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Mobilfunk per Satelliten: D2D-Nutzung sinkt, sobald es kostenpflichtig wird

Von Achim Sawall — 21. April 2026 um 19:03
Milliarden werden derzeit von Amazon und Starlink in Frequenzen für D2D investiert. Doch die Nutzer wollen nicht zahlen.
SMS bei D2D bei T-Mobile US im Netz von Starlink (Bild: T-Mobile US / Screenshoot: Golem)
SMS bei D2D bei T-Mobile US im Netz von Starlink Bild: T-Mobile US / Screenshoot: Golem

Die Zahl der D2D-Nutzer (Direct To Device) wächst weltweit stark. Doch sobald die Anbieter den Dienst kostenpflichtig machen, geht die Nutzung zurück. Das ergab eine Analyse des Nutzerverhaltens von Ookla , die am 21. April 2026 vorgelegt wurde. So ist die Anzahl der D2D-Verbindungen in den USA (T-Mobile US) und Kanada (Rogers) in den vergangenen Monaten zurückgegangen, nachdem nach einer Gratis-Einführungsphase Gebühren für den über Starlink realisierten Dienst erhoben wurden.

Kunden in Premium-Tarifen erhalten den Dienst in den USA weiterhin kostenlos, während Nutzer in günstigeren Tarifen nun etwa 10 US-Dollar pro Monat zusätzlich zahlen müssen. Direct-to-Device (D2D) bezeichnet die Fähigkeit eines Satelliten, eine direkte Funkverbindung zu einem handelsüblichen Smartphone herzustellen.

In der Ukraine wird der Dienst bei Kyivstar und in Japan bei KDDI ohne Aufpreis angeboten, was zu stabilen oder steigenden Verbindungszahlen führte. In Chile, wo Entel 200 SMS mit D2D kostenlos anbietet, wächst die Nutzung auch stark an.

D2D: Lange Wartezeit für eine SMS

Dazu kommen bestehende technische Hürden: Die aktuelle D2D-Technologie ist meist nur für Notfälle oder kurze Textnachrichten einsetzbar. Im Durchschnitt dauerte das Senden und Empfangen einer Nachricht noch 1 Minute und 17 Sekunden. Bei Fahrtests von Rootmetrics (einer Ookla-Tochter) in New York lag die Erfolgsquote für den SMS-Versand bei etwa 60 Prozent. Die meisten aktuellen Verbindungen können lediglich "einige Bytes" übertragen.

Die Rangliste wird von Ländern mit großen ländlichen Gebieten ohne Mobilfunkversorgung angeführt. Mit 45,9 Prozent aller weltweiten D2D-Verbindungen sind die USA der mit Abstand größte Markt. Dies liegt an der frühen Partnerschaft zwischen T-Mobile und Starlink sowie dem Dienst von Skylo für Verizon.

Australien folgt an zweiter Stelle mit 18,1 Prozent. Die riesigen, unbewohnten Gebiete im Outback machen Satellitenverbindungen hier fast überlebensnotwendig. Chile belegt den dritten Platz mit 10 Prozent und Kanada liegt knapp dahinter mit 9,8 Prozent.

Noch weniger Nutzer für D2D

Doch nur ein sehr geringer Prozentsatz der Mobilfunknutzer in diesen Ländern nutzt D2D-Satelliten. Beispielsweise verzeichneten im März 2026 in den USA lediglich 0,46 Prozent der Speedtest-Nutzer eine Verbindung zu einem D2D-Satelliten. In Chile lag dieser Wert bei 1,26 Prozent an der Spitze, in Kanada bei 0,70 Prozent und in Japan mit 0,11 Prozent am niedrigsten.

Starlink baut laut Oakla weltweit die "überwältigende Mehrheit" der gemessenen D2D-Verbindungen auf. Besonders durch das Rebranding zu Starlink Mobile und den Start in Ländern wie Chile, Peru, Ukraine und Großbritannien hat SpaceX seine Vormachtstellung erweitert. Skylo wird als zweitwichtigster Akteur genannt, gefolgt von Lynk Global, der auch bereits kommerzielle Verbindungen ermöglicht. AST Spacemobile kann noch keinen kommerziellen D2D-Regelbetrieb anbieten.

Apple hat mithilfe der Satelliten und Frequenzspektrums von Globalstar den D2D-Markt maßgeblich geprägt. Seit dem iPhone 14, das 2022 auf den Markt kam, kann jedes iPhone über diese Satelliten Textnachrichten senden und empfangen.

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Lithium-Raffinerie: Erste elektrochemische Lithiumproduktion in Kanada eröffnet

Von Mario Petzold — 21. April 2026 um 18:41
Das Verfahren nutzt vergleichsweise wenig Energie und kann zunächst 1.000 Tonnen Lithium pro Jahr bereitstellen. Auch das Mineral kommt aus Kanada.
Angestellte von Mangrove Lithium vor einer Versuchsanlage zur elektrochemischen Lithiumgewinnung (Bild: Mangrove Lithium)
Angestellte von Mangrove Lithium vor einer Versuchsanlage zur elektrochemischen Lithiumgewinnung Bild: Mangrove Lithium

Das kanadische Unternehmen Mangrove Lithium , das schon 2013 in Laborversuchen seine Methode zeigte, hat eine erste Raffinerie zur elektrochemischen Gewinnung von Lithium eröffnet. Die Jahresproduktion der Anlage nahe Vancouver in der kanadischen Provinz British Columbia soll zunächst bei 1.000 Tonnen liegen.

Die Menge Lithium reicht laut Unternehmensangaben für ungefähr 25.000 Elektroauto-Batterien. Wobei nicht ganz klar ist, auf welche Lithiumverbindung sich die Masse bezieht. Sollte es sich um Lithiumkarbonat handeln, würde diese Menge tatsächlich für ebenso viele Akkumulatoren mit je 80 Kilowattstunden Kapazität ausreichen.

Die lithiumhaltigen Minerale stammen ebenfalls aus Kanada, so dass das Ziel ist, die komplette Wertschöpfungskette von der Lithiumgewinnung bis zur fertigen Kathode innerhalb Kanadas zu etablieren. Auch deshalb wird das Vorhaben mit umgerechnet 13 Millionen Euro durch staatliche Gelder unterstützt.

Stromintensiv und giftig

Laut Mangrove Lithium wird bei der eigenen Methode weniger Strom benötigt als bei der üblichen Trennung von gelösten Elementen in Sole. Andererseits besteht bei chemischen Verfahren das Problem einer Chlorgasfreisetzung, weil das begehrte Leichtmetall häufig in Form von Lithiumchlorid vorkommt. Mangrove Lithium gibt an, dass sowohl Lithiumchlorid als auch Lithiumsulfat in ihrer Anlage in batteriefähiges Lithium überführt wird.

Eine vergleichbare Methode wurde 2024 an der Rice University in Texas, USA, entwickelt. Mit neuartigen Materialien und einem Dreikammersystem wurde die Bildung von Chlorgas bei der Lithiumgewinnung unterbunden.

Erweiterung in der Vorbereitung

Eine weitere Anlage, die bereits 40.000 Tonnen Jahresproduktion erreichen soll, ist bei Mangrove Lithium in Planung. Sie soll im Osten Kanadas entstehen und Mineralien aus Quebec verarbeiten, um dann umgerechnet 500.000 E-Auto-Batterien herstellen zu können.

Aktuell werden Kanadas Lithiumreserven auf etwa 1 Million Tonnen geschätzt. Der Wert dürfte aber nur einen Bruchteil der Ressourcen ausmachen, die bisher jedoch noch nicht entdeckt wurden. Zum Vergleich: Allein im etwa 25-mal kleineren Deutschland liegen die potenziellen Ressourcen bei 2,7 Millionen Tonnen.

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Anzeige: 100-W-USB-Ladegerät von Haribo wieder zum Tiefstpreis

Von Erik Körner — 21. April 2026 um 18:12
Ein 100-W-USB-Ladegerät von Haribo mit vier Anschlüssen ist bei Amazon wieder für unter 26 Euro im Angebot. Günstiger war es noch nie.
Das Haribo-USB-Ladegerät mit 100 W und vier USB-Anschlüssen im Amazon-Angebot (Bild: Amazon.de/Haribo/Golem) amazon Affiliate

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Das Haribo-USB-Ladegerät mit 100 W und vier USB-Anschlüssen im Amazon-Angebot Bild: Amazon.de/Haribo/Golem

Das unter Amazon-Kunden und Golem-Lesern extrem beliebte 100-W-USB-Ladegerät von Haribo ist bei Amazon wieder günstiger erhältlich. Im befristeten Angebot zahlt man unter 26 Euro statt dem durchschnittlichen Verkaufspreis von 29,99 Euro. Laut Preistracker Keepa kostete der Charger bisher noch nie weniger. Der Rabatt läuft bis zum 29. April 2026, kann aber vorzeitig enden.

Das bietet das USB-Ladegerät von Haribo

Haribos USB-Ladegerät hat ein weißes Gehäuse mit blauem Goldbären-Aufdruck und eine silberne Frontseite mit einem USB-A- und drei USB-C-Anschlüssen. Laut Hersteller misst es nur 3 x 8,5 x 5,6 cm und wiegt unter 200 Gramm. Das soll es zu einem der kompaktesten sowie reisefreundlichsten Vier-Port-Ladegeräte auf dem Markt machen. Unter den USB-Anschlüssen findet sich eine kompakte LED-Anzeige für die aktuelle Ladeleistung.

Bis zu vier Geräte kann das USB-Ladegerät von Haribo gleichzeitig aufladen. Die USB-C-Anschlüsse erreichen dabei eine Spitzenleistung von bis zu 100 W; der USB-A-Anschluss von bis zu 30 W. Das ist genug, um Smartphones, Tablets, Laptops, Handheldkonsolen und viele weitere tragbare Geräte aufzuladen. Die Ladeleistung variiert je nach Menge der belebten Ports; je weniger angeschlossene Geräte, desto höher der Output. Eine genaue Aufteilung mit Watt-Angaben findet sich auf der Produktseite.

Das USB-Ladegerät von Haribo unterstützt diverse Schnellladeprotokolle. Mit dabei sind Standards wie Power Delivery 3.0 und Quick Charge 4.0 Plus sowie hauseigene Protokolle wie Samsungs Programmable Power Supply. 2.0. So wird quasi jedes Gerät, unabhängig vom Hersteller, möglichst schnell und effizient aufgeladen. Ein Beispiel: Ein MacBook Air 14 Zoll soll in nur 27 Minuten von 0 auf 50 Prozent Akkustand kommen, vorausgesetzt, es wird allein geladen.

Haribo bei Amazon: USB-Ladegeräte im Goldbären-Design zum Sparpreis

Amazon verkauft Haribos USB-Ladegerät

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für 25,49 Euro. Der Preis gilt nur für das Modell mit dem blauen Goldbären. Wer rote Goldbären bevorzugt, zahlt für die zweite Farbvariante
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26,34 Euro statt dem durchschnittlichen Verkaufspreis von 30,99 Euro im befristeten Angebot. Mehr reduzierte USB-Ladegeräte von Haribo finden sich auf der Amazon-Seite
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des Herstellers schon ab knapp 6 Euro. Stöbern lohnt sich.

Haribo 100W USB C Ladegerät

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Ternus als Apple-CEO: Fokus auf Hardware und schnelle Entscheidungen

Von Heise — 21. April 2026 um 18:10
John Ternus

Apples künftiger CEO John Ternus

(Bild: Apple)

Mit dem Amtsantritt von John Ternus als Apple-CEO im September 2026 könnte sich der Führungsstil bei Apple wandeln. Er gilt als entscheidungsfreudiger als Cook.

Kollegen des künftigen Apple-CEO John Ternus erwarten nach dem Wechsel im September [1] mehr Entscheidungsfreude an der Spitze des iPhone-Herstellers. Ternus knüpfe damit an Apple-Mitgründer Steve Jobs an, heißt es in einem Bloomberg-Bericht. Apples aktueller CEO Tim Cook habe dagegen bei Vorhandensein mehrerer Optionen lieber länger abgewogen und Fragen gestellt. Ternus komme, so namentlich genannte Quellen im Unternehmen, gerne schnell zu einer Entscheidung – auch auf die Gefahr hin, dass mal eine falsch sein kann. Ob er allerdings diese Gepflogenheit aus seiner jetzigen Aufgabe als Senior Vice President of Hardware Engineering auch auf die neue Aufgabe überträgt, gilt es abzuwarten.

Mit Ternus könnte die kollektive Entscheidungskultur enden, die Tim Cook eingeführt hat. Cook soll bei kniffligen Weichenstellungen mehrere Spitzenverantwortliche hinzugezogen haben. Unter Ternus könnten die Fäden künftig wieder stärker bei einer Person zusammenlaufen. „Ob richtig oder falsch, aber es ist zumindest eine Entscheidung“, zitiert Bloomberg-Reporter Mark Gurman [2] einen Insider.

Treibende Kraft beim MacBook Neo

Beobachter berichten außerdem, dass Ternus bei einigen zentralen Fragestellungen der vergangenen Jahre einen guten Instinkt für die richtigen Entscheidungen gezeigt habe. So sei Ternus skeptisch bei der Vision Pro und beim Automobil-Projekt gewesen und habe sich dagegen ausgesprochen. Während das Apple-Auto niemals Serienreife erlangte [3] und das Projekt eingestellt wurde, wird die Vision Pro [4] dem seinerzeit formulierten Anspruch, dass das räumliche Computing die Zukunft sei, nicht gerecht. Sie wird in Nischen wertgeschätzt, hat aber keine Breitenwirkung erzielt.

Beim MacBook Neo [5] sei Ternus hingegen die treibende Kraft gewesen. Das günstigste MacBook spricht vor allem jüngere und preisbewusste Zielgruppen an. Es war nach seinem Start rasch ausverkauft und Interessierte müssen aktuell mit Wartezeiten rechnen.

Amtsübergabe am 1. September 2026

Ternus wird den Chefposten bei Apple am 1. September übernehmen. Der 50-Jährige kam im Jahr 2001 ins Unternehmen [6] und hat einen Abschluss in Maschinenbau an der University of Pennsylvania. Tim Cook wird indessen in die neu geschaffene Position des Executive Chairman im Board of Directors wechseln. Dort soll er unter anderem für Regierungsbeziehungen weltweit verantwortlich zeichnen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11266703

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Machtwechsel-bei-Apple-Tim-Cook-uebergibt-an-John-Ternus-11265059.html
[2] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-04-21/apple-bets-new-ceo-john-ternus-will-bring-back-jobs-era-decisiveness
[3] https://www.heise.de/news/Bericht-Apple-stellt-Autoprojekt-ein-versetzt-Team-zur-generativen-KI-9640888.html
[4] https://www.heise.de/meinung/Erste-Analyse-zur-Apple-Vision-Pro-Die-Entgegenstaendlichung-des-Displays-9178588.html
[5] https://www.heise.de/tests/MacBook-Neo-im-Test-Der-Budget-Mac-mit-dem-Smartphone-Herz-11205775.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Portraet-von-John-Ternus-Ist-er-Apples-naechster-CEO-11091127.html
[7] https://www.heise.de/mac-and-i
[8] mailto:mki@heise.de

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DMA-Vorgaben: Apple blockiert Interoperabilität für Drittanbieter-Apps

Von Heise — 21. April 2026 um 17:04
Europa-Flagge und ein iPhone mit Apple-Logo

(Bild: daily_creativity / Shutterstock.com)

Die Free Software Foundation wirft Apple vor, entgegen der DMA-Vorgaben den Zugang zu iOS-Schnittstellen zu erschweren und so Interoperabilität zu behindern.

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) beklagt in einem Bericht, dass Apple Entwicklern in der Europäischen Union entgegen gesetzlicher Vorgaben in etlichen Fällen keinen freien Zugang zu Hardwarefunktionen gewährt hat, die von den Betriebssystemen iOS und iPadOS kontrolliert werden. Sie nennt als Beispiele Anträge, in denen es um Zugang zu Bluetooth Low Energy oder Apple Wallet ging. Die Begründungen Apples würden der eigenen Entwicklerdokumentation des Unternehmens widersprechen.

Interoperabilität bedeutet, dass Software von Drittanbietern auf dieselben Systemfunktionen zugreifen kann wie die Apps des Plattformbetreibers selbst. Der Digital Markets Act [1] (DMA) verpflichtet Apple als sogenannten Gatekeeper dazu, solchen Zugang kostenlos und diskriminierungsfrei zu gewähren. Statt seine Plattform jedoch von vornherein mit offenen APIs und Dokumentation zugänglich zu machen, hat Apple ein antragsbasiertes System eingeführt: Entwickler müssen für jede gewünschte Funktion einzeln um Erlaubnis bitten, ein kostenpflichtiges Entwicklerkonto vorweisen, das 99 US-Dollar pro Jahr kostet, und detaillierte Begründungen einreichen.

Welche Anträge Apple abgelehnt hat

Die EU-Kommission leitete daraufhin ein Spezifikationsverfahren gegen Apple [2] ein, um den Konzern zu transparenteren Abläufen samt öffentlichem Anfragen-Tracker zu verpflichten – doch auch unter diesem Rahmen hat laut FSFE [3] bislang kein einziger der 56 Anträge zu einer Interoperabilitätslösung geführt. Dabei hatte Apple bereits im Dezember 2025 erste Interoperabilitätsvorgaben der EU fristgerecht umgesetzt [4] – allerdings nur jene, zu denen es rechtlich verpflichtet war. Selbst in dem Fall, dass Apple einen Antrag akzeptiert, hat das Unternehmen bis zu 24 Monate Zeit für die Umsetzung. Auseinandersetzungen mit Widerspruch und Schlichtung gestalten sich laut FSFE langwierig. Die Interessenvertreter kritisieren, dass Apple selbst entscheidet, welche Funktionen „in den Geltungsbereich“ des Gesetzes fallen. Anträge würden mit der Begründung abgelehnt, dass sie gar keine iOS-Funktion seien, obwohl Apple sie trotzdem für eigene Dienste nutzt.

Ein Entwickler beantragte Zugang zur Just-in-Time-Kompilierung (JIT) – einer Technik, die Apples eigener Safari-Browser seit Jahren nutzt. Apple lehnte ab: Für Nicht-Browser-Apps sei das keine iOS-Funktion. Ein anderer Entwickler wollte auf das NFC-Protokoll zugreifen, das Apple Wallet verwendet – Apple bestritt, dass es sich dabei um eine OS-kontrollierte Funktion handele, obwohl die eigene Entwicklerdokumentation für genau diesen Zugang eine Sondergenehmigung vorschreibt. Dabei hatte die EU-Kommission Apple bereits verpflichtet, den NFC-Controller für Drittanbieter zu öffnen [5], damit Apps Zahlungsdaten etwa an Smartwatches übertragen können. Ein dritter Antrag betraf Bluetooth LE Audio für Forschungshardware – abgelehnt mit der Begründung, Apple nutze das selbst nicht, obwohl Bluetooth Low Energy Teil von iOS ist. Zwei weitere Anträge zielten auf Alternativen zu Apples Push-Notification-Dienst – auch sie wurden abgewiesen, da dieser angeblich bereits offen sei.

FSFE plädiert für offene Schnittstellen

Die FSFE setzt sich dafür ein, dass die EU Interoperabilität „by design“ einfordert, also offene Schnittstellen im System, die ohne Antragsverfahren nutzbar sind. Apple hat zuletzt zwar angekündigt, Wearables von Drittanbietern in der EU mit weiteren Funktionen wie Live-Aktivitäten zu unterstützen [6] – doch das geschieht weiterhin im Rahmen des antragsbasierten Systems, das die FSFE kritisiert. Auch dürfe es keine Verschwiegenheitserklärungen für Entwickler geben, die Interoperabilität beantragen. Dies sei in 27 der abgelehnten Antragsverfahren der Fall gewesen. Und die EU-Kommission wird ersucht, das Gesetz stärker durchzusetzen.

Apple wurde von heise online um eine Stellungnahme gebeten, hat sich unmittelbar aber noch nicht geäußert. Apple hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, der DMA schaffe einen unpassenden, kostspieligen Prozess [7] und hemme Innovation – und dem Gesetz sogar Alternativvorschläge entgegengestellt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11266605

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/thema/Digital-Markets-Act
[2] https://www.heise.de/news/iOS-Apple-warnt-vor-Oeffnung-wichtiger-Schnittstellen-durch-EU-10422632.html
[3] https://fsfe.org/news/2026/news-20260420-01.html
[4] https://www.heise.de/news/EU-Endspurt-bei-Apple-iPhone-wird-ungewollt-offener-11118716.html
[5] https://www.heise.de/news/EU-Endspurt-bei-Apple-iPhone-wird-ungewollt-offener-11118716.html
[6] https://www.heise.de/news/Wearables-von-anderen-Anbietern-Apple-erweitert-Funktionsumfang-in-der-EU-11241427.html
[7] https://www.heise.de/news/Streit-mit-EU-Apple-macht-Alternativvorschlaege-zum-DMA-10671290.html
[8] https://www.heise.de/mac-and-i
[9] mailto:mki@heise.de

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Neuer Apple-CEO, alte Probleme: Jetzt muss Ternus liefern | Mac & i-Podcast

Von Heise — 21. April 2026 um 15:59
Apples nächster CEO: Das schwere Erbe für John Ternus  Mac & i-Podcast

Apples nächster CEO heißt John Ternus. Wir analysieren, welche massiven Herausforderungen auf den Ingenieur warten und welche Rolle Tim Cook spielt.

Lange erwartet, jetzt offiziell: Anfang September übernimmt Apples bisheriger Hardware-Chef John Ternus die CEO-Rolle von Tim Cook – pünktlich zur Einführung neuer iPhone-Modelle. Damit leitet künftig ein auf iPhones, Macs und iPads fokussierter Ingenieur das Unternehmen. Der Umbau an der Konzernspitze geht darüber hinaus: Als „Executive Chairman“ bleibt Tim Cook an Bord und wohl weiter involviert in das Tagesgeschäft. Chip-Experte Johnny Srouji wird Apples neuer Hardware-Guru, der die Entwicklung von Produkten wie Technik vorantreibt.

In Episode 120 ordnen Malte Kirchner und Leo Becker Apples nächtliche Ankündigung der CEO-Nachfolge ein. Wir sprechen über Cooks Vermächtnis und über die erstaunlich wenigen Dinge, die bislang über Ternus bekannt sind. Uns beschäftigen primär die großen Herausforderungen, vor denen der langjährige Hardware-Chef nun steht – KI-Rückstand, Softwarequalität, China-Abhängigkeit und immer komplexere Regulierung sind nur einige der Minenfelder. Und Ternus wird Antworten auf den Ruf nach Produktinnovationen – dem „one more thing“ – finden müssen.

Apple-Themen – immer ausführlich

Der Apple-Podcast von Mac & i erscheint mit dem Moderatoren-Duo Malte Kirchner und Leo Becker im Zweiwochenrhythmus und lässt sich per RSS-Feed (Audio [2]) mit jeder Podcast-App der Wahl abonnieren – von Apple Podcasts über Overcast bis Pocket Casts.

Zum Anhören findet man ihn auch in Apples Podcast-Verzeichnis (Audio [3]) und bei Spotify [4]. Wir freuen uns über Feedback, Kritik und Fragen an podcast@mac-and-i.de [5].


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[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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[3] https://podcasts.apple.com/de/podcast/mac-i/id1499510618
[4] https://open.spotify.com/show/5Tcgc97HvYREYM7kIRsxii
[5] mailto:podcast@mac-and-i.de
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://www.heise.de/mac-and-i
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Gesetzliche Rente: Nur noch Basis – und dann?

Von Telepolis — 21. April 2026 um 18:05
Ein Mann legt eine Münze in eine Sparschwein, eine Frau steht dahinter.

(Bild: Lordn / Shutterstock.com)

Merz nennt die gesetzliche Rente nur noch Basisschutz – und löst damit den heftigsten Koalitionsstreit seit Regierungsstart aus.

Die gesetzliche Rente [1] ist nicht das Lieblingsthema von Bundeskanzler Friedrich Merz. Und das hat er beim Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken unter Beweis gestellt – und einmal mehr einen heftigen Streit in der Koalition ausgelöst.

Der CDU-Politiker sagte laut Deutscher Presse-Agentur (dpa):

"Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter. Sie wird nicht mehr ausreichen, um den Lebensstandard zu sichern."

Stattdessen forderte er, dass die Altersvorsorge kapitalgedeckte Elemente der betrieblichen und privaten Vorsorge "in weit größerem Umfang" als bisher ausweise. Und dann wandte er sich direkt an die anwesenden Banker: "Hier kommen Sie ins Spiel".

SPD droht mit "erbittertem Widerstand"

Der Koalitionspartner reagierte scharf. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf erklärte im Spiegel:

"Wenn der Bundeskanzler die gesetzliche Rente auf eine 'Basisrente' herunter rasieren will, wird er auf den erbitterten Widerstand der Sozialdemokratie treffen."

Für mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland sei die gesetzliche Rente die einzige Alterssicherung. Im Osten des Landes gelte das sogar für drei Viertel aller Ruheständler.

SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt betonte laut dpa: "Auf die gesetzliche Rente muss Verlass sein." Wer Verunsicherung schüre, handle verantwortungslos.

SPD-Politiker Dirk Wiese plädierte dafür, den Kreis der Einzahler zu erweitern – etwa um Bundestagsabgeordnete – und verwies auf Vorbilder in Österreich und den Niederlanden.

Gewerkschaften und Sozialverbände warnen

Auch außerhalb der Koalition fiel die Kritik heftig aus.

DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel nannte es laut dpa "an Dreistigkeit nicht zu überbieten", die gesetzliche Rente zum Basisanspruch kleinzureden. VdK-Präsidentin Verena Bentele warnte vor einem "gefährlichen Paradigmenwechsel".

Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch forderte den Kanzler auf, "für grundlegende Reformen zu werben, nicht für einen Abriss des ganzen Rentensystems".

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht bezeichnete Merz' Pläne als [2] "Anschlag auf die ostdeutschen Rentner". Sie forderte auch eine Volksabstimmung zwischen dem "Modell Merz" und dem "Modell Österreich" – dort liegt die durchschnittliche Rente rund 800 Euro höher als in Deutschland.

Warum das Rentensystem unter Druck steht

Hinter der Debatte steckt ein reales Problem. Die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge gehen in den Ruhestand. Jüngere Generationen können sie zahlenmäßig nicht ersetzen.

Das Rentenniveau – also das Verhältnis der Rente zum Durchschnittseinkommen – liegt aktuell bei 48 Prozent. Gesetzlich garantiert ist dieser Wert aber nur bis 2031.

Ab 2032 sinkt er laut Alexander Gunkel, Vorsitzender des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, dauerhaft darunter. Bei schlechter Wirtschaftslage droht ein Absinken auf 46,1 Prozent.

Der aktuelle Beitragssatz von 18,6 Prozent des Bruttoeinkommens reicht schon heute nicht aus. Der Bund schießt jährlich Milliarden zu.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Rentner in Grundsicherung [3] innerhalb von fünf Jahren um rund ein Drittel auf über 755.000. Frauen trifft es besonders hart: Jede fünfte über 65 gilt als armutsgefährdet.

Was die geplante Rentenreform bringen soll

Die schwarz-rote Koalition arbeitet an einer großen Rentenreform. Eine Expertenkommission verhandelt seit Januar hinter verschlossenen Türen. Im Sommer 2026 sollen Vorschläge vorliegen, zum 1. Januar 2027 soll die Reform greifen.

Im Koalitionsvertrag steht das Konzept eines "Gesamtversorgungsniveaus", das alle drei Säulen – gesetzliche, betriebliche und private Vorsorge – zusammenfasst.

Ein konkreter Baustein existiert bereits: Der Bundestag hat einen Nachfolger für die als zu teuer geltende Riester-Rente beschlossen. Ab Januar 2027 sollen neue staatlich geförderte Vorsorgeprodukte mit niedrigeren Kosten und höherer Rendite zur Verfügung stehen.

Was das für Beitragszahler heißt

Laut dem jüngsten Alterssicherungsbericht macht die gesetzliche Rente 69 Prozent aller Leistungen an über 65-Jährige aus. Betriebsrenten kommen nur auf 7 Prozent, private Vorsorge auf 17 Prozent.

Experten empfehlen jedoch 70 bis 80 Prozent des letzten Nettogehalts [4], um den Lebensstandard im Alter zu halten.

Die Kluft zwischen diesen Zahlen zeigt: Ohne zusätzliche Vorsorge droht vielen Beitragszahlern eine spürbare Lücke im Alter.

Ob die geplante Reform den Spagat zwischen stabilen Beiträgen und ausreichender Absicherung schafft, bleibt offen. In zweieinhalb Monaten will die Koalition liefern.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11266683

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.telepolis.de/article/Gesetzliche-Rente-Rentensystem-Rentenpunkte-und-Vorsorge-einfach-erklaert-10621605.html
[2] https://www.stern.de/politik/deutschland/rentenreform--ostdeutscher-rentenaufstand-gegen-friedrich-merz-37328918.html
[3] https://www.telepolis.de/article/Rente-reicht-nicht-Immer-mehr-Senioren-auf-Sozialhilfe-angewiesen-11143006.html
[4] https://www.telepolis.de/article/Wie-gross-ist-die-Rentenluecke-in-Deutschland-wirklich-10629750.html

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Frieden oder Krieg: Die Uhr tickt am Persischen Golf

Von Telepolis — 21. April 2026 um 17:00
Zwei Fahnen, USA und Iran, sind durch einen Riss getrennt. Im Hintergrund Container.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen zu, während der Waffenstillstand am Persischen Golf ausläuft.

(Bild: RUMANA FERDOUSI / Shutterstock.com)

Der Waffenstillstand läuft ab – Trump nennt eine Verlängerung "sehr unwahrscheinlich". Jetzt reagieren auch die Ölmärkte.

Der Konflikt könnte wieder aufflammen und wieder könnten die Waffen sprechen am Persisischen Golf. In einem Interview mit Bloomberg [1]bezeichnete Trump eine Verlängerung des zweiwöchigen Waffenstillstands als "sehr unwahrscheinlich".

Die Feuerpause, die nach knapp 40 Tagen Kampfhandlungen am 8. April in Kraft getreten war, läuft am Mittwochabend Washingtoner Ortszeit aus.

Wie es weitergeht, wenn es bis dahin kein Abkommen geben sollte, das den US-Forderungen entspricht, ist weiterhin unklar. Trump war zuletzt wieder einmal mit widersprüchlichen Aussagen aufgefallen. Bloomberg wertet dies als ein strategisches Vorgehen: Die eigentliche US-Position soll verschleiert werden, um einen Vorteil bei den Verhandlungen zu haben.

Allerdings könnte auch Trump einen neuen Waffengang bevorzugen und damit seine Drohungen wahr machen, die er noch Anfang April der Regierung in Teheran entgegengeschleudert hatte.

In sozialen Medien hatte er etwa einen "Power Plant Day" und einen "Bridge Day" für den Iran angekündigt [2]. Wörtlich drohte er damit, dass "jede Brücke im Iran bis morgen Nacht um Mitternacht zerstört" und "jedes Kraftwerk im Iran außer Betrieb" sein werde. Das gesamte Land könne "in einer einzigen Nacht ausgeschaltet werden", so Trump weiter.

Die gezielte Zerstörung ziviler Infrastruktur wie Stromversorgung und Verkehrswege gilt nach den Genfer Konventionen als Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht, da sie die Zivilbevölkerung unmittelbar trifft.

Widersprüchliche Signale aus Teheran

Ob es vor Ablauf der Frist noch zu Verhandlungen kommt, bleibt indessen unklar. Wie das Wall Street Journal berichtet [3], hat der Iran regionalen Vermittlern mitgeteilt, am Dienstag eine Delegation nach Islamabad zu einer zweiten Gesprächsrunde entsenden zu wollen.

Gleichzeitig erklärte aber der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, es gebe zum jetzigen Zeitpunkt "keine Pläne für die nächste Verhandlungsrunde". Man glaube nicht an "Fristen oder Ultimaten", um Irans nationale Interessen zu sichern.

Irans Präsident Masoud Pezeshkian verwies demnach auf ein "tiefes, historisches Misstrauen" gegenüber der US-Regierung. "Iraner unterwerfen sich keiner Gewalt", sagte er.

Außenminister Abbas Araghtschi kritisierte die US-Drohungen scharf: "Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstöße der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses", wie der Stern berichtet [4].

Pakistan als Vermittler unter Druck

Pakistan hat sich als neutraler Gastgeber für die indirekten Gespräche zwischen Washington und Teheran etabliert. Bereits die erste Gesprächsrunde vom 11. und 12. April fand in Islamabad statt.

Für die US-Seite sollen Vizepräsident JD Vance, Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nach Pakistan reisen.

Derweil zeigt sich das iranische Militär kampfbereit. Die Revolutionsgarden hätten "neue Ziele für eine Rückkehr zum Krieg identifiziert", meldete die ihnen nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim.

Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte [5], man habe sich in den vergangenen zwei Wochen darauf vorbereitet, "neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen".

Ölpreise reagieren nervös

Die Drohungen und die Blockade der Straße von Hormus, die von den USA und auch vom Iran mit jeweils entgegengesetzten Interessen durchgesetzt wird, schlagen sich unmittelbar an den Rohstoffmärkten nieder.

Der Ölpreis der Sorte Brent stieg um 5,6 Prozent auf 95,48 US-Dollar pro Barrel [6], die US-Referenzsorte WTI schloss am Montag bei 89,61 Dollar – ein Tagesplus von 6,9 Prozent. Der US-Benzinpreis liegt mittlerweile bei 4,09 US-Dollar pro Gallone [7], ein Anstieg von 38 Prozent seit Kriegsbeginn.

Über die strategisch wichtige Meerenge am Persischen Golf läuft rund ein Fünftel des globalen Öltransports.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte im [8] Sender Fox News, die USA stünden "so kurz wie nie zuvor" vor einem "wirklich guten Abkommen" – im Gegensatz zum Atomabkommen von 2015 unter Obama.

Sollte es dennoch nicht dazu kommen, habe der Präsident "mehrere Optionen, von denen er ohne zu zögern Gebrauch machen wird".


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11266491

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-04-20/trump-says-iran-truce-extension-unlikely-hormuz-to-stay-blocked
[2] https://time.com/article/2026/04/05/trump-power-plants-iran-hormuz/
[3] https://www.wsj.com/world/middle-east/iran-to-attend-pakistan-peace-talks-2cba73c8
[4] https://www.tickaroo.com/e/GCPtI9v4pbLyjdnU
[5] https://www.tickaroo.com/e/GCPujArkAonAFG4k
[6] https://apnews.com/article/stocks-markets-oil-iran-trump-6786cc283bc5b7cb78a3a9b7b5c2b1ac
[7] https://gasprices.aaa.com/drivers-see-small-break-as-gas-prices-tick-lower/
[8] https://www.tickaroo.com/e/GCPvvFZRQO5nkQzx

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Alkohol: Wir erinnern uns an den Rausch, nicht an das Verlangen

Von Telepolis — 21. April 2026 um 15:00
Geschäftsmann, der ängstlich aussieht, während er bei der Arbeit eine Hüftflasche aus seiner Jacke nimmt, und dabei Alkoholsucht am Arbeitsplatz versteckt.

(Bild: Melnikov Dmitriy / Shutterstock.com)

Unser Gehirn verdrängt das Verlangen nach Alkohol – und das macht Suchtdiagnosen unzuverlässiger als bisher gedacht.

Wer nach seinem Trinkverhalten der vergangenen Monate gefragt wird, erinnert sich in erster Linie an Ereignisse, die herausstechen: einen Unfall, einen Streit, verpasste Vorlesungen.

Subtilere Symptome einer Alkoholkonsumstörung (Alcohol Use Disorder, AUD) – etwa das schleichende Verlangen nach Alkohol oder eine wachsende Toleranz – verschwinden dagegen häufig aus dem Gedächtnis. Das ist das zentrale Ergebnis einer kürzlich in "Clinical Psychological Science" veröffentlichten Studie [1] der University of Washington.

Für Kliniken und Suchtberatungen ist das ein Problem: Retrospektive Selbstberichte, bei denen Patienten ihr Verhalten über die vergangenen sechs bis zwölf Monate einschätzen, gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeug in Diagnostik und Forschung.

Doch wie die Studie zeigt, erfassen sie nur einen Teil des tatsächlichen Geschehens. "Uns fehlt die Hälfte des Bildes", betonte Kevin King [2], Professor für Psychologie an der University of Washington und Co-Autor der Studie.

496 Teilnehmer, fünf Smartphone-Abfragen pro Tag

Das Forscherteam um Erstautorin Dani Kang, Assistenzprofessorin für Psychiatrie an der University of Washington, untersuchte 496 junge Erwachsene zwischen 18 und 22 Jahren im US-Bundesstaat Washington.

Alle gaben an, mindestens einmal pro Woche Alkohol oder Cannabis zu konsumieren.

Die Teilnehmer füllten zu Studienbeginn und nach sechs Monaten klassische retrospektive Fragebögen aus. Parallel dazu erhielten sie über einen Zeitraum von acht Wochen fünfmal täglich kurze Umfragen auf ihr Smartphone – eine Methode, die in der Forschung als Ecological Momentary Assessment (EMA) bezeichnet wird.

Die Echtzeit-Befragungen konzentrierten sich auf sieben AUD-Symptome: riskanten Konsum, soziale und berufliche Probleme, Vernachlässigung von Pflichten, Verlangen (Craving), Toleranz, über die eigene Absicht hinausgehenden Konsum sowie Zeitaufwand für den Erwerb und die Nutzung von Alkohol.

Die Messungen erfolgten gezielt an verlängerten Wochenenden von Donnerstag bis Sonntag, wenn der Substanzkonsum unter jungen Erwachsenen typischerweise am höchsten liegt. Die Compliance-Rate der Teilnehmer lag bei knapp 62 Prozent; 78 Prozent hatten mindestens einen Trinktag im Erfassungszeitraum.

Ereignisse bleiben im Gedächtnis, Gefühle nicht

Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Kluft: Bei konkreten, ereignisbasierten Symptomen wie riskantem Konsum, sozialen Problemen oder dem Versäumen von Pflichten stimmten Echtzeit-Daten und spätere Rückblicke gut überein.

Bei subjektiven Erfahrungen wie Craving oder Toleranzveränderungen war die Übereinstimmung dagegen schwach bis nicht signifikant.

"Man kann wohl sagen, dass Menschen sich besser daran erinnern, was ihnen widerfahren ist, als daran, wie sie sich dabei gefühlt haben", so King.

Bemerkenswert ist zudem, dass die täglichen Symptomwerte das Trinkverhalten der Teilnehmer sechs Monate später besser vorhersagten als die retrospektiven Berichte allein.

Echtzeit-Daten könnten demnach Muster sichtbar machen, die auf ein längerfristiges Risiko hindeuten – noch bevor Betroffene selbst diese Muster erkennen.

Grenzen der Studie und technische Perspektiven

Die Forscher weisen auf eine wesentliche Einschränkung hin: Der überwiegende Teil der erfassten Trinktage ging mit gleichzeitigem Cannabiskonsum einher. Ob bestimmte Symptome allein durch Alkohol oder durch den kombinierten Konsum beider Substanzen verursacht wurden, lasse sich daher nicht eindeutig trennen.

Künftige Analysen sollen diesen Faktor berücksichtigen, erklärte Kang.

Zur geschlechtsspezifischen Auswertung macht die Studie keine detaillierten Angaben.

Für die klinische Praxis ergibt sich aus den Ergebnissen keine Entweder-oder-Entscheidung. "Echtzeit- und retrospektive Erhebungen sind nicht austauschbar, weil sie unterschiedliche Stärken haben", betonte King.

"Echtzeit-Messungen zeigen uns, wie jemand die Welt im Moment erlebt. Retrospektive Erhebungen sind eine Mischung aus aggregierten Momenten und der Art, wie Menschen diese bewerten oder einordnen."

Biosensoren und GPS als nächster Schritt

Das Forscherteam arbeitet bereits an der Erweiterung des Ansatzes: Transdermale Alkohol-Biosensoren, die den Alkoholgehalt im Schweiß messen, und GPS-Tracking sollen künftig Verhaltens- und Umgebungsdaten in Echtzeit liefern.

Bisherige Untersuchungen solcher Sensoren zeigen vielversprechende Genauigkeitswerte – etwa eine Fläche unter der ROC-Kurve (AUROC) von 0,966 für die Erkennung von Alkoholkonsum. Allerdings traten je nach Sensormodell Fehlfunktionsraten zwischen je nach Sensor und Gerätegeneration zwischen 2 und 38 Prozent auf.

Die Implementierung solcher Systeme in der klinischen Routine dürfte allerdings Fragen aufwerfen – gerade in Europa. Smartphone-Apps, die fünfmal täglich sensible Gesundheitsdaten erfassen, oder Wearables mit Geolokalisierung unterliegen strengen Datenschutzanforderungen.

In Deutschland wäre die Verarbeitung solcher Daten als besondere Kategorie personenbezogener Daten nach Artikel 9 der DSGVO an enge Voraussetzungen geknüpft: ausdrückliche Einwilligung, Pseudonymisierung, Zweckbindung und klare Löschfristen.

"Wenn man nur einen Hammer hat, sieht alles wie ein Nagel aus", sagte King. "Wir müssen diese Werkzeuge weiterentwickeln und verfeinern, damit wir sie weniger grob einsetzen können."

Angesichts der Tatsache, dass nach Daten der American Psychiatric Association in den USA weniger als zehn Prozent der Betroffenen mit AUD behandelt werden, könnten präzisere Diagnosewerkzeuge einen erheblichen Unterschied machen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11266038

Links in diesem Artikel:
[1] https://doi.org/10.1177/21677026261420146
[2] https://www.psychologicalscience.org/news/2026-apr-young-adults-alcohol.html

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OrcaSlicer 2.3.2 – Massives Update

Von Heise — 21. April 2026 um 12:39
Ein 3D-Druck und ein Schwert

(Bild: akf / Erzeugt mit Nano Banana durch Make)

Der Slicer spielt eine zentrale Rolle im 3D-Druck-Workflow. OrcaSlicer gewinnt zunehmend an Bedeutung und erweitert seinen Funktionsumfang stetig.

OrcaSlicer veröffentlicht seine Updates üblicherweise in so hoher Frequenz, sodass man sich daran gewöhnt hat, dass nicht immer „Killer-Features“ enthalten sind. In der neuen Version 2.3.2 hat sich jedoch einiges geändert und wurde ergänzt.

Links und Quellen zu OrcasSlicer

Hinweis: Es gibt einige inoffizielle Webseiten, die OrcaSlicer anbieten – die oben verlinkte Seite ist die offizielle Quelle. Lade dir den Installer herunter oder nutze die portable Version, falls du die alte Installation behalten möchtest oder musst.

Hier die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Verbessertes Multi-Line-Infill

Saubere und stabile Infills auch mit Multi-Line-Infill.

(Bild: OrcaSlicer)

Mit Multiline-Infill kann man Druckobjekte stabiler machen, wenn man die Wandstärke nicht erhöhen will oder kann. Das Multiline-Infill ist sauberer geworden und weist weniger Überschneidungen auf [4] (dank Clipper2-Bibliothek). Zudem ist es besser mit dem Hauptobjekt verbunden.

Mehr Kontrolle über die Flow-Rate

Die Flussrate lässt sich jetzt pro Feature statt nur pro Filament einstellen – etwa eine andere Flow-Rate für Infill als für Wände. Die Option findest du unter „Set other flow ratios“ im Quality-Tab.

Feintuning der Flowrate in allen Bereichen eines Druckobjekts.

(Bild: OrcaSlicer)

Brim mit besserer Elephant-Foot-Compensation

Das Brim arbeitet nun zuverlässiger mit der „Elephant Foot Compensation“ zusammen. Sich ablösende, kaum nutzbringende Brims gehören damit weitgehend der Vergangenheit an. Elephant-Foot-Compensation verhindert die Überextrusion des ersten Layers auf dem Druckbett. Dieser Faktor wird nun bei der Erzeugung von Brims einberechnet.

Endlich keine sich selbst lösenden Brims mehr.

(Bild: OrcaSlicer)

Auto-Slice nach Änderungen

Unter Preferences Control Slicing lässt sich „Auto slice after changes“ aktivieren. Die Wartezeit ist anpassbar, sodass man mehrere Änderungen vornehmen kann, bevor der Slicer loslegt. Da ein laufender Slicing-Vorgang aber bei neuen Parametern abgebrochen und neu gestartet wird, ist es auf schnellen Rechnern kaum nötig, den Wert hochzusetzen. Ein Feature, das ich lange vermisst habe, seit ich vom PrusaSlicer gewechselt bin.

Überarbeiteter Drucker-Tab

Der Drucker-Tab ist jetzt grafischer und übersichtlicher. Der Düsendurchmesser lässt sich jetzt getrennt vom Drucker einstellen.

Grafisch aufbereite und übersichtlich angeordnete Druckerauswahl.
Instanzieren statt nur Clonen

Statt eigenständiger Kopien (Clones) lassen sich Objekte jetzt auch als „Instances“ vervielfältigen. Ändert man eine Instanz, folgen die anderen automatisch – sei es bei Filament-Zuordnungen für Multifilament-Druck oder anderen Einstellungen. Das spart auch beim Slicing Zeit, da nur eine Instanz berechnet werden muss. Die Anzahl der Instanzen ist einstellbar, oder man füllt direkt das ganze Druckbett.

Zusätzlich werden inzwischen Kollisionen zwischen (besonders Instanzierten Objekten) besser erkannt und so behandelt, dass keine Fehldrucke entstehen.

Verbesserter Wipe Tower (Multimaterial-Druck)

Für farbige bzw. aus mehreren Filamentsorten zusammengesetzte Drucke auf Materialwechslern und Toolchangern wurden die Wipe-Tower-Verbesserungen aus Bambu Studio zu Orca portiert:

  • Stabilere Wipe Tower ergeben weniger Fehldrucke durch einstürzende Wipetower
  • Bessere Layerhaftung durch smarteres Vorheizen und Kühlen der Düse beim Filamentwechsel
  • Höhere Druckgeschwindigkeit

Die Einstellungen müssen in den jeweiligen Druckprofilen aktiviert werden:

  • Multimaterial -> Prime Tower -> Enable tower interface features
  • Cool down from interface boost during prime tower

Die Art des Wipe Towers lässt sich inzwischen auch direkt im Druckerprofil auswählen.

Verbesserte Kalibrierung

Wer das Beste aus seinen Druckern und Filamenten herausholen möchte, sollte beides kalibrieren. In Version 2.3.2 sind die Kalibrierungs-Tools jetzt in der richtigen Reihenfolge im Menü sortiert. Außerdem werden die Firmwares für Input Shaper, Cornering/Jerk erkannt und entsprechend ausgewählt.

Mehr Materialwechsler & Toolheads unterstützt

Im Drucker-Konfigurator werden nun zusätzliche Materialwechsel-Einheiten und Toolheads unterstützt. Diese lassen sich direkt aus dem Slicer steuern, und die Filamentbelegung der Toolheads ist interaktiv anpassbar. Dies ist noch als experimentell markiert, da es sich teilweise um schlecht dokumentierte Hardware handelt und die Hersteller natürlich eher ihr Ökosystem unterstützen.

Unterstützung für neuere Bambu-Lab-Drucker

Orca 2.3.2 unterstützt jetzt auch die neueren Bambu-Lab-Modelle wie H2D (Pro) und H2S. Außerdem gibt es weitere spezielle Verbesserungen für Bambulab-Nutzer.

Weitere Informationen

Viele zusätzliche Änderungen und Verbesserungen mit Beispielbildern findet man im ausführlichen Changelog: OrcaSlicer 2.3.2 Beta Changelog [6]

Mehr zum Thema im Make-Magazin

In der Make 1/26 hatten wir einen ausführlichen Artikel über Tipps&Tricks für Slicer [7] und einen Artikel über Orca Slicer [8] und warum er immer beliebter wird.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11265708

Links in diesem Artikel:

  1. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer/releases/tag/v2.3.2
  2. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer/releases/tag/v2.3.2
  3. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer
  4. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer/pull/11435
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  6. https://github.com/OrcaSlicer/OrcaSlicer/releases/tag/v2.3.2-beta
  7. https://www.heise.de/ratgeber/3D-Druck-Tipps-und-Tricks-zum-Slicen-11146149.html
  8. https://www.heise.de/ratgeber/OrcaSlicer-Der-Fast-alles-Koenner-fuer-den-3D-Druck-vorgestellt-11154379.html
  9. https://www.heise.de/make
  10. mailto:caw@make-magazin.de

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Darknet Diaries Deutsch: Gestohlene Beats Teil 1

Von Heise — 21. April 2026 um 16:02

Wie weit würde ein Fan gehen, um einen ersten Einblick in die unveröffentlichten Songs seines Lieblingskünstlers zu bekommen?

Dies ist der erste Teil von „Gestohlene Beats". Im Englischen Original von Jack Rhysider trägt diese Episode den Namen „Dubsnatch [1]“.

Die deutsche Produktion verantworten Isabel Grünewald und Marko Pauli von heise online. Der Podcast erscheint wöchentlich auf allen gängigen Podcast-Plattformen und kann hier abonniert [2] werden.

JACK (Intro): Ich habe mich gerade ein wenig eingelesen, und zwar ins Thema „Apple Scruffs“. Die Apple Scruffs, das waren so Beatles-Superfans. Aber nicht diejenigen, die sich da die Seele aus dem Leib geschrien und immer versucht haben, die Beatles anzufassen oder sowas. Nein, die Apple Scruffs fanden sowas peinlich. Sie mochten die Beatles so sehr, dass sie Jahre ihres Lebens darauf verwendet haben, die Band zu unterstützen. Ihre Einstellung war: „Ey, die Beatles sind wichtig. Wie können wir ihr Leben besser machen?“

Sie verbrachten sehr viel Zeit damit, herauszufinden, wo genau sich die Beatles an jedem Tag aufhielten, und sie sind dann dahin, um zu helfen – indem sie z.B. die hysterischen Massen der „Beatlemania“ zurückhielten, oder indem sie Blumen oder Essen anboten und Besorgungen machten.

Mit der Zeit lernten sie die Beatles dann persönlich kennen. Es gibt sogar Geschichten darüber, wie sie sich in Gebäude schlichen und sich da als Personal ausgaben, um ihnen noch besser helfen zu können. George Harrison schrieb später sogar einen Song namens „Apple Scruffs“, in dem bedankt er sich für die Unterstützung und er bekundet seine Sympathien für sie.

Ich bin jedenfalls erstaunt, welche unglaublichen Anstrengungen manche Musikfans auf sich nehmen. Sie überqueren Kontinente nur für einen flüchtigen Moment mit ihren Idolen, ertragen schlechtes Wetter oder campen tagelang vor Ticketcentern – eine Hingabe, die eigentlich jeder Logik widerspricht, oder? Die Risiken und Opfer, die manche Fans auf sich nehmen, sind wirklich bemerkenswert.

JACK: Okay, bist du bereit?

PROF DUBSTEP: Ja, das passt, aber könntest du … als Namen für mich, könntest du da „Professor Dubstep“ verwenden?

Professor Dubstep betritt die Szene

JACK: Professor Dubstep, find ich gut.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, das ist gut.

JACK: Also, Professor Dubstep, wo fängt das Ganze an?

PROFESSOR DUBSTEP: Die Geschichte?

JACK: Mh-hm.

PROFESSOR DUBSTEP: Also, stell dir Folgendes vor: Es ist Anfang 2014. Ich war dreizehn, saß da und arbeitete an meinem Minecraft-Server. Der stürzte ständig ab. Der Hoster war schrecklich. Das Team stritt sich und ich wollte einfach irgendwas anderes machen. Die Gruppe Knife Party wollte in dem Jahr ein neues Album herausbringen, aber es verzögerte sich. Es dauerte Ewigkeiten.

JACK: Professor Dubstep war Fan dieser Band, Knife Party, und wollte unbedingt deren neues Album hören. Sie waren in einem Podcast zu Gast und sprachen da auch eben über dieses neue Album. Es wurde sogar ein kleiner Ausschnitt aus einem neuen Track gespielt. Wow, cool! Da Professor Dubstep selbst Dubstep-Musik macht, war es nicht schwer, den Podcast runterzuladen, den Song da rauszuschneiden und ihn sich anzuhören.

PROFESSOR DUBSTEP: Ich dachte mir: „Hey, das ist ziemlich gut.“ Ich schneide das ein bisschen zusammen und lade es auf SoundCloud hoch, damit andere Fans es auch hören und genießen können. Ich habe es hochgeladen und hatte nicht erwartet, dass es besonders populär wird. Aber ein paar Stunden vergehen; ich arbeite weiter an meinem Server. Dann checke ich nach ein paar Stunden mein SoundCloud und die Plays schießen durch die Decke: 10.000, 20.000. Ich öffne Twitter und auch Twitter explodiert. Die EDM-Blogs – also die News-Seiten für Electronic Dance Music – hatten darüber berichtet und geschrieben: „Oh, der Track wurde zu früh auf SoundCloud hochgeladen, es ist ein Leak, bla bla bla“, was es gar nicht war.

JACK: Professor Dubstep war nicht danach, das richtigzustellen. Er beobachtete den Wahnsinn einfach stillschweigend. Aber weil die Leute dachten, es sei ein echter früher Leak, schrieben ihm manche via SoundCloud.

PROFESSOR DUBSTEP: Ich schaute also in meine SoundCloud-Nachrichten – und sah eine Nachricht von Dinodriller. Er schrieb, dass ich coole Musik hätte, coole unveröffentlichte Sachen. Ich hatte noch eine Nachricht von Spintire. Er fragte im Prinzip, ob er mich auf Skype hinzufügen und wir uns unterhalten könnten. Ich nutzte die Gelegenheit und dachte: „Mal sehen, was er will.“ Er fügte mich also hinzu und fragte: „Wie kommst du an diese Sachen?“ Ich erklärte es ihm. Ich sagte: „Eigentlich habe ich gar nichts. Das Ganze wurde nur zu etwas aufgeblasen, was es nicht ist – aber ich schaue mich gerne um und gucke, ob es versteckte Dinge gibt, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, aber versehentlich öffentlich gemacht wurden oder zu früh erscheinen.“ Er sagte, dass er genau das Gleiche macht: Er sucht nach offenen Verzeichnissen auf Servern und versehentlich veröffentlichten Infos. Wir verstanden uns gut, unterhielten uns darüber und redeten stundenlang.

JACK: Ja, es liegt so Vieles offen im Internet rum, das da eigentlich nicht sein sollte. Es gibt da diese eine Website, Shodan, die durchsucht das Internet nach genau solchen, eigentlich privaten Sachen, die versehentlich öffentlich zugänglich sind – da finden sich Überwachungskameras, Kennzeichenerkennungsgeräte, Server mit Standardpasswörtern und ganze Datenbanken, die einfach offenstehen. Aber diese Website deckt meistens Cybersicherheitslücken auf Webseiten auf. Es ist nicht wirklich der Ort, um unveröffentlichte Musik zu finden.

Da geht’s um etwas anderes. Da hilft vielleicht Google Dorking, eine erweiterte Google-Suchtechnik, mit der man Informationen findet, die normalerweise nicht in den Suchergebnissen angezeigt werden. Ich weiß, dass ich auf diese Weise schon einiges an Musik gefunden habe. Man könnte bei Google nach Musikdateien suchen, die den Bandnamen im Dateinamen enthalten, und Google zeigt einem bereitwillig Unmengen an Musik, die man einfach herunterladen kann – manchmal findet man bestimmt Dinge, die nicht öffentlich sein sollten. Die beiden gehen die Strategien im Chat durch, die Wege, um Musik online zu finden. Es ging dann auch um die Webseite Bitly, mit dem sich URLs verkürzen lassen.

PROFESSOR DUBSTEP: Damit kann man Links kürzen, aber sie hatten einen eklatanten Fehler in ihrem System: Wenn man ein ‚+‘ an das Ende eines gekürzten Links anhängte, der erstellt wurde, während der Nutzer eingeloggt war – dann konnte man einfach auf das öffentliche Nutzerprofil dieser Accounts klicken und alles sehen, was sie jemals über den Dienst gekürzt hatten. Viele der musikbezogenen Links, die wir uns ansahen, stammten zum Beispiel von Management-Accounts. Die teilten auch interne Dinge über den Link-Shortener, und wir konnten die einfach sehen und herunterladen.

JACK: Eine Sache, die Musikproduktionsfirmen oder Dubstep-Manager für ihre Musiker machen, ist so viel Werbung wie möglich. Deshalb sind Professor Dubstep und Spintire zusammen auf Twitter unterwegs und checken die Management-Firmen, und ja, sie sehen Manager, die Bitly-Links nutzen, um Bands zu promoten. Zum Beispiel verlinken sie auf Werbeflyer, Tourdaten oder neue Releases und nutzten Bitly, um die URLs für die Promotion zu kürzen. Professor Dubstep nutzte also den Bitly-Bug, um zu sehen, wofür diese Management-Firma Bitly sonst noch so verwendet hatte, was ihnen dann Unmengen an Links lieferte, die sie durchgehen konnten. Vieles war für die Öffentlichkeit bestimmt, aber manchmal fanden sie auch Sachen, die dort nicht hingehörten.

PROFESSOR DUBSTEP: Genau. Das waren entweder Audio-Dateien oder Photoshop-Dokumente oder manchmal interne Memos wie Promotion-Pläne für kommende Veröffentlichungen. Wir bekamen einfach einen Einblick in das Innenleben dieser Labels und Management-Firmen – wie sie funktionieren, wie sie ihre Sachen zusammenstellen und ihre Pläne schmieden. Das war wirklich interessant.

JACK: Das lieferte ihnen neuen Content, den sie auf SoundCloud oder Reddit posten konnten.

PROFESSOR DUBSTEP: Auf Reddit gibt es ja auch Direktnachrichten, und eine Nachricht landete in meinem Posteingang von einem Typen namens Jay Brown. Er fügte mich auch auf Skype hinzu und wir kamen ins Gespräch. Er war ein anderer Typ Mensch. Er war das, was man einen „Dubplate Trader“ nennt. Dubplates ist ein Spitzname für unveröffentlichte Musik, und heutzutage sind das im Grunde einfach MP3-Dateien – MP3s, die nicht für die breite Öffentlichkeit herausgegeben wurden. Es gibt eine ganze Szene, die diese Dateien im kleinen Kreis tauscht. Es ist ein bisschen wie bei Pokémon-Karten: Weniger wertvolle Karten werden ganz anders behandelt als die selteneren, und genau so ist es bei Dubplates. Dieser Typ, Jay Brown, kommt also auf mich zu und sagt: „Oh, ich hab da ein paar Sachen. Willst du sehen, was ich habe? Ich hab dies und das und jenes“, und präsentiert es fast so, als wäre er eine Art Drogendealer. Ich war nicht wirklich an seinen Sachen interessiert. Es gab da einen bestimmten Track, „Suffer“ von Knife Party, aber ich hatte nichts, was ich ihm geben wollte, weil ich kein Trader war. Ich hatte aber meine paar Dinge, die ich über meine Link-Shortener gefunden hatte, und dann beschloss ich, etwas aus dem Nichts zu erschaffen. Also nahm ich einen Clip von dieser Radioaufnahme und schnitt ihn so zusammen, dass er halbwegs vernünftig klang, und präsentierte ihm den.

JACK: Du hast also quasi deine eigene Musik erstellt, die ähnlich klang, oder …?

PROFESSOR DUBSTEP: Nein …

JACK: … so bearbeitet, dass …?

PROFESSOR DUBSTEP: … ich habe einen unveröffentlichten Track so bearbeitet, dass er klang, als wäre es eine originale Quelldatei, obwohl es keine war. Ich habe also versucht, etwas echt wirken zu lassen, was es nicht war, damit er es glaubt und mir das Ding schickt, das er hatte und das echt war. Das war schon ein ziemlich raffinierter Plan, ziemlich abgebrüht.

JACK: Ja, das führt zu ner ziemlich interessanten Situation: Wenn es um offizielle Veröffentlichungen geht, kommen diese ja aus dem offiziellen Kanal. Aber wenn man an eine inoffizielle Veröffentlichung kommt, dann man weiß ja eigentlich nie, ob es auch wirklich eine ist. Es könnte von ihnen stammen, es könnte aber auch nicht von ihnen stammen. Und damit kann man spielen. Man weiß nicht, ob das von Knife Party ist oder nicht. Ich füge einen kleinen Clip von Knife Party ein, damit man denkt, dass es so ist, aber dann denke ich mir einfach irgendetwas anderes dazu aus.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, so lief das im Grunde. Wenn man gut darin war, etwas halbwegs legitim klingen zu lassen, wussten diese Trader es oft nicht besser. Es war ziemlich einfach, sie von etwas zu überzeugen und sie dazu zu bringen, zu ignorieren, was ihre eigenen Ohren ihnen sagten – und es funktionierte.

Dubplate-Trading: Tauschen, Fälschen, Täuschen

JACK: Langsam wird’s wild. Professor Dubstep suchte nicht nur nach unveröffentlichten Tracks bzw. sogenannten Dubplates, sondern nahm auch beliebte Songs und veränderte sie so, dass sie wie ein neuer Mix des jeweiligen Musikers klangen. Schon zwielichtig und betrügerisch auf ne Art. Aber einem Teenager kommt es wahrscheinlich überhaupt einfach nicht weiter schlimm vor, mit den Kreationen anderer herumzuspielen, um dann zu sehen, ob jemand glaubt, dass es sich um ein Original handelt.

PROFESSOR DUBSTEP: Nun, das Ding ist: Es ist ein Tabu. Man spricht nie darüber, dass man es bearbeitet hat, weil das den ganzen Schwindel auffliegen lassen würde. Spintire und ich haben das zusammen weitergemacht. Wir dachten, das wäre eine ziemlich gute Idee: Wir machen noch ein paar Fakes oder Edits und bringen sie in diesen Tauschkreisen in Umlauf, um ihnen ihre ganze Sammlung an seltenen Sachen abzuluchsen, ohne selbst irgendeinen Schaden an den Releases anzurichten. Denn die Dubplate-Trading-Szene richtet massiven Schaden an. Egal wie groß oder klein der Künstler ist – wenn sein unveröffentlichter Track irgendwie online geleakt wird, und egal, ob ein Release geplant war oder nicht: Sobald er geleakt ist, ist der Track für immer verbrannt. Es ist also wirklich nicht gut für die Musikszene.

JACK: Sie erkannten dann irgendwann, dass die Veröffentlichung unveröffentlichter Tracks dem Künstler oder der Künstlerin schadet, deshalb hörte Professor Dubstep auf, solche Tracks öffentlich zu posten. Übrigens macht Professor Dubstep auch selbst Musik.

PROFESSOR DUBSTEP: Ich spiele mehrere Instrumente, aber ich mache auch selbst Dubstep, und das war etwas, was ich zu der Zeit lernte.

JACK: Das war also ein Weg, mehr über den Prozess dieser Art der Musikproduktion zu lernen.

PROFESSOR DUBSTEP: Ich interessiere mich für diese unveröffentlichte Musik, aber mehr, um sie anzuhören und zu analysieren, was da passiert. Denn nicht alles davon blieb unveröffentlicht. Manches waren nur frühe Versionen, „Work-in-Progress“-Versionen von Songs, die später herauskamen und fast komplett anders klangen. Für mich war es einfach interessant, die Unterschiede zu hören.

JACK: Okay, darf ich dir eine Frage zu Dubstep stellen?

PROFESSOR DUBSTEP: Mh-hm.

JACK: Ich habe etwas Angst, das öffentlich zu fragen, aber was hat es mit all den Delfinen im Dubstep auf sich?

PROFESSOR DUBSTEP: Die Delfine? Was meinst du?

JACK: Du hast mir eine Playlist mit Dubstep-Musik geschickt …

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, ja.

JACK: … und da ist ein Track drauf namens „Elephant“ von Barely Alive.

PROFESSOR DUBSTEP: Ah, richtig, ja.

JACK: Also … [MUSIK] das ist der Song, und man könnte denken, es geht um Elefanten, aber das tut es eindeutig nicht. Hör dir diesen Teil an.

SONG: Elephant

JACK: Da ist ein Elefant, richtig?

PROFESSOR DUBSTEP: Mh-hm.

JACK: Genau da war …

SONG: Elephant

JACK: Da ist der Delfin. [MUSIK] Da ist doch ein Delfin?! Ich zeig dir noch einen.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, tatsächlich, ich habe das nie zusammengebracht. Das ist ein Delfin, oder?

JACK: „Dolphin on Wheels“. [MUSIK]

PROFESSOR DUBSTEP: Oh, das ist der Track von Dillon Francis, nicht wahr?

SONG: Do you love your grandparents?

JACK: Ja.

SONG: Dolphin … [DELFIN-GERÄUSCHE]

JACK: Da ist eindeutig ein Delfin, oder? Das ist der Name des Songs, „Dolphin on Wheels“.

PROFESSOR DUBSTEP: Mh-hm.

JACK: Okay, ein anderer Song, den du mir geschickt hast, war „Cash“ von Barely Alive. [MUSIK]

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, an den erinnere ich mich.

JACK: Hörst du dieses Piep, Piep, Piep? Noch ein Song, den du mir geschickt hast: „Borg“ von FuntCase. [MUSIK] Piu, Piu, Piu. „Bang“ …

PROFESSOR DUBSTEP: Also, ich glaube …

JACK: „Bang“ von Wavedash … [MUSIK]

PROFESSOR DUBSTEP: … du könntest da an was dran sein.

JACK: Da hört man es. „Gem Shards“ von MUST DIE! … [MUSIK] Das ist doch ein Delfin, oder nicht?

PROFESSOR DUBSTEP: Ich muss dir da Recht geben. Es ist einer.

JACK: Der Delfin ist der Leadsänger in jedem Dubstep-Song, den du mir geschickt hast.

PROFESSOR DUBSTEP: Da könnte tatsächlich was dran sein, denn viel Dubstep ist irgendwie selbstreferenziell.

JACK: Ja, nun …

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, es würde mich nicht wundern, wenn …

JACK: Ich bin Skrillex' Songs durchgegangen, und das ist der Delfin, den ich bei Skrillex gefunden habe. [MUSIK] Das ist ein Delfin-Song.

PROFESSOR DUBSTEP: Oh, es ist lange her, dass ich den gehört habe.

JACK: Sogar bei Skrillex. Während ich also für diese Episode recherchiere, taucht Delfin um Delfin als Leadsänger in all diesen Songs auf, und es macht mich ganz kirre. Ist das bekannt, weiß man das? Ich hab‘s gegoogelt, und: nein, nichts dazu. Ich hab also meine eigene Theorie dazu entwickelt, und ich möchte dir sehr gerne ein paar Fragen dazu stellen. Okay, also erstens: Delfine gehören zu meinen absoluten Lieblingstieren, sie sind so klug und es ist schön, sie zu beobachten. Dass ich also ein ganzes Musikgenre finde, in dem eines meiner Lieblingstiere Song für Song gefeatured wird, finde ich super. Wenn ich in einem Song einen Delfin höre, dann zaubert mir das ein breites Grinsen ins Gesicht und ich versuche dann tatsächlich mitzusingen, zu pfeifen und zu zwitschern. Ich frage mich, ob die Dubstep-Community Delfine einfach genauso liebt wie ich.

PROFESSOR DUBSTEP: Ich meine, du hast einen Punkt. Du hast einen Punkt. Delfine sind sehr intelligente Tiere, also ist Dubstep ganz offensichtlich sehr intelligente Musik.

JACK: Ich frage mich auch, ob es in der Delfinsprache Laute gibt, die uns auf einer sehr tiefen Ebene ansprechen. Vielleicht drücken sie eine Emotion aus, für die wir im Englischen keine Worte haben, aber Delfine schon, und sie können uns irgendwie mehr über uns selbst beibringen – und Dubstep-Künstler fügen diese Klänge ein, weil sie die Macht der Delfine kennen und uns helfen wollen, neue Höhen zu erreichen.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, nun, wir kommen alle ursprünglich aus dem Meer, also, weißt du, irgendein gemeinsamer Vorfahre könnte … wir kehren gewissermaßen zu unseren Wurzeln zurück.

JACK: Die andere Sache, die ich mich frage, ist – da das so ein populärer Teil von Dubstep ist –, ob der Delfin ein geheimes Maskottchen ist. Wenn ich auf EDM-Partys gehe, würde ich dann da Leute mit Delfin-Aufklebern, Aufnähern und Tattoos sehen, die alle eine innere Gruppe repräsentieren, wo man auf bestimmte Partys nicht reinkommt, wenn man kein Delfin-Tattoo hat oder so?

PROFESSOR DUBSTEP: Es ist ein Geheimbund.

JACK: Okay, sorry, ich weigere mich zu glauben, dass das ein totaler Zufall ist. Aber wenn ich das google, redet halt niemand darüber, also schließe ich daraus, das es ein streng gehütetes Geheimnis ist.

Aber egal, wir machen weiter. Professor Dubstep stand also auf all diese frühen Tracks, tauschte aber nur mit ein paar wenigen Leuten.

PROFESSOR DUBSTEP: Es war so ein kleines Grüppchen. Ich, Dino, Jay und Spintire. Wir vier saßen da, redeten irgendwie nicht direkt miteinander, aber leiteten Sachen untereinander weiter, und diese Tracks gingen in diesem kleinen Kreis herum. Dinodriller war damals ein vierzehnjähriger Dubstep-Produzent, im gleichen Alter wie ich. Wir hingen einfach ab und zu auf Skype ab.

JACK: Dinodriller erregte irgendwie die Aufmerksamkeit von Excision, einem bekannten Dubstep-Künstler. Excision hatte’n paar große Hits, war ziemlich beliebt, und er sah, wie Dinodriller versuchte, in der Szene Fuß zu fassen.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, denn Excision tut viel, um die Underground-Künstler in der Szene zu unterstützen und ihnen zu helfen, etwas Aufmerksamkeit zu bekommen. Er besitzt ein Plattenlabel namens Rottun Recordings, bei dem er viele Nachwuchsleute unter Vertrag nahm, um ihnen richtig Starthilfe zu geben. Dino war also einer dieser aufstrebenden Produzenten, denen Excision helfen wollte. Er lud den jungen Dino zu sich nach Hause nach Kanada ein, um ein paar neue Tracks zu machen.

JACK: Oh, und übrigens, falls ihr euch fragt, ob Excision Delfine in seiner Musik verwendet: Hier ist ein Ausschnitt aus seinem Song „Asteroid“. [MUSIK] Brrp, brrp, brrp. Was bedeuten diese Zwitscherlaute?

Okay, also Excision und Dinodriller arbeiteten zusammen in Excisions Haus an neuer cooler Musik, und er half Dinodriller tatsächlich sehr viel. Aber da Dino auch darauf stand, unveröffentlichte Tracks zu tauschen, konnte er nicht anders, als sich zu fragen: Was für unveröffentlichtes Zeug hat Excision hier wohl irgendwo rumliegen? Direkt in seinem Haus zu sein, machte ihn sehr neugierig.

Einbruch in Excisions Sockenschublade

JACK: Eines Tages war Dinodriller also da, um an Musik zu arbeiten, während Excision seinerseits ins Fitnessstudio ging. Dinodriller war also allein dort. Er ging auf Skype, um Professor Dubstep und Spintire einen Plan zu erzählen.

PROFESSOR DUBSTEP: Wenn Dino zu Excisions Haus geht, wird er all die alten Festplatten durchwühlen und nach unveröffentlichten Sachen oder Work-in-Progress-Leckerbissen von Leuten aus der Szene suchen.

JACK: Nein; Dino hatte also einen heimtückischen Plan für seinen Besuch bei Excision.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja.

JACK: Oh mein Gott. Excision war also nicht da und vertraute ihm. Das kann man schon Verrat nennen an diesem Punkt. Er vertraute Dino: „Komm rein, wenn ich nicht da bin. Alles cool. Du bist Musiker. Ich mag deine Sachen. Wir hängen ab, wir sind Freunde.“

PROFESSOR DUBSTEP: Ja.

JACK: Jetzt denkt sich Dino: „Ah, es läuft nach Plan. Ich habe vollen Zugriff auf deine Sachen.“

PROFESSOR DUBSTEP: Genau so ist es.

JACK: „Ich schnapp mir ein paar Festplatten.“

PROFESSOR DUBSTEP: Wir saßen auf Skype und meinten: „Oh, such danach und nach diesem und jenem“ – wir schickten ihm Dateinamen. „Kannst du schauen, ob es das Ding gibt und jenes andere Ding, und so weiter.“ In der Zeit war Excision im Fitnessstudio. Wir saßen einfach da: „Hol das, hol das.“ Irgendwann gingen Dino die alten Festplatten zum Durchsuchen aus. Also meinten wir: „Naja, hier fehlt Zeug, das eigentlich da sein müsste.“ Zum Schluss hat er sogar Excisions Sockenschublade nach CDs und USB-Sticks durchsucht.

JACK: Was hat er in Excisions Sockenschublade gefunden?

PROFESSOR DUBSTEP: Alte CDs mit den Sachen drauf, nach denen wir gesucht hatten. Kein Witz. Da war eine Demo von Skrillex namens „Dimbow“, eine Demo von einem seiner größten Songs, „Kyoto“, und da waren einfach alle möglichen Dinge drauf, Work-in-Progress-Sachen, die nie herausgekommen waren, die noch nie jemand gehört hatte.

JACK: Hauptsächlich von Excision.

PROFESSOR DUBSTEP: Nun, es gab einiges von Excision, etwas von Skrillex, von Knife Party, etwas Noisia, alle möglichen Dinge, nach denen diese Communitys jahrelang gesucht und gebettelt hatten. Es war genau da auf diesen CDs in der Sockenschublade, und jetzt wurden sie uns über Skype geschickt.

JACK: Dino ging ziemlich vorsichtig vor, kopierte alles direkt dort im Haus und legte es exakt dorthin zurück, wo es war, damit Excision bloß nicht merken würde, dass etwas genommen wurde, aber dann gab er es weiter.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, er teilt es mit mir und Spintire, und wir hörten es uns einfach zusammen an, so nach dem Motto: „Das ist unglaublich. Das ist wirklich interessantes Zeug. Das ist irgendwie unfassbar.“ Ich dachte, das wäre das Ende der Geschichte, aber nein. Nach einer Woche oder so, buchstäblich nur eine Woche später, fingen einige dieser Sachen an, auf Reddit zu leaken. Dino versuchte, mir die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben und sagte: „Oh, du musst das getauscht haben“, und erzählte jedem, dass ich es tauschen und leaken würde und dies und das. Ich bekam fast die Schuld dafür. Fast. Aber ich konnte ihn doch entlarven, denn einige der Dinge, die geleakt wurden, waren Sachen, die mir nie geschickt wurden. Das musste also bedeuten, dass er zwei Chargen von Sachen rausgegeben hatte, die leicht unterschiedlich waren – eine an mich und andere Chargen an wen auch immer sonst, die andere Dateien enthielten. So habe ich ihn erwischt und konnte den Spieß umdrehen und sagen: „Nein, ich kann beweisen, dass du es warst, dass du der Grund für diese Leaks bist.“

JACK: Also hat Dino es geleakt und dir die Schuld gegeben.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja. Nun, er hat es nicht selbst geleakt; er hat es an Trader wie Jay Brown geschickt.

JACK: Mh-hm. Die Trader mögen‘s, der Öffentlichkeit die Musik zu präsentieren. Das gibt ihnen einen Kick. Sie denken: „Oh, schau mal, ich bekomme viele Upvotes, viele Downloads, es schlägt Wellen. Es wurde ein Artikel darüber geschrieben. Das läuft super.“ Sowas ist es, weshalb sie’s machen, oder?

PROFESSOR DUBSTEP: So in der Art. Es ist eher so, dass die Trader selbst einfach den Status genießen, diese seltenen Dinge zu haben, damit sie zu Leuten gehen und sagen können: „Oh, ich hab dies und das, und ich will dieses und jenes.“ Sie können sie dagegen tauschen, und schließlich geht es einfach immer im Kreis und sie machen das untereinander weiter, bis es schließlich jemand online stellt.

JACK: Und sobald es gepostet ist, ist der Song in der Trading-Community verbrannt. Er ist kein seltenes Objekt mehr.

PROFESSOR DUBSTEP: Weihnachten 2015 gab es ein Event namens „Leakmas“, bei dem Hunderte von Sachen auf xTrill, auf Reddit, geleakt wurden. Alle Sachen, die Dino aus Excisions Haus mitgenommen hatte, alles davon wurde geleakt. Es gab nicht eine einzige Sache, die nicht geleakt wurde, und das alles nur, weil wie verrückt getauscht wurde.

JACK: Hat Excision jemals herausgefunden, dass es Dino war?

PROFESSOR DUBSTEP: Nein, bis heute hat er es nie bemerkt. Er hat es nie herausgefunden.

JACK: Professor Dubstep stieg immer tiefer in de Szene des Handels mit unveröffentlichtem Dubstep ein.

PROFESSOR DUBSTEP: 2016 kam. Die Taktiken, die Trader nutzten, um an die unveröffentlichten Musikdateien zu kommen, änderten sich ein wenig. Es gab ein paar Vorfälle, bei denen Künstler ein DJ-Set in einem Club gespielt hatten und jemand nach der Show hinging und einfach den USB-Stick direkt aus dem Mixer zog …

JACK: Wow.

PROFESSOR DUBSTEP: … mit all dem geheimen Zeug drauf, ja.

JACK: Sie sind auf die Bühne und haben das Equipment geklaut?

PROFESSOR DUBSTEP: Ja. Nun, diese Pioneer CDJ-Systeme, da steckt man im Grunde einfach einen kleinen USB-Stick oben rein. Wenn also jemand daran vorbeilief, konnte er ihn einfach ganz leicht abziehen und niemand würde es bemerken, bis es zu spät war.

JACK: Aber, ich meine, stoppt dann die Musik nicht sofort?

PROFESSOR DUBSTEP: Wenn die Show gerade vorbei ist, gibt es ein kleines Zeitfenster, in dem jemand ihn greifen könnte und niemand es bemerken würde.

JACK: Puh, das erfordert echt ne gewisse Dreistigkeit, zu ner Live-Show zu gehen, diesen Künstler zu sehen, den man mag, und dann seine Dateien direkt vor seiner Nase zu stehlen …

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, es ist bekannt, dass das etwa drei- oder viermal innerhalb eines Jahres passiert ist.

JACK: Wahnsinn! Die Anstrengungen, die die Leute auf sich nehmen, um an unveröffentlichte Musik zu kommen, sind unglaublich. Ich glaube, das ist ein Beweis dafür, wie engagiert und motiviert die Fans waren, mehr zu hören, das neuste Zeug zu bekommen. Ich mein, man sieht ja jetzt keine Kunden, die zu einer Näh-Messe gehen und die neuste Nähmaschine vom Demo-Stand klauen, weil diese Leidenschaft in diesem Bereich existiert. Die Musik trägt das absolut Besondere in sich, unserem Leben einen Sinn zu geben. Sie kann unser Therapeut sein, unser bester Freund, unser Geliebter und unser Tanzpartner. Sie kann uns auf eine Weise bewegen, wie es nicht vieles anderes kann.

Manche Leute riskierten also sogar eine Verhaftung für neue Musik, die sie unbedingt haben wollen, wenn sie einen USB-Stick mit solcher Musik drauf klauen.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja, das ist oft passiert. Es gab einen Typen namens Snails, der Ende 2015 in der Szene durchstartete. Sein USB wurde gestohlen, alle Dateien davon landeten auf Reddit. Skrillex wurde sein USB auch gestohlen. All diese Dinge landeten Ende 2016 als Leak auf Reddit. Wie gesagt, es ist etwas, das immer wieder passiert. Ich glaube, es passiert bis heute, dass Künstlern ihre USB-Sticks aus dem Equipment auf der Bühne geklaut werden.

JACK: Ah, was macht man dagegen? Seinen USB-Stick im Equipment festschweißen? Oder wie wäre es mit einem Köder-USB-Stick, der eigentlich eine Falle ist? Wenn jemand danach greift, bekommt er einen Stromschlag.

Ich finde es interessant, dass Musik in dem Fall ja eigentlich nur Dateien sind. Es sind Daten auf einem Computer, oder in diesem Fall einem USB-Stick, und ich habe bisher nie darüber nachgedacht, Cybersicherheit auf Musik anzuwenden. Es sind ja in erster Linie akustische Schallwellen, keine Computerdateien. Aber doch, es sind auch Computerdateien, und deshalb brauchen sie eigentlich eine eigene Cybersicherheit.

Okay, reden wir über Reddit. Der angesagte Subreddit für all das war xTrill, da konnte man Links zu inoffizieller Dubstep-Musik posten. Also Live-Mitschnitte von Konzerten, Radio-Mixe, Zeug, das nicht auf dem offiziellen Spotify, YouTube oder SoundCloud des Künstlers war. Aber es ist von diesem Künstler, und diese alternativen Versionen sind manchmal besser als die Originalversion. Es gab viele Fans, die sich auf diesem Subreddit rumtrieben, um neue Mixe zu hören.

PROFESSOR DUBSTEP: Leaker waren in der Szene verpönt. Also, wenn Sachen tatsächlich geleakt wurden – wer auch immer etwas leakt, verbrennt seinen Ruf.

JACK: Während die Leute bei geleakten Tracks also ausrasteten und viele Leute begeistert waren, musste der Subreddit dennoch dagegen vorgehen, um nicht als Leak-Seite abgestempelt und geschlossen zu werden. Sie entfernten die Leaks und verbannten die Leaker.

PROFESSOR DUBSTEP: Denn es ist so – erstens: Die Trader mögen keine Leaks. Zweitens: Es richtete Schaden an. Drittens: Es öffnet Tür und Tor für Ärger. Es bringt dir rechtlichen Ärger ein, wenn du derjenige bist, der etwas leakt.

JACK: Der xTrill-Subreddit war wie eine Matrjoschka-Puppe aufgebaut. Außen die offensichtlichen, grundlegenden Sachen, darunter kommt man an die interessanteren Inhalte, darunter dann konnte man rare Sachen finden. Es gab allerdings Regeln: Piraterie war nicht erlaubt und kein Posten von unveröffentlichter Musik. Aber die Regeln wurden oft missbraucht.

PROFESSOR DUBSTEP: Nach außen hin sah xTrill aus wie ein Ort, an dem einfach wildes Chaos herrschte, völlig unkontrolliert. Aber hinter den Kulissen war es eigentlich eine Art Fassade. Wenn ein Künstler cool war und die Moderatoren des Subreddits oder die Verantwortlichen kontaktierte, konnten sie sagen: „Bitte verhindert, dass dieses Ding leakt. Es gibt bald Veröffentlichungspläne dafür. Würdet ihr es bitte draußen halten?“ Wenn sie nett waren, konnten sie ihre Marke zum Filter hinzufügen lassen, sodass nichts gepostet werden konnte.

JACK: Man brauchte dabei wirklich einen geschulten Blick, um zu verstehen, was da auf xTrill vor sich ging, denn selbst wenn etwas gepostet wird: Kennt man die Band und den Track gut genug, um zu wissen, ob das echt ist oder erfunden oder überhaupt ein Leak?

Geleakte Datenbanken öffnen die Hintertür zum Label

PROFESSOR DUBSTEP: Ende 2016 kommt also. Spintire kommt auf Skype auf mich zu und sagt: „Schau mal, wir haben dieses alte Passwort von Skrillex.“ Ich sage: „Okay, wie? Wie ist das passiert?“ Er zögert erst, es zu erklären, und sagt nur: „Schau es dir einfach an. Probier es einfach bei diesen Sachen. Probier es einfach beim alten Skype-Account.“ Okay, und es funktioniert. Es loggt sich direkt ein.

JACK: In Skrillex' Skype-Account.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja. Es war ein alter, inaktiver Account. Er war tot. Er wurde nicht benutzt. Aber das Passwort funktionierte, und ich meinte: „Wie hast du das bekommen?“

JACK: Ja, gute Frage. Skrillex ist der größte Name im Dubstep. Er ist ein mit diversen Grammys ausgezeichneter Künstler, den Millionen Menschen hören und auch auf Social Media folgen. Sein Skype-Passwort zu bekommen, ist ne ziemlich große Sache.

PROFESSOR DUBSTEP: Ich sagte: „Also, wie hast du das bekommen?“ Schließlich erklärt er es. Er sagt, Datenbanken seien von allen möglichen Seiten geleakt worden. Es gab ziemlich viele Datenbanken, die 2016 gestohlen und online hochgeladen wurden. Da war … Dropbox wurde die Datenbank gestohlen. Last.fm wurde die Datenbank gestohlen. MySpace wurde auch die Datenbank gestohlen, und sie wurden alle einfach auf dieses Ding namens – ich glaube, es war LeakedSource – hochgeladen. Man konnte im Grunde dafür bezahlen – 20 Dollar im Monat für den Zugang –, und das gab einem Zugriff auf all diese Datenbanken. Man konnte also einfach die Ergebnisse sehen, die gehashten Passwörter und so. Man konnte einfach den Hash nehmen und ihn selbst entschlüsseln, weil sie wirklich schlecht geschützt waren; einfach Standard-MD5, und fast die gesamte MD5-Tabelle war zu diesem Zeitpunkt schon geknackt.

JACK: Oh Mann, das wird immer verrückter. Riesige Datenbank-Hacks mit Millionen von Benutzernamen und Passwort-Hashes; dazu die gierigen Fans, die vor nichts zurückschrecken, um in die digitale Welt von Dubstep-Künstlern einzudringen und alles zu stehlen, was sie können, um es auf xTrill zu posten - und Skrillex, der größte Name im Dubstep-Kosmos, ist einer der ersten, von dem man ein funktionierendes Passwort bekommt! Mein Gehirn läuft gerade heiß. Es muss ja einen regelrechten Ansturm von Leuten geben, die versuchen, sich in die Dateien der Musiker zu hacken.

PROFESSOR DUBSTEP: Was wir also gemacht haben, ist im Grunde einfach die E-Mail-Adresse einzugeben, die wir von diesen Künstlern kannten. Und wenn ein Ergebnis aus irgendeiner alten geleakten Datenbank kam, die schlecht verschlüsselt war, konnte man dieses gehashte Ergebnis nehmen, entschlüsseln und einfach hoffen, dass ihre Sicherheit nicht so toll war und dass sie dieses Passwort ständig wiederverwendet haben und überall das gleiche nutzten oder so.

JACK: Das bedeutet, dass so ziemlich jeder Dubstep-Künstler irgendwo in diesen Datenbank-Hacks zu finden ist. Man musste nur den richtigen Benutzernamen oder die richtige E-Mail-Adresse finden und bei Last.fm, Dropbox oder MySpace ausprobieren, da diese drei Websites von Musikern häufig genutzt wurden. Dropbox ist dabei extrem beliebt für die gemeinsame Nutzung von Dateien, und wenn ein Musiker ein Label oder einen Manager oder jemand anderen hat, mit dem er zusammenarbeitet, ist es in diesem Kreis sehr üblich, seine laufenden Arbeiten auf Dropbox zu teilen. Last.fm und MySpace sind oder waren die Orte, an denen man seine Musik veröffentlichen kann, und wenn man ein aufstrebender Künstler ist, möchte man seine Musik auf jeden Fall überall veröffentlichen. Übrigens, tatsächlich gibt es MySpace immer noch.

Moment, warte mal kurz, wir haben Skrillex' Passwort. Es funktioniert für einen alten Skype-Account. Bedeutet das, dass wir auch in Skrillex' Dropbox eingedrungen sind?

PROFESSOR DUBSTEP: Skrillex' Dropbox ist das … wir haben es tatsächlich nicht geschafft, da reinzukommen, aber wir haben nach Skype einen Haufen anderer Accounts probiert, und nichts davon funktionierte. Also waren alle anderen Sachen dichtgemacht worden.

JACK: Ihr konntet also nicht in seine Dropbox.

PROFESSOR DUBSTEP: Nein.

JACK: Gut gemacht, Skrillex. Entweder hat er Passwörter nicht wiederverwendet oder von dem Datenbank-Breach gehört und alle Passwörter geändert. So oder so war er den Hackern hier voraus. Meine Güte, wenn sie in Skrillex' Dropbox gekommen wären, wäre das das Größte überhaupt gewesen. Seine neusten Sachen vor allen anderen zu hören? Das wäre Wahnsinn gewesen. Aber sie kamen nicht rein.

PROFESSOR DUBSTEP: Nein, also entschieden wir stattdessen, dass vielleicht sein Manager ein gutes Ziel wäre, um zu schauen, ob in den Datenbanken irgendwas für seinen Manager geleakt wurde. Wir schauten also nach, und da war was. Es war ein wirklich altes Ergebnis von 2008, aber es war … das gleiche Ergebnis tauchte in allen Datenbanken auf. Also bestand die gute Chance, dass es auf einigen alten Seiten funktionieren könnte, die inaktiv waren, aber in der Vergangenheit zum Teilen von Musik und internem Zeug genutzt wurden. Spintire und ich saßen also auf Skype und probierten es auf einer MediaFire-Seite aus, was funktionierte. Wir konnten uns einloggen. Da waren einige interessante Sachen drin. Da waren Photoshop-Dokumente, da waren ein paar unveröffentlichte Tracks, die nie zuvor herausgekommen waren, nie auch nur gehört wurden.

JACK: Skrillex-Tracks.

PROFESSOR DUBSTEP: Mh-hm. Ja.

JACK: Oh wow, das ist … ich meine, ich weiß nicht, ob du das so siehst wie ich, aber das muss doch der bisher größte Fund in der Geschichte sein.

PROFESSOR DUBSTEP: In gewisser Weise war es das, aber zu der Zeit hörten wir so viele Tracks von den Tradern, dass es uns irgendwie nicht so groß vorkam, wie es tatsächlich war. Was wir da machten, uns in die Accounts einzuloggen und so, wir realisierten nicht wirklich, wie tief das eigentlich ging. Denn das ist viel weitergehend, als nur etwas in einem kleinen Kreis zu tauschen, das man von einem anderen Trader bekommen hat. Das ist, in den Account von jemandem zu gehen und etwas direkt zu nehmen, und wir machten das einfach so, als wäre es nichts, wirklich, was echt irrsinnig ist. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, zurückblicke, ist es verrückt. Das ist eine riesige Verletzung der Privatsphäre. Aber es funktionierte. Wir bekamen diese Tracks und fassten für uns den Entschluss, dass andere Leute das zur gleichen Zeit wie wir tun würden. Andere Leute würden das herausfinden, an diese Dinge kommen und sie dann tauschen und leaken. Das war es also, was Spintire und ich uns im Grunde gegenseitig sagten. So nach dem Motto: „Es ist besser, dass wir es tun und wir diese Dinge sicher aufbewahren und sie unter uns anhören und das Interesse daran haben, und es dann geheim halten, verhindern, dass es leakt.“

JACK: Und ein Teil davon, das Leaken zu verhindern, ist also, das Passwort des Managers zu ändern oder zu löschen?

PROFESSOR DUBSTEP: Ja. Wir gingen also rein, nahmen uns die Dateien und änderten dann entweder das Passwort direkt, damit niemand sonst in den Account kommen konnte, oder kontaktierten die Person, in deren Account wir uns eingeloggt hatten, und sagten: „Wir haben deinen Account kompromittiert; du musst dieses Passwort ändern.“ Was wir tatsächlich oft gemacht haben. Wir kontaktierten sie; sagten: „Weißt du, du wurdest hier kompromittiert. So ist es passiert. Du musst deine Passwörter ändern.“

JACK: Wow, das ist schon’n für ein eigenwilliger moralischer Kompass. Sie wussten, dass es falsch ist, in den Account von jemand anderem einzubrechen, aber ihre Einstellung war: Wenn wir nicht einbrechen, wird es sicher jemand anderes tun, und der könnte richtige Probleme verursachen. Also ist es besser, dass wir es tun, damit wir es reparieren können, und als Belohnung fürs Einbrechen und Reparieren hören wir uns einfach an, was auch immer wir auf dem Weg finden, und behalten es für uns.

PROFESSOR DUBSTEP: Wir beschlossen, in diesen Datenbanken nach Dino zu suchen – ob seine Passwörter in irgendeiner Datenbank geleakt waren und wir sie auf Skype ausprobieren könnten.

JACK: Oh, wow, Dino war doch der Typ, der Sachen von Excision gestohlen und das Zeug dann an andere Leute geleakt hat, und der dann versucht hat, Professor Dubstep für den Leak verantwortlich zu machen.

PROFESSOR DUBSTEP: Ja. Hier wird es gut.

JACK (Outro): Warte, warte kurz. Wir beenden hier den ersten Teil dieser Geschichte. In der zweiten Folge geht es weiter mit Professor Dubstep und den anderen Teenage-Hackern. Seid dabei, und hört, auf welchen Wegen sie sich gegenseitig austricksen und ausspionieren. Alle verlieren sie dabei aus den Augen, dass sie dabei ziemlich illegal und rücksichtslos vorgehen.

Die Episode wurde im englischen Original von Jack Rhysider erstellt. Den Text haben Isabel Grünewald und Marko Pauli übersetzt und gesprochen.


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Vertragsfehler: 75.000 Microsoft-Lizenzen in Hannover vorerst nutzlos

Von Heise — 21. April 2026 um 15:24
Icon von Microsoft Word of einem Mac

(Bild: PixieMe / Shutterstock.com)

Eine Datenschutzvereinbarung für Microsoft 365 an Schulen in Hannover fiel nicht streng genug aus. Kann die Stadt die Nutzung der Software noch ermöglichen?

Tausende Microsoft-365-Lizenzen für Schulen in Hannover sind wegen eines Vertragsfehlers vorerst nutzlos. Das bestätigte eine Sprecherin der Landeshauptstadt. Nach aktuellen Informationen der Verwaltung geht es um 75.000 Lizenzen im Wert von ungefähr 342.000 Euro. Zuvor hatte die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet.

Den Angaben nach ist die Vereinbarung über die Datenverarbeitung nicht streng genug. Sie stehe damit im Widerspruch mit den Datenschutzregeln [1] der Stadt. Die Nutzung von Word, Powerpoint & Co. an Schulen sei daher vorerst gestoppt worden.

Lizenzen noch bis September gültig

Wie es zu dem Fehler kommen konnte, der kurz vor Ostern bekannt geworden sei, werde derzeit geprüft. Es ist auch noch offen, ob das investierte Geld verloren ist. Die Ein-Jahres-Lizenzen sind laut der Stadt noch bis Anfang September gültig. Es werde untersucht, ob die Verträge so angepasst werden können, dass die Lizenzen wieder nutzbar werden.

Im laufenden Schulbetrieb soll der Nutzungsstopp nicht direkt zu Problemen führen. „Bestehende Systeme und Plattformen stehen unverändert zur Verfügung und decken die wesentlichen Anforderungen des Schulalltags ab“, teilte die Verwaltung mit. Wo es nötig sei, würden Verträge verlängert.

Programme sollten Ergänzung sein

Microsoft 365 [2] sei zunächst lediglich als Ergänzung vorgesehen gewesen. Die zugehörigen Programme sollten zur Kommunikation und zum gemeinsamen Arbeiten genutzt werden. Unter anderem die Office-Anwendungen wie Word, Powerpoint oder Excel sollten dafür genutzt werden.

Dabei würden grundsätzlich personenbezogene Daten an Microsoft und Subunternehmen übermittelt. Um einen Datenschutzvorfall wie etwa bei einem Hackerangriff handele es sich deshalb nicht, „sondern um eine unzureichende vertragliche Grundlage“, hieß es von der Stadt.


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Google blockierte 2025 mit KI-Hilfe mehr als 8 Milliarden Werbeanzeigen

Von Heise — 21. April 2026 um 14:00
Gemini-App auf einem Smartphone.

Primakov/Shutterstock.com

(Bild: Shutterstock)

Milliarden gestoppte Werbeanzeigen, zig Millionen gesperrte betrügerische Nutzerkonten. Das hat Google mit der Gemini-KI erledigt.

Google präsentiert die Zahlen für 2025 zu blockierter Werbung und betrügerischer Nutzerkonten: Mehr als 8,3 Milliarden Werbeanzeigen und rund 25 Millionen Werber-Konten hat Google im vergangenen Jahr blockiert.

In einem Blog-Beitrag gibt Google [1] einen knappen Überblick. Demnach haben die Mitarbeiter bereits seit Längerem fortschrittliche KI im Einsatz, um Betrüger zu erkennen und auszubremsen. Gemini bringt das aber noch ein Stück voran. Damit untersucht Google Hunderte Milliarden Signale, darunter das Alter von Konten, Verhaltensmerkmale und Muster für Kampagnen, um Bedrohungen zu blockieren, bevor sie Menschen erreichen. Anders als die alten, auf Schlüsselwörter setzenden Systeme, verstehen die neuen Modelle Absichten besser und können dadurch bösartige Inhalte erkennen und präventiv sperren – „selbst dann, wenn sie dazu angelegt sind, der Erkennung zu entgehen“. Nach eigenen Angaben blockiert Google damit inzwischen über 99 Prozent der richtlinienverletzenden Werbeanzeigen, bevor sie überhaupt ausgespielt werden.

Im Jahr 2025 hat Google damit mehr als 8,3 Milliarden Werbeanzeigen blockiert oder entfernt, über 4,8 Milliarden Werbeanzeigen beschränkt, mehr als 24,9 Millionen Werbe-Konten geschlossen sowie 480 Millionen Webseiten blockiert oder beschränkt. Die Kurzübersicht zeigt noch [2] eine Aufschlüsselung der blockierten Werbung nach „Vergehen“ gegen bestimmte Richtlinien, darunter als größte Gruppe 1,29 Milliarden Anzeigen, die das Werbe-Netzwerk missbrauchen. Von den 480 Millionen blockierten Webseiten haben die KI-gestützten Kontrollsysteme 97 Prozent (über 467 Millionen) erkannt.

Google liefert auch Werte für EU

Ein eigener Bericht wertet die Zahlen aus dem vergangenen Jahr für die Europäische Union [3] aus. Demnach hat Google 1,6 Milliarden Werbeanzeigen im EU-Raum entfernt und hier 2 Millionen Werbe-Konten gesperrt. Auch hier steht an Platz 1 der Richtlinienverletzungen der Missbrauch des Werbe-Netzwerks.

Google will beim Wettlauf mit den bösartigen Akteuren in Echtzeit reagieren können. Die Täter setzen auf generative KI, um betrügerische Werbeanzeigen im großen Maßstab zu erzeugen – und die Gemini-KI hilft dabei, sie in Echtzeit zu erkennen und zu blockieren. Im vergangenen Jahr wurde so der Großteil der sogenannten Responsive Search Ads, die in Google Ads erstellt wurden, umgehend analysiert und gefährlicher Inhalt vor der Übertragung blockiert. Das soll dieses Jahr für weitere Werbeformate kommen.

Gemini habe auch geholfen, User-Feedback effizienter zu bewältigen. Die Teams konnten viermal so viele Gegenmaßnahmen gegen gemeldete Werbung ergreifen wie im Jahr zuvor. Falls doch mal eine Bedrohung durchrutscht, kann Google sie nun schneller neutralisieren. Ein weiterer Erfolg sei bei falsch positiven Meldungen erreicht worden. Die Anzahl fälschlicherweise blockierter Werber konnte Google 2025 um 80 Prozent reduzieren.

Die Ads Safety Reports von Google erscheinen regelmäßig. Schon seit Anfang der 2020er-Jahre blockiert Google demnach jedes Jahr Milliarden [4] von Werbeanzeigen. Konkurrent Meta steht im Ruf, deutlich zögerlicher [5] bei der Unterbindung betrügerischer Werbung zu sein. Das scheint sich für das Unternehmen zu lohnen [6].


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https://www.heise.de/-11265928

Links in diesem Artikel:
[1] https://blog.google/products/ads-commerce/2025-ads-safety-report/
[2] https://services.google.com/fh/files/blogs/global_2025_adssafetyreport.pdf
[3] https://services.google.com/fh/files/blogs/eu_2025_adssafetyreport.pdf
[4] https://www.heise.de/news/Ads-Safety-Report-Google-blockiert-und-loescht-Milliarden-Anzeigen-5990765.html
[5] https://www.heise.de/news/Betruegerische-Werbung-Facebook-loescht-nur-langsam-10535616.html
[6] https://www.heise.de/news/Wachabloesung-Meta-wird-bei-Einnahmen-aus-Onlinewerbung-wohl-Google-ueberholen-11256776.html
[7] https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[8] mailto:dmk@heise.de

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Git 2.54: Experimenteller Befehl für Commit-Historie

Von Heise — 21. April 2026 um 12:18
Hand hält einen Rotstift, markiert Worte auf einem bedruckten Blatt

(Bild: Andrey_Popov / Shutterstock.com)

Im neuen Release bringt die Versionsverwaltung den experimentellen Befehl git history, um beispielsweise Fehler zu korrigieren oder einen Commit aufzuteilen.

Das verteilte Versionsverwaltungssystem Git 2.54 ist erschienen. Ein experimenteller git history-Befehl und ein veränderter Umgang mit Hooks zählen zu den wichtigsten Neuerungen in dem Release, an dem 137 Personen mitgewirkt haben.

Commit-Historie verändern mit git history

Wie GitHub in einem Blogeintrag ausführt [1], bot Git bisher bereits Möglichkeiten, die Historie eines Projekts zu verändern. So lassen sich mit git rebase -i Commits anders anordnen, editieren oder verwerfen. Das ändert jedoch auch Working Tree und Index, was weitreichende Aktionen nach sich ziehen kann.

Für einfache Fälle steht daher nun der experimentelle Befehl git history bereit, der unter der Haube auf der Funktionsweise von git replay basiert. git history unterstützt die beiden Vorgänge reword und split. Mit git history reword <commit> können Entwicklerinnen und Entwickler eine Commit-Nachricht im Editor öffnen und anpassen, um zum Beispiel einen Tippfehler zu berichtigen. Das aktualisiert ebenfalls Branches, die aus diesem Commit hervorgehen. Im Gegensatz zu git rebase verändern sich Working Tree und Index hierbei jedoch nicht. Die zweite mögliche Aktion, git history split <commit>, erlaubt das Aufteilen eines Commits in zwei verschiedene Commits.

Zu den bewussten Einschränkungen des history-Befehls zählt, dass er weder mit Historien umgehen kann, die Merge Commits enthalten, noch Vorgänge durchführt, die Merge-Konflikte auslösen würden.

Flexiblere Hook-Definition

Eine weitere bedeutende Neuerung betrifft den Umgang mit Git-Hooks [2]. Diese ließen sich bisher nur als ausführbare Skripte definieren, die sich in einem spezifischen Verzeichnis [3] befanden – standardmäßig im Unterverzeichnis hooks des .git-Verzeichnisses. Das brachte einige Schwierigkeiten mit sich, wie GitHub erläutert [4]: Wollten Entwickler beispielsweise vor jedem Commit auf allen Repositories einen Linter laufen lassen, so mussten sie das entsprechende Skript in jedes Repository kopieren, was zu Arbeitsaufwand und Fehleranfälligkeit führte.

Diese Probleme soll Git 2.54 lösen, denn Hooks lassen sich nun in den Konfigurationsdateien definieren. Statt ein Skript in .git/hooks/pre-commit zu platzieren, ist nun diese Alternative möglich:

[hook "linter"]
   event = pre-commit
   command = ~/bin/linter --cpp20

Auf diese Weise lassen sich Hooks zentral definieren und auf alle Repos anwenden. Eine solche Konfiguration kann sich User-basiert in ~/.gitconfig befinden, systemweit in /etc/gitconfig oder in einer lokalen Konfigurationsdatei eines Repositories. Entwicklerinnen und Entwickler können zudem mehrere Hooks für ein bestimmtes Event definieren oder Hooks wahlweise in einem Repository deaktivieren.

Weitere Informationen zu diesen und anderen Neuerungen in Git 2.54 finden sich in den Release Notes [5].

Siehe auch:

  • Git [6]: Download schnell und sicher von heise.de


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11265560

Links in diesem Artikel:
[1] https://github.blog/open-source/git/highlights-from-git-2-54/
[2] https://git-scm.com/docs/githooks
[3] https://git-scm.com/docs/git-config/2.54.0#Documentation/git-config.txt-corehooksPath
[4] https://github.blog/open-source/git/highlights-from-git-2-54/
[5] https://lore.kernel.org/git/xmqqa4uxsjrs.fsf@gitster.g/T/#u
[6] https://www.heise.de/download/product/git-57506?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
[7] mailto:mai@heise.de

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Kapazitäten ausgereizt? Microsoft lehnt Neukunden für GitHub Copilot ab

Von Heise — 21. April 2026 um 11:29
Github-Logo an Gebäudewand

(Bild: Sundry Photography/Shutterstock.com)

Kunden verwenden GitHub Copilot stärker als geplant. Jetzt zieht Microsoft die Reißleine und schränkt die Nutzung ein.

Microsoft [1] hat die Registrierung bei GitHub Copilot pausiert. Neukunden können sich somit nicht mehr für die Tarife Pro, Pro+ und Student anmelden. Gleichzeitig verschärfte das US-Unternehmen Tokenlimits und kündigte die Entfernung von Claude Opus 4.5 und 4.6 aus dem Pro+-Tarif an. Opus 4.7 [2] bleibt im Pro+-Tarif hingegen verfügbar. Aus dem Pro-Tarif wurden alle Opus-Modelle sofort entfernt. Die kostenfreie Stufe und Enterprise-Abonnements sind von den Änderungen derzeit nicht betroffen.

Registrierungsstopp soll Servicequalität sichern

Hintergrund der Änderungen sei ein unerwartet hoher Bedarf an Rechenleistung. „Lang andauernde, parallelisierte Sitzungen beanspruchen regelmäßig weitaus mehr Ressourcen als geplant. Die ursprünglichen Strukturen waren dafür nicht ausgelegt“, schreibt Joe Binder, VP of Product, im GitHub-Blog [3]. Inzwischen übernähmen KI-Agenten mehr Aufgaben und Kunden stießen an ihre Nutzungsgrenzen. Ohne Einschränkungen verschlechtere sich die Servicequalität für Bestandskunden.

Die Nutzungsgrenzen des Pro+-Abonnements sind mehr als fünfmal so hoch wie im Pro-Tarif. Dieses Limit ist von der Anzahl der Premiumanfragen unabhängig. Stattdessen handelt es sich um tokenbasierte Beschränkungen innerhalb eines festgelegten Zeitfensters. Somit können Kunden noch über ungenutzte Premiumanfragen verfügen, aber bereits die Nutzungsgrenzen erreicht haben.

Token und Modelle bestimmen Nutzungslimits

Microsoft unterscheidet bei den Nutzungslimits von GitHub Copilot zwischen zwei Zeitfenstern, die sich nach dem Tokenverbrauch und einem Multiplikator richten, der bei rechenintensiven Modellen entsprechend höher ist. Das erste Zeitfenster bezieht sich auf die jeweilige Session. Reizen Kunden ihr Limit aus, müssen sie warten, bis sich das Nutzungsfenster zurücksetzt, um Copilot wieder verwenden zu können.

Das zweite Zeitfenster ist das wöchentliche Limit, das eine Obergrenze für die nutzbaren Token darstellt. Damit will Microsoft parallelisierte Anfragen beschränken, die oft lange laufen und hohe Kosten verursachen. Künftig wolle das Unternehmen die Limits anpassen, um ein Gleichgewicht zwischen Zuverlässigkeit und Nachfrage zu erzielen, schreibt Binder. Ihren aktuellen Verbrauch können Kunden in Visual Studio Code oder dem Kommandozeilentool von GitHub Copilot einsehen.

Microsoft rät zu sparsamer Nutzung oder teurerem Tarif

Microsoft empfiehlt Kunden, die sich ihrem Nutzungslimit nähern, auf kleinere Modelle umzusteigen, weniger parallele Workflows zu verwenden oder den Plan-Mode zu nutzen. Alternativ verweist das Unternehmen seine Pro-Kunden auf den Pro+-Tarif.

GitHub Copilot kostet im Pro-Tarif monatlich 10 US-Dollar, Pro+-Nutzer zahlen 39 US-Dollar. Kunden der Pro- und Pro+-Tarife können ihr Abonnement jederzeit kündigen und sich die Gebühren für April über eine Supportanfrage bis zum 20. Mai 2026 zurückerstatten lassen. Zuletzt versuchte Microsoft, nicht nur mit Abonnement-Gebühren an GitHub Copilot zu verdienen, sondern blendete Werbung in Pull Requests [4] ein. Nach Nutzerbeschwerden ruderte das Unternehmen zurück.


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https://www.heise.de/-11265219

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/thema/Microsoft
[2] https://www.heise.de/news/Befolgt-Anweisungen-substanziell-besser-Anthropic-gibt-Opus-4-7-frei-11261267.html
[3] https://github.blog/news-insights/company-news/changes-to-github-copilot-individual-plans/
[4] https://www.heise.de/news/Werbung-oder-Hinweis-GitHub-Copilot-erweiterte-Pull-Requests-um-Produkttipps-11240850.html
[5] https://www.heise.de/ix
[6] mailto:sfe@ix.de

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Software Testing: Praxisnah sicher entwickeln mit IEC 62443-4-1

Von Heise — 21. April 2026 um 08:25
Software Testing: Praxisnah sicher entwickeln mit IEC 62443-4-1

(Bild: Richard Seidl)

Wie wird IEC 62443-4-1 im Alltag wirksam? Holger Santelmann über praktische Umsetzung, Trainings, Tests und bessere Zusammenarbeit für sichere Software.

In dieser Episode spricht Richard Seidl mit Holger Santelmann über IT-Sicherheit in Entwicklungsprozessen und über die internationale Norm IEC 62443-4-1, die festlegt, wie sichere Entwicklungsprozesse für industrielle Software und Systeme gestaltet werden sollen. Im Zentrum steht die Frage, wie Normen praktisch umgesetzt werden können, ohne dass sie nur lästige Pflicht bleiben. Holger Santelmann erzählt, wie sein Unternehmen diese Norm eingeführt und zum echten Werkzeug für bessere Softwarequalität gemacht hat. Es geht um konkrete Herausforderungen: von Trainings und unabhängigen Testern bis hin zu interner Reflexion und Zusammenarbeit im Team.

Holger Santelmann [2] ist Dipl.-Medieninformatiker (FH) und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung. Er hat als Senior Software Developer bei der Firma M&M Software GmbH angefangen und sich in den letzten Jahren immer mehr auf das Thema Release- bzw. Testmanagement spezialisiert. Als Leiter des Competence Centers Quality Engineering treibt er das Thema Qualitätssicherung innerhalb der Firma M&M Software GmbH weiter voran und unterstützt den Softwareentwicklungsprozess.

Software-Testing im Gespräch

Bei diesem Format dreht sich alles um Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste schauen sich Dinge an, die mehr Qualität in die Softwareentwicklung bringen.

Die aktuelle Ausgabe ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar: „Praxisnah sicher entwickeln mit IEC 62443-4-1 – Holger Santelmann [3]“.


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https://www.heise.de/-11251604

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[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://www.linkedin.com/in/holger-santelmann-01266974/
[3] https://www.richard-seidl.com/de/blog/iec-62443-4-1-it-sicherheit
[4] mailto:mdo@ix.de

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heise+ | Alte Spiele neu erleben: Die hohe Kunst sehr guter Remaster

Von Heise — 21. April 2026 um 15:00

Statt Retrotitel in der Vergangenheit ruhen zu lassen, hat sich in den letzten Jahrzehnten eine eigene Disziplin der Spieleentwicklung etabliert: das Remaster.

Möchte man heutzutage ein Spiel aus der eigenen Kindheit oder Jugend noch einmal erleben, hat man dazu mehr Möglichkeiten als je zuvor: So gibt es Webseiten wie GOG.com, die sich darauf spezialisiert haben, auf modernen Systemen Spiele aus den Achziger und Neunzigerjahre ohne Herumgefummel laufen zu lassen. Ähnliches gilt auch für die Plattform Steam.

Wer ein wenig Handarbeit nicht scheut, dem bieten Softwareemulatoren und Tools wie DOSBox, ScummVM oder WinUAE nahezu perfekt emulierte alte Systeme. Damit laufen ewige Klassiker wie „The Secret of Monkey Island“, „Turrican 2“ oder „Civilization“ genauso, wie man sie in Erinnerung hat.

Dank verschiedener Videooptionen im Emulator kann man sie sogar mit grafischen Extras aufwerten, genießt Gamepad-Support und oft auch eine Schnellspeicherfunktion.


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[1] https://www.heise.de/hintergrund/Super-Mario-Welten-selbst-bauen-spannende-Projekte-vorgestellt-11134088.html
[2] https://www.heise.de/tests/Commodore-64-Ultimate-Das-Multitalent-mit-Hardware-Emulation-im-Test-10526864.html
[3] https://www.heise.de/tests/Nintendo-64-Klon-FPGA-Videospielkonsole-Analogue-3D-im-Test-10336150.html
[4] https://www.heise.de/ratgeber/Amiga-reparieren-Diskettenlaufwerk-retten-oder-mit-USB-Floppy-Emulator-ersetzen-10985628.html
[5] https://www.heise.de/ratgeber/FAQ-Retrogaming-Alte-Videospiele-heute-erleben-10982724.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Fuer-Mega-Drive-Game-Boy-und-Co-Neue-Spiele-fuer-alte-Konsolen-10696375.html

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Find X9 Ultra: Oppo bringt Premium-Smartphone mit Tele-Adapter

Von Tobias Költzsch — 21. April 2026 um 15:00
Beim Find X9 Ultra setzt Oppo vor allem auf die Kamera: Dank zweier Telekameras soll ein großer Brennweitenbereich abgedeckt werden.
Das Find X9 Ultra mit Kameragriff und Telekonverter (Bild: Oppo)
Das Find X9 Ultra mit Kameragriff und Telekonverter Bild: Oppo

Oppo hat sein Android-Smartphone Find X9 Ultra vorgestellt. Das Gerät hat eine Premium-Ausstattung – sowohl was das SoC als auch die Kameras betrifft. Mit insgesamt vier Kameras soll das Smartphone Oppo zufolge einen Brennweitenbereich von 14 bis 460 mm abdecken (aufs Kleinbildformat umgerechnet).

Im großen Kameramodul auf der Rückseite sind eine Hauptkamera mit 200 Megapixeln, eine Superweitwinkelkamera mit 50 Megapixeln, ein Dreifach-Tele mit 200 Megapixeln und ein Zehnfach-Tele mit 50 Megapixeln eingebaut. Dazu gibt es noch einen Sensor für den Weißabgleich.

Die zehnfache optische Vergrößerung des Teleobjektivs wird mithilfe eines Prismas realisiert, das den Lichtstrahl fünfmal reflektiert. Optional ist das sogenannte Earth Explorer Kit erhältlich, das neben einem Kameragriff einen Zehnfach-Teleadapter enthält. Dieser wird am Dreifach-Tele montiert und ermöglicht so Aufnahmen mit einer 300-fachen optischen Vergrößerung.

Hasselblad-Modus für natürlichere Aufnahmen

Die Kamera wurde wieder in Zusammenarbeit mit Hasselblad entwickelt. Mit dem Hasselblad Master Mode können Aufnahmen gemacht werden, die eine natürlichere Wiedergabe haben. Dafür wird eine komplett unterschiedliche Image-Pipeline verwendet; die Bilder sollen nicht so stark bearbeitet aussehen. Dabei können Aufnahmen im RAW-Format gemacht werden.

Das Find X9 Ultra von Oppo (Bild: Oppo)
Bild 1/2: Das Find X9 Ultra von Oppo (Bild: Oppo)
Das Find X9 Ultra von Oppo (Bild: Oppo)
Bild 2/2: Das Find X9 Ultra von Oppo (Bild: Oppo)

Videos nimmt das Find X9 Ultra 4K mit bis zu 120 fps auf, in 8K mit bis zu 30 fps. Außerdem führt Oppo ein eigenes Log-Format ein: O-Log2. LUTs können in einer Vorschau direkt bei der Aufnahme angezeigt werden und – falls gewünscht – direkt in das Videomaterial eingebunden werden.

Das AMOLED-Display des Find X9 Ultra ist 6,82 Zoll groß, hat eine Auflösung von 3.168 x 1.440 Pixeln und unterstützt eine Bildrate von 1 bis 144 Hz. Die maximale Helligkeit liegt bei 1.800 cd/m² im High-Brightness-Mode (HBM) und 3.600 cd/m² im HDR-Modus.

Im Inneren des Smartphones steckt Qualcomms aktuelles Top-SoC Snapdragon 8 Elite Gen 5 . Der Speicher ist 512 GByte groß; der Arbeitsspeicher 12 GByte. Der Silizium-Kohlenstoff-Akku hat eine Nennladung von 7.050 mAh und ermöglicht Schnellladen per Kabel mit 100 W und drahtlos mit 50 W.

Find X9 Ultra kostet 1.700 Euro

Ausgeliefert wird das Find X9 Ultra mit Android 16 und Oppos Benutzeroberfläche ColorOS 16. Das Smartphone kostet 1.700 Euro; Käufer bekommen drei Monate lang das Google-AI-Pro-Abo gratis dazu. Für das Earth Explorer Kit hat Oppo noch keinen Preis genannt.

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Anzeige: iPhone 17 mit Macbook Air (M5) bei o2 für einmalig 1 Euro

Von Simon Krebs — 21. April 2026 um 14:47
Bei o2 können sich Apple-Fans jetzt mit Hardware eindecken. Das iPhone 17 und das Macbook Air (M5) kommen im Tarif mit 100 GByte zum Sparpreis.
Das iPhone 17 mit dem Macbook Air (M5) im Tarif bei o2 (Bild: o2/Apple/Golem)
Das iPhone 17 mit dem Macbook Air (M5) im Tarif bei o2 Bild: o2/Apple/Golem

Ein beliebtes Bundle mit Apple-Hardware finden Fans derzeit bei o2. Das iPhone 17 wird derzeit im Paket mit dem neuen Macbook Air (M5) im Tarif mit 100 GByte monatlichem Datenvolumen angeboten. Da die Anzahlung bei lediglich 1 Euro liegt, kommt das Bundle mit absoluter Top-Hardware auch für Menschen mit geringerem Budget infrage.

Apple iPhone 17: Wie gut ist das Smartphone?

Das iPhone 17 mit einem 6,3 Zoll großen Liquid Retina Display bietet dank einer Auflösung von 2.622 x 1.206 Pixeln ein gestochen scharfes Bild. ProMotion und eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz ermöglichen ein stets flüssiges und ruckelfreies Bild. Angetrieben wird das Smartphone von Apples A19 Chip, der Gaming, Multitasking und Apple Intelligence unterstützt. Das iPhone 17 überzeugt zudem mit einer langen Akkulaufzeit mit, laut Herstellerangaben, bis zu 30 Stunden ununterbrochener Videowiedergabe. Als Speicherplatz stehen 256 GByte zur Verfügung.

Als Kamerasystem hat Apple auf der Rückseite des iPhone 17

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eine Haupt- sowie eine Ultraweitwinkelkamera mit je 48 Megapixeln (MP) verbaut, die bei jeglichen Lichtverhältnissen hochwertige Fotos liefern sollen und 2x-Zoom in optischer Qualität ermöglichen. Auf der Vorderseite befindet sich eine Center-Stage-Frontkamera mit 18 MP.

Macbook Air 13 (M5): die volle Power des M5

Das Macbook Air

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ist mit einem 13,6 Zoll großen Display ausgestattet. Angetrieben wird das Notebook von Apples M5-Chip, der mit einer 10-kernigen CPU sowie einer 8-kernigen GPU arbeitet. Dadurch sind auch leistungsintensive Aufgaben und Multitasking kein Problem. Dank einer Akkulaufzeit von bis zu 18 Stunden bei Videowiedergabe muss sich um die Stromversorgung niemand Gedanken machen. Das Macbook Air ist mit 16 GByte gemeinsamem Arbeitsspeicher ausgestattet und bietet eine Speicherkapazität von 512 GByte.

Apple iPhone 17 mit MacBook Air 13 M5 mit Vertrag O2 Mobile L mit 100 GB+

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iPhone 17 und Macbook Air im günstigen Tarif bei o2

Aktuell bietet o2 das iPhone 17 und Macbook Air 13 (M5)

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im günstigen Tarif o2 Mobile L an. Dieser bietet ein monatliches Datenvolumen von 100 GByte zum gleichen Preis wie der Mobile M, welcher nur auf 30 GByte kommt. Dadurch erhalten Nutzer effektiv jeden Monat 70 GByte geschenkt. Durch den Grow-Vorteil wächst das Datenvolumen mit dem Vertragsjahr um 10 GByte monatlich. Nutzer surfen im schnellen 5G-Netz mit bis zu 300 MBit/s und bekommen für Telefonie und SMS eine Flatrate in alle deutschen Netze.

Wer sich das Bundle

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jetzt sichert, zahlt einmalig 1 Euro sowie Versandkosten von 4,99 Euro. Der Anschlusspreis entfällt. Bei einer Vertragslaufzeit von 36 Monaten werden im Monat für das Paket lediglich 74,99 Euro fällig, was laut o2 eine monatliche Ersparnis von 25,50 Euro bedeutet. Über den Vertragszeitpunkt lassen sich so 918 Euro sparen.

Apple iPhone 17 mit MacBook Air 13 M5 mit Vertrag O2 Mobile L mit 100 GB+

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Wer auf ein gutes Angebot für die Top-Hardware von Apple

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gewartet hat, kann sich dieses jetzt sichern und bekommt zudem einen Tarif im von Connect als „sehr gut" bewerteten Netz von o2, welches dort sogar erstmals auf Platz 2 aller deutschen Netze gerankt wurde.

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Anzeige: WLAN-Hygrometer-Thermometer im 3er-Pack für nur rund 36 Euro

Von Boris Connemann — 21. April 2026 um 14:10
Temperatur und Luftfeuchtigkeit jederzeit im Blick: Das Govee-WLAN-Thermometer-Hygrometer im Dreierpack ist wieder reduziert erhältlich.
Nur rund 12 Euro pro Einheit: Govee-WLAN-Hygrometer (3 Stk.) zur Klimaüberwachung per App reduziert für 35,98 Euro (Bild: Amazon.de) amazon Affiliate

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Nur rund 12 Euro pro Einheit: Govee-WLAN-Hygrometer (3 Stk.) zur Klimaüberwachung per App reduziert für 35,98 Euro Bild: Amazon.de

​​ Der Frühling und Sommer bringen zwar angenehmen Temperaturen, aber diese haben auch ihre Tücken: Gewächshäuser heizen sich schnell auf, Keller und Abstellräume werden bei steigenden Außentemperaturen feucht, und wer Vorräte, Wein oder empfindliche Pflanzen lagert, merkt Temperaturschwankungen oft erst, wenn bereits Schaden entstanden ist. Das Govee-WLAN-Thermometer-Hygrometer erfasst Temperatur und Luftfeuchtigkeit dauerhaft und macht die Messwerte per App zugänglich, auch von unterwegs. Egal ob Gewächshaus, Keller oder Abstellraum: So ist direkt auf einen Blick erkennbar, ob alles noch im grünen Bereich liegt.

Präzise Sensorik und hohe Reichweite

Im Inneren arbeitet ein hochpräziser Sensor aus Schweizer Fertigung, der Temperatur mit einer Abweichung von nur +/-0,3 Grad Celsius und Luftfeuchtigkeit mit +/-3 Prozent misst. Die Aktualisierung erfolgt alle zwei Sekunden, so dass Veränderungen sofort sichtbar werden. Über 2,4-GHz-WLAN reicht die Verbindung bis zu 50 Meter, per Bluetooth sind es rund 30 Meter. Damit lassen sich auch Keller, Gewächshäuser oder Weinkeller zuverlässig überwachen, ohne ständig in der Nähe sein zu müssen.

App, Alarme und Langzeitdaten

Die Govee-App zeigt nicht nur aktuelle Werte, sondern speichert Messdaten langfristig. Bis zu 20 Tage online und bis zu zwei Jahre als exportierbare Verlaufsdaten stehen zur Verfügung. Besonders praktisch sind die frei definierbaren Alarmmeldungen: Sobald Temperatur oder Luftfeuchtigkeit aus dem gewünschten Bereich laufen, meldet sich das System automatisch auf dem Smartphone.

Govee-WLAN-Thermometer-Hygrometer im Amazon-Angebot

Das Govee-WLAN-Thermometer-Hygrometer im 3er-Pack

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ist aktuell wieder deutlich reduziert. Statt der unverbindlichen Preisempfehlung von 42,99 Euro liegt der Preis jetzt bei nur noch 35,98 Euro. Das sind nur rund 12 Euro pro Einheit, der Rabatt liegt hier bei 16 Prozent.

Govee Thermometer Hygrometer

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Sollen die Temperatur- und Feuchtigkeitsmessungen ausschließlich per App erfasst werden und es wird am Sensor kein Display gebraucht, dann passt das Angebot für die GoveeLife-Hygrometer-Thermometer-Innen-Sensoren im 3er-Pack

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. Der Rabatt liegt hier bei aktuell 27 Prozent, der Preis für das Triplet ohne Display bei 21,99 Euro.

GoveeLife Hygrometer Thermometer

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Weitere aktuelle Angebote des Herstellers Govee für smarte Beleuchtungssysteme, Pool-Thermometer und Ventilatoren finden sich im hauseigenen Store des Herstellers bei Amazon

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