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Gestern — 12. Juni 2026c't-Themen

Digitale Souveränität in der EU: Workflow für sicherheitskritische Chips

Von Heise

Globalfoundries Dresden fertigt einen GNSS-Chip der niederländischen Firma Qualinx, wobei Entwürfe, Daten und Wafer vollständig in der EU bleiben.

Mit Unterstützung des European Chips Act hat der Chip-Auftragsfertiger Globalfoundries (GF) ein Verfahren umgesetzt, bei dem jeder Schritt vollständig in der EU bleibt. Als Pilotkunde für dieses „European Sovereign Manufacturing“ dient die niederländische Firma Qualinx. Sie lässt ihre besonders sparsamen GNSS-Empfangschips der Baureihe QLX3xx bei GF in Dresden produzieren.

Beim European Sovereign Manufacturing von GF verlassen weder die Daten des Chip-Designs noch physische Materialien Europa. Auch ein Secure Mask Service ist den Prozess eingebunden.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom arbeitet GF daran, dass künftig auch alle Daten rein über europäische Netze und Cloud-Infrastrukturen verarbeitet und gespeichert werden.

Das Verfahren soll auch für kleinere Unternehmen nutzbar werden, beispielsweise über Multi-Projekt-Wafer-Shuttles, bei denen Chips unterschiedlicher Firmen auf derselben Silziumscheibe durch die Fab laufen.

Ziel: sicherheitkritische Chips

Das European Sovereign Manufacturing ist vor allem für sicherheitkritische Chips wichtig, die etwa für Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastrukturen verwendet werden. Bis Ende 2026 will GF in Dresden einen vollständig automatisierten „Trusted European Flow“ etablieren. Auch Test und Packaging der Dies sollen in der EU ansässige Dienstleister (Outsourced Semiconductor Assembly and Test, OSAT) übernehmen.

Der Qualinx QLX3Gx [1] ist ein System-on-Chip (SoC) mit einem ARM-Kern und einem digitalen Hochfrequenz-Frontend für unterschiedliche Navigationssatellitensysteme wie GPS. Der Chip soll im Mittel mit 1 Milliwatt Leistungsaufnahme auskommen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11330819

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.qualinx.io/product/qlx3gx
  2. https://www.heise.de/ct
  3. mailto:ciw@ct.de

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  • 12. Juni 2026 um 18:09

heise+ | Funk am Bau: PMR446-Analogfunkgeräte programmieren

Von Heise

In raueren Umgebungen kann man günstige PMR-Funkgeräte mit teureren kombinieren, um die Kosten zu reduzieren. Die richtige Programmierung ist der Schlüssel.

Baustellengeeignete PMR446-Handfunkgeräte [1] [1] gibt es zuhauf. Ohne Display sowie mit großem Lautsprecher sind sie robust und für laute Umgebungen geeignet. Von günstig in Einsteigerqualität bis teuer und hochwertig: Für jeden Anwendungsfall ist etwas dabei.

Die Geräteklasse hat aber einen großen Nachteil: Die Hersteller aktivieren ab Werk kodierte Rauschsperren (CTCSS, DCS), um Störungen durch fremde Nutzergruppen auf demselben Kanal zu reduzieren. Es braucht also einen zusätzlichen „Code“ auf dem Signal, damit auf der anderen Seite was zu hören ist. Da es allerdings mehrere Hundert Kombinationsmöglichkeiten gibt und keine herstellerübergreifende Konvention, hören sich die Geräte unterschiedlicher Hersteller häufig nicht gegenseitig. Mangels Display mit Einstellungsmenüs kann man scheinbar auch nichts daran ändern.

Doch es gibt eine Lösung für die babylonische Sprachverwirrung: Die meisten displaylosen Handfunkgeräte lassen sich mittels Programmierkabel und Software über die Zubehörschnittstelle konfigurieren, sodass man Parameter angleichen kann. Das Kombinieren von günstigen Geräten für Arbeiter in rauen Umgebungen mit teureren Modellen für diejenigen, die nur Überwachungs- und Steuerungsaufgaben haben, ist so möglich. In diesem Artikel erklären wir, wie die kodierten Rauschsperren funktionieren und an den Beispielen Midland D10 und Retevis P64, wie Sie zwei Geräte im Analogbetrieb zusammenbringen. Wie das im Digitalmodus mit DMR gelingt, lesen Sie in einem weiteren Artikel [12] [12]. Besondere Funk- oder Programmierkenntnisse benötigen Sie dafür nicht; für die Programmiersoftware erfordert jedoch etwas Schulenglisch.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11289653

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tests/Marktuebersicht-Funkgeraete-fuer-jedermann-11244744.html
  2. https://www.heise.de/tests/Marktuebersicht-Funkgeraete-fuer-jedermann-11244744.html
  3. https://www.heise.de/hintergrund/Funk-am-Bau-PMR446-Analogfunkgeraete-programmieren-11289653.html
  4. https://www.heise.de/hintergrund/Funk-am-Bau-Ein-Sprechfunkratgeber-fuers-Handwerk-11218278.html
  5. https://www.heise.de/tests/Autark-im-Ernstfall-Kurbelgeneratoren-als-Alternative-zum-Kurbelradio-11190178.html
  6. https://www.heise.de/tests/Autark-im-Ernstfall-Fuenf-Notfallradios-mit-Kurbel-und-Solarladung-im-Test-11139584.html
  7. https://www.heise.de/ratgeber/Meshtastic-offenes-Funknetz-ohne-Infrastruktur-zum-Selbstbasteln-11088967.html
  8. https://www.heise.de/ratgeber/Amateurfunk-mit-OpenWebRX-Mit-SDR-Software-Funkfrequenzen-im-Browser-abhoeren-10717559.html
  9. https://www.heise.de/ratgeber/Off-Grid-Messenger-mit-Meshfunktion-Meshtastic-Solarrouter-im-Eigenbau-10477080.html
  10. https://www.heise.de/hintergrund/Meshtastic-Blackout-Kommunikation-leicht-gemacht-10450579.html
  11. https://www.heise.de/ratgeber/Auch-fuer-den-Katastrophenfall-Meshfaehiges-Chatnetzwerk-im-Eigenbau-10462340.html
  12. https://www.heise.de/hintergrund/Funk-am-Bau-PMR446-Analogfunkgeraete-programmieren-11289653.html

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  • 12. Juni 2026 um 07:00
Vor vorgesternc't-Themen

YouTube Premium wird in Deutschland teurer – teils erheblich

Von Heise
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(Bild: Chubo - my masterpiece / Shutterstock.com)

YouTube Premium wird in Deutschland teurer. Das Familienabo schlägt künftig mit knapp 28 Euro pro Monat zu Buche.

Das werbefreie Abonnement YouTube Premium wird teurer. Google erhöht die Abopreise sowohl im Einzel- als auch im Familienabo. Auch Studentinnen und Studenten sowie Abonnenten des Premium-Lite-Tarifs müssen künftig mehr zahlen. Es ist die erste Preiserhöhung von YouTube in Deutschland seit 2023.

Bis zu 4 Euro pro Monat mehr

Für das Einzelabo von YouTube Premium verlangt Google künftig 14,99 statt bisher 12,99 Euro – ein Aufpreis von 2 Euro. Zahlt man das Abo für 12 Monate auf einen Schlag, kostet es 149,99 Euro statt 180 Euro bei monatlicher Zahlung.

Erheblich mehr schlägt der Konzern auf das Familienabo drauf, das sich mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern ab 13 Jahren teilen lässt: Anstelle der 23,99 Euro kostet es fortan 27,99 Euro im Monat – 4 Euro mehr. Das vergünstigte Studentenabo, das bisher für 7,49 Euro im Monat gebucht werden konnte, kostet nun 8,99 Euro pro Monat – 1,50 Euro mehr.

Screenshot der neuen YouTube Preise
Screenshot der neuen YouTube Preise

YouTube Premium wird in Deutschland teurer.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Das im vergangenen Jahr in Deutschland eingeführte Abo Premium Lite [1] wird ebenfalls teurer. Anstelle der bisher abgerufenen 5,99 Euro pro Monat fallen nun 7,99 Euro monatlich an. Mit dem Lite-Abo werden Abonnenten „bei den meisten Videos“ keine Werbeunterbrechungen angezeigt, zudem lassen sich seit Anfang dieses Jahres [2] „die meisten“ YouTube-Videos herunterladen und „die meisten Videos“ auf Smartphones und Tablets im Hintergrund abspielen.

Die neuen Abopreise, die bereits auf der Plattform einsehbar sind, betreffen offenbar nicht nur Neukunden. Laut eines Beitrags von Caschys Blog [3] erhalten Bestandskunden derzeit Mails von YouTube, mit denen über die Preisanpassungen informiert wird. Laut YouTube werden bestehende Mitglieder mindestens 30 Tage vor einer Preiserhöhung benachrichtigt; der neue Preis wird erst im ersten Abrechnungszeitraum fällig, der mindestens 30 Tage nach der Ankündigung liegt. Die Preiserhöhungen für Deutschland deuteten sich bereits im April an. Damals drehte Google in den USA an der Preisschraube für YouTube-Abos [4].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11329282

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/YouTube-Premium-Lite-bald-in-Deutschland-erhaeltlich-10305755.html
  2. https://www.heise.de/news/Google-verbessert-YouTube-Premium-Lite-11188675.html
  3. https://stadt-bremerhaven.de/youtube-premium-wird-in-deutschland-teurer/
  4. https://www.heise.de/news/YouTube-erhoeht-Preise-fuer-Premium-Abos-in-den-USA-11252951.html
  5. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
  6. mailto:afl@heise.de

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  • 11. Juni 2026 um 16:13

c't-Podcast: "Vertrauenswürdige KI ist ein Kategorienfehler"

Von Heise

Die Philosophin Dorothea Winter warnt davor, gesellschaftliche Probleme technisch zu lösen und erklärt, warum man KI-Systemen nicht vertrauen kann.

Unternehmen werben mit „vertrauenswürdiger KI“, die europäische KI-Regulierung, der so genannte AI Act, fordert sie ebenfalls, und auch in der öffentlichen Debatte gilt Vertrauen als Gütesiegel für Sprachmodelle und Chatbots. Der Begriff hat sich längst in unserer Sprache festgesetzt. Aber das sei ein Problem, warnt die Philosophin Dorothea Winter im c't-Podcast „They Talk Tech“ mit Svea Eckert und Eva Wolfangel [1]. „Das ist ein Kategorienfehler.“ KI sei im Kern eine Technologie der Selektion, deren Kriterien sich oft nicht mehr offenlegen ließen. Dabei von Vertrauen zu sprechen, sei falsch: Vertrauen könne man allenfalls den Menschen entgegenbringen, die solche Systeme entwickeln und einhegen. „Aber dem System selbst kann und soll ich nicht vertrauen.“

Winter hat an der Berliner Humboldt-Universität zu Intentionalität und KI promoviert und lehrt an der Humanistischen Hochschule Berlin. Ihr Blick auf die Technik beginnt bei einer alten Frage: Kann eine Maschine Kunst schaffen? Ihre Antwort ist klar: Mithilfe von KI lasse sich Kunst schaffen, aber allein kann die KI das nicht. Entscheidend sei die Intentionalität, also dass ein Mensch mit einem Werk etwas aussagen wolle. „Kunst ist einer der Bereiche, in denen wir Menschen wollen, dass Menschen sie machen“, erklärt sie und verweist auf Studien, nach denen Menschen Bilder und Musik als weniger ausdrucksstark bewerten, sobald sie sie für KI-generiert halten.

Dass viele Nutzerinnen und Nutzer Chatbots dennoch wie ein menschliches Gegenüber behandeln, hält Winter nicht für einen Zufall, sondern für Konstruktion. Dinge zu beseelen sei zwar urmenschlich – auch über das störrische Auto oder die bockende Kaffeemaschine reden wir schließlich vermenschlichend. Dennoch sei allen klar, dass es sich dabei nicht um Lebewesen handele. Bei KI-Systemen hingegen verschwimme diese Grenze, und zwar mit Absicht. „Unternehmen habe diese Systeme bewusst so gebaut, dass sie so wirken und dass Menschen eine Beziehung zu ihnen aufbauen.“ Das Geschäftsmodell dahinter sei, die Aufmerksamkeit möglichst lange zu binden.

Keine technische Lösung für sozialpolitische Themen

Heikel wird das für Winter dort, wo Chatbots soziale Lücken füllen sollen, etwa als niedrigschwelliger Ersatz für fehlende Therapieplätze. Im Einzelfall könne das helfen, sagt sie, insbesondere angesichts des überlasteten Gesundheitssystems. Die eigentliche Gefahr drohe dann, wenn dadurch weniger Therapieplätze angeboten werden: „Wir sollten nicht versuchen, sozialpolitische Themen und Unzulänglichkeiten technisch zu lösen.“

Dazu kommen Gefahren des sogenannten De-Skillings, also des Verlernens von Fähigkeiten, die man an Technik auslagert. Winter erinnert an skandinavische Länder, wo Bildungsforscher Kindern zeitweise die Handschrift nicht mehr beibringen wollten, weil sie später im Beruf und Alltag vor allem tippen würden. „Aber es zeigte sich, dass handschriftliches Schreiben dem Lernen nützt, auch wenn man es später kaum braucht“, sagt Winter. Ohne von Hand zu schreiben, konnten sich die Schülerinnen und Schüler manche Dinge schlechter merken. Deshalb wurde die Handschrift wieder eingeführt.

„Wir müssen als Gesellschaft entscheiden, welche Fähigkeiten wir abgeben wollen und welche nicht“, sagt sie. Natürlich sei es in Einzelfällen möglich, Irrtümer wie den mit der Handschrift zu korrigieren. „Aber gerade bei jungen Menschen und deren Zukunft sollte man sich lieber gut überlegen, was man auslagert und was nicht.“

Dazu kämen erste Forschungsergebnisse, die zeigten, dass gerade junge Menschen, die viel mit Chatbots interagierten, soziale Fähigkeiten verlernen könnten: „Wenn ich ein menschliches Gegenüber habe, dann wiederspricht mir diese Person auch mal und stimmt mir nicht nur zu.“

Und auch die Prognose, dass künftig niemand mehr selbst Texte verfassen müsse, hält Winter für falsch. Denn Texte zu schreiben sei mehr, als Informationen zu speichern: Es hilft auch, Dinge zu durchdenken. Dazu komme Kreativität: „Kreative Leistungen sind in hohem Maße Übung“, sagt Winter, „wer kreative Aufgaben an die KI auslagert, läuft Gefahr, den kreativen Muskel abzubauen und künftig keine kreative Leistung mehr umsetzen zu können.“

Zu den ganzen gesellschaftlichen Entscheidungen, die nun verhandelt werden müssten, komme das Problem der schleichenden Verantwortungsdiffusion. In komplexen technischen Strukturen wie bei der Nutzung von KI lasse sich kaum noch sagen, wer im Fehlerfall hafte: Datenlieferant, Entwicklerin, einsetzendes Unternehmen? In der Philosophie heiße das „Problem of many hands“. Diskriminiere ein KI-System zum Beispiel bei der Auswahl von Bewerberinnen wie 2018 bei Amazon, verteile sich die Schuld auf so viele Schultern, dass am Ende niemand sie trage.

„They Talk Tech“ erscheint jeden Mittwoch überall, wo es Podcasts gibt [3]. Svea Eckert und Eva Wolfangel diskutieren ein Tech-Thema oder treffen inspirierende Frauen aus und rund um die Tech-Welt.


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https://www.heise.de/-11327194

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  1. https://frauen-technik.podigee.io/#subscribe
  2. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  5. mailto:mond@heise.de

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  • 11. Juni 2026 um 11:35

heise+ | Musikproduktion: Steinbergs Cubase-Update im Test

Von Heise

Kleines Update, große Wirkung: Steinberg behebt einen alten Workflow-Bruch und verzahnt Folder Tracks mit dem Mixer. Ein Audio-Editor ist nun auch an Bord.

Wenn man nur auf die Versionsnummer der letzten beiden Cubase-Updates (zuletzt 15.0.30) achtet, könnte man meinen, es handle sich um Wartungsroutinen zur Fehlerbehebung. Doch der Schein trügt, denn die Updates sollen nicht nur einen der massivsten Kritikpunkte seitens der Nutzer beseitigen, sie erweitern darüber hinaus auch die Funktion.

Lange schon beklagten Anwender Folgendes: In großen Cubase-Projekten wird der Mixer schnell unübersichtlich – und ausgerechnet Ordnerspuren helfen dort bislang nicht. Zwar lassen sich Spuren im Arrangement sauber gruppieren, im Mischpult zerfällt diese Ordnung jedoch wieder in Einzelkanäle. Wer viele Drum-, Vocal- oder Orchestertracks verwaltet, kennt das Problem: Struktur im Projekt, Chaos im Mix.

Mit Version 15.0.20 ändert Steinberg genau das – und greift damit einen der meistgeäußerten Anwenderwünsche auf. Das Update verzahnt Ordnerspuren erstmals mit dem Routing im Mixer und beseitigt damit einen Workflow-Bruch, der Cubase seit Jahren begleitet. Daneben liefert Steinberg eine Reihe weiterer Verbesserungen bei Automation, Notation und Audioanalyse. Wie gut all das im Alltag funktioniert und welche weiteren Neuerungen ins Gewicht fallen, prüfen wir im Praxiseinsatz.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11321406

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tests/Musikproduktion-Steinbergs-Cubase-Update-im-Test-11321406.html
  2. https://www.heise.de/tests/Bitwig-Studio-6-im-Test-Wenn-Kurven-elektronische-Musik-steuern-11247068.html
  3. https://www.heise.de/tests/Der-Sound-von-Supertramp-E-Piano-Wurlitzer-200A-als-Plug-in-im-Test-11203842.html
  4. https://www.heise.de/tests/Lava-Studio-im-Test-Kompakt-Amp-mit-Cloudanbindung-11137527.html
  5. https://www.heise.de/tests/Videoshow-fuer-Buehnen-und-Studiomusiker-Steinberg-VST-Live-3-0-im-Test-11150188.html
  6. https://www.heise.de/tests/Mace-im-Test-KI-generierte-Loops-zur-Musikproduktion-11142087.html
  7. https://www.heise.de/tests/Cubase-15-im-Test-Was-die-Neuerungen-der-Audio-Software-tatsaechlich-bringen-11074658.html
  8. https://www.heise.de/tests/Musiksoftware-Cubase-14-im-Test-10230499.html
  9. https://www.heise.de/tests/Musikproduktion-Hardware-Sampler-EP-1320-medieval-mit-Mittelalter-Sound-im-Test-9866174.html

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  • 10. Juni 2026 um 13:30

„Passwort“ Folge 59: Vom DNSSEC-Fail beim DENIC, Domainklau und anderen News

Von Heise
Symbolbild Passwort-Podcast

Nicht nur bei DENIC rumpelte es: Ein domainbeklauter DeFI-Anbieter und ein abgeschalteter Cloud-Hoster sind Themen dieser Folge. Und eine Bitlocker-Lücke.

Bei manchen Themen suchen sich die Hosts des heise-security-Podcasts auswärtige Hilfe, zum Beispiel beim kürzlichen Ausfall weiter Teile der Top-Level-Domain .de. DNSSEC-Experte Carsten Strotmann springt Sylvester und Christopher bei und erklärt, wo das Problem lag. Außerdem befasst sich die Folge mit der Sicherheitslücke YellowKey, dem Drama um dessen Entdecker und ganzen vier weiteren Themen. Um die alle in die Folge zu quetschen, greifen die Hosts zu einem neuen Trick.

Der kurze, aber folgenreiche Ausfall beim DENIC betraf alle Nutzer von DNSSEC-validierenden Resolvern – so viel war schnell klar [2]. Doch was den Ausfall verursachte und was die deutsche Vergabestelle für Domains daraus gelernt hat, erläutert Carsten im ersten Teil des Podcasts. Er ist ausgewiesener DNSSEC-Experte und arbeitet seit 20 Jahren mit dem kryptografischen Protokoll zur Absicherung von DNS-Einträgen.

Nachdem der Experte das virtuelle Studio wieder verlassen hat und die Stammhosts unter sich sind, geht es zunächst um cow.fi. Der DeFI-Anbieter war aufgrund eines Kommunikationslapsus zwischen Domainvergabestelle („Registry“) und Domainanbieter („Registrar“) kurzzeitig seine Domain los – auf dieser erschien eine Phishingseite und Kriminelle erbeuteten damit Kryptoguthaben im Wert von 1,2 Millionen US-Dollar. Außerdem besprechen die Hosts YellowKey, eine Sicherheitslücke, die die Bitlocker-Verschlüsselung angreift. Ob sie eine echte Umgehung der Festplattenverschlüsselung unter Windows erlaubt, ist Gegenstand einer Diskussion (nicht nur) im Passwort-Podcast.

Da es erneut viel mehr Themen in der Security-Welt gab, als den Hosts Aufnahmezeit zur Verfügung steht, haben sie sich ein neues Format ausgedacht: In der „Fünf-Minuten-Challenge“ erzählen sie dieses Mal drei weitere Themen in insgesamt knapp 900 Sekunden. Genug Zeit, um spaßige Details zur Fail-Zwiebel beim Cloud-Hoster Railway, eine Einordnung zu Signals Caching-Problem und eine Fortsetzung zu Googles Zero-Knowledge-Proof in der Quantenforschung unterzubringen.

Die neue Folge von „Passwort – der Podcast von heise security [3]“ steht seit Mittwoch auf den üblichen Podcast-Plattformen bereit.


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https://www.heise.de/-11301348

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  1. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  2. https://www.heise.de/news/Probleme-mit-de-Domains-Was-bisher-bekannt-ist-11284320.html
  3. https://www.heise.de/thema/Passwort_Podcast
  4. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  5. mailto:cku@heise.de

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  • 10. Juni 2026 um 09:00

MS-Office-Alternative: Öffentliche Beta von SoftMaker Office 2026 gestartet

Von Heise

Seit heute kann man die neue Version des deutschen Office-Pakets von SoftMaker kostenlos herunterladen und bis Ende Juli ausprobieren.

Das Nürnberger Softwarehaus SoftMaker stellt ab sofort die Version 2026 seines Office-Pakets für Windows, macOS und Linux kostenlos zum Testen zur Verfügung [1]. Sie besteht aus dem Textprogramm TextMaker, der Tabellenkalkulation PlanMaker und dem Präsentationsprogramm Presentations.

Die umfangreichen Neuerungen betreffen sowohl die Bedienoberfläche als auch den Funktionsumfang. Die Microsoft Office nachempfundene Menüleiste (Ribbon) wurde neu gestaltet und soll nun auch auf skalierten Anzeigen (zum Beispiel auf 150 Prozent) besser aussehen. Neue Kontextmenüs mit integrierter Symbolleiste sollen die Mausbedienung vereinfachen, fürs Auge gibt es schnell wechselbare Farb-Themes und einen dunkleren Dark Mode.

Mehr KI

Eine Integration von ChatGPT und KI-gestützten DeepL-Übersetzungen bietet SoftMaker Office schon länger [2], allerdings nur in der Aboversion NX. Kürzlich hinzugekommen ist die optionale Integration der Online-Rechtschreibprüfung LanguageTool [3] als Alternative zum integrierten und auf die neueste Version aktualisierten Duden Korrektor. Die Assistenten standen bislang aber nur im Textprogramm zur Verfügung. Im neuen Softmaker Office NX Universal unterstützt die KI auch im Präsentationsprogramm und soll komplette Präsentationen zu einem vorgegebenen Thema selbstständig erzeugen und umfangreiche Foliensätze zusammenfassen können. Außerdem lassen sich KI-generierte Bilder direkt in Dokumente einfügen oder vorhandene Grafiken per Texteingabe verändern – etwa um störende Objekte zu entfernen, den Bildhintergrund auszutauschen oder einen künstlerischen Filter anzuwenden.

Screenshot aus Textmaker
Screenshot aus Textmaker

Die ChatGPT-Anbindung in SoftMaker Office erlaubt es nun auch, Bilder zu erzeugen oder vorhandene zu ändern.

(Bild: heise medien)

Ein Konto oder Abo bei OpenAI/ChatGPT ist nach wie vor nicht erforderlich. Es gibt allerdings ein Nutzungskontingent. Für Texte (In- und Output) beträgt es fünf Millionen Zeichen. Ist das Kontingent erschöpft, lässt es sich nur aufstocken, indem man das Abo von SoftMaker NX verlängert. Für nicht-Text-KI-Aktionen wie der Bilderstellung wird es laut Hersteller einen Schlüssel für den Tokenverbrauch geben. Der ist aber noch nicht festgelegt. Nutzer der Einmalkauf-Versionen SoftMaker Office 2026 und des Spar-Abos NX Home müssen auf alle KI-Funktionen verzichten.

TextMaker: Markdown und verbesserte Kommentarfunktion

Das Textprogramm kann nun Markdown-Dateien importieren und exportieren. Die Kompatibilität von DOCX-Dateien soll sich wieder etwas verbessert haben. Zudem werden Word-Dateien so geschrieben, dass in der Microsoft-Textverarbeitung keine Kompatibilitätshinweise mehr erscheinen. Beim gemeinsamen Arbeiten an einem Dokument kann man jetzt auf Kommentare antworten und als erledigt markieren. Die Überarbeitungsfunktion ist programmweit konfigurierbar und lässt sich direkt im Menüband ein- und ausschalten. Die Gliederungsansicht unterstützt Drag & Drop, um Überschriften nebst allen untergeordneten Ebenen zu verschieben.

PlanMaker: Verkleinern der Lücke zu Excel

Im Vergleich mit Microsoft Office fallen bei Alternativpaketen vor allem die Kalkulationsprogramme hinter Excel zurück. Softmakers PlanMaker ist keine Ausnahme. In der neuen Version verkleinern die Entwickler die Lücke zum Marktführer wieder ein Stück und führen einige vermisste Funktionen ein, zum Beispiel Filter, Sortieren, Eindeutig, Sequenz, XVerweis und XVergleich. Ebenfalls kommen dynamische Arrays hinzu: Eine einzige Formel kann mehrere Ergebnisse liefern, die automatisch in benachbarte Zellen überlaufen und sich bei Datenänderungen selbst aktualisieren. Pivot-Diagramme visualisieren Daten aus Pivot-Tabellen dynamisch und interaktiv.

Und anderes

Darüber hinaus gibt es noch etliche Detailverbesserungen. Beispielsweise lassen sich QR-Codes und PDF-Dokumente als Vektorgrafiken in Presentations einbinden, das jetzt auch einen Textmarker bereitstellt. Die Druckdialoge aller Module erhalten eine Vorschau, die Windows-Version unterstützt Emojis und es gibt diverse Verbesserungen für Linux. So wird auch ohne Gnome der System-Dateidialog genutzt und das Installationsprogramm verknüpft Office-Dateitypen nicht mehr ungefragt mit den SoftMaker-Programmen.

Abo und Einmalkauf

Die neue Office-Version gibt es in der Abo-Ausgabe SoftMaker Office NX in den zwei Stufen Home (rund 30 Euro pro Jahr) und Universal (knapp 50 Euro Jahresgebühr) und als Einmalkauf-Version SoftMaker Office Professional 2026. Wer ein bestehendes NX-Abo besitzt, bekommt nach Ablauf der Betatestphase am 31.7.2026 automatisch ein Update auf die aktuelle Version. Die Beta von SoftMaker Office 2026 stellt zu diesem Datum den Betrieb ein. Besitzer der Einmalkauf-Lizenz SoftMaker Office Professional 2026 (die günstigere „Standard“-Version entfällt) erhalten die neue Version zum vergünstigten Preis von knapp 70 Euro; der reguläre Kaufpreis beträgt wie beim Vorgänger rund 140 Euro.

Siehe auch:


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11326201

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.softmaker.de/softmaker-office-beta/softmaker-office-beta-download
  2. https://www.heise.de/tests/Test-SoftMaker-Office-2024-und-NX-mit-KI-Anbindung-9242074.html
  3. https://www.heise.de/tests/SoftMaker-Office-NX-mit-Language-Tool-im-Test-11260313.html
  4. https://www.heise.de/download/product/softmaker-office-42761?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link
  5. https://www.heise.de/ct
  6. mailto:swi@ct.de

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  • 09. Juni 2026 um 16:09

heise+ | Chromebooks: ChromeOS entfernen und stattdessen Linux oder Windows installieren

Von Heise

Auf Chromebooks läuft nicht nur ChromeOS. Wenige Handgriffe verwandeln sie in vollwertige Notebooks mit Linux oder Windows. Wir zeigen, wie das geht.

Auf den ersten Blick wirkt das Thinkpad auf dem Bild wie ein herkömmliches Linux-Notebook, doch ein Blick auf das spezielle Tastaturlayout und die Sondertasten verrät: Hier stimmt etwas nicht. Denn hier läuft ein Fedora-System mit KDE-Oberfläche auf einem Chromebook.

Chromebooks stehen im Ruf, günstig zu sein und mit seinem ChromeOS dennoch mehr als genug Power für die allermeisten Aufgaben zu haben. Warum möchte man es also von ChromeOS befreien? Darauf gibt es gleich mehrere Antworten: So wünschen sich Poweruser mehr Flexibilität und Leistung. Die offizielle Linux-Umgebung innerhalb ChromeOS erlaubt zwar die Installation vieler Linux-Anwendungen, aber eben nicht jeder. Zudem dürstet die Linux-Umgebung aufgrund der Virtualisierung nach Speicher und Rechenpower. Auf schwacher Hardware werden dann selbst schlanke Linux-Programme oft zäh in der Bedienung.

Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle: In den vergangenen Jahren hat Google für Chromebooks zwar Update-Zeiträume von mehreren Jahren etabliert, doch etliche Geräte laufen dennoch ins Support-Ende, obwohl die Hardware noch flott genug ist, um weitere Jahre ihren Dienst zu verrichten. Nicht wenige Nutzer fühlen sich nicht wohl damit, in welchem Umfang Google KI-Anwendungen forciert oder wünschen sich mehr Datenschutz.


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https://www.heise.de/-11320182

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  • 09. Juni 2026 um 07:00

Bootloop bei Pixel-Geräten seit März: Google hat offenbar eine Lösung

Von Heise
Pixel Smartphone von schräg hinten

(Bild: Gabo_Arts/Shutterstock.com)

Seit März stecken zahlreiche Pixel-Smartphones in einer Neustart-Schleife fest. Google bietet nun ersten Betroffenen ein Web-Tool zur Rettung der Geräte an.

Seit Google im März ein größeres Update auf Android 16 QPR3 [1] als „Pixel-Drop“ veröffentlichte, können zahlreiche Nutzer ihre Pixel-Smartphones nicht mehr verwenden. Denn seitdem stecken offenbar mindestens Hunderte Pixel-Geräte – von der Pixel-6-Serie bis hin zur neuesten Pixel-10-Reihe – in einer Neustart-Schleife (Bootloop) fest [2]. Seitdem arbeitet Google an der Behebung des Fehlers, jedoch mit bescheidenem Erfolg. Die Betroffenen sind über ihre seit Monaten nutzlosen Geräte frustriert; nun haben erste Nutzer offenbar von Google ein Lösungstool erhalten. Den Berichten zufolge funktioniert es nicht bei allen.

Lange Leitung

Der öffentliche Issue-Tracker-Eintrag zum Bootloop-Fehler ist mittlerweile nahezu 800 Einträge lang. Nutzer teilen dort seit März Google und anderen Betroffenen ihre Erfahrungen mit. Sie schreiben über ihre Lösungsversuche und die teils frustrierende Kommunikation mit Google, die manchen Bootloop-Opfern Google-Store-Guthaben und ein Ersatzgerät anboten [3], jedoch ohne Rettung der auf ihren defekten Geräten gespeicherten Daten.

Dabei teilte Google Ende April mit, an einer Lösung zu arbeiten, die die Geräte retten könne, ohne Datenverlust. Diese Lösung hat Google offenbar seit Anfang Juni an erste Nutzer verteilt. Bei dieser handelt es sich um ein Web-Tool [4], für das Betroffene ihr Pixel-Gerät an einen Rechner anschließen müssen, der mindestens 7 GByte freien Speicher hat.

Nach Angaben der dedizierten Webseite funktioniert das Tool auf Pixel 3 oder neueren Geräten mit Android-Version 10 und höher. Es unterstütze ferner keine Android-Tablets oder ChromeOS-Geräte. Den Beiträgen der ersten Tester [5] zufolge muss das Pixel-Gerät in den Fastboot-Modus [6] und dort in den Rescue Mode versetzt werden. Einem Beitrag zufolge führt das Tool durch den Prozess, die Nutzer müssen lediglich den Anweisungen folgen.

Google hält zudem fest, dass es sich bei der Software noch um eine Betaversion handelt. Es ist daher durchaus möglich, dass der Konzern alsbald eine neue, stabile Software teilt. Tester müssen sich dem Beitrag zufolge keine Sorgen um ihre Daten machen. Es heißt: „Keine Sorge – dieser spezielle Wiederherstellungsprozess ist so konzipiert, dass er den Bootloop behebt, ohne Ihre persönlichen Daten zu löschen. Sobald das Telefon wieder funktioniert, können Sie Ihre Dateien wie gewohnt sichern.“

Einige Betroffene berichten, dass ihr Gerät nicht erkannt wurde, sodass eine Rettung nicht erfolgen konnte. Als Lösung hatte [7] eine Person eine Android 17 Beta geflasht, mit der das Pixel-Smartphone wieder funktionierte. Ein weiterer Nutzer berichtet unter anderem auf Reddit [8] und im Issue-Tracker [9] über eine erfolgreiche Lösung: Er konnte sein Gerät in den abgesicherten Modus starten. Dann habe er die Standortdienste aktiviert, WLAN deaktiviert und sämtliche gespeicherten Netzwerke entfernt. Anschließend sei das Gerät seinem Bericht zufolge wieder normal gestartet.

Die zahlreichen Beiträge der laut Issue-Tracker offiziell über 400 Betroffenen zeigen jedoch auf, dass Google das Problem bis heute nicht vollkommen im Griff hat und auch keine universelle Lösung liefern kann. Für die Betroffenen ist das eine bittere Erfahrung mit Googles Hardwaresupport. Eine offizielle Stellungnahme zur Angelegenheit hat Google uns auf Anfrage von Anfang vergangener Woche nicht liefern können.

Es sei festzuhalten, dass die Anzahl der betroffenen Geräte verhältnismäßig überschaubar zu sein scheint, jedoch sollte der Konzern Geräte mit solchen gravierenden Fehlern schneller beheben und transparenter kommunizieren.


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  1. https://www.heise.de/news/Pixel-Drop-im-Maerz-Das-ist-neu-im-Update-fuer-Pixel-Geraete-11198213.html
  2. https://www.heise.de/news/Google-Pixel-Maerz-Update-fuehrt-bei-einigen-Geraeten-zu-Bootloops-11255053.html
  3. https://issuetracker.google.com/issues/496495772#comment415
  4. https://pixelrepair.withgoogle.com/carrier_selection/others/mar26-recovery
  5. https://issuetracker.google.com/issues/496495772#comment788
  6. https://www.heise.de/tipps-tricks/Fastboot-Mode-bei-Android-was-ist-das-6604781.html
  7. https://issuetracker.google.com/issues/496495772#comment795
  8. https://www.reddit.com/r/GooglePixel/comments/1tz8d5c/working_fix_to_boot_into_pixel4a_through_the/
  9. https://issuetracker.google.com/issues/519655834
  10. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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  • 08. Juni 2026 um 16:33

Pixel Studio: Google beendet KI-Bildbearbeitung auf Pixel-Smartphones

Von Heise
Google Pixel Studio App-Icon auf Smartphone

Noch ein Grabstein auf dem Google Friedhof: die Pixel Studio App.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Google macht seine KI-Bildbearbeitungs-App Pixel Studio dicht. Weniger als zwei Jahre nach der Einführung.

Googles Pixel-Studio-App landet auf dem Friedhof der Google-Produkte [1], auf dem mittlerweile über 300 Grabsteine stehen. Die KI-App hatte es nach ihrer Einführung im August 2024 erst im März 2025 auf Pixel-Geräte in Deutschland geschafft, jetzt werden Nutzerinnen und Nutzer in der App nach und nach auf Nano Banana umgeleitet.

Pixel-exklusiv

Googles Pixel Studio [2] ist zusammen mit der Pixel-9-Reihe im August 2024 vorgestellt worden. Mit der App lassen sich mit Prompts KI-Bilder und Sticker direkt auf dem Smartphone generieren, die sich unter anderem direkt über die Tastatur-App Gboard teilen lassen.

Schon im Februar [3] dieses Jahres teilte Google 9to5Google mit, dass die Pixel-Studio-App eingestellt werde. Nun, mit dem Update auf Version 2.2.001.864530193.00, das für die Modelle der Pixel-9- und Pixel-10-Serie verteilt wird, wird das Ende der App eingeleitet. Laut 9to5Google verfügt das Bildbearbeitungstool auf KI-Basis, das sich zur Bearbeitung von Screenshots verwenden lassen kann, nach dem Update nicht mehr über die bisher nutzbaren generativen KI-Tools, um etwa ein Bild per Prompt bearbeiten zu lassen. Auf einem Redaktionsgerät sind die Funktionen noch vorhanden, jedoch wird das abschließende Update offenbar schubweise verteilt, sodass es nicht alle gleichzeitig erhalten.

Aufräumarbeiten

Mit dem allmählichen Ende der App scheint Google in seinem Portfolio an KI-Tools aufzuräumen: Statt Pixel Studio setzt der Konzern auf die Bildgenerierung per „Remix“ in Google Messages sowie die generativen KI-Werkzeuge in Google Photos. Zudem werden Nutzer von Pixel Studio fortan zu Nano Banana [4] in Gemini umgeleitet. So werde Nutzern, die bereits Version 2.3 der Pixel-Studio-App erhalten haben, in der Anwendung der Hinweis „Probieren Sie zur Erstellung von Bildern und Animationen Nano Banana in der Gemini-App aus“ angezeigt.

Unter der Nachricht befindet sich ein Button, der Nutzerinnen und Nutzer zur Gemini-App leitet. Bis auf Weiteres können Nutzer weiterhin auf ihre erstellten Sticker und Bilder in Pixel Studio zugreifen, aber sie können keine neuen erstellen, so Android Authority [5].

Google soll noch ein Export-Tool für die mit Pixel Studio erstellten KI-Kreationen anbieten. Die Bedienoberfläche der App zur Bearbeitung von Screenshots mit grundlegenden Werkzeugen ist nach dem Update weiterhin nutzbar, jedoch bietet sie keine Funktionen, die nicht auch in anderen Bearbeitungs-Apps zu finden sind.


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  1. https://www.heise.de/ratgeber/Der-Friedhof-der-Google-Produkte-4367518.html
  2. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.apps.pixel.creativeassistant&hl=de_AT
  3. https://9to5google.com/2026/02/27/google-pixel-studio-app/
  4. https://www.heise.de/tests/Nano-Banana-ausprobiert-Die-beste-kostenlose-KI-Bildbearbeitung-von-Google-10621377.html
  5. https://www.androidauthority.com/google-pixel-studio-discontinued-3674832/
  6. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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  • 08. Juni 2026 um 09:24

KI-Revolution oder Jobkiller: Haben wir demnächst mehr Freizeit?

Von Heise

KI verändert die Arbeitswelt, soweit klar. Auf der SXSW in London diskutierten Experten über die Folgen für Arbeitnehmer und Unternehmen.

Zur Premiere der SXSW London 2025 hofften viele Teilnehmer noch, dass Künstliche Intelligenz ihre Jobs nicht gefährdet. In diesem Jahr hat sich das Blatt gewendet: Sehr viele Vorträge, Diskussionsrunden und Panels drehten sich darum, welche Rolle Menschen künftig überhaupt im Arbeitsprozess einnehmen werden und wie sich die Arbeit von LLMs und KI-Agenten beherrschen lässt.

Laut Tech- und KI-Experte Azeem Azhar von Exponential View wurden 2023 viele KI-Unternehmen gegründet, ohne dass ihre Gründer tiefere Kenntnisse in Künstlicher Intelligenz hatten. 20 Prozent der Unternehmen behaupten aber, dass sie bereits daran verdienen.

Auf die Frage von MIT-Redakteur Will Douglas Heaven, wie viele Jobs durch KI bereits verloren gegangen seien, erklärte Azhar, es gebe keine Beweise, dass KI Jobs gekostet habe. Viele Unternehmen würden vorschieben, dass Entlassungen durch KI entstanden sind. Es klinge einfach besser, wenn jemand behauptet, „wir brauchen nicht mehr so viele Leute, weil wir so erfolgreich KI-Tools einsetzen“, statt einzugestehen, „die Firma läuft nicht so gut, deshalb müssen wir Leute entlassen“.

Grafik zeigt Arbeitslosenquoten und DiD-Koeffizienten nach KI-Exposition von 2016-2025.
Grafik zeigt Arbeitslosenquoten und DiD-Koeffizienten nach KI-Exposition von 2016-2025.

Laut einer Studie von Anthropic hatte KI bislang keinen messbaren Einfluss auf die Arbeitslosigkeit. Die rote Linie zeigt die Arbeitslosenquote von Arbeitnehmern in einem Job mit starkem KI-Einfluss, die blaue solche ohne KI-Einfluss.

(Bild: Anthropic)

Seine Einschätzung deckt sich mit einer Studie des Claude-Entwicklers Anthropic [1] von März 2026 . Azhar räumte zugleich ein, dass die unsicheren weltpolitischen Umstände nur schwer von den Auswirkungen der KI zu trennen sind. So würden Investitionen angesichts von Kriegen, regionalen Konflikten und nicht zuletzt der Klimakrise zurückgehalten und Unternehmen würden keine neuen Leute mehr einstellen.

Radardiagramm zeigt theoretische und beobachtete KI-Abdeckung nach Berufsgruppen.
Radardiagramm zeigt theoretische und beobachtete KI-Abdeckung nach Berufsgruppen.

KI-Potenzial in einzelnen Berufszweigen laut einer Studie des KI-Betreibers Anthropic.

(Bild: Anthropic)

Die theoretischen Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz würden in der Praxis derzeit kaum umgesetzt, ergab die Anthropic-Studie. Wenn man bedenkt, dass ChatGPT gerade einmal dreieinhalb Jahre für alle verfügbar sei, habe sich bereits sehr viel verändert, findet Heaven. Er glaubt, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz insbesondere in der medizinischen Forschung und in der Mathematik schnell zu konkreten Anwendungen führen könne. In der Wissenschaft berge KI aber die Gefahr, dass sich Forschungsschwerpunkte unbeabsichtigt verschieben und die Wissenschaftler den Fokus verlieren.

Ling Ge von Tencent
Ling Ge von Tencent

Angesichts der hohen Kosten für Rechenleistung sollten Unternehmen genau überlegen, wofür sie KI nutzen, empfiehlt Ling Ge von Tencent.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

Ling Ge von Tencent wies darauf hin, dass Unternehmen KI-Werkzeuge keinesfalls blind und überall einsetzen sollten. Die nötige Rechenleistung sei einfach zu teuer dafür, erklärte die strategische Beraterin des weltgrößten Gaming-Konzerns und Betreibers von WeChat. Die Quantencomputer-Spezialistin ist sich sicher, dass nur diejenigen Unternehmen auf lange Sicht überleben, die den Einsatz von KI-Modellen hinterfragen und sehr gezielt nutzen.

Gefährliche Deep Fakes

Ein weiteres Problem: KI ist derzeit nicht vertrauenswürdig, findet Douglas Heaven. Dazu tragen aus seiner Sicht insbesondere Deep Fakes bei, die ein mächtiges Werkzeug seien, um andere zu verletzen; bei pornografischen Inhalten seien davon besonders Frauen betroffen. Außerdem würde mit Deep Fakes grundsätzliches Misstrauen erzeugt und die Bevölkerung – frei nach Hannah Arendt – verunsichert.

 Douglas Heaven und Azeem Azhar auf der SXSW London
 Douglas Heaven und Azeem Azhar auf der SXSW London

MIT-Journalist Douglas Heaven und Azeem Azhar diskutierten, wie sich KI auf den Arbeitsmarkt auswirkt.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

Das gelte insbesondere für die Gruppe von Menschen, die jeglichen Einsatz von KI ablehnt. Da KI auf den ersten Blick meist sehr ähnliche Ergebnisse erziele wie ein Mensch, seien Deep Fakes zudem nur schwer als solche zu erkennen. Auch deshalb forsche man verstärkt an mechanistischer Interpretierbarkeit, also eine Art Reverse Engineering und Debugging. Es geht darum, die KI-Modelle nicht mehr als Black Box zu akzeptieren, sondern zu verstehen, wie sie reagieren und produzieren, um die Ergebnisse vorhersehbar zu machen.

Keine Revolution, sondern Veränderung

Auch für Lucy Liu, Gründerin und Präsidentin des Fintech-Unternehmen Airwallex, spielt der Vertrauensaspekt eine wichtige Rolle. So könne man zwar übers Wochenende eine neue Anwendung vibe coden, doch das Vertrauen der Nutzer gewinne man in so kurzer Zeit keinesfalls; hier sei weiterhin viel menschliche Intervention nötig. Relevante Entscheidungen und Strategien müssten ohnehin von Menschen vorgegeben werden, erklärte Liu. Insofern revolutioniere KI die Arbeit nicht, sondern verändere sie nur.

 Lucy Liu. Gründerin des Fintech-Unternehmens Airwallex
 Lucy Liu. Gründerin des Fintech-Unternehmens Airwallex

Vibe Coding erlaubt es zwar, in kürzester Zeit Anwendungen zu produzieren, Strategien und relevante Entscheidungen müssen aber weiterhin von Menschen getroffen werden, findet Lucy Liu.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

Diese positive Sicht auf KI teilen viele Menschen nicht, meint die ehemalige Präsidentin der britischen Handelskammer, Martha Lane Fox. Etliche hätten stattdessen Angst vor den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz. Auch Lane-Fox ist sich sicher, dass sich die Rollen im Arbeitsleben in den kommenden Jahren stark verändern werden. Diese Änderungen müssten die Menschen jedoch akzeptieren lernen.

 Zoom-Gründer Eric Yuan
 Zoom-Gründer Eric Yuan

Der (natürlich per Zoom zugeschaltete) Zoom-Chef Eric Yuan ist sich sicher, dass wir künftig nur drei oder vier Tage pro Woche arbeiten werden.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

Deutlich optimistischer blickt Zoom-Gründer und CEO Eric Yuan auf die Veränderungen. Er glaubt, dass wir in wenigen Jahren nur noch drei bis maximal vier Tage pro Woche arbeiten werden. Die KI könne dann viele Aufgaben rund um die Uhr, also 24/7 erledigen, ohne zu ermüden, ohne Urlaub zu nehmen. Er forderte die Menschen dazu auf, die längere Freizeit zu genießen, statt der Arbeit hinterherzutrauern. Wer die reduzierte Arbeitszeit finanziert, sagte Yuan auch auf Nachfrage nicht.


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  • 07. Juni 2026 um 15:51

Video: Warum ihr (keine) Glasfaser braucht!

Von Heise

An der Tür machen Direktvermarkter Druck, gleichzeitig erklären selbsternannte Experten den Glasfaser-Ausbau für Schwachsinn. Was stimmt, erklären wir im Video.

DSL und Koaxkabel haben ausgedient – nicht weil sie heute nicht mehr funktionieren, sondern weil sie technisch am Ende sind. Höhere Geschwindigkeiten erfordern immer mehr dezentrale Technik, immer näher am Kunden, immer teurer. Die Glasfaser löst dieses Problem ein für alle Mal: weniger Störanfälligkeit, passive Infrastruktur, gigantische Reservebandbreite.

Wer jetzt auf Glasfaser umsteigt, muss sich um die nächsten Jahrzehnte keine Gedanken mehr machen. Und wer noch keinen Anschluss hat: Ruhe bewahren und keine überstürzten Verträge an der Haustür unterschreiben. Wir erklären in diesem Video einmal genau, wie die alten Infrastrukturen entstanden sind und weshalb der Glasfaserausbau technisch wie wirtschaftlich gesehen sinnvoll ist, ihr aber trotzdem keine Panik haben braucht, dass euch morgen die Verbindung gekappt wird.


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  • 07. Juni 2026 um 10:00

„The 7th Guest Remake“ im Test: Fühlt sich fast so an wie früher

Von Heise
Screenshot aus 7th Guest Remake

(Bild: heise medien)

Was macht man mit einem CD-ROM-Spiel, das schon 1993 eher altmodisch wirkte? Neu bauen, sagt „The 7th Guest Remake“. Und trotzdem altmodisch bleiben.

Wie gut waren eigentlich CD-ROM-Spiele mit echten Schauspielern? Wenn man sie heute spielt und schonungslos urteilt: Nicht besonders. Die Laufwerke waren langsam, die Auflösung niedrig, das Format neu. Statt fernsehreifer Unterhaltung gab es Experimente und Trash. Allzu oft wurden Produktionen ohne professionelle Schauspieler, Kameraleute, Set-Designer oder Autoren durchgezogen.

Vergleichsweise ambitioniert wirkte dagegen „The 7th Guest“. Vielleicht der größte Pluspunkt des linearen Rätsel-Adventures war die augenzwinkernde Inszenierung. Schauergeschichten um sechs getriebene Gäste in einem Spukhaus waren schon damals ein eher nostalgisches Vergnügen. Dazu war das Interface langsam, aber simpel. Um die Rätsel zu lösen, brauchte man nur Grips, kein Geschick. Alle konnten mitspielen – wenn sie einen leistungsstarken Gaming-PC hatten. Das Original galt als Killer-App für ein neues Format. Heute ist es ein Artefakt aus einer verlorenen Zeit. Was kann man daraus noch übernehmen?

Ein komplettes Remake

„The 7th Guest Remake“ übernimmt die Idee, den groben Plot und das grundsätzliche Game Design. Ansonsten ist es aber eine komplette Neuentwicklung. Für VR-Fans ist sie bereits vor über zwei Jahren erschienen, als „The 7th Guest VR“. Sie kam sehr gut an, und so gibt es nun endlich eine Version, die man normal am Computer spielen kann. Die Steuerung mit Maus und Tastatur oder Gamepad funktioniert absolut problemlos.

„The 7th Guest Remake“ im Test (0 Bilder) [1]

[2]

Dem Remake merkt man an, dass hier Fans und Kenner des Originals am Werk sind. Die Rollen mögen neu gecastet sein, doch sie orientieren sich stark an ihren Vorbildern, teilweise werden sogar Dialoge übernommen. Dazu kann das Haus endlich zeitgemäß bereist werden: Statt mit der Skeletthand zu klicken, um vorgerenderte Kamerafahrten zu bestellen, darf man sich frei in der Egoperspektive durch das Spukhaus bewegen. Anfangs sind allerdings fast alle Türen verschlossen.

Neu sind auch die Rätsel. Schon der Kuchen in der Küche sieht völlig anders aus. Ehrlicherweise waren die Kopfnüsse von damals aber nicht brillant, sondern austauschbare Knobelaufgaben. Nun wurden sie wirklich ausgetauscht und wirken auf uns etwas leichter und besser zusammengestellt als im Original. Mit solchen Urteilen muss man aber vielleicht vorsichtig sein, wenn man die Urfassung mit 13 Jahren und einem nicht ganz ausgewachsenen Gehirn gespielt hat. Die neuen Rätsel variieren sehr anschaulich zwischen verschiedenen Logik-, Schau- und Kombinationsaufgaben, könnten mehrheitlich genauso in einem Escape Room auftauchen. Schwierigkeiten hatten wir beim Test am ehesten, die grundsätzliche Aufgabe eines Rätsels zu verstehen. Das eine oder andere haben wir versehentlich gelöst, als wir noch herumprobiert haben. Ein paar Lösungswege waren langwierig auszuführen, nachdem man die grundsätzliche Aufgabe längst verstanden hatte.

Raum für Raum

Doch im Kern geht es nicht um die wechselnden Spielereien mit Labyrinthen, Schiebemöbeln, Zahlen und Buchstaben, sondern um ein bisschen Reibung. Die Rätsel sind eine stressfreie Tätigkeit, die man nebenbei erledigt, während man die liebevoll gestalteten Räume des Hauses erkundet. Dazu kann man üppig Münzen einsammeln und gegen Tipps oder komplette Rätsellösungen eintauschen, wenn man mal nicht weiterweiß.

Die Knobeleien strukturieren das Spiel und verhindern, dass man es in allzu wenigen Stunden durchspielt. In jedem Raum des Hauses werden eine Handvoll Rätsel gelöst; sind die neu zugänglichen Räume abgehakt, rückt die Uhrzeit weiter, es gibt die eine oder andere neue Videosequenz, und neue Räume öffnen sich.

Und dann ist der interaktive B-Movie vorbei. Uns hat er durch zwei unterhaltsame Abende geführt, durch ungefähr sieben Stunden Spielzeit. „The 7th Guest Remake“ ist also nicht besonders lang, das war aber das Original auch nicht. Es verzichtet auf stupide Wiederholungen. Und wer die SteamVR-Version besitzt, der kriegt es ohne Aufpreis dazu.

Rosarote VR-Brille

Überhaupt: Wer VR mag, dem kann man die Version empfehlen. Inhaltlich ist sie weitgehend identisch. Das merkt man auch der Version für den flachen Bildschirm an. Einerseits sehen die Räume mit ihrem natürlichen Maßstab überzeugend echt aus, andererseits wirken sie technisch veraltet. Das VR-Original ist auch auf der mobilen Meta-Quest-Brille erschienen, und das trägt womöglich zu den matschigen Texturen der neuen PC-Fassung bei. Das ganze Haus ist vollgeräumt mit Gegenständen, die man in die Hand nehmen und betrachten kann. Viele davon sehen aus der Nähe ganz schön verpixelt aus. Allerdings lernt man beim Spielen auch, nicht alles in die Hand zu nehmen. Wer alle Schubladen aufreißt, findet die eine oder andere Münze, und gelegentlich sucht man bestimmte Gegenstände. Doch hier wird kein Inventar vollgepackt.

Auch die Inszenierung mit frei im Raum herumstehenden Schauspielern erkennt man noch als VR-Idee. Ganz überzeugend ist die technische Lösung nicht, vor allem erkennt man bei dem volumetrischen Video, dass sich Texturen über Polygone spannen. Das sieht dann aber auf eine etwas unheimliche Art wieder nostalgisch aus – es passt zur Neuinszenierung eines altmodischen Schauerspiels.

Fazit: Rätseln bis zur Geisterstunde

„The 7th Guest Remake“ ist kein Meisterwerk für alle, sondern eine smart inszenierte interaktive Geisterbahn mit kleinen Kopfnüssen. Wer gern allein oder zu zweit auf dem Sofa bei Krimis miträt, Escape Rooms oder alte Schauergeschichten mag, der wird von diesem Titel gut unterhalten. Das Vergnügen wird größer, wenn man sich an das Original erinnert. Doch das „7th Guest Remake“ funktioniert auch für sich.

The 7th Guest Remake ist ab dem 04.06. auf Windows und Linux (Steam Deck), Playstation 5 und Xbox Series X/S für 20 Euro erhältlich. Versionen für Nintendo Switch und Switch 2 sollen noch im Laufe des Jahres erscheinen.


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  • 06. Juni 2026 um 08:00

E-Bikes: technische Fortschritte und drohende Regulierung | c’t uplink

Von Heise

Was tut sich bei den Leistungsdaten von E-Bikes – und könnte das künftig zu einer deutlich härteren Regulierung führen?

Die meisten Fahrräder mit elektrischem Antrieb – die Pedelecs – liegen in einer ziemlich praktischen rechtlichen Kategorie: Unter bestimmten und durchaus praxisnahen Voraussetzungen (Tretunterstützung bis 25 km/h, maximal 250 Watt Dauerleistung etc.) sind sie normalen Fahrrädern gleichgestellt. Die Definition ist allerdings löchrig. Parameter wie zulässiges Gesamtgewicht, kurzzeitige Höchstleistung, Mehrspurigkeit und Abmessungen des Gefährts sind bislang kaum bis gar nicht reguliert.

In dieser Folge des c’t uplink geht es um die technischen Entwicklungen und wie Hersteller selbst derzeit versuchen, sich auf Maximalparameter zu einigen – um zu verhindern, dass die Politik irgendwann so hart eingreift, dass sämtliche Pedelecs versicherungspflichtig werden. Außerdem sprechen wir über drei aktuelle Pedelecs, die wir vor Kurzem getestet haben.

Zu Gast im Studio: Robin Brand, Steffen Herget
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer

►Mehr zur Regulierung von E-Bikes sowie den aktuellen Test lesen Sie bei heise+ (€):

- Immer stärkere Motoren: Riskiert die E-Bike-Industrie ihre Regulierung? [8]

- Alltag und Reichweite: E-Bikes mit Antrieb von Bosch, Pinion und Shimano im Test [9]

c't Magazin [10]
c't auf Mastodon [11]
c't auf Instagram [12]
c't auf Facebook [13]
c't auf Bluesky [14]
c’t auf Threads [15]
► c't auf Papier: überall, wo es Zeitschriften gibt!


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  • 06. Juni 2026 um 06:30

ING: Zahlungen mit Wero ab sofort auch in Onlineshops möglich

Von Heise

Die ING ist mit dem Bezahldienst Wero im E-Commerce gestartet. Außerdem soll man Wero künftig auch in Ländern mit anderen nationalen Systemen nutzen können.

Kunden der Direktbank ING können in Onlineshops ab sofort über ihre Smartphones mit dem europäischen Bezahldienst Wero bezahlen. Bisher waren Nutzer der ING-App auf die P2P-Funktion von Wero [1] beschränkt. Darüber können sie im privaten Rahmen mithilfe einer verknüpften Handynummer oder eine Mailadresse Geld an andere Wero-Nutzer schicken und von diesen empfangen. Das Geld fließt dabei über eine SEPA-Echtzeitüberweisung [2].

Mit dem Schritt gesellt sich die ING zu weiteren Kreditinstituten wie den Sparkassen, den Volks- und Raiffeisenbanken und einer Reihe anderen Genossenschaftsbanken sowie der Postbank und der Deutschen Bank [3]. Mit einem Girokonto bei diesen Geldhäusern ist es schon seit einigen Monaten möglich, Einkäufe über den Desktop- oder Mobilbrowser oder in Shopping-Apps per Smartphone zu bezahlen – vorausgesetzt, der Shop bietet Wero als Bezahlmethode an.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft European Payments Initiative (EPI), einem Konsortium aus deutschen, französischen, belgischen und niederländischen Banken und Sparkassen, tun das derzeit 600 Händler in Deutschland und Belgien. Dazu zählen der Veranstaltungskarten-Dienstleister Eventim [4] oder der Globus-Baumarkt. Kunden sind bei Wero-Zahlungen grundsätzlich durch einen Käuferschutz [5] abgesichert.

Ausbaupläne

Weitere große Handelsketten wie Lidl, Mediamarkt, Rossmann, Cewe, Decathlon oder Hornbach bereiten den Start ebenso vor wie viele kleine Shops. Bis Ende 2026 soll der E-Commerce mit Wero außerdem bei vielen französischen und ersten niederländischen Händlern Einzug halten. Zudem ist Wero für Ladenkassen angekündigt, mit statischen QR-Codes schließt dies auch Hofläden oder gewerbliche Flohmarkthändler ein. Die Funktionalität von Wero soll dabei durch Zahlungen für Abos, die optionale Einbindung von Bonuspunkteprogrammen sowie „Später bezahlen“ erweitert werden.

In Deutschland wollen außerdem weitere Banken Wero anbieten, wie bisher teils in ihren eigenen Banking-Apps, teils in der eigenen Wero-App. Erstere nutzen neben der ING die Sparkassen, die Genossenschaftsbanken sowie Revolut, letztere die Postbank und die Deutsche Bank.

Im Browser am PC zahlt man in Onlineshops einfach über einen QR-Code, den man mit der Wero- oder Banking-App auf dem Smartphone abscannt und dann die Zahlung freigibt. Shoppt man auf dem Smartphone, wird man direkt zur Freigabe in die jeweilige App geleitet.

Bereits angekündigt haben sich die Smartphonebank N26 [7], Commerzbank und Comdirect [8] sowie die Consorsbank. Erwartet wird außerdem die Targobank, eine Tochter der französischen Crédit Mutuel, die zu den Gesellschaftern von EPI gehört. Überdies wollen erste österreichische Banken bei Wero einsteigen, offiziell bekannt ist das bislang von der Raiffeisen Bank.

Interoperabilität mit anderen europäischen Systemen

Parallel gab die EPI auf der Fachveranstaltung Money 20/20 in Amsterdam bekannt, gemeinsam mit den Betreibern mehrerer nationaler Mobilbezahlsysteme ein gemeinsames Unternehmen gründen zu wollen. Daran beteiligen sich neben der EPI mit Wero derzeit auch das portugiesische SIBS mit MB Way, das spanische Bizum, das italienische Bancomat Pay sowie das dänisch-norwegische Vipps-MobilePay, das auch in Schweden, Finnland und Grönland aktiv ist.

Kern der Vereinbarung ist der Aufbau eines Hubs, an das die einzelnen Bezahlarten angeschlossen werden. Darüber sollen die derzeit 135 Millionen Nutzer dieser Bezahldienste künftig bei allen Händlern bezahlen können, deren nationales System an das Hub angeschlossen ist. Polens Blik hat außerdem in Aussicht gestellt, sich an dem Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen. Über das Hub soll Geld wie bei Wero in Echtzeit direkt von Konto zu Konto fließen, Umwege wie bei PayPal [9] oder Zeitverzögerungen wie bei Kartenzahlungen entfallen.

Ziel der hinter den beteiligten Diensten stehenden Banken ist es, eine möglichst große Nutzerzahl zu erreichen. Die Kreditinstitute versprechen sich sowohl einen besseren Wettbewerb und niedrigere Preise für Händler auf dem Bezahlmarkt als auch mehr Unabhängigkeit von außereuropäischen Bezahldiensten.


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  1. https://www.heise.de/news/Bezahlen-in-Echtzeit-ING-fuehrt-Paypal-Konkurrent-Wero-ein-10519658.html
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  3. https://www.heise.de/news/Deutsche-Bank-springt-auf-Wero-Zug-auf-11118309.html
  4. https://www.heise.de/news/Bezahldienst-Wero-begrenzt-fuer-Online-Shopping-verfuegbar-11067421.html
  5. https://www.heise.de/hintergrund/Wero-in-ersten-Onlineshops-Ueberblick-und-Hintergrund-11077850.html
  6. https://www.heise.de/ct
  7. https://www.heise.de/news/Europaeische-PayPal-Alternative-Auch-N26-schliesst-sich-Wero-an-11103289.html
  8. https://www.heise.de/news/Commerzbank-schliesst-sich-europaeischer-Bezahl-App-Wero-an-11173116.html
  9. https://www.heise.de/news/Handel-Bargeld-verliert-an-Boden-PayPal-bleibt-online-dominant-11284703.html
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heise+ | Datensammler: Fitnesstracker Google Fitbit Air im Test

Von Heise

Wer das neue Fitnessarmband von Google trägt, bekommt ein gutes Selbstbild über die eigene Gesundheit. Anders als bei Whoop ist kein Abonnement notwendig.

Fitter werden, gesünder leben und besser schlafen – dabei sollen displaylose Tracker helfen, die man rund um die Uhr am Arm trägt. Google steigt mit dem Fitbit Air in dieses Segment ein, dessen prominentester Vertreter Whoop heißt. Googles Modell kostet 100 Euro, und anders als Whoop ist ein Abo nicht zwingend erforderlich.

Der kleine Tracker ist federleicht: Ohne Armband wiegt er nur fünf Gramm, und selbst ins Band eingeklipst sind es nur 12 Gramm. Das mitgelieferte Stoffband mit Klettverschluss trägt sich angenehm und ist stufenlos an den Armumfang anpassbar. Wer regelmäßig mit dem Fitbit Air trainiert, sollte aber über ein zusätzliches Silikonarmband nachdenken, denn der Stoff dürfte durch den Schweiß mit der Zeit speckig werden, selbst wenn er schnell trocknet. Alternative Armbänder lässt sich Google teuer bezahlen, sie kosten zwischen 45 und 60 Euro.

Eingerichtet, gesteuert und bedient wird das Armband über die überarbeitete Google-Health-App, die es für Android (Download) [8] [8] und iOS (Download) [9] [9] gibt. Sie ersetzt die bisherige Fitbit-App. Warum Google den Markennamen bei der Hardware beibehält, bei der App aber verschwinden lässt, bleibt rätselhaft.


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  1. https://www.heise.de/tests/Datensammler-Fitnesstracker-Google-Fitbit-Air-im-Test-11307603.html
  2. https://www.heise.de/ratgeber/Wie-virtuelle-Radtouren-Senioren-am-Heimtrainer-zu-mehr-Bewegung-animieren-11176343.html
  3. https://www.heise.de/tests/Apple-Watch-als-Whoop-Ersatz-Gesundheits-Apps-fuer-Fitness-und-Erholung-11199866.html
  4. https://www.heise.de/tests/Peloton-Bike-mit-KI-Unterstuetzung-im-Test-11170384.html
  5. https://www.heise.de/tests/Kraftseilakt-Gym-Monster-2-das-Fitnessstudio-fuer-zu-Hause-11091276.html
  6. https://www.heise.de/ratgeber/Besser-Essen-mit-KI-Unterstuetzung-beim-Abnehmen-und-gesunder-Ernaehrung-11131690.html
  7. https://www.heise.de/ratgeber/Erfahrungsbericht-zum-Abnehmen-mit-smarten-Gadgets-Wie-Technik-helfen-kann-10456609.html
  8. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.fitbit.FitbitMobile&hl=en_US
  9. https://apps.apple.com/de/app/google-health-fitbit/id462638897

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  • 05. Juni 2026 um 13:00

Das Beste von der größten "Computer"-Messe

Von Heise

Was ist da los auf der Computex? c't 3003 hat den KI-Sirenengesängen widerstanden und fasst rational die Messe zusammen.

Trotz der allgegenwärtigen KI-Massenpsychose gab es auf der Computex natürlich auch Produkte ohne KI. c’t 3003 hat die interessantesten herausgesucht.

Transkript des Videos

(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guckt mal hier, ich bin hier auf der Computex in Taiwan und was ich überhaupt nicht verstehe: Hier gibt es überhaupt nichts zum Thema KI! Scherz, es ist geradezu absurd, wie viel KI-Zeug einem hier begegnet. Das ist fast wie eine Karikatur. Ich wäre mir nicht mehr sicher, ob es überhaupt einen einzigen Stand gibt, wo nicht irgendwo AI dransteht. Und wie das eben so ist mit solchen Überhypes: Alle denken, sie müssen mitmachen. Wie hier zum Beispiel, der erste agentische Monitor. Ja, puh, ich habe zwischendurch wirklich laut lachen müssen – zeige ich euch gleich.

Tatsächlich hat man hier auf der Computex manchmal das Gefühl, als würde man direkt in ein KI-Rechenzentrum reingehen. Was ja auch Sinn ergibt, denn alle Firmen wollen da offenbar auch rein, also in das KI-Server-Business, weil gerade absurd viel Geld in den Bau von KI-Rechenzentren fließt. Dann werden die PC-Komponenten für Nicht-Rechenzentrum-Produkte knapp und teuer, vor allem Speicher. Weshalb immer weniger Privatleute PCs kaufen – ein Teufelskreis. Und hier auf der Computex sieht man nun, wie alle versuchen, um das KI-Ramageddon drumherum zu arbeiten. Wie kreativ die Branche das macht, seht ihr in diesem Video und außerdem auch noch ein paar andere sehr interessante Produkte hier auf der Computex. Bleibt dran.

Liebe Hackerinnen, liebe Internetsurfer, herzlich willkommen hier bei...

Ja, die Computex in Taiwan nannte sich ja mal die größte Computermesse der Welt. Ruhe in Frieden, CeBIT. Aber wenn man heute auf die Website geht, dann steht da gar nichts von Computern. Also, nur noch hinter AI steht „AI and Computing“. Und sonst steht da nur, Computex ist die führende globale Messe, fokussiert auf AIoT and Startups. AIoT, hä? Artificial Intelligence of Things. Ganz ehrlich, das habe ich vorher noch nie gehört. Aber okay, liegt vielleicht an mir. Egal, rein hier in die Computex zusammen mit meinen ganzen heise-Kolleginnen und Kollegen. Wir sind hier nämlich dieses Jahr mit einem riesigen Team aufgeschlagen. Nice!

Notebooks mit 8 GByte RAM

Für mich war auf jeden Fall die größte Überraschung, dass es hier große Notebook-Neuvorstellungen gab, die tatsächlich standardmäßig mit 8 GB RAM in den Handel kommen. Noch vor einem Jahr gab es 8 GB nur in der absoluten Billig-Klasse für weniger als 100 Euro. Ab der Mittelklasse waren 16 GB Standard. Und nun gibt es das Acer Swift Air 14, das kommt in Europa für 800 Euro und zwar ausschließlich mit 8 GB, weil um die Preise niedrig zu halten, wird die Hauptplatine in hohen Stückzahlen nur in einer Konfiguration gefertigt, eben mit aufgelöteten 8 GB. So ist halt die Realität, kann man Acer jetzt auch nicht vorwerfen, die Firmen müssen um das KI-Ramageddon halt herum improvisieren. Auch Apple, die ja ihr offenbar ziemlich erfolgreiches MacBook Neo auch mit 8 GB für 700 Euro anbieten. Und Acer will da ziemlich offensichtlich in dieser MacBook-Neo-Zielgruppe wildern, das sieht man auch an der Werbung, die ja schon ein bisschen an Apple erinnert.

Fühlt sich auf jeden Fall wertig an, also mit Alu-Gehäuse und so, aber das Acer Swift Air 14 kostet 100 Euro mehr als das Neo, dafür gibt's aber einen Inch mehr Display-Diagonale, es gibt bessere Anschlüsse, nämlich zweimal USB-C mit vollem Thunderbolt 4 und einer USB-A-Buchse. Beim MacBook Neo gibt es nur zweimal USB-C mit jeweils USB 3 und USB 2, also sehr abgespeckt. Und das Acer-Display macht 120 Hertz, bei Apple gibt es nur 60. Das Problem ist nur: 8 GB unter Windows 11 und unter macOS fühlen sich möglicherweise dann doch anders an. Also, wenn ihr viele Tabs im Browser offen habt, dann werden beide Betriebssysteme mit so wenig Speicher in die Knie gehen. Aber generell würde ich dann doch sagen, dass Windows 11 Stand heute mit 8 GB weniger gut zurechtkommt als macOS.

Auch Dell zeigt mit dem XPS 13 einen MacBook-Neo-Konkurrenten. Das hat auch ein Alu-Gehäuse, kostet wohl auch 800 Euro in Europa mit 8 GB RAM, hat aber auch zumindest 120 Hz und sogar eine beleuchtete Tastatur. Trotzdem, kurze c't 3003-Empfehlung: Kauft euch keinen Computer mit 8 GB RAM. Wenn ihr nicht so viel Geld ausgeben könnt oder wollt, dann nehmt lieber was Gebrauchtes.

Handhelds und RTX Spark

Ja, und neue PC-Handhelds gab es auch, zum Beispiel das Asus ROG Ally X20 mit fettem 7,4-Zoll-OLED-Display und AMD Ryzen AI Z2 Extreme oder das MSI Claw 8 EX AI+ – kurzer Einschub, ohne AI geht es nicht, auch in den Typbezeichnungen – mit dem Intel-Konkurrenten Arc G3 und 9-Zoll-LC-Display. Das sind eigentlich interessante Geräte, finde ich, aber weil da eben so viel RAM drin ist, also 24 bzw. sogar 32 GB, werden die Teile voraussichtlich so teuer werden, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sich viele Menschen so etwas zulegen werden. Ja, ist leider so.

Das Gleiche gilt auch für die auf jeden Fall meistdiskutierten Computer auf der Computex, nämlich die ersten Notebooks mit Nvidia-CPU und -GPU, den RTX-Spark-Rechnern. Also das mit den Preisen ist eine Prognose von uns, weil es gab so gut wie keine Infos zu den Teilen bislang, obwohl wirklich jeder relevante Notebook-Hersteller so ein Teil angekündigt hat und die auch schon im Herbst kommen sollen. Mein c't-Kollege Florian hat auf der Messe zumindest ein bisschen mehr herausgefunden, als die Hersteller sagen wollten. Zum Beispiel, dass er davon ausgeht, dass der große Nvidia-Notebook-Chip Codename N1X um die 45 bis 85 Watt verheizen darf. Das Kühlsystem im Microsoft Surface Laptop Ultra mit dem N1X ist sogar auf 110 Watt ausgelegt. Es wird aber auch eine abgespeckte Version des ATX Spark Chips geben, der heißt dann N1, also ohne X. Der wird sich so im Bereich 18 bis 45 Watt tummeln.

Und die große Frage ist jetzt natürlich: Wie wird die Akkulaufzeit? Weil die quasi Desktop-Version des RTX Spark, also der DGX Spark, den haben wir schon getestet, und da haben wir damals im Leerlauf schon 20 Watt gemessen. Das wird also auf jeden Fall interessant.

Tandem-OLEDs (matt!)

Apropos interessant: Ich fand die schönen OLED-Monitore, die man hier wirklich an jeder Ecke sehen kann, bemerkenswert. Das Besondere ist, dass die nicht mehr wie noch in der Vergangenheit nur in recht dunkler Umgebung gut aussehen, sondern dass sie helligkeitsmäßig richtig reinballern. Tandem ist das Stichwort. Das bedeutet, dass zwei oder sogar mehr organische Leuchtschichten übereinander liegen und so mehr Helligkeit bringen. Laut den Herstellern sinkt damit auch das Einbrennen-Risiko, was ja bei OLED immer ein Thema ist. Zwei Hersteller bauen diese OLED-Panels, nämlich einmal Samsung – da heißen die QD-OLED, also Quantum Dots OLED – und einmal LG. Was auch neu ist: Es gibt OLED-Monitore jetzt in sehr, sehr vielen Größenklassen. Das war in der Vergangenheit ja noch ziemlich begrenzt.

Kurios fand ich zum Beispiel den ROG Strix OLED XG259QWPG, der als eSports-Monitor vermarktet wird, mit 24,5 Zoll für OLED sehr klein ist und tatsächlich nur 1080p Auflösung zeigt, dafür aber 540 Hertz hat. Was mich bei OLEDs immer ein bisschen genervt hat: Die haben immer gespiegelt. MSI hatte jetzt aber auf der Computex so ein Apple-Studio-Display-mäßiges Gerät am Start – mit OLED, 27 Zoll, 4K, 120 Hertz und mattiert. Der Preisbereich wird wohl so um die 650 Euro sein.

Der KI-Drache

Ich habe ja am Anfang von unnützen KI-Funktionen geredet. MSI hat tatsächlich den ersten agentischen KI-QD-OLED-Monitor der Welt am Start. Der Punkt ist, dass man da halt einen PC anschließen kann, auf dem OpenClaw beziehungsweise die von MSI angepasste Variante namens Lucky Claw läuft. Und der kann dann Parameter des Monitors ändern. Also, statt den Knopf für die Helligkeit zu drücken, kann ich meinem Claw-Assistenten texten: „Mach mal Helligkeit höher“ – oder per Sprache halt. Ich sage mal, das macht mein Leben jetzt nicht unbedingt besser.

MSI hatte mit dem MEG Vision X2 AI+ auch direkt einen Komplett-PC am Start, auf dem LuckyClaw nicht nur vorinstalliert ist, sondern wo auch im Gehäuse so ein Display eingebaut ist, wo dann so ein animiertes Hologramm – also LC-Display – mit diesem MSI-Drachen. Und mit dem kann man dann auch sprechen. Konkret hatten die das auf der Computex so eingestellt, dass OpenClaw mit dem chinesischen Cloud-KI-Modell Minimax lief und die Sprachausgabe über 11 Labs. Und bei der Stimme, da hat MSI also, ich sage mal, nicht unbedingt die entspannteste Variante ausgesucht.

Keno: Warum sprichst du denn nicht immer so laut?

MSI-LuckyClaw-Drachenfigur (sehr laut und aufgeregt): Hallo, alles klar bei mir? Danke der Nachfrage, warum ich nicht laut spreche, das ist einfach mein Stil. Freundlich und zugänglich. Ich will dir helfen, nicht dich überfahren. Klar und pragmatisch. Ich bringe es auf den Punkt, ohne drumherum. Positiv und unterstützend. Egal ob Gaming-Laptop oder Business-PC, ich bin auf deiner Seite. Professionell. Ich bin zwar ein KI-Assistent, aber ich soll trotzdem menschlich rüberkommen. Lautstärke ist nicht mein Ding. Lieber bin ich der ruhige, verlässliche Typ, der dir bei MSI-Produkten ehrlich weiterhilft. Gibt's was Bestimmtes, wobei ich dir helfen kann? Ob Technikfrage, Produktempfehlung oder einfach ein bisschen Smalltalk. Ich bin hier.

Und generell: Man sollte eine sowieso potenziell gefährliche Software wie OpenClaw, die nahezu täglich Sicherheitsupdates bekommt, vielleicht nicht in einer Variante eines anderen Herstellers verwenden, bei der die Updates nicht zeitgleich durchgereicht werden. Wäre jetzt meine Einschätzung. Aber der Drache ist natürlich ganz niedlich. Was meint ihr? Gerne in die Kommentare schreiben. Mehr über die Computex gibt es übrigens auch bei unserem 4004-Podcast, auch hier auf dem Channel und überall, wo es Podcasts gibt. Tschüss!

c't 3003 [1] ist der YouTube-Channel von c't. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


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  • 05. Juni 2026 um 08:52

NAS mit ARM-Chips von Qualcomm: Radxa DragonBay und DragonStation mit "Fygo OS"

Von Heise

Der für Einplatinencomputer bekannte chinesische Hersteller Radxa kündigt NAS-Komplettgeräte mit ARM-Prozessoren von Qualcomm an.

Der Hersteller Radxa aus Shenzhen baut zwei kompakte Netzwerkspeicher (NAS) mit ARM-Prozessoren von Qualcomm. In die flache DragonStation mit 10-Gigabit-Ethernet passen sechs M.2-SSDs. Das NAS DragonBay hat hingegen nur 2,5-Gigabit-Ethernet und vier Einbauschächte für 3,5-Zoll-Festplatten sowie zwei M.2-SSDs als Cache.

Auf der Radxa-Website gibt es noch keine detaillierten Informationen zu den beiden NAS. Laut Radxa-Chef Tom Cubie sollen sie aber bald folgen.

Laut Informationen aus dem Discord-Kanal von Radxa steckt in der DragonBay der Qualcomm SC8280XP, also der 2021 für Notebooks angekündigte Snapdragon 8cx Gen3 [1].

Auf den Einplatinencomputer Dragon Q6A lötet Radxa hingegen den Qualcomm Dragonwing QCS6490.

Ein Nachteil des Smartphone- beziehungsweise Embedded-Prozessors ist der fest aufgelötete LPDDR4-Arbeitsspeicher, der sich nicht erweitern lässt. Vorteile sind hohe Effizienz und niedrige Leistungsaufnahme im Leerlauf.

Als Betriebssystem soll „Fygo OS“ zum Einsatz kommen. Dabei kooperiert Radxa mit der chinesischen NAS-Distribution FnOS [2] (FeiNiu, 飞牛) ; der Name bedeutet anscheinend „fliegender Ochse“.


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  1. https://www.heise.de/news/Qualcomm-Snapdragon-8cx-Gen-3-Erste-5-Nanometer-Plattform-fuer-PCs-6281673.html
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  • 04. Juni 2026 um 16:26

Android Canary: Google testet umfangreiches Farb-Theming

Von Heise
Android Canary Juni 2026 auf Pixel 8 Pro in Hand

Android Canary: Juni-Update erweitert Theming-Möglichkeiten.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Google hat eine neue Android-Canary-Version veröffentlicht. Sie bringt erweiterte Farb-Theming-Optionen und das „Screen Reactions“-Feature für Screencasts.

Google hat die Juni-Version des „Entwicklerspielplatzes“ Android Canary veröffentlicht. Die neue experimentelle Android-Version enthält unter anderem ein umfangreich erweiterbares dynamisches Farb-Theming, das für Android 17 [1] angekündigte „Screen Reactions“-Feature [2] und mehr Transparenz.

Mehr Anpassungsmöglichkeiten

Seit einigen Android-Iterationen erweitert Google kontinuierlich die Möglichkeiten der Individualisierung des Erscheinungsbildes des Betriebssystems. Das System passt sich etwa seit Android 12 [3] und neuer farblich an den Bildschirmhintergrund an, wobei Nutzerinnen und Nutzer in den Einstellungen ein wenig nachbessern können. Dieses Theming erhält mit einer künftigen Android-Version offenbar ein großes Update. Hierfür testet Google in der aktuellen Canary-Version neue Funktionen.

Screenshots: Android Canary Juni-Build zeigen neue Theming-Optionen
Screenshots: Android Canary Juni-Build zeigen neue Theming-Optionen

Android Canary: Der Juni-Build bringt neue, experimentelle Theming-Optionen.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Wie Googler Mishaal Rahman auf X [4] zeigt, befindet sich in den Einstellungen „Hintergrund und Stil“ bei der Farbauswahl nun neben vorgeschlagenen Farboptionen erweiterte Einstellungsmöglichkeiten: Ein Druck auf die vorgeschlagenen Farboptionen öffnet ein Auswahlwerkzeug, um zwischen Farbnuancen „Neutral“, „Weich“, „Hell“ und „Fett“ zu wählen. Überdies befindet sich ein Farbpaletten-Symbol rechts im Menü, das einen Schieberegler für eine erweiterte Farbauswahl öffnet.

Was noch?

Abseits des Updates der Theming-Optionen enthält die neue Canary die für Android 17 angekündigte „Screen Reactions“-Funktion. Mit dieser können Kreative sich selbst und den Smartphonebildschirm gleichzeitig aufnehmen. Die Einstellungen hierfür befinden sich in der Bildschirmaufnahmefunktion. Hier wählt man „Gesamter Bildschirm“ aus, schon zeigen sich im Dialogfenster weitere Optionen wie „Selfie-Kamera anzeigen“ und „Berührungen anzeigen“.

Screenshots: Android Canary Sreen Reactions
Screenshots: Android Canary Sreen Reactions

Die Funktion „Screen Reactions“ soll laut Google mit Android 17 erscheinen.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Neben dem Starten-Knopf oben auf dem Bildschirm erscheint ein Farbpaletten-Symbol, mit dem Nutzerinnen und Nutzer die Farbe des Selfie-Hintergrunds auswählen können. Standardmäßig ist er transparent.

Screenshots Android Canary Juni Keyboard-Kachel in den Schnelleinstellungen
Screenshots Android Canary Juni Keyboard-Kachel in den Schnelleinstellungen

Android Canary: Das Juni-Update bringt Keyboard-Kachel in die Schnelleinstellungen

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Neu, aber eher ein kleines Detail ist, dass Nutzer nun eine Keyboard-Kachel in den Schnelleinstellungen einfügen können. Hierüber kann man schnell zwischen Text- und Spracheingabe wechseln. Das ist letztlich aber eigentlich auch direkt über ein Mikrofon-Symbol in der Gboard-App möglich. Zudem erweitert Google seit der Mai-Version kontinuierlich die Unschärfeeffekte: Im Juni-Release sind sie nun auf den Sperrbildschirm und die Fingerabdrucktaste gewandert.

Experimentell

Die Canary-Version mit der Buildnummer ZP11.260515.009 mit dem Sicherheitspatch vom Mai 2026 steht für das Pixel 6 und neuer sowie die Pixel-Foldables und das Pixel Tablet zum Ausprobieren bereit. Google macht darauf aufmerksam, dass die Canary-Builds hochexperimentell und nicht für den Alltagseinsatz gedacht sind. Allzu lange dürften Pixel-Nutzer nicht auf die neuen Funktionen warten müssen. In den vergangenen Monaten fielen zahlreiche zuerst im Canary-Channel gezeigten Features wenige Tage später in die Android-17-Beta. Das neue Theming könnte mit dem Update Android 17 QPR1 [5], das im September erwartet wird, veröffentlicht werden.


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  1. https://www.heise.de/thema/Android-17
  2. https://www.heise.de/news/Android-17-Einfacher-Umzug-von-iOS-mehr-AirDrop-und-Tools-fuer-Kreative-11290699.html
  3. https://www.heise.de/news/Android-12-Erstes-Optik-Update-seit-sieben-Jahren-6058672.html
  4. https://x.com/MishaalRahman/status/2062368711026315619
  5. https://www.heise.de/news/Google-veroeffentlicht-zweite-Beta-von-Android-17-QPR1-fuer-Pixel-Geraete-11285067.html
  6. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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  • 04. Juni 2026 um 10:02

Nvidia RTX Spark: Was von der Notebook-CPU und ihrem Ableger N1 zu erwarten ist

Von Heise

Nvidia verrät bislang keine Details zum Notebookprozessor RTX Spark. Wir erfuhren sie dennoch und entdeckten den N1 auf einem Computex-Messestand.

Nvidia-Chef Jensen Huang nutzte seine Keynote-Ansprache zu Beginn der Computermesse Computex in Taiwan unter anderem dafür, den lange erwarteten beziehungsweise verspäteten Notebookprozessor N1X endlich vorzustellen. Viel mehr als den offiziellen Markennamen RTX Spark verriet er aber nicht – Modellvarianten mit zugehörigen Modellnummern sind wie offizielle Angaben zur Abwärme oder andere Eckdaten weiterhin Fehlanzeige.

Die Geheimniskrämerei werten wir als Warnsignal, dass RTX-Spark-Geräte vielleicht doch etwas später erscheinen könnten, als Nvidia verspricht: Huang sprach auf der Bühne von Herbst, unter der Hand nannten uns Notebookhersteller konkreter September oder Oktober als aktuellen Zieltermin. Sämtliche öffentlich auf der Computex ausgestellten Notebooks waren funktionslose Mockups; einzig Nvidia selbst hatte lauffähige Systeme in seinen Räumen. Dort wiederum konnte man zwar laufende Demos begutachten, durfte die Geräte aber nicht selbst bedienen.

6 graue Laptops lehnen an einer Wand
6 graue Laptops lehnen an einer Wand

In der ersten Welle von Notebooks mit Nvidias RTX Spark werden sechs Herstellern vertreten sein, teilweise mit mehr als einem Gerät.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Das Fehlen konkreter technischer Spezifikationen ist auch deshalb verwunderlich, weil Gerüchteköche diese bereits kurz vor der Keynote herumreichten. Und zwar nicht nur für Varianten des N1X, sondern auch vom schwächeren Massenmarktableger N1. Unsere Nachforschungen in Taipei bestätigten diese Gerüchte – und wir entdeckten sogar einen laufenden N1 unter anderem Namen auf dem Messestand eines engen Nvidia-Partners.

Es ist kein Geheimnis, dass der N1X für Windows-Geräte technisch eng verwandt ist mit dem GB10 der Mini-Workstation DGX Spark, die unter Linux läuft: Das sagte Jensen Huang in einer Pressefragerunde selbst. Ihm gefällt der Codename N1X nach eigener Aussage auch weiterhin so gut, dass er ihn gerne weiterbenutzt, obwohl die offizielle Sprachregelung nun eben RTX Spark lautet.

Wie schon beim AMD-Mobilprozessor Ryzen AI 300 Max alias Strix Halo zeigt sich aber, dass Chips in Mini-PCs mehr Energie verheizen dürfen als in Notebooks. Strix Halo läuft in stationären kleinen Workstations mit bis zu 140 Watt, in den damit bestückten Mobilgeräte hingegen eher mit 45 bis 65 Watt. In der Gerüchteküche kursiert für N1X eine zulässige Abwärme von 45 bis 80 Watt, also in derselben Größenordnung.

Spurensuche

Unsere Recherchen auf der Computex stützen das: Zwar wurden keine direkten Fragen zur TDP von N1X beantwortet. Doch die Tatsache, dass viele Notebookhersteller ihren N1X-Notebooks 140-Watt-Netzteile beilegen werden, spricht Bände: Das lässt Luft, um entweder den Akku zu laden oder unter Volldampf noch Reserven für RAM, SDD und Bildschirm zu haben.

Microsoft wurde im Gespräch mit c’t sogar noch präziser: Das Kühlsystem im Surface Laptop Ultra ist auf 110 Watt ausgelegt. Reserven sind üblich, um Fertigungstoleranzen auszugleichen und auch an heißen Tagen noch zuverlässig kühlen zu können – oder schlicht die Lüfter langsamer und somit leiser drehen zu lassen.

Ein Laptop wurde auf die Kante gestellt, die einzelnen Schichten getrennt
Ein Laptop wurde auf die Kante gestellt, die einzelnen Schichten getrennt

So sieht Microsofts Surface Laptop Ultra mit RTX Spark im Schichtmodell aus.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Mit dieser Bestätigung halten wir wiederum die geleakten Specs für glaubwürdig, wonach es N1X notebooktypisch in mehreren Varianten geben wird. Der Vollausbau hat zehn ARM Cortex-X925, zehn Cortex-A725 und 48 GPU-Kerne. Es soll auch eine Variante kommen, die nur je neun CPU-Kerne (also insgesamt 18 statt 20) sowie eine auf 40 GPU-Kerne abgespeckte Blackwell-GPU hat. Über ihr 256-Bit-Speicherinterface adressieren beide zwischen 16 und 128 GByte Arbeitsspeicher.

Spark und Spärkchen

Noch geheimnisvoller sind kleinere Modelle, deren Entwicklung unter dem Codenamen N1 (ohne X) laufen. Dass dieser Codename existiert und mit RTX Spark zusammenhängt, hat Jensen Huang in der Pressefragerunde selbst als Ausblick erwähnte. Er vertröstete dabei allerdings unbestimmt in die Zukunft – also einen Zeitrahmen nach Herbst 2026, in dem N1X-Notebooks starten sollen.

N1 ist nach unseren Informationen eine abgespeckte Variante der Bausteine, die in N1X stecken. Um wieder wie oben AMD zum Vergleich heranzuziehen: Strix Halo (Ryzen AI 300 Max) ist das dicke Gegenstück zu N1X und Strix Point (Ryzen AI 300) die „normale“ Variante, wie N1. Hier wie dort bedeutet dies, dass es ein Speicherinterface mit der üblichen Breite von 128 Bit (für 8 bis 64 GByte RAM) gibt, aber auch kleinere CPU- und GPU-Konfigurationen.

Aufsteller mit Text: "MEDIATEK - Flagship Agentic Al Smart Cockpit Platform - MediaTek Dimensity AX C-XI - Bringing Superintelligence to Next-Gen Vehicles - Ultra-efficient 3nm Process Node - MediaTek & NVIDIA Partnership - Superior Edge Compute and Outstanding Graphics Performance - ARM v9.2 architecture 12-Core CPU @ 530K DMIPS - NVIDIA Blackwell GPU @10.2 TFLOPS (FP32) - NVDLA3 NPU @ 80 TOPS (INT8) - Up to 12 Displays and 24 Cameras - NVIDIA DRIVE OS Architecture Cable 2KXак"
Aufsteller mit Text: "MEDIATEK - Flagship Agentic Al Smart Cockpit Platform - MediaTek Dimensity AX C-XI - Bringing Superintelligence to Next-Gen Vehicles - Ultra-efficient 3nm Process Node - MediaTek & NVIDIA Partnership - Superior Edge Compute and Outstanding Graphics Performance - ARM v9.2 architecture 12-Core CPU @ 530K DMIPS - NVIDIA Blackwell GPU @10.2 TFLOPS (FP32) - NVDLA3 NPU @ 80 TOPS (INT8) - Up to 12 Displays and 24 Cameras - NVIDIA DRIVE OS Architecture Cable 2KXак"

Der Aufsteller zu MediaTeks Standdemo des Automotive-Chips Dimensity AX C-X1 enthält etliche Hinweise, die auf die schwächere RTX-Spark-Variante N1 schließen lassen.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Konkret spricht die Gerüchteküche bei N1 von einer Kombination aus acht Cortex-X925, vier Cortex-A725 und 20 GPU-Kernen. Der GPU-Ausbau klingt dahin stimmig, da es mit GB207 (GeForce RTX 5050) bereits ein Stand-Alone-Gegenstück gibt – und mit GB205 alias GeForce RTX 5070 übrigens auch eines für N1X.

Messebummel

Mit diesem Wissen im Hinterkopf schlenderten wir über das Messegelände und wurden bei MediaTek stutzig: Nvidias Entwicklungspartner, der für GB10 wie auch N1(X) die CPU-Chiplets zuliefert, zeigte dort seinen Automotive-Chip Dimensity AX C-X1, in dem bekanntermaßen GPU-Technik von Nvidia steckt. Interessanterweise sprachen die Aufsteller am Messestand davon, dass der Chip insgesamt zwölf ARM-Kerne besitzt – Zufall?

Wir sagen: „Nein.“ Der Aufsteller nannte zwar keine Details zur Anzahl der GPU-Kerne, wohl aber eine Rohrechenleistung der Blackwell-Grafikeinheit von gut 10 TFlops im Datenformat FP32. Zusammen mit der Abwärme von 90 Watt, die ein MediaTek-Ingenieur am offen zu bestaunenden C-X1-Entwicklerkit verriet, wird per Dreisatz ein Schuh daraus: Da die 48 GPU-Kerne von GB10/N1X bei 140 Watt rund 31 TFlops im Datenformat FP32 liefern, landet man auch ohne konkrete Taktraten bei ziemlich genau 20 GPU-Kernen, die C-X1 haben muss. Daher sind wir uns sicher: C-X1 ist derselbe Chip, den Nvidia später als N1 für RTX-Spark-Notebooks verkaufen will.

Offenes Gehäuse eines Computers mit großem Kühlerkörper
Offenes Gehäuse eines Computers mit großem Kühlerkörper

Unter dem Kühlkörper dieses Entwicklersystems arbeitet MediaTeks Dimensity AX C-X1, der später dann als N1 auch in Notebooks zum Einsatz kommen wird.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Performance

Das Aber: N1 ist unseren Informationen nach nicht wie N1X für starke Mobilrechner, sondern für günstige Notebooks im Massenmarkt gedacht. Mit diesem Zielbild ergibt es wenig Sinn, 90 Watt zu verheizen. In der Gerüchteküche macht für N1 ein Abwärmebereich zwischen 18 und 45 Watt die Runde, was plausibel erscheint. Damit ist wiederum klar, dass N1 nicht die 3D-Leistung der oben genannten GeForce RTX 5050 erreichen wird, sondern viel weniger – auch wegen des langsameren LPDDR5X-RAM statt GDDR7. Gleiches gilt für N1X respektive GeForce RTX 5070: Diese Desktopgrafikkarten verheizen alleine 130 respektive 250 Watt.

Motherboard mit Prozessor
Motherboard mit Prozessor

Notebook-Hauptplatine mit Nvidias N1X alias RTX Spark

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Ins Gefüge passt auch der vom MediaTek-Ingenieur genannte Zeitplan: Es werde hart daran gearbeitet, die Massenproduktion von C-X1 bis zum Jahresende zu starten, weil 2027 ein chinesisches Elektroauto mit diesem Chip auf den Markt kommen soll. Das deckt sich mit der Aussage Jensen Huangs, wonach es mit N1 noch etwas länger dauern würde. Und auch damit, dass alle bislang enthüllten und für Herbst avisierten Spark-Notebooks den stärkeren N1X nutzen – auch 14-Zöller wie das ProArt P14 von Asus und HPs OmniBook X 14.

Asus und HP gaben auf Nachfrage zu Protokoll, dass die beiden Geräte dieselbe Performance abliefern werden wie die größeren 15- und 16-Zöller, die sie selbst beziehungsweise andere Anbieter in Arbeit haben. Ob das stimmt, wird sich zeigen – aber Apple geht beim MacBook Pro ja schon seit Jahren mit exakt demselben Versprechen ins Rennen.

Akkulaufzeit mit Fragezeichen

Ebenfalls bleibt vorerst offen, ob RTX-Spark-Notebooks dieselben langen Akkulaufzeiten erreichen werden, die Qualcomm mit dem Snapdragon X im Notebookmarkt etabliert hat und die inzwischen auch mit Intel-Notebooks (Lunar Lake, Panther Lake) möglich sind. Die über 20 Watt, die sich Nvidias Mini-PC DGX Spark in unserem Test bereits im Leerlauf genehmigt hat, wären bei Notebooks ein Unding.

Zwei Notebooks in ihre Schichten zerteilt
Zwei Notebooks in ihre Schichten zerteilt

Asus zeigt das Innenleben seiner beiden N1X-Notebooks ProArt P14 und ProArt P16.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

In der Zwischenzeit hat Nvidia allerdings bei DGX Spark fleißig an der Firmware geschraubt und verspricht für RTX-Spark-Notebooks zudem ebenfalls genug Akkulaufzeit für einen ganzen Tag. Konkrete Zahlen hinsichtlich Netzteilunabhängigkeit waren keinem der Hersteller, die bereits Notebooks vorgestellt haben, zu entlocken – nicht unbedingt, weil sie noch nichts sagen wollten oder durften (das sicherlich auch), sondern weil es noch zu früh vor dem Marktstart ist und die Entwickler mitunter noch mit der Axt feilen.

Mehr KI-Leistung für Windows

Mit dem Markteintritt Nvidias gibt es nun nicht nur einen neuen Konkurrenten für die x86-Prozessoren von AMD und Intel, sondern vor allem einen weiteren Mitspieler in der ARM-Welt. Der wird Qualcomm vor allen an zwei Schwachstellen zusetzen. Die erste, nämlich Kompatibilität zu Linux, war Qualcomm bislang gleichgültig, während Nvidia dort längst zuhause ist – siehe DGX Spark.

Gravierender dürfte sein, dass Nvidia auch mit seiner Gaming-Macht in den Markt drückt. In Taipei liefen auf Prototypen bereits etliche aktuelle Spiele – mal nativ und mal über den in Windows enthaltenen Prism-Emulator, aber immer performant. Mehr noch: Nvidia wirft viele Vorteile von häufigen Treiberupdates bis zu Exklusivfeatures wie DLSS 4 (und ab August DLSS 4.5) in die Waagschale – da kann Qualcomm nicht mithalten.

Notebooks an einem Messestand, an der Wand ein Schild "RTX Spark"
Notebooks an einem Messestand, an der Wand ein Schild "RTX Spark"

Nvidia ließ auf Vorseriengeräten des Surface Laptop Ultra verschiedene Spiele laufen.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Und dann wäre da noch das allesbeherrschende Thema KI: Microsoft hat dieser Tage auf seiner Entwicklerkonferenz Build angekündigt, Windows KI-Agenten angedeihen zu lassen. Anders als bei OpenClaw, wo schon die Installation zum Showstopper werden kann, wird es unter Windows abgeschottete Sandboxen geben, in die man – ganz ohne Installation – fertige Container einklinken und nutzen kann.

Das seit 2024 praktizierte Spielchen, dass neue Funktionen zunächst in Windows on ARM nutzbar sind und erst später in die x86-Welt überschwappen, wird sich dabei wohl wiederholen: MediaTeks Messeaufsteller verrät, dass C-X1 eine NPU mit bis zu 80 Tops hat. Uns wurde aus Herstellerkreisen bestätigt, dass das auch für beide RTX-Spark-Ableger (N1X und N1) gelten wird.

Die NPU von Qualcomms Snapdragon X2 Elite schafft ebenfalls diese Leistung, während die versammelte x86-Welt bei maximal 60 Tops liegt – und oftmals bei kaum mehr als den 40 Tops, die Microsoft bislang für Copilot+ vorgeschrieben hat. Notebooks mit RTX Spark laufen wie jene mit Snapdragon X2 unter der abgesonderten Windows-Version 26H1 (Build 28000.xxxx). Daher ist es alles andere als unwahrscheinlich, das der nächste KI-Schritt für Windows nur dort erfolgt und die x86-Welt erneut das Nachsehen haben wird.


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