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Symfony 7.4 und 8.0: Doppel-Release räumt Codebasis auf

Von Heise — 28. November 2025 um 12:41

(Bild: nattaphol phromdecha/Shutterstock.com)

Symfony 7.4 und 8.0 bringen dieselben Features, verabschieden sich von der XML‑Konfiguration und führen ein neues, arraybasiertes PHP‑Format für Projekte ein.

Mit Symfony 7.4 und 8.0 hat das Symfony-Core-Team gleich zwei Versionen gleichzeitig veröffentlicht, die denselben Funktionsumfang teilen, sich aber in ihrer Struktur unterscheiden. 7.4 enthält sämtliche, als veraltet markierte Features (Deprecations) der 7.x-Reihe, 8.0 kommt ohne diese aus. Das erleichtert den Umstieg, sobald Anwendungen keine veralteten Schnittstellen mehr verwenden.

Der Doppel-Release markiert den Abschluss der vorangegangenen Entwicklungsphase und eröffnet einen neuen Zyklus. Entwicklerinnen und Entwickler können zwischen einer langfristig gepflegten LTS-Version und einer regulären Hauptversion wählen, die ohne Altlasten auskommt.

Modernisierung der Konfiguration

Eine der auffälligsten Änderungen in Symfony 7.4 betrifft das Konfigurationssystem. Das XML-Format gilt ab sofort offiziell als veraltet, sodass Symfony 8.0 es nicht mehr kennt. Bereits in jüngeren Versionen war XML standardmäßig deaktiviert, konnte aber manuell aktiviert werden. YAML bleibt Standardformat, alternativ kann die Konfiguration auch vollständig in PHP erfolgen.

Für auf XML basierende Bundles steht ein Werkzeug bereit, das die Konfiguration automatisch in PHP umwandelt. Parallel dazu führt Symfony neue JSON-Schemata für YAML-Dateien ein. Sie ermöglichen laut Blogbeitrag [1] verbessertes Autovervollständigen und Validierung in modernen Entwicklungsumgebungen (IDEs).

PHP als alternatives Konfigurationsformat

Im Zuge der Modernisierung hat das Entwicklerteam die PHP-Konfiguration in Symfony 7.4 überarbeitet. Die seit Version 5.3 genutzten Config-Builder-Klassen [2] ersetzt das Team durch ein arraybasiertes Format. Dieser Ansatz nutzt Array Shapes, die von Tools wie PHPStan oder PhpStorm erkannte werden. Ziel ist, eine bessere statische Analyse, Typprüfung und Autovervollständigung zu ermöglichen.

Das neue Format ähnelt YAML in seiner Struktur, wird aber direkt in PHP geschrieben. Laut Blogbeitrag [3] ist es einfacher zu warten und soll langfristig die Integration in PHP-basierte Workflows erleichtern. Obwohl YAML weiterhin empfohlen wird, gilt die Neuerung als Schritt in Richtung einer stärkeren Annäherung zwischen Framework und Sprache. Passend dazu ist kürzlich PHP 8.5 erschienen [4] – mit neuen Möglichkeiten für Typisierung und Analyse –, was die Richtung der Symfony‑Änderungen unterstützt: Beide Entwicklungen zielen darauf, Konfigurationen besser überprüfbar und Entwicklungswerkzeuge stärker in den Codefluss zu integrieren.

Deprecations und Upgrade-Strategie

Das Symfony-Kernteam empfiehlt, Projekte zunächst auf Version 7.4 zu aktualisieren und alle Deprecations zu bereinigen, bevor der Wechsel zu Version 8.0 erfolgt. Der Blogbeitrag [5] nennt als beste Methode, um als veraltet markierte Stellen zu erkennen, das Ausführen der eigenen Test-Suite:

$ php bin/phpunit --display-deprecations

Die Ausgabe listet Deprecations auf – sowohl direkte durch den eigenen Code als auch indirekte über Bundles oder Bibliotheken. Wer keine umfangreiche Testabdeckung besitzt, kann einfache Smoke-Tests einsetzen, um betroffene Bereiche zu identifizieren. Auch Drittanbieter-Bundles gilt es zu prüfen und entsprechend anzupassen. Besonders ältere Projekte, die noch auf XML- oder die frühere PHP‑Konfigurationssyntax setzen, sind von den Änderungen betroffen und sollten ihre Abhängigkeiten frühzeitig anpassen.

Langfristig oder agil?

Symfony 7.4 ist eine LTS-Version (Long-term Support) mit Bugfixes bis November 2028 und Sicherheitsupdates bis November 2029. Version 8.0 erhält regulären Support für acht Monate, erlaubt aber schnelle Upgrades auf 8.1, 8.2 und nachfolgende Versionen. Das Symfony-Team empfiehlt für die meisten Projekte, dem regulären Zyklus zu folgen, um schrittweise an neue Funktionen und PHP-Versionen anzuschließen.

Weitere Informationen bietet der Blogbeitrag zum Doppel-Release: Symfony 7.4 [6] und Version 8.0 [7].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11093761

Links in diesem Artikel:
[1] https://symfony.com/blog/new-in-symfony-7-4-deprecated-xml-configuration
[2] https://symfony.com/blog/new-in-symfony-5-3-config-builder-classes
[3] https://symfony.com/blog/new-in-symfony-7-4-better-php-configuration
[4] https://www.heise.de/news/PHP-8-5-bringt-neue-Sprachfeatures-und-mehr-Lesbarkeit-fuer-Developer-11087166.html
[5] https://symfony.com/blog/preparing-for-symfony-7-4-and-symfony-8-0
[6] https://symfony.com/blog/symfony-7-4-0-released
[7] https://symfony.com/blog/symfony-8-0-0-released
[8] mailto:mdo@ix.de

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Asahi-Brauerei: Daten von fast 2 Millionen Personen abgeflossen

Von Heise — 28. November 2025 um 11:20
Asahi-Bierdosen

(Bild: icosha/Shutterstock.com)

Anfang Oktober wurde ein IT-Angriff auf die japanische Asahi-Brauerei bekannt. Daten von rund 2 Millionen Menschen sind abgeflossen.

Beim Cyberangriff auf die japanische Asahi-Brauerei sind auch große Mengen an Daten abgeflossen. Das zeigen die nun veröffentlichten Untersuchungsergebnisse. Das Eindämmen der Ransomware-Attacke und die Wiederherstellung der Systeme hat etwa zwei Monate in Anspruch genommen.

Das hat die Asahi-Brauerei jetzt auf ihrer Webseite [1] erklärt. Demnach kam es am 29. September 2025 zu Störungen in den Systemen des Unternehmens. Bei der folgenden Untersuchung fanden sich verschlüsselte Dateien. Am selben Tag hat Asahi das Netzwerk getrennt und Gegenmaßnahmen eingeleitet, um das Rechenzentrum zu isolieren und die Auswirkungen zu begrenzen. Es stellte sich heraus, dass Angreifer unbefugten Zugriff auf das Netzwerk des Rechenzentrums durch Netzwerkausrüstung innerhalb des Asahi-Netzes erlangt hatten. Gleichzeitig haben die bösartigen Akteure Ransomware verteilt, die Daten auf mehreren Servern und einigen mit dem Netzwerk verbundenen PCs verschlüsselt hat.

Datenabfluss bemerkt

Im Laufe der Untersuchungen stießen die ITler darauf, dass einige der Mitarbeiter-PCs ebenfalls betroffen waren. „Möglicherweise sind persönliche Informationen, die auf den Servern im Rechenzentrum lagerten, exponiert gewesen. Wir konnten nicht feststellen, dass etwaige dieser Daten im Internet veröffentlicht wurden“, erklärt Asahi in der Analyse. Es seien zudem nur Systeme betroffen, die in Japan verwaltet wurden. Mit Stand 27. November 2025 haben die Angreifer potenziell auf zahlreiche personenbezogene Daten zugreifen können.

Etwa Namen, Geschlecht, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen von 1.525.000 Menschen, die die Kundendienstzentren von Asahi kontaktiert haben, sowie Name, Anschrift und Telefonnummern von 114.000 Personen, denen Asahi Glückwünsche oder Kondolenz-Nachrichten geschickt hat. Außerdem Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und weitere Informationen von 107.000 Mitarbeitern und ausgeschiedenem Personal sowie Name, Geburtsdatum und Geschlecht von 168.000 Familienangehörigen der Mitarbeiter und Ehemaligen.

Langwierige Wiederherstellung

In der Folge des Cyberangriffs hat Asahai rund zwei Monate gebraucht, um die Ransomware-Attacke einzudämmen, die Systeme wiederherzustellen und die Sicherheit aufzumöbeln, um ein Wiederauftreten zu unterbinden. Im Anschluss an die forensische Analyse von externen IT-Experten will das Unternehmen phasenweise mit der Wiederherstellung von Systemen fortfahren – nachdem mit Integritätsprüfungen und zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen sichergestellt wurde, dass die Geräte sicher sind. Die Untersuchung umfasste auch Ursachen und Wege des unbefugten Zugriffs oder der Vireninfektion von Computern und Netzwerken. Außerdem will Asahi die Situation weiter überwachen und Verbesserungen umsetzen.

Anfang Oktober wurde der Cyberangriff auf Asahi bekannt. Es kam in der Folge zu Lieferproblemen und der Nachschub drohte aufgrund von Produktionseinschränkungen [2] zu versiegen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11096297

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.asahigroup-holdings.com/en/newsroom/detail/20251127-0204.html
[2] https://www.heise.de/news/Cyberattacke-auf-Brauereikonzern-Asahi-Japan-geht-das-Bier-aus-10736540.html
[3] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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Sicherheitslücken in GitLab: Angreifer können Zugangsdaten abgreifen

Von Heise — 28. November 2025 um 09:10
Ein symbolischer Hinweis, an Updates zu denken.

(Bild: AFANASEV IVAN/Shutterstock.com)

Die Softwareentwicklungsplattform GitLab ist verwundbar. Sicherheitsupdates schließen mehrere Schwachstellen.

GitLab Community Edition und Enterprise Edition sind über mehrere Sicherheitslücken angreifbar. Stimmen die Voraussetzungen, können sich Angreifer höhere Nutzerrechte verschaffen. Die Entwickler versichern, dass auf GitLab.com bereits dagegen geschützte Versionen laufen. Bei On-Premises-Installationen sollten Admins zeitnah handeln und die verfügbaren Patches installieren.

Verschiedene Gefahren

Geschieht das nicht, können Angreifer einer Warnmeldung der GitLab-Entwickler zufolge [1] an sechs Sicherheitslücken ansetzen. Davon sind zwei (CVE-2024-9183, CVE-2025-12571) mit dem Bedrohungsgrad „hoch“ eingestuft. Im ersten Fall müssen Angreifer bereits authentifiziert sein. Ist das gegeben, können sie auf einem nicht näher ausgeführten Weg auf Zugangsdaten von Nutzern mit höheren Rechten zugreifen und Aktionen in deren Namen ausführen. Die zweite Schwachstelle ist ohne Authentifizierung ausnutzbar und führt zu einem DoS-Zustand.

Durch das erfolgreiche Ausnutzen der verbleibenden Lücken können unter anderem Informationen leaken. Die Entwickler versichern, die Schwachstellen in den Ausgaben 18.4.5, 18.5.3 und 18.6.1 geschlossen zu haben. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer bereits Instanzen attackieren.

Zuletzt haben die Entwickler vor rund einem Monat [2] Lücken in der DevSecOps-Plattform geschlossen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11096105

Links in diesem Artikel:
[1] https://about.gitlab.com/releases/2025/11/26/patch-release-gitlab-18-6-1-released/
[2] https://www.heise.de/news/Sicherheitsluecken-GitLab-Entwickler-raten-zu-zuegigem-Update-10812208.html
[3] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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Windows: Weitere Lösungen für unerwartete Benutzerkontensteuerungs-Prompts

Von Heise — 28. November 2025 um 08:22
Benutzerkontensteuerungs-Prompt in Windows 11

(Bild: heise medien)

Nach den August-Updates erscheinen öfter unerwartet Benutzerkontensteuerungs-Prompts in Windows. Microsoft bessert ein wenig nach.

Die August-Sicherheitsupdates für Windows-Desktopsysteme und Windows-Server haben eine Verschärfung der Windows-Benutzerkontensteuerung (UAC) mitgebracht. Windows-Nutzerinnen und -Nutzer mit gewöhnlichen Benutzerrechten sehen sich dadurch vermehrt mit Nachfragen konfrontiert. Microsoft arbeitet an der Linderung und hat erste Verbesserungen umgesetzt.

Das schreibt Microsoft in den Windows-Release-Health-Notizen [1]. Mit den Update-Vorschauen seit Ende Oktober [2] oder den November-Sicherheitsupdates [3] hat Microsoft jedoch weiteres Feintuning am Mechanismus vorgenommen. Die UAC-Prompts sollen jetzt nur noch erscheinen, wenn ein Paket MSI-Reparaturoperationen mit erhöhten Rechten für „Custom Actions“ vornimmt. Dazu gehört etwa, dass ein Installer weitere ausführbare Dateien während einer Installation startet oder einige Funktionen verzögert aufgerufen werden sollen, erklärt Microsoft in einem Support-Beitrag [4].

Jüngere Windows-Updates bessern nach

Das soll auch nach Installation der jüngsten Windows-Updates die unerwünschten Benutzerkontensteuerungsrückfragen beim Start unter anderem von Apps wie Autodesks AutoCAD unterbinden. Diese führen keine derartigen „Custom Actions“ mit erhöhten Rechten aus.

Da für Apps, die solche speziellen Aktionen ausführen, dennoch nach den September-Sicherheitsupdates teils unerwünschte Prompts erscheinen, hat Microsoft nun auch die Möglichkeit geschaffen, betroffene Apps zu einer Allow-List hinzuzufügen. Admins finden auf Microsofts Support-Seiten eine Anleitung [5] dazu.

Die initiale Verschärfung der Benutzerkontensteuerungs-Prompts hatte Microsoft [6] mit den Updates im August des Jahres eingeführt und im September detaillierter darüber informiert. Das Unternehmen will damit eine Sicherheitslücke im Windows-Installer schließen, durch die Angreifer aufgrund „schwacher Authentifizierung“ ihre Rechte im System ausweiten können (CVE-2025-50173 / EUVD-2025-24338, CVSS 7.8, Risiko „hoch“).Durch die Änderungen können etwa Installationen oder Updates fehlschlagen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11096041

Links in diesem Artikel:
[1] https://learn.microsoft.com/en-us/windows/release-health/status-windows-11-24h2#3652msgdesc
[2] https://www.heise.de/news/Windows-Update-Vorschau-Neues-Startmenue-und-farbige-Akku-Anzeige-10962866.html
[3] https://www.heise.de/news/Patchday-Microsoft-Attacken-auf-Windows-Kernel-beobachtet-11074858.html
[4] https://learn.microsoft.com/en-us/windows/win32/msi/custom-actions
[5] https://support.microsoft.com/de-de/topic/unerwartete-uac-aufforderungen-beim-ausf%C3%BChren-von-msi-reparaturvorg%C3%A4ngen-nach-der-installation-des-windows-sicherheitsupdates-vom-august-2025-5806f583-e073-4675-9464-fe01974df273
[6] https://www.heise.de/news/Windows-Updates-fuehren-zu-unerwarteten-Benutzerkontensteuerungs-Prompts-10631475.html
[7] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
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Probefahrt Leapmotor B10: Leapmotor liefert den nächsten Preis-Leistungs-Kracher

Von Tobias Költzsch — 28. November 2025 um 12:00
Mit dem B10 greift Leapmotor die verkaufsstarke Mittelklasse an – und das mit einem verblüffenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Leapmotor B10 ist ein Mini-SUV. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Leapmotor B10 ist ein Mini-SUV. Bild: Tobias Költzsch/Golem

Der Elektroautomarkt im Preisbereich zwischen 30.000 und 35.000 Euro ist umkämpft – Hyundai, Kia, VW, Skoda und viele andere buhlen um Kunden, die für ein hochwertiges und in der Regel nicht zu kleines Elektroauto nicht allzu viel Geld ausgeben wollen. Mit dem B10 mischt nun auch der chinesische Hersteller Leapmotor im sogenannten C-Segment mit.

Der B10 kostet in der Grundversion Life Pro 29.900 Euro. Für eine erste anderthalbstündige Probefahrt stand Golem allerdings die Topversion Design Pro Max zur Verfügung. Sie kostet 33.900 Euro, bietet dafür aber Vollausstattung – und einen Komfort sowie technische Extras, die wir überraschend finden.

Vom Design her ist der B10 ein verkleinerter C10 – Leapmotors SUV im D-Segment. Zahlreiche Designelemente wie die Seitengestaltung, die versenkten Türgriffe oder auch die Heckklappe samt Spoiler sind gleich oder ähnlich. Es gibt aber auch Unterschiede, die uns gefallen: So wirkt die Front nicht mehr so bullig wie beim C10.

Design wirkt stimmiger als beim C10

Das liegt zum einen an der vorn leicht abgeflachten Motorhaube, zum anderen an den Lufteinlässen, die den B10 sportlicher als den C10 wirken lassen. Die Radkästen sind beim B10 rund, während sie beim C10 ganz leicht quadratisch sind. Der neue Look wirkt auf uns stimmiger. Der B10 hat insgesamt ein unauffälliges Design, das manche vielleicht als langweilig bezeichnen würden – uns gefällt die Schlichtheit.

Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/38: Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/38: Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/38: Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/38: Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/38: Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/38: Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/38: Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/38: Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/38: Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/38: Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/38: Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/38: Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/38: Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/38: Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/38: Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/38: Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/38: Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/38: Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/38: Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/38: Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/38: In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/38: Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/38: Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/38: Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/38: Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/38: Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/38: Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/38: Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/38: Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/38: Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/38: Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/38: Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/38: Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/38: Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/38: Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/38: Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Im Innenraum verfolgt Leapmotor mit dem B10 ein in gewisser Weise ähnliches Konzept wie beim C10, das sich aber in den Details stark unterscheidet. Der Innenraum ist schlicht und besteht aus preiswerten Materialien, die aber sehr gut verarbeitet sind. Stellen, die wir mit unseren Armen berühren, sind weich, unter den Knien findet sich ordentlich verarbeitetes Hartplastik – soweit alles wie beim C10.

Das Design innen wirkt aber etwas weniger gediegen als beim C10, was vor allem am Armaturenbrett liegt. Es hat fast schon industriell wirkende Balken und Löcher, die sich stark vom geradezu nordischen Understatement des C10 unterscheiden. Der B10 hat zudem deutlich erkennbare Klimadüsen, die auch dank Ambientebeleuchtung prominent aus dem Cockpit hervorragen.

Die Enden der Armlehnen sind freischwebend, was den Look zusammen mit den verschiedenen Paneelen der Türverkleidung auflockert. Dazu kommen kleine Details bei den Ziernähten – insgesamt ein wirklich interessant gemachter und hochwertig wirkender Innenraum.

Leapmotor setzt weiter auf die Schlüsselkarte

Die Mittelkonsole hat ein mittelgroßes Staufach, einen Keller mit Ablage und Becherhaltern sowie einen Sensor für die Schlüsselkarte. Wie beim C10 kommen wir auch beim B10 in das Fahrzeug, indem wir die Schlüsselkarte an den linken Außenspiegel halten. Wenn wir losfahren wollen, müssen wir die Karte auf die Mittelkonsole legen. Alternativ geht das auch schlüssellos mit dem Smartphone, das konnten wir aber nicht ausprobieren.

Eine bequeme Sitzposition haben wir dank des sechsfach elektrisch verstellbaren Fahrersitzes schnell gefunden, es gibt ausreichend Platz in dem 4.515 mm langen, 1.885 mm breiten und 1.655 mm breiten Auto. Auch hinten sitzt man bequem: Die Sitze sind gut verarbeitet, es ist genügend Platz für Knie und Kopf. Der Radstand liegt bei großzügigen 2.735 mm.

Der Kofferraum fasst 420 Liter, klappen wir die Rückbank (60:40-Teilung) um, sind es 1.300 Liter. Unter dem Boden ist Platz für Zubehör. Die Heckklappe ist bei unserem Modell motorisiert, der Button zum Öffnen ist wie beim C10 auf der rechten Seite der durchgehenden Lichtleiste versteckt. Wenn man das nicht weiß, sucht man sicherlich etwas länger danach.

Kaum Knöpfe im Innenraum

Wie bei den anderen Fahrzeugen von Leapmotor gibt es beim B10 kaum physische Knöpfe im Innenraum – bis auf die Fensterheber werden die Funktionen über das 14,6 Zoll große Display in der Mitte des Armaturenbretts gesteuert. Das Betriebssystem wirkt auf uns identisch zu dem des C10, komplett ausprobieren konnten wir es aber nicht. Die Einstellungen zu den Außenspiegeln, den Fahrmodi oder den Assistenzsystemen scheinen aber denen des C10 zu entsprechen.

Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/38: Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/38: Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/38: Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/38: Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/38: Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/38: Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/38: Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/38: Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/38: Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/38: Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/38: Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/38: Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/38: Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/38: Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/38: Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/38: Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/38: Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/38: Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/38: Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/38: Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/38: In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/38: Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/38: Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/38: Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/38: Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/38: Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/38: Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/38: Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/38: Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/38: Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/38: Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/38: Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/38: Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/38: Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/38: Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/38: Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Einige Funktionen können auf eine permanent eingeblendete Leiste am unteren Rand des Displays gelegt werden – neben der Steuerung der Klimaautomatik etwa die Sitzbelüftung oder das Rollo des großen Panoramadachs. Der B10 in der besten Ausstattung hat eine Sitzheizung, eine Sitzlüftung sowie eine Lenkradheizung.

Der B10 hat drei Fahrmodi – den Modus Benutzerdefiniert des C10 gibt es nicht. Wir können aber alle verschiedenen Aspekte der einzelnen Modi miteinander kombinieren, etwa die Beschleunigung im Sportmodus mit dem Lenkverhalten des Komfortmodus und der mittleren Rekuperation. Im Grunde handelt es sich bei der gesamten Modi-Auswahl um das, was beim C10 der benutzerdefinierte Fahrmodus war.

Es gibt drei Rekuperationsstufen, One-Pedal-Driving haben wir nicht gefunden – es in der kurzen Zeit möglicherweise auch übersehen. Die drei Beschleunigungsmodi sind deutlich voneinander zu unterscheiden, ebenso die Lenkmodi. Hier knüpft Leapmotor offenbar an frühere Modelle an, bei denen das unseren Erfahrungen zufolge auch schon so war. Auf höchster Rekuperation bremst der B10 ziemlich stark ab.

Sportmodus bringt merkbar mehr Beschleunigung

Im Sportmodus beschleunigt der B10 wesentlich knackiger, das Strompedal reagiert entsprechend merklich empfindlicher. Im Komfortmodus bewegt sich der Wagen deutlich entspannter vom Fleck weg, der Standardmodus ist eine Mischung aus den beiden anderen Modi. Die Lenkung ist im Komfortmodus sehr großzügig, während sie im Sportmodus auf kleinere Lenkbewegungen reagiert. Wir fanden den Standardmodus in der Stadt sehr angenehm, auf der Autobahn hingegen den Sportmodus.

Um die Modi nicht während der Fahrt über das Einstellungsmenü ändern zu müssen, können Nutzer sich die Funktion wieder auf einen programmierbaren Button auf dem Lenkrad legen. Die Knöpfe des Lenkrads sind wie beim C10, das Lenkrad selbst gefällt uns besser – es wirkt weniger klobig.

Der B10 hat in allen drei verfügbaren Varianten eine Motorleistung von 160 kW (217 PS). Er kommt laut Hersteller bei einem Gewicht von 1.780 kg in acht Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 170 km/h abgeregelt. Schon im Standardmodus kommt man mit dem B10 gut los, auch auf der Autobahn macht der Wagen einen guten Eindruck.

B10 liegt gut auf der Straße

Das liegt auch daran, dass der B10 während unserer Testfahrt im Großraum Frankfurt gut auf der Straße lag – auch bei höheren Geschwindigkeiten. Starke, ruckartige Lenkbewegungen bringen den Wagen bauartbedingt zwar etwas zum Schwanken, unsicher fühlte sich das aber nie an. Sportlich fährt sich der B10 nicht, das überrascht aber bei einem SUV nicht.

Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/38: Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/38: Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/38: Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/38: Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/38: Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/38: Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/38: Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/38: Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/38: Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/38: Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/38: Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/38: Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/38: Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/38: Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/38: Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/38: Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/38: Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/38: Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/38: Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/38: Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/38: In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/38: Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/38: Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/38: Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/38: Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/38: Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/38: Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/38: Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/38: Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/38: Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/38: Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/38: Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/38: Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/38: Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/38: Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/38: Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Die Lautstärkeentwicklung bei höheren Geschwindigkeiten hat sich während unserer kurzen Ausflüge jenseits der 140 km/h unauffällig verhalten: Es gibt Wind- und Fahrgeräusche, störend oder besonders laut finden wir sie aber nicht. Auch die Reifengeräusche finden wir unauffällig. Die Federung des B10 ist überraschend komfortabel und schluckt Unebenheiten besser, als wir angesichts des Preises des Fahrzeugs vermutet hätten.

Der B10 hat einen Lenkassistenten, der sich bis zu einer Geschwindigkeit von 150 km/h verwenden lässt – und gut funktioniert. Wie beim C10 wird er über den Gangwahlhebel aktiviert: Fahrer müssen bei der gewünschten Geschwindigkeit einfach den Hebel zweimal nach unten ziehen, dann übernimmt der Assistent.

Dann werden wir gut in der Spur gehalten, das Tempo wird dem Verkehr angepasst. Den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug können wir wie beim C10 über Buttons am Lenkrad steuern, ebenso die Geschwindigkeit. Neue Tempolimits erkennt das System, wir können dann über einen weiteren Zug am Gangwahlhebel nach unten die neue Geschwindigkeit einstellen.

Lenkassistent schlägt sich gut in Kurven

Kurven meistert der Lenkassistent gut, an einer Baustelle konnten wir ihn nicht ausprobieren. Auf ein einscherendes Fahrzeug reagiert der Assistent mit rechtzeitigem Bremsen. Es ist auch möglich, den adaptiven Tempomaten ohne den Lenkassistenten zu verwenden – für diejenigen, die lieber selbst steuern, aber nicht das Tempo selbst halten möchten.

Navigationssystem mit guten Streckenansagen, aber auch Fehlern

Die wichtigsten Informationen für Fahrer werden auf einem 8,8 Zoll großen Display angezeigt, das direkt hinter dem Lenkrad montiert ist. Ein Head-up-Display gibt es nicht, was wir angesichts des Preises und der restlichen Ausstattung aber verschmerzen können. Neben der Geschwindigkeit, der Reichweite und dem aktuellen Verbrauch lässt sich auch eine kleine Karte mit der aktuellen Navigation sowie Informationen zu den ADAS-Funktionen (Advanced Driver-Assistance Systems) anzeigen.

Der B10 hat neben dem Lenkassistenten die üblichen gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsfunktionen. Die Signaltöne sind deutlich vernehmbar und lassen sich vor Antritt der Fahrt einstellen beziehungsweise deaktivieren.

Das eingebaute Navigationssystem hinterlässt in unserem ersten kurzen Test einen guten Eindruck, wenngleich wir etwa die Ladeplanung nicht ausprobieren konnten. Die Durchsagen sind verständlich und führen uns bei verschiedenen Gabelungen gut durch das Frankfurter Autobahngewirr. Interessant finden wir den Hinweis, dass wir uns jetzt auf die Autobahn einreihen müssen und doch bitte auf den Verkehr achten sollen.

Sprachausgabe verhunzt Dezimalzahlen

Uns sind aber auch kleine Probleme mit der Sprachausgabe aufgefallen, etwa, dass Dezimalzahlen regelmäßig verhunzt werden. Aus "1.5 Kilometer" werden dann "erstens fünf Kilometer" . Das sollte Leapmotor schleunigst verbessern. Der B10 hat eine Sprachsteuerung, die wir im kurzen Test noch nicht ausprobiert haben – das werden wir im Test nachholen.

Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/38: Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/38: Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/38: Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/38: Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/38: Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/38: Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/38: Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/38: Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/38: Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/38: Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/38: Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/38: Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/38: Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/38: Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/38: Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/38: Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/38: Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/38: Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/38: Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/38: Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/38: In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/38: Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/38: Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/38: Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/38: Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/38: Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/38: Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/38: Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/38: Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/38: Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/38: Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/38: Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/38: Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/38: Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/38: Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/38: Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Der B10 hat nicht nur in der von uns gefahrenen Version eine 360-Grad-Kamera – auch die Basisversion kommt mit der praktischen Funktion. Die Kamerabilder machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck, ergänzt werden sie um Parksensoren vorn und hinten.

Zum Verbrauch können wir nach unserer knapp über anderthalb Stunden langen Testfahrt noch keine abschließenden Aussagen machen – das wird in einem detaillierten Test erfolgen. Am Ende der Fahrt hatten wir bei einem Mix aus Stadt und viel Autobahn – dort aber auch oft im Stau und mit nur kurzen Abschnitten über 150 km/h – bei 7° C Außentemperatur einen Verbrauch von 17,2 kWh/100 km auf dem Tacho. Das ist angesichts des Wetters und des Einsatzes auf der Autobahn ein guter Wert. Leapmotor gibt einen kombinierten WLTP-Wert von 17,3 kWh/100 km an.

Zum Ladeverhalten können wir noch keine Aussagen treffen – wir haben es aufgrund der Zeitbegrenzung unserer Probefahrt schlicht nicht geschafft, an die Ladesäule zu fahren. Der 67,1-kWh-Akku lässt sich dem Hersteller zufolge mit maximal 168 kW schnellladen, was von 30 auf 80 Prozent eine Ladezeit von 20 Minuten ergeben soll. Der eingebaute dreiphasige AC-Lader liefert 11 kW.

Leapmotor B10: Verfügbarkeit und Fazit

Der Leapmotor B10 kostet in der von uns getesteten Variante Design Pro Max 33.900 Euro und kommt in Vollausstattung. Einziges aufpreispflichtiges Extra ist eine andere Farbe als das Standardblau, was 650 Euro kostet.

In der Grundversion mit 56,2-kWh-Akku kostet der B10 29.900 Euro. Hier fehlen Details wie beheizbare Außenspiegel, ein Regensensor, der sechsfach verstellbare Fahrersitz, der vierfach verstellbare Beifahrersitz und die elektrische Heckklappe. Der Unterschied zur mittleren Variante Life Pro Max ist die Akkugröße, die wie beim Design Pro Max 67,1 kWh beträgt – die Ausstattung ist dieselbe.

Fazit

Der Leapmotor B10 ist ein kompakter SUV mit sehr guter Ausstattung und einer angesichts des Preises überraschend hochwertigen Verarbeitung. Leapmotor schafft es auch bei seinem dritten in Deutschland verfügbaren Fahrzeug, viel Technik abzuliefern, für die bei anderen Herstellern Aufpreise fällig sind.

Dazu zählt beispielsweise eine 360-Grad-Kamera, die es bereits bei der günstigsten Variante des B10 gibt. Auch Sitze mit Heizung und Lüftung sind bei Autos für knapp 34.000 Euro nicht selbstverständlich. Das Platzangebot im Fahrzeug ist sehr gut, wir haben uns wohlgefühlt.

Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 1/38: Der B10 von Leapmotor ist ein SUV im C-Segment mit einer Länge von 4.515 mm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 2/38: Die Front wirkt verglichen mit der des C10 weniger bullig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 3/38: Die Radkästen sind komplett rund, was uns besser gefällt als die Radkästen beim C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 4/38: Die Verarbeitung des B10 ist hochwertig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 5/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras, bereits die Einstiegsvariante bietet eine 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 6/38: Das Heck des B10 ähnelt dem des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 7/38: Der Knopf zum Öffnen der motorisierten Heckklappe ist rechts oberhalb des R von Leapmotor versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 8/38: Der Kofferraum fasst 420 Liter. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 9/38: Bei umgeklappten Rücksitzen passen 1.300 Liter hinein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 10/38: Die Ladefläche ist nicht komplett eben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 11/38: Unter der Kofferraumabdeckung befindet sich ein Fach für Ladekabel und anderes Zubehör. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 12/38: Die Rücksitze bieten viel Platz für Passagiere. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/38: Passagiere im Fond haben eine eigene Klimadüse und USB-Anschlüsse. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/38: Anstelle des Mittelplatzes lässt sich eine Armlehne herunterklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/38: Das Cockpit ist schlicht wie das des C10, vom Stil aber anders. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/38: Die Mittelkonsole ist weich gepolstert und hat eine drahtlose Ladestation für Smartphones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/38: Die Sitze lassen sich in der von uns getesteten Version elektrisch verstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/38: Das Design des Armaturenbretts ist ungewöhnlich und wirkt fast schon industriell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/38: Die Türverkleidungen sind wie der Rest des Innenraums aus Kunststoff, der aber an den entscheidenden Stellen aufgeschäumt ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/38: Die Fahrposition im B10 ist geräumig und bequem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/38: Leapmotor verzichtet auch beim B10 weitgehend auf physische Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/38: In der Mitte des Armaturenbretts befindet sich ein 14,6 Zoll großes Infotainment-Display. Darüber werden auch die Einstellungen vorgenommen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/38: Das Lenkrad hat die gleichen Bedienelemente wie das des C10 - also neben der Steuerung für den Fahrassistenten auch einen programmierbaren Knopf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/38: Das 8,8 Zoll große Fahrdisplay hinter dem Lenkrad zeigt die wichtigsten Informationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/38: Die Lüftungsschlitze lassen sich manuell ausrichten und haben eine Ambientebeleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/38: Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und sagt die Route gut an - einige kleine Aussprachefehler gibt es aber. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/38: Das Infotainmentsystem scheint das gleiche zu sein wie im C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/38: Der B10 hat eine Reihe von Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/38: Die 360-Grad-Ansicht mit 3D-Funktion ist vor allem beim Parken praktisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/38: Der B10 hat ein großes Panoramadach mit elektrisch schließbarem Rollo. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/38: Für den B10 gibt es keinen traditionellen Schlüssel, sondern eine Karte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/38: Das Fach in der Mittelkonsole ist nicht riesig, aber brauchbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/38: Die Becherhalter im B10 lassen sich einklappen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/38: Dann kann die Stauschale unter der Mittelkonsole komplett genutzt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/38: Das Innenraumdesign des Leapmotor B10 (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/38: Das Lenkrad gefällt uns vom Design besser als das des C10. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/38: Das Armaturenbrett sieht teilweise aus wie ein Metallträger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 38/38: Nur bei den Fensterhebern verwendet Leapmotor Pianolack. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)

Das Fahrverhalten hat während unserer kurzen Testfahrt bei uns einen positiven Eindruck hinterlassen. Wir saßen bequem, die Federung und die Geräuschdämmung sorgten für komfortables Fahren. Wie sich der B10 auf der Langstrecke schlägt, kann allerdings erst ein kompletter Test zeigen.

Dann wird sich auch zeigen müssen, wie gut die Reichweite des B10 ist und wie lange wir an den Ladesäulen verweilen müssen. Auf unserer Testfahrt mit einem Mix aus eher langsamen Autobahnfahrten und verstopfter Innenstadt ist für die kalten Witterungsverhältnisse zumindest schon einmal ein recht guter Verbrauchswert herausgekommen.

Der B10 zeigt, dass Leapmotor für Stellantis ein absoluter Glücksfall ist: Keine der anderen Marken des Unternehmens bietet Elektroautos mit diesem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der B10 kann bei Leapmotor bestellt werden, verfügbar sein soll er Anfang 2026.

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Anzeige: Govee-Smart-Deckenlampe am Black Friday unter 40 Euro

Von Boris Connemann — 28. November 2025 um 11:45
Die smarte Govee-Deckenleuchte mit 16 Millionen Farben, Alexa-Steuerung und Musikmodus ist auf Amazon zum Black Friday stark rabattiert.
Erhellender Black Friday: Govee-RGBIC-Smart-Deckenlampe mit 16 Millionen Farben und Alexa für weniger als 40 Euro (Bild: Amazon.de)
Erhellender Black Friday: Govee-RGBIC-Smart-Deckenlampe mit 16 Millionen Farben und Alexa für weniger als 40 Euro Bild: Amazon.de

Man sieht es oft erst auf den zweiten Blick: Ein Raum wirkt zu hell, zu kalt oder zu leblos. Es fehlt das richtige Licht, das ihm den gewünschten Charakter verleiht. Die beliebte Govee-RGBIC-Smart-Deckenlampe kann helfen: Sie denkt mit, wechselt Stimmungen auf Zuruf und verwandelt nüchterne Räume in lebendige. Von neutralem Arbeitslicht bis zum sanften Farbverlauf am Abend – die Lampe reagiert nicht nur, sie inszeniert. Im vergangenen Monat verkaufte sich die Lampe rund 3.000 Mal, am Black Friday ist sie bei Amazon wieder zum Tiefstpreis erhältlich.

Mit App, 71 Lichtszenen und Musikmodus

Die 24-Watt-Leuchte kombiniert RGBWW-Hauptlicht und eine RGBIC-Hintergrundbeleuchtung, das garantiert intensive Farben und stufenlose Weißtöne von 2.200 bis 6.500 Kelvin. Über die Govee Home App lässt sich jede Nuance fein abstimmen: warm, kühl, bunt oder dezent. Wer mag, aktiviert die 71 Szenenmodi oder den Musikmodus, bei dem die Lampe im Rhythmus des Sounds pulsiert – perfekt für Filmabende, Partys oder immersive Gaming-Sessions.

Govee-Deckenlampe mit Alexa und Matter kompatibel

Mit Alexa oder Google Assistant genügt ein kurzer Sprachbefehl, um Lichtstimmung oder Helligkeit anzupassen. Dank Matter-Kompatibilität ist die Lampe zukunftssicher und fügt sich nahtlos ins Smart-Home-System ein. In der App lassen sich Zeitpläne, Routinen oder automatische Dimmzyklen einstellen, auf Wunsch passt sich das Licht dem Tagesverlauf an und simuliert natürliche Helligkeit.

Govee setzt bei der Herstellung auf hochwertige, flammhemmende Materialien (5VA), einen Wi-Fi-Chip der neuen Generation und 258 RGBWW-Lichtperlen. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges, flimmerfreies Licht mit hoher Lebensdauer. Trotz der technischen Raffinesse bleibt die Installation einfach: montieren, verbinden und neue Lichtstimmungen im ganzen Raum genießen.

Govee-Deckenlampe am Black Friday für weniger als 40 Euro

Bei Amazon gibt es die Govee-Smart-Deckenleuchte als Teil der Black-Friday-Angebote aktuell für 39,89 Euro statt 65,74 Euro – eine Ersparnis von 39 Prozent. Das Angebot ist zeitlich begrenzt und gilt nur bis zum 1. Dezember.

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Govee Deckenleuchte RGBIC Smart, 24W Ø30cm Led Deckenleuchte dimmbar, Deckenlampe Led mit 16 Millionen DIY Farben, Kompatibel mit Alexa & Google Assistant, für Schlafzimmer Wohnzimmer

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Zusätzlich zu der Deckenleuchte ist die begehrte RGBICW-LED Stehlampe von Govee bei Amazon im Angebot. Mit einem Rabatt von 40 Prozent zahlt man jetzt 53,99 Euro statt 89,99 Euro.

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Noch mehr Lust, sich weitere aktuelle Black-Friday-Angebote anzusehen? Eine kuratierte Übersicht der besten Deals für weniger als 50 Euro ist unter nachfolgendem Link zu finden:

Hier geht es zu den aktuell 40 besten Angeboten am Black Friday unter 50 Euro

Auszüge aus den Bewertungen der Deckenleuchte

Über 1.300 Bewertungen mit einem Schnitt von 4,6 von 5 Sternen sprechen eine recht deutliche Sprache. Die Nutzer nennen vor allem die enorme Lichtvielfalt, die intuitive App-Steuerung und das moderne Design. Besonders häufig wird auch erwähnt, dass sich die Lampe ideal für Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Homeoffice eignet – hell genug zum Arbeiten, stimmungsvoll genug zum Abschalten.

Amazon Visa-Kreditkarte mit Startgutschrift sichern

Wer sich jetzt für die Visa-Kreditkarte von Amazon entscheidet, sichert sich als Prime-Mitglied eine Startgutschrift von 40 Euro, ohne Prime-Account sind es immerhin 30 Euro. Auf die Karte fällt keine Jahresgebühr an, auf Einkäufe bei Amazon erhalten Kunden ein Prozent in Punkten auf ihr Konto gutgeschrieben, bei Käufen bei allen anderen Händlern, die Visa akzeptieren, sind es 0,5 Prozent. Prime-Mitglieder erhalten in der Zeit vom 27. November bis zum Cyber Monday sogar zwei Prozent Gutschrift.

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Kernfusion: Nächstes Segment der Plasmakammer in Iter installiert

Von Mario Petzold — 28. November 2025 um 11:29
Die 1.100 Tonnen schwere und in Italien gebaute Komponente ist die erste, die über eine steuerbare Lagerung verfügt.
120 Grad des Rings sind nun installiert. (Bild: Iter)
120 Grad des Rings sind nun installiert. Bild: Iter

Der internationale Versuchskernfusionsreaktor Iter hat das dritte von insgesamt neun Segmenten des ringförmigen Einschlusses erhalten. Damit sind 120 Grad der magnetischen Einschlusskammer für das Plasma installiert.

Das Segment, das 1.100 Tonnen wiegt, besteht aus einem Vakuumgefäß, einem Hitzeschutzschild und zwei supraleitenden Magneten. Es wurde zwei Tage lang an seine endgültige Position manövriert.

Aufhängung als Herausforderung

Anders als bei den beiden bereits verbauten Segmenten ist bei Modul Nummer 5, das jetzt installiert wurde, bereits die variable Lagerung vorhanden. Diese ermöglicht eine gewisse Beweglichkeit der insgesamt neun Bestandteile.

Für die weiteren sechs Elemente, 2026 wird das nächste erwartet, wird diese Lagerung noch eingebaut. Bei den beiden bereits vorhandenen Teilen muss sie nachträglich hinzugefügt werden.

Diese technische Lösung ist notwendig, weil der insgesamt 8.600 Tonnen schwere Behälter für das Plasma sich ausdehnt, wenn er seine Betriebstemperatur erreicht. Aus diesem Grund wird sich die Aufhängung der Segmente in einem Bereich zwischen 5 und 27 Grad neigen lassen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass der Vakuumbehälter trotz sich ändernder Abmessungen durch die Wärmeausdehnung dicht bleibt.

Alles im Zeitplan

Im Januar 2026 soll das nächste Segment folgen. Nach Aussage von Jens Reich, verantwortlich für den Zusammenbau, wurde ein verlässliches Vorgehen beim Platzieren der Module etabliert. So soll der komplette Ring bis 2027 wie geplant installiert sein.

Ursprünglich hätte der erste Betrieb bereits 2016 erfolgen sollen. Später wurde 2025 als Ziel ausgerufen. Mittlerweile gilt ein Betrieb mit voller Leistung bis 2039 als realistisch.

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Auslegungssache 148: Informationsfreiheit für alle

Von Heise — 28. November 2025 um 07:40

Im c't-Datenschutz-Podcast erklärt ein Experte, wie Bürger ihr Recht auf Informationsfreiheit nutzen können und wo die Grenzen der Transparenz liegen.

In Episode 148 des c't-Datenschutz-Podcasts widmen sich Redakteur Holger Bleich und heise-Justiziar Joerg Heidrich einem Thema, das oft im Schatten des Datenschutzes steht, aber für eine lebendige Demokratie essenziell ist: der Informationsfreiheit. Während die DSGVO den Zugriff auf eigene personenbezogene Daten regelt, gewähren Informationsfreiheitsgesetze (IFG) und Transparenzgesetze den Bürgern Einblick in das interne Handeln des Staates.

Henry Krasemann
Henry Krasemann

Henry Krasemann, Referatsleiter beim ULD, beim Podcasten in der Auslegungssache

Zu Gast ist Henry Krasemann vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD). Krasemann, selbst Pocaster [1], ist dort Referatsleiter für die Bereiche Akkreditierung/Zertifizierung und Informationsfreiheit. Er erläutert, dass das „Right to Know“ in Deutschland ein föderaler Flickenteppich ist. Während der Bund und viele Länder entsprechende Gesetze haben, hinken Bayern und Niedersachsen hinterher. In Bayern gibt es nur rudimentäre Regelungen, in Niedersachsen warten Bürger bislang vergeblich auf ein versprochenes Gesetz.

„Keine unnötigen Geheimnisse“

Das Informationsfreiheitsgesetz ermöglicht jedem Bürger, Einblick in amtliche Informationen zu verlangen, und zwar ohne Begründung. Anders als beim datenschutzrechtlichen Auskunftsanspruch nach Artikel 15 DSGVO geht es nicht um persönliche Daten, sondern um Transparenz staatlichen Handelns. Krasemann betont seine Herangehensweise: Die Behörden arbeiten mit Steuergeldern und sollen keine unnötigen Geheimnisse haben.

Die Hürden für eine IFG-Auskunft sind niedrig: Eine formlose E-Mail an die Behörde reicht aus. Man muss sich nach der Erfahrung Krasemanns nicht auf konkrete Gesetze berufen. Die Behörde hat dann einen Monat Zeit zu antworten und muss bei Unklarheiten sogar unterstützend nachfragen. Plattformen wie "FragDenStaat" [2] erleichtern den Prozess zusätzlich und machen Anfragen und Antworten öffentlich zugänglich.

Ablehnungsgründe

Doch der Experte verschweigt nicht die Probleme. Behörden können Anträge ablehnen, etwa wenn es um die öffentliche Sicherheit, laufende Gerichtsverfahren oder Geschäftsgeheimnisse bei öffentlichen Ausschreibungen geht. Auch der Datenschutz Dritter spielt eine Rolle, ist aber oft durch simple Schwärzungen lösbar, ohne die Auskunft komplett zu verweigern.

Krasemann warnt eindringlich vor aktuellen politischen Bestrebungen, die Informationsfreiheit unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus einzuschränken. Gerade in Zeiten wachsenden Misstrauens gegenüber staatlichen Institutionen sei Transparenz ein wichtiges Mittel zur Vertrauensbildung. Die Hoffnung auf ein bundesweites Transparenzgesetz, wie es die Ampel-Koalition geplant hatte, sieht er unter der neuen Regierung skeptisch.

Episode 148:

Hier geht es zu allen bisherigen Folgen:


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11095649

Links in diesem Artikel:
[1] http://spass-mit-datenschutzrecht.de/
[2] https://fragdenstaat.de/
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/thema/auslegungssache
[5] https://www.heise.de/ct
[6] mailto:hob@ct.de

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heise-Angebot: Jetzt in der Make 7/25: Einstieg in Meshtastic

Von Akos Fodor — 28. November 2025 um 08:00

Ob beim Wandern oder auf dem Festival – Meshtastic macht sichere und unabhängige Kommunikation überall möglich. Wir zeigen im Heft, wie das funktioniert.

Mit dem Open-Source-Projekt Meshtastic lässt sich ein dezentrales Kommunikationsnetzwerk einrichten, mit dem man über weite Distanzen hinweg verschlüsselte Informationen austauschen kann. Wie der Name andeutet, bilden dabei mehrere Geräte ein Netz (Mesh) aus Knotenpunkten. Diese können entweder direkt miteinander kommunizieren oder Nachrichten vom Sender über mehrere Knoten hinweg an einen fernen Empfänger weiterleiten – z. B. beim Wandern und auch dort, wo es kein Internet oder Mobilfunk gibt.

Die benötigte Hardware ist günstig und in der Regel recht kompakt. Welche Geräte sich für die ersten Schritte eignen, wie man Meshtastic-Clients in Betrieb nimmt und was man mit dem Projekt alles machen kann, erklären wir ausführlich in der Make 7/25. Wer bisher noch keine Gelegenheit hatte, sich diesem spannenden Thema zu widmen, findet mit dem Artikel einen guten Einstieg.

Außerdem im Heft: Oxocard ohne NanoPy verwenden

Mit der Oxocard Connect, der Skriptsprache NanoPy und einer vereinfachten, browserbasierten IDE kann man leicht eigene IoT-Projekte umsetzen und spielerisch Coden lernen. Doch damit nicht genug: Die Hardware lässt sich auch mit Arduino-C und CircuitPython programmieren. Davon profitieren sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene. Denn für beide Alternativen gibt es eine Fülle an Projekten, Anleitungen, Bibliotheken und nicht zuletzt jeweils eine große Community mit umfangreichem Know-how.

Wie man die Oxocard Connect für Arduino und CircuitPython konfiguriert und (im Zweifel) ganz leicht wieder zu NanoPy zurückkehrt, beschreiben wir in zwei Artikeln im Heft. Dazu gibt es ein paar einfache Beispiele, die man gleich ausprobieren kann.

Die aktuelle Make: Am Kiosk und online erhältlich

Die Ausgabe 7/25 ist online und am Kiosk erhältlich. Mit einem unserer Abos [1] lag das Heft sogar bereits im Briefkasten. Außerdem können Sie die Make bequem als Printversion oder PDF im Heise Shop [2] bestellen – bis zum 12.12. sogar versandkostenfrei. Wenn Sie die Make lieber digital lesen, können Sie das in unseren Apps für iOS [3] und Android [4]. Online finden Sie auch das Inhaltsverzeichnis der Make 7/25 [5].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11095578

Links in diesem Artikel:
[1] https://shop.heise.de/zeitschriften-abo/Make/Miniabo/?LPID=42292_MA000009_30980_3_57&wt_mc=intern.abo.make.ma_ea_2025.ticker-1.link.link
[2] https://shop.heise.de/make-07-2025/print?wt_mc=intern.shop.shop.make_2507.t1.textlink.textlink
[3] https://apps.apple.com/de/app/ct-hardware-hacks/id521645889
[4] https://play.google.com/store/apps/details?id=de.heise.android.ch.magazin&hl=de
[5] https://www.heise.de/select/make/2025/7
[6] https://www.heise.de/make
[7] mailto:akf@make-magazin.de

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Firmware-Updates für diverses Apple-Zubehör: So funktioniert die Aktualisierung

Von Heise — 28. November 2025 um 10:49
Magic Keyboard von Apple mit USB-C

Magic Keyboard von Apple mit USB-C: Eines der Geräte, die eine neue Software brauchen.

(Bild: Apple)

Apple hat Trackpads, Tastaturen und sogar ein Netzteil mit neuer Software versehen. Die Aktualisierung ist nicht ganz trivial.

Apple hat eine ganze Reihe von Produkten, die man üblicherweise nur selten aktualisiert, mit einer neuen Firmware versehen. Betroffen sind mindestens vier häufig verwendete Peripherie-Geräte, es könnten aber auch noch mehr sein.

Auch Netzteile haben eine Firmware

Wie der Codeleak-Experte @aaronp613 [1] entdeckt hat, sind dies eine Variante des Magic Keyboard (Tastatur ohne Ziffernblock), zwei Magic-Trackpad-Varianten sowie eine höher wattige Apple-Stromversorgung. Auffinden lassen sich die Informationen dazu am einfachsten in den Systeminformationen [2], die unabhängige AppleDB [3] sammelt zudem den aktuellen Stand. Ob es auch Updates für die Magic Mouse oder andere Netzteile gibt, blieb zunächst unklar.

Der USB-C-Power-Adapter mit 140 Watt bekommt die Firmware 1.4.84 – zuvor lag sie bei 1.4.73. Beim Magic Keyboard mit USB-C geht es von 3.1.4 auf 3.19 hoch. Beim Magic Trackpad mit USB-C hat Apple von 3.1.3 auf 3.1.9 aktualisiert und beim Magic Trackpad 2 von 3.1.1 auf 3.1.8. Angaben dazu, was jeweils neu ist, machte Apple nicht. Es kann jedoch insbesondere bei Tastaturen durchaus vorkommen, dass es sicherheitsrelevante Verbesserungen gibt.

So funktioniert die Aktualisierung

macOS kennt derzeit keinen Weg, Updates für Eingabegeräte und Netzteile zu erzwingen. Nutzer müssen also darauf warten, dass das Betriebssystem selbst tätig wird. Dazu sollte man die aufgeladenen Geräte mit dem Mac über einen längeren Zeitraum in Verbindung halten – am besten per Kabel. Wie und wann das Netzteil aktualisiert wird, ist ebenfalls unklar – aber auch hier gilt: Verbindung halten und abwarten.

Anschließend kann man über die Systemeinstellungen prüfen, ob der aktuelle Stand erreicht wird. Zunächst blieb außerdem unklar, ob man für die Aktualisierungen die allerneueste macOS-Version braucht, oder auch frühere Varianten vor macOS 26 Tahoe die Produkte aktualisieren. Die Firmware wird meist als Teil des Betriebssystems mitgeliefert. Apple wird macOS 26.2 und vermutlich auch macOS 15.7.3 im Dezember verfügbar machen. Wir rechnen mit der ersten Dezemberhälfte. Apple hatte seine Eingabegeräte zuletzt komplett auf USB-C umgestellt, aber sonst keine Veränderungen vorgenommen. So hat die Magic Mouse etwa immer noch ihren Ladeanschluss auf der Unterseite [4].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11094081

Links in diesem Artikel:
[1] https://x.com/aaronp613
[2] https://support.apple.com/de-de/guide/mac-help/syspr35536/mac
[3] https://appledb.dev/device-selection/
[4] https://www.heise.de/news/Hack-Apples-Magic-Mouse-laedt-endlich-richtig-9542097.html
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
[7] mailto:bsc@heise.de

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Quick Share: WLAN-Probleme bei Android-zu-Apple-Übertragung

Von Heise — 28. November 2025 um 09:30
Datentransfer zwischen Android und iPhone

Google ermöglicht den Datentransfer per Quick Share zwischen Android und AirDrop – jedoch berichten einige Nutzer über einen ärgerlichen Bug.

(Bild: Google)

Quick Share ermöglicht nahtlose Dateiübertragungen auch zwischen Android- und Apple-Nutzern. Bei manchen Nutzern funktioniert das Ganze nicht, wie erhofft.

Googles Quick Share und Apples AirDrop arbeiten seit vergangener Woche zusammen, sodass Daten zwischen iPhones und Android-Geräten nahtlos ohne zusätzliche Software [1] übertragen werden können. Den Startschuss machte Google mit den eigenen Pixel-10-Geräten, es sollen weitere folgen. Doch vorher sollte der Konzern noch einen Bug beheben, der die Datenübertragungen zwischen den Welten stört.

WLAN schaltet sich aus

Wie mehrere Nutzer im Google-Support-Forum [2] und auf Reddit [3] berichten, funktioniert das Ganze bei ihnen nicht. Wenn sie eine Datei über Quick Share etwa mit einem iPhone oder einem Mac teilen wollen, wird beim Öffnen des Quick Share-Menüs prompt das WLAN des Smartphones deaktiviert. Doch gerade dieses ist für die Suche nach Apple-Geräten und den Datentransfer erforderlich. Wir konnten den Fehler beim Senden einer Datei von einem Pixel 10 Pro an ein Macbook Air reproduzieren.

Der Ausfall des WLANs ist letztlich daran zu erkennen, dass das WLAN-Symbol in der Statusleiste plötzlich verschwindet. Quick Share oder das Betriebssystem zeigen keine zusätzliche Fehlermeldung an. Beim Verlassen des Quick Share-Dialogs erscheint sofort wieder das WLAN-Symbol.

Fehlerhafte Quick Share-Extension womöglich der Übeltäter

Das Problem scheint im Zusammenhang mit der Quick Share-Extension zu stehen, die den Datentransfer zwischen Android und Apple erst ermöglicht. Es ist unklar, ob die Extension selbst fehlerhaft ist oder ob sie mit anderen Systemkomponenten kollidiert. Denn nach der Deaktivierung kann man Quick Share zumindest zwischen Android-Geräten wieder normal verwenden. Man findet die Extension in den Einstellungen unter Apps > Alle Apps > und sucht nach Quick Share. In der App-Info kann die Funktion ausgestellt („Deaktivieren“) werden.

Screenshot: App-Info Quick Share Extension deaktivieren
Screenshot: App-Info Quick Share Extension deaktivieren

In der App-Info kann die Quick Share Extension deaktiviert werden.

(Bild: heise medien)

Bis Google den Fehler behebt, können Nutzer bei Bedarf dennoch Daten zwischen ihrem Android-Gerät und Macs versenden. Hierfür müssen sie entweder den Open-Source-Client Neardrop [4] installieren. Alternativ ist der Transfer auch über die kostenlose Open-Source-Anwendung Localsend [5] möglich. Diese App funktioniert zudem auf vielen Android-Geräten und nicht nur auf dem Pixel 10. Auch für das iPhone, Windows und Linux gibt es die App.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11096119

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Google-erlaubt-den-direkten-Datenaustauch-von-iPhone-und-Android-Smartphones-11087061.html
[2] https://support.google.com/pixelphone/thread/389198355?hl=en
[3] https://www.reddit.com/r/GooglePixel/comments/1p3320u/wifi_drooping_issues_after_installing_quick_share/
[4] https://github.com/grishka/NearDrop
[5] https://localsend.org/de
[6] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[7] mailto:afl@heise.de

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Plötzlich Gebets-Content: Angreifer loten offenbar Apples Podcasts-App aus

Von Heise — 28. November 2025 um 07:42
Apples Dienste auf dem iPhone

(Bild: Primakov / Shutterstock.com)

Unbekannte testen aktuell, ob die auf Milliarden Geräten vorinstallierte Podcasts-App als Einfallstor taugt, warnt ein Sicherheitsforscher.

Apple Podcasts verhält sich bei manchen Nutzern offenbar auffällig: Die App öffnet sich einem Bericht zufolge unerwartet ohne Zutun und zeigt daraufhin unterschiedliche Folgen obskurer Podcasts etwa zu Themen wie Religion und Spiritualität an, wie 404 Media berichtet. Das passiere bereits seit mehreren Wochen wiederholt auf iPhone ebenso wie Mac. Bei einer der überraschend eingeblendeten Podcast-Folgen sei zudem ein Link auf eine wohl schädliche Webseite hinterlegt gewesen.

Sicherheitsforscher: Angreifer fahren wohl Tests

Angreifer seien in der Lage, Apples Podcasts-App automatisch zu starten und einen Podcast ihrer Wahl anzuzeigen, wie der auf Apple-Plattformen spezialisierte Sicherheitsforscher Patrick Wardle gegenüber 404 Media erläutert [1]. Der Besuch einer Webseite reiche zum Beispiel aus, um dieses Verhalten auszulösen – ohne dass der Nutzer das erst bestätigen muss. Das allein sei kein Angriff, betonte Wardle, es stelle aber einen „sehr effektiven Auslieferungsmechanismus“ bereit. Die Testläufe würden zudem zeigen, dass Angreifer aktiv ausloten, was sie mit Apple Podcasts anstellen können.

Dem Bericht zufolge führte einer der in einer Podcast-Folge hinterlegten Links auf eine per Cross-Site-Scripting (XSS) manipulierte Webseite. Ob darüber tatsächlich ein Angriff gefahren wurde, bleibt allerdings unklar; solche Links in Apple Podcasts müssen Nutzer gewöhnlich außerdem erst manuell anklicken. Nachfragen bei Apple blieben unbeantwortet, schreibt 404 Media.

Apple Podcasts als mögliches Einfallstor

Apple Podcasts ist auf Apple-Geräten wie iPhones, iPads und Macs vorinstalliert und hat damit praktisch ein Milliardenpublikum. Im Unterschied zu Apples anderen Content-Apps wie TV und Music lassen sich Podcasts zudem ohne größere Hürden in dem Verzeichnis listen.

Falls sich die Podcasts-App eigenständig öffnet und ungewollte Inhalte anzeigt, sollten Nutzer das Programm beenden und sicherheitshalber nicht damit interagieren – also weder Links anklicken noch die Wiedergabe starten.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11095917

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.404media.co/someone-is-trying-to-hack-people-through-apple-podcasts/
[2] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[3] https://www.heise.de/mac-and-i
[4] mailto:lbe@heise.de

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Koalition einigt sich im Rentenstreit: Zehn Milliarden für junge Generation

Von Marcel Kunzmann — 28. November 2025 um 10:15

Marcel Kunzmann

Drei Personen

Die Koalition hat sich im Rentenstreit geeinigt (Archivbild)

(Bild: EUS-Nachrichten/Shutterstock.com)

Die Koalition hat sich in der Nacht geeinigt. Zehn Milliarden Euro sollen in private Altersvorsorge fließen. Doch die JU könnte den Deal noch platzen lassen.

Die schwarz-rote Koalition hat sich nach stundenlangen nächtlichen Verhandlungen im Streit um das Rentenpaket auf einen Kompromiss geeinigt. Nach Informationen des Spiegel [1] wollen CDU, CSU und SPD am ursprünglichen Gesetzesentwurf festhalten, den Kritikern aus der Jungen Union aber mit einem Begleittext entgegenkommen.

Der dem Spiegel vorliegende Text sieht vor, dass die sogenannte Haltelinie durch eine Rentenkommission überprüft werden soll. Diese soll noch in diesem Jahr eingesetzt und teilweise politisch besetzt werden. Bis Ende Juni 2026 soll die Kommission Vorschläge zur Reform der Alterssicherung vorlegen.

Zusätzlich einigten sich die Koalitionsspitzen darauf, die Einführung eines "Nachholfaktors" zu prüfen, mit dem der zusätzliche Finanzbedarf künftig wieder zurückgeführt werden soll.

Zehn Milliarden Euro für private Altersvorsorge

Für die Stärkung der privaten Altersvorsorge junger Menschen ist ein Aktienpaket in Höhe von zehn Milliarden Euro geplant. Die Sozialversicherungsbeiträge sollen für die kommenden zehn Jahre stabil gehalten werden, heißt es in dem Papier.

Nach Angaben von n-tv [2] wurde dem Paket ein Zusatz hinzugefügt, der sicherstellt, dass die junge Generation die Last nicht alleine tragen müsse. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf erklärte im ZDF-"Morgenmagazin", seine Partei sei sehr offen für eine grundsätzliche Rentenreform ab 2031.

Junge Union stellte Koalitionsmehrheit in Frage

Der Kompromiss war nötig geworden, nachdem die 18 Abgeordneten der Jungen Gruppe der Union mit einer Ablehnung des Rentenpakets gedroht hatten. Da die schwarz-rote Koalition nur über eine Mehrheit von zwölf Stimmen verfügt, hätte dies das gesamte Vorhaben gefährdet.

Die jungen Unionspolitiker hatten sich gegen die geplante Ausgestaltung des Rentenniveaus nach 2031 gewandt. Mit dem Rentenpaket soll das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent festgeschrieben werden. Strittig war, von welchem Punkt aus es danach sinken könnte.

Die SPD bestand darauf, dass alle weiteren Entwicklungen von den 48 Prozent aus gedacht werden. Die Junge Union wollte hingegen erreichen, dass für die Zeit danach das Niveau gilt, das ohne die Haltelinie gelten würde: 47 Prozent. Nach Angaben der jungen Abgeordneten führt allein dieser eine Prozentpunkt zu Mehrkosten von rund 120 Milliarden Euro bis 2040.

Merz und Spahn werben für Kompromiss

Nach Spiegel-Informationen warben Fraktionschef Jens Spahn und Parteivorsitzender Friedrich Merz am Morgen in der Unionsfraktion nachdrücklich für den Kompromiss. Man werde auf absehbare Zeit keine anderen Mehrheiten haben, hieß es. Die geplante Kommission und die zusätzlichen Milliarden für künftige Generationen seien ein wichtiges Ergebnis.

Aus Teilnehmerkreisen hieß es, Spahn habe den jungen Abgeordneten der Fraktion ein sachliches Vorgehen attestiert. Sie hätten Erfolge vorzuweisen.

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese zeigte sich gegeüber n-tv zuversichtlich: "Ich bin sehr guter Dinge, dass wir jetzt über die Ziellinie kommen." Er glaube, "dass wir mit einer klaren Mehrheit in dieser Koalition dieses Rentenpaket auf den Weg bringen".

Offen bleibt jedoch, ob die Einigung tatsächlich ausreicht, um den Widerstand der Jungen Union zu brechen. Das Rentenpaket soll noch in diesem Jahr durch Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11096241

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.spiegel.de/politik/bundesregierung-koalitionsausschuss-einigt-sich-im-rentenstreit-a-06cf3e75-923f-4cf4-9b73-58567b8a6d58
[2] https://www.n-tv.de/politik/Schwarz-Rot-findet-Einigung-im-Rentenstreit-id30080902.html

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Bertelsmann: Gütersloh gegen die Weltmachtmaschine

Von Christian Bartels — 28. November 2025 um 09:00

Christian Bartels

Schild Bertelsmann vor einem Konzerngebäude auf der grünen Wiese

Bild: Shutterstock.com

Medien schrumpfen, Familien steigen auf, Streaming wankt. Bertelsmann sucht Halt im Sturm. Was aber, wenn der Sturm erst beginnt? Sissi hilft.

Die Welt der Medien und das kleine, arg unglamouröse Gütersloh: Dieser Kontrast fasziniert Medienbeobachter seit langem. Schließlich zählte Bertelsmann aus Ostwestfalen noch um die Jahrtausendwende zu den größten Medienkonzernen der Welt. Dass es seither sanft bergab geht, muss nicht unbedingt Managern wie Thomas Middelhoff angelastet werden.

Eher hat es mit dem Zusammenwachsen der Medien im Internet zu tun: In der Rangliste der "100 größten Medien- und Wissenskonzerne“ [1]belegt Bertelsmann zwar nur mehr Platz 16. Doch noch immer ist kein europäischer Rivale größer, nur drei asiatische Wettbewerber (wie der Tiktok-Eigentümer ByteDance) und zwölf US-amerikanische wie allen voran Alphabet/Google sind es.

Aufsehen über Gütersloh hinaus erregte kürzlich eine ausgesprochen vorzeitige Personalien-Ankündigung: 2027 wird Thomas Coesfeld zum neuen Chef der nicht börsennotierten Aktiengesellschaft – und Bertelsmann damit wieder Familienunternehmen.

Die Rückkehr der Dynastie Mohn

Wie der Nachname nicht andeutet, setzt er die Stammlinie der Mohns fort, deren erster Vertreter im 19. Jahrhundert das damals religiös orientierte Verlagshaus als Schwiegersohn eines Bertelsmann übernommen hatte. Auch weil Coesfeld "aus Reinhard Mohns erster Ehe, deren Nachkommen von der zweiten Frau Liz Mohn verdrängt und abgeschrieben schienen", stammt, überrascht die Personalie, meint Mohns-Kenner Thomas Schule [2]r.

Der 2009 verstorbene Reinhard Mohn hatte Bertelsmann-Chef im 20. Jahrhundert groß gemacht. Seine zweite Frau Liz prägte die durch viele Studien in der Öffentlichkeit enorm präsente Bertelsmann-Stiftung bis vor wenigen Jahren (falls sie es als Kuratoriums-Ehrenmitglied nicht noch immer tut).

Durchs Jahr 2026 wird noch der aktuelle, nicht-familienzugehörige Manager Thomas Rabe den Konzern leiten. Unter seiner Ägide stieg Bertelsmann in einer wichtigen Nische zum Weltmarktführer auf und wurde mit Penguin Random House zum weltgrößten Buchverlag.

Zwischen Klagewille und Kollaps: Rabes Erbe

Gerade schilderte dessen Chefjuristin Anke Steinecke der FAZ [3], wie der Konzern in vielen republikanisch regierten Bundesstaaten der USA gegen Bücherverbote klagt ("Die am häufigsten verbotenen Bücher stammen von oder handeln von People of Color und LGBTQ-Autoren"). Zu den Firmen, die sich Präsident Trump anbiedern, um von seiner Macht zu profitieren, gehört Bertelsmann also nicht.

Andererseits wickelte Rabe den Zeitschriftenverlag Gruner+Jahr, dessen Ruf einst weit über Deutschland hinaus strahlte, brachial ab. Außer dem Stern, der mit einer Auflage von einer guten Viertelmillion manchmal wieder Titel-Aufmerksamkeit erregt wie es früher eher dem Spiegel gelang (an dem Bertelsmann 25,5 Prozent gehören), ist kaum etwas übrig. Freilich, ob sich aus dem Zeitschriftengeschäft mehr in die Digitalära hätte retten lassen können, lässt sich bezweifeln.

Schon weil die Zahl von Presse-Verkaufsstellen sinkt und sinkt [4]. Und G+J-Reste wie die Content-Marketing-Tochter "Territory", die einst die Kundenzeitschriften der Lufthansa und der Deutschen Bahn (in denen spätestens bei Verspätung jeder Reisende blätterte ...) herstellte, werden weiter verkleinert [5].

Streaming, Sky, Strategie: Bertelsmanns Hoffnungssäule RTL

Umso wichtiger bleiben für Bertelsmann die Fernsehsender der RTL-Gruppe. Mit RTL+ mischen sie auch leidlich erfolgreich im wichtigen Streaminggeschäft mit. Mit dem Kauf von Sky Deutschland, also der deutschen Dependance der Pay-TV-Plattform, dürfte im Sommer ein mittelgroßer Coup gelungen sein (den die Kartellbehörden noch nicht freigegeben haben).

Bertelsmann freute sich schon über relative "Augenhöhe" mit Amazon und Netflix in Deutschland, weil RTL+ und Sky gemeinsam auf "künftig rund 11,5 Millionen zahlende Streaming-Abonnenten" kommen.

Doch Streaming-Abos sind, anders als einst im Zeitschriften-Geschäft, immer seltener sehr langfristig. Ihre Attraktivität hängt mit dem Angebot zusammen. Zwar zeigt Sky zumindest noch bis 2029 Bundesliga-Fußball, doch im internationalen Vereinsfußball ist Mitte 2027 bei RTL/Sky Schluss. Bei der jüngsten Versteigerung der UEFA für vier Spielzeiten ergatterten Paramount und Amazon die Champions League.

Bei den weniger attraktiven Wettbewerben Europa League und Conference League, die zurzeit noch RTL zeigt, schlug der bei den Champions ausgebootete Wettbewerber DAZN zu. Bei der Auktion, die die Agentur des Milliardärs Stephen Ross, "der im Wahlkampf US-Präsident Donald Trump finanziell unterstützt hatte" (epd medie [6]n), ausrichtete, dominierten also global aktive Konzerne aus den USA.

Kein Zufall: Die Turbo-Globalisierung der Medien kennt keine Atempause (und Augenhöhe eigentlich auch kaum). Ob RTL+ sich neben Netflix und Amazon, dem aufdrehenden Paramount der Trump-nahen Milliardäre Larry und David Ellison und dann noch den starken Öffentlich-Rechtlichen sowie dem Berlusconis-geführten ProSiebenSat.1 behaupten kann, wird spannend.

Format-Veteranen und die Müdigkeit des Publikums

Bei anderen Inhalten stellt RTL noch viel eher als die Öffentlich-Rechtlichen die Speerspitze der Nicht-Innovation dar. "GZSZ" läuft seit 1992, "DSDS" seit 2002, "IBES" seit 2004. Falls Sie keine RTL-Zuschauer sind: Um "Gute Zeiten Schlechte Zeiten", "Deutschland sucht den Superstar" und "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!", also das "Dschungelcamp", handelt es sich.

Keines dieser jahrzehntelangen Einschaltquoten-Erfolgsformate war ein RTL-Original. Es handelt sich um australisch-niederländische bzw. britische Formate – wobei Bertelsmann dieses Manko wettmachte, indem es die englische TV-Firma Fremantle kaufte, die am internationalen Weiterlizensieren mitverdiente. Zukunfts-Hoffnungen sehen freilich anders aus. Zumal am ehesten die Veteranen von ganz früher die gewohnten Einschalt-Impulse erzeugen.

"Es stinkt, Dieter Bohlen: Wie lange will sich RTL den Mann noch leisten?", ätzte gerade Micky Beisenherz in der Süddeutschen [7] gegen das "DSDS"-Aushängeschild. Mit vielen Wortspielchen ("Von Mega zu Maga ist der Weg nicht weit") echauffierte sich Beisenherz, der selbst größere Teile seiner relativen Prominenz seiner "IBES"-Mitwirkung verdankt, über ein "Klartext-Interview", das Bohlen dem umstrittenen Youtube-Kanal "Kettner Edelmetalle" gab. Bohlen ließ da Sympathien, etwa für Trump und Russland, erkennen.

Wobei sich natürlich streiten ließe, ob Bohlen nicht neue Zielgruppen für seine RTL-Shows abholen wollte (oder ob Beisenherz in der SZ nicht vor allem "Kettner Edelmetalle" neue Zielgruppen erschließt).

'"Der Wald ist groß, die Finsternis auch', sagte vor langer Zeit der kluge Seher Thomas Bernhard", schließt Beisenherz dann noch aus irgendeinem Bohlen-kritischen Grund. Na ja, nach gegenwärtigem Wissensstand helfen große Wälder dabei, dass das Klima nicht umkippt, ließe sich ergänzen.

Jedenfalls, die Aufregungs- und damit Aufmerksamkeits-Kreise, die Aktivitäten der RTL-Veteranen ziehen, werden kleiner. Niemand zeigt das noch deutlicher als Stefan Raab, den RTL vor einem Jahr aus dem Vorruhestand zurückholte.

Vor allem die Zusage [8] "über ein Produktionsvolumen von garantiert mindestens 90 Millionen Euro", die der Sender dem einst erfolgreichen Produzenten Raab gab, verhindert offenbar langfristig, dass von der größten deutschen Privatfernseh-Gruppe neue Ideen ausgehen.

Weihnachten, Werbeblöcke, Wirtschaftswunder?

Immerhin, ein kleiner Aufmerksamkeits-Erfolg gelingt RTL zum Jahresende doch noch, freilich mit noch älteren Inhalten. Schlagzeilen wie "Weihnachten ohne Sissi? [9]" zirkulieren beträchtlich – und stimmen gar nicht! Die üblichen linearen Wiederholungen der "Sissi"-Filme mit Romy Schneider werden bloß diese Weihnachten nicht bei ARD oder ZDF laufen, sondern auf RTL mit Werbe-Unterbrechungen, die Bertelsmanns Bilanz zum Jahresende etwas aufpeppen dürften.

Was am Ende dem 2011 verstorbenen "Medienmogul" und frühen RTL-Rivalen Leo Kirch [10] zu verdanken ist, der in der prädigitalen Ära keine Kosten scheute, um Filmrollen "bei minus vier Grad, doppelt vakuumverpackt" für die Zukunft zu sichern.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11096115

Links in diesem Artikel:
[1] https://mediadb.eu/die-grosten-medienkonzerne/
[2] https://mediendienst.kna.de/251113-89-00199.html
[3] https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/us-zensur-penguin-random-house-versucht-es-an-schulen-mit-aufklaerung-110789751.html
[4] https://medien.epd.de/article/3964
[5] https://kress.de/news/beitrag/151052-bertelsmann-tochter-territory-trennt-sich-von-100-mitarbeitenden.html
[6] https://medien.epd.de/article/3949
[7] https://www.sueddeutsche.de/medien/dieter-bohlen-kettner-edelmetalle-rtl-dsds-li.3342382
[8] https://www.dwdl.de/nachrichten/99354/mindestens_90_mio_euro_rtl_setzt_viel_auf_raab_entertainment
[9] https://www.sueddeutsche.de/medien/weihnachten-sissi-ard-klassiker-romy-schneider-rtl-li.3343698
[10] https://www.welt.de/kultur/article13487534/Gestorbener-Unternehmer-Filmliebhaber-Leo-Kirch-machte-Sissi-beruehmt.html

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Arbeitszeitgesetz: Regierung ignoriert Wünsche der Beschäftigten

Von Marcus Schwarzbach — 28. November 2025 um 08:00

Marcus Schwarzbach

Mann im Büro, der bei seiner Familie fehlt

Die geplante Reform erlaubt Arbeitstage von über zwölf Stunden – doch eine DGB-Umfrage zeigt: Das Gegenteil ist gewünscht.

Die Umfragewerte der Bundesregierung sind miserabel. Wie weit vermeintlicher Anspruch und tatsächliches Handeln auseinanderliegen, zeigt sich bei den Planungen zum Arbeitszeitgesetz. Die Regierung Merz hat in ihrem Koalitionsvertrag [1] Forderungen formuliert:

"Die Arbeitswelt ist im Wandel. Beschäftigte und Unternehmen wünschen sich mehr Flexibilität. Deshalb wollen wir im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit schaffen – auch und gerade im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf."

Die geplante Neuregelung sieht eine wöchentliche Höchstarbeitszeit vor. Betriebe können von ihren Beschäftigten dann verlangen, über zwölf Stunden zu arbeiten. Die Gewerkschaft NGG warnt [2]: Unternehmen könnten ihre Beschäftigten sogar zu 73,5-Stunden-Wochen verpflichten.

Über 4.000 Beschäftigte zur Arbeitszeit befragt

Die Regierung will "gerade im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf" Arbeitszeiten ändern – welche Wünsche die Beschäftigten haben, zeigt eine gewerkschaftliche Umfrage. Für den "DGB-Index Gute Arbeit 2025 [3]" wurden mehr als 4.000 Arbeitende gefragt, zu welchen Zeiten sie arbeiten würden, wenn sie die Wahl hätten.

Das heutige Arbeitszeitgesetz sieht eine tägliche Arbeitszeit von acht Stunden vor. Zulässig sind allerdings Arbeitszeiten von bis zu zehn Stunden. Bereits heute arbeiten viele länger als acht Stunden.

43 Prozent der Befragten gaben an, diese Grenze sehr häufig oder oft zu überschreiten. Bei weiteren 36 Prozent kommt dies selten vor. Lediglich 21 Prozent geben an, nie länger als acht Stunden zu arbeiten.

Das Befragungsergebnis ist eindeutig: Die Mehrheit würde sich wünschen, den Achtstundentag einhalten zu können. Von den 43 Prozent, die sehr häufig oder oft länger als acht Stunden arbeiten, möchten 59 Prozent Arbeitstage von maximal acht Stunden.

Es werden ganz überwiegend gängige Arbeitszeitlagen gewünscht, die tagsüber in der Zeitspanne zwischen 6 und 18 Uhr liegen. Von den Befragten, die häufig nach 19 Uhr weiterarbeiten, wünschen sich 95 Prozent, ihren Arbeitstag bis spätestens 19 Uhr beenden zu können. Bei Beschäftigten ohne Kinder sind es 91 Prozent. Wenn Kinder zu betreuen sind, möchten sogar 97 Prozent bis 19 Uhr Feierabend haben.

Überstunden als "Übel-Stunden"

Ein Übel sind Überstunden: Gerade das Arbeiten über die vertragliche Arbeitszeit hinaus macht eine Planung des Familienlebens oft unmöglich.

"Das Phänomen, dass Überstunden oftmals nicht vergütet werden, ist nicht neu: Bereits seit Beginn der 2000er-Jahre gibt es mehr unbezahlte als bezahlte Überstunden. Insgesamt ist die Zahl der Überstunden zuletzt zwar eher gesunken. Sie ist aber immer noch beträchtlich.

Die Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) weisen für das Jahr 2024 etwa 1,2 Milliarden Überstunden aus. Die Beschäftigten in Deutschland haben also im vergangenen Jahr Überstunden in einem Umfang geleistet, der mehr als 750.000 Vollzeitstellen entspricht."

IG Metall [4]

Die IG Metall verweist darauf, dass deutlich mehr als die Hälfte der geleisteten Überstunden nicht vergütet wird. Unternehmen senken damit ihre Kosten – zulasten der Beschäftigten.

Überstunden verschärfen gesundheitliche Risiken. Je mehr Überstunden geleistet werden, desto höher sind die Belastungen: Die Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance sinkt, die Zahl der gesundheitlichen Beschwerden nimmt hingegen zu – das verdeutlichen Zahlen [5] des "DGB-Index Gute Arbeit".

Auch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) empfiehlt [6], die geltenden Eckpfeiler des Arbeitszeitgesetzes als "Standards für eine gesunde und sichere Gestaltung von Arbeit". Denn die Abschaffung der täglichen Höchstarbeitszeit erhöht gesundheitliche Risiken.

Die Befragungen des DGB zeigen: Die geplanten Neuerungen im Arbeitszeitrecht sind nicht im Interesse der Beschäftigten. Ein Gesetz im Sinne der Arbeitenden, das eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorsieht, muss anders aussehen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11091454

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.koalitionsvertrag2025.de/sites/www.koalitionsvertrag2025.de/files/koav_2025.pdf
[2] https://www.ngg.net/presse/pressemitteilungen/ngg-warnt-vor-abschaffung-des-8-stunden-tages
[3] https://index-gute-arbeit.dgb.de/++co++107c6f12-6306-11f0-bdc6-a3b3d29f00ea
[4] https://www.igmetall.de/im-betrieb/gesundheit-und-arbeitsschutz/dgb-index-gute-arbeit-ueberstunden-weniger-ist-mehr
[5] https://index-gute-arbeit.dgb.de/++co++6ff847ea-d8b9-11ef-ad1a-2f5860950bb9
[6] https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Fokus/Arbeitszeit-und-gesundheitliche-Auswirkungen

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Anonymisierungsdienst Tor: Bessere Verschlüsselung "Counter Galois Onion"

Von Heise — 27. November 2025 um 14:42
Tor-Logo mit GCO-Symbolbild

(Bild: Tor Project / heise medien)

Das Tor-Projekt arbeitet an einer neuen Verschlüsselung für den Tor-Circuit-Traffic. Sie soll vor einigen Angriffen schützen.

Das Tor-Projekt [1] arbeitet an einer neuen Verschlüsselung für den Tor-Circuit-Traffic. Sie bekommt den Namen „Counter Galois Onion“ (CGO)und soll einige Angriffe verhindern können.

Die Änderungen betreffen die Verschlüsselung der Tor-Relays. Diese setzt auf TLS für die Kommunikationsverschlüsselung zwischen den Relays sowie zwischen Clients und Relays. Allerdings ist ein spezieller Algorithmus zur Verschlüsselung von Nutzerdaten nötig, während diese über mehrere Relays in einem Circuit laufen. Das bezeichnet Tor als Relay-Verschlüsselung. „Der Client teilt einen symmetrischen Schlüssel mit jedem Relay in seinem Circuit und verschlüsselt eine ausgehende Nachricht oder ‚Relay-Zelle‘ mit jedem dieser Schlüssel. Jedes Relay kann eine einzelne Verschlüsselungsebene entfernen, bis die Zelle des Clients das Exit-Relay erreicht“, schreiben die Entwickler.

Auf ihrem Weg durch den Circuit muss Tor sicherstellen, dass die Daten auf dem Weg vom Client nicht verändert werden. Im alten Design zur Prüfung gibt es einige Mängel, die Angriffe ermöglichen, etwa sogenannte „Tagging-Attacks“. Bösartige Akteure können dadurch Traffic im Onion-Netzwerk verfolgen. Sie können aber auch sicherstellen, dass sie beide Enden eines Circuit kontrollieren und den Verkehr gezielt leiten und deanonymisieren. Zwar lassen sich dabei erzeugte höhere Fehlerraten von den Clients erkennen, jedoch führen beispielsweise DDoS-Attacken auf Tor zu Fehlalarmen. Die Tor-Entwickler schätzen diese Attacke als besonders wichtig ein und wollen sie mit dem neuen CGO verhindern.

Weniger wichtige Probleme, die CGO löst

Mit CGO wollen die Programmierer auch weniger gravierende Probleme lösen. Einerseits geht es um Forward-Secrecy, also dem Verhindern davon, dass Sitzungen aus der Vergangenheit in Zukunft entschlüsselt werden können. Das alte Tor-Design nutzt denselben AES-Schlüssel für die gesamte Lebenszeit eines Circuits. Kommt der Key während der Lebenszeit eines Circuits abhanden, lässt sich die ganze Sitzung damit entschlüsseln. „Wenn die Lebensdauer eines Circuits nur wenige Minuten beträgt, ist das nicht weiter schlimm, aber manchmal bleiben Circuits tagelang bestehen“, führt das Tor-Projekt aus. Langlebige Circuits seien demnach sogar besser für die Anonymität, weshalb es eigentlich eine gute Idee sei, sie verstärkt zu nutzen. Ein weiteres Problem stellt ein 4-Byte-Digest für die Authentifizierung einer Zelle. Dazu kommt hier auch noch SHA-1 zum Zuge – „das zumindest sein Alter zeigt“, so die Autoren.

All das soll nun der Counter-Galois-Onion-Algorithmus (Spezifikation [2]) lösen. Die Tor-Entwickler fassen knapp zusammen, dass CGO dafür sorgt, dass die vollständige Nachricht und alle künftigen Nachrichten nicht wiederherstellbar werden, sofern etwaige Stellen der verschlüsselten Daten verändert werden. Die Tor-Maintainer stellen den CGO-Krypto-Algorithmus in einem Paper [3] vor. Detailliertere Informationen finden Interessierte im zugehörigen Blog-Beitrag auf der Tor-Projektseite [4].

Die Implementierung ist auf einem gutem Weg, versichern die Tor-Programmierer. Sie haben CGO bereits für Arti, eine Tor-Umsetzung in Rust, geschrieben. Auch in C liegt eine Umsetzung vor, außerdem ist das Arti-Projekt noch „Work-in-progress“ und unfertig. Als nächste Schritte wollen sie CGO standardmäßig in Arti aktivieren und die CGO-Aushandlung für die Onion-Dienste implementieren – aufgrund der Komplexität könnte das Feature aber Arti vorbehalten bleiben. Zudem wollen sie die Performance für moderne Prozessoren optimieren.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11094425

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/thema/Tor
[2] https://spec.torproject.org/proposals/359-cgo-redux.html
[3] https://eprint.iacr.org/2025/583
[4] https://blog.torproject.org/introducing-cgo/
[5] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[6] mailto:dmk@heise.de

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Open-Source-Entwickler fordern Gleichstellung mit Vereinsarbeit

Von Heise — 27. November 2025 um 14:20
Logo mit Schriftzug Open Source, lila Hintergrund

(Bild: heise medien)

Eine Petition fordert, ehrenamtliche Arbeit an Open-Source-Software rechtlich wie klassisches Ehrenamt zu behandeln – mit steuerlichen Vorteilen.

Der Open-Source-Entwickler Boris Hinzer hat eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht, die freiwillige Arbeit an Open-Source-Projekten als gemeinwohlorientiertes Ehrenamt anerkennen lassen will. Konkret geht es darum, die steuer- und förderrechtliche Gleichstellung mit klassischen Ehrenämtern wie Vereinsarbeit, Jugendbetreuung oder Rettungsdiensten zu erreichen.

Aktuell fallen Code-Beiträge, Dokumentation, Bugfixes oder Community-Management für Open-Source-Projekte nicht in die rechtlichen Kategorien, die der Staat bei der Förderung freiwilligen Engagements berücksichtigt. Wer sich im Sportverein oder bei der Feuerwehr engagiert, kann von Regelungen wie der Ehrenamtspauschale oder der Übungsleiterpauschale profitieren – Open-Source-Entwickler allerdings nicht.

Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung bezeichnet Open-Source-Software zwar als elementaren Baustein für digitale Souveränität [1] – die Arbeit tausender Freiwilliger, die diese Software entwickeln und pflegen, wird jedoch rechtlich nicht entsprechend behandelt. Das führt laut Petition zu einem Ungleichgewicht zwischen gesellschaftlicher Bedeutung und fehlender Anerkennung.

Die Begründung der Petition verweist auf die praktische Bedeutung von Open Source für kritische Infrastrukturen: Internet-Protokolle, Sicherheitsbibliotheken, Gesundheits-IT, KI-Frameworks oder Verwaltungssoftware basieren häufig auf freiwilligen Beiträgen. Sicherheitslücken wie Heartbleed [2] oder Log4Shell [3] haben gezeigt, wie stark Staat, Wirtschaft und Verwaltung von der Arbeit einzelner Maintainer abhängen.

Steuerliche Erleichterungen und Rechtssicherheit

Eine rechtliche Anerkennung als Ehrenamt würde mehrere praktische Konsequenzen haben: Aufwandsentschädigungen könnten steuerfrei nach der Ehrenamtspauschale (840 Euro jährlich) oder der Übungsleiterpauschale (3.000 Euro jährlich) gewährt werden. Open-Source-Projekte hätten es leichter, als gemeinnützig nach Paragraf 52 Abgabenordnung eingestuft zu werden, was Spendenquittungen und Zuwendungen erleichtert.

Bei Haftungsfragen könnten Entwickler ähnlich wie Vereinsvorstände nach Paragraf 31a BGB besser gestellt werden. Projekte könnten Kosten rechtssicher erstatten, ohne dass diese als steuerpflichtiges Einkommen gelten. Die Petition argumentiert, dass dies Transparenz, Rechtssicherheit und Nachhaltigkeit im digitalen Ehrenamt schaffen würde.

Internationale Fördermodelle als Vergleich

Die Petition verweist darauf, dass andere Staaten Open-Source-Engagement bereits durch steuerliche Begünstigungen, institutionelle Förderung oder Anerkennung gemeinnütziger Softwareentwicklung unterstützen. Deutschland riskiere, im globalen Wettbewerb zurückzufallen, wenn Freiwilligenarbeit im digitalen Raum strukturell benachteiligt bleibe.

Der Staat investiere Milliarden in Digitalisierung, ignoriere aber die Menschen, die die technologische Basis freiwillig pflegen, heißt es in der Begründung. Eine Anerkennung als Ehrenamt wäre ein kosteneffizienter Beitrag zur digitalen Souveränität, da Freiwillige Arbeit leisten, die Unternehmen sonst für hohe Stundensätze einkaufen müssten.

Die Petition richtet sich an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags. Interessierte können die Petition auf der Plattform OpenPetition [4] mitzeichnen.


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https://www.heise.de/-11094436

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/100-Tage-Ampelregierung-Open-Source-Befuerworter-sind-schwer-enttaeuscht-6583250.html
[2] https://www.heise.de/news/Der-GAU-fuer-Verschluesselung-im-Web-Horror-Bug-in-OpenSSL-2165517.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Log4Shell-Eine-Bestandsaufnahme-6342536.html
[4] https://www.openpetition.de/petition/online/anerkennung-von-open-source-arbeit-als-ehrenamt-in-deutschland#petition-main
[5] https://www.heise.de/ix
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DoS-Attacken können IBM App Connect Enterprise lahmlegen

Von Heise — 27. November 2025 um 14:11
Eine Frau drückt auf einen symbolischen Updateknopf.

(Bild: Alfa Photo/Shutterstock.com)

Es sind wichtige Sicherheitsupdates für IBM App Connect Enterprise und App Connect Enterprise Certified Container erschienen.

Mehrere Schwachstellen gefährden Systeme mit IBMs Geschäftsintegrationssoftware App Connect Enterprise und App Connect Enterprise Certified Container. Admins sollten die Software zeitnah auf den aktuellen Stand bringen.

Sicherheitspatches installieren

Einer Warnmeldung zufolge [1] ist App Connect Enterprise über drei Sicherheitslücken (CVE-2025-57350 „hoch“ CVE-2025-56200 „mittel“ CVE-2025-64118 „mittel“) attackierbar. Angreifer können Opfern eine mit Schadcode präparierte CSV-Datei unterschieben. Die Verarbeitung führt dann zu Fehlern, die einen DoS-Zustand auslösen. Dagegen sollen die Ausgaben IBM App Connect Enterprise v12- Fix Pack Release 12.0.12.20 und IBM App Connect Enterprise v13- Fix Pack Release 13.0.5.2 gerüstet sein.

App Connect Enterprise Certified Container ist ebenfalls über die drei Lücken angreifbar. Hier schaffen die Ausgaben 12.0.18 (LTS) und 12.18.0 (Continuous Delivery) Abhilfe.

Zuletzt hat IBM Sicherheitslücken im Betriebssystem AIX geschlossen [2].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11094241

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.ibm.com/support/pages/node/7252675
[2] https://www.heise.de/news/IBM-AIX-VIOS-Angreifer-koennen-Ressourcen-blockieren-11087315.html
[3] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[4] mailto:des@heise.de

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Marvel: Die Spider-Man-Serie, die Stan Lee hasste

Von Peter Osteried — 27. November 2025 um 18:37
Mit der ersten Realversion von Spider-Man war sein Schöpfer überhaupt nicht zufrieden.
Das erste Live-Action-Abenteuer mit Spider-Man gab es 1977. (Bild: CBS/Marvel)
Das erste Live-Action-Abenteuer mit Spider-Man gab es 1977. Bild: CBS/Marvel

Stan Lee rührte Zeit seines Lebens die Werbetrommel für Marvel; zur ersten Realserie seines Helden Spider-Man fiel ihm aber nicht viel Positives ein . Die mit 14 Episoden sehr kurzlebige Serie The Amazing Spider-Man schaffte es nie nach Deutschland, ins Kino kamen Episodenkompilationen: Spider-Man (1977), Spider-Man schlägt zurück (1978) und Spider-Man gegen den gelben Drachen (1979). Die Effekte mit dem Spinnennetz und dem Schwingen sind natürlich aus heutiger Sicht eher schwach, waren damals aber durchaus ansprechend.

Der Konflikt fehlt

Peter Parker ist ein Journalist, der durch den Biss einer radioaktiven Spinne zu seinen Superkräften kommt. Er arbeitet unter J. Jonah Jameson bei einer Zeitung. Aber abgesehen von diesen beiden Figuren, nutzt die Serie ein ganz eigenes Ensemble – weil Daniel R. Goodman, der die Serie entwickelte, die Figuren aus den Comics für "infantil" hielt. Stan Lee sah das umgekehrt. Er fand, die Fernsehserie sei "zu kindisch" , während die Comics auch ein älteres Publikum ansprächen. Zudem war er der Meinung, dass die Figur Spider-Man nicht dem entsprach, wie sie hätte sein sollen. Denn Kern der Comics war immer der Konflikt zwischen Peters Privatleben und seinem Leben als Spider-Man. Bei der Fernsehserie war das kaum vorhanden.

Zumindest die Effekte erwähnte er lobend , mehr aber auch nicht.

Die Fortsetzung, die nicht kam

Im Jahr 2002 sagte Nicholas Hammond im Gespräch mit dem Magazin SFX, dass er beinahe seine Rolle als Peter Parker respektive Spider-Man in einem Fernsehfilm, der Spider-Man mit dem Hulk zusammenbringen sollte, wieder aufgenommen hätte. Der Fernsehfilm sollte von Universal Pictures und Columbia Pictures für eine Ausstrahlung im Frühjahr 1984 produziert werden, wobei Hammond neben Ron Satlof und Stan Lee auch als Co-Autor fungieren sollte. Bill Bixby hätte seine Rolle als Dr. David Bruce Banner erneut gespielt und zugleich bei dem Fernsehfilm Regie geführt. Lou Ferrigno wäre ebenfalls in seine Rolle als Hulk zurückgekehrt. Obwohl die meisten Crewmitglieder aus den TV-Serien The Amazing Spider-Man und Der unglaubliche Hulk (1977) beteiligt waren und sogar das neue schwarze Kostüm aus den Comics für Hammonds Spider-Man bereits entworfen wurde, stellte Universal das Projekt aus Budgetgründen ein, bevor die Dreharbeiten überhaupt begannen.

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Ein Deutscher soll zum Mond fliegen: Ein Deutscher soll zum Mond fliegen

Von Patrick Klapetz — 27. November 2025 um 18:13
Auf der Ministerratstagung der Esa in Bremen wurden die ersten drei europäischen Nationen verkündet, deren Astronauten zum Mond fliegen dürfen.
Collage: Deutschland fliegt zum Mond  (Symbolbild) (Bild: Pixabay)
Collage: Deutschland fliegt zum Mond (Symbolbild) Bild: Pixabay

In Bremen wurde in diesem November europäische Weltraumgeschichte geschrieben. Auf der Ministerratstagung der europäischen Raumfahrtbehörde Esa verkündete deren Generaldirektor Josef Aschbacher, welche europäischen Astronauten im Zuge des Artemis-Programms der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa mit zum Mond fliegen dürfen .

Namen nannte er dabei nicht, aber die Nationen, aus denen die zukünftigen europäischen Artemis-Mondastronauten stammen: "Ich habe entschieden, dass die ersten Europäer, die auf einer Mondmission fliegen werden, Esa-Astronauten deutscher, französischer und italienischer Nationalität sein werden" , teilte Aschbacher mit.

Erster Deutscher soll zum Mond fliegen

Ebenfalls anwesend war Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU), die sagte: "Nach über 50 Jahren ist es auch wirklich wieder an der Zeit, dass wir uns dem Mond nähern. Und da ist es großartig, dass jetzt auch endlich ein Europäer und vor allem auch ein Deutscher dabei sein wird" , so die CSU-Politikerin.

Auf deutscher Seite könnten die beiden erfahrenen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer mitfliegen. Aber auch die Reserveastronautinnen Amelie Schoenenwald und Nicola Winter kämen infrage. Sowohl Maurer als auch Gerst betonten bereits mehrfach, dass sie gerne zum Mond fliegen würden.

Ob einer dieser Deutschen dann auch auf dem Mond landen darf oder ob er oder sie für eine Rundreise um den Trabanten ins All aufbrechen wird, wurde zu diesem Zeitpunkt nicht enthüllt. Aber es wird ein Wunsch der Bundesregierung aus ihrem Koalitionsvertrag erfüllt: eine erste Deutsche oder ein erster Deutscher bei einer Mondmission .

Rekordbudget für die europäische Raumfahrt

Weiterhin beschlossen die 23 Mitgliedsstaaten der Esa auf der Ministerratstagung ihr europäisches Raumfahrtbudget für die kommenden drei Jahre. Mitte November kündigte Aschbacher einen Budgetvorschlag von 22 Milliarden Euro an und sagte: "Man muss dazu sagen: Der Betrag, den ich vorschlage als Generaldirektor, ist niemals der Betrag, der danach gezeichnet wird."

Das war deutlich mehr als die 16,9 Milliarden, die noch 2022 in Paris von den Esa-Mitgliedstaaten beschlossen wurden – bereits damals eine Rekordsumme. Doch in Bremen wurde sogar der aktuelle Wunsch von Aschbacher knapp übertroffen. Denn das kommende Drei-Jahres-Budget der europäischen Raumfahrtbehörde beträgt nun knapp 22,1 Milliarden Euro. "Sie haben Geschichte geschrieben" , so der Esa-Chef während der Versammlung.

Deutschland alleine werde 5,4 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bereitstellen, verkündete Bär. Dies sei eine Steigerung von ungefähr 30 Prozent. Auch Frankreich und Italien gehören zu den größten Beitragszahlern – weswegen es nicht überaus überraschend ist, dass gerade aus diesen Ländern die ersten europäischen Artemis-Astronauten kommen sollen.

Zunächst einmal werden mit Artemis II drei US-Amerikaner und ein Kanadier den Mond umkreisen. Die Mission soll voraussichtlich im Februar 2026 starten. Mit Artemis III sollen auch wieder zwei Astronauten auf der Mondoberfläche landen. Bisher war Artemis III für das Jahr 2027 angedacht, doch die Mondlandefähre von SpaceX, ein umgebautes Starship, wird voraussichtlich nicht vor 2028 zur Mondlandung ansetzen können.

Ein Deutscher auf dem Mond?

Eine deutsche Mondlandung ist dabei eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Vermutlich wird einer der deutschen Esa-Astronauten den Mond jedoch nur vom Orbit aus besuchen. Ob dies am Bord des Orion-Raumschiffs sein wird, oder ob bis dahin die Raumstation Lunar Gateway im Mondorbit installiert ist, bleibt vorerst abzuwarten. Ohnehin scheint es frühestens mit der Artemis-IV-Mission so weit zu sein – und die wird wohl nicht vor 2029 oder 2030 starten können.

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