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(Bild: Shutterstock)
Der EU-Rat verhängt restriktive Maßnahmen gegen Kriminelle und Firmen in Südostasien, die groß angelegte Betrugszentren betreiben und Menschen versklaven.
Die EU geht gegen südostasiatische Scam-Center vor, die weltweiten Krypto-Betrug mit schwersten Menschenrechtsverletzungen verknüpfen. Der EU-Rat hat am Donnerstag beschlossen, Sanktionen gegen sieben Einzelpersonen und drei Organisationen zu erlassen.
Die Vertreter der Mitgliedstaaten werfen den Betroffenen vor, für Menschenhandel, Folter sowie grausame und erniedrigende Behandlung im Zusammenhang mit organisiertem Betrug in Südostasien verantwortlich zu sein. Die straff organisierten Netzwerke locken Opfer aus aller Welt unter falschen Versprechungen an, halten sie gewaltsam fest und zwingen sie zu systematischem Online-Betrug.
Im Mittelpunkt der neuen EU-Strafmaßnahmen [1] steht die Prince Holding Group mit ihrem Geschäftsführer Chen Zhi. Dabei handelt es sich um einen in Kambodscha ansässigen Unternehmenskomplex, der über ein Vermögen von mehreren Milliarden US-Dollar verfügt. Über ein weitverzweigtes Geflecht aus Scheinfirmen hat die Gruppe laut dem Rat Scam-Center in Kambodscha sowie Myanmar aufgebaut und betrieben.
In diesen Einrichtungen werden demnach vor allem Investitionsbetrügereien mit Kryptowährungen wie Bitcoin organisiert. Die dorthin gelockten Arbeitskräfte geraten in eine moderne Form der Sklaverei. Wer sich Anweisungen widersetzt oder die vorgegebenen Quoten beim Krypto-Betrug nicht erfüllt, dem drohen schwere Misshandlungen, Entführungen, Freiheitsberaubung und Folter, wie Opfer berichten.
Ebenfalls auf der Sanktionsliste steht die Jin Bei Group und ihr Geschäftsführer Zhu Zhongbiao. Das Unternehmen betreibt in Kambodscha ein Netz aus Casinos und Betrugszentren, die auf die gleiche Masche setzen. Neben dem Ziel, Anleger weltweit über gefälschte Investitionsplattformen um ihre Ersparnisse zu bringen, sollen die Glücksspieleinrichtungen auch als Infrastruktur für Cyberkriminalität und Menschenhandel dienen.
Ein weiterer Schlag der EU richtet sich gegen die Democratic Karen Benevolent Army (DKBA). Die bewaffnete Gruppe in Myanmar kontrolliert strategisch wichtige Gebiete rund um die Stadt Myawaddy an der Grenze von Myanmar zu Thailand. Sie soll kriminellen Syndikaten Schutz gewähren und den Betrieb der Betrugskomplexe in ihrem Machtbereich ermöglichen.
Berichten zufolge beschränken sich die Soldaten der Miliz nicht auf Schutzgelderpressung. Sie sollen auch direkt an Gewalttaten und der Bewachung von Opfern beteiligt sein, die in den Zentren gefangen gehalten werden.
Die Strafmaßnahmen greifen sofort. Sämtliche Vermögenswerte der gelisteten Personen und Firmen in der EU werden unverzüglich eingefroren. Ferner ist es allen EU-Bürgern und europäischen Unternehmen untersagt, den Betroffenen finanzielle Mittel oder wirtschaftliche Ressourcen bereitzustellen. Für die sanktionierten Personen gilt ein Einreise- und Durchreiseverbot für das EU-Gebiet. Die entsprechenden Rechtsakte sind im Amtsblatt veröffentlicht und damit rechtsgültig.
Die Bestimmungen stützen sich auf die 2020 eingerichtete globale EU-Sanktionsregelung im Bereich der Menschenrechte [2]. Dieses Instrument ermöglicht es der EU, zielgerichtet Individuen und Organisationen weltweit zu belangen, die für schwere Menschenrechtsverstöße verantwortlich sind. Der aktuelle Beschluss knüpft an vorangegangene Sanktionen vom Oktober 2024 [3] an. Diese richteten sich etwa gegen die Chit Linn Myaing Group (CLM) und ihren Gründer Oberst Saw Chit Thu. Diese Firmengruppe soll ebenfalls an Betrugsfabriken an der Grenze zwischen Thailand und Myanmar beteiligt sein und aus deren Aktivitäten Gewinne ziehen. Der zusätzliche Schritt unterstreicht die Entschlossenheit der EU, transnationale kriminelle Netzwerke in Südostasien zu zerschlagen, Opfer zu schützen und die Hintermänner zur Rechenschaft zu ziehen.
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(Bild: rvlsoft / Shutterstock.com)
Mehrere Sicherheitslücken bedrohen IBM WebSphere Application Server und WebSphere Application Server Liberty.
Angreifer können die Software-Plattformen zum Ausführen von Java-basierten Anwendungen IBM WebSphere Application Server und die leichtgewichtigere Ausführung WebSphere Application Server Liberty attackieren. In aktuellen Versionen haben die Entwickler unter anderem „kritische“ Sicherheitslücken geschlossen.
Aufgrund von Fehlern in der Admin-Konsole können sich Angreifer etwa höhere Nutzerrechte verschaffen. Diese Schwachstelle gilt als „kritisch“ (CVE-2026-14446). Über eine weitere „kritische Lücke“ (CVE-2026-14512) kann aus der Ferne Schadcode auf Systeme gelangen oder Angreifer können die Authentifizierung umgehen. Zurzeit gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Sicherheitslücken bereits ausnutzen.
Weiterführende Informationen zu den nun geschlossenen Schwachstellen finden Admins in den verlinkten Warnmeldungen. Dort finden sich auch konkrete Angaben, wie Admins Instanzen vor möglichen Attacken absichern können. Das Problem ist, dass die fehlerbereinigten Versionen bislang nur für das dritte Quartal angekündigt sind. Bis dahin gibt es „Zwischenlösung-Patches“ (Interim Fixes) wie APAR PH72191 oder PH72192, die Admins installieren müssen.
Sicherheitswarnungen mit Hinweisen zu Interim Fixes:
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VMware aktualisiert seine Software.
(Bild: heise online / dmk)
VMware-Updates für ESX, vCenter, Workstation und Fusion schließen Sicherheitslücken, die etwa die Umgehung der Authentifizierung erlauben.
In VMware [1] ESX, vCenter, Workstation und Fusion klaffen teils kritische Sicherheitslücken. Bösartige Akteure können dadurch etwa die Authentifizierung umgehen und unbefugten Zugriff auf die VMware-Systeme erlangen.
Davor warnt Broadcom in einer Sicherheitsmitteilung [2]. Angreifer können eine Sicherheitslücke in VMware Directory Service von VMware ESX, vCenter, Workstation, Fusion zum Zugriff ohne Anmeldung ausnutzen (CVE-2026-59309, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“). Außerdem können sie aufgrund einer Path-Traversal-Lücke im Syslog-Server beliebigen Code einschleusen und ausführen (CVE-2026-59310, CVSS 9.8, Risiko „kritisch“). In VMware ESX kann im virtuellen Netzwerkadapter VMXNET3 ein Schreibzugriff außerhalb eigentlich vorgesehener Speichergrenzen provoziert werden, wodurch lokale Admins aus einer VM Richtung Hostsystem ausbrechen können (CVE-2026-47876, CVSS 9.3, Risiko „kritisch“).
Angreifer mit den Rechten, VMs auszurollen, können in VMware ESX, Workstation und Fusion zudem außerhalb der allokierten Speicherbereiche lesen, was zu Informationsabfluss oder einem Denial-of-Service führen kann (CVE-2026-41703, CVSS 7.6, Risiko „hoch“). VMware ESX protokolliert nicht alles mit, wodurch Admins bestimmte Operationen ausführen können, ohne dass sie mitgeloggt würden (CVE-2026-41709, CVSS 2.7, Risiko „niedrig“).
In der Sicherheitsmitteilung verlinkt Broadcom diverse aktualisierte Softwarepakete für die verwundbaren Produkte. Etwa VMware Cloud Foundation und vSphere Foundation 9.1.0.0300 und 9.0.2.0100 (zudem ESXi-9.1.0.0200-25557999 und ESXi-9.0.2.0100-25595025) sowie VMware vCenter und Cloud Foundation 8.0 U3k (zudem vCenter ESXi80U3k-25595708) schließen die Sicherheitslücken, für Telco Cloud Platform und Telco Cloud Infrastructure stellt Broadcom Knowledgebase-Artikel mit Informationen zur Fehlerkorrektur bereit. Zudem stehen VMware ESX ESXi80U3i-25205845, VMware Fusion und Workstation 26H1 sowie Cloud Foundation 5.2.3 bereit, um den unbefugten Lesezugriff respektive Denial-of-Service auszubessern.
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Die Gimbal-Kamera Osmo Pocket 4P kommt mit Doppelobjektiv, bietet hohen Dynamikumfang und 4K-Zeitlupe. Kann sie sich gegen die Insta360 Luna Ultra behaupten?
DJI hat mit der Osmo-Pocket-Reihe einen neuen Typ kompakter Kameras mit mechanischer Bildstabilisierung geprägt. Die ersten Generationen bis zur Osmo Pocket 4 [1] [1] (OP4) hatten noch eine einzelne Kamera. Beim getesteten Spitzenmodell DJI Osmo Pocket 4P (OP4P) hängt hingegen eine Doppelkamera am Gimbal. Der schärfste Konkurrent Insta360 verfolgt mit der kürzlich vorgestellten Luna Ultra [2] [2] dasselbe Konzept. Stellt sich nun für Käufer die Frage, ob die Pocket 4P oder gar die OP4 die bessere Wahl ist.
Alle drei Kameras ähneln sich fast bis aufs Haar; Größe und Gewicht sind vergleichbar. Die Osmo Pocket 4P bringt 230 Gramm auf die Waage und passt in die Hosentasche. Die Hauptkamera der OP4P kommt mit einer auf Kleinbild umgerechneten Brennweite von 20 Millimetern und einem für kompakte Geräte recht großen 1-Zoll-Sensor. Das zweite Kameramodul hat einen etwas kleineren Sensor und ein Objektiv mit umgerechnet 60 Millimetern Brennweite. Der von DJI genutzte Begriff „Tele“ ist dafür ein großes Wort. Zusätzlich unterstützt die Kamera bis zu zwölffachen Digitalzoom.
Die Insta360 Luna Ultra kommt mit Leica-Optik aus Wetzlar und zoomt wie die Osmo Pocket 4P optisch kleinbildäquivalent von 20 mm auf 60 mm und digital weiter auf 240 mm (ebenfalls zwölffach). Im Makrobereich leistet die Optik der Luna Ultra mehr: Nahaufnahmen stellt sie auf gut 13 Zentimeter scharf; die Osmo Pocket 4P erst bei 17 Zentimetern.
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