FreshRSS

🔒
✇ iMonitor Internetstörungen

Störungsmeldung vom 29.10.2025 14:25

Von heise online — 29. Oktober 2025 um 14:25

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
29.10.2025 14:25
Region
München (089)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

✇ c't-Themen

Spaß beim Programmieren lernen: Spiele vermitteln Logik- und Programmierwissen

Von Heise — 29. Oktober 2025 um 10:00

Rätselspaß, Aufbauspiel, Automatisieren: Programmierspiele erleichtern es, Programmierlogik und Programmiersprachen wie Lua, Java und Python zu erlernen.

Spielend programmieren lernen klingt sehr verlockend und vor allem mühelos. Deshalb versucht eine ganze Reihe von Computerspielen auf ganz unterschiedliche Weise, Programmierlogik und handfeste Codekenntnisse zu vermitteln. Manche setzen dabei auf einsteigerfreundliches visuelles Programmieren per Drag & Drop – eine Methode, mit der schon Kinder die Grundlagen verstehen. Andere Titel hantieren mit realen Programmiersprachen wie Java, Lua oder Python und helfen beim Einstieg oder Üben.

Beim Zusammenklicken von Code kann man ganz ohne Vorkenntnisse einfach loslegen, der Fokus liegt auf Spielspaß beim logischen Denken. Wer nicht nur einen kniffligen Zeitvertreib sucht, sondern im Selbststudium programmieren lernen oder die vorhandenen Kenntnisse erproben will, findet ebenfalls passende Spiele. Die Bandbreite der Genres ist groß und reicht vom Fantasy-Rollenspiel über die Visual Novel bis zum Retro-3D-Grafikpuzzle.

Die meisten Spiele setzen ordentliche Englischkenntnisse voraus: Nur zwei der hier vorgestellten Titel liegen zumindest teilweise auf Deutsch vor. Wir haben fünf aktuelle Titel aus den letzten Jahren ausgewählt; drei der Spiele gibt es auch für macOS und Linux, zwei nur für Windows (siehe Tabelle am Ende des Artikels).


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10636870

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Spass-beim-Programmieren-lernen-Spiele-vermitteln-Logik-und-Programmierwissen-10636870.html
[2] https://www.heise.de/tests/Games-Fuenf-digitale-Brettspieladaptionen-im-Test-10373948.html
[3] https://www.heise.de/tests/Idle-Games-im-Test-Spielend-nichts-tun-und-entspannen-10328288.html
[4] https://www.heise.de/tests/Aufbauspiele-vorgestellt-Staedtebau-an-spannenden-Orten-10311075.html
[5] https://www.heise.de/tests/Fuenf-Videospiele-zum-Schrauben-Schalten-und-Verstehen-im-Test-10293622.html
[6] https://www.heise.de/tests/Welche-Open-World-Spiele-lohnende-Ausflugsziele-bieten-10248345.html
[7] https://www.heise.de/tests/Sieben-Detektivspiele-im-Test-Raetselspass-fuer-PC-und-oder-Konsole-9994346.html
[8] https://www.heise.de/tests/Kurzweiliges-Gaming-Vergnuegen-Bullet-Hell-Spiele-im-Ueberblick-10182723.html
[9] https://www.heise.de/hintergrund/Die-besten-History-Games-2024-9960631.html
[10] https://www.heise.de/tests/Hacking-Games-vorgestellt-Zwischen-Realitaet-und-Fantasie-9782780.html
[11] https://www.heise.de/tests/Die-zwanzig-besten-Indie-Spiele-des-Jahres-2024-im-Ueberblick-10215593.html

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ heise Security

Jetzt patchen! Attacken auf DELMIA Apriso beobachtet

Von Heise — 29. Oktober 2025 um 11:28
Ein Updatebalken füllt sich.

(Bild: AFANASEV IVAN/Shutterstock.com)

Das Fertigungsmanagementtool DELMIA Apriso ist derzeit im Fokus von Angreifern. Sicherheitspatches stehen schon seit Sommer dieses Jahres zum Download bereit.

Angreifer attackieren DELMIA Apriso von Dassault Systèmes und führen im schlimmsten Fall Schadcode aus. Aufgrund der derzeit laufenden Attacken sollten Admins zügig handeln.

DELMIA Apriso fungiert als Manufacturing-Operations-Management-Software (MOM) und Manufacturing-Execution-System (MES). Damit werden unter anderem globale Produktionsabläufe, hierzulande etwa im Automobilbereich, gesteuert.

Die Gefahren

Vor den Attacken warnt die US-Sicherheitsbehörde Cybersecurity & Infrastructure Security Agency (CISA) in einem Beitrag [1]. In welchem Umfang die Attacken ablaufen, ist derzeit unklar. Die Entwickler haben im August dieses Jahres Warnmeldungen zu zwei Schwachstellen (CVE-2025-6204 [2] "hoch", CVE-2025-6205 [3] "kritisch") veröffentlicht.

Davon sind ihnen zufolge verschiedene Versionen der Releases 2020 bis 2025 betroffen. Leider geht die Versionsnummer der gepatchten Ausgabe nicht aus den Warnmeldungen hervor. Sie ist in einem nur für Kunden einsehbaren Bereich sichtbar.

Nutzen Angreifer die Lücken erfolgreich aus, können sie sich höhere Rechte verschaffen oder sogar Schadcode ausführen, um Systeme zu kompromittieren. Wie die derzeit ablaufenden Attacken vonstatten gehen, ist zurzeit unklar.

Zuletzt haben die Entwickler im September dieses Jahres [4] eine "kritische" Sicherheitslücke in dem Fertigungsmanagementtool geschlossen, die Angreifer ausgenutzt haben.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10962858

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.cisa.gov/news-events/alerts/2025/10/28/cisa-adds-two-known-exploited-vulnerabilities-catalog
[2] https://www.3ds.com/trust-center/security/security-advisories/cve-2025-6204
[3] https://www.3ds.com/trust-center/security/security-advisories/cve-2025-6205
[4] https://www.heise.de/news/Patchstatus-unklar-Attacken-auf-Fertigungsmanagementsoftware-DELMIA-Apriso-10650165.html
[5] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[6] mailto:des@heise.de

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ heise Security

Kinderporno-Plattformen im Darknet stillgelegt

Von Heise — 29. Oktober 2025 um 11:20
Hinweis-Plakette auf den Darknet-Plattformen

Jetzt ziert eine Plakette der Strafverfolger die pädokriminellen Darknet-Seiten.

(Bild: Zentralstelle Cybercrime Bayern)

Bayerischen Strafermittlern ist ein Schlag gegen zwei pädokriminelle Kinderporno-Plattformen im Darknet gelungen. Sie hatten 350.000 Nutzer.

Bayerischen Strafverfolgern ist ein Schlag gegen zwei pädokriminelle Video-Plattformen im Darknet gelungen. Die Darknetseiten wurden in Rechenzentren in Deutschland betrieben.

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) berichten nun von der erfolgreichen Abschaltung. Es handelt sich um eine internationale Zusammenarbeit, bei der die pädokriminellen Plattformen "Videos Sebick" sowie "Videos Yad" offline genommen und deren Webseiten durch einen Beschlagnahme-Hinweis ersetzt wurden.

Missbrauchsvideos gegen Kryptowährung

Die Plattformen waren demnach ausschließlich im Darknet erreichbar. Gegen eine monatliche Abo-Gebühr von 0,001 Bitcoin, derzeit knapp 100 Euro, gab es Vollzugriff auf die Angebote. Einige (wenige) Videos ließen sich auch kostenlos abspielen. Sie zeigen teils schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen.

Auf den Plattformen waren mehr als 350.000 User registriert, führen die Strafverfolger aus. Der Großteil habe ausschließlich die kostenlosen Videos konsumiert. Insgesamt hosteten die Plattformen 21.324 Videodateien, deren Spieldauer sich auf 660 Stunden summiert. Sie wurden insgesamt knapp 900.000 Mal abgerufen. Die Server konnten beschlagnahmt, abgeschaltet und die Seiten durch ein Sperrbanner ersetzt werden. Da die Dateien ausschließlich auf den Servern im Rechenzentrum vorgehalten wurden, konnten sie sichergestellt und ihre weitere Verbreitung unterbunden werden.

Während die Darknetseiten von Servern in deutschen Rechenzentren ausgeliefert wurden, fanden die Ermittler als Betreiber bei der Serverauswertung einen peruanischen Staatsbürger, der sich in Brasilien aufhielt. In Zusammenarbeit mit dem BKA und der Brasilianischen Bundespolizei wurde der Verdächtige bereits im September festgenommen. Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft. Ihm droht nach brasilianischem Recht eine mehrjährige Haft.

Jetzt rücken in den andauernden Ermittlungen auch Käufer und Konsumenten der Videos in den Fokus. Auch Personen aus europäischen Ländern und Deutschland stehen im Verdacht, die Kinderporno-Plattformen genutzt zu haben.

Immer wieder gelingen Strafverfolgern Schläge gegen pädokriminelle Netze. Im April dieses Jahres haben Ermittler etwa die Darknet-Plattform "Kidflix" ausgehoben und 79 Verdächtige [1] festgenommen. Die Plattform war deutlich größer – sie kam auf rund 1,8 Millionen [2] registrierte Nutzer.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10962747

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Kidflix-Ermittler-heben-Paedophilen-Netzwerk-aus-und-nehmen-79-Verdaechtige-fest-10337566.html
[2] https://www.stmi.bayern.de/news/detail/250402kinderpornografie/
[3] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[4] mailto:dmk@heise.de

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ heise Security

Attacken auf PCs mit IBMs Sicherheitslösungen Concert und QRadar SIEM möglich

Von Heise — 29. Oktober 2025 um 09:45
Ein symbolisches Updateschild.

(Bild: Artur Szczybylo/Shutterstock.com)

Angreifer können an mehreren Sicherheitslücken in IBM Concert und QRadar SIEM ansetzen. Patches sind verfügbar.

Eigentlich sollen IBM Concert und QRadar SIEM Systeme vor Attacken schützen. Aufgrund mehrerer Softwareschwachstellen können sie nun aber selbst als Angriffspunkt dienen. Bislang gibt es keine Berichte zu laufenden Attacken. Admins sollten mit der Installation der Sicherheitsupdates jedoch nicht zu lange zögern.

Attacken können bevorstehen

Wie aus zwei [1] Warnmeldungen [2] hervorgeht, ist QRadar SIEM über insgesamt drei Sicherheitslücken (CVE-2025-36007 "hoch", CVE-2025-36170 "mittel", CVE-2025-36138 "mittel") angreifbar. Sind Attacken erfolgreich, können sich Angreifer höhere Nutzerrechte verschaffen oder Schadcode im Web UI verankern, um an Zugangsdaten zu gelangen. Für letzteres müssen sie aber bereits authentifiziert sein.

Die Entwickler geben an, dass davon die Ausgaben 7.5 bis einschließlich 7.5.0 UP13 IF02 bedroht sind. Sie versichern, die Schwachstellen in QRadar 7.5.0 UP14 geschlossen zu haben.

Wie die Entwickler in einer Warnmeldung auflisten [3], ist IBM Concert über 15 Sicherheitslücken angreifbar. Davon sind drei Stück als "kritisch" eingestuft (CVE-2025-7783, CVE-2025-9288, CVE-2024-33531). Setzen Angreifer daran erfolgreich an, können sie unter anderem Daten manipulieren. Wie Attacken ablaufen könnten, ist derzeit nicht bekannt.

Die verbleibenden Schwachstellen erlauben unter anderem DoS-Zustände. Außerdem können Angreifer unberechtigt auf Daten zugreifen und Sicherheitschecks umgehen. Den Entwicklern zufolge sind davon die Concert-Ausgaben 1.0.0 bis einschließlich 2.0.0 betroffen. IBM Concert Software 2.1.0 ist gegen die geschilderten Attacken abgesichert. Woran Admins bereits attackierte Computer erkennen können, ist zurzeit nicht bekannt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10962406

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.ibm.com/support/pages/node/7249277
[2] https://www.ibm.com/support/pages/node/7249278
[3] https://www.ibm.com/support/pages/node/7249356
[4] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[5] mailto:des@heise.de

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ Telepolis

Gaza-Waffenruhe unter Druck: Trump verteidigt israelische Angriffe nach Soldatentod

Von Marcel Kunzmann — 29. Oktober 2025 um 12:30
Rauch über einer zerstörten Stadt

Rauch über Gaza: Israel hat gestern seine Angriffe wieder aufgenommen

(Bild: Anas-Mohammed/Shutterstock.com)

Über 100 Palästinenser sterben bei israelischen Angriffen im Gazastreifen. US-Präsident Trump sieht Waffenruhe dennoch nicht gefährdet und rechtfertigt Israels Vorgehen.

US-Präsident Donald Trump hält trotz schwerer israelischer Angriffe im Gazastreifen an der von Washington vermittelten Waffenruhe fest. Innerhalb von zwölf Stunden töteten israelische Streitkräfte nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza über 100 Palästinenser, darunter 46 Kinder, und verletzten 253 weitere Menschen.

Trump verteidigte [1] am Mittwoch Israels Vorgehen mit dem Tod eines 37-jährigen israelischen Soldaten im südlichen Gaza.

"Soweit ich weiß, haben sie einen israelischen Soldaten getötet", sagte Trump vor Journalisten an Bord der Air Force One auf dem Weg von Japan nach Südkorea. "Die Israelis haben zurückgeschlagen, und das sollten sie auch", fügte er hinzu und bezeichnete die Angriffe als "Vergeltung" für den Soldatentod.

Hamas bestreitet Verantwortung

Die Hamas bestritt jede Verantwortung für den angeblichen Angriff auf israelische Streitkräfte in Rafah und erklärte, weiterhin dem Waffenstillstandsabkommen verpflichtet zu bleiben. Nach israelischen Medienberichten sollen bewaffnete Palästinenser Soldaten mit einer Panzerabwehrrakete und Scharfschützenfeuer angegriffen haben.

"Nichts wird die Waffenruhe gefährden", bekräftigte Trump. Die Hamas sei "nur ein sehr kleiner Teil des Friedens im Nahen Osten" und müsse sich "anständig verhalten". Falls sie sich nicht "gut" verhielten, würden "ihre Leben beendet", drohte der US-Präsident.

Das israelische Militär erklärte am Mittwoch, die Gaza-Waffenruhe nach einer Serie von Angriffen auf Dutzende "Terror-Ziele" wieder in Kraft gesetzt zu haben. Dabei seien "30 Terroristen in Führungspositionen" getötet worden, hieß es ohne Belege für diese Behauptungen.

Panik unter Zivilbevölkerung

Die neuen Angriffe versetzten die palästinensische Zivilbevölkerung in Panik. Der Korrespondent des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera, Hani Mahmoud, berichtete aus Gaza-Stadt: "Eine kurze Hoffnung auf Ruhe ist in Verzweiflung umgeschlagen. Der Himmel ist voller Kampfjets, Drohnen und Aufklärungsflugzeuge."

Die Hilfsorganisation Save the Children bezeichnete Berichte über getötete Kinder als "qualvoll". "Das darf nicht zur neuen Normalität unter einer Waffenruhe werden", sagte Ahmad Alhendawi, Regionaldirektor der Organisation für den Nahen Osten, Nordafrika und Osteuropa.

Eine dauerhafte Waffenruhe müsse "Sicherheit, Hilfe und Erholung für Kinder bedeuten, nicht weiteres Leiden".

Experten sehen gezieltes Unterlaufen

Mouin Rabbani vom Center for Conflict and Humanitarian Studies sagte [2] gegenüber Al Jazeera, Israel habe "niemals wirklich seine Verpflichtungen" aus dem Abkommen erfüllt, einschließlich des Rückzugs auf die vereinbarte Linie in Gaza oder der Zulassung der vereinbarten Hilfsmenge.

Rabbani zufolge versucht Israel bewusst, ein Waffenstillstandsabkommen zu untergraben, in das es von den USA widerwillig hineingedrängt wurde. Rob Geist Pinfold von King's College London bezeichnete die Waffenruhe als "von Tag eins an fragil", da beide Seiten dem Abkommen unter erheblichem US-Druck zugestimmt hätten.

Da Israel noch etwa 50 Prozent des Gazastreifens kontrolliere, könne dies "für viele Palästinenser in Gaza nicht wie eine echte Waffenruhe aussehen, sondern eher wie eine unbestimmte, langwierige Besetzung ohne absehbares Ende", erklärte Pinfold.

Seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober kam es wiederholt zu tödlichen Zwischenfällen. Nach Angaben der Hamas-kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden dabei bereits mehr als 90 Palästinenser getötet. Vor gut einer Woche starben zudem zwei israelische Soldaten bei einem Angriff mit einer Panzerfaust.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10962996

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-gazastreifen-waffenruhe-104.html
[2] https://www.aljazeera.com/news/2025/10/29/israel-kills-over-100-palestinians-in-gaza-as-trump-insists-truce-holds

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ Telepolis

US-Shutdown: 42 Millionen ohne Lebensmittelhilfen

Von Uwe Kerkow — 29. Oktober 2025 um 12:00
Demonstreirende Mensxchen vor dem Weißen Haus

US-Regierungsangestellte demonstrieren gegen den Shutdown 2018/19. Foto: Bob Korn, shutterstock

Der Shutdown in den USA zeigt, was alles aus dem Ruder läuft, wenn sicher geglaubte staatliche Zahlungen ausbleiben. Die Schwächsten trifft es zuerst. Ein Überblick.

Der Regierungsstillstand (Shutdown) in den USA dauert jetzt schon fast einen Monat. Wie Politico meint, ist diese Tatsache und der zugrunde liegende Haushaltsstreit im Kongress fast schon zur Randnotiz [1] geworden.

US-Präsident Donald Trump weilt derzeit in Asien und hat seine Abläufe kaum geändert. Die Republikaner haben dafür gesorgt, dass das Repräsentantenhaus nicht zusammentritt. Sie beharren laut Politico darauf, zunächst überhaupt nicht mehr über den nächsten US-Bundeshaushalt zu verhandeln.

„Wird dieser Shutdown jemals enden?“, fragt [2] denn auch schon die Washington Post. Denn je länger sich die USA ohne gültigen Haushalt hinschleppen, desto schlimmer werden die Auswirkungen des Stillstands.

Bricht Trump seinen eigenen Rekord?

Und Trump plant offensichtlich, seinen eigenen Rekord zu brechen: Der mit 35 Tagen bisher längste Stillstand der US-Verwaltung begann am 22. Dezember 2018 während der ersten Amtszeit von Trump und ging erst am 25. Januar 2019 zu Ende.

Wenn der aktuelle Shutdown am Samstag in den zweiten Monat geht, wird es allerdings neue Härten geben: Programmen wie die Ernährungshilfe und die frühkindliche Bildung droht, als Erstes das Geld auszugehen. Aber auch Flugverbindungen für das ländliche Amerika werden betroffen sein; ganz zu schweigen von den vielen Tausend Bundesangestellten, die dann kein Geld mehr bekommen.

Lebensmittelhilfen

Der Lebensmittelhilfe, auf die sich etwa 42 Millionen Menschen verlassen müssen [3] — das Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP) —, wird erstmals in der Geschichte der USA ab 1. November das Geld ausgehen. Betroffen sind fast 12,5 Prozent der US-Bevölkerung.

Mindestens 25 US-Bundesstaaten planen [4] bereits, ihre Leistungen für einkommensschwache Familien einzustellen. Und die Trump-Regierung weigert sich, Notfallfonds anzuzapfen, um diese Leistungen weiterhin zu ermöglichen.

Das geht aus einem Memo [5] des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, das derzeit in den USA zirkuliert. Transfers aus anderen Quellen würden Mittel unter anderem für Schulmahlzeiten und Säuglingsnahrung abziehen, argumentiert die Behörde. „Unterm Strich: Der Brunnen ist versiegt“, ließ das Ministerium verlauten [6].

Frühkindliche Bildung

Doch sind diese Programme ohnehin ebenfalls gefährdet: Am 1. November wird auch die Bundesfinanzierung für einige frühkindliche Bildungsprogramme versiegen, die durch Head Start unterstützt werden — etwa 800.000 Kinder unter sechs Jahren.

Betroffen [7] werden zunächst 59.000 Kinder in 41 Bundesstaaten und Puerto Rico sein. Lehrkräfte werden nicht mehr bezahlt und einige Einrichtungen müssen ganz schließen. Weitere 6.500 Kinder erhalten schon seit dem 1. Oktober die sonst übliche Unterstützung nicht mehr.

Ernährungsbeihilfen

Anfang Oktober hatte die Trump-Administration die Ernährungsbeihilfen noch gestützt, indem sie Geld aus einem Konto umleitete, mit dem unter anderem Schulspeisungen finanziert werden.

Doch die Kassen werden am Samstag leer sein, es sei denn, die Trump-Regierung zapft weitere 300 Millionen Dollar an Notfallmitteln für das sogenannte Special Supplemental Nutrition Program for Women, Infants, and Children (WIC) an. Betroffen sind etwa sieben Millionen einkommensschwache Mütter und deren Babys.

Militär

Wird der Rückgriff auf sachfremde – aber weniger dringlich zu bedienende – Konten bei Sozialprogrammen bekämpft oder ausgeschlossen, ist er bei den Militärausgaben eine Selbstverständlichkeit.

Anfang Oktober griff Trump in die Kasse für Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Militärs und erleichterte diese um 6,5 Milliarden US-Dollar, um mit dem Geld aktive Militärangehörige zu bezahlen [8]. Dennoch werden viele Angehörige des Militärs ab Freitag kein Geld mehr bekommen. Denn der Topf hatte insgesamt nur rund zehn Milliarden US-Dollar enthalten – bei weitem zu wenig, um den Sold der US-Armee daraus dauerhaft zu bestreiten.

Trump plant jedoch, auch andere Mittel zu nutzen, um die Militärgehälter während des Shutdowns zu decken. Aufsehen erregt zudem eine Spende [9] in Höhe von 130 Millionen Dollar, um die Besoldung während des Shutdowns aufrechtzuerhalten. Doch spätestens ab 15. November werden die Schwierigkeiten ohne politische Einigung unüberwindlich, wie US-Finanzminister Scott Bessent bei CBS klarstellte [10].

Zivilverwaltung

Zudem werden Tausende Bundesbedienstete erstmals keine vollen Gehälter bekommen. Das betrifft unter anderem staatlich subventionierte Dienste wie Flugsicherung in ländlichen Regionen. Anfang 2019, während des Shutdowns in Trumps erster Amtszeit, waren diese Beschäftigten wegen des Zahlungsausfalls nicht mehr zur Arbeit erscheinen.

Der sogenannte Essential Air Service gilt allerdings als so bedeutsam, dass das Verkehrsministerium bereits Anfang Oktober Mittel bereitgestellt hatte, um eine Unterbrechung zu vermeiden.

Auch Mitarbeiter des Repräsentantenhauses und des Senats werden ihr Geld Anfang November wohl nicht erhalten. Die Abgeordneten und Senatoren erhalten ihre Bezüge jedoch weiterhin pünktlich.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10961222

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.politico.com/news/2025/10/27/government-shutdown-funding-programs-00622376
[2] https://www.washingtonpost.com/politics/2025/10/27/will-this-government-shutdown-ever-end/
[3] https://www.ers.usda.gov/topics/food-nutrition-assistance/supplemental-nutrition-assistance-program-snap/key-statistics-and-research
[4] https://www.politico.com/news/2025/10/23/states-snap-food-aid-benefits-government-shutdown-00619117
[5] https://www.documentcloud.org/documents/26196841-usda-memorandum/
[6] https://www.vvng.com/the-well-has-run-dry-no-november-snap-benefits-usda-confirms/
[7] https://www.the74million.org/zero2eight/ongoing-federal-shutdown-threatens-head-start-access-for-over-65k-children/
[8] https://thehill.com/policy/defense/5554635-house-speaker-defends-trump-pay-troops/
[9] https://www.nytimes.com/2025/10/25/us/politics/timothy-mellon-donation-troops.html
[10] https://www.cbsnews.com/news/scott-bessent-treasury-secretary-face-the-nation-transcript-10-26-2025/

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ Telepolis

Hurrikan Melissa verwüstet Jamaika und erreicht Kuba

Von Marcel Kunzmann — 29. Oktober 2025 um 10:30
Palmen im Wind

Noch sind die Schäden nicht vollständig abschätzbar, die Melissa in der Karibik angerichtet hat (Symbolbild)

(Bild: Felix Mizioznikov/Shutterstock.com)

Wirbelsturm der Kategorie 5 hinterlässt auf Jamaika schwere Schäden. Abschwächung vor Landfall in Kuba. Mindestens sieben Todesopfer in der Karibik.

Hurrikan Melissa [1] hat als einer der stärksten jemals im Atlantik gemessenen Wirbelstürme schwere Verwüstungen in der Karibik angerichtet. Nach seinem Durchzug über Jamaika erreichte der Sturm am frühen Mittwoch Kuba, wo die Behörden mehr als 735.000 Menschen im Vorfeld in Sicherheit brachten.

Der Wirbelsturm forderte bereits mindestens sieben Menschenleben – drei in Jamaika während der Sturmvorbereitungen, drei in Haiti und eines in der Dominikanischen Republik, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete [2].

Bis alle Schäden und menschlichen Verluste in den betroffenen Ländern bekannt sind, dürften allerdings noch mehrere Tage vergehen, da anhaltender Regen der Sturmausläufer die Bergungs- und Wiederaufbauarbeiten ausbremst.

Jamaika zum Katastrophengebiet erklärt

Premierminister Andrew Holness erklärte Jamaika zum Katastrophengebiet, nachdem Melissa mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde als Hurrikan der Kategorie 5 über die Karibikinsel hinweggezogen war.

"Ich habe noch keine verlässlichen Informationen über Tote, aber angesichts der Schäden durch den Hurrikan der Kategorie 5 gehen wir davon aus, dass Menschen ihr Leben verloren haben", sagte Holness gegenüber CNN.

Der Sturm traf nahe der Ortschaft New Hope auf die Südwestküste Jamaikas. Besonders schwer betroffen war die Region St. Elizabeth, die nach Angaben von Minister Desmond McKenzie unter Wasser stand.

Richard Thompson, Generaldirektor des Amtes für Katastrophenschutz und Notfallmanagement, berichtete von "weitreichenden Schäden, vielen Überschwemmungen, umfangreichen Windschäden an Schulen, Krankenhäusern und Häusern".

Etwa 15.000 Menschen suchten Schutz in Notunterkünften, während 540.000 Haushalte – 77 Prozent des Landes – ohne Strom waren. Das Rote Kreuz warnte vor "möglicherweise beispiellosen" Folgen für das Land mit seinen 2,8 Millionen Einwohnern.

Melissa schwächt sich vor Kuba ab

Glück im Unglück: Als Melissa am frühen Mittwochmorgen Kuba erreichte, war der Sturm bereits nicht mehr ganz so stark. Mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 Kilometern pro Stunde traf Melissa als Hurrikan der Kategorie 3 im Südosten Kubas nahe der Stadt Chivirico in der Provinz Santiago de Cuba an Land.

Präsident Miguel Díaz-Canel warnte in einer Fernsehansprache: "Es wird eine sehr schwierige Nacht für ganz Kuba, aber wir werden uns erholen."

Die kubanische Regierung brachte nach eigenen Angaben insgesamt als 735.000 Menschen in Sicherheit. Damit wurde der ursprüngliche Evakuierungsplan von rund 650.000 Menschen nochmals erweitert worden.

Das US-Hurrikanzentrum NHC warnte vor massiven Niederschlägen von bis zu 64 Zentimetern in den Bergen Ostkubas, die lebensbedrohliche Sturzfluten und Erdrutsche auslösen könnten. An der Küste drohte eine bis zu vier Meter hohe Sturmflut.

"Wir wissen, dass es viele Schäden geben wird", erklärte Díaz-Canel. Der Hurrikan sollte am Mittwochabend in Richtung der Bahamas weiterziehen.

Internationale Hilfe angelaufen

Die Vereinten Nationen koordinierten bereits den Transport von Hilfsgütern für Jamaika über Barbados. "Ein Lufttransport von rund 2.000 Hilfspaketen ist ebenfalls geplant, sobald die Flughäfen wieder geöffnet sind", teilten die UN mit.

"Unsere Truppen werden vor Ort sein, um Hilfsmaßnahmen zu unterstützen und wichtige Versorgungsleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen", sagte der amtierende Militärchef O'Neil Bogle.

China schickte bereits Hilfspakete nach Kuba. Ein vom chinesischen Botschafter in Kuba geteiltes Video zeigte Hunderte von Kisten mit der Aufschrift "Familienpaket", die aus einem Lager transportiert wurden. Jamaikas Streitkräfte riefen neben regulären Soldaten auch Reservisten zum Dienst, um bei Rettungsarbeiten zu helfen.

Klimawandel verstärkt Sturmsysteme

Tropische Wirbelstürme entstehen über warmem Ozeanwasser. Die zunehmende Erderwärmung erhöht nach Expertenangaben die Wahrscheinlichkeit starker Stürme.

Evan Thompson, Leiter des jamaikanischen Wetterdienstes, warnte, dass die Wetterbedingungen noch in den nächsten Tagen schlecht bleiben würden. Die Hurrikansaison im Atlantik dauert vom 1. Juni bis zum 30. November. Melissa gilt als einer der stärksten jemals im Atlantik gemessenen Hurrikane.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10962753

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tp/features/Hurrikan-Melissa-So-bereiten-sich-Kuba-und-Jamaika-auf-den-staerksten-Sturm-des-Jahres-vor-10961286.html
[2] https://edition.cnn.com/weather/live-news/hurricane-melissa-jamaica-landfall-tuesday-climate

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ iMonitor Internetstörungen

Störungsmeldung vom 28.10.2025 16:00

Von heise online — 28. Oktober 2025 um 16:00

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
28.10.2025 16:00
Region
Eisenach (03691)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

✇ iMonitor Internetstörungen

Störungsmeldung vom 28.10.2025 23:59

Von heise online — 28. Oktober 2025 um 23:59

Neue Störungsmeldung für Provider O2

Details

Beginn
28.10.2025 23:59
Region
Traunreut (08669)
Provider
O2
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

✇ c't-Themen

Chinesischer "KI-Kühlschrank" steht unterm Schreibtisch

Von Heise — 28. Oktober 2025 um 17:22

Der Computer Neogenint BIE-1 soll große KI-Modelle verarbeiten, aber auch kompakt, leise und sparsam genug sein für Büros.

Der chinesische Hersteller Neogenint hat in Kooperation mit einem Forschungsinstitut den vergleichsweise kompakten Rechner BIE-1 für spezielle KI-Algorithmen entwickelt. Der BI Explorer-1 (BIE-1) ist für „Brain-like Intelligence“ ausgelegt. Er wurde bei einer Veranstaltung des Guangdong Institute of Intelligence Science and Technology (GDIIST) vorgestellt, die unter anderem mit Neogenint kooperiert.

Laut GDIIST und Neogenint liefert der BIE-1 sehr hohe KI-Rechenleistung besonders effizient. Durch seine kompakte Bauform passt er unter einen Schreibtisch, er soll mit einer gewöhnlichen Steckdose auskommen und ausreichend leise laufen für den Betrieb in Büroräumen.

Die Entwicklungspartner versprechen beim Inferencing eines LLM mit dem sogenannten Intuitive Neural Network (INN) auf der BIE-1 bis zu 12,6 Millionen Token/s. Dieses "gehirnähnliche" INN scheint eine Entwicklung des GDIIST zu sein, das auch an medizinischen KI-Systemen [1] forscht.

KI-Rechner Neogenint BIE-1

Der KI-Rechner Neogenint BIE-1 besteht aus drei Einschüben mit je 384 CPU-Kernen und 1,5 TByte RAM.

(Bild: Shanghai Neogenint Intelligent Technology Co.,Ltd.)

Die BIE-1 besteht aus drei Einschüben, von denen jeder 384 Prozessorkerne enthält, sowie 1,5 TByte RAM, drei „GPUs“ mit je 24 GByte lokalem Speicher, eine M.2-SSD mit 4 TByte und drei 16-TByte-Festplatten. Die drei Module zusammen stellen 1152 CPU-Kerne, 4,5 Terabyte RAM, 12 TByte Flash-Speicher und 144 TByte auf Festplatten bereit.

Laut Neogenint liefert ein einzelnes Modul bei einem INN-Thread 7000 Tokens/s. Bei 600 Threads sollen es 4,2 Millionen Tokens/s sein (7000 × 600) und bei drei Modulen (und folglich 1800 Threads) dann eben die erwähnten 12,6 Millionen Tokens/s. Die Leistungsaufnahme der gesamten Kiste soll maximal 2000 Watt betragen.

Preise und Liefertermine nennt Neogenint derzeit nicht. Neogenint verrät auch nicht, wie viele physische Prozessoren welches Herstellers zum Einsatz kommen (2 × 192 Kerne oder 1 × 384 Kerne) und welcher Typ GPU-Beschleuniger. Das GDIIST kooperiert grundsätzlich auch mit dem chinesischen KI-Chipentwickler Cambricon [2].

Die Website der Firma Shanghai Neogenint Intelligent Technology verwendet keine verschlüsselte Verbindung, die Quelle daher hier nicht als Link: http://www.neogenint.com/bie


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10962055

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.gdiist.cn/en/research
[2] https://www.heise.de/hintergrund/KI-nesische-Aufholjagd-4502117.html
[3] https://www.heise.de/ct
[4] mailto:ciw@ct.de

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ Golem.de Full über fivefilters.org

Bundesdigitalminister: Wildberger will Festlegung zum FTTH-Ausbau durchsetzen

Von Achim Sawall — 28. Oktober 2025 um 21:06
Bundesdigitalminister Wildberger will den FTTH -Ausbau zur Chefsache machen. Doch die Konkurrennz der Telekom hat eigentlich ganz andere Probleme.
Stakeholderdialog Digitale Infrastrukturen am 28. Oktober 2025 (Bild: BMDS / Dirk Michael Deckbar)
Stakeholderdialog Digitale Infrastrukturen am 28. Oktober 2025 BMDS / Dirk Michael Deckbar

Die Telco-Verbände haben sich verhalten zum Vorstoß von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) geäußert, eine Absichtserklärung zu konkret messbaren Zielen beim Glasfaserausbau zu unterzeichnen. Die IT-Entscheider aus Bundes- und Landesregierungen sprachen am 28. Oktober 2025 mit Vertretern der Telekommunikationsbranche, kommunalen Spitzenverbänden und der Bundesnetzagentur über ein Memorandum of Understanding (MoU) mit konkreten Zielgrößen für die Fortschritte beim Infrastrukturausbau.

"Ich werde persönlich dafür sorgen, dass der Ausbau Chefsache bleibt und wir gemeinsam große Sprünge nach vorn machen" , sagte Wildberger. Alle Beteiligten hätten sich laut den Angaben des Ministeriums darauf verständigt, Verhandlungen für ein MoU aufzunehmen. Diese sollen nach dem Willen des Ministers im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Der Chef des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Ulf Kämpfer, erklärte , entscheidend sei, "dass durch die Umsetzung keine neue Bürokratie für die ausbauenden Unternehmen entsteht – wir brauchen weniger Bürokratie, nicht noch mehr."

Konkurrenz will bei Kupferabschaltung Vorrecht der Telekom kippen

Noch eindeutiger äußerte sich der Breko : "Bevor die Branche im Rahmen einer gemeinsamen Vereinbarung belastbare Investitionszusagen machen kann, muss der dafür notwendige regulatorische Rahmen stehen" , betonte Karsten Kluge, Vizepräsident des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko). Das Memorandum sollte sich daher in erster Linie mit dem geregelten Übergang von DSL- auf Glasfasernetze beschäftigen.

Das Bundesdigitalministerium müsse in seinen für November angekündigten Entwurf einer Anpassung des Telekommunikationsgesetzes eine Regelung einfügen, die diesen Übergang "zügig, verbraucher- und wettbewerbsfreundlich gestaltet" . Nötig sei auch ein Zeitplan mit konkreten Meilensteinen für die Kupferabschaltung.

VATM-Vizepräsident Wolfram Rinner unterstrich : "Wir haben beim Glasfaserausbau wichtige Jahre durch eine dysfunktionale Breitbandförderung, unzureichende Regulierung und Reibungsverluste auf den föderalen Ebenen verloren. Nun müssen endlich alle Akteure an einem Strang ziehen, um den Rückstand bei der Digitalisierung aufzuholen." Bei der anstehenden Kupfer-Glas-Migration müssten das neue Digitalministerium und die Bundesnetzagentur zeigen, das man eine diskriminierungsfreie Kupfer-Glas-Migration ernsthaft wolle.

Kupferabschaltung: Was will die Telekom

Einzig der Bitkom , wo der Deutsche Telekom-Topmanager Michael Hagspihl die Position des Vizepräsidenten inne hat , erklärte die geplante Vereinbarung könne " eine Chance werden, Ausbauhemmnisse abzubauen und den Netzausbau weiter zu beschleunigen."

Ein alleiniges Initiativrecht der Telekom für die Abschaltung, wie es das Telekommunikationsgesetz im Paragraf 34 vorsieht, greife zu kurz und provoziere den Missbrauch ihrer marktbeherrschenden Position, hatte der VATM zuvor betont. Die Telekom will bei der Kupferanschaltung als Besitzerin des bestehenden Kupfernetzes ihre dominierende Marktposition beim Übergang auf Glasfaser absichern. Telekom-Sprecherin Sandra Rohrbach sagte im Juni 2025: "Unsere Wettbewerber wiederum haben kein Recht darauf, das Kupfernetz der Telekom abschalten zu lassen. Auch das schützt die Kunden vor Zwangsabschaltung und Zwangsanbieterwechsel. Zudem würde dies EU-Recht widersprechen. Forderungen von unseren Wettbewerbern auf ein sogenanntes 'Antragsrecht' auf Abschaltung unseres Netzes lehnen wir im Sinne der Nutzer und unserer Eigentümerrechte rigoros ab."

Die Telekom möchte in Wahrheit nur dort Kupfer abschalten, wo sie selbst Glasfaser ausgebaut hat. Dadurch spart sie sich die doppelten Betriebskosten und Ausgaben für die Instandhaltung. Wo der Marktführer selbst keine Glasfaser verlegt hat, will man DSL so lange weiter laufen lassen, bis die letzten Kunden, die nicht gewechselt sind, die Betriebskosten nicht mehr decken. In diesen langen Jahren kann die Telekom die bestehenden Netze der Konkurrenz überbauen.

Adblock test (Why?)

✇ Golem.de Full über fivefilters.org

(g+) Smart Home: Mit Homematic-Hardware Fußbodenheizungen steuern

Von Martin Loschwitz — 28. Oktober 2025 um 20:00
Richtig handlich wird die Integration einer Wärmepumpe ins Smart Home erst, wenn man auch die Fußbodenheizung über die gleiche Software steuert. Das geht mit Hardware von Homematic und dem entsprechenden Access Point.
Warme Füße dank Socken - und Homematic-Hardware und OpenHAB oder FHEM. (Bild: LUM3N/Pixabay)
Warme Füße dank Socken - und Homematic-Hardware und OpenHAB oder FHEM. LUM3N/Pixabay

Gerade beginnt wieder die Heizsaison – und mit ihr die Notwendigkeit, die Temperatur in den eigenen vier Wänden zu regeln. Smart-Home-Lösungen sorgen mit schlauer Technik dafür, dass die Regulierung der Heizung automatisch erfolgt und eine für jeden Raum zuvor festgelegte Temperatur erreicht und gehalten wird. Im Linux-Magazin war das Heizen der eigenen vier Wände bereits mehrmals Thema. Ein zweiteiliger Workshop befasste sich ausführlich mit Wärmepumpen von Rotax (heute: Daikin) und ihrer Steuerung , an die sich ein CAN-Bus-Interface samt angeflanschtem Raspberry Pi andocken ließ, so dass sämtliche Daten der Wärmepumpe an Smart-Home-Lösungen wie FHEM oder OpenHAB flossen. Die Lösung hat durchaus ihren Reiz: Wer zentrale Parameter der Wärmepumpensteuerung wie die Vorlauftemperatur für Wasser- und Heizkreisläufe einstellen kann, sorgt nicht nur für perfekte Wärme im Haus, sondern vergeudet auch keinen teuren Strom.

In Kombination mit einer Smart-Home-Lösung wie den Produkten von Homematic ist es zudem möglich, eine dynamische Beschattung zu realisieren. Sie sorgt unter anderem dafür, dass Jalousien im Sommer nur dann offen sind, wenn es keine direkte Sonneneinstrahlung gibt. Im Winter sollen die Jalousien, wenn überhaupt, nur zum Stoßlüften geöffnet werden, zumindest in bestimmten Räumen. Wirklich befriedigend ist der Ansatz in dieser Form aber immer noch nicht: Zwar lässt sich so die Wärmepumpe steuern, nicht aber die Temperatur in den einzelnen Räumen. Damit das gelingen kann, ist die komplette Kontrolle über die installierten Heizkörper nötig. Sowohl für klassische Radiatoren mit einem Thermostat als auch für Fußbodenheizungen hat der Markt der Smart-Home-Lösungen längst Produkte in petto. Grund genug für mich, mich mit dem Thema noch ausführlicher zu befassen und die einmal konstruierte Lösung um die Fähigkeit zu erweitern, auch die Heizung in den einzelnen Räumen direkt zu beeinflussen.

Golem Plus Artikel

Adblock test (Why?)

✇ Golem.de Full über fivefilters.org

KI RAN und 6G: Nvidia kauft für 1 Milliarde US-Dollar Anteile an Nokia

Von Achim Sawall — 28. Oktober 2025 um 19:00
Ziel ist laut Nokia die Rückkehr Amerikas zur Führungsrolle in der Telekommunikation. Nvidia wird rund 3 Prozent an Nokia besitzen.
Eröffnung des Nokia Oulu Campus im September 2025 (Bild: Nokia)
Eröffnung des Nokia Oulu Campus im September 2025 Nokia

Der US-Konzern Nvidia investiert 1 Milliarde US-Dollar in Nokia. Das gab der finnische Mobilfunkausrüster am 28. Oktober 2025 bekannt . Nokia und Nvidia haben vereinbart, gemeinsam an KI-Netzwerkprodukten zu arbeiten und Möglichkeiten zu prüfen, Nokias Rechenzentrums-Switching- und optische Technologien in Nvidias zukünftige KI-Infrastrukturarchitektur zu integrieren, kündigte Nokia an.

Ungewöhnlich ist die politische Aussage, mit der Nokia den Anteilsverkauf und die Kooperation durchführt. Ziel sei, "Amerikas Rückkehr zur Führungsrolle in der Telekommunikation" und KI-gestützte Konnektivität zu ermöglichen. Nokia Chief Executive Officer Justin Hotard sagte: "Wir sind stolz darauf, diesen Branchenwandel gemeinsam mit Nvidia, Dell Technologies und T-Mobile US voranzutreiben. Unsere ersten KI-RAN-Implementierungen im T-Mobile-Netz werden sicherstellen, dass Amerika bei der fortschrittlichen Konnektivität, die KI benötigt, führend ist."

Nokia-Aktie legte um mehr als 20 Prozent zu

Nvidia erwirbt durch den Kauf von 166,4 Millionen Aktien zu je 6,01 US-Dollar – und damit einen Anteil von 2,9 Prozent an dem europäischen Telekommunikationsausrüster. Die Nokia-Aktie legte um mehr als 20 Prozent zu.

Nokia meldete in der vergangenen Woche einen starken Anstieg der Umsätze bei Netzwerkinfrastruktur, wohl aufgrund der steigenden Nachfrage von KI- und Rechenzentrumskunden in Nordamerika. "Wir befinden uns noch ganz am Anfang eines gewaltigen KI-Superzyklus" , sagte Hotard zuvor. "Wenn Sie sich unser viertes Quartal ansehen, ist unsere Auftragsdeckung zu Beginn des Quartals stärker als in den letzten Jahren."

Der Nettogewinn sank im dritten Quartal und betrug nur 80 Millionen Euro, was einem Rückgang von 54 Prozent gegenüber 175 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum entspricht.

Adblock test (Why?)

✇ iMonitor Internetstörungen

Störungsmeldung vom 28.10.2025 12:00

Von heise online — 28. Oktober 2025 um 12:00

Neue Störungsmeldung für Provider Vodafone Kabel

Details

Beginn
28.10.2025 12:00
Region
Duisburg (0203)
Provider
Vodafone Kabel
Zugangsart
Kabel

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

✇ Mac & i ff.org

EU-Deadline naht: Wie iPhones kompatibler werden müssen

Von Heise — 28. Oktober 2025 um 18:29
In einer Hand hochgehaltenes iPhone zeigt den Homescreen

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Apple stemmt sich gegen die Interoperabilitätsvorgaben der EU. Es bleibt nur noch wenig Zeit für erste konkrete Umsetzungsschritte in iOS 26. Eine Übersicht.

Bis zum Jahresende muss Apple die Grundlagen für ein kompatibleres iPhone schaffen. Dem Hersteller bleiben noch gut zwei Monate Zeit, um erste Interoperabilitätsvorgaben der EU-Kommission in iOS umzusetzen. Das Betriebssystem fällt als sogenannter "Core Platform Service" eines als Gatekeeper eingestuften Unternehmens unter die schärferen Wettbewerbsregeln des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act – DMA). Hier sind die Regulierer zudem in der Lage, haarklein zu definieren, welche Schritte erforderlich sind.

Konkret geht es um die Öffnung der bislang stark eingeschränkten iPhone-Kommunikation mit Geräten anderer Hersteller wie Smartwatches und Kopfhörer. Letztere sollen künftig funktional zu Apples Hardware wie Apple Watch und AirPods aufschließen können.

Was Apple bis Ende 2025 umsetzen muss

Bis Ende 2025 muss Apple deshalb gleich in mehreren Bereichen für bessere Kompatibilität sorgen, wie die EU-Kommission in dem Zeitplan ihrer ursprünglichen Entscheidung vorgibt [1]. Dazu gehören die bislang auf Apple-Hardware begrenzten iOS-Mitteilungen, die Bereitstellung von WLAN-Zugangsdaten, die Hintergrundfähigkeiten von Apps und ein bequemeres Pairing von Accessoires. Obendrein muss Apple es noch im laufenden Jahr erlauben, Zahlungsinformationen über den NFC-Controller auf andere Hardware zu übertragen, um zum Beispiel anschließend mit einer Smartwatch kontaktlos bezahlen zu können.

Der weitreichende Zugriff auf iOS-Mitteilungen ist bislang der Apple Watch vorbehalten. Dritt-Hersteller bleiben hier ausgesperrt. Bis Ende 2025 muss Apple nun eine erste Beta liefern, mit der die Mitteilungen – nach Einwilligung des Nutzers – auch auf einer Smartwatch einer anderen Marke landen können und sich dort auch beantworten lassen.

Hersteller wie Garmin, Pebble & Co. sind dann in der Lage, eine solche erweiterte Funktionalität in ihre Begleit-Apps zu integrieren. Solche Apps müssen künftig außerdem im Hintergrund zuverlässig ihren Dienst verrichten können, um etwa Daten mit der Smartwatch auszutauschen – etwa nach einer App-Zwangsbeendingung oder der temporären Deaktivierung von Bluetooth im Kontrollzentrum.

Zugang zu WLAN-Daten und bequemes Pairing

Zum Jahresende sollen Dritt-Geräte obendrein Zugriff auf die in iOS gespeicherten WLAN-Zugangsdaten erhalten, um sich damit selbst bequem anmelden zu können – ganz so wie es die Apple Watch längst macht.

Auch den von AirPods bekannten, simplen Pairingprozess allein durch Annäherung der In-Ears an ein iPhone muss Apple als Beta bis Ende 2025 für Dritte öffnen. Eine der Interoperabilitätsvorgaben hat Apple bereits umgesetzt, nämlich den Support für WLAN-Direktverbindungen über den Standard Wi-Fi Aware [2]. Im Unterschied zu anderen Öffnungsschritten, die Apple bewusst auf die EU begrenzt, ist Wi-Fi Aware global verfügbar. Das soll plattformübergreifende Alternativen zu AirDrop erlauben. Die tiefe Systemintegration für solche Dateiübertragung muss Apple aber erst bis Mitte 2026 bereitstellen – und limitiert diese per Geosperre möglicherweise wieder auf EU-Mitgliedsstaaten.

Diese Neuerungen müssten demnach bereits in iOS 26.1 – derzeit noch in der Testphase – und die kommende Beta von iOS 26.2 einfließen. Erste Spuren etwa für eine Erweiterung der Mitteilungsfunktion wurden im Code des Systems bereits gesichtet, eine richtige Dokumentation steht aber noch aus.

Apple läuft gegen die Änderungen seit längerem Sturm – insbesondere die Öffnung von Mitteilungen sowie die Freigabe von WLAN-Zugangsdaten. Damit ist der Konzern bislang allerdings nicht weitergekommen: Das Berufungsverfahren beim Gericht der Europäischen Union (EuG) läuft noch [4], die von Apple außerdem geforderten Ausnahmeregelungen wies die Kommission im August zurück [5]. Der Konzern ging daraufhin dazu über, das Wettbewerbsgesetz direkt anzugreifen, der DMA müsse gekippt oder zumindest weitreichend überarbeitet werden [6]. Apple setzt außerdem verstärkt darauf, die Einführung neuer iOS-Funktionen in der EU aufzuschieben [7].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10962109

Links in diesem Artikel:
[1] https://ec.europa.eu/competition/digital_markets_act/cases/202523/DMA_100203_1655.pdf
[2] https://www.heise.de/news/Peer-to-Peer-WLAN-auf-Anordnung-der-EU-Apple-integriert-Wi-Fi-Aware-10446624.html
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[4] https://www.heise.de/news/iOS-Apple-warnt-vor-Oeffnung-wichtiger-Schnittstellen-durch-EU-10422632.html
[5] https://www.heise.de/news/Apple-scheitert-mit-DMA-Notbremse-iPhone-muss-kompatibler-werden-10666537.html
[6] https://www.heise.de/news/Apple-Digitalgesetz-DMA-der-EU-gehoert-abgeschafft-10670105.html
[7] https://www.heise.de/news/iOS-und-macOS-26-Welche-Funktionen-Apple-vorerst-in-der-EU-blockiert-10465267.html
[8] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[9] https://www.heise.de/mac-and-i
[10] mailto:lbe@heise.de

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ Mac & i ff.org

Hinweise auf iPad-Versionen von Pixelmator Pro, Motion und MainStage

Von Heise — 28. Oktober 2025 um 17:38
Apple iPad Pro M4

(Bild: Apple)

Im App Store wurden Code-Referenzen für iPad-Versionen von Pixelmator Pro, Compressor, Motion und MainStage gefunden. Release könnte mit iPadOS 26.1 erfolgen.

Apple arbeitet offenbar an iPad-Versionen weiterer Pro-Apps. Der Entwickler Aaron Perris hat im App Store vier bislang ungenutzte App-IDs entdeckt, die auf kommende iPad-Versionen von Pixelmator Pro, Compressor, Motion und MainStage hindeuten. Dies gab er auf auf X (ehemals Twitter) [1] bekannt.

Die entdeckten IDs sind eindeutige Identifikationsnummern, die Apple für jede App im App Store vergibt. Entwickler können diese IDs bereits vor der Veröffentlichung einer App registrieren. Die gefundenen IDs sind bislang keinen veröffentlichten Apps zugeordnet, tragen aber Bezeichnungen, die auf die genannten Anwendungen hindeuten.

Bei den Anwendungen, die Perris entdeckt haben könnte, handelt es sich um Kreativ-Tools: Pixelmator Pro ist eine Bildbearbeitungssoftware, die Apple im vergangenen Jahr übernommen hat [2]. Motion dient der Erstellung von Animationen und Effekten für Final Cut Pro. Compressor ist Apples Werkzeug für die Video-Transkodierung. Und MainStage richtet sich an Live-Musiker und ermöglicht den Einsatz virtueller Instrumente auf der Bühne.

Timing passt zu M5-iPads und iPadOS 26.1

Der Zeitpunkt der Entdeckung scheint kein Zufall zu sein: Apple hat erst vor wenigen Tagen die neuen iPad Pro Modelle mit M5-Chip [3] vorgestellt. Die gestiegene Rechenleistung der M5-Generation könnte die technische Grundlage für Desktop-Anwendungen auf dem Tablet schaffen. Zudem steht mit iPadOS 26.1 [4] in Kürze ein größeres System-Update an, das neue Funktionen und Verbesserungen bringen soll.

Pixelmator Pro als besonderer Fall

Besonders interessant ist die mögliche iPad-Version von Pixelmator Pro. Für das iPad existieren bereits die Apps Pixelmator und Photomator, die allerdings einen anderen Funktionsumfang als die Mac-Version Pixelmator Pro bieten. Die Desktop-Variante richtet sich stärker an professionelle Anwender und bietet erweiterte Werkzeuge für Bildbearbeitung und Compositing.

Nach der Übernahme von Pixelmator durch Apple im vergangenen Jahr wurde bereits spekuliert, dass die Software enger in Apples Ökosystem integriert werden könnte.

Motion könnte Final Cut Pro ergänzen

Auch Motion wäre eine logische Ergänzung für das iPad: Apple hat bereits Final Cut Pro für das iPad veröffentlicht [5]. Motion ist eng mit Final Cut Pro verzahnt und wird auf dem Mac zum Erstellen von Titeln, Übergängen und Effekten verwendet. Eine iPad-Version würde die Videoproduktion auf dem Tablet komplettieren.

Die technischen Voraussetzungen für solche Desktop-Apps sind mit den M5-iPads gegeben. Die neuen Modelle verfügen über bis zu 16 GByte Arbeitsspeicher und bieten damit genug Ressourcen für anspruchsvolle Anwendungen. Ob und wann Apple die Apps tatsächlich veröffentlicht, ist allerdings noch unklar. Die bloße Existenz von App-IDs ist kein Beweis für eine baldige Veröffentlichung, deutet aber auf Entwicklungsarbeit hin.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10962065

Links in diesem Artikel:
[1] https://x.com/aaronp613/status/1982805467467268247
[2] https://www.heise.de/news/Pixelmator-Pro-Mehr-KI-Funktionen-nach-Apple-Aufkauf-10472920.html
[3] https://www.heise.de/tests/Flach-und-flott-Das-neue-iPad-Pro-M5-im-Test-10792884.html
[4] https://www.heise.de/news/iOS-26-1-Auf-diese-neuen-Features-koennen-sich-User-freuen-10812500.html
[5] https://www.heise.de/tests/Final-Cut-Pro-fuers-iPad-im-Test-Schnitt-mit-Stift-9190012.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
[7] mailto:mki@heise.de

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ heise Security

BSI: Checkliste für Vorgehen bei geknackten Konten

Von Heise — 28. Oktober 2025 um 13:35
Verschwommene Hände an Tastatur

(Bild: Black Salmon/Shutterstock.com)

Das BSI hat eine Checkliste für Privatanwender veröffentlicht, die Hilfestellung zu Maßnahmen bei geknackten Zugängen liefert.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat zusammen mit dem Programm polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) eine Checkliste veröffentlicht, die Privatanwendern helfen soll, wenn ihre Zugänge von Kriminellen übernommen wurden.

Die Checkliste liegt als PDF auf der Webseite des BSI [1] vor. Darin warnt die Behörde vor den Auswirkungen: Kriminelle können dann nicht nur in gekaperten Konten hinterlegte Daten wie Anschrift oder Kreditkarteninformationen einsehen und missbrauchen, sondern etwa illegale Waren verkaufen oder Spam versenden. Besonders kritisch seien demnach geknackte E-Mail-Accounts. Das ermöglicht glaubwürdigere Kommunikation mit potenziellen weiteren Opfern, aber oftmals seien die auch hinterlegt, um Passwörter für andere genutzte Dienste zurückzusetzen.

Das BSI gibt Hinweise, wie Betroffene geknackte Konten erkennen können. Bei nicht mehr möglichem Zugriff könnte etwa das Passwort zurückgesetzt worden sein. Oder der Anbieter hat den Zugang wegen verdächtiger Aktivitäten blockiert. Weitere Punkte erklären, wie in diesem Fall am besten vorzugehen ist. Außerdem liefert die Checkliste noch Tipps zum besseren Schutz für Konten. Es findet sich etwa die Aktivierung von Zwei-Faktor-Authentifizierung – an zweiter Stelle nach der Umstellung auf Passkeys.

Umfrageergebnisse "Cybersicherheitsmonitor 2025"

Dass solch eine Handreichung nötig ist, unterstreichen die Ergebnisse des "Cybersicherheitsmonitors 2025" [2]. Dabei handelt es sich um eine "Computer Assisted Web Interviewing (CAWI)"-Umfrage von BSI und ProPK unter 3061 Personen der deutschsprachigen Bevölkerung ab 16 Jahren, die vom 3. bis 7. Februar 2025 durchgeführt wurde. Demnach erlebte fast jede zehnte Person, die im vergangenen Jahr von Cyberkriminalität betroffen war, einen Fremdzugriff auf einen Online-Account (8 Prozent).

Karin Wilhelm, Expertin für Verbraucherschutz beim BSI, sagte dazu: "Ein Ernstfall kann schnell überfordern: Viele Menschen wissen im ersten Moment nicht, wie sie reagieren sollten. Gerade im Falle des E-Mail-Kontos kann schnelles Handeln jedoch weiteren Schaden abwenden. Behalten Cyberkriminelle unbefugten Zugang zu dem Konto, können sie sensible Daten auslesen, E-Mails an hinterlegte Kontakte verschicken oder auch Passwörter und Anmeldeverfahren bei weiteren Benutzerkonten zurücksetzen. Darum ist es so wichtig, sofort aktiv zu werden. Die Checkliste soll Betroffene handlungsfähig machen."

Das BSI bietet weitere hilfreiche Materialien an. Die Behörde hat etwa im September kostenlose Arbeitsblätter für Lehrkräfte und Eltern veröffentlicht, mit denen Jugendliche über Cyberrisiken [3] aufgeklärt werden können.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10961529

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/Broschueren/Wegweiser_Checklisten_Flyer/Checkliste_BSI_ProPK_Fremdzugriff_Account.pdf?__blob=publicationFile&v=4
[2] https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cymon/
[3] https://www.heise.de/news/BSI-Medienpaket-fuer-Lehrkraefte-und-Eltern-zur-Cybersicherheits-Bildung-10638497.html
[4] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[5] mailto:dmk@heise.de

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ Mac & i ff.org

Solid-State-Buttons im iPhone 20: Leaker glauben fest dran

Von Heise — 28. Oktober 2025 um 16:06
Verschwommenes iPhone

(Bild: Sebastian Trepesch/Mac & i)

Im iPhone 20 sollen angeblich alle mechanischen Tasten durch Festtasten mit Vibrationsfeedback ersetzt werden. Diese Idee kursiert nicht zum ersten Mal.

Das iPhone 20 wird etwas Besonderes, zeigt sich die Gerüchteküche überzeugt. Doch die Vermutungen, was genau zur runden Zahl kommen könnte, muten immer mehr wie ein Best-of der Spekulationen an, die sich in den vergangenen Jahren nicht bewahrheiteten. Nach einem komplett randlosen Display aus Glas kehrt jetzt aus China ein weiteres altes Gerücht im neuen Gewand zurück: Das Jubiläums-iPhone soll keine physischen Knöpfe mehr haben.

Aufgewärmt wurde das Gerücht jetzt vom Leaker Instant Digital, der schon seit Jahren im chinesischen Netzwerk Weibo mit Leaks von sich reden macht. Etliche seiner Informationen, die offenbar aus der Zulieferindustrie stammen, bewahrheiteten sich. Dazu zählen die Querformat-Kameras der neueren iPads und das Nano-Textur-Glas bei iPad Pro mit M4. Allerdings lag der anonyme Accountinhaber, der rund 1,5 Millionen Follower zählt, auch einige Male daneben.

Technische Probleme gelöst?

Jetzt behauptet der chinesische Leaker [1], dass Apple die Funktionsprüfung für ein größeres Solid-State-Tastensystem beim iPhone abgeschlossen habe. Künftig sollen der Ein- und Ausschalter, die Lautstärketasten, Kamerasteuerung und Aktionstaste allesamt feste Tasten sein, die per Vibrationsrückmeldung das Gefühl geben, physische Tasten zu sein.

Neu ist die Vorhersage nicht. Bereits für das iPhone 15 Pro im Jahr 2023 sagten mehreren Berichte voraus [2], dass der Wechsel kommen soll. Doch aus "Project Bongo", wie der Arbeitstitel lauten soll, wurde nichts. Apple-Analyst Ming-Chi Kuo erklärte das später mit "ungelösten technischen Problemen vor der Massenproduktion". 2024, vor dem iPhone 16 Pro, hieß es dann erneut, dass die Festtasten kommen sollen [3]. Doch wieder wurde daraus nichts und das Projekt angeblich um unbestimmte Zeit verschoben.

Festtasten haben viele Vorteile

Dass Apple mit Solid-State-Buttons liebäugelt, gilt als ausgemachte Sache. Neben dem besseren Schutz vor Wassereintritt, da weniger physische Öffnungen im Gerät benötigt werden, gilt auch die höhere Haltbarkeit durch den Verzicht auf mechanische Teile als Anreiz. Apple hätte zudem mehr Designoptionen und die Buttons könnten auf verschiedene Druckniveaus unterschiedlich reagieren. Nachteile sind, dass die Tasten ohne Strom funktionslos sind, und Anwendern auch Probleme bereiten könnten, wenn sie in Hüllen verpackt werden.

Das iPhone 20 wird zum 20. Jubiläum der Veröffentlichung des ersten iPhones erwartet, im Jahr 2027. Apple müsste dafür eine Nummer überspringen, da dieses Jahr "erst" das iPhone 17 vorgestellt wurde. Das wäre aber kein ungewöhnlicher Schritt, da Apple beim iPhone ohnehin keine konsistente Zählweise hat.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10961959

Links in diesem Artikel:
[1] https://9to5mac.com/2025/10/28/leaker-says-iphone-20-will-drop-every-physical-button-go-all-in-on-haptics/
[2] https://www.heise.de/news/Neue-Solid-State-Knoepfe-iPhone-15-Pro-auch-mit-Handschuhen-und-Case-nutzbar-8323957.html
[3] https://www.heise.de/news/iPhone-16-Diesmal-soll-es-mit-den-Festtasten-klappen-9693963.html
[4] https://www.heise.de/mac-and-i
[5] mailto:mki@heise.de

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

✇ Mac & i ff.org

Kamera von iPhone 18 und 20: Blendenring und Apple-Sensor im Anflug?

Von Heise — 28. Oktober 2025 um 13:44
Kamera eines Apple-Handys – hier iPhone Air

Kamera eines Apple-Handys – hier iPhone Air.

(Bild: heise medien / Sebastian Trepesch)

Jahr für Jahr schraubt Apple an der Foto- und Videotechnik seiner Smartphones. Für die kommenden zwei Jahre ist wohl Besonderes geplant.

Apple arbeitet Gerüchten aus Asien zufolge an Neuerungen in Sachen iPhone-Fotografie. Diese betreffen offenbar sowohl die iPhones des kommenden Jahres als auch die des Jahrgangs 2027. Während 2026 vor allem Funktionsverbesserungen geplant sind, steht für das übernächste Jahr eine kleine Revolution in Sachen iPhone-Foto- und Videotechnik an, heißt es.

Das Thema Blende

Für 2026 – wie üblich vermutlich im kommenden September – soll Apple bei seinen Pro-Modellen, also dann iPhone 18 Pro und 18 Pro Max, erstmals eine Art Blendenring für die Bildsensoren planen. Das schreibt der chinesische Apple-Leaker Digital Chat Station auf Weibo [1], der in der Vergangenheit des Öfteren richtig lag. Geplant ist demnach eine DSLR-artige mechanische Einstellmöglichkeit für die Blendenöffnung – und zwar für die Hauptkamera beider Pro-Modelle, die 48-Megapixel-"Fusion Camera", wie Apple dies nennt.

iPhone 15 Pro bis 17 Pro kommen jeweils mit f/1.78 für die Hauptkamera. Gerüchte, dass Apple eine verstellbare mechanische Blende [2] in den Bildsensor seiner Pro-Modelle einbauen möchte, gab es schon vor dem iPhone 17 – doch daraus wurde dann nichts. Zuvor hatten außerdem andere Beobachter wie der üblicherweise gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo von TF International Securities behauptet, dass das iPhone 18 Pro das Feature erhält. Eine variable Blende könnte etwa helfen, mit Bokeh-Effekten außerhalb von Apples Porträtmodus zu arbeiten und gestalterisch kreativer fotografieren zu können.

iPhone 20 alias XX

Beim iPhone 20 im Jahr 2027 ist dann offenbar eine ganz spezielle Neuerung angedacht: Apple will erstmals einen komplett eigenen Bildsensor verbauen – und nicht nur einen vom Lieferanten Sony. Dabei handelt es sich um eine durch Auftragsfertiger gebaute LOFIC-Komponente ("Lateral Overflow Integration Capacitor"), behauptet unter anderem Leaker yeux1122 [3] auf Korea

LOFIC-Sensoren versprechen unter anderem deutlich mehr Dynamic Range mit einer neuartigen Speichertechnik für jeden Bildpunkt. Apple hat dazu auch ein passendes Patent beantragt, wobei die LOFIC-Technik auch von verschiedenen anderen Herstellern kommen soll. Wer Apples Sensor letztlich baut, ist unklar. Zwischenzeitlich hieß es, Samsung könnte zum neuen Lieferanten [4] werden. Dort ist man in Sachen LOFIC-Technik aber offenbar weniger weit als die Konkurrenz. Das iPhone 20 ist Apples Jubiläumsgerät zum 20. Geburtstag der Smartphone-Serie. Angeblich überspringt der Konzern deshalb das eigentlich anstehende iPhone 19 – ähnlich wie man 2017 von iPhone 8 direkt zum iPhone X [5] sprang. Zuletzt machte als Bezeichnung auch der Name "iPhone XX" die Runde.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10916717

Links in diesem Artikel:
[1] https://weibo.com/6048569942/Qb3zgwSl7
[2] https://www.heise.de/news/Variable-mechanische-Blende-im-iPhone-17-9811876.html
[3] https://m.blog.naver.com/PostView.naver?blogId=yeux1122&logNo=224054892783
[4] https://www.heise.de/news/Kamerasensor-im-iPhone-Arbeitet-Apple-kuenftig-mit-Samsung-zusammen-10225068.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i/artikel/Was-taugt-das-iPhone-X-3880750.html
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://www.heise.de/mac-and-i
[8] mailto:bsc@heise.de

Copyright © 2025 Heise Medien

Adblock test (Why?)

❌