für das traditionsreiche Entwicklerteam und die Weiterentwicklung der ID-Tech-Engine ein schwerer Einschnitt.
Nach Informationen von Kotaku informierte Bethesda die Mitarbeiter gleichzeitig darüber, dass es künftig eine stärkere Konzentration auf seine wichtigsten Marken gebe. Genannt werden Fallout, The Elder Scrolls, Wolfenstein, Doom und Quake.
Bereits angekündigte Projekte und Veranstaltungen sollen dennoch wie geplant fortgeführt werden. Dazu zählt auch das Season-1-Update für The Elder Scrolls Online sowie die diesjährige Hausmesse Quakecon.
Bei Obsidian (Grounded, Avowed) soll es Entlassungen gegeben haben, nach Einschätzung von PC Gamer aber offenbar unterhalb der Schwelle von 50 Beschäftigten in Kalifornien. Blizzard-Präsidentin Johanna Faries sprach in einer internen E-Mail lediglich von einem "schwierigen Tag" und kündigte weitere Informationen an.
Unklar bleibt außerdem die Zukunft von Arkane Lyon, das ebenfalls zu Bethesda gehört und derzeit an Marvel's Blade arbeitet. Microsoft bestätigte bereits, dass in Frankreich das vorgeschriebene Konsultationsverfahren mit Arbeitnehmervertretern begonnen habe. Einem aktuellen Bericht zufolge gibt es bei dem Projekt Termin- und Budgetprobleme.
Anthropic hat laut Wccftech bei der Untersuchung des KI-Modells Claude eine interne Struktur identifiziert, die Parallelen zur Global Workspace Theory aus der Neurowissenschaft aufweist. Diese Theorie postuliert, dass Gedanken für ein System zugänglich werden, wenn sie in einen privilegierten Arbeitsbereich gelangen, der die Informationen global verteilt. Die Forscher haben nun bei Claude einen Mechanismus lokalisiert, den sie als J-Space bezeichnen.
Der J-Space macht laut den Ergebnissen weniger als 10 Prozent der gesamten neuronalen Aktivität des Modells aus. Die wesentliche Verarbeitung – etwa die Erstellung korrekter Grammatik, flüssige Sprachausgabe oder einfacher Faktenabruf – findet außerhalb dieses Bereichs automatisch statt. Anthropic stellt explizit klar, dass diese Beobachtung keine Rückschlüsse auf ein phänomenales Bewusstsein zulässt. Der Befund bezieht sich lediglich auf ein "Access Consciousness" im philosophischen Sinne, also auf funktionale und abrufbare interne Zustände.
Zur Untersuchung entwickelten die Forscher das Werkzeug J-Lens, eine sogenannte Jacobian Lens. Dieser mathematische Filter blendet Hintergrundprozesse aus, um den Fokus auf die aktuellen internen Verarbeitungsprozesse des Modells zu richten. Anthropic weist jedoch darauf hin, dass es sich um ein unvollkommenes Werkzeug handelt, das die Workspace-Struktur lediglich näherungsweise erfassen kann.
In der Praxis fungiert der J-Space als ein Arbeitsbereich, in dem das Modell Konzepte verarbeitet, ohne diese explizit auszugeben. Dies unterscheidet den J-Space von einem schriftlichen Scratchpad oder Chain-of-Thought-Verfahren. Belegt ist dies etwa durch Kopfrechenaufgaben (3² − 2), die das Modell simultan zu einem thematisch unabhängigen Satz erledigt, wobei der J-Space die mathematischen Zwischenschritte abbildet.
Ein weiteres Beispiel ist die Ableitung von Attributen: Wird das Modell mit dem Konzept "Spinne" konfrontiert, erscheinen im J-Space Informationen wie "8 Beine", ohne dass der Begriff "Spinne" im eigentlichen Text auftaucht. Auch das Zitrusfrüchte-Beispiel zeigt dies: Während Claude einen Text schreibt, erscheinen im J-Space Begriffe wie "Orange" oder "Fruits".
Die Struktur des J-Space war dabei nicht Bestandteil der architektonischen Planung von Claude. Sie entwickelte sich eigenständig während des Trainingsprozesses, was darauf hindeutet, dass ein globaler Arbeitsbereich für intelligenten Zugriff eine effiziente Methode zur Organisation komplexer Berechnungen darstellt.
Das lässt sich als eine Art konvergente Evolution deuten, bei der intelligente Systeme unabhängig voneinander zu ähnlichen Lösungsansätzen gelangen. Konzepte, die in den J-Space gelangen, stehen anderen Teilen des Modells zur Verfügung und können dort für unterschiedliche Aufgaben genutzt werden. Die Forscher konnten zudem beobachten, dass der J-Lens anzeigt, wenn Claude ein Szenario intern als fiktiv einstuft oder Anzeichen von Datenmanipulation erkennt.
Mehrere Fraunhofer-Institute haben gemeinsam ein Secure Element auf Basis des offengelegten OpenTitan entwickelt, das Globalfoundries in Dresden fertigt.
Das „RISC‑V Secure Element“ der Fraunhofer-Institute IIS, AISEC und EMFT soll die digitale Souveränität europäischer Chips und Schaltungen stärken. Es lässt sich als Funktionsblock in andere Chips integrieren, aber auch als separater Chip aus der Dresdner Fertigung von Globalfoundries einsetzen.
Basis des RISC-V Secure Element ist der offengelegte Sicherheits-Controller OpenTitan, den Google in einer vom taiwanischen Hersteller Nuvoton produzierten Version in aktuelle Chromebooks einbaut.
Die aktuelle Implementierung des RISC‑V Secure Element durch Fraunhofer [1] enthält auch Algorithmen für quantensichere Verschlüsselungsverfahren (Post-Quantum Cryptography, PQC) wie ML-DSA (Dilithium) and ML-KEM (Kyber).
Die Entwickler betonen aber, dass sich das Secure Element sowohl erweitern als auch an besondere Anforderungen des jeweiligen Einsatzbereichs anpassen lässt. Und auch angepasste Versionen des RISC-V Secure Elements sollen sich günstig fertigen lassen, sogar in kleineren Stückzahlen.
(Bild: Fraunhofer IIS)
Ebenso wie der OpenTitan-Chip „Earlgrey“ von Nuvoton [2] nutzt das RISC-V Secure Element den 32-Bit-RISC-V-Kern Ibex. Es enthält 4 KByte einmal programmierbaren Speicher (OTP) als e-Fuses, 256 KByte SRAM, 64 KByte Boot-ROM und 2 MByte nichtflüchtigen MRAM-Speicher, etwa für Schlüsselmaterial.
Das Secure Element lässt sich auch zur Absicherung des Bootvorgangs (Secure Boot) nutzen und sicher updaten.
Das RISC-V Secure Element ist für das Fertigungsverfahren 22FDX von Globalfoundries ausgelegt. Wenn es als Einzelchip produziert wird, kann auch das Packaging in der EU erfolgen.
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(Bild: Wolf Hosbach/iX/KI)
In der Node.js-Community ist eine Diskussion darüber entstanden, wie sie weiter mit der Vielzahl an LLM-generierten Sicherheitsmeldungen verfahren soll.
Das Node.js-Team diskutiert derzeit darüber, den Workflow für die Flut an eingereichten, LLM-generierten Sicherheitsmeldungen zu ändern. Ideen sind, die Meldungen öffentlich zu bearbeiten und mit künstlicher Intelligenz vorzusortieren.
Das Team hat das Problem jetzt auf die Agenda des nächsten Treffens der Security Working Group am 7. Juli gesetzt. Der Initiator Rafael Gonzaga schreibt [1], dass alle bisherigen Maßnahmen nicht geholfen haben: „Wir sind nach wie vor überlastet.“
Daher schlägt er vor, die eingereichten Meldungen zu veröffentlichen und als Pull Requests (PR) abzuarbeiten. Bei den Einreichungen handelt es sich oft nur um Bugs, die auch gefixt gehören, aber weniger um wirkliche sicherheitsrelevante Lücken. Außerdem kommen so viele gleichartige Meldungen an, die quasi jeder mit LLM erzeugen kann: „Diese Funde sind praktisch eh schon öffentlich.“ Als PR kann sich die Community darum kümmern und das Kernteam ist entlastet.
Eine Vorsortierung durch KI [2] könnte nur die wirklich ernsthaften Lücken erkennen und nicht öffentlich an das Sicherheitsteam zur Bearbeitung weiterleiten.
Gegenstimmen geben zu bedenken, dass der Vorschlag die Masse an Sicherheitsreports durch eine Masse an PRs ersetzt, die auch vom Kernteam geprüft werden müssen. Außerdem könnten die veröffentlichten Lücken Hacker anziehen, „als kostenlose Quelle für Ideen für automatisierte Attacken.“ Daher schlagen andere Maintainer vor, nicht die komplette Öffentlichkeit einzubeziehen, aber den Kreis auf alle Mitarbeitenden (collaborators) zu erweitern.
Wie viele andere Projekte [3] kämpft Node.js mit AI Slop [4] und hat im April bereits das Bug-Bounty-Programm zur Belohnung von Warnungen gestrichen. Auch zu solchen Maßnahmen waren andere Projekte bereits gezwungen [5]. Das hat laut Gonzaga aber keine Erleichterung gebracht, da es den Einreichenden eher um den Ruhm als Autor auf einer offiziellen CVE-Warnmeldung zu erscheinen geht, als um Geld.
Auch andere Maßnahmen führten nicht zum Erfolg: höhere Hürden bei der Reporting-Plattform HackerOne, engere Relevanzkriterien und automatisiertes Schließen von Reports minderer Qualität. Letzteres hat sogar dazu geführt, dass mehr Meldungen bei der Mutter OpenJS landeten. „Bald wird auch dieses Team überlastet sein“, schließt Gonzaga.
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(Bild: VADZIM SHUBICH/Shutterstock.com)
Aktuelle Versionen der Open-Source-Firewall-Distribution schließen mehrere Einfallstore. Eine als kritisch bewertete Lücke macht das Update besonders dringlich.
Die kürzlich erschienenen Versionen 26.1.11 und 26.4.1(p1) von OPNsense, einer quelloffenen Firewall- und Routing-Plattform auf FreeBSD-Basis, bringen Sicherheitsfixes mit.
Unter den geschlossenen Lücken befindet sich auch eine kritische: CVE-2026-57155 (CVSS-Score 9.9 von 10.0) hätte unter bestimmten Voraussetzungen zur Rechteausweitung und letztlich zur kompletten Firewall-Übernahme missbraucht werden können. Nutzer sollten sicherstellen, dass ihre Installation auf dem neuesten Stand ist.
Die kritische Lücke steckte in der GeoIP-Alias-Komponente. Die lädt eine Länderdatenbank von einer frei wählbaren Adresse herunter und verarbeitet sie mit Root-Rechten.
Gemäß Erläuterungen des Lückenentdeckers Jonas Ampferl [1] hätten frühere OPNsense-Versionen weder die Adresse noch den Inhalt der Datenbank-Datei ausreichend geprüft. Aufgrund dieses Mangels hätte ein entfernter Angreifer die Firewall auf einen eigenen Server lenken, von dort ein (manipuliertes) GeoIP-Archiv herunterladen und über dieses eigene Dateien ins Zielsystem schreiben lassen können.
Von diesem Ausgangspunkt aus hätten sich dann die Zugriffs- bis hin zu Root-Rechten ausweiten lassen, und auch Codeausführung aus der Ferne als root wäre möglich gewesen. Für den ganzen Vorgang hätte ein Angreifer lediglich relativ geringe Zugriffsrechte einschließlich der Berechtigung benötigt, Firewall-Aliase zu bearbeiten.
Wer sich für weitere Angriffsdetails interessiert, kann diese in einem technischen Write-up des Sicherheitsforschers [2] nachlesen.
Informationen zu den übrigen gefixten Lücken sind der Advisory-Übersicht im OPNsense-GitHub-Repository zu entnehmen [3]. Der Schweregrad der von ihnen ausgehenden Bedrohung reicht von „moderate“ bis „high“.
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