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Rente: Kurzfristig stabil – doch ab 2026 drohen drastische Einschnitte

Von Bernd Müller — 29. November 2025 um 16:20

Bernd Müller

Zweigniederlassung der Deutschen Rentenversicherung in Berlin

(Bild: Achim Wagner / Shutterstock.com)

Das Rentenniveau bleibt bis 2031 gesichert. Doch eine Expertenkommission prüft bereits länger arbeiten, neue Beiträge – und weniger Geld.

Es ist kurz vor Mitternacht gewesen, als die Koalitionsspitzen kürzlich ihren Kompromiss verkündeten. Das Rentenniveau bleibt vorerst stabil. Doch wer genau hinschaut, erkennt: Das ist nur die Ruhe vor dem Sturm.

Denn parallel wird eine Rentenkommission eingesetzt, die bis Sommer 2026 Vorschläge vorlegen soll – und die könnten für Millionen Beitragszahler einschneidend werden. Man wolle umfangreiche und auch mutige Schritte gehen, erklärte Arbeitsministerin Bärbel Bas [1] im Bundestag.

Was das konkret bedeutet, ist noch offen. Doch die Richtung ist klar: Länger arbeiten, mehr einzahlen – und trotzdem weniger bekommen.

Was sich jetzt ändert: Die Haltelinie bis 2031

Zunächst die gute Nachricht: Die sogenannte Haltelinie bleibt bestehen. Sie garantiert, dass das Rentenniveau – also das Verhältnis der Rente zum Durchschnittslohn – bis 2031 nicht unter 48 Prozent sinkt. Wer also 45 Jahre lang zum Durchschnittslohn gearbeitet hat, erhält 48 Prozent dieses Lohns als Rente. Das klingt nach Sicherheit.

Doch die Realität sieht anders aus [2]:

  • Frauen in Westdeutschland erhielten 2023 durchschnittlich nur 830 Euro Altersrente
  • Männer in Westdeutschland kamen auf 1.332 Euro
  • Im Osten lagen die Werte etwas höher, aber immer noch weit unter dem, was nötig wäre, um den Lebensstandard zu halten

Um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern, bräuchte man laut Experten etwa 70 bis 80 Prozent des letzten Gehalts (netto). Die Haltelinie bei 48 Prozent des Bruttoeinkommens reicht dafür in der Regel nicht – selbst wenn sie eingehalten wird.

Deutlicher wird es, wenn man die sogenannte Nettoersatzquote betrachtet. Sie gibt an, wie viel Prozent des letzten Nettoeinkommens man als Rente erhält. Laut OECD-Berechnungen [3] (für Durchschnittsverdiener mit voller Erwerbsbiografie) liegt die künftige Nettoersatzquote in Deutschland bei 53,3 Prozent. Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller OECD-Staaten liegt bei 63,2 Prozent.

Warum das wichtig ist

Das deutsche Rentensystem funktioniert nach dem Umlageverfahren: Die aktuellen Beitragszahler finanzieren die aktuellen Rentner. Doch die Babyboomer gehen jetzt in Rente – und es gibt immer weniger Junge, die einzahlen.

Der sogenannte Altenquotient [4] (das Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern) steigt von heute 0,33 auf 0,42 im Jahr 2035. Im Jahr 2060 sollen schon 67 Rentner auf 100 Beitragszahler kommen. Das führt dazu, dass das System zunehmend unter Druck gerät.

Die große Reform ab 2026: Was die Kommission prüft

Die Rentenkommission, die noch in diesem Jahr eingesetzt wird, soll bis Ende des zweiten Quartals 2026 [5] Vorschläge vorlegen. Ihr Auftrag ist klar formuliert – und lässt erahnen, was kommen könnte:

Länger arbeiten – aber wie?

Die Kommission soll unter anderem prüfen, ob das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung gekoppelt wird. Länder wie Dänemark [6] machen es vor: Dort steigt das Rentenalter bis 2040 auf 70 Jahre, bis 2060 könnte es auf 73 steigen.

Doch es gibt auch einen Gegenvorschlag: Wer früh ins Berufsleben gestartet ist – etwa mit 16 Jahren und einer Lehre – soll früher in Rente gehen können. Arbeitsministerin Bas zeigt sich laut dpa offen: "Wer früh angefangen hat einzuzahlen, zum Beispiel zum Lehrbeginn mit 16, könnte früher in Rente gehen als andere, die nach einem Studium erst später begonnen haben".

Mehr Einzahler: Selbstständige, Mieten, Dividenden

Ein weiterer Prüfauftrag: Die Einbeziehung weiterer Gruppen und Einkunftsarten in die Rentenversicherung. Konkret geht es um:

  • Selbstständige: Sie sollen künftig verpflichtend in die gesetzliche Rente einzahlen – oder eine alternative Altersvorsorge nachweisen
  • Kapitaleinkünfte: Mieteinnahmen, Dividenden oder Zinsen könnten künftig ebenfalls beitragspflichtig werden

Die SPD fordert diese Schritte laut [7] Welt seit Langem. Die Union ist strikt dagegen. Ökonomen warnen, dass das Einnahmepotenzial oft überschätzt wird.

Schutz bei niedrigem Einkommen: Die armutsfeste Mindestrente

Ein Lichtblick: Die Grundrente soll zu einer armutsfesten Mindestrente für langjährige Beitragszahler weiterentwickelt werden. Doch wie das konkret aussehen soll, bleibt offen.

Der Bedarf ist allerdings riesig: Rund 18 Prozent der über 65-Jährigen gelten als armutsgefährdet – bei Frauen sind es sogar 20,3 Prozent.

Was das für Sie bedeutet

Die geplanten Reformen treffen vorwiegend Normalverdiener und Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Denn:

  • Länger arbeiten ist für viele körperlich belastende Berufe kaum möglich
  • Höhere Beiträge auf Kapitaleinkünfte würden vor allem die mittlere Einkommensschicht treffen und all jene, die schon privat mit Aktien oder Fonds für den Lebensabend vorsorgen.
  • Die Rentenlücke – also die Differenz zwischen letztem Gehalt und Rente – wird größer, nicht kleiner

Dass viele nicht länger arbeiten können, zeigte eine Umfrage der IG Metall aus dem Jahr 2020: 55 Prozent der Befragten glauben nicht, ihren Beruf bis 67 ausüben zu können [8]. Und die Bundesregierung gestand 2021 ein, dass etwa 17 Prozent der Verstorbenen jünger waren als 67.

Die private Vorsorge: Ein neues Standardprodukt soll helfen

Parallel zur Reform der gesetzlichen Rente plant die Koalition eine Stärkung der privaten Altersvorsorge. Die gescheiterte Riester-Rente soll durch ein einfaches, kostengünstiges Standardprodukt ersetzt werden – ein "Deutschland-Depot", wie es bei Welt heißt, das breit in Aktien investiert und auf teure Garantien verzichtet.

Zusätzlich sollen zehn Milliarden Euro aus einem Aktienpaket des Bundes in die private Altersvorsorge der jungen Generation fließen. Wie genau das funktionieren soll, ist noch unklar.

Ausblick: Wer zahlt die Rechnung?

Die große Frage bleibt: Wer trägt die Last des demografischen Wandels? Die Koalition verspricht, die Sozialversicherungsbeiträge für die nächsten zehn Jahre stabil zu halten. Gleichzeitig soll das Rentenniveau bei 48 Prozent bleiben. Doch wie dieser finanzielle Spagat gelingen soll, bleibt offen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11097407

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.welt.de/wirtschaft/plus6929a877f699d171191f71f2/reformkommission-dividenden-mieteinnahmen-laengere-arbeitszeit-das-sind-die-neuen-renten-plaene.html
[2] https://www.telepolis.de/article/Wie-gross-ist-die-Rentenluecke-in-Deutschland-wirklich-10629750.html
[3] https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rente-oecd-raet-zu-laengerer-lebensarbeitszeit-zur-rentenfinanzierung/100178761.html
[4] https://www.telepolis.de/article/Rente-in-Schieflage-Warum-Babyboomer-jetzt-zahlen-sollen-10789225.html
[5] https://www.telepolis.de/article/Koalition-einigt-sich-im-Rentenstreit-Zehn-Milliarden-fuer-junge-Generation-11096241.html
[6] https://www.telepolis.de/article/Die-Rente-mit-73-ist-nur-noch-eine-Frage-der-Zeit-10733367.html
[7] https://www.welt.de/wirtschaft/plus6929a877f699d171191f71f2/reformkommission-dividenden-mieteinnahmen-laengere-arbeitszeit-das-sind-die-neuen-renten-plaene.html
[8] https://www.telepolis.de/article/Die-Rente-mit-73-ist-nur-noch-eine-Frage-der-Zeit-10733367.html

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Textilrecycling: Industrielle Umsetzung hinkt Forschung hinterher

Von Christoph Jehle — 29. November 2025 um 14:00

Christoph Jehle

Faden aus T-Shirt durchläuft Nähmaschine und wird zu neuem T-Shirt

Das Potenzial für Faser-zu-Faser-Recycling ist riesig – doch die Industrie setzt kaum etwas um. Was fehlt zum Durchbruch?

Wurde das Textilrecycling über viele Jahre auf dem Weg über karitative Einrichtungen organisiert, hat die zunehmend schlechtere Qualität der in den Textilsammlungen auflaufenden Sammlungsergebnisse diesen Weg zunehmend verbaut.

Um die Vorstellungen der EU für das Textilrecycling [1] realisieren zu können, muss das industrielle Textilrecycling jetzt umgehend realisiert und darf nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Stand der Technik beim Textilrecycling

Das Faserinstitut Bremen (Fibre [2]) hat im Auftrag der Stiftung GRS und mit Unterstützung von GRS Pro Textil eine Studie zum Stand der Technik und dem Entwicklungsbedarf zu Recycling- und Verwertungsverfahren für Textilien durchgeführt und kommt zu folgendem Ergebnis: Das Potenzial für hochwertiges Faser-zu-Faser-Recycling ist groß, doch die industrielle Realität hinkt den Ambitionen der EU weit hinterher.

Das Ergebnis der vom Faserinstitut Bremen vorgelegten Studie zeigt deutlich die Diskrepanz zwischen dem Stand der Forschung und der realisierten industriellen Umsetzung. Nur rund 15 Prozent der Alttextilien werden in der EU tatsächlich recycelt.

Zur Umsetzung des ermittelten großen Potenzials für hochwertiges Faser-zu-Faser-Recycling braucht es einheitliche Normen, transparente Datenerhebung und einen verbindlichen rechtlichen Rahmen.

Derzeit dominiert in Europa noch das mechanische Recycling, meist in Form von Downcycling. Verfahren, die Materialien zu gleichwertigen Fasern oder neuen Textilien aufbereiten, spielen bislang nur eine Nebenrolle. Chemische Verfahren stehen noch ganz am Anfang des Recyclings.

"Wir sehen beim Textilrecycling eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Stand der Forschung und der industriellen Umsetzung", erklärt [3] GRS Pro-Geschäftsführerin Julia Hobohm und fordert:

"Um eine textile Kreislaufwirtschaft zielführend umsetzen zu können, braucht es politische Unterstützung zur Regelung."

Textilien im Fokus des EU Green Deal

Mit der Einführung der Erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility [4]/EPR) rückten jetzt erstmals auch Alttextilien in den Fokus der Politik: Aus textilem Abfall kann ein wertvoller Rohstoff für eine zukünftige Kreislaufwirtschaft werden. Doch wie gelingt der Wandel zu echten textilen Kreisläufen?

Die Studie des Faserinstituts analysierte jetzt erstmals systematisch den Stand der Technik, aktuelle Stoffströme und bestehende Datenlücken im europäischen Textilrecycling. Sie zeigt auf, dass fehlende regulatorische Vorgaben und unzureichende Begriffsdefinitionen Innovationen ausbremsen. Laut der Studie sind Grundlage für ein funktionierendes EPR-System einheitliche Normen, eine transparente Datenerhebung und ein verbindlicher rechtlicher Rahmen.

Gerade die fehlenden gesetzlichen Rahmenbedingungen hemmen heute noch mögliche Innovationen. Ein funktionierendes EPR-System könnte die notwendigen Strukturen für eine nachhaltige Textilverwertung schaffen.

Hintergrund und Anstoß der Studie war die Tatsache, dass die Europäische Union mit dem Green Deal das Thema Textilien als zentrales Handlungsfeld für eine nachhaltige Entwicklung identifiziert hat, denn der Konsum von Kleidung und Heimtextilien ist mit erheblichen ökologischen und sozialen Auswirkungen verbunden, von hohem Ressourcen- und Energieverbrauch bis hin zu wachsendem Abfallaufkommen.

"Das Recycling von Textilien ist ein wichtiger Baustein für die Nachhaltige Verwertung recycelter Fasern und damit zugleich Beitrag zur Ressourcenschonung", ordnet Lea Kirstein, Projektleiterin Textil bei GRS Pro ein und fordert [5]:

"Textilien sind kein Abfall, sondern eine wertvolle Ressource. Um sie zu nutzen, müssen politische Grundlagen geschaffen werden, damit Industrie und Forschung gemeinsam die nötige Infrastruktur aufbauen können."

Die vollständige Studie [6] "Stand der Technik und Entwicklungsbedarf zu Recycling und Verwertungsverfahren für Textilien" steht ab sofort auf der Website der GRS Service GmbH zum Download bereit.

Über GRS Pro Textil

GRS Pro Textil [7] begleitet Hersteller, Importeure und Händler von Bekleidung, Heimtextilien, Schuhen und Accessoires bei der Umsetzung der EPR-Pflichten mit einem funktionierenden, fairen und nachhaltigen Rücknahmesystem.

Das Angebot umfasst die Beratung zu rechtlichen und praktischen Anforderungen der EPR, zum Aufbau und Betrieb von Rücknahme- und Verwertungssystemen, zur Entwicklung kreislauforientierter Lösungen und zur Verlängerung der Produktlebensdauer sowie zur Förderung einer transparenten, ressourcenschonenden Wertschöpfungskette.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11092531

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.telepolis.de/article/EU-verschaerft-Regeln-fuer-Altkleider-Entsorgung-ab-2025-10233445.html
[2] https://www.faserinstitut.de/
[3] https://recyclingportal.eu/archive/93640
[4] https://www.unep.org/ietc/what-we-do/extended-producer-responsibility
[5] https://recyclingportal.eu/archive/93640
[6] https://www.recyclingmagazin.de/2025/11/21/studie-zu-recycling-und-verwertungsverfahren-fuer-textilien/
[7] https://www.grs-textil.de/

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Battlefield 6: So läuft der Kampf gegen die Cheater

Von David Wagner — 29. November 2025 um 13:40
Wie in jedem Onlinespiel sind auch in Battlefield 6 Cheater unterwegs. Dice gibt nun an, wie viele Spiele betroffen sind.
Artwork für Battlefield 6 (Bild: EA)
Artwork für Battlefield 6 Bild: EA

Seit mehr als einem Monat ist Battlefield 6 nun auf dem Markt und der Entwickler Dice zieht Bilanz. Es geht nicht um die Verkäufe, sondern um seine Maßnahmen gegen Cheater. Die Firma hat in einem ausführlichen Blogbeitrag zusammengefasst, wie viele Spiele von Cheats betroffen sind. Auch der umstrittene Einsatz von Secure Boot wird thematisiert.

Mehr als 97 Prozent faire Spiele

Seit dem Launch soll EAs Javelin Anticheat demnach 2,39 Millionen Einsatzversuche von Cheat-Software blockiert haben. Wichtige Kennzahl dabei: die Match Infection Rate (MIR), also die Rate der Spiele, bei denen Spieler Cheats nutzen. Diese liegt aktuell zwischen zwei und drei Prozent der Spiele.

Aktuell sind dem Entwickler Dice 190 Programme, Entwickler und Verkäufer für Cheats bekannt. Insgesamt 183 davon habe man laut eigenen Angaben einschränken oder sogar komplett sperren können. Auch Cheating-Hardware haben die Entwickler im Blick. Wird ein Nutzer für die genutzte Hardware gesperrt, handelt es sich dabei aber meist um eine Eigenkreation, die zum Spaß im Einsatz ist und keinen unfairen Vorteil bringt. Sollte man auf zusätzliche Hardware angewiesen sein, empfiehlt EA den Einsatz offizieller Geräte von Microsoft oder Sony.

Secure Boot schließt weiter Spieler aus

Damit das kernelbasierte Anti-Cheat-System von EA funktioniert, muss auf dem PC Secure Boot aktiviert sein. Das war beim Start der Open Beta nur bei 62,5 Prozent der Spieler der Fall. Inzwischen ist diese Zahl deutlich gewachsen. Lediglich 1,5 Prozent der Spieler können – aus verschiedenen Gründen – Secure Boot nicht aktivieren.

Auch bei diesen Nutzern möchte EA gemeinsam mit der Community dafür sorgen, dass die Funktion aktiviert werden kann. Allerdings bleibt Secure Boot eine Barriere. Einige Nutzer schließt EA damit aus dem Spiel aus, da die Funktion auf ihrer Hardware nicht verfügbar ist. Im Sinne der Fairness nehmen die Entwickler diese Einschränkung jedoch in Kauf .

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Doctor Who: Neue Whoniverse-Miniserie hat eine Verbindung zu Torchwood

Von Peter Osteried — 29. November 2025 um 12:33
Showrunner Russell T. Davies hat bestätigt, dass es in der neuen Miniserie eine direkte Verbindung zur britischen Science-Fiction -Serie gibt.
Captain Jack Harkness, Gwen und Ianto kämpfen für die Kinder der Erde in der dritten Staffel von Torchwood. (Bild: BBC)
Captain Jack Harkness, Gwen und Ianto kämpfen für die Kinder der Erde in der dritten Staffel von Torchwood. Bild: BBC

Die britische Entertainment-News-Website Radiotimes berichtet, dass der in Großbritannien Anfang Dezember startende Doctor-Who-Spin-off The War Between the Land and the Sea eine direkte Verbindung zur alten Serie Torchwood hat. In der Serie geht es darum, dass die UNIT (Unified Intelligence Taskforce) unter der Leiterin Kate Lethbridge-Stewart versuchen muss, eine Krise zwischen der Menschheit und den Sea Devils einzudämmen, bevor es zum Krieg kommt. Die Sea Devils tauchten erstmals 1972 in der Ära des dritten Doktors auf.

Die Verbindung zwischen den zwei Serien

Die Verbindung zeigt sich vor allem in der dritten Staffel von Torchwood, die den Titel Die Kinder der Erde trägt. In beiden Serien ist Colin McFarlane als General Austin Pierce dabei. Russell T. Davies erklärte, dass auch viele Sets von damals benutzt wurden.

Die dritte Staffel von Torchwood bestand aus fünf Folgen. Sie handelte davon, wie die außerirdische Spezies 456 zur Erde zurückkehrte und forderte, dass ihr zehn Prozent aller Kinder ausgehändigt werden. Andernfalls würden sie die Menschheit auslöschen. Die britische Regierung befahl daher den Tod aller Mitglieder von Torchwood, um zu vertuschen, welchen Deal sie im Jahr 1965 mit der Spezies 456 geschlossen hatte und welche Rolle der derzeitige Leiter von Torchwood dabei spielte.

Konflikt zweier Spezies

Die neue Miniserie The War Between the Land and the Sea dreht sich ebenfalls um den Konflikt zweier Spezies. Showrunner Davies erklärte, es ginge auch bei ihr darum, wie sich die Menschheit einer außerirdischen Spezies annähert.

Während The War Between the Land and the Sea in Großbritannien schon im Dezember 2025 läuft, steht ein Starttermin bei Disney+ noch aus. Die Miniserie soll aber 2026 gezeigt werden.

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Variable Nutzungslimits: Google kämpft mit Ansturm bei Gemini 3 Pro

Von David Wagner — 29. November 2025 um 12:19
Statt klarer Limits setzt Google auf vage Formulierungen bei Gemini 3 Pro. Grund dafür ist die hohe Nachfrage nach dem KI-Modell.
Google schränkt die Nutzungslimits für Gemini 3 Pro ein - und damit auch für den darauf basierenden Dienst Nano Banana Pro. (Bild: Google)
Google schränkt die Nutzungslimits für Gemini 3 Pro ein - und damit auch für den darauf basierenden Dienst Nano Banana Pro. Bild: Google

Fünf kostenlose Prompts pro Tag hatte Google zunächst für Gemini 3 Pro seinen Nutzern zugesichert. Doch nun hat der Konzern in einem Support-Artikel die Zugriffszahl zunächst zurückgeschraubt, und inzwischen gibt Google gar keine Nummer für das Nutzungslimit mehr an. Stattdessen erhalten Kunden ohne Abo "grundlegenden Zugriff".

Änderungen ohne Ankündigung: Auch Abo-Nutzer müssen sich im Zweifel einschränken

Wer länger das "Thinking"-Modell mit Gemini 3 Pro verwenden möchte, muss auf eines der kostenpflichtigen Abos wechseln. Wie viele Prompts hier zur Verfügung stehen? Unklar. Google AI Pro etwa verspricht "bis zu 20-mal umfangreicheren Zugriff als bei der Basic-Version" für Gemini 3 Pro. Konkrete Zahlen nennt der Artikel nicht.

Dafür gibt es aber den Hinweis "Limits können ohne Vorankündigung geändert werden". Damit möchte Google auch bei viel Aktivität in den Gemini-Apps einen "hohen Qualitätsstandard" versichern. Immerhin gibt es einen Lichtblick für zahlende Kunden: Unter Umständen schränkt Google erst die kostenlose Nutzung ein, Abo-Nutzer sind erst danach betroffen.

Eingeschränkte Bildgenerierung

Diese Einschränkungen gelten auch für die Bildgenerierung und -bearbeitung durch Nano Banana Pro, die auf Gemini 3 Pro basiert. Diese ist laut Google sehr gefragt, daher können sich die Nutzungslimits häufig ändern. Ist das persönliche Kontingent für Nano Banana Pro ausgeschöpft, landen weitere Prompts automatisch bei Nano Banana.

Auch NotebookLM, das KI-Recherchetool von Google, ist von den Einschränkungen betroffen. Nutzer der kostenlosen Versionen können aktuell keine Infografiken erstellen. Diese Funktion basiert auf Nano Banana Pro und wurde kurzfristig auch für Nutzer mit kostenpflichtigen Abos eingeschränkt.

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Raspberry-Pi-Projekte fürs Netz – NAS, Cloud & Router selbst gebaut | c’t uplink

Von Heise — 29. November 2025 um 06:30

Der Raspberry Pi eignet sich für vieles: Opencloud-Host, Selbstbau-NAS oder als OpenWRT-Router. Die Vorteile davon und wie das geht, erklären wir in c’t uplink.

Raspberry Pis gehören seit Jahren zur Grundausstattung vieler Technikfans. Und mit jeder Generation werden die Rapsis immer leistungsfähiger. Drumherum hat sich ein vielseitiger Zubehörmarkt entwickelt. Die optimale Basis für Projekte, die das eigene Heimnetz bereichern, und das für kleines Geld. In der aktuellen Folge von c’t-uplink-Folge zeigt die c’t Redaktion, wie vielseitig die kleinen Rechner im Heimnetz eingesetzt werden können – vom persönlichen Cloud-Speicher über ein flexibles NAS bis hin zum selbstgebauten Router.

Bisher war die Nextcloud eine beliebte Lösung, um eine persönliche, selbst gehostete Cloud zu realisieren, auch wenn Nextcloud mittlerweile dank zahlreicher Zusatzfunktionen recht wuchtig ist. Minimalistischer kommt OpenCloud, welches sich auf die Synchronisation und Freigabe von Dateien, Terminen und Kontakten konzentriert. Niklas Dierking hat OpenCloud auf einem Raspberry Pi 4 mit externer SATA-SSD installiert und Collabora Online Office integriert. Niklas beschreibt die Vorzüge von OpenCloud und für wen es geeignet ist.

Zwei NAS-Gehäuse für den Raspberry Pi hat Andrijan Möcker getestet. Die Einplatinenrechner hat er damit in einen vielseitigen Netzwerkspeicher (Network Attached Storage, NAS) verwandelt, auf dem OpenMediaVault als Betriebssystem läuft. Im Podcast erläutert Andrijan, warum sich der Raspi in Form des Compute Module dafür besonders eignet und wie sich die Selbstbau-Variante im Vergleich zu fertigen NAS von der Stange schlägt.

Peter Siering hat schließlich den Raspi zum Router gemacht. Mit OpenWrt und einem VLAN-fähigen Switch lässt sich das Heimnetz in Segmenten strukturieren – ideal, um IoT-Geräte, Homeoffice, Kinder oder Gäste voneinander zu trennen. Der Aufwand lohnt sich, meint Peter. Der Raspi sei OpenWrt sei gut dokumentiert und eine hervorragende Lernplattform, um in OpenWrt einzusteigen und Netzwerke von Grund auf zu verstehen.

Die drei c’t Redakteure diskutieren gemeinsam mit ihrem Kollegen und Moderator Keywan Tonekaboni über die Vorzüge und Grenzen des Raspberry Pi und geben Tipps, wie man eigene Projekte auf dem Raspberry Pi startet und weiterentwickelt.

Mit dabei: Andrijan Möcker, Niklas Dierking, Peter Siering und Keywan Tonekaboni
Produktion: Gordon Hof

► Die Artikel zum Thema (Paywall):
OpenCloud auf dem Raspberry Pi installieren [8]
Battle of the NASen Zwei Raspi NAS im Vergleich
[9]
Wie man einen Raspi als OpenWrt Router fuer mehrere Netze konfiguriert [10]
Self Hosting Dienste mittels Reverse Proxy oder VPN Tunnel zugaenglich machen [11]

https://www.heise.de/ratgeber/Wie-man-einen-Raspi-als-OpenWrt-Router-fuer-mehrere-Netze-konfiguriert-10751111.html
https://www.heise.de/ratgeber/Self-Hosting-Dienste-mittels-Reverse-Proxy-oder-VPN-Tunnel-zugaenglich-machen-10380851.html

Raspiprojekte in c’t [12]

In unserem WhatsApp-Kanal [13] sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.

c't Magazin [14]
c't auf Mastodon [15]
c't auf Instagram [16]
c't auf Facebook [17]
c't auf Bluesky [18]
c’t auf Threads [19]
► c't auf Papier: überall, wo es Zeitschriften gibt!


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Geschichte und Frieden: Das unbequeme Vermächtnis eines Bundeswehr-Historikers

Von Thomas Barth — 29. November 2025 um 12:00

Thomas Barth

Ansicht des Bundeswehrmuseums in Dresden

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Dresden. Bild: Shutterstock.com

Deserteure ehren, Heroisierung brechen. Wolfram Wette zwang das Militär zur Selbstprüfung. Über einen neuen Historikerstreit zur Zeitenwende.

Wolfram Wette war der führende kritische Militärhistoriker Deutschlands, unter anderem bekannt für seine Forderung nach Denkmälern für Deserteure neben den allgegenwärtigen Kriegerdenkmälern.

Ein gewagtes Anliegen für einen Beamten im Dienst der Bundeswehr und bei Weitem nicht sein verblüffendstes Projekt. Wette sorgt auch aktuell für kontroverse Debatten in Friedensbewegung und Historikerzunft.

Professor Wolfram Wette (geb. 1940) war Zeitsoldat, Hauptmann der Reserve und Historiker am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) der Bundeswehr. Im MGFA stand Wette, eingestellt 1971 im „Bonner Frühling“ des ersten SPD-Bundeskanzlers Willy Brandt, für eine Aufarbeitung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs.

Neu war, dass es für Wette dabei auch um einen kritischen Blick auf die Verbrechen der Wehrmacht als Teil des faschistischen NS-Staates ging. Wette war einer der Köpfe hinter der berühmten „Wehrmachtsausstellung“ (1995-2004), durch die seine Militärkritik erstmals bekannter wurde.

Nicht alle zeigten sich begeistert von dieser Idee: Am 9.3.1999 wurde auf die Ausstellung in der Volkshochschule Saarbrücken ein Sprengstoffattentat verübt, wofür seit 2011 die rechtsextreme Terrorgruppe NSU verdächtigt wird.

Dabei bemühte sich Wette auf seine Weise um den guten Ruf von Hitlers Wehrmacht: Er betonte, dass nicht alle Offiziere und Soldaten bereit waren, sich an unmenschlicher Kriegsführung und Völkermorden zu beteiligen. Deserteure und Befehlsverweigerer riskierten ihr Leben und zeigten Rückgrat und eigene Denkfähigkeit.

Pazifistische Militärgeschichte

Anlässlich seines jahrzehntelangen Wirkens für eine kritische Militärgeschichte wurde Wette jetzt mit dem Band “Geschichte und Frieden in Deutschland 1870 -2020 [1]” gewürdigt, der – nur scheinbar absurd – eine pazifistisch orientierte Militärgeschichte zeigt. Die kritische Analyse von Militarismus, Krieg und Faschismus wird darin als Teil der Militärgeschichte gesehen und bis hin zur Kritik an aktuellen Bundeswehrskandalen ausgeführt.

Der bekannte Historiker Götz Aly befasst sich darin mit dem mörderischen Wirken von Hitlers Rassen-Juristen Hans Globke (1898-1973), dessen juristische Arbeit führte unter anderem zur Ermordung der ersten in Deutschland zur Doktorin der Germanistik promovierten Frau, Helene Herrmann, in Auschwitz. Globke, von 1953-63 Chef des Bonner Kanzleramts, galt als der “starke Mann” hinter dem greisen Adenauer.

Wolfram Wette war, so die Herausgeber des Bandes, „als Kind und Heranwachsendem die ‚Russenfurcht‘ eingeredet worden“, doch in seiner Dienststelle im MGFA stellte er sich ab 1971 einer Übermacht von „militärischen Traditionalisten, die irgendwie noch an der Nazi-Zeit hingen“ entgegen.

Im Zentrum des Historiker-Generationenkonflikts „stand der deutsch-sowjetische Krieg“, dessen öffentliche Entmystifizierung in der Wehrmachtsausstellung gipfelte. Statt glorifizierender Legenden gab es im MGFA nun „ungeschminkte Erinnerungspolitik“ zum preußisch-deutschen Militarismus und insbesondere zu den Gräueltaten des „Vernichtungskrieges NS-Deutschlands gegen die Sowjetunion“.

Alles unter stetem Verweis auf das Friedensgebot unserer Verfassung und die daraus folgende „Notwendigkeit einer deutsch-russischen Verständigung“, die Wette in seinem Schaffen seit Jahrzehnten vertritt, „ohne dabei in den Mainstream einer ‚Zeitenwende‘ und ‚Notwendigkeit‘ gesteigerter Aufrüstung einzustimmen“.

In seinem letzten Lebensjahr versuchte der Sozialdemokrat Wolfram Wette noch, so Jürgen Grässlin in seinem Beitrag „Wettes weitsichtiges Wirken für den Frieden“, Einfluss auf den SPD-Kanzler Olaf Scholz zu nehmen: Wette wollte dessen abrupte „Zeitenwende“ 2022 zur massiven Aufrüstung und Remilitarisierung Deutschlands in andere Bahnen zu lenken.

Das hieß für Wette, sich auf rationale Diplomatie und ein historisch reflektiertes Verständnis für russische Sicherheitsbedürfnisse zu besinnen. Vergeblich. Scholz bedankte sich damit, „Friedensbewegte zu verunglimpfen... ganz im Sinne der Verächtlichmachung von Kriegsgegnern“ , so der gestandene Antimilitarist Grässlin.

Elitetruppe KSK: Dunkelzone der Demokratie?

Härter zur Sache geht es noch im Beitrag von Jürgen Rose „Töten für Deutschland – Das Kommando Spezialkräfte (KSK) in den Dunkelzonen der Demokratie“. Oberstleutnant a.D. Rose ist Diplom-Pädagoge und Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität der Bundeswehr München und sehr gut informiert über KSK-bezogene Operationen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD).

Und er sorgt sich in seinem Beitrag um die demokratische Kontrolle und innere Führung des KSK. Die 1996 in Dienst gestellte Elitetruppe, Anlass soll der Völkermord in Ruanda 1994 gewesen sein, ist seither durch einige Skandale aufgefallen.

Die Ausbildung der Kommandosoldaten erfolgte in enger Zusammenarbeit mit US-Special Operation Forces, der israelischen Jajeret Matkal und des britischen Special Air Service (SAS), letztere sei, so Rose, „berüchtigt für ihre ausgesprochene Killermentalität“. KSK-Chef Brigadegeneral Reinhard Günzel habe, offenbar in diesem Geiste, die ihm unterstellten Soldaten „in seiner von Kämpferideologie durchdrungenen Phantasiewelt zu ‚Übermenschen‘ stilisiert“.

Ergebnis in der militärischen Praxis: Beim Einsatz im Afghanistankrieg gab es Vorfälle von Folter, der Fall des entführten Deutschtürken Murad Kurnaz wurde 2006 sogar Gegenstand von Untersuchungen des Bundestags.

2006 kam auch Bildmaterial in die Medien, das KSK-Soldaten auf ihren Geländewagen am Hindukusch zeigte, die mit Palmensymbolen nach Vorbild von Adolf Hitlers NS-Afrikakorps geschmückt waren. „Immerhin“, so atmet Bundeswehr-Pädagoge Rose auf, war das NS-Hakenkreuz dabei „durch das Eiserne Kreuz der Bundeswehr ersetzt.“

KSK-Chef Günzel publizierte jedoch auch mit gleichgesinnten Offizieren „im rechtsextremen Pour-le-Mérite-Verlag den Bildband ‚Geheime Krieger‘“, der „Drei deutsche Kommandoverbände“ ehren sollte: Das KSK, die GSG9 und die „berüchtigte NS-Wehrmachtsdivision Brandenburg“.

In der Folgezeit erschütterten weitere Skandale die KSK, Rose nennt u.a. Misshandlung von Untergebenen, Körperverletzung, Kindesmissbrauch, Diebstahl von Munition und Sprengstoff, Hitlergrüße „bis hin zur mutmaßlichen Etablierung ausgedehnter rechtsextremer Netzwerke“.

Der MAD habe seit 2017 etwa 50 KSK-Soldaten auf Rechtsextremismus überprüft, fünf seien entlassen worden, 16 wurden versetzt oder hätten das KSK verlassen.

Angela Merkels Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ordnete Prüfung an, was zu 60 Einzelmaßnahmen führte, darunter die Auflösung der 2.KSK-Kompanie 2020. Rose wagt die These, „dass es sich beim KSK zumindest in seiner jetzigen Verfassung um eine demokratiewidrige bis demokratiefeindliche Truppe handelt“, so Jürgen Rose. Auf die mangelhafte bzw. fehlende parlamentarische Kontrolle der unter Geheimhaltung operierenden Einheit hatte Rose bereits verwiesen.

Die KSK bildete Teil des vom Investigativ-Journalisten Jeremy Scahill enthüllten Systems der „Dirty Wars“ seit dem von US-Präsident G. W. Bush ausgerufenen „Krieges gegen den Terror“, welches systematisch Völkerrecht und Genfer Konvention missachtet.

Bundeswehr-Pädagoge Rose plädiert abschließend gegenüber der KSK-Kriegermentalität unter Berufung auf den „Staatsbürger in Uniform“ des Friedensforschers und General a.D. Wolf Graf von Baudissin für eine „Entmilitarisierung des soldatischen Selbstverständnisses“.

Ein „Denken in Kategorien der Kriegsführungsfähigkeit“ sei obsolet, es komme heute „auf die Friedenstauglichkeit des Militärs an“. Ein verblüffender Seitenhieb des Bundeswehr-Pädagogen Rose auf die aktuell von Verteidigungsminister Pistorius geforderte „Kriegstauglichkeit“ unserer Gesellschaft.

Untertan und AfD

Auch in weiteren Beiträgen wartet der Band mit Überraschungen auf: zu Heinrich Manns “Der Untertan”, pazifistischen Quäkern, dem antifaschistischen Literaten Max Barth und Hermann Hesse. Gernot Erler, SPD-MdB, Russland-Koordinator unter Merkel, beklagt durch westliche Ignoranz verpasste Friedenschancen. Dietrich Elchlepp, Ex-MdB und Ministerialrat a.D., befasst sich in seinem Beitrag „Nie wieder wegschauen! Mit Argumenten gegen die Angsterzeugung der Rechtsradikalen“ mit dem politischen Vormarsch der AfD.

Diesem leiste die 2016 in Freiburg unter Beteiligung von Wolfram Wette gegründete „Bürgerinitiative für Toleranz und Demokratie“ entschiedenen Widerstand.

Zu kurz kommt leider in den Beiträgen die neue Entwicklung, dass heute Militäroperationen immer mehr von privaten Söldnerfirmen wie Blackwater getragen werden (siehe Barth 2007). Bedauerlich ist auch, dass die im Festband versammelte alte Garde der Militarismuskritik offenbar nicht mitbekam, wie der Propaganda-Ballon von Verteidigungsminister Pistorius, „die Bundeswehr steht blank da“, durch eine Greenpeace-Analyse [2] zerplatzte (Boemcken u.a. 2023).

Medial wurde diese Sensation regelrecht vertuscht und so professionell abgewiegelt, dass nur wenige überhaupt davon hörten: Experten der weltberühmten Regenbogen-NGO hatten die deutschen mit den französischen und den britischen Streitkräften verglichen – aber wider Erwarten gar keinen Mangel bei der deutschen Einsatzbereitschaft gefunden.

Hatte Pistorius im Manöver ein paar schrottreife Panzer publikumswirksam vor die Presse rollen lassen, um dann unter lautem Jammern 100 Extra-Milliarden für Aufrüstung einzufordern? Die Rüstungs-Investoren bei Blackrock, deren Ex-Bediensteter jetzt Bundeskanzler ist, können sich über explodierende Börsenkurse und Profite freuen.

Der Band liefert auf 880 Seiten ein Geleitwort, 43 Beiträge von ebenso vielen AutorInnen (vier davon posthum) mit 451 Abbildungen, eine 68-seitige Wette-Bibliographie (1971-2023) mit über 900 Titeln.

Donat, Helmut (Hrsg.) / Lütgemeier-Davin, Reinhold (Hrsg.): Geschichte und Frieden in Deutschland 1870 - 2020 [3]. Eine Würdigung des Werkes von Wolfram Wette, Donat-Verlag, Bremen 2025, 880 Seiten, 451 Abbildungen, 38 Historische Texte, Hardcover, ISBN: 978-3-949116-11-7

Literatur

Barth, Thomas: Von Bertelsmann zu Blackwater: Die Privatisierung der Gewalt, in: Altvater, Elmar u.a.: Privatisierung und Korruption: Zur Kriminologie von Globalisierung, Neoliberalismus und Finanzkrise, Anders Verlag, Hamburg 2009, S.88-94.

Boemcken, Marc von, Paul Rohleder, Markus Bayer und Stella Hauk: Verschwendet oder effektiv eingesetzt? [4] Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich im Vergleich, Bonn International Centre for Conflict Studies, Greenpeace, Hamburg, November 2023 (PDF)

Garbe, Detlef: Buchbesprechung: Geschichte und Frieden in Deutschland 1870–2020 [5]. Würdigung des Werkes von Wolfram Wette


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Links in diesem Artikel:
[1] http://donat-verlag.de/buch-detail.php?buchid=378&katid=10
[2] https://www.greenpeace.de/publikationen/Greenpeace_BICC_StreitkraefteVergleich_1.pdf
[3] http://donat-verlag.de/buch-detail.php?buchid=378&katid=10
[4] https://www.greenpeace.de/publikationen/Greenpeace_BICC_StreitkraefteVergleich_1.pdf
[5] https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/buchbesprechung-wuerdigung-des-werkes-von

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Airbus-Rückruf: Softwarefehler legt Tausende Flüge weltweit lahm

Von Kai Imhoff — 29. November 2025 um 11:42

Kai Imhoff

Airbus A320 auf einem Rollfeld

(Bild: Miglena Pencheva / Shutterstock.com)

Über 6.000 Airbus A320 müssen zeitweilig am Boden bleiben. Ein Softwarefehler bedroht die Flugsicherheit. Fluggesellschaften kämpfen mit Chaos.

Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat einen der größten Rückrufe seiner Unternehmensgeschichte gestartet. Mehr als 6.000 Flugzeuge der A320-Familie müssen ein dringendes Software-Update erhalten, bevor sie wieder abheben dürfen.

Das entspricht mehr als der Hälfte der weltweit im Einsatz befindlichen A320-Flotte. Die Folge: Flugausfälle und Verspätungen rund um den Globus.

Sonnenstrahlung als Auslöser für gefährlichen Fehler

Hintergrund der Rückrufaktion ist ein schwerwiegender Softwarefehler im Flugsteuerungssystem. Betroffen sind die Modelle A319, A320 und A321. Das Problem liegt im sogenannten ELAC-System, das Höhenruder und Querruder steuert.

Laut Untersuchungen kann intensive Sonnenstrahlung Daten im System beschädigen und zu Fehlfunktionen führen.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) warnt [1] vor ernsten Konsequenzen: Im schlimmsten Fall könnte eine ungewollte Bewegung des Höhenruders die strukturelle Belastbarkeit des Flugzeugs übersteigen.

JetBlue-Vorfall brachte das Problem ans Licht

Auslöser für die Rückrufaktion war ein Zwischenfall am 30. Oktober auf einem JetBlue-Flug [2] von Cancún nach Newark. Die Maschine geriet ohne Eingreifen der Piloten plötzlich in einen starken Sinkflug.

Das Flugzeug musste nach Tampa umgeleitet werden. Die anschließende Untersuchung ergab, dass einer der Computer für die Flugsteuerung eine Fehlfunktion aufwies.

Laut der EASA war eine Fehlfunktion des betroffenen ELAC-Systems ein möglicher Faktor bei dem Zwischenfall, woraufhin die Behörden die sofortige Überprüfung und Nachrüstung aller betroffenen Flugzeuge anordneten.

Zwei Arten von Reparaturen notwendig

Die Behebung des Problems gestaltet sich unterschiedlich aufwendig. Die meisten Jets können ein unkompliziertes Software-Update direkt vom Cockpit aus erhalten, was nur minimale Ausfallzeit bedeutet.

Rund 1.000 ältere Flugzeuge benötigen jedoch ein umfangreicheres Hardware-Upgrade und müssen für die Dauer der Wartungsarbeiten am Boden bleiben.

Die Fluggesellschaften stehen unter erheblichem Zeitdruck. Die Updates müssen vor dem nächsten regulären Flug der betroffenen Maschinen durchgeführt werden. Airbus erklärte, man sei sich bewusst, dass diese Maßnahmen zu Betriebsstörungen für Passagiere und Kunden führen würden.

Weltweites Flugchaos zur Hauptreisezeit

Die Auswirkungen des Rückrufs treffen die Luftfahrtbranche zur ungünstigsten Zeit. In den USA fiel die Aktion mitten in die Thanksgiving-Reisezeit, in der Millionen Menschen unterwegs sind.

Bei American Airlines müssen 340 von 480 Flugzeugen der A320-Familie nachgerüstet werden. Delta Air Lines, JetBlue und United Airlines gehören ebenfalls zu den zehn größten Betreibern der A320-Familie weltweit.

Besonders hart traf es asiatische Fluggesellschaften. Die japanische ANA strich am Samstag 95 Flüge, von denen rund 13.000 Passagiere betroffen waren. In Indien müssen 338 Airbus-Flugzeuge nachgerüstet werden.

Die größte indische Fluggesellschaft IndiGo hatte bis Samstag 160 von 200 betroffenen Maschinen aktualisiert, Air India 42 von 113 Jets. Beide Airlines warnten vor Verspätungen.

Die kolumbianische Avianca traf es besonders hart: Mehr als 70 Prozent ihrer Flotte sind betroffen. Die Fluggesellschaft stellte den Ticketverkauf für Reisen bis zum 8. Dezember vorübergehend ein.

Auch Europa kämpft mit den Folgen

In Europa [3] meldeten die deutsche Lufthansa und die britische easyJet Störungen. Bei easyJet waren am Samstag 21 Prozent der Flüge verspätet oder gestrichen. Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air, die ausschließlich Airbus-Flugzeuge einsetzt, warnte vor Beeinträchtigungen am Wochenende.

Auch in Australien und Neuseeland kam es zu Flugausfällen, als Jetstar und Air New Zealand Maschinen für das Software-Update aus dem Verkehr ziehen mussten. Die südkoreanische Regierung gab an, dass die Nachrüstung von 42 Flugzeugen bis Sonntagmorgen abgeschlossen sein solle.

Der A320 ist das Rückgrat der weltweiten Kurzstreckenfliegerei und konkurriert mit der Boeing [4]737. Mit mehr als 11.000 im Einsatz befindlichen Flugzeugen ist die A320-Familie das erfolgreichste Modell von Airbus. Der massive Rückruf zeigt, wie anfällig die moderne Luftfahrt für technische Probleme ist – und welche weitreichenden Folgen ein einzelner Softwarefehler haben kann.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-29/global-flights-in-chaos-as-top-selling-airbus-jet-hit-by-recall
[2] https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/japans-ana-cancels-65-flights-saturday-after-airbus-a320-recall-2025-11-29/
[3] https://www.heise.de/tp/article/Wie-kleine-Drohnen-den-europaeischen-Luftverkehr-lahmlegen-11096557.html
[4] https://www.heise.de/tp/article/Ist-die-Boeing-787-ein-toedliches-Sicherheitsrisiko-10749796.html

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Vogelfutter selber machen: Die besten Rezepte für Meisenknödel, Zapfen & Co.

Von Susanne Aigner — 29. November 2025 um 10:30

Susanne Aigner

Erpel an verschneitem Teich und Zeichen

Selbst gemachtes Vogelfutter kann Meisen und Rotkehlchen retten – oder zur tödlichen Falle werden. Worauf es ankommt.

Vögel würden über natürliche Futterquellen [1] auch im Winter genug Nahrung finden. Leider werden im Herbst Gärten und Balkone häufig aufgeräumt, öffentliche Grünanlagen in Ordnung gebracht, Hecken und Sträucher zurückgeschnitten. Beeren, Samen und Körner, von denen sich Vögel ernähren, entsorgt.

Sobald die ersten Nachtfröste einsetzen, finden auch insektenfressende Vögel keine Insekten mehr. Eine zusätzliche Winterfütterung ist daher nicht nur sinnvoll, sondern für viele Vogelarten überlebensnotwendig.

Am besten eignen sich Futtermischungen, [2] die von möglichst vielen Vogelarten gleichzeitig angenommen werden. Ein entsprechender Körner-Mix [3] ist im Handel erhältlich und besteht aus Sonnenblumenkernen, Haferflocken, Kürbiskernen, Nüssen und Senf- und Hanfsaaten. Aufgrund ihres hohen Ölgehaltes sind beide Saaten recht energiereich. Ergänzt wird der Mix von Haferflocken, gehackten Nüssen und kleineren Sämereien.

Rotkehlchen, Amseln, Meisen, Drosseln oder Buchfink freuen sich auch über selbst gefertigte Meisenknödel, Futterringe, gefüllte Zapfen, kernige Äpfel am Stiel, Erdnussketten.

Meisenknödel – selbst gemacht

Ein Körner- oder Weichfutter-Fett-Mix wird in Form von Meisenknödeln oft im Handel angeboten. Einen hochwertigen Futterknödel kann man aber auch selbst anfertigen. Dafür benötigt man etwa 300 g (Bio-)Kokosfett, Rinder- oder Hammeltalg und eine Körnermischung – zum Beispiel aus Sonnenblumenkernen, Hafer, Gerste, Bucheckern [4], gehackten Nüssen, Rosinen, Lein- und Hanfsamen.

Das Fett wird langsam erhitzt, bis es weich wird, dann werden die Körner untergemischt. Je höher ihr Anteil ist, umso lockerer wird der Knödel. Bevor sie erkaltet und erhärtet ist, wird aus der Mischung ein Knödel geformt, ein Stöckchen hindurch gesteckt und eine Kordel daran befestigt. Der fertige Meisenknödel [5]kann am Fenster oder auf dem Balkon aufgehängt werden, mit speziellen Haltern aus natürlichen Materialien.

Gefüllte Kiefernzapfen

Eine leckere Vogelmahlzeit sind gefüllte Zapfen [6]. Beim Spaziergang im Wald oder Park ein paar Kiefernzapfen einsammeln und zu Hause zum Trocknen in einem Handtuch auf die Heizung legen. In der Wärme öffnen sich die Schuppen der Zapfen, deren Lücken mit Futtermasse gefüllt werden.

Dazu wird Kokosfett mit einer Gabel zerdrückt. Ein Mix aus Rosinen, Vollkornhaferflocken, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, Haselnussstücken und Sesamkörnern wird darunter gemischt und die fertige Masse fest in die Schuppenschicht des Zapfens hineingedrückt.

Der gefüllte Zapfen wird mit einem Band aus Naturmaterial umwickelt und im Garten oder auf dem Balkon an einem Baum oder Haken aufgehängt.

Gespickte Äpfel am Stiel

Dafür braucht es einige 30 Zentimeter lange, robuste Holzstäbchen, die oben spitz zulaufen. Man kann auch mit einem Messer einen geeigneten Ast anspitzen. Man nehme unbehandelte Äpfel mit weicher Schale und stecke sie an die Spitze eines Holzstäbchens. Anschließend wird der Apfel rundherum mit Sonnenblumenkernen gespickt.

In einen Blumenkübel gesteckt oder mit einem Draht am Gartenzaun befestigt, sind die Äpfel sowohl für die Weichfutterfresser wie Rotkehlchen und Amsel als auch für Körnerfresser wie Meise und Buchfink interessant.

Knackige Erdnussketten

Um eine Erdnusskette zu basteln [7], benötigt man neben einem langen Faden eine Packung mit möglichst ungeschälten Erdnüssen. Die Erdnüsse vorsichtig an der schmalen Seite zwischen den Nusskernen durchstechen und in der gewünschten Länge auffädeln.

Die Kette kann wie eine Girlande von Ast zu Ast gehängt oder um ein Balkongeländer gerankt werden. Eichelhäher, Spatz oder Kleiber mögen dieses Futter besonders gern.

Platz muss sicher sein vor Nagetieren

Die klassische Futtervariante ist das Aufhängen von Futtersäulen oder -silos. Idealerweise ist der Futterspender auf glatten Rohren angebracht. Denn an Holzpfählen können Nager wie Marder oder Waschbären hochklettern. Wird ein Futterspender an der Decke aufgehängt, ist darauf zu achten, dass Tiere sie nicht von einer Wand oder einem Baumstamm aus erreichen können.

Futterspender oder -silos sind regelmäßig zu reinigen. Außerdem ist das Futter vor Nässe zu schützen, damit es nicht verdirbt oder vereist. Nach dem Kontakt mit Vogelfutter oder Vögeln sollte man sich die Hände waschen. [8] Verdächtige, tote oder kranke Vögel müssen gemeldet werden.

Plastiknetze können zur Todesfalle werden

Meisenknödel und verschiedene Nüsse gibt es oft nur in grellbunten Plastiknetzen [9] zu kaufen. Weil sich Vögel zum Fressen an die Netze hängen, können sich ihre Krallen hierin verfangen und im schlimmsten Fall sterben, warnt Ursula Bauer, die sich bei der Tierschutzorganisation Aktion Tier engagiert. Mäuse und Tauben, die am Boden nach Futter suchen, können sich ebenfalls in den herumliegenden Netzen verheddern.

Die Vögel können zudem Reste der Netze für den Nestbau verwenden. Auch dann können sich Küken darin verfangen. Die Plastiknetze sind zudem nicht kompostierbar und zerfallen in der Natur allmählich zu Mikro- und Nanoplastik, mit nicht absehbaren Folgen für Umwelt und Organismen.

Wenn niemand mehr Netzfutter in Plastikverpackungen kauft, werden die Hersteller umdenken und mehr tier- und umweltfreundliche Produkte anbieten, glaubt die Tierschützerin.

Altes Vogelfutter regelmäßig von Garten und Balkon entfernen

Billiges Vogelfutter aus dem Handel wird häufig mit großen Anteilen an Weizenkörnern gestreckt, die von den Tieren erst gefressen werden, wenn alle anderen Samen aufgebraucht sind. Das führt oft dazu, dass ungenutztes Vogelfutter am Boden herumliegt.

Um Krankheiten wie Trichomonaden oder Salmonellen zu vermeiden, sollten das Futterhäuschen und der Boden darunter regelmäßig gesäubert werden. Viele Körner werden aussortiert und landen auf dem Boden, wo es ein gefundenes Fressen für Ratten oder Mäuse ist.

Futterreste sollten im Müll entsorgt [10] werden und nicht auf dem Kompost, denn auch dort könnten sie Ratten anlocken. Wenn Futterreste monatelang draußen gelegen haben, sind sie oft mit Schimmelpilzen und von Parasiten verseucht. Ihr Verzehr ist dann nicht nur für Vögel gesundheitsschädlich, sondern auch für Katzen bzw. Hunde.

Giftig für Katzen und Hunde [11] sind übrigens auch Rosinen und (getrocknete) Kirschen. Selbst in kleineren Mengen aufgenommen, können sie zu Nierenversagen führen. Grundsätzlich solle nur so viel Futter bereitstehen, wie die Vögel in kurzer Zeit wegpicken können. Auch sollte tagsüber gefüttert werden, damit das Futter nicht über Nacht herumliegt.

Kein Wassergeflügel füttern!

Umweltverbände raten dringend davon ab, Schwäne, Gänse, Enten, Möwen an Gewässern in Parks denn Grünanlagen zu füttern. Futterplätze ziehen Wasservögel oft in großer Zahl an. Nicht selten sind bis zu tausend Tiere auf Teichen zu beobachten, die natürlicherweise gerade mal unter hundert Tiere ernähren können.

Durch den engen Kontakt untereinander werde die Vogelgrippe leichter von Vogel zu Vogel übertragen, warnen die Vogelexperten. Das Futter an Sammelstellen kann leicht mit Kot verunreinigt werden. Ist der Kot infiziert, nehmen gesunde Vögel das Virus mit dem Futter auf und stecken sich an.

Enten füttern kann zu überdüngten Gewässern führen

Oft füttern vermeintliche Vogelfreunde altes, teilweise sogar schimmeliges Brot an Enten, Gänse und Schwäne.

Oft fressen die Enten nicht das gesamte Futter, das ihnen zugeworfen wird. Das Brot weicht auf, sinkt an den Gewässerboden und verfault dort. Infolge der hohen Nährstoffkonzentrationen vermehren sich die im Wasser schwebenden Algen massenhaft, sodass zu den unteren Wasserschichten kein Licht mehr durchdringt.

Pflanzen und Algen sterben ab und sinken auf den Gewässergrund, wo sie zersetzt werden. Das verbraucht Sauerstoff, der den Fischen und Kleinstlebewesen fehlt. Infolgedessen wachsen die Algen stark an, sodass das Gewässer umkippt.

Wassergeflügel kommt auch ohne unser "Zubrot" zurecht

Ein nachteiliger Nebeneffekt regelmäßiger Fütterung ist, dass Enten zutraulich werden und ihre natürliche Scheu vor Menschen verlieren, sodass sie leicht Opfer von Fahrzeugen oder Hunden werden können. [12]

Wild lebende Tiere kommen in der Natur besser ohne uns zurecht, weiß der Biologe Bernd Quellmalz vom BUND Weser-Elbe. Natürlicherweise verteilen sich die Wasservögel an den Gewässern und gehen dort ihrer Nahrungssuche nach. [13]


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/voegel/22389.html
[2] https://www.telepolis.de/article/Winterfuetterung-von-Voegeln-Diese-Fehler-sollten-Sie-vermeiden-10253987.html
[3] https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/index.html
[4] https://www.oekotest.de/essen-trinken/Bucheckern-essen-Was-man-dabei-beachten-sollte_14990_1.html
[5] https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/Vogelfutter-selber-machen-Rezept-fuer-Meisenknoedel-und-Futterglocken_10949_1.html
[6] https://www.oekotest.de/freizeit-technik/Rotkehlchen-Spatz-und-Meise-lieben-Nussketten-gefuellte-Zapfen-und-Aepfel-am-Stiel_14286_1.html
[7] https://www.oekotest.de/freizeit-technik/Rotkehlchen-Spatz-und-Meise-lieben-Nussketten-gefuellte-Zapfen-und-Aepfel-am-Stiel_14286_1.html
[8] https://www.oekotest.de/freizeit-technik/Vogelgrippe-sollte-ich-Gartenvoegel-jetzt-noch-fuettern_15875_1.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
[9] https://www.aktiontier.org/artikel/bitte-kein-vogelfutter-in-plastiknetzen-kaufen
[10] https://utopia.de/ratgeber/so-fuetterst-du-voegel-ohne-dabei-schaedlinge-anzulocken_762346/
[11] https://utopia.de/ratgeber/katze-frisst-vogelfutter-ist-das-ok_521911/
[12] https://berlin.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/wasservoegel/27460.html
[13] https://www.bund-weser-elbe.de/service/presse/detail/news/den-tieren-und-gewaessern-zuliebe/

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Developer-Häppchen fürs Wochenende – Kleinere News der Woche (ehemals Snapshots)

Von Heise — 29. November 2025 um 09:05
Mexikanische Häppchen

(Bild: Natalia Klenova/Shutterstock)

Snapshots sind jetzt Häppchen: kleine, aber interessante Meldungshäppchen zu Apache Hop, Kedro, OpenMP, Kube One, Node.js, Jupyter, gcc, Python und Uno.

Die beliebten Developer-Snapshots zum Wochenende haben wir neu in leckere Häppchen verpackt. Inhaltlich bleibt alles beim Alten: ein kleiner Überblick über alles, was es zwar nicht in die News geschafft hat, wir aber dennoch für spannend halten:

  • Die Apache Software Foundation hat die Veröffentlichung von Apache Hop 2.16 [1] bekannt gegeben. Das neue Release der Datenintegrationsplattform enthält eine Reihe von Bugfixes und liefert neue Features, darunter nativen Support für den Spaltentyp UUID in PostgreSQL und MongoDB sowie eine Merge-Diff-Aktion. Diese zeigt beim Vergleich von Datensätzen an, in welchen Feldern sich Werte geändert haben. Neu ist zudem OAuth-Authentifizierung für Salesforce Transforms.
  • Das Open-Source-Python-Framework Kedro hat Version 1.1.0 erreicht [2]. Die Werkzeugsammlung zum Erstellen von Data-Science- und Data-Engineering-Pipelines setzt nun mindestens Python 3.10 voraus. Darüber hinaus hat das Entwicklungsteam einige Fehler behoben und den OmegaConfigLoader um den Parameter ignore_hidden ergänzt.
  • Mit dem Technical Report 14 [3] gibt das OpenMP Architecture Review Board (ARB) einen ersten Ausblick auf die neuen Funktionen in Version 6.1 [4]des OpenMP Application Programming Interface. Das noch für November 2026 angekündigte Release soll beispielsweise den Einsatz skalierbarer SIMD-Instruktionen ermöglichen und Daten mit dynamischer Lebensdauer unterstützen – unter anderem durch die neue Klausel dyn_groupprivate.
  • KubeOne 1.12 arbeitet [5] jetzt umfassend mit der neuesten Kubernetes-Version 1.34 sowie RHEL 9 und Rocky Linux 9 zusammen. Eine neue Funktion ermöglicht sauberere Cluster-Resets mit den Schaltern --cleanup-volumes und --cleanup-load-balancers. Die Sicherheit verbessert beispielsweise das Terminieren von Zertifikaten.
  • Node.js 20.19.6 liefert kleinere Updates [8] im Sicherheitsbereich: Es unterstützt das Sicherheits-Framework von Mozilla NSS in Version 3.114 und trennt sich vom Priority Signaling unter HTTP/2. Außerdem aktualisiert der Herausgeber die Anleitung, wie Releases zu überprüfen sind.
  • Mit dem Update auf JupyterLab 4.5 [9] kommt auch eine neue Version 7.5 von Notebook. Der standardmäßige Fenstermodus ist nun contentVisibility, der das Rendern der Zellen beschleunigt und ein paar weitere Issues beseitigt. Auch das Speichern größerer Projekte wird mit der neuen Version schneller.
  • Für gcc gibt es ein paar Neuerungen: Die Standardversion für C++ [10] ist jetzt 20 statt 17. Ferner soll der Compiler nächstes Jahr eine weitere Sprache unterstützen, nämlich Algol 68 - allerdings experimentell und mit einigen Einschränkungen [11]. Bislang gibt es Front-Ends [12] nur für C, C++, Objective C, Objective C++, Fortran, Ada, Go, D, Modula-2, Rust und Cobol.
  • Die Code of Conduct Working Group der Python Software Foundation hat den ersten Transparenzreport [13] veröffentlicht. Er stellt für das Jahr 2024 sechzehn Verstöße gegen den Code of Conduct fest.
  • Tausend Euro pro Kategorie lassen sich bei der Dev Uno Challenge [14] gewinnen: Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen dafür Cross-Plattform-Apps auf der Basis von .NET und Uno erstellen und bis zum 7. Dezember einreichen. Dabei geht es um Design, UI und KI.

Solltest du ein schmackhaftes Thema vermissen, freuen wir uns über deine Mail [15].


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Links in diesem Artikel:
[1] https://hop.apache.org/blog/2025/11/hop-2.16.0/
[2] https://github.com/kedro-org/kedro/releases/tag/1.1.0
[3] https://www.openmp.org/wp-content/uploads/openmp-TR14.pdf
[4] https://www.openmp.org/press-release/openmp-arb-releases-tr14/
[5] https://www.kubermatic.com/blog/meet-kubeone-1-12-supporting-kubernetes-1-34/
[6] https://api.bettercode.eu/cfp.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_bcc_api.empfehlung-ho.link.link
[7] https://api.bettercode.eu/tickets.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_bcc_api.empfehlung-ho.link.link
[8] https://nodejs.org/en/blog/release/v20.19.6
[9] https://blog.jupyter.org/jupyterlab-4-5-and-notebook-7-5-are-available-1bcd1fa19a47
[10] https://gcc.gnu.org/git/?p=gcc.git;a=commit;h=004438857554f47eb5491d59b067e56fdacf0e74
[11] https://gcc.gnu.org/pipermail/gcc/2025-November/247020.html
[12] https://gcc.gnu.org/frontends.html
[13] https://pyfound.blogspot.com/2025/11/transparency-2024.html
[14] https://dev.to/challenges/unoplatform
[15] mailto:developer@heise.de?subject=Ein%20Vorschlag%20f%C3%BCr%20die%20Developer%20Snapshots
[16] mailto:who@heise.de

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Kaum Antennen ausgebaut: Bundesnetzagentur stellt Verfahren gegen 1&1 ein

Von Achim Sawall — 28. November 2025 um 19:04
Ein Urteil zur ungültigen 5G-Frequenzvergabe hilft der Bundesnetzagentur , das Bußgeldverfahren gegen 1&1 zu beenden. Eine Bestrafung war ohnehin nicht zu erwarten.
Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller in einer früheren Aufnahme (Bild: Corinna Guthknecht/Vzbv)
Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller in einer früheren Aufnahme Bild: Corinna Guthknecht/Vzbv

Die Bundesnetzagentur wird das Bußgeldverfahren gegen 1&1 wegen seines verschleppten Mobilfunknetzausbaus "nicht weiterverfolgen" . Das teilte die Behörde auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa am 27. November 2025 mit. Als Begründung wird genannt, dass das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Köln zurückgewiesen hat, das die 5G-Frequenzvergabe wegen politischer Einflussnahme für ungültig erklärt hatte.

Auch die Bußgeldverfahren gegen Vodafone, Telefónica und die Deutsche Telekom wegen deren geringfügigen Rückständen beim Ausbau würden eingestellt, teilte die Behörde weiter mit.

Laut Bundesnetzagentur waren bis zu 50.000 Euro je Standort und damit eine Strafe in Höhe von rund 50 Millionen Euro möglich. Im April 2023 hatte man das Verfahren formal eröffnet. Damals wurde an die Medien berichtet, dass mit einer baldigen Verhängung eines Bußgelds nicht zu rechnen sei.

1&1 kommt mit 3 Antennen statt 1.000 durch

1&1 Drillisch ersteigerte bei der vergangenen 5G-Frequenzauktion Blöcke für 1,07 Milliarden Euro. Als das Unternehmen von Ralph Dommermuth 2019 die notwendigen Frequenzen erwarb, war das mit Auflagen verbunden. Doch am 3. Januar 2023 waren statt der vorgeschriebenen 1.000 5G-Stationen nur drei Antennen vorhanden.

Bislang wurden solche Verstöße noch nie geahndet : In Deutschland sei noch "kein Bußgeld im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens" verhängt worden, bestätigte ein Sprecher der Bundesnetzagentur im Juli 2025.

In diesem Jahr ersparte die Bundesnetzagentur den Mobilfunkbetreibern sogar eine Frequenzauktion und verlängerte gegen höhere Ausbauverpflichtungen die genutzten Frequenzen. Statt wie bisher Milliarden sollen die Netzbetreiber für die Verlängerung der Nutzungsrechte jeweils rund 200 Millionen Euro zahlen.

Kritiker werteten das Fehlen von konkreten Sanktionen als Gefahr für den Netzausbau. Sven Knapp, Leiter des Hauptstadtbüros des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), sagte zuvor: "Dass die Bundesnetzagentur sich scheut, Bußgelder gegen die Mobilfunknetzbetreiber zu verhängen, ist unverständlich und sachlich nicht zu rechtfertigen." Es zeige, dass Versorgungsauflagen für die Netzbetreiber "bloße Lippenbekenntnisse" seien.

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Anzeige: waipu.tv 12 Monate zum halben Preis - ab 3,74 Euro monatlich

Von Simon Krebs — 28. November 2025 um 19:01
Der Streaminganbieter waipu.tv hat einen speziellen Black-Friday-Deal im Portfolio: zwölf Monate lang zum halben Preis bei voller Flexibilität.
waipu.tv - ein Jahr lang zum halben Preis (Bild: waipu.tv)
waipu.tv - ein Jahr lang zum halben Preis Bild: waipu.tv

Mit dem Streamingdienst waipu.tv haben Nutzer eine bequeme und günstige Alternative zu Kabel oder Satellit. Pünktlich zum Black Friday gibt es die verschiedenen Pakete alle zum halben Preis. Nachdem die Pakete mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten bereits um die Hälfte reduziert wurden, bietet waipu.tv jetzt auch noch die monatlich kündbaren Optionen zum halben Preis an. Damit können Kunden bereits ab 3,74 Euro im Monat streamen und dabei die volle Flexibilität behalten. Das Angebot gilt nur bis zum 1. Dezember 2025. Auch die Tarife mit Netflix und Disney+ sind um die Hälfte reduziert.

Black-Friday-Deal: waipu.tv zum halben Preis

Das Basispaket des Streaminganbieters ist waipu.tv Comfort . Hier erhalten Nutzer Zugriff auf 240 TV-Sender; 210 davon in HD. Darüber hinaus gibt es Zugriff auf über 20.000 Inhalte in der waiputhek. Zudem steht ein Aufnahmespeicher von 50 Stunden zur Verfügung. Wenn zwei Personen im Haushalt unterschiedliche Programme sehen möchten, ist dies ebenfalls kein Problem, da das Paket zwei parallele Streams ermöglicht. Hierfür werden dank des Black-Friday-Deals nur 3,74 Euro im Monat fällig.

Noch mehr Möglichkeiten bietet die Variante waipu.tv Perfect Plus . Hier stehen über 300 Sender in HD und über 70 Pay-TV-Sender zur Verfügung. Bei der Auswahl der zu schauenden Inhalte muss dank der vier parallelen Streams niemand mehr Kompromisse machen. In der waiputhek haben Nutzer Zugriff auf über 40.000 Inhalte und können bis zu 150 Stunden aufnehmen. Im Rahmen des Black-Friday-Deals kostet das Paket monatlich nur 7,50 Euro.

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Ab 3,74 Euro im Monat

Black Friday bei waipu.tv: Perfect Plus mit Netflix oder Disney+

Zusätzlich zu waipu.tv Perfect Plus können Nutzer auch Pakete mit Netflix oder Disney+ hinzubuchen. Auch bei diesen Angeboten greift der Black-Friday-Deal mit 50 Prozent Rabatt. So gibt es waipu.tv in Kombination mit Netflix bereits ab einem Preis von 9 Euro im Monat, Disney+ ab 10,50 Euro. Die Pakete sind monatlich kündbar.

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waipu.tv mit Netflix oder Disney+ für 12 Monate ab 9 Euro/Monat, MONATLICH KÜNDBAR

Ab 9 Euro monatlich

Black Friday bei waipu.tv: Pakete mit Hardware zum halben Preis

Es gibt auch die Möglichkeit, waipu.tv Perfect Plus mit dem waipu.tv Stick oder der waipu.tv Box zu buchen. Diese Pakete sind in den ersten zwölf Monaten ebenfalls um 50 Prozent reduziert und kosten nur 8 bzw. 9 Euro im Monat. Hier ist allerdings wichtig zu beachten, dass es eine Mindestlaufzeit von einem Jahr gibt. Anschließend kann das Paket monatlich gekündigt werden.

Am Black Friday waipu.tv zum Sparpreis sichern

Wer die große Welt von waipu.tv entdecken will, hat jetzt also die perfekte Gelegenheit. Bei Bestellungen bis einschließlich Montag bekommen Nutzer die ersten zwölf Monate zum halben Preis und erhalten dennoch die volle Flexibilität – und können monatlich kündigen. Wahlweise können auch Netflix oder Disney+ mitgebucht werden.

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Anzeige: Beliebte Eneloop-Akkus in AA und AAA im Amazon-Black-Friday

Von Benjamin Gründken — 28. November 2025 um 18:36
Die bekannten Eneloop-Akkus von Panasonic sind bei Amazon zum Black-Friday-Preis erhältlich.
Die Eneloop-Akkus zählen zu den langlebigsten wiederaufladbaren Batterien am Markt. (Bild: Erzeugt mit Dall-E 3; Amazon, Eneloop; Montage: Golem)
Die Eneloop-Akkus zählen zu den langlebigsten wiederaufladbaren Batterien am Markt. Bild: Erzeugt mit Dall-E 3; Amazon, Eneloop; Montage: Golem

AA- und AAA-Batterien hinterlassen gigantische Müllberge. Dabei sind sie aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken, kommen sie doch in Fernbedienungen, Controllern, Uhren und inzwischen sogar vielen Lichterketten zum Einsatz.

Eine Alternative allerdings gibt es: Akkus. Diese liefern in der Regel zwar nur 1,2 statt 1,5 Volt, doch das schadet den meisten Geräten nicht. Batterien liefern die vollen 1,5 Volt auch nur am Anfang ihrer Lebenserwartung. Je länger sie in Betrieb sind, desto stärker sinkt die Spannung.

Eneloop-Akkus bis zu 2.000-mal wiederaufladbar

Das Geheimnis bei AA- und AAA-Akkus liegt nun darin, dass sie einen möglichst geringen Spannungsabfall im Betrieb zeigen. Die Eneloops des japanischen Herstellers Panasonic gelten in diesem Bereich als Marktführer. Zudem sind die Akkus für ihre Langlebigkeit bekannt. So kann man die gängigen Modelle laut Hersteller bis zu 2.000-mal wiederaufladen. Man soll sie auch lange Zeit lagern können, ohne dass sie sich nennenswert entladen.

Nur kurze Zeit zum Aktionspreis

Im Rahmen der Amazon Black Friday Week, die noch bis maximal Montag läuft, sind nun viele Modelle befristet reduziert.

So kostet das Set aus acht AA-Akkus mit 2.000 mAh nur noch 21,99 Euro nach 27 Prozent Nachlass auf die hinterlegte UVP. Laut Geizhals-Preisvergleich wird Amazon nur noch von Boetcher unterboten; und zwar um einen Cent.

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eneloop, AA/Mignon NI-MH Akku, 8er-Pack, Kapazität mit min. 2000 mAh, Ready-to-Use NI-MH Akkus, bis zu 2000 Mal wiederaufladbar, plastikfreier Verpackung, Standard, weiß

Zum Angebot

Eine weitere Option neben weiteren auf der Produktseite ist das Set aus acht AAA-Akkus zu je 800 mAh. Es kostet 15,12 Euro . Günstiger offeriert keiner der 65 mit Angeboten im Preisvergleich gelisteten Shops die wiederaufladbaren Batterien.

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eneloop, AAA/Micro NI-MH Akku, 8er-Pack, Kapazität mit min. 800 mAh, Ready-to-Use NI-MH Akkus, bis zu 2000 Mal wiederaufladbar, plastikfreier Verpackung, Standard, weiß

Zum Angebot

Weitere Eneloop-Akkus, etwa aus der Pro-Serie, sowie Ladegeräte hält Amazons Übersicht bereit. Aber Achtung: Die Black-Friday-Angebote gehen nur noch bis maximal Montag, einige Deals sind schon jetzt vergriffen.

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3,5 wirklich originelle Weihnachtsgeschenke

Von Heise — 28. November 2025 um 16:15

Keine Idee für Geschenke? c't 3003 hat da mal was vorbereitet, unter anderem mit Linux.

Nur noch drei Wochen bis Weihnachten! Aber kein Problem, c’t 3003 hat ein paar wirklich einigermaßen originelle Geschenke-Tipps.

Transkript des Videos

(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guckt mal hier, das bin ich, wie ich jedes Jahr wieder panisch durch die Gegend renne, weil ich mich nicht rechtzeitig um Weihnachtsgeschenke gekümmert habe. Aber das ist Vergangenheit: Jetzt kriege ich nicht nur meine eigenen Geschenke auf die Reihe, sondern ich helfe euch auch noch direkt mit bei der hochgradig komplexen Geschenke-Findungsstrategie. Das 3003-Team und ich haben nämlich wirklich schöne und vor allem sehr ungewöhnliche Sachen zusammengestellt. Ich verspreche euch, das wird nice!

Und Leute, ich habe sogar ein frühes Weihnachtsgeschenk für euch von mir: Nämlich einen Podcast, den es ab sofort jede Woche geben wird. Das Ganze heißt "c't 4004 – der c't-3003-Podcast" [1]und ja, genau der Titel kam genauso zustande, wie ihr euch das jetzt gerade vorstellt. Irgendwie hat jemand aus Spaß gesagt: "Hohoho, nennt das doch 4004, wie bescheuert wäre das denn?" Ja, und dann haben wir das gemacht. Mal gucken, vielleicht gibt es auch bald Merchandise, zum Beispiel "c't 5005", das T-Shirt von c't 4004, dem c't-3003-Podcast. Ich finde es lustig und mein Freund Christian Lutz-Weiken findet es auch lustig. Und das ist ja schließlich die Hauptsache, denn mit dem mache ich den Podcast zusammen. Chris ist Software-Entwickler und Künstler und vor allem, wie ich zumindest finde, ein lustiger Mensch. Das ist halt wichtig, weil der Podcast soll euch natürlich Spaß machen beim Hören. Und gleichzeitig soll er auch versuchen, euch mit allen relevanten Tech-Themen der Woche zu versorgen. Also im besten Fall werdet ihr von c't 4004 unterhalten und informiert – so wie wir das bei 3003 auch schon versuchen.

Ach so, ihr kriegt bei 4004 auch immer vorab mit, an was für Videos wir gerade arbeiten und was hinter den Kulissen so passiert ist. Also ich würde mich freuen, wenn ihr das Ding abonniert und gerne auch direkt bewertet. c't 4004 gibt es ab sofort bei allen bekannten Audio-Podcast-Abruforten [2].Der Link [3] ist sonst auch in der Beschreibung. Wenn ihr lieber lest statt hört: Natürlich gibt's auch nach wie vor wöchentlich unseren Newsletter. Der heißt Hype und der ist auch super. Link ist ebenfalls in der Beschreibung. [4]

Ho ho ho, liebe Hackerinnen und Internet-Surfer. Frohe Weihnachten! Nee, ist ja noch gar nicht Weihnachten, ne?

So, jetzt aber los mit den Weihnachtsgeschenken. Drei Stück haben wir, oder besser gesagt dreieinhalb, vorgestellt von unterschiedlichen Leuten aus der c't-Redaktion. Übrigens komplett ohne Affiliate-Links oder so – wirklich einfach unsere ungefilterten Ideen. Okay, der dreieinhalbte Vorschlag am Ende, der ist natürlich doch kommerziell. Aber werdet ihr dann sehen, was ich meine.

Tipp 1 (von Keno):

Ich fange einfach mal an. Also wir Nerds – ich sage jetzt mal wir, wenn ihr euch nicht angesprochen fühlt, müsst ihr euch nicht davon angesprochen fühlen. Ist völlig okay. Ich bin auf jeden Fall Nerd und Nerds können ja Sachen, die andere Leute vielleicht nicht können oder vielleicht auch Angst davor haben. Zum Beispiel Open-Source-Software konfigurieren, zum Beispiel diese beliebten Emulation-Gaming-Handhelds oder auch einfach alten Rechnern, aus denen man mit Hilfe der Linux-Distribution Batocera eine Retro-Spielkonsole machen kann. Über Batocera hatten wir schon vor langer Zeit ein Video gemacht. Die Infos darin sind aber immer noch aktuell. Ihr könntet also zum Beispiel irgendeinen alten Rechner nehmen, da Batocera draufhauen und den toll vorkonfigurieren und den dann eben als Spielkonsole verschenken. Und wirklich, Batocera läuft auf so gut wie jeder Kartoffel. Da braucht man nicht viel Power. Da müsst ihr nicht viel drüber nachdenken. Wenn ihr irgendeinen alten Rechner habt – sehr, sehr wahrscheinlich, dass Batocera drauf läuft. Und man kann Batocera wirklich komplett anpassen. Also wenn ihr zum Beispiel eine Freundin habt, die der größte, sagen wir mal, Sonic-the-Hedgehog-Fan ist, dann könnt ihr da einfach alle Sonic-Spiele drauf machen, die es gibt. Ich habe versucht zu recherchieren, wie viele das sind. Man weiß es gar nicht so genau. Vielleicht hundert oder so. Ja, und dann könnt ihr da alle Sonic-Spiele, die ihr so findet, draufwerfen – natürlich legal lizenziert, versteht sich von selbst. Und die sind dann auch in Batocera über so ein super schönes Modell abrufbar.

Oder ihr kennt einen Spielearchäologen, der sich nicht so gut mit Computern auskennt, aber sich nur für Spiele, sagen wir mal, zwischen 1979 und 1989 interessiert. Kein Problem, ihr könnt Batocera so vorbereiten. Oder auch ganz toll: eine komplett kinderfreundliche Konsole, wo nur Spiele drauf sind, ohne – was weiß ich – Gewalt oder so. Könnt ihr auch machen. Man kann Batocera extrem konfigurieren und da muss ich sagen, das ist auch ein bisschen inzwischen zu meinem Hobby geworden. Also ich arbeite an meiner persönlichen Batocera-Kollektion, meiner kuratierten Spielesammlung. Seit mehreren Jahren ist die inzwischen auf eine 4-TB-SSD angewachsen und ja, ich spiele da regelmäßig mit rum. Ich liebe es. Vor allem liebe ich auch, dass man so absurde, exotische Sachen darauf laufen lassen kann. Kennt ihr Tiger Game.com oder Watara Supervision? Ja, ich auch nicht, kann ich aber spielen auf meiner Batocera-Installation. Ich finde es supergeil und ich glaube, es gibt wirklich Leute, die das auch total gerne hätten, die es aber nicht konfigurieren können.

Und ihr müsst natürlich auch nicht eure alten Rechner-Kamellen recyceln, sondern ihr könnt auch was Neues kaufen, zum Beispiel diese eingangs schon erwähnten Emulations-Handhelds aus China. Aber ich sage euch, das ist ein Rabbit-Hole und ich sage euch auch: Wenn ihr die bei AliExpress bestellt, dann ist da oft schon eine MicroSD-Karte mit vollinstallierten Spielen drin. Das ist aber auf jeden Fall mindestens legaler Graubereich und vor allem ist es auch in allen Fällen, die ich gesehen habe, total lieblos konfiguriert. Also ich finde es unschön. Ich würde das auf jeden Fall selbst machen und in schön.

So, und welche Hardware nimmt man da am besten? Ich persönlich finde immer noch den Miu Mini von 2021 super, weil ich einfach toll finde, dass er so klein ist und dass er auch so angegraut wie so ein alter Gameboy aussieht. Und es gibt dafür auch eine riesige Community. Die arbeiten zum Beispiel an der tollen Custom-Firmware Onion OS für das Ding und da arbeiten die auch immer noch dran. Das wird immer noch aktualisiert. Aber das Teil kann nur maximal hoch bis zur PlayStation 1. Alles Neuere ist schwierig, da reicht die Leistung nicht. Ich würde deshalb heute wahrscheinlich was Schnelleres kaufen, zum Beispiel die Anbernic RG35XX-Modelle. Einmal würde ich da die Hochkant-Version empfehlen, die heißt Plus. Oder die horizontale Version, die heißt H. Und die gibt es bei AliExpress inklusive für unter 60 Euro, aber ihr müsst auf jeden Fall supergenau aufpassen, dass ihr da die richtige Version bestellt. Es gibt nämlich zum Beispiel auch Varianten ohne WLAN und damit funktionieren dann zum Beispiel die tollen Retro Achievements nicht.

Seid ihr so verwirrt wie ich von dieser Vielzahl von Retro-Handhelds, dann kann ich euch auf jeden Fall die Website retrocatalog.com [5] empfehlen. Da sind die Sachen alle aufgelistet und da lassen die Teile sich supergut miteinander vergleichen. Kann man zum Beispiel auch gucken, ob die unter Linux laufen oder wie inzwischen auch viele neue Geräte unter Android – was übrigens bedeutet, dass neuere Geräte besser emulierbar sind in vielen Fällen unter Android. Ich finde allerdings die User Experience von Android-Handhelds deutlich schlechter als Linux, deswegen würde ich immer noch Linux empfehlen. Aber alles Geschmackssache, da gibt es für jeden Geschmack etwas.

Ich finde auch immer noch, dass das Rundum-sorglos-Emulationshandheld immer noch das Steam Deck ist, was es zur Zeit, also während ich das Video gerade mache, schon ab 335 Euro gibt. Das ist natürlich mehr Geld als für so ein Anbernic-Teil, hat aber auch deutlich mehr Power, deutlich größeres Display.

Ihr könnt natürlich auch ohne so Spielzeug euer Linux-Know-how verschenken, zum Beispiel an Leute, die einen alten Rechner haben, den man nicht, weil Microsoft das so will, auf Windows 11 updaten kann. Ich kenne da einige Leute, die haben so einen Rechner und die benutzen den Rechner vielleicht einmal im Monat oder so, aber es ist natürlich trotzdem keine gute Idee, ein Windows 10 ohne Sicherheitsupdates da laufen zu haben. Und natürlich, die können sich einmal in ihren Windows-Account einloggen und dann bietet Microsoft ja ein weiteres Jahr Sicherheitsupdates. Aber auf längere Sicht ist Linux einfach die bessere Idee. Und meine Erfahrung ist auch, dass Linux Mint bei Leuten, die von Windows kommen und nicht so viel Ahnung von Computern haben, wunderbar funktioniert und dass die oft auch sagen: "Boah, das läuft ja viel schneller als Windows. Krass." Also verschenkt das doch. Die Leute, denen ihr das schenkt, freuen sich und der Planet freut sich auch, dass ein Rechner weniger auf dem Müll landet.

Tipp 2 (von Pascal):

So, jetzt aber zu Pascal. Das ist der, der dafür sorgt, dass die c't-3003-Videos immer so super aussehen – unser Videoredakteur für Visuelles. Und der hat auch einen tollen Geschenketipp. Hier mal jetzt ein ganz verrückter Vorschlag: Wünscht euch doch oder verschenkt eine Mitgliedschaft zu einem Verein. Und ich meine jetzt nicht zwingend einen Sportverein. Wenn man sich mal umschaut, findet man viele Vereine für alle möglichen Nischeninteressen. Es ist wirklich erstaunlich. Angenommen, dein Hobby sind Züge – such einfach "Züge", "Verein", vielleicht noch deine Stadt. Und zack, hier oben: Modelleisenbahnclub Hannover. Kleine Side-Note an der Stelle: Als Geburtsort der Hacker-Kultur gilt übrigens der Eisenbahn-Club des MIT in Cambridge.

Dein Interesse ist Brettspiele? Easy, such dir was aus. Du bastelst gern mit Mikrocontrollern rum? Arduino-Verein. Hier findest du direkt mehrere. Und für solche Sachen ist das Make-Magazin auch eine super Anlaufstelle. Ja, das erscheint auch bei Heise und die organisieren die Maker Faire. Einfach hier oben auf Ausstellerverzeichnis und dann habt ihr eine ewige Liste an Gleichgesinnten und Vereinen. Mit denen könntet ihr euch dann auch vorher mal unterhalten, bevor ihr dem Verein beitretet.

Ich bin übrigens auch in einem Verein, nämlich Gaming in Niedersachsen e.V. und die kümmern sich um die Restaurierung von Retro-Spielkonsolen und alten Arcade-Automaten und stellen diese aus und allen zur Verfügung. Da kann es also mal passieren, dass man plötzlich an irgendeinem 80er-Jahre-Pac-Man-Arcade-Automaten rumschraubt und der danach für alle zugänglich im Highscore-Videospielmuseum in Hannover ausgestellt wird und wieder bespielbar ist. Und ist das nicht der einzig wahre Weihnachtsspirit?

Und im selben Spirit habe ich mir noch einen zweiten Vorschlag zum Wünschen oder Verschenken überlegt, nämlich einen kleinen Röhrenfernseher und ein paar physische Medien. Ja, ich weiß, das ist natürlich extrem nostalgiebasiert, aber ey, was wäre die Weihnachtszeit ohne Nostalgie. Und so Röhren werden teilweise auch verschenkt. Den hier habe ich über Kleinanzeigen gesucht, einfach angeschrieben, am nächsten Tag konnte ich es abholen und dann hatte ich ihn schon bei mir. Manchmal muss man aber ein bisschen länger danach suchen und dann auch schnell sein. Weil, wenn ich Instagram glauben kann, werden die Dinger immer beliebter, auch wenn so ein Kitchen TV schon sehr, sehr amerikanisch wirkt. Zu empfehlen sind da übrigens Röhren von Sony, speziell die Trinitron-Reihe, Bang & Olufsen, Grundig und Philips. Da macht man nichts verkehrt und die sind meistens auch noch sehr gut in Schuss.

Dieser DVD-Spieler hier übrigens lag einfach auf der Straße rum. Meine Kollegin Carine hat ihn gefunden und ihn mir dann einfach gerettet. Die DVDs sind alle gebraucht gekauft für so 2 bis 4 Euro das Stück und als Bonus habe ich jetzt endlich wieder einen Fernseher, wo ich meinen Super Nintendo anschließen kann. Also mit dem kleinen Fernseher werde ich zumindest schon mal die schönste, gemütlichste und nostalgischste Zeit zwischen den Jahren haben. Vielleicht ist das ja auch was für euch oder für Leute, die ihr kennt.

Ja, danke Pascal. Finde ich ist eine super Idee. Und jetzt gibt es auch noch was richtig Nerdiges von Jan aus der c't-Chefredaktion.

Tipp 3 (von Jan):

Es ist Winter, es wird kalt. Da habe ich vielleicht einen Weihnachtsgeschenktipp für euch. Wenn ihr oder der Beschenkte eine Heizung von Bosch, Junkers, Buderus oder andere Produkte aus dem Bosch-Universum habt – die nutzen nämlich alle einen Energie-Management-Bus namens EMS. Und Bosch hat sich das so vorgestellt, dass man den über eine Cloud-Anwendung auswertet. Man kauft sich also einen teuren Cloud-Adapter, der funkt ins Internet und dann kann man seine Daten über eine App zurückbekommen. Wer da keine Lust zu hat, der nimmt einen Open-Source-Adapter. Und da habe ich ja einen mit. Das Open-Source-Projekt heißt EMS-ESP [6] und steuert und wertet die Heizung ganz ohne Cloud lokal aus. Wer sagt, er möchte gerne selber basteln oder einem Bastelfreudigen eine Freude machen, da gibt es einen kleinen Adapter von einem niederländischen kleinen Serienfertiger für 35 Euro, kombiniert mit einem ESP32, den man so ab 5 Euro dazu bekommt, kann man sich ein eigenes Gateway für die Bosch-Heizung basteln.

Wer lieber ein fertiges Produkt verschenken möchte, der guckt sich dieses Produkt an: Das ist ein EMS-Gateway, auch von diesem niederländischen kleinen Serienfertiger. Kostet mit allen Anschlüssen 120 Euro, hat hinten auch einen LAN-Anschluss, also LAN oder WLAN, und damit kann ich meine Heizung lokal auswerten. Die Installation ist denkbar einfach – einfach nur anschließen, mit dem WLAN verbinden, ein Adapterkabel an die Heizung anbauen. Dafür muss man einmal die Kiste aufschrauben und dann geht's los mit dem Auswerten. Und in der Software, die eben quelloffen ist, kann ich auf der einen Seite meine Heizung auslesen, Messwerte protokollieren, Messwerte einsehen. Ich kann die Heizung aber auch fernsteuern, also zum Beispiel die Vorlauftemperatur ändern, das Warmwasser ein- oder ausschalten. Und wenn ich dann noch richtig Lust habe, baue ich mir Zeitsteuerung: Morgens geht das Warmwasser an, nachmittags geht's dann aus oder ich integriere das in eine Automation wie zum Beispiel Home Assistant oder ioBroker. Mein Tipp: EMS-ESP, Open-Source-Bastelei für Bosch-, Buderus- und Junkers-Heizungen.

Ja, danke Jan. Ach so, ein letztes Geschenk habe ich noch – habe ich ja gesagt, das dreieinhalbte Geschenk. Das ist die c't, unser Mutterschiff. Mit dem c't Mini-Abo bekommt ihr sechs digitale Ausgaben aufs Smartphone, Tablet oder Steam Deck oder wo auch immer ihr das lesen wollt und das Ganze mit 50% Rabatt. Das Angebot findet ihr unter ct.de/3003 [7] und es ist natürlich auch jederzeit kündbar.

So, ich hoffe, euch haben die Vorschläge auch so gut gefallen wie mir. Wenn ja, gerne in die Kommentare, wenn nein auch und bitte c't 4004 abonnieren. Auch wenn ihr es nicht hört, einfach abonnieren, das reicht mir schon. Also wenn ihr mir auch ein Weihnachtsgeschenk schenken wollt. Tschüss.

c't 3003 [8] ist der YouTube-Channel von c't. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


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M-Chips „made in USA“? Intel fertigt künftig angeblich für Apple

Von Heise — 28. November 2025 um 18:45

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Ein kleiner Teil von Apples M-Chips wird in Zukunft bei Intel in den USA gefertigt, prognostiziert ein gewöhnlich gut informierter Analyst.

Erst Erzfeind, dann Partner, schließlich für Apple irrelevant. Die Geschichte von Apple und Intel ist bewegt, nun steht womöglich ein neues Kapitel bevor: Intel könnte nach Informationen eines Branchenbeobachters ein zweiter Chip-Fertiger für Apples M-Prozessoren werden. Ein entsprechendes Abkommen für die Nutzung des kommenden Intel-Fertigungsprozesses 18AP [1] sei bereits geschlossen, berichtet der Analyst Ming-Chi Kuo [2], der gewöhnlich tiefen Einblick in Apples Lieferkette hat.

M-Prozessoren von Intel ab 2027?

Apples Plan sei, dass Intel ab frühestens Frühjahr 2027 erste M-Prozessoren liefert, erläutert Kuo. Der Zeitplan könne sich aber ändern. Angedacht sei nur die Produktion der untersten M-Variante, wie sie derzeit im MacBook Air und iPad Pro zum Einsatz kommt. Welche M-Chips damit genau gemeint sind, lässt der Analyst offen. In den USA verkauft Apple über Walmart derzeit noch ein MacBook Air mit dem 2020 eingeführten M1, im iPad Pro steckte allerdings zuletzt ein M4 und seit Kurzem der neue M5. Ein MacBook Air mit M5 steht noch aus.

Größere Auswirkungen auf Apples derzeitig einzigen Chipfertiger TSMC erwartet Kuo nicht: Die Low-End-Varianten der M-Prozessoren machen nur rund 20 Millionen Stück pro Jahr aus, merkt dieser an. In den beiden kommenden Jahren dürfte sich die Stückzahl zudem reduzieren, weil ein erwartetes Budget-MacBook mit A-Chip den anderen Basismodellen Konkurrenz macht [3].

Strategisch interessant für Apple wie Intel

Dennoch sei ein solcher Deal für beide Unternehmen strategisch interessant, merkt der Analyst an. Apple könnte dadurch seine bislang komplette Abhängigkeit von dem in Taiwan ansässigen Chip-Fertiger TSMC etwas reduzieren und zugleich auf Intels Chip-Fertigung im Heimatmarkt USA verweisen – was besonders von der US-Regierung nur allzu gerne gesehen werden dürfte [4]. Apple-Chef Tim Cook war in den vergangenen Monaten bereits mehrfach zu Gast bei US-Präsident Trump. Für Intel wäre Apple ein wichtiger Großkunde für neue Fertigungsprozesse, der nicht nur für Umsatz sorgt, sondern auch ein wichtiges Signal sendet, folgert der Analyst. Der zukünftige Fertigungsprozess 14A [5] könnte für Apple-Folgeaufträge sorgen. Bestätigt ist all das bislang nicht.

Update

In der Meldung stand ursprünglich irrtümlich, Apple sei interessiert an Intels Fertigungsprozess 18A [6]. Nach Angabe des Analysten ist der iPhone-Hersteller aber an dem verbesserten Fertigungsprozess 18AP interessiert. Der Fehler wurde korrigiert.


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[1] https://www.heise.de/news/Amazon-ist-Intels-zweiter-grosser-18A-Kunde-9876101.html
[2] https://x.com/mingchikuo/status/1994422001952555318
[3] https://www.heise.de/news/Guenstiger-als-das-Air-Budget-MacBook-angeblich-fuer-2026-geplant-11056851.html
[4] https://www.heise.de/news/Trump-inside-Intel-teilverstaatlicht-10590399.html
[5] https://www.heise.de/news/Intel-Foundry-setzt-alles-auf-18A-Prozess-9635172.html
[6] https://www.heise.de/news/Fertigungsprozess-18A-Intel-startet-Massenproduktion-in-Fab-52-10733576.html
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Vision-Pro-Apps des Jahres, visionOS 26.2 und Flugsimulatoren | TNBT-Podcast

Von Heise — 28. November 2025 um 18:02
visionOS 26.2, Apps des Jahres und Pilotentraining  TNBT-Podcast

Themen: Versteckte Dev-Neuerungen in visionOS 26.2, mehr und minder seltsame Apps des Jahres und Flugzertifizierung statt Flight Simulator.

Apples nächster großer Update-Reigen für alle 26er-Betriebssysteme steht im Dezember an, auch visionOS 26.2 erhält Neuerungen – unter anderem für Entwickler. Manch spannendes Feature bleibt vorerst allerdings begrenzt auf den Enterprise-Einsatz. Apple hat außerdem seine Apps des Jahres zusammengestellt und es gibt heimische Pilotenschulungen mit Vision Pro.

In Episode 58 spricht Leo Becker mit Mark Zimmermann, Leiter für mobile Lösungen bei EnBW, über die Weiterentwicklung von visionOS was Enterprise-Entwickler ab 26.2 Neues anstellen können. Dabei geht es auch um Gaussian Splatting, das Apple inzwischen für Personas und 3D-Fotos verwendet. Wir diskutieren zudem über Apples Apps des Jahres und wundern uns über Angelsimulatoren. Zimmermann erzählt von einem Pilotentraining, das sich mit der Vision Pro zu Hause durchführen lassen soll. Da bleibt der (fromme) Wunsch nicht fern, Apple möge eine Gaming-Initiative starten und Titel wie Microsoft Flight Simulator nativ auf die Vision Pro locken.

Mac & i-Podcast zu Apple Vision und visionOS

1984, 2007, 2024 – Apples Vision Pro tritt in riesige Fußstapfen: Mac und iPhone [2] haben nicht nur Geschichte geschrieben, sondern auch grundlegend verändert, wie wir Computer verwenden.

Mac & i begleitet die Vision Pro sowie die Chancen und Hürden von "räumlichem Computing" mit einem eigenen Podcast: TNBT – The Next (Big) Thing [3] beleuchtet die jüngsten Entwicklungen rund um die neue Plattform mitsamt den Auswirkungen auf IT-Branche und Gesellschaft.

TNBT ist in allen großen Podcast-Verzeichnissen zu finden und lässt sich mit Apple Podcasts [4] und Spotify [5] hören oder als RSS-Feed [6] in der Podcast-App der Wahl beziehen. Wir freuen uns unter podcast@mac-and-i.de [7] auf Fragen, Anregungen und Kritik.


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[4] https://podcasts.apple.com/de/podcast/tnbt-ein-podcast-von-mac-i/id1691058408
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iOS 26: Warum Anrufidentifizierung und Warteschleifenassistenz versagen

Von Heise — 28. November 2025 um 15:46
Ein schwarzer Fernsprechapparat mit Wählscheibe, daneben steht ein schwarzes Schnurlostelefon in einer Ladeschale

Telefonie (Symbolbild).

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Apple hat zwei nützliche neue Telefoniefunktionen in iOS 26 implementiert. Unter Umständen tauchen diese aber nicht auf.

Mit iOS 26 [1] hat Apple mehrere neue Features für die Telefon-App eingeführt. Sie sollen einerseits den Umgang mit dem zunehmenden Problem von Müllanrufen und Telefonspam verbessern, andererseits nervige Warteschleifen zumindest teilweise umgehen. Das Problem: Unter Umständen tauchen die Funktionen gar nicht auf, wenn man sein Gerät mit bestimmten Einstellungen betreibt.

Was die neuen Telefonie-Funktionen können

Die sogenannte Anrufidentifizierung [2] hat Apple sofort mit iOS 26 auch auf dem deutschen Markt eingeführt. Die Idee dahinter: Ruft eine unbekannte Nummer an, wird der Anrufer vom iPhone selbst zunächst befragt, wer er oder sie ist. „Anrufe von unbekannten Nummern werden nach weiteren Informationen gefragt, bevor das iPhone klingelt“, beschreibt Apple dies. Dass der Vorgang gerade läuft, kann man aber an einer Display-Anzeige sehen. Der Nutzer erhält anschließend eine verschriftliche Form der Antwort (“Müller hier von der Hausverwaltung“) und kann dann entscheiden, ob rangegangen werden soll oder aber nicht. Ergänzt wird dies durch weitere Filtermöglichkeiten, die unbekannte Nummern automatisch stummschalten und an die Sprachmailbox weiterleiten.

Potenziell ähnlich nützlich ist die sogenannte Warteschleifenassistenz. Diese soll helfen, normal weiter arbeiten zu können, während man in einer Warteschleife hängt. Per On-Device-Spracherkennung soll das iPhone dann feststellen, sobald die Wartemusik vorbei und eine echte Person am anderen Ende der Leitung ist. „Verwende die Funktion Warteschleifenassistenz, um nicht selbst in der Warteschleife warten zu müssen, und lass dich per Mitteilung benachrichtigen, wenn es Zeit ist, zum Telefonat zurückzukehren“, so Apple. In der Praxis arbeiten beide Funktionen mit Einschränkungen recht gut: Bei der Anrufidentifizierung ist die Spracherkennung manchmal ungenau, bei der Warteschleifenassistenz kommt es vor, dass zu früh wieder an den Nutzer verwiesen wird, weil in der Warteschleife eine Stimme eingeblendet wurde.

Spracheinstellungen müssen beachtet werden

Allerdings kommt es auch vor, dass beide Features überhaupt nicht in der Telefonie-App auftauchen. Das erkennt man an den Systemeinstellungen unter „Apps“ und „Telefon“. Dort müssen beide konfigurierbar sein (siehe Screenshot bei der Anrufidentifizierung), denn nur dann sind sie auch aktiv. Das klappt aber nur, wenn die Spracheinstellungen stimmen – sowohl Systemsprache als auch Region.

Anrufidentifizierung unter iOS 26
Anrufidentifizierung unter iOS 26

Anrufidentifizierung unter iOS 26: Nur die passenden Regionenpaare schalten die Funktion frei.

In der Praxis heißt dies: Wer sein iPhone in der Systemsprache „English (US)“ betreibt, parallel jedoch eine andere Region (etwa Deutschland, um die korrekten Zahlendarstellungen und Maßeinheiten zu erhalten) verwendet, kann weder Anrufidentifizierung noch Warteschleifenassistenz nutzen. Ist alles auf Deutschland eingestellt, klappt es – ebenso wie wenn „English (US)“ mit der Region „United States“ verknüpft ist. Das iPhone reagiert dann allerdings offenbar in der jeweiligen Sprache: So fragt die Stimme je nach Landeseinstellung passend, wer dran ist – und auch die Warteschleifenassistenz dürfte auf den jeweiligen Markt zugeschnitten sein. Die Ergebnisse können also unterschiedlich gut ausfallen.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/ratgeber/iOS-und-iPadOS-26-in-Action-23-Tipps-fuer-die-neuen-Apple-Systeme-10646549.html
[2] https://support.apple.com/de-de/guide/iphone/iphe4b3f7823/ios
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
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Elektroauto-Förderung: Bis zu 5.000 Euro für Familien – wer profitiert?

Von Matthias Lindner — 28. November 2025 um 16:20

Matthias Lindner

Junge Mutter lädt gemeinsam mit ihrer Tochter das Elektroauto

(Bild: Standret / Shutterstock.com)

Die Bundesregierung plant eine neue Kaufprämie für Elektroautos. Familien mit mittlerem Einkommen sollen bis zu 5.000 Euro erhalten. Doch es gibt einen Haken.

Familie Mustermann aus Dortmund rechnet seit Wochen. Zwei Kinder, ein zu Haushaltseinkommen von 75.000 Euro brutto im Jahr – und der alte Diesel wird langsam zum Kostenfaktor. Ein Elektroauto wäre die Lösung, doch die Preise schrecken ab. "Ohne Förderung können wir uns das einfach nicht leisten", sagt Vater Max. Jetzt könnte sich das ändern.

Was die neue Förderung verspricht

Die schwarz-rote Koalition hat sich auf ein milliardenschweres Programm geeinigt, das gezielt Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen beim Umstieg auf klimafreundliche Mobilität unterstützen soll.

Insgesamt stehen drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit, wie aus dem Beschlusspapier des Koalitionsausschusses [1] hervorgeht.

Die Eckpunkte im Überblick:

  • Basisförderung: 3.000 Euro für den Kauf oder das Leasing eines Elektroautos oder Plug-in-Hybrids
  • Familienbonus: Pro Kind zusätzlich 500 Euro, maximal 1.000 Euro extra
  • Einkommensgrenze: 80.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen, plus 5.000 Euro je Kind
  • Aufstockung für Geringverdiener: Weitere 1.000 Euro bei Haushalts-Nettoeinkommen unter 3.000 Euro monatlich

Familie Mustermann würde mit zwei Kindern auf eine Fördergrenze von 90.000 Euro kommen und könnte 4.000 Euro Zuschuss erhalten. Für Alleinerziehende mit zwei oder mehr Kindern und niedrigem Einkommen wären sogar bis zu 5.000 Euro möglich.

Warum das wichtig ist

Nach dem abrupten Ende der allgemeinen Kaufprämie Ende 2023 ist der Absatz von Elektroautos in Deutschland massiv eingebrochen. Während andere EU-Länder wie Frankreich [2] mit Leasing-Programmen gegensteuerten, fehlten in Deutschland die Anreize.

Besonders Familien mit durchschnittlichem Einkommen standen vor einem Dilemma: Klimaschutz ja, aber zu welchem Preis?

Die neue Förderung soll diese Lücke schließen. Anders als beim alten Umweltbonus, der pauschal alle Käufer unterstützte, konzentriert sich das Programm nun auf jene, die finanzielle Unterstützung wirklich benötigen.

Der Haken: Wann kommt die Förderung wirklich?

Die Ausgestaltung des Programms soll bis zum Jahresende finalisiert werden. Der Start ist für 2026 geplant – "schnellstmöglich", wie es im Beschlusspapier heißt. Doch es gibt einen entscheidenden Vorbehalt: Die EU-Kommission muss das Programm noch beihilferechtlich genehmigen [3].

Zudem sind wichtige Fragen noch offen:

  • Über die festgelegten Fahrzeugklassen (Neuzulassungen der Klasse M1, reine Elektroautos und Plug‑in‑Hybride) hinaus: Gibt es weitere Kriterien oder Einschränkungen (z. B. eine konkrete Modell‑/Preisgrenze)?
  • Gibt es eine Preisobergrenze für geförderte Autos?
  • Wie lange muss das Fahrzeug mindestens gehalten werden?

Was das für Familien bedeutet

Für Haushalte wie die Mustermanns könnte die Förderung den entscheidenden Unterschied machen. Ein elektrischer Kompaktwagen, der bisher bei 35.000 Euro lag, würde mit 4.000 Euro Zuschuss auf 31.000 Euro sinken – ein Preisniveau, das für viele mittlere Einkommen besser erreichbar ist.

Bleibt die Frage: Wird die neue Förderung tatsächlich den erhofften Schub für Elektromobilität bringen – oder verpufft sie in bürokratischen Hürden und politischen Kompromissen? Familie Mustermann wartet jedenfalls gespannt auf die Details. Und hofft, dass der alte Diesel noch bis zum Programmstart durchhält.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://table.media/assets/berlin/koalitionsausschuss_beschlusse.pdf
[2] https://www.fr.de/wirtschaft/koalition-plant-gezielte-kaufanreize-fuer-autos-zr-93976801.html
[3] https://www.electrive.net/2025/11/28/koalition-einigt-sich-auf-neue-e-auto-foerderung/

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Streit um Nexperia geht in die nächste Runde

Von Bernd Müller — 28. November 2025 um 14:50

Bernd Müller

Das Nexperia-Logo wird auf einem Smartphone-Bildschirm angezeigt und die chinesische Flagge im Hintergrund.

(Bild: jackpress / Shutterstock.com)

Die chinesische Muttergesellschaft wirft dem niederländischen Management vor, eine Verschwörung zu planen – mit drastischen Folgen.

Der Streit um den Chiphersteller Nexperia hat bleibende Narben in der europäischen Automobilindustrie hinterlassen. Dort denkt man inzwischen darüber nach, die Beschaffung von Halbleitern komplett neu aufzustellen.

Und die Situation bei Nexperia bleibt verfahren. Die chinesische Muttergesellschaft Wingtech bezichtigte den niederländischen Ableger, wie Reuters berichtet [1], eine Verschwörung zu planen. Ihr Ziel sei es, eine Lieferkette aufzubauen, die China umgeht.

Das niederländische Management hatte zuvor am Donnerstag einen offenen Brief an die chinesische Nexperia-Einheit verfasst, in dem es laut Bloomberg unter anderem heißt [2]: "Diese Situation kann nicht so bleiben".

Wiederholt und mehrfach habe man versucht, den Dialog wieder aufzunehmen. Mittels Anrufe, per Email oder in formeller Korrespondenz habe man versucht, "die Ausübung von Rechten zu fordern". Aber eine "aussagekräftige Antwort" sei ausgeblieben [3].

Die niederländische Regierung hatte ihre Kontrolle über Nexperia wieder aufgegeben, aber unter Vorbehalt. Man wolle die Geschäfte wieder unter Kontrolle nehmen, wenn der Eindruck entstehe, dass Chiplieferungen wieder gefährdet sein könnten.

Nexperia bleibt auch nach der Entscheidung der niederländischen Regierung verpflichtet, bestimmte Informationen zur Verfügung zu stellen [4]. Etwa, wenn es um die Verlagerung von Produktionsressourcen oder geistigem Eigentum geht.

Wingtech drängt allerdings darauf, dass seine vollen Aktionärsrechte sowie seine Kontrolle über das Unternehmen in den Niederlanden wiederhergestellt werden. Zudem hatte die chinesische Regierung die Niederlande aufgefordert, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, damit die Bedenken hinsichtlich Nexperia ausgeräumt werden.

Den offenen Brief werteten die Chinesen laut Reuters zudem als Versuch, ihnen dauerhaft die Kontrolle über Nexperia zu entziehen.

Die Konsequenzen dieses Streits sind in der gesamten Automobilbranche spürbar. Der japanische Konzern Honda musste etwa seine Gewinnprognose nach unten korrigieren. Auch mussten Produktionslinien stillgelegt werden.

Große deutsche Zulieferer wie ZF und Bosch fuhren ihre Kapazitäten ebenfalls zurück. Bei Volkswagen und BMW wurden Sonderteams gebildet, um die Versorgung mit den kritischen Bauteilen zu sichern.

Nexperia beliefert etwa ein Fünftel des Marktes für jene Standardchips, die in Fahrzeugen grundlegende Funktionen vom Fensterheber bis zur Lenkung steuern.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.reuters.com/business/autos-transportation/nexperias-chinese-parent-says-companys-dutch-unit-seeking-permanently-strip-its-2025-11-28/
[2] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-28/nexperia-says-clients-still-reporting-imminent-production-halts
[3] https://www.reuters.com/world/china/dutch-chipmaker-nexperia-urges-chinese-units-help-restore-supply-chain-2025-11-27/
[4] https://www.telepolis.de/article/Nexperia-Niederlande-geben-Kontrolle-zurueck-mit-Vorbehalt-11086453.html

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Ukraine und die EU: Der lange Weg nach Nirgendwo

Von Luca Schäfer — 28. November 2025 um 14:00

Luca Schäfer

Fahnen der EU und der Ukraine

Wie realistisch ist eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine?

(Bild: Sheviakova Kateryna/Shutterstock.com)

Die Ukraine hofft auf EU-Beitritt, doch Korruption und Krieg bremsen. Brüssel ringt mit der Geopolitik. Wird Kiew je die Nummer 28? Eine Analyse.

Wird das "goldene Klo [1]" der Sargnagel für die ukrainischen EU-Beitrittspläne? Für Wolodymyr Selenskyj kommt der neuerliche Korruptionsskandal im Energiesektor und seine Protegés zur Unzeit. Sofern Brüssel seine eigenen Kriterien auch nur ein Jota ernst nimmt, dürfte der Prozess um Jahre zurückgeworfen sein.

Es geht jedoch um weit mehr: Abseits der formalen Kriterien dreht sich der Diskurs um den Milliarden-Rekonstruktionsbedarf, den die Weltbank aktuell über ein Jahrzehnt auf 524 Milliarden US-Dollar prognostiziert [2], um geopolitische Vorwärtsverteidigung und ein Signal an Russland – und rhetorisch um "westliche Werte".

Nur Tage nach Kriegsbeginn stellte [3]Kiew den formalen Antrag auf Mitgliedschaft. Parallel [4]zu Mängeln in den Reformfortschritten verweist [5]der Rat der Europäischen Union gleichsam darauf, dass die militärischen Rückschritte sowie die US-Friedensofferten offensive diplomatische Handlungen der EU erfordern würden. Das Tauziehen bleibt: Kiew als Nummer 28?

Chronologie des Scheiterns

Mit den pro-europäisch orchestrierten Maidan-Protesten und der Westbindung nimmt [6] eine Keimform EU-Assoziation Gestalt an. Wenn auch das Primat in einer militärisch vielversprechenderen Nato-Mitgliedschaft lag, beginnt ein langsamer Annäherungsversuch. Wie die Stiftung Wissenschaft und Politik herausarbeitet [7], bremst insbesondere der militärische Konflikt um die Donbass-Region die Ambitionen.

Formal wurde der Prozess aufgrund der nicht final definierbaren ukrainischen Grenzen temporär verlangsamt [8]. Interessanterweise spielte schon damals das juristische Faktum, dass sich ein Beitrittskandidat nicht in einem Kriegszustand befinden darf [9], keine Rolle.

Jedoch erst, als ein zeitnaher Siegfrieden unrealisierbar erschien, wurde Selenskyj erneut nach Brüssel geladen. Zeitgleich mit der Aufnahme der Verhandlungen mit der Republik Moldau betrat die Ukraine den bereits nach der Flucht von Janukowitsch begonnenen Pfad der Verhandlungen. Der ukrainische Präsident sprach [10] 2024 von einem "historischen Resultat" und davon, dass sein Heimatland "definitiv Vollmitglied der Europäischen Union" werden werde.

2034

Das beschworene Resultat scheint meilenweit entfernt: Die Sorgenfalten der Brüsseler Bürokraten nahmen über die Jahre zu, statt ab. Das ukrainische "Dilemma" offenbarte [11] sein gesamtes Gesicht: Während Kiew immer höhere Sicherheitsgarantien, Finanz- und Militärzusagen einforderte, wurden in Brüssel ungelegen erscheinende Bemerkungen mit dem Verweis auf die territoriale Versehrtheit der Ukraine abgebügelt.

Es war dem deutschen Bundeskanzler Merz vorbehalten, der gescheiterten Chronologie die Pointe zu verpassen. Unter dem Eindruck eines weiteren festgefahren-teuren Kriegssommers heizte dieser die Zeitfrage immens an. 2034, so die wenig humorvolle, aber realistische Antwort [12].

Ein ermüdender Prozess

Sofern korrekt, wäre der ukrainische Prozess 12 Jahre von Dauer gewesen. Beginnt man die Chronologie korrekterweise 2014, sogar 2 Jahrzehnte. Diese zeitliche Dauer dürfte in Ankara mit einem müden Schmunzeln quittiert werden, denn seit 1987 ist die Türkei dabei – getan hat sich bislang wenig.

Dies verwundert [13], denn trotz aller zuletzter Schaukelstuhlpolitik ist die Türkei ein Player von wirtschaftlicher Größe und strategischer Bedeutung. Neben der zeitlichen Achse ist mit Blick auf die Ukraine jedoch der belegbare Fakt interessant, dass Brüssel dazu neigt, politische Vorbehalte aufzublähen und einzelnen Mitgliedsstaaten ein politisch begründetes Veto-Recht einzuräumen. Während bei der Türkei die Innenpolitik, Brics [14]-Avancen und die Zypern-Frage bremsend wirken, könnten sich Ungarn oder die Slowakei als Vetospieler eines ukrainischen Beitritts etablieren.

Es geht auch konziser: auf Basis einer russischen Suprematie, verbindender Geschichte und diverser Verbindungen gen Moskau (Energie-Sicherheit, Transnistrien-Frage) ist Moldau mit der ukrainischen Perspektive vergleichbar [15]. Moldau hat trotz interner Schwächen Fortschritte gemacht, weil EU-Unterstützung wie Einmischung konsistent blieb. Die entscheidenden Veto-Staaten im Falle Moldaus sind geteilter Meinung. Während die Slowakei den Prozess begrüßt, sperrt [16] sich Ungarn in weiten Teilen erenut.

Waffen-Werkbank

Kaum zu überschätzen ist das geopolitische Gewicht der Ukraine. Das Land ist Frontstaat und hat somit eine Signalfunktion für die Nachbarschaft. Zudem würde der russische Einfluss auf Jahre unterminiert. Nicht vergessen werden sollte, dass die Ukraine – auch wenn die EU-Mitgliedschaft keine direkten militärischen Implikationen besitzt – neben einer großen Anzahl kampferprobter Männer mittlerweile eine immense eigene und stark wachsende Rüstungsproduktion aufgebaut hat.

So stieg die Produktionskapazität – auf Basis massiver US- und EU-Hilfen – von 2023 auf 2024 um das Sechsfache [17]. In 800 Unternehmen arbeiten [18]mehr als 300.000 Beschäftigte für einen konstanten Waffenfluss innerhalb der Ukraine. Zudem vermeldet die Ukraine einen wachsenden Anteil an "einheimisch" produzierten Waffen [19], bis zu 96 Prozent bei Drohnen. Während die europäischen Staaten sich im nationalen Konkurrenzegoismus verlieren – Stichwort FCAS-Aus [20] –, wäre ein direkter Zugriff auf die wohl radikalste, auf Rüstungsproduktion getrimmte Wirtschaft ein immenses Plus im kommenden Aufmarsch gen Osten.

Langfristig – bei Wiederaufbau und in Friedenszeiten – bietet [21] der ukrainische Markt enorme Wachstums-, Investitions- und Skalierungschancen. Mit positiven Wachstumszahlen und einer steigenden Arbeitsmigration, die sich sowohl auf die Löhne in der EU als auch auf den Arbeitskräfteengpass für das Kapital günstig auswirken würde, wird gerechnet.

Kosten-Nutzen-Rechnung

Neben faschistischer Einnistung [22] im Kiewer Apparat verdeutlicht [23] der Korruptionsindex von 2024 veritable Probleme. Während die OSZE-Beobachtungen auf demokratische Defizite hinweisen, [24] stehen Präsidentschaftswahlen auf unbestimmte Zeit aus.

Direkte Budgetfolgekosten [25] sowie insbesondere die endgültige Überschreitung russischer Interessenslinien [26] dürften dabei eine Rolle spielen. Für Russland wäre eine EU-Ukraine ohne die entmilitarisierende Sicherheitsgarantien ein Affront gegen die nationalen Sicherheitsinteressen des Landes. Auch wenn die offizielle Kreml-Linie [27] der Ukraine das "souveräne Recht" auf einen EU-Beitritt öffentlich zugesteht, könnte spätestens die im Windschatten stattfindende EU-Militarisierung Europas Sicherheit zu einer gefährlichen Chimäre werden lassen.

Ein EU-Beitritt würde, im Gegensatz zur Nato, primär einen politisch-wirtschaftlichen-diplomatischen Kaskadeneffekt bewirken. Insgesamt erscheint eine in Kiew durchaus erhoffte schnelle Integration als unrealistisch. Bisweilen können jegliche EU-Ziele auch ohne eine direkte Mitgliedschaft erreicht werden. Eine direkte Mitgliedschaft ist – will man sich im mittlerweile offen aufbrechenden transatlantischen Machtkampf keinen Joker nehmen – schlichtweg zum aktuellen Zeitpunkt nicht notwendig. Angesichts der fortschreitenden geopolitischen Arbeitsteilung zwischen Washington und EU-Europa dürfte auch der Kiewer Administration bewusst sein, dass das Ende der EU-Subventionen das Ende ukrainischer Staatlichkeit bedeuten könnte.

Plausibel ist zum aktuellen Zeitpunkt entweder eine Langstrecken-Integration (2034?) oder gar eine stagnierende Halb-Mitgliedschaft à la Erdogan-Türkei. Dabei dürften, entgegen der Binnenevaluation der Ukraine, vor allem die geopolitischen Faktoren und die Schlachtfeldlage entscheidend sein.


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https://www.heise.de/-11096284

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.morgenpost.de/politik/article410442826/ukraine-selenskyj-korruption-millionen-bestechung-nabu.html
[2] https://www.worldbank.org/en/news/press-release/2025/02/25/updated-ukraine-recovery-and-reconstruction-needs-assessment-released
[3] https://enlargement.ec.europa.eu/european-neighbourhood-policy/countries-region/ukraine_en
[4] https://enlargement.ec.europa.eu/document/download/17115494-8122-4d10-8a06-2cf275eecde7_en?filename=ukraine-report-2025.pdf
[5] https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2025/11/22/leaders-statement-on-ukraine/
[6] https://en.wikipedia.org/wiki/Accession_of_Ukraine_to_the_European_Union
[7] https://www.swp-berlin.org/10.18449/2019RP05/
[8] https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/visa-und-aufenthalt/schengen-207786#:~:text=B%C3%BCrger%20der%20Schengen%2DStaaten%20(siehe,Kontrollen%20an%20den%20Binnengrenzen%20durchf%C3%BChren.
[9] https://www.lpb-bw.de/ukraine-eu-nato
[10] https://www.lemonde.fr/en/international/article/2024/06/26/ukraine-officially-begins-eu-accession-negotiations_6675812_4.html
[11] https://www.eunews.it/en/2025/11/24/ue-ukraine-enlargement-dilemma/
[12] https://www.reuters.com/world/germanys-merz-casts-doubt-ukraine-eu-entry-by-2034-2025-07-18/
[13] https://www.epc.eu/publication/Turkey-vs-EU-Ambition-Implementation-of-Reforms-and-Cyprus-are-the-An-1b9c5c/
[14] https://www.telepolis.de/thema/Brics
[15] https://www.egmontinstitute.be/moldovas-election-a-victory-brings-dual-challenge/
[16] https://www.dw.com/de/eu-gipfel-zu-ukraine-hilfen-beginnt-ungarn-blockiert/a-67720423#:~:text=Polen%20und%20Slowakei%20gegen%20Ungarns%20Haltung&text=Es%20verlangt%2C%20dass%20die%20Vertreter,Ende%20offen.&text=Schicken%20Sie%20uns%20Ihr%20Feedback!
[17] https://ucdi.org.ua/en/news-en/report-on-the-results-of-the-defence-industry-in-2024/
[18] https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/krieg-als-katalysator-die-neue-waffenindustrie-der-ukraine-li.10003923
[19] https://komersant.ua/en/v-ukraini-rozrobleno-324-novi-zrazky-ozbroiennia-potentsial-zhe-nabahato-bilshyy/
[20] https://www.welt.de/wirtschaft/plus691cad68bfb7cbd8b9c55675/fcas-system-ploetzlich-steht-europas-kampfjet-hoffnung-vor-dem-aus.html
[21] https://www.bruegel.org/policy-brief/ukraines-path-european-union-membership-and-its-long-term-implications
[22] https://icct.nl/sites/default/files/2024-04/Russia%20and%20the%20Far-Right%20Insights%20from%20Ten%20European%20Countries%20-%20A4%20e-book_0.pdf
[23] https://cpi.ti-ukraine.org/en/
[24] https://www.osce.org/odihr/elections/ukraine
[25] https://www.euronews.com/my-europe/2024/03/07/ukraines-accession-could-cost-136-billion-to-the-eu-budget-new-report-estimates
[26] https://tass.com/politics/1982545
[27] https://www.reuters.com/world/europe/kremlin-says-joining-eu-is-ukraines-sovereign-right-2025-02-18/

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