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Ladeinfrastruktur: Verbände fordern Entlastungen beim Eichrecht

Von Friedhelm Greis — 30. April 2026 um 17:30
Nach Einschätzung mehrerer Verbände sind die Eichprüfungen für Ladesäulen zu teuer. Das könnte sich auch auf die Ladepreise niederschlagen.
Bislang müssen alle Ladesäulen regelmäßig geeicht werden. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Bislang müssen alle Ladesäulen regelmäßig geeicht werden. Bild: Friedhelm Greis/Golem

Das deutsche Eichrecht hat sich in der Vergangenheit schon häufig als Bremsklotz beim Ausbau der Ladeinfrastruktur erwiesen. Obwohl inzwischen wichtige Hürden beseitigt wurden, halten die Hersteller und Betreiber von Ladesäulen den Aufwand weiterhin für zu hoch. In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie die Bundesregierung dazu auf, "nationale Sonderwege im Mess- und Eichrecht umgehend zu beenden" .

Hinter dem Aufruf stehen unter anderem der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) und der Automobilclub ADAC.

Zigtausende Eichungen erforderlich

Der Mitteilung zufolge ist der Aufwand für die eichrechtlichen Prüfungen von Schnellladesäulen deutlich höher als erwartet. "Die bisher amtlicherseits angenommene Zahl von rund 6.000 Eichungen pro Jahr auf Basis der achtjährigen Eichfrist ist damit unrealistisch" , heißt es. Tatsächlich seien jährlich mehr als 45.000 Eichungen notwendig. Das liege nicht nur an der achtjährigen Eichfrist, sondern auch an Nachprüfungen durch Kabeltausch, Wartungen und Kabeldiebstahl. Im Sommer 2025 gab es Berichte über Dutzende Fälle von Kabelklau pro Tag in Deutschland .

Angesichts der hohen Zahlen führten "ineffiziente Prozesse unmittelbar zu Kostenbelastungen in Millionenhöhe, die sich auch auf den Preis an der Ladesäule niederschlagen können" .

Aus diesem Grund soll die Bundesregierung die vor kurzem in Kraft getretene Novellierung der EU-Eichrechtsrichtlinie (MID-Richtlinie) "zügig in deutsches Recht umsetzen" . EU-rechtlich gesehen hat Deutschland dafür jedoch 24 Monate Zeit.

Neue EU-Vorgaben beschlossen

Die Vorgaben für Ladesäulen sind im Anhang Va der Richtlinie geregelt. Demnach ist es möglich, dass ein "Kabel mit Steckverbinder bei bestehender Siegelung der Messanlage für Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge austauschbar sein" . Dazu muss es "getrennt so gesiegelt sein, dass für den Austausch weder ein Zugang zu den messtechnisch gesiegelten Bauteilen der Messanlage für Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge noch ein Bruch des metrologischen Siegels erforderlich ist" . Die Bundesregierung soll nach dem Willen der Verbände daher klarstellen, "dass bestimmte Reparaturen, etwa der Austausch von Kabeln durch befugte Instandsetzungsunternehmen, keine erneute Eichung erforderlich machen, sofern die Messrichtigkeit gewährleistet bleibt" .

Ebenfalls wird gefordert, dass die Betreiber nicht "allein für teure Prüfmittel im sechsstelligen Bereich in die Pflicht genommen werden" sollen. Die flächendeckende Nacheichung nach acht Jahren solle durch ein praxistaugliches Stichprobenverfahren ersetzt werden. Auf der Wunschliste steht abschließend, Software-Updates zu entbürokratisieren und auf eine unnötige Ausweitung der Prüfpunkte bei DC-Eichungen zu verzichten.

In der Vergangenheit führten die Anforderungen des deutschen Eichrechts bereits zu Problemen beim Ausbau der Infrastruktur , weil geeignete Module oder Zähler nicht zur Verfügung standen. Zudem führten die Auflagen später dazu, dass sich die Ladekarten der Nutzer mit einfachen Mitteln hacken ließen .

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Neue Filme und Serien bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime im Mai 2026

Von Heise — 30. April 2026 um 18:03
Screenshot zeigt ein Promobild der Serie „Spider-Noir“

(Bild: Disney+)

Bei Amazon startet im Mai die Serie „Spider-Noir“ mit Nicolas Cage. Bei Netflix läuft „The Boroughs“ und Disney+ zeigt „Send Help“.

Im Mai starten wieder allerlei Highlights bei den großen Streaming-Anbietern. Dazu zählen in diesem Monat unter anderem die Noir-Superheldenserie „Spider-Noir“ sowie die Mystery-Serie „The Boroughs“.

„The Boroughs“, Staffel 1

Mit „The Boroughs“ startet am 21. Mai 2026 bei Netflix [1] eine ungewöhnliche Mystery-Serie, die das Erfolgsrezept der Duffer Brothers in ein neues Umfeld verlegt. Matt und Ross Duffer sind vor allem für die erfolgreiche SciFi-Horrorserie „Stranger Things“ bekannt, in der es eine Gruppe Kinder mit bedrohlichen Aliens zu tun bekommt. Im Zentrum von „The Boroughs“ steht eine scheinbar idyllische Seniorenresidenz in der Wüste von New Mexico, deren ruhiger Alltag durch eine übernatürliche Bedrohung erschüttert wird.

Eine Gruppe älterer Bewohner, darunter ein trauernder Neuzugang, entdeckt Hinweise auf eine alienartige Präsenz, die ihnen buchstäblich die Zeit zu stehlen droht, und sieht sich gezwungen, selbst aktiv zu werden. Zu der tatkräftigen, investigativen Seniorengruppe, die von einem hochkarätigen Ensemble gespielt wird, gehören unter anderem Jack (Bill Pullman), Renee (Geena Davis), Art (Clarke Peters), Sam (Alfred Molina), Judy (Alfre Woodard) und Wally (Denis O'Hare).

„Spider-Noir“, Staffel 1

Bei Amazon Prime Video [3] startet am 27. Mai 2026 die stilistisch ausgefallene Superheldenserie „Spider-Noir“ mit Nicolas Cage in der Hauptrolle. „Spider-Noir“ hebt sich optisch und atmosphärisch bewusst deutlich von anderen, klassischen Marvel-Adaptionen ab und erzählt eine besondere „Spider-Man“-Geschichte im New York der 1930er-Jahre. Die Handlung folgt dem gealterten Privatdetektiv Ben Reilly (Nicolas Cage), der ein tristes Leben führt und von seiner Vergangenheit als maskierter Rächer eingeholt wird. Als ein besonders brisanter Fall Bens Weg kreuzt, wird er gezwungen, erneut in die Rolle des „Spider“ zu schlüpfen und sich nicht nur mit Verbrechen, sondern auch mit Schuldgefühlen, düsteren Erinnerungen und seiner eigenen Identität auseinanderzusetzen.

Die Serie kombiniert Elemente des Film Noir mit einer ebenso spannenden wie rauen Superhelden-Mythologie und wird sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Farbe veröffentlicht, was als Hommage an das klassische Kino gedacht ist. Nicolas Cage ist in „Spider-Noir“ erstmals physisch im Marvel-Universum zu sehen, nachdem er der Originalversion des Animationsfilms „Spider-Man: Into the Spider-Verse“ bereits seine Stimme geliehen hatte.

„Send Help“

Am 7. Mai 2026 erscheint bei Disney+ [7] der Film „Send Help“, eine Mischung aus Survival-Thriller und Drama, angereichert mit einer Prise schwarzem Humor. Im Zentrum der Geschichte stehen zwei gegensätzliche Charaktere, die Angestellte Linda Liddle (Rachel McAdams) und ihr überheblicher Chef Bradley Preston (Dylan O’Brien), die nach einem Flugzeugabsturz die einzigen Überlebenden sind und auf einer einsamen Insel landen. Da sich die beiden schon vor der Katastrophe nicht besonders gut leiden konnten, führt die lebensbedrohliche Situation auf der Insel zu dramatischen und teilweise morbiden Spannungen zwischen Linda und Bradley.

Während Linda sich als überraschend kompetent in Sachen Survival erweist, versucht Bradley weiterhin seine Machtposition auszuspielen. Um zu überleben, müsste das Duo eigentlich, wenn auch widerwillig, zusammenarbeiten und sich um Nahrung, eine geschützte Unterkunft sowie eine Möglichkeit von der Insel zu entkommen kümmern. Trotz der gefährlichen Umstände entwickelt sich die Dynamik zwischen Linda und Bradley jedoch zunehmend in eine manipulative und bedrohliche Richtung.

Alle neuen Filme und Serien in der Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt alle neuen Filme und Serien, die im Mai bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video erscheinen und im Abopreis inbegriffen sind. Titel, die bei Amazon ausschließlich zum Einzelkauf oder zum Leihen verfügbar werden, sind nicht angegeben.

Disney+ Release
Filme
Bridesmaids 01.05.
Shaun of the Dead 01.05.
Send Help 07.05.
The Punisher: One Last Kill 13.05.
Miraculous World: Tokio, Stellar Force 13.05.
Lisa Ann Walter: It was an Accident 15.05.
Wilsberg – Mit allen Wassern gewaschen 20.05.
Wilsberg – Phantomtod 20.05.
Marvels Spidey und Iron Man: Avengers, sammeln! 20.05.
Familie Bundschuh – Wir machen Camping 20.05.
Helen Dorn – Schwarzes Herz 20.05.
The Comeback Trail 27.05.
Serien
Grey’s Anatomy: Staffel 22 06.05.
Amsterdam Central: Alltag am Mega-Bahnhof: Staffel 1 06.05.
Stanley Tucci in Italien: Staffel 2 12.05.
Miraculous – Geschichten von Ladybug und Cat Noir: Staffel 6 13.05.
Rivals: Staffel 2 15.05.
Welcome to Wrexham: Staffel 5 15.05.
Bluey Kurzgeschichten 20.05.
9-1-1: Nashville: Staffel 1 20.05.
Borders: Staffel 1 20.05.
Dr. Nice: Staffel 4 20.05.
Hidden Agenda: Staffel 1 20.05.
Ritter Rost: Staffel 1 20.05.
PUSH: Staffel 1 20.05.
Riding in Darkness: Staffel 1 20.05.
Weiss & Morales: Staffel 1 20.05.
Dorohedoro: Staffel 1+2 22.05.
Abbott Elementary: Staffel 5 27.05.
Das Stanford-Prison-Experiment: Was geschah wirklich?: Staffel 1 27.05.
Micky & Ich: Staffel 4 27.05.
Watzmann ermittelt: Staffel 1 27.05.
Deli Boys: Staffel 2 28.05.
Dragon Ball Super: Staffel 1 31.05.
Amazon Release
Filme
Under The Stars 01.05.
The Boogeyman (2023) 01.05.
Feste & Freunde - Ein Hoch auf uns! 02.05.
PAW Patrol: Der Kinofilm 02.05.
Sonne und Beton 03.05.
Home Sweet Home: Rebirth 03.05.
Never Let Go 03.05.
Daddy's Home: Ein Vater zu viel 04.05.
Daddy's Home 2 04.05.
Azrael - Angel of Death 07.05.
Predators 07.05.
Charlie und die Schokoladenfabrik 07.05.
Niko - Reise zu den Polarlichtern 07.05.
Rubikon 07.05.
Prey (2022) 07.05.
Mumien: Ein total verwickeltes Abenteuer 07.05.
No Place to be Single 08.05.
Der Spion von Nebenan 08.05.
A Quiet Place 1+2 09.05.
The Killer Whale 09.05.
The Day After Tomorrow 10.05.
The Crow 10.05.
Robot Dreams 10.05.
Die Braut, die sich nicht traut 12.05.
Barbie 12.05.
Godzilla: King of The Monsters 14.05.
Transformers 14.05.
Transformers: Ära Des Untergangs 14.05.
Transformers: The Last Knight 14.05.
Transformers - Die Rache 14.05.
Bumblebee 14.05.
Godzilla vs. Kong 14.05.
Kong: Skull Island 14.05.
Not Without Hope 15.05.
Bad Times At The El Royale 15.05.
Weekend In Taipei 16.05.
Mad Max: Fury Road 16.05.
Last Contact 17.05.
Braveheart 17.05.
Die nackte Kanone 1-3 18.05.
Ganzer Halber Bruder 18.05.
Meg 2: Die Tiefe 18.05.
Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War 20.05.
Eragon 20.05.
Kyle Larson vs. The Double 21.05.
The Other Woman (2014) 21.05.
Inception 21.05.
First Shift 23.05.
Die Schule Der Magischen Tiere 3 24.05.
Dragonkeeper 24.05.
House Party 24.05.
Türkisch für Anfänger 26.05.
Sunny 28.05.
Top Gun: Maverick 28.05.
Top Gun 28.05.
Die wilden Mäuse 28.05.
Influencers 29.05.
Idiocracy 30.05.
Twilight Of The Warriors: Walled In 30.05.
Manta Manta – Zwoter Teil 31.05.
NBA Playoffs Mai
Serien
Das Glashaus: Staffel 1 01.05.
Citadel: Staffel 2 06.05.
Good Omens: Staffel 3 13.05.
Off Campus: Staffel 1 13.05.
LOL: Last One Laughing: Staffel 7 14.05.
So ist das nicht: Staffel 1 15.05.
61st Academy of Country Music Awards: Staffel 5 18.05.
Spider-Noir: Staffel 1 27.05.
Netflix Release
Filme
Meine geliebte Señorita 01.05.
Der Schwiegersohn 01.05.
Swapped – Getauscht 01.05.
Trauzeugen 01.05.
Sonne und Beton 03.05.
Mädchen Mädchen 04.05.
Funny AF with Kevin Hart 05.05.
Countdown: Rousey vs. Carano 06.05.
My Dearest Assassin 07.05.
USA 94: Brasiliens Rückkehr an die Spitze 07.05.
Das Glück hat acht Arme 08.05.
The Roast of Kevin Hart 11.05.
Untold UK: Jamie Vardy 12.05.
Marty, Life Is Short 12.05.
Der Bus: Die Revolte der Les Bleus 13.05.
The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird 15.05.
Ronda Rousey vs. Gina Carano 17.05.
Wanda Sykes: Legacy 19.05.
Untold UK: Liverpool's Miracle of Istanbul 19.05.
James. 21.05.
Ladies First 22.05.
Untold UK: Vinnie Jones 26.05.
Gladiator II 28.05.
Rafa 29.05.
AFI Life Achievement Award: A Tribute to Eddie Murphy 31.05.
Serien
Glory 01.05.
Dr. Seuss: Horton!: Staffel 2 04.05.
The Handmaid's Tale Staffel 1-6 06.05.
Worst Ex Ever: Staffel 2 06.05.
Love is Blind: Poland 06.05.
Der Kastanienmann: Versteckspiel 07.05.
Legends 07.05.
Danke – Nächster!: Staffel 3 08.05.
My Royal Nemesis 08.05.
Pop Culture Jeopardy! 11.05.
Devil May Cry: Staffel 2 12.05.
Can a Song Save Your Life? 13.05.
Perfect Match: Staffel 4 13.05.
Between Father and Son 13.05.
Gockel: Staffel 2 13.05.
Nemesis 14.05.
Soul Mate 14.05.
Berlin und die Dame mit dem Hermelin 15.05.
The Wonderfools 15.05.
Emergency Room: Die Notaufnahme Staffel 1-15 15.05.
Carísima 20.05.
The Boroughs 21.05.
Mating Season 22.05.
My 2 Cents 27.05.
Achtsam Morden: Staffel 2 28.05.
The Four Seasons: Staffel 2 28.05.
Brasilien 70: Der dritte WM-Stern 29.05.
Calabasas Confidential 29.05.

Disney+ besuchen [9]

Netflix besuchen [10]

Amazon Video besuchen [11]

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MacBook Ultra: Diese Neuerungen soll Apple planen

Von Heise — 30. April 2026 um 17:43
MacBook Pro M5

MacBook Pro M5: Speckt Apple beim Ultra wieder etwas ab?

(Bild: Apple)

Seit 2021 hat Apple seine MacBook-Pro-Bauform nicht verändert. Mit dem kommenden Ultra könnte einiges neu werden – nicht nur dank OLED und Touchscreen.

Schlank, schlanker, MacBook: Das war einst Apples Motto. Beim MacBook Pro ab dem Jahrgang 2021 änderte sich das. Statt die Bauform weiter zu verdünnisieren, setzte der Hersteller mit der Generation M1 Max und M1 Pro wieder auf mehr Anschlüsse und ein etwas dickeres Gehäuse mit 14 und 16 Zoll. Seither wurde die Bauform in den folgenden Generationen beibehalten – bis hoch zum in diesem Frühjahr erschienen MacBook Pro M5 Max und M5 Pro. Mit dem MacBook Ultra, das für Herbst (oder spätestens Frühjahr [1]) geplant sei, stehe nun ein neuer Formfaktor an, heißt es aus informierten Kreisen: Nicht nur ist erstmals ein OLED-Display mit Touchscreen in einem Mac [2] Marktbeobachtern zufolge vorgesehen, sondern erstmals wieder eine geringere Bauhöhe. Hinzu kommen weitere Neuerungen, die das Geschäft mit den Profi-Notebooks für Apple ankurbeln sollen.

Zusätzliche Bedienungsmöglichkeiten per Touch

Zentrales neues Element ist ein Bildschirm aus organischen Leuchtdioden. Der Screen soll sich an der Bauweise orientieren, wie man sie vom iPad Pro M4 und M5 kennt: Ein Tandem-OLED sorgt für große Helligkeit bei sattem Schwarz. Darübergelegt wird angeblich erstmals in einem Mac überhaupt besagter berührungsempfindlicher Bildschirm, für den Apple Anpassungen in macOS [3] vorgenommen haben soll. Die Bedienung per Finger ist ein alternativer Eingabeweg für bestimmte Anwendungsfälle, aber offenbar nicht die Standardbedienform wie bei iPhone oder iPad. Tastatur und (ausreichend großes) Trackpad bleiben wie gewohnt erhalten. Über eine Bedienung per Apple Pencil ist noch nichts bekannt.

Statt einem Notch ist bekannten Gerüchteköchen wie Bloomberg-Journalist Mark Gurman zufolge kein Notch mehr vorgesehen, sondern erstmals eine Dynamic Island, also ein gelochter Bildschirmbereich, der die Kamera enthält. Ob es erstmals in einem Mac auch die Gesichtserkennung Face ID geben wird, ist noch unklar. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Dynamic Island auch für Benachrichtigungen und andere Bedienelemente verwendet wird, wie man das von iPhone kennt.

Weniger Anschlüsse, neue Chips und hoffentlich ein Modem

Im Inneren des MacBook Ultra sollen die neuen M6-Pro- und M6-Max-SoCs arbeiten, hergestellt im neuen 2-nm-Prozess von TSMC. Es ist mit den üblichen Leistungs- und Laufzeitverbesserungen zu rechnen, revolutionär schneller sind die Chips aber wohl nicht. Das dünnere Design des MacBook Ultra könnte dank der OLED-Verwendung erreicht werden; was das für die Ports bedeutet, ist unklar. HDMI könnte Apple womöglich wieder weglassen, ebenso wie das SD-Kartenlesegerät. Beides wäre besonders für Business- und Kreativ-Anwender eher unschön.

Schließlich könnte Apple mit dem MacBook Ultra Menschen, die häufig unterwegs sind, noch einen Wunsch erfüllen: die Möglichkeit, erstmals mit einem Mac ohne iPhone oder Hotspot online zu gehen. Wie beim iPhone oder iPad könnte dazu ein 5G-Modem direkt integriert werden. Apple hat dafür mit dem C1, C!X und dem kommenden C2 auch eigene All-in-One-Chips parat.


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  1. https://www.heise.de/news/Neue-Ultra-Geraete-von-Apple-in-der-Pipeline-Notebook-und-Handy-11276317.html
  2. https://www.heise.de/news/Bericht-Touchscreen-Mac-mit-OLED-koennte-MacBook-Ultra-heissen-11203288.html
  3. https://www.heise.de/news/Erster-Touchscreen-Mac-Apple-plant-kein-Touch-first-11196588.html
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Apples CEO-Wechsel und die wilden Gerüchte: Giftige Vorschusslorbeeren

Von Heise — 30. April 2026 um 17:29
Porträt von John Ternus im Kommentar-Rahmen

Apples künftiger CEO: John Ternus

(Bild: Apple, Bearbeitung: heise medien)

Der bevorstehende CEO-Wechsel bei Apple befeuert wilde Spekulationen über radikale Produktänderungen. Doch es ist Vorsicht geboten, meint Malte Kirchner.

Der Führungswechsel bei Apple ist noch nicht vollzogen, da überschlagen sich bereits die Gerüchte: Vision Pro (teil-)eingestellt [1], MagSafe könnte gestrichen werden [2], Smart Glasses mit Gestensteuerung. Was sonst eher in Maßen durch die einschlägigen Kanäle sickert, kommt gerade in Schüben – und das dürfte kein Zufall sein. Apple hat einen neuen Hoffnungsträger [3]: Im September übernimmt John Ternus den CEO-Posten von Tim Cook, der wiederum als Executive Chairman im Verwaltungsrat aktiv bleibt. Mit dem Apple [4]-Chef in spe John Ternus verbinden viele Beobachter, dass da einer kommt, der sich etwas traut. Einer, dem die Entscheidungsfreude zugetraut wird, die man Tim Cook zuletzt nicht mehr zugesprochen hat – vor allem im KI-Bereich, aber nicht nur dort. Und so projiziert die Gerüchtebranche auf den noch-nicht-amtierenden CEO alles, was sie sich unter einem mutigen Apple vorstellt: radikale Schnitte, frischer Anfang, Ende der Kompromisse.

Fällt MagSafe weg?

Dabei lohnt sich ein genauer Blick auf die Substanz der Gerüchte. Das Vision-Pro-Ende ist das stärkste von ihnen – MacRumors [5] berichtet mit Verweis auf interne Quellen, dass das Hardware-Team sei aufgelöst und auf andere Projekte verteilt worden, darunter Siri. Interessant dabei: Ternus war der Überlieferung nach selbst skeptisch gegenüber der Vision Pro [6], zumindest in ihrer schweren 3500-US-Dollar-Form. Der CEO-Wechsel wäre tatsächlich ein guter Zeitpunkt, die Vision Pro aus dem Rennen zu nehmen. Tim Cook hat sie sich als Produkt zu eigen gemacht – er rückt ab September aus dem Fokus. Eine Abkehr muss dennoch nicht wie ein Eingeständnis aussehen, dass da etwas nicht funktioniert hat. Apple könnte es als allgemeine Neuordnung verkaufen und Ternus gleich so aussehen lassen, dass er anpackt: also keine Entscheidung gegen die Vision Pro, sondern für einen stärkeren Fokus.

Die Smart-Glasses-Gerüchte [7] sind ebenfalls plausibel – Apple soll bereits an mindestens vier verschiedenen Brillen-Designs arbeiten. Das MagSafe-Gerücht hingegen ist das dünnste der drei: aufmerksamkeitsstark, aber kaum haltbar angesichts von Apples Zubehör-Strategie und dem Qi2-Standard, den Apple selbst mitgeprägt hat.

Zu hohe Erwartungen sind ein Korsett

Für Apple ist die Aufregung im Moment gar nicht schlecht. Die Diskussion belebt das Interesse. Wenn selbst das Streichen von MagSafe als realistisches Szenario durch die Tech-Medien geistert, traut man Apple immerhin Überraschungen zu. Der Konzern wirkt disruptiv. Bei allem Entsetzen über das Vorhaben werden Erinnerungen an beste Steve-Jobs-Zeiten wach: Ein CD-Laufwerk im Notebook weglassen? Das erschien damals auch wie ein Frevel, der sich als goldrichtige Entscheidung erwiesen hat.

Aber genau hier beginnt das Problem. Wir haben es mit Cook selbst erlebt: Zu hohe Erwartungen werden für Apple zum Korsett. Wenn die Messlatte so liegt, dass nur der radikale Wandel als Erfolg gilt, kann jedes normale Produktjahr nur als Enttäuschung gelesen werden.

Alles über den Haufen zu werfen, wäre kein Mut

Die Realität wird nüchterner aussehen: Ternus übernimmt kein Apple in der Krise, sondern ein Apple in Kontinuität. Sein erstes Amtsjahr wird er damit verbringen, Cooks Entscheidungen überzeugend zu verkaufen, die gemessen an den Vorjahren schon aufregend genug sind – das iPhone Fold, das Jubiläums-iPhone 2027, womöglich ein MacBook Pro mit Touchscreen. Dinge, die seit Jahren in der Pipeline sind und deren Kurs längst gesetzt ist. Und an denen Ternus nebenbei maßgeblich als Hardware-Chef selbst beteiligt war.

Ein Apple, das über Nacht seine Strategie komplett umwirft, wäre kein mutiges Apple. Es wäre ein chaotisches. Folglich sind die gerade überbordenden Gerüchte zwar in gewisser Weise Vorschusslorbeeren, weil sie John Ternus etwas zutrauen, was man bei Tim Cook offenbar nicht mehr erwartet hat. Aber es sind giftige Beeren, weil sie die ohnehin hohe Messlatte für den neuen Apple-CEO unnötig noch höher anlegen. Und der dürfte neben seinen Alltagsaufgaben und den Hardware-Neuvorstellungen genug damit zu tun haben, zum Beispiel Apples KI-Kurs zu begradigen [8], die Drittentwickler bei Laune zu halten und Kritik an der Softwarequalität zu zerstreuen. Gesunde Skepsis gegenüber wilden Gerüchten, die in nächster Zeit sicher noch zunehmen werden, ist kein Pessimismus. Sie ist die Voraussetzung dafür, Apple fair zu bewerten.


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  1. https://www.heise.de/news/Bericht-zur-Vision-Pro-Keine-Einstellung-aber-kaum-noch-Arbeit-bei-Apple-11277340.html
  2. https://www.heise.de/news/Leaker-MagSafe-koennte-aus-dem-iPhone-fliegen-11277348.html
  3. https://www.heise.de/news/Machtwechsel-bei-Apple-Tim-Cook-uebergibt-an-John-Ternus-11265059.html
  4. https://www.heise.de/thema/Apple
  5. https://www.macrumors.com
  6. https://www.heise.de/news/John-Ternus-als-neuer-Apple-CEO-Mehr-Entscheidungsfreude-erwartet-11266703.html
  7. https://www.heise.de/news/Apple-arbeitet-angeblich-an-vier-verschiedenen-Designs-der-ersten-Smartglasses-11253761.html
  8. https://www.heise.de/news/Neuer-Apple-Chef-hofft-auf-nahezu-unbegrenztes-Potenzial-durch-KI-11267452.html
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Belgien stoppt Atomausstieg und will alle sieben Reaktoren verstaatlichen

Von Telepolis — 30. April 2026 um 20:10
Zwei Kühltürme des Kernkraftwerks Doel in Belgien mit Dampf, im Hintergrund Gebäude und ein Fluss.

Belgien stoppt den Atomausstieg und plant die Verstaatlichung aller Kernkraftwerke.

Belgiens Regierung stoppt den Rückbau aller Kernkraftwerke mit sofortiger Wirkung und verhandelt mit ENGIE über die Verstaatlichung aller sieben Reaktoren.

Belgiens Premierminister Bart De Wever hat am Donnerstag eine radikale energiepolitische Kehrtwende verkündet: Sämtliche Arbeiten rund um Stilllegung und Rückbau der belgischen Kernkraftwerke werden mit sofortiger Wirkung gestoppt.

Gleichzeitig verhandelt die Regierung exklusiv mit dem französischen Energiekonzern ENGIE über die vollständige Verstaatlichung der belgischen Atomkraft-Flotte. Wie die Nachrichtenagentur dpa [1] berichtet, unterzeichneten beide Seiten eine Absichtserklärung über exklusive Verhandlungen.

Die geplante Übernahme umfasst laut ENGIE alle sieben Reaktoren an den Standorten Doel bei Antwerpen und Tihange bei Lüttich, das zugehörige Personal, sämtliche Nuklear-Tochtergesellschaften sowie alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten – einschließlich der Rückbau- und Entsorgungspflichten.

Eine Grundsatzvereinbarung soll bis Oktober 2026 stehen. De Wever begründete den Schritt auf der Plattform X: Die Regierung setze auf „sichere, bezahlbare und nachhaltige Energie“ mit „weniger Abhängigkeit von fossilen Importen und mehr Kontrolle über die eigene Versorgung“.

Der Beschluss markiert das vorläufige Ende einer über zwei Jahrzehnte währenden Debatte. Belgien hatte 2003 den Atomausstieg bis 2025 beschlossen. Bedenken bei der Energiesicherheit – verstärkt durch den Ukraine-Krieg und die aktuelle Blockade der Straße von Hormus – führten jedoch zu wiederholten Verzögerungen.

Bereits im vergangenen Jahr stimmte das belgische Parlament mit großer Mehrheit für das Ende des Atomausstiegs. Die Regierung De Wever plant darüber hinaus den Bau neuer Kernkraftwerke.

Sofortiger Baustopp und die Frage der Reaktivierung

Der wohl spektakulärste Teil des Beschlusses betrifft die laufenden Rückbauarbeiten: Wo Ingenieure gerade dabei sind, Schaltanlagen und Maschinen abzubauen, müssen sie laut Tagesschau [2] sofort aufhören.

Das dürfte vor allem den Reaktor Tihange 1 betreffen, an dem demnächst wichtige Steuerungselemente ausgebaut werden sollten.

Von den sieben belgischen Reaktoren – allesamt Druckwasserreaktoren aus den 1970er- und 1980er-Jahren [3] – sind derzeit nur noch zwei in Betrieb: Doel 4 und Tihange 3, deren Laufzeit bis 2035 verlängert wurde.

Fünf Reaktoren wurden bereits zwischen 2022 und 2025 abgeschaltet.

Ein Wiederanfahren stillgelegter Blöcke wie Tihange 1 ist zumindest theoretisch denkbar, dürfte aber Jahre dauern. Der Bürgermeister der Gemeinde Doel, Marc Van de Vijver, sagte dem belgischen Sender VRT [4], in Doel befinde sich ein Reaktor bereits in einem Rückbauprogramm: „Das wird nicht so leicht zu stoppen sein.“

Technisch stehen bei einer möglichen Reaktivierung erhebliche Hürden im Weg. An Tihange 2 und Doel 3 waren 2012 Tausende Mikrorisse [5] in den Reaktordruckbehältern entdeckt worden – über 13.000 allein in Doel 3.

Bei Tihange 1 wurden über Jahre hinweg immer wieder Störfälle gemeldet [6], wodurch der Reaktor immer wieder vorübergehend abgeschaltet werden musste. Im Jahr 2025 wurde er dann endgültig stillgelegt. Umfassende Sicherheitsinspektionen, Reparaturen und neue Betriebsgenehmigungen wären zwingend erforderlich.

Hinzu kommt ein Personalproblem: Qualifizierte Nuklearingenieure gibt es in Belgien praktisch nur beim bisherigen Betreiber ENGIE. Der Staat müsste diese Fachkräfte im Rahmen der Übernahme mit übernehmen oder international rekrutieren.

15 Milliarden Euro für Atommüll und Rückbau

Über den Kaufpreis für die abgeschriebenen Anlagen wird spekuliert. Wirtschaftsexperten halten einen symbolischen Betrag für möglich. Schwerer wiegen die langfristigen Folgekosten: Die Atommüllentsorgung und Rückbaulasten hatte der belgische Staat bereits zuvor im Rahmen eines Joint Ventures übernommen.

Die belgische Behörde für radioaktive Abfälle ONDRAF bezifferte die Kosten auf rund 15 Milliarden Euro – wobei die tatsächlichen Aufwendungen noch höher liegen dürften.

Belgiens Energieminister Mathieu Bihet erklärte, zunächst werde eine Bestandsaufnahme gemacht. Das eröffne „verschiedene Möglichkeiten, darunter den Stopp der Stilllegung der Anlagen“.

Auch Erweiterungen und Neubauten wolle man prüfen. „Es ist ein grundlegender Schritt für uns, unsere Energiepolitik unabhängig zu gestalten und den Energiesektor umzubauen“, so Bihet.

Geteilte Reaktionen – auch aus Deutschland

Die Reaktionen fallen erwartungsgemäß kontrovers aus. Branchenverbände begrüßen den Schritt und erwarten langfristig sinkende Strompreise.

Umweltorganisationen reagieren hingegen entsetzt. Greenpeace bezeichnete das Vorhaben als „Verstaatlichung eines Fasses ohne Boden“. Die belgischen Grünen sprachen von „völligem Wahnsinn“ und warnten vor einem Haushaltsloch für die nächsten 100 Jahre.

Auch aus deutscher Perspektive ist die Entscheidung brisant. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hatte sich jahrelang für die Stilllegung des grenznahen Kraftwerks Tihange eingesetzt – insbesondere wegen der Risse in den Reaktordruckbehältern.

Von einer Reaktivierung ausgerechnet des problematischen Tihange-2-Blocks ist bislang allerdings keine Rede.

Belgiens Kehrtwende reiht sich in einen europäischen Trend ein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte den Atomausstieg verschiedener Länder als „strategischen Fehler“ bezeichnet.

Laut einer EU-Umfrage von 2024 glauben 56 Prozent der EU-Bürger, dass Kernenergie in den nächsten 20 Jahren positive Auswirkungen auf ihren Alltag haben wird.

Belgien ist derzeit stark von Gasimporten abhängig, da der Ausbau erneuerbarer Energien nur schleppend vorankommt. Die angespannte geopolitische Lage – vom Ukraine-Krieg bis zur Blockade der Straße von Hormus – verschärft den Druck auf die Versorgungssicherheit zusätzlich.


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  1. https://dpa-international.com/general-news/urn:newsml:dpa.com:20090101:260430-930-14717/
  2. https://www.tagesschau.de/ausland/europa/belgien-atomkraft-entscheidung-100.html
  3. https://pris.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=BE
  4. https://www.vrt.be/vrtnws/en/2026/04/30/belgian-government-launches-talks-with-engie-to-take-over-nuclea/
  5. https://fanc.fgov.be/nl/system/files/note_tech_010213.pdf
  6. https://gruene-nrw.de/2017/05/stoerfaelle/

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Die Energiekrise treibt den Biokraftstoff-Boom

Von Telepolis — 30. April 2026 um 17:45
Ein Tankwagen mit der Aufschrift BIO FUEL steht auf einer Wiese.

(Bild: Bulent camci / Shutterstock.com)

Öl wird knapp, die Preise explodieren – und plötzlich boomen Kraftstoffe aus Mais, Palmöl und Zuckerrohr. Doch das hat einen Haken.

Der völkerrechtswidrige Krieg gegen den Iran und die daraus folgende Blockade der Straße von Hormus haben zu einer Energiekrise geführt, die man auch in Deutschland längst an den Tankstellen spürt.

Diese Situation wird sich vermutlich auch nicht so schnell entspannen. Wael Sawan, CEO von Shell, machte am Montag in einem Interview mit Bloomberg TV [1] deutlich, wie ernst die Lage ist:

„Wir sprechen von rund 900 Millionen Barrel, die in den letzten Monaten nicht gefördert wurden und die im Wesentlichen durch den Abbau von Lagerbeständen ersetzt wurden.“

Die Bestände näherten sich nun kritisch niedrigen Niveaus. Sawan rechnet damit, dass das Angebot „zumindest in den kommenden Monaten, wenn nicht sogar über das nächste Jahr hinaus, angespannt“ bleibe.

Die Internationale Energieagentur hatte die Lage bereits als „schlimmste Energiekrise der Geschichte“ [2] eingestuft. Die tägliche globale Ölproduktion ist nach IEA-Angaben um 13 Millionen Barrel eingebrochen.

Durch die bestehende Doppelblockade der Straße von Hormus [3] – Iran sperrt direkt die Meerenge, die USA kapern jedes Schiff mit Verbindung zum Iran – können rund 20 Prozent des weltweiten Öls und Erdgases den Persischen Golf nicht mehr verlassen.

Brent-Rohöl notierte zuletzt bei über 111 Dollar pro Barrel, rund 50 Prozent höher als vor Kriegsbeginn.

Brasilien und Indonesien erhöhen Beimischungsquoten

Vor diesem Hintergrund setzen zahlreiche Länder auf eine bewährte Alternative: Biokraftstoffe aus pflanzlichen Rohstoffen wie Mais, Zuckerrohr, Sojabohnen und Palmöl lassen sich Benzin und Diesel beimischen und strecken so vorhandene Kraftstoffvorräte.

Die Hormus-Krise hat diesen Trend massiv beschleunigt [4].

Brasilien, der zweitgrößte Ethanolproduzent der Welt, plant, den zulässigen Ethanolanteil im Benzin von 30 auf 32 Prozent anzuheben [5]. Die Regierung erklärte laut Bloomberg, dadurch könne das Land möglicherweise ganz auf Benzinimporte verzichten.

Indonesien, weltgrößter Palmölproduzent, treibt die Einführung einer Dieselmischung mit 50 Prozent Biokraftstoffanteil voran – eine der ambitioniertesten Vorgaben weltweit. Malaysia plant, den Palmöl-Anteil im Diesel schrittweise von 10 auf 20 Prozent zu erhöhen.

USA lockern Beschränkungen für Ethanol

In den USA hat die Trump-Regierung bereits eine Ausnahmegenehmigung für den ganzjährigen Verkauf von E15-Benzin mit höherem Ethanolanteil im Sommer 2026 erteilt.

Befürworter argumentieren, dass Ethanol derzeit billiger als Benzin sei und die Verbraucherkosten senken könne. Die USA produzieren rund die Hälfte des weltweiten Ethanols, hauptsächlich aus Mais.

Die für Biokraftstoffe verwendete Landfläche macht inzwischen 6 bis 8 Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche aus – vor 20 Jahren lag der Anteil bei rund einem Prozent.

Für Deutschland und die EU ist vor allem Raps-Biodiesel relevant. Durch die Umsetzung der EU-Richtlinie RED III entfällt in Deutschland und den Niederlanden das sogenannte Double-Counting, was die Nachfrage nach Rapsölmethylester (RME) um geschätzt eine Milliarde Liter steigern dürfte.

Deutsche Landwirte könnten von der höheren Nachfrage profitieren.

Nahrungsmittelkonkurrenz als Kehrseite

Doch der Biokraftstoff-Boom hat eine Schattenseite. Da die Rohstoffe häufig auch als Nahrungsmittel dienen, drohen Preisanstiege bei Lebensmitteln.

Indien warnte bereits, dass sich die globalen Palmölvorräte verknappen, weil Indonesien, Malaysia und Thailand einen größeren Teil ihrer Produktion für heimische Biokraftstoffe reservieren.

Die EU hat Biodiesel auf Palmölbasis als risikoreiche Quelle indirekter Landnutzungsänderungen eingestuft und will dessen Nutzung bis 2030 auslaufen lassen.

Kritiker verweisen zudem darauf, dass Ethanol eine geringere Energiedichte als Benzin aufweist – Autofahrer kommen mit einer Tankfüllung weniger weit. Ältere Fahrzeuge vertragen hohe Beimischungsanteile auch oft gar nicht.

Und so bleibt es dabei: Biokraftstoffe können die Hormus-Krise nicht lösen. Aber sie verschaffen den betroffenen Ländern zumindest etwas Zeit und reduzieren die Abhängigkeit von den blockierten Handelsrouten am Persischen Golf – wenigstens etwas.


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  1. https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-04-28/shell-ceo-sees-tight-oil-supplies-as-hormuz-remains-blockaded
  2. https://www.heise.de/tp/article/Schlimmste-Energiekrise-der-Geschichte-IEA-warnt-vor-Folgen-des-Iran-Krieges-11265478.html
  3. https://www.heise.de/tp/article/Strasse-von-Hormus-Doppelblockade-legt-globale-Energieversorgung-lahm-11272435.html
  4. https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-04-30/how-asia-and-brazil-are-boosting-biofuel-use-amid-hormuz-energy-crisis
  5. https://www.gov.br/mme/pt-br/assuntos/noticias/alexandre-silveira-afirma-que-adocao-do-e32-levara-brasil-a-autossuficiencia-em-gasolina-zerando-as-importacoes

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Kuba trotzt US-Energieblockade – und raffiniert heimisches Rohöl

Von Telepolis — 30. April 2026 um 14:00
Erdölraffinerie, im Vordergrund Meer

Erdölraffinerie in Kuba: Inmitten der US-Energieblockade arbeitet die Insel an Möglichkeiten, heimisches Rohöl zu verarbeiten

(Bild: bezikus/Shutterstock.com)

Ein technischer Durchbruch gibt Hoffnung: Kuba gelingt es, Treibstoff aus schwefelhaltigem heimischem Öl zu erzeugen. Doch reicht er, um die Krise zu wenden?

Mitten in einer schweren Energiekrise meldet Kuba einen technischen Erfolg: Die Hermanos-Díaz-Raffinerie in Santiago de Cuba hat nach eigenen Angaben erstmals aus einheimischem Schweröl verwertbare Kraftstoffe gewonnen – darunter Diesel, Heizöl und Naphtha, ein leichtes Lösungsmittel, das bei der Ölförderung eingesetzt wird. Die staatliche Tageszeitung Granma berichtete [1] darüber am 26. April 2026.

Dass dies überhaupt gelang, galt lange als technisch nicht machbar. Das kubanische Rohöl ist hochviskos, stark schwefelhaltig und mit weiteren Schadstoffen belastet – die vorhandenen Anlagen waren auf leichtere Importöle ausgelegt, nicht auf das heimische Schweröl. Damit eröffnen sich dem Land im Kontext einer anhaltenden US-Energieblockade neue Möglichkeiten.

Ingenieur Víctor Manuel Díaz Despaigne, der die technische Anpassung leitete, beschrieb das Problem gegenüber Granma so: "Zuvor hatten wir es geschafft, importiertes Schweröl mit einem Lösungsmittel auf 16 API-Grad zu bringen, damit es als mittelschweres Öl verarbeitet werden konnte – denn unsere Industrie wurde für leichtes Öl ausgelegt. Aber wir haben nicht daran gedacht, das mit dem nationalen Rohöl zu tun."

Generaldirektorin Irene Barbado Lucio erklärte, man habe Anlagen, die zuvor importiertes Schweröl verarbeiteten, entsprechend umgerüstet. Irenaldo Pérez Cardoso, Vizedirektor des staatlichen Ölkonzerns Cupet, bezifferte den praktischen Nutzen des ersten Testlaufs: Die gewonnene Naphtha-Menge reichte demnach für 15 Tage Förderbetrieb in den Ölfeldern von Varadero.

Der produzierte Diesel sei zwar kein Sonderkraftstoff, aber kommerziell verwertbar und könne einen Teil des bei Bohrprozessen benötigten Diesels ersetzen. Beim erzeugten Heizöl werde derzeit geprüft, ob es in Kraftwerken oder der Nickelindustrie eingesetzt werden kann. Ein weiterer Testlauf ist angekündigt.

Präsident Miguel Díaz-Canel präsentierte die Ergebnisse am 25. April auf einer Sitzung des Nationalen Innovationsrats. "Wir haben eine etablierte Haltung widerlegt: dass das nationale Rohöl nicht raffiniert werden könne, dass man es nicht für andere Dinge einsetzen könne – und dass wir es praktisch dazu verurteilt hatten, direkt in einer Reihe von Wärmekraftwerken verbrannt zu werden", so Díaz-Canel [2].

Ergänzt werden die Arbeiten in Santiago de Cuba durch einen parallel laufenden Forschungsansatz: Das staatliche Zentrum für Erdölforschung Ceinpet hat ein Verfahren namens Thermokonversion entwickelt, das Schweröl durch kontrollierte Erhitzung aufspaltet und damit seine Viskosität senkt – ohne den Einsatz von Naphtha als Lösungsmittel.

International ist dieses Prinzip unter den Bezeichnungen Visbreaking oder thermisches Cracken seit Jahrzehnten bekannt. Als Standort für eine geplante Pilotanlage ist die Raffinerie von Cabaiguán in der Provinz Sancti Spíritus vorgesehen, wo bereits Infrastruktur und Fachpersonal vorhanden sind. Angaben zu Kosten und Zeitplan machte die Regierung nicht.

Mittelfristig dürften die Testläufe Kuba nicht autark machen, zudem fehlen zur Beurteilung weitere Daten. Allerdings bedeuten sie – neben der Solarenergie, die parallel ausgebaut wird – einen Hoffnungsschimmer für das belagerte Land.

Anhaltende US-Energieblockade

Die Bemühungen um eine heimische Raffination fallen in eine akute Energiekrise. Kuba fördert täglich rund 40.000 Barrel eigenes Rohöl, benötigt aber zwischen 90.000 und 110.000 Barrel. Da die vorhandenen Raffinerien bislang nur für leichteres, importiertes Öl ausgelegt waren, ist die Insel bei Treibstoffen wie Diesel, Benzin und Kerosin vollständig auf Einfuhren angewiesen.

Die Stromversorgung wird hingegen überwiegend mit dem heimischen Schweröl bewerkstelligt, das in acht thermischen Kraftwerken verfeuert wird.

Venezuela, jahrelang wichtigster Lieferant, stellte seine Lieferungen nach der Entführung von Präsident Nicolás Maduro infolge US-Militärschlägen auf Caracas Anfang Januar ein. Mexiko folgte am 9. Januar. Den entscheidenden Schlag versetzte Washington am 29. Januar: Per Präsidialerlass drohte US-Präsident Donald Trump allen Ländern Strafzölle an, die Kuba Erdöl liefern.

Seither ist nur eine größere Lieferung aus Russland auf der Insel angekommen. Andere Schiffe, die Kuba auf dem Weltmarkt geordert hatte, wurden mithilfe der US-Küstenwache militärisch abgefangen bzw. umgeleitet.

Die Folgen sind weitreichend. Der öffentliche Nahverkehr ist weitgehend eingestellt, Benzin gibt es nur noch gegen Devisen und maximal 20 Liter pro Tankvorgang. Im Tourismussektor sank die Zahl internationaler Besucher im ersten Quartal 2026 auf fast die Hälfte des Vorjahreswerts. Mehrere internationale Fluggesellschaften setzten ihre Verbindungen aus, weil auf den Flughäfen kein Kerosin mehr für Betankungen zur Verfügung stand. UN-Generalsekretär António Guterres erklärte im Februar, er sei "äußerst besorgt" über eine drohende humanitäre Katastrophe.

Angesichts von Medienberichten [3] über mögliche Vorbereitungen einer US-Militärintervention sah sich inzwischen sogar Bundeskanzler Friedrich Merz genötigt, Stellung zu beziehen. Am Rande des Staatsbesuchs von Brasiliens Präsident Lula da Silva erklärte er [4], dass er eine solche ablehne, da von der Insel "keine Gefährdung für Drittstaaten" ausgehe.


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Links in diesem Artikel:

  1. https://www.granma.cu/cuba/2026-04-26/en-la-refineria-de-santiago-de-cuba-se-obtuvo-nafta-fuel-oil-y-diesel-a-partir-del-crudo-nacional-26-04-2026-11-04-31
  2. https://www.granma.cu/cuba/2026-04-25/el-petroleo-crudo-cubano-si-se-puede-refinar-24-04-2026-19-04-04
  3. https://responsiblestatecraft.org/cuba-and-us-war/
  4. https://www.spiegel.de/ausland/kuba-friedrich-merz-stellt-sich-gegen-moegliche-us-intervention-a-c0825aa3-ced7-4231-8014-220533d88ed0

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„Copy Fail“: Linux-root in allen großen Distributionen mit 732 Byte Python

Von Heise — 30. April 2026 um 09:06
Linux-Pinguin Tux vor abstraktem Hintergrund

(Bild: Tux by Larry Ewing / GIMP)

Die Entdecker haben die root-Lücke im Linux-Kernel „Copy Fail“ getauft. Alle größeren Distributionen seit 2017 sind betroffen.

Im Linux-Kernel haben IT-Forscher eine Schwachstelle entdeckt, die Angreifer zum Erlangen von root-Rechten missbrauchen können. Die Entdecker haben die Schwachstelle „Copy Fail“ getauft. Ihnen zufolge sind alle Linux-Distributionen, die seit 2017 verfügbar sind, davon betroffen.

Das schreiben die IT-Forscher in einem Blog-Beitrag [1], der Bericht ist ihnen jedoch sogar eine eigene Domain wert [2]. Die Lücke haben sie offenbar mit dem KI-Werkzeug Xint Code aufgespürt. Es handelt sich um einen Logikfehler, der lokalen Nutzern im System ermöglicht, einen deterministischen, kontrollierten 4-Byte-Schreibzugriff auf den Page-Cache jedes lesbaren Dateisystems eines Rechners auszuführen. Mit einem Python-Skript von 732 Byte Größe gelingt es den Forschern, eine Binärdatei mit setuid-Flag zu manipulieren und dadurch root-Rechte zu erlangen (CVE-2026-31431 [3], CVSS 7.8, Risiko „hoch“).

Die IT-Sicherheitsforscher führen weiter aus, dass der Kernel die manipulierte Page nicht als „Dirty“ zum Rückschreiben aufs Laufwerk markiert, sodass die Datei unverändert bleibt und einfache Checksummen-Prüfungen von der Manipulation nichts mitbekommen. Beim tatsächlichen Dateizugriff erfolgt jedoch der Rückgriff auf den Page-Cache. Damit lassen sich zudem Container-Grenzen sprengen, da der Page-Cache auf dem Host geteilt wird. Konkret kündigen die IT-Forscher an, weitere Details zu veröffentlichen, die den Ausbruch aus Kubernetes-Containern erörtern.

Fehler im Krypto-Subsystem

Der Fund sei zwar KI-unterstützt gewesen, basierte aber auf Untersuchungen der Interaktion des Linux-Krypto-Subsystems mit Page-Cache-Daten. Interessierte finden sehr tiefgehende Details im Blog-Beitrag. Dort stellen die Programmierer auch einen Proof-of-Concept-Exploit vor. Das Python-Skript ist 732 Byte groß und verschafft lokalen Angreifern root-Rechte etwa unter Ubuntu 24.04 LTS mit Kernel 6.17.0-1007-aws, Amazon Linux 2023 mit Kernel 6.18.8-9.213.amzn2023, RHEL 10.1 und Kernel 6.12.0-124.45.1.el10_1 sowie SUSE 16 mit Kernel 6.12.0-160000.9-default. Zumindest haben die Entdecker der Schwachstelle diese Kombinationen erfolgreich getestet.

Einen Fix für den Kernel-Quellcode stellen die IT-Forscher ebenfalls bereit. Aktualisierte Kernel sollten inzwischen die größeren Distributionen bereitstellen. Als temporäre Gegenmaßnahme soll demnach aber helfen, AF_ALG-Socket-Erstellung über seccomp zu blockieren oder aber als algif_aead-Modul in die Blacklist aufzunehmen, sodass der Kernel es nicht lädt: echo "install algif_aead /bin/false" > /etc/modprobe.d/disable-algif-aead.conf && rmmod algif_aead 2>/dev/null im Terminal erledigt das und entfernt gegebenenfalls das geladene Modul aus dem Speicher.

Es ist erst wenige Tage her, da hat die Telekom mittels KI die Schwachstelle „Pack2TheRoot“ in Linux [4] aufgespürt. Auch hierbei handelt es sich um eine Rechteausweitungslücke, die sich in mehreren Linux-Distributionen in den Standardkonfigurationen ausnutzen ließ.

Update

Im letzten Satz korrigiert, dass die Lücke „Pack2TheRoot“ in Linux, nicht im Kernel war.


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Links in diesem Artikel:

  1. https://xint.io/blog/copy-fail-linux-distributions
  2. https://copy.fail/
  3. https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-31431
  4. https://www.heise.de/news/Pack2TheRoot-Sicherheitsluecke-betrifft-mehrere-Linux-Distributionen-11272897.html
  5. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  6. mailto:dmk@heise.de

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Script Injection und Datenklau: Python-Datenanalyse-Tool geknackt

Von Heise — 30. April 2026 um 14:19
Stark verzerrtes Bild eines Fingers auf einer Tastatur, im Vordergrund ein digitales Ausrufezeichen

(Bild: janews / Shutterstock.com)

Das beliebte Python-Paket zur Überwachung der Datenqualität war kurzzeitig als bösartige Version verfügbar. Anbieter Elementary rät umgehend zum Update.

Ein Angreifer hat das Python-Tool zur Datenüberwachung, elementary-data, in einer manipulierten Version 0.23.3 auf PyPI hochgeladen. Das gefälschte Release stiehlt Credentials wie SSH-Schlüssel, AWS-Zugangsdaten, API-Tokens und Wallet-Dateien verschiedener Kryptowährungen. Mittlerweile hat der Anbieter Elementary das kompromittierte Paket entfernt, es konnte aber knapp einen halben Tag lang Schaden anrichten.

Die schädliche Version 0.23.3 von elementary-data [1] hatte der Angreifer, der sich hinter dem wenige Tage alten GitHub-Account realtungtungtungsahur versteckte, am 25. April um 0:20 MESZ auf PyPI hochgeladen, gefolgt von einem kompromittierten Docker-Image, das um 0:24 Uhr seinen Weg in die GitHub Container Registry fand.

Etwas mehr als 11 Stunden später, am 25. April um 11:45 Uhr, entfernte das Elementary-Team die schädlichen Dateien und ersetzte sie durch die bereinigte Version 0.23.4 [2]. Die Elementary Cloud [3], das Elementary dbt-Paket [4] und andere Versionen des CLI-Tools waren laut Team nicht von diesem Vorfall betroffen. Mittlerweile hat der Anbieter auch einen vollständigen Sicherheitsbericht [5] veröffentlicht, der die Timeline, Ursachenanalyse und alle Gegenmaßnahmen enthält.

Allein im letzten Monat verzeichnete elementary-data laut pypistats.org mehr als eine Million Downloads [6], was das Open-Source-CLI zu einem der am häufigsten genutzten Monitoring- und Diagnose-Tools für dbt-basierte Datenplattformen macht. Im Fall eines erfolgreich durchgeführten Angriffs stehen damit auch die Chancen gut, Zugriff auf entsprechende Secrets zu erhalten.

Angriff über GitHub Actions

Der Angreifer nutzt eine Script-Injection-Schwachstelle in einem der GitHub-Actions-Workflows von elementary-data aus, um eigenen Code innerhalb der Pipeline auszuführen. Mit dem automatisch bereitgestellten GITHUB_TOKEN löste er anschließend den Release-Workflow release.yml per workflow_dispatch aus. Er hatte dafür einen Pull Request mit Schadcode eingebracht, musste ihn aber weder mergen noch den Master-Branch direkt verändern.

Der Schadcode steckt in der Datei elementary.pth, die sich im Verzeichnis site-packages des Pakets findet, und hat ein breites Spektrum sensibler Daten im Visier: SSH-Schlüssel, Zugangsdaten für die AWS-Cloud und Secrets für Docker und Kubernetes. Auch Wallet-Dateien von Kryptowährungen wie Bitcoin, Litecoin, Dogecoin und Ethereum gehören zu den Zielobjekten. Die gestohlenen Daten wurden in der Datei trin.tar.gz zusammengefasst und an die Adresse igotnofriendsonlineorirl-imgonnakmslmao.skyhanni.cloud exfiltriert. Der Vorfall ist auch unter MAL-2026-3083 im Open-Source-Schwachstellenregister OSV katalogisiert [7].

Gegenmaßnahmen

Anwenderinnen und Anwender, die die betroffene Version 0.23.3 installiert haben, sollten umgehend handeln. Das Elementary-Team empfiehlt [8], grundsätzlich einen Versions-Check mit

pip show elementary-data | grep Version

durchzuführen. Anschließend gelte es, Version 0.23.3 mit

pip uninstall elementary-data

zu deinstallieren und durch die sichere Version zu ersetzen:

pip install elementary-data==0.23.4

Ferner sollten Nutzerinnen und Nutzer die Version in den requirements-Dateien und Lockfiles auf elementary-data==0.23.4 festlegen sowie im letzten Schritt sämtliche mit elementary-data genutzten Zugangsdaten erneuern.

Darüber hinaus empfiehlt das Team, Cache-Dateien zu löschen und auf allen potenziell betroffenen Systemen nach der Marker-Datei des Schadcodes zu suchen: Unter macOS und Linux liegt sie unter /tmp/.trinny-security-update, unter Windows unter %TEMP%\.trinny-security-update. Ist die Datei vorhanden, war der Schadcode auf dem jeweiligen System aktiv.

Parallel dazu hat das Elementary-Team den PyPI-Publish-Token, den GitHub-Token und die Docker-Registry-Credentials rotiert sowie den anfälligen GitHub-Actions-Workflow entfernt und alle übrigen Workflows geprüft.

Sicherheitsprobleme im Open-Source-Ökosystem und der Lieferkette sind nach wie vor allgegenwärtig. KI-Agenten können dabei helfen [9], dieses Problem in den Griff zu bekommen.


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https://www.heise.de/-11277938

Links in diesem Artikel:

  1. https://pypi.org/project/elementary-data/
  2. https://github.com/elementary-data/elementary/releases/tag/v0.23.4
  3. https://docs.elementary-data.com/cloud/introduction
  4. https://docs.elementary-data.com/data-tests/dbt/dbt-package
  5. https://www.elementary-data.com/post/security-incident-report-malicious-release-of-elementary-oss-python-cli-v0-23-3
  6. https://pypistats.org/packages/elementary-data
  7. https://osv.dev/vulnerability/MAL-2026-3083
  8. https://www.elementary-data.com/post/security-incident-report-malicious-release-of-elementary-oss-python-cli-v0-23-3
  9. https://www.heise.de/news/GitHub-erhoeht-die-Sicherheit-KI-Agenten-pruefen-Pull-Requests-11226834.html
  10. mailto:manuel.masiero@heise.de

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Ab September: WhatsApp streicht Unterstützung für uralte Android-Versionen

Von Heise — 30. April 2026 um 12:40
WhatsApp-Icon auf einem Smartphone-Bildschirm

(Bild: BigTunaOnline / Shutterstock.com)

WhatsApp beendet den Support für uralte Smartphones mit Android-Versionen älter als 6.0. Der Stichtag ist der 8. September 2026.

WhatsApp beendet den Support betagter Smartphones, deren Betriebssystem älter als Android 6.0 ist. Sie können den Messenger ab dem 8. September 2026 nur noch verwenden, wenn sie eine ältere App-Version weiter nutzen und Updates unterbinden.

Aus für Lollipop

Das berichtet das unabhängige WhatsApp-Blog WABetaInfo [1], dem Hinweise von betroffenen Nutzern zugespielt wurden. Auf ihren Smartphones erscheint in WhatsApp ein Hinweisfenster, in dem auf das anstehende Supportende verwiesen wird. Demzufolge wird WhatsApp die Unterstützung für alle Android-Versionen einstellen, die älter als Android 6.0 sind. Das bedeutet, dass Smartphones mit Android 5.0 mit dem Codenamen Lollipop [2] und 5.1 die App nach dem Stichtag nicht mehr nutzen können.

WhatsApp rät betroffenen Nutzerinnen und Nutzern dazu, ihre Chats vor dem Datum zu sichern. Nutzer können ihre Chatverläufe entweder in der Cloud auf Google Drive sichern oder ein lokales Backup auf dem Gerät anlegen, das sich bei Bedarf später manuell auf ein aktuelleres Gerät übertragen lässt.

Hintergrund dieser Entscheidung von WhatsApp ist offenbar, dass uralte Betriebssysteme die Weiterentwicklung des Messengers ausbremsen würden. Neue Features erfordern bestimmte Mindestanforderungen, zudem benötige „die Unterstützung fortgeschrittener Funktionen“ den Einsatz neuerer Systemfunktionen und verbesserter Leistungsstandards, heißt es.

Künftig Android 6 und neuer erforderlich

Die im September eintretende Mindestanforderung scheint Google-Daten zur Android-Versionsverteilung zufolge nur sehr wenige Nutzer zu betreffen. Den letzten Zahlen vom Dezember 2025 [3] zufolge nutzen etwa 0,4 Prozent die betroffenen Android-Versionen 5.0 und 5.1 [4], die vor über 10 Jahren veröffentlicht wurden. Das älteste noch von WhatsApp unterstützte Android 6.0 ist im Oktober 2015 [5] freigegeben worden.

Laut WABetaInfo seien vor allem Nutzer in Ländern wie Indien, Brasilien, Pakistan sowie Teilen Südostasiens und Afrikas betroffen, wo ältere Smartphones weit verbreitet sind. Glaubt man den Näherungswerten von Statcounter [6] sind die uralten Android-Versionen aber auch dort mittlerweile Mangelware.

Angesichts dessen, dass Android 5.1 schon seit Jahren keinen Support und somit keine Sicherheitsupdates mehr erhält, das System aber zahlreiche bekannte Sicherheitslücken enthält, ist es ein richtiger Schritt des Unternehmens, uralte Zöpfe abzuschneiden. Android-Versionen, die noch aktiv mit Sicherheitspatches versorgt werden, erschweren etwa Angriffe mit dem Ziel des Ausspionierens. Derweil wird im Laufe des Sommers schon Android 17 [7] erwartet.


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https://www.heise.de/-11278189

Links in diesem Artikel:

  1. https://wabetainfo.com/whatsapp-to-drop-support-for-older-android-versions-in-september-2026/
  2. https://www.heise.de/news/Android-5-0-mit-neuem-Design-und-Notification-Kontrolle-2425366.html
  3. https://www.heise.de/news/Neue-Zahlen-zur-Versionsverteilung-Android-16-mit-7-5-Prozent-Marktanteil-11161849.html
  4. https://www.heise.de/news/Google-veroeffentlicht-Images-fuer-Android-6-0-Marshmallow-2837934.html
  5. https://www.heise.de/news/Android-6-0-Marshmallow-kommt-Anfang-Oktober-2834233.html
  6. https://gs.statcounter.com/android-version-market-share/mobile-tablet/africa
  7. https://www.heise.de/thema/Android-17
  8. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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ProFTPD: Codeschmuggel durch mod_sql möglich

Von Heise — 30. April 2026 um 11:01
Ein Kreis-Pfeil, auf den ein Mensch mit Finger klickt.

(Bild: Shutterstock/chanpipat)

Der FTP-Server ProFTPD bringt ein Modul mod_sql mit. Es enthält eine SQL-Injection-Schwachstelle, die am Ende zur Ausführung von untergejubeltem Code führt.

Eine Schwachstelle im FTP-Server ProFTPD kann zur Ausführung eingeschleusten Schadcodes führen. Das Sicherheitsleck findet sich im mitgelieferten mod_sql. Ein Proof-of-Concept-Exploit ist bereits verfügbar.

Laut der Schwachstellenbeschreibung ist mod_sql von ProFTPD vor der Version 1.3.10rc1 von der Sicherheitslücke betroffen. Durch den übertragenen Nutzernamen können bösartige Akteure aus dem Netz ohne vorherige Anmeldung beliebige SQL-Befehle und Schadcode einschleusen. Das gelingt in Szenarien, die USER-Anfragen mit Erweiterungen wie „%U“ loggen und in denen das SQL-Backend Befehle zulässt, beispielsweise „COPY TO PROGRAM“ (CVE-2026-42167 [1], CVSS 8.1, Risiko „hoch“).

Aktualisierte Software

ProFTPD 1.3.10rc1 ist am Montag erschienen und schließt die Sicherheitslücke, wie die Release-Notizen anzeigen [2]. Die Entwickler haben zudem einen Backport des Sicherheitsfixes programmiert, ProFTPD 1.3.9a stopft [3] das Sicherheitsleck ebenfalls.

Welche Systeme konkret betroffen sind, ist jedoch unklar. Einige große Distributionen wie Ubuntu bieten das mod_sql für ProFTPD als zusätzliches Installationspaket an, es kommt in der Standardinstallation also nicht unbedingt mit. Admins sollten daher prüfen, ob sie das mod_sql etwa für Logging in Datenbanken überhaupt einsetzen.

Die Internet-Dienst-Datenbank Shodan listet aktuell rund 690.000 ProFTPD-Instanzen [4] weltweit. Die meisten davon, über 133.000, laufen in Deutschland, erst an zweiter Stelle folgen die USA.

ProFTPD ist bereits lange stabil, größere Sicherheitslücken finden sich nur noch selten darin. Etwa Ende November 2024 wurde aber etwa eine Rechteausweitungslücke in ProFTPD [5] entdeckt. Auch damals war das mod_sql Auslöser für die Sicherheitswarnung. Wurde mod_sql in ProFTPD genutzt, ermöglichte das unberechtigten Zugriff auf Dateien und Ordner mit Root-Gruppenrechten (GID 0).


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11277942

Links in diesem Artikel:

  1. https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-42167
  2. http://www.proftpd.org/docs/RELEASE_NOTES-1.3.10rc1
  3. http://www.proftpd.org/docs/RELEASE_NOTES-1.3.9a
  4. https://www.shodan.io/search?query=proftpd
  5. https://www.heise.de/news/ProFTPD-Angreifer-koennen-Rechte-ausweiten-10182474.html
  6. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  7. mailto:dmk@heise.de

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Sourcecode-Editor Zed erreicht Version 1.0

Von Heise — 30. April 2026 um 15:53
Metallplatte mit Rust-Logo und danebenliegendem Bleistift und Zirkel

(Bild: heise medien)

Der laut Eigenwerbung schnellste KI-Code-Editor hat Version 1.0 erreicht. Die interne Datenverarbeitung erledigt das Open-Source-Tool in Videospiel-Manier.

Der Code-Editor Zed liegt jetzt in Version 1.0 vor. Einzelne, neue Highlights benennen die Entwickler des Open-Source-Editors für ihr Release nicht.

Stattdessen betonen sie, dass Version 1.0 [1] nach jahrelanger Entwicklungszeit den Punkt markiert, an dem Zed erstmals den vollen Funktionsumfang eines modernen Editors für macOS, Windows und Linux erreicht hat. Als Beispiele nennen sie Features wie Debugging, Git‑Integration, SSH‑Remote-Entwicklung sowie die Unterstützung dutzender Sprachen.

Maximale Geschwindigkeit durch GPUI

Der komplett in Rust geschriebene Zed [2] bedient sich keiner Browser‑Plattform als Systemfundament, sondern ist wie ein Videospiel aufgebaut, so die Entwickler. Der Editor verfügt über eine eigene GPU‑basierte UI‑Engine (GPUI), auf der auch das Agent Client Protocol [3] läuft. Damit lassen sich KI-Agenten wie Claude Agent, Codex CLI, Cursor und OpenCode unterstützend zur Softwareentwicklung hinzuziehen. Seit Januar 2024 ist Zed unter GPL (Editor), AGPL (Server-Komponenten) und Apache 2.0 (GPUI-Framework) lizenziert.

Die Kombination aus Rust-Unterbau und GPUI verhilft Zed zu einem Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Web‑ oder Electron-basierenden Editoren wie Atom oder VS Code. Bereits im Mai 2025 hatte das Zed-Entwicklerteam ihn in einem Blogbeitrag zum schnellsten KI-Code-Editor erklärt [4]. Anwenderinnen und Anwender, die ohne KI-Support arbeiten wollen, können diesen in Zed ohne viel Aufhebens ausschalten. War dazu in früheren Versionen des Open-Source-Editors noch eine Einstellung in der settings.json-Datei erforderlich [5], funktioniert es nun direkt im UI.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11278480

Links in diesem Artikel:

  1. https://zed.dev/blog/zed-1-0
  2. https://zed.dev/
  3. https://zed.dev/acp
  4. https://zed.dev/blog/fastest-ai-code-editor
  5. https://www.heise.de/news/Bitte-ohne-KI-Sourcecode-Editor-Zed-bietet-Ausschalter-fuer-KI-Funktionen-10499307.html
  6. mailto:manuel.masiero@heise.de

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Script Injection und Datenklau: Python-Datenanalyse-Tool geknackt

Von Heise — 30. April 2026 um 14:19
Stark verzerrtes Bild eines Fingers auf einer Tastatur, im Vordergrund ein digitales Ausrufezeichen

(Bild: janews / Shutterstock.com)

Das beliebte Python-Paket zur Überwachung der Datenqualität war kurzzeitig als bösartige Version verfügbar. Anbieter Elementary rät umgehend zum Update.

Ein Angreifer hat das Python-Tool zur Datenüberwachung, elementary-data, in einer manipulierten Version 0.23.3 auf PyPI hochgeladen. Das gefälschte Release stiehlt Credentials wie SSH-Schlüssel, AWS-Zugangsdaten, API-Tokens und Wallet-Dateien verschiedener Kryptowährungen. Mittlerweile hat der Anbieter Elementary das kompromittierte Paket entfernt, es konnte aber knapp einen halben Tag lang Schaden anrichten.

Die schädliche Version 0.23.3 von elementary-data [1] hatte der Angreifer, der sich hinter dem wenige Tage alten GitHub-Account realtungtungtungsahur versteckte, am 25. April um 0:20 MESZ auf PyPI hochgeladen, gefolgt von einem kompromittierten Docker-Image, das um 0:24 Uhr seinen Weg in die GitHub Container Registry fand.

Etwas mehr als 11 Stunden später, am 25. April um 11:45 Uhr, entfernte das Elementary-Team die schädlichen Dateien und ersetzte sie durch die bereinigte Version 0.23.4 [2]. Die Elementary Cloud [3], das Elementary dbt-Paket [4] und andere Versionen des CLI-Tools waren laut Team nicht von diesem Vorfall betroffen. Mittlerweile hat der Anbieter auch einen vollständigen Sicherheitsbericht [5] veröffentlicht, der die Timeline, Ursachenanalyse und alle Gegenmaßnahmen enthält.

Allein im letzten Monat verzeichnete elementary-data laut pypistats.org mehr als eine Million Downloads [6], was das Open-Source-CLI zu einem der am häufigsten genutzten Monitoring- und Diagnose-Tools für dbt-basierte Datenplattformen macht. Im Fall eines erfolgreich durchgeführten Angriffs stehen damit auch die Chancen gut, Zugriff auf entsprechende Secrets zu erhalten.

Angriff über GitHub Actions

Der Angreifer nutzt eine Script-Injection-Schwachstelle in einem der GitHub-Actions-Workflows von elementary-data aus, um eigenen Code innerhalb der Pipeline auszuführen. Mit dem automatisch bereitgestellten GITHUB_TOKEN löste er anschließend den Release-Workflow release.yml per workflow_dispatch aus. Er hatte dafür einen Pull Request mit Schadcode eingebracht, musste ihn aber weder mergen noch den Master-Branch direkt verändern.

Der Schadcode steckt in der Datei elementary.pth, die sich im Verzeichnis site-packages des Pakets findet, und hat ein breites Spektrum sensibler Daten im Visier: SSH-Schlüssel, Zugangsdaten für die AWS-Cloud und Secrets für Docker und Kubernetes. Auch Wallet-Dateien von Kryptowährungen wie Bitcoin, Litecoin, Dogecoin und Ethereum gehören zu den Zielobjekten. Die gestohlenen Daten wurden in der Datei trin.tar.gz zusammengefasst und an die Adresse igotnofriendsonlineorirl-imgonnakmslmao.skyhanni.cloud exfiltriert. Der Vorfall ist auch unter MAL-2026-3083 im Open-Source-Schwachstellenregister OSV katalogisiert [7].

Gegenmaßnahmen

Anwenderinnen und Anwender, die die betroffene Version 0.23.3 installiert haben, sollten umgehend handeln. Das Elementary-Team empfiehlt [8], grundsätzlich einen Versions-Check mit

pip show elementary-data | grep Version

durchzuführen. Anschließend gelte es, Version 0.23.3 mit

pip uninstall elementary-data

zu deinstallieren und durch die sichere Version zu ersetzen:

pip install elementary-data==0.23.4

Ferner sollten Nutzerinnen und Nutzer die Version in den requirements-Dateien und Lockfiles auf elementary-data==0.23.4 festlegen sowie im letzten Schritt sämtliche mit elementary-data genutzten Zugangsdaten erneuern.

Darüber hinaus empfiehlt das Team, Cache-Dateien zu löschen und auf allen potenziell betroffenen Systemen nach der Marker-Datei des Schadcodes zu suchen: Unter macOS und Linux liegt sie unter /tmp/.trinny-security-update, unter Windows unter %TEMP%\.trinny-security-update. Ist die Datei vorhanden, war der Schadcode auf dem jeweiligen System aktiv.

Parallel dazu hat das Elementary-Team den PyPI-Publish-Token, den GitHub-Token und die Docker-Registry-Credentials rotiert sowie den anfälligen GitHub-Actions-Workflow entfernt und alle übrigen Workflows geprüft.

Sicherheitsprobleme im Open-Source-Ökosystem und der Lieferkette sind nach wie vor allgegenwärtig. KI-Agenten können dabei helfen [9], dieses Problem in den Griff zu bekommen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11277938

Links in diesem Artikel:

  1. https://pypi.org/project/elementary-data/
  2. https://github.com/elementary-data/elementary/releases/tag/v0.23.4
  3. https://docs.elementary-data.com/cloud/introduction
  4. https://docs.elementary-data.com/data-tests/dbt/dbt-package
  5. https://www.elementary-data.com/post/security-incident-report-malicious-release-of-elementary-oss-python-cli-v0-23-3
  6. https://pypistats.org/packages/elementary-data
  7. https://osv.dev/vulnerability/MAL-2026-3083
  8. https://www.elementary-data.com/post/security-incident-report-malicious-release-of-elementary-oss-python-cli-v0-23-3
  9. https://www.heise.de/news/GitHub-erhoeht-die-Sicherheit-KI-Agenten-pruefen-Pull-Requests-11226834.html
  10. mailto:manuel.masiero@heise.de

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Red Hat baut Prototyp für agentisches Betriebssystem

Von Heise — 30. April 2026 um 12:23
Sticker mit Red-Hat-Logo auf Tastatur

(Bild: tomeqs/Shutterstock.com)

KI-Agenten, die autonom handeln und komplexe Aufgaben lösen, gewinnen an Popularität. Ein angepasstes OS im Container dient als Sandbox.

KI-Agenten, die für ihre Betreiber automatisch Aufgaben erfüllen können, sind populär – etwa OpenClaw kann viele Dinge [1] für Nutzerinnen und Nutzer übernehmen. Da die agentische KI auch Dinge machen kann, wie weitere Software installieren, stellen sich zwangsläufig Sicherheitsfragen. Außerdem ist Skalierbarkeit ein weiterer Punkt. Red Hat will das mit einem agentischen Betriebssystem beantworten.

Die Grundidee ist einfach: Es braucht eine stabile und sichere Betriebssystem-Basis für KI-Agenten wie OpenClaw. Klassische Betriebssysteme verändern sich über die Zeit durch Softwareinstallationen und allgemeine Nutzung, was zu einer Drift der Konfiguration führt. In normalen virtuellen Maschinen wird die Reproduzierbarkeit dadurch schwierig, etwa um sicherzustellen, dass das System wie gewünscht funktioniert und sicher bleibt.

In einem Blog-Beitrag erklärt Red-Hat-Mitarbeiterin Sally O’Malley [2], wie sie einen Prototyp eines agentischen Betriebssystems in Form einer Containerdatei erstellt hat. Das setzt auf fedora-bootc auf, einem Community-Projekt, das ein bootbares Linux-Betriebssystem direkt in einer Containerdatei wie Docker-Container verfrachtet. Die Abbilder sollen sich auch in vollständige Disk-Images umwandeln lassen, etwa QCOW2 (QEMU Copy On Write version 2), AMI (Amazon Machine Image), ISO-9660-Image zum Brennen auf DVD oder CD, Google-Cloud-Image und weitere.

Agentisches Betriebssystem: Zielsetzung Sicherheit

Das Betriebssystem wird dadurch zum Build-Zeitpunkt definiert und zur Laufzeit ist man beschränkt auf Änderungen, die zuvor explizit erlaubt wurden. Nach dem Start stellt das Container-Abbild das Betriebssystem dar, mit Kernel, init-Prozess und root-Dateisystem. Der Großteil des Dateisystems ist im Nur-Lese-Zugriff. Es handelt sich damit um gehärtete Umgebungen, die einem definierten Standard folgen – ein unveränderliches System, was der Reproduzierbarkeit dient. Das unterbindet zudem die „Systemdrift“, wodurch einzelne Installationen voneinander aufgrund unterschiedlicher installierter Zusatzsoftware abweichen. Durch das agentische Betriebssystem sind im Beispiel der OpenClaw-Dienst, Helfer-Skripte, Nutzerkonten und systemd-Units zum Build-Zeitpunkt festgelegt und strikt von den veränderlichen Daten getrennt.

Updates der Umgebungen werden vereinheitlicht und kontrollierbar, da zur Aktualisierung einfach das neue Image in die Registry eingestellt wird. Alle laufenden Maschinen ziehen sich die Aktualisierung und booten sie. Updates werden dadurch transaktional, O’Malley vergleicht sie mit einem Git-Commit, wodurch auch Rollbacks trivial werden. Die Secrets, OpenClaw-Status und SSH-Keys bleiben unangetastet und intakt, während sich das Betriebssystem weiterentwickelt.

Der Ansatz macht agentische KI zudem skalierbar. Es lassen sich zahlreiche Abbilder etwa auf Server-Clustern starten, die zudem nicht alle einzeln individuell konfiguriert werdenmüssen. Alle Maschinen starten OpenClaw und der KI-Agent läuft dann genau wie erwartet. Versionen und Konfigurationen bleiben synchronisiert.

O’Malley will damit zunächst das Konzept eines agentischen Betriebssystems demonstrieren und vorstellen. Das steht jedoch auch auf der Roadmap von Red Hat. Konkret plant Red Hat dafür ein Projekt namens Kagenti als Teil von Red Hat AI – mit einer Preview noch 2026. Wer das mal ausprobieren möchte, findet die Dateien und Dokumentation im Repository von Red Hat [3].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11278067

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/ratgeber/OpenClaw-im-Selbstversuch-Erste-Schritte-mit-dem-Super-KI-Agenten-11167211.html
  2. https://www.redhat.com/en/blog/building-hardened-image-based-foundation-ai-agents
  3. https://github.com/LobsterTrap/tank-os
  4. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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heise+ | Microsoft: "Viele schauen beim Thema Souveränität nur in eine Richtung"

Von Heise — 30. April 2026 um 12:00

Die Mailkonto-Sperrung am IStGH hat Microsoft-Kunden aufgeschreckt. Im Interview mit c’t erklärt Microsoft-Manager Alexander Britz, wie er sie halten will.

Das Thema „digitale Souveränität“ bewegt viele IT-Entscheider in Behörden und Ministerien, insbesondere seit den Vorgängen am Internationalen Strafgerichtshof: Chefankläger Karim Khan verlor infolge von US-Sanktionen den Zugriff auf sein dienstliches Microsoft-Konto [1] [1]. Im Interview mit c’t erklärt Microsofts „Public Sector Lead“ Alexander Britz, wie er seine Kunden aus dem öffentlichen Sektor überzeugen will, bei Microsoft zu bleiben.

c’t: Herr Britz, aus Sicht von Microsoft-Konkurrenten ist das Beispiel des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) der Beleg dafür, dass man sich aufgrund der US-Politik nicht auf amerikanische Tech-Konzerne verlassen kann. Klären Sie uns bitte auf: Wie genau kam es zu der Sperrung des Kontos des Chefanklägers?

Alexander Britz: Wir gewährleisten die Vertraulichkeit unserer Gespräche mit Kunden. Daher können wir nur sagen, dass wir während des gesamten Prozesses, der immer wieder gerne kolportiert wird, sehr eng mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Kontakt gestanden haben. Wir haben zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Dienste für den Internationalen Strafgerichtshof eingestellt oder auch nur ausgesetzt. Wir arbeiten weiterhin mit dem Internationalen Strafgerichtshof zusammen, um dessen Anforderungen in technologischer Hinsicht zu erfüllen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11246993

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Strafgerichtshof-Microsofts-E-Mail-Sperre-als-Weckruf-fuer-digitale-Souveraenitaet-10387368.html
  2. https://www.heise.de/hintergrund/Microsoft-Viele-schauen-beim-Thema-Souveraenitaet-nur-in-eine-Richtung-11246993.html
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Digitale-Souveraenitaet-auf-dem-Smartphone-Custom-ROMs-im-Ueberblick-11149275.html
  4. https://www.heise.de/hintergrund/Digitale-Souveraenitaet-Stackit-Geschaeftsfuehrer-Michael-Brenzel-im-Interview-11146991.html
  5. https://www.heise.de/hintergrund/Leitfaden-fuer-Unternehmen-Der-Weg-in-die-souveraene-Cloud-11250423.html
  6. https://www.heise.de/ratgeber/Passwortmanager-Gute-Gruende-fuer-europaeische-Clouds-oder-Self-Hosting-11172904.html

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T-Mobile US und Starlink: Nutzung von Satellitenmobilfunk viel geringer als erwartet

Von Achim Sawall — 30. April 2026 um 17:15
Starlinks Mobilfunkdienst wird in den USA weit weniger genutzt, als T-Mobile US erwartet hatte.
Direct-to-Device: Mobilfunkverbindung überall bringt in Nationalparks Schutz vor Wendigos und Skinwalkern. (Bild: T-Mobile US)
Direct-to-Device: Mobilfunkverbindung überall bringt in Nationalparks Schutz vor Wendigos und Skinwalkern. Bild: T-Mobile US

Während der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen des US-Mobilfunkbetreibers räumte Firmenchef Srini Gopalan ein, dass T-Satellite – knapp ein Jahr nach seinem kommerziellen Start – eine geringere Nutzung verzeichnet als erwartet. "Der Großteil der Nutzung, die wir beobachten, findet in Nationalparks statt. Und (...) wir verzeichnen sogar deutlich weniger Nutzung, als wir ursprünglich angenommen hatten. Dennoch ist es ein hervorragendes ergänzendes Produkt."

Bei T-Mobile US, der US-amerikanischen Tochter der Deutschen Telekom, ist T-Satellite der Marketingname für die Satellite-to-Cell-Technologie, die auch Direct-to-Device (D2D) genannt wird. Dies bezeichnet eine Kooperation mit dem Leo-Satellitennetzwerk Starlink von SpaceX, die zusätzlich zur Internetversorgung mit Mobilfunktechnik wie eNodeB-Modems und großen Phased-Array-Antennen ausgestattet sind.

Gopalan erklärte weiter: "Wir betrachten Direct to Cell ganz klar als ein ergänzendes Produkt. Unsere Partnerschaft mit SpaceX ist sehr eng. Wir haben eng mit ihnen zusammengearbeitet, um im Grunde eine völlig neue Kategorie zu schaffen – eine, die Funklöchern ein Ende setzt. Darüber freuen wir uns sehr." Starlink habe sich auch selbst so auf dem Branchengipfel Mobile World Congress im März 2026 in Barcelona positioniert , sagte er.

30 Prozent der Landmasse der USA haben keine Mobilfunkausleuchtung

Die großen Mobilfunkbetreiber der USA, AT&T, Verizon und T-Mobile US, decken nur etwa 70 bis 75 Prozent der Landmasse der USA ab. Daher besteht dort ein ganz anderer Bedarf an Mobilfunkversorgung als in Deutschland.

Die Zahl der D2D-Nutzer wächst zwar weltweit stark, doch sobald die Anbieter den Dienst kostenpflichtig machen, geht die Nutzung zurück. Das ergab zuvor eine Analyse des Nutzerverhaltens von Ookla . So ist die Anzahl der D2D-Verbindungen in den USA (T-Mobile US) und Kanada (Rogers) in den vergangenen Monaten zurückgegangen, nachdem nach einer Gratis-Einführungsphase Gebühren für den über Starlink realisierten Dienst erhoben wurden.

Kunden in Premium-Tarifen erhalten den Dienst in den USA weiterhin kostenlos, während Nutzer in günstigeren Tarifen nun etwa 10 US-Dollar pro Monat zusätzlich zahlen müssen.

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Anzeige: USB-Stick von Samsung mit 512 GByte zum Sparpreis bei Amazon

Von Erik Körner — 30. April 2026 um 17:06
Speicher wie eine Festplatte, kleiner als ein Daumen: Ein USB-C-Stick mit 512 GByte von Samsung ist bei Amazon wieder günstiger im Angebot.
Der 512 GByte große USB-C-Stick von Samsung für unter 74 Euro im Amazon-Angebot (Bild: Amazon.de/Samsung/Golem) amazon Affiliate

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Der 512 GByte große USB-C-Stick von Samsung für unter 74 Euro im Amazon-Angebot Bild: Amazon.de/Samsung/Golem

Samsung ist nicht nur bei Smartphones und Tablets, sondern auch bei Speichern Marktführer. Seine internen und externen SSDs, MicroSD-Karten sowie USB-Sticks gelten als zuverlässig, schnell und hochwertig. Ein 512 GByte großer Flashdrive mit USB-C-Stecker des Herstellers ist bei Amazon aktuell zum niedrigsten Preis seit Wochen verfügbar. Im befristeten Angebot zahlt man unter 74 Euro. Laut Preistracker Keepa hat er zuletzt zwischen 77 und 85 Euro gekostet. Der Rabatt läuft bis zum 10. Mai, kann aber vorzeitig enden.

Darum lohnt sich der USB-C-Stick von Samsung

Der USB-C-Stick von Samsung ist mit PCs, Laptops, Smartphones, Tablets und weiteren Geräten mit entsprechendem Anschluss kompatibel. Basierend auf dem USB-3.2-Standard, erreicht er laut Hersteller Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 400 MByte pro Sekunde. Eine 4 GByte große Datei soll er in rund neun Sekunden übertragen. Die 512-GByte-Variante biete genug Speicherplatz für über 45.000 Lieder, 170.000 Fotos und fast 24 Stunden 4K-Videos. Die tatsächliche Menge variiert je nach Dateigröße.

Samsung bewirbt den USB-C-Stick als robust und sicher. Er sei wasser- und stoßfest; selbst starke Temperaturschwankungen zwischen 0 und 60 Grad sollen ihm wenig ausmachen. Zudem soll er gegen Magnetstrahlen auf MRT-Niveau und Röntgenstrahlen mit bis zu 50 Röntgen geschützt sein, wie sie Scanner an Flughäfen erreichen. Beim Kauf erhält man eine eingeschränkte Garantie über fünf Jahre.

Amazon-Kunden bewerten Samsungs USB-C-Stick mehrheitlich positiv. 7.400 Nutzer vergeben im Schnitt 4,6 von 5 Sternen. Die Verarbeitung sei, typisch für Samsung, hochwertig und die Übertragungsgeschwindigkeiten so wie beworben. Auch die Zuverlässigkeit und Speichergröße werden häufig gelobt.

Samsung bei Amazon: USB-C-Stick, Speicherkarten und mehr reduziert

Amazon verkauft den 512 GByte großen USB-C-Stick

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von Samsung für 73,99 Euro. Der Rabatt gilt ausschließlich für die Farbe Titan Grey. Eine blaue Variante ist für 99,99 Euro erhältlich und kann auf der Produktseite ausgewählt werden. Mehr Angebote für Samsung-Produkte findet man auf der Amazon-Seite
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des Herstellers, zum Beispiel MicroSD-Karten, Tablets und Laptops. Stöbern lohnt sich.

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Samsung USB-Stick 512 GB

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Anzeige: Fahrradcomputer von Garmin zum Aktionspreis bei Amazon

Von Antje Lüth — 30. April 2026 um 17:05
Ein Fahrradcomputer von Garmin mit GPS, vorinstallierten Karten sowie umfangreichen Daten- und Trainingsoptionen ist bei Amazon reduziert.
Garmin Edge Explore 540 (Bild: amazon.de/garmin) amazon Affiliate

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Garmin Edge Explore 540 Bild: amazon.de/garmin

Radprofis und Hobbyradler, die sich optimal auf ihre nächste Tour vorbereiten und ihre Leistung mit umfangreichen Daten auswerten wollen, sollten sich den Fahrradcomputer Garmin Edge 540 zulegen. Er bietet präzises Tracking mit Navigationsfunktion und unterstützt mit Analysen, Streckenhinweisen und Trainingsempfehlungen beim Erreichen sportlicher Ziele. Bei Amazon wird er zurzeit zum reduzierten Preis angeboten.

Fahrradcomputer mit GPS und vorinstallierten Karten

Der Fahrradcomputer Garmin Edge 540 empfängt Satellitensignale von GPS, Glonass und Galileo, wodurch er ein präzises Tracking in verschiedenen Regionen ermöglicht. Eine Fahrradkarte und Navigationsfunktionen für Zentral- und Westeuropa sind bereits vorinstalliert. Sie umfassen unter anderem Abbiegehinweise, Points of Interest und ein Trackback zum Ausgangspunkt. Weitere Länder können über Connect IQ hinzugefügt werden. Auch mit Drittanbieter-Apps wie Komoot, Strava oder Trainingpeaks ist das Gerät kompatibel. Dargestellt werden die Angaben auf einem 2,6''-Display. Die Bedienung erfolgt über Tasten, die am Rand des Computers angebracht sind.

Umfangreiche Daten für perfekte Touren

Durch die Verbindung mit kompatiblen Sensoren zeigt der Garmin Edge 540 eine große Auswahl an Fahrraddaten an, die Aufschluss über den aktuellen Trainingszustand geben. Aus diesen Angaben leitet der Fahrradcomputer individuelle Coachings und tägliche Trainingsempfehlungen ab, die die aktuelle Belastung berücksichtigen und auch Zeit zur Erholung einräumen.

Geplante Routen lassen sich vorab mit dem persönlichen Fahrvermögen abgleichen, um die Schwierigkeit besser einschätzen zu können. Bei Bergtouren liefert das Gerät mit Climbpro außerdem Details zum verbleibenden Anstieg und zur Neigung, so dass sich die Kraft optimal einteilen lässt. Auch eine Unfallerkennung ist integriert.

Smarte Funktionen

Ist der Fahrradcomputer per Bluetooth mit der Garmin Connect App auf dem Smartphone verbunden, informiert er unter anderem über eingehende Anrufe und Nachrichten oder die aktuelle Wettervorhersage. Zur Verbindung mit Sensoren, E-Bikes oder smarten Heimtrainern steht neben Bluetooth auch ANT+ zur Verfügung.

Starke Akkulaufzeit für mehrtägige Touren

Vollständig aufgeladen bietet der Akku des Garmin Edge 540 laut Hersteller eine Laufzeit von bis zu 26 Stunden, die sich im Energiesparmodus auf bis zu 42 Stunden erweitern lässt. Damit sind auch mehrtägige Touren problemlos möglich.

Der Fahrradcomputer Garmin Edge 540 bei Amazon

Amazon bietet den Garmin Edge 540

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zurzeit für 285,97 Euro an – aber nur für kurze Zeit. Wer sich den vielseitigen Fahrradcomputer zum Aktionspreis sichern möchte, sollte bei diesem Deal schnell zugreifen, denn er ist stark nachgefragt und kann schon bald vergriffen sein.

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Neben dem Garmin Edge 540 hat Amazon auch andere Fahrradcomputer im Angebot. Den Geoid CC700

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mit GPS, Routennavigation und 2,8''-Display gibt es schon für 49,99 Euro.

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Ein Fahrradcomputer von SPGOOD

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mit 21 Funktionen und hintergrundbeleuchtetem Display wird für nur 10,98 Euro angeboten.

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SPGOOD Fahrradcomputer

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Weitere Rabatte sind hier zu finden:

Angebote für Fahrradcomputer bei Amazon

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Störungsmeldung vom 30.04.2026 10:05

Von heise online — 30. April 2026 um 10:05

Neue Störungsmeldung für Provider 1&1

Details

Beginn
30.04.2026 10:05
Region
Velbert (02051)
Provider
1&1
Zugangsart
ADSL

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

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Störungsmeldung vom 30.04.2026 08:15

Von heise online — 30. April 2026 um 08:15

Neue Störungsmeldung für Provider 1&1

Details

Beginn
30.04.2026 08:15
Region
Hannover (0511)
Provider
1&1
Zugangsart
ADSL

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