(Bild: Pixfiction/Shutterstock.com)
OpenAI führt ChatGPT Health ein, das unter anderem Apple-Health-Daten auswertet. Die EU, Schweiz und Großbritannien bleiben vorerst außen vor.
OpenAI hat ChatGPT Health vorgestellt [1], einen separaten Gesundheitsbereich innerhalb von ChatGPT [2]. Der KI-Assistent verknüpft persönliche Gesundheitsdaten mit dem Chatbot und soll Nutzern helfen, medizinische Befunde zu verstehen, Arztbesuche vorzubereiten und Fitnessdaten auszuwerten. OpenAI betont, das System sei „in enger Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten“ entwickelt worden. ChatGPT Health soll dabei medizinische Versorgung unterstützen, nicht ersetzen.
Der neue Bereich ist zunächst nur für eine kleine Gruppe früher Nutzer über eine Warteliste zugänglich. Nutzer in der Europäischen Union, der Schweiz und Großbritannien bleiben dabei vorerst außen vor. Verfügbar ist ChatGPT Health für Accounts aller Stufen – Free, Go, Plus und Pro. Laut OpenAI stellen weltweit über 230 Millionen Menschen pro Woche Gesundheitsfragen an ChatGPT – diesem Anwendungsfall will der Anbieter nun mehr Gewicht geben.
ChatGPT Health kann verschiedene Datenquellen einbinden. Herzstück ist die Integration mit Apple Health [3], Apples vorinstallierter Gesundheits-App auf dem iPhone, die Daten von Apple Watch, iPhone-Sensoren und Drittanbieter-Apps bündelt. Nutzer können ihre Apple-Health-Daten über den Apple Account verbinden, wodurch ChatGPT auf Informationen wie Schritte, Herzfrequenz, Schlafmuster und Trainingseinheiten zugreifen kann.
Zusätzlich lassen sich Fitness- und Wellness-Apps wie MyFitnessPal, Peloton, AllTrails, Instacart und Weight Watchers verknüpfen. In den USA können Nutzer auch elektronische Patientenakten anbinden. ChatGPT Health kann dann Labor- und Testergebnisse interpretieren, medizinische Dokumente in verständliche Sprache übersetzen, Ernährungsempfehlungen geben und Trainingsroutinen auf Basis von Gesundheitsmustern erstellen. Auch beim Vergleich von Versicherungsoptionen soll der Assistent helfen.
OpenAI hebt hervor, ChatGPT Health baue auf den vorhandenen Datenschutz- und Sicherheitskontrollen von ChatGPT auf und ergänze diese um spezielle Schutzmaßnahmen. Der Gesundheitsbereich verfüge über einen eigenen Speicherort für Chats, Dateien und App-Verknüpfungen, getrennt von normalen Unterhaltungen. OpenAI spricht von „Verschlüsselung und Isolierung“, um Gesundheitsgespräche privat und abgeschottet zu halten. Konkrete technische Details nennt OpenAI in der Ankündigung nicht. Auch aufgrund der unterschiedlichen Gesetze zwischen den USA und Europa sind die Versprechen mit entsprechender Vorsicht zu sehen.
Der Gesundheitsbereich hat separate Kontexte, sodass die dort eingegebenen Daten nicht in andere Chats einfließen sollen. Umgekehrt kann ChatGPT Health bei Bedarf Kontext aus nicht-gesundheitsbezogenen Chats beziehen, etwa bei Lebensstiländerungen. Gespräche in ChatGPT Health werden laut Anbieter nicht zum Training der Modelle verwendet. Wenn Nutzer im allgemeinen Chat-Bereich gesundheitliche Themen ansprechen, schlägt ChatGPT vor, in den Health-Bereich zu wechseln.
Der Ausschluss von EU, Schweiz und UK deutet auf regulatorische Hürden hin. Gesundheitsdaten gelten nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als besondere Kategorien personenbezogener Daten und unterliegen strengen Verarbeitungsvoraussetzungen. Datenübermittlungen in die USA sind nur mit angemessenen Garantien zulässig – bei Gesundheitsdaten prüfen Aufsichtsbehörden besonders streng. Zudem könnte die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) greifen, falls ChatGPT Health als Software mit medizinischem Zweck eingestuft würde.
OpenAI versucht offenbar, diese Einstufung zu vermeiden. Dennoch bleibt offen, wie Regulatoren das Angebot bewerten. Auch der AI Act der EU könnte für den OpenAI-Dienst zum Problem werden. In der Schweiz und Großbritannien gelten ähnliche Standards bei Datenschutz und Medizinprodukten, wenn auch mit eigenen Aufsichtsbehörden.
Trotz Warnhinweisen, dass ChatGPT Health keine ärztliche Beratung ersetzt, stellt sich die Frage, ob die kommunikativen Schutzmechanismen ausreichen. OpenAI wirbt mit ChatGPT als Navigator für die Gesundheit [4] – das könnte bei Nutzern den Eindruck erwecken, dass es sich doch um einen KI-Arzt handelt. Wie OpenAI durch System-Prompts, Sicherheitsfilter und Content Classifier verhindert, dass Nutzer bei akuten Symptomen auf Notruf oder ärztliche Hilfe verzichten, bleibt offen.
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https://www.heise.de/-11134773
Links in diesem Artikel:
[1] https://openai.com/index/introducing-chatgpt-health
[2] https://www.heise.de/thema/ChatGPT
[3] https://www.heise.de/thema/Apple-Health
[4] https://www.heise.de/news/OpenAI-wirbt-mit-ChatGPT-als-Gesundheitshelfer-11130306.html
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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Touchscreen für MacBook Pro von Intricuit: Mac lässt sich mit ihm nicht schließen, das verhindert Schäden.
(Bild: Intricuit)
Apple bietet bislang keine Macs mit berührungsempfindlichem Display. Ein Crowdfunding-Projekt will das ändern – entnehmbar als Nachrüstsatz.
Für manche Apple-User wäre es ein Traum: Ein Mac, der neben Tastatur und Maus (oder Trackpad) auch über einen Touchscreen verfügt. Doch bislang lehnt Apple ein solches Bedienkonzept [1] ab, verweist auf das iPad, das mittlerweile immer Mac-ähnlicher [2] wird. Ein Crowdfunding-Projekt, das demnächst auf Kickstarter anlaufen soll, will dem allen nun vorgreifen: Der „Magic Screen [3]“ soll ein Touchscreen-Nachrüstsatz für verschiedene MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modelle werden, der sich je nach Lust und Laune anbringen lässt.
Das System arbeitet, ähnlich wie man das von Privacy-Screens für MacBooks [4] kennt, magnetisch: Es wird am oberen Bildschirmrand angebracht und dann unten "eingehakt". Die Hardware ist so gestaltet, dass es nicht möglich ist, das MacBook nach der Installation zu schließen – das soll Schäden verhindern, denn die Toleranzen sind sehr eng [5]. Unterstützt werden sollen alle MacBook-Größen mit 13, 14, 15 und 16 Zoll ab M1 (Pro) beziehungsweise M2 (Air) bis hoch zum MacBook Pro M5 [6].
Im Rahmen der Kickstarter-Kampagne des Herstellers namens Intricuit ist ein Preis von 139 US-Dollar (plus Umsatzsteuer und Versand) vorgesehen. Die „Snap on“-Lösung ist allerdings nicht drahtlos. Stattdessen wird sie per USB-C-Kabel mit dem Mac verbunden. Der Touchscreen soll durchsichtig genug sein, um die Bildqualität nicht zu reduzieren. Das System ist zudem Stylus-fähig (inklusive Hover-Funktion) und soll „eine Alternative zu Zeichentablets und iPads“ darstellen.
Die auf der Intricuit-Website gezeigte Hardware soll ein „später Prototyp“ sein und könne sich optisch noch vom fertigen Gerät unterscheiden. Momentan wurden noch keine Angaben gemacht, wann mit einer Auslieferung zu rechnen ist. Interessierte können sich für einen Early-Access-Zugriff registrieren, wann es losgeht, wurde noch nicht kommuniziert.
Die große Frage beim Magic Screen betrifft die Software: macOS ist standardmäßig nicht Touchscreen-fähig und es bräuchte eine Art Overlay-Lösung, um eine normale Bedienung per Finger oder Stylus zu ermöglichen. Intricuit spricht unter anderem davon, dass Tap-, Swipe- und Zoom-Gesten funktionieren, ebenso wie Scrollen. Wie bei anderen Crowdfunding-Projekten muss man einiges an Vertrauen in den Hersteller investieren. Kickstarter-Projekte können bekanntermaßen auch scheitern.
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[1] https://www.heise.de/news/Touchscreen-im-Mac-Apple-will-sich-bereit-fuer-naechste-Generation-machen-7459492.html
[2] https://www.heise.de/ratgeber/iPadOS-26-So-nutzen-Sie-das-neue-Fenstersystem-auf-Apple-Tablet-10646557.html
[3] https://intricuit.com/
[4] https://www.heise.de/news/Blickschutz-fuer-Bildschirme-Apple-meldet-Patente-an-9540185.html
[5] https://www.heise.de/news/Webcam-Warnung-Abdeckungen-koennen-MacBook-Display-zerstoeren-10792976.html
[6] https://www.heise.de/tests/Staubsaugen-im-Apple-Home-Diese-Haushaltsroboter-lohnen-sich-10751677.html
[7] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Nutzerin an iMac: Problem schon lange bekannt.
(Bild: Kaspars Grinvalds / Shutterstock.com)
Beim ersten Apple-Silicon-Modell des All-in-one-Rechners kann es zu merkwürdigen Darstellungsproblemen kommen. Apple reagiert nur fallweise.
Seit 2024 gibt es Berichte von Nutzern, dass sich der Bildschirm von iMacs der ersten M-Chip-Generation [1] nach einigen Jahren der Verwendung teilweise intern zu zerlegen [2] scheint. Der sogenannte Black Line Defect sorgt für bleibende horizontale Linien auf dem Display. Ein entsprechender Thread im offiziellen Apple-Support-Forum [3] hat mittlerweile 35 Seiten – ein Indiz dafür, dass das Problem offenbar häufiger auftreten kann. Betroffene Kunden können wenig tun: Der iMac M1 wurde bereits seit 2021 verkauft, und der Fehler tritt üblicherweise nach Ablauf der zweijährigen Gewährleistung auf. Apple selbst trifft Einzelfallentscheidungen: Manchmal gibt es aus Kulanz einen kostenlosen Austausch des Displays, doch üblicherweise muss der Kunde – nach Kostenvoranschlag – selbst zahlen.
Eine Gruppe Betroffener versucht nun, Apple dazu zu bewegen, ein Austauschprogramm aufzulegen [4]. Unter iMacUsersVoice.com haben sie die Kampagne „Stop the Black Lines Defect“ aufgesetzt. „Besitzer von 24-Zoll-iMacs mit Apple Silicon sehen nach etwa zwei Jahren normaler Nutzung permanente horizontale Linien. Erst wenn Apple ein globales Serviceprogramm startet, um alle betroffenen Geräte zu reparieren, wird diese Website offline genommen, schreiben sie.
Die selbstorganisierten Betroffenen gehen davon aus, dass „Tausende“ von iMac-M1-Modellen betroffen sind. Über das Apple-Support-Forum sollen allein fast 1300 Personen zusammengekommen sein, die durchgaben, das Problem zu haben. 470 entsprechende Antworten landeten in einem ersten Thread, der später für neue Postings gesperrt wurde, weitere über 820 in einem neuen.
Es gibt Vermutungen, dass das Problem, das nach 18 bis 24 Monaten der Benutzung auftritt, mit einem überhitzenden Hochspannungs-Flexkabel zu tun haben könnte, das im LCD-Bereich verbaut ist. Das Bauteil soll sehr günstig sein, doch Apple verlangt laut Nutzerangaben bis zu 700 Dollar für die Reparatur.
Der Hersteller hat sich bislang nicht zu dem Problem geäußert, das mit Softwaremitteln offenbar nicht zu beheben ist. Fehlerberichte gibt es aus der ganzen Welt. Unklar ist, ob auch spätere Modelle – also iMac M3 und M4 – betroffen sind. Die Nutzer fordern, diese gegebenenfalls in ein Austauschprogramm aufzunehmen. Sie fordern außerdem eine transparente Kommunikation von Apple.
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[1] https://www.heise.de/news/Neue-iMacs-24-Zoeller-mit-Apple-Prozessor-und-in-vielen-Farben-6021800.html
[2] https://www.heise.de/news/iMac-M1-Berichte-ueber-Display-Defekte-9961731.html
[3] https://discussions.apple.com/thread/255220596?sortBy=rank
[4] https://www.imacusersvoice.com/
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Netzteil in Steckdose: Große Auswahl.
(Bild: heise medien)
Neue iPhones ziehen bis zu 40 Watt aus dem Netzteil, sofern dieses das schafft. Da Apple kein Ladegerät mehr beilegt, braucht es Alternativen. Unser Test.
Beim Test der neuen iPhones hat sich gezeigt, dass diese viel Strom aufnehmen können. Bis auf 40 Watt steigt die Leistungsaufnahme, wenn man das Display ganz hell macht und alle CPU-Kerne belastet.
Anlass für uns, nach geeigneten Ladegeräten ab 33 Watt Ausschau zu halten. Sie sollten möglichst klein und leicht sein, damit man sie gut als Netzteil unterwegs nutzen kann – wofür eine USB-C-Buchse reicht. Zusammen kamen sechs Geräte ab 14 Euro. Natürlich lassen sich alle auch für ältere iPhones, iPads und sogar MacBooks sowie als Stromquelle für MagSafe oder Qi einsetzen.
Zunächst haben wir ausprobiert, wie viel Strom ein iPhone 17 Pro über die Zeit beim Laden aufnimmt. Dabei war es im Ruhezustand mit Display im abgedunkelten Always-On-Modus. Gemessen haben wir mit einem USB-C-Zwischenstecker. Kurze Zeit nach dem Booten des völlig entleerten Gerätes stieg die Leistungsaufnahme auf den Höchstwert von 26,8 Watt und fing nach 10 Minuten schon wieder an zu sinken, auf dann 23,8 Watt (siehe Diagramm unten).
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Das Luna Band will eine Whoop-Alternative sein.
(Bild: Luna)
Mit dem Luna Band eifert ein weiterer Hersteller dem Whoop-Band nach. Der neue Gesundheitstracker kommt ohne Abo und setzt auf ein Sprachinterface.
Gesundheitstracker ohne Bildschirm [1] scheinen seit dem Whoop-Band immer mehr im Trend zu liegen. Neben dem Whoop 5.0 bieten etwa auch Hersteller wie Amazfit und Polar ähnliche Lösungen an. Im Zuge der CES 2026 [2] hat Luna, ein Tochterunternehmen der indischen Techfirma Noise, das bisher eher für Smartringe bekannt ist, sein Luna Band vorgestellt. Ähnlich wie das Modell von Amazfit und Polar soll der Tracker ohne monatliche Abogebühren nutzbar sein.
Laut dem Unternehmen [3] soll das Band eine „Echtzeit-Gesundheitsberatung per Sprachausgabe“ bieten. Zudem soll das Luna Band nicht nur Daten anzeigen, sondern auch zeitnahe und umsetzbare Vorschläge liefern. Nutzerinnen und Nutzer können mit dem Band auch Mahlzeiten protokollieren, Symptome aufzeichnen und mithilfe von Sprachbefehlen Gesundheitsratschläge einholen. Laut Hersteller funktioniert das System über verbundene Ohrhörer und die Integration mit Apples Siri. Ob es mit weiteren Sprachassistenten funktioniert, verrät der Hersteller auf seiner Webseite nicht; nach Informationen der britischen Zeitung Independent [4] soll das allerdings der Fall sein.
Das Band sieht ähnlich aus wie andere Produkte dieser Kategorie: Es verfügt über ein dünnes Metallgehäuse, in dem sich die Sensoren und der Akku befinden. Der Tracker sammelt Gesundheitsdaten und synchronisiert diese mit der Smartphone-App, in der Nutzerinnen und Nutzer Statistiken und Ratschläge einsehen können.
Softwareseitig basiert der Fitness-Tracker auf dem firmeneigenen Betriebssystem LifeOS, das nach Angaben des Herstellers Tausende physiologischer Signale pro Minute verarbeiten können soll. Laut Luna erkennt LifeOS Veränderungen in den Bereichen Erholung, Stress, circadianer Rhythmus und Hormonmuster und gibt den ganzen Tag über kontextbezogene Empfehlungen. Neben der täglichen Aktivität liefert das Band auch Einblicke ins Schlafverhalten und kann als Zyklustracker verwendet werden. Zudem kann das Band laut Hersteller Erholung und Stress messen.
Im Band stecken optische Sensoren und eine „hochpräzise 6-Achsen-IMU“ (Inertial Measurement Unit). Weitere Details zur Ausstattung nennt der Hersteller nicht. Auch einen Preis verrät Luna bislang nicht. Das Band soll im Laufe dieses Jahres erscheinen.
heise online ist offizieller Medienpartner der CES 2026.
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[1] https://www.heise.de/tests/Fitnessarmbaender-ohne-Display-im-Test-Helio-Strap-Polar-Loop-und-Whoop-MG-10520194.html
[2] https://www.heise.de/thema/CES
[3] https://www.lunazone.com/pages/luna-band
[4] https://www.independent.co.uk/extras/indybest/gadgets-tech/luna-band-whoop-alternative-ces-2026-b2894456.html
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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OmniOutliner 6: Grundlegend renoviert.
(Bild: The Omni Group)
Der Gliederungseditor OmniOutliner gehört zu den klassischen Mac-Apps. Nun gibt es eine komplett neue Version – auch für iOS und iPadOS.
Outliner sind praktisch: Dank strukturierter Eingabe von Informationen kann man mit diesen Gliederungseditoren Gedanken ordnen, To-dos aufstellen, Ideen planen oder kreative Projekte umsetzen. Auf dem Mac seit vielen Jahren beliebt ist der OmniOutliner [1] von The Omni Group. Die App wurde immer wieder weiterentwickelt und steht auch für iPhone und iPad bereit – sowie seit Neuestem auch für die Vision Pro. Mit der Version 6 [2] kommt nun eine ganze Reihe von Neuerungen in die App – inklusive KI.
Lobenswert: Angeboten wird der OmniOutliner als sogenannter Universal Purchase. Damit kauft man die App einmal und kann sie auf allen unterstützten Apple-Geräten nutzen. Allerdings muss es ab sofort teilweise das neueste Betriebssystem sein: mindestens iOS 26, iPadOS 26 und visionOS 26. Auf dem Mac ist man aber auch schon ab macOS 15 dabei.
OmniOutliner 6 kommt auf allen Plattformen in einem neuen Look, wurde an Liquid Glass [3] angepasst und hat neue Icons. Dynamische Themen schalten jetzt auf Wunsch automatisch in den Dunkelmodus um. Es gibt einen neuen Template-Picker, der über Plattformen hinweg arbeitet und verschiedene Einstellungen automatisch übernimmt. Dokumente können über Omni Links untereinander verlinkt werden – auch über geteilte Dokumente. Verbesserungen gibt es weiterhin bei den Anhängen – so kann man Bilder vergrößern und verkleinern, kann Anhänge auch bei der Essentials-Edition der App (statt nur Pro) verwenden und bietet verbesserte Filter (mit Nested-AND/OR-NOT-Regeln) und erweiterte Datumseinstellungen. In Sachen KI liefert OmniOutliner 6 nun Unterstützung für Omni Automation [4] mit, die verschiedene Möglichkeiten der Automatisierung bietet. Dabei werden lokal laufende Apple-Grundmodelle verwendet.
Auf iPhone und iPad wurde das Dokumentenmanagement optimiert – zum schnelleren Anlegen neuer Dokumente inklusive iCloud-Drive-Nutzung. Dokumente lassen sich freier „stylen“, gespeicherte Filter laufen jetzt auch auf Mobilgeräten und die Anhänge arbeiten mit der Dateien-App, der Foto-Bibliothek und der Kamera zusammen. Die Vision-Pro-App ist laut The Omni Group „brandneu“ und soll alle wichtigen Features enthalten.
OmniOutliner 6 wird über die Website des Herstellers vertrieben, aber auch via App Store [5] (Mac, iPhone, iPad und Vision Pro). Die Preise hängen vom Funktionsumfang ab: Die Standardversion („Essentials“) kostet 25 US-Dollar als Einmalzahlung, für die Pro-Lizenz werden 100 Dollar fällig. Künftige größere Updates gibt es zum Discountpreis (vermutlich dann Version 7).
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https://www.heise.de/-11131399
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[1] https://www.omnigroup.com/omnioutliner
[2] https://www.omnigroup.com/releasenotes/omnioutliner
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Liquid-Glass-Apples-neue-Oberflaeche-fuer-iOS-26-macOS-26-und-Co-im-Detail-10487350.html
[4] https://omni-automation.com/shared/alm.html
[5] http://www.omnigroup.com/download/appstore/omnioutliner-mac
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Immersives Basketball-Spiel: Bislang hat Apple vor allem Kurzfilme veröffentlicht.
(Bild: Apple)
Wie angekündigt beginnt Apple mit der Ausstrahlung von NBA-Partien auf der Vision Pro. Künftig könnten auch weitere Sportarten folgen.
Ein "einzigartiges Live-Erlebnis" für Fans der Los Angeles Lakers verspricht Apple ab dem 9. Januar, also kommenden Freitag. Dann startet in zwei Apps auf dem Headset Vision Pro [1] erstmals die Übertragung ganzer Livespiele aus der US-Basketballliga NBA. Apple hatte das immersive Projekt [2] bereits im Herbst angekündigt. Zuvor hatte der Konzern stets nur kürzere Filme und Sportausschnitte in dem Format mit räumlicher Wiedergabe ausgespielt.
Zum Filmen kommen mehrere Blackmagic-URSA-Kameras zum Einsatz. Die Geräte, die pro Einheit 30.000 US-Dollar kosten, zeichnen mit 8160 mal 7200 Pixeln auf. Apple nennt dies spezifisch „Front Row“, es soll so wirken, als habe man seinen Platz am Spielfeldrand, den traditionell teuersten Plätzen bei NBA-Partien. Apple arbeitet mit der NBA selbst sowie dem Sendernetzwerk Spectrum zusammen. In der Praxis heißt dies, dass nur Vision-Pro-Nutzer im regionalen Sendegebiet der Los Angeles Lakers sowie drei weiteren Weltregionen wirklich live dabei sein können – das liegt an der komplexen Rechtesituation, nicht an der Technik.
Dies sind Hawaii, das südliche Kalifornien sowie Teile Nevadas inklusive Las Vegas. Hinzu kommen Japan, Singapur und Südkorea. Insgesamt sind sechs Partien bis März vorgesehen, am Freitag geht es mit den Lakers gegen die Milwaukee Bucks los. Glücklicherweise bleiben auch User in anderen Gebieten nicht komplett ausgeschlossen: Diese erhalten, wenn auch Tage später, Spielwiederholungen auf der Vision Pro. Die Partie vom Freitag steht laut Apple in Deutschland innerhalb von 24 Stunden bereit.
User hierzulande können die Wiederholung ansehen, sofern sie einen kostenlosen NBA-Account haben und die NBA-App installieren. Frankreich und Großbritannien sind in Europa ebenfalls dabei, Österreich und die Schweiz leider nicht.
Die Optik soll, so schreibt es Apple zumindest, durchaus beeindruckend sein: „Spectrum Front Row in Apple Immersive bringt die Zuschauer:innen näher an jeden Pass, jeden Wurf und jeden Block. Spielgrafiken wie Untertitel, Aufstellungen, Spiel- und Wurfuhren sowie Spielstände werden in 3D angezeigt, als würden sie direkt vor den Zuschauer:innen schweben.“ Hinzu kommt räumliches Audio, wofür Apple spezielle Ambisonic-Mikrofone nutzt.
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[1] https://www.heise.de/tests/Apple-Vision-Pro-M5-im-Test-Doppelt-haelt-besser-10793698.html
[2] https://www.heise.de/news/Ganze-Basketball-Spiele-der-NBA-bald-immersiv-auf-der-Vision-Pro-10751251.html
[3] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Die neue Menügestaltung in macOS Tahoe steht in der Kritik. Einigen ist sie zu überladen.
(Bild: heise medien)
Apples jüngste Designänderung in macOS Tahoe, jedem Menüeintrag ein Icon hinzuzufügen, sorgt für Diskussionen. Kritik kommt vor allem von Entwicklern.
Die Diskussionen über Apples jüngste Designveränderungen reißen nicht ab: Nach Kritik am Liquid-Glass-Design [1] und neuen App-Icons [2] geht es jetzt um die Veränderung in macOS Tahoe, jedem Menüeintrag ein Icon hinzuzufügen. Der Berliner Softwareentwickler Nikita Prokopov hat in einem Blogpost dargelegt [3], dass Apple damit eigenen klaren Designvorstellungen widerspricht, die das Unternehmen erstmals im Jahr 1992 schriftlich dargelegt hat.
In den Human Interface Guidelines hieß es Prokopov zufolge, dass die Zahl grafischer Elemente begrenzt werden sollte, um die Nutzbarkeit zu verbessern. Zu viele komplexe Icons würden die Oberfläche überladen. Prokopov argumentiert, dass Icons eigentlich helfen sollen, Dinge schneller zu finden – wenn aber jedes Element ein Icon habe, hebe sich nichts mehr ab.
Das bis vor kurzem von Alan Dye geführte Designteam Apples ist im Zuge des Redesigns der Betriebssysteme offenbar zu anderen Überzeugungen gekommen. Ob der Weggang von Dye zu Meta [4] oder das Feedback der Nutzer in künftigen Versionen zu einer Nachbesserung führen wird, ist derzeit noch nicht absehbar.
Die Kritik des Softwareentwicklers aus Berlin, die von dem US-amerikanischen Apple-Blogger John Gruber geteilt wird, geht aber noch weiter: In dem mit etlichen Beispielen bebilderten Blogpost legt er ferner dar, dass Apple in seiner Software für die gleichen Funktionen unterschiedliche Icons verwendet. Dies sei inkonsistent und eine schlechte Designumsetzung, kritisiert Prokopov. Auch finden an einigen Stellen bekannte System-Symbole wie das der Tastatur-Kombinationen in anderen Kontexten Verwendung, was Nutzer verwirre. Andere Icons bestehen nur aus Text, sodass keine klare Unterscheidung möglich sei, wo das Icon aufhöre und der Text beginne.
Auch zu feine Unterschiede, zu viele Details auf zu wenig Raum, verwirrende Metaphern und fehlende Symmetrie werden beanstandet. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt der Designer und Programmierer Jim Nielsen in einem eigenen Blogpost [5]. Er sei „müde von all dem optischen Rauschen“, beklagt er und weist darauf hin, dass Apple seine Haltung in dieser Frage auch in späteren Fassungen der Interface Guidelines immer wieder bekräftigt habe.
Gruber äußert indessen die Ansicht [6], dass „kein echter UI- oder Icon-Designer“ denke, dass die Änderung eine gute Idee sei. Der bekannte Autor und Podcaster gilt erklärtermaßen als großer Kritiker von Alan Dye, unter dessen Regie Apple die größte Designveränderung seit Jahren vorgenommen hat.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/hintergrund/Liquid-Glass-Apples-neue-Oberflaeche-fuer-iOS-26-macOS-26-und-Co-im-Detail-10487350.html
[2] https://www.heise.de/news/macOS-26-mit-Liquid-Glass-Icon-Aenderung-facht-Diskussionen-an-10512081.html
[3] https://tonsky.me/blog/tahoe-icons/
[4] https://www.heise.de/news/Nach-Liquid-Glass-Apples-Interface-Design-Chef-wandert-zu-Meta-ab-11102445.html
[5] https://blog.jim-nielsen.com/2025/icons-in-menus/
[6] https://daringfireball.net/linked/2026/01/05/hard-to-justify-tahoe-icons
[7] https://www.heise.de/mac-and-i
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Mensch mit Foldable: Knitterproblem seit Anfangstagen der Technik.
(Bild: Karlis Dambrans / Shutterstock)
Dass Apple bei seinem ersten Klapp-Smartphone den Knitterbereich reduzieren will, ist bekannt. Auf der CES gab es einen passenden Screen.
Auf der Technikmesse CES in Las Vegas ist kurzzeitig ein Bildschirm von Samsung Display aufgetaucht, der gut zu Apples künftigem iPhone-Foldable [1] passen würde, das im kommenden September erwartet wird. Das Produkt wurde vom Fachblog SamMobile entdeckt [2] und soll mittlerweile wieder entfernt worden sein. Letzteres geschah offenbar abrupt. Von Samsung gab es bislang keinen Kommentar.
Das Display war in einem Demonstrationsbereich zu sehen, wo es neben einem aufgeklappten Galaxy Z Fold 7 platziert wurde. Auf einer Tafel war von „Crease Test“ („Faltentest“) sowie einem „Advanced Crease-less“-Bildschirm die Rede, also einem fortschrittlichen, faltenreduzierten Display. Beide Geräte waren aufgebaut, um die jeweilige Faltenbildung miteinander zu vergleichen.
Das Thema „Bügelfalte“ beschäftigt den Foldable-Markt seit Anbeginn. Alle aktuellen faltbaren Smartphones weisen eine mehr oder weniger je nach Lichteinfall gut sichtbare Knitterung auf – an der Stelle, wo geklappt wird. Der Bereich ist zudem auch bei der Bedienung fühlbar. Das galt lange als technisch unumgänglich. Apple soll intern an Möglichkeiten gearbeitet haben, dies zu verhindern, parallel wurde aber augenscheinlich auch Samsung für seine eigenen Geräte tätig. Pikant: Der südkoreanische Konzern ist neben LG (und, für chinesische Modelle, auch BOE [3]) wichtigster Bildschirmlieferant für Apples iPhone – und soll es auch für das erste Foldable [4] sein, wie die Lieferkette zu wissen glaubt.
In einem Video behauptet SamMobile, auf der CES „möglicherweise“ das Display für das Galaxy Z Fold 8 gesehen zu haben. Der Faltbereich sei „deutlich weniger sichtbar“ als beim Galaxy Z Fold 7. Ob Apples Variante genauso aussieht oder noch faltenfreier, bleibt abzuwarten.
Schon im Juli hieß es, Samsung wolle ebenfalls versuchen, die Falte zu reduzieren. Dabei kommt unter anderem eine Metallplatte zum Einsatz, die den Screen glatt ziehen soll, ohne dass er bricht. Allerdings: Die Dimensionen des auf der CES gezeigten Displays waren offenbar andere als von Apple geplant [5]. Sie entsprechen denen des Galaxy Z Fold 7.
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Foldable-ohne-Buegelfalte-So-soll-das-faltbare-iPhone-geschmeidig-bleiben-10488599.html
[2] https://www.sammobile.com/news/samsung-crease-less-foldable-oled-panel-showcased-z-fold-8/
[3] https://www.heise.de/news/Rechtsverletzung-bei-OLED-Technik-Apple-Lieferant-droht-US-Importverbot-10489477.html
[4] https://www.heise.de/news/Samsung-bestaetigt-Foldable-Display-Auftrag-von-amerikanischer-Firma-10678908.html
[5] https://www.heise.de/news/Faltbares-Apple-Handy-Kommt-der-Formfaktor-des-iPhone-mini-als-Pass-zurueck-11125785.html
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://www.heise.de/mac-and-i
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(Bild: Devenorr/Shutterstock.com)
Von 80 auf 160 MHz: Je nach Gerät lässt sich nun mehr Signal übertragen. Das hilft aber nur mit passender Gegenstelle.
Laut einem im Dezember aktualisierten und jetzt entdeckten [1] Deployment-Dokument (deutsche Version noch veraltet) für Firmenkunden hat Apple mit iPadOS 26.2 und macOS 26.2 [2] auch Verbesserungen bei der WLAN-Unterstützung verschiedener Macs und iPads vorgenommen. Der Wi-Fi-6E-Support wurde in mehreren Anwendungsfällen von 80 auf 160 MHz Bandbreite erweitert, was zumindest theoretisch deutlich mehr Durchsatz verspricht.
Von der Maßnahme betroffen sind unter anderem Mac mini M2, M2 Pro und M4, die MacBook-Pro-Modelle mit M2, M3, M4 und M5, außerdem iPad Pro M4, iPad Air M3 und iPad mini 7 (mit A17 Pro). Bei Verwendung mit 5-GHz-Gegenstellen wird bei allen Modellen nun nicht mehr nur 80 MHz Bandbreite verwendet, sondern die doppelte Rate, also besagte 160 MHz. Gleichzeitig steigt der maximale PHY-Durchsatz von 1200 auf 2400 MBit/s.
Zuvor hatte Apple das theoretische Maximum nur erlaubt, wenn die Verbindung über 6-GHz-Netzwerke hergestellt wurde. Warum es teils Jahre dauerte, bis die Veränderung vorgenommen werden konnte, ist bislang unklar. Öffentlich kommuniziert wurde die Änderung nicht, auch in den Release Notes der Updates sind keine Angaben dazu zu finden.
Trotz der höheren Bandbreite kann es sinnvoller sein, auf 6 GHz zu wechseln, da dieser Frequenzbereich weniger stark belegt ist als das 5-GHz-Spektrum. Dort waren schon zuvor 160 MHz nutzbar. Mittlerweile sind viele Unternehmen schon bei Wi-Fi 7 gelandet [3], die 6 GHz leisten. Erste Apple-Geräte beherrschen den Standard, darunter die aktuellen iPhones seit Baureihe 16 oder iPad-Pro-Modelle mit M5-Chip. Beim MacBook Pro mit M5 [4] fehlt der neuere Funkstandard noch. Es wird erwartet, dass die M5-Pro- und M5-Max-Modelle, die im Frühjahr erwartet [5] werden, die Technik beherrschen.
Der Unterschied zwischen Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 fällt bei Apple-Geräten derzeit noch gering aus. Was einen großen Sprung bringt, sind aber 160 MHz breite Kanäle und insbesondere in überfüllten Funkräumen das 6-Ghz-Band, hatte Mac & i bereits im Februar berichtet.
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[1] https://support.apple.com/guide/deployment/wi-fi-ethernet-specifications-apple-devices-dep268652e6c/web
[2] https://www.heise.de/news/iOS-26-2-Co-zum-Download-bereit-Updates-fuer-alle-Apple-Betriebssysteme-11107348.html
[3] https://www.heise.de/ratgeber/Router-mit-Wi-Fi-7-und-6-GHz-ausprobiert-Was-es-fuer-Apple-Anwender-bringt-10268960.html
[4] https://www.heise.de/tests/Staubsaugen-im-Apple-Home-Diese-Haushaltsroboter-lohnen-sich-10751677.html
[5] https://www.heise.de/news/Monat-der-Leaks-Apples-Dezember-legte-viele-Geraete-fuer-2026-offen-11124450.html
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Die LyteVision-Technologie des Unternehmens soll als visuelles Gehirn von Robotern dienen. Erfahrungen bei Apple und PrimeSense bilden die Grundlage.
Führende Mitglieder des Teams hinter Face ID von Apple haben ein Start-up namens Lyte vorgestellt, das Robotern das „Sehen“ ermöglichen soll. Hinter Lyte stehen drei ehemalige Apple-Mitarbeiter, die maßgeblich an der Entwicklung der Gesichtserkennungssoftware von Face ID beteiligt waren. Mit ihrem neuen Unternehmen wollen sie Technologien entwickeln, die Robotern helfen sollen, besser „zu sehen“ und sich sicherer in ihrer Umgebung zu bewegen. Das berichtete am Montag die US-Nachrichtenagentur Bloomberg.
Dem Bericht zufolge hat Lyte in einer Finanzierungsrunde zuletzt rund 107 Millionen US-Dollar von verschiedenen Investoren eingesammelt. Gegründet haben die drei ehemaligen Apple-Mitarbeiter Alexander Shpunt, Arman Hajati und Yuval Gerson das Start-up mit Sitz in Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien bereits im Jahr 2021. Es beschäftigt heute rund 100 Mitarbeiter.
Shpunt, Hajati und Gerson waren laut Bloomberg maßgeblich an der Entwicklung der Tiefenerkennungs- und Wahrnehmungstechnologie beteiligt, die Face ID zur Gesichtserkennung einsetzt. Shpunt war zudem Mitbegründer des 3D-Sensorik-Anbieter PrimeSense, der den Grundstein für Face ID legte. Auch Gerson arbeitete für PrimeSense. Das Unternehmen mit Sitz in Tel Aviv wurde Ende 2013 für 360 Millionen US-Dollar von Apple übernommen.
Apple sei eine gute Schule gewesen, so Shpunt gegenüber Bloomberg. „Wir versuchen, das Beste, was Apple uns beigebracht hat – die Liebe zum Detail, operative Exzellenz und die Fähigkeit, Kunden zu begeistern und zu beeindrucken – auf den Robotikmarkt zu übertragen.“
Lyte soll laut Shpunt durch die Konzentration auf Sensorik- und Wahrnehmungstechnologie als „visuelles Gehirn“ für die Robotik dienen. „Wir sind uns bewusst, dass die Wahrnehmung und ganz allgemein die Fähigkeit von Robotern, ihre Aufgaben zu verstehen, sicher zu sein und sofort auf ihre Umgebung zu reagieren – also keine Zombie-Roboter zu sein –, etwas ist, das wir lösen möchten“, so Shpunt. „Also haben wir uns daran gemacht, dieses Problem zu lösen.“
Das Flaggschiffprodukt des Unternehmens, LyteVision, umfasst demnach drei Sensortypen – eine Kamera, einen Trägheitsbewegungssensor und einen 4D-Sensor, der Entfernung und Geschwindigkeit misst – und liefert sofort verwertbare Standort- und Bilddaten. Mit diesen sollen Roboter in der physischen Welt „klar sehen“ und „sicher agieren“ können. Shpunt glaubt, dass Lyte in den kommenden drei bis fünf Jahren bedeutende Fortschritte im Bereich Sicherheit erzielen kann. Die vorhandenen finanziellen Mittel sollen eingesetzt werden, um in das Kernprodukt zu investieren, mehr Mitarbeiter einzustellen und den Betrieb auszuweiten, heißt es.
Neben LyteVision entwickelt das kalifornische Start-up maßgeschneiderte Siliziumchips, Optiken und Software für Roboterhersteller. Lyte macht zwar keine Angaben zu seinen aktuellen Kunden; seine Technologie könne aber auf verschiedene Formen der Robotik angewendet werden, von Humanoiden und mobilen Robotern bis zu Roboter-Taxis, so das Unternehmen. Laut Bloomberg ist in der Robotik-Branche vor allem der teilweise jahrelange Prozess der Sensorintegration eine große Herausforderung. Durch eine Plug-and-Play-Lösung, bei der Sensoren und andere Komponenten in eine einzige Infrastruktur integriert sind, will Lyte den Prozess vereinfachen.
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Apple Remote Desktop: Praktisch zur Fernwartung.
(Bild: Apple)
Wer einen Mac ohne Bildschirm betreibt und macOS wie von Apple erwünscht mit FileVault nutzt, bekommt beim Neustart ein Problem.
Zunehmend aggressiv fordert Apple Nutzer von macOS dazu auf, die zusätzlich mögliche SSD-Verschlüsselung FileVault [1] zu aktivieren – etwa bei größeren Updates des Betriebssystems oder beim Wechsel auf eine neue Version, wie jetzt etwa bei macOS 26 Tahoe [2], das seit September verfügbar ist.
Wer die eigentlich sinnvolle Rechnerabsicherung nutzt, kann aber in einem bestimmten Fall ohne weitere Warnung in die Bredouille geraten: Betreiber von „Headless“-Macs, also solchen, die ohne Maus, Tastatur und Bildschirm ferngesteuert werden – im Heimnetz oder bei entsprechender Freigabe auch per Tunneling, Dynamic DNS und/oder Port Forwarding im offenen Internet. Das Problem: Das System bootet zunächst nur ein Mini-macOS, um die FileVault-Entschlüsselung zu ermöglichen. Apple Remote Desktop [3], macOS-Screensharing oder VNC sind dann noch nicht aktiv. Man kommt also nicht mehr an den Rechner, die Fernsteuerung ist zunächst gesperrt.
Apple sieht das als Sicherheitsmerkmal: FileVault soll nur durch physisch vor Ort befindliche Personen entschlüsselt werden können. Das Problem betrifft jeden normalen Neu- oder frischen Systemstart, mit Ausnahme von macOS-Updates – dann erfolgt üblicherweise ein automatischer Login. Aber auch darauf sollte man sich nicht verlassen. Das FileVault-Problem besteht schon seit Längerem.
Die einfachste Empfehlung bleibt, die zusätzliche SSD-Verschlüsselung auf Headless-Maschinen wieder zu deaktivieren, sobald man sich wieder hat einloggen können (via Bildschirm, Maus und Tastatur). Grundsätzlich unverschlüsselt arbeitet das System dennoch nicht: Apple nutzt standardmäßig eine Verschlüsselung über den SSD-Controller – FileVault bietet aber eine zusätzliche Sicherheitsschicht gegen verschiedene Formen physischer Angriffe.
Alternativ bietet Apple seit macOS 26 allerdings noch eine weitere Möglichkeit: Via SSH im Terminal ist dort erstmals eine Remote-Entschlüsselung für FileVault [4] möglich. Damit fällt das Problem des Aussperrens weg. Dazu muss man SSH zunächst in den Systemeinstellungen aktivieren („Remote Login“). Leider ist es bislang nicht möglich, zwischen „regulärem“ SSH und dieser Pre-Boot-Phase zu unterscheiden – man schaltet stets beides frei.
Nach der Aktivierung sollte man sich einmal testweise vor einem Reboot eingeloggt haben, um sicherzustellen, dass SSH funktioniert. Danach kommt beim Einloggen ein spezieller Output: Hier heißt es, das System sei „locked“ und müsse mit einem Account (dem für FileVault eingerichteten) entsperrt werden. Tut man dies, wird FileVault entschlüsselt und das normale Booten erfolgt – Remote Desktop & Co. sind danach wie gewohnt nutzbar. Einen Nachteil gibt es: Via WLAN ist der Login offenbar nicht möglich, es muss mindestens eine physische LAN-Verbindung bestehen.
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[1] https://support.apple.com/de-de/guide/mac-help/flvlt001/mac
[2] https://www.heise.de/ratgeber/macOS-26-Tahoe-auszreizen-20-Tipps-fuer-Apples-neues-System-10646553.html
[3] https://support.apple.com/en-bn/guide/remote-desktop/welcome/mac
[4] https://www.youtube.com/watch?v=bSLBkZB5o1o
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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macOS 26 alias Tahoe: Weiter kräftig zugelegt.
(Bild: Apple)
Apple rühmte sich einst, mit macOS ein schlankes Betriebssystem anzubieten. Doch auch hier gibt es mittlerweile so etwas wie „Bloat“.
macOS wird komplexer und undurchsichtiger: Apple packt immer mehr öffentliche und private Frameworks und andere Bundles ins System. Entwickler und Mac & i-Autor Howard Oakley hat in seinem Blog nun verschiedene Versionen des Betriebssystems miteinander verglichen und macht den „Bloat“ damit deutlich [1].
In macOS Mojave (10.14) von 2018 steckten so in /System/Library, dem zentralen Systemordner mit allen notwendigen Frameworks, noch knapp 4800 Bundles. Mit macOS 26.2 [2], das im Dezember erschienen war, wächst die Anzahl auf über 9800. Dabei lag das Wachstum besonders bei privaten Frameworks, die offiziell nur Apple zur Verfügung stehen – allerdings kommt es vor, dass Entwickler sich dieser dennoch bedienen [3]. Schlimmstenfalls kann das schwere Probleme verursachen, wenn Apple (natürlich undokumentierte) Änderungen vornimmt.
Während es jetzt 853 öffentliche Frameworks gibt (von einst 546), ging es bei privaten Frameworks von unter 2000 auf über 4000 hoch. Die Kernel-Erweiterungen legten von 546 auf 853 zu, die Zahl sonstiger Ordner von 2000 auf 3200. Einer der Gründe sind Anpassungen an unterschiedliche Chips. So wuchs die Bundle-Anzahl insgesamt bei Einführung des M3 um 900, beim M1 um 600 und beim M4 erneut um 600.
Halbiert man die gefundene Anzahl – was aufgrund des von Oakley verwendeten Directory-App-Crawlers sinnvoll sein kann – bleibt es dennoch bei besagten Wachstumszahlen. Insgesamt legten dann öffentliche Frameworks um 157 Prozent und private Frameworks um 276 Prozent zu. Mittlerweile macht es Apple Entwicklern und deren Apps schwieriger, die Inhalte privater Frameworks direkt auszulesen. Versuchen Devs dies doch, dürfte ihre Anwendung nicht zugelassen werden. Wann private Frameworks für alle Entwickler geöffnet werden, bestimmt allein Apple.
Wer auf dem Mac programmiert und weiß, dass Apples eigene Apps bereits Dinge dürfen, die regulär nicht erlaubt sind, ärgert sich. Manche Bundles sind auch aus Sicherheitsgründen privat – manchmal kann dies, meinen Kritiker, aber auch vorgeschoben sein.
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[1] https://eclecticlight.co/2026/01/02/how-macos-has-grown-2019-2025/
[2] https://www.heise.de/news/iOS-26-2-Co-zum-Download-bereit-Updates-fuer-alle-Apple-Betriebssysteme-11107348.html
[3] https://www.heise.de/news/Electron-Nerv-App-zeigt-welche-Programme-mit-macOS-Tahoe-Probleme-machen-10865895.html
[4] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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(Bild: ITTIGallery/Shutterstock.com)
Seit 2021 bildet Apple in Detroit iOS-App-Entwickler aus. Eine Untersuchung zeigt nun: Die Erfolgsquote ist gemischt.
Sie sollte unterrepräsentierte Bevölkerungsschichten fördern und ihnen einen Zugang in die Tech-Welt gewähren. Doch nach vier Jahren Apple Developer Academy in Detroit (USA) zeigt sich ein gemischtes Bild: 71 Prozent der Absolventen finden nach Recherchen des US-Magazins Wired [1] zwar Vollzeitjobs, allerdings nicht immer in der Softwareentwicklung. Das kostenlose zehnmonatige Programm hat bislang über 1700 Teilnehmer aufgenommen, rund 600 haben abgeschlossen.
Die im Jahr 2021 von Apple an den Start gebrachte Akademie [2] ist Teil eines 200-Millionen-US-Dollar-Pakets und richtet sich gezielt an Menschen aus Detroit, der ärmsten Großstadt der USA, und will Diversität in der Tech-Branche fördern.
Die Finanzierung ist eine Gemeinschaftsleistung: Über vier Jahre flossen rund 30 Millionen US-Dollar. Apple steuerte 11,6 Millionen US-Dollar bei, die Gilbert Family Foundation und die MSU Credit Union mehr als 9,4 Millionen US-Dollar. Steuerzahler und Studiengebühren trugen 2,6 US-Millionen Dollar bei, hinzu kommen 6 Millionen US-Dollar staatliche Stipendien. Pro Teilnehmer entstehen Kosten von etwa 20.000 US-Dollar – Geräte wie iPhones und MacBooks inklusive.
Das Programm läuft von August bis Juni, 20 Stunden pro Woche sind davon in Präsenz abzuleisten. Teilnehmer lernen Swift-Programmierung, UI/UX-Design, Projektmanagement und Marketing. Besonders hervorzuheben: Die Academy integriert mittlerweile generative KI-Tools. Teilnehmer dürfen Code-Generatoren nutzen, müssen den erzeugten Code aber verstehen und erklären können. Workshops zu Vision Pro und Apple TV gehören ebenfalls zum Curriculum.
Die Abschlussquote von 70 Prozent liegt laut Sarah Gretter, Leiterin der Academy bei der Michigan State University, über dem Durchschnitt für Erwachsenenbildung. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer liegt bei 30 Jahren, die Spanne reicht von 18 bis über 70. Auf Tausende Bewerbungen kommen aber nur wenige Hundert Zusagen.
Doch wer einen der Plätze erhält, landet am Ende trotzdem nicht unbedingt in der Tech-Branche. Wired berichtet von Absolventen, die heute an der Genius Bar im Apple Store, als QA-Tester bei einem Start-up oder als Einzelentwickler arbeiten. Aber es gibt auch Fälle wie den der 25-jährigen Lizmary Fernandez, die keinen Job in der Softwareentwicklung fand und heute als Flugbegleiterin arbeitet.
Sie berichtet davon, dass einige Teilnehmer Lebensmittelmarken beantragen mussten, weil sie mit dem monatlichen Stipendium von 800 bis 1500 US-Dollar nicht über die Runden kamen. Andere hätten einen oder mehrere weitere Jobs neben der Ausbildung.
Die starke Fokussierung auf iOS-Entwicklung ist laut einiger Befragter ein Nachteil. Absolventen berichten, dass fehlende Android-Kenntnisse den Jobzugang erschweren. Hinzu kommt, dass der Arbeitsmarkt für Einsteiger in der Softwareentwicklung derzeit ohnehin mit Problemen kämpft. Hierzu trägt unter anderem der immer stärkere Einsatz von KI-Tools in der Entwicklung bei.
Im August 2025 startete Apple eine zweite Academy in Detroit: Die Apple Manufacturing Academy [3] richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen. Der Fokus liegt auf KI-gestützter intelligenter Fertigung – Machine Learning, Deep Learning, Automation und Datenanalyse. Das Programm ist Teil von Apples 500-Milliarden-US-Dollar-Investment in die US-Fertigung.
Die Developer Academy unterscheidet sich deutlich: Sie bildet Einzelpersonen in App-Entwicklung und Design aus, während die Manufacturing Academy Unternehmen bei der Produktionsoptimierung hilft. Beide Programme werden von der Michigan State University unterstützt.
Mit seiner Erfolgsquote platziert sich Apples Akademie nach Auskunft von Experten im oberen Mittelfeld: Der Forscher Quinn Burke attestiert der Apple Academy eine höhere Qualität als vielen kommerziellen Coding-Bootcamps. Die subventionierte, präsenzbasierte Ausbildung mit hochwertigen Geräten hebe sich von dreimonatigen Crash-Kursen ab. Allerdings liegt die Job-Platzierungsrate von 71 Prozent unter den 95 Prozent, die zum Beispiel Amy J. Ko von der University of Washington für ihr Undergraduate-Programm angibt. Typische Coding-Schools erreichen laut Ko weniger als 80 Prozent.
Seit Start der Academy 2021 ist der Anteil schwarzer Mitarbeiter im US-Tech-Team von Apple paradoxerweise von 6 auf 3 Prozent gesunken – trotz der 200-Millionen-US-Dollar-Initiative.
Gordon Shukwit, Senior Director bei Apple, betont, das Primärziel sei nicht allein die Job-Vermittlung, sondern die Entwicklung von Teamwork-, Forschungs- und Tech-Kenntnissen. Susan Prescott, Vice President Worldwide Developer Relations bei Apple, verweist auf 62 entwickelte Apps und 13 gegründete Firmen. Die Partnerschaft mit der Michigan State University soll fortgesetzt werden.
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[1] https://www.wired.com/story/apple-app-making-course-michigan-state-university/
[2] https://www.apple.com/newsroom/2021/10/apple-opens-developer-academy-in-detroit-to-create-new-career-opportunities/
[3] https://www.apple.com/newsroom/2025/07/apple-manufacturing-academy-opens-in-detroit-on-august-19/
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Fitness+ auf iPad und Apple Watch: Der Dienst integriert sich in Apple-Geräte.
(Bild: Apple)
Nach einer Instagram-Kampagne hat Apple einige Veränderungen bei seinem bezahlten Sportdienst vorgenommen. Sind sie für Fitness+ der große Wurf?
Nach einer Instagram-Kampagne [1], die „etwas Großes“ für das Angebot versprach, hat Apple verschiedene Neuerungen für Fitness+ [2] angekündigt. Der Dienst, der 10 Euro im Monat oder 80 Euro im Jahr kostet, erhält neue Inhalte, eine verbesserte Anbindung zu einem Konkurrenzdienst sowie neue „Challenges“, die mit virtuellen Medaillen belohnt werden. Der große Wurf für das Angebot, das Berichten zufolge mit Nutzerabgängen zu kämpfen hat [3], ist das also nicht. Es wird weiterhin erwartet, dass Apple größere Umbaumaßnahmen plant, etwa im Kontext eines neuen KI-gestützten Gesundheitsdienstes, der „Health+“ heißen [4] dürfte. So könnte der iPhone-Konzern das Angebot besser im Paket vermarkten – Sport und Gesundheit verbinden.
Apples Fitness+-Inhaltsverbesserungen [5] umfassen unter anderem neue Programme, die sich speziell an Menschen richten, die sich fürs neue Jahr mehr Sport vorgenommen haben. Sie laufen über mehrere Wochen unter dem Namen „Make Your Fitness Comeback“ und beinhalten HIIT [6], Yoga und Krafttraining. „Der vierwöchige Plan umfasst drei Trainingseinheiten pro Woche – jeweils eine pro Trainingsart – von nur zehn Minuten Dauer. Jede Woche baut auf der vorherigen Woche auf“, teilt Apple mit.
Ein Beispiel ist das Programm namens „Build a Yoga Habit in 4 Weeks“, das dabei helfen soll, Yoga in die Fitnessroutine zu integrieren. Dazu gibt es eine neue digitale „New Year“-Medaille, die vergeben wird, wenn man im Januar alle drei Aktivitätsringe sieben Tage hintereinander schließt. An Content sind außerdem neue Workouts („Fitness+ Artist Spotlight“) mit Musik bekannter Künstler wie Bad Bunny oder KAROL G dabei, es gibt neue „Time to Walk“-Epsioden (Podcasts, die speziell fürs Spazieren gedacht sind) mit Promis wie Mel B oder Michelle Monaghan.
Im Rahmen von Apples „Quit Quitting“-Kampagne gibt es auch eine Kooperation mit Strava [7]. Nutzer der Lauf- und Workout-App bekommen eine eigene Medaille auf die Apple Watch, wenn sie im Januar mindestens zwölf Sportdurchgänge mit Strava loggen. „Zum ersten Mal können Strava-Nutzer:innen mit einer Apple Watch im Januar auch an einer speziellen Quit-Quitting-Challenge in der Strava-App teilnehmen, um sich zu motivieren, aktiv und engagiert zu bleiben“, schreibt Apple dazu.
Fitness+ lässt sich drei Monate kostenlos nutzen, wenn ein Apple-Geräte erworben wird – dies können Apple Watch, iPhone, iPad oder Apple TV [8] sein. Strava-Abonnenten erhalten diesen Deal ebenso. Standardmäßig kann man Fitness+ nur einen Monat lang kostenlos testen. Zuletzt hatte Apple angefangen, synchronisierte Tonspuren für den Dienst auch auf Deutsch [9] zu offerieren.
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[1] https://www.instagram.com/reels/DS5nXYzEnJz/
[2] https://www.heise.de/tests/Ein-Plus-an-Fitness-Apple-Fitness-im-Test-10302385.html
[3] https://www.heise.de/news/Fitness-Dienst-bei-Apple-Zu-viele-Kuendigungen-zu-wenig-Kunden-11071674.html
[4] https://www.heise.de/news/Apples-neuer-Gesundheitsdienst-Was-Health-koennen-soll-10621426.html
[5] https://www.apple.com/de/newsroom/2026/01/stay-active-in-the-new-year-with-apple-watch/
[6] https://www.tk.de/techniker/gesundheit-foerdern/sport-und-bewegung/sportarten-nach-kategorien/hochintensives-intervalltraining-2063190
[7] https://www.strava.com/?hl=de-DE
[8] https://www.apple.com/de/promo/pdf/DE_DE_Fitness_Plus_Promo_TandCs_102422.pdf
[9] https://www.heise.de/news/Apple-Fitness-kuenftig-mit-synchronisierten-Tonspuren-in-Deutsch-und-Spanisch-11107389.html
[10] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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Nach enttäuschenden Verkaufszahlen zieht Apple die Reißleine: Das Unternehmen kürzt das Werbebudget. Es gibt auch Angaben zu Stückzahlen.
Apples Vision Pro hat seit dem Verkaufsstart 2024 [1] durchaus für Aufmerksamkeit gesorgt – hauptsächlich wegen des hohen Preises, aber auch als neues Aushängeschild für Apples Einstieg in Mixed Reality.
Vielleicht ist die Technologie aber doch nicht die Hardware der Zukunft. Wie die Financial Timess berichtet [2], ist die Nachfrage beim zweiten Modell, der Vision Pro M5 [3], die im Oktober erschienen war, schwächer als gedacht. Apple reagiert darauf, indem das Unternehmen sowohl das Marketingbudget als auch die Produktionskapazitäten für das Gerät reduziert, schreibt die WIrtschaftszeitung.
Die Vision Pro war 2024 als bahnbrechende Technologie vorgestellt worden, mit Features wie immersivem 4K-Display, Hand- und Augensteuerung sowie enger Verzahnung ins Apple-Ökosystem.
Analysten und Apple selbst hatten große Erwartungen [4] an das Produkt. Noch vor einem Jahr rechnete man mit einer halben Million verkauften Geräte für 2025.
Den nun absehbaren Verkaufszahlen zufolge hat die Brille diese Erwartungen jedoch nicht erfüllt. Laut FT gingen seit Markteinführung nur 390.000 Exemplare über die Ladentheke. Im Weihnachtsgeschäft hat sich die Vision Pro – das neue Modell – nur 45.000-mal verkauft.
Damit lagen die Absatzzahlen weit hinter den Prognosen. Das hat Apple jetzt dazu veranlasst, weitreichende Maßnahmen zu ergreifen.
Apple hat eigenen Angaben zufolge das ursprünglich fürs Vision-Pro-Marketing vorgesehene Budget enorm gekürzt. In Märkten wie den USA und Großbritannien will das Unternehmen die Werbeausgaben um mehr als 95 Prozent reduzieren.
Parallel zur fast vollständigen Streichung der Marketingausgaben hat Apple auch seine Produktionsplanung angepasst. Branchenkreise berichten, dass Apple die Anzahl der herzustellenden Vision-Pro-Einheiten nach unten korrigiert hat. Das M2-Modell soll zwischenzeitlich nicht mehr produziert [5] worden sein, die M5-Variante kam als Überraschung. Neben dem beschleunigten Chip sollte auch ein bequemeres Band [6] das Gerät attraktiver machen.
Mit schleppenden Verkaufszahlen bei VR-Headsets ist das Unternehmen nicht allein. Der weltweite Markt für VR-Headsets schrumpfte 2025 laut FT um 14 Prozent. Marktführer ist Meta mit über 80 Prozent Anteil.
Dessen Quest-Brillen kosten zwar im Gegensatz zur Vision Pro deutlich weniger, bieten aber auch weniger Funktionen. Auch Meta musste zuletzt seine Marketingausgaben für das VR-Headset reduzieren. Zuletzt kam von Samsung [7] ein Vision-Pro-Klon mit Android XR auf den Markt.
Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de [8] erschienen. Bearbeitung: Ben Schwan
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[1] https://www.heise.de/tests/Apple-Vision-Pro-im-ausfuehrlichen-Test-Wackliger-Blick-in-die-Zukunft-9629236.html
[2] https://www.ft.com/content/ab817ba1-15ec-473f-b609-5b5016b3258d
[3] https://www.heise.de/tests/Apple-Vision-Pro-M5-im-Test-Doppelt-haelt-besser-10793698.html
[4] https://t3n.de/news/500000-verkaufte-apple-vision-pro-zukunft-1662276/
[5] https://www.heise.de/news/Vision-Pro-Welche-Zukunft-hat-Apple-im-Blick-10223674.html
[6] https://www.heise.de/news/Ausprobiert-Apples-neues-Dual-Band-aus-Strickgewebe-an-alter-Vision-Pro-11070843.html
[7] https://www.heise.de/hintergrund/Kein-Beben-auf-dem-XR-Markt-Auch-Samsung-Galaxy-XR-wird-es-schwer-haben-11075308.html
[8] https://t3n.de/news/vision-pro-flop-apple-1723656/
[9] https://www.heise.de/mac-and-i
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D-Ticket-App von HanseCom: Nützlich, um schnell ans Deutschlandticket zu gelangen – und jetzt endlich etwas nützlicher auf dem iPhone.
(Bild: HanseCom)
Seit 2023 hatten Nutzer der D-Ticket-App von HanseCom auf Apple-Wallet-Unterstützung gehofft. Nun ist sie da. Nach etwas Suchen.
Frohe Kunde zum neuen Jahr: Ohne die Nutzerschaft in den Release Notes ihrer App zu informieren, hat der Verkehrssoftwarespezialist HanseCom eine Unterstützung für die Apple Wallet auf dem iPhone in seine D-Ticket-App [1] implementiert. Der Wunsch, diese einzubauen [2], besteht bereits seit gut drei Jahren. Technische Gründe, warum es so lange nicht klappte, konnte die Firma nicht mitteilen. „Bald bequem in Apple Wallet aufbewahren“ hatte der Entwickler schon im Frühjahr 2023 angekündigt.
Nun ist der Wallet-Support aber da – wie lange er schon umgesetzt ist, ließ sich zunächst nicht prüfen. Es ist allerdings denkbar, dass es bereits im Herbst geschah, da die Funktion leicht übersehen werden kann. So taucht der Apple-Wallet-Support nur an zwei Stellen für Nutzer direkt sichtbar auf: Wenn man ein frisches Deutschlandticket löst (dann erfolgt eine direkte Information) sowie in den E-Mail-Rechnungen, wo sich ein Link zum Anlegen der Karte befindet (auch für Google Wallet). Da letztere nicht bei allen Nutzern auf dem Handy, sondern auf Mac oder PC landen, ist dieser leicht zu übersehen beziehungsweise nur mit Mühen aufs Handy übertragbar.
Laut D-Ticket-App-FAQ gibt es aber noch einen anderen Weg: Man muss sich tief ins Einstellungsmenü in den Bereich „Meine Verträge“ begeben und dort dann suchen (siehe Screenshot). Wo man hingegen nicht fündig wird, ist beim Ticket selbst – dort taucht nur der QR-Code auf, jedoch kein Link zum Hinterlegen in der Wallet. Diese Bedienentscheidung dürfte dazu geführt haben, dass viele User das neue Feature noch nicht mitbekommen haben.
Leider unterstützt die D-Ticket-App bei der Wallet-Nutzung nicht alle Verkehrsbetriebe – wobei für den Kunden letztlich egal ist, welchen man wählt, denn das Ticket gilt ja deutschlandweit. „Du kannst die Wallet-Funktion derzeit nutzen, wenn du bei einem der folgenden Verkehrsunternehmen registriert bist: Bahnen der Stadt Mohnheim (BSM), Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG), Hagener Straßenbahn (HST), moBiel, Mecklenburg-Vorpommersche-Verkehrsgesellschaft (MVVG), Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw), NEW mobil Mönchengladbach, Ruhrbahn Mülheim, Ruhrbahn Essen, Stadtbus Dormagen (SDG), Städtische Nahverkehrsgesellschaft (SNG) Suhl/Zella-Mehlis, Stadtwerke Neuss, Stadtwerke Solingen, Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB), VGV Velbert, Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP), Verkehrsverbund Vogtland (VVV), Verkehrsunternehmen Wartburgmobil (VUW), Wuppertaler Stadtwerke (WSW), ZVON Oberlausitz-Niederschlesien“, heißt es. Verwirrenderweise klappte es beim Kurztest in der Mac & i-Redaktion aber auch mit der OVG Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH.
Nett: Das Wallet-Ticket aktualisiert sich nach der Hinterlegung brav autonom. „Wenn du das Ticket einmal in die Wallet geladen hast, aktualisiert es sich automatisch, solange dein Abonnement aktiv ist.“ Die D-Ticket-App ist nützlich, wenn man schnell ein Deutschlandticket benötigt: Sie erlaubt die Verwendung von Kreditkarten und Paypal-Zugängen und verkauft das aktuelle Ticket auch im aktuellen Monat – man wird also nicht zum Vorverkauf gezwungen.
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[1] https://apps.apple.com/de/app/deutschlandticket-app/id6444052227
[2] https://www.heise.de/news/Deutschlandticket-Offizielle-App-noch-ohne-Apple-Wallet-8980944.html
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YouTube auf tvOS: Oft verwendet, aber für Google offenbar ein Stiefkind.
(Bild: Google)
Nutzer von Apples Multimediabox verwenden die offizielle YouTube-App oft intensiv. Bedienung und Pflege bleiben aber inkonsistent.
Apple-TV-Geräte dürften zu den beliebtesten Streamingboxen im Handel zählen – trotz des vergleichsweise hohen Preises ab 169 Euro, wenn man direkt beim Hersteller kauft. Die Geräte hängen zumeist am Hauptfernseher der Wohnung und dienen insbesondere zur Wiedergabe von Streamingangeboten. Apples hauseigene TV-Anwendung, die weitere Angebote erschließt, wird viel verwendet, hinzu kommen eigene Apps wie etwa die von Netflix oder Amazon Prime. Und besonders beliebt ist Googles YouTube: Wie unter iOS und iPadOS gibt es hier einen offiziellen tvOS-Client [1]. Wer sich dessen App-Store-Beipackzettel ansieht, wird allerdings feststellen, dass er wenig und vor allem unklar gepflegt wird: 2025 etwa ganze zweimal (im Juli und September), was Google folgerichtig wie folgt beschreibt: „Wir haben Fehler behoben, die Leistung gesteigert, den Müll runtergebracht und den Rasen gemäht – Zeit für ein Nickerchen.“
Dieses „Nickerchen“ bedeutet, dass der Konzern Probleme und Bedieninkonsistenzen nicht behebt. So kann man aus den Standardmenüs heraus – und auch aus der Suche – aufgefundene Videos per langem Klick auf die Watchlist setzen, wie man dies gewohnt ist.
Werden in einem laufenden Video hingegen weitere passende Filme empfohlen, geht das nicht mehr: Ein langer Klick ist hier nicht möglich, kurz geklickt läuft das neue Video sofort los und man verliert den Stand des alten. In der Praxis heißt dies, dass sich User die Empfehlungen abfotografieren müssen, um sie dann später händisch zu suchen (was unter tvOS bekanntermaßen auch mit Spracherkennung eher nervt).
Hinzu kommen weitere Probleme wie die inkonsistente Übernahme der Wiedergabeposition von anderen Geräten trotz Login. Hat man eine bestimmte Position im Video etwa auf einem iPhone oder im Browser erreicht, läuft das Video auf Apple TV einfach von vorne los. Auch der Player an sich ist unschön gelöst: Ein Vor- und Zurückspringen ist nicht einfach mit den entsprechenden Tasten möglich, sondern nur, wenn man das Video anhält. Schließlich gibt es regelmäßig Berichte über Inkompatibilitäten mit neuen tvOS-Versionen [2], da Google wie erwähnt kaum Produktpflege betreibt.
Seit der letzten Version aus dem vergangenen September ist der Player noch etwas unschöner geworden, teilweise wird beim Vor- oder Zurückspulen wild zwischen Videoabschnitten gesprungen. Google scheint sich mit dem tvOS-Client für YouTube also nicht viel Mühe zu geben – obwohl dieser vergleichsweise viele User haben dürfte. Die App ist kostenlos, man kann sich aber auch mit seinem Premium-Account einloggen und ist somit zahlender Zuschauer.
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[1] https://apps.apple.com/de/app/youtube/id544007664?platform=tv
[2] https://support.google.com/youtube/thread/375442883/youtube-playback-delay-and-black-screen-on-apple-tv-since-tvos-26?hl=en
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iPhone Air mit Kameramodul: Derzeit von Sony, bald auch von Samsung?
(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
Auf Druck der Trump-Administration holt Apple mehr Produktion nach Hause. Dieses Mal geht es südkoreanischen Medien zufolge um Foto-Hardware.
Apples Versuche, dem Drängen der US-Regierung zu folgen, mehr iPhone-Fertigung in die Vereinigten Staaten zu verlagern, gehen weiter. Einem Bericht des in Südkorea erscheinenden Elektronikfachblattes The Elec [1] zufolge geht es dabei um den Lieferanten Samsung – genauer: dessen Bildsensorenproduktion. Aktuell setzt Apple vollständig auf Sony beim Bau der iPhone-Kameras. Dass mit Samsung demnächst ein zweiter Hersteller hinzukommen soll, gilt in Supply-Chain-Kreisen als ausgemacht. Wo dieser fertigt, war aber bislang noch unklar.
Laut The Elec gilt Austin in Texas [2] als heißer Kandidat. Samsungs Komponentenabteilung plant, dort in den kommenden Jahren über 17 Milliarden US-Dollar zu investieren. Angeblich soll alles ganz schnell gehen: Eine erste Produktionslinie für Bildsensoren könnte bereits im ersten Halbjahr 2026 zur Verfügung stehen. Ob Apple hier bereits Kunde ist, gilt allerdings als unklar.
Denkbar wäre, dass Apple Samsung-Bildsensoren parallel zu Sony-Technik bereits im für Herbst geplanten iPhone 18 Pro oder Pro Max – alternativ oder zusätzlich auch im ersten iPhone-Foldable [3] – verbaut. Üblicherweise versucht der Konzern stets, mindestens zwei Lieferanten für zentrale Komponenten zu haben. Wenn diese nicht sowieso bei Auftragsfertigern exklusiv für Apple gebaut werden, wie etwa die Apple-Silicon-Prozessoren der A- und M-Reihe oder die neuen Modemchips C1 und C1X [4]. Sony fertigt derzeit in Japan.
Ob die Gesamtproduktion der neuen Apple-Bildsensoren in Austin erfolgt oder diese nur eine Zweit- oder Drittproduktion neben Südkorea und anderen Standorten darstellt, wurde zunächst nicht bekannt. Zu erwarten ist jedoch, dass Apple die Fertigung öffentlich ankündigt, um sein Commitment zum heimatlichen Standort zu unterstreichen.
Samsung plant in Austin den Bau neuartiger Bildsensoren im sogenannten Three-Stack-Design, das eine bessere Lichtausbeute durch ein vertikales Stacking mehrerer Sensorschichten verspricht. Zudem ist mit einer höheren Pixeldichte, samt schnellerer Lese- und Schreibvorgänge, zu rechnen. Samsung will das Verfahren erstmals im großen Stil anwenden, weshalb sich Apple dafür interessiert.
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[1] https://www.thelec.net/news/articleView.html?idxno=5530
[2] https://spectrumlocalnews.com/tx/south-texas-el-paso/news/2025/09/18/abbott-announces--250m-grant-for-samsung-facility
[3] https://www.heise.de/news/Faltbares-Apple-Handy-Kommt-der-Formfaktor-des-iPhone-mini-als-Pass-zurueck-11125785.html
[4] https://www.heise.de/news/Neue-Funkchips-von-Apple-Was-N1-und-C1X-koennen-sollen-10639457.html
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Mensch mit Foldable (nicht von Apple).
(Bild: Karlis Dambrans / Shutterstock)
Einem Analysten zufolge könnte es länger dauern, bis Apple die gewünschten Stückzahlen seines Falt-Handys erreicht. Die Fertigung gestaltet sich schwierig.
Apples Vorproduktion seines allerersten iPhone-Foldables ist mittlerweile vorsichtig angelaufen [1], heißt es aus Supply-Chain-Kreisen. Das neue Modell, das im Herbst 2026 erwartet wird, soll das teuerste und komplexeste Smartphone sein, das der Konzern jemals hergestellt hat. Laut einer kürzlich erschienenen Notiz an Investoren [2] des bekannten Analysten Ming-Chi Kuo von TF International Securities sorgt dies für „Herausforderungen“. Apple ist dabei angeblich bereits hinter den Zeitplan bisheriger Erwartungen geraten.
Dennoch werden die Geräte wie erwartet im zweiten Halbjahr kommenden Jahres verfügbar sein, schreibt Kuo weiter. Probleme bei der Produktionsausbeute (Yield) und dem Aufbau der Massenproduktion an sich (Ramp Up) könnten aber dafür sorgen, dass die Stückzahlen anfangs geringer ausfallen als von Apple erhofft. Mit Verfügbarkeiten ohne größere Wartezeiten sei nicht vor 2027 zu rechnen – nach der Auslieferung der ersten Vorbestellungen im September. Ungewöhnlich wäre das für Apple allerdings nicht. So war zuletzt auch das iPhone 18 Pro anfangs schwer verfügbar.
Apple setzt beim iPhone-Foldable, dessen offizieller Name noch nicht durchgesickert ist, wieder auf den bewährten Partner Foxconn als Endmonteur. Dieser soll anfangs nur in China produzieren, Indien könnte recht schnell als zweiter Standort folgen, sobald die Massenproduktion im Reich der Mitte rund läuft. Beim iPhone 17 Pro und 17 Pro Max wurde praktisch von Anfang an auch auf dem Subkontinent mitproduziert, wo Apple mittlerweile 25 Prozent aller iPhones herstellt.
Ursprünglich soll Foxconn geplant haben, bereits im Dezember in die Massenproduktion einzusteigen. Es gibt jedoch Gerüchte, dass die Geräte im Design-Validation-Stadium verblieben sind. Dies ist der Prüfungsabschnitt im Produktentwicklungsprozess, in dem die ersten vom Band laufenden Geräte systematisch gegen die festgelegten Anforderungen und Spezifikationen getestet werden.
Apples erstes Foldable kommt angeblich in einem „Pass“-Formfaktor mit 5,3-Zoll-Außendisplay [3] und 7,7 Zoll (ca. 20 cm) im aufgeklappten Zustand. Apple soll es gelungen sein, die Klapptechnik nahezu „faltenfrei“ zu gestalten [4]. Mit 2500 Euro aufwärts wird es wohl auch das teuerste Smartphone des Konzerns.
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[1] https://www.heise.de/news/iPhone-Foldable-Massenproduktion-laeuft-an-Preis-2400-US-Dollar-plus-11090716.html
[2] https://mingchikuo.craft.me/iL4L5hcO7csXvK
[3] https://www.heise.de/news/Faltbares-Apple-Handy-Kommt-der-Formfaktor-des-iPhone-mini-als-Pass-zurueck-11125785.html
[4] https://www.heise.de/news/Foldable-ohne-Buegelfalte-So-soll-das-faltbare-iPhone-geschmeidig-bleiben-10488599.html
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