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Bundeswehroffizier unter Terrorverdacht: Zeugen sagen aus

28. Oktober 2021 um 00:00
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild (Bild: dpa) Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild (Bild: dpa) (Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

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Frankfurt/Main - Im Prozess gegen den unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehroffizier Franco A. sagen heute zwei Zeugen vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt aus. Dabei geht es um eine Waffe, die A. im Februar 2017 aus einem Versteck in einer Toilette des Wiener Flughafens geholt hatte. Dabei war er festgenommen worden. Was A. mit der Waffe vorhatte, ist bisher unklar.

Die Bundesanwaltschaft legt Franco A. die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat zur Last. Er soll Anschläge auf Politiker geplant haben. Der 32-Jährige legte sich eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zu - aus Sicht der Ankläger, um den Verdacht nach einem Anschlag gegen Flüchtlinge zu richten und das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern. Die Bundesanwaltschaft sieht eine völkisch-nationalistische Haltung als Motiv. Die Vorwürfe bestreitet A. größtenteils.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-760894/2

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Bürgerpreis für Engagement an Vogelsberger verliehen

Von Ruben König — 28. Oktober 2021 um 00:00

Der "Bürgerpreis Oberhessen" der gleichnamigen Stiftung der Sparkasse Oberhessen ist am Dienstagabend in der Aula der Sparkasse Oberhessen an neun Nominierte verliehen worden.

Als Alltagshelden werden geehrt die Notfallseelsorger des Dekanats Vogelsberg vertreten durch Team Schill und Tobisch (gelbe Jacken), Frank Heller (hinten) und Matthias Glitsch (Zweiter von rechts). Überreicht haben die Preise Landrat Manfred Görig (Zweiter von links) und Sparkassen-Chef Frank Dehnke (rechts). Foto: Ruben König

Als Alltagshelden werden geehrt die Notfallseelsorger des Dekanats Vogelsberg vertreten durch Team Schill und Tobisch (gelbe Jacken), Frank Heller (hinten) und Matthias Glitsch (Zweiter von rechts). Überreicht haben die Preise Landrat Manfred Görig (Zweiter von links) und Sparkassen-Chef Frank Dehnke (rechts). Foto: Ruben König

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VOGELSBERGKREIS - Der "Bürgerpreis Oberhessen" der gleichnamigen Stiftung der Sparkasse Oberhessen ist am Dienstagabend in der Aula der Sparkasse Oberhessen an neun Nominierte verliehen wordenAuf diesem Weg wurden Preisgelder von insgesamt 4500 Euro an gemeinnützige Organisationen im Vogelsberg gespendet. Zwölf weitere Preisträger aus dem Wetteraukreis wurden bereits am 5. Oktober in Friedberg geehrt.

Wie schon im vorangegangenen Jahr ehrte die Stiftung der Sparkasse wieder Menschen, Initiativen und Vereine aus der Wirkungsregion Wetterau und Vogelsbergkreis für herausragenden Einsatz in ehrenamtlichem Engagement. Der jährlich verliehene Preis soll fördern und hervorheben, wer sich ehrenamtlich für die Region starkmacht. Verliehen wird der Preis jeweils in den drei Wettbewerbskategorien "Alltagshelden", "Lebenswerk" (für mehr als 25 Jahre Einsatz) und "Engagierte unter 30". Voraussetzung für eine Nominierung ist der ehrenamtliche Einsatz in der Region. Bewerben kann man sich selbst oder man wird von Dritten vorgeschlagen. Entschieden wird auf Basis des Votums einer unabhängigen Jury, die aus Vertretern der Regionalpresse, der oberhessischen Politik, wie dem jeweiligen Landrat und den Vorsitzenden der Bürgermeister-Kreisversammlungen, sowie Vertretern der Stiftung der Sparkasse Oberhessen besteht. In den Kategorien können neben dem mit 1000 Euro dotierten Hauptpreis auch Anerkennungspreise in Höhe von 250 Euro vergeben werden. "Eine Anerkennung gibt es bei knappen Ergebnissen, alle können sich also gleichermaßen als Sieger fühlen", erklärte Gunnar Bolsinger dazu. Die Preisgelder kommen der von den Preisträgern ausgewählten, gemeinnützigen Organisation der Region zugute. Seit Einführung des Bürgerpreises vor zwölf Jahren gab es bereits 170 Preisträger.

Der erste der Anerkennungspreise in der Kategorie "Alltagshelden" verlieh man dem Traditionsverein TV 1912 Frischborn, dessen Turnhalle für Bürger aus der Region schon lange nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sei und seit sechs Jahren mit enormen Eigenleistungen saniert würde. Einen weiteren Anerkennungspreis erhielt Frank Heller aus Homberg für den JFV Ohmtal Homberg als einer der größten Förderer und Organisatoren des Fußballsports im Vogelsberg. Der Hauptpreis der Kategorie ging an das Evangelische Dekanat Vogelsbergkreis für die regionale Notfallseelsorge. Als Teil der psychosozialen Notfallversorgung habe man ehrenamtlich unter 24-stündiger Bereitschaft bei jeder Witterung jeden Weg in Kauf genommen und sehr vielen Menschen durch schwere Zeiten geholfen.

Den Anerkennungspreis für "Engagierte unter 30" verlieh man Amelie Kreuter aus Alsfeld, die sich wohl für ein Studium in Marburg entschied, nur um ihre seit der Jugend ausgeübten Ehrenämter weiter fortsetzen zu können. Kreuter ist Kreisvorstand der Jungen Liberalen und hält den Vorsitz im Förderverein der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld, dem nun auch der Preis zugutekommt. Ein zweiter Anerkennungspreis ging an Manuel Merle aus Hattendorf, der nicht nur mehr als zehn Jahre für den Sportverein Hattendorf ehrenamtlich tätig ist, sondern mit über 400 Stunden in Sanierungsarbeiten glänzte. Den Hauptpreis gewann Lea Göbel für den DRK Ortsverein Mücke als "Leuchtendes Vorbild für die Nachwuchskräfte beim DRK" und ihrem seit 2016 schon außergewöhnlichen Einsatz in der Betreuung von Betroffenen bei Bränden, Hochwasserlagen oder Unfällen. 2018 wurde Göbel die Bereitschaftsleitung übertragen.

In der Kategorie Lebenswerk wurde Ehrenbrandinspektor Karl Erkel aus Feldatal geehrt, der über 50 Jahre der Freiwilligen Feuerwehr Feldatal diente und sein Amt bis zur gesetzlichen Altersgrenze ausübte. "Manche Leute prägen Orte und Vereine über Jahrzehnte", verlas Moderator Bolsinger zu Manfred Luft aus Lautertal. Den Anerkennungspreis erhielt Luft für über 40 Jahre Engagement in Lautertal und Dirlammen als Ortsvorsteher und in nahezu allen Vereinen. Für den Hauptpreis entschied die Jury zugunsten des Lauterbachers Erwin Ikerna. Seit 1990 wirkt er als Gebietsbeauftragter und Biotoppfleger und setzt sich seit jeher dafür ein, die Natur und das Landschaftsbild zu erhalten, wie wir es kennen. Er ist der Vorsitzende der Naturlandstiftung Vogelsberg und wird auch weiterhin durch Biotopschutz, Pflegemaßnahmen und Schaffung neuer Biotope den bedrohten Artenreichtum und unsere Landschaft schützen.

Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Frank Dehnke präsentierte schließlich die Fördersummen der Sparkasse im Corona-Jahr 2020, davon 55 000 Euro für die regionalen Projekte "Ein Herz für Schulen" und 90 000 für "Ein Herz für Vereine". Mit den Spenden habe man in der Coronazeit auch ohne öffentliche Präsenz unbürokratisch helfen wollen. Auch unter den Angestellten der Sparkasse lege man "großen Wert auf ehrenamtliches Engagement, denn ich glaube, dass unser Leben ohne Ehrenamt nicht so schön und bereichert wäre", erklärte Dehnke. Landrat des Vogelsbergkreises, Manfred Görig (SPD), ergänzte: "In unserer Region wäre ohne das Ehrenamt vieles gar nicht zu leisten. Ohne die Mittel der Sparkasse wären auch viele Veranstaltungen gar nicht möglich." Gemeinsam mit Dehnke überreichte Görig die Preise, während Gunnar Bolsinger für den Veranstalter die Moderation übernahm. Auch Leopold Bach, Bürgermeister der Gemeinde Feldatal und Dieter Schäfer, Bürgermeister der Gemeinde Lautertal, gratulierten.

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"Bobenhäuser Pforte" erneuert

Von red — 28. Oktober 2021 um 00:00

Auf dem Areal der Burgruine Ulrichstein konnte nun die „Bobenhäuser Pforte“ erneuert werden.

Die „Bobenhäuser Pforte“ – eine Außenmauer der Burg Richtung Bobenhausen II. Foto: Hofmann

Die „Bobenhäuser Pforte“ – eine Außenmauer der Burg Richtung Bobenhausen II. (Foto: Hofmann)

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ULRICHSTEIN - (red). Viele Wochen standen Betonmischer auf dem Areal der Burgruine Ulrichstein, denn umfangreiche Sanierungsarbeiten wurden am Mauerwerk der Ruine durchgeführt. Im Rahmen des Mauerprogramms des Landes Hessen, in das die Ulrichsteiner Burg aufgenommen wurde, konnte insbesondere die „Bobenhäuser Pforte“ – eine Außenmauer der Burg Richtung Bobenhausen II – saniert werden.

Der „Verein zur Erhaltung der Burgruine Ulrichstein“ konnte dabei einen Betrag in Höhe von 55 000 Euro für die Mitfinanzierung der Maßnahme zur Verfügung stellen. Schon seit geraumer Zeit hatte der Vorstand des Vereins sich zum Ziel gesetzt, die „Bobenhäuser Pforte“ zu sanieren. Da in dieser Zeit die Ruine in das Mauerprogramm des Landes Hessen aufgenommen wurde, konnte eine solche Maßnahme aber nur in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) durchgeführt werden. Im Sommer war es endlich soweit. Die mit der Ausführung beauftragte Baugesellschaft Zedler aus Ober-Flörsheim begann mit den Arbeiten. Zunächst wurde die kaum noch sichtbare Mauer, die mit Gräsern überwuchert war und zum Teil unter der Erde lag, freigelegt und gereinigt. Danach konnte die Mauer Stein für Stein per Hand wieder aufgesetzt werden. Am Ende dieser Arbeiten wurde das Mauerwerk spritzverfugt und anschließend gereinigt. Nun ist die „Bobenhäuser Pforte“ wieder gut sichtbar. Auch ein Teil der Mauern im Innenteil der Burg wurde im Rahmen der oben genannten Maßnahme neu verfugt. Der Vorstand des Vereins hofft, so der Vorsitzende, Pfarrer i.R. Manfred Hofmann, dass auch in den nächsten Jahren weitere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden können.

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Digitales Familienkochen mit Landfrauen

Von red — 28. Oktober 2021 um 00:00

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ALSFELD - (red). Zu einem digitalen Familien-Kochtreffen laden die Landfrauen des Bezirks-Landfrauenvereins Alsfeld am Samstag, 30. Oktober, ein. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Corona bestimme weiterhin unseren Alltag, doch auf gemeinsames Kochen muss nicht verzichtet werden, heißt es in der Ankündigung. Die Landfrauen gestalten am Samstag von 10 bis 12 Uhr das dritte digitale Familien-Kochtreffen zum Thema Halloween. Eingeladen sind Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren mit mindestens einem erwachsenen Familienmitglied. Gekocht werden Kürbissuppe für Vampire und Spinnen-Muffins. Das Kochen wird live mit Zoom übertragen. Rezepte und Einkaufsliste erhalten die Teilnehmer nach der Anmeldung per E-Mail. Voraussetzung sind ein Laptop oder ein Tablet mit Lautsprechern, Mikrofon und Internetzugang. Anmeldungen an Gudrun Jungk unter g.jungk@gmx.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Zudem lädt der Verein Landfrauen aus den Ortsvorständen, jeweils zwei Delegierte, am Freitag, 20. Oktober, zum Stadtrundgang mit Stadtführerin Silvia Völker ein. Auf den Spuren der Legenden von Karl Brothäcker, so das Motto ab 17.30 Uhr. Treffpunkt ist am Rathaus.

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Minister: Alle Maßnahmen des Sondervermögens haben Bestand

27. Oktober 2021 um 00:00
Finanzminister Michael Boddenberg (CDU). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (Bild: dpa) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Finanzminister Michael Boddenberg (CDU). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (Bild: dpa) (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

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Wiesbaden - Finanzminister Michael Boddenberg hat gefasst auf die Entscheidung des hessischen Staatsgerichtshofes reagiert, dass das Corona-Sondervermögen des Landes verfassungswidrig ist. «Ich bin froh, dass wir nun Klarheit haben», sagte Boddenberg am Mittwoch in Wiesbaden. Das Gericht habe mit seiner Entscheidung Neuland betreten. Es gebe nun Einiges zum Nacharbeiten. «Wir müssen eine Neuregelung schaffen.»

Wichtig sei jedoch, dass alle bislang beschlossenen Maßnahmen Bestand hätten, betonte der Finanzminister. Das gelte auch für die Maßnahmen, die bereits begonnen hätten. Das Land hat nach der Entscheidung von Hessens obersten Richtern nun eine Übergangsfrist bis Ende März nächsten Jahres, um eine Neuregelung seiner Corona-Finanzierung sicherzustellen.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-759418/2

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Opposition: Sondervermögen-Urteil Schlappe für Schwarz-Grün

27. Oktober 2021 um 00:00
Nancy Faeser (l), Fraktionsvorsitzende der SPD und FDP-Fraktionsvorsitzender René Rock. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (Bild: dpa) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Nancy Faeser (l), Fraktionsvorsitzende der SPD und FDP-Fraktionsvorsitzender René Rock. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (Bild: dpa) (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

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Wiesbaden - Die Opposition im hessischen Landtag hat die Entscheidung des Staatsgerichtshofs zum Corona-Sondervermögen als große Schlappe für die Landesregierung bezeichnet. Dass Hessens oberste Richter das milliardenschwere Finanzierungsmodell als verfassungswidrig eingestuft haben, sei eine deutliche Niederlage für die schwarz-grüne Koalition, sagte SPD-Fraktionschefin Nancy Faeser am Mittwoch in Wiesbaden.

Der FDP-Landtagsfraktionsvorsitzende René Rock betonte, dass Nachtragshaushalte der richtige Weg seien, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. Das fordere die Opposition bereits seit Monaten. Diese Möglichkeit habe die Landesregierung jedoch abgelehnt. Er werde der Koalition nun Gespräche über die nun nötigen Finanzierungsmöglichkeiten anbieten.

AfD-Fraktionschef Robert Lambrou forderte den Rücktritt von Finanzminister Michael Boddenberg (CDU). Die Landesregierung habe mit dem Sondervermögen versucht, nur ihre Projekte durchzusetzen.

Der hessische Staatsgerichtshof hatte seine Entscheidung damit begründet, dass die Landesregierung mit dem Sondervermögen die haushaltsrechtlichen Kompetenzen überschritten habe. Es hätte andere Formen der Krisenbewältigung gegeben. Die Landesregierung habe nun eine Übergangsfrist bis Ende März nächsten Jahres bekommen, um die Verfassungswidrigkeit zu beenden.

Das kreditfinanzierte Sondervermögen des Landes hat ein Volumen von insgesamt zwölf Milliarden Euro. Mit dem Sondervermögen sollen die Folgen der Corona-Krise abgemildert werden. Bis Ende 2023 dürfen die Kredite aufgenommen werden, beispielsweise um Steuerverluste des Landes und der Kommunen auszugleichen.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-759421/2

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Urteil zu Sondervermögen des Landes: Gericht setzt Frist

27. Oktober 2021 um 00:00
Finanzminister Michael Boddenberg (M, CDU) spricht nach dem Urteil des Staatsgerichtshofs. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (Bild: dpa) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Finanzminister Michael Boddenberg (M, CDU) spricht nach dem Urteil des Staatsgerichtshofs. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (Bild: dpa) (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

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Wiesbaden - Der hessische Staatsgerichtshof hat der Landesregierung eine Frist bis Ende März 2022 gesetzt, um das als verfassungswidrig eingestufte Corona-Sondervermögen durch eine Neuregelung ersetzen. Bis dahin seien die bisherigen Vorschriften weiter gültig, hieß es am Mittwoch in der Urteilsbegründung. Es müsse auch keine Rückabwicklung für abgerufenes Geld aus dem Sondervermögen geben, auch bereits bewilligte Maßnahmen könnten bestehenbleiben.

Der Verfassungsgerichtshof wies darauf hin, dass nicht jedes Sondervermögen verfassungsrechtlich unzulässig sei. Es komme aber auf die konkrete Ausgestaltung an. Im Fall des Corona-Sondervermögens mit einem «außergewöhnlichem Volumen» in Höhe von 12 Milliarden Euro würden aber Grundsätze des Haushaltsrechts in der hessischen Landesverfassung durchbrochen, wonach alle Einnahmen und Ausgaben des Staates in einen Haushaltsplan gebracht und für jedes Rechnungsjahr veranschlagt werden müssten. Die Abgeordneten könnten außerdem keinen substanziellen Einfluss auf die Verwendung von Geld aus dem  Sondervermögen nehmen, das Budgetrecht des Landtags werde dadurch verletzt.

Außerdem werde gegen die sogenannte Schuldenbremse verstoßen, die in die Verfassung aufgenommen wurde und die Aufnahme neuer Schulden grundsätzlich verbietet. Der Staatsgerichtshof verwies auf die Möglichkeit, dass im  Fall einer besonderen Notsituation oder eine Naturkatastrophe die Aufnahme neuer Schulden über Kredite als Ausnahmefall möglich sei. Im Gesetz zum Sondervermögen seien aber unter anderem nicht hinreichend die Zwecke festgelegt worden, für die kreditfinanzierte Mittel vergeben werden könnten.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-757939/4

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Lkw-Fahrer nach Unfall auf A 5 verletzt

Von red — 27. Oktober 2021 um 00:00

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Bei einem Unfall ist am Mittwochvormittag auf der A 5 zwischen Alsfeld-West und Homberg eine Person verletzt worden. Ein Lkw ist in Fahrtrichtung Frankfurt umgekippt. Dabei ist der Fahrer verletzt worden.

Das Fahrzeug, das in einem Container Holz geladen hatte, kam vermutlich durch einen Reifenplatzer ins Schlingern und rutschte seitlich in den Graben. Der Fahrer kam verletzt ins Krankenhaus, der Verkehr wurde an der Unfallstelle vorbei geleitet.

(webe)/Foto: Stefan Weber

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Glasfaser: Enttäuschte Hoffnungen in Grebenhain

Von gst — 27. Oktober 2021 um 00:00
Enttäuscht wurden die Grebenhainer Bürger, die sich Informationen von TNG erhofft hatten. Foto: Stock

Enttäuscht wurden die Grebenhainer Bürger, die sich Informationen von TNG erhofft hatten. Foto: Stock

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15 neue Coronafälle im Vogelsbergkreis

Von red — 27. Oktober 2021 um 00:00

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 86,3.

Foto: Patrick Pleul/dpa

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VOGELSBERGKREIS - 15 Corona-Neuinfektionen meldet das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises am Mittwoch. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) somit auf 86,3, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Noch vor einer Woche hatte sie bei 46,4 gelegen.

Meiste Fälle in Alsfeld

Die Neuinfektionen sind demnach über verschiedene Städte und Gemeinden im Kreisgebiet verteilt. Aktuell werden vom Gesundheitsamt 121 aktive Fälle betreut. Die meisten von ihnen weiterhin in Alsfeld (24), Schotten (17), Lauterbach (14) und Mücke (12). In Antrifttal, Feldatal, Grebenau, Herbstein, Kirtorf und Ulrichstein gibt es derzeit mit jeweils nur einem bestätigten Fall das geringste Infektionsgeschehen.

Sieben Menschen meldeten sich am Mittwoch als genesen. Seit Beginn der Pandemie haben sich im Vogelsberg nachweislich 4584 Menschen mit dem Virus infiziert. 109 von ihnen sind in diesem Zusammenhang gestorben. Die Hospitalisierungsrate im Kreis liegt laut RKI bei 3,5. Die Sieben-Tages-Inzidenz in Hessen beträgt 92,9.

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Proteste rund um 3G-Regelung an der Uni Kassel

27. Oktober 2021 um 00:00
Gegendemonstranten mit einem Schild mit der Aufschrift "Nachdenken statt Querdenken". Foto: Swen Pförtner/dpa (Bild: dpa) Foto: Swen Pförtner/dpa

Gegendemonstranten mit einem Schild mit der Aufschrift "Nachdenken statt Querdenken". Foto: Swen Pförtner/dpa (Bild: dpa) (Foto: Swen Pförtner/dpa)

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Kassel - In Kassel haben am Mittwoch zwei Demonstrationen rund um die 3G-Regelung auf dem Campus der dortigen Universität stattgefunden. Bei einer Kundgebung, zu der die Gruppierung «Studenten stehen auf» unter dem Motto «Raus auf die Straße - Rein in den Hörsaal» aufgerufen hatte, demonstrierten laut Polizei 40 Personen dagegen, dass die Teilnahme an Lehrveranstaltungen in Präsenz nur Geimpften, Genesenen oder aktuell Getesteten erlaubt ist. An einem Gegenprotest, den die Studierendenvertretung Asta organisiert hatte, nahmen nach Schätzungen der Polizei 140 Personen teil.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-758621/2

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Mutmaßliche IS-Sympathisantin: Anwalt fordert mildere Strafe

27. Oktober 2021 um 00:00

Der Prozess gegen eine mutmaßliche IS-Sympathisantin in Frankfurt geht zu Ende. Nun plädiert die Verteidigung.

Der Gebäudetrakt im Frankfurter Gerichtsviertel mit Sitz des Oberlandesgerichts und der Generalstaatsanwaltschaft. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Bild: dpa) Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Der Gebäudetrakt im Frankfurter Gerichtsviertel mit Sitz des Oberlandesgerichts und der Generalstaatsanwaltschaft. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Bild: dpa) (Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild)

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Frankfurt/Main - Im Prozess gegen eine mutmaßliche Sympathisantin der Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) hat am Mittwoch die Verteidigung ihr Plädoyer gehalten. Sie will eine wesentlich geringere Strafe als die von der Anklagevertretung geforderten drei Jahre und drei Monate Haft. Das erklärte der Rechtsanwalt und Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi, der die 32 Jahre alte Kim Teresa A. vertritt. Konkretere Angaben zur Strafhöhe machte er aber nicht.

Sie habe mit ihrer Ausreise nach Syrien im Juni 2014 «den größten Fehler ihres Lebens gemacht», sagte Gysi. Sie habe sich dann aber aus freien Stücken und unter Lebensgefahr zur Flucht aus dem IS-Camp entschlossen, in dem sie gemeinsam mit ihrem nach islamischen Ritus angetrauten Ehemann gelebt hatte. Rechtlich könne sie dabei nur für den Besitz zweier Kalaschnikow-Gewehre sowie für den rechtswidrigen Bezug mehrerer Wohnungen verantwortlich gemacht werden, sagte Gysi. Der Rechtsanwalt forderte auch die Freilassung der seit rund einem Jahr in Deutschland inhaftierten Frau: «Für eine Flucht besteht nicht der geringste Anlass».

Kim Teresa A. muss sie sich nach einem mehrjährigen Syrien-Aufenthalt wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor dem Staatsschutzsenat verantworten. Vor Gericht hatte sie die Vorwürfe größtenteils eingeräumt. Gysi zufolge müsse dieser Umstand ebenso wie die schwierige Kindheit der ohne Eltern aufgewachsenen Frau strafmildernd berücksichtigt werden. «Ihre extrem schwierigen Lebensverhältnisse führten sie zum Islam, ohne allerdings fanatisch zu sein», sagte Gysi. Zurückgewiesen wurde von ihm das Argument, die Angeklagte habe auch dadurch ihre «IS»-Zugehörigkeit zum Ausdruck gebracht, dass sie ihren im Kampf verletzten Ehemann gepflegt und versorgt habe: «Es ist selbstverständlich, dass eine Frau den kranken Ehemann pflegt».

Der Staatsschutzsenat will am Freitag (11.00 Uhr) das Urteil verkünden.

© dpa-infocom, dpa:211026-99-745461/4

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Mobile Alarmgeräte sollen Gerichtsvollzieher schützen

27. Oktober 2021 um 00:00
Referent Ralf Selbmann hält ein Alarmgerät für Gerichtsvollzieher in seiner Hand. Foto: Swen Pförtner/dpa (Bild: dpa) Foto: Swen Pförtner/dpa

Referent Ralf Selbmann hält ein Alarmgerät für Gerichtsvollzieher in seiner Hand. Foto: Swen Pförtner/dpa (Bild: dpa) (Foto: Swen Pförtner/dpa)

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Kassel/Wiesbaden - Mit mobilen Alarmgeräten soll künftig die Sicherheit von Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollziehern in Hessen verbessert werden. In einem ersten Feldversuch werden die Geräte ab 5. November im Landgerichtsbezirk Kassel erprobt.

«Immer häufiger kommt es vor, dass sie beschimpft, beleidigt oder sogar angegriffen werden. Mir ist es daher ein wichtiges Anliegen, dass Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher besonders geschützt werden», sagte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) bei der Auftaktveranstaltung zu der einjährigen Testphase am Mittwoch im Kasseler Amtsgericht.

«Es geht auch darum, das Sicherheitsgefühl der Bediensteten durch den mobilen Alarm bei ihren Einsätzen zu erhöhen», sagte Kühne-Hörmann. Nach Angaben des Justizministeriums kann mithilfe des kleinen mobilen Geräts in einer Notsituation ein stiller Alarm durch einen Tastendruck abgesetzt werden, verdeckt etwa in der Hosentasche.

Durch Vibration wird dieser bestätigt. Der Alarm läuft dann in der wochentags rund um die Uhr besetzten Leitstelle auf. Von dort aus werden die Gerichtsvollzieher per GPS-Daten geortet und dann
die zuständige Polizeidienststelle kontaktiert. Auch das jeweilige Stockwerk, in dem sie sich befinden, kann demnach erkannt werden.

In der Testphase werden laut Kühne-Hörmann 41 Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher im Landgerichtsbezirk Kassel mit den Geräten ausgestattet. Im Haushalt seien dafür 30.000 Euro vorgesehen. «Sollte die Testphase gut angenommen werden und der mobile Alarm auch in der Praxis funktionieren, werden die Alarmgeräte hessenweit für die rund 300 Gerichtsvollzieher bereitstehen», sagte die Justizministerin.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-758000/2

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Bildungsstätte: Nach NSU-Morden sind zu viele Fragen offen

27. Oktober 2021 um 00:00

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Frankfurt/Main - Auch zehn Jahre nach der Selbstenttarnung der rechtsextremistischen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) sieht die Bildungsstätte Anne Frank viele offene Fragen an die Behörden. «Die Rolle des V-Manns ist noch lange nicht aufgeklärt», sagte Meron Mendel, der Direktor der Bildungsstätte in Frankfurt, der Deutschen Presse-Agentur. Dabei geht es etwa um die Frage, wieso ein V-Mann des Hessischen Verfassungsschutzes am Schauplatz des Mordes an Halit Yozgat in einem Internet-Café in Kassel im Jahr 2006 nichts von der Tat mitbekommen haben will.

Yozgat war das neunte Opfer der Terrorzelle NSU, als er durch zwei gezielte Kopfschüsse ermordet wurde. Erst mit der Selbstenttarnung des NSU am 4. November 2011 wurden die NSU-Morde an acht türkischstämmigen und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer rechtsextremistischem Terror zugeordnet. Zuvor hatten die Ermittler nach möglichen Verbindungen der Opfer zu Waffen- oder Drogenhandel gesucht. Auch eine Polizistin wurde von den Tätern der NSU ermordet.

«Es gibt zu viele Fragen, die noch offen sind, und ich fürchte, dass wir nie Antworten bekommen werden», sagte Mendel mit Blick auf geschwärzte und gesperrte Akten, die etwa auch Aufklärung durch den Untersuchungsausschuss behinderten.

«Es ist kein Geheimnis, dass die Geschehnisse das Vertrauen in die Polizei erschüttert haben, gerade bei Menschen, die oft Zielscheibe rassistischer Angriffe sind», betonte Mendel. Bei den Gesprächen der Beratungsstelle Response für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt werde oft eine «große Hemmschwelle» wahrgenommen, sich an die Polizei zu wenden.

Immer wieder gebe es auch Berichte von Menschen, denen bei Erstattung einer Anzeige unterstellt werde, «dass sie selbst was provoziert haben». Ähnliches hätten bereits die Angehörigen der NSU-Opfer erlebt, als die Behörden zunächst davon ausgingen, es gebe einen kriminellen Hintergrund der Taten, wie Abrechnungen im Bandenmilieu.

Lehren aus den damaligen Fehlern würden durchaus gezogen - seit drei Jahren arbeitet die Bildungsstätte mit dem Bundeskriminalamt (BKA) zusammen. Bei den Seminaren geht es darum, rechtes Gedankengut zu erkennen - sowohl im Zusammenhang mit Ermittlungen als auch in den eigenen Reihen. Im Bereich der Landespolizei sieht Mendel da noch Nachholbedarf. Zwar habe es immer wieder Gespräche, auch mit der Polizeiakademie gegeben - doch am Ende sei es zu keiner Zusammenarbeit gekommen.

«Die Behörden in Hessen müssen erst einmal wahrhaben, dass Teile der Gesellschaft kein Vertrauen mehr in sie haben», sagte Mendel. Voraussetzung, dieses Vertrauen wieder zu gewinnen, sei Transparenz zu schaffen - auch im Umgang mit dem Fragen zum Thema NSU.

© dpa-infocom, dpa:211027-99-750830/3

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Corona-Sondervermögen im Einklang mit der Landesverfassung?

27. Oktober 2021 um 00:00

Die millionenschweren Hilfsprogramme zur Bewältigung der Corona-Krise finanziert die Landesregierung vorrangig aus ihrem Sondervermögen. Mit Spannung wird daher die Entscheidung vom oberstem Gericht erwartet, ob dieses Modell auch weiter angewendet werden kann.

Das Wappen des Landes Hessen in einem Sitzungssaal des Staatsgerichtshofs. Foto: picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild (Bild: dpa) Foto: picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Das Wappen des Landes Hessen in einem Sitzungssaal des Staatsgerichtshofs. Foto: picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild (Bild: dpa) (Foto: picture alliance/Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild)

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Wiesbaden - Der hessische Staatsgerichtshof verkündet heute (14.00 Uhr) in Wiesbaden seine Entscheidung, ob das milliardenschwere Corona-Sondervermögen des Landes im Einklang mit der Landesverfassung steht. Abgeordnete der Landtagsfraktionen von SPD und FDP hatten im November 2020 einen Normenkontrollantrag gegen das entsprechende Gesetz «Hessens gute Zukunft sichern» gestellt, die AfD-Fraktion im März dieses Jahres.

Der hessische Landtag hatte im Sommer des vergangenen Jahres mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von CDU und Grünen das kreditfinanzierte Sondervermögen des Landes beschlossen. Das Volumen beträgt insgesamt zwölf Milliarden Euro. Mit dem Sondervermögen sollen die Folgen der Corona-Krise abgemildert werden. Bis Ende 2023 dürfen die Kredite aufgenommen werden, beispielsweise um Steuerverluste des Landes und der Kommunen auszugleichen.

Die Abgeordneten der Oppositionsfraktionen hatten ihren Antrag bei Hessens oberstem Gericht damit begründet, dass sie der Auffassung seien, das sogenannte Gute-Zukunft-Sicherungsgesetz sei verfassungswidrig. Es verstoße gegen haushaltsverfassungsrechtliche Grundsätze, gegen das Budgetrecht des Landtags und gegen das Verbot der Neuverschuldung.

Über das kreditfinanzierte Sondervermögen hatte es bereits vor der Verabschiedung im hessischen Landtag in Wiesbaden wochenlang sehr harte Debatten gegeben. Die Opposition lehnt das Finanzierungsmodell vehement ab und spricht seitdem von einem Schattenhaushalt. Gefordert wird stattdessen auch weiterhin, zur Bewältigung der Corona-Kosten auf Nachtragshaushalte zu setzen.

Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) hatte zuletzt bei der Präsentation des Haushaltsentwurfs für das kommende Jahr von einer zurückkehrenden wirtschaftliche Stabilität in Hessen gesprochen. Dadurch fielen auch die Ausgaben aus dem Corona-Sondervermögen für die nächsten beiden Jahre deutlich geringer aus. Statt der möglichen zwölf Milliarden Euro werde das Land deswegen möglicherweise nur knapp neun Milliarden Euro benötigen.

© dpa-infocom, dpa:211026-99-745462/3

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Plädoyers im Prozess gegen mutmaßliche IS-Sympathisantin

27. Oktober 2021 um 00:00
Der Gebäudetrakt im Frankfurter Gerichtsviertel mit Sitz des Oberlandesgerichts und der Generalstaatsanwaltschaft. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Bild: dpa) Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Der Gebäudetrakt im Frankfurter Gerichtsviertel mit Sitz des Oberlandesgerichts und der Generalstaatsanwaltschaft. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Bild: dpa) (Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild)

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Frankfurt/Main - Der Prozess gegen die mutmaßliche IS-Sympathisantin Kim Teresa A. soll heute vor dem Oberlandesgericht Frankfurt mit den Schlussvorträgen ihrer Verteidiger fortgesetzt werden. Die 32-Jährige wird unter anderem vom Rechtsanwalt und Linken-Bundestagsabgeordneten Gregor Gysi verteidigt. Seit Juni muss sie sich nach einem mehrjährigen Syrien-Aufenthalt wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor dem Staatsschutzsenat verantworten. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft beantragte bereits eine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten für die Angeklagte. (Aktenzeichen AZ 5-2 OJs 29/20-1/21)

© dpa-infocom, dpa:211026-99-745461/2

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Keine Hoffnung für Nahverkehr

Von red — 27. Oktober 2021 um 00:00
Stellt sich den Fragen der Jugendlichen: Die Hessische Staatsministerin Lucia Puttrich im Gespräch mit Schülern der Max-Eyth-Schule. Foto: Antje Schwarzmeier

Stellt sich den Fragen der Jugendlichen: Die Hessische Staatsministerin Lucia Puttrich im Gespräch mit Schülern der Max-Eyth-Schule. (Foto: Antje Schwarzmeier)

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ALSFELD - (red). Wie kann in Zukunft gewährleistet werden, dass wir am Digitalunterricht teilnehmen können? Warum kann ich nicht selbst entscheiden, ob ich mich im Auto anschnalle? Warum sind manche Busverbindungen so schlecht, dass wir aufs Elterntaxi angewiesen sind? Und: Fahren Sie eigentlich ein E-Auto? Diese und viele weitere Fragen stellten Schüler des Beruflichen Gymnasiums der Max-Eyth-Schule Alsfeld der hessischen Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich (CDU).

Sie nehme sich regelmäßig Zeit, mit hessischen Schülern ins Gespräch zu gehen und Fragen zu ihren Aufgaben und ihrem Alltag als Politikerin, aktuellen Gesetzesvorlagen, über die sie abstimmt, aber auch zu Themen zu beantworten, die die Schüler selbst gewählt haben, heißt es in der Pressemeldung der Schule. Die Teilnehmenden der Politik- und Wirtschaftskurse der Max-Eyth-Schule interessierten sich besonders für die Themenfelder Bildung, Digitalisierung und Umwelt, wobei ihre eigenen Erfahrungen im Vordergrund standen. So schilderten sie, wie schwer es teilweise sei, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule und wieder nach Hause zu kommen. Dadurch sei kaum mehr Zeit für Hausaufgaben. Puttrich, die selbst auf dem Land wohnt, habe durchaus Verständnis für die Problematik, machte den Schülern jedoch keine Hoffnung auf Verbesserungen, da sich letztlich „Ungerechtigkeiten bei der Verfügbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs zwischen Stadt und Land nicht abschaffen ließen“. Letztlich müsse sich der öffentliche Nahverkehr rechnen. Trotz ihrer marktwirtschaftlich orientierten Grundhaltung räumte sie allerdings ein, Fehler bei der Vergabe der Verträge für den digitalen Netzausbau gemacht zu haben. Aus heutiger Sicht sei es falsch gewesen, die Digitalausstattung komplett dem Markt zu überlassen, denn der Staat müsse die digitale Grundversorgung gewährleisten. Für die Schüler der Max-Eyth-Schule ist funktionierendes W-Lan nicht nur im Homeschooling mittlerweile zentral. „Das sind Themen, die unsere Schüler beschäftigen, da sie für ihren Zugang zu Bildung und damit für Bildungsgerechtigkeit grundlegend sind“, so Politiklehrerin Kerstin Dietrich.

Selbst der neue Bußgeldkatalog, über den Staatsministerin Puttrich als Mitglied des Bundesrates mit abstimmte, wurde zur Gerechtigkeitsfrage zwischen Stadt und Land. So plädierte Puttrich durchaus für Bestrafung für Fehlverhalten in Form von Geldbußen. Diese seien gerechter als Fahrverbote, die Berufspendler auf dem Land viel härter träfen, als Großstadtbewohner. Grundsätzlich wurde Schülerin Nele Aßmann mit der Frage, ob es nicht die individuelle Freiheit des Einzelnen sein sollte, sich anzuschnallen oder Helm zu tragen. „Es gibt ein allgemeines Lebensrisiko und man kann es zumuten. Wenn individuelles Verhalten andere gefährdet, dann kann der Staat es verbieten“, entgegnete Puttrich. „Entscheidet selbst, aber entscheidet klug“, gab sie den Schülern mit auf den Weg.

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Nach dem Abriss der alten Aula: Einweihung des neuen Mehrzweckgebäudes

Von red — 27. Oktober 2021 um 00:00

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ALSFELD - In jedem Ende steckt auch ein Neubeginn: Kontinuierlich machte sich im Auftrag der Kreisverwaltung im Mai vergangenen Jahres ein erfahrener Abrisstrupp für eine Woche an der maroden Aula der Stadtschule Alsfeld zu schaffen, um den ursprünglichen Behelfsbau aus dem Jahre 1938 dem Erdboden gleich zu machen für den Bau eines neuen Mehrzweckgebäudes für die Grundschule in der Volkmarstraße. Schlag auf Schlag wurde seither gewerkelt, das Werk ist vollbracht – der knapp 400 Quadratmeter große Neubau im Kostenvolumen von rund 1 6 Millionen Euro ist fertiggestellt. Noch in dieser Woche wird die multifunktionale Halle offiziell von Landrat Manfred Görig (SPD) an die Stadtschule für den Schulbetrieb übergeben. Da die alte Aula Generationen von Alsfeldern seit Kindergedenken keineswegs fremd und dementsprechend das Interesse am Abriss des alten Gebäudes und der Errichtung des neuen Bauvorhabens groß war, bekommen alle Baubeobachter schon am Freitag unter den gegenwärtigen 3G-Corona-Veranstaltungsregeln (geimpft, genesen, getestet) die Gelegenheit zur Live-Erkundung des fertiggestellten Objektes in Holzrahmenbauweise. Die Stadtschule lädt am Mittag im Zeitraum von 12 bis 15 Uhr die Schulgemeinde, Nachbarschaft und alle gespannten Alsfelder dazu ein, den Neubau im Zuge der heutigen Anforderungen und Möglichkeiten des „Lebensraums Schule“ kennenzulernen. Der Schulelternbeirat hat sich dabei zur Aufgabe gemacht, die corona-konforme Stippvisite mit kleinen Snacks und Leckereien zu versüßen. (lb)/Archivfoto: Linda Buchhammer

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Workshop Astrologie

Von red — 27. Oktober 2021 um 00:00

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VOGELSBERGKREIS - Die Volkshochschule (vhs) veranstaltet am Samstag, 6. November, von 14 Uhr bis 18 Uhr einen Workshop „Wo kommst du her – wo gehst du hin? Astrologie zum Thema Mondknoten im Horoskop“ in der Stadtbibliothek in Schotten.

Dieser Workshop soll sowohl astrologischen Laien als auch Teilnehmenden, die sich schon mit Astrologie beschäftigen, einen Einblick in die Welt der Astrologie bieten. Unter anderem wird „die Mondknotenachse“, ein besonderer Aspekt des Horoskops, eines jeden behandelt. Ziel des Workshops soll es sein, den Teilnehmenden spannende Stunden zu bieten, die zum Nachdenken anregen und bei dem einen oder anderen einen „AHA-Effekt“ auslösen, heißt es in der Presseankündigung der vhs. Für weitere Fragen oder Anmeldungen ist die vhs unter der Telefonnummer 06631/792 78 20 oder unter www.vhs-vogelsberg.de erreichbar.

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Teilzeitstudenten-Anteil bundesweit am stärksten gestiegen

26. Oktober 2021 um 00:00

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Gütersloh/Wiesbaden - Der Anteil der Teilzeitstudierenden in Hessen hatte zuletzt die größte Steigerung aller Bundesländer. Das geht aus einer Auswertung von Daten des Statistischen Bundesamts durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach gab es im Wintersemester 2019/20 in Hessen unter den 260.000 Studenten etwa 19.000 Teilzeitstudierende - ein Anteil von 7,2 Prozent. Im Wintersemester 2018/19 lag der Anteil noch bei sechs Prozent. Im ländervergleichenden CHE-Ranking lag Hessen damit auf Platz sechs. Die meisten Teilzeitstudenten hatte Hamburg mit rund 21 Prozent.

Auch der Anteil der Studierenden in Teilzeit im Bundesdurchschnitt ist den Angaben nach mit 7,7 Prozent so hoch wie noch nie. Deutschlandweit studierten laut CHE 2019/20 circa 223.000 Menschen in Teilzeit. Das waren etwa 8000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Trotz der steigenden Zahlen fehle nach wie vor der gesetzliche Anspruch auf Bafög-Förderung sowie ein flächendeckendes Studienangebot. In Hessen können den Angaben zufolge 10,9 Prozent der Studiengänge in Teilzeit studiert werden. Hier liegt das Land nur auf Rang elf, deutlich höher ist der Anteil etwa im Saarland (67,1 Prozent) oder in Hamburg (53,8).

Diese Entwicklung zeige, wie groß der Bedarf nach solchen Studiengängen sei und dass es sich lohne, wie geplant zusätzliche Angebote in der Novelle des Hochschulgesetzes zu verankern, erklärte am Dienstag die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne). «Die Vielfalt an den Hochschulen wächst.» Wer die persönlichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium mitbringe, sollte nicht daran scheitern, wenn neben dem Studium etwa gearbeitet oder Kinder oder Angehörige betreut werden müssten.

© dpa-infocom, dpa:211026-99-735891/3

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