FreshRSS

🔒
❌ Über FreshRSS
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Vor vorgesternMake ff.org

Starker RISC-V-Mikrocontroller: Espressifs ESP32-S31 geht in Serie

Von Heise
ESP32 vor weiß-grauem HIntergrund

(Bild: Espressif)

Wi-Fi 6, Zigbee, Thread, Bluetooth und Ethernet auf einem Chip: Espressifs ESP32-S31 richtet sich an anspruchsvollere IoT- und Maker-Projekte.

Espressif hat den ESP32-S31 in die Serienproduktion geschickt. Damit gelangt ein weiterer ESP32 in Maker-Hände. Espressif setzt hier auf zwei 32-Bit-RISC-V-Kerne mit bis zu 320 MHz Taktfrequenz. Einer der Kerne besitzt einen 128 Bit breiten Datenpfad, kann also größere Datenmengen auf einmal verarbeiten. Auch mit SIMD-Befehlen kann er umgehen, also dieselbe Rechenoperation gleichzeitig auf mehrere Daten anwenden. Dazu kommen 512 KByte SRAM und ein 40-MHz-Koprozessor.

Interessant wird der Chip vor allem bei der Konnektivität. Der ESP32-S31 [1] kombiniert 2,4-GHz-Wi-Fi-6, Bluetooth 5.4 inklusive Low Energy Audio und Bluetooth Classic sowie IEEE 802.15.4 für Zigbee und Thread. Matter wird sowohl über WLAN als auch Thread unterstützt. Zusätzlich integriert der ESP32-S31 einen Gigabit-Ethernet-Controller für 10/100/1000 Mbit/s, benötigt für die Netzwerkverbindung aber weiterhin einen externen PHY (Physical Layer, der die digitalen Ethernet-Daten in elektrische Signale für das Netzwerkkabel umsetzt und umgekehrt). Wer bisher für ein Smart-Home-Gateway mehrere Funkmodule und einen separaten Ethernet-Baustein eingeplant hat, kann die Einkaufsliste also etwas kürzen.

Viele Funktionen integriert

Auch für Displays, Kameras und Audio legt Espressif nach. Der Chip integriert einen Digital Video Port (DVP) für Kameras, kann mehrere Displays gleichzeitig ansteuern, mit bis zu 14 kapazitiven Touch-Kanälen umgehen, JPEG-Dateien in Hardware enkodieren und 2D-Grafik darstellen. Zwei I2S-Controller und eine hardwarebasierte Synchronisation für Bluetooth-Audio zielen auf Lautsprecher, Bedienpanels und Sprachgeräte. Dazu kommen USB 2.0 High-Speed OTG, CAN FD, SD/MMC, SPI, I2C, UART, PWM, A/D-Wandler und weitere klassische Mikrocontroller-Peripherie. Ein CORDIC-Hardwarebeschleuniger ist ebenfalls dabei; er berechnet Funktionen wie Sinus, Kosinus oder Wurzeln besonders effizient. Für selbst gebaute Smart-Home-Zentralen, Touch-Displays, Kamera-Projekte oder lokale Sprachinterfaces ist dieser ESP die richtige Wahl.

Für Maker dürfte vor allem das ESP32-S31-WROOM-3-Modul interessant sein. Laut aktuellem Vorab-Datenblatt stehen 54 GPIOs zur Verfügung. Vorgesehen sind Varianten mit 8, 16 oder 32 MByte Flash und 16 MByte PSRAM. Der ESP32-S31 unterstützt grundsätzlich jedoch bis zu 256 MByte externen Flash sowie bis zu 64 MByte PSRAM – die tatsächlich verfügbare Speicherausstattung hängt von der jeweiligen Modulvariante ab. Das Modul misst 22 × 30 × 3,5 mm.

Espressif unterstützt den ESP32-S31 bereits über ESP-IDF sowie unter anderem mit ESP-Matter, ESP-GMF, ESP-BLE-MESH und ESP-BLE-Audio. Nach der ursprünglichen Vorstellung im März hat der Hersteller am 27. Juli die Serienproduktion bekannt gegeben.

Für 5,49 Euro ist der EWSP32-S31-WROOM-3 bereits auf Aliexpress [2] erhältlich.

Wer mehr über das ESP-Universum wissen will, findet alles dazu in unserem Hardware-Kompass [3].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11382965

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.espressif.com/en/products/socs/esp32-s31
  2. https://de.aliexpress.com/item/1005012434557649.html
  3. https://www.heise.de/ratgeber/ESP32-Hardware-Kompass-Welches-Modell-Sie-fuer-Ihr-naechstes-Projekt-benoetigen-10321040.html
  4. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  5. https://www.heise.de/make
  6. mailto:das@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 29. Juli 2026 um 15:20

„The Mermaid Mask“ angespielt: Orient Express trifft auf Monkey Island

Von Heise
Screenshot aus Mermaid Mask

(Bild: SFB Games)

„The Mermaid Mask“ erneuert das Genre der Point-&-Click-Spiele mit viel Witz und Detailliebe. Wozu da noch einen Mörder schnappen?

Mit Point-&-Click-Spielen hat Gaming einst Fahrt aufgenommen, heute sind sie angesichts besserer Technik ein altertümliches Nischenprodukt. Denn wer möchte noch stumpf mit der Maus umherklicken und Objekte aufeinanderziehen, wenn er auch eine riesige Open World erobern oder eine kinoreife Geschichte selbst nachspielen kann? Das kürzlich erschienene „The Mermaid Mask“ präsentiert eine interessante Neuinterpretation, die nicht verpasst werden sollte. Dieser spielbare Kriminalfall wird zwar Sherlock Holmes nicht aus seinem Büro locken, kann aber dank seines erfrischenden und permanent zündenden Humors problemlos mit jeder Netflix-Sitcom mithalten.

We all live in a murder submarine

Mortuga ist nicht nur Kapitän des seltsamsten U-Boots der Welt, er ist vor allem auch eines: tot. Erstochen in einem geschlossenen Raum. Vor einem mysteriösen Kessel. Und das ist bei weitem nicht die einzige Merkwürdigkeit, die auf das Ermittler-Duo Grimoire und Sally wartet. Sie begeben sich auf das putzige wie unheimliche Reisegefährt, um den Mord aufzuklären, den Mörder zu schnappen und das titelgebende Geheimnis rund um die Meerjungfrau-Maske zu lüften.

„The Mermaid Mask“ angespielt (0 Bilder) [1]

[2]

Aber das ist lediglich der Rahmen dieses achtstündigen Fantasy-Trips – im Zentrum steht der unvorhersehbare und clevere Humor, den der britische Entwickler SFB Games seinen Figuren auf die Zunge gelegt hat. In den ersten Minuten mag der Spieler noch meinen, dass er hier ein ganz gewöhnliches Point-&-Click-Adventure [3] spielt. Klick diesen und jenen Gegenstand an, bis das Rätsel gelöst ist und es endlich weitergeht. „The Mermaid Mask“ ist da wie schon die beiden Vorgänger ganz anders: Das Highlight bilden die großartig geschriebenen und vertonten Wortgewitter zwischen den Ermittlern und Verdächtigen, die, wenn sie erst einmal in Gang gebracht worden sind, nicht mehr zu stoppen sind. Zu beachten ist: Es gibt nur eine englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln.

Da ist der exzentrische Schriftsteller, dem der Mordfall ganz gerufen kommt, weil er gerade nach neuem Stoff für seinen nächsten Roman sucht. Oder die quirlige Illusionistin, die sich nicht sicher ist, ob sie das hier alles nur träumt. Oder der junge Filmstar mit Sonnenbrille, der dank seiner welpenhaften Naivität alles für ein tolles Abenteuer hält. Als wäre das Ganze eine Comedy-Stand-up-Show, bei der alle zehn Minuten ein neues Talent auf die Bühne tritt. Grimoire und Sally setzen diesem bunten Haufen wiederum ihre größten Stärken entgegen: Schlagfertigkeit, Sarkasmus und einen Blick für besondere Details. Das Tolle daran: Die Gespräche ufern jedes Mal aus, stellen die wendungsreichen Lebensgeschichten der Charaktere vor, lassen unterschiedliche Sichtweisen aufeinanderprallen und münden in überraschende Situationen, die mehr Fragen als Antworten übrig lassen.

Das Spiel kommt – auch wegen der vielen unterschiedlichen und schön anzusehenden Cartoon-Animationen – so charmant rüber, dass man oft vergisst, dass das hier ein Detektivspiel ist und dass es noch einen Mörder zu fassen gilt. Am Ende möchte man sie doch alle laufen lassen, weil sie alle viel zu sympathisch sind. Zum Glück erinnert „The Mermaid Mask“ den Spieler immer wieder an den eigentlichen Job, indem es ihm regelmäßig ein Rätsel vor die Nase setzt, um die Lachmuskeln zu schonen und den Hirnapparat wieder einzuschalten.

Diese treffen einen guten Sweetspot – sie sind nicht innerhalb einer Minute gelöst, brauchen aber auch keine halbe Stunde. Meistens geht es um das richtige Sortieren von Gegenständen, das Herausfinden eines Codes oder das Entschlüsseln eines Textes. Nach ein paar Versuchen liegt die Lösung meistens auf der Hand. Kommt man nicht weiter, können jederzeit die Ermittler zu Hilfe gerufen werden, die dem Spieler einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben. Komfortabel. Denn nicht immer möchte man einen Detektiv spielen, der sich das Hirn zermartert und in Sackgassen rennt. Manchmal möchte man sich auch nur wie einer fühlen.

Ermitteln: Klicken, Lesen, Kombinieren

Das eigentliche Detektivspiel geschieht währenddessen. Die Ermittler ziehen von einem schrulligen Raum zum nächsten, kommentieren per Mausklick Gegenstände und tüten Beweise ein. Nach und nach schalten sich dadurch neue Räume frei. Und selbst wenn ein Objekt nicht weiterhilft, möchte man trotzdem hören, was die Figuren darüber denken. So bringt ein simpler Lautsprecher Sally dazu, über die möglichen Ausgänge einer Vampir-Party nachzudenken, unter die sich ein Sterblicher mit Vampir-Tarnung mischt. Wie gesagt, „The Mermaid Mask“ glänzt durch seine Unvorhersehbarkeit. Glaubt der Spieler, das System des Humors durchschaut zu haben, wechselt das Spiel in eine andere Richtung.

„The Mermaid Mask“ legt sehr großen Wert auf seine Geschichte und Charaktere, das Gameplay bleibt dagegen sehr klassisch. Es ist alles großartig designt, selbst das Betrachten der Beweise als drehbare 3D-Objekte ist ein schöner Einfall, der die Welt noch glaubhafter macht und die vielen schönen Details hervorhebt. Doch darüber hinaus ist der Spieler die meiste Zeit damit beschäftigt, zu lesen, zuzuhören und an manchen Stellen einen Lückentext auszufüllen, um den Fall voranzubringen. Wer hat in Raum X Y mit Z getan? Das wirkt manchmal wie eine Cluedo-Partie oder eine dieser Kindersendungen, bei denen Schauspieler mit dem Publikum sprechen, ohne es hören zu können.

Was „The Mermaid Mask“ nicht ist: ein anspruchsvolles Detektivspiel. Wer das sucht, ist hier falsch. An einem Punkt schrammt das Gameplay auch gefährlich nahe an der stumpfen Monotonie vorbei: Die Ermittler können jede der Figuren zu jedem einzelnen der zahlreichen Beweismittel befragen. Hier kommuniziert das Spiel nicht klar, ob diese Möglichkeit optional ist oder nicht. Hin und wieder bekommt der Spieler dadurch einen neuen Hinweis, manchmal sind die Antworten auch nur lustig.

Wir empfehlen an dieser Stelle, der eigenen Nase zu folgen und nicht zwangsläufig alles zu machen, selbst wenn es möglich ist. „The Mermaid Mask“ möchte von neugierigen Reisenden gespielt werden, nicht von Schema-Menschen. Wo das Spiel mit seinem Humor ein neues Zeitalter einläutet, bleibt es gameplaytechnisch im letzten Jahrhundert. Entweder ist es ein Ungleichgewicht oder so gewollt. Hätten mehr spielerische Möglichkeiten dem Spiel gut getan? Wir wissen es nicht. So oder so, „The Mermaid Mask“ eignet sich für mehrere entspannende Abende und liefert liebenswürdige Charaktere, bei denen wir uns wundern, warum Blockbuster-Studios sie nicht so gut hinbekommen.

„The Mermaid Mask“ erschien am 16. Juli für Windows, PS5 und Nintendo Switch 1 und 2. Es kostet 19,99 Euro.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11381674

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/bilderstrecke/5126207.html?back=11381674;back=11381674
  2. https://www.heise.de/bilderstrecke/5126207.html?back=11381674;back=11381674
  3. https://www.heise.de/hintergrund/Adventure-Games-Sechs-Oldschool-Abenteuer-die-kaum-jemand-kennt-9732539.html
  4. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  5. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
  6. mailto:dahe@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 29. Juli 2026 um 11:49

Nicht nur für Maker: Project Nomad – Internet zum Mitnehmen (ohne Internet)

Von Heise

(Bild: Projekt NOMAD)

Wenn die Mumien-Apokalypse kommt: Ein Wissensserver zum Selbstbauen rettet die letzten verbleibenden ungewickelten Maker. Schöne Headline aber mal ernsthaft…

Stellt euch vor, ihr packt Wikipedia, OpenStreetMap, Khan Academy und einen lokalen KI-Assistenten in eine Kiste – und zieht dann den Netzwerkstecker. Genau das ist Project „Nomad“: ein freier, quelloffener Offline-Server, der auf beliebiger x86-Hardware läuft und Terabytes an Wissen lokal vorhält. Kein Cloud-Abo, kein Mobilfunkvertrag, keine Daten, die irgendwohin fließen. Zwei Befehle auf einer Ubuntu- oder Debian-Maschine, und der Installer richtet Docker, Abhängigkeiten und Content-Packs automatisch ein. Die optionale KI läuft GPU-beschleunigt über Ollama, die Wissensbibliothek nutzt Kiwix, Karten kommen von OpenStreetMap, Bildungsinhalte von Kolibri. Alles Apache-2.0-lizenziert.

Die Einrichtung

Wer Nomad installiert und konfiguriert, bekommt eine Hands-on-Ausbildung in modernem Self-Hosting praktisch gratis und von der Community und den Maintainern unterstützt mitgeliefert:

Linux-Administration: Ubuntu/Debian aufsetzen, Paketmanager nutzen, Dienste verwalten – der klassische Einstieg in die Server-Welt.

Docker & Container: Nomad nutzt Docker unter der Haube. Wer den Stack versteht, kann eigene Container hinzufügen oder bestehende anpassen.

Netzwerk-Grundlagen: Der Server stellt ein lokales Netz bereit, über das sich mehrere Clients verbinden. DHCP, DNS, Routing – alles anfass- und begreifbar.

Lokale KI / LLMs: Ollama-Modelle auswählen, GPU-Beschleunigung einrichten, Inferenz-Performance benchmarken – praktischer Einstieg in Edge-AI.

Datenmanagement: Terabytes an Offline-Content wollen kuratiert, aktualisiert und gespeichert werden – ein gutes Übungsfeld für Storage-Planung.

Hardware-Dimensionierung: Community-Builds reichen vom aufbereiteten Office-PC bis zum GPU-Rig. Wer sein eigenes System plant, lernt, Anforderungen gegen das Budget abzuwägen.

NOMAD ist ein hervorragendes Lernprojekt für alle, die Self-Hosting, Containerisierung und lokale KI verstehen wollen – mit einem sofort nützlichen Ergebnis statt einer abstrakten Übung.

Neben den Schritt-für-Schritt-Anleitungen [1] gibt es auch noch die Video-Guides [2]. Ein Einführungsvideo zeigt in großem Bogen, worum es geht:

Schulbusse, fahrende Bibliotheken, Bildungsprojekte in ländlichen Regionen: Ein Nomad-Server im Koffer liefert Kurse/Tutorials, Wikipedia und Nachschlagewerke für ein ganzes Klassenzimmer – auch dort, wo Mobilfunk ein Fremdwort ist. Kolibri bringt einen kompletten US-K-12-Lehrplan mit. Aber keine Panik: Natürlich kann man auch weitere lokale Quellen und Lernangebote einbinden.

Auf dem Atlantik oder im Regenwald gibt es vielleicht kein Starlink-Signal (oder es ist schlicht zu teuer). Offline-Karten, medizinische Nachschlagewerke und ein KI-Assistent, der beim Übersetzen oder Analysieren hilft – das ist kein Luxus, sondern praktisch.

Nomad System mit Mini-PC, Monitor, Powerbox.
Nomad System mit Mini-PC, Monitor, Powerbox.

Nomad System mit Mini-PC, Monitor, Powerbox.

(Bild: N.O.M.A.D.)

Serverräume in Bergwerken, auf Bohrinseln oder in abgeschirmten Produktionshallen: Überall dort, wo Internetverbindungen bewusst gekappt oder physisch unmöglich sind, kann ein Nomad-Server als lokale Wissensdatenbank und Assistenzsystem dienen – inklusive Reparaturanleitungen (iFixit-Content via Kiwix etwa).

Ärzte ohne Grenzen, THW-Einsätze, Katastrophenhilfe: Medizinische Referenzen offline verfügbar zu haben, kann im Ernstfall Leben retten. Nomad liefert genau das – auf Hardware, die in einen Rucksack passt.

Wer nicht möchte, dass jede Suchanfrage über Google- oder KI-Server läuft, bekommt mit Nomad eine vollständig lokale Alternative. Schulen, Behörden oder datenschutzsensible Organisationen können Wissen bereitstellen, ohne dass ein einziges Paket das lokale Netz verlässt.

Auf Maker-Events ist das WLAN notorisch überlastet. Ein Nomad-Server am Workshop-Tisch liefert Dokumentation, Tutorials und sogar einen KI-Coding-Assistenten – unabhängig davon, ob das Event-Netz gerade wieder zusammengebrochen ist.

Nomad ersetzt das Internet nicht – es ergänzt es dort, wo Konnektivität unzuverlässig, teuer, unerwünscht oder schlicht nicht vorhanden ist. Und es gibt in gewissem Maße auch die Kontrolle über die Inhalte zurück.

Wochenend- oder Lebenslangprojekt?

Die Installation läuft im Prinzip wie folgt:

  1. Alten Office-PC oder Laptop schnappen (16 GB RAM aufwärts für die KI-Funktion)
  2. Ubuntu 26.04 LTS installieren (oder Debian 12)
  3. Zwei Befehle ausführen – der Installer macht den Rest
  4. Content-Packs wählen: Wikipedia DE, OpenStreetMap Europa, Khan Academy, medizinische Referenzen, ...
  5. Optional: GPU einbauen für schnellere LLMs
  6. Optional: Eigenen (Docker)-Container bauen, installieren und pflegen
  7. Stecker ziehen. Einloggen.

Wer tiefer einsteigen will: Das Projekt hat ein öffentliches Benchmark-Leaderboard, auf dem Community-Builds verglichen werden – vom sparsamen Mini-PC bis zum ausgewachsenen GPU-Server. Der Quellcode steht auf GitHub zur Verfügung [4].

Auch die Entwicklung der passenden Hardware wie Gehäuse/Transportboxen, Stromversorgung per Stromaggregat/Akku/Solar/Wind ist sicher eine anspruchsvolle Aufgabe, die aber auch etwa verschiedene Studiengänge in einem Projekt zusammenführen. Die Kosten sind natürlich vorwiegend von der Leistung des Computers, Speichermenge und RAM abhängig. Für erste Experimente geht es bei ca. 150 Euro los, mit einer GPU und genug RAM für KI-Modelle kann es aber schnell vierstellig [5] werden.

Project NOMAD ist Open Source (Apache 2.0) und wird von Crosstalk Solutions entwickelt. Alle Informationen unter projectnomad.us [6].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11380693

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.projectnomad.us/install
  2. https://www.projectnomad.us/guides
  3. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  4. https://github.com/Crosstalk-Solutions/project-nomad
  5. https://www.projectnomad.us/hardware
  6. https://www.projectnomad.us/
  7. https://www.heise.de/make
  8. mailto:caw@make-magazin.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 28. Juli 2026 um 16:09

Aufbaustrategie mit Piraten-Setting: „Corsair Cove“ im Test

Von Heise
Screenshot aus Corsair Cove

(Bild: Hooded Horse)

Im Aufbaustrategiespiel „Corsair Cove“ von Limbic Entertainment müssen Spieler ein Piratenimperium aufbauen. Wir haben das Spiel angespielt.

Der Juli ist Piratenmonat. Nach dem gelungenen Remake des Piraten-Action-Abenteuers „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ [1] dürfen sich nun Fans von Aufbaustrategiespielen ins wilde Piratenleben stürzen. Statt Action und Abenteuer erwartet Spieler in „Corsair Cove“ aber komplexe Städteplanung und cleveres Warenmanagement.

Da liegen wir nun am Strand. Von der Piratenanführerin betrogen, haben wir uns auf die einsame Insel gerettet und müssen jetzt unser eigenes kleines Piratenimperium aufbauen. Wir brauchen Hütten für unsere Piraten, ein Lagerfeuer zum Essen und irgendwann auch neue Schiffe, um die Meere zu erkunden. Dublonen und Rohstoffe sind lebensnotwendig, denn unsere Erzfeindin wird uns keine lange Ruhepause gönnen.

„Corsair Cove“ angespielt (0 Bilder) [2]

[3]

„Corsair Cove“ ist ein Spiel der Details. Alles hängt zusammen, jeder Warenkreislauf muss auf den schnellsten Wegen laufen. Das Besondere: Wo Spieler bei der Konkurrenz von „Anno“ meist nur auf dem Boden bauen, errichten die Piraten ihre Gebäude auch auf den steilen Hängen der kleinen Inseln. Leitern und kleine Klippenpfade sorgen für reibungslose Transportwege. Über 130 Gebäude stehen im Laufe des Spiels zur Verfügung.

Wer sich am Ende als König auf den Piratenthron setzen will, muss sogenannte Prinzipien-Quests erfüllen. Sie geben so etwas wie die Story und den Spielstil vor. Wählen die Spieler den Weg des „Imperiums“, müssen sie in einer Questreihe ihre Städte ausbauen, wählen sie den Weg des „Reichtums“, sollten am Ende die meisten Dublonen in ihrer Schatztruhe liegen. Ähnliches gilt für die Prinzipien der „Seefahrt“ oder des „Ruhms“.

Spielspaß für Tüftler

Das geht langsam los. Die ersten Missionen lotsen die Spieler durch die Grundlagen. Erst einmal das Wrack ausschlachten, dann den Wald roden und ein paar Hütten bauen. Langsam wird die kleine Siedlung zu einem typischen Piratenunterschlupf mit Lagerfeuer, Taverne und Schnapsbrennerei. Schon bald können die Spieler einen Pier bauen und mit selbstgebauten Schiffen in See stechen. Dann müssen die Piraten Waren schmuggeln, Konkurrenten jagen oder einfach die Welt kartografieren.

Der „Kompass“ dient als eine Art Fertigkeitenbaum. Aufgeteilt in die einzelnen Prinzipien schaltet er neue Gebäude frei oder erhöht die Effektivität der Arbeiter. Eine „Spielhölle“ verstärkt die Produktion und auf einem „Großen Markt“ werden Waren getauscht. Jeder Weg bietet Vor- und Nachteile, wirkte aber bei unseren Anspielstunden nicht ungewöhnlich oder originell. Genrefans werden sich hier sofort zu Hause fühlen.

Kleine Insel, große Probleme

Der Siedlungsbau auf der kleinen Insel erfordert von den Spielern Eingewöhnungszeit. Bis der Kanonenturm mit Munition versorgt ist oder das erste Schiff vom Pier läuft, sollten sich die Spieler erst einmal mit der unübersichtlichen Karte herumplagen. Wo die Konkurrenz scheinbar endlos Platz bietet, konzentriert sich die Städteplanung auf eine kleine Insel. Es ist nicht immer zu erkennen, welche Gebäude miteinander verbunden werden können. Ständig wird die Kamera justiert, um sich Überblick zu verschaffen.

Die Expeditionen über das Meer laufen geradliniger ab. Nachdem die Spieler einen von mehreren Kapitänen ausgewählt und in der Taverne die Mannschaft rekrutiert haben, geht es per Mausklick ans Ziel. In der Regel endet das mit einer Seeschlacht, die rundenweise über Würfel und Karten ausgetragen wird. Manchmal müssen die Piraten einfach den Gegner besiegen, manchmal sich auch nur davonschleichen. Anfangs ist das noch simpel. Später können die Spieler ihre Schiffe verbessern oder gleich stärkere Schiffe kaufen, um neue Spielmöglichkeiten freizuschalten.

Abseits der Prinzipienquests gibt es noch den Modus „Freies Spiel“ in dem sich die Spieler auf mageren drei Inseln austoben dürfen. Diese boten zwar unterschiedliche Herausforderungen, sahen sich aber visuell sehr ähnlich. Bis jetzt ist „Corsair Cove“ eine klassische Einzelspielererfahrung. Das macht das Piratenabenteuer fast schon zu einer puristischen Aufbaustrategieerfahrung, die das Genre bis auf wenige Details nicht neu erfindet. Auf Steam können sich Fans eine kostenlose Demo herunterladen, um in das gar nicht so feucht-fröhliche Piratenleben hineinzuschnuppern.

Zwischenfazit

So ein Piratenleben kann ganz schön anstrengend sein. In „Corsair Cove“ werden schon kleine Details zum Verhängnis. Irgendwo einen Weg vergessen, die Träger nicht rechtzeitig beauftragt oder einfach vergessen, Essen zu kochen? Plötzlich stockt dann der Warenkreislauf, und die Piraten fangen an zu meutern. Das Spiel verzeiht wenig, wird deshalb aber Genrekenner angenehm fordern.

Die müssen sich aber trotzdem zuerst an die Steuerung gewöhnen. Es ist nämlich gar nicht so leicht, sich auf den kleinen Inseln zurechtzufinden. Die an sich clevere Idee, den Bau in die Vertikale zu verlagern, sorgt für Unübersichtlichkeit. Dazu kommen dann noch komplexes Städtemanagement und Würfel-Glück auf See. „Corsair Cove“ ist ein Rohdiamant, der Einarbeitungszeit, Geduld und nicht zuletzt ein paar Updates erfordert, um das Piratenleben zu genießen.

„Corsair Cove“ erscheint am 31. Juli für Windows. Der Preis stand zum Zeitpunkt des Artikels noch nicht fest. Auf Steam gibt es eine kostenlose Demo. Es ist im PC Game Pass von Microsoft enthalten. USK nicht geprüft.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11380000

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tests/Assassin-s-Creed-Black-Flag-Resynced-Piraten-Rum-und-Halsabschneider-11357407.html
  2. https://www.heise.de/bilderstrecke/5125081.html?back=11380000;back=11380000
  3. https://www.heise.de/bilderstrecke/5125081.html?back=11380000;back=11380000
  4. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  5. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
  6. mailto:dahe@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 28. Juli 2026 um 16:00

Olimex erweitert Raspberry Pi Pico um Relais und Hochspannungseingänge

Von Heise
Grüne Elektronikplatine mit Steckplätzen für einen Raspberry Pi Pico, vier schwarzen Relais, blauen Schraubklemmen an beiden Seiten sowie USB-C- und Anschlussleisten für die Steuerung externer Geräte.

(Bild: Olimex)

Mit vier Relais und Eingängen bis 220 Volt bringt das PICO-EVB Industrie-I/O auf den Raspberry Pi Pico.

Olimex hat mit dem PICO-EVB [1] eine neue Evaluierungsplatine vorgestellt, die den Raspberry Pi Pico für Automatisierungsaufgaben fit machen soll. Das Open-Source-Hardware-Board richtet sich an Entwickler und Maker, die Relais schalten oder Signale aus höheren Spannungsbereichen erfassen möchten, ohne dafür erst eine eigene Trägerplatine entwerfen zu müssen. Unterstützt werden neben dem Raspberry Pi Pico auch Pico 2, Pico W, Pico 2 W sowie Olimex' eigener PICO30.

Die Platine bringt vier Relais mit, die für bis zu 15 Ampere bei 240 Volt Wechselspannung ausgelegt sind. Ergänzt wird das Ganze durch vier optisch getrennte Eingänge, die Gleichspannungen zwischen 3,3 und 30 Volt sowie Wechselspannungen von 110 bis 220 Volt verarbeiten können. Durch die Optokoppler bleibt der Mikrocontroller elektrisch von den Eingangssignalen getrennt.

Für jeden Ein- und Ausgang gibt es eine Status-LED, sodass sich der aktuelle Zustand direkt auf der Platine ablesen lässt. Das kann bei der Fehlersuche durchaus Zeit sparen, wenn man sich fragt, ob der Fehler im Programm oder doch im angeschlossenen Gerät steckt. Wer zusätzliche Sensoren oder Module anbinden möchte, findet außerdem einen UEXT-Anschluss, über den I²C, SPI und UART bereitstehen.

Die Stromversorgung erfolgt über USB-C, eine Schraubklemme oder direkt über den eingesetzten Pico. Laut Olimex kommen ausschließlich Industriebauteile zum Einsatz, die für einen Temperaturbereich von -45 bis +85 Grad Celsius ausgelegt sind. Die Platine selbst misst 100 × 70 Millimeter.

Auch softwareseitig richtet sich das Board klar an Maker. Im GitHub-Repository stehen Beispielprojekte für Arduino und MicroPython bereit, die die Eingänge überwachen und die Relais entsprechend schalten. Besitzer eines Pico W können zusätzlich ein Beispiel nutzen, das einen kleinen Webserver hostet. Darüber lassen sich die Eingänge überwachen und die Relais direkt über den Browser schalten. Wer Home Assistant verwendet, kann das Board über eine bereitgestellte ESPHome-Konfiguration in sein Smart Home integrieren.

Interessant dürfte das PICO-EVB vor allem für Projekte sein, bei denen Mikrocontroller mit der „echten Welt“ kommunizieren müssen. Denkbar sind beispielsweise Gewächshaussteuerungen, Werkstattautomatisierungen oder Maschinenüberwachung. Statt Relais, Optokoppler und Spannungsversorgung einzeln auf Lochraster aufzubauen, erhält man hier eine fertige Basis, auf der sich die eigentliche Steuerungslogik entwickeln lässt.

Da Olimex das PICO-EVB als Open-Source-Hardware veröffentlicht, stehen neben den Schaltplänen auch die vollständigen KiCad-Dateien auf GitHub [2] bereit. Damit können Maker die Platine nicht nur nachbauen, sondern auch an eigene Anforderungen anpassen. Das Board ist für 14,95 Euro im Olimex-Store [3] erhältlich.

Wer zwar keine Anlage steuern will, aber einen Pi Pico rumliegen hat, findet in unserem Artikel zum Hacken einer PS3 [4] einen Verwendungszweck für das kleine Board.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11373546

Links in diesem Artikel:

  1. https://olimex.wordpress.com/2026/07/16/new-industrial-grade-open-source-hardware-board-pico-evb-enables-your-raspberry-pi-pico-to-drive-relays-and-sense-high-voltage-inputs/
  2. https://github.com/OLIMEX/PICO-EVB
  3. https://www.olimex.com/Products/RaspberryPi/PICO/PICO-EVB/open-source-hardware
  4. https://www.heise.de/ratgeber/So-kann-man-eine-PS3-mit-dem-Raspberry-Pi-Pico-hacken-11306022.html
  5. https://www.heise.de/make
  6. mailto:das@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 22. Juli 2026 um 14:39

Bestes Raumklima: Taupunktlüfter Update auf Version 7.0.

Von Heise
Taupunktlüfter in Make Version 1.0

(Bild: Make)

Der Taupunktlüfter hat sich in den letzten Jahren als zuverlässiges System zum Trocknen von Wohnungen und Häusern erwiesen. Nun gibt es ein Update der Software.

Das Projekt Taupunktlüfter [1] erfreut sich weiterhin hoher Beliebtheit. Es wurde vom Autor selbst nicht nur mit Daten-Logging [2] versehen, sondern auch zum Radonlüfter erweitert. [3] Weiterhin wird es in vielen weiteren Projekten zitiert, sei es als Taupunktlüfter mit Shelly-Geräten [4] oder in das Smart Home eingebunden [5].

Jetzt gibt es Neuerungen für das Originalprojekt des Taupunktlüfters. Der Autor Ulli Schmerold schreibt:

„Angestoßen wurde das neue Taupunktlüfter-Update von der Chartplattform Highcharts, die bisher das Rendern der Taupunktlüfter-Charts erledigt hatte. Ohne Vorankündigung wurden bei allen Taupunktlüftern keine Charts mehr generiert, ich vermute seit Anfang 2026. Grund dafür war eine Änderung der Lizenzpolitik von Highcharts.“

Und weiter:

„So war ich gezwungen, ein anderes kostenloses Chartprojekt zu suchen, Highcharts aus dem Code herauszuoperieren und meinen neuen Favoriten Chart.js einzubauen – ein nicht unerheblicher Aufwand. Und wenn ich dann ohnehin schon dabei bin, kann ich auch gleich so einiges, was von Lesern (Taupunktlüfter-Betreibern) herangetragen wurde, umsetzen.“

Der Bausatz in Version 7.0.

Herausgekommen ist eine neue Version 7.0 mit folgenden Verbesserungen. Das Update ist für vorhandene Installationen schnell selbst erledigt [6] oder im heise-Shop als kompletter Bausatz [7] (ohne Lüfter, Kabel und Gehäuse) erhältlich.

Die Neuerungen

  • Die Weboberfläche wurde zusammen mit dem Umbau der Chartplattform komplett neu gestaltet. Der ESP generiert jetzt mehrere Webseiten, z. B. zum Anzeigen des Fehlerprotokolls (ebenfalls neu), zum Anzeigen der eingestellten Werte (Optionen), zum Anzeigen des Datenmaterials und zum Anzeigen der Speichernutzung des ESPs.
  • Verschiedene Aktionen, wie z. B. ein Neustart des ESP, das Löschen des Fehlerprotokolls oder das Löschen der Daten, können auch direkt aus den Seiten heraus ausgeführt werden. Dafür wurden die jeweiligen Buttons auf diese Seiten eingebunden.
  • Der Aufbau der einzelnen Datensätze wurde umgebaut, sodass jetzt nur noch ca. 20 Prozent des Speicherplatzes der vorigen Version benötigt werden. Großes Augenmerk lag dabei auf Datenkonsistenz. Weist auch nur ein Wert beim Check eine Ungereimtheit auf, wird der komplette Datensatz verworfen. Nach wenigen Sekunden wird dann ein erneuter Speicher-Versuch unternommen.
  • Als Dateisystem wurde das veraltete SPIFFS durch das neue und ausfallsicherere LittleFS ersetzt.
  • Bereits die beiden letzten Punkte haben eine Beschleunigung beim Aufbau der Webseiten gebracht, da weniger Daten übertragen werden müssen. Einen zusätzlichen Boost wurde durch das Straffen des HTML-Codes erreicht. Den größten Anteil dabei haben die Leerzeichen und Zeilenvorschübe. Diese Zeichen machen zwar den Code leserlicher, müssen dann aber auch zum Client übertragen werden. In diesem Fall wurde der Code ca. 40 Prozent kleiner und die Seite nun auch um 40 Prozent schneller.
  • Auf den Webseiten wurde ein Menübalken am unteren Rand der Seite eingefügt. Damit kann jetzt leicht zwischen den einzelnen Taupunktlüfter-Seiten hin und her gewechselt werden.
  • Wird ein Radonmessgerät betrieben, so kann jetzt auch das Lüftungssignal des Radonsensors den Taupunktlüfter starten. Die Taupunktlüfter-Steuerung zeichnet dann die genauen Zeiten auf und zeigt in der Webseite die gesammelten Zeiten in einem Balkendiagramm an (rot = Radon, blau = Taupunktlüfter).
  • Zu guter Letzt wurde der ESP32 Arduino Core (Stand 3.3.9) in die Arduino IDE übernommen, sodass jetzt auch das Herz vom Taupunktlüfter auf dem neuesten Stand arbeitet. Dazu waren einige Anpassungen am Taupunktlüfter-Code nötig, da Espressif u. a. die Watchdog-Routinen und Timer-Funktionen geändert hatten.

Weitere Hinweise für Benutzer

Durch Supportanfragen und Fehlermeldungen wurde ein wohlbekanntes Problem bei DHT22-Sensoren auffällig. Sie sind sehr anfällig für elektromagnetische Störungen (EMI = Electromagnetic Interference). Wenn etwa Rollladenmotoren schalten, entstehen Spannungsspitzen und Magnetfelder, die die empfindliche digitale Kommunikation des DHT22 stören.

Beheben lässt sich dieses Problem durch jeweils einen 10-kΩ-Pull-up-Widerstand zwischen den DATA-Pins (Pin5 und Pin15) und der VCC (3.3 V) Leitung. Anderenfalls zieht jede kleine Funkstörung die Sensor-Datenleitung auf Masse und der Sensor liefert dann Datenmüll.

Die zwei Möglichkeiten, die Pull-up-Widerstände zu montieren.

Diese Widerstände können entweder direkt mit in die Sensorbuchsen geschraubt oder auf die Rückseite der Platine an die entsprechenden Anschlüsse gelötet werden.

Die Signalisierung vom Radonmessgerät erfolgt über einen Stecker auf dem praktischen Lochraster auf der Platine.

Radonmessgerät-Eingang über eine Steckverbindung auf dem Lochraster-Erweiterungsfeld.

Zu beachten: Es wird nicht der jeweilige Radonwert, sondern nur das Start- und Stoppsignal für den Radonlüfter übermittelt. Somit kann kein konkreter Becquerelwert am Taupunktlüfterdisplay abgelesen werden, aber die Zeit, die der Lüfter aufgrund zu hoher Radonwerte aktiv war.

Aussicht

Für die Zukunft plant der Autor, dass alle Einstellungen, die bisher nur direkt an der Taupunktlüfter-Steuerung verändert werden konnten, auch im Webbrowser eingetragen werden können.

Außerdem soll es dann möglich sein, wahlweise DHT22- oder BME/BMP280- Sensoren an den Taupunktlüfter anzuschließen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11371715

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/ratgeber/Bastelprojekt-Taupunkt-Lueftungssystem-bauen-und-Keller-trockenlegen-6356018.html
  2. https://www.heise.de/ratgeber/Taupunkt-Lueftungssystem-So-ruesten-Sie-die-Logging-Funktion-nach-6664635.html
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Radonbelastung-senken-DIY-Luefter-fuer-den-Keller-im-Eigenbau-11205480.html
  4. https://www.heise.de/ratgeber/Badezimmerluefter-zu-Taupunktluefter-mit-Shelly-Produkten-umruesten-11304149.html
  5. https://www.heise.de/ratgeber/Keller-trocknen-Das-Taupunktlueftungssystem-im-Smart-Home-betreiben-9725390.html
  6. https://github.com/MakeMagazinDE/Taupunktluefter_Bausatz
  7. https://shop.heise.de/make-bausatz-taupunktluefter-v5x
  8. https://www.heise.de/make
  9. mailto:caw@make-magazin.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 21. Juli 2026 um 11:22

Have I Been Pwned: 821.100 Datensätze von Messgerätehersteller Fluke ergänzt

Von Heise
Nullen und Einsen, darunter versteckt sich die Zeichenkette DATALEAK

(Bild: heise online / dmk)

Das Have-I-Been-Pwned-Projekt hat 821.100 Kontodaten des Messgeräteherstellers Fluke zur Datenhalde hinzugefügt.

Der Messgeräte- und Testequipment-Hersteller Fluke gehört zu den Opfern des jüngsten Beutezugs der Cybergang ShinyHunters. Die Daten haben die Kriminellen Anfang Juli dieses Jahres angeblich aus dem Salesforce-Zugang von Fluke entwendet und sollen insgesamt 21 Millionen Datensätze umfassen, einschließlich einiger sensibler persönlicher Informationen. Das Have-I-Been-Pwned-Projekt (HIBP) hat die Datenbank in die Finger bekommen und die sensiblen Datensätze herausdestilliert sowie zur Datenhalde hinzugefügt.

Der Beitrag bei HIBP [1] führt aus, dass es sich am Ende um 821.100 Kundendatensätze handelt. Insgesamt haben die Täter mehr als 100 GByte an Daten veröffentlicht, die angeblich von Fluke stammen. Laut Troy Hunt, dem Betreiber von Have I Been Pwned, besteht der Datensatz größtenteils aus Kontaktinformationen des Unternehmens. Dazu gehören aber auch mehr als 800.000 eindeutige E-Mail-Adressen, Namen, Telefonnummern sowie Anschriften. Zudem handele es sich um eine große Sammlung an Supportfällen – was zu einem Datendiebstahl bei Salesforce passt.

Prüfung bei HIBP

Wer mit dem Support von Fluke in Kontakt stand, kann auf der Hauptseite von Have I Been Pwned prüfen [2], ob die E-Mail-Adresse und die weiteren persönlichen Informationen dadurch nun in unbefugte Hände gefallen sind. Diese Informationen können Cyberkriminelle etwa nutzen, um gezielte und glaubwürdigere Phishing-Kampagnen aufzusetzen, die sich gegen Fluke-Kunden richten. Wenn die eigene E-Mail-Adresse also bei Have I Been Pwned auftaucht, sollte man daher erhöhte Vorsicht bei Nachrichten walten lassen, die Fluke betreffen. Insbesondere Passwort-Anfragen oder Mails, die zeitlichen Druck aufbauen, sollten nicht beantwortet werden. Gegebenenfalls sind dann Rückfragen direkt bei Fluke über die bekannten Kanäle sinnvoll.

Es handelt sich nicht um das erste Datenleck bei Fluke. Mitte vergangenen November hat etwa die kriminelle Cyberbande cl0p behauptet, Daten bei Fluke [3] abgezogen zu haben. Das geschah mutmaßlich über Sicherheitslücken in Oracles E-Business-Suite (EBS).


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11367041

Links in diesem Artikel:

  1. https://haveibeenpwned.com/Breach/Fluke
  2. https://haveibeenpwned.com/
  3. https://www.heise.de/news/Datenlecks-Cybergang-cl0p-will-Daten-von-Carglass-Fluke-und-NHS-erbeutet-haben-11079113.html
  4. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  5. mailto:dmk@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 16. Juli 2026 um 11:25

KABINE: Wie ein umgebautes Dixi-Klo in Notfallsituationen helfen kann

Von Heise
Umgebautes Dixi-Klo wird begutachtet

Interessierte Menschen begutachten die KABINE auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Uniklinik RWTH Aachen und dem Technischen Hilfswerk und weiteren Beteiligten.

(Bild: Uniklinik RWTH Aachen)

Eine Toilettenkabine soll die medizinische Versorgung im Ernstfall verbessern. Wie das funktioniert, erklärt Dr. Andreas Follmann von der Uniklinik RWTH Aachen.

Wenn nach einer Katastrophe Arztpraxen und Krankenhäuser nicht mehr erreichbar sind, könnte eine handelsübliche Toilettenkabine als telemedizinische Behandlungsstation aushelfen. Mit diesem ungewöhnlichen Konzept wollte ein Forschungskonsortium unter Beteiligung der Uniklinik RWTH Aachen die medizinische Versorgung im Katastrophenfall verbessern. Die mobile Einheit soll laut Uniklinik dort zum Einsatz kommen, wo „Arztpraxen, Krankenhäuser oder Verkehrswege vorübergehend nicht erreichbar oder überlastet sind" oder die Infrastruktur ausgefallen ist. Nach ersten Erprobungen, unter anderem auf dem Musikfestival Parookaville, wurde der Prototyp weiterentwickelt. Im Juli wurde das Forschungsprojekt mit einer öffentlichen Abschlussdemonstration auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks in Aachen offiziell beendet.

Andreas Follmann
Andreas Follmann

Dr. Andreas Follmann ist Katastrophenmediziner und Leiter des Projekts „KABINE“.

(Bild: RWTH Uniklinik Aachen)

Im Gespräch erklärt Dr. Andreas Follmann von der Uniklinik RWTH Aachen, Mitglied des Projektkonsortiums, welche Erkenntnisse die Praxistests gebracht haben und warum die Kabine inzwischen rot statt grau ist.

Die Kabine sieht nicht mehr aus wie ein Dixi-Klo, sondern ist jetzt rot. Warum?

Andreas Follmann: Rot ist tatsächlich eine Signalfarbe, wenn es darum geht, gut aufzufallen. Gerade im Katastrophenfall ist das wichtig, weil dort häufig mehrere dieser Toiletten- oder Duschkabinen stehen. Das Ziel ist, dass man diejenige Kabine, die man für medizinische Zwecke aufsuchen muss, direkt findet. Außerdem gibt es Studien, die belegen, dass bei Rot und Orange am wenigsten Vandalismus zu befürchten ist. Das ist ein zusätzlicher psychologischer Effekt.

Hat sich außer der Farbe technisch etwas verändert?

Technisch hat sich kaum was geändert. Wir haben die alte Kabine in mehreren Studien getestet – unter anderem in einer Simulationsstudie, die man sich wie ein Krimi-Dinner vorstellen kann – und beim Musikfestival Parookaville. Das war für uns natürlich extrem spannend, weil es sich um echte Patienten mit echten Problemen handelte. Dort haben wir gemerkt, dass die von uns zuvor ausgewählte Technik dafür sehr gut geeignet war.

Am Anfang dachten wir, das sogenannte Dermatoskop würden wir am wenigsten brauchen. Tatsächlich gab es bei Parookaville aber extrem viele Hautveränderungen. Es war heiß und schwül, entsprechend gab es viele Insektenstiche und Allergien. Viele hatten Probleme mit Grasmilben, bei denen man sich die Hautveränderungen sehr genau ansehen musste, um dann gezielt zum Beispiel eine Salbe zu verschreiben.

Zur Ausstattung gehören neben einem EKG und einer Untersuchungskamera, die mit verschiedenen Aufsätzen etwa als Otoskop fürs Ohr oder als Dermatoskop für die Haut genutzt werden kann, auch weiterhin laientaugliche, über Bluetooth angebundene Medizingeräte.

Gab es trotzdem Anpassungen?

Ja, an der Usability hat sich einiges verändert. Das EKG war vorher eine kleine, scheckkartengroße Box, auf die man zwei Finger legen musste. Mittlerweile gibt es Haltegriffe, an denen man sich einfach festhalten kann.

Außerdem ist der Toilettensitz jetzt Gott sei Dank nicht mehr drin. Wir hatten vorher den Tank genutzt, um Technik reinzubauen. Mittlerweile ist alles etwas kleiner geworden, und es gibt einen richtigen Stuhl darin, den man auch herausstellen kann – so haben auch Menschen mit einem kleinen Rollstuhl die Möglichkeit, sich dort reinzusetzen.

Wir haben zudem Erwachsene mit Kindern hineingesetzt, um zu prüfen, ob die Kameraposition auch für Kinder passt und ob die Begleitperson zumindest teilweise mit hineinkommt. Deshalb haben wir auch einen Stuhl genommen, der höhenverstellbar ist.

Welche Grenzen sind bei der Evaluierung deutlich geworden?

Generell ist der Betrieb noch nicht ganz klar. Wer bevorratet das System? Ist das die Hilfsorganisation oder ein Land oder eine Kommune? Zwischendurch muss vielleicht auch mal gereinigt oder desinfiziert werden. Deshalb ist unsere klare Empfehlung, die Kabinen an sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürmen aufzustellen. Das sind vorab festgelegte Standorte, meist bei der Freiwilligen Feuerwehr oder der Verwaltung, an denen Internet und Strom auch über Notstromaggregate zur Verfügung stehen sollen. Zwar ist die Kabine dank der Solarpaneele und der Satellitenkommunikation für eine gewisse Zeit autark. Trotzdem wünschen wir uns natürlich, dass auch Personal bereitsteht, um Betreuung zur Verfügung zu stellen und vielleicht auch mal Verbrauchsmaterial nachzufüllen.

Ein weiterer Punkt ist die Logistik. Die Toilettenkabinen lassen sich laut Hersteller innerhalb von 30 Minuten aufbauen. Deshalb ist die Frage, ob künftig vielleicht nur noch die Technik eingelagert werden muss, weil die Kabinen ohnehin schnell lieferbar wären. Baut man die Technik zum Beispiel in eine Box, braucht man natürlich viel weniger Lagerkapazität und Wartungsaufwand. Das wäre dann ein modulares Konzept: Die Kabinen kommen separat, und die Box wird einfach an die Wand gehängt.

Die neue Kabine sieht nach der Überarbeitung recht massiv aus. Kann sie noch einfach transportiert werden?

Ja. Es ist eine ganz normale Toilettenkabine aus Kunststoff, die von uns lediglich innen ausgestattet wurde. Nur der Tank wurde entfernt, und es ist ein gerader Boden eingebaut. Die kann man mit zwei Personen problemlos versetzen. Zusätzlich hat sie oben auch eine Kranhalterung. Wir haben sie inzwischen auch schon an einen Kran gehängt, zum Beispiel vom THW. Damit kann man sie sehr schnell positionieren.

Es gibt bereits viele fertige Logistikkonzepte für diese Toilettenkabinen. Toilettenkabinen werden oft auch mit Spülflüssigkeit angeliefert und haben dann ein ähnliches Gewicht. Sie können zum Beispiel über einen Tieflader mit Kran angeliefert und leicht versetzt werden.

Haben Sie versucht, die Kabine günstig zu entwickeln?

Ja. Unser Ziel war immer, sie so günstig wie möglich zu machen. Wir wollten, dass sie unter 5000 Euro kostet.

Die enthaltenen Geräte sollen möglichst einfach funktionieren. Außerdem sollen Teile, auch wenn die Kabine Schaden nimmt, wiederverwendet werden können. Es kann auch sein, dass die gesamte Kabine, ohne Inhalt, entsorgt werden oder ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt werden muss. Denkbar wäre auch, dass sich das System ganz ohne die Kabine nutzen lässt – also nur die Technik allein.

Das Konzept ließe sich doch auch außerhalb des Katastrophenschutzes einsetzen?

Ja, deshalb glaube ich auch an diesen modularen Ansatz mit einer Box. Die kann ich natürlich genauso in eine Apotheke hängen. Es kann ja auch mal sein, dass zum Beispiel in einem Gemeindehaus noch ein Raum zur Verfügung steht. Dann brauche ich vielleicht die Kabine gar nicht. Dann würde ich diese Box einfach in einen Raum hängen.

Die Toilettenkabine ist für uns insofern praktisch, da sie kostengünstig ist und weit unter 1000 Euro kostet. Sie kann sogar per Boot transportiert werden, weil sie schwimmfähig ist, oder alternativ auf einem Tieflader. Mit diesem Kranhaken kann man sie theoretisch sogar an einen Helikopter hängen, um sie in ein Dorf zu fliegen, das etwa durch einen Brückeneinsturz von der Außenwelt abgeschnitten ist.

Wie geht es nach dem Forschungsprojekt weiter?

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist als assoziierter Partner beteiligt, ebenso das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin. Das Forschungsprojekt wurde inzwischen erfolgreich abgeschlossen und live demonstriert [1].

Das DRK ist tatsächlich sehr daran interessiert, mit uns weiterzudenken, welche Ebene für die Bevorratung zuständig sein sollte. Sollte jedes Bundesland zehn Kabinen haben oder jede Kommune, jeder Katastrophenschutz-Leuchtturm eine? Das betrifft auch das Thema Wartung. Die Medizingeräte sind mit Sicherheit in fünf Jahren überholt und müssen erneuert werden.

Es bringt nichts, wenn das Ergebnis, wie so oft bei Forschungsprojekten, am Ende nur in irgendeiner Schublade landet. Man muss im Endeffekt genau diesen Zwischenschritt schaffen: Dass jemand sagt, wir brauchen jetzt 20 Stück davon, und ein Unternehmen bereit ist, sie zu verkaufen.

Gibt es bereits weitere Einsatzideen?

Eine große Überlegung ist, ob man das System nicht auch für Routinezwecke einbinden kann. Wir denken da zum Beispiel an Sanitätswachdienste auf Großveranstaltungen oder daran, im Rahmen der Flüchtlingsversorgung medizinische Hilfe auch im fremdsprachigen Bereich zu gewährleisten. Bis hin zu der Überlegung, ob man eine solche Kabine dort aufstellen könnte, wenn in einem Dorf plötzlich kein Hausarzt mehr verfügbar ist – um zumindest stundenweise an manchen Tagen eine hausärztliche Grundversorgung durch einen anderen Arzt zu gewährleisten.

Welche Software kommt zum Einsatz?

Als Basis für die Software nutzen wir „TeleDoc“, eine zertifizierte Videosprechstunde der Docs in Clouds TeleCare GmbH. Die medizinischen Geräte sind alle in die Software integriert und übertragen ihre Daten per Bluetooth. Im Use Case Parookaville und bei den Simulationsstudien war das sehr stabil. Es ist alles kabelgebunden oder per Bluetooth angeschlossen.

Das Ganze funktioniert als Webplattform. Ich kann es quasi überall auf der Welt nutzen und der Arzt kann sich dank Satellitenkommunikation aus der Ferne zuschalten. Zusätzlich habe ich die Möglichkeit, extern auch LAN anzuschließen – steht die Kabine beispielsweise an einem Katastrophenschutz-Leuchtturm, kann ich gegebenenfalls das lokale Internet nutzen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11359097

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.ukaachen.de/en/clinics-institutes/medical-technology-section/all-news/news/forschungsprojekt-kabine-erfolgreich-abgeschlossen-mobile-telemedizin-fuer-krisensituationen-live-demonstriert/
  2. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
  3. mailto:mack@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 15. Juli 2026 um 09:34

M5Burner: Flash-Tool für M5Stack-Geräte potenziell gefährlich

Von Heise
Carputer vor weißem Hintergrund

(Bild: M5Stack)

Das offizielle Flash-Tool für M5Stack-Geräte weist gravierende Sicherheitsmängel auf. Ein Leser hat die Probleme analysiert und sicheren Ersatz entwickelt.

M5Stack-Geräte wie der Cardputer ADV [1] werden über M5Burner verwaltet: Das offizielle Desktop-Tool erlaubt es, Firmware zu durchsuchen, herunterzuladen und direkt auf die Hardware zu flashen. Doch wer M5Burner im Netz betreibt, geht ein erhebliches Risiko ein – das hat unser Leser und Sicherheitsforscher „malloc“ in einer detaillierten Analyse aufgedeckt.

Viele Schwachstellen

Der User malloc [2] hat den Electron-basierten Closed-Source-Client (frühere Versionen waren noch Open Source) dekompiliert und dabei eine ganze Reihe von Problemen gefunden:

  • Remote Code Execution beim Start: M5Burner lädt beim Start eine Seite über unverschlüsseltes HTTP in ein Electron-Fenster, das mit vollem Node.js-Zugriff läuft: Ein Angreifer im selben Netz kann so beliebigen Code einschleusen, ohne dass der Nutzer etwas anklicken muss.
  • Unsicherer Auto-Updater: Updates werden per HTTP ohne Signaturprüfung oder Checksummen heruntergeladen und direkt ins App-Verzeichnis entpackt. Ein klassischer Angriffspunkt für On-Path-Angreifer.
  • Command Injection via WLAN-SSID: Die WLAN-SSID des aktuell verbundenen Netzes wird ungefiltert in Shell-Befehle eingebaut (auf Linux, Windows und macOS), ein präparierter SSID-Name reicht für Codeausführung.
  • Klartext-HTTP für authentifizierte API-Calls: Account-Token und Firmware-Management-Anfragen gehen unverschlüsselt über Port 80. So genügt passives Mitlesen im selben WLAN zum Token-Diebstahl.
  • WLAN-Passwort per IPC abrufbar: Jeder im Fenster ausgeführte Code kann das Passwort des aktuellen WLANs per IPC-Nachricht abfragen und das ohne Nutzerdialog.
  • Hardkodierte Zugangsdaten: Im App-Bundle steckt ein statisches HTTP-Basic-Auth-Credential, das in jeder Installation identisch ist.

Wer M5Burner aktuell nutzt, sollte das Tool zumindest nicht in öffentlichen oder nicht vertrauenswürdigen WLANs starten. Für Login, Firmware-Verwaltung und Flashen steht m5uploader als quelloffene Alternative [3] (s.u.) bereit.

Eigentlich unnötig unsicher

Die meisten betroffenen M5Stack-Server unterstützen laut Tests von malloc HTTPS bereits problemlos. Die App nutzt es schlicht nicht konsequent. So wurde jeder genutzte Host geprüft. Mit einer Ausnahme (einem Media-Token-Endpunkt auf Port 5003 ohne TLS-Support) wäre ein simples Umstellen der URLs auf https:// bereits ein großer Schritt für die Sicherheit gewesen. Electron bietet zudem sichere Standardeinstellungen (nodeIntegration: false, contextIsolation: true), die M5Burner aktiv deaktiviert.

Versuch der Responsible Disclosure

Bevor malloc seine Analyse veröffentlichte, versuchte er zunächst, M5Stack privat zu kontaktieren. Er suchte nach einer security.txt, einem SECURITY.md im GitHub-Repository des Unternehmens sowie nach einem dedizierten Sicherheitskontakt auf der Website und fand nichts. Da kein privater Meldeweg existierte, entschied er sich, die Schwachstellen direkt öffentlich zu machen. Der Blogpost ist damit gleichzeitig die Erstmeldung an den Hersteller. malloc schreibt dazu selbst, er hätte eine private Meldung bevorzugt, ihm fehlte schlicht die Adresse dafür. Die beschriebene RCE-Lücke ist damit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gegen die aktuelle, ausgelieferte Version von M5Burner aktiv ausnutzbar.

Open-Source-Ersatz

Weil malloc M5Burner nach der Analyse nicht mehr gegen sein eigenes Konto laufen lassen wollte, hat er kurzerhand einen eigenen Client entwickelt und auf GitHub veröffentlicht: m5uploader (github.com/cryptspeak/m5uploader) [4].

Das Python-Tool setzt konsequent auf HTTPS mit Zertifikatsprüfung, verzichtet auf einen eingebetteten Browser und speichert den Session-Token im OS-Keychain. Ein Auto-Updater fehlt bewusst – stattdessen gibt es nur einen Hinweis auf neue Versionen. Firmware-Flashing via esptool ist inzwischen ebenfalls integriert.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11364555

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Cardputer-ADV-Taschencomputer-V2-10645521.html
  2. https://github.com/0x00001312
  3. https://github.com/cryptspeak/m5uploader/releases/tag/v0.1.1
  4. https://github.com/cryptspeak/m5uploader
  5. https://www.heise.de/make
  6. mailto:caw@make-magazin.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 14. Juli 2026 um 14:42

Open-Source-Hardware: DIY-Saugroboter mit LiDAR und ROS 2

Von Heise

(Bild: www.makerspet.com)

Ein 3D-gedruckter Saugroboter mit LiDAR, Raspberry Pi und Home Assistant – komplett offline und quelloffen. Das Projekt Oomwoo will zeigen, dass das geht.

Bisherige DIY-Saugroboter navigieren primitiv: Sie fahren blind durch den Raum und prallen dabei wie Betrunkene von Wand zu Wand. Das Open-Source-Projekt Oomwoo will das ändern, indem die gleichen Navigations-Frameworks zum Einsatz kommen, die auch teure kommerzielle Saugroboter verwenden: Mit 2D-LiDAR und dem Nav2-Stack des Open-Source-Frameworks ROS 2 (Robot Operating System) soll der Roboter geplante Pfade abfahren.

Ersatzteile vom Saugroboter-Markt statt Eigenentwicklung

Statt alle Komponenten selbst zu entwickeln, setzt das Projekt auf den florierenden Ersatzteilmarkt für chinesische Saugroboter: Motoren, Sensoren und Saugmodule werden etwa über AliExpress bezogen, lediglich Gehäuse, Bumper, Halterungen und Ladestation kommen aus dem eigenen 3D-Drucker.

Sämtliche Projektbestandteile – von den CAD-Dateien über die Firmware bis zur Steuerungssoftware – sind unter der Apache-2.0-Lizenz frei verfügbar. Cloud-Anbindung soll es nicht geben. Der Roboter soll komplett lokal arbeiten und über Home Assistant gesteuert werden.

Frühe Phase

Hinter Oomwoo steht Entwickler Ilia O., der unter anderem einfache Roboterbausätze für Unterricht und DIY verkauft. Bislang gibt es ein Chassis-Design und einige Simulationen der Steuerungssoftware, dazu viel Zuspruch in den Kommentaren auf der Projektseite [1]. Fertige Nachbauanleitungen fehlen noch, und auch grundlegende Entscheidungen stehen noch aus – etwa welcher Rechner die Navigation übernehmen soll. Sowohl ein Raspberry Pi 5 als auch ein ESP32 mit micro-ROS als auch eine Kombination werden erwogen.

Eine Teileliste [3] ist für Mitte Juli angekündigt. Das Materialbudget soll bei 100 bis 200 US-Dollar plus Raspberry Pi liegen – für einen Roboter, der laut Entwickler mit kommerziellen Geräten der 500- bis 600-Dollar-Klasse mithalten soll.

Der modulare Aufbau soll es Mitwirkenden ermöglichen, unabhängig voneinander an einzelnen Baugruppen zu arbeiten. Ein Bausatz ist angedacht, zwingend nötig soll er aber nicht sein.

Reaktion auf Sicherheitsskandale

Ilia O. nennt die wiederkehrenden [4] Sicherheitsprobleme [5] kommerzieller Saugroboter als Motivation und verweist auf den amerikanischen Sicherheitsforscher Dennis Giese, der seit Jahren die Hardware proprietärer Saugroboter in seinem Projekt robotinfo.dev [6] dokumentiert und dabei regelmäßig Schwachstellen aufdeckt. Bereits auf dem 37C3 Ende 2023 zeigte er unter dem Titel "Sucking Dust and Cutting Grass" [7], wie sich Saugroboter und Mähroboter übernehmen lassen. Oomwoo umgeht das Problem, indem es weder Kamera noch Internetverbindung mitbringt.

Kein Mangel an Vorläufern

An Maker-Saugrobotern herrscht kein Mangel: Der 3D-gedruckte Robot Vacuum Cleaner MARK II auf Arduino-Nano-Basis oder diverse Raspberry-Pi-Zero-Bauten auf GitHub zeigen, dass die Szene das Thema seit Jahren bearbeitet. Das schwedische Projekt Wolley verfolgte einen ähnlich ambitionierten Ansatz, scheint aber seit 2024 eingeschlafen zu sein.

(Bild: www.wolley.se)

Oomwoo ist damit nach aktuellem Stand das erste Projekt, das einen komplett selbst gebauten Saugroboter mit professioneller SLAM-Navigation verbindet. SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) bedeutet, dass der Roboter während der Fahrt gleichzeitig eine Karte seiner Umgebung erstellt und seine eigene Position darin bestimmt. Genau so navigieren auch die meisten kommerziellen Saugroboter.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11363023

Links in diesem Artikel:

  1. https://makerspet.com/blog/building-an-open-source-robot-vacuum-meet-oomwoo/
  2. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  3. https://github.com/makerspet/oomwoo/blob/main/BOM.md
  4. https://www.heise.de/news/Sicherheitsluecke-bei-Saugrobotern-Tueftler-erhaelt-Zugriff-auf-tausende-Geraete-11179726.html
  5. https://www.heise.de/news/Sicherheitsluecke-in-Evovacs-Saugrobotern-erlaubt-Remote-Steuerung-durch-Hacker-9979104.html
  6. https://robotinfo.dev/
  7. https://media.ccc.de/v/37c3-11943-sucking_dust_and_cutting_grass_reversing_robots_and_bypassing_security
  8. mailto:mch@make-magazin.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 13. Juli 2026 um 18:00

Agentic AI fürs Smart Home: openHAB 5.2 bringt Chat-Interface und MCP-Server

Von Heise
Ein Bot sitzt vor einem Modellhaus

(Bild: Rainald Menge Sonnentag / KI / iX)

Die Open-Source-Plattform openHAB bietet eine Anbindung an LLMs für Abfragen und Steuerung via Chat sowie einen eigenen MCP-Server für Agentic AI.

Die Open-Source-Plattform openHAB öffnet sich in Version 5.2 für LLMs und Agentic AI. Die Plattform zur Smart-Home-Steuerung bringt eine Anbindung an Sprachmodelle und führt den openHAB MCP Server ein.

LLM-Chat statt Regelwerk für die Steuerung

Das UI von openHAB bringt ein neues Chat-Interface, das sich direkt an die einzelnen Geräte der Plattform anbinden lässt. Für Aufgaben zur Gerätesteuerung zeigt das Chat-Interface das zugehörige Widget an.

Chat-Interface openHAB mit Widget
Chat-Interface openHAB mit Widget

Das Widget für das Licht erscheint beim Steuern des Geräts im Chat.

(Bild: openHAB)

openHAB bietet Tools, um die einzelnen Geräte an das LLM anzubinden, um den Status abzurufen oder Steuerbefehle zu senden.

Die User entscheiden, welche Geräte für das Chat-Interface ansprechbar sind. Der Parameter permission in den voiceSystem-Metadaten der einzelnen Items (die Smart-Home-Einheiten in openHAB) [1] kennt drei Einstellungen: NO_ACCESS, READ_ONLY und READ_WRITE.

Gedächtnis und Tools für das LLM

Die Plattform speichert den Verlauf des Chats und kann ihn dem LLM bei weiteren Aufrufen mitgeben. Wie weit sich openHAB den Chatverlauf merkt und ihn weitergibt, lässt sich in den Einstellungen festlegen. Der System-Prompt für das LLM ist ebenfalls anpassbar.

Ein Tooling-Framework öffnet den LLMs den Zugang zu den Geräten und weiteren Informationen. Drei Tools bringt Version 5.2 von Haus aus mit: get-date-time gibt die Zeit und das Datum bezogen auf die aktuelle Zeitzone zurück, item-get-state ruft den Status eines Items ab und item-send-command schickt einen Befehl an ein Item.

Chat with openHAB
Chat with openHAB

Das Chat-Interface bietet Zugang zu den einzelnen Geräten und Informationen im Smart-Home-System.

(Bild: openHAB)

openHAB ist zwar an kein bestimmtes LLM gebunden, bietet zum Start allerdings zunächst nur eine Anbindung an Google Gemini. Bindings für OpenAI und dazu kompatible Modelle sind in Kürze geplant.

Agentic AI mit dem openHAB MCP Server

Einen Schritt weiter als die LLM-Anbindung geht der openHAB MCP Server, der die Plattform für Agentic AI öffnet. Die KI-Agenten können die Geräte steuern und verwalten.

Außerdem lassen sich die KI-Agenten nutzen, um eigene Regeln für openHAB zu erstellen. Dabei hat man die Wahl zwischen Regeln für wiederkehrende Aufgaben und einmaligen Regeln. Letztere löscht der Agent nach der Ausführung selbsttätig.

Die Agenten können wahlweise direkt über das Netzwerk, über die openHAB-Cloud oder eine Node.js-Bridge mit openHAB kommunizieren. Damit die Agenten mit der Plattform interagieren können, benötigen sie ein openHAB-API-Token. Weitere Informationen zur Anbindung und Authentifizierung finden sich in der Dokumentation zum openHAB MCP Server [2].

Funktionen jenseits von KI

Neben der LLM- und Agentic-AI-Anbindung bringt openHAB 5.2 zahlreiche weitere Ergänzungen. Unter anderem lassen sich Komponenten für das UI neuerdings in YAML erstellen. Außerdem hat das openHAB-Team die DSL (Domain Specific Language) zum Erstellen von Regeln erweitert.

Weitere Neuerungen wie die dauerhaft angezeigte Log-Konsole und die erweiterten Charts lassen sich dem openHAB-Blog [3] entnehmen. Die vollständige Liste der Neuerungen findet sich in den Release Notes [4].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11355811

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.openhab.org/docs/concepts/items.html
  2. https://www.openhab.org/addons/integrations/mcp/
  3. https://www.openhab.org/blog/2026-07-05-openhab-5-2-release.html
  4. https://github.com/openhab/openhab-distro/releases/tag/5.2.0
  5. mailto:rme@ix.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 07. Juli 2026 um 11:57

Arduino erweitert Modulino-Serie um drei neue Module

Von Heise
Drei neue Arduino-Modulino-Boards (Hub, Extender und Motors) neben einem Arduino-Board.

(Bild: Arduino)

Arduino ergänzt die Modulino-Serie um Hub, Extender und Motorsteuerung. Für mehr I2C-Ports, längere Leitungen und einfachere Robotik-Projekte.

Arduino erweitert seine Modulino-Serie um drei neue Bausteine [1]. Neu hinzu kommen der Modulino Hub, der Modulino Extender und das Modulino-Motors-Modul. Statt Schaltungen händisch zu verdrahten, lassen sich diese Modulino-Komponenten über Qwiic-Kabel einbauen.

Der Modulino Hub [2] gibt einem Arduino ordentlich I2C-Ports an die Hand. Zwar lassen sich theoretisch bis zu 127 Geräte an einem Bus betreiben, in der Praxis sorgen jedoch identische I2C-Adressen vieler Sensoren und Aktoren für Schwierigkeiten. Wer schon einmal zwei gleiche Sensoren angeschlossen hat, kennt das Spiel. Der Hub erweitert ein bestehendes System um acht zusätzliche I2C-Kanäle, die jeweils einen eigenen Adressraum besitzen. Dadurch können auch mehrere identische Module parallel betrieben werden, ohne dass der bestehende Programmcode angepasst werden muss. Das Modul ist für 8,84 Euro im Arduino-Shop erhältlich.

Für größere Installationen ist der Modulino Extender [3] gedacht. I2C eignet sich normalerweise nur für kurze Leitungen auf einer Platine oder innerhalb eines Gehäuses. Müssen Sensoren oder Aktoren dagegen über mehrere Meter verteilt werden, stößt das Bussystem schnell an seine Grenzen. Der Extender verstärkt das Signal hardwareseitig und ermöglicht laut Arduino Kabellängen von bis zu 30 Metern bei einer Busgeschwindigkeit von 100 kHz. Zusätzliche Bibliotheken oder Änderungen an der Software sind dafür nicht erforderlich. Für 12,33 Euro kann man dieses Modul im Arduino-Shop kaufen.

Ebenfalls neu ist das Modulino-Motors-Modul [4]. Das Modul übernimmt die Ansteuerung von zwei Gleichstrommotoren oder alternativ eines Schrittmotors. Geschwindigkeit, Drehrichtung und Position lassen sich direkt über das Modul regeln. Gerade bei Robotik-Projekten oder automatisierten Mechanismen kann das den Verkabelungsaufwand reduzieren. Im Arduino-Shop ist dieses Modul für 12,82 Euro bestellbar.

Die neuen Bausteine arbeiten unter anderem mit dem Arduino UNO Q, Nesso N1, UNO R4 WiFi sowie verschiedenen Nano-Boards zusammen und sind auf die Nutzung innerhalb des Arduino-Ökosystems ausgelegt. Für Maker bedeutet das vor allem einen schnelleren Weg vom Prototyp zur funktionierenden Anwendung. Wer häufig Sensoren austauscht, neue Ideen ausprobiert oder Projekte schrittweise erweitert, dürfte von dem modularen Konzept profitieren. Statt jedes Mal die komplette Hardware neu aufzubauen, reicht künftig oft ein weiteres Modul in der Kette. Manchmal ist Plug-and-Play eben doch angenehmer als eine Stunde Fehlersuche mit dem Multimeter.

Wer mehr über die aktuelle Arduino-Generation wissen will, findet alles in unserem Test zum Arduino UNO Q [5].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11350813

Links in diesem Artikel:

  1. https://blog.arduino.cc/2026/06/26/three-new-arduino-modulino-modules-are-here-bigger-ideas-now-come-with-zero-added-stress/
  2. https://store.arduino.cc/products/modulino-hub
  3. https://store.arduino.cc/products/modulino-extender
  4. https://store.arduino.cc/products/modulino-motors
  5. https://www.heise.de/tests/Im-Test-Arduino-UNO-Q-mit-App-Lab-11084275.html
  6. https://www.heise.de/make
  7. mailto:das@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 01. Juli 2026 um 15:57

Nvidia bringt 5,5 Jahre alte Grafikkarte zurück

Von Heise

Die GeForce RTX 3060 soll es in der Mittelklasse richten. Für sie sprechen die 12 GByte Speicher, sonst aber nichts.

Nvidia-Chef Jensen Huang stellte sie bereits in Aussicht, jetzt kommt sie tatsächlich zurück: Deutsche Händler listen erneut erste Herstellerkarten der GeForce RTX 3060. Asus’ Doppellüfter-Version „Dual“ ist die günstigste Variante ab etwa 335 Euro [1].

Listungen bei zahlreichen großen Händlern, darunter Galaxus, Computeruniverse, Mindfactory, Cyberport und Alternate, beweisen, dass hier keine Restbestände aufgetaucht sind. Laut Asus handelt es sich um neue Lieferkontingente. Modelle von MSI und Gigabyte kosten noch etwas mehr, weitere RTX-3060-Grafikkarten sind mit Preisen jenseits der 500 Euro völlig überteuert [2].

Über ein halbes Jahrzehnt alt

Nvidia stellte die GeForce RTX 3060 Anfang 2021 vor [3]. Fast 5,5 Jahre hat die Grafikkarte inzwischen auf dem Buckel, was sich auch an der Technik bemerkbar macht: Die zugrundeliegende Ampere-Architektur bekommt längst nicht mehr alle KI-Funktionen fürs Spiele-Upscaling, zudem ist die GPU mit Samsungs 8-Nanometer-Fertigungstechnik heutzutage nicht mehr effizient.

Die GeForce RTX 3060 hat einen einzigen Vorteil gegenüber den meisten anderen Grafikkarten dieser Preisklasse: Sie kommt mit 12 GByte Speicher. Die durchschnittlich viel schnellere und effizientere GeForce RTX 5060 hat nur 8 GByte RAM, was manchen Spielen nicht mehr reicht und daher Ruckler verursachen kann.

Die günstigste aktuelle Nvidia-Grafikkarte mit mehr als 8 GByte Speicher ist die GeForce RTX 5060 Ti 16 GByte, die aber erst bei 530 Euro startet [4]. Bei AMD ist es die Radeon RX 9060 XT 16 GByte für vereinzelt unter 400 Euro [5]. Als Alternative gibt es die Intel Arc B580 mit 12 GByte ab etwa 260 Euro [6]. In dieser Preisregion bewegte sich 2025 auch noch die GeForce RTX 3060.

Tom’s Hardware macht [7] derweil auf eine Rückkehr der GeForce RTX 3060 in Nordamerika aufmerksam. Die Wiedereinführung scheint damit groß angelegt zu sein.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11349673

Links in diesem Artikel:

  1. https://preisvergleich.heise.de/asus-dual-geforce-rtx-3060-oc-v2-90yv0gb2-m0na10-a2542048.html?hloc=at&hloc=de&cs_id=1206858352&ccpid=hocid-ct
  2. https://preisvergleich.heise.de/?cat=gra16_512&xf=13878_GeForce+RTX+3060&pagesize=30&sort=p&promode=true&cs_id=1206858352&ccpid=hocid-ct
  3. https://www.heise.de/news/GeForce-RTX-3060-Mittelklasse-Grafikkarte-fuer-320-Euro-5021994.html
  4. https://preisvergleich.heise.de/?cat=gra16_512&xf=13830_ab+12GB~13878_GeForce+RTX+5060+Ti&pagesize=30&sort=p&promode=true&cs_id=1206858352&ccpid=hocid-ct
  5. https://preisvergleich.heise.de/xfx-swift-radeon-rx-9060-xt-oc-gaming-edition-rx-96tsw16bq-a3509896.html?hloc=at&hloc=de&cs_id=1206858352&ccpid=hocid-ct
  6. https://preisvergleich.heise.de/asrock-arc-b580-challenger-12gb-oc-90-ga5lzz-00uanf-a3365541.html?hloc=at&hloc=de&cs_id=1206858352&ccpid=hocid-ct
  7. https://www.tomshardware.com/pc-components/gpus/legacy-nvidia-rtx-3060-12gb-returns-to-retail-five-years-after-original-launch-priced-at-usd339-resurrected-gpu-strategy-that-jensen-called-a-good-idea-apparently-comes-to-fruition
  8. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  9. https://www.heise.de/ct
  10. mailto:mma@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 30. Juni 2026 um 17:36

Linux-Touchpanel mit A20-Rechner

Von Heise
Vormontiertes Linux-Touchpanel LCD7-PANEL-LIME2 mit schwarzem Gehäuse und 7-Zoll-Touchdisplay. Auf dem Bildschirm ist die Debian-Desktopoberfläche zu sehen.

(Bild: Olimex)

Das LCD7-PANEL-LIME2 kombiniert einen Linux-Rechner mit einem 7-Zoll-Touchscreen und kommt komplett vormontiert.

Olimex hat mit dem LCD7-PANEL-LIME2 [1] ein neues, Linux-basiertes Allroundpaket vorgestellt. Das Gerät kombiniert ein 7-Zoll-Touch-Display mit einem Linux-fähigen Einplatinenrechner in einer Einheit.

Die Basis bildet das A20-OLinuXino-LIME2-Board. Darauf arbeitet ein Allwinner-A20-Prozessor mit zwei Cortex-A7-Kernen. Zur Ausstattung gehören 1 GByte Arbeitsspeicher, 16 GByte eMMC-Flash-Speicher sowie ein Gigabit-Ethernet-Anschluss für die Netzwerkkommunikation. Als Anzeige dient ein 7 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1024 × 600 Pixeln. Die Bedienung erfolgt über einen kapazitiven Touchscreen.

Das System wird vollständig montiert ausgeliefert. Display, Rechnerplatine, Verbindungskabel und Befestigungselemente sind bereits zusammengebaut. Auch Linux ist vorinstalliert und der Touchscreen vorkonfiguriert. Damit entfällt ein Teil der Arbeit, wie Display auswählen, passende Kabel beschaffen, Halterungen konstruieren und anschließend Treiber und Betriebssystem einrichten.

Für Maker kann das interessant sein, wenn ein Projekt eine dauerhafte Benutzeroberfläche benötigt. Denkbar sind beispielsweise Smart-Home-Steuerungen, Visualisierungen für Solaranlagen oder Maschinensteuerungen in der Werkstatt. Statt einen Einplatinenrechner hinter einem separaten Bildschirm zu verstecken, steht direkt eine kompakte Bedieneinheit zur Verfügung.

Da das Gerät auf der offenen A20-OLinuXino-LIME2-Plattform basiert, stehen außerdem die Hardwareunterlagen und Schaltpläne [2] zur Verfügung. Als Betriebssystem kommt Debian Bookworm zum Einsatz, wodurch sich eigene Anwendungen flexibel installieren lassen.

Das LCD7-PANEL-LIME2 ist ab sofort verfügbar. Der Preis liegt bei 106 Euro. Für Maker, die eine Linux-basierte Touch-Oberfläche benötigen und sich nicht mit der Integration einzelner Komponenten beschäftigen möchten, könnte die Lösung einen Blick wert sein.

Wer von Pre-Built-Hardware angetan ist, kann in unserem Artikel zum RSS-Reader auf dem Pimoroni Presto [3] einen Blick auf ein cooles Gadget werfen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11343187

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.olimex.com/Products/OLinuXino/LCD/LCD7-PANEL-LIME2/
  2. https://github.com/OLIMEX/OLINUXINO/tree/master/HARDWARE/A20-OLinuXino-LIME2
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Desktop-RSS-Reader-mit-dem-Pimoroni-Presto-selbst-bauen-11134698.html
  4. https://www.heise.de/make
  5. mailto:das@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 24. Juni 2026 um 15:09

Qualcomm: Linux-Neustart für Dragonwing-Plattform

Von Heise
Süßer Linux Pinguin mit Qualcomm Hardware

Qualcomm verspricht einen grundlegenden Neustart beim Linux-Support für seine Dragonwing-Linie und hat „Qualcomm Linux 2.0“ angekündigt.

Qualcomm hat „Qualcomm Linux 2.0“ angekündigt und spricht von einem grundlegenden Neustart beim Linux-Support für seine Dragonwing-IoT-Plattform. Es geht nicht um die bekannten Snapdragon-Chips aus Smartphones und Laptops, sondern um die Dragonwing-Linie. Diese auf industrielle und IoT-Anwendungen zielende Architektur, auf der auch der QRB2210 basiert, der im Arduino Uno Q steckt, den wir im Make-Magazin bereits vorgestellt und getestet haben [1].

Konkret handelt es sich bei „Qualcomm Linux 2.0“ um ein Yocto-basiertes Build-System mit Board Support Packages (BSPs) für Dragonwing-Hardware. [2] Qualcomm betont dabei einen „Upstream First“-Ansatz: Patches sollen direkt in den Linux-Mainline-Kernel einfließen, statt wie bisher als separater Flickenteppich gepflegt zu werden. Das klingt nach Selbstverständlichkeit, ist in der Embedded-Linux-Welt aber keineswegs garantiert – viele Hersteller pflegen jahrelang eigene Kernel-Forks, die irgendwann schlicht nicht mehr weiterentwickelt werden. Wer schon mal versucht hat, ein älteres Maker-Board mit einem aktuellen Kernel zum Laufen zu bringen, weiß, wovon die Rede ist.

Qualcomms Roadmap für die V2.0

(Bild: Qualcomm)

Für die Maker-Community ist das durchaus eine relevante Entwicklung. Dragonwing-Boards wie der von der c’t getestete QCS6490-basierte Einplatinencomputer [3]oder eben der Arduino Uno Q mit seinem QRB2210 könnten langfristig von besserem Community-Support, einfacherer Toolchain und vor allem längerer Software-Pflege profitieren. Gerade beim Arduino Uno Q, der als Einstieg in Linux-fähige Maker-Hardware positioniert ist, wäre ein stabiles, gut gepflegtes Linux-Fundament ein echtes Verkaufsargument.

Einen Wermutstropfen bleibt allerdings: Der Adreno-Grafiktreiber bleibt laut Qualcomms eigener Dokumentation „Closed Source“ [5]. Wer auf vollständig offene Systeme setzt oder GPU-Beschleunigung in eigenen Projekten nutzen möchte, stößt hier an eine bekannte Grenze. Qualcomm ist damit nicht allein – ähnliche Diskussionen kennt man von anderen Plattformen –, aber es bleibt ein Punkt, den die Open-Source-Community der Firma seit Jahren vorhält.

Qualcomm Linux 2.0 befindet sich aktuell im Release-Candidate-Stadium (2.0-rc3), die Dokumentation ist bereits online. Eine YouTube-Präsentation wurde via LinkedIn für den 30.06.2026 angekündigt [7].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11341860

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tests/Im-Test-Arduino-UNO-Q-mit-App-Lab-11084275.html
  2. https://docs.qualcomm.com/nav/home?product=895724676033554725&version=2.0-rc2
  3. https://www.heise.de/tests/Test-Einplatinencomputer-mit-Qualcomm-Achtkerner-Dragonwing-QSC6490-11081115.html
  4. https://www.heise.de/make
  5. https://docs.qualcomm.com/doc/80-80022-252/topic/qualcomm-linux-sw-overview.html?product=895724676033554725&facet=System%20Software%20Architecture#graphics-overlay
  6. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  7. https://www.linkedin.com/posts/whats-new-qualcomm-linux-20-a-unified-share-7472690212318629888-1XlT/
  8. mailto:caw@make-magazin.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 23. Juni 2026 um 17:36

Raspberry Pi OS: Sanfte Versionspflege

Von Heise
Raspberry Pi 5

(Bild: heise medien)

Das Raspberry-Pi-Projekt hat Raspberry Pi OS in neuer Version herausgegeben. Die Änderungen sind jedoch recht überschaubar.

Gegen Ende der vergangenen Woche haben die Raspberry-Pi [1]-Entwickler das Betriebssystem Raspberry Pi OS (ehemals Raspbian) in aktualisierter Version veröffentlicht. Es handelt sich um dezente Versionspflege, größere Neuerungen enthält die neue Fassung nicht.

Die Release-Notes für die offenbar bereits am Donnerstag [2] vergangener Woche veröffentlichte Fassung des Betriebssystems für die Einplatinencomputer (SBC, Single Board Computer) bleibt daher auch recht kurz. Am augenfälligsten ist der offizielle Wechsel auf den Linux-Kernel 6.18.3. Der entstammt der Long-Term-Support-Linie 6.18, die Linus Torvalds im November [3] freigegeben hatte. Die Firmware kommt ebenfalls in aktualisierter Version mit. Der Wayland-Window-Manager labwc ist auf Stand 0.9.7. Für Touchscreens sind neue Standard-Zuordnungen eingezogen. Das python3-flask-Modul haben die Programmierer entfernt. Das aktualisierte Raspberry Pi OS umfasst auch kosmetische Änderungen wie neue Icons.

Einige nervende Fehler haben die Programmierer Raspberry Pi OS abgewöhnt: In piclone hat ein Handler zum Schließen der App gefehlt, das Drucker-Plug-in konnte beim Schließen hängen bleiben. In der Lautstärkesteuerung konnte das Audio-Eingabegerät falsch ausgewählt sein. Zudem ließ sich der oberste Eintrag in Hauptmenüs nicht korrekt mit der Tastatur aktivieren.

Raspberry Pi OS: Aktualisierung durchführen

Wer zwischendurch das System etwa durch den Aufruf von sudo apt update && sudo apt dist-upgrade auf den aktuellen Stand bringt, hat die ganzen Aktualisierungen bereits erhalten. Eine Neu- oder Überinstallation ist nicht nötig. Wer möchte, kann jedoch auch auf der Download-Seite des Projekts die aktuellen Abbilder herunterladen [4], um sie etwa frisch auf SD-Karte zu verfrachten.

Im April haben die Entwickler mit Raspberry Pi OS 6.2 einen größeren Sprung [5] vollzogen. Die Fassung versprach etwa verbesserte Sicherheit, unter anderem durch das Deaktivieren des passwortlosen sudo. Die Maintainer hatten das Release daher auch als Sicherheitsupdate bezeichnet.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11340343

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/thema/raspberry-pi
  2. https://downloads.raspberrypi.com/raspios_full_arm64/release_notes.txt
  3. https://www.heise.de/news/Linux-6-18-LTS-Kernel-mit-vielen-Bugfixes-kurz-vor-Veroeffentlichung-11104048.html
  4. https://www.raspberrypi.com/software/operating-systems/
  5. https://www.heise.de/news/Raspberry-Pi-OS-6-2-Update-verspricht-mehr-Sicherheit-11258279.html
  6. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  7. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
  8. mailto:dmk@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 22. Juni 2026 um 13:52

Matter 1.6 nimmt neuen Anlauf bei plattformübergreifender Geräteverwaltung

Von Heise
Smart Speaker auf einer Kücheninsel, während im Hintergrund eine Person an einem Tisch mit einem Tablet arbeitet.

(Bild: Slizo / Shutterstock.com)

Matter 1.6 bringt neue Funktionen für gemeinsame Geräteverwaltung, NFC-Einrichtung und vernetzte Thermostate.

Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat die Spezifikation Matter 1.6 veröffentlicht. Neue Geräteklassen werden nicht eingeführt. Stattdessen soll die Spezifikation ein zentrales, bislang nur teilweise eingelöstes Versprechen des Standards voranbringen: Smart-Home-Geräte unabhängig vom gewählten Ökosystem nutzbar zu machen. Dafür soll die gemeinsame Verwaltung eines Smart Homes durch Plattformen wie Apple Home, Google Home und Alexa deutlich einfacher werden.

Möglich machen soll das vor allem eine neue Funktion namens Joint Fabric. Sie erweitert den Multi-Admin-Ansatz von Matter, also die Nutzung eines Smart-Home-Geräts über mehrere Plattformen hinweg. Bereits Matter 1.4 sollte die Freigabe von Geräten zwischen verschiedenen Plattformen mit einer einzigen Zustimmung des Nutzers vereinfachen, ließ aber weiterhin getrennte Matter-Netze der einzelnen Anbieter bestehen. Joint Fabric geht einen Schritt weiter: Mehrere vom Nutzer autorisierte Smart-Home-Plattformen sollen künftig dieselbe Matter-Installation gemeinsam verwalten können, statt jeweils eigene Matter-Netze aufzubauen. Geräte, die zu dieser gemeinsamen Umgebung hinzugefügt werden, sollen dann automatisch in allen teilnehmenden Systemen verfügbar sein. Zugriffsrechte lassen sich laut CSA unabhängig von den Geräten erteilen oder entziehen.

Eine weitere Neuerung soll die Einrichtung fest installierter Matter-Geräte vereinfachen. Matter 1.6 erlaubt erstmals die vollständige Inbetriebnahme über bidirektionale NFC-Kommunikation. Bislang konnte NFC zwar bereits Einrichtungsinformationen bereitstellen und damit das Scannen eines QR-Codes ersetzen, die eigentliche Einrichtung lief aber weiterhin über Bluetooth LE. Künftig soll der gesamte Vorgang per NFC möglich sein. Das ist vor allem bei Deckenleuchten, Unterputzschaltern und anderen fest verbauten Geräten relevant, die sich so bereits vor der endgültigen Montage oder vor dem Einschalten des Netzstroms einrichten lassen. Bei größeren Installationen können mehrere Geräte vorab konfiguriert und später am vorgesehenen Ort aktiviert werden.

Weitere Verbesserungen für Thermostate und Sicherheit

Matter 1.6 [2] bringt außerdem Änderungen für vernetzte Thermostate. Statt direkter Befehle können Smart-Home-Plattformen künftig zeitlich begrenzte Empfehlungen senden. Das Thermostat entscheidet dann anhand der aktuellen Situation und der vom Nutzer festgelegten Präferenzen, ob es diese Empfehlung umsetzt oder zurückstellt. So soll verhindert werden, dass eine Automatisierung kurz nach einer manuellen Änderung die Temperatur wieder überschreibt oder dass ein Energiesparprogramm eines Versorgers durch eine andere Plattform ausgehebelt wird. Auch Vorgaben wie Energieeinsparung, Luftqualität oder Luftfeuchtigkeit sollen sich über mehrere Dienste hinweg berücksichtigen lassen. Folgt das Thermostat einer Empfehlung nicht, soll es dafür eine standardisierte Begründung liefern.

Daneben führt die neue Spezifikation mehrere Detailverbesserungen ein. Geräte können ihre Fähigkeiten und Betriebsgrenzen standardisiert mitteilen, Sicherheitssensoren zusätzlich zu ihrem aktuellen Status auch frühere Ereignisse melden. Rauch- und CO-Melder zeigen künftig an, wenn sie aus der Halterung entfernt wurden. Zudem soll die Verwaltung widerrufener Zertifikate skalierbarer werden.

Wann und in welcher Form Hersteller und Plattformbetreiber die neuen Funktionen umsetzen werden, bleibt offen. Die zögerliche Umsetzung neuer Matter-Spezifikationen durch die Plattformen gilt bislang als eines der größten Hindernisse des Standards.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11336903

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  2. https://csa-iot.org/newsroom/matter-1-6-enables-more-intuitive-setup-multi-ecosystem-experiences-and-context-driven-control/
  3. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
  4. mailto:Tomislav.Bezmalinovic@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 18. Juni 2026 um 12:48

Maker Faire Solothurn 2026: Zwei Tage voller Innovation, Kreativität und Technik

Von Heise
Titelbild der Veranstaltung

(Bild: Make)

Über 70 Aussteller, spannende Technik, 3D-Druck, KI und DIY-Projekte warten am 20. und 21. Juni in Derendingen.

Am 20. und 21. Juni 2026 verwandelt sich die Enter Technikwelt in Derendingen erneut in die Maker Faire Solothurn. Jeweils von 10 bis 18 Uhr treffen sich Tüftler, Bastler, Entwickler, Künstler und neugierige Besucher, die sich Tipps zum Selbermachen holen wollen. Wer sich für das Wochenende ein Maker-Faire-Ticket holt, bekommt auch Zugang zur Enter Technikwelt. Das Technikmuseum beherbergt eine große Sammlung von Computer- und Unterhaltungselektronik und bietet eine Reise durch die Technikgeschichte.

Die Ausstellerliste ist auch 2026 wieder vielfältig. Mehr als 70 Maker, Vereine, Schulen und Unternehmen präsentieren ihre Projekte. Mit dabei sind unter anderem Bastelgarage.ch, Hackuarium, Makerspace Reinach, Swiss3Dc, Prusa Research, Creality, DFRobot sowie zahlreiche unabhängige Entwickler und Künstler.

Zwischen selbstgebauten Robotern, 3D-Druck-Projekten, Elektronik-Experimenten, Lasercut-Kunstwerken und Upcycling-Ideen gibt es viel zu entdecken. Wer sich für Modellbau interessiert, findet ebenso Projekte wie Fans von Retro-Computern oder Mikrocontrollern.

Auch 2025 war die Messe schon bis zum Bersten mit Kreativität gefüllt.

(Bild: Maker Faire Solothurn [1])

Eine Maker Faire lebt natürlich auch vom Mit-Maken. Im Vortragsbereich laufen an beiden Tagen Präsentationen zu aktuellen Maker-Themen.

So zeigt Bastelgarage.ch den Weg vom digitalen 3D-Modell bis zum fertigen Objekt und gibt Einblicke in Fertigungstechniken. Makerspace Reinach präsentiert lokale KI-Anwendungen mit Open-Source-Modellen und zeigt, wie man lokale LLMs einsetzen kann. Hackuarium beschäftigt sich mit Themen wie Umweltmonitoring.

Daneben laden zahlreiche Stände dazu ein, Fragen zu stellen, Projekte aus nächster Nähe anzuschauen und direkt mit den Entwicklern ins Gespräch zu kommen – ein Markenzeichen jeder Maker Faire.

Auf der Webseite [2] zur Maker Faire Solothurn ist eine vollständige Liste von Ausstellern und Vorträgen zu finden.

Die Maker Faire Solothurn 2026 verspricht erneut ein Wochenende voller Kreativität, Technik und Entdeckergeist zu werden.

Wer neue Projekte entdecken, Menschen kennenlernen oder einfach einen inspirierenden Tag mit der Familie verbringen möchte, sollte sich den 20. und 21. Juni 2026 im Kalender markieren. In Solothurn wird an diesem Wochenende wieder getüftelt.

Die Maker Faire Solothurn ist Teil der DACH-Maker-Faires, die von der Make lizenziert sind. Auf der Maker-Faire-Webseite [3] gibt es eine Übersicht aller kommenden Veranstaltungen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11335926

Links in diesem Artikel:

  1. https://makerfaire.ch/
  2. https://makerfaire.ch/
  3. https://maker-faire.de/
  4. https://www.heise.de/make
  5. mailto:das@heise.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 18. Juni 2026 um 12:42

Ab Raspberry-Pi-Format: Einplatinencomputer mit Intel Core 300 „Wildcat Lake“

Von Heise

Die taiwanische Firma Aaeon kündigt x86-Einplatinencomputer mit Intels jüngstem Billigprozessor an, einige mit kreditkartengroßer Platine wie der Raspi.

Die im April von Intel vorgestellte CPU-Baureihe Core 300 alias Wildcat Lake nutzen immer mehr Hersteller als Nachfolger der ältlichen N-Prozessoren. Der taiwanische Hersteller kündigt mehrere Einplatinencomputer (UP-Boards) und Minirechner an, die mit Core-300-Chips bestückt sind. Die Vorgänger nutzten x86-Prozessoren wie Intel N100 (Alder Lake-N), N150 oder Core 3 N355 (Twin Lake).

Die Platine des Aaeon UP WCL hat wie beim Raspberry Pi ungefähr das Format einer Bezahlkarte. Er soll mit Core 3 304 (1 P- und 4 E-Kerne), Core 5 320 (2P/4E) oder Core 7 350 (2P/4E) bestellbar sein sowie mit bis zu 24 GByte LPDDR5-RAM und 256 GByte UFS-Flash.

Auf den Produktfotos von Aaeon fehlt der Kühlkörper. Allerdings kann der Core 300 auf 10 bis 15 Watt TDP eingestellt werden, und Aaeon nennt 30 bis 36 Watt typische Leistungsaufnahme. Daher dürfte ein Lüfter nötig sein, den das Datenblatt auch erwähnt (Active cooling).

M.2, USB mit 10 Gbit/s und Ethernet mit 2,5 Gbit/s

Dank der bis zu zwei P-Kerne verspricht der Aaeon UP WCL [1] wesentlich höhere Rechenleistung als bei einem Raspberry Pi 5. Außerdem hat das Board leistungsfähigere Schnittstellen: 3 × USB-A mit 10 Gbit/s, Ethernet mit 2,5 Gbit/s und eine M.2-Fassung. Leider verrät Aaeon bisher nicht, wie viele PCIe-Lanes welcher PCIe-Generation zum Einsatz kommen.

Eine USB-C-Buchse hat der UP WCL nicht und auch nur eine HDMI-2.1-Buchse. Es gibt auch nur 10 GPIO-Anschlüsse. Die Stromversorgung erfolgt mit 12 Volt Gleichspannung.

Preise und Lieferterrmine nennt Aaeon bisher nicht.

Der deutlich größere Aaeon UP Nexus WCL [2] hat vor allem mehr Anschlüsse und Schnittstellen, darunter USB-C. Allerdings liefert die Buchse keine DisplayPort-Signale an einen Monitor, beherrscht aber immerhin USB 3.2 Gen 2x2 mit 20 Gbit/s. Den im Core 300 integrierten Controller für USB4/Thunderbolt 4 nutzt Aaeon nicht.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11336060

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.aaeon.com/en/product/detail/up-boards-up-wcl/download
  2. https://www.aaeon.com/en/product/detail/up-boards-up-nexus-wcl
  3. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  4. https://www.heise.de/ct
  5. mailto:ciw@ct.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 17. Juni 2026 um 17:23

IKEA-Hack: Samla-Box wird zur Haube für den Snapmaker U1

Von Heise
3D-Drucker im Einsatz

(Bild: Makerworld.com)

Wer den 3D-Drucker Snapmaker U1 einhausen will, zahlt für die Original-Haube satte 159 Euro – viel billiger ist die Community-Lösung aus einer IKEA-Kiste.

Wer einen Snapmaker U1 besitzt oder mit dem Multicolor-Drucker liebäugelt, kennt seine offene Bauweise. Für eine geschlossene Haube [1] verlangt Snapmaker zurzeit 159 Euro. Es gibt aber eine viel billigere Lösung. Auf MakerWorld [2] hat der User Beaver Works einen gedruckten Verbinder veröffentlicht, der die transparente IKEA-Samla-Box (45 Liter, 56 × 39 × 28 cm, 6,99 Euro) als Haube auf den Drucker setzt. Schrauben braucht es keine, nur ein Tropfen Kleber sorgt für Halt. Die Box hält Staub und Lärm draußen sowie die Wärme drinnen, was vor allem bei verzugsfreudigem ABS oder ASA hilft.

Von der Community weitergedacht

Tüftler aus aller Welt haben den Entwurf nachgedruckt und weitergedacht. Eine Variante kommt beim Zusammenbau ohne das Abstecken der Kabel aus, eine andere ergänzt Lüftungsschlitze, und jemand hat den Verbinder kurzerhand an eine ähnliche Box der US-amerikanischen Warenhauskette Costco angepasst.

Vier Köpfe, 80 Prozent weniger Filament

Die Frage, warum der U1 überhaupt so gefragt ist, hat die Make in Ausgabe 7/25 in einem ausführlichen Test [3] beantwortet. Der Drucker wechselt zwischen vier Druckköpfen, druckt mehrfarbig ohne Spülabfall und spart so bis zu 80 Prozent Filament. In einzelnen Disziplinen hängt er sogar den rund fünfmal teureren Prusa XL ab, und das für unter 1000 Euro.

(Bild: Nathalie Schönwetter)

IKEA als Maker-Fundgrube

Dass sich IKEA-Produkte erstaunlich oft zweckentfremden lassen, ist der Grund, warum sich das Make-Sonderheft 6/25 [4] nur rund um IKEA-Hacks dreht. Dort wird der Servierwagen Bror zur mobilen Werkbank und der Luftfilter Förnuftig zur Absaugstation für Lötdämpfe.

Gerade die Samla-Boxen werden für alle möglichen Hacks verwendet, vom Katzenklo über den Anzuchtkasten bis zur Filament-Aufbewahrung [5]. Bei der Trockenbox sorgen etwas Dichtungsband, ein paar gedruckte Halter, Silica-Gel und ein Hygrometer dafür, dass hygroskopisches PLA, ABS oder Nylon vor Feuchtigkeit geschützt bleibt. Passende Vorlagen für die 22- und 45-Liter-Box gibt es zuhauf.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11332385

Links in diesem Artikel:

  1. https://eu.snapmaker.com/de/products/top-cover-for-snapmaker-u1
  2. https://makerworld.com/de/models/2031310-snapmaker-u1-top-cover-modding-for-ikea-samla-45l
  3. https://www.heise.de/ratgeber/3D-Drucker-Snapmaker-U1-im-Test-11066562.html
  4. https://www.heise.de/news/Jetzt-im-Make-Sonderheft-6-25-Ikea-Hacks-10818952.html
  5. https://ikeahackers.net/2023/12/diy-filament-dry-box.html
  6. mailto:mch@make-magazin.de

Copyright © 2026 Heise Medien

Adblock test (Why?)

  • 15. Juni 2026 um 17:00
❌