Mit einem kleinen Trick sichert man schnell das individuelle Laufwerks-Icon, um es beispielsweise nach der Formatierung einer SSD weiter verwenden zu können.
Meine kürzlich erworbene SSD zierte in macOS ursprünglich ein kunstvolles Icon. Nachdem ich allerdings per Festplattendienstprogramm die Formatierung von HFS+ auf APFS geändert hatte, war das individuelle Symbol weg und durch ein generisches ersetzt. Wie kann ich das zukünftig verhindern?
Wenn Sie Ihre neue SSD, Festplatte, Speicherkarte oder den USB-Stick am Mac gemounted haben, klicken Sie sie im Finder an und wählen aus dem Ablage-Menü den Befehl "Informationen" (Cmd + I).
Klicken Sie das individuelle Icon links oben an und kopieren Sie es in die Zwischenablage (Cmd + C).
Erstellen Sie nun einen neuen Ordner und öffnen auf gleiche Weise dessen Info-Dialog. Klicken Sie hier das generische Ordnersymbol an und überschreiben Sie es mit Cmd + V.
Nun können Sie das Laufwerk formatieren und anschließend dessen neues (gelbes) Icon durch das auf dem leeren Ordner zwischengeparkte ersetzen. Genauso können Sie ein anderes Icon ersetzen.
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Expenses-App auf allen Plattformen.
(Bild: Blue Comet Labs LLC)
Expenses hilft dabei, den Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu behalten. Das geht nicht nur auf dem Mac, sondern auch mobil.
Die für alle Apple-Systeme verfügbare App sammelt auf Wunsch Ein- und Ausgaben in separaten Tabellen. Damit lassen sich bestimmte Transaktionen getrennt voneinander erfassen – etwa berufliche Posten, Ausgaben während des Urlaubs oder Einkäufe für die Wohngemeinschaft.
Auch Konten lassen sich damit abbilden, Expenses ist jedoch keine Banking-App und agiert eigenständig und unabhängig von Bankkonten. Entsprechend muss man die Daten manuell erfassen – Hilfsmittel wie eine Analyse abfotografierter Bons fehlen jedoch. Neue Einträge klassifiziert man dabei als Eingabe, Ausgabe oder als Überweisung von einer Tabelle zu einer anderen. Das Beschreibungsfeld nimmt weitere Details auf. Frei definierbare Kategorien wie Lebensmittel, Miete oder Shopping helfen später bei der Auswertung.
Jede Kategorie hat eine Farbe und ein Symbol, was die Zuordnung von Buchungen auch in den Listen vereinfacht. Wer zum Mikromanagement tendiert und zahlreiche Kategorien erstellt hat, profitiert von der Suchfunktion. Unterkategorien gibt es jedoch nicht. Datum und Uhrzeit eines Eintrags stellt Expenses standardmäßig auf den aktuellen Zeitpunkt. Der Termin lässt sich jedoch anpassen und auch nachträglich ändern.
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[2] https://www.heise.de/tests/iPhone-17-17-Pro-17-Pro-Max-und-Air-im-Test-10663319.html
[3] https://www.heise.de/tests/AirPods-Pro-3-im-Test-Mit-frischem-Klang-und-ANC-10663123.html
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Rüdiger Suchsland
Filmbild: Copyright Cédric Bertrand - 2025 - Chi-Fou-Mi Productions- Studiocanal - France 2 Cinéma - Jim Films
Digital, fließend und unsichtbar: Cedric Jimenez erzählt von einer Klassengesellschaft mit perfekter Überwachung. Man kann auch in Europa tolle Filme machen.
Paris ist auch nicht mehr, was es mal war. Jedenfalls nicht mehr im Jahr 2045, nicht zufällig genau hundert Jahre nach der Befreiung von der Nazi-Besatzung der französischen Hauptstadt und nur 20 Jahre nach unserer Gegenwart, in denen die Tech-Bros danach drängen, die Politik zu übernehmen.
In dieser gar nicht mehr allzu fernen Zukunft sieht Paris zwar futuristisch aus, ist aber eine Stadt der Überwachung und strengen sozialen Kontrolle, streng in drei Zonen aufgeteilt, die durch Checkpoints miteinander verbunden sind, und die sozialen Klassen voneinander trennen.
In ihrem Zentrum lebt eine Kaste von Privilegierten in luxuriösen Verhältnissen, gestützt durch einen Zweiten Stand, der vor allem von der Angst vor dem Absturz in "Zone 3" geprägt ist.
Alle Teile der Bevölkerung werden durch eine hochkomplexe Künstliche Intelligenz namens ALMA kontrolliert.
ALMA ist nicht nur in der Lage, alle Einwohner zu überwachen, zu erkennen und zu verfolgen, sie ist eine vorausschauende KI, das heißt, sie kann mögliche Verhaltensszenarien berechnen und damit auch im Voraus mögliche Verbrechen. Das reduziert die Fehlermarge der Polizeibeamten, die inzwischen auf einfache Überwacher und Justizangestellte reduziert sind.
ALMA ist kein Schurke; sie ist einfach der logische Endpunkt einer Gesellschaft, die Effizienz über Empathie und Sicherheit über Freiheit stellt.
Doch eines Tages wird ausgerechnet der deutschstämmige Kessel, der Schöpfer von ALMA ermordet. Und das System gerät ins Wanken.
Nun werden Salia, eine hochrangige Beamtin, und Zem, ein abgeklärt-desillusionierter Elite-Polizist aus "Zone 3" mit einem Herz für die Unterprivilegierten, gezwungen, zusammenzuarbeiten, um den Mord aufzuklären und eine mögliche Verschwörung aufzudecken, die mutmaßlich vom Anführer einer revolutionären Organisation von Cyber-Rebellen orchestriert wurde.
Diese "Breakwalls"-Bande, die im Stil von "Anonymous", der Macht zu trotzen versucht, um wieder Gleichheit und Freiheit in der Gesellschaft walten zu lassen, wird von dem rätselhaften Charismatiker John Mafram (Louis Garrel) geführt.
Salia ist ein Produkt des Systems, dem sie dient. Ihr Glaube an dessen Ordnung ist ein Schutzschild gegen das Chaos, das sie beobachtet. Zem dagegen handelt nach Instinkt und mit einer müden Empathie, die in ihrer Willkür von der KI nicht berechnet werden kann.
"Chien 51" heißt im Original der Science-Fiction-Roman des französischen Bestseller-Autors Laurent Gaudé, den der französische Genre-Spezialist Cedric Jimenez jetzt zu einem starbesetzten Kinofilm verwandelt hat, der im Sommer bei den Filmfestspielen von Venedig Premiere hatte – kurioserweise hat der Film, der auch in der englischsprachigen internationalen Fassung "Dog 51" heißt im Deutschen einen völlig neuen (Allerwelts-)Titel bekommen: "Zone 3".
Bei dem Film handelt es sich um eine sehr freie Adaption der Vorlage, und zugleich um das seltene Beispiel europäischen Science-Fiction-Kinos, das visuell durchaus mit Hollywood-Vorbildern mithalten kann.
Regisseur Jimenez bedient sich ein bisschen bei allen Werken des Genres, in deren Zentrum eine ultraintelligente, aber bewusstseinslose Maschine ohne Werte und Humanität steht, der enorme Macht und die Sicherheit aller anvertraut wurde. "I Robot" von Isaac Asimov, HAL, der Supercomputer aus "2001", Und auch an die böse Entität, die in den neuesten beiden Kapiteln der "Mission-Impossible"-Reihe die Hauptrolle spielt.
Sein Paris verbindet ikonische Pariser Wahrzeichen mit der harten Ästhetik eines Polizeistaats. Die visuelle Erzählweise ist kraftvoll; das Publikum spürt die unterdrückende Atmosphäre durch das kalte, blau getönte Licht der offiziellen Zonen und das allgegenwärtige Brummen der Überwachungsdrohnen.
Der digitale, fließende und unsichtbare Gegner scheint der perfekte Feind unserer Gegenwart zu sein – etwas Ungreifbares, das seine Macht vergrößert, indem es Daten und Informationen verschlingt, die Realität manipuliert und die Menschheit in einen Strudel endloser und unlösbarer Paranoia stürzt.
Zugleich wirkt die Diktatur "old school", zur sehr "Orwell" (also repressiv und Bürgerwünsche negierend) und zu wenig "Huxley" (also vergnüglich, konsumistisch und von den Bürgern affirmiert) erscheint sie: Jeder wird durchgehend von der Polizei und den von ALMA ausgesandten Drohnen überwacht und in seiner Freiheit erdrückt; vor allem die Bewohner der "Zone 3", einer Art Getto, das man nur mit einer befristeten Arbeitserlaubnis oder durch den Gewinn eines Fernseh-Quiz' verlassen kann.
Das klassische Prinzip von Jeremy Benthams "Panopticum" wird hier wieder aufgegriffen und zugleich übertroffen, da das ALMA-System nicht nur beobachtet, ohne beobachtet zu werden, sondern auch eine riesige Menge an Daten sammelt und speichert.
Dass ein Film gut aussieht und Schauwerte opulent ausbreitet, das wird zur Zeit von vielen systematisch unterschätzt. Dieser Film sieht sehr gut aus. Und das Vergnügen, einfach dabei zuzusehen, wie hier fantasievoll mit Humor und Einfallsreichtum Zukunftswelten entworfen werden, entschädigt dafür, dass die Story nicht die alleroriginellste ist.
Neue Fragen darf man hier nicht erwarten. Die philosophischen Ideen sind tief und klassisch, aber sie ergeben sich nicht wirklich aus der SF-Welt. Die bietet in erster Linie den Hintergrund einer Neo-Noir-Handlung. Die hier präsentierte "Zukunft" hat einen deutlich retrohaften Charakter.
Abgesehen von dieser Schwäche bleibt das eisige, aber äußerst realistische Bild einer kollabierenden Gesellschaft im Gedächtnis, die autoritären Regierungen und einer freiheitsfeindlichen Technologie ausgeliefert ist.
Zwischen allgegenwärtigen Drohnen, gnadenlosen KIs und korrupten Politikern tritt jedoch auch – so behauptet der Film – der unbezwingbare Eifer der menschlichen Natur hervor, verkörpert durch Zems Skepsis und Salias Entschlossenheit. Zwei verlorene, aber authentische Seelen in einer Welt, die der Technologie und der Virtualität unterworfen ist.
"Zone 3" ist auch hochkarätig besetzt: Zem wird von Gilles Lellouche gespielt, der inzwischen auch als Regisseur Erfolg hat, und Salia, die tapfere Inspektorin, mit straffer Intensität von Adèle Exarchopoulos, die mit "Blau ist eine warme Farbe" weltberühmt wurde. Schließlich Louis Garrel, der den zwielichtig-charismatischen Rebellenführer verkörpert.
"Zone 3" versetzt Ideen von großen Hollywood-Filmen wie "Matrix" und vor allem von Steven Spielbergs "Minority Report" in das europäische Kino – dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man Genre-Filme und teuer aussehende Blockbuster auch auf diesem Kontinent machen kann; und das es Europas Kino sehr guttäte, nicht immer nach Hollywood zu gucken, wie das Kaninchen auf die Schlange.
Wie triftig diese Kritik ist, darf man fragen. Denn auch der Blick des Films auf seine erzeugte Welt ist schematisch: Die Armen sind solidarisch und klassenbewusst, die Reichen böse, und die dazwischen unrealistisch und diversitätsbeseelt.
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Christoph Jehle
Eine Berliner Kanzlei fand eine juristische Lücke: Der Partei fehlt der Nachweis kommerzieller Nutzung – mit Folgen.
Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO [1]) entschied kürzlich nach längerer Verhandlung, dass die AfD die Rechte am Partei-Logo sowie am Namenskürzel verliert.
Im September 2023 [2] hatte eine Berliner Anwaltskanzlei beim EUIPO mit Sitz im ostspanischen Alicante einen Antrag auf Verfall der Markenrechte gestellt und damit ein sogenanntes Löschungsverfahren in Gang gesetzt.
Die Begründung der Berliner war, dass die Marke über einen ununterbrochenen Zeitraum von fünf Jahren nicht ernsthaft genutzt worden sei. EUIPO gab dem Antrag jetzt nach über zwei Jahren statt.
Die von der AfD vorgelegten Unterlagen belegten nach EUIPO nur eine parteiinterne Nutzung, jedoch keine kommerzielle Tätigkeit mit der Marke, so die Begründung des Amtes in seinem Urteil. Die AfD kündigte an, von ihrem Recht auf Beschwerde gegen das Urteil Gebrauch zu machen.
Auf seiner Website beschreibt sich das in der deutschen Öffentlichkeit eher unbekannte Amt, das auf der Verordnung (EU) 2017/1001 [3] des Europäischen Parlaments und des Rates beruht, wie folgt:
"Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) ist die Agentur der Europäischen Union (EU), die für die Verwaltung der Unionsmarken, der eingetragenen Unionsgeschmacksmuster (EUGM), und der geografischen Angaben (g. A.) für handwerkliche und gewerbliche Erzeugnisse, die europäische und internationale Zusammenarbeit im Bereich des geistigen Eigentums sowie die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums zuständig ist.
Das EUIPO spielt eine Schlüsselrolle beim und beteiligt sich an einer zunehmenden Zahl von EU-finanzierten Projekten, die im Rahmen von Beitragsvereinbarungen mit der Europäischen Kommission durchgeführt werden.
Das Ziel der Beobachtungsstelle [4] besteht darin, die Öffentlichkeit über den Schutz und die Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums aufzuklären sowie diesbezüglich Schulungen anzubieten, Systeme zu entwickeln und faktengestützte Daten bereitzustellen. Sie ist zudem für die Einrichtung und den Betrieb der EU-Datenbank verwaister Werke und des öffentlichen zentralen Online-Portals für vergriffene Werke zuständig.
Die Aufgabe des Amtes auf EU-Ebene umfasst die Harmonisierung der Eintragungsverfahren und die Entwicklung gemeinsamer Instrumente in Zusammenarbeit mit seinen Partnern aus nationalen und regionalen Ämtern für geistiges Eigentum in der gesamten EU, den Nutzern und anderen institutionellen Partnern. Gegen alle Entscheidungen, von der eine an einem Verfahren beteiligte Partei betroffen ist, kann bei den Beschwerdekammern [5] des Amtes Beschwerde eingelegt werden."
Die Diskussion über ein Verbot der in Umfragen immer stärker erscheinenden Partei kommen seit geraumer Zeit nicht wirklich vom Fleck, weil viele der Initiatoren davor zurückschrecken, denn sie befürchten, dass der rechtsstaatliche juristische Prozess eines Verbotsverfahrens das erhoffte Ziel aus formalen Gründen nicht erreichen könnte, was in der Folge den Zuspruch für die Partei noch verstärken dürfte.
Die AfD bestätigte inzwischen zudem, dass gegen sieben ihrer Marken beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA [6]) in München Löschungsverfahren laufen, die voraussichtlich erst im nächsten Jahr entschieden werden.
"Unabhängig vom Ausgang dieser Verfahren werden der Name, die Kurzbezeichnung 'AfD' und auch das Logo der AfD durch zahlreiche weitere Marken sowie das Namensrecht umfassend geschützt"
Stellungnahme [7] der AfD
Der jetzt publizierte Verlust der alleinigen Rechte an ihrem Parteilogo sowie am Namenskürzel "AfD", was durch eine EU-Behörde in Spanien erfolgte, wird nicht dazu führen, dass die Partei künftig in der Öffentlichkeit unter dem Kürzel N.N. (Nemo Nescio) auftreten muss.
Der Verlust der Markenrechte erschwert es der AfD allerdings, anderen die Nutzung des Logos oder des Kürzels für kommerzielle Zwecke [8] zu untersagen, etwa auf T-Shirts oder Merchandise-Artikeln mit politischen Botschaften, wie "F*** AfD".
Auch hätte die AfD wohl weniger Möglichkeiten gegen Domains wie "www.wir-sind-afd.de [9]" vorzugehen, unter welcher der Berliner Blogger Nathan Mattes seit November 2015 Originalzitate der AfD aufführt, von welchen er hofft, einer interessierten Öffentlichkeit verdeutlichen zu können, dass die AfD keine konservative Partei ist wie es "die CDU früher war", sondern rechtsradikale Positionen vertritt.
Ein Beitrag auf der Website der Berliner Kanzlei re|Rechtsanwälte [10] stellte am 16. Februar 2018 [11] fest:
"Die AfD versucht seit April 2017, dies zu unterbinden. Sie klagt seit Mai 2017 vor dem Landgericht (LG) Köln und verlangt von Mattes, dass er die Domain www.wir-sind-afd.de aufgibt. Dabei beruft sie sich auf das Namensrecht an der Bezeichnung 'AfD' gem. § 12 BGB [12]. Laut deren Anwälten würde durch die Domain eine 'Namensverwirrung' eintreten. Mattes würde sich den Namen AfD 'anmaßen', dabei legt Mattes direkt auf der Homepage offen, wofür er die AfD hält: Für eine rechtsextreme, rassistische, menschenverachtende Partei."
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.euipo.europa.eu/de[2] https://www.handelsblatt.com/dpa/parteilogo-afd-verliert-im-markenstreit-vor-eu-behoerde/100175762.html[3] https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32017R1001[4] https://www.euipo.europa.eu/en/observatory[5] https://www.euipo.europa.eu/en/the-office/boards-of-appeal[6] https://www.dpma.de/[7] https://www.tagesspiegel.de/politik/parteilogo-afd-verliert-im-markenstreit-vor-eu-behorde-14872262.html[8] https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/afd-markenstreit-eu-behoerde-euipo[9] http://www.wir-sind-afd.de/[10] https://re-rechtsanwaelte.de/[11] https://recht-energisch.de/2018/02/16/wir-sind-afd-de-urteil-des-lg-koeln-vom-06-02-2018/?cn-reloaded=1[12] https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__12.html
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Marcel Kunzmann
Zurück im Spiel: Mit Gemini 3 Pro katapulierte sich Google an die Spitze der LLM-Benchmarks
(Bild: Poetra.RH/Shutterstock.com)
Nach Jahren des Rückstands hat Google mit seinem neuen KI-Modell die Konkurrenz überholt. In Benchmarks liegt Gemini vorn. Ein Blick auf Googles Erfolgsrezept.
Google hat sich nach Jahren des Rückstands an die Spitze des KI-Wettrennens gesetzt. Das neue [1] Sprachmodell Gemini 3 [2] übertraf nach seinem Release letzte Woche ChatGPT und andere Konkurrenten in branchenüblichen Benchmark-Tests und wurde damit zum leistungsfähigsten verfügbaren KI-Chatbot.
Der Erfolg markiert einen Wendepunkt für den Internetriesen, der seit dem Start von ChatGPT vor drei Jahren als zurückliegend galt. Analysten und sogar ehemalige Google-Manager hatten dem Unternehmen Versäumnisse im KI-Bereich vorgeworfen. "Google war wohl immer der dunkle Außenseiter in diesem KI-Rennen", sagte [3] Neil Shah, Analyst bei Counterpoint Research, gegenüber Bloomberg. Es sei "ein schlafender Riese, der nun vollständig erwacht ist".
Die Ankündigung ließ die Aktie der Google-Mutter Alphabet um 1,5 Prozent auf 323,44 Dollar steigen und brachte das Unternehmen näher an eine Marktkapitalisierung von vier Billionen Dollar heran. Konkurrent SoftBank Group, einer der größten Geldgeber von OpenAI, verlor hingegen zehn Prozent aufgrund von Sorgen über die Konkurrenz durch Googles Gemini.
Googles Vorsprung basiert auf einem sogenannten Vollstack-Ansatz. Das Unternehmen entwickelt nicht nur die KI-Anwendungen, die Nutzer verwenden, sondern auch die zugrundeliegenden Softwaremodelle, die Cloud-Computing [4]-Architektur und die Chips. "Wir haben einen vollständigen, tiefgreifenden Vollstack-Ansatz für KI gewählt", sagte CEO Sundar Pichai vor Investoren. "Und das zahlt sich wirklich aus."
Ein zentraler Baustein sind Googles eigene Tensor Processing Units (TPUs), die das Unternehmen vor über einem Jahrzehnt entwickelte. Während Google lange Zeit der einzige Kunde für diese Chips war, ändert sich das nun. Das KI-Startup Anthropic kündigte im Oktober an, bis zu eine Million Google-TPUs in einem Deal im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar zu nutzen. Medienberichten zufolge plant auch Meta, Googles Chips ab 2027 in seinen Rechenzentren einzusetzen.
Die Nachricht über Metas mögliche Nutzung von Google-Chips ließ die Alphabet-Aktie weiter steigen, während Nvidia-Aktien um 2,6 Prozent fielen und 115 Milliarden Dollar an Marktwert verloren. "Viele andere sind bei ihrem Versuch, eigene Chips zu bauen, gescheitert, aber Google kann hier eindeutig einen weiteren Erfolg verbuchen", schrieb Ben Barringer, Leiter der Technologieforschung bei Quilter Cheviot.
Das neue Gemini 3 Pro-Modell erreichte Spitzenplätze in den vielbeachteten KI-Ranglisten LMArena [5] und Humanity's Last Exam [6]. Andrej Karpathy, Gründungsmitglied von OpenAI, bezeichnete es als "eindeutig ein Tier-1-LLM" (Large Language Model). Google bewirbt das Modell als fähig, komplexe Wissenschafts- und Mathematikprobleme zu lösen sowie hartnäckige Probleme wie fehlerhafte Textgenerierung in Bildern zu beheben.
Tulsee Doshi, Senior Director für Produktmanagement bei Gemini, testete das Modell mit Gujarati, einer in Indien weit verbreiteten Sprache, die im Internet wenig präsent ist. Die Ergebnisse überzeugten sie: "Ich nenne es Lebenszeichen", sagte sie. "Die Leute kamen zurück und sagten: 'Ich spüre es, ich denke, wir haben etwas getroffen.'"
Aaron Levie, CEO des Cloud-Unternehmens Box, testete das Modell bei der Analyse komplexer Dokumentensätze. "Zuerst mussten wir die Augen zusammenkneifen und fragen: 'Okay, haben wir etwas falsch gemacht in unserer Bewertung?', weil der Sprung so groß war", sagte er.
Googles Erfolg ist das Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung. Anfang 2023 bündelte das Unternehmen seine KI-Bemühungen unter Demis Hassabis, dem Leiter des Londoner KI-Labors DeepMind. Trotz einiger Rückschläge, wie dem verpatzten Start eines Bildgenerierungstools, konzentrierte sich die KI-Abteilung fortan fast ausschließlich auf grundlegende Modelle, die mit OpenAI, Microsoft und anderen mithalten können.
Die Bemühungen zahlen sich aus: Google sagte vergangene Woche, dass 650 Millionen Menschen die Gemini-App nutzen. OpenAI gab kürzlich bekannt, dass ChatGPT 800 Millionen wöchentliche Nutzer erreicht hat. Googles Cloud-Geschäft meldete im dritten Quartal Umsätze von 15,2 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Trotz der Erfolge bleiben Herausforderungen. Googles Cloud-Geschäft liegt weiterhin auf dem dritten Platz hinter Microsoft und Amazon Web Services. Zudem sind Googles TPUs nur über den eigenen Cloud-Service zugänglich, was Kunden an das Google-Ökosystem bindet. "Sobald man TPUs nutzt, ist man an das Google-Cloud-Ökosystem gebunden [7]", sagte Meryem Arik, CEO des KI-Startups Doubleword.
Dennoch zeigen sich Analysten optimistisch. "Es ist definitiv fair zu sagen, dass Google mit Gemini 3 wieder im Spiel ist", sagte Thomas Husson, Analyst bei Forrester. "Tatsächlich waren die Berichte über Googles Tod, um Mark Twain zu paraphrasieren, stark übertrieben, um nicht zu sagen irrelevant."
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Links in diesem Artikel:[1] https://blog.google/intl/de-de/unternehmen/technologie/gemini-3-0-launch/#vorwort-sundar-pichai[2] https://gemini.google.com/[3] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-25/google-the-sleeping-giant-in-global-ai-race-now-fully-awake?embedded-checkout=true[4] https://www.heise.de/tp/article/Wird-Deutschland-zur-Datenkolonie-USA-haben-16-mal-mehr-Rechenpower-als-wir-11075794.html[5] https://lmarena.ai/leaderboard[6] https://agi.safe.ai/[7] https://www.heise.de/tp/article/89-Prozent-der-Unternehmen-Ausgeliefert-an-auslaendische-IT-Anbieter-11080101.html
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Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA warnt vor Angriffen auf Nutzer von Messengern wie Signal oder WhatsApp.
Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA hat eine Warnung für Messenger-Nutzerinnen und -Nutzer herausgegeben. Die stehen demnach im Visier mehrerer Cybergangs(ter), die ihnen kommerzielle Spyware unterschieben wollen.
Die Täter nutzen fortschrittliche Opfersuch- und Social-Engineering-Techniken, um Spyware einzuschleusen und unbefugten Zugriff auf die Messenger-Apps der Opfer zu erlangen, erklärt die CISA in ihrer Warnmeldung [1]. Die Mobilgeräte der Opfer könnten in dem Zuge noch weiter durch die Installation zusätzlicher bösartiger Software kompromittiert werden.
Die Angreifer setzen dabei auf Phishing und bösartige QR-Codes zum Verknüpfen von Geräten, um Konten der Opfer zu kompromittieren und sie mit Geräten zu verbinden, die unter ihrer Kontrolle stehen [2]. Sie missbrauchen auch Zero-Click-Exploits, um ohne jedwede Nutzerinteraktion unbefugten Zugriff zu erlangen – Ende August wurde eine derartige, bereits attackierte Schwachstelle in WhatsApp [3] bekannt. Weitere Bedrohungsszenarien stellen gefälschte Messenger-App-Plattformen dar: Webseiten, die jene von Diensten wie Telegram oder Signal oder anderen populären Diensten imitieren [4] und dort bösartige Spyware wie Clayrat [5] verteilen.
Die CISA erklärt weiter, dass die Ziele opportunistisch ausgewählt werden. Es gebe jedoch Hinweise, dass die Cyberangreifer einen Fokus auf hochrangige Personen haben – etwa aktuelle oder ehemalige hochrangige Regierungs-, Militär- und politische Beamte und Mitarbeiter, aber ebenso solche aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Individuen aus den Vereinigten Staaten, dem Mittleren Osten und Europa. Die CISA empfiehlt daher, den Hinweisen zu den Best Practices in mobiler Kommunikation zu folgen.
In dem PDF-Dokument gibt die Behörde Tipps [6] wie die Empfehlung, nur Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kommunikation zu nutzen, wie sie Signal oder vergleichbare Apps liefern. Die sollte für alle genutzten Plattformen bereitstehen. Messenger-Nutzer sollten aufmerksam bleiben und nicht etwa auf Social-Engineering-Varianten hereinfallen, bei denen Angreifer behaupten, das Konto sei kompromittiert und ihnen dann Zugriff darauf gewähren. Weiter empfiehlt die CISA Authentifizierung mit FIDO, idealerweise mit Hardware-Dongles, um besser vor Phishing geschützt zu sein. Auf jeden Fall sollte auf Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) mit SMS verzichtet werden. Derartige und weitere Tipps sowie Spezialisierungen jeweils für Android und iOS liefert das Dokument Interessierten.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.cisa.gov/news-events/alerts/2025/11/24/spyware-allows-cyber-threat-actors-target-users-messaging-applications
[2] https://www.heise.de/news/Signal-Gefaehrliche-Gruppeneinladungen-vom-Gegner-10289404.html
[3] https://www.heise.de/news/Zero-Click-Angriff-auf-Apple-Geraete-via-WhatsApp-10626629.html
[4] https://www.heise.de/news/Gefaelschte-Telegram-App-spioniert-unter-Android-7455996.html
[5] https://zimperium.com/blog/clayrat-a-new-android-spyware-targeting-russia
[6] https://www.cisa.gov/sites/default/files/2025-11/guidance-mobile-communications-best-practices-20251124_508c.pdf
[7] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[8] mailto:dmk@heise.de
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Eine großangelegte Simulation an einer deutschen Universitätsklinik zeigt: Gängige Schutzmaßnahmen wie [EXTERN]-Tags versagen, technische Filter wirken.
Gängige Anti-Phishing-Maßnahmen wie die [EXTERN]-Kennzeichnung von E-Mails bieten Krankenhausbeschäftigten kaum Schutz vor Betrugsversuchen. Das zeigt eine umfangreiche Studie von Security-Forschern, darunter Luigi Lo Iacono von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Sie wurde im Oktober auf der renommierten ACM Conference on Computer and Communications Security vorgestellt und steht jetzt öffentlich zur Verfügung [1].
In einer großangelegten Phishing-Simulation mit 7.044 E-Mail-Konten einer deutschen Universitätsklinik untersuchten die Sicherheitsforscher, welche Schutzmaßnahmen tatsächlich wirken – mit ernüchterndem Ergebnis: Etwa ein Viertel der Beschäftigten wäre demnach bereit gewesen, die eigenen Zugangsdaten preiszugeben.
Besonders anfällig zeigten sich Mitarbeiter bei E-Mails, die morgens verschickt wurden: Die Interaktionswahrscheinlichkeit stieg um 5,6 Prozentpunkte, bei medizinischem Personal sogar um 13,5 Prozentpunkte. Auch die Gestaltung der E-Mails spielte eine Rolle, denn einfaches Textformat statt HTML erhöhte die Anfälligkeit um 4,9 Prozentpunkte. E-Mails mit Verlustängsten wie „Ihr Account läuft ab“ steigerten sie um 6,7 Prozentpunkte.
Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass explizite Warnbanner und Spamfilter das riskante Verhalten um bis zu 94 Prozent reduzieren können. Das Deaktivieren von Links und Browser-Warnungen zeigte immerhin eine eingeschränkte Schutzwirkung. Die weitverbreitete [EXTERN]-Kennzeichnung von E-Mails erwies sich hingegen als weitgehend wirkungslos – ein Befund, der bisherige Erkenntnisse zur mangelhaften Wirksamkeit von Phishing-Trainings [2] ergänzt.
Die Studie dokumentierte auch die psychologischen Auswirkungen: Ein beachtlicher Teil der Mitarbeiter reagierte auf die Phishing-Simulation mit Angst, Scham und Schuldgefühlen. Die Forscher betonen, dass die emotionalen Kosten solcher Simulationen gegen die Sicherheitsvorteile abgewogen werden müssen.
Entsprechend fordert Studienleiter Luigi Lo Iacono [3] von der JLU Gießen verstärkte technische Schutzvorkehrungen: „Es ist essenziell, dass technische Schutzvorkehrungen gestärkt werden, um die Resilienz gegenüber Cyberkriminalität zu erhöhen. Vor allem im Gesundheitssektor, der zunehmend Ziel von Cyberangriffen wird, besteht akuter Handlungsbedarf.“
Die Erkenntnisse unterstreichen die Dringlichkeit der aktuellen Bemühungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, das Webmail-Anbieter stärker in die Pflicht nehmen [4] will. Das BSI fordert im Jahr der E-Mail-Sicherheit [5] ebenfalls verstärkte technische Schutzmaßnahmen wie automatische Spamfilter und Phishing-Warnungen, die ohne Zutun der Nutzer wirken. Die Gießener Studie liefert nun empirische Belege, dass genau solche technischen Lösungen deutlich effektiver sind als verhaltensbasierte Ansätze.
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[1] https://dl.acm.org/doi/10.1145/3719027.3765164
[2] https://www.heise.de/news/Verbesserung-von-nur-1-7-Prozent-Phishing-Training-fast-immer-wirkungslos-10539174.html
[3] https://www.uni-giessen.de/de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm188-25studiezuphishingankrankenhaeusern
[4] https://www.heise.de/news/IT-Sicherheit-BSI-will-Webmail-Anbieter-staerker-in-die-Pflicht-nehmen-11090143.html
[5] https://www.heise.de/news/BSI-Macht-2025-zum-Jahr-der-E-Mail-Sicherheit-10498084.html
[6] https://www.heise.de/ix
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Angreifer können unter anderem an einer kritischen Sicherheitslücke in Nvidias KI-Computer DGX Spark ansetzen.
Nvidias KI-Hard- und Software DGX Spark und NeMo Framework sind verwundbar. Sicherheitsupdates schließen mehrere Schwachstellen. Im schlimmsten Fall können Angreifer Systeme nach der Ausführung von Schadcode in Gänze kompromittieren. Bislang gibt es keine Berichte zu laufenden Attacken.
Mit NeMo können Entwickler unter anderem große Sprachmodelle (LLMs) aufsetzen. DGX Spark ist ein auf KI-Anwendungen spezialisierter Computer.
Eine „kritische“ Lücke (CVE-2025-33187) in DGX OS betrifft die SROOT-Komponente und Angreifer können auf einem nicht näher beschriebenen Weg auf eigentlich abgeschottete SoC-Bereiche zugreifen. Das kann unter anderem in der Ausführung von Schadcode enden.
Wie aus einer Warnmeldung hervorgeht [1], haben die Entwickler insgesamt vierzehn Sicherheitslücken in DGX OS OTA0 geschlossen. Alle vorigen Versionen sind verwundbar. Der Großteil ist mit dem Bedrohungsgrad „mittel“ eingestuft. Sind Attacken erfolgreich, können Angreifer unberechtigt auf Informationen zugreifen oder Dienste via DoS-Attacke lahmlegen. Außerdem kann Schadcode auf Computer gelangen.
In einem Beitrag zu NeMo Framework [2] haben die Entwickler zwei nun geschlossene Softwareschwachstellen (CVE-2025-33204, CVE-2025-33205) aufgelistet. In beiden Fällen kann es zur Ausführung von Schadcode kommen. Davon sind alle Plattformen betroffen. Die Entwickler versichern, die Sicherheitsprobleme im NeMo Framework 2.5.1 gelöst zu haben. Alle vorigen Ausgaben sollen angreifbar sein.
Erst kürzlich hat Nvidia mehrere Sicherheitslücken in den KI-Werkzeugen AIStore Framework, NeMo Framework und Triton Interference Server geschlossen [3]. An diesen Stellen können sich Angreifer unter anderem höhere Nutzerrechte verschaffen.
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[1] https://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/5720
[2] https://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/5729
[3] https://www.heise.de/news/Sicherheitsluecken-Nvidia-ruestet-KI-Werkzeuge-gegen-moegliche-Attacken-11076583.html
[4] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[5] mailto:des@heise.de
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Ab jetzt kann der TÜV-Bericht online angesehen und beispielsweise an Gebrauchtwageninteressenten weitergegeben werden.
Der sogenannte Digitale Untersuchungsbericht (DUB) steht für Hauptuntersuchungen zur Verfügung, die ab jetzt durchgeführt werden. Für frühere Prüfungen lässt sich der Bericht beim Kraftfahrt-Bundesamt nicht nachträglich abrufen. Die Behörde speichert lediglich Daten von Untersuchungen, die nach dem Start des Systems stattfanden.
Halter können den Bericht auf drei Wegen aufrufen. Möglich ist der Zugriff über einen QR-Code, einen direkten Link oder durch manuelle Eingabe auf der KBA-Website. Dabei werden drei Angaben benötigt: die Nummer des Untersuchungsberichts, die Schlüsselnummer der Prüforganisation sowie eine Identifikationsnummer.
Eine Weitergabe an Dritte ist explizit vorgesehen, etwa beim Verkauf eines Fahrzeugs. Der Zugriff lässt sich durch Änderung der Zugangsdaten jederzeit wieder entziehen. Die digitale Version existiert parallel zur gedruckten Form, die weiterhin ausgehändigt wird.
Das Kraftfahrt-Bundesamt stellt den Bericht in deutscher und englischer Sprache bereit. Allerdings können aus technischen Gründen nicht alle Inhalte vollständig ins Englische übertragen werden. Die wesentlichen Informationen bleiben aber auch in der englischen Version nachvollziehbar.
Anders als die Online-Registerauskunft funktioniert der DUB ohne elektronischen Identitätsnachweis. Es werden keine personenbezogenen Daten über die eID abgefragt. Damit unterscheidet sich das Verfahren von anderen digitalen Behördendiensten. Der Bericht ist zudem nicht in die i-Kfz-App integriert und funktioniert unabhängig davon.
Die rechtliche Grundlage bilden Paragraf 29 und 29a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung sowie Anlage VIII. Ergänzend gilt eine Verkehrsblattverlautbarung von 2025, die das Abrufverfahren für Hauptuntersuchungsdaten regelt. Das Kraftfahrt-Bundesamt verweist auf diese Vorschriften als Basis für die neue Dienstleistung.
Die Entwicklung erfolgte im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung von Verwaltungsabläufen. Das Kraftfahrt-Bundesamt erhofft sich davon eine Vereinfachung für Fahrzeughalter. Ob und wann der digitale Bericht den gedruckten vollständig ablösen kann, bleibt offen.

Die Deutsche Telekom hat sich zu Kritiken an neuen Fällen von Überbau geäußert. Mit deutschlandweit inzwischen mehr als zwölf Millionen Haushalten (Homes Passed) setze man "als größter Netzbetreiber beim Ausbau zuallererst auf den Eigenausbau, weil wir unseren Kunden ein stabiles und zuverlässiges Netzerlebnis bieten wollen" . Das sagte Unternehmenssprecherin Sandra Rohrbach Golem am 26. November 2025 auf Anfrage, was indirekt als Kritik an anderen Netzen verstanden werden kann.
Man investiere hohe Summen, um nach und nach weitere Gebiete und Kommunen zu versorgen. Tatsächlich können keine zwölf Millionen Haushalte FTTH von der Telekom nutzen. Einen Glasfaseranschluss können nur diejenigen buchen, die Homes Connected sind. Zu dieser Anzahl macht die Telekom keine aktuellen Angaben.
Die Telekom weist Haushalte dann als ausgebaut aus, wenn die Ausbaustufe Homes Passed erreicht und Glasfaser bis an die Grundstücksgrenze oder bis in die Straße gelegt ist. Für so versorgte Haushalte, die Fiber To The Home (FTTH) bei der Telekom bestellen, bedeutet das jedoch nicht, dass sie den Zugang ins Haus dann auch zeitnah gelegt bekommen.
Die Telekom hat zwar viele Partnerschaften mit anderen Netzbetreibern, kauft aber kaum Vorleistungen bei ihnen ein . Rohrbach dazu: "Gleichzeitig hat die Telekom auch rund 50 Kooperationen und Partnerschaften. Diese kommen zustande, wenn wir mit Unternehmen vertrauensvoll und langfristig zusammenarbeiten können. Dann nutzen wir auch ein Netz von anderen. Ein Kriterium ist beispielsweise, dass Partner Service und Entstörung rund um die Uhr anbieten kann – so wie wir."
Dafür, dass andere Unternehmen schon erheblich länger Glasfaser breit ausbauen als die Telekom, sei ihre Sichtweise zu Partnerschaften problematisch, meinen Branchenexperten. Sven Knapp, Leiter des Hauptstadtbüros des Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation), sagte Golem am 15. September 2025 : "Die Telekom propagiert öffentlichkeitswirksam ihre Offenheit für Kooperationen. In der Praxis setzt sie allerdings ausschließlich auf Kooperationen auf Basis ihres sogenannten Faser-Mietmodells und verweigert den Einkauf von Bitstrom-Vorleistungen – obwohl sie selbst ihren Vorleistungsnachfragern ausschließlich Bitstrom-Kooperationen anbietet."

Ein Saugroboter kann Menschen den Alltag sehr erleichtern und ihnen viel Arbeit abnehmen. Oft bleibt im Alltag zwischen Beruf und Familienleben wenig Zeit, noch für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Leben noch Haustiere im Haushalt, kommen zudem viele Haare hinzu. Hier bieten sich die Angebote auf Saugroboter von Roborock, Dreame und Ecovacs während Amazons Black Friday Woche an. Im Vergleich mit der UVP lassen sich hier bis zu 900 Euro sparen.
Den höchsten Rabatt können Käufer des Roborock Qrevo Curv machen. Der Saugroboter ist bei Amazons Black Friday Woche 900 Euro günstiger als die UVP. Er ist mit einer Saugkraft von 18.500 Pa besonders leistungsstark und soll auch Tierhaare mühelos aus diversen Bodenarten entfernen können. Der Roboter erreicht auch Ecken und kann sein Chassis um bis zu 10 mm anheben. Dadurch lassen sich Hindernisse von bis zu 4 cm Höhe überwinden. Besonders hartnäckige Flecken entfernt der Saugroboter zudem dank der Wischfunktion mit den integrierten Wischmopps.
Der Saugroboter Roborock Qrevo Curv wird mit einer Dockingstation ausgeliefert. In dieser wird der aufgesammelte Schmutz automatisch entleert und das Reinigungswasser ausgetauscht. Zudem reinigt das Gerät dort die Wischmopps. Der Roboter erstellt Karten von verschiedenen Räumen und Etagen und erkennt selbstständig, wohin er fahren darf, und umkurvt Hindernisse eigenständig. In der Roborock App können Nutzer Einstellungen anpassen und Pläne erstellen. Durch den Zuruf "Hallo Rocky" lässt sich der Saugroboter auch per Sprachsteuerung bedienen.
Während der Black Friday Woche ist der Roborock Qrevo Curv bei Amazon gegenüber der UVP um 900 Euro reduziert. Der Saugroboter ist bei Amazon-Nutzern äußerst beliebt und wurde im vergangenen Monat mehr als 8.000-mal bestellt. Wer jetzt zuschlägt, zahlt statt der UVP von 1.499 Euro nur noch 599 Euro. Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat reicht.
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roborock Qrevo Curv Saugroboter mit Wischfunktion&Hebarem Wischmopp, Dual Anti-Tangle-System, AdaptiLift Chassis, 18.500Pa, 75°C Heißwasser-Moppwäsche, Intelligente Schmutzerkennung&Sprachassistent
900 Euro RabattEin günstiges Modell ist der Roborock Q7 L5+ im Set mit zwei Staubbeuteln und einer Absaugstation. Aktuell ist er für nur 186,99 Euro im Angebot. Im vergangenen Monat wurde er mehr als 7.000-mal verkauft. Das gleiche gilt für den Dreame L10s Ultra Gen 2 . Der Saugroboter mit Wischfunktion kostet statt 499 Euro nur noch 359 Euro.
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roborock Q7 L5+ Set Saugroboter mit Wischfunktion Absaugstation, verbessert von Q5 Pro+, Dual Anti-Tangle System, 8000Pa Saugkraft, LiDAR-Navigation, Staubsauger Roboter für Teppiche&Tierhaar, Schwarz
Nur 186,99 Euro
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Dreame L10s Ultra Gen 2 Saugroboter mit Wischfunktion,MopExtend RoboSwing-Technologie, 10.000 Pa Vormax-Saugkraft, Haustiermodus, vollautomatischer Basisstation,vielseitiger Teppichreinigung
Für nur 359 EUR mitnehmenEbenfalls beliebt ist der Ecovacs Deebot T50 Pro Omni Gen2 . Dieser kostet dank 500 Euro Rabatt nur noch 399 Euro.
Ebenfalls interessant ist der Dreame Aqua10 Ultra Roller Complete . Durch den Preisnachlass von 550 Euro kostet er nur noch 949 Euro.
Der Ecovacs X11 Omnycyclone ist auf 819 Euro im Preis gesenkt.
Für den Saugroboter Mova V50 Ultra Complete werden dank 35 Prozent Rabatt nur noch 777 Euro fällig.
Der Roborock Q7 M5 im Set mit zwei Staubbeuteln ist um 36 Prozent auf nur noch 159,99 Euro reduziert.
Für den Roborock Qrevo Edge S5A werden statt der UVP von 999,99 nur noch 649 Euro fällig. Aktuell gibt es noch einen zusätzlichen Coupon, dessen Aktivierung zu einem Endpreis von nur noch 549 Euro führt.
Der Roborock S8 MaxV Ultra freut sich über 350 Euro Preisnachlass und einen Angebotspreis von nur noch 749 Euro.
Gut 600 Euro lassen sich auf den Roborock Saros 10R sparen, der nur noch 849 Euro kostet.
Der derzeitige Bestseller im Bereich Saugroboter ist der Roborock QV 35S . Dieser ist derzeit exklusiv für Prime-Mitglieder von 689 Euro auf 359,99 Euro reduziert. Nutzer ohne Prime-Account zahlen 489,99 Euro.
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ECOVACS DEEBOT T50 PRO Omni Gen2 Saugroboter mit Wischfunktion, Ausfahrende Seitenbürste und Wischmopp, 21.000 Pa, Auto Zugabe von Reinigungslösung, Moppwäsche mit 75°C heißem Wasser, Ultradünn 81 mm
500 Euro Rabatt sichern
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dreame Aqua10 Ultra Roller Complete Saugroboter mit Wischfunktion, 30.000Pa Saugkraft, 8 cm Hindernisfreiheit, Selbstreinigung der Rollen, automatisches Entleeren, intelligente Sprachsteuerung
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ECOVACS X11 OMNICYCLONE Saugroboter mit Wischfunktion, Blast + 19.500 Pa, ultraschnelles Akkuladen, OZMO Roller 2.0, Klettern max. 4 cm Höhe, Ausfahrender Wischmopp, PureCyclone 2.0 Auto-Entleerung
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Mova V50 Ultra Complete Saugroboter mit Wischfunktion 24.000 Pa, 6cm Hindernisüberwindung, Liftable Navigation+RGB AI+LED, 80°C Heißwasserwäsche & 63°C Selbsttrocknung, DuoSolution System, Tricut Bürste
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roborock Q7 M5-Set Saugroboter mit Wischfunktion, 10.000Pa Saugkraft, Dual Anti-Tangle-System, 150Min Laufzeit, LiDAR Navigation, Staubsauger Roboter für Teppich, Tierhaare, APP Steuerung (Schwarz)
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roborock Qrevo Edge S5A Saugroboter mit Wischfunktion,Dual Anti-Tangle-System,18.500Pa,FlexiArm Design Kantenreinigung, Hebarem Wischmopp,75°C Heißwasser-Moppwäsche (Schwarz)
450 Euro Rabatt mitnehmen
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roborock S8 MaxV Ultra Saugroboter mit Wischfunktion&Hebarem Wischmopp, Umfangreiche Reinigung Durch die ausfahrbaren Seitenbürste, 10.000 Pa, 60 °C Heißwasser-Moppwäsche, All-in-One-Dock
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roborock Saros 10R Saugroboter mit Wischfunktion&angebbarem Wischmopp, 7,98cm Ultra-Slim Design, StarSight System 2.0, Zero-Tangle System
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roborock QV 35S Saugroboter mit Wischfunktion, 10.000 Pa HyperForce Saugkraft, Anti-Tangle-Bürsten, Anhebbare Schleudermopps, Intelligente Hindernisvermeidung, Multifunktions-Dockingstation (Schwarz)
359,99 Euro für Prime-MitgliederDarüber hinaus sind im Rahmen der Black Friday Woche bei Amazon viele weitere Angebote erhältlich. Ständig aktualisierte Deals-Übersichten finden sich hier.
Wer sich jetzt für die Visa-Kreditkarte von Amazon entscheidet, sichert sich als Prime-Mitglied eine Startgutschrift von 40 Euro, ohne Prime-Account sind es immerhin 30 Euro. Auf die Karte fällt keine Jahresgebühr an, auf Einkäufe bei Amazon erhalten Kunden ein Prozent in Punkten auf ihr Konto gutgeschrieben. Bei Käufen bei allen anderen Händlern, die Visa akzeptieren, sind es 0,5 Prozent. Prime-Mitglieder erhalten in der Zeit vom 27. November bis zum Cyber Monday sogar zwei Prozent Gutschrift.
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Visa Kreditkarte von Amazon mit bis zu 40 Euro Startguthaben
Bis zu 40 Euro Startguthaben sichernDieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf der Produkte über diese Links erhält Golem eine kleine Provision. Das ändert nichts am Preis der Artikel.
Manchmal braucht man ein Tool, mit dem man hinter die Fassade einer Seite schauen kann. Das Urgestein WhatWeb erledigt das in Windeseile.
WhatWeb ist ein Kommandozeilentool, das Webseiten und deren Inhalte durchforstet, um die zugrunde liegende Architektur ans Tageslicht zu bringen. Der Scanner verwendet dazu über 1800 sogenannte Plug-ins, die sich beim Verbindungsaufbau zur Webseite unter anderem HTTP-Header, Cookies, Meta-Tags, HTML-Inhalte, JavaScript-Dateien, Server-Banner, typische Framework-Pfade und eingebundene Bibliotheken anschaut.
Das ist hilfreich für Pentester, aber auch für Hoster eigener Projekte, um in nur wenigen Sekunden zu erkennen, welche Services zum Einsatz kommen und ob sich welche davon als Angriffsvektor eignen, weil sie etwa veraltet sind. Das Tool gibt es schon seit 2009, wird aber immer noch mit Updates versorgt.
WhatWeb ist in Ruby geschrieben und wurde primär für Linux entwickelt. Eine Installation unter Windows ist daher gar nicht so leicht, weshalb wir Windows-Nutzern empfehlen, auf das Windows-Subsystem für Linux (WSL) auszuweichen (wsl --install installiert Ubuntu). Mit WSL haben Sie Zugriff auf eine Linux-Konsole und können Tools wie WhatWeb weitaus bequemer installieren als direkt auf Windows.
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[1] https://www.heise.de/ratgeber/WhatsWeb-Webseiten-Scanner-im-Test-11078848.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/KI-Browser-Was-hinter-den-Trojanische-Surfbrettern-steckt-10973803.html
[3] https://www.heise.de/tests/Smarter-surfen-Sieben-Browser-mit-KI-Funktionen-im-Vergleich-10665754.html
[4] https://www.heise.de/tests/Smarter-surfen-Sieben-Browser-mit-KI-Funktionen-im-Vergleich-10665754.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Ungestoert-surfen-Werbung-Banner-Tracking-und-andere-Quaelgeister-loswerden-10501676.html
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(Bild: olimex)
Weihnachtszeit für Maker: Mit roten und grünen Platinen von Olimex lassen sich blinkende Ornamente selbst löten.
Die Weihnachtszeit ist angebrochen und man kann sich mit einem warmen Kakao ans Fenster stellen und den Schneeflocken zuschauen... Wem als Maker der Kakao nicht heiß genug ist und die Schneeflocken zu langsam fallen, der kann sich jetzt den Lötkolben schnappen und mit weihnachtlichen Lötkits von Olimex blinkenden Maker-Schmuck für den Weihnachtsabend basteln.
Drei festliche Platinenmotive sind dazu im Olimex-Shop erhältlich. Eine klassische Christbaumkugel, ein singender, klingender Weihnachtsmann und ein Mini-Weihnachtsbaum, den man in 3D zusammenstecken kann.
Alle Kits bestehen aus weihnachtlich roten bzw. grünen Platinen und kommen mit einer Ladung bunter LEDs, Widerstände, Transistoren, Kondensatoren und Schaltern. Der Weihnachtsmann hat seinen Sack besonders vollgepackt und verfügt zusätzlich über einen IC und einen kleinen Lautsprecher für zarte Weihnachtsmusik.
Alle Teile der Bastelkits sind Durchsteck-Bauteile. Für jedes Ornament gibt es eine Lötanleitung auf der Shop-Seite. Dort kosten der Weihnachtsmann [1] 7,50 Euro, die Baumkugel [2] 3 Euro und der Weihnachtsbaum [3] 3,75 Euro.
Auf YouTube stehen Videos vom fertigen Weihnachtsmann in Aktion bereit.
Wer bis zum 24. Dezember in den Weihnachts-Maker-Modus schalten will, findet in unserem Artikel zum Umbau eines IKEA-Adventskalenders in einen Elektrotechnik-Kalender [5] ein tolles Projekt für den November-Endspurt.
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[1] https://www.olimex.com/Products/Soldering-Kits/Beginner/SLD-KIT-SANTA/
[2] https://www.olimex.com/Products/Soldering-Kits/Intermediate/SLD-KIT-XMASBALL/
[3] https://www.olimex.com/Products/Soldering-Kits/Intermediate/SLD-KIT-XMASTREE/
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[5] https://www.heise.de/ratgeber/Ikea-Adventskalender-hacken-Bastelideen-fuer-Kinder-in-der-Vorweihnachtszeit-10744283.html
[6] https://www.heise.de/make
[7] mailto:das@make-magazin.de
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Einkaufen am Handy.
(Bild: Monkey Business Images/Shutterstock.com)
Die schwarze Shopping-Woche ist in vollem Gange. Auch für Nutzer von Apple-Produkten gibt es jede Menge verbilligte Peripherie. Einige gute Deals.
Einen Überblick, welche interessanten Angebote es zum Black Friday in Sachen Mac-Software [1] und direkte Apple-Produkte [2] es gibt, haben wir Ihnen bereits geliefert. Im dritten Teil der Mac & i-Reihe zur Shopping-Woche geht es nun um Zubehör für Apple-Nutzer. Auch hier sind interessante Deals zu finden – wenn man genau hinschaut.
Wie immer gilt: Prüfen Sie zunächst beim heise-Preisvergleich [3], ob es nicht bereits anderswo ein Schnäppchen gibt. Dabei hilfreich ist auch die Preiskurve, um festzustellen, ob der Discount nicht schon zuvor günstiger war – oder gar Preise erhöht wurden, um diese dann abzusenken.
Wer über ein HomeKit-Zuhause verfügt, dürfte bereits im Besitz von Eve-Produkten sein. Der Smart-Home-Spezialist verkauft derzeit seinen gesamten Katalog mit 25 Prozent Rabatt [4] über einen Gutscheincode auf der eigenen Website. Deals von bis zu 50 Prozent gibt es bei Switchbot [5]. Hardware von Onvis [6], bekannt etwa für seine HomeKit-Schalter, ist bei Amazon verbilligt. Audio-Produkte der Apple-Tochter Beats sind ebenfalls bei Amazon gerade günstiger.
Das gilt etwa für die Beats-Pille [7] und ein Sondermodell der Beats Studio Pro [8]. PreiswerterPC schlägt letzteren Deal derzeit allerdings [9]. AirTags von Apple im Viererpack gibt es bei Amazon derzeit für unter 85 Euro [10]. Wer es zu Weihnachten ergonomischer haben möchte, findet bei FlexiSpot verschiedene Schreibtische mit Höhenverstellung um bis zu 50 Prozent [11] reduziert.
Der bekannte Zubehöranbieter Nomad [12] hat seine Black-Friday-Woche gestartet und liefert unter anderem iPhone-Hülle, Apple-Watch-Armbänder, diverse Ladelösungen und mehr – 20 Prozent Minus sind drin, aber auch hier sollte man den heise-Preisvergleich prüfen. Zagg, wo es ebenfalls ein großes Angebot an Zubehör für iPhone, iPad oder AirPods Max [13] gibt – von der Hülle über das Netzteil bis zum Screen-Protector –, reduziert derzeit um 25 Prozent [14]. Lederspezialist Ryan London hat ebenfalls einen Black-Friday-Sale [15] am Start – vor allem bei Hüllen für iPhone und AirPods.
Der offizielle Start des Black Friday ist übrigens erst übermorgen – doch viele Anbieter sind jetzt schon dabei. Danach schließt sich in der kommenden Woche (1. Dezember) der Cyber-Monday an. Angefangen hat beim Black Friday alles in den USA: Dort ist der erste Freitag nach Thanksgiving traditioneller Shoppingtermin fürs Weihnachtsfest und Chanukka.
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[1] https://www.heise.de/news/Black-Friday-Verguenstigungen-fuer-macOS-Nutzer-11085547.html
[2] https://www.heise.de/news/Black-Friday-2025-bei-Apple-MacBooks-Mac-mini-und-AirPods-auf-Preistiefstand-11091905.html
[3] https://preisvergleich.heise.de/?cs_id=1206858352&ccpid=hocid-mac-and-i
[4] https://www.evehome.com/de/store
[5] https://eu.switch-bot.com/pages/switchbot-deals
[6] https://www.amazon.de/stores/Onvis/page/628AC5A7-6B41-466A-BABC-104C2A31843F?tag=heise0533-21
[7] https://www.amazon.de/dp/B0D4XTCY6L?tag=macandi-21
[8] https://www.amazon.de/Beats-Studio-Pro-Personalisiertes-Kompatibilit%C3%A4t/dp/B0FHM7WST5?tag=heise0533-21
[9] https://preiswertepc.de/multimedia/beats-by-dre-studio-pro-schwarzgold.html
[10] https://www.amazon.de/dp/B0935JRJ59?tag=macandi-21
[11] https://www.flexispot.de/black-friday-2025
[12] https://nomadgoods.com/eu/collections/black-friday-2025
[13] https://www.heise.de/news/Ausprobiert-Zwei-Ladestationen-fuer-AirPods-Max-11083156.html
[14] https://eu.zagg.com/
[15] https://ryanlondon.com/collections/sale-1
[16] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[17] https://www.heise.de/mac-and-i
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Smartphone mit Warnmeldung
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Warnmeldungen über Cell Broadcast gibt es in Deutschland seit 2023. Jetzt hat das BBK auch Entwarnungen eingeführt.
Als Reaktion auf die Flutkatastrophe an der Ahr in NRW und Rheinland-Pfalz im Sommer 2021, aber auch aufgrund der EU-Verordnung 2018/1972 ist in Deutschland das Warnsystem Cell Broadcast im Februar 2023 [1] eingeführt worden. Bisher fehlte jedoch eine Funktion zur Entwarnung nach dem Ende einer Gefahr oder einem Probealarm. Seit dem 25. November erhielten Bürgerinnen und Bürger über den Mobilfunkdienst auch Entwarnungen, verkündet das für die Funktion zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Wie das BBK in seiner Mitteilung schreibt [2], stellt diese Neuerung einen weiteren „Meilenstein in der Weiterentwicklung von Cell Broadcast und dem deutschen Warnsystem“ dar. Die technische Umsetzung erfolgte durch das BBK und wurde von einer „intensiven Testphase mit den Mobilfunknetzbetreibern begleitet“.
Im Zuge der Testphase „wurden die technischen Voraussetzungen der Cell-Broadcast-Entwarnungsfunktion innerhalb des Bundeswarnsystems und der Systeme der Betreiber des Mobilfunknetzes (Deutsche Telekom, Vodafone, o2/Telefónica und 1&1) ausgiebig erprobt“, heißt es weiter.
BBK-Präsident Ralph Tiesler sagt zur Erweiterung der Cell-Broadcast-Funktion: „Der kontinuierliche Ausbau unserer Warnsysteme ist zentral für einen modernen Bevölkerungsschutz. Mit der neuen Entwarnungsfunktion wird Cell Broadcast noch verlässlicher und stärkt die Orientierung der Menschen im Krisenfall.“
Das BBK betont, dass die Entwarnungsfunktion über Cell Broadcast weder Bestandteil der technischen Richtlinie DE-Alert [3] noch von der für alle EU-Mitglieder verbindlichen, rechtlichen Vorgabe „European Public Warning System“ (EU-Alert [4]) sei.
Damit erfüllt man nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen, sondern man geht mit der neuen Funktion „für den größtmöglichen Schutz für die Bevölkerung“ noch darüber hinaus. Laut dem BBK gehört zu einer Warnung auch immer eine Entwarnung, die Klarheit darüber schafft, wann eine Gefahr vorüber ist.
Cell Broadcast ist eine unidirektionale Warnnachricht [5]. Dabei kann eine sogenannte SMS-CB entweder an das gesamte Netz, regional oder auch nur an eine Mobilfunkzelle geschickt werden. Im Unterschied zur klassischen SMS wird die SMS-CB gleichzeitig an alle empfangsbereiten Mobiltelefone in einer Funkzelle geschickt. Auf diese Weise können Millionen Handys und Smartphones gleichzeitig erreicht werden – auch bei stark ausgelasteten Netzen.
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[1] https://www.heise.de/news/Endlich-Warnmitteilungen-fuer-deutsche-Handys-Cell-Broadcast-wird-aktiviert-7524354.html
[2] https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/11/pm-25-cell-broadcast-entwarnung.html
[3] https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/OeffentlicheSicherheit/DEAlert/start.html
[4] https://www.etsi.org/deliver/etsi_ts/102900_102999/102900/01.04.01_60/ts_102900v010401p.pdf
[5] https://www.heise.de/ratgeber/Cell-Broadcast-Was-Sie-ueber-DE-Alert-zum-Warntag-am-Donnerstag-wissen-muessen-7361288.html
[6] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[7] mailto:afl@heise.de
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(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
Die von Analysten prophezeite Bauchlandung bei den iPhone-Verkäufen ist trotz Apples KI-Schwäche ausgeblieben. Wie konnte das passieren? Eine Analyse.
Think different. Apples historischer Werbespruch [1] war dem Unternehmen einmal mehr in seiner Firmengeschichte ein guter Berater. Während die Analysten an der Wall Street und große Teile der Fachwelt inmitten des KI-Hypes annahmen, dass Apples offenkundiger Rückstand bei der Künstlichen Intelligenz dem Unternehmen bei seinen iPhone-Verkäufen schaden könnte, dachte Apple anders: Man gab sich bei der iPhone-17-Generation [2] konservativ, besann sich primär auf alte Stärken bei der Hardware – Akku, Kamera, Design und Speicher – um den Rückstand im KI-Wettlauf wettzumachen. Aus der Not wurde gewissermaßen eine Tugend gemacht. Mit Erfolg, wie sich jetzt im November 2025 zeigt.
In den letzten Tagen und Wochen machte Apple von sich reden: Die Firma stößt laut Marktforschern sogar Samsung bei den Geräteverkäufen vom Smartphone-Thron [3]. Besonders erfolgreich sollen das iPhone 17 und das iPhone 17 Pro Max in China sein [4]. Die zuvor zurückgehenden Verkaufszahlen in Fernost bereiteten den Kaliforniern lange Sorge [5]. Neben dem angespannten Verhältnis zwischen den USA und China machten Analysten vor allem Apples nicht vorhandenes KI-Angebot dafür verantwortlich, dass die Chinesen weniger iPhones kauften und anderen Fabrikaten den Vorzug gaben. Die Mitbewerber sahen in Apples vermeintlicher Schwäche ihre große Chance und feuerten aus allen KI-Rohren. Der einstige Wachstumsmarkt drohte, zum Strudel zu werden.
Tatsächlich wartet China sogar bis heute noch darauf, überhaupt etwas von der Apple Intelligence zu erblicken. Apples KI konnte dort bislang nicht an den Start gehen, weil die chinesische Regierung einen lokalen Partner vorschreibt [6]. Und diese Suche sowie das Erfüllen der Vorgaben des Staates ziehen sich weiter hin. Wer also derzeit in China ein iPhone 17 kauft, macht das in dem Bewusstsein, im Moment keine KI im Betriebssystem zu erhalten – allenfalls das Versprechen, dass sie irgendwann kommen wird, könnte zum Kauf bewegen. Doch auch diese These steht auf tönernen Füßen, da die Apple Intelligence in der Fachwelt bislang mehrheitlich belächelt wird.
Viel näherliegend ist also die Vermutung, dass KI auf Betriebssystemebene vielen Nutzern von Smartphones bislang einfach vollkommen oder zumindest weitgehend egal ist. Auf jeden Fall deutlich weniger als eine sofort ins Auge stechende Designänderung wie bei den Pro-Modellen der 17er-Reihe. Zwar wies Apple-Chef Tim Cook zuletzt während der Vorstellung der Quartalszahlen darauf hin, dass die Apple Intelligence sehr wohl einige zum Kauf bewege – und er würde sich wünschen, dass es noch mehr werden. Das zeigt, Apple hat durchaus im Blick, dass manche Käufer die KI bei Neukäufen hoch gewichten. Google profitiert hiervon beim Pixel 10 [7]. Aber es sind offenbar noch kleine Käuferschichten und nicht jene breite Masse, die für Apple die relevantere Größe ist.
Und es wäre auch vermessen und gefährlich zu glauben, dass KI auf dem Smartphone Käufer grundsätzlich nicht interessiert. Es ist offenbar nur so, dass sie sie nicht unbedingt schon hier und heute dringend herbeisehnen. Das mag auch daran liegen, dass ihre derzeitigen KI-Bedürfnisse, sofern sie welche haben, durch Apps von Anbietern wie OpenAI (ChatGPT), Google (Gemini) oder Anthropic (Claude) bestens abgedeckt sind.
Apple verschafft das wertvolle Zeit, um das KI-Thema nach eigenem Gusto zu entwickeln [8]. Schwerpunkte wie Datenschutz, das lokale Verarbeiten auf dem Gerät und eine auf einzelne Funktionen fokussierte KI sahen erst wie ein Klotz am Bein aus, im Vergleich zu den allmächtig wirkenden, raumgreifenden KI-Chatbots der anderen. Die bisherige Apple Intelligence wird auch deshalb belächelt, weil Apple es sich selbst so unglaublich schwer macht, wo die anderen, etwa beim Thema Datennutzung, den leichteren Weg gehen.
Dieser andere Weg für „den Rest von uns“ erschien bei der Vorstellung von Apples KI-Offensive im Sommer 2024, als der Puls in dieser Branche bei 180 lag, zunächst eine überaus riskante KI-Wette zu sein. Doch allmählich zeigt sich, dass ChatGPT & Co. ein wenig die Puste ausgeht, dass nicht mehr jede neue Versionsnummer ein Beben auslöst. Das Interesse an KI ist, wenn man die weiterhin guten Zahlen von Hardwareausrüstern wie Nvidia [9] oder den Ausbau der KI-Rechenzentren sieht, beileibe nicht erloschen. Doch der Markt dürstet offenbar nach neuen Ideen, nach Konsolidierung, nach etwas anders Gedachtem.
Das könnte eine Chance sein, die für Apple wie gemacht ist. Ob man sie in dem großen Ring-Gebäude in Cupertino tatsächlich nutzt, ist eine andere Frage. Die zahlreichen Weggänge von KI-Fachpersonal [10] zeigen auf, dass auch intern massive Zweifel daran bestehen. Für 2026 gilt es erst einmal, den angestaubten Sprachassistenten Siri zu neuem Leben zu erwecken. Weiteren Verzug oder ein enttäuschendes Ergebnis kann sich Apple hierbei nicht leisten. Und KI ist nicht die einzige Baustelle, auf der Softwarechef Craig Federighi vorankommen muss.
Immerhin hat Apple ein paar Trümpfe in der Hand: Mit dem Öffnen der lokalen KI für Entwickler [11] hat der iPhone-Hersteller ein Fundament gegossen, auf dem sich etwas aufbauen lässt. Vieles rund um Apples Private Cloud Compute ist noch nebulös, wirkt aber potenzialreich.
Und dann ist da die überaus leistungsstarke Hardware, die aktuell mit dem M5-Chip [12] bei KI-Berechnungen noch einmal einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht hat. Das klingt zunächst nicht nach Think Different – für eine Hardware-Firma ist gute Hardware schließlich das Naheliegendste. Doch in Zeiten, in denen alle anderen dem nächsten großen Ding hinterherjagen, ist es vielleicht einfach Ausdruck des Andersdenkens, wenn man sich auf das Bewährte konzentriert.
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[1] https://www.heise.de/news/EU-Gericht-Markenamt-erklaerte-Apples-Think-different-zurecht-fuer-verfallen-7135509.html
[2] https://www.heise.de/tests/iPhone-17-17-Pro-17-Pro-Max-und-Air-im-Test-10663319.html
[3] https://www.heise.de/news/Marktforscher-Apple-stoesst-Samsung-vom-Smartphone-Thron-11092104.html
[4] https://www.heise.de/news/China-Rekordvorbestellungen-beim-iPhone-17-10643839.html
[5] https://www.heise.de/news/iPhone-in-China-Apple-faellt-offenbar-auf-Rang-3-10252275.html
[6] https://www.heise.de/news/Apple-Intelligence-in-China-Ein-langer-Weg-bis-zur-iPhone-KI-10179355.html
[7] https://www.heise.de/news/Pixel-10-10-Pro-und-XL-Googles-neue-Smartphones-mit-Magsafe-und-Android-16-10550189.html
[8] https://www.heise.de/news/Apple-Intelligence-Das-sagen-der-KI-und-der-Software-Chef-zum-Siri-Neubeginn-9757150.html
[9] https://www.heise.de/news/Warnungen-vor-KI-Blase-Nvidias-Rekordzahlen-beruhigen-Finanzmaerkte-doch-nicht-11087089.html
[10] https://www.heise.de/news/Bericht-Apples-KI-Team-verliert-noch-mehr-Mitarbeiter-10514318.html
[11] https://www.heise.de/news/Foundation-Models-Framework-Apple-zeigt-Dritt-Apps-mit-lokaler-KI-10678775.html
[12] https://www.heise.de/news/Hardware-Details-Wichtige-Kleinigkeiten-bei-den-drei-neuen-Apple-M5-Geraeten-10773774.html
[13] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[14] https://www.heise.de/mac-and-i
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Dan Grazier
Milliardengrab: Ein F-35-Jet in einem Hangar
(Bild: Brian G. Rhodes/Shutterstock.com)
Die F-35 sollte das modernste Kampfflugzeug der Welt werden, fast 20 Länder sind investiert. Doch nun räumt die US-Regierung Probleme ein. Ein Gastbeitrag.
Beinahe ein Vierteljahrhundert, nachdem das Pentagon Lockheed Martin den Auftrag erteilte, das Joint-Strike-Fighter-Programm zur F-35 weiterzuentwickeln, hat die Regierung endlich eingestanden, dass die Maschine die ehrgeizigen Versprechen des Unternehmens [1] – mit denen man die 2-Billionen-Dollar-Fehlinvestition (sic!) an fast 20 Länder weltweit verkaufte – niemals einlösen wird.
Das Government Accountability Office veröffentlichte kürzlich einen Bericht, in dem die anhaltenden Herausforderungen des Programms dargelegt werden. Der erste Absatz der Zusammenfassung enthält folgenden Satz [2]:
Das Programm plant, den Umfang von Block 4 zu verringern, um der Truppe Fähigkeiten in einem vorhersehbareren Tempo als in der Vergangenheit bereitzustellen.
Dem flüchtigen Leser sei verziehen, wenn er über diese Passage hinwegliest, da sie so harmlos klingt. Doch die Aussage ist ein tiefgreifendes Eingeständnis, dass die F-35 die für das Programm gesetzten Fähigkeitsziele nie erreichen wird.
"Den Umfang von Block 4 verringern" bedeutet, dass die Programmverantwortlichen auf geplante Kampffähigkeiten der Jets verzichten werden. Block 4 bezeichnet [3] die laufenden Konstruktionsarbeiten für das Programm.
Unser Gastautor Dan Grazier
(Bild: RS [4])Er begann 2019 und wurde als "Modernisierungsphase" bezeichnet. Tatsächlich ist Block 4 jedoch lediglich die Fortsetzung des anfänglichen Entwicklungsprozesses des Programms. Den Verantwortlichen ist es nicht gelungen [5], das Grunddesign der F-35 innerhalb des ursprünglichen Budgets und Zeitplans des Programms fertigzustellen.
Anstatt diese peinliche Tatsache einzugestehen und vom Kongress mehr Zeit und Geld zu verlangen, behaupteten [6] Pentagon-Beamte, der anfängliche Entwicklungsprozess sei abgeschlossen – was nicht der Fall war – und man gehe zur "Modernisierung" über. Tatsächlich haben sie lediglich die anfänglichen Entwicklungsarbeiten mit einem schicken neuen Etikett versehen.
Wenn die Programmverantwortlichen also sagen, sie planten, "den Umfang von Block 4 zu verringern", bedeutet das, dass die F-35 nicht über alle Kampffähigkeiten verfügen wird, die ursprünglich vorgesehen waren.
Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Seit mehr als zwei Jahrzehnten bezahlt das amerikanische Volk einen Aufpreis dafür, das fortschrittlichste Mehrzweckkampfflugzeug der Geschichte zu entwickeln und zu bauen.
Seit Jahren behaupten Pentagon-Beamte, Politiker und Manager der Rüstungsindustrie, die Vereinigten Staaten bräuchten die F-35 und all ihre geplanten Fähigkeiten, um einen qualitativen technologischen Vorsprung gegenüber potenziellen Rivalen zu halten.
Zu den Spitzenfähigkeiten, die laut GAO zum "Umfang" von Block 4 gehören sollten, zählen solche aus den Bereichen elektronische Kampfführung, Bewaffnung, Kommunikation und Navigation.
Für genau diese Spitzenfähigkeiten sollten die Amerikaner den Aufpreis zahlen. Einzugestehen, dass das Programm die versprochenen Jets nicht liefern kann, bedeutet in Wahrheit, dass das gesamte Projekt ein Fehlschlag ist. Die Folgen davon könnten weitreichend sein – und zwar über das hinaus, was in den vergangenen 25 Jahren an Geld verschwendet wurde.
Es gibt 19 Länder, die die F-35 bereits betreiben oder dies in Kürze tun werden, nachdem sie das Flugzeug von den Vereinigten Staaten gekauft haben. Mehrere Länder, darunter das Vereinigte Königreich, Norwegen und Italien, waren bereits Teil des Programms, lange bevor Lockheed Martin den Entwicklungsauftrag für die F-35 erhielt.
Diese Länder haben kräftig investiert – in der Erwartung, das kampfstärkste Flugzeug der Geschichte zu erhalten. Sie alle haben im Laufe der Jahre steigende Kosten erlebt und erfahren nun, dass die Jets die hohen Erwartungen nie erfüllen werden. Neben einer militärischen Katastrophe könnte sich die F-35 somit auch als außenpolitische Katastrophe erweisen.
Befürworter der F-35 in den Vereinigten Staaten haben den Spitzenpolitikern dieser Länder den Jet mit ausgefeilten Präsentationen der geplanten Kampffähigkeiten schmackhaft gemacht. Zudem gab es schon früh Versprechen zur "Bezahlbarkeit" des Programms, die heute geradezu komisch wirken.
Wenn ein Amerikaner das nächste Mal im Ausland eine angeblich "revolutionäre" Waffe verkaufen möchte, sollte es nicht allzu sehr überraschen, wenn ein potenzieller Kunde skeptisch ist.
Die Kunden der F-35 haben ein Vermögen über den veranschlagten Preis hinaus bezahlt und erhalten nur einen Bruchteil dessen, was versprochen wurde. Die Vereinigten Staaten könnten in den kommenden Jahren einen schrumpfenden Markt für Rüstungsexporte vorfinden. Dies sollte ein Moment tiefen Nachdenkens für das gesamte Sicherheitsestablishment sein.
Die F-35 konnte die Erwartungen nie erfüllen, da ihr Konzept von Grund auf fehlerhaft war. Schon der Versuch, ein einziges Flugzeug zu bauen, das die Anforderungen einer Teilstreitkraft als Mehrzweckplattform erfüllt, ist höchst riskant.
Wenn man dagegen versucht, ein einziges Flugzeug zu bauen, das die Mehrzweckbedürfnisse von mindestens 15 unterschiedlichen Streitkräften abdeckt und obendrein als globales Beschäftigungsprogramm und politisches Patronageprojekt dient, dann erhält man einen 2 Billionen Dollar schweren Klotz am Bein.
Dan Grazier ist Senior Fellow und Programmdirektor am Stimson Center. Er ist ein ehemaliger Captain des US-Marine Corps und diente im Irak und in Afghanistan. Zu seinen Verwendungen in Uniform gehörten Einsätze beim 2nd Tank Battalion in Camp Lejeune, North Carolina, und beim 1st Tank Battalion in Twentynine Palms, Kalifornien.
Dieser Text erschien zuerst bei unserem Partnerportal Responsible Statecraft [7] auf Englisch.
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.heise.de/tp/article/Kampfjet-F-35-Der-300-Milliarden-Dollar-Flop-des-Pentagon-10214845.html[2] https://www.gao.gov/products/gao-25-107632[3] https://www.airandspaceforces.com/article/keeping-the-f-35-ahead-of-the-bad-guys/[4] https://responsiblestatecraft.org/author/dgrazier/[5] https://www.pogo.org/investigations/f-35-program-cutting-corners-to-complete-development[6] https://www.twz.com/20087/the-f-35-hits-a-key-developmental-milestone-but-with-watered-down-requirements[7] https://responsiblestatecraft.org/f-35-failure/
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Matthias Lindner
Das Kernkraftwerk Rooppur in Bangladesch während des Baus.
(Bild: Arif biswas / Shutterstock.com)
Die Bank will damit den wachsenden Energiebedarf in der Region decken – und folgt einem Trend, den auch die Weltbank einschlägt.
Während die Atomkraft [1]in Deutschland kritisch betrachtet wird, erlebt sie in Asien einen Aufschwung. Das zeigt sich etwa daran, dass die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) jetzt auch Atomprojekte fördern will.
Die in Manila ansässige Institution kündigte am Mittwoch an, dass jede Unterstützung strengen Bewertungen und den höchsten Standards in Bezug auf Sicherheit, Umweltschutz und soziale Schutzmaßnahmen unterliegen werde. Rund 3,8 Milliarden US-Dollar hatte sie im vergangenen Jahr für Energieprojekt zugesagt.
Die ADB und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Das Ziel: die Zusammenarbeit bei der friedlichen, sicheren und nachhaltigen Nutzung der Kernenergie in Asien und im Pazifikraum.
Die ADB ist damit die erste regionale Entwicklungsbank mit einem solchen Kooperationsrahmen. ADB-Präsident Masato Kanda betonte [2]: Diese Änderungen im Bereich der Energiepolitik verbesserten "die Fähigkeit der ADB, Länder in Asien und im Pazifikraum bei der Deckung ihres schnell wachsenden Energiebedarfs zu unterstützen."
Die Bank werde eng mit der IAEO und anderen internationalen Behörden zusammenarbeiten, um ihren Entwicklungsländern dabei zu helfen, internationale Best Practices zu übernehmen und strenge Standards für die Kernenergie einzuhalten.
Die ADB nennt dabei Kernenergie [3]eine wichtige technologische Option für Länder [4], die nach zuverlässigen Alternativen bei der Versorgung mit Grundlaststrom suchen. Sie soll als Alternative zu fossilen Brennstoffen dienen und den wachsenden Energiebedarf decken, um ein wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen.
IAEO-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi sagte laut World Nuclear News: "Da die ADB die Tür für die Finanzierung der Kernenergie öffnet, werden wir schnell handeln, um praktische Bereiche der Zusammenarbeit zu identifizieren, die dem steigenden Energiebedarf der Länder in der Region gerecht werden."
Mit dem Abkommen folgt die ADB einer ähnlichen Entwicklung bei der Weltbank [5]. Diese hatte im Juni 2025 ein langjähriges Verbot der Finanzierung von Kernkraftprojekten aufgehoben und ebenfalls eine Vereinbarung mit der IAEO unterzeichnet.
Laut IAEO beabsichtigen 37 Länder die Kernenergie in ihren nationalen Energiemix aufzunehmen. In Asien prüfen unter anderem Vietnam, die Philippinen, Indonesien, Malaysia, Thailand und Singapur den künftigen Einsatz von Kernenergie. Etablierte Kernkraftwerksbetreiber sind China [6], Indien, Japan und Südkorea.
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.heise.de/tp/article/Atomkraft-US-Startup-Valar-sammelt-130-Millionen-Dollar-fuer-modulare-Reaktoren-11072780.html[2] https://world-nuclear-news.org/articles/asian-development-bank-to-start-investing-in-nuclear[3] https://www.heise.de/tp/article/Atomkraft-USA-schliessen-80-Milliarden-Abkommen-mit-Westinghouse-fuer-Reaktorbau-10965936.html[4] http://www.china.org.cn/world/Off_the_Wire/2025-11/25/content_118194126.shtml[5] https://www.nucnet.org/news/adb-and-iaea-to-cooperate-on-nuclear-energy-development-11-3-2025[6] https://www.heise.de/tp/article/Chinas-Energiewende-global-Die-eigentliche-Nachricht-der-COP30-11088260.html
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Roland Bathon
Bei prominenten russischen Stimmen überwiegt im Bezug auf den Friedensplan von Trump – über alle politischen Lager hinweg – bei weitem die Skepsis.
Es ist sehr selten, dass sich unter den russischen Politikern und Fachleuten die Meinung zu einem außenpolitischen Vorschlag eines anderen Landes fast gleicht. Und das egal, ob es sich um auf Linie befindliche Medien, kriegsbefürwortende Falken, von der Regierung anerkannte Experten oder ins Exil getriebene Liberale handelt.
Es ist der Fall bei den Aussichten von Trumps Friedensplan, auch wenn die Motivation der zumindest starken Skepsis unterschiedlicher nicht sein könnte.
Eine im Westen gerne unterstellte Freude, weil der Plan russischen Forderungen sehr weit entgegenkommt, ist im Kreml-Umfeld kaum spürbar. Hoffnung gibt es eher bei ganz anderen Gruppen von Russen – mit einer gänzlich unterschiedlichen Motivation.
Der erste Komplex, der Misstrauen erzeugt, ist der "Schirmherr" der Planung selbst: Donald Trump, seine Person und sein bisheriger Regierungsstil. Der gesamte Plan ist ja auf eine von Trumps berühmten "Deals" ausgerichtet, mit dem er sich als Friedensstifter auf einen Schlag nach einem jahrelangen, blutigen Krieg darstellen will.
Der russische Politologe Andrej Kortunow vom Waldajclub spricht in diesem Zusammenhang in der Moskauer Nesawisimaja Gaseta von einer regelrechten Fixierung Trumps auf Deals [1]. Spontane, taktische Vereinbarungen ersetzten beim US-Präsidenten strategisches Denken. Er ignoriere dabei wichtige Details und oft sei unklar, was der US-Präsident genau ausdrücken wollen.
Die Fixierung auf Deals kritisiert auch Kortunows Kollege Pawel Kanewsky, Professor an der Moskauer Lomonossow-Universität, in einer Analyse [2]. Bleibe ein rasches Ergebnis aus, würde zunächst der Druck erhöht oder dann auch "das Spiel abgebrochen". Dadurch entstehe eine chaotische Ordnung im Hier und Jetzt "mit einer äußerst ungewissen Zukunftsvision".
Trumps Politik beschreibt Kortunow als sprunghaft und nicht verlässlich: "Impulsivität und Ungeduld haben seine außenpolitischen Entscheidungen immer wieder beeinträchtigt".
Chancenfenster für Vereinbarungen müssten stets mit höchster Dringlichkeit genutzt werden, da sie sich jederzeit wieder schließen könnten. Das bringe vor jeder Vereinbarung Probleme für die russische Seite.
"Moskau wird es schwerfallen, im von Washington vorgeschlagenen Tempo mitzuhalten, insbesondere bei komplexen Abkommen, die sorgfältige Diskussionen und detaillierte Zustimmungen erfordern. So ist es beispielsweise unwahrscheinlich, dass Trumps 28 Punkte zur Ukraine rasch in einen Friedensvertrag umgewandelt werden."
Andrej Kortunow in der Nesawisimaja Gaseta vom 23.11.2025
Russlands Anspruch an vertrauliche Verhandlungen ist mit Trump nur schwer umzusetzen. Moskau verhandelt am liebsten hinter verschlossener Tür. Alles, was besser unter Verschluss bleiben solle, gelange mit Trump an die Öffentlichkeit, glaubt Kortunow.
"Der Wert jedes Abkommens für Trump hängt davon ab, wie gut es sich in einem kurzen Social Media Post verwenden lässt" so der Experte, der bis zum Krieg einer der wichtigsten außenpolitischen Berater von Außenminister Lawrow war.
Während Kortunow zu den sachlichen, gemäßigten Fachleuten im Umfeld der russischen Regierung zählt, gibt es dort auch eine radikalere Fraktion: die der kriegsbegeisterten Falken. Diese sind auch weitergehenden westlichen Vorschlägen wie denen von Trump nicht wohlgesonnen. "Wir verhandeln nicht mit kriminellen Gruppen. Wir kämpfen weiter" fasst Alexander Kots, Kriegsberichterstatter aus diesem Milieu, die dort vorherrschende Stimmung treffend zusammen [3].
Stimmen wie die von Kots gibt es viele in Parlamentsparteien oder regierungstreuen Medien. Etwa nennt der Chef des orthodoxen TV-Senders Spas, Boris Kortschewnikow, bekannt durch Kriegsreportagen von vor Ort, Trumps Punkte "verlogene Friedenspläne". Er bezeichnet sie weiter als billig, verräterisch und beschämend.
Der Kriegsberichterstatter Alexander Simonov wartet mit einer Unterstellung auf, die es auch unter westlichen Kritikern eines Waffenstillstandes häufig gibt: Der Kriegsgegner wolle die Waffenruhe nur erreichen, um vor neuen Angriffen eine Atempause einzulegen. Das ist ein Argument, das gegen jede Waffenruhe verwendet werden kann – wenn man einfach keine will.
Wenn die "Falken" in Moskau etwas ablehnen, herrscht zu diesem Punkt unter den liberalen Analysten – jetzt meist im Exil – oft Begeisterung.
Nicht so bei Trumps Friedensprojekt. Anton Barbaschin, Redaktionsleiter des liberalen Expertenprojekts "Riddle" sieht den Grund für die aktuelle Aufregung nicht als Durchbruch [4], sondern als "weiteres Ereignis, das zwar Schlagzeilen macht, aber bald wieder vergessen sein wird".
Er hält den Plan für "seltsam strukturiert" und voller handwerklicher Fehler, etwa die Verwechslung von zitierten Rüstungsabkommen. Zentral sei jedoch, dass Putin und sein Umfeld vom Sieg Russlands überzeugt seien, weshalb sie nicht kompromissbereit wären.
Ähnlich denkt Alexander Gabuev, Leiter des Carnegiezentrums in Berlin für Russische und Eurasische Studien:
"Zeitgleich wissen wir noch nicht, ob Wladimir Wladimirowitsch Putin und der Kreml dem Dokument zustimmen. Das ist der entscheidende Punkt, denn das Dokument weicht von einigen offiziellen Positionen Russlands ab […] insgesamt erfüllt das Dokument sicherlich viele russische Forderungen und Wünsche oder enthält für Russland nach US-Einschätzung akzeptable Punkte. Sie könnten aber dennoch für Putin inakzeptabel sein."
Alexander Gabuev in Meduza vom 22.11.2025
Putin hat das Dokument öffentlich inzwischen als Verhandlungsgrundlage bezeichnet, doch das vermindert die Skepsis der Fachleute nicht. Der Journalist und Experte für internationale Politik Alexander Baunow weist darauf [5] hin, dass Putin in seiner Stellungnahme auch betont, dass es sich hier nicht um einen russischen Plan handele, sondern um einen, der ohne russische Beteiligung abgeändert worden sei. Die Veröffentlichung durch die USA senke nun Moskaus Kompromissbereitschaft.
"Alle haben die 28 Punkte bereits gelesen und müssen verstehen, dass das stolze Russland nicht vor aller Augen einknicken wird. Also mehr oder gleich, besser oder nichts."
Alexander Baunov in Meduza vom 24.11.2025
Der polternde, in aller Öffentlichkeit stattfindende Verhandlungsstil der US-Regierung senkt somit nach Meinung von Fachleuten mit sehr unterschiedlichem Hintergrund die Erfolgsaussichten jedes US-Vorstoßes. Auch wenn man der Gegenseite inhaltlich so weit entgegenkommt, wie Trump aktuell. Der Stil ist mit den Traditionen russischer Außenpolitik nicht kompatibel.
Nur in einer ganz anderen Gruppe von Russen hat Trumps öffentliches Vorgehen ein sehr positives Echo erzeugt: bei der normalen Bevölkerung, bei der nach Umfragen die Kriegsbegeisterung mehrheitlich am Boden liegt. Die exilrussische Onlinezeitung Meduza forderte ihre Leser dazu auf, ihre Meinung zum Friedensplan [6] zu schreiben.
Anders als in der Politik, Presse oder unter den Experten Russlands ergab sich hier ein mehrheitlich positives Bild unter Einsendungen aus Russland.
"Gibt es irgendeinen Grund, bessere Bedingungen zu erwarten, wenn die Kämpfe andauern" fragt ein russischer Leser, "man möchte glauben, dass der Krieg bald endet und dass er nie wiederkehren wird". "Jeder Plan, jeder Frieden kann prinzipiell nicht schlimmer sein, als der Massenmord an Menschen durch andere" meint ein anderer. Selbst Skeptiker an einem dauerhaften Frieden sehen den Plan nicht nur negativ:
"Eine zehnjährige Verzögerung könnte die richtige Entscheidung sein, denn Putin hat gute Chancen, die nächste Eskalation dann nicht mehr zu erleben[…] Jeder Präsident, der ihm nachfolgt, wird als dem Grunde nach schwächer und in allen Bereichen nachgiebiger wahrgenommen werden. Wenn die Ukraine den Plan jetzt ablehnt] könnte sie an ihrem Stolz zugrunde gehen."
Leserin Lera aus Russland in Meduza vom 24.11.2025
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.ng.ru/dipkurer/2025-11-23/9_9385_usa.html[2] https://russiancouncil.ru/analytics-and-comments/analytics/sdelka-kak-novaya-realnost-mirovoy-torgovli/[3] https://lenta.ru/news/2025/11/21/plan/[4] https://meduza.io/feature/2025/11/22/infoshum-ili-nakonets-to-mirnyy-dogovor[5] https://meduza.io/feature/2025/11/24/ssha-rabotayut-nad-mirnym-dogovorom-vmeste-s-ukrainoy-i-evropoy-no-kak-otreagiruet-putin[6] https://meduza.io/feature/2025/11/24/my-poluchili-sotni-pisem-ot-vas-nashih-chitateley-o-tom-chto-vy-dumaete-pro-mirnyy-plan
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