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Kestra: Ops-Automation jenseits von CI/CD

Von Heise
zentrale, deklarative Orchestrierungsplattform für Ops-Automatisierung, Data Pipelines, Event-driven Workflows und  KI-Agenten

(Bild: Matthias Parbel / KI / iX)

CI/CD-Pipelines sind für Code-Deployments optimiert. Langlebige Betriebsprozesse und Self-Service-Workflows lassen sich flexibler mit Kestra orchestrieren.

Montag, 9 Uhr. Ein Entwickler braucht einen Testserver. Er öffnet das Ticketsystem, trägt Hostname, Betriebssystem und Kostenstelle ein und wartet. Einen Tag, manchmal drei. Irgendwann landet die VM in seiner Inbox, konfiguriert nach dem Stand von vor zwei Wochen, weil niemand das Template seitdem angefasst hat.

Der Reflex, dieses Problem mit vorhandenen Werkzeugen zu lösen, ist verständlich. Eine Pipeline in Azure DevOps oder GitHub Actions ist schnell geschrieben. Doch CI/CD-Tools sind für etwas anderes gebaut: Code bauen, testen, deployen. Sie folgen einem Commit, laufen durch und sind fertig. Langlebige Workflows, Retry-Logik und State-Management sind nicht ihr Revier.

Genau diese Lücke füllt Kestra. Das Tool wird seit 2021 von Kestra Technologies entwickelt und ist seit Februar 2022 – im Kern als Open-Source-Projekt unter der Apache-2.0-Lizenz – öffentlich verfügbar. Kommerzielle Enterprise-Funktionen ergänzen den OSS-Kern. Kestra versteht sich als universeller Orchestrator: für Ops-Automatisierung, Data Pipelines, Event-driven Workflows und zunehmend auch für KI-Agenten und -Workflows; alles deklarativ in YAML, alles versionierbar in Git. Dieser Artikel zeigt anhand eines konkreten Beispiels, wie das in der Praxis aussieht: Ein Entwickler oder eine Entwicklerin fordert per Formular eine Hetzner-VM an, Kestra provisioniert sie vollautomatisch per Terraform. Der gesamte Code für Terraform, das Kestra-Setup sowie die Kestra Flows sind im GitHub-Repository [1] des Autors zu finden.

Orchestrierung ist nicht dasselbe wie Automatisierung

Wer zum ersten Mal von Kestra hört, denkt unweigerlich, es handele sich um ein weiteres Tool, das Shell-Skripte in ein hübsches UI verpackt. Das trifft es nicht. Der Unterschied liegt im Konzept: Ein Shell-Skript oder eine CI/CD-Pipeline sind sequenziell: auf Schritt A folgt B, dann C, und am Ende ist der Status entweder fertig oder fehlgeschlagen. Was dazwischen passiert, interessiert das Tool nicht. Kestra hingegen orchestriert: Es kennt den Zustand jedes einzelnen Schritts, kann auf externe Ereignisse warten, Fehler gezielt behandeln, Schritte parallelisieren und einen Workflow nach Stunden oder Tagen an exakt der Stelle fortsetzen, an der er unterbrochen wurde.

Das ist keine rein akademische Unterscheidung. In der Praxis bedeutet es, dass Kestra Workflows abbilden kann, die mit klassischen Pipeline-Tools nicht darstellbar sind: ein Provisionierungs-Job, der wartet, bis ein externes System bereit ist, eine Daten-Pipeline, die bei einem HTTP-Fehler drei Minuten pausiert und es dann erneut versucht, ein Deployment, das erst nach einer manuellen Freigabe weiterläuft. Was andere Tools „Pipeline“ nennen, ist in Kestra ein Flow.

Das Entwicklungsteam hinter dem Projekt positioniert Kestra bewusst für ein breites Einsatzspektrum. Im Vordergrund stehen dabei:

  • Ops Automation: Infrastruktur bereitstellen, Cluster provisionieren, wiederkehrende Betriebsaufgaben automatisieren.
  • Data Pipelines: Kestra tritt hier in direkten Wettbewerb mit Apache Airflow [4] und Prefect [5]
  • Event-driven Workflows: Flows, die auf Webhooks, Queue-Nachrichten oder Dateiänderungen reagieren.
  • KI-Workflows: Kestra orchestriert KI-Agenten genauso wie klassische Ops-Tasks.

Die vier Grundbausteine

Kestra kennt vier Konzepte, die Entwickler zunächst verinnerlichen sollten, um den Gesamtansatz des Tools leichter zu verstehen.

Ein Flow ist die oberste Einheit, vergleichbar mit einer Pipeline-Definition, aber mit deutlich mehr Ausdruckskraft. Jeder Flow hat eine ID, einen Namespace zur Strukturierung und eine Liste von Tasks. Er lebt als YAML-Datei in Git und lässt sich darüber versionieren und deployen.

Tasks sind die einzelnen Schritte innerhalb eines Flows. Kestra bringt eine umfassende Bibliothek an eingebauten Task-Typen mit: HTTP-Requests, Dateioperationen, Shell-Kommandos, Container-Ausführung, Schleifen, Bedingungen und Parallelisierung. Tasks können Outputs produzieren, die nachfolgende Tasks als Inputs verwenden. Dadurch entsteht ein nachvollziehbarer Datenfluss zwischen den einzelnen Schritten des Flows.

Trigger definieren, wann ein Flow startet. Zur Auswahl stehen Zeitpläne (Cron), Webhooks, andere Flows als Auslöser oder manuelle Ausführung über das UI. Der manuelle Trigger ist dabei nicht zu unterschätzen: Er öffnet im Kestra-UI automatisch ein Eingabeformular für alle deklarierten Inputs.

Plug-ins erweitern Kestra um externe Integrationen. Das offizielle Plug-in-Ökosystem umfasst unter anderem Terraform, Kubernetes, AWS, Azure, GCP, Slack, dbt und Airbyte. Plug-ins sind versionierte JARs, die Kestra beim Start lädt, ohne separates Dependency-Management oder pip install.

Das folgende Listing zeigt einen minimalen Flow:

id: hello-kestra
namespace: demo

inputs:
  - id: message
    type: STRING
    defaults: "Hallo von Kestra"

tasks:
  - id: log
    type: io.kestra.plugin.core.log.Log
    message: "{{ inputs.message }}"

Dieser Flow zeigt das Wesentliche: Der Namespace demo strukturiert Flows im UI ähnlich wie Ordner. Der Input message erscheint bei der manuellen Ausführung als Textfeld. Der Task referenziert den Input per Pebble-Template-Syntax {{ inputs.message }}. Dieselbe Syntax funktioniert überall im Flow für Secrets, für Outputs vorheriger Tasks sowie für Metadaten der Execution.

Kein Ersatz, sondern Ergänzung

Die Frage kommt verlässlich: Haben wir nicht schon Azure DevOps? Brauchen wir das wirklich? Die Antwort ist ja und nein. Azure DevOps oder GitHub Actions bleiben für das, was sie können, ungeschlagen: Code kompilieren, Tests ausführen, Container bauen, Artefakte deployen. Wer diese Aufgaben ersetzen will, hat das falsche Problem, denn Kestra setzt an einer anderen Stelle an.

CI/CD bleibt die richtige Schicht für alles, was aus dem Repository kommt: bauen, testen, ausliefern. Viele Betriebsprozesse beginnen jedoch mit einer Anfrage statt mit einem Commit: Eine Umgebung soll entstehen, ein Change muss geprüft, eine Ressource freigegeben oder ein externer Dienst eingebunden werden. Genau dort ergänzt Kestra die vorhandene CI/CD-Landschaft.

Ein konkretes Beispiel: Ein Entwickler will einen Kubernetes-Cluster provisionieren. In einer Azure-DevOps-Pipeline lässt sich das technisch abbilden, mit terraform apply als Skript-Task. Was fehlt, ist alles drumherum: Es gibt kein strukturiertes Eingabeformular für Entwickler und keine saubere Retry-Logik, wenn der Cloud-Provider einmal nicht antwortet. Es gibt auch kein Log, das zeigt, wer wann welche Ressource angefordert hat. Vor allem aber behandelt eine Pipeline Terraform im Stil von „fire and forget“: Skript starten, durchlaufen lassen, auf ein Ergebnis hoffen – was dazwischen passiert, ist nicht greifbar. Kestra kapselt dagegen jede Execution vollständig mit ihren Parametern: State, Logs und Retry-Verhalten sind eindeutig einer konkreten Execution zugeordnet und im UI nachvollziehbar. Schlägt ein Schritt fehl, weiß Kestra, an welcher Stelle, mit welchen Eingaben und in welchem Zustand, und kann gezielt darauf reagieren, statt blind von vorne zu beginnen.

Vergleich mit Airflow und Prefect: Der Blickwinkel ist entscheidend

Welche Alternativen zu Kestra infrage kommen, hängt vom Blickwinkel ab, der sich etwa zwischen Data Engineering und Platform Engineering erheblich unterscheidet. Wer aus dem Data-Engineering-Umfeld kommt, denkt meist zuerst an Apache Airflow, heute ein Top-Level-Projekt der Apache Software Foundation, oder an Prefect, das vom gleichnamigen Unternehmen entwickelt wird. Airflow ist der etablierte Standard für DAG-basierte Daten-Pipelines mit Abhängigkeiten, Scheduling und Retry-Logik. Prefect ist eine modernere Alternative, die mit geringerem Betriebsaufwand und einer schlankeren API punktet. Kestra besetzt denselben Raum, ist aber weniger Python-zentrisch: Flows sind in YAML definiert, Tasks sind Plug-in-Aufrufe, Python-Wissen ist nicht erforderlich. Das macht Kestra vor allem für gemischte Teams zugänglicher.

Im Platform Engineering kommen hingegen ganz andere Werkzeuge zum Einsatz. Verbreitet sind unter anderem Argo Workflows als Kubernetes-nativer Orchestrator, die Ansible Automation Platform für Betriebsaufgaben und Configuration Management oder Terraform Cloud für Infrastructure-as-Code-Workflows. All diese Tools lösen echte Probleme, aber jedes ist fest in seinem Paradigma verankert. Terraform Cloud macht Terraform, Argo macht Kubernetes-Workflows, die Ansible Automation Platform macht Ansible. Kestra gibt sich hier bewusst universeller: Ein Flow kann einen Terraform-Container starten, danach ein PowerShell-Skript ausführen, eine HTTP-API aufrufen und das Ergebnis in Slack melden – in einem einzigen YAML-Flow, ohne dass das Tool Rücksicht auf die darunter liegenden Technologien nehmen müsste.

Aus Entwicklersicht bleiben Azure DevOps und GitHub Actions erste Wahl für die CI/CD-Schicht. Airflow oder Prefect können in datengetriebenen Umgebungen weiter ihren Dienst tun. Kestra ergänzt aber dort, wo keines dieser Tools zu Hause ist: als Orchestrierungsschicht, die heterogene Toollandschaften zusammenhält, gleichzeitig aber auch als Ersatz für einzelne Tools dienen kann.

Lokal testen, im Cluster betreiben

Kestra lässt sich lokal per Docker Compose starten. Die vollständige docker-compose.yml liegt im begleitenden GitHub-Repository [6]. Der Befehl docker compose up -d genügt, danach ist das UI unter http://localhost:8080 sofort erreichbar:

Kestra-Dashboard mit Plugins-Menü und Suchleiste
Kestra-Dashboard mit Plugins-Menü und Suchleiste

Kestra bringt bereits über 1300 Plug-ins mit (Abb. 1).

Für den produktiven Betrieb auf Kubernetes gibt es ein offizielles Helm-Chart. Die Komponenten (Server, Scheduler, Executor und Worker) laufen als separate Deployments und lassen sich unabhängig skalieren. Worker übernehmen die eigentliche Task-Ausführung und sind der primäre Skalierungshebel: Mehr parallele Executions bedeuten mehr Worker-Replicas, der Rest der Infrastruktur bleibt stabil. Wer Kestra-Ressourcen (Flows, Namespaces, Secrets, User und Rollen) ebenfalls als Code verwalten will, greift zum offiziellen Terraform-Provider: Er bildet die gesamte Kestra-Konfiguration als Terraform-Ressourcen ab und lässt sich nahtlos in bestehende Infrastructure-as-Code-Pipelines integrieren.

VM auf Knopfdruck: ein vollständiger Self-Service-Flow

Entwicklerinnen und Entwickler öffnen das Kestra-UI, klicken auf „Execute“ und erhalten ein Formular. Kein Ticket, kein Warten auf jemanden, der Terraform kennt. Was dahinter passiert, ist ein Flow, der in vier Schritten von der Eingabe zur laufenden VM kommt und dabei jeden Zustand kennt, jeden Fehler behandelt und nichts vergisst.

Um die Komplexität zu reduzieren, wurden im Beispiel alle Terraform-Dateien Inline definiert – in produktiven Szenarien würde man Skripte oder anderen Code über das Git-Plug-in anhand des korrekten Branches oder Tags pullen und dann ausführen. Das vollständige Setup liegt im begleitenden GitHub-Repository [7].

Die Inputs als Formular

Der Flow deklariert vier Eingaben: VM-Name, Server-Typ, Standort und Team-Label. Kestra rendert daraus beim manuellen Execute automatisch ein Formular – Textfelder für freie Eingaben, Dropdowns für SELECT-Felder. Entwickler müssen weder Terraform kennen noch wissen, wo der State landet. Sie wählen cx23 für eine kleine VM in Nürnberg, geben den Team-Namen ein und klicken auf Run:

inputs:
  - id: vm_name
    type: STRING
    displayName: "VM Name"
    description: "Eindeutiger Name der VM (z.B. dev-server-01)."

  - id: server_type
    type: SELECT
    description: "cx23 = 2 vCPU 4 GB ~4 €/Mon | cx33 = 4 vCPU 8 GB ~9 €/Mon"
    values: [cx23, cx33, cpx42]
    defaults: cx23

  - id: location
    type: SELECT
    description: "Hetzner-Datacenter"
    values: [nbg1, fsn1, hel1]
    defaults: nbg1

  - id: team
    type: STRING
    defaults: demo
Formular zur Erstellung einer virtuellen Maschine mit Feldern für Name, Server-Typ, Standort und Team.
Formular zur Erstellung einer virtuellen Maschine mit Feldern für Name, Server-Typ, Standort und Team.

YAML-Formular im UI gerendert (Abb. 2).

Schritt 1: terraform plan im Container

Der erste Task startet über das Terraform-Plug-in einen Terraform-Container, initialisiert das Amazon-S3-Backend und führt terraform plan aus. Alle Secrets kommen aus dem Kestra Secret Store. Sensitive Variablen wie der Hetzner-API-Token werden über TF_VAR_*-Umgebungsvariablen übergeben und erscheinen weder im Plan-Output noch in den Logs. Der entscheidende Mechanismus steckt im beforeCommands-Block: Das S3-Backend wird per -backend-config dynamisch befüllt, der State-Key enthält den VM-Namen als Pfadkomponente:

beforeCommands:
  - |
    terraform init -reconfigure \
      -backend-config="bucket=$TF_BACKEND_BUCKET" \
      -backend-config="key=vms/{{ inputs.vm_name }}/terraform.tfstate" \
      -backend-config="endpoints={s3=\"$TF_BACKEND_ENDPOINT\"}" \
      -backend-config="skip_requesting_account_id=true" \
      -backend-config="skip_credentials_validation=true" \
      -backend-config="skip_metadata_api_check=true" \
      -backend-config="skip_region_validation=true" \
      -backend-config="use_path_style=true"

Die Zeile key=vms/{{ inputs.vm_name }}/terraform.tfstate bietet jeder Entwicklerin und jedem Entwickler im Team einen eigenen isolierten State. Zwei parallele Runs schreiben nie in denselben State, es gibt keinen Lock-Konflikt. Im S3-Bucket entsteht eine saubere Struktur mit vms/dev-server-01/terraform.tfstate, vms/staging-db/terraform.tfstate und so weiter. Die vollständige main.tf und variables.tf liegen im Repository.

Schritt 2: LLM-Summary

Der Plan-Output ist für Menschen ohne Terraform-Erfahrung schwer lesbar. Deshalb übergibt ein Kestra-Task den Plan-Output an die OpenAI-API. Die Antwort landet als kurze deutsche Zusammenfassung im Flow und erklärt den Entwicklern, was erstellt wird, wo es entsteht und ob der Plan unauffällig wirkt.

  - id: llm-summary
    type: io.kestra.plugin.openai.ChatCompletion
    apiKey: "{{ secret('OPENAI_API_KEY') }}"
    model: gpt-4o-mini
    messages:
      - role: system
        content: |
	        "Du bist ein DevOps-Assistent. 
	        Fasse den folgenden Terraform Plan auf Deutsch in 3-5 Sätzen zusammen. 
	        Erkläre was erstellt oder geändert wird und ob der Plan sicher aussieht."
      - role: user
        content: "{{ read(outputs['terraform-plan'].outputFiles['plan-output.txt']) }}"

Schritt 3: Approval Gate

Bevor Kestra die VM tatsächlich provisioniert, stoppt der Flow bewusst. Der Plan ist erstellt, die Zusammenfassung liegt vor, aber terraform apply läuft noch nicht. An dieser Stelle kann ein Mensch prüfen, ob die geplanten Änderungen plausibel sind, ob Standort und Größe stimmen und ob die Kosten zur Anfrage passen.

- id: approval-gate
  type: io.kestra.plugin.core.flow.Pause
  onResume:
    - id: approved
      type: BOOLEAN
      displayName: "Deployment genehmigen?"
      defaults: false

Der Pause-Task macht aus dem technischen Terraform-Lauf einen kontrollierten Freigabeprozess. Die Execution pausiert, in der UI erscheint ein Resume-Button, und der Approver entscheidet auf Basis der LLM-Summary sowie der Logs. Der Flow kann in diesem Zustand warten und läuft erst weiter, wenn die Freigabe erfolgt. Falls gewünscht, lässt sich dieser Human-in-the-Loop-Mechanismus auch in Microsoft Teams, Slack oder vergleichbare Tools integrieren.

Schritt 4: Conditional Branch und Apply

Nach der Entscheidung des Reviewers, die im Approval-Gate fällig wird, teilt sich der Flow per io.kestra.plugin.core.flow.If. Bei Freigabe führt der then-Zweig terraform apply gegen den zuvor erzeugten tfplan aus. Main.tf, variables.tf und tfplan werden als outputFiles aus dem ersten Task übernommen, das Backend-Init läuft identisch ab. Am Ende landet die VM-IP als Output-File in der Execution.

Liste von ausgeführten Automatisierungsaufgaben mit Status und Zeitangaben.
Liste von ausgeführten Automatisierungsaufgaben mit Status und Zeitangaben.

Kestra zeigt die vollständige Execution des VM-Provisionierungsflows mit Approval Gate, Terraform Apply und Ergebnisprotokoll (Abb. 3).

Alle Secrets werden ausschließlich per {{ secret('NAME') }} referenziert. Kein Secret taucht im Flow-YAML auf, kein Secret landet in Git.

Kestra im Unternehmen: vom Team-Tool zum Self-Service-Layer

Der Flow aus dem vorigen Kapitel kann problemlos lokal auf einem Entwicklerrechner laufen. Das genügt für Anschauungszwecke, für den Produktionsbetrieb hingegen nicht. Wer Kestra als zentralen Ops-Automation-Layer für mehrere Teams betreiben will, braucht einen anderen Ansatz: nicht ein Flow für alle, sondern eine Plattform, auf der jedes Team seine eigenen Flows verwaltet, ohne anderen Teams in die Quere zu kommen.

Der Ausgangspunkt ist die Namespace-Struktur. Kestra organisiert Flows in Namespaces, vergleichbar mit Kubernetes-Namespaces, aber für Workflows. Als ein sinnvolles Schema für eine mittlere Organisation empfiehlt sich: infra.platform, team.backend, team.data. Flows im Namespace team.backend sind für andere Namespaces nicht sichtbar, Secrets sind isoliert, Execution-Logs bleiben im jeweiligen Kontext. Die Flows selbst liegen in Git, Kestra lädt sie beim Start oder per API-Push aus dem Repository.

Wann die OSS-Edition nicht mehr reicht

Für einzelne Entwickler oder ein kleines Team reicht der Funktionsumfang der OSS-Edition von Kestra vollständig aus: Basic Auth, ein gemeinsamer Secret Store, alle Flows in einem Namespace. Die Grenze ist jedoch erreicht, sobald mehrere Teams auf derselben Instanz arbeiten und voneinander isoliert sein müssen.

Role-Based Access Control (RBAC) ist das offensichtlichste Beispiel. In der Enterprise Edition lassen sich Rollen granular definieren: Entwickler dürfen Flows ausführen, aber nicht bearbeiten, Platform Engineers dürfen Flows deployen und Auditoren haben überall Lesezugriff. In der OSS-Edition lassen sich diese unterschiedlichen Berechtigungen nicht einzeln konfigurieren.

Namespace-Secrets sind das zweite strukturelle Argument, wenn etwa das Backend-Team seinen eigenen Hetzner-Token hinterlegen will, ohne dass das Data-Team es sehen kann. Die Enterprise Edition isoliert Secrets pro Namespace und integriert sie direkt in externe Secrets-Manager wie Azure Key Vault oder HashiCorp Vault. Die OSS-Edition kennt nur einen globalen Store.

SSO und SCIM sind ab einer gewissen Organisationsgröße keine optionalen Features mehr, sondern zwingende Voraussetzung. Mitarbeiter werden über den Identity Provider provisioniert und deprovisioniert, Kestra folgt automatisch. Audit Logs sind in regulierten Branchen Pflicht: Wer hat wann welchen Flow ausgeführt, wer hat eine Execution abgebrochen?

Ein Feature verdient besondere Erwähnung: Kestra Apps. Damit lassen sich einfache UIs direkt über Flows legen: ein Formular, das intern veröffentlicht wird, Eingaben entgegennimmt und einen Flow startet. Für Teams, die Self-Service anbieten wollen, ohne externe Tooling-Abhängigkeiten einzuführen, ist das der naheliegendste Weg.

Die Entscheidung zwischen OSS- und Enterprise-Edition von Kestra lässt sich pragmatisch treffen: OSS reicht, solange ein Team Kestra betreibt und voller Zugriff kein Problem ist. Enterprise wird nötig, sobald Isolation zwischen Teams, SSO, Audit-Anforderungen oder Hochverfügbarkeit gefordert sind.

Kestra als Orchestrator für KI-Workflows

Kestra bietet einen integrierten KI-Assistenten, der Flow-YAML aus einer Beschreibung generiert. Das ist praktisch für Einsteiger, ist aber noch kein hinreichendes Argument für den Einsatz des Tools. Übernimmt Kestra hingegen die Rolle einer Orchestrierungsschicht für KI-Agenten, kann es sein Potenzial ausspielen.

Dafür bringt Kestra den nativen AIAgent-Task-Typ mit. Ein Agent kombiniert bei jedem Run eine Systemnachricht, die Rolle und Verhalten definiert, mit einem Prompt, der die eigentliche Aufgabe trägt. Anders als ein simpler HTTP-Call gegen eine LLM-API kann der Agent eigenständig entscheiden, welche Schritte er in welcher Reihenfolge ausführt, Aufgaben wiederholen, bis eine Bedingung erfüllt ist und sich dabei an vorherige Executions erinnern. Unterstützte Provider (OpenAI, Google und weitere) lassen sich per pluginDefaults zentral konfigurieren, sodass API-Key und Modell – einmal gesetzt – für alle Agent-Tasks im Flow gelten.

Mehrere AIAgent-Tasks lassen sich zudem direkt verketten: Der Output des ersten ist der Input des nächsten. Ein Agent, der eine eingehende Anfrage analysiert, ein zweiter, der daraus eine Antwort formuliert, ein dritter, der bewertet, ob ein Mensch eingreifen soll. Das sind drei Tasks in einem Flow, kein separates Framework, kein eigenes Deployment. Der bereits erwähnte Pause-Task funktioniert hier genauso wie beim Terraform-Flow: Der Agent hält an, ein Mensch entscheidet, wie es weitergeht, und der Flow läuft weiter.

Der Vorteil gegenüber einem reinen Python-Skript liegt in der Orchestrierungsschicht und deren Retry-Logik, wenn der Provider nicht antwortet, dem Scheduling sowie der vollständigen Observability über das Kestra-UI – und alles ohne zusätzliches Tooling.

Kestra füllt eine echte Lücke

Kestra macht CI/CD-Pipelines nicht überflüssig, sondern sie erfüllen weiter ihre Kernaufgaben: beim Bauen, Testen und Deployen von Code. Kestra widmet sich hingegen einem blinden Fleck, der sich bisher daneben auftat: Workflows, die auf menschliche Entscheidungen warten, Infrastruktur, die auf Anfrage provisioniert wird, und Prozesse, die ihren Zustand über Stunden oder Tage hinweg kennen müssen.

Der Einstieg in Kestra gelingt einfach: Docker Compose, ein erster Flow, ein manueller Execute-Klick. Wer den in diesem Artikel beschriebenen Flow nachbaut, erhält zunächst ein funktionierendes Self-Service-Portal für Hetzner-VMs, das sich mit minimalem Aufwand aber auch auf Kubernetes-Cluster, Datenbank-Instanzen oder beliebige andere Infrastruktur übertragen lässt.

Wer Kestra einführen möchte, sollte ein paar Punkte im Blick behalten. Der Kubernetes Operator wurde eingestellt. Wer Flows nativ über kubectl als Custom Resources verwalten will, bekommt vom Anbieter die Empfehlung, auf den Terraform-Provider oder das Kestra CLI umzusteigen. Ein echtes GitOps-Pull-Modell à la Flux oder ArgoCD gibt es damit nicht out of the box. Architektonische Reibung entsteht außerdem in gewachsenen Umgebungen, in denen etwa GitHub Actions oder Azure DevOps bereits im Einsatz sind. Soll dann Kestra zusätzlich eingeführt werden, kommt unweigerlich die Diskussion auf, welche Aufgaben bei den vorhandenen Tools bleiben und welche Kestra übernehmen soll. In der Praxis entstehen Graubereiche insbesondere dort, wo bereits komplexe Pipeline-Logik in bestehenden Tools lebt. Der Ressourcenhunger der JVM-Basis macht sich bei produktiven Deployments bemerkbar: Worker-Memory-Usage steigt unter Last kontinuierlich an, Memory-Limits gehören von Anfang an ins Setup.

Zwei Empfehlungen für den Start: Entwicklerinnen und Entwickler sollten die Namespace-Struktur von Anfang an durchdenken, auch wenn zunächst nur ein Team Kestra nutzt. Eine saubere Trennung lässt sich später schwer nachrüsten. Flows sollten sie konsequent in Git versionieren, nicht im UI zusammenklicken. Kestra ist deklarativ. Das ist der eigentliche Hebel für nachvollziehbare, wartbare Automatisierung.

Ob die Enterprise Edition von Kestra notwendig ist, entscheidet sich nicht anhand von Feature-Listen, sondern auf Basis einer einzigen Frage: Sollen mehrere Teams isoliert auf derselben Instanz arbeiten? Wenn ja, ist der Schritt unausweichlich. Falls nein, trägt die OSS-Edition weit.


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  1. https://github.com/philiplorenz-code/heise/tree/main/kestra
  2. https://clc-conference.eu/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_vo_clc.empfehlung-ho.link.link&LPID=35283
  3. https://clc-conference.eu/tickets_weiche.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_vo_clc.empfehlung-ho.link.link&LPID=35283
  4. https://airflow.apache.org/
  5. https://www.prefect.io/
  6. https://github.com/philiplorenz-code/heise/tree/main/kestra
  7. https://github.com/philiplorenz-code/heise/tree/main/kestra
  8. mailto:map@ix.de

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Adblock test (Why?)

  • 20. Juni 2026 um 09:05

KI-Gender-Gap: Frauen im Jobmarkt durch KI stärker unter Druck

Von Andreas Donath
Frauen in Deutschland arbeiten häufiger in Berufen, die durch KI automatisierbar sind. Und sie nutzen die Technologie seltener als Männer, wie eine Analyse zeigt.
Von den rund 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland sind 46 Prozent Frauen. (Bild: Pexels)
Von den rund 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland sind 46 Prozent Frauen. Bild: Pexels

Das KI-Transformationspotenzial liegt für Frauen im deutschen Arbeitsmarkt bei 51 Prozent, für Männer bei 42 Prozent. Das ergibt eine Auswertung, die Daten des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft mit Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zusammenführt, wie das Handelsblatt berichtet.

Von den rund 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland sind 46 Prozent Frauen. Sie verteilen sich auf dem Arbeitsmarkt anders als Männer. In Handwerksberufen überwiegen Männer mit einem Verhältnis von mehr als fünf zu eins. In der Pflege ist es umgekehrt, mit einem Verhältnis von vier zu eins zugunsten der Frauen. Diese Verteilung entscheidet mit darüber, wen der KI-Wandel wie stark trifft.

Schreibkräfte an der Spitze der Automatisierbarkeit

Das Kiel-Institut analysierte für verschiedene Berufe, wie gut KI die dort anfallenden Tätigkeiten übernehmen könnte. Das Ergebnis: Unter den Berufen, die zu mindestens 95 Prozent von Frauen ausgeübt werden, sind deutlich mehr mit hohem Automatisierungspotenzial vertreten als unter den entsprechenden Männerberufen. Schreib- und Diktierkräfte stehen dabei ganz oben; Tätigkeiten, die zu 96 Prozent von Frauen ausgeübt werden.

Arbeitsmarktexpertin Virginia Sondergeld von der Jobplattform Indeed warnte im Handelsblatt allerdings vor pauschalen Schlüssen. Weder reine Care-Berufe noch klassische Handwerksberufe gelten als besonders automatisierbar, sagte sie. Das größte Transformationspotenzial liege in gemischten Berufsfeldern wie Buchhaltung, Marketing oder Rechnungswesen, also dort, wo Frauen- und Männeranteile annähernd gleich sind.

Dass als KI-sicher geltende Berufe nicht automatisch attraktiv sind, betont Sondergeld ebenfalls. So sei der Bereich Pflege zwar schwer automatisierbar, aber schon jetzt von Fachkräftemangel geprägt. Eine KI-Unterstützung dort wäre eher eine Entlastung als eine Bedrohung.

Neben der Betroffenheit durch den Wandel zeigt sich auch beim Umgang mit der Technologie ein Unterschied. Sandy Jahn hat für die Initiative D21 gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erhoben, wie häufig berufstätige Frauen und Männer KI einsetzen. Das Ergebnis: 53 Prozent der Männer im erwerbsfähigen Alter nutzen KI, bei den Frauen sind es 37 Prozent.

Bemerkenswert ist laut Jahn, dass ausgerechnet anpassungsfähige Frauen, also solche mit hoher Resilienz, bei der KI-Nutzung zurückhaltend sind, berichtet das Handelsblatt. Normalerweise gehe Resilienz mit höherer digitaler Beteiligung einher.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem. KI wird in Unternehmen häufig zunächst in Pilotprojekten eingeführt, und der Zugang zur Technologie wird selektiv vergeben. Teilzeit- und Assistenzkräfte erhalten ihn seltener, schreibt Jahn. Und beide dieser Gruppen sind überproportional weiblich besetzt.

KI-Transformationsmanagement als Einstiegspunkt

In aktuellen Stellenanzeigen bei Indeed fragen Arbeitgeber laut Handesblatt in rund fünf Prozent der Fälle nach KI-Kompetenzen, vor einem Jahr waren es noch unter drei Prozent. Vor allem Datenanalyse und Softwareentwicklung sind gefragt, Bereiche, die derzeit von Männern dominiert werden.

Sondergeld erkennt aber ein zweites Muster: Viele Unternehmen suchen Menschen für das KI-Transformationsmanagement, also für Rollen, die den Wandel intern begleiten und Effizienzpotenziale identifizieren. Dieses Feld verbindet Personalführung, Organisationsmanagement und Psychologie, alles Bereiche, in denen Frauen bereits stark vertreten sind. Das könnte sich als praktischer Einstiegspunkt erweisen.

Adblock test (Why?)

  • 20. Juni 2026 um 15:30

Sony: Playstation-Entwickler setzen verstärkt auf KI

Von Peter Steinlechner
Von Programmierung bis zu 3D-Modellen: Sony nutzt bei der Spieleentwicklung für die Playstation mit bislang unüblicher Offenheit auch KI.
Playstation auf einer Messe (Bild: ROBYN BECK/AFP via Getty Images)
Playstation auf einer Messe Bild: ROBYN BECK/AFP via Getty Images

Künstliche Intelligenz wird bei Sony und Playstation künftig eine größere Rolle spielen. Das geht aus einer aktuellen Investorenpräsentation (PDF) hervor. Darin beschreibt das Unternehmen KI nicht als Ersatz für Entwickler, sondern als Werkzeug, das Arbeitsabläufe beschleunigen und die Produktion von Spielen effizienter machen soll.

Laut Sony kommen KI-gestützte Werkzeuge bereits in Bereichen wie Softwareentwicklung, Qualitätssicherung, 3D-Modellierung und Animation zum Einsatz. Wiederkehrende Aufgaben sollen zunehmend automatisiert werden, damit sich Teams stärker auf kreative Inhalte, Spielwelten und Gameplay konzentrieren können.

Gleichzeitig erwartet das Unternehmen, dass KI auch auf der Plattformseite für mehr Personalisierung und effizientere Prozesse sorgt. Als Beispiele nennt Sony eine bessere Inhaltsauswahl für Spieler sowie Fortschritte bei Grafikqualität und visueller Darstellung – damit dürfte etwa der Playstation Store gemeint sein.

KI-Grafiken als Versehen

Die Aussagen fallen in eine Phase, in der die Spielebranche zwar an KI forscht, gleichzeitig aber mit großer Skepsis betrachtet. Viele Entwickler und Spieler befürchten, dass generative KI kreative Berufe unter Druck setzen könnte.

Besonders umstritten sind Anwendungen für Konzeptgrafiken, Texte, Dialoge, Synchronisation und andere Assets inklusive der ausdrücklich genannten 3D-Modelle. Mehrere Unternehmen haben entsprechende Inhalte in den vergangenen Jahren nach Kritik aus der Community sogar wieder aus ihren Games zurückgezogen – etwa Ubisoft bei Anno 117. Oft sagen die Entwickler in solchen Fällen, dass ein per KI erstelltes Zwischenbild versehentlich mitveröffentlicht wurde.

Laut Sony soll KI die Entwicklungsprozesse beschleunigen, die Produktivität steigern und die Nutzererfahrung auf der Playstation-Plattform verbessern. Die Technologie soll Entwickler unterstützen und Kosten senken, während die kreative Verantwortung weiterhin bei den Studios und den dort beschäftigten Menschen liegt.

Adblock test (Why?)

  • 20. Juni 2026 um 14:47

KI-Abteilung: Meta will Moral im "Gulag" mit Snacks und Umstrukturierungen verbessern

Von Tobias Költzsch
Nach Entlassungswellen und Umstrukturierungen ist die Moral bei Metas Angestellten an einem Tiefpunkt angelangt.
Die Stimmung bei Meta ist offenbar schlecht. (Bild: JOSH EDELSON/AFP via Getty Images)
Die Stimmung bei Meta ist offenbar schlecht. Bild: JOSH EDELSON/AFP via Getty Images

Internen Memos von Meta zufolge will das Unternehmen versuchen, die Stimmung bei einigen Mitarbeitern zu verbessern. Wired konnte die entsprechenden Nachrichten einsehen. Darin gibt Metas Chief Technology Office Andrew Bosworth zu, dass Meta einen "furchtbaren Job" beim Aufbau seines KI-Teams geleistet habe.

Mitarbeiter beschrieben die Arbeit dort einem früheren Bericht als "Gulag". Im Team arbeiten knapp 6.500 Angestellte, um die generative KI von Meta zu verbessern. Die Arbeit ist nicht sonderlich interessant und scheint nicht den Vorstellungen vieler Meta-Mitarbeiter zu entsprechen. Viele Angestellte wurden in die Abteilung zwangsversetzt.

Zur schlechten Stimmung tragen auch die zahlreichen Entlassungen der vergangenen Monate bei. Meta reagiert nun unter anderem mit einer Umstrukturierung. Das Unternehmen will unter anderem verhindern, dass Angestellte zu oft einen neuen verantwortlichen Manager vorgesetzt bekommen.

Mitarbeiters können wieder aus dem KI-Team in andere Abteilungen wechseln

Außerdem sollen Angestellte des KI-Teams sich wieder auf andere Stellen im Unternehmen bewerben können. Werden sie angenommen, können sie den Job wechseln. Das war bisher offenbar nicht möglich.

Bosworth zufolge sei die Zwangsrekrutierung in das KI-Team notwendig gewesen, um die Entwicklung schnell voranzubringen. Ihm zufolge müssten Angestellte auch "eine Weile" an Projekten arbeiten, die sie "nicht erfüllend" finden.

Neben den Umstrukturierungen will Meta auch versuchen, durch "Micro-Kitchens" die Stimmung zu verbessern. Dort soll es kostenlose Snacks und Getränke geben. Zudem soll das Budget für Geschäftsreisen erhöht werden. In Zukunft will Meta auch mehr Events für die Angestellten anbieten.

Adblock test (Why?)

  • 20. Juni 2026 um 14:15

Störungsmeldung vom 20.06.2026 13:55

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider O2

Details

Beginn
20.06.2026 13:55
Region
Sulzbach-Rosenberg (09661)
Provider
O2
Zugangsart
VDSL

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 20. Juni 2026 um 13:55

Störungsmeldung vom 20.06.2026 12:12

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider O2

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Beginn
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Störungsmeldung vom 20.06.2026 09:00

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  • 20. Juni 2026 um 09:00

Notebook-Prozessoren: Stand der Dinge, Technik und Ausblick | c’t uplink

Von Heise

Es tut sich was am Markt für Notebookprozessoren. Das ist eine gute Gelegenheit für einen Überblick über aktuelle ARM-CPUs und Trends, die sich abzeichnen.

Der Markt der Notebookprozessoren ist in Bewegung: Intel und AMD erreichen mit ihren x86-Prozessoren nur noch kleine Performancesprünge, Qualcomm hängt sie mit seinen Snapdragon-X2-CPUs meistens ab und Apples M-Chips laufen ohnehin allen davon. Hinzu kommt im Laufe des Jahres die Firma Nvidia, die mit dem RTX Spark ein SoC für (zunächst recht teure) Notebooks bringt.

In dieser Folge des c’t uplink sprechen wir über die kommenden CPUs von Nvidia, die aktuellen von Qualcomm und was für ARM-CPUs noch kommen könnten (und welche eher nicht). Außerdem: Warum die Situation bei Linux-Treibern bei Nvidia erquicklicher werden könnte als bei Qualcomm, was AMD so plant, was Intels Panther-Lake-Chips doch ganz gut hinbekommen und mehr.

Zu Gast im Studio: Florian Müssig
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer

►Mehr zu Nvidia RTX Spark und Intel Panther Lake lesen Sie bei heise+ (€):

Analyse: Wie Nvidias Einstieg bei Notebookprozessoren den Markt verändert [8]

Vergleichstest: Vier Notebooks mit Core Ultra 300 alias Panther Lake  [9]

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  • 20. Juni 2026 um 06:30

"Nicht gut sein können" als Prinzip: Was uns Machiavelli über Autokraten lehrt

Von Telepolis
Zwei Männer in einem Saal, Öl auf Leinwand

Borgia und Machiavelli, Ölgemälde aus dem Jah 1864

(Bild: Commons)

Niccolò Machiavelli prägte die Politikwissenschaft wie kaum ein anderer. "Der Fürst" schrieb Geschichte. Warum Autokraten dennoch immer wieder scheitern.

Ein Florentiner mit Leib und Seele, in Florenz geboren, in Florenz gelebt, gearbeitet und gestorben, für die Stadt am Arno politisch aktiv und in die andauernden innerstädtischen Machtkämpfe verstrickt – Niccolò Machiavelli: im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit entwickelte er die Lehre von der Politik aus den Krisen seiner Heimatstadt.

Als Renaissancegelehrter verglich er seine Erfahrungen, die er im Dienste der republikanischen Stadtregierung von Florenz in der täglichen Arbeit oder auf diplomatischen Missionen gemacht hatte, mit den Erkenntnissen und Berichten antiker griechisch-römischer Autoren, wie Thukydides, Aristoteles, Polybios, Cicero, Livius, Seneca oder auch Tacitus, die er für seine politisch-historischen Analysen benutzte. Was sagen diese uns heute?

Local hero: Ein Mann und seine Stadt

In Florenz dürfte Machiavelli eine stadtbekannte Größe gewesen sein. Als politischer Beamter diente er der Stadt von 1498 bis 1512 in der Funktion eines Kanzleisekretärs. Er kam ins Amt, nachdem 1498 die dunkle Herrschaft des Dominikanermönchs Savonarola in Florenz beendet worden war, der wiederum 1494 die Medici abgelöst hatte.

In seiner neuen Aufgabe unternahm Niccolò diplomatische Aufträge und Reisen an den Kaiserhof in Deutschland, den französischen Königshof, die römische Kurie, zu italienischen Fürstenhöfen und Kommunen sowie zu Cesare Borgia, den väterlich-päpstlich beauftragten Gewaltherrscher in der Romagna, der für ihn zum "Il Principe" wurde. Sogar nach Monaco, wo er im Mai 1511 bei Luciano Grimaldi, einem genuesischen Seeräuberhauptmann, weilte, verschlug es ihn auf seinen Gesandtschaften.

Ansicht von Florenz um 1490 (Holzschnitt)
Ansicht von Florenz um 1490 (Holzschnitt)
(Bild: Commons [1])

Sein größter innenpolitischer Erfolg gelang ihm dabei im Jahre 1509. Mit der von ihm reformierten Bürgermiliz eroberte Machiavelli Pisa und fügte es dem Florentiner Herrschaftsbereich hinzu. Seine an der antiken römischen Republik gewonnenen Vorstellungen von einem städtischen Heer – keine kostspieligen und unzuverlässigen Söldner, keine qualmende Artillerie, kaum adlige Reiter – fasste er Jahre später im erzwungenen Ruhestand in seiner "Kriegskunst" zusammen. Sie ist das einzige seiner Hauptwerke, das 1520 noch zu Lebzeiten erschien.

Das Modell einer Florentiner "Bürgermiliz" scheiterte kläglich, als seit 1510 erst französische und dann auch noch spanische Truppen in Italien einfielen. Gegen die Armeen der "nationalen" Monarchien mit ihren Ressourcen und Söldnerarmeen – z. B. reichlich deutsche Landsknechte und schweizerische Reisläufer, Kanonen, Schusswaffen und Kavallerie – hatte ein Stadtstaat wie Florenz keine Chance.

Ende August 1512 wurde die republikanische Stadtregierung von einigen Patriziern mit spanischer Unterstützung gestürzt und das oligarchische Regime der Medici wiedereingerichtet. Am 7. November verlor Niccolò alle seine Ämter.

Haft, Folter und Verbannung

Als führender Beamter der gewesenen republikanischen Kommune am Arno verfasste er unzählige Schreiben, Briefe und Denkschriften. Es war also bekannt, welche Auffassungen Machiavelli vertrat. Im Frühjahr 1513 wurde er unter dem Vorwurf einer Verschwörung gegen die Medici verhaftet.

Karte Italiens um 1500
Karte Italiens um 1500
(Bild: Furfur/Commons [2]/CC-3.0 [3])

Trotz eingehender Verhöre und Folterungen musste er schon bald mangels belastender Beweise entlassen werden. Er ging in die Verbannung auf sein Landgut in SantʼAndrea nahe Florenz.

Hier in der politischen Isolation macht er sich sofort an die Produktion seiner berühmt-berüchtigten Polittexte, die allerdings alle erst nach seinem Tode erschienen. Den Ruhm über die Florentiner Stadtgrenzen hinaus erlebte Niccolò also nicht mehr.

Standardwerke entstehen

Noch im Jahr seines zwangsweisen Ausscheidens aus dem städtischen Dienst 1513 begann Machiavelli an seinen Hauptwerken: "Il Principe" (Der Fürst) und "Discorsi" (Vom Staate oder Erörterungen zur ersten Dekade des Titus Livius) zu schreiben. Zwischen 1515 und 1520 widmete er sich im Auftrage der Medici, denen er sich mittlerweile angenähert hatte, der Geschichte seiner Heimatstadt: es entstand die "Istorie Fiorentine".

Seine Auftraggeber waren damit so zufrieden, dass sie ihn rehabilitierten und er erneut ein städtisches Amt antreten konnte – er wurde Chef der Verteidigungs- und Festungsbaukommission.

Als es 1527 zu einem erneuten Machtwechsel in Florenz kam – die Medici wurden wieder einmal vertrieben und durch eine republikanische Regierung ersetzt – überlebte Niccolò diesen Umsturz nur wenige Tage. Er starb am 21. Juni 1527 58-jährig an einem schweren Magenleiden. Dass damit ein ganz Großer der Wissenschaft von der Politik von der Bühne abtrat, wusste damals noch niemand.

Das Böse unter der Sonne

Fünf Jahre nach Machiavellis Tod erschien das Werk, für das der Florentiner weltberühmt ist: "Der Fürst" – fast vollständig im Jahre 1513 niedergeschrieben. Es handelt von Männern, die "potere essere non buono" – nicht gut sein können.

Es sind immer Männer. Heute bezeichnet man sie als Autokraten, Despoten, Diktatoren, Gewaltherrscher oder Tyrannen. Sie selbst sehen sich als Führer, amtieren als Präsidenten, Bruder Nr. 1, Generalsekretäre, Große Vorsitzende und in Stalins Fall als Generalissimus. Einige Namen ohne den Anspruch auf Vollzähligkeit in dieser Galerie des Schreckens: einst Hitler, Mussolini, Mao, Pol Pot, jetzt Erdoğan, Modi, Putin, Trump, Xi Jinping.

Sie erfinden schon mal neue Titel für sich selbst: Idi Amin (Herr aller Tiere der Erde und Fische der Meere, Eroberer des Britischen Weltreichs in Afrika im Allgemeinen und Uganda im Besonderen), Ceaușescu (Titan der Titanen, Genie der Karpaten) oder Franco (Caudillo de España).

Auffällig oft sind es kleine Männer, die große Probleme machen. Ihr "potere essere non buono" lässt sich mit Worten wie Blutrünstigkeit, abgrundtiefe Bösartigkeit, brutale Grausamkeit, Niedertracht und hinterhältige Gemeinheit, Rachsucht oder völlige Skrupellosigkeit füllen.

Cesare Borgia

Machiavellis Fürst der Grausamkeiten war Cesare Borgia, ein unehelicher Sohn Papst Alexanders VI. (zuvor Rodrigo Borgia).

Cesare fand in allem die Unterstützung seines päpstlichen Vaters: Durch Heirat wurde er 1498 Herzog von Valentinois. Zwischen 1499 und 1502 baute sich Cesare mit militärischer Gewalt eine Herrschaft in Mittelitalien, vor allem in der Romagna auf. Leonardo da Vinci begleitete ihn in dieser Zeit und diente dem Borgia als Kartenzeichner und Militäringenieur.

Im Herbst 1502 kam es zu einer Verschwörung gegen Cesare. Unter den Teilnehmern befanden sich auch fünf seiner Söldnerführer (Condottieri). Zum Jahreswechsel 1502/03 lud Cesare sie unter dem Vorwand der Versöhnung zu sich nach Senigallia ein. In der Nacht und in den nächsten Tagen ließ er sie und einige adlige Hintermänner aus der Familie der Orsini umbringen. Machiavelli war begeistert: so musste man mit seinen Feinden umgehen.

Dass dürfte auch der russische Präsident Putin so sehen: Als sein Geschäftspartner und ehemalige "Koch" Jewgeni Prigoschin, inzwischen Chef der Wagner-Söldner, Mitte 2023 einen Aufstand gegen die aus seiner Sicht unfähige, korrupte, russische Armeeführung und einen Marsch auf Moskau anzettelte, vermittelte Belarusʼ Präsident Lukaschenko Straffreiheit und Exil. Prigoschin fiel darauf rein und kam zwei Monate danach "tragisch" bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Putin hatte ihn zuvor als Verräter fallen gelassen.

Aufruf zur Einigung Italiens

Cesare Borgia als Herzog von Valentinois
Cesare Borgia als Herzog von Valentinois, nach Bartolomeo Veneto
(Bild: Commons [4])

Machiavelli war ein Patriot. Er ersehnte die Vertreibung der Barbaren – wahlweise Deutsche, Franzosen, Schweizer, Spanier – aus Italien. In Cesare Borgia, einem Italo-Spanier, sah er den Mann, der die Zersplitterung seines Heimatlandes hätte überwinden können. Diesen skrupellosen Tyrannen hielt Niccolò für ein vorbildliches Beispiel eines Alleinherrschers, der alle Mittel zur Erlangung und Bewahrung der Macht einsetzte.

Mitte August 1503 erkrankten Alexander und Cesare Borgia zur selben Zeit schwer. Papst Alexander starb nach wenigen Tagen. Cesare erholte sich zwar langsam, hatte aber Mühe seine Herrschaft gegen seine zahlreichen Gegner, zu denen auch Papst Julius II. gehörte, zu behaupten.

In diesen schwierigen Tagen Ende Oktober 1503 erschien auch Machiavelli als Florentiner Gesandter bei Cesare in Rom. Er glaubte noch an die Zukunft des Emporkömmlings. Doch es kam anders: Cesare musste im April 1504 nach Neapel fliehen, kam dann in Haft nach Spanien und wurde am 11. März 1507, nachdem ihm die Flucht aus dem Gefängnis gelungen war, im Kampf am Fuße der Pyrenäen getötet.

Die innere Schwäche scheinbar unerschütterlicher Gewaltherrschaft

Machiavelli sah zwei Ursachen für den schnellen Zerfall der Borgia-Macht: die Erkrankung des Borgia-Papstes und die Schwächung Cesares genau zu dem Zeitpunkt, wo er wegen der Papstnachfolge hätte voll auf der Höhe sein müssen. Also alles nur Zufall?

Eher nicht. Immer wieder kollabieren autokratische, diktatorische, tyrannische Systeme, die gerade noch so stabil erschienen; sei es, wenn der Machthaber stirbt (Cromwell, Franco). Die Sterblichkeit des Selbstherrschers ist ein großer Schwachpunkt (Lukaschenko, Putin) von Autokratien.

Sei es, dass er gestürzt wird (Honecker, Ceaușescu) oder militärische Misserfolge erleidet (Napoleon, Mussolini, Hitler, Idi Amin), sei es, dass zusätzlich noch tiefere Ursachen sozio-ökonomisch-kultureller Art zum Zusammenbruch führen (Zarenreich, k. und k. Monarchie, Sowjetunion). Putin befindet sich bereits auf diesem Weg (по пути – po puti). Machiavelli jedoch konnte auch anders (Fortsetzung folgt).

Literatur:

  • Herfried Münkler, Staatsraison und politische Klugheitslehre, in: Pipers Handbuch der politischen Ideen 3: Neuzeit. Von den Konfessionskriegen bis zur Aufklärung, hg. von Iring Fetscher / Herfried Münkler, 1985, S. 23‒40.
  • Niccolò Machiavelli, Gesammelte Werke in einem Band, nach den Übersetzungen von Johann Ziegler / Franz Nicolaus Baur, hg. von Alexander Ulfig [2006].
  • Peter Sloterdijk, Der Fürst und seine Erben. Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute, 2026.

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  4. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cesare_Borgia,_Duke_of_Valentinois.jpg

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  • 20. Juni 2026 um 08:00

Streit um KI-Texte: Warum das Feuilleton die falschen Fronten aufbaut

Von Telepolis
Eine Hand hält eine Zeitschrift mit dem Titel

Die Debatte um KI-generierte Texte wird oft falsch geführt, da die menschliche Qualitätskontrolle vernachlässigt wird.

(Bild: Hadrian / Shutterstock.com)

Die Debatte um KI-generierte Texte ist oft fehlgeleitet. Nicht die Maschine ist das Problem, sondern der Mangel an menschlicher Qualitätskontrolle. Leitartikel.

Die deutsche Medienbranche führt gerade einen Kulturkampf, der so erbittert wie fehlgeleitet ist. Auf der einen Seite stehen Feuilletonisten, die jede maschinell formulierte Zeile für einen Angriff auf die Zivilisation halten.

Auf der anderen Seite positionieren sich Verleger und Chefredakteure, die KI-generierte Kommentare als "Schelmenstücke" feiern und Kritiker pauschal als Maschinenstürmer abtun.

Beide Lager übersehen dabei den eigentlichen Skandal: Nicht ChatGPT hat versagt – sondern die Menschen, die seine Ergebnisse ungeprüft in die Welt entlassen.

Der Auslöser der jüngsten Eskalation ist schnell erzählt. Die FAZ löschte einen Gastbeitrag des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt, nachdem das Analysetool Pangram einen KI-Anteil von 100 Prozent anzeigte.

In dem Text über Smartphone-Verbote für Kinder fanden sich Zitate der Wissenschaftler Jonathan Haidt, Gerald Hüther und Manfred Spitzer, die in keinem Buch und keinem Aufsatz nachweisbar waren. Die KI hatte sie frei erfunden, und Voigts Team winkte das durch [1], ohne einen einzigen Beleg zu prüfen.

Die pikante Pointe: Auch die FAZ-Redaktion kontrollierte offenbar nicht, ob die Zitate eines Ministerpräsidenten stimmen. Voigts lakonischer Kommentar dazu nach dem Auffliegen der KI-Nutzung: "Ich kann die Aufregung darüber nicht nachvollziehen."

Der Feuilleton-Reflex: Schreibschutz als Überlebensstrategie

Was folgte, war kein nüchterner Fachdiskurs, sondern ein Stellungskrieg der Eitelkeiten. Die Süddeutsche Zeitung attackierte die Berliner Zeitung [2] scharf, weil deren News-Chef Harald Neuber, der zuvor jahrelang Chefredakteur von Telepolis war, angeblich die Empörung über KI-Texte mit dem Maschinensturm des 19. Jahrhunderts verglichen hatte.

Und noch ein Fall: Der Tagesspiegel beurlaubte seinen Editor-at-Large Stephan-Andreas Casdorff, weil dieser Kommentare heimlich von einer KI hatte formulieren lassen. In der offiziellen Stellungnahme hieß es, die "sprachliche Gestaltung" müsse zwingend in der Verantwortung der Autoren liegen.

Das Aneinanderreihen von Wörtern und Sätzen, wie es bei [3] Medieninsider heißt, wird hier zum unantastbaren Wesenskern eines ganzen Berufsstands erklärt.

Das ist ein bemerkenswert selektiver Purismus. Denn dieselben Redaktionen nutzen seit Jahren KI-gestützte Spamfilter, automatische Bildverschlagwortung und algorithmische Ausspiellogiken, ohne dass jemand nach der Seele des Journalismus ruft.

Der Unterschied: Solange die Maschine im Hintergrund arbeitet, stört sie niemanden. Erst wenn sie am heiligen Text rührt, bricht Panik aus.

Wer genauer hinschaut, erkennt hinter dem moralischen Furor oft etwas anderes: die Existenzangst einer Zunft, deren Alleinstellungsmerkmal gerade infrage gestellt wird.

Bei manchen fängt es klein an: Feuilletonisten, die tagelang um die richtige Formulierung eines Satzes ringen, sind düpiert, weil es die KI schneller hinbekommt und auch so, dass Texte nicht nur von einer intellektuellen Minderheit, sondern auch von der breiten Masse verstanden werden.

Für andere geht die aktuelle Entwicklung ans Eingemachte: Wie ein Telepolis-Lagebericht zur Debattenkultur [4] zeigt, verdienen freischaffende Filmkritiker im Schnitt rund 13.300 Euro brutto im Jahr. Sie müssen dreimal überlegen, ob sie im Journalismus bleiben. Und sie reagieren pikiert auf die Fähigkeiten der KI, was auch verständlich ist.

Die professionelle Kulturkritik verschwindet also aus den Medien – aber nicht wegen der KI, sondern wegen ökonomischen Drucks und sinkender Zahlungsbereitschaft. Was keine Reichweite und keine Einnahmen erzielt, läuft eben Gefahr, aus den Medien zu verschwinden.

Wenn Journalisten, die selbst unter prekären Bedingungen arbeiten, nun die Unantastbarkeit des handwerklichen Schreibens beschwören, hat das weniger mit Qualitätssicherung zu tun als mit der Verteidigung der letzten elitären Bastion.

Neubers rhetorischer Irrweg und Döpfners kalkulierter Tabubruch

Die Debatte hätte im Grunde sachlich bleiben können – wäre da nicht Neubers argumentativer Ausflug ins Absurde gewesen. In der Berliner Zeitung [5] stellte er – so wird ihm der Artikel laut Süddeutscher Zeitung zugeschrieben – die rhetorische Frage, ob es nicht "moralisch eher angemessener" sei, Gedenkworte zum Holocaust mithilfe von KI-Modellen zu formulieren, die in Unternehmen entstanden seien, "die von Nachkommen der Opfer maßgeblich geprägt wurden".

Die Süddeutsche Zeitung nannte das "gefährlichen Irrsinn" – und hat damit zumindest in einem Punkt recht: Die Argumentation macht jüdische Gründer und Investoren pauschal verantwortlich für jeden Output, den ihre Systeme produzieren. Das bedient, ob gewollt oder nicht, ein antisemitisches Narrativ. Auch wenn niemand soetwas Neuber unterstellen will – seine Argumentation ist hier schon reichlich skurril.

Gleichzeitig nutzte Springer-Chef Mathias Döpfner den Tumult um den KI-Gebrauch von Mario Voigt für einen kalkulierten Tabubruch. Er veröffentlichte in der Welt einen komplett von Googles Gemini generierten Kommentar, in dem er die FAZ als "Maschinen-Stürmer" verhöhnte.

Ein Sprecher nannte das später einen "Schelmenstreich". Wie Medieninsider analysierte [6], zeige die Aktion primär die Orientierungslosigkeit der Branche: "Zwischen panischer Schadensbegrenzung und naiver Tech-Gläubigkeit regiert pure Überforderung".

Beide Positionen – die kulturkritische Totalablehnung und der provokante Techno-Optimismus – teilen denselben blinden Fleck: Sie ignorieren, dass der eigentliche Skandal weder im Werkzeug noch in der Kennzeichnung liegt, sondern im Versagen der menschlichen Qualitätskontrolle.

Wenn Voigt halluzinierte Zitate in einem Leitmedium unterbringt und sein eigenes Team das nicht bemerkt, dann hat nicht die KI versagt. Dann hat ein ganzer Apparat die Kontrolle aufgegeben.

Das ist, wie Telepolis in einer Analyse zur Verschiebung der Verantwortung [7] argumentiert, ein Muster: "Gerne machen wir Algorithmen zum Sündenbock. Doch hinter jeder Entscheidung steht am Ende ein Mensch".

Die neurobiologische Quittung: Wenn Bequemlichkeit das Denken ersetzt

Hier wird die Debatte allerdings komplizierter, als es sich beide Seiten wünschen. Denn die reflexhafte Beschwichtigung "KI ist nur ein Werkzeug" greift zu kurz. Anders als der mechanische Webstuhl, der Muskelkraft ersetzte, greift generative KI direkt in kognitive Prozesse ein – und hinterlässt dort messbare Spuren.

Eine Studie der SBS Swiss Business School [8] von Forscher Michael Gerlich mit 666 Teilnehmern zeigt: Wer häufig KI-Tools nutzt, schneidet bei Tests zum kritischen Denken signifikant schlechter ab.

Die Ursache liegt im sogenannten "kognitiven Offloading" – dem systematischen Auslagern mentaler Anstrengung an die Maschine. Besonders gefährdet ist die Altersgruppe der 17- bis 25-Jährigen. Höhere formale Bildung wirkt teilweise schützend, doch der Grundtrend bleibt: Wer das Denken gewohnheitsmäßig delegiert, verlernt es.

Eine von heise online besprochene Studie der Universitäten Oxford, MIT, UCLA und Carnegie Mellon [9] bestätigt den Befund auf anderem Weg. Bereits nach rund zehn Minuten KI-gestützter Arbeit zeigte sich ein deutlicher Effekt: Als den Probanden die KI-Unterstützung entzogen wurde, sank die Lösungsrate auf etwa 57 Prozent – in der Kontrollgruppe ohne vorherige KI-Nutzung lag sie bei 73 Prozent.

Die Abbruchrate stieg auf 20 Prozent gegenüber 11 Prozent. Die Forscher sprechen von "kognitiven Schulden", die sich schnell aufbauen.

Noch drastischer fällt eine Untersuchung der University of Pennsylvania aus, über die Telepolis unter dem Titel "Jetzt belegt: KI macht uns denkfaul und manipulierbar" [10] berichtete.

In den Experimenten mit 1.372 Teilnehmern und über 9.500 Durchgängen übernahmen Probanden die Antworten eines KI-Chatbots in rund 73 Prozent der Fälle ohne eigene Prüfung – selbst wenn der Bot absichtlich falsche Antworten lieferte, folgten ihm noch 80 Prozent der Nutzer. Die Forscher prägen dafür den Begriff "kognitive Kapitulation".

Der Webstuhl-Vergleich und seine Grenzen

Die Ostdeutsche Medienholding (OMH) unter Verleger Holger Friedrich, die seit sechs Jahren systematisch mit KI arbeitet, vergleicht die Aufregung mit den Ludditen und den schlesischen Webern.

"Das Muster wiederholt sich mit erstaunlicher Verlässlichkeit", heißt es im programmatischen Text der Berliner Zeitung: Neue Technik übernehme menschliche Aufgaben, ein Teil der Gesellschaft rufe den Untergang aus, langfristig setze sich die Technik durch.

Die historische Analogie hat einen wahren Kern – und eine gefährliche Leerstelle. Taschenrechner, Suchmaschinen und GPS lagerten jeweils klar umrissene Teilaufgaben aus. Der Nutzer blieb Herr des Problemlösungsprozesses.

Generative KI hingegen übernimmt auf Wunsch den gesamten Schlussfolgerungsweg – vom Recherchieren über das Strukturieren bis zum Formulieren. Der Unterschied ist nicht graduell, sondern qualitativ: Während der Webstuhl Hände ersetzte, ersetzt die KI den Kopf. Oder genauer: Sie bietet dem Kopf an, sich selbst überflüssig zu machen.

Genau hier liegt das Dilemma, das weder die Maschinenstürmer noch die Technologie-Enthusiasten auflösen.

Wie ein Telepolis-Essay zur Bildungskrise [11] beschreibt, vollzieht sich die Entmündigung in drei Stufen: Zunächst leidet das Lernen, weil man sich früh an KI-Hilfe gewöhnt. Dann bildet sich eigenständiges Denken gar nicht erst aus, weil Probleme von Beginn an delegiert werden. Und schließlich wird Selberdenken rational aufgegeben, weil es sich ökonomisch schlicht nicht mehr lohnt – selbst Spitzenforscher geben die Kontrolle ab, weil der Wettbewerb es verlangt.

Weder Panik noch Naivität: Das Werkzeug braucht den denkenden Menschen

Wenn das Feuilleton vor dem "Untergang des Geistes" warnt, beschreibt es ein reales Problem – liefert aber die falsche Diagnose. Nicht die Existenz der KI bedroht das kritische Denken, sondern die menschliche Bereitschaft, sie als Bequemlichkeitsmaschine zu missbrauchen.

Ein Medium, das das Formulieren von Sätzen zum sakrosankten Handwerk erklärt, schützt nicht die Qualität des Journalismus. Es schützt ein Berufsbild, das sich über handwerkliche Exzellenz definiert, während die eigentliche journalistische Leistung – Recherche, Einordnung, Kontrolle der Mächtigen – längst anderswo entsteht.

Die OMH-Policy, die das Vorgaukeln von Erlebnissen, das künstliche Schüren von Emotionen und das Faken von Realitäten verbietet, ist ein pragmatischer Ansatz. Doch sie löst das Kernproblem nicht: Regeln helfen nur, wenn Menschen sie befolgen.

Und genau daran scheitert es derzeit auf allen Seiten. Mario Voigt ließ halluzinierte Zitate durchwinken. Die FAZ prüfte den Text eines Ministerpräsidenten nicht. Döpfner feierte die Nichtprüfung zum Stilmittel. Und Casdorff schrieb heimlich mit der Maschine, statt offen darüber zu sprechen.

Marcus Hebein, Chefredakteur der Schweizer Journalist:in und nach eigenen Angaben bis vor kurzem selbst KI-Skeptiker, bringt es in einem Editorial bei kress.de [12] auf den Punkt: Die vehementesten Gegner der KI hätten sie "oft selbst kaum ernsthaft benutzt" oder befänden sich "in so privilegierten Positionen, dass sie den Wandel schlicht nicht spüren müssen".

KI ersetze nicht die journalistische Stimme, sondern halte "den Kopf frei" für das, was den Beruf eigentlich ausmache.

Das stimmt – mit einer entscheidenden Einschränkung. Der freigehaltene Kopf muss auch benutzt werden. Die empirische Forschung zeigt unmissverständlich, dass genau das nicht selbstverständlich ist.

Wer KI als Formulierungshilfe einsetzt, die eigene inhaltliche Richtung vorgibt und das Ergebnis hart kontrolliert, betreibt Co-Creation. Wer den Prompt eingibt und das Ergebnis ungelesen publiziert, betreibt kognitive Kapitulation. Der Unterschied liegt nicht im Werkzeug, sondern im Willen, es verantwortungsvoll zu nutzen.

Dass manipulierte und fabrizierte Inhalte kein Alleinstellungsmerkmal generativer KI sind, zeigen jüngste Fälle wie der des ZDF, das einen erkennbar KI-generierten Videoschnipsel als Nachrichtenbild sendete [13] – ein Sora-Wasserzeichen von OpenAI war für die gesamte Redaktionskette unsichtbar geblieben. Die Technologie macht bestehende Probleme sichtbarer und schneller. Lösen muss sie der Mensch.

Die Front im Medienstreit verläuft nicht zwischen Maschinenstürmern und Fortschrittsgläubigen. Sie verläuft zwischen denen, die bereit sind, Verantwortung für ihre Werkzeuge zu übernehmen – und denen, die lieber über Werkzeuge streiten, als sie kompetent zu bedienen.

Das Feuilleton, das den Untergang des Geistes beklagt, könnte seine Energie sinnvoller einsetzen: nicht gegen die Maschine kämpfen, sondern dafür sorgen, dass der Mensch vor dem Bildschirm nicht aufhört zu denken.


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https://www.heise.de/-11339237

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  1. https://www.heise.de/tp/article/Voigt-Doepfner-und-die-KI-Debatte-Das-Problem-sind-nicht-die-Maschinen-11332693.html
  2. https://www.sueddeutsche.de/medien/berliner-zeitung-holger-friedrich-ki-mario-voigt-holocaust-juden-li.3500231
  3. https://medieninsider.com/mathias-doepfner-und-der-tagesspiegel-zeigen-wie-man-nicht-mit-ki-umgeht/27837/
  4. https://www.heise.de/tp/article/Kritik-war-gestern-Wie-KI-und-Medienlogik-die-Debattenkultur-entkernen-11275135.html
  5. https://www.berliner-zeitung.de/article/journalisten-reagieren-auf-ki-wie-deutschland-auf-die-ganze-zukunft-wir-wollen-lieber-hysterisch-sein-10100616
  6. https://medieninsider.com/mathias-doepfner-und-der-tagesspiegel-zeigen-wie-man-nicht-mit-ki-umgeht/27837/
  7. https://www.heise.de/tp/article/Die-perfekte-Ausrede-Warum-wir-die-Schuld-so-gern-auf-KI-schieben-11328396.html
  8. https://www.mdpi.com/2075-4698/15/1/6
  9. https://www.heise.de/news/Studie-Wie-KI-Nutzung-die-Problemloese-Faehigkeit-verschlechtert-11285648.html
  10. https://www.heise.de/tp/article/Jetzt-belegt-KI-macht-uns-denkfaul-und-manipulierbar-11246004.html
  11. https://www.telepolis.de/article/KI-in-der-Bildung-Warum-das-Denken-ueberfluessig-wird-11166565.html
  12. https://kress.de/news/beitrag/152882-lasst-die-ki-schreiben-quot-warum-ein-chefredakteur-seine-meinung-ueber-ki-im-journalismus-geaendert-hat.html
  13. https://www.heise.de/tp/article/Sind-Deepfakes-so-neu-in-unserem-Leben-11261882.html

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  • 19. Juni 2026 um 20:25

HBO Max im Nachtest: Katalog von Warners Streamingabo enttäuscht immer noch

Von Ingo Pakalski
Wie hat Warner Bros. auf die Kritik zum Marktstart von HBO Max in Deutschland reagiert? Der Frage gehen wir in einem Nachtest nach.
HBO Max im Nachtest einige Monate nach dem Deutschlandstart (Bild: Warner/Screenshot: Golem)
HBO Max im Nachtest einige Monate nach dem Deutschlandstart Bild: Warner/Screenshot: Golem

Seit fünf Monaten gibt es HBO Max in Deutschland. Golem hat das zum Anlass genommen, erneut einen genauen Blick auf das Abo zu werfen. Bei den Funktionen und technischen Eigenschaften hat es seit dem Start von HBO Max keine großen Neuerungen gegeben. Daher gilt das meiste immer noch, was wir in unserem ersten Test beschrieben hatten.

Das gilt zum Beispiel für die vereinzelten Probleme mit Untertiteln: Auf einem Android-Tablet und einem Fire TV Cube sind bei uns standardmäßig deutsche Untertitel aktiviert. Wir haben auf beiden Geräten die Apps neu installiert, es änderte sich nichts. Skurril: Auf anderen Android-Smartphones und Streaminggeräten tritt der Fehler mit dem gleichen HBO-Max-Abo nicht auf.

Wir können nicht abschätzen, wie häufig Abonnenten davon betroffen sind. Jedenfalls ist der Fehler nervig, denn falls keine deutschen Untertitel erwünscht sind, müssen sie zunächst deaktiviert werden. Schauen wir eine Serie, ist das bei jeder neuen Folge nötig. Hinzu kommt: Zumindest die HBO-Doku zu Robin Williams hat so miserable deutsche Untertitel, dass ihnen kaum gefolgt werden kann.

Download-Beschränkungen sind nicht alltagstauglich

Auf technischer Seite enttäuscht HBO Max weiterhin bei den Download-Funktionen zum Offline-Schauen von Filmen oder Serien. Je nach Abostufe können pro Monat maximal 30 oder 100 Titel heruntergeladen werden. Eine Serienepisode wird als ein Titel gezählt, so dass sich umfangreichere Serien nicht für die Offline-Nutzung herunterladen lassen.

Sobald ein Offline-Titel gestartet wurde, muss er binnen 48 Stunden zu Ende geschaut werden. Andernfalls muss der Titel erneut heruntergeladen werden, was manchmal nicht ohne weiteres möglich ist. Wurden Offline-Inhalte noch nicht gestartet, stehen sie maximal 30 Tage zur Verfügung. Dann müssen sie neu geladen werden. Eine erneute Autorisierung gibt es weiterhin nicht.

In der niedrigsten Qualitätsstufe sind in Actionszenen deutliche Artefakte zu sehen. Falls solche Qualitätseinbußen unerwünscht sind, sollte mindestens die mittlere Qualitätsstufe aktiviert sein. Ebenfalls unschön: Es gibt keinen Befehl, um die komplette Staffel einer Serie herunterzuladen. Wir müssen Folge für Folge einzeln für den Download auswählen; das ist mühsam.

Sowohl in der Android- als auch in der iOS-App haben die Offline-Funktionen weiterhin lästige Fehler. Wenn wir einen Titel noch bei aktiver Internetverbindung angefangen haben und ohne Internetverbindung die Offline-Variante abspielen, startet der Inhalt nicht an der letzten Position, sondern beginnt von vorn.

Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 1/21: Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 2/21: Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Filme einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 3/21: Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Filme einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Diese Einstellungen gibt es für das Kinderprofil. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 4/21: Diese Einstellungen gibt es für das Kinderprofil. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Hier lassen sich die Inhaltsfilter für das Kinderprofil festlegen. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 5/21: Hier lassen sich die Inhaltsfilter für das Kinderprofil festlegen. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 6/21: Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 7/21: Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Serienrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 8/21: Die Serienrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Filmrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 9/21: Die Filmrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die HBO-Rubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 10/21: Die HBO-Rubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 11/21: Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 12/21: Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 13/21: Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 14/21: Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 15/21: Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 16/21: Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 17/21: Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 18/21: Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 19/21: Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 20/21: Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Ungewöhnlich: Bei HBO Max werden diese Einstellungen pro Gerät gemacht und nicht im Profil gespeichert. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 21/21: Ungewöhnlich: Bei HBO Max werden diese Einstellungen pro Gerät gemacht und nicht im Profil gespeichert. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)

Nur die iOS-App von HBO Max merkt sich die Wiedergabeposition, wenn wir den begonnenen Offline-Titel mit aktiver Internetverbindung weiterschauen. Die Android-App vergisst die Stelle. Wenn wir die Wiedergabe über den Download-Bereich statt über den Hauptbildschirm fortsetzen, wird die Offline-Stelle berücksichtigt.

Werbefreies HBO-Max-Abo trotzdem mit Werbung

Warner Bros. folgt weiterhin der Unsitte anderer Anbieter wie Apple, Disney, Paramount und Sky, indem auch in den vermeintlich werbefreien Abos Werbeschaltungen erscheinen. Es handelt sich um Programmhinweise, die sich zwar überspringen lassen, aber von vielen als Werbung empfunden werden, weil der ausgewählte Inhalt nicht direkt abgespielt wird.

Beim Schauen einer Serie kommt es somit zu Werbeunterbrechungen zwischen den Episoden. Diese Schaltungen machen immer mal wieder technische Probleme. Gelegentlich passierte es, dass der eigentliche Inhalt danach nicht geladen wurde, wir zurückspringen mussten und teilweise erneut Werbung gesehen haben.

Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 1/21: Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 2/21: Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Filme einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 3/21: Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Filme einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Diese Einstellungen gibt es für das Kinderprofil. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 4/21: Diese Einstellungen gibt es für das Kinderprofil. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Hier lassen sich die Inhaltsfilter für das Kinderprofil festlegen. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 5/21: Hier lassen sich die Inhaltsfilter für das Kinderprofil festlegen. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 6/21: Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Die Serienrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 8/21: Die Serienrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Filmrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 9/21: Die Filmrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die HBO-Rubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 10/21: Die HBO-Rubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 11/21: Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 12/21: Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 13/21: Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 14/21: Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 15/21: Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 16/21: Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 17/21: Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 18/21: Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 19/21: Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 20/21: Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Ungewöhnlich: Bei HBO Max werden diese Einstellungen pro Gerät gemacht und nicht im Profil gespeichert. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 21/21: Ungewöhnlich: Bei HBO Max werden diese Einstellungen pro Gerät gemacht und nicht im Profil gespeichert. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)

Anders als bei der Konkurrenz werden Wiedergabeeinstellungen wie der Episodensprung oder automatische Wiedergabestarts nicht in den Profilen konfiguriert. Das macht HBO Max unkomfortabler, falls das gleiche Gerät von mehreren Personen verwendet wird. Bei den Profilen muss neuerdings ein Geburtsdatum hinterlegt werden, das war zum Marktstart noch nicht der Fall.

Der größte Nachteil von HBO Max ist jedoch der noch immer sehr lückenhafte Katalog. Abonnenten sollten nicht erwarten, dass sie in einem Streamingabo von Warner Bros. alle Filme und Serien des Hollywoodstudios erhalten.

Zum Marktstart bot HBO Max Abonnenten laut Justwatch 304 Filme und 408 Serien an. Im März 2026 wurde der Katalog auf 389 Filme sowie 473 Serien aufgestockt. Aktuell sind es 542 Filme und 550 Serien. Der Katalog ist gewachsen und zieht an Paramount+ und Wow vorbei, die bei der Auswahl somit zu den Schlusslichtern am Markt zählen.

Im Vergleich mit Disney+, Prime Video oder gar Netflix kann HBO Max nicht einmal ansatzweise mithalten. Bei Disney+ können Abonnenten aus 2.014 Filmen sowie 1.053 Serien wählen, bei Prime Video sind es 7.213 Filme sowie 1.600 Serien. Abonnenten von Netflix schöpfen aus 5.291 Filmen sowie 3.073 Serien.

Lücken bei den Serien wurden nicht geschlossen

In Stichproben haben wir erneut geprüft, welche Inhalte uns bei HBO Max fehlen, die im Besitz von Warner Bros. sind. Bei den Serien waren die Lücken nicht so groß und auffällig. In jedem Fall gibt es nicht alle HBO-Serien bei HBO Max: Es fehlt etwa The Flight Attendant, das wohl noch länger nur im Amazon-Abo zu haben ist.

Unverständlich: Es fehlen unter anderem noch immer die HBO-Serien Chernobyl, Oz und Deadwood. Chernobyl hat Warner Bros. nach dem Deutschlandstart von HBO Max auch an Disney lizenziert und ist derzeit bei Disney+ und Wow enthalten. Oz und Deadwood gibt es weiterhin im Abo von Paramount+.

Ein interessantes Detail dazu: Als Abschluss der Serie Deadwood gibt es einen gleichnamigen Spielfilm – allerdings nicht bei Paramount+, sondern bei HBO Max. Wenn HBO-Max-Abonnenten alles aus der Deadwood-Welt anschauen möchten, müssten sie ein zweites Abo parallel buchen. Zudem fehlen nach wie vor etliche DC-Animationsserien im Abo.

HBO Max fehlen viele Warner-Filmklassiker

Unverändert hat das HBO-Abo keine Filmbibliothek mit Warner-Klassikern, es gibt zu wenig ältere Titel. In den vergangenen fünf Monaten hat Warner Bros. die Matrix-Filmreihe sowie die beiden Stanley-Kubrick-Streifen Full Metal Jacket und Shining nachgereicht. Zudem gibt es mittlerweile den zweiten Teil der aktuellen Dune-Verfilmung im Abo von HBO Max.

Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 1/21: Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 2/21: Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Filme einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 3/21: Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Filme einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Diese Einstellungen gibt es für das Kinderprofil. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 4/21: Diese Einstellungen gibt es für das Kinderprofil. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Hier lassen sich die Inhaltsfilter für das Kinderprofil festlegen. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 5/21: Hier lassen sich die Inhaltsfilter für das Kinderprofil festlegen. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 6/21: Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 7/21: Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Serienrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Die Filmrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Die HBO-Rubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 11/21: Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 12/21: Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 13/21: Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 14/21: Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 15/21: Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 16/21: Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 17/21: Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 18/21: Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 19/21: Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 20/21: Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Ungewöhnlich: Bei HBO Max werden diese Einstellungen pro Gerät gemacht und nicht im Profil gespeichert. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 21/21: Ungewöhnlich: Bei HBO Max werden diese Einstellungen pro Gerät gemacht und nicht im Profil gespeichert. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)

Abgesehen davon klaffen die gleichen Lücken wie noch vor fünf Monaten. Die Lethal-Weapon-Filmreihe, die Dirty-Harry- und Gremlins-Filme sind nicht vorhanden. Gleiches gilt für die Filmreihen Nightmare on Elm Street, Police Academy sowie Ocean's Eleven. Die Filmreihe zu Final Destination endet bei HBO Max immer noch mit dem fünften Teil, der letzte Teil ist nicht vorhanden. Von Blade Runner fehlt die Neuverfilmung.

Filmklassiker wie Doktor Schiwago, Der unsichtbare Dritte, Is was Doc? oder Denn sie wissen nicht, was sie tun sind weiterhin nicht zu finden. Das gilt auch für: Die Unbestechlichen, Auf der Flucht, Natural Born Killers, L.A. Confidential, Die Farbe Lila, Heat, Die Akte, The Green Mile, JFK – Tatort Dallas, Contact, Fletchers Visionen, Demolition Man, Space Cowboys, Im Auftrag des Teufels, S1mone, Tango & Cash, Der seltsame Fall des Benjamin Button, Three Kings, Todesstille, Last Boy Scout, 16 Blocks, Payback und Inception.

Diese Liste lässt sich mühelos verlängern, wir haben uns hier auf besonders bekannte Filme von Warner Bros. aus den vergangenen Jahrzehnten konzentriert. Jedenfalls mangelt es dem HBO-Max-Abo weiterhin an Reiz, wenn Kunden ein spezielles Warner-Abo buchen und dann auf so viele Warner-Produktionen nicht zugreifen können.

Fehlende Tonspuren oder Untertitel

Beim Stöbern durch den Katalog von HBO Max stoßen wir noch immer auf HBO-Spielfilme ohne deutsche Tonspur. Viele Titel haben sogar deutsche Titel, so dass Abonnenten nicht mit einer fehlenden deutschen Tonspur rechnen. Bei mindestens acht Titeln wurde das nachgeholt, wie bei Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt, auch wenn die Titelinformationen das falsch angeben.

Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 1/21: Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 2/21: Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Filme einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Diese Einstellungen gibt es für das Kinderprofil. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 4/21: Diese Einstellungen gibt es für das Kinderprofil. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Hier lassen sich die Inhaltsfilter für das Kinderprofil festlegen. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 5/21: Hier lassen sich die Inhaltsfilter für das Kinderprofil festlegen. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 6/21: Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Die Serienrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 8/21: Die Serienrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Filmrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 9/21: Die Filmrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die HBO-Rubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 11/21: Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 12/21: Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 13/21: Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 14/21: Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 15/21: Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 16/21: Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 17/21: Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 18/21: Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 19/21: Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 20/21: Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Ungewöhnlich: Bei HBO Max werden diese Einstellungen pro Gerät gemacht und nicht im Profil gespeichert. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Bei Angeklagt – Der McMartin-Prozess, Die Wannseekonferenz sowie Begrabt mein Herz am Wounded Knee ist das bisher nicht passiert. In der HBO-Serie The Newsroom wurde der Tonfehler dagegen korrigiert. Weiterhin gibt es mit dem Premiumabo so gut wie keine deutschen Tonspuren in Dolby Atmos. Und Warner Bros. liefert Kunden keine Informationen darüber, welche Titel damit bestückt sind.

Warner Bros. bietet keinen Testzeitraum von HBO Max an. Interessenten müssen sofort bezahlen, falls sie es ausprobieren wollen. Das preiswerteste Abo nennt sich HBO Max Basis mit Werbung, Abonnenten müssen sich auf nicht überspringbare Werbeschaltungen mitten in Filmen und Serienepisoden einstellen.

Zum Preis von 5,99 Euro pro Monat kann das Abo parallel auf bis zu zwei Geräten verwendet werden. Die Inhalte werden maximal in Full-HD-Auflösung angeboten und sollen je nach Verfügbarkeit einen Surround-Ton haben. Download-Funktionen gibt es nicht.

Das preisgünstigste Abo ohne Werbeschaltungen trägt die Bezeichnung HBO Max Standard und kostet 11,99 Euro monatlich. Die technische Ausstattung entspricht dem Basis-Abo. Zusätzlich sind die stark beschränkten Download-Funktionen dabei, hier sind es 30 Downloads pro Monat.

Auch das teuerste Abo HBO Max Premium hat nur stark eingeschränkte Download-Funktionen, in dem Fall sind es 100. Es gibt Inhalte in 4K-Auflösung mit Unterstützung von Dolby Atmos für monatlich 16,99 Euro. Das Abo kann auf bis zu vier Geräten parallel verwendet werden. Generell bietet Warner Bros. keine Jahresabos an.

Zudem gibt es HBO Max in Paketen mit RTL+ oder Waipu TV mit Preisnachlässen im Vergleich zur Einzelbuchung. Obwohl das RTL+-Abo prominent auf der HBO-Max-Homepage beworben wird, lässt es sich nur eingeschränkt kombinieren. Wer sich für das Premiumabo interessiert, bekommt es nicht zusammen mit RTL+.

HBO Max steht für alle wichtigen Plattformen zur Verfügung. Neben Smartphones und Tablets werden Smart-TVs, Streaminggeräte und Spielkonsolen sowie Desktop-Browser für Windows, Mac und Linux unterstützt. Sogar für die nischigen Fire-Tablets gibt es die Streaming-App.

Fazit

Fünf Monate nach dem Marktstart von HBO Max in Deutschland hinterlässt das Warner-Abo beim Katalog noch immer einen schwachen Eindruck. Zu viele ältere Inhalte des Hollywoodstudios fehlen weiterhin, so dass Abonnenten bei der Buchung von HBO Max keine Garantie haben, auf alle Warner- oder HBO-Inhalte zugreifen zu können.

Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 1/21: Neuerdings muss beim Erstellen eines neuen Profils für HBO Max ein Geburtsdatum zugewiesen werden. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 2/21: Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Serien einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Filme einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 3/21: Beim ersten Profilaufruf wird abgefragt, welche Filme einen interessieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Diese Einstellungen gibt es für das Kinderprofil. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Hier lassen sich die Inhaltsfilter für das Kinderprofil festlegen. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Die Startseite von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Die Serienrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
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Die Filmrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 9/21: Die Filmrubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die HBO-Rubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 10/21: Die HBO-Rubrik von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 11/21: Die Rubrik der DC-Comics-Verfilmungen von HBO Max (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 12/21: Bei der Suche nach Herr der Ringe ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 13/21: Die Suche nach Matrix zeigt die korrekte chronologische Reihenfolge. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 14/21: Bei der Suche nach Harry Potter ist das Ergebnis leider nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 15/21: Bei der Suche nach Final Destination ist das Ergebnis nicht chronologisch. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 16/21: Die Filmreihe Lethal Weapon fehlt weiterhin im Abo von HBO Max. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 17/21: Der Film Angeklagt - Der McMartin-Prozess hat trotz deutschen Titels weiterhin keine deutsche Tonspur. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 18/21: Der Film Game Change - Der Sarah-Palin-Effekt hat mittlerweile eine deutsche Tonspur, allerdings stimmen die Filmangaben nicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 19/21: Die Merkliste von HBO Max lässt sich nicht umsortieren. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 20/21: Der Weiterschauen-Bereich von HBO Max liefert eine gute Übersicht. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Ungewöhnlich: Bei HBO Max werden diese Einstellungen pro Gerät gemacht und nicht im Profil gespeichert. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)
Bild 21/21: Ungewöhnlich: Bei HBO Max werden diese Einstellungen pro Gerät gemacht und nicht im Profil gespeichert. (Bild: Warner Bros./Screenshot: Golem)

Nur wenige Lücken sind in den vergangenen Monaten geschlossen worden. Damit gehört HBO Max in Deutschland zu den Abos mit einem vergleichsweise schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis. Andere Abos bieten den Kunden mehr Auswahl, allen voran Netflix und Disney+.

In Anbetracht des Preises von HBO Max sind vor allem die enormen Einschränkungen bei den Download-Funktionen eine Frechheit. Leider gehört auch HBO Max zu den Abos, die Kunden vor Filmen und Serienepisoden mit Werbung nerven, auch wenn Abonnenten extra mehr für ein vermeintlich werbefreies Abo zahlen.

Ingo Pakalski testet für Golem.de seit über elf Jahren Streamingdienste und legt großen Wert darauf, dass sich diese möglichst gut bedienen lassen. Auch vernünftige Suchfunktionen und ein guter Überblick über den Katalog von Filmen und Serien sind wichtig.

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  • 20. Juni 2026 um 09:00

Small Modular Reactor: Schweden bekommt drei kleine Atomreaktoren

Von Mario Petzold
Rolls-Royce soll drei AKWs in Südschweden errichten. Wirklich modular werden sie wohl nicht, dafür teuer.
Computergrafik eines Small Modular Reactors von Rolls-Royce (Bild: Rolls-Royce SMR)
Computergrafik eines Small Modular Reactors von Rolls-Royce Bild: Rolls-Royce SMR

Der britische Technologiekonzern Rolls-Royce, der unter anderem Flugzeugturbinen und Atomreaktoren für U-Boote herstellt, hat den Zuschlag bekommen, an Schwedens Westküste drei sogenannten Small Modular Reactors (SMR) zu errichten.

Dabei handelt es sich um kleine, modular und möglichst in Serie gefertigte Atomreaktoren. Insgesamt sollen 1.500 Megawatt (MW) Kraftwerksleistung gebaut werden.

Wirklich klein werden die Reaktoren damit nicht, denn mit je 500 MW liegen sie leistungstechnisch deutlich über der häufig angesetzten Spanne von 20 bis 300 MW. Da die Ausschreibung laut Projektseite offen gestaltet war, hätten auch ein großer oder viele kleine Reaktoren gebaut werden können. Es wurde sich offenbar für den Mittelweg entschieden.

Die drei Kraftwerke sollen auf der Halbinsel Värö südlich von Göteborg errichtet werden. Dort befindet sich bereits das AKW Ringhals mit vier Reaktorblöcken, von denen zwei bereits wieder abgeschaltet wurden. Netzanschluss und ein gesichertes, ohnehin kontaminiertes Areal sind damit vorhanden.

Kosten kaum abschätzbar

Mit einem Abschluss der Bauarbeiten wird laut Rolls-Royce Mitte des kommenden Jahrzehnts gerechnet. Demnach könnte die Errichtung weniger als zehn Jahre dauern.

Über die Kosten ist nichts Genaues bekannt. In einer Mitteilung der britischen Regierung wird allerdings von einem Geschäft mit einem Volumen von mehreren Milliarden britischen Pfund gesprochen.

Schon 3 Milliarden Pfund wären 3,5 Milliarden Euro, was für 1.500 MW in jedem Fall akzeptabel erscheint. Kernkraftprojekte in den letzten Jahren zeigten aber, dass anfängliche Kostenschätzungen sehr schnell nach oben korrigiert werden können.

Weder klein noch modular

Am Ende könnte Schweden alle Nachteile einkaufen, die große wie kleine Atomreaktoren mit sich bringen. Denn je größer ein solcher Reaktor konstruiert ist, umso effizienter lässt er sich betreiben und umso günstiger wird der produzierte Strom.

Bei SMRs liegt der Vorteil allein bei den niedrigeren Baukosten, sofern eine Serienfertigung erreicht wird. Zwar ist bei Rolls-Royce genau davon die Rede, letztlich handelt es sich jedoch nur um drei Reaktoren, die zudem wegen der dennoch hohen Leistung aus großen und schwer zu transportierenden Komponenten bestehen.

Damit wird sich kaum ein Kostenvorteil ergeben. Eine Studie der TU Berlin kommt zu dem Schluss, dass mindestens eintausend solcher Kraftwerke gebaut werden müssten, bevor durch Optimierung der Herstellungsprozesse der produzierte Strom günstiger würde als aus einem großen AKW.

Hinzu kommt, dass die klassischen Probleme der Kernkraft, von der kaum möglichen Regelbarkeit über den Uranabbau und die Endlagerung bis zur Gefahr verheerender Unfälle, auch bei einem SMR bestehen.

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  • 20. Juni 2026 um 07:45

Erna Schneider Hoover: Die Frau, deren Idee fast jeder Entwickler kennt

Von Elke Wittich
Fast jeder Entwickler profitiert von ihrer Idee, fast niemand kennt ihren Namen: über die Erfinderin, die eins der ersten Softwarepatente erhielt.
Erna Schneider Hoover lehrte mehrere Jahre am Swarthmore College. (Bild: Ugen64 at English Wikipedia, Public domain, via Wikimedia Commons)
Erna Schneider Hoover lehrte mehrere Jahre am Swarthmore College. Bild: Ugen64 at English Wikipedia, Public domain, via Wikimedia Commons

Wenn moderne Computersysteme unter hoher Last nicht komplett zusammenbrechen, sondern Anfragen priorisieren, drosseln oder gezielt ablehnen, steckt dahinter oft ein Prinzip, das Erna Schneider Hoover vor mehr als 50 Jahren entwickelte. Ihre Idee entstand ursprünglich für Telefonvermittlungsanlagen, ist aber Grundlage vieler Verfahren, die Entwickler unter Begriffen wie Load Shedding, Traffic Control oder Adaptive Resource Management kennen.

Trotzdem ist Schneider Hoover weitgehend unbekannt geblieben. Am 19. Juni 2026 feierte die Informatikpionierin ihren 100. Geburtstag – Anlass für einen Blick auf eine Frau, deren Arbeit fast alle Entwickler kennen, deren Namen aber nur wenigen bekannt ist.

Ein Buch als Inspirationsquelle

Erna Schneider wurde kurz vor Beginn der Weltwirtschaftskrise geboren, ihr Vater war Zahnarzt, die Mutter Lehrerin. Die Schneiders lebten in South Orange, das ab 1920 zu einem gutbürgerlichen Vorort für Pendler wurde, die unter anderem in New York arbeiteten. Erna Schneider liebte es, zu schwimmen und Kanu zu fahren und entwickelte schon früh großes Interesse an Naturwissenschaften.

Als 1937 Madame Curie erschien, die sehr persönliche und die Tragödien ihres Lebens nicht aussparende Biografie der bis heute einzigen Frau, die zwei Nobelpreise in unterschiedlichen Fachrichtungen erhielt, gehörte Schneider zu den begeisterten Leserinnen des Buchs. Madame Curie, geschrieben von Curies Tochter Eve, einer bekannten Journalistin, wurde zum Weltbestseller, was vielleicht auch an der Botschaft des Buches lag, die wohl nicht nur für die junge Erna Schneider die war, dass Frauen trotz schwieriger Bedingungen Außergewöhnliches erreichen konnten.

Nach dem Schulabschluss besuchte Schneider das Wellesley College, eine auf liberal arts, also Allgemeinbildung, spezialisierte Bildungseinrichtung für Frauen, wo sie klassische und mittelalterliche Philosophie sowie Geschichte studierte. In einem Interview anlässlich der 75. Reunion vor knapp drei Jahren sagte sie, das College habe sie sehr gut auf ihr Berufsleben vorbereitet.

Sie habe zuvor eine öffentliche Schule besucht und die dort angebotenen Fächer "nicht sehr inspirierend" empfunden. "Aber als ich aufs College kam, fühlte ich mich wie befreit. Ich liebte alle Kurse und Vorlesungen, egal zu welchem Thema, und ich verbrachte sehr viel Zeit mit Lernen, weil es so aufregend für mich war."

Informatik als Studienfach gab es damals noch nicht. Computer waren selten, und die wenigen existierenden Maschinen arbeiteten noch mit Elektronenröhren. "1947, als ich im dritten Studienjahr war, wurde bei Bell Labs der Transistor erfunden,"erinnerte sie sich später. Ausgerechnet dort sollte sie wenige Jahre später ihre Karriere beginnen. "Das Fundament, das ich im College erwarb, half mir mein Leben lang sehr,"betonte sie, denn es habe auch dazu geführt, dass sie eine selbstbewusste junge Frau geworden sei.

Aber es ging am College nicht nur um Wissen und Lernen. Im Gedächtnis blieben ihr auch kleine Momente: "Die Philosophie-Professorin lehrte uns auch symbolische Logik und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sie zufrieden lächelte, wenn sie eine lange Gleichung an die Tafel geschrieben hatte."

1948 schloss Erna Schneider ihr Bachelor-Studium mit Auszeichnung ab und wurde eingeladen, Mitglied der renommierten akademischen Ehrengesellschaft Phi Beta Kappa zu werden. Drei Jahre später promovierte sie an der Yale University in den Fächern Philosophie und Grundlagen der Mathematik; damals waren nur fünf Prozent der Philosophie-Graduierten Frauen.

Im Anschluss lehrte sie drei Jahre lang am Swarthmore College Philosophie und Logik, in dieser Zeit lernte sie den Physiker Charles Wilson Hoover jr. kennen, den sie 1953 heiratete. Fortan hieß sie mit Nachnamen Schneider Hoover.

Ein Jahr später wurde ihm eine Stelle bei den Bell Laboratories angeboten. Der Umzug nach New Jersey stellte Erna Schneider Hoover vor ein großes Problem: Sie fand keine unbefristete Stelle als Professorin, verheiratete junge Frauen hatten es damals auf dem Arbeitsmarkt schwer.

Arbeitgeber befürchteten unter anderem, dass sie schwanger werden und den Job aufgeben könnten. Erst mit dem Inkrafttreten des Civil Rights Acts 1964 wurde Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Status, Religion, Herkunft und Hautfarbe im Arbeitsleben verboten.

Ingenieurin bei Bell

Erna Schneider Hoover wurde schließlich eine Stelle bei Bell angeboten, wo sie zunächst einen der dort tätigen Ingenieure beim Schreiben eines Buchs über Systems engineering unterstützen sollte. Das muss sie wohl gut gemacht haben, denn noch während sie sich nach der Geburt ihrer ersten Tochter zu Hause erholte, fragte ein Vorgesetzter an, ob und wann sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren würde.

Selbstbewusst forderte sie die Beförderung zur Ingenieurin. 1957 durchlief sie das interne Trainingsprogramm, das heute einem Master-Abschluss in Informatik entspricht. Danach gehörte sie zu einem Team, das am No 1 Electronic Switching System (No. 1 ESS) arbeitete, dem ersten groß angelegten elektronischen Vermittlungssystem in Telekommunikationsnetzen. Erna Schneider Hoover verfasste dafür und für das Betriebssystem die Spezifikationen.

Bell Labs erforschte seit den 1950ern elektronische Vermittlungssysteme und die Idee der Stored Program Control (SPC), im Kern also Telefonvermittlungsanlagen, deren Steuerung durch ein gespeichertes Computerprogramm erfolgt. Statt elektromechanische Schalter und Relais zu verwenden, übernimmt ein Computer die Entscheidung, wie Telefongespräche verbunden, überwacht und beendet werden. Das erste SPC-System wurde 1963 bei einem privaten Kunden in Betrieb genommen, ein früher Praxiseinsatz und Test für das Konzept.

Zwei Jahre später, 1965, wurde dann das SPC-System mit dem No. 1 ESS in einer Vermittlungsstelle in Succasunna, New Jersey, in Betrieb genommen – es war das erste große öffentliche Telefonsystem, das SPC-Technologie nutzte. Und so etwas funktioniert in den seltensten Fällen direkt reibungslos.

Das Problem bestand darin, dass eine Vermittlungsstelle und damit auch das System, das Kern dieser Anlage ist, nur über begrenzte Ressourcen verfügt, aber eine Vielzahl von Aufgaben hat. Neue Anrufe müssen angenommen und Verbindungen müssen hergestellt werden, sonst kommt kein Telefonat zustande.

Daneben muss jedoch die hergestellte Verbindung überwacht werden, damit ein Telefonat auch beendet werden kann. Und nebenher müssen noch Gebühren erfasst, Statistiken mit Updates versehen und allerlei Verwaltungsaufgaben erledigt werden – allesamt Anfragen, die an so ein System herangetragen werden.

Wenn nun zum Beispiel, ausgelöst durch irgendein Ereignis, plötzlich sehr viele Anfragen auf das System treffen, bekommt es immer mehr Arbeit und wird dadurch langsamer, bis es praktisch blockiert. Und die Queues mit den Anfragen werden weiter gefüllt.

Das Blockieren des Systems ist deshalb ein Problem, weil es bedeutet, dass ein auf 1.000 vermittelte Gespräche pro Minute ausgelegtes System bei Überlastung eben nicht mehr 1.000 Vermittlungen pro Minute bereitstellt und die darüber hinausgehenden Verbindungsanfragen in einen Fehler laufen, sondern dass im blockierten Fall gar keine Vermittlungen mehr möglich sind.

Erna Schneider Hoover löst das Problem – noch auf der Entbindungsstation

Nachdem sie ihre zweite Tochter zur Welt gebracht hatte, begann Hoover noch auf der Entbindungsstation des Krankenhauses ihre Idee zu skizzieren, die sie auch zu Hause weiterverfolgte: Sie entwickelte ein Programm, das die Häufigkeit eingehender Anrufe überwachte und die Annahmerate automatisch anpasste.

Dadurch konnten Anfragen, die die Kapazitäten des Systems übersteigen würden, abgelehnt werden. Die Zuverlässigkeit des Dienstes während Spitzenzeiten wurde verbessert: Zwar können so nicht alle Verbindungswünsche erfüllt werden, aber im Rahmen der Systemkapazitäten bleiben die gewohnt verfügbaren Vermittlungen auch weiterhin möglich.

Bei Hoovers Arbeitgeber erkannte man die Tragweite ihrer Idee sofort. Anwälte von Bell suchten sie damals zu Hause auf, weil sie sich nach der Geburt noch im Mutterschaftsurlaub befand, der Antrag auf ein Patent für diese Idee aber schnellstmöglich gestellt werden musste.

Am 23. November 1971 wurde Erna Schneider Hoover das Patent mit der US Patent Nr. 3.623.007 und dem Titel Feedback control monitor for stored program data processing system (Deutsch: Überwachungs- und Rückkopplungssteuerung für ein speicherprogrammgesteuertes Datenverarbeitungssystem) erteilt – als eines der ersten Softwarepatente überhaupt.

Dass die Idee aus heutiger Sicht fast schon banal klingt, zeigt, wie wegweisend sie war: Heute basieren alle SPC-Systeme auf Hoovers Entwürfen und werden in zahlreichen Anwendungen von Mobilfunkdiensten bis zum Internet genutzt.

14 insgesamt erteilte US-Patente referenzieren Hoovers Patent direkt. Jahrzehnte später geprägte Begriffe, die Hoovers Prinzip beschreiben, sind in der Softwareentwicklung von Diensten allgegenwärtig, wie beispielsweise Load Shedding, Priorisierung, Traffic Control oder Adaptive Resource Management.

1978 wurde Hoover zur ersten Frau, die bei Bell eine technische Abteilung leitete.

Lange Zeit vergessen

Erna Schneider Hoovers bahnbrechende Arbeit geriet jedoch im Lauf der Jahre in Vergessenheit. Im Gegensatz zu männlichen Kollegen, denen wichtige Erfindungen gelangen, wurde sie lange auf der Webseite von Bell nicht erwähnt. Dabei arbeiteten sie und ihr Teams später an hochkomplexen Anwendungen wie unter anderem an dem Raketenabwehrsystem Safeguard, für dessen Forschungsradar Steuerungssoftware-Programme erstellt werden mussten.

Viele Jahre später beschrieb sie die damaligen Grenzen für Frauen so: "Als ich eingestellt wurde, befand sich die gläserne Decke (glass ceiling, ein heute oft gebrauchtes Synonym für die unsichtbaren Barrieren, die Frauen am Karrieremachen hindern) ungefähr zwischen dem Erdgeschoss und dem Keller."

2008: Aufnahme in die National Inventors Hall of Fame

1987 ging Erna Hoover in Rente. Erst im Mai 2008 wurde die damals 82-Jährige in die National Inventors Hall of Fame aufgenommen.

"Meiner Meinung nach war es einfach eine Sache der Vernunft", schilderte sie anlässlich dieser Ehrung ihre damaligen Überlegungen: "Ich entwickelte das Steuerungsprogramm für Situationen mit hohem Anrufaufkommen, damit das System weiterarbeiten konnte, ohne abzustürzen."

Im Grunde, fügte sie hinzu, sollte verhindert werden, "dass die Maschine sozusagen die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und komplett durchdreht." Nein, sie denke nicht jedes Mal, wenn sie telefoniere, an ihre Erfindung, sagte sie damals. Und berichtete, dass ihr (mittlerweile verstorbener) Mann Charlie sich als TOTT (too old to text) bezeichne, sie selbst dagegen das SMS-Schreiben gut beherrsche, nachdem sie es von einem Bekannten gelernt habe.

Erna Hoovers 100. Geburtstag ist definitiv ein Event, das nicht zu gering priorisiert werden sollte.

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  • 20. Juni 2026 um 07:30

Störungsmeldung vom 19.06.2026 07:32

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider 1&1

Details

Beginn
19.06.2026 07:32
Region
Sundern Sauerland (02933)
Provider
1&1
Zugangsart
ADSL

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  • 19. Juni 2026 um 07:32

Anonymisierendes Linux: Tails 7.9 pflegt Kernkomponenten

Von Heise
Desktop von Tails 7.9 auf Notebook (Montage)

(Bild: heise medien / Montage)

In der Version 7.9 der anonymisierenden Linux-Distribution Tails betreiben die Entwickler nur leichte Software-Pflege.

Das anonymisierende Linux Tails ist in Version 7.9 erschienen. Die Entwickler haben keine großen neuen Funktionen gebaut, sondern bringen die wichtigsten Kernkomponenten auf den aktuellen Stand.

Die Versionsankündigung zu Tails 7.9 [1] ist daher auch sehr kurz und knapp. Der zentrale Tor-Browser zum Surfen im Netz ist nun auf Stand 15.0.16 dabei. Außerdem haben die Entwickler einige Firmware-Pakete aktualisiert, was die Unterstützung neuerer Hardware wie Grafikkarten oder WLAN-Module verbessert. Ein Problem mit der Vorversion konnten die Programmierer zudem lösen: In manchen Fällen kam es zu Warnungen vor ausgelaufenen Secure-Boot-Zertifikaten, obwohl die Zertifikate bereits aktualisiert sind.

Herunterladen der Images

Die Linux-Distribution für die Hosentasche steht wie üblich als Abbild zum Schreiben auf USB-Sticks [2] und als ISO-Image für das Brennen auf DVDs [3] oder zum Nutzen in virtuellen Maschinen zum Herunterladen bereit.

Tails ist eine schlanke Linux-Distribution, die sich etwa auf einen startbaren USB-Stick verfrachten lässt. Damit wiederum können Rechner in fremden Umgebungen gestartet werden, sodass die Maschinen sich nutzen lassen, ohne dass etwa installierte Spyware im sonst aktiven Betriebssystem mitliest. Durch die Nutzung des Tor-Netzes lassen sich zudem Zensurmaßnahmen umgehen, ohne dabei sichtbare Spuren zu hinterlassen.

Vor etwa zwei Wochen hatten die Tails-Maintainer die Version 7.8.1 [4] herausgegeben. Das war als ungeplantes Notfall-Update nötig, um Schwachstellen auszubessern, die Angriffe gegen die Anonymisierung ermöglicht hätten. Insbesondere haben die Entwickler eigenen Angaben zufolge damit eine Linux-Kernel-Sicherheitslücke der „Fragnesia“-Klasse und eine Sicherheitslücke im Tor-Client geschlossen. Bösartige Akteure hätten darin die Prüfung auf „ZIP-Bomben“ umgehen oder auf Speicherbereiche außerhalb der vorgesehenen Grenzen zugreifen können.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11338456

Links in diesem Artikel:

  1. https://tails.net/news/version_7.9/
  2. https://tails.net/install/download/index.en.html
  3. https://tails.net/install/download-iso/index.en.html
  4. https://www.heise.de/news/Anonymisierendes-Linux-Tails-7-8-1-stopft-Sicherheitslecks-11319254.html
  5. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  6. mailto:dmk@heise.de

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  • 19. Juni 2026 um 12:28

Cisco ISE: Kritische Sicherheitslücke trotz benötigter Adminrechte

Von Heise
Update-Schriftzug

(Bild: heise online)

Es sind wichtige Sicherheitsupdates für unter anderem Cisco Identity Services Engine (ISE) erschienen. Netzwerkadmins sollten zeitnah tätig werden.

Netzwerkadmins mit Cisco-Produkten sollten zeitnah die jüngst veröffentlichten Sicherheitsupdates für Identity Services Engine (ISE), ISE Passive Identity Connector (ISE-PIC), Webex App, Umbrella Virtual Appliance und Crosswork Network Controller installieren. Andernfalls können Angreifer unter bestimmten Bedingungen Schadcode ausführen und Systeme kompromittieren.

Bislang gibt es seitens des Netzwerkausrüsters keine Hinweise auf laufende Attacken.

Mehrere Softwareschwachstellen

Am gefährlichsten gilt eine Sicherheitslücke (CVE-2026-20181) in ISE und ISE-PIC. Trotz der Voraussetzung, dass Angreifer über Adminrechte verfügen müssen, ist die Schwachstelle als „kritisch“ eingestuft. Ist das gegeben, können sie mit präparierten HTTP-Anfragen Attacken einleiten und sich im Anschluss zum Rootnutzer hochstufen. Im Anschluss kann unter anderem Schadcode auf Systeme gelangen.

Durch das erfolgreiche Ausnutzen der zweiten Lücke in diesen Produkten (CVE-2026-20190 „hoch“) können Angreifer eigentlich abgeschottete Daten einsehen. Die Entwickler geben an, die Sicherheitsprobleme in den Ausgaben 3.3 Patch 11, 3.4 Patch 6, 3.5 Patch 3 und 3.5 Patch 4 (Aug 2026) gelöst zu haben. Für Ausgaben vor 3.3 gibt es keine Sicherheitsupdates mehr; hier ist ein Upgrade auf eine noch unterstützte Version nötig.

Über die Webex-App-Lücke (CVE-2026-20178 „mittel“) können Angreifer ohne Authentifizierung Opfer auf eine von ihnen kontrollierte Website leiten. Die Schwachstelle (CVE-2026-20246 „mittel“) in Umbrella Virtual Appliance verschafft Angreifern höhere Rechte. Crosswork Network Controller ist für Schadcode-Befehle (CVE-2026-20220 „mittel“) anfällig.

Weiterführende Informationen zu den Lücken und reparierten Versionen finden Admins in den offiziellen Warnmeldungen:


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11338116

Links in diesem Artikel:

  1. https://sec.cloudapps.cisco.com/security/center/content/CiscoSecurityAdvisory/cisco-sa-ise-multi-G5WP8vv
  2. https://sec.cloudapps.cisco.com/security/center/content/CiscoSecurityAdvisory/cisco-sa-webex-app-redirect-KOyxhffH
  3. https://sec.cloudapps.cisco.com/security/center/content/CiscoSecurityAdvisory/cisco-sa-umbrella-priv-esc-F4wJB7AU
  4. https://sec.cloudapps.cisco.com/security/center/content/CiscoSecurityAdvisory/cisco-sa-cnc-inj-QNMeEmxk
  5. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  6. mailto:des@heise.de

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  • 19. Juni 2026 um 12:06

F5 patcht außerplanmäßig kritische Nginx-Sicherheitslücken

Von Heise

(Bild: JLStock/Shutterstock.com)

Hersteller F5 bessert außer der Reihe in Nginx vier Schwachstellen aus, von denen zwei als kritisches Risiko gelten.

Hersteller F5 warnt vor Sicherheitslücken in Nginx und stellt ungeplante Aktualisierungen für die Software bereit. Die Schwachstellen betreffen das ngx_http_v3_module, ngx_http_proxy_v2_module und ngx_http_grpc_module sowie Nginx Gateway Fabric.

In einer Übersicht listet F5 [1] die Sicherheitslecks auf. Wenn Nginx so konfiguriert ist, das HTTP/3-QUIC-Modul zu nutzen, können nicht authentifizierte Angreifer aus dem Netz mit sorgsam präparierten Paketen eine Use-after-free-Situation provozieren, was normalerweise zum Neustart führt. In Umgebungen, die Adress Space Layout Randomization (ASLR) deaktiviert haben oder wo sie es umgehen können, ist damit Codeschmuggel möglich (CVE-2026-42530, CVSS4 9.2, Risiko „kritisch“). Die Sicherheitsmitteilung listet [2] als betroffene Versionen Nginx Open Source 1.31.0 bis 1.31.1 auf; 1.31.2 enthält einen Fix; Nginx Instant Manager 2.17.0-2.22.0 sind betroffen (kein Fix), Gateway Fabric bekommt nur in Version 2 die Korrektur in 2.6.4; Nginx Ingress Controller ist verwundbar in allen Zweigen von 3.x bis 5.x und erhält keine Fehlerkorrektur. Ansonsten helfe das Deaktivieren von HTTP/3 durch Entfernen von „quic“ aus allen „listen“-Richtlinien.

In Nginx Plus und Open Source können nicht authentifizierte Angreifer aus dem Netz durch Senden manipulierter Anfragen einen Heap-basierten Pufferüberlauf auslösen. Auf Systemen ohne ASLR lässt sich dadurch Schadcode einschleusen und ausführen (CVE-2026-42055, CVSS4 9.2, Risiko „kritisch“). F5 listet Nginx Plus, Open Source, Instance Manager, F5 WAF for Nginx, Nginx App Protect WAF, F5 DoS for Nginx, Nginx App Protect DoS, Nginx Gateway Fabric und Nginx Ingress Controller in diversen Versionen als verwundbar auf. Admins finden in der Mitteilung die konkret gefixten [3] Fassungen.

Weitere hochriskante Sicherheitslücken

Zwei Sicherheitslücken betreffen insbesondere Nginx Gateway Fabric. Authentifizierte Angreifer können dadurch unter Umständen Nginx-http-context-Richtlinien einschleusen oder Server bösartig blockieren [4] (CVE-2026-11311, CVSS4 8.6, Risiko „hoch“). Außerdem können bösartige Akteure unter Umständen Custom Resource Definitions (CRD) für NginxProxy missbrauchen [5] und damit Konfigurationsrichtlinien einschleusen (CVE-2026-50107, CVSS4 8.6, Risiko „hoch“). Beides bessert F5 in Gateway Fabric 2.6.4 aus.

Keine der Lücken scheint bisher in freier Wildbahn angegriffen zu werden. Admins sollten dennoch nicht zögern, die Updates anzuwenden.

Erst vor drei Wochen hat F5 Denial-of-Service- und Schadcode-Lücken in Nginx [6]-Webservern geschlossen.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11338310

Links in diesem Artikel:

  1. https://my.f5.com/manage/s/article/K000161614
  2. https://my.f5.com/manage/s/article/K000161616
  3. https://my.f5.com/manage/s/article/K000161584
  4. https://my.f5.com/manage/s/article/K000161611
  5. https://my.f5.com/manage/s/article/K000161785
  6. https://www.heise.de/news/DoS-und-Schadcode-Attacken-auf-NGINX-Webserver-vorstellbar-11306588.html
  7. https://pro.heise.de/security/?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
  8. mailto:dmk@heise.de

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  • 19. Juni 2026 um 11:53

Störungsmeldung vom 19.06.2026 16:00

Von heise online

Neue Störungsmeldung für Provider T-Online

Details

Beginn
19.06.2026 16:00
Region
Braunschweig (0531)
Provider
T-Online
Zugangsart
VDSL

Alle Details zur Störungsmeldung ansehen Eigene Internetstörung melden

  • 19. Juni 2026 um 16:00

AMD und Intel spezifizieren KI-Befehlssatz „ACE“ für x86-Prozessorkerne

Von Heise

CPU-Kerne künftiger x86-Prozessoren von AMD und Intel haben zusätzliche Rechenwerke unter anderem für Matrix-Multiplikationen, die AI Compute Extensions (ACE).

Seit Herbst 2024 kooperieren AMD und Intel in der x86 Ecosystem Advisory Group [1], auch um sich gegen Konkurrenten wie ARM und RISC-V zu stärken. Nun ist die gemeinsam erarbeitete Spezifikation für neue x86-Prozessorbefehle erschienen, die die Verarbeitung von KI-Algorithmen beschleunigen sollen: Die AI Compute Extensions, kurz „ACE“.

Bei ACE geht es vor allem um Matrix-Multiplikationen mit KI-Datenformaten für das Inferencing mit quantisierten Gewichten.

Konkurrent ARM hat bereits Scalable Matrix Extensions (SME2) [2] spezifiziert, die auf die Scalable Vector Extensions (SVE2) [3] aufbauen. SME-Rechenwerke lassen sich auf unterschiedliche Art in ARM-SoCs integieren. Apple baut SME2 seit dem M4 ein, Qualcomm ab dem Snapdragon X2.

Eng mit AVX verknüpft

Die AI Compute Extensions (ACE) Specification steht in Version 1.15 auf der Website der x86 Ecosystem Advisory Group [4] zum Download bereit. Die Spezifikation beschreibt nur die Befehle, nicht die konkrete Implementierung.

Kommende ACE-Rechenwerke sind eng mit den Advanced Vector Extensions (AVX) gekoppelt und nutzen beispielsweise dieselben Register. Konkret nennt die Spezifikation AVX10 [5]. Sie erwähnt zudem die bisher nur von Intel in aktuellen Xeon-Serverprozessoren eingebauten Advanced Matrix Extensions (AMX) [6].

Prozessoren mit ACE-v1-Rechenwerken müssen auch einen bestimmten Teil des Befehlsumfangs von AVX10.2 [7] beherrschen.

Viele KI-Datenformate

ACE v1 beschreibt 11 Datenformate, einige in unterschiedlichen Darstellungen. Mit Daten in diesen Formaten müssen ACE-Rechenwerke nicht nur rechnen können, sondern die Spezifikation legt auch eine Fülle von Formatumwandlungen fest.

Datenformate der AI Compute Extensions ACE v1
Format Beschreibung
INT8 Ganze Zahlen mit 8 Bit (Integer)
INT32 Ganze Zahlen mit 32 Bit
FP32 Gleitkommazahlen mit 32 Bit laut IEE-754 (SE8M32)
FP16 SE5M10
BF16 SE8M7
E8M0 8-Bit-Zahl mit vorzeichenlosem Exponent
FP8 nach OCP-Spezifikation (OFP8): E4M3 oder E5M2
MX FP8 Microscaling-Formate (MX) SE5M2 oder SE4M3
MX FP6 SE3M2 oder SE2M3
MX FP4 SE2M1
MX INT8 Bruchformat

NPU-Konkurrenz

Seit 2023 sind x86-Prozessoren mit zusätzlich eingebauter Neural Processing Unit (NPU) im Handel. Die verarbeiten bestimmte Datenformate besonders schnell und effizient, sind aber wenig flexibel und belegen relativ viel Chip-Fläche.

Microsoft macht seit 2024 eine NPU mit einer Leistung von mindestens 40 Billionen INT8-Operationen pro Sekunde (40 Tops) zur Voraussetzung für das Marketing-Label Copilot+. Mittlerweile weicht Microsoft diese Vorgabe auf [8] und ermöglicht auch GPUs. Mit kommenden ACE-tauglichen Prozessoren dürften weitere Änderungen nötig werden.

Nach bisherigen Informationen dürften ACE-v1-kompatible x86-Prozessoren frühestens 2028 erscheinen. Denn bisher haben weder AMD für Zen 6 noch Intel für Nova Lake ACE erwähnt. AMD nennt erst für Zen 7 eine neue „Matrix Engine“, vermutlich ACE-kompatibel.

Hören Sie dazu auch:


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11338878

Links in diesem Artikel:

  1. https://www.heise.de/news/AMD-und-Intel-verbuenden-sich-gegen-ARM-9982449.html
  2. https://www.heise.de/news/Lumex-statt-Cortex-ARMs-neue-Kerne-fuer-Smartphones-und-Tablets-10637750.html
  3. https://www.heise.de/news/ARMv9-Neue-Basis-fuer-die-naechsten-Milliarden-Smartphone-Prozessoren-6002997.html
  4. https://x86ecosystem.org/resource/ai-compute-extensions-ace-specification/
  5. https://www.heise.de/news/Intel-APX-Effizienter-und-schneller-mit-neuer-x86-Befehlssatzerweiterung-AVX10-9225901.html
  6. https://www.heise.de/news/Intel-AMX-Erste-Informationen-zur-Advanced-Matrix-Extensions-Architecture-4797415.html
  7. https://www.intel.com/content/www/us/en/content-details/828965/intel-advanced-vector-extensions-10-2-intel-avx10-2-architecture-specification.html
  8. https://www.heise.de/news/Microsoft-Marketing-fuer-Copilot-und-KI-NPU-bekommt-Risse-auch-GPU-moeglich-11335858.html
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macOS 27 Update: iPhone-Synchronisierung wird deutlich leistungsfähiger

Von Heise
In macOS 27 können iPhone-Apps auch in einem anderen Seitenverhältnis angezeigt werden.

In macOS 27 können iPhone-Apps auch in einem anderen Seitenverhältnis angezeigt werden.

(Bild: Apple)

Mit macOS 27 erhält das iPhone Mirroring wichtige Neuerungen: App-Fenster lassen sich in der Größe anpassen, das Kontrollzentrum ist nun direkt nutzbar.

Während EU-Bürger weiterhin in die Röhre schauen, bringt Apple mit macOS [1] 27 das erste große Update für die iPhone-Synchronisierung (iPhone Mirroring) heraus, wie Apple auf der WWDC26 ankündigte [2]. App-Fenster können künftig flexibel in der Größe verändert werden, es gibt erstmals Zugriff auf das Kontrollzentrum des Smartphones und es lassen sich auch geschützte Inhalte vom iPhone wiedergeben. Darüber hinaus führt Apple ein verändertes App-Icon ein.

Bislang richtete sich die Darstellung von iPhone-Apps auf dem Mac per iPhone Mirroring strikt an das Seitenverhältnis des Smartphones. In macOS 26 Tahoe ist lediglich eine Verkleinerung oder Vergrößerung der Darstellung auf dem Mac-Bildschirm möglich. Mit macOS 27 Golden Gate können Nutzer Fenster nun breiter oder höher ziehen. Neben der verbesserten iPhone-Synchronisierung bringt macOS 27 laut Apple auch erhebliche Performance-Verbesserungen [3] für Mac und iPhone mit sich.

Viele iOS-Apps sind gut vorbereitet

Die meisten Apps dürften hierfür bereits vorbereitet sein, da Entwickler mit den Size Classes üblicherweise entsprechende Vorkehrungen für verschiedene iPhone-Größen und das iPad treffen. Apple hat dafür in iOS 27 auch weitere eigene Apps mit Querformat-Ansichten [4] ausgestattet. Laut Apple wird es aber nötig sein, dass die Apps mit dem neuen SDK von iOS 27 kompiliert werden – es ist also ein Update vorzunehmen. Branchenbeobachter sehen in dieser neuen Funktion auch einen Hinweis darauf, dass Apple für den Herbst ein faltbares iPhone [5] plant, das ebenfalls von dieser Flexibilisierung der Anzeige profitieren würde.

Zwei weitere Neuigkeiten räumen mit bisherigen Unzulänglichkeiten der Fernsteuerung auf. Das Kontrollzentrum zum Einstellen verschiedener Gerätefunktionen soll jetzt erstmals auch im Mirroring aufrufbar sein. Nutzer können es in macOS 27 per Menüleiste aufrufen oder mit der Tastenkombination Command+4.

Auch weiterhin nicht in der EU

Videoinhalte mit digitalem Rechtemanagement (DRM) sind jetzt auch auf dem Mac darstellbar, wenn sie auf dem iPhone abgespielt werden. Bislang führte das zu einem schwarzen Bildschirm. DRM-Inhalte gibt es an vielen Stellen, etwa in Streamingdiensten oder bei geliehenen Filmen.

Wegen der Interoperabilitätsanforderungen der EU-Kommission hat Apple bislang darauf verzichtet, iPhone Mirroring in der Europäischen Union einzuführen. Das im Jahr 2024 in iOS 18 und macOS Sequoia eingeführte Feature ist tief in das Betriebssystem verankert. Wie bei anderen Funktionen dürfte Apple aus erklärter Sorge um die Sicherheit der Nutzer davon abgesehen haben, Mitbewerbern ähnlich weitreichenden Zugriff zu erlauben. Offiziell spricht das Unternehmen von „regulatorischen Unsicherheiten“ aufgrund des Digital Markets Act (DMA). Ähnlich verfährt Apple bei Siri AI, das in der EU ebenfalls nicht verfügbar [6] sein wird.


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  1. https://www.heise.de/thema/macOS
  2. https://www.apple.com/newsroom/2026/06/apple-unveils-next-generation-of-apple-intelligence-siri-ai-and-more/
  3. https://www.heise.de/news/Neue-Betriebssysteme-Apple-verspricht-erhebliche-Beschleunigung-11326339.html
  4. https://www.heise.de/news/iOS-27-Apple-spendiert-weiteren-Apps-Querformat-Ansichten-fuers-Foldable-11333275.html
  5. https://www.heise.de/news/iOS-27-Hinweise-auf-Anpassungen-fuer-Apples-erstes-Foldable-11322579.html
  6. https://www.heise.de/news/Wegen-DMA-Wettbewerbsregeln-Keine-KI-Siri-fuer-EU-iPhones-11322380.html
  7. https://www.heise.de/mac-and-i
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