Chinas Militärpräsenz nahe Taiwan sinkt drastisch. Peking setzt auf Dialog statt Drohung. Doch was steckt wirklich hinter der rätselhaften Ruhe?
Während man in Deutschland aktiv [1] daran arbeitet, die US-Lösung für die Taiwan-Frage zu verkaufen und China unter Druck zu setzen, sieht die Situation auf Taiwan signifikant anders aus.
Hierzu hat zuletzt auch das erratische Verhalten des US-Präsidenten beigetragen, der seine Bündnispartner auf der arabischen Halbinsel gegen die Angriffe aus dem Iran nicht schützen konnte oder wollte, die vom Iran gegen die US-Stützpunkte bei seinen Partnern durchgeführt wurden.
Die Aufgabe der Idee vom Wandel durch Handel hat inzwischen auch im Verhältnis zu Russland für ungeahnte Erfolge gesorgt. Dies gilt besonders, wenn eine militärische Option zum Kern der Politik wird und Themen wie Gesundheit, Umwelt- sowie Klimaschutz auf die Ränge verwiesen werden. Begrenzte Güter versprechen eindeutig mehr Gewinn für die, die sie haben.
Diplomatie kann lästig sein, weil man sich in die Lage seines Gegners hineinversetzen muss, um erfolgreich mit ihm verhandeln zu können. Wenn Diplomatie nur dafür eingesetzt wird, Militärschläge gegen die vorzubereiten, die man nicht mit ökonomischen Mitteln zwingen kann, sich unterzuordnen, macht sie sich letztlich obsolet.
Wenn man glaubt, sich mit der Macht des Stärkeren durchzusetzen und Anderen seinen Willen aufzwingen zu können, sollte man jedoch sicher sein, diese Position langfristig verteidigen zu können, als nur bis zum frühen Nachmittag.
Während man in den alten Industriestaaten immer mehr zivile Wertschöpfung außer Landes schafft und sein Wachstum auf die Rüstung konzentriert, wie dies die USA seit dem 11. September mit ihrem Krieg gegen den Terror realisiert haben, verliert man zunehmend seine Optionen auf eine lebenswerte Zukunft.
Wie bei fast allen wirtschaftlichen Entwicklungen folgt Deutschland auch dieses Mal dem US-amerikanischen Wink, obwohl sich durchaus schon erkennen lässt, dass sich die westliche Führungsmacht dabei hoffnungslos verläuft.
Es zählt zur lange gepflegten Politik der Vereinigten Staaten, mit Hilfe von Auslandsstützpunkten, deren Infrastrukturkosten von den Gastländern aufzubringen sind, Einfluss auszuüben.
Insgesamt solle es sich dabei um rund 750 bis 800 Militärstützpunkte [2] handeln, die teilweise schon aus der Zeit des Kalten Krieges stammen. Dabei soll Camp Humphreys [3] in Pyeongtaek, Südkorea, der größte US-Stützpunkt im Ausland sein. Er beherbergt über 40.000 Menschen.
Die Gastgeberländer versprachen sich durch die US-Stützpunkte Schutz, mussten jedoch gerade im Zusammenhang mit dem völkerrechtswidrigen kombinierten israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran, dass US-Stützpunkte [4] sich unversehens in klare Angriffsziele verwandeln können, deren Schutz dann dem Gastgeberland aufgebürdet wird.
"Viele Einrichtungen sind nur teilweise öffentlich bekannt. Immer mehr Anlagen werden so integriert, dass sie kaum sichtbar sind – sogar für Teile des US-Kongresses oder der Bevölkerung im Gastland," meldete [5] der SRF am 8. Februar diesen Jahres und ergänzte:
"Die meisten US-Stützpunkte basieren auf bilateralen Abkommen, etwa im Rahmen der Nato. Trotzdem bleibt vieles undurchsichtig. Einige Länder wie Japan, Kuwait oder Südkorea zahlen für die Präsenz amerikanischer Truppen. Andere, wie Dschibuti, erhalten Geld dafür, einen Standort zu ermöglichen. Laut Vine sind auch Handelsbeziehungen und Waffenverkäufe oft eng mit solchen Vereinbarungen verknüpft."
Um Taiwans Streitkräfte auf eine mögliche Invasion Chinas vorzubereiten, schickte das Pentagon schon im Jahre 2023 zusätzliche Militärs auf die Insel [6]. Diese waren als Ausbilder an US-Waffen und bei Manövern deklariert. "Das Training in Taiwan sei Teil eines zunehmenden Vorstoßes der USA, einem engen Partner bei der Vorbereitung auf eine mögliche Invasion durch China zu helfen, so der Bericht.
Die Ausweitung sei seit Monaten geplant gewesen, meldete [7] der Spiegel damals. Und 2024 [8] war dann von etwa 10.000 US-Militär-Spezialisten im Rahmen einer Special Operations Forces Liaison Unit (SOFLE) die Rede.
China hat seine Militärflüge nahe Taiwan offensichtlich auf einen Bruchteil der Fälle im letzten Jahr reduziert. Im Westen sorgt das für Verunsicherung [9], denn man findet offensichtlich keine schlüssige Erklärung für die rätselhafte Ruhe.
"Taiwans Sicherheitsbehörden warnen unterdessen laut 'France24' vor voreiligen Schlüssen. Peking könnte demnach gezielt den Eindruck einer Entspannung erzeugen, um die USA dazu zu bewegen, ihre Unterstützung für Taipeh zu verringern" versucht Focus die Stimmung auf Taiwan einzuschätzen [10].
Doch nicht alle Bürger Taiwans scheinen diese Meinung zu teilen und verfolgen durchaus diplomatischere Ambitionen. So reiste Cheng Li-wun [11], Vorsitzende der Oppositionspartei Kuomintang (KMT [12]) Anfang April zu einem Besuch auf das Festland.
Cheng hatte im November vergangenen Jahres den KMT-Parteivorsitz übernommen und darauf bestanden [13], Chinas Staatschef zu treffen, bevor sie die USA besucht. Nach ihrem Treffen mit Xi [14] sagte sie, ein Krieg mit China könne vermieden werden, wenn sich die Bürger Taiwans gegen die Unabhängigkeit Taiwans [15] stellen.
Diese Vorstellung einer friedlichen Koexistenz der Volksrepublik China und den ehemaligen Verlierern des Kampfs auf dem chinesischen Festland scheint auf Taiwan mehr Befürworter zu finden als bei den vorgeblichen Beschützern der Demokratie, die dabei sind, selbige in ihrem Heimatland einer Theokratie [16] zu opfern.
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Die Sci-Fi-Serie Alien: Earth soll langfristig fortgesetzt werden. Wie das Branchenmagazin Deadline berichtet, plant Showrunner Noah Hawley mehrere Staffeln und möchte die Produktion dauerhaft in den britischen Pinewood Studios ansiedeln. Die zweite Staffel befindet sich demnach kurz vor Drehstart.
Hawley zufolge sollen die Dreharbeiten im Sommer beginnen. Während die erste Staffel noch in Thailand entstand, wurde die Produktion nun nach Großbritannien verlegt. Die Wahl des Standorts ist auch historisch begründet: Die ersten vier Filme der Alien-Reihe wurden ebenfalls in Pinewood gedreht. Für Hawley schließt sich damit ein Kreis.
Inhaltlich soll die zweite Staffel die Handlung deutlich ausweiten. Die erste Staffel erzählte von einer Gruppe experimenteller Hybridwesen, die nach dem Absturz eines Forschungsschiffs auf der Erde auf Xenomorphe treffen. Künftig will Hawley stärker auf Worldbuilding setzen und die Geschichte größer anlegen.
Langfristig sieht der Showrunner Potenzial für eine fortlaufende Serienproduktion. Entscheidend seien jedoch Produktionskosten und Zuschauerinteresse. Gelinge es, beide Faktoren im Gleichgewicht zu halten, könne Alien: Earth über mehrere Staffeln hinweg entwickelt werden. "Wenn wir das Franchise pflegen, könnte es endlos weitergehen" , so Hawley.
Für die zweite Staffel wurde zuletzt Peter Dinklage, bekannt aus Game of Thrones, für eine größere Rolle bestätigt. Weitere Besetzungsdetails stehen noch aus, sollen aber in naher Zukunft folgen.
Neben Alien: Earth arbeitet Hawley auch an weiteren Projekten, darunter eine Serienadaption der Videospielreihe Far Cry.
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Die Deutsche Telekom will mit der als souveräne Patientenakte bezeichneten Variante eine bessere elektronische Patientenakte (ePA) bereitstellen und hat einen ersten Ausblick gegeben. "Was nutzt eine ePA, die nicht genutzt wird" , fasst Gottfried Ludewig, Leiter Public und Health Deutsche Telekom, bei der Vorstellung der eigenen Lösung das Problem zusammen.
"Versicherte und Krankenkassen erwarten eine Patientenakte, die sicher, leicht bedienbar und wirklich hilfreich ist. Genau das liefern wir" , verspricht Ludewig. Die Lösung der Telekom soll aus einer modernen und intuitiv zu bedienenden App sowie einer zuverlässigen und vertrauenswürdigen Plattform bestehen.
Die souveräne Patientenakte nutzt die Cloudinfrastruktur der Deutschen Telekom und damit soll die gesamte Lösung aus einer Hand kommen. Das soll Vorteile für Krankenkassen und Versicherte bringen. Die Patientenakte des Konzerns wird dabei vollständig in Deutschland betrieben, heißt es vom Unternehmen.
Alle Daten einschließlich der Metadaten werden "ausschließlich in deutschen, nach ISO 27001, BSI C5 und DIN EN 50600 zertifizierten Rechenzentren verarbeitet" , heißt es von der Telekom. Die Telekom-Lösung soll Schwachpunkte bestehender ePA-Lösungen ausgleichen. Genannt werden begrenzte Suchfunktionen, fehlende Unterstützung strukturierter Daten oder unzureichende Forschungsmöglichkeiten.
Die Telekom wolle Kunden damit nicht nur ein Produkt, "sondern eine verlässliche Partnerschaft" anbieten, betont Ludewig den Ansatz des Unternehmens. Die neue Lösung soll dabei nahtlos in das bestehende digitale Gesundheitsökosystem der Telekom integriert werden.
Dazu werde die Lösung mit Diensten wie Digitale Identitäten, dem Kommunikationsdienst TI-Messenger und künftigen digitalen Versichertenservices verknüpft, heißt es. Damit sollen Krankenkassen ihre digitalen Leistungen schrittweise und ohne Medienbrüche erweitern und aktualisieren können.
Die souveräne Patientenakte befindet sich derzeit im Zulassungsverfahren der Gematik , die in Deutschland für alles rund um Medizin und digitale Dienste verantwortlich ist. In welcher Phase sich das Zulassungsverfahren befindet, ist nicht bekannt. Es liegen keine Informationen dazu vor, wann mit einer Markteinführung der souveränen Patientenakte zu rechnen ist.
Vegane Frikadellen.
(Bild: Chay_Tee, shutterstock)
Tofu, Tempeh und Seitan gelten als gesunde Alternativen zu Fleisch. Doch wie gut versorgen sie den Körper wirklich?
Pflanzliche Fleischersatzprodukte sind längst keine Nischenprodukte mehr. In deutschen Supermärkten finden sich mittlerweile zahlreiche Varianten von Tofu über Tempeh bis hin zu Seitan. Doch wie gesund sind diese Alternativen wirklich? Und welche Nährstoffe liefern sie im Vergleich zu Fleisch – oder eben nicht?
Die drei klassischen pflanzlichen Fleischalternativen unterscheiden sich erheblich in Herstellung, Nährstoffprofil und gesundheitlichen Auswirkungen. Während Tofu und Tempeh auf Sojabohnen basieren, besteht Seitan aus reinem Weizenprotein. Alle drei gelten als proteinreich, doch die Details offenbaren wichtige Unterschiede.
Tofu entsteht durch Gerinnung von Sojamilch. Das Ergebnis ist ein geschmacksneutraler, eiweißreicher Block, der Marinaden gut aufnimmt. Der Proteingehalt schwankt je nach Sorte zwischen acht und 15 Gramm pro 100 Gramm.
Dabei enthält Tofu alle neun essenziellen Aminosäuren [1], die der Körper nicht selbst herstellen kann. Mit etwa 83 bis 124 Kilokalorien pro 100 Gramm ist er zudem vergleichsweise kalorienarm. Zum Vergleich: 100 Gramm Gouda schlagen mit 350 Kilokalorien zu Buche, wie das Internetportal Gesundfit berichtet [2].
Tofu liefert zudem wichtige Mineralstoffe. Der Kalziumgehalt liegt bei etwa 201 Milligramm pro 100 Gramm, der Eisengehalt zwischen 1,6 und 5,4 Milligramm, abhängig von der Quelle und Herstellungsweise. Hinzu kommen Magnesium, Zink sowie B-Vitamine wie B1, B2, B6 und Folat. Anders als Fleisch enthält Tofu kein Cholesterin und keine Harnsäure.
Die in Tofu enthaltenen Isoflavone gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und ähneln in ihrer Struktur dem weiblichen Hormon Östrogen. Deshalb werden sie auch Phytoöstrogene genannt. Diese Substanzen können den Hormonhaushalt beeinflussen, erklärt [3] die AOK.
Die Forschung zu Isoflavonen zeigt widersprüchliche Ergebnisse. Doch sollten jedenfalls Krebspatienten vor dem Verzehr größerer Mengen Tofu ihren Arzt oder ihre Ärztin konsultieren, rät Gesundfit. Auch Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen wird zur Vorsicht geraten, da Isoflavone die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen können.
Für Säuglinge und Kleinkinder sind Sojaprodukte nach Ansicht des Bundesministeriums für Risikobewertung und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin nicht geeignet. Sojagetränke sind keine Säuglingsnahrung und sollte auch bei Laktose-Intoleranz des Kindes nicht eigenständig verwendet werden.
Tempeh wird zwar auch aus gekochten Sojabohnen hergestellt, unterscheidet sich aber dennoch grundlegend von Tofu. Die Bohnen werden nicht zerkleinert sondern statt dessen mit Edelschimmelpilzen geimpft. Nach 36 bis 48 Stunden Fermentation bei warmen Temperaturen bilden die Pilze ein dichtes Geflecht, das die Bohnen zu einem schnittfesten Laib verbindet.
Mit 19 bis 20 Gramm Protein pro 100 Gramm übertrifft Tempeh den Eiweißgehalt von Tofu noch deutlich [4]. Durch die Fermentation werden die Proteine für den Körper leichter verfügbar – der Edelschimmelpilz verdaut das Eiweiß gewissermaßen vor.
Dieser Prozess macht Tempeh auch bekömmlicher als andere Sojaprodukte. Während Hülsenfrüchte häufig zu Blähungen führen, ist Tempeh auch für Menschen mit empfindlichem Magen geeignet, so Gesundfit.
Tempeh liefert etwa 150 Kilokalorien pro 100 Gramm und enthält rund acht Gramm Fett, hauptsächlich gesunde ungesättigte Fettsäuren. Der Kohlenhydratgehalt liegt bei nur fünf bis sechs Gramm.
An Mineralstoffen bietet Tempeh ähnliche Mengen wie Tofu: Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink sind reichlich vorhanden. Bei den Vitaminen punktet Tempeh besonders mit B-Vitaminen, darunter Thiamin, Riboflavin und Folat.
Die Edelpilze im Tempeh produzieren natürliche antibakterielle Verbindungen [5], die die Ausbreitung bestimmter Bakterien im Darm verhindern. Zudem wirken die Isoflavone antioxidativ und können die körpereigene Abwehr stärken.
Die Fermentation bringt auch Nachteile mit sich. Tempeh kann einen hohen Histamingehalt aufweisen, warnt die AOK. Menschen mit Histaminintoleranz sollten deshalb vorsichtig sein. Wie Tofu enthält auch Tempeh Phytoöstrogene und ist deshalb für Babys und Kleinkinder nicht geeignet.
Ob sehr frischer Tempeh roh gegessen werden sollte, ist umstritten. Eine Quelle gibt an, dies sei möglich, eine andere rät explizit davon ab. Im Zweifel sollte Tempeh vor dem Verzehr erhitzt werden.
Seitan nimmt unter den Fleischalternativen eine Sonderstellung ein. Er besteht aus reinem Weizengluten, dem Klebereiweiß des Weizens. Zur Herstellung wird Weizenmehl mit Wasser verknetet und die Stärke ausgewaschen.
Mit 25 bis 30 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm ist Seitan die proteinreichste der drei Alternativen. Die Konsistenz ist fest und faserig, was an Fleisch erinnert. Deshalb wird Seitan auch als "pflanzliches Fleisch" bezeichnet [6].
Seitan ist cholesterinfrei, leicht verdaulich und. Allerdings ist er wie Tofu geschmacklich neutral und muss gut gewürzt werden. Der Kaloriengehalt ist mit etwa 150 Kilokalorien pro 100 Gramm moderat.
Das Protein in Seitan weist eine entscheidende Lücke auf: Es fehlt die essenzielle Aminosäure Lysin. Deshalb sollte Seitan mit Hülsenfrüchten kombiniert werden, etwa in einem Curry mit Kichererbsen oder zu einem Linsensalat, empfiehlt die AOK. Nur so erhält der Körper alle notwendigen Aminosäuren.
Für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist Seitan selbstverständlich völlig ungeeignet. Auch wer eine Weizenallergie hat, muss auf diesen Fleischersatz verzichten. Seitan ist außerdem arm an Mineralstoffen und Vitaminen. Anders als Tofu und Tempeh liefert es kaum Eisen, Kalzium oder B-Vitamine.
Viele Fleischersatzprodukte im Supermarkt basieren zwar auf Tofu, Tempeh oder Seitan, sind aber stark verarbeitet. Bei der industriellen Herstellung werden Proteine aus Soja, Erbsen oder Weizen isoliert, erklärt [7] der NDR. Dabei gehen wertvolle Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe verloren.
Um Geschmack und Konsistenz zu verbessern, setzen Hersteller oft auf problematische Zusätze. Viele Produkte enthalten bis zu zwei Gramm Salz pro 100 Gramm. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal sechs Gramm Salz am Tag, für Kinder sogar nur drei Gramm.
Der Fettanteil liegt häufig bei 10 bis 20 Prozent damit der Fleischersatz besser schmeckt. Damit sind pflanzliche Fertigprodukte nicht fettärmer als herkömmliche Wurst- und Fleischwaren, so der NDR. Zudem wird oft Zucker zugesetzt, der in einer Bratwurst aus Fleisch meist gar nicht enthalten ist.
Umstrittene Zusatzstoffe sind darüber hinaus die Verdickungsmittel Carrageen [8] und Methylcellulose [9]. In Fleischersatzprodukten lassen sich zudem häufig Mineralölrückstände nachweisen. Und schließlich können bei gegrillten Produkten kleine Mengen von Acrylamid und 3-MCPD-Fettsäure-Estern entstehen. Die Mengen sind in der Regel aber unbedenklich, so der NDR.
Der entscheidende Unterschied zwischen Fleisch und pflanzlichen Eiweißlieferanten liegt bei den Vitaminen. Fleisch ist eine wichtige Quelle für Vitamin B12, das überhaupt fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Menschen, die vollständig auf Fleisch und Molkereiprodukte verzichten, sollten Vitamin B12 in der Regel über angereicherte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen.
Auch beim Eisen gibt es Unterschiede. Denn der Körper kann das sogenannte Häm-Eisen aus tierischen Produkten besser aufnehmen als pflanzliches Eisen. Fleisch liefert zudem Kreatin, das für die Muskelenergie wichtig ist, sowie Taurin und Carnosin. Diese Substanzen kommen in pflanzlichen Lebensmitteln nicht oder nur in Spuren vor.
Ein oft genannter Vorteil der pflanzlichen Alternativen ist das Fehlen von Cholesterin. Tatsächlich enthalten Tofu, Tempeh und Seitan kein Cholesterin, während Fleisch je nach Sorte zwischen 50 und 100 Milligramm pro 100 Gramm aufweist.
Allerdings ist Cholesterin nicht per se schädlich. Der Körper benötigt es für die Produktion von Hormonen und Vitamin D. Nur ein überhöhter Cholesterinspiegel im Blut gilt als Risikofaktor für die Herz- und Gefäßgesundheit. Für gesunde Menschen ist der Cholesteringehalt in tierischen Erzeugnissen unproblematisch.
Wie überhaupt bei sämtlichen Lebensmitteln gilt auch für Fleischersatz: Je kürzer die Zutatenliste ist, desto besser. Wenig veredelte Produkte enthalten nur wenige Zutaten: Sojabohnen, Wasser und ein Gerinnungsmittel bei Tofu; Sojabohnen und Edelschimmelpilze bei Tempeh; Weizenmehl und Wasser bei Seitan.
Auch Produkte mit einem kürzeren Haltbarkeitsdatum sind in der Regel hochwertiger. Je höher der Verarbeitungsgrad und je mehr Konservierungsstoffe enthalten sind, desto länger ist die Haltbarkeit.
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Mehr Daten, mehr Risiko: Satellitenbilder zeigen alles – aber nicht die Absichten dahinter. Das macht moderne Kriegsführung gefährlicher.
Die Kriegsführung des 21. Jahrhunderts entzieht sich dem klassischen Bild des verborgenen Schlachtfelds. Was früher im Verborgenen geplant, vorbereitet und durchgeführt wurde, ist heute vielmals offenkundig, beinahe in Echtzeit. Satellitenbilder, Drohnendaten, Sensorik und digitale Auswertungssysteme haben eine neue Qualität militärischer Transparenz [1] geschaffen.
Diese Entwicklung markiert einen tiefgreifenden Wandel [2]. Krieg ist nicht länger nur Feuerkraft und Truppenstärke, sondern auch Sichtbarkeit, Datenverfügbarkeit und Interpretationshoheit. Die Kontrolle über Informationen wird zur wichtigen Ressource und zugleich zur Quelle von Unsicherheiten.
Jahrzehntelang war militärische Macht eng mit Geheimhaltung verbunden. Strategische Überraschung galt als Vorteil. Truppenbewegungen wurden verschleiert, militärische Infrastruktur verborgen, Fähigkeiten im Unklaren gelassen.
Diese Logik gerät vermehrt unter Druck. Hochauflösende Satellitenbilder sind nicht mehr exklusiv staatlichen Akteuren vorbehalten. Unternehmen wie Planet Labs stellen regelmäßig Bildmaterial zur Verfügung [3], das von Medien, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Akteuren ausgewertet wird.
Parallel hat sich Open-Source-Intelligence (OSINT [4]) zum eigenständigen Analysefeld entwickelt. Militärische Aktivitäten werden nicht nur beobachtbar, sondern diskutierbar. Bewegungen von Truppen, der Ausbau militärischer Infrastruktur oder Schäden nach Angriffen lassen sich unabhängig verifizieren.
Der Krieg wird entprivatisiert: Er findet nicht mehr ausschließlich im geschlossenen Raum staatlicher Geheimhaltung statt.
Diese Sichtbarkeit ist nicht per se destabilisierend. In manchen Kontexten kann sie stabilisierende Effekte entfalten. Wenn militärische Vorbereitungen frühzeitig erkannt werden, steigt die Wahrscheinlichkeit diplomatischer Reaktionen, bevor es zu Kontrollverlust kommt.
Transparenz kann die Glaubwürdigkeit internationaler Normen festigen. Verstöße gegen Abkommen lassen sich schneller identifizieren und dokumentieren. Die Kostenstruktur ändert sich: Wer gegen Regeln verstößt, läuft Gefahr, öffentlich zur Verantwortung gezogen zu werden.
Für die Abschreckung ergibt sich ein neuer Mechanismus. Sichtbare Fähigkeiten können gezielt zur Signalgebung eingesetzt werden. Militärische Präsenz wird nicht bloß aufgebaut, sondern bewusst gezeigt. Abschreckung wird teilweise performativ. Sie lebt von der Beobachtbarkeit.
Hier beginnt die Ambivalenz. Sichtbarkeit erzeugt nicht nur Wissen, sondern Handlungsdruck. Wenn militärische Entwicklungen nahezu in Echtzeit verfolgt werden können, verkürzen sich Entscheidungsprozesse drastisch.
Regierungen stehen unter wachsendem Erwartungsdruck sowohl international als auch innenpolitisch. Ein beobachteter Truppenaufmarsch verlangt nach einer Reaktion. Ein Angriff erzeugt sofortige Forderungen nach Gegenmaßnahmen. Die Zeit für Abwägung, Interpretation und Deeskalation schrumpft.
Diese Dynamik erhöht das Risiko von Überreaktionen. Entschlüsse werden unter Unsicherheit und Zeitdruck getroffen: eine Kombination, die historisch immer wieder zu Krisen geführt hat.
Ein Trugschluss besteht darin, Transparenz mit Eindeutigkeit zu verwechseln. Satellitenbilder zeigen, was geschieht – aber nicht, warum es geschieht. Daten liefern Hinweise, aber keine Absichten.
Die Interpretation bleibt ein strategischer Prozess. Dieselben Informationen können unterschiedlich gelesen werden: als defensive Maßnahme, als Routinebewegung oder als Vorbereitung eines Angriffs.
In angespannten Situationen neigen Akteure dazu, mehrdeutige Signale im Sinne ihrer Bedrohungswahrnehmung zu deuten.
Diese Interpretationslücke ist hochgefährlich. Sie verbindet objektiv steigende Transparenz mit subjektiv fortbestehender Unsicherheit. Die Folge ist ein paradoxes System: Mehr Information führt nicht direkt zu mehr Stabilität, sondern kann Fehlwahrnehmungen hervorbringen.
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die wachsende Rolle ziviler Akteure. Kommerzielle Satelliten, private Datenanbieter und technologische Plattformen sind integraler Bestandteil moderner Aufklärung geworden.
So verschwimmen die Grenzen zwischen zivilen und militärischen Strukturen. Was ursprünglich für wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke entwickelt wurde, erhält strategische Bedeutung. Im Konfliktfall könnten solche Systeme selbst zum Ziel werden, mit weitreichenden Konsequenzen für globale Kommunikations- und Informationsnetzwerke.
Diese Entwicklung wirft grundlegende völkerrechtliche und sicherheitspolitische Fragen auf: Wie lassen sich zivile Infrastrukturen schützen, wenn sie militärisch relevant sind? Und welche Verantwortung tragen private Akteure im militarisierten Informationsraum?
Die klassische Abschreckung basierte zum erheblichen Teil auf Unsicherheit [5]. Gegner sollten nicht wissen, über welche Fähigkeiten man verfügt oder wie man im Ernstfall reagieren würde. Diese strategische Ambiguität war bewusst gewollt.
Die neue Transparenz verschiebt dieses Gleichgewicht. Anstatt verdeckter Fähigkeiten tritt immer öfter deren demonstrative Sichtbarkeit. Abschreckung wird greifbarer, aber anfälliger für Missverständnisse.
Es entsteht eine transparente Abschreckung, die auf Signalen und Beobachtbarkeit beruht. Doch diese Form ist instabil: Sie kann Vertrauen schaffen, aber leicht als Provokation wahrgenommen werden. Die Grenze zwischen Abschreckung und Eskalation wird unschärfer.
Die Herausforderung liegt nicht in der Technologie selbst, eher im Umgang mit ihr. Transparenz ist ein Werkzeug, kein Garant für Stabilität. Ohne politische Einbettung kann sie bestehende Spannungen verstärken.
Notwendig sind Kanäle der Kommunikation, Vertrauensbildung und Krisenprävention [6]. Hierzu gehören klarere Signalisierungsmechanismen, institutionalisierte Dialoge und Weiterentwicklungen der Rüstungskontrolle, die die Realität digitaler und satellitengestützter Aufklärung berücksichtigen.
Vor allem braucht es Bewusstsein für die Ambivalenz der Transparenz: Sie kann Konflikte erkennbar machen, aber nicht automatisch lösen.
Die Kriegsführung ist auffällig geworden. Diese Sichtbarkeit verändert nicht nur, wie Kriege geführt werden, vielmehr, wie sie wahrgenommen und bewertet werden. Sie schafft Möglichkeiten der Kontrolle und Aufklärung, aber auch Dynamiken von Druck, Fehlinterpretation und Eskalation.
Ob die neue Transparenz zu mehr Stabilität oder größerer Unsicherheit führt, ist kein technisches Thema. Es ist eine politische Entscheidung und eine der sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit.
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Die strategisch wichtige Straße von Hormus.
(Bild: Ingo Menhard / Shutterstock.com)
Rivalisierende Seeblockaden von USA und Iran machen die Straße von Hormus erstmals unpassierbar. Die Ölproduktion am Golf ist um 57 Prozent eingebrochen.
In den vergangenen Wochen ist vielfach gewarnt worden, dass multiple Krisen auftreten könnten, wenn die Straße von Hormus längere Zeit geschlossen bleibt. Ein aktueller Bloomberg-Bericht legt jetzt nahe, dass genau diese Situation eintritt.
Der Grund dafür ist, dass die Straße von Hormus von zwei Seiten blockiert und für Schiffe praktisch unpassierbar geworden ist.
Wie Bloomberg berichtet [1], lagen die täglichen Schiffsdurchfahrten am Wochenende nahe null – in Friedenszeiten waren es im Schnitt etwa 135.
Nur zwei kleine Tanker und ein Küstenfrachtschiff mit Verbindungen zu Teheran hätten den Persischen Golf verlassen, kein einziges Schiff wurde in Gegenrichtung gesichtet.
Knapp acht Wochen nach Beginn der völkerrechtswidrigen Angriffe der USA und von Israel auf den Iran hat sich die Lage zu einem Patt entwickelt.
US-Präsident Donald Trump verhängte Mitte April eine Seeblockade gegen Schiffe mit Verbindung zum Iran. Die US-Marine setzt dabei mindestens zwei Flugzeugträger und über zwölf Zerstörer ein, fängt Tanker ab und entert Schiffe – teilweise weit entfernt vom Golf [2], etwa östlich von Sri Lanka.
Teheran reagierte mit einer Gegenblockade: Die Islamische Revolutionsgarde setzt ihre sogenannte Mückenflotte ein – Schwärme schneller Kanonenboote, die mit Hit-and-Run-Taktiken rund 20 Handelsschiffe angriffen und die US-Marine aus den engeren Bereichen der Meerenge verdrängten.
Noch Anfang April hatte Trump geschrieben, man könne "die Straße von Hormus problemlos öffnen, das Öl holen und ein Vermögen machen". Drei Wochen später sieht die Realität anders aus.
Bereits am ersten Tag der US-Blockade passierten sanktionierte Tanker die Meerenge [3] – darunter der chinesische Tanker "Rich Starry" mit rund 250.000 Barrel Methanol. Doch statt die Lage zu beruhigen, hat die US-Blockade den Iran dazu gebracht, seine Sperrbemühungen zu verdoppeln.
Die Rohölproduktion der Anrainerstaaten am Persischen Golf liegt nach Analysen von Goldman Sachs, auf die sich Bloomberg bezieht, bereits 57 Prozent unter dem Vorkriegsniveau. "Nach einer längeren Sperrung dürfte die Erholung nur teilweise ausfallen", schrieben die Analysten um Daan Struyven.
Selbst nach einer vollständigen Wiederöffnung der Meerenge rechnen sie mit einer Erholungsphase von mehreren Monaten.
Daniel Yergin, stellvertretender Vorsitzender von S&P Global, bezeichnete die Krise gegenüber Bloomberg als "die größte Energiekrise, die wir je erlebt haben" [4].
Die Auswirkungen reichten weit über Öl hinaus und beträfen die weltweite Versorgung mit Erdgas, Düngemitteln, Helium, Aluminium und Petrochemikalien. "80 Prozent des Öls und 90 Prozent des LNG gingen nach Asien", sagte Yergin.
Dort gebe es bereits Rationierungen und Geschäftsschließungen. Auch die Internationale Energieagentur stuft die Lage als schlimmste Energiekrise der Geschichte [5] ein – die tägliche globale Ölproduktion sei um 13 Millionen Barrel eingebrochen.
Der Rohstoffhändler Vitol verzeichnet bereits einen "massiven Nachfragerückgang" [6] auf den Gasmärkten, berichtet Bloomberg.
Rund ein Drittel des globalen Düngemittelhandels läuft über die Straße von Hormus – Engpässe bei Ammoniak, Harnstoff und Methanol aus Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten treiben die Preise.
Deutsche Chemieunternehmen wie BASF sind durch den Feedstock-Mangel betroffen und müssen mit höheren Kosten und reduzierter Produktion rechnen. Die Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion dürften laut Branchenbeobachtern bis weit ins kommende Jahr spürbar bleiben.
In Europa hat die EU mit dem Maßnahmenpaket "AccelerateEU [7]" vom 22. April reagiert. Es umfasst die Koordination strategischer Reserven, verstärkte Sicherung der Kerosin-Versorgung, Stromsteuerkürzungen und eine schnellere Befüllung der europäischen Gasspeicher.
Neben den wirtschaftlichen Folgen verschärft sich die humanitäre Lage. Rund 20.000 Seeleute sitzen auf Hunderten Schiffen im Persischen Golf fest.
"Was die USA mit ihrer Blockade tun, scheint das Risikogebiet für Schiffe zu vergrößern", sagte Rajalingam Subramaniam, Geschäftsführer von Fleet Management Limited, bei dem mehr als 400 Seeleute im Golf festsitzen, gegenüber Bloomberg [8].
Evakuierungspläne der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation blieben ohne Waffenstillstand "bestenfalls theoretisch".
Jotaro Tamura, Präsident von Mitsui O.S.K. Lines, fasste die Stimmung laut Bloomberg der Branche zusammen: "Da diese Situation nun aber schon seit mehr als sieben Wochen andauert, halte ich es für realistisch, dass wir davon ausgehen müssen, dass die Lösung einige Zeit in Anspruch nehmen wird". Die Welt, so Tamura, werde nicht mehr so sein wie früher.
Yergin prognostizierte, dass die Krise langfristig zu einem stärkeren Fokus auf Energiesicherheit und einer Beschleunigung des Übergangs zu Elektrofahrzeugen führen werde. "20 Prozent der in diesem Jahr weltweit gebauten Autos werden Elektrofahrzeuge sein, und dieser Anteil wird dadurch sicherlich noch steigen."
Diplomatische Bemühungen, beide Seiten an den Verhandlungstisch zu bringen, sind bislang gescheitert.
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Das niedersächsische Unternehmen Kleines Kraftwerk bietet bei seiner Frühlingsaktion das Balkonkraftwerk XL Duo an, welches exklusiv für Golem-Leser im Preis gesenkt ist. Dank neuester Technologie ermöglicht das System eine besonders effiziente Eigenstromproduktion – ideal, um gerade in den sonnenreichen Monaten spürbar Energiekosten zu senken. Mit Spitzenleistungen von über 1.000 Wp (Watt peak) werden Nutzer den Effekt schnell bei der Stromrechnung registrieren.
Mit dem Balkonkraftwerk Duo XL von Kleines Kraftwerk lassen sich bis zu 1.000 Wp erzeugen. Das Set besteht aus zwei bifazialen Solarpaneelen mit neuester TopCon-Technologie. Das bedeutet, dass auch die Rückseite Reflektionen und seitliche Sonneneinstrahlung in Strom umwandeln kann. So sollen bei optimalen Bedingungen sogar 1.250 Wp möglich sein.
Ebenfalls Teil des Lieferumfangs ist ein Hoymiles 800-W-Mikro-Wechselrichter mit WLAN-Funktion, der Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt und ins Stromnetz einspeist. Die WLAN-Funktion ermöglicht es, per App eine Energieauswertung des Balkonkraftwerks vorzunehmen. Zudem gibt es ein fünf Meter langes Stromanschlusskabel kostenlos dazu. Alternativ stehen gegen einen geringen Aufpreis längere Kabel oder auch Wieland-Kabel mit Einspeisesteckdose zur Auswahl. Für einen sicheren Halt sorgen die statisch geprüften Halterungen "Made in Germany" . Im Rahmen des Angebots kosten sie statt 199 Euro nur noch 89 Euro.
Aktuell ist das Balkonkraftwerk Duo XL bei Kleines Kraftwerk
Golem Deal: Kleines Kraftwerk XL Duo (1000Wp+) Bifazial
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Da unklar ist, wie lange diese Frühlingsaktion läuft, lohnt es sich, schnell zu handeln. Denn je früher das Balkonkraftwerk bestellt und installiert ist, desto eher beginnt die eigene Stromproduktion – und damit auch die spürbare Ersparnis bei den Energiekosten.
Zu kompliziert, zu zeitraubend, zu langweilig: Sich mit der Altersvorsorge zu beschäftigen, ist notwendig, aber nicht gerade beliebt. Kein Wunder, dass viele Menschen im Zeitalter von ChatGPT & Co. eine Abkürzung nehmen und kurzerhand KI-Chatbots um Hilfe bitten.
Bereits zehn Prozent nutzen laut einer Yougov-Umfrage KI-Bots wie ChatGPT, um Fragen zu den persönlichen Finanzen und zur Geldanlage zu klären. Damit sind die Large Language Modelle (LLMs) fast gleichauf mit Finanzberatern (13 Prozent) oder Bankberatern (14 Prozent).
Die mutmaßlichen Spionageattacken über den Messengerdienst Signal haben auch die Bundesregierung erreicht. Betroffen sind nach Informationen der dpa einzelne Kabinettsmitglieder. Offiziell äußert sich die Regierung bislang nicht zu konkreten Fällen.
Laut Recherchen des Spiegel gehören Bauministerin Verena Hubertz (SPD) und Familienministerin Karin Prien (CDU) zu den Opfern der Kampagne, die sich unter anderem in Deutschland gegen Politiker, Journalisten und Militärs richtet. Die Signal-Konten der beiden Politikerinnen sollen kompromittiert worden sein.
Der für sicherheitsrelevante Themen zuständige Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zählt dem Vernehmen nach nicht zu denjenigen, auf deren Chats und Daten die Angreifer zugreifen konnten.
Vor der andauernden Cyberattacke über Signal hatten das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstmals im Februar 2026 öffentlich gewarnt . Später veröffentlichten sie einen weiteren Sicherheitshinweis mit konkreten Handlungsanweisungen.
Darin hieß es, die Kampagne werde "wahrscheinlich durch einen staatlich gesteuerten Cyberakteur durchgeführt" . Auf etliche Politikerinnen und Politiker gingen die Sicherheitsbehörden auch zu, um sie zu warnen und ihnen zu helfen, herauszufinden, ob sich Angreifer erfolgreich Zugang zu ihrem Konto verschafft hatten.
Auch auf die Regierung der Niederlande wurden solche Angriffe festgestellt: Sie sehen Russland hinter der Kampagne. Die Bundesanwaltschaft ermittelt derzeit zu den Phishing-Angriffen und hat sich zu einem möglichen Auftraggeber bisher nicht geäußert.
Kern der Phishing-Kampagne ist keine Sicherheitslücke des Signal-Messengers, den Experten für einen recht sicheren Kommunikationskanal halten. Vielmehr setzen die Angreifer auf die Schwachstelle Mensch.
Um Zugriff auf die Adressbücher und Daten bestimmter Nutzer zu erhalten, schicken die Angreifer zunächst eine Nachricht, in der sie den Nutzer auffordern, eine PIN einzugeben sowie Links oder einen QR-Code aufzurufen. Als Absender erscheint dabei etwa die Bezeichnung Signal-Support.
Der Zugang ermöglicht es den Angreifern, noch vorhandene Chats zu lesen, die über den Messenger geführt wurden. Unbefugte können sich zudem unter falscher Identität in internen Chat-Gruppen bewegen.
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Die USA erwägen Sanktionen gegen Nato-Partner, die ihre Basen nicht für den Iran-Krieg freigeben.
(Bild: hapelinium / Shutterstock.com)
Washington erwägt Strafmaßnahmen gegen Verbündete, die ihre Basen für den Iran-Krieg nicht freigeben – bis hin zur Suspendierung Spaniens.
Das US-Verteidigungsministerium prüft offenbar drastische Maßnahmen gegen Nato-Verbündete, die sich dem Kriegswillen der USA nicht unterordnen und sich weigern, ihre Militärbasen für US-Angriffe auf den Iran zur Verfügung zu stellen.
Wie Reuters berichtete [1], beschreibt eine interne E-Mail des Pentagon konkrete Vergeltungsoptionen: die mögliche Suspendierung Spaniens aus dem Bündnis sowie eine Neubewertung der US-Position zur britischen Souveränität über die Falklandinseln.
Das Pentagon hat die Existenz des Dokuments gegenüber Reuters nicht offiziell bestätigt, auch Foreign Policy konnte die E-Mail nicht unabhängig verifizieren [2].
Laut Bericht soll die E-Mail Elbridge Colby verfasst haben, der als Staatssekretär für Verteidigungspolitik im Pentagon fungiert. Colby bezeichnete darin Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte als "absolute Grundlage für die Nato".
Er zielt darauf ab [3], das europäische "Anspruchsdenken" zu reduzieren und den Verbündeten ein deutliches Signal zu senden.
US-Präsident Donald Trump hat die Nato wiederholt als "Papiertiger" kritisiert, weil das Bündnis die USA beim Versuch, die seit Ende Februar 2026 geschlossene Straße von Hormus wieder zu öffnen, nicht unterstütze.
Im Zentrum des Konflikts stehen zwei strategisch bedeutsame US-Stützpunkte auf spanischem Boden: die Naval Station Rota und die Morón Air Base. Rota beherbergt Zerstörer mit dem Aegis-Raketenabwehrsystem, Morón dient als Drehscheibe für Luftbetankung und Transport.
Beide Basen gelten als schwer ersetzbar für US-Operationen im Mittelmeer und Nahen Osten.
Spanien verweigert gemeinsam mit Italien und Frankreich die Nutzung seiner Stützpunkte und seines Luftraums für Angriffe auf Iran – und beruft sich dabei auf die UN-Charta und internationales Recht.
Trump hatte bereits im März gedroht, "alle Beziehungen" mit Madrid abzubrechen. Wörtlich sagte er: "Wir wollen nichts mit Spanien zu tun haben".
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez reagierte betont gelassen [4]: "Wir arbeiten nicht auf der Grundlage von E-Mails. Wir arbeiten auf der Grundlage offizieller Dokumente und Regierungspositionen".
Auch London geriet ins Visier der Trump-Regierung. Großbritannien hatte zunächst die Nutzung zweier britischer Basen für Angriffe auf Iran untersagt.
Der britische Premierminister Keir Starmer lenkte schließlich ein und erlaubte zumindest defensive Missionen – doch Trumps Unmut war damit nicht besänftigt. Vergangene Woche drohte der US-Präsident, Teile des amerikanisch-britischen Handelsabkommens aufzukündigen.
Die Drohung, Washingtons langjährige Anerkennung der britischen Kontrolle über die Falklandinseln zu überdenken, sorgt in London für besondere Unruhe.
Ein Sprecher Starmers betonte am Freitag: "Die Souveränität liegt beim Vereinigten Königreich, und das Selbstbestimmungsrecht der Inselbewohner ist vorrangig". Argentinien und Großbritannien streiten seit dem rund 74-tägigen Krieg von 1982 um das Territorium im Südatlantik.
Der rechte argentinische Präsident Javier Milei, ein enger Verbündeter Trumps, zeigte sich hingegen optimistisch. "Wir tun alles in unserer Macht Stehende, damit die argentinischen Malvinas, die Inseln und das gesamte Gebiet wieder in argentinischen Besitz übergehen", sagte Milei laut Reuters in einem Radiointerview.
Pentagon-Sprecherin Kingsley Wilson kommentierte die Berichte, ohne die E-Mail direkt zu bestätigen: "Wie Präsident Trump gesagt hat: Trotz allem, was die Vereinigten Staaten für unsere Nato-Verbündeten getan haben, waren sie nicht für uns da".
Das "Kriegsministerium" – so die von der Trump-Administration bevorzugte Bezeichnung für das Verteidigungsministerium – werde dem Präsidenten "glaubwürdige Optionen" vorlegen, damit die Verbündeten "kein Papiertiger mehr sind".
Allerdings fehlt dem Nato-Gründungsvertrag jeglicher Mechanismus zur Suspendierung oder zum Ausschluss eines Mitglieds. Lediglich ein freiwilliger Austritt ist vorgesehen – eine Option, mit der Trump selbst bereits gedroht hat. Die Nato bestätigte [5] laut BBC am Freitag, dass es keine entsprechende Regelung gebe.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni rief dazu auf, die Einheit des Bündnisses zu wahren.
Auch Deutschland positionierte sich klar: Ein Regierungssprecher erklärte, Spanien sei Nato-Mitglied und er sehe keinen Grund, warum sich das ändern sollte. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte Zweifel an den Kriegszielen im Iran und warnte vor einer Spaltung der Allianz.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth entgegnete laut BBC:
"Wir verlassen uns nicht auf Europa, aber die brauchen die Straße von Hormus viel dringender als wir, und vielleicht sollten sie weniger reden, weniger pompöse Konferenzen in Europa abhalten und sich lieber ein Schiff besorgen. [...] Europa und Asien profitieren seit Jahrzehnten von unserem Schutz, doch die Zeit des Trittbrettfahrens ist vorbei."
Ob die in der E-Mail skizzierten Maßnahmen jemals umgesetzt werden, bleibt fraglich. Klar ist: Die Drohungen verschärfen die ohnehin angespannten transatlantischen Beziehungen erheblich – und stellen das Konsensprinzip der Nato grundsätzlich infrage.
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Nach der Diagnose stellen sich für Berufstätige existenzielle Fragen zu Arbeitsplatz und Einkommen. Welche Rechte haben Patienten und wo gibt es Unterstützung?
Eine Krebsdiagnose verändert das Leben schlagartig. Neben den medizinischen Herausforderungen stellen sich für Berufstätige unmittelbar praktische Fragen: Muss ich meinem Chef von der Erkrankung erzählen? Wie sichere ich mein Einkommen während der Therapie? Kann mir gekündigt werden? Und wie kann die Rückkehr in den Job gelingen?
Die gute Nachricht: Etwa zwei Drittel aller Berufstätigen, die an Krebs erkranken, kehren nach einiger Zeit wieder an ihren Arbeitsplatz zurück.
Wer aufgrund der Krebserkrankung nicht arbeiten kann, gilt als arbeitsunfähig und muss sich selbstverständlich krankmelden. Die Diagnose selbst muss jedoch nicht mitgeteilt werden, betont [1] der Krebsinformationsdienst.
Ob man offen über die Erkrankung spricht, ist eine persönliche Entscheidung. Psychoonkologen und Fachleute für Sozialrecht empfehlen, dies vom jeweiligen Vertrauensverhältnis abhängig zu machen.
Bei einem guten Arbeitsverhältnis kann Offenheit beiden Seiten helfen: Der Arbeitgeber weiß, warum längere Fehlzeiten anstehen, und kann Unterstützung anbieten – etwa bei der Anpassung des Arbeitsplatzes. Befürchtet man Nachteile, kann es aber besser sein, Details zu verschweigen.
Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer erhalten ihr volles Gehalt zunächst sechs Wochen lang vom Arbeitgeber– vorausgesetzt, das Arbeitsverhältnis besteht seit mindestens vier Wochen. Danach zahlt die Krankenkasse für weitere 72 Wochen [2] das sogenannte Krankengeld. Betroffene werden also bis zu 1,5 Jahren finanziell abgesichert.
Das Krankengeld beträgt 70 Prozent des regelmäßigen Bruttogehalts, maximal aber 90 Prozent des regelmäßigen Nettogehalts. Es ist steuerfrei, muss aber in der Steuererklärung angegeben werden, da es als Lohnersatzleistung den Steuersatz erhöhen kann.
Entscheidend für den Bezug ist, dass man lückenlos krankgeschrieben war. Seit Mitte 2019 verfällt der Anspruch auf Krankengeld zwar nicht mehr, wenn die Folgebescheinigung wegen derselben Erkrankung innerhalb eines Monats ausgestellt und bei der Krankenkasse eingereicht wird. Der Anspruch ruht allerdings, bis eine neue Bescheinigung vorliegt – Betroffene sollten daher bereits vor Ablauf der alten Bescheinigung zum Arzt gehen.
Zwar übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten, doch für Arzneimittel, Massagen, Hilfsmittel oder Fahrtkosten müssen Patienten Zuzahlungen leisten – in der Regel zehn Prozent der Kosten, mindestens fünf Euro, höchstens zehn Euro pro Leistung.
Für chronisch Kranke, zu denen Krebspatienten in der Regel zählen, liegt die Belastungsgrenze bei einem Prozent des jährlichen Familienbruttoeinkommens. Bei anderen Versicherten sind es zwei Prozent. Ist diese Grenze erreicht, können Betroffene bei der Krankenkasse eine Befreiung von weiteren Zuzahlungen für den Rest des Jahres beantragen [3].
Wichtig: Bei der Ermittlung der Belastungsgrenze werden alle Zuzahlungen des gesamten Haushalts zusammengerechnet – also auch die von mitversicherten Partnern und Kindern. Also ist es wichtig, auch sämtliche Belege zu sammeln.
Menschen mit Krebs können beim zuständigen Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis [4] beantragen. Kliniksozialdienste oder ambulante Krebsberatungsstellen helfen beim Ausfüllen der Formulare.
Eine Schwerbehinderung liegt vor, wenn eine Behinderung von mindestens 50 festgestellt wird. Die meisten Krebspatienten erhalten diesen Status zunächst unabhängig vom tatsächlichen Gesundheitszustand – allein aufgrund ihrer Diagnose. Je nach Tumorart und dem Stadium der Erkrankung gilt er bis zu fünf Jahre. In dieser Zeit wird abgewartet, ob ein Rückfall auftritt.
Der Ausweis bringt Anspruch auf Steuererleichterungen, den Anspruch auf fünf zusätzliche Urlaubstage pro Jahr und einen erweiterten Kündigungsschutz mit sich. Auch Vergünstigungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln, in Museen oder Schwimmbädern sind möglich.
Nach Ablauf der Gültigkeit müssen Betroffene einen neuen Antrag stellen. Für eine erneute Genehmigung reicht die Krebsdiagnose allein dann meist nicht mehr aus. Alle Einschränkungen – wie etwa Diabetes oder Depressionen – sollten dargelegt werden.
Ab einem Grad der Behinderung von 30 können Betroffene bei der Arbeitsagentur jedoch eine Gleichstellung mit Schwerbehinderten beantragen. Sie behalten dann den besonderen Kündigungsschutz und erhalten gegebenenfalls auch Steuererleichterungen.
Wenn feststeht, dass man trotz erfolgter Reha nicht mehr arbeiten kann, kommt eine Erwerbsminderungsrente infrage. Voraussetzung ist, dass man seit mindestens fünf Jahren Mitglied in der Deutschen Rentenversicherung ist und in dieser Zeit mindestens 36 Monate eingezahlt hat.
Die Höhe dieser Rente richtet sich danach, wie viele Stunden man täglich noch arbeiten kann. Wer noch mindestens drei, aber weniger als sechs Stunden pro Tag schafft, erhält eine teilweise Erwerbsminderungsrente. Bei weniger als drei Stunden kommt eine volle Erwerbsminderungsrente infrage. Doch bevor die Rentenversicherung eine Erwerbsminderungsrente gewährt, prüft sie, ob man durch eine medizinische oder berufliche Rehabilitation wieder arbeitsfähig werden kann. Es gilt der Grundsatz "Reha vor Rente [5]".
Doch auch wer gezwungen ist, über eine Erwerbsminderungsrente nachzudenken, sollte den Krankengeldanspruch für 78 Wochen voll ausschöpfen und nicht vorzeitig einen Antrag auf die Rente stellen. Ab dem Antragsdatum erhält man nämlich kein Krankengeld von der Krankenkasse mehr, sondern die in der Regel geringere Erwerbsminderungsrente. Das kann spürbare finanzielle Einbußen zur Folge haben.
Unterstützung bieten Kliniksozialdienste, ambulante Krebsberatungsstellen, Betriebsräte und Schwerbehindertenvertretungen. Auch die Krankenkassen, die Deutsche Rentenversicherung und örtliche Integrationsämter bieten Unterstützung.
Das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales informiert montags bis donnerstags von 8 bis 20 Uhr zu verschiedenen Themen: Arbeitsrecht (030 221 911 004), Behinderung (030 221 911 006) und Rente (030 221 911 001).
Die Deutsche Krebshilfe berät unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 80 70 88 77 und bietet über ihren Härtefonds finanzielle Unterstützung für Betroffene in Notlagen an.
In Streitfällen können Gewerkschaften und Berufsverbände weiterhelfen. Im oder Fachanwälte für Arbeits- und Sozialrecht.
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Nur einen Tag nach dem Launch knackte ein Experte die App in unter zwei Minuten – und Datenschützer sehen das als System, nicht als Panne.
Meilenstein auf dem falschen Weg? In der Debatte zu Alterskontrollen für Social Media, die seit Monaten nicht nur die deutschen Medien beherrscht, hat die EU-Kommission nun Fakten geschaffen.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen konnte jüngst die Botschaft verkünden, dass die bereits im Juli vergangenen Jahres angekündigte [1] App zur Altersüberprüfung jetzt fertiggestellt ist.
Eine App allerdings, die unmittelbar nach ihrer Präsentation offenbar nicht nur massive Sicherheitslücken aufweist, sondern auch heftige Kritik von Datenschützern, Hackern sowie Medienvertretern aus dem gesamten politischen Spektrum auf sich gezogen hat.
In der gemeinsam mit der Vizepräsidentin Henna Virkkunen veranstalteten Pressekonferenz betonte [2] von der Leyen, dass mit der App jetzt endlich ein "harmonisierte[r] europäische[r] Ansatz" zur Verfügung stehe, um Kinder vor "schädlichen Inhalten" im Netz zu schützen.
Den Altersnachweis beim Zugriff auf Online-Plattformen verglich die Kommissionspräsidentin mit dem Kauf von Alkohol, wo schließlich ebenfalls ein Ausweis verlangt werde. Die App funktioniere hingegen "völlig anonym: Nutzer können nicht verfolgt werden", versprach die Politikerin, und müssten "keinerlei sonstige personenbezogene Informationen preisgeben".
Design und Entwicklung der nach dem Open-Source-Prinzip gestalteten App, die "höchsten Datenschutzansprüchen" genügen soll, besorgte [3] das schwedische Unternehmen Scytales und die Deutschen Telekom.
Auch für die großen Online-Plattformen (VLOPs) im Fokus des umstrittenen Digital Services Acts (DSA) sei die Nutzung einfach. Daraus speiste von der Leyen ihre angriffslustig wirkende Formulierung: "Es gelten also keine Ausreden mehr."
Länder wie Frankreich, Dänemark, Griechenland, Italien, Spanien, Zypern und Irland planten bereits, die App "in ihre nationalen [digitalen] Brieftaschen zu integrieren". Das Ziel der EU ist klar: Bald soll "jeder Bürger" die App nutzen.
Die EU orientiert sich dabei explizit an dem "Erfolg" der Covid-19-Zertifikate (andernorts "Green Pass"), die während der Corona-Krise als Bruch mit dem Grundsatz der demokratischen Teilhabe kritisiert worden waren [4]: "Das Prinzip und das Modell ist das gleiche", so von der Leyen.
Damit schließt die Kommissionspräsidentin eine narrative Lücke, die zu Zeiten der Corona-Krise noch als bloße Spekulation abgetan wurde. Das betrifft auch den Autor dieser Zeilen [5].
Auch dem sensations- und skandalisierungsgeneigten, rechtskonservativen Portal Nius ist dieser Zusammenhang nicht verborgen geblieben [6]. Nach Stefanie Hubigs Deep-Fake-Gesetz witterte Julian Reichelt den nächsten "Horrorplan", der direkt in die "Hölle des EU-Totalitarismus" führt. Das "Meinungsfreiheit-Zertifikat" nehme nicht nur technische Anleihen bei der Corona-Zeit, sondern stelle analog dazu Grundrechte unter Vorbehalt.
Das EU-Projekt stößt aber nicht nur von der rechten Seite auf Widerstand. Die taz bezeichnete [7] die App in einem Kommentar als "Kapitulation vor der Realität". Autorin Anna Klöpper zufolge habe die EU die Hoffnung aufgegeben, die Tech-Konzerne direkt in die Verantwortung zu nehmen. Die VLOPs seien ohnehin gesetzlich – nämlich durch den DSA – zur Altersprüfung verpflichtet, täten dies aber nicht.
Deutschland gehört nicht zu den Spitzenreitern bei der Integration der EU-App in die nationale digitale Brieftasche, berichtet das ZDF. Das wirkt irreführend, denn wie netzpolitik.org Ende März berichtete, arbeitet auch das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung unter Karsten Wildberger (CDU) an einem Gesetzentwurf, der vorsieht, dass Kinder ab zwölf Jahren die EUDI-Wallet für Alterskontrollen nutzen können. Das Ministerium sichert sich dabei weitreichende Durchgriffsrechte.
Der Schritt ist weitgehend alternativlos, denn die novellierte eIDASVerordnung der EU (EUVerordnung 2024/1183) sieht ohnehin vor, dass jeder Mitgliedstaat seinen Bürgern und Unternehmen bis Ende 2026 mindestens eine EUDI-Wallet anbieten [8] muss.
Fundierte Kritik an dem Vorhaben äußert der Digitalrechtsexperte und ehemalige Abgeordnete der europäischen Piratenpartei Patrick Breyer. In einem Interview [9] mit der Berliner Zeitung warnt der promovierte Jurist eindringlich vor dem "Ende des Privaten" im Netz.
Die neue EU-Anwendung nennt er einen "Jugendschutz-Trojaner". Das eigentliche Ziel der EU sei es, Menschen daran zu gewöhnen, Internetdienste nur noch mit einer Regierungs-App nutzen zu können. Ferner hält Breyer das Instrument für völlig ungeeignet, um Kinder zu schützen.
So zeigten Umfragen, dass 80 Prozent der Jugendlichen ohnehin jemanden finden würden – etwa ältere Freunde oder Eltern –, der ihnen die App freischaltet. Zudem ließen sich die Sperren leicht über VPN-Dienste umgehen. Die Lösung biete daher eine reine "Scheinsicherheit".
Das eigentliche Problem liege nicht im Alter der Nutzer, sondern in den "plattform- und überwachungskapitalistischen Algorithmen" der großen Tech-Konzerne, die darauf programmiert seien, Nutzer mit extremen Inhalten möglichst lange am Bildschirm zu halten. Breyer fordert stattdessen, dass Nutzer ihren Timeline-Algorithmus selbst wählen können, und plädiert für mehr Medienkompetenz und "digitale Selbstverteidigung" an Schulen.
Zudem warnt Breyer vor massiven Sicherheitsrisiken. Die App sei keineswegs "anonym". Strafverfolger und Webseiten-Betreiber könnten über Metadaten, wie etwa Zertifikatsnummern, Verknüpfungen herstellen und so nachvollziehen, ob dieselbe Person beispielsweise ein Instagram-Profil besitzt und gleichzeitig sensible Gesundheits- oder Pornografie-Seiten besucht.
Da die App künftig die echte Identität der Nutzer verlangt, entstehe zudem ein extrem wertvoller Datenschatz. Dieser sei für Kriminelle hochattraktiv und berge die Gefahr von Identitätsdiebstahl und Betrug. Nicht zuletzt schließe der Ausweiszwang ältere Menschen ohne technisches Wissen oder Personen ohne Pass vom digitalen Leben aus.
Breyers Warnungen decken sich mit einem massiven Aufschrei aus der Wissenschaft von Anfang März, als mehr als 400 Sicherheits- und Datenschutzforscher aus über 30 Ländern in einem offenen Brief ein sofortiges Moratorium für die weltweite Einführung von Altersverifikationssystemen forderten [10].
Die Autoren kommen darin zu dem Schluss, dass die Technologie schlichtweg nicht funktionsfähig ist. Alterskontrollen seien "trivial einfach zu umgehen". Jugendliche nutzten geliehene Konten, gekaufte Zugangsdaten, VPN-Dienste oder einfache Requisiten vor der Kamera, um biometrische Scans auszutricksen.
Die Wissenschaftler warnen, dass sich gefälschte Altersnachweise nach der Einführung genauso schnell verbreiten werden wie gefälschte Impfzertifikate während der Corona-Krise. Die neuen Gesetze, heißt es weiter, richteten "mehr Schaden als Nutzen" an – insbesondere durch den gigantischen "digitalen Honeypot", der Hacker und Betrüger anziehen werde.
Wie unsicher die neue EU-Lösung technisch ist, zeigte sich nur einen Tag nach der Präsentation. Laut dem Online-Portal "CyberNews" knackte der Sicherheitsberater Paul Moore die App in unter zwei Minuten [11].
Die Anwendung speichert eine verschlüsselte PIN lokal, verknüpft diese aber nicht mit dem Identitäts-Tresor des Nutzers. Moore konnte durch das Löschen bestimmter Werte in den Konfigurationsdateien eine neue PIN setzen und behielt den Zugriff auf die bestehenden Identitätsdaten. Auch biometrische Kontrollen ließen sich durch das simple Ändern eines Codes von "true" auf "false" abschalten.
"Dieses Produkt wird irgendwann der Katalysator für einen enormen Datenverstoß sein. Es ist nur eine Frage der Zeit."
Paul Moore
Für den Telegram-Gründer Pawel Durow kommt dieser Hack nicht überraschend. Auf der Plattform X kommentierte er [12] den Vorfall und betonte, es handele sich dabei nicht um Zufall, sondern um System. Die App sei "absichtlich" so konstruiert worden, dass sie hackbar ist. Nicht zuletzt, da sie dem Endgerät blind vertraue.
Durow warnte allerdings davor, nun "über die EU-Bürokraten zu lachen". Denn diese hätten lediglich eine weitere Ausrede gebraucht, um die Freiheiten der Bürger auszuhöhlen. Der vermeintlich "überraschende Hack" habe ihnen genau das geliefert. Durows Appell an seine Follower: "Bleibt wachsam".
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Die Working Group for GCC AI Policy soll festlegen, inwiefern Contributors KI-Tools beim Entwickeln der GNU Compiler Collection nutzen dürfen.
Das GNU-Projekt hat eine Arbeitsgruppe für die GNU Compiler Collection (GCC) ins Leben gerufen, die Richtlinien für den Einsatz von KI bei der Weiterentwicklung des Projekts aufstellen soll.
Einige Contributors möchten wissen, ob sie KI nutzen dürfen, um frischen Code für das Projekt zu erstellen. Die Working Group for GCC AI Policy steht unter der Leitung von Jonathan Wakely [1], der bei Red Hat arbeitet.
Das „AI“ im Namen der Gruppe steht für jegliche Form von KI-Unterstützung, darunter Large Language Models (LLMs) und Small Language Models (SLMs).
Zahlreiche Projekte im Bereich Open Source und Freie Software klagen über eine steigende Last durch AI Slop. [2] KI-Coding-Tools wie Claude Code oder GitHub Copilot bieten eine gute Unterstützung für erfahrene Developer, ermöglichen aber auch Leuten ohne Programmierkenntnisse, schnell vermeintlich funktionierenden Code zu erstellen. Der wird aber oft nicht den Anforderungen des Projekts gerecht, oder enthält gar Schwachstellen.
Im März hatte die Linux Foundation 12,5 Millionen US-Dollar [3] von Anthropic, AWS, GitHub, Google, Google DeepMind, Microsoft und OpenAI gesammelt, um Maintainer von Open-Source-Projekten zu unterstützen, den Anforderungen der stark steigenden Menge an KI-generiertem Code gerecht zu werden.
Laut der Wiki-Seite der Working Group for GCC AI Policy [4] hat das GCC-Projekt bereits einige Codeeinreichungen erhalten, die teilweise oder vollständig mit LLMs erstellt wurden. Die Arbeitsgruppe will nun innerhalb von maximal drei Monaten einen ersten vorläufigen Entwurf für eine KI-Richtlinie erstellen, die das GCC Steering Committee prüfen und für das Projekt verabschieden soll.
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Meta und AWS erweitern ihre Partnerschaft mit einem Deal über mehrere zehn Millionen Graviton-Kerne für Metas Agentic-AI-Pläne.
Amazon Web Services und Meta haben eine Vereinbarung bekannt gegeben, nach der Meta mehrere zehn Millionen Graviton5-Cores von AWS verwenden wird. Mit dem Deal wird Meta zu einem der größten Graviton-Kunden, und die Vereinbarung sieht eine Erweiterung um weitere Graviton-Kerne vor, wenn Metas Bedarf wächst.
Meta will die zusätzliche Rechenleistung vor allem für den Bereich Agentic AI nutzen. Für das Training von KI-Modellen sind GPUs besser geeignet als CPUs. Im Bereich Agentic AI müssen autonome Agenten jedoch komplexe Aufgaben planen und ausführen, wofür sich CPUs besser eignen.
Amazon hatte die Graviton5-Chips im Dezember 2025 auf der re:Invent 2025 vorgestellt [1].
(Bild: Amazon)
Amazon bezeichnet die Graviton-CPU als Cloudprozessor, der speziell für energieeffiziente Cloudanwendungen konzipiert ist. Graviton setzt wie die Axion-Chips von Google und die Cobalt-Chips von Microsoft auf eine ARM-Architektur. Im März 2026 hat ARM erstmals einen eigenen Prozessor vorgestellt: Die AGI CPU [2], deren Name an die Artificial General Intelligence angelehnt ist, hat ARM zusammen mit Meta und TSMC entwickelt.
Die Graviton5-Chips haben 192 Kerne und einen deutlich größeren L3-Cache als das Vorgängermodell. Weitere Details lassen sich den offiziellen Ankündigungen von Meta [3] und von Amazon [4] entnehmen.
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Wer auf der Suche nach einem Gaming-Monitor ist, der vor allem bei schnellen Spielen überzeugen kann, muss nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Gerade im Einsteiger- und unteren Mittelklassebereich gibt es Modelle mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Beispiel dafür ist der Philips Evnia 27M2N3200AM, den es bei Amazon aktuell im Angebot gibt. Er ist gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung von 159 Euro um 31 Prozent reduziert und kostet damit nur noch 109 Euro.
Ein guter Deal, wie der Geizhals-Preisvergleich zeigt. Demnach bietet neben Amazon aktuell nur noch ein Ebay-Händler den Monitor an, er ruft aber 148,75 Euro dafür auf. Auch zeigt der Preisverlauf, dass der Monitor bisher kaum günstiger erhältlich war. Nur einmal, im November 2025, wurde er für 94,90 Euro angeboten.
Der Philips Evnia 27M2N3200AM setzt auf eine Bilddiagonale von 27 Zoll und eine Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixeln. Damit fällt die Bildschärfe zwar nicht überragend aus, allerdings bleiben auch die Anforderungen an die Grafikkarte vergleichsweise niedrig.
Zudem liegt die Bildwiederholrate mit 180 Hz auf hohem Niveau. Der Monitor ist somit in der Lage, schnelle Bewegungen flüssig darzustellen, was gerade in Shootern oder Rennspielen von Vorteil sein kann. Zudem soll die Reaktionsgeschwindigkeit von 1 ms Bewegungsunschärfen reduzieren.
Bei der Bildschirmtechnologie handelt es sich um Fast IPS. Diese soll kurze Reaktionszeiten mit stabilen Blickwinkeln verbinden und eine insgesamt ausgewogene Farbdarstellung bieten. Zwar dürften es Kontrast und Schwarzwerte nicht mit VA- oder OLED-Panels aufnehmen können, es ist aber mit einer für den Alltag zufriedenstellenden Bildqualität zu rechnen.
Auch AMD Freesync Premium ist an Bord. Zudem ist der Monitor mit G-Sync kompatibel. Durch die Technologien sollen Bildrisse und Ruckler reduziert werden.
Zusätzlich stehen verschiedene Gaming-Modi für Shooter, Rennspiele und Strategiespiele sowie ein einstellbares Fadenkreuz zur Verfügung.
Die ergonomische Ausstattung fällt im Hinblick auf den Preis umfassend aus. So kann der Monitor nicht nur nach vorn und hinten geneigt werden, er lässt sich auch um bis zu 130 mm in der Höhe verstellen und um 90 Grad drehen.
An Anschlüssen stehen zwei HDMI-2.0-Ports, ein Displayport 1.4 sowie ein Kopfhörerausgang zur Verfügung. Sogar zwei Lautsprecher mit einer Leistung von jeweils zwei Watt sind integriert, wobei sie klanglich eher als Notlösung dienen dürften.
In der Praxis scheint der Philips Evnia 27M2N3200AM überzeugen zu können. So erreicht er bei derzeit 102 Amazon-Bewertungen gute 4,7 von 5 Sternen.
Bei Amazon gibt es den Gaming-Monitor derzeit zum Sonderpreis
Philips Evnia 27M2N3200AM - 27 Zoll Full HD Gaming Monitor
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Von Philips gibt es noch viele weitere Monitore, aber auch Dockingstationen zu entdecken. Eine Übersicht liefert der Amazon-Store von Philips
Seit etlichen Monaten dominiert die Maus der Schweizer Marke Logitech die Bestsellerliste der PC-Gaming-Mäuse bei Amazon. Die Rede ist von der kabelgebundenen Logitech G502 Hero. Aktuell befindet sich die Bestseller-Maus im Angebot bei Amazon. Wenn es nach dem Keepa-Preistracker geht, dann gibt es die Maus nun zu einem besonders günstigen Preis, zumindest für das aktuell laufende Jahr 2026.
Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon die Logitech G502 Hero für nur 29,99 Euro
Logitech G502 Hero High-Performance Gaming-Maus
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Die Logitech G502 Hero setzt im Inneren auf den präzisen Hero-Sensor, der mit bis zu 25.600 DPI, 400 IPS und einer Beschleunigung von 40 G aufwarten kann.
Insgesamt elf frei programmierbare Tasten ermöglichen eine hohe Flexibilität im Spielalltag. Über die Logitech-G-HUB-Software lassen sich sämtliche Tasten individuell konfigurieren und bei Bedarf sogar mit einer zweiten Belegungsebene versehen.
Ein zentrales Feature für Shooter-Spieler ist die ergonomisch platzierte Sniper-Taste unter dem Daumen: Per Knopfdruck wird die DPI-Empfindlichkeit kurzfristig reduziert, um präzise Zielbewegungen zu ermöglichen, wobei nach dem Loslassen die Maus automatisch zur ursprünglichen Einstellung zurückkehrt. Für die Haupttasten verbaut Logitech langlebige mechanische Schalter, die auf bis zu 50 Millionen Klicks ausgelegt sind. Dank integriertem Onboard-Speicher können bis zu fünf Profile direkt auf der Maus gespeichert und ohne Software abgerufen werden.
Das Gewicht der Gaming-Maus beträgt standardmäßig 121 Gramm, lässt sich jedoch mithilfe des mitgelieferten Gewichtssystems um bis zu 18 Gramm individuell anpassen.
Zudem bietet die kabelgebundene Logitech G502 Hero eine anpassbare RGB-Beleuchtung.
So beliebt die Logitech G502 Hero auch ist, es bleibt eine kabelgebundene Maus. Wer lieber auf die kabellose Freiheit setzt, für den bietet sich etwa die Logitech G502 X Plus Lightspeed an. Auch in dieser drahtlosen Maus ist der Hero-Sensor von Logitech verbaut. Dieser bietet eine hohe Auflösung von bis zu 25.600 DPI, eine Polling-Rate von 1.000 Hz für blitzschnelle Reaktionen sowie eine maximale Geschwindigkeit von 400 IPS bei einer Beschleunigung von 40 G. Laut Hersteller soll die kabellose Maus bis zu 120 Stunden Akkulaufzeit zu bieten haben.
Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung verkauft Amazon die kabellose Gaming-Maus Logitech G502 X Plus Lightspeed für nur 79 Euro
In Südkorea ist ein Mann verhaftet worden, der mit einem KI-generierten Bild eines Wolfs die Suchaktion nach einem aus einem Zoo ausgebrochenen echten Wolf behindert hatte. Wie die BBC berichtet , wird dem Mann vorgeworfen, ein gefälschtes Foto erstellt zu haben, das den gesuchten Wolf an einer Straßenkreuzung zeigte.
Das Foto veranlasste die Behörden dazu, eine Suchaktion nach dem Verschwinden des echten Wolfs am 8. April 2026 umgehend zu verlegen und in der falschen Umgebung zu suchen. Zudem wurde von der Stadtverwaltung in diesem Gebiet eine Notfall-SMS an alle Einwohner versendet, um diese vor einem Wolf an der Straßenkreuzung zu warnen. Auch während einer Pressekonferenz soll das Bild von den Behörden gezeigt worden sein.
Die Polizei konnte den Mann als Verdächtigen identifizieren, nachdem Aufnahmen von Überwachungskameras sowie Protokolle seiner Nutzung eines KI-Programms ausgewertet wurden und ermittelt nun wegen Behinderung der Regierungsarbeit und Täuschung gegen ihn. Die Strafe dafür kann fünf bis zehn Jahre Haft oder eine Geldzahlung von bis zu zehn Millionen Won (knapp 5.800 Euro) betragen.
Weiter heißt es, der Mann habe während seiner Vernehmung gesagt, dass er das Bild nur aus Spaß veröffentlicht habe. Dabei wurde nicht gesagt, ob er das Bild absichtlich mit den Behörden teilte oder es lediglich online veröffentlichte. Der echte Wolf konnte nach neun Tagen eingefangen werden.
KI-generierte Bilder ließen sich in der Vergangenheit häufig durch Fehler im Bild entlarven . Moderne Programme sind aber immer realistischer und werden dazu benutzt, um Fotomodels durch KI-generierte Personen zu ersetzen oder gefälschte Urlaubsbilder zu erstellen (g+) .
Symbolbild
(Bild: Andrei Armiagov / Shutterstock.com)
Moskau hat wohl Nivelir-Satelliten vom Test- in den Regelbetrieb überführt. Die Flugkörper verfolgen US-Aufklärungssatelliten in unmittelbarer Nähe.
Der Kommandeur des US Space Command, General Stephen Whiting, hat bei einem Auftritt vor dem Center for Strategic and International Studies (CSIS [1]) in Washington eine ungewöhnlich deutliche Warnung ausgesprochen: Russland betreibe mittlerweile einsatzbereite Waffensysteme im Erdorbit, die gezielt amerikanische Aufklärungssatelliten bedrohen.
Wie Golem berichtet [2], hat Moskau die sogenannten Nivelir-Satelliten vom Testbetrieb in den aktiven Einsatz überführt.
Im Mittelpunkt steht das russische Programm Nivelir (interne Bezeichnung 14F150/14K167). Die Flugkörper werden in Umlaufbahnen gebracht, die jenen US-amerikanischer Spionagesatelliten des National Reconnaissance Office (NRO) eng folgen.
Nach Erreichen ihrer Position setzen sie kleinere Subsatelliten frei – Whiting verglich das Prinzip in seiner Rede [3] mit russischen Matrjoschka-Puppen.
Diese Subsatelliten manövrieren eigenständig und können sich Zielen auf unter 100 Kilometer nähern. Die Nivelir-Hauptsatelliten werden von chemischen Triebwerken (OKB Fakel K50-10.5) mit einem Schub zwischen 0,113 und 0,548 Newton angetrieben.
Dass die Nivelir-Satelliten mehr als bloße Inspektionsgeräte sind, zeigte ein Test im Jahr 2020: Einer der Subsatelliten feuerte ein Projektil mit hoher Geschwindigkeit ab, als er sich dem russischen Satelliten Kosmos 2535 genähert hatte.
US-Analysten werteten den Vorgang als Demonstration einer kinetischen Anti-Satelliten-Waffe (ASAT), die andere Raumflugkörper durch direkten Beschuss zerstören kann.
Bislang startete Russland vier Nivelir-Satelliten. Der jüngste hob am 23. Mai 2025 mit einer Sojus-2.1b-Trägerrakete vom Kosmodrom Plessezk ab, wie RussianSpaceWeb dokumentiert [4].
Das Timing war offenkundig kein Zufall: Bereits am 30. Mai näherte sich der Satellit dem NRO-Aufklärungssatelliten USA 338 – einem optischen Spionagesatelliten der Keyhole-Klasse – bis auf 93,9 Kilometer.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Start und gab als Fracht „militärische Nutzlast“ an, gab aber keine Details zum Zweck bekannt.
Whiting ordnete die Aktivitäten in eine breitere militärische Strategie ein. Russische Planer verfolgten demnach asymmetrische Ansätze in den Bereichen Nuklear, Cyber und Weltraum, um ein wahrgenommenes konventionelles Rüstungsdefizit gegenüber der NATO auszugleichen.
Den Einsatz der Nivelir-Satelliten verglich der General damit, einen neuen Kampfjet nicht auf dem eigenen Testgelände zu erproben, sondern direkt neben feindlichen Flugzeugen im aktiven Dienst.
Besonders beunruhigend stuft das US Space Command Berichte ein, wonach Russland an einer nuklearen Anti-Satelliten-Waffe arbeitet – was den Weltraumvertrag von 1967 verletzen würde, dem Russland als Unterzeichnerstaat beigetreten ist. Whiting bezeichnete dieses Szenario als „unglaublich besorgniserregend“, wie Broadband Breakfast [5] und Fox News [6] berichteten.
Eine nukleare Detonation im niedrigen Erdorbit (LEO) würde elektromagnetische Strahlung und eine massive Trümmerwolke erzeugen. Betroffen wären sämtliche Satellitenbetreiber – auch zivile Systeme für Kommunikation, Navigation und Erdbeobachtung.
Russland selbst unterhält vergleichsweise wenige Satelliten in diesem Bereich und hätte entsprechend wenig zu verlieren.
Die möglichen Auswirkungen reichen bis in den Alltag: Bereits heute verzeichnet die Deutsche Flugsicherung (DFS) verstärkt GPS-Störungen – allein von Januar bis August 2025 waren es 447 Meldungen, etwa zwanzigmal mehr als zuvor.
Ein großflächiger Satellitenverlust im LEO würde Navigation, Logistik, Finanzdienstleistungen und Mobilfunk empfindlich treffen. Das europäische Galileo-System bietet zwar eine Alternative, doch eine Trümmerwolke im niedrigen Orbit gefährdet alle Systeme gleichermaßen.
Das US Space Command überwacht die Nivelir-Satelliten nach eigenen Angaben kontinuierlich mit boden- und weltraumgestützten Sensoren. Ziel sei es, Manöver frühzeitig zu erkennen und Betreiber betroffener Satelliten zu warnen. Wie viel Reaktionszeit im Ernstfall tatsächlich bliebe, ließ Whiting offen.
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