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Nachrichten-App-Fehlbedienung: iOS 27 naht mit Rettung

Von Heise
iMessage-Logo mit zwei Benachrichtigungen

iMessage-Logo mit zwei Benachrichtigungen.

(Bild: oasisamuel / Shutterstock.com)

iPhone-User kennen es: Mit dem Mikrofonknopf im Eingabefenster in Nachrichten löst man ungewollt Diktat oder Aufnahme aus. Apple erbarmt sich in wenigen Wochen.

Apple betont, wie wichtig seinen Entwicklern bei iOS 27 [1] und Co. Fehlerbehebungen, viele kleine Verbesserungen sowie interne Beschleunigungsmaßnahmen [2] waren. Nach und nach stellen Tester der aktuellen Public Beta [3] fest, was das konkret heißt: Unter anderem wurden (sehr) nervige Designentscheidungen rückgängig gemacht, über die Nutzer teils seit Jahren klagen. Eine davon: Der Mikrofonknopf ganz rechts im Eingabefeld der Nachrichten-App, der regelmäßig für Verklicker bei der Bearbeitung von iMessage-, RCS- und SMS-Botschaften sorgt.

„Ding!“: Ihr unerwünschtes Diktat ist da

Aktuell kann man ihn nicht ausblenden, daher löst man dadurch regelmäßig unerwünschte Diktate aus. Das hat die direkte Konsequenz, dass auch eine laufende Musikwiedergabe stoppt. Da sich das Mikrofon gegebenenfalls nahe am Absenden-Knopf befindet, trifft man es im Alltag erstaunlich häufig. Auch wenn in iOS 27 die Diktierfunktion mit neueren iPhones [4] deutlich besser geworden sein soll, ist es doch ein Feature mit einer schmalen Zielgruppe. Dennoch platziert Apple den Schalter seit Jahr und Tag prominent.

Mit iOS 27, das in wenigen Wochen, vermutlich bis Mitte September, von Apple verfügbar gemacht wird, hat der iPhone-Hersteller eine Einstellung ergänzt, die es erstmals erlaubt, zu entscheiden, ob an dieser Stelle überhaupt etwas auftaucht. Sie befindet sich in den App-Einstellungen unter Nachrichten, gleich unter dem Menü zum Festlegen der Default-Anwendung. Darüber ist es möglich, festzulegen, was im Textfeld der Nachrichten-App gezeigt wird und was nicht.

Die Features bleiben erhalten

Dabei gibt es drei Möglichkeiten: Entweder man lässt den Knopf ganz weg – wofür sich viele User bedanken dürften – oder man startet wie gehabt das Diktat oder, als dritte Option, beginnt mit einer Audioaufnahme zum Versand an den Chatpartner. Wer später dennoch einmal Audionachrichten aufzeichnen will, kann das weiterhin über den Plus-Knopf tun – auch wenn alle Knöpfe im Textfeld deaktiviert sein sollten.

Gleiches gilt übrigens auch fürs Diktieren: Ist das Diktat unter „Tastatur“ aktiviert, kann man schlicht rechts unten auf selbiger einen weiteren Mikrofonknopf finden und betätigen. Warum Apple die Option jetzt erst einführt und nicht schon früher, ist unbekannt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11383979

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/iOS-27-Mehr-Tempo-besserer-Schutz-neue-Siri-11321931.html
  2. https://www.heise.de/news/Neue-Betriebssysteme-Apple-verspricht-erhebliche-Beschleunigung-11326339.html
  3. https://www.heise.de/news/Neue-Betriebssysteme-als-Public-Beta-Unterstuetzte-Hardware-plus-Downgrade-Tipps-11364187.html
  4. https://www.heise.de/hintergrund/Auf-Leistung-getrimmt-Die-Betas-von-iOS-iPadOS-und-macOS-27-im-Hands-on-11361577.html
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  6. https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 30. Juli 2026 um 16:21

Clipboard-Manager Pastebot 3 mit deutlich mehr Power

Von Heise

(Bild: Tapbots)

Das klassische Werkzeug für die Zwischenablage ist wieder da: Pastebot 3 kommt mit Filtern, smarten Regeln, Konvertierungsoptionen und vielem mehr.

Zwar liefert Apple seit macOS 26 alias Tahoe erstmals selbst einen Clipboard-Manager [1] im Betriebssystem mit, doch enthält dieser nur vergleichsweise simple Funktionen. Ein externes Tool für die Bearbeitung der Zwischenablage lohnt sich daher nach wie vor. Ein Klassiker in diesem Bereich ist seit vielen Jahren Pastebot vom Anbieter Tapbots. Die Entwickler haben nun mit Version 3 eine große Überholung gestartet, die über das hinausgeht, was man mit solchen Apps bislang machen konnte.

Sortierung, Vorschau, Automatisierung

Zunächst die schlechte Nachricht: Pastebot 3 [2] läuft erst ab macOS 26, also nicht mehr mit früheren Betriebssystemversionen (Pastebot 2 wird aber weiterhin angeboten). Die Grundfunktion bleibt selbstverständlich erhalten: bis zu 1500 Einträge in der Zwischenablage. Diese werden automatisch nach Art (etwa Links, Bilder oder Texte) sortiert und lassen sich durchsuchen. Jeder Eintrag kommt zudem mit nützlichen Metadaten, Bilder etwa mit der Größe oder Texte mit der Zeichenzahl. Eine Vorschau zeigt den genauen Inhalt. Es ist möglich, sicherheitsrelevante Apps automatisch auszuschließen, wobei es erlaubt ist, Texte, Bilder oder Shortcuts voneinander zu unterscheiden.

Häufig verwendete Einträge im Clipboard lassen sich in „Custom Pastebins“ verschieben sowie als „Smart Pastebin“ automatisch einfügen, wenn die Regelbedingungen erfüllt sind. Pastebot 3 kommt mit diversen Filtern für Text, etwa zum Korrigieren von Anführungszeichen, Groß- und Kleinschreibung und mehr. Entwickler können JSON-Sequenzen mit sicheren Zeichen versehen und mit Base64-Kodierungen hantieren. Über eine Stack-Funktion kann man mehrere Inhalte hintereinander einfügen. Es gibt eine vollwertige Kurzbefehle-Integration sowie ein alternatives CLI-Interface fürs Terminal.

Hisotry durchforsten, mit iPhone und iPad arbeiten

Pastebot 3 läuft auch zusammen mit dem Universal-Clipboard-Feature, mit dem man Inhalte vom iPhone (oder iPad) auf den Mac übertragen kann und umgekehrt. Nützlich ist auch die neue Filterfunktion in der Clipboard-History, sodass man Eingefügtes schneller findet als nur mit einer simplen Suche.

Der Clipboard-Manager kostet als Einmalkauf 39 US-Dollar, dafür gibt es dann ein Jahr lang Updates, danach fallen 19 Dollar für eine einjährige Verlängerung an. Alternativ gibt es im App Store ein Abo (25 US-Dollar im Jahr oder 3 Dollar im Monat). Upgrades sind als Direktkauf möglich, von Version 2 zahlt man 13 US-Dollar. Es gibt eine zweiwöchige Probephase.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11384059

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/Neues-Spotlight-in-macOS-26-So-funktionieren-Apples-neue-Suche-10438669.html
  2. https://tapbots.com/pastebot/
  3. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  4. https://www.heise.de/mac-and-i
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  • 30. Juli 2026 um 15:00

Gemini für macOS: Bildschirmüberwachung und systemweites Diktat

Von Heise
Reden mit Gemini für macOS

Reden mit Gemini für macOS.

(Bild: Google)

Google schraubt an seiner offiziellen macOS-App für das KI-System Gemini. Sie wird künftig tiefer ins System integriert, wenn Nutzer das wünschen.

Die offizielle Gemini-App für Macs hat am Mittwoch ein Update erhalten. Mit einem neuen Shortcut soll sie nun überall im System zur Verfügung stehen und mit Inhalten per Sprache und Texteingabe interagieren können. Dazu gibt es auch die Möglichkeit, dem Sprachmodell Zugriff auf Bildschirminhalte zu geben. Letzteres ist allerdings ein Opt-in-Feature, also standardmäßig nicht aktiv.

Interaktion mit dem Bildschirm

Der neue Shortcut für Gemini auf dem Mac [1] ist ein langer Druck auf die Fn-Taste (üblicherweise links unten auf der Tastatur). Dies lässt dann ein Overlay erscheinen, egal in welcher App man sich gerade befindet. Die Funktion erlaubt das Diktieren von Text mit automatischer Korrektur von Füllworten, man kann Inhalte nachträglich auch mitten im Satz korrigieren und den Text per Sprache auch formatieren. Gibt man den Bildschirm frei, lassen sich vorhandene Informationen extrahieren und zusammenfassen. Dabei ist auch ein Zugriff auf das Dateisystem möglich. Als Beispiel nannte Google die Möglichkeit, einen Ordner mit medizinischen Angaben eines Hundes zusammenzufassen und an eine Tierpension mailen zu lassen [2].

Es bleibt aktuell unklar, welche der Features auch innerhalb der EU funktionieren, denn Googles großer Workflow-Agent Spark, den die Gemini-App teilweise in englischer Sprache verwendet, läuft nach wie vor nicht im Europäischen Wirtschaftsraum [3]. Weitere Beispiele, was die Gemini-App auf dem Mac nun kann, sind das Generieren und Editieren von Bildern per Sprache, etwa das Verändern einer Illustration für die Nachtmodus-Ansicht. Die neuen Sprachfähigkeiten verteilt Google weltweit, allerdings zunächst ebenfalls nur auf Englisch. „Mehr Sprachen kommen bald.“

Alles nur mit Pro oder Ultra

Features in der Gemini-App, die Spark nutzen, wurden zunächst für User mit dem teuren Ultra-Abo eingeführt, sollen später auch für Pro-Nutzer kommen. Googles KI-Abos beginnen ab 22 Euro im Monat für die Pro-Variante, dann mit 5 TByte Drive-Speicherplatz [4]. Ultra kostet „ab“ 100 Euro im Monat mit 20 TByte.

Was mit welchem Abo funktioniert, führt der Internetkonzern in Supportdokumenten aus – übersichtlich ist das leider nicht, da manche Features zwar auch für das günstigere Pro-Abo bereitgestellt werden sollen, aber zunächst Ultra-Nutzer bevorzugt werden. Es gibt zudem auch noch ein „kleines“ KI-Abo namens Plus mit weniger Funktionen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11383983

Links in diesem Artikel:

  1. https://gemini.google/mac/
  2. https://blog.google/innovation-and-ai/products/gemini-app/speak-naturally-gemini-app-mac-os/
  3. https://support.google.com/gemini/answer/17094507?hl=de-DE
  4. https://one.google.com/intl/de_de/about/google-ai-plans/
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 30. Juli 2026 um 14:19

Tipp: eSIM im Urlaub nutzen und sparen

Von Heise

Das iPhone ist seit mehreren Generationen bereit für die elektronische SIM-Karte, die sich einfach online kaufen lässt. So sparen Sie damit unterwegs.

Ich habe gehört, dass es Möglichkeiten gibt, bei der Internetversorgung im Ausland zu sparen. Lohnt sich im Urlaub eine eSIM für das Reiseland und wie richte ich sie ein?

In Ländern, in denen „Roam like at Home [1]“ bei Ihrem Provider nicht greift, kann eine eSIM eines regionalen oder globalen Anbieters die Mobilfunkkosten tatsächlich erheblich senken.

Modelle ab iPhone XS, XR und SE 2 sind dafür bestens gerüstet, denn sie besitzen mindestens eine eSIM, ab dem iPhone 13 [2] sogar zwei. Parallel aktiv sind allerdings immer nur zwei SIMs – entweder eine physische und eine eSIM oder zwei eSIMs [3].

Vor der Buchung lohnt sich ein Vergleich: Erkundigen Sie sich zunächst beim heimischen Anbieter nach speziellen Reisepaketen. Bei deutschen Providern wie der Telekom oder Aldi Talk gibt es oft günstige Tarife für die Dauer einer Reise, einige behandeln zudem das Vereinigte Königreich wie ein EU-Land.

Findet sich nichts Passendes, suchen Sie nach Anbietern im Zielland – eine KI wie ChatGPT oder Copilot liefert meist brauchbare Vorschläge, wenn Sie Reiseziel und gewünschte Leistungen genau benennen. Einen ersten Eindruck zur Netzabdeckung erhalten Sie auf der Website nperf.com [4].

Beim Aktivieren einer eSIM können Sie direkt entscheiden, ob Sie die eSIM zu Hause oder nur im Ausland verwenden möchten
Beim Aktivieren einer eSIM können Sie direkt entscheiden, ob Sie die eSIM zu Hause oder nur im Ausland verwenden möchten

Beim Aktivieren einer eSIM können Sie direkt entscheiden, ob Sie die eSIM zu Hause oder nur im Ausland verwenden möchten.

Die Einrichtung selbst ist inzwischen denkbar unkompliziert: Bei vielen Anbietern lässt sich das eSIM-Profil direkt aus der jeweiligen App heraus aktivieren. Das iPhone führt Sie dann durch einen kurzen Einrichtungsdialog, in dem Sie unter anderem festlegen können, ob die neue eSIM für Reisen oder den Alltag genutzt werden soll.

Eine eSIM richten Sie am einfachsten über einen QR-Code ein. Klappt das nicht, benötigen Sie vom Anbieter weitere Daten
Eine eSIM richten Sie am einfachsten über einen QR-Code ein. Klappt das nicht, benötigen Sie vom Anbieter weitere Daten

Eine eSIM richten Sie am einfachsten über einen QR-Code ein. Klappt das nicht, benötigen Sie vom Anbieter weitere Daten.

Wichtig: Richten Sie die eSIM möglichst bereits zu Hause im stabilen WLAN ein. Beginnt der Nutzungszeitraum mit der Aktivierung, verzögern Sie diese bis zum Reisebeginn. Vergeben Sie zudem einen aussagekräftigen Namen wie den Tarifnamen, um die eSIM eindeutig von Ihrem Heimattarif zu unterscheiden. Sobald die Reise-eSIM aktiv ist, deaktivieren Sie in den Einstellungen unter „Mobilfunk > [Ihre Haupt-SIM]“ die Option „Datenroaming“, um zu verhindern, dass diese im Hintergrund teure Verbindungen aufbaut. iMessage und FaceTime funktionieren übrigens weiterhin mit Ihrer Hauptrufnummer, auch wenn die Daten über die Reise-eSIM laufen.

Sollte die Aktivierung scheitern, löschen Sie die eSIM nicht einfach, denn die meisten Anbieter erlauben nur eine einmalige Freischaltung. Kontaktieren Sie stattdessen den Support – und nehmen Sie die Servicekontaktdaten sicherheitshalber mit in den Urlaub.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11377550

Links in diesem Artikel:

  1. https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/roaming
  2. https://www.heise.de/ratgeber/eSIM-in-Apple-Geraeten-Die-grosse-FAQ-10628265.html
  3. https://www.heise.de/ratgeber/eSIM-und-Dual-SIM-auf-iPhones-optimal-nutzen-7139657.html
  4. https://www.nperf.com/de/
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  6. https://www.heise.de/mac-and-i
  7. mailto:ims@mac-and-i.de

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  • 30. Juli 2026 um 09:00

heise+ | Multitool für Text: BBEdit 16 im Test

Von Heise
BBEdit 16

BBEdit 16: Echte Traditions-App mit neuer Version.

(Bild: Bare Bones Software)

Neues von Bare Bones Software: Der Code- und Texteditor BBEdit findet in Version 16 Text jetzt auch in Bildern und liefert auch sonst einige Neuerungen.

Das Mac-Urgestein BBEdit gehört zu den Apps, die erst auf den zweiten Blick beeindrucken. Hinter dem recht schnörkellosen Erscheinungsbild des Editors verstecken sich etliche Funktionen, die es in sich haben. Version 14 brachte etwa eine Notizenverwaltung mit sowie Unterstützung für das Language-Server-Protokoll (LSP), das Entwicklern erweiterte Hilfestellungen in Quellcode anbietet.

Version 15 führte Spickzettel (Cheatsheets) zum schnellen Nachschlagen ein sowie AI-Chat-Worksheets für die Kommunikation mit ChatGPT und eine Minimap, die eine grobe Übersicht des Gesamtdokuments gewährt.

Text in Bildern suchen

Die aktuelle Version 16 der nur auf Englisch verfügbaren App ergänzt die mächtige Multi-File-Suche um die Fähigkeit, Bilder zu finden, die den gesuchten Text enthalten. Diese Fähigkeit ist hinter dem Options-Button versteckt und basiert auf Apples VisionKit-Framework. Das kann zwar auch Apples Fotos-App, doch BBEdit durchsucht beliebige Ordner und findet damit auch andere Dateitypen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11378102

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/tests/Tools-fuer-Umfragen-auf-deutschen-und-EU-Servern-im-Test-11169668.html
  2. https://www.heise.de/tests/Privater-Wissenssammler-Karakeep-erschliesst-Bookmarks-und-Dateien-per-KI-11080855.html
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Dokumente-mit-KI-verwalten-paperless-ngx-mit-einem-Sprachmodell-verbinden-11166892.html
  4. https://www.heise.de/ratgeber/Besser-texten-mit-Office-Alternativen-LanguageTool-in-LibreOffice-einrichten-11121137.html
  5. https://www.heise.de/ratgeber/Quick-Look-aufmotzen-MIt-diesen-Tools-wird-die-macOS-Uebersicht-besser-11146357.html
  6. https://www.heise.de/ratgeber/PDF-Formulare-im-Griff-Daten-auslesen-und-verarbeiten-11080661.html
  7. https://www.heise.de/ratgeber/Textprojekte-gemeinsam-stemmen-mit-Git-So-gehen-Dokumentationen-und-mehr-11138148.html
  8. https://www.heise.de/ratgeber/Quick-Look-ausreizen-So-nutzen-Sie-Apples-Finder-Uebersicht-optimal-11130182.html

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  • 30. Juli 2026 um 08:00

Verschlüsselt, aber falsch: Gruppenchats anfällig für manipulierte Inhalte

Von Heise
Blick von unten in einen Kreis junger Menschen, die Smartphones in ihren Händen halten

Nur wenn alle Gruppenteilnehmer den Chatverlauf detailliert vergleichen, haben sie eine Chance die, Manipulation zu erkennen.

(Bild: DavideAngelini/Shutterstock.com)

Alle Mitglieder eines Gruppenchats sollten dieselben Inhalte sehen. Die üblichen Chat-Dienste stellen das nicht sicher. Das ist riskant.

Gruppenchats der großen Messaging-Dienste Whatsapp, iMessage, Signal und Threema sind zwar gut Ende-zu-Ende-verschlüsselt, sodass Unbefugte nicht mitlesen können. Gegen Manipulation der angezeigten Inhalte in Gruppenchats sind sie aber nicht geschützt, wenn der Täter ein legitimes Gruppenmitglied ist oder das Gerät eines Mitglieds kontrolliert. Solchen Angreifern ist es möglich, Chatnachrichten zu senden, die die selbe Identifikationsnummer tragen, aber bei unterschiedlichen Empfängern unterschiedlichen Inhalt haben. Damit fällt die sogenannte transcript consistency: Die Chatteilnehmer haben plötzlich unterschiedliche Versionen des Chats und wissen das nicht.

Die falschen Mitteilungen können sogar in Zitaten anderer Chatteilnehmer erhalten bleiben, so dass ein Chatteilnehmer eine völlig falsche Vorstellung vom Chatverlauf haben kann. Beispiel: Die Chatrunde stimmt einem Vorschlag einhellig zu, doch ein Chatteilnehmer sieht Zustimmung zu einem völlig anderen Vorschlag. Oder: Ein böswilliges Gruppenmitglied schickt einen Hyperlink in die Runde, der zu einem lustigen Katzenbild führt. Nur einem Gruppenmitglied schickt der Täter einen Link, der Malwaredownload auslöst. Die Gruppe antwortet auf den lustigen Link mit Heiterkeit und Danksagung, was die Zielperson zum Klick auf den Link verleitet.

Oder: Die Einladung zu einem wichtigen Treffen ergeht für einen Teil der Teilnehmer für Montag, für andere, die der Angreifer lieber nicht dabeihaben möchte, für einen anderen Tag, nachdem bereits alle Beschlüsse gefasst sind. Oder: Den Moderatoren eines Chats werden stets lautere Inhalte gezeigt, während bestimmte Mitglieder mit unlauteren bedacht werden. Und so weiter und so fort.

Nutzt ein Teilnehmer unter dem selben Nutzerkonto mehrere Endgeräte für den Gruppenchat, können ihm unterschiedliche Inhalte auf unterschiedlichen Endgeräten zugemittelt werden (außer bei Threema, das dabei das Manko fehlender Forward Secrecy [1] aufweist). Auch die Unterdrückung einer Nachricht je nach Endgerät ist bei den drei anderen Diensten möglich. Das alles funktioniert, ohne Bruch von Verschlüsselung, nicht nur für Textmitteilungen, sondern auch für Multimedia-Inhalte. Zudem lassen sich Abstimmungen auf verschiedene Art und Weise manipulieren.

So geht Gruppenchat

Das hat eine österreichische Gruppe aus IT-Sicherheitsforschern um Gabriel Gegenhuber herausgefunden und Anfang Februar den vier Kommunikationsdiensten gemeldet. Obwohl Gruppenchats inzwischen auch für (kriegs)wichtige politische Entscheidungen auf oberster Ebene genutzt werden, plant keiner der vier Betreiber unmittelbare Maßnahmen um das Grundproblem auszumerzen.

Ende-zu-Ende-verschlüsselte Gruppenchats können auf unterschiedliche Weise realisiert werden. Threema, iMessage und früher auch Signal setzen auf paarweise Kommunikation: Sendet ein Teilnehmer eine Nachricht an die Gruppe, schickt sein Client im Hintergrund tatsächlich jeweils eine Kopie der Nachricht an jeden anderen Teilnehmer. Je größer die Gruppe, desto effizienter ist das derzeit von Signal und Whatsapp eingesetzt Verfahren, bei dem nur eine Nachricht vom Client an den Server geht, der sie dann an die anderen Chatteilnehmer weiterleitet („server fan-out‟). Nur für die ursprüngliche Übermittlung der notwendigen Verschlüsselungsschlüssel kommuniziert der Absender direkt mit den anderen Kommunikationspartnern.

Die Forscher haben für die böswilligen Mitteilungen offizielle (Signal und Threema) respektive inoffizielle (Whatsapp, iMessage) Clients genutzt und durch Softwarepatches angepasst. Auf Empfängerseite kam die übliche Software der Messagingdienste für Android, iOS, Linux, macOS, Windows, sowie Webbrowser zum Einsatz.

Paarweise Kommunikation

Bei paarweiser Kommunikation in Gruppenchats, wie Threema und iMessage sie einsetzen, ist der Trick naheliegend: Der Absender schickt, unter Verwendung des selben Nachrichten-ID, einfach unterschiedliche Inhalte an unterschiedliche Empfänger. Signal unterstützt, wohl aus Gründen der Rückwärtskompatibilität, sowohl paarweise Kommunikation als auch server fan-out.

Zudem können Whatsapp und Signal trotz standardmäßigem server fan-out dazu gebracht werden, automatisch auf paarweise Kommunikation zurückzufallen. Das tritt ein, wenn ein Empfänger eine Nachricht nicht entschlüsseln kann. Er fordert dann eine neuerliche Übertragung in paarweiser Kommunikation, schließlich müssen ja nicht alle Gruppenteilnehmer die Nachricht noch einmal erhalten, nur weil einer an ihrer Entschlüsselung scheitert.

Und dieses Scheitern kann absichtlich ausgelöst werden: Wie erwähnt, nutzen Whatsapp und Signal paarweise Kommunikation zur ursprünglichen Übermittlung der Entschlüsselungsschlüssel. Dort setzt der Angreifer an: Er sendet dem Zielclient absichtlich einen Schlüssel, mit dem dieser die „normalen‟ Chatnachrichten des Absenders gar nicht entschlüsseln kann. Dann löst jede normale Nachricht einen Fehler mit der Bitte um neuerliche, direkte Zusendung aus. Daraufhin schickt der böswillige Absender die gefälschte Nachricht mit der ID-Nummer der echten Nachricht.

Server fan-out

Doch auch im server-fan-out-Verfahren, bei dem der Client eine Nachricht an den Server schickt, der sie dann an die Gruppenmitglieder verteilt, ist Manipulation möglich. Die erwähnte Kann-ich-nicht-entschlüsseln-Fehlermeldung des Empfängers bittet zwar um neuerliche Zumittlung mit der paarweisen Methode. Doch diesen Teil der Bitte kann der Angreifer ignorieren und die verfälschte Nachricht als server fan-out absenden.

Dann geht die verfälschte Nachricht zwar an alle Gruppenmitglieder, deren Clients sehen aber die ID einer bereits erhaltenen Nachricht. Daher verwerfen sie die „Kopie‟ ohne Fehlermeldung und prüfen nicht, ob sie die neue Nachricht überhaupt entschlüsseln können. Nur die Zielperson erhält die falsche Nachricht, weil sie das Original nicht entschlüsseln konnte.

Aufgrund des besonders hohen Datenschutzes bei Signal gibt es dort noch einen zweiten Angriffsvektor: Während Whatsapp auf dem Server eine Liste aller Mitglieder einer Gruppe führt, tut Signal das nicht. Der Absender muss jeder Nachricht eine Liste aller Gruppenteilnehmer beilegen und kann dabei bestimmte Teilnehmer unter der Tisch fallen lassen. Sie erhalten diese Nachricht dann nicht, merken aber nichts von der Lücke.

Schwindel bei Zitaten

Ist eine falsche Nachricht einmal zugestellt, bleibt sie auch in Zitaten erhalten, beispielsweise wenn andere Gruppenmitglieder darauf reagieren und ihre Meinung zu dem zitierten Inhalt kundtun. Denn die Zitatfunktion überträgt aus Gründen der Datensparsamkeit standardmäßig nicht den eigentlichen Inhalt, sondern verweist nur auf die ID der zitierten Nachricht. Damit sieht der Empfänger eines Zitats dabei also stets jene Nachricht, die ihm ursprünglich zugemittelt wurde, sei es das Original oder die falsche Nachricht.

Gibt es die referenzierte Nachricht nicht, verweigern Threema und iMessage das Zitat. Signal und Whatsapp fallen jedoch darauf zurück, den Inhalt des Zitats zu übermitteln. Das ist durchaus nützlich, den ein neu zur Gruppe Hinzugestoßener soll ja mitreden können. Allerdings eröffnet das dem Angreifer die Möglichkeit, den angeblich zitierten Inhalt beliebig zu definieren. Das geht auch in 1-zu-1 Chats, ohne Gruppe. Hier ist zu hoffen, dass der Empfänger noch weiß, was er (nicht) von sich gegeben hat.

Signal blendet unter den angeblich zitierten Inhalt immerhin einen Hinweis ein, dass es die zitierte Nachricht nicht finden kann. Bei Whatsapp fehlen solche Hinweise. Und speziell der Desktop-Client Signals erlaubt Zitate von Nachrichten, die erst nach dem Zitat verschickt werden.

Schwindel mit Abstimmungen

Besonderen Spaß dürften die Forscher mit der Abstimmungs-Funktionen der vier Dienste gehabt haben. Keiner sichert die gestellte Frage kryptographisch ab. Bei iMessage, Signal und Threema kann ein Angreifer, der eine Abstimmung erstellt, unterschiedlichen Gruppenmitgliedern unterschiedliche Fragen stellen. Bei binären Fragen (ja/nein) unter Whatsapp, das Abstimmungen mittels Hash absichert, kann er die Antwortmöglichkeiten mit einander austauschen. Was der eine als Ja-Stimme erachtet, ist für den andern womöglich eine Nein-Stimme.

Zudem kann er bei Whatsapp bestimme Mitglieder von der Stimmenzählung ausschließen, in dem er etwa durch absichtliches Einfügen eines unsichtbaren Leerzeichens den Hashwert verändert. Stimmt der Hashwert dann nicht überein, verwirft Whatsapp die abgegebene Stimme einfach.

Bei Threema und Signal ist auch das Abstimmungsergebnis nicht sicher. Threema sieht vor, dass der Ersteller der Abstimmung den Stimmenstand allen Gruppenmitgliedern mitteilt. Da er einzelnen Mitgliedern verfälschte Nachrichten senden kann, kann er die angezeigten Stimmen einzelner Teilnehmer verändern, streichen oder hinzufügen.

Bei Signal verkündet zwar der Server das Abstimmungsergebnis. Doch kann der Angreifer im Voraus solche Mitteilungen erfinden und versenden. Das spätere, echte Abstimmungsergebnis wird von jenen Signal-Clients, die bereits ein gefälschtes Endergebnis erhalten haben, als vermeintliches Duplikat verworfen.

Schwindel durch Abstimmende

Dem nicht genug können auch die Abstimmenden Unfug treiben, indem sie unterschiedlichen Gruppenmitgliedern unterschiedliche Entscheidungen zusenden. Damit laufen die beim jeweilige Empfänger angezeigten Abstimmungsergebnisse auseinander. Bei Threema ist sogar möglich, mit manipulierten Nachrichten mehr als eine Stimme auf einmal in die Waagschale zu werfen, sowie versteckte Stimmen nachzureichen. Bei iMessage kann ein Täter im Namen anderer Gruppenmitglieder abstimmen.

Bei Whatsapp haben die Forscher entdeckt, dass iOS-Clients Abstimmungen anders verarbeiten als Android-Clients. Das können Angreifer ausnutzen, beispielsweise indem sie nur Gruppenmitglieder mit Android-Client abstimmen lassen. Gleichzeitig verrät Whatsapp, welcher Client genutzt wird. Das erlaubt unter Umständen Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort des Teilnehmers, beispielsweise wenn er Whatsapp nur im Büro mit Windows nutzt, oder mit Linux nur Zuhause, oder umgekehrt.

Abhilfe

Auseinanderlaufen von Inhalten von Gruppenchats ist für den einzelnen Teilnehmer schwer zu erkennen. Hinzu kommt, dass sensible Chats oft auf automatische Löschung der Inhalte nach kurzer Zeit setzen. Dadurch werden die Manipulationsbeweise automatisch vernichtet.

Das Grundproblem manipulierter Inhalte ist systembedingt, speziell paarweise Kommunikation eröffnet Lücken. Mit Verzicht darauf wäre viel erreicht, das würde aber aufwändiges Redesign erfordern.

Für Signal und Whatsapp, die primär auf server fan-out setzen und nur subsidiär auf paarweise Kommunikation zurückgreifen, haben die Forscher Vorschläge, wie die Probleme reduziert werden könnten: Verbot paarweiser Kommunikation, außer für die ursprünglichen Schlüssel, weil es dort im gegebenen Konzept notwendig ist. Clients sollten unerbetene, neuerliche Zusendungen von Nachrichten generell verwerfen. Bittet ein Client um neuerliche Zumittlung einer Nachricht, sollte das allen Gruppenmitgliedern mitgeteilt werden, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Zeitstempel sollten nur vom Server akzeptiert werden, und jede Veränderung der Gruppenzusammensetzung sollte auf technischer Ebene zur automatisch Erstellung einer neuen Gruppe führen.

Vor allem aber sollten Vorgänge transparent gemacht werden: Fehlgeschlagene Entschlüsselung sollte ebenso angezeigt werden, wie neuerliche Zusendung einer früheren Nachricht – samt Warnung, dass der Inhalt einer solchen Nachricht von dem anderen Teilnehmern angezeigten Inhalt abweichen kann. Zudem sollte für jeden Gruppenteilnehmer automatisch eine Statistik geführt werden, die offenlegt, wo sich Entschlüsselungsfehler und neuerliche Versendungen häufen. Denn das ist verdächtig.

Die Autoren

Ein anderer Weg wäre, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auszuschalten, so dass jeder bei jedem alles mitlesen kann. Davon hält Studienautor Gegenhuber (früher an der Universität Wien, jetzt an der Interdisciplinary Transformation University in Linz tätig) nichts: „Ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist man vollständig vom Server abhängig, und der könnte dann beliebig Nachrichten manipulieren oder unterdrücken. Außerdem könnte der Serverbetreiber alles mitlesen.‟

„Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist eine große und wichtige Errungenschaft‟, betonte Gegenhuber gegenüber heise online. „Dabei wird jedoch Vertrauen und die Verantwortung für Validierung vom Server zum Client verschoben. Und der kann bösartig sein. Daher ist transcript consistency wichtig.‟

Mit Gegenhuber haben Moritz Grefner, Matthäus Wininger, David Schmidt und Aljosha Judmayer (allesamt Universität Wien) sowie Maximilian Günther (SBA Research) die Sache erforscht. Sie haben ihr gemeinsames Paper unter dem Titel Send and Pretend: Exploiting Transcript Consistency Issues in End-to-End Encrypted Group Chats in der Nacht auf Donnerstag bei Github [3] und Zenodo online [4] gestellt. Dort stehen auch Programmcode und Beweisvideos zum Download bereit.

Gegenhuber, Günther und Judmayer waren bereits Teil jenes Forscherteams, das das gesamte Whatsapp-Nutzerverzeichnis abgeschnorchelt [5] hat. Zuvor waren die drei an einem Forschungsprojekt beteiligt, das gezeigt hat, wie die Verschlüsselung Whatsapps herabgestuft [6] werden kann, sowie an einem Projekt, das offengelegt hat, was Signal und Whatsapp trotz Verschlüsselung verraten [7].

Reaktionen der Betreiber

Das Team hat alle vier Dienstebetreiber am 6. Februar informiert. Apple hat laut Forscherteam den Empfang bestätigt. Meta Platforms hat 1.000 US-Dollar Belohnung ausgeschüttet und Verbesserungen bei Abstimmungen in Whatsapp angekündigt. Threema möchte das Teilproblem der Möglichkeit zur Abgabe mehrerer Stimmen angehen.

Keiner der Drei hat demnach angekündigt, das Grundproblem fehlender transcript consistency in Gruppenchats anzugehen. Auch das von einer nichtkommerziellen Stiftung betriebene Signal plant keine Sofortmaßnahmen, möchte sich aber dann dem Problem widmen, wenn es gröbere Arbeiten an der Gruppenchat-Funktion in Angriff nimmt.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11384095

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/hintergrund/So-kann-ein-Angreifer-die-Whatsapp-Verschluesselung-herabstufen-10516515.html
  2. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  3. https://github.com/sbaresearch/transcript-consistency/
  4. https://zenodo.org/records/21672457
  5. https://www.heise.de/news/3-5-Milliarden-Konten-Komplettes-Whatsapp-Verzeichnis-abgerufen-und-ausgewertet-11082660.html
  6. https://www.heise.de/hintergrund/So-kann-ein-Angreifer-die-Whatsapp-Verschluesselung-herabstufen-10516515.html
  7. https://www.heise.de/news/Was-Whatsapp-und-Signal-verraten-trotz-Verschluesselung-10515767.html
  8. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  9. mailto:ds@ct.de

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  • 30. Juli 2026 um 07:57

Alternative zu Plaud & Co: Granola transkribiert Besprechungen per Apple Watch

Von Heise
Eine Apple-Watch am tätowierten Arm einer weißen Person; im Hintergrund ist da Dekolleté einer zweiten tätowierten Person zu sehen.

Aufzeichnung einer Besprechung mit Granola.ai-App

(Bild: Granola.ai)

Mit spezieller Hardware lassen sich Unterhaltungen aufzeichnen und zusammenfassen. Nötig ist solche Hardware nicht, zeigt die App Granola für die Apple Watch.

Geräte zur KI-gestützten Transkription und Zusammenfassung von Besprechungen und anderen Unterhaltungen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – etwa die von Plaud AI [1]. Der Vorteil: Sie sind kompakt, unauffällig und dienen allein dem Zweck der Aufzeichnung; Bearbeitung und Sichtung erfolgen dann am Smartphone oder auf einem Server. Doch ist es überhaupt notwendig, fast 200 Euro allein für die Hardware zu zahlen, wenn ein Handy mit passender App oder eine Smart Watch das eigentlich gleich miterledigen könnten?

Hinzu kommt, dass die Geräte meistens ein kostenpflichtiges Abonnement verlangen, um sie sinnvoll nutzen zu können. Der britische Anbieter Granola.ai will nun mit einer Apple-Watch-App in diese Lücke stoßen.

Ein Klick auf die Watch

Granolas Software [2], die vorhandene Programme des Anbieters für macOS, Windows und iPhone ergänzt, läuft direkt auf der Computeruhr und zeigt Zusammenfassungen nach Abschluss einer Aufnahme auch gleich auf der Uhr an. Wer mehr mit den Inhalten anstellen möchte – etwa das gesamte Transkript ansehen – greift zur iPhone-App [3].

Die Bedienung der Watch-App ist einfach: Mit einem Knopf wird die Aufnahme gestartet und kann später pausiert oder fortgesetzt werden. Gut hörbare Töne sowie Vibrationen zeigen, dass die Transkription aktiv ist. Anschließend dauert es je nach Aufzeichnungslänge etwas, bis die Cloud-Verarbeitung abgeschlossen ist. Granola.ai verwendet intern offenbar Frontier-Modelle von OpenAI und Anthropic.

In unserem Kurztest klappte die Transkription sowohl auf Englisch als auch Deutsch fehlerfrei, und die Zusammenfassung war ebenfalls gelungen. Granola.ai fragt Nutzer zuvor, in welcher Branche sie tätig sind, was womöglich dabei hilft, das Modell entsprechend anzupassen. Diese Angabe ist allerdings nicht Pflicht. Mit der iPhone-App sind auch ausgehende Telefonate transkribierbar, solange man den Lautsprecher anlässt.

Störend im Betrieb fiel auf, dass die Watch-App bei der Aufnahme offen sein muss, man kann also etwa nicht auf eingehende Benachrichtigungen reagieren. Granola.ai nervt damit, dass man sich entweder mit Microsoft-ID oder Google-Konto anmelden muss. Das soll dazu dienen, berufliche Kalender in die Anwendung zu holen. Es ist allerdings nicht zwangsweise notwendig, den Kalender freizugeben. Logins mit Apple-Konten sind nicht vorgesehen; als dritten Weg kann man nur geschäftliche Konten (Single Sign On, SSO) nutzen.

Alternative: MacWhisper auf dem iPhone

Granola.ai sieht derzeit nicht vor, direkt auf dem iPhone Abos abzuschließen. Stattdessen schließt man es über die macOS- oder Windows-App ab. Die Transkriptionen scheinen keine zeitliche Beschränkung zu haben; allerdings reduziert die kostenlose Variante die Zeit, in der man die Notizen einsehen und durchsuchen kann. Uneingeschränkte Besprechungen samt History kosten 14 US-Dollar im Monat.

Als Alternative lohnt sich ein Blick auf die iPhone-Version von MacWhisper [4]. Diese transkribiert ohne Cloud lokal auf dem Gerät und kann kostenlos verwendet werden, außer man möchte den enthaltenen Chatbot verwenden.


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https://www.heise.de/-11382621

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  1. https://www.heise.de/tests/KI-Rekorder-Anker-Soundcore-Work-und-Plaud-Note-Pro-im-Test-10811160.html
  2. https://www.granola.ai/blog/granola-for-apple-watch
  3. https://apps.apple.com/de/app/granola-ai-meeting-notes/id6739429409
  4. https://apps.apple.com/de/app/whisper-transkription/id1668083311
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 29. Juli 2026 um 21:16

MacBook Ultra: Nur OLEDs von Samsung – und das wird teuer

Von Heise
Aufgeklapptes MacBook

Aufgeklapptes MacBook: Ultra, öffne Dich!

(Bild: Omar Tursic / Shutterstock.com)

Apple soll abschließend entschieden haben, wer die Screens für seinen neuen OLED-MacBook-Formfaktor liefert. LG und BoE bleiben offenbar außen vor.

Apple wird bei seinem kommenden MacBook Ultra [1] offenbar nur einen einzigen Display-Lieferanten einsetzen, was womöglich zu einer Preiserhöhung führt. Laut einem Bericht des koreanischen Elektronikfachblatts The Elec hat sich die Procurement-Abteilung des Konzerns entschlossen, das OLED-Panel, vermutlich in Tandem-Konfiguration, von Samsung zu erwerben. Mögliche Zweit- oder Dritt-Lieferanten wie LG Display (ebenfalls Korea) oder BoE [2] (China) haben nicht das Rennen gemacht. Damit ist Apple von nur einem Hersteller abhängig – etwas, was Apple etwa beim iPhone gerne vermeidet, wo sich LG und Samsung die High-End-Geräte teilen und BoE zum Teil für günstigere Geräte für den chinesischen Markt zum Einsatz gekommen ist.

Probleme mit der Logistik

The Elec zufolge war es Apple nicht gelungen [3], die notwendigen Volumina zu erreichen. Das soll auch damit zu tun haben, dass Samsung Display einen neueren Prozess (Generation 8.6) als LG (Generation 6) verwendet hat. Daher sei es logistisch zu komplex gewesen, mit zwei Display-Lieferanten zu arbeiten, und Apple entschied sich allein für Samsung. In den kommenden Jahren könnte sich das laut dem Bericht jedoch ändern, wobei LG offenbar nicht vor 2029 bereit ist.

LG Display gehört derzeit zu den wichtigsten Anbietern von Displays in LCD-Bauweise für MacBook und MacBook Pro, für das iPad Pro M5 [4] übernimmt das Unternehmen Teile der OLED-Herstellung. Dabei soll es auch bleiben. LCDs werden noch über Jahre der Standard bei den MacBooks sein, mit dem MacBook Ultra, das angeblich erstmals auch in einem Mac einen Touchscreen [5] erhält, beginnt jedoch die Technikänderung. Als Nächstes könnten unter anderem Standard-MacBook Pro und MacBook Air folgen, doch das wird noch dauern. Laut The Elec soll Samsung anfangs 2,5 Millionen Panel liefern, die Massenproduktion startet im August. Apple kauft 14- und 16-Zoll-Displays.

MacBook Ultra mit neuem Formfaktor

Das MacBook Ultra soll den seit Jahren bestehenden MacBook-Pro-Formfaktor ergänzen. Zu den Neuerungen gehört neben OLED und Touchscreen ein dünneres Gehäuse. Einige der Anschlüsse könnte Apple weglassen, um Platz zu sparen. Im Hinblick auf Chips sollen angeblich erneut M5 Pro und M5 Max verbaut werden, die schon im aktuellen MacBook Pro [6] aus dem Frühjahr stecken.

Der Grund: Der M6 kommt angeblich nicht als Pro- und Max-Variante, die Apple erst mit dem M7 im kommenden Jahr wieder herstellen will. Derzeit erwarten wir das MacBook Ultra im Oktober. Beobachter rechnen damit, dass der Preis jenseits von 2000 Euro beginnen könnte. Ein konkurrenzloser OLED-Lieferant dürfte die Tarife kaum eindämmen helfen.


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https://www.heise.de/-11380092

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  1. https://www.heise.de/news/Bericht-Touchscreen-Mac-mit-OLED-koennte-MacBook-Ultra-heissen-11203288.html
  2. https://www.heise.de/news/Rechtsverletzung-bei-OLED-Technik-Apple-Lieferant-droht-US-Importverbot-10489477.html
  3. https://www.thelec.kr/news/articleView.html?idxno=60086
  4. https://www.heise.de/tests/Flach-und-flott-Das-neue-iPad-Pro-M5-im-Test-10792884.html
  5. https://www.heise.de/news/macOS-Erneut-Spekulationen-ueber-Touchscreen-Faehigkeit-10320088.html
  6. https://www.heise.de/tests/MacBook-Pro-mit-M5-Max-im-Test-Apples-neue-mobile-Boliden-11204665.html
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  • 29. Juli 2026 um 19:23

Speicherversorgung für Apple: Samsung dreht offenbar Produktion auf

Von Heise
Samsung-Schriftzug an einer Hecke

Samsung-Schriftzug an einer Hecke: Apple braucht viel RAM.

(Bild: Sundry Photography/Shutterstock.com)

Apple erwägt, sich erstmals in China mit RAM zu versorgen, weil die „großen Drei“ nicht liefern können und ihre Preise ständig erhöhen. Samsung plant Abhilfe.

Samsung Electronics plant, seine DRAM-Kapazität kurzfristig auszubauen. Koreanischen Medienberichten zufolge soll die Anlage des Konzerns in Hwaseong am Gelben Meer kurzfristig ihren Output um 15 Prozent erhöhen, um Großkunden wie Apple besser zu versorgen. Bestehende Anlagen sollen erweitert und konsolidiert werden – ergänzt um eine neue „End Fab“, um die Wafer-Handhabung effizienter zu gestalten und den gesamten Output zu erhöhen, heißt es. Es soll dabei zu einer Spezialisierung auf „general purpose DRAM“ kommen, sich also nicht um die von Nvidia & Co. benötigten High-Bandwith-Memory-Chips (HBM) drehen.

Apple streckt Fühler nach China aus

Laut SEDaily.com [1] reagiert Samsung Electronics damit auch auf Apples Versuche, DRAM-Komponenten zumindest für in China verkaufte iPhones von dortigen Herstellern wie CXMT [2] zu erwerben. Allerdings untersagt die US-Regierung dieses Vorhaben bislang, da der RAM-Hersteller, der gerade erfolgreich an die Börse gegangen [3] ist, als Lieferant (beziehungsweise „nahestehendes Unternehmen“) für das chinesische Militär auf der amerikanischen Sanktionsliste steht.

Apple befindet sich in Sachen Speicherlieferungen derzeit zwischen Baum und Borke: Der gigantische Bedarf an DRAM-Modulen für iPhone, iPad, Mac & Co. lässt sich nur dadurch decken, dass der Konzern die stark erhöhten Preise der drei großen Lieferanten SK Hynix, Micron [4] und Samsung Electronics bezahlt. Das alte Modell, bei dem Apple aufgrund seiner gigantischen Stückzahlenabnahme die Tarife herunterhandeln konnte, greift nicht mehr, denn KI-Chip-Hersteller wie Nvidia kaufen noch mehr und nehmen wertvollen Wafer-Platz weg. Apple hatte zuletzt seine Preise für Macs, iPads und Zubehör [5] teils deutlich erhöht. Als Nächstes dürften nun die iPhones [6] dran sein.

Vergleichsweise schnelle Produktionssteigerung

Gegenüber SEDaily.com sagte ein „Insider“, das Unternehmen ziele darauf ab, die General-Purpose-DRAM-Produktion von Samsung Electronics bereits bis Ende des Jahres um 15 Prozent im Vergleich zum Jahresanfang zu steigern.

Haupt-Fab und End-Fab würden kombiniert, so dass die Wafer chargenweise weitertransportiert werden können. Das erleichtere die Logistik deutlich. Aktuell leidet selbst Samsungs eigene Mobilfunktochter unter der RAM-Inflation.


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https://www.heise.de/-11381065

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  1. https://www.sedaily.com/article/20072436
  2. https://www.heise.de/news/Bericht-Apple-testet-RAM-von-chinesischem-Hersteller-11359180.html
  3. https://www.heise.de/news/Groesster-chinesischer-Speicherhersteller-kommt-mit-einem-Knall-an-die-Boerse-11379069.html
  4. https://www.heise.de/news/RAM-Krise-Micron-wirft-Apple-indirekt-Mitschuld-vor-11349326.html
  5. https://www.heise.de/news/Speicherkrise-Apple-beginnt-Preise-kraeftig-nach-oben-zu-setzen-11344705.html
  6. https://www.heise.de/news/300-US-Dollar-mehr-allein-fuer-die-Teile-iPhone-18-Pro-Max-koennte-teuer-werden-11362056.html
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  • 29. Juli 2026 um 11:35

heise+ | Praxis zu Aufnahme und Schnitt mit 360-Grad-Kameras: Rundum gut inszeniert

Von Heise
, Melissa Ramson / heise medien

(Bild: Melissa Ramson / heise medien)

360-Grad-Kameras nehmen alles um sich herum als Foto oder Video auf. Mit unseren 16 Tipps zu Aufnahme und Schnitt machen die Panoramaclips noch mehr Eindruck.

Sie haben sich eine neue 360-Grad-Kamera gekauft und wissen nun nicht, wie Sie sie am besten einsetzen? Nach unserem Test von vier aktuellen Modellen von DJI, GoPro und Insta 360 [1] [1] erklären wir Ihnen nun mit zahlreichen Tipps, wie Sie die Aufnahmen am besten schneiden, bearbeiten und aufbereiten – denn das ist gar nicht so einfach.

Vorbereitungen

1 Abstand halten und richtig ausrichten

Zwar nehmen die beiden Fischaugenobjektive einer 360-Grad-Kamera die komplette Rundumsicht auf. Der erzeugte Film startet aber meist mit einem Ausschnitt, der sich direkt vor einer Linse abspielt. Richten Sie deshalb bei der Aufnahme ein Objektiv auf das wichtigste Motiv aus. Halten Sie die Kamera hierbei möglichst gerade. Der Horizont lässt sich zwar nachträglich drehen, bei längeren Projekten wird die ständige Neuausrichtung jedoch schnell lästig.

Durch die Fischaugenoptik wirken Objekte größer und verzerrter, je dichter sie sich an der Kamera befinden. Achten Sie deshalb darauf, bei Personen wenigstens einen Meter Abstand zu halten. Die Naheinstellgrenze liegt bei den meisten Kameramodellen bei 60 bis 80 Zentimetern. Was sich näher an der Linse befindet, wird unscharf. Befinden sich Objekte mehrere Meter entfernt, ist es kein Problem.


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https://www.heise.de/-11378098

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  1. https://www.heise.de/tests/Rundum-beeindruckend-Vier-360-Grad-Kameras-im-Test-11361590.html

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  • 29. Juli 2026 um 08:00

iPad angeblich demnächst wasserresistent

Von Heise
Apple iPad 10

Drei iPads von Apple, hier die Generation 10.

(Bild: Apple)

Bislang darf nur das iPhone je nach Modellreihe kurz ins Wasser. Beim iPad arbeitet Apple einem Bericht zufolge derzeit daran.

Bei Mac und iPad ist klar: Beide Apple-Hardware-Varianten sind für die Verwendung in Wassernähe offiziell ungeeignet. Nur Produkte wie das iPhone [1] oder die Apple Watch gelten je nach Baureihe als wasser- oder staubgeschützt, wobei es unterschiedliche Abstufungen gibt. Nun plant Apple offenbar erstmals, auch seine Tablets zumindest wasserreistent zu machen. Allerdings geht es zunächst nur um ein Modell: Das nächste iPad mini [2], mit derzeit 8,3 Zoll großem Display das kleinste Tablet von Apple.

Nächste Generation iPad mini

Gerüchte dazu gab es schon im vergangenen Jahr, jetzt soll das neue iPad mini im Herbst erscheinen, wie Macrumors [3] schreibt. Apple soll laut Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg schon im vergangenen Jahr an der Abdichtung der nächsten iPad-mini-Generation gearbeitet [4] haben. Dazu entwirft Apple unter anderem ein neues Lautsprechersystem, bei dem die traditionellen Luftlöcher weggelassen werden können, stattdessen wird das Chassis zum Lautsprecher. Wie das konkret klingt, bleibt abzuwarten. 2014 hatte Apple für ein neuartiges Akustiksystem ein Patent erhalten, das dazu passt.

Beim iPhone setzt Apple auf ein System aus Klebstoff und Dichtungen, um traditionelle Lautsprecher trocken zu halten, bei der Apple Watch gibt es einen Auswurfmechanismus für Flüssigkeiten, der auf Schallwellen setzt. Noch ist unklar, welches IPX-Rating Apple beim iPad mini anstrebt. Das iPhone erreicht derzeit IP68 und darf theoretisch bis zu 30 Minuten in sechs Meter tiefem Wasser verbringen. Beim iPad muss ansonsten auch noch der USB-C-Anschluss abgedichtet werden, wie man das vom iPhone kennt.

Wasserresistenz könnte dem iPad mini einige Vorteile gegenüber reinen E-Book-Readern verschaffen, die bereits mit einem entsprechenden Rating kommen.

Mit dem OLED-Bildschirm im iPad mini könnte das Gerät auch minimal dünner werden. Apple will in den kommenden Jahren mehr und mehr Geräte auf die neue Technik umstellen, auch eine neue MacBook-Baureihe [5] bekommt angeblich erstmals OLED-Screens. Die bislang größten Schirme mit organischen Leuchtdioden stecken im iPad Pro M4 und M5 mit 11 und 13 Zoll.


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https://www.heise.de/-11379479

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  1. https://www.heise.de/news/Apple-bewirbt-iPhone-Haltbarkeit-7183389.html
  2. https://www.heise.de/news/iPad-mini-bald-mit-OLED-aber-wohl-ohne-ProMotion-11369648.html
  3. https://www.macrumors.com/2026/07/25/first-water-resistant-ipad/
  4. https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-10-28/apple-plans-oled-for-ipad-mini-ipad-air-macbook-air-mini-water-resistance
  5. https://www.heise.de/news/Neue-Hardware-Diese-Produkte-stehen-bei-Apple-in-diesem-Jahr-noch-aus-11332781.html
  6. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 28. Juli 2026 um 15:56

Börsen-Beben bei KI-Profiteuren: Speicherhersteller verlieren massiv an Wert

Von Heise
Rote Handelskurve, die nach unten zeigt

(Bild: Artit Wongpradu / Shutterstock.com)

Unternehmen, die an der Börse stark von KI profitiert haben, lassen Federn. Besonders stark trifft es Speicherhersteller.

Der Höhenflug von Speicherherstellern an den weltweiten Börsen hat eine merkliche Delle bekommen. Zahlreiche einstige Sterne am Rendite-Himmel haben allein heute deutlich über zehn Prozent an Börsenwert verloren. Der weltweit größte Speicherhersteller Samsung steht bei einem Minus von mehr als 13 Prozent und Platz 2 SK Hynix bei fast minus 15 Prozent.

Im Falle des dritten Platzes Micron ist die US-Heimatbörse noch geschlossen, vorbörslich und in Europa geht es aber mit minus 7 Prozent in eine ähnliche Richtung. Der zwischenzeitliche Börsenliebling Sandisk verbucht minus 11 Prozent. Anders als die Konkurrenz stellt Sandisk ausschließlich NAND-Flash-Bausteine und SSDs her; die anderen auch DRAM für Arbeitsspeicher.

Nvidia ist schon am Montag etwas abgerutscht, was zu einem Wechsel an der Spitze der weltweit wertvollsten Unternehmen geführt hat: Apple führt die Liste [1] mit einer Marktkapitalisierung von knapp fünf Billionen US-Dollar wieder an. Nvidia liegt aktuell bei gut 4,7 Billionen US-Dollar.

Düsterer Monatsvergleich, aber immer noch tiefgrün seit Jahresbeginn

Bei allen genannten Speicherherstellern zeigt sich auch im Monatsvergleich ein tiefrotes Bild: SK Hynix steht da bei minus 46 Prozent, Sandisk bei minus 41 Prozent, Samsung bei minus 38 Prozent. Micron geht es mit minus 21 Prozent noch am besten. Im schlechtesten Fall haben Anleger fast die Hälfte ihrer Investition verloren.

Ein Blick auf die Kursentwicklungen seit Jahresbeginn zeigt dann allerdings auf, wie beispiellos die Zugewinne bis in den Sommer hinein waren. Obwohl sich SK Hynix’ Börsenwert beinahe halbiert hat, verzeichnet das Unternehmen seit Jahresbeginn immer noch ein Plus von 138 Prozent, Sandisk sogar von plus 155 Prozent. Samsung steht mit plus 83 Prozent noch am schlechtesten da.

Die Werte beziehen sich auf die jeweiligen Heimatbörsen, im Falle der Speicher-Weltmarktführer also auf die Korea Exchange (KRX). Die hier gehandelten Hinterlegungsscheine (Global Depositary Receipts, GDRs) hinken teilweise hinterher, zeichnen im Großen und Ganzen aber das gleiche Bild.

Vergleich SK-Hynix-Aktie an der KRX und das westliche GDR (0 Bilder) [2]

[3]

Unsicherheit

Börsenseiten machen Unsicherheit beim KI-Boom für die rückläufigen Kurse verantwortlich. Zumindest kurzfristig ist aber kaum mit einer platzenden Blase zu rechnen, da sich die Firmen untereinander mit langen Lieferverträgen absichern. Nvidia & Co. etwa müssen Speicherherstellern Milliardenstrafen zahlen, wenn sie ausgemachte Mengen doch nicht kaufen.


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  1. https://www.nasdaq.com/market-activity/stocks/screener
  2. https://www.heise.de/bilderstrecke/5125450.html?back=11380480;back=11380480
  3. https://www.heise.de/bilderstrecke/5125450.html?back=11380480;back=11380480
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  • 28. Juli 2026 um 14:16

Lücke: Claude Cowork entkommt macOS-Sandbox

Von Heise
Anthropic bewirbt Claude Cowork unter anderem für Rechtsteams

Anthropic bewirbt Claude Cowork unter anderem für Rechtsteams.

(Bild: Anthropic)

Die Nutzung von KI-Agenten direkt auf dem Rechner kann Gefahren mit sich bringen. Das zeigt eine soeben entdecktes Sicherheitsloch in Claude Cowork für den Mac.

Das KI-Sicherheitsunternehmen Accomplish AI hat eine problematische Lücke im KI-Assistenten Claude Cowork [1] für macOS entdeckt. Damit ist es Angreifern möglich, über eigentlich nicht vertrauenswürdige Inhalte die virtuelle Maschine, die Cowork eigentlich verwendet, zu verlassen, um dann überall auf dem Mac Schreibrechte zu bekommen. Der Sandbox-Exploit sei durch Anthropics Designentscheidungen möglich, die interessanter seien als ein von den Sicherheitsforschern entdeckter Kernel-Bug, schreiben sie.

Trick mit Linux-Subsystem

Der Fehler, der auf den Namen SharedRoot [2] getauft wurde, setzt sich auch über Limits hinweg, die der Nutzer gesetzt hat, etwa vorher festgelegte Ordner, die Claude Cowork [3] beschreiben darf. Neben dem Schreibvorgang sei es auch möglich, aus der VM heraus Dateien zu lesen – etwa SSH-Schlüssel und Cloud-Zugänge. Angreifern stünden alle Inhalte zur Verfügung, die der verwendete User-Account nutzen könne. Accomplish.ai lobte zunächst den Ansatz von Claude. Es handele sich um eine „echte VM“, der Nutzer der jeweiligen Session habe kaum Rechte, es gebe einen Seccomp-Filter und eine Brokered-Mount-Schicht.

Hauptproblem ist demnach, dass das Host-Dateisystem mit der VM im Read-Write-Modus geteilt wird. Mithilfe eines nachgeladenen Linux-Subsystems, in dem eine ungepatchte Lücke [4] steckt, ließ sich ein Guest-Root-Zugang herstellen. Der wiederum greift dann auf das echte Mac-Dateisystem zu.

Bis zu 500.000 Nutzer betroffen

Accomplish.ai schätzt, dass von dem Problem bis zu 500.000 macOS-Nutzer betroffen gewesen sein könnten. Es wurde allerdings nur indirekt behoben: Anthropic teilte mit, die Lücke sei zwar „informativ“, doch interne Änderungen machten sie nicht mehr ausnutzbar. Denn Claude Cowork bedient sich jetzt nicht mehr der Ausführung einer lokalen VM, sondern nutzt die sogenannte Cloud-Execution.

Damit ist der Sandbox-Escape nicht mehr nutzbar. Allerdings ist es immer noch möglich, den KI-Agenten lokal laufen zu lassen. Dies sollte man bis zu einem möglichen Fix unterlassen, außer man härtet seine eigene Konfiguration. Claude Cowork wird für diverse Zielgruppen außerhalb des Coding-Spektrums vermarktet, darunter Anwälte, Marketingleute oder Geschäftsentwickler.


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https://www.heise.de/-11379475

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  1. https://www.heise.de/news/Claude-Cowork-kommt-ins-Web-und-aufs-Smartphone-11357349.html
  2. https://www.accomplish.ai/blog/sharedroot-escaping-claude-cowork-sandbox/
  3. https://claude.com/product/cowork
  4. https://nvd.nist.gov/vuln/detail/CVE-2026-46331
  5. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 28. Juli 2026 um 14:00

iOS 26.6, macOS 26.6 und mehr: Apple stellt neue Betriebssysteme bereit

Von Heise
iOS 26 mit Liquid-Glass-Look

iOS 26 mit Liquid-Glass-Look.

(Bild: Apple)

Apple liefert weitere Varianten seiner 26er Betriebssysteme aus. Es gibt Bugfixes und sicherheitsrelevante Neuerungen. Zudem wird auf Siri AI vorbereitet.

Bevor iOS 27 [1] und Co im September erscheinen, liefert Apple Updates für seine aktuellen Betriebssysteme. Am Montagabend hat das Unternehmen iOS 26.6, macOS 26.6 (Tahoe), iPadOS 26.6, watchOS 26.6, visionOS 26.6 sowie tvOS 26.6 und eine neue HomePod-Software 26.6 zum Download bereitgestellt.

Fixes, Sicherheit, Spotlight-Index

Apple macht zu iOS 26.6 die Angabe, dass das Update Fehlerbehebungen, sicherheitsrelevante Verbesserungen sowie Vorbereitungsmaßnahmen für den verbesserten Spotlight-Suchindex in iOS 27 [2] bringe. Dieser werde „optimiert“, schreibt der Konzern. Das könnte unter anderem dabei helfen, Siri AI [3] schneller über das ganze Gerät hinweg nutzen zu können, wobei das KI-System in der EU zunächst nicht verfügbar sein [4] wird. Zu iPadOS 26.6 gibt Apple die gleichen Informationen wie zu iOS 26.6. macOS 26.6 kommt ebenfalls mit Fehlerbehebungen, noch ungenannten Sicherheitsfixes plus der Spotlight-Optimierung.

Zu watchOS 26.6 heiß tes, das Update enthalte nicht näher ausgeführte Fehlerbehebungen sowie Sicherheitsverbesserungen. Zu tvOS 26.6 fehlen wie üblich jegliche Angaben – auch hier dürften Bugfixes und Security-Optimierungen Hauptthema sein. visionOS 26.6 bringt ebenfalls Fehlerbehebungen und Sicherheitsfixes und liefert den optimierten Spotlight-Index für visionOS 27 [5]. Angaben zu den Neuerungen in der HomePod-Software 26.6 macht Apple nicht, hält dies aber ebenfalls meistens so.

iOS 27 ist im Anflug

Bislang nennt Apple noch keine Details zu den sicherheitsrelevanten Fehlerbehebungen [6] in den neuen Systemen. Diese dürften im Laufe der Nacht hinzukommen. Abzuwarten ist noch, ob auch mehrere ältere macOS-, iOS- und iPadOS-Versionen Updates erhalten, diese kämen dann rein mit Sicherheitsfixes. Apple liefert diese üblicherweise parallel zu seinen Hauptupdates mit.

Die 26.6-Releases dürften einige der letzten der Generation 26 sein, möglicherweise erreicht Apple aber auch noch Version 26.7 der Systeme, sollten Fehlerbehebungen kurzfristig notwendig werden. Derzeit läuft die offizielle Public-Beta-Phase für iOS 27, macOS 27 [7] und die anderen neuen Betriebssysteme. Die Finalversionen könnten Anfang bis Mitte September erscheinen, je nachdem, wann Apple sein allherbstliches iPhone-Event abhält [8].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11379483

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/iOS-27-Mehr-Tempo-besserer-Schutz-neue-Siri-11321931.html
  2. https://www.heise.de/news/Neue-Spotlight-Datenbank-Apple-bereitet-altes-iOS-fuer-Siri-AI-vor-11373497.html
  3. https://www.heise.de/news/Siri-AI-Apple-verspricht-umfassenden-KI-Neustart-fuer-Apple-Intelligence-11322101.html
  4. https://www.heise.de/hintergrund/Siri-AI-Warum-EU-iPhones-leer-ausgehen-11348496.html
  5. https://www.heise.de/news/visionOS-27-Das-ist-neu-beim-Vision-Pro-Betriebssystem-11322549.html
  6. https://support.apple.com/en-us/100100
  7. https://www.heise.de/news/Neue-Betriebssysteme-als-Public-Beta-Unterstuetzte-Hardware-plus-Downgrade-Tipps-11364187.html
  8. https://www.heise.de/news/iPhone-18-Pro-und-18-Pro-Max-Das-erwarten-wir-11370906.html
  9. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 27. Juli 2026 um 20:25

Apple TV: Erster Teaser-Trailer für „Neuromancer“

Von Heise
Jacking in: Per Buchse geht es in „Neuromancer“ ab in den Cyberspace

Jacking in: Per Buchse geht es in „Neuromancer“ ab in den Cyberspace.

(Bild: Apple)

Die lange erwartete „Neuromancer“-Verfilmung kommt als Serie ab Januar und erlaubt nun einen ersten Blick. Der Look erinnert an einen anderen Klassiker.

Seit Frühjahr ist bekannt, dass Apple TV eine Verfilmung des Wiliam-Gibson-Klassikers „Neuromancer“ produziert [1]. Geplant ist eine Serie, die das bereits 1984 erschienene Buch, das den Begriff „Cyberspace“ populär machte, originalgetreu umsetzt. Der Roman gilt als schwer verfilmbar, die bisher wenigen Versuche waren gescheitert. Nun zeigt Apple im Rahmen der San Diego Comic Con (SDCC) einen ersten Teaser-Trailer der Serie.

Ein bisschen „Matrix“

Der Teaser-Trailer ist insgesamt etwas mehr als eine Minute lang und enthält erstmals Filmszenen – im Gegensatz zum bislang verfügbaren „In production“-Clip aus März, der deutlich neon-bunter [2] ausfiel. Apple selbst nennt das Filmchen zwar „Teaser“, doch erhält man eine erste recht gute Vorstellung davon, was das Unternehmen zusammen mit seinen Studiopartnern plant.

Schon die Farben in „Neuromancer“ vermitteln einen Eindruck dessen, was die Zuschauer erwartet: Wir befinden uns in einer dystopischen, düsteren Umgebung, die optisch an den ersten Teil von „The Matrix“ erinnert. Chiba, der städtische Ausgangspunkt von „Neuromancer“, ist mit seiner Monorail [4] erkennbar, auch wenn der Ort in Wahrheit deutlich verschlafener ist als Tokio. Wir sehen den britischen Schauspieler Callum Turner, der als Hacker Case mit dieser Umgebung interagiert. Er verfügt über einen direkten Anschluss an den Cyberspace: Mittels Buchse am Kopf steckt man sich ein.

Molly, Armitage – und die Frage nach dem Cyberspace

Auch Molly, die Case als „Muskel“ zur Seite steht, ist im Trailer zu sehen. Sie hat wie im Buch verspiegelte Gläser über den Augen (merkwürdigerweise an einer Stelle zusätzlich eine Sonnenbrille) und die berühmten Krallen, die sie messerförmig ausfahren kann. Weiterhin sehen wir Actionszenen, hören (und offenbar sehen) die Figur des Armitage und erleben, zumindest kurz, einen „Jack in“-Vorgang. Wie der Cyberspace jedoch tatsächlich aussieht, lässt sich aus dem Trailer nicht entnehmen.

Klar ist bereits, dass „Neuromancer“ ab dem 22. Januar auf Apple TV verfügbar sein wird. Wie viele Folgen geplant sind, ist noch unklar. Die Umsetzung sollen Graham Roland (“Tom Clancy’s Jack Ryan,” “Dark Winds”) und JD Dillard (“Devotion,” “The Outsider,” “Sleight”) übernehmen. William Gibson selbst [5] veröffentlichte auf X zwar Retweets mit dem Trailer, äußerte sich aber direkt noch nicht.


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  1. https://www.heise.de/news/Gibsons-Neuromancer-kommt-auf-Apple-TV-9643456.html
  2. https://www.youtube.com/watch?v=HJBnlZKgeUg
  3. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
  4. https://www.youtube.com/watch?v=8Sua1LiD4xc
  5. https://x.com/GreatDismal?lang=en
  6. https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
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  • 27. Juli 2026 um 15:05

Apple-Reise-Adapter-Kit nicht mehr verfügbar

Von Heise
Apples Netzteile erlauben den schnellen Wechsel des Steckers

Apples Netzteile erlauben den schnellen Wechsel des Steckers.

(Bild: Apple)

Über Jahre verkaufte Apple einen Satz von Steckern, mit denen man Netzteile schnell auf Reisen anpassen kann. Aktuell ist es vom Markt verschwunden. Was tun?

Apples Netzteile für MacBooks und iPads, die sich auch mit iPhones verwenden lassen, verfügen seit vielen Jahren über ein nützliches Feature: Die sogenannten Duckheads, also die Aufsätze mit dem Netzstecker, lassen sich abnehmen und austauschen. So wird innerhalb von Sekunden aus einem Netzteil für die EU eines für Großbritannien oder die USA. Das Problem: Kauft man ein Netzteil, liegt stets nur der Netzstecker für das Kaufland bei. Wer viel auf Reisen ist und mehr Auswahl benötigt, musste zum offiziellen Apple-Reise-Adapter-Kit [1] greifen. Doch dieses zuletzt um 35 Euro teure Paket ist aus dem Angebot verschwunden, weder bei Apple selbst oder bei Händlern ist es noch erhältlich. Was also tun?

Was tun ohne Reise-Adapter-Kit

Apples Steckerpaket kam mit insgesamt sieben verschiedenen Duckheads. Sie eigneten sich für Australien und Neuseeland (AUS), Korea (KOR), Japan und Nordamerika (USA), Brasilien (BRA), Großbritannien, Irland, Singapur, Hongkong und Katar (GBR) sowie Kontinentaleuropa (EUR, zumeist bereits vorhanden). Ohne die Apple-Netzstecker fürs Reiseland benötigt man einen handelsüblichen Reiseadapter [2]. Diese gibt es zumeist als Multivariante oder als Version für nur einen Markt.

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Apple-Netzteil stabil sitzt. Insbesondere die größeren Varianten (bis zu 140 Watt), die Apple anbietet, können sonst im Betrieb herausfallen. Zudem entstehen durch den zwischengeschobenen Reiseadapter recht mächtige Konstruktionen, wofür man ausreichend Platz an der Steckdose benötigt. US-Steckdosen in Hotels leiern auch gerne einmal aus – hier gibt es allerdings Lösungen mit einschiebbaren Kunststofflaschen [3].

Interner Umbau der Anschlüsse

Noch ist unklar, ob Apple das Reise-Adapter-Kit erneut auf den Markt bringt. Grund für das vorläufige Ende könnte sein, dass in einzelnen Märkten wie China und Australien [4] ein Umstieg weg von der internen C7-Buchse erfolgt ist (die man auch als Eurostecker-Buchse kennt). Stattdessen ist offenbar ein proprietärer Anschluss verbaut, den Apple später auch in andere Regionen holen könnte. Welchen Grund das hat, wurde nicht kommuniziert.

Solange man noch ein reguläres Apple-Netzteil hat, kann man die notwendigen Duckheads einzeln erwerben – dazu muss man sich das jeweils günstigste Netzteil im Reiseland besorgen, bei dem dieser mitgeliefert wird. Das ist aktuell der 30-Watt-USB-C-Power-Adapter [5] der in Europa 45 Euro (Apple-Preis) kostet. Vorher prüfen, ob noch eine C7-Buchse vorhanden ist, der Duckhead dazu also kompatibel ist.


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  1. https://support.apple.com/de-de/102747
  2. https://www.heise.de/bestenlisten/ratgeber/reiseadapter-und-multistecker-fuers-ausland-ueberall-steckdosen-nutzen-ab-7-euro/gl13p38
  3. https://www.heise.de/ratgeber/Tipp-Probleme-mit-herausfallenden-Netzteilen-an-US-Steckdosen-beheben-11284522.html
  4. https://www.heise.de/news/Netzteilaenderung-beim-MacBook-Pro-M5-Max-und-M5-Pro-sorgt-fuer-Aerger-11246428.html
  5. https://www.apple.com/de/shop/product/mw2g3zm/a/30w-usb‑c-power-adapter
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  • 27. Juli 2026 um 14:00

OpenAI startet Apple-Health-Anbindung für ChatGPT

Von Heise
ChatGPT liest Apple-Health-Daten aus

ChatGPT liest Apple-Health-Daten aus – und gibt dazu dann Tipps.

(Bild: OpenAI)

Schon länger hatte OpenAI versucht, Zugriff auf Apples Gesundheits-App zu erlangen. Nun steht die Schnittstelle zumindest in den USA bereit.

OpenAI hat Ende vergangener Woche die schon im Januar angekündigte Anbindung von ChatGPT an Apple Health [1] umgesetzt. Zunächst können Nutzer in den USA auf das Angebot zugreifen und auf Wunsch Daten vom iPhone für den Chatbot freigeben. Dazu gehören Health-Tracking-Angaben, die über Sensoren in iPhone oder Apple Watch erfasst wurden, aber auch digitale Gesundheitsakten, die über vorhandene Schnittstellen bei dem Apple-Dienst gespeichert sind.

„Mit Ihrer Erlaubnis“

ChatGPT Health tritt damit in eine neue Phase, nachdem der Dienst zunächst nur mit ausgewählten Nutzern getestet worden war. OpenAI verspricht, dass der Chatbot so hilfreicher bei Gesundheitsthemen sein wird, da er nun Echtdaten der User vorliegen hat. Schon jetzt löchern viele Menschen KI-Systeme mit Fragen aus dem Bereich der Gesundheit; teilweise werden ganze Befunde oder Laborwerte hochgeladen, um sie sich erklären zu lassen. Das kann aber auch nach hinten losgehen und Fehlinformationen fördern, warnen Mediziner.

Laut Angaben von OpenAI [2] nutzen bereits jetzt „mehr als 300 Millionen Nutzer“ ChatGPT zur Beantwortung gesundheitsrelevanter Daten. „Mit Ihrer Erlaubnis kann ChatGPT nun die relevanten Informationen, die sie eingebunden haben, nutzen, um neue Ergebnisse mit früheren Tests zu vergleichen, Änderungen seit dem letzten Arztbesuch zusammenzufassen oder herausfinden, wie Schlaf, Aktivitäten und Sport zur täglichen Routine in Beziehung stehen.“

Daten auch von Kliniken über weitere Systeme

Neben den Informationen von Apple Health, die Nutzer spezifisch freigeben müssen, verfügt ChatGPT nun auch über eine Schnittstelle zu US-Gesundheitsdiensten wie MyChart, die wiederum mit bekannten Kliniken und Gesundheitssystemen zusammenarbeiten. OpenAI will die Daten privat halten, allerdings fällt ChatGPT nicht unter die US-Gesundheitsdatenschutzregulierung HIPPA. Bei der Datenweitergabe gibt OpenAI unter anderem das Versprechen, Daten nicht „ohne spezifische Einwilligung“ mit anderen zu teilen, diese nicht zu verkaufen oder zu Werbezwecken zu verwenden.

OpenAI zufolge sollen die Modelle hinter ChatGPT Health regelmäßig verbessert werden – dazu dürften auch Nutzerdaten zum Einsatz kommen. Der übliche Tipp, bei Gesundheitsdaten in den temporären Chatmodus zu schalten, greift für ChatGPT Health nicht, da es ja auf Daten des Nutzers basiert. Es gehe darum, die Nutzer zu unterstützen, medizinische Betreuung durch Profis aber nicht zu ersetzen, so OpenAI weiter. ChatGPT Health soll sich künftig auch mit anderen Apps und Wearables verbinden lassen.


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  1. https://www.heise.de/news/ChatGPT-Health-OpenAI-startet-KI-Gesundheitsassistent-11134773.html
  2. https://openai.com/index/health-in-chatgpt/
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  • 27. Juli 2026 um 12:59

Absturz einer Ikone: Varta beantragt Insolvenzverfahren

Von Heise

Finstere Zeiten in Ellwangen: Varta stellt einen Insolvenzantrag.

(Bild: Varta)

Apple zieht sich als Großkunde zurück – Varta kämpft mit sinkender Nachfrage und tiefroten Zahlen. Was steckt hinter dem Absturz der Batterie-Ikone?

Der traditionsreiche Batteriehersteller Varta aus dem schwäbischen Ellwangen hat beim Amtsgericht Stuttgart ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Ziel dieses Schrittes ist es laut dem Unternehmen, die wirtschaftliche Zukunft zu sichern und eine nachhaltige Fortführung des Geschäftsbetriebs zu ermöglichen.

Varta will sein Überleben mit dem Gang zum Insolvenzgericht langfristig sichern. „Die Antragstellung erfolgt daher nicht aufgrund einer akuten Zahlungsunfähigkeit im laufenden Geschäftsbetrieb“, teilte das Unternehmen mit. Das Geschäft mit den Haushaltsbatterien sei nicht von dem beantragten Insolvenzverfahren betroffen.

Varta nennt Gründe für Insolvenzantrag

Wesentliche Ursachen für die erneute Krise [1] seien deutlich verschlechterte Marktbedingungen, eine schwächere Nachfrage, negative Währungskurseffekte sowie zuletzt die Entscheidung eines Ankerkunden, die Zusammenarbeit zu beenden, so Varta. Dabei handelt es sich um Apple [2]. Die finanziellen Spielräume seien somit in den letzten Monaten immer enger geworden.

Nach Unternehmensangaben sind neben der Varta AG als Konzernmuttergesellschaft mit Sitz in Ellwangen auch die operativen Einheiten Varta Microbattery GmbH, Varta Micro Production GmbH und Varta Storage GmbH von der Antragstellung betroffen.

Die wichtigsten Geldgeber – darunter die Deutsche Bank sowie die Finanzinvestoren RBC BlueBay, Blantyre und Whitebox – sehen inzwischen keine tragfähige Gesamtlösung mehr. Wie diese Woche bekannt wurde, wollen sie das Geschäft mit Haushaltsbatterien herauslösen und dafür eine neue Eigentümerstruktur schaffen. „Trotz intensiver Gespräche mit allen Stakeholdern ist von keiner Seite eine Zusage zur Bereitstellung der erforderlichen zusätzlichen Finanzmittel eingegangen“, erklärte ein Sprecher der Gruppe.

Unternehmen mit langer Geschichte

Die Anfänge von Varta – der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von „Vertrieb, Aufladung, Reparatur transportabler Akkumulatoren“ zusammen – reichen bis ins Jahr 1887 zurück. Bereits Forscher Fridtjof Nansen hatte Varta-Batterien bei einer Polar-Expedition dabei. Heute hat Varta nicht mehr viel mit der Gesellschaft gemein, die als Accumulatoren-Fabrik in Hagen gegründet wurde. Der Grund: Varta geriet schon in den 1990er Jahren in die Krise, wurde aufgespalten und stückweise verkauft.

Der Österreicher Michael Tojner stieg 2007 ein. Er kaufte die Sparte für Mikrobatterien und brachte sie zehn Jahren später an die Börse. Tojner schien den richtigen Riecher gehabt zu haben: Der Börsengang galt als Erfolg. Getrieben wurde die Entwicklung hauptsächlich von der rasant steigenden Nachfrage nach wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien – zum Beispiel für kabellose Kopfhörer und Smartwatches [3].

2019 kaufte Varta auch den Geschäftsbereich Haushaltsbatterien zurück. Innerhalb weniger Jahre vervierfachte der Konzern den Erlös nahezu. Um die Produktion zu erweitern, wurden Millionen investiert – und Schulden aufgenommen. In dieser Zeit stiegen die Schwaben auch in die Entwicklung von Batteriezellen für E-Autos ein.

Vom Hoffnungsträger zum Sanierungsfall

2022 zeigten sich erste Risse im Bild: Varta hatte sich offenkundig zu sehr von einem seiner Hauptkunden – Apple – abhängig gemacht. Das US-Unternehmen hatte die Batterien aus Ellwangen damals in seinen kabellosen Ohrhörern verbaut. Als sich Apple einen weiteren Zulieferer suchte, geriet das Geschäft unter Druck.

In der Zeit danach versetzte die weltweite Wirtschaftsflaute und die hohe Teuerung der Unterhaltungselektronik einen Schlag. Die Nachfrage nach den kleinen Batterien ebbte ab. Die Konkurrenz aus Fernost und Probleme in der Lieferkette machten Varta zusätzlich zu schaffen.

E-Auto-Batterie in der Nische

Hinzu kam, dass die E-Auto-Batterie von Varta ein Nischenprodukt blieb. Die Batterie ist für Hybridfahrzeuge gedacht und kann nur wenig Strom speichern. Sie speichert Energie, die während der Fahrt erzeugt wird, zum Beispiel beim Bremsen. Damit wird ein E-Motor angetrieben, der den Verbrenner unterstützt. Die Varta-Führung bekundete zwar immer wieder, dass es viele Interessenten gebe. Einziger bekannter Kunde war damals Porsche [4].

Operative Schwierigkeiten, hohe Schulden, tiefrote Zahlen – Varta schlitterte in der Folge immer weiter in die Krise. Beschäftigte mussten in Kurzarbeit, später wurden Hunderte Stellen gestrichen. Arbeitnehmer- und Aktionärsvertreter machen vor allem Managementfehler für die Misere verantwortlich.

Auch Tojner, der Aufsichtsratschef von Varta ist, gab sich in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ kürzlich selbstkritisch: „Wir haben die Latte zu hoch gelegt. Wir haben verschiedene Projekte gestartet, groß investiert, die Produktion ausgebaut.“ Es sei zu viel Geld zu leichtfertig investiert worden, sagte Tojner.


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  1. https://www.heise.de/news/Varta-vor-Insolvenz-Probleme-wegen-Apple-und-allgemeiner-Geschaeftslage-11375676.html
  2. https://www.heise.de/news/Bestaetigt-Varta-verliert-Apple-als-Kunden-schliesst-Werk-11299875.html
  3. https://www.heise.de/news/Varta-macht-mehr-Geschaeft-mit-Kopfhoerer-Akkus-Vorsichtiger-Ausblick-5059500.html
  4. https://www.heise.de/news/Porsche-will-Varta-seine-Elektroautobatteriesparte-V4Drive-abkaufen-9790690.html
  5. https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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  • 24. Juli 2026 um 17:10

WhatsApp: iPad-Einrichtung verfügbar, außerdem neues CarPlay und PDFs

Von Heise
Neue Funktionen in WhatsApp

Neue Funktionen in WhatsApp.

(Bild: Meta)

Wie angekündigt kann man den Meta-Messenger WhatsApp nun auch von einem Apple-Tablet aus einrichten. Weitere Neuerungen betreffen CarPlay und PDF-Darstellung.

WhatsApp kommt in der neuen Version 26.28.75, die seit dieser Woche verfügbar ist, erstmals standardmäßig mit der Möglichkeit, Apples iPad zum Hauptgerät für den Messenger zu machen. Ein schon länger andauernder Betatest (plus Rollout für ausgewählte Nutzer in der Vorversion 26.28.74 [1]) wird damit beendet und das Feature für alle Nutzer zugänglich gemacht. „WhatsApp soll überall funktionieren, wo Du es brauchst“, heißt es dazu bei Meta – wobei es bis ins Jahr 2025 gedauert hatte, bevor eine echte iPad-Variante bereitgestellt werden [2] konnte.

Account-Erstellung und alle wichtigen Features

iPad-User können das WhatsApp-Konto nun auch direkt auf dem Tablet erstellen, es muss keine Verknüpfung zu einem Telefon bestehen. Eine vorbereitende Maßnahme hierzu waren erstmals Nutzernamen [3], die WhatsApp über die vergangenen Wochen eingeführt hat. Wobei auch diese Einführung noch nicht vollständig beendet ist: Prüfen kann man dies in den WhatsApp-Einstellungen; bei einem Testgerät war die Einführung immer noch nicht abgeschlossen.

Die iPad-Version von WhatsApp kommt mit allen bekannten Funktionen aus der iOS-Variante, darunter nun auch Broadcast-Lists und Live-Standortanzeige. Ob eines Tages auch Macs oder PCs zum WhatsApp-Hauptgerät werden können, ist bislang noch unklar. Derzeit arbeiten diese Apps im „Companion“-Modus und müssen von der iPhone- oder Android-App freigegeben werden. Auf Android-Tablets ist die Einrichtung als Hauptgerät in der Beta-App möglich.

PDF-Anzeige, CarPlay, Android Auto und Musike

Weiterhin kann WhatsApp jetzt auf allen Plattformen PDF-Dokumente direkt in der App öffnen. Texte lassen sich markieren und mit Anmerkungen versehen, um sie dann zurückzusenden. Zuvor musste man PDFs noch herunterladen, um sie dann in externen Programmen zu bearbeiten.

Die CarPlay- und Android-Auto-Ansichten wurden verbessert, wobei dies teilweise schon vor einigen Wochen erfolgt [4] war. Unter anderem gibt es nun einen Zugriff auf die Anrufhistorie und die Bedienung soll nahtloser sein, um nicht vom Fahren abzulenken. Neu ist auch, dass man in den WhatsApp-Status automatisch übertragen kann, welche Musik man gerade hört – das geht mit Apple Music und Spotify.


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  1. https://www.heise.de/news/WhatsApp-nimmt-demnaechst-auch-iPads-als-Hauptgeraet-11353754.html
  2. https://www.heise.de/news/WhatsApp-fuer-das-iPad-erschienen-10413824.html
  3. https://www.heise.de/news/WhatsApp-fuehrt-Benutzernamen-ein-Handynummer-bleibt-privat-11348395.html
  4. https://www.heise.de/news/Verbesserte-CarPlay-Unterstuetzung-fuer-WhatsApp-11249626.html
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  • 24. Juli 2026 um 15:12

Hardware-Gerüchte: 7-Zoll-Display fürs Jubiläums-iPhone, Doppelakku fürs Ultra

Von Heise
iPhone-Verpackungen

iPhone-Verpackungen: Neue Gerüchte zu neuen Geräten.

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Apple leakt Details zum Akkuaufbau seines ersten faltbaren Smartphones. Aus China gibt es unterdessen Neuigkeiten zur übernächsten iPhone-Generation.

Frisches Futter aus der iPhone-Gerüchteküche: Es geht sowohl um Apples erstes Foldable, das unter dem Begriff „iPhone Ultra“ läuft und im Herbst erscheinen soll, als auch die übernächste iPhone-Generation. Letztere ist für Herbst 2027 vorgesehen und könnte „iPhone 20“ heißen, weil Apple im kommenden Jahr das 20. Jubiläum der iPhone-Vorstellung im Jahr 2007 [1] feiert. Es ist dabei offenbar auch mit einem neuen Formfaktor zu rechnen. Die Informationen stammen wie so oft aus Asien – sowie interessanterweise von Apple selbst, wo man offenbar vergessen hat, in einer Betaversion einen interessanten String zu zensieren.

Mehrere Akkus in einem Ultra

Zunächst zum iPhone Ultra. Hier fand der bekannte brasilianische Leak-Experte Filipe Esposito [2] in der soeben erschienenen vierten Developer-Beta (die gleichzeitig die zweite Public Beta ist), eine Referenz auf „Batterien“ (im Plural) innerhalb eines iPhone. Konkret gibt es sogar zwei Stellen. String Nummer eins lautet „The batteries in this iPhone are performing as expected" – eine Angabe dazu, wenn der Akku normal läuft. String Nummer zwei lautet wiederum: „The health of the batteries in this iPhone has significantly degraded“, also eine Warnung, dass nun ein Akkuaustausch ansteht.

In keinem bisherigen iPhone werden Batterien in der Mehrzahl bezeichnet. Das heißt, dass künftig mindestens ein iPhone mehrere Akkus haben wird. Dazu passen frühere Gerüchte, dass Apple die Batterien beim iPhone Ultra teilen wird – pro Falthälfte soll es eine geben. Beobachter schätzen, dass die Akkukapazität insgesamt bei rund 5000 mAh liegen könnte. Interessant wird der Akkuwechsel – Apple hat offenbar nicht vor, die Module einzeln austauschen zu lassen. Es ist nicht der erste Leak zu einem Foldable in iOS 27. Bereits in früheren Developer-Betas gab es Hinweise auf Funktionen zur Erkennung von Faltstatus und Nutzungswinkel.

„iPhone 20“ alias Jubiläums-iPhone mit größtem Display

Beim iPhone 20 glaubt der bekannte chinesische Leaker Digital Chat Station unterdessen, dass Apple das bislang größte iPhone-Display überhaupt [3] – abseits des Foldables – verbauen wird. Prototypen sollen erstmals an 7 Zoll Bilddiagonale herankommen, genauer 6,96 Zoll. Apple plant offenbar, die Geräte als 7 Zoll zu bewerben.

Zum Vergleich: Das iPhone 17 Pro Max kommt offiziell mit 6,9 Zoll, ein Format, das mit dem iPhone 16 Pro Max eingeführt worden war (Vorgänger: 6,7 Zoll). Unklar bleibt, ob Apple möglicherweise schlicht die Ränder mitzählt. Diese sollen beim iPhone 20 nämlich angeblich wegfallen, also in Edge-to-Edge-Ausführung gestaltet sein. Angeblich sind die Ränder auch erstmals abgerundet und in Glas gefertigt.


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  1. https://www.heise.de/news/c-t-3003-Wie-gut-man-das-erste-iPhone-von-2007-heute-noch-benutzen-kann-6350448.html
  2. https://www.macworld.com/article/3195170/ios-27-beta-code-reveals-apple-is-preparing-a-dual-battery-iphone.html
  3. https://weibo.com/6048569942/R9G4trdtx
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  • 24. Juli 2026 um 14:09
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