(Bild: PCK Raffinerie GmbH)
Kasachisches Öl deckt 20–30 Prozent des Bedarfs der Raffinerie Schwedt. Ab Mai könnte es fehlen – mit Folgen für Kerosin, Benzin und Diesel.
Sind bei der PCK-Ölraffinerie in Schwedt die Sorgen über Sanktionen vom Tisch, kündigt sich Ungemach bei der Anlieferung von Öl aus Kasachstan über die Druschba-Pipeline an. Wegen technischer Probleme könnten die Lieferungen ab Mai gestoppt werden.
Das bestätigte Kasachstans Energieminister Jerlan Akkenschenow laut dem kasachischen Nachrichtenportal [1] Ulysmedia.kz am 22. April:
"Von russischer Seite liegen zwar noch keine offiziellen Stellungnahmen vor, aber inoffiziellen Quellen zufolge stimmt dies. Im Mai haben wir über die Atyrau-Samara-Pipeline zur Druschba-Pipeline und weiter zur Raffinerie in Schwedt keinen Transit mehr."
Als Grund dafür habe die russische Seite fehlende technische Kapazitäten angeführt, ohne dies konkreter auszuführen. "Höchstwahrscheinlich liegt es an den jüngsten Angriffen auf die russische Infrastruktur. Davon gehe ich aus", konstatierte Akkenschenow.
Der Transitstopp gelte derzeit nur für Mai. Zugleich habe die russische Seite für die nächsten drei Monate keine Transitmengen mehr vorgesehen, erklärte Akkenschenow und versicherte: Doch "sobald die Frage der technischen Machbarkeit geklärt ist, wird der Transit von kasachischem Öl wieder aufgenommen."
Die Ölexporte Kasachstans sollen zu anderen Bestimmungsorten, darunter zur Pipeline vom Kaspischen-Pipeline-Konsortium, wie gewohnt fortgesetzt werden.
Von einem Gesamtexportvolumen von 80 Millionen Tonnen war Akkenschenows Angaben nach geplant, in diesem Jahr rund drei Millionen Tonnen (rund 3,75 Prozent) über die Druschba-Pipeline zu transportieren.
Im vergangenen Jahr habe Kasachstan 2,1 Millionen Tonnen Öl über diese Route exportiert. Das Problem könnte für die Raffinerie in Schwedt gravierender sein als für Kasachstan selbst.
Kasachisches Öl decke etwa 20 bis 30 Prozent des Bedarfs der Raffinerie in Schwedt, erklärte der Energieminister und ergänzte, dass die Ölproduktion nicht sinken soll, da die Lieferungen lediglich über alternative Routen umgeleitet würden.
Die Ölraffinerie PCK in Schwedt verarbeitet seit 2023 kein russisches Öl mehr. Sie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft. Rosneft Deutschland steht unter der Treuhandschaft der deutschen Bundesnetzagentur, was die jüngste unbefristete Verlängerung der Sanktionsausnahme durch die USA ermöglichte.
Am 21. April hatte Reuters unter Berufung auf Quellen berichtet, dass Russland den Öltransit von Kasachstan nach Deutschland [2] durch sein Territorium ab dem 1. Mai vorübergehend aussetzen werde.
Hierzu bestätigte die Brandenburger Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) gegenüber dem rbb, dass die Landesregierung im "engen Austausch" mit der PCK [3] sei. Der Betreiber prüfe alternative Versorgungswege.
Die uckermärkische Landrätin Karina Dörk von der CDU äußerte sich indes besorgt: "Für die PCK, aber insbesondere für die Versorgungssicherheit wäre das ein riesiges Problem". Rund 80 Prozent der Kerosinversorgung am Hauptstadtflughafen BER werde durch die PCK abgesichert. Außerdem beziehe Polen Benzin und Diesel von der PCK.
Sie bestätigte wie Energieminister Akkenschenow, dass gut 20 Prozent des in der PCK verarbeiteten Rohöls aus Kasachstan kämen, was eine hohe Auslastung ermögliche.
Bei einem Lieferstopp könnten nur noch rund 60 Prozent der Verarbeitungskapazität genutzt werden. Sie hoffe auf erfolgreiche Gespräche, um einen Lieferstopp noch abzuwenden.
In Russland fordert Sergej Mironow, Vorsitzender der Partei "Gerechtes Russland" und Fraktionsvorsitzender in der Duma, eine härtere Gangart gegen die EU und Nato und schlug ein Verbot des Exports von angereichertem Uran, Titan, Palladium und Nickel in EU- und Nato-Staaten vor.
Ebenso fordert Mironow eine Verdopplung der Transitgebühren für Öl aus Kasachstan in die EU. Schließlich will Russland am europäischen Importbedarf kräftig mitverdienen.
Der ukrainische Pipelinebetreiber Ukrtransnafta informierte unterdessen Ungarns MOL-Gruppe, dass die Rohöllieferungen aus Belarus über die Druschba-Pipeline heute Mittag in der Ukraine begonnen hätten. Spätestens morgen könnten sie in Ungarn und der Slowakei [4] eintreffen.
Update: Zum bevorstehenden Transitstopp des nördlichen Leitungsstranges bestätigte Vizepremier Alexander Nowak gegenüber der russischen Nachrichtenagentur [5] Tass jetzt am Nachmittag: "Ab 1. Mai werden die Umfänge an kasachischem Öl, die zuvor über die Druschba-Pipeline nach Deutschland transportiert wurden, auf andere freie Logistikrouten umgeleitet. Dies ist mit den heutigen technischen Möglichkeiten verbunden“. Das russische Energieministerium und der russische Pipeline-Betreiber Transneft arbeiteten daran.
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Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg bestätigt Beitragspflicht trotz Kritik an der Programmvielfalt. Die Frage nach wirksamer Kontrolle ist nicht geklärt.
Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat sieben Klagen gegen den Rundfunkbeitrag zurückgewiesen. Die Kläger hatten dem Südwestrundfunk vorgeworfen, durch einseitige Berichterstattung seinen verfassungsrechtlichen Auftrag zu verfehlen. Das Gericht sah die Vorwürfe jedoch nicht als ausreichend belegt an.
Das wirft auch ein Licht auf die oftmals als revolutionär eingestufte Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom Herbst 2025, die den rechtlichen Rahmen zwischen Programmauftrag, Rundfunkbeitrag und der gerichtlichen Kontrolle verschob [1].
Die aktuellen Urteile vom 14. und 15. April 2026 [2] des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Baden-Württemberg betreffen Fälle, in denen Beitragszahler die Rechtmäßigkeit der Rundfunkbeitragspflicht grundsätzlich infrage stellten. Sie argumentierten, der öffentlich-rechtliche Rundfunk bevorzuge einseitig "linke" Parteien und "progressive" Positionen, etwa in der Berichterstattung zur Corona-Pandemie, zum Ukraine-Krieg oder zu Donald Trump.
Details zu den Positionen der Kläger vor dem VGH Baden-Württemberg werden von Legal Tribune Online [3] so wiedergegeben:
"Die Beiträge des ÖRR seien zudem teils falsch und würden die größte Opposition im Bundestag, die AfD, nicht angemessen berücksichtigen, hatte einer der Kläger gesagt. Ein weiterer hatte die Verletzung christlicher Grundwerte angeprangert, die durch Sex und Crime im ÖRR in den Schmutz gezogen würden. Auch werde der Islam hofiert, während das Christentum ins Lächerliche gezogen werde."
Der VGH Mannheim kam demgegenüber zu dem Ergebnis, dass "evidente und regelmäßige Defizite hinsichtlich der gegenständlichen Vielfalt und Ausgewogenheit des Gesamtprogramms" nicht feststellbar seien.
Der Rundfunk decke durch umfangreiche Angebote in Fernsehen, Hörfunk und Mediathek die Bereiche Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung "jeweils in ihrer vollen Breite ab".
Die von den Klägern gerügten Defizite bei der politischen Meinungsbildung rechtfertigten für sich genommen keine abweichende Einschätzung, so das Gericht.
Es verwies auf die Verantwortung der Aufsichtsgremien der Rundfunkanstalten, die "am besten geeignet" seien, die meinungsmäßige Vielfalt und Ausgewogenheit des Gesamtprogramms zu gewährleisten. Zudem sei es Aufgabe des Gesetzgebers, die Frage der Meinungsvielfalt regelmäßig zu evaluieren.
Auch die Rüge der Kläger, der Rundfunk verschwende systematisch Geld und verletze die Grundsätze sparsamer Haushaltsführung, wies das Gericht ab. Diese Frage sei der Kontrolle der Verwaltungsgerichte im Rundfunkbeitragsverfahren entzogen.
Das Gericht folgte demnach der Linie des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) vom Oktober 2025. In einem entscheidenden Punkt stellte sich der VGH jedoch dagegen.
Dieses hatte in seinem Urteil vom 15. Oktober 2025 [4] festgelegt, dass Kläger gegen den Rundfunkbeitrag ein wissenschaftlichen Anforderungen genügendes Sachverständigengutachten vorlegen müssten, um die Beweisaufnahme des Gerichts auszulösen.
Der VGH folgte dieser Forderung ausdrücklich nicht. Er gab auf bemerkenswerte Weise einer realistischen Auffassung größeres Gewicht.
Ein solches Gutachten sei nämlich mit "ganz erheblichen Kosten verbunden", die Bürger sich nicht leisten könnten, stellte das Gericht fest.
Dies begegne "im Hinblick auf den grundgesetzlich garantierten Anspruch auf effektiven Rechtsschutz durchgreifenden Bedenken". Ein von der Rechtsordnung eröffneter Rechtsbehelf dürfe für den Bürger nicht ineffektiv ausgestaltet werden, und ein möglicher Erfolg dürfe nicht von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Rundfunkbeitragspflichtigen abhängig gemacht werden.
Dieser Widerspruch wirft die Frage auf, wie künftige Verfahren ablaufen werden.
Das Mannheimer Gericht ließ keine Revision zu. Die Kläger können jedoch innerhalb eines Monats nach Zustellung des Urteils eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichen. Ob sie diesen Weg gehen, ist derzeit unklar.
Das Bundesverwaltungsgericht hatte in seinem Grundsatzurteil vom Oktober 2025 klargestellt, dass die Erhebung des Rundfunkbeitrags erst dann verfassungsrechtlich problematisch wird, wenn das Gesamtprogrammangebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Anforderungen an Vielfalt und Ausgewogenheit "über einen längeren Zeitraum gröblich verfehlt".
Diese hohen Hürden zeigten sich bereits bei über 100 gescheiterten Klagen vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg [5]. Dort hatten sogenannte Beitragsblocker mit einem Formular aus dem Internet geklagt.
Das Gericht wies die Klagen ab, weil die pauschalen Vorwürfe nicht genügten, um eine vertiefte Beweisaufnahme zu rechtfertigen. Viele Kritikpunkte bezogen sich zudem auf Zeiträume, die nicht in den maßgeblichen Zwei-Jahres-Zeitraum der jeweiligen Beitragsbescheide fielen.
Kritisch gefragt wurde jedoch bereits an dieser Stelle, wie lebensnah die Festlegung auf einen Zwei-Jahres-Zeitraum ist und die Notwendigkeit, das gesamte Programmangebot zu betrachten, wenn politische Informationen und Berichterstattung zur Kritik stehen und nicht das Unterhaltungsangebot der öffentlich-rechtlichen Sender, die einen großen Teil ihres Angebots ausmachen?
Bereits im Juni 2024 hatte der ehemalige Bundesinnenminister (und mittlerweile verstorbene) liberale Politiker Gerhart Baum (FDP) auf einen Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. Mai 2024 [6] hingewiesen.
Darin hatte das Bundesverwaltungsgericht eine Revision – die zum maßgeblichen Urteil vom Oktober 2015 [7] führte – zugelassen, weil die Rechtssache "grundsätzliche Bedeutung" habe.
Behandelt wurde die grundsätzliche Frage, ob gegen die Beitragserhebung geltend gemacht werden könne, dass der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, ein der Vielfaltssicherung dienendes Programm anzubieten, strukturell verfehlt werde.
Gerhard Baum [8] sprach damals einen essentiellen Bereich der Kritik an den öffentlichen-rechtlichen Sender an:
"Schon die Vorinstanz hat Zweifel erkennen lassen, ob die Aufsicht über den öffentlichen Rundfunk, wie sie heute mit Aufsichtsgremien organisiert ist, ausreicht. Diese Zweifel sind jetzt durch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts deutlich gewachsen."
Mit dem Reformstaatsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der Ende 2025 in Kraft trat, wurde ein neuer Medienrat [9] geschaffen. Dieser soll als staatsferne Instanz künftig alle zwei Jahre einen Bericht über das Angebot von ARD, ZDF und Deutschlandradio erstellen.
Sechs Expertinnen und Experten gehören dem Gremium an, darunter die Journalistik-Professorin Annika Sehl, die Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann und der ehemalige Bundesverfassungsrichter Peter Müller.
Der Medienrat trat im Februar 2026 erstmals in Weimar zusammen. Seine Geschäftsstelle ist an der Bauhaus-Universität Weimar angesiedelt. Heike Raab, Koordinatorin der Rundfunkkommission und Staatssekretärin aus Rheinland-Pfalz, betonte: "Wir waren uns schnell einig, dass das staatsfern geschehen muss." Das dürfe nicht in den Staatskanzleien diskutiert werden.
Nathalie Wappler, Direktorin des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) und Mitglied des Medienrats, hob hervor, dass das Gremium nicht nur einzelne Rundfunkanstalten betrachte, sondern den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Gesamten.
Bis der Medienrat seine Arbeit vollständig aufnimmt und erste Berichte vorlegt, wird es jedoch noch dauern. Wie wirksam seine Erkenntnisse in der Praxis sein werden und ob sie tatsächlich zu Veränderungen führen, bleibt abzuwarten.
Die aktuellen Urteile zeigen: Die Frage nach der wirksamen Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist nicht abschließend geklärt. Der VGH Baden-Württemberg verweist auf die Aufsichtsgremien und den Gesetzgeber. Das Bundesverwaltungsgericht fordert hohe Nachweispflichten von Klägern.
Der neue Medienrat soll eine externe Perspektive einbringen – doch seine Wirksamkeit muss sich erst noch erweisen.
Für die Beitragszahler bleibt die Pflicht zur Zahlung bestehen. Der Rundfunkbeitrag von derzeit 18,36 Euro monatlich knüpft an die Wohnung an, nicht an Nutzungsverhalten oder politische Zufriedenheit. Wer die Zahlungspflicht mit Programmkritik zu Fall bringen will, steht vor extrem hohen rechtlichen Hürden – auch wenn das Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich einen Weg dafür geöffnet hat.
Die Bestandsaufnahme des Medienfachmanns der FAZ, Michael Hanfeld [10], zur Situation der Kläger fällt hart und deutlich aus:
"Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg zeigt, was die vermeintlich revolutionäre Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in der Praxis für Bürger, die gegen den Rundfunkbeitrag vor Gericht gehen, wert ist: nichts."
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Der Krieg wird zunehmend mit Drohnen geführt, mit brutalen Folgen für die Menschen
(Bild: seeasign/Shutterstock.com)
Neue Angriffe tief im Hinterland in Russland und der Ukraine. An der Front dominiert ein zermürbender Drohnenkrieg, während sich die Linien kaum verschieben.
In der Nacht zum Montag griffen sich Russland und die Ukraine erneut weit im Inland des jeweiligen Kriegsgegners an. Ein ukrainischer Drohnenangriff löste im russischen Schwarzmeerhafen Tuapse einen Brand aus und forderte mindestens ein Todesopfer. Russland wiederum führte Angriffe auf Ziele in der Region Kiew sowie auf Eisenbahninfrastruktur in der Stadt Charkiw durch [1].
Ähnliche Angriffe hatte es bereits vier Tage zuvor gegeben. Dabei traf die Ukraine ein Öllager in Tuapse, während herabfallende Trümmerteile auf Wohnhäuser den Tod zweier Kinder verursachten. Russland seinerseits griff [2] in mehreren Wellen die Ukraine an und setzte dabei mehr als 700 Drohnen und Raketen ein, wobei mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen sein sollen.
Unterdessen ist die Lage an der Frontlinie weitgehend festgefahren. Entlang der rund 1.200 Kilometer langen Front verschiebt sich das Geschehen täglich nur um wenige hundert Meter bis maximal einige Kilometer. Das Kampfgeschehen ist geprägt von einem ständigen Hin und Her kleinerer Vorstöße, die jedoch meist durch massiven Drohneneinsatz der jeweils anderen Seite abgefangen werden.
So hat sich über die gesamte Front hinweg eine Art Pattsituation entwickelt. Zwischen den gegnerischen Linien erstreckt sich eine Art "Grauzone" von etwa 20 bis 50 Kilometern, in der Bewegungen kaum möglich sind.
Der erhebliche Einsatz von Drohnen gilt als zentraler Grund für diese Entwicklung. Er macht es Soldaten nahezu unmöglich, sich unentdeckt zu bewegen oder zurückzuziehen. Jede Bewegung wird erkannt und das menschliche Ziel entsprechend bekämpft.
Der österreichische Historiker und Bundesheer-Oberst Markus Reisner bezeichnet diese Entwicklung als "Entartung des Krieges". "Der Drohnenkampf hat den Krieg nicht präziser und sauberer gemacht, sondern er hat ihn völlig entartet", sagte er kürzlich gegenüber [3] ntv.
Reisner beschreibt eine Situation, in der russische Soldaten bei Vorstößen oft in den sicheren Tod gehen und dennoch kaum Geländegewinne erzielen. Gleichzeitig können ukrainische Kräfte kaum Positionen zurückerobern, da sie sich dafür exponieren müssten. Viele Soldaten verharren daher in Bunkern, Erd- oder Kellerlöchern – sofern sie diese überhaupt erreicht haben.
Dort harren sie teils monatelang unter schlechten hygienischen Bedingungen aus, oft zu zweit oder zu dritt. Diese Isolation stellt eine enorme psychische Belastung dar. Sobald sie ihre Unterstände verlassen, sind sie unmittelbarer Gefahr ausgesetzt. Selbst das Entzünden eines Feuers ist unmöglich, da Rauch sofort entdeckt würde. In den Wintermonaten kommt es dadurch auch zu Erfrierungen. Versorgt, mit Munition beliefert oder gar geborgen werden die Soldaten durch den Einsatz von Robotern [4].
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte [5] kürzlich, dass es den ukrainischen Streitkräften erstmals gelungen sei, eine russische Stellung ausschließlich mithilfe von Robotersystemen einzunehmen. Details zu Zeitpunkt und Ort nannte er nicht. Insgesamt sprach er von rund 22.000 Einsätzen solcher Systeme in den vergangenen drei Monaten.
Ob dies längerfristig einen entscheidenden Vorteil bringt, bleibt jedoch fraglich. Bei dieser Art der Kriegsführung ist die Masse an verfügbaren Ressourcen entscheidend. Der extrem hohe Materialeinsatz bei gleichzeitig geringen Fortschritten verstärkt den Charakter dieses Konflikts als fortlaufenden Abnutzungskrieg weiter.
Trotz des generellen Stillstands kommt es lokal zu Bewegungen. So gab es in den vergangenen Wochen und Monaten Veränderungen am Frontabschnitt um die Kleinstadt Huljajpole in der Region Saporischschja. Russische Truppen waren dort im Zuge einer Offensive, die bereits im vergangenen Jahr begann, vorgerückt, mussten sich jedoch später teilweise wieder zurückziehen.
Eine Rolle spielte [6] dabei offenbar auch die Einschränkung der Nutzung des Satellitennetzwerks Starlink für russische Kräfte Anfang Februar, wodurch die Ukraine den Vorstoß weitgehend abfangen konnte.
Im Donbass hält die Ukraine weiterhin den sogenannten "Festungsgürtel" (um die Städte Slowjansk, Kramatorsk, Druschkiwka und Kostjantyniwka), der für Russland von strategischer Bedeutung ist. Besonders betroffen ist derzeit das Gebiet um die Stadt Konstjantyniwka, wo sich die Kämpfe zunehmend in den urbanen Raum verlagert haben.
Denn die zu dieser Jahreszeit noch nicht vollständig geschlossene Vegetation zwingt die Einheiten, sich statt unter Blätterdächern in den Trümmern zerstörter Siedlungen zu verbergen.
Russische Angriffe erfolgen dort aus mehreren Richtungen und zielen vor allem darauf ab, die Versorgung ukrainischer Einheiten abzuschneiden – unterstützt durch intensiven Drohneneinsatz bei langsamen Vorwärtsbewegungen.
In Bezug auf den Donbass erklärte [7] Dmitrij Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten, vor wenigen Tagen, es gehe nur noch um "wenige Kilometer". Russland müsse noch etwa 17 bis 18 Prozent der Region Donezk "befreien", das würde bedeuten, dass Russland die Verwaltungsgrenzen erreiche. "Und [dies] würde zu einer Einstellung der Kampfhandlungen führen", so Peskow.
Bereits Anfang April hatte Moskau erneut gefordert [8], dass sich ukrainische Truppen aus dem von Russland nicht kontrollierten Teil der Region zurückziehen sollen, um zu beenden, was als "heiße Phase" des Krieges bezeichnet wird – eine Forderung, die Kiew entschieden zurückweist. Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium die vollständige Kontrolle über die Region Lugansk gemeldet [9], die bereits seit Längerem weitgehend unter russischer Kontrolle stand.
Beobachter werten die Aussagen aus Moskau als mögliches Signal, dass Russland von seinen Maximalzielen, welche die Einnahme der Regionen Cherson und Saporischschja einschließen, abrücken könnte. Gleichzeitig betonte Außenminister Sergej Lawrow auf dem diplomatischen Forum in Antalya, dass Verhandlungen mit der Ukraine derzeit nicht oberste Priorität hätten [10], Russland jedoch grundsätzlich gesprächsbereit sei.
Auch international bleibt die Lage angespannt. Zuletzt hatte US-Präsident Trump zunehmend Kritik an Selenskyj geübt und ihm vorgeworfen, dass er allein einem Kriegsende im Wege stehe. Die US-Administration stellte [11] zudem im letzten Jahr die Militärhilfe an Kiew weitgehend ein. Zudem hat die Lösung der Ukraine-Frage durch den eigenen Angriffskrieg auf den Iran und andere geopolitische Erwägungen aus US-Sicht weiter an Priorität verloren.
Selenskyj selbst setzt [12] im Krieg gegen Russland inzwischen auf europäische Staaten. Ranghohe Politiker aus der Nato, Großbritannien, der EU sowie einzelnen EU-Ländern äußerten zuletzt weiterhin die Überzeugung eines Sieges der Ukraine und unterstützten das Land weiterhin militärisch. Bundeskanzler Friedrich Merz versprach [13] sogar Hilfe bei der Rekrutierung von ukrainischen Staatsbürgern für den Einsatz an der Front.
Die Signale für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen bleiben verhalten und die Hoffnung auf Frieden trüb.
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Interessierte können den Framework Laptop 13 Pro vorbestellen. Die Intel-Versionen sind deutlich attraktiver als die AMD-Varianten.
Framework nimmt wie versprochen Vorbestellungen für den Laptop 13 Pro entgegen. Damit stehen jetzt auch alle Konfigurationen und Preise fest. Der offizielle Store hält eine Überraschung bereit: Die Versionen mit Intel-Prozessor sind günstiger und voraussichtlich flotter als die AMD-Typen. Aktuelle Bestellungen will Framework ab Juli ausliefern.
Die sogenannte DIY-Edition ohne Speicher und Betriebssystem ist mit Intels Achtkerner Core Ultra 5 325 [1] ab 1349 Euro erhältlich [2]. Die günstigste AMD-Version mit dem ebenfalls achtkernigen Ryzen AI 7 350 gibt es ab 1579 Euro. Bei einer mittleren Konfigurationliegt die Differenz bei 60 Euro: Für die Variante mit dem 16-Kerner Core Ultra X7 358H ruft der Hersteller 1799 Euro auf, für jene mit dem 12-Kerner Ryzen AI 9 HX 370 sind es 1859 Euro.
Vom Topmodell mit Core Ultra X9 388H ist aus Preis-Leistungs-Sicht abzuraten: Die CPU-Kerne takten etwas höher, dafür kostet die Konfiguration 230 Euro mehr. Aktuell ist sie auch nicht verfügbar.
Die Preise sind nicht der einzige Unterschied zwischen den AMD- und Intel-Notebooks. Framework setzt ausschließlich beim Intel-Mainboard auf ein stromsparendes und schnelles Low Power Compression Attached Memory Module 2 (LPCAMM2) für LPDDR5X-7467-RAM. AMD-Nutzer müssen mit langsamerem DDR5-5600-RAM in SO-DIMM-Bauform vorliebnehmen. Ein LPCAMM2 mit 32 GByte RAM kostet 490 Euro. 32 GByte DDR5 kosten wahlweise 524 Euro auf zwei SO-DIMMs verteilt oder 452 Euro als einzelnes SO-DIMM.
Wie üblich verkauft Framework auch komplette Notebooks mit RAM, SSD und Betriebssystem. Aktuell bietet der Hersteller eine Intel-Konfiguration mit Core Ultra X7 358H, 32 GByte RAM und einer 1 TByte großen PCIe-4.0-SSD an.
Erstmals installiert Framework auf Wunsch ein Linux-Betriebssystem in Form von Ubuntu 24.04 LTS. Damit kostet die Komplett-Konfiguration 2369 Euro. Wer auf Windows 11 Pro besteht, muss 220 Euro Aufpreis zahlen.
Die gewünschten Anschlüsse kommen obendrauf. USB-C für Thunderbolt 4 etwa kostet jeweils 10 Euro. Neu ist ein 10-Gigabit-Ethernet-Adapter für 109 Euro.
Alle DIY- und Komplett-Konfigurationen des Laptop 13 Pro sind derzeit ausschließlich mit schwarzem Gehäuse vorbestellbar. Einzelteile und Nachrüstsätze erscheinen auch mit silberfarbenen Gehäuseteilen [3]; entsprechende Konfigurationen könnten also noch folgen.
Wer einen bisherigen Framework Laptop 13 besitzt, kann künftig die verbesserten Komponenten der Pro-Version [4] nachrüsten. Der Hersteller bietet dazu Einzelteile und Kits an. Der größere Akku erfordert auch die neue Gehäuse-Unterseite und den neuen „Input Cover Frame“. Mainboards mit den Core-Ultra-300-Prozessoren listet Framework noch nicht.
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Der OrangePi Zero 3W kombiniert Octa-Core-CPU, NPU und Wi-Fi 6 auf kleinem Raum. Das ist spannend für kompakte Maker-Projekte.
Mit dem OrangePi Zero 3W [1] bringt Orange Pi einen neuen Einplatinenrechner heraus, der sich klar an Maker und Embedded-Entwickler richtet.
Im Zentrum arbeitet der Allwinner A733, ein Achtkern-SoC mit zwei Cortex-A76-Kernen (bis 2,0 GHz) und sechs energieeffizienten Cortex-A55-Kernen. Ergänzt wird das Ganze durch eine integrierte NPU mit bis zu 3 TOPS Rechenleistung für KI-Anwendungen sowie einen zusätzlichen RISC-V-Coprozessor für Echtzeitaufgaben. Für Maker bedeutet das: Neben klassischen Linux-Anwendungen lassen sich auch lokale KI-Inferenz oder zeitkritische Steuerungen direkt auf dem Board umsetzen.
Beim Arbeitsspeicher setzt das Board auf LPDDR5 mit bis zu 16 GByte. Beim Speicher zeigt sich das Board flexibel: Neben optionalem eMMC oder UFS-Modulen steht ein microSD-Kartenslot zur Verfügung.
Für die Konnektivität gibt es Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.4, optional mit externer Antenne. Damit eignet sich das Board auch für IoT-Anwendungen oder als Edge-Gateway. Dazu kommen klassische Maker-Schnittstellen über eine 40-Pin-GPIO-Leiste mit Unterstützung für SPI, I2C, UART und PWM – also alles, was man für Sensoren, Bildschirme oder Aktoren benötigt.
Interessant ist auch die Videoausgabe: Neben Mini-HDMI (bis 4K@60fps) unterstützt das Board DisplayPort über USB-C sowie MIPI-DSI. Zwei unabhängige Displays lassen sich gleichzeitig ansteuern. Das eröffnet Einsatzmöglichkeiten für kompakte Multimonitor-Setups oder Systeme wie Infoterminals.
Auch für Kamera-Projekte stehen Anschlüsse bereit. Zwei MIPI-CSI-Schnittstellen ermöglichen den Anschluss von Kameramodulen, etwa für Bildverarbeitung oder Überwachungslösungen. In Kombination mit der integrierten NPU lassen sich hier auch KI-gestützte Anwendungen wie Objekterkennung direkt auf dem Gerät realisieren.
Als Betriebssysteme werden unter anderem Debian, Ubuntu, Android und OpenHarmony unterstützt. Zusätzlich nennt der Hersteller Kompatibilität mit gängigen KI-Frameworks wie TensorFlow oder PyTorch. Damit deckt das Board sowohl klassische Bastelprojekte als auch moderne KI-Anwendungen ab – zumindest auf dem Papier. Wie gut die Softwareunterstützung im Alltag wirklich ist, wird sich wie so oft erst zeigen, wenn die Community das Board durch die Mangel gedreht hat.
Mit PCIe 3.0 (über FPC) steht zudem eine schnelle Erweiterungsmöglichkeit bereit, etwa für SSDs oder spezialisierte Module. Das ist in dieser Größenklasse keine Selbstverständlichkeit und könnte für Bastler spannend sein, die mehr als nur Standard-I/O benötigen.
Für Maker ergeben sich daraus einige typische Einsatzszenarien: kompakte Smart-Home-Zentralen, lokale KI-Auswertung von Sensordaten, kleine Server oder auch portable Geräte mit Display. Durch die geringe Größe könnte das Board auch in mobilen Projekten oder selbstgebauten Handhelds landen. Das Board fällt mit seinen Abmessungen von 65 × 32 mm kompakt aus und dürfte damit auch in Projekten Platz finden, bei denen ein Raspberry Pi zu groß ist.
Erhältlich ist das Board auf Amazon für 73,99 US-Dollar [2]. Dort bekommt man auch direkt einen aktiven Kühler mit dazu.
Wer wissen will, was man mit einem Raspberry Pi Zero alles anstellen kann, sollte sich unbedingt unseren Artikel zu Hackinggadgets für die Hosentasche [3] anschauen.
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Beispiele für Phishing-Angriffe, vor denen BfV und BSI aktuell erneut warnen.
(Bild: BSI / Bearbeitung heise medien)
Das BSI und der Verfassungsschutz aktualisieren ihre Warnung vor Phishing-Angriffen auf hochrangige Persönlichkeiten.
Im Februar hatte der Verfassungsschutz (BfV) gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor Phishing-Attacken auf hochrangige Persönlichkeiten [1] wie Politiker, Militärs und Diplomaten sowie Investigativjournalisten gewarnt. Zum Wochenende haben die Behörden ihre Warnung aktualisiert.
Der aktualisierte Sicherheitshinweis beim Verfassungsschutz [2] führt weiter aus, dass die Angriffe „wahrscheinlich durch einen staatlich gesteuerten Cyberakteur durchgeführt“ würden. Ziel ist etwa das Ausspähen der Kommunikation über den Signal-Messenger. Nun warnen die Behörden jedoch, dass die Kampagne weiterhin aktiv sei und zudem an Dynamik gewinne.
Die beiden Behörden haben inzwischen einen Leitfaden erstellt, der helfen soll herauszufinden, ob man bereits Opfer der Phishing-Welle wurde und welche Gegenmaßnahmen darauf basierend zu ergreifen sind. Dazu zeigt der Leitfaden [3] beispielhafte Phishing-Nachrichten, die die Angreifer versenden. Sofern Empfänger auf die Nachrichten reagiert haben, erklärt das Dokument, wie Opfer nun richtig reagieren. Sofern noch Zugriff auf das Konto möglich ist, sollen Opfer ihre Signal-PIN ändern. Im Anschluss daran sollen sie ihr Konto löschen – nicht die App – und ein neues mit neuer PIN anlegen. Darin ist dann idealerweise die Registrierungssperre zu aktivieren. Die Behörden empfehlen zudem, wann immer möglich, auf selbstlöschende Nachrichten zu setzen.
Sofern kein Zugriff auf das Konto mehr möglich ist, haben es die Angreifer bereits übernommen. Der Leitfaden ist hier noch nicht ganz rund, denn auch in dem Fall sollen Opfer ihre PIN ändern, was ohne Zugriff jedoch schwierig sein dürfte. Zudem sollen Betroffene ihre Kontakte über den Vorfall informieren, etwa per Telefon oder E-Mail. Die sollten das geknackte Konto in ihren Kontakten blockieren. Chat-Gruppen, an denen der geknackte Kontakt teilgenommen hat, sollten gelöscht und neu angelegt werden. Zudem sollten Opfer den Signal-Support kontaktieren [4] und das alte, übernommene Konto löschen lassen.
Im März hatten der niederländische MIVD und AIVD vor einer großangelegten, weltweiten Spionagekampagne durch russisch-staatliche Akteure gewarnt, worauf Signal reagierte und bekräftigte [5], dass die Infrastruktur nicht kompromittiert sei; es handele sich um Sicherheitsprobleme durch ausgeklügeltes Phishing. Die aktualisierte Warnung bezieht sich jedoch explizit nicht nur auf Signal, sondern auf alle Messengerdienste, also auch WhatsApp & Co.
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Apaches Open-Source-Workflow-Management-Plattformen Airflow und Airflow Keycloak sind verwundbar. Eine Lücke gilt als kritisch.
Angreifer können Apache Airflow und Airflow Keycloak attackieren und Systeme im schlimmsten Fall vollständig kompromittieren.
Insgesamt haben die Entwickler sechs Sicherheitslücken geschlossen. Das geht aus mehreren Warnmeldungen aus der Airflow-Mailingliste hervor. Eine Schwachstelle (CVE-2026-25917 [1]) gilt als „kritisch“. Darüber können Angreifer im Kontext des Webservers über eine Xcom-Payload Schadcode ausführen.
Es gibt noch eine weitere Schadcodelücke (CVE-2026-30898 [2] „hoch“). Außerdem können Informationen leaken (CVE-2026-30912 [3] „hoch“). Die Entwickler versichern, die Sicherheitsprobleme in Airflow 3.2.0 gelöst zu haben. Alle vorigen Versionen seien angreifbar.
Einer Warnmeldung zufolge [4] ist Airflow Keycloak nur von einer Schwachstelle (CVE-2026-40948 „mittel“) betroffen. Hier schafft die Ausgabe 0.7.0 Abhilfe.
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Die Parfümeriekette Rituals informiert Kunden derzeit in E-Mails über den Abfluss von Mitgliederdaten an Unbefugte.
Kunden mit Online-Konto bei der Parfümeriekette müssen sich insbesondere vor möglichem Phishing in Acht nehmen. Der Anbieter informiert derzeit Kunden in E-Mails über einen IT-Vorfall, bei dem Unbefugte Mitgliederdaten heruntergeladen haben.
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Rituals stellt auf der Webseite [1] aber auch eine FAQ mit einigen Informationen bereit. Demnach sind personenbezogene Daten davon betroffen: Vollständiger Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, Geschlecht und Wohnanschrift nennt das Unternehmen. Nicht betroffen seien hingegen Passwörter oder Zahlungsinformationen.
Der Vorfall ereignete sich „im April“, genauere Informationen liefert Rituals nicht. Zwar hat das Unternehmen Untersuchungen eingeleitet, um anhand der Ursachen zu ergreifende Maßnahmen zu bestimmen und die zuständigen Behörden informiert. Details, etwa durch welche Sicherheitslücke sich Cyberkriminelle Zugang zu den Daten verschafft haben, nennt Rituals jedoch nicht.
Immerhin hat Rituals eigenen Angaben zufolge keine Kenntnis davon, dass die kopierten Daten veröffentlicht wurden. Das will das Unternehmen jedoch weiterhin „genau beobachten“. Auf den üblichen Darknet-Leakseiten findet sich zum Meldungszeitpunkt kein Hinweis auf dieses Datenleck und dessen Verursacher.
Kunden können und müssen nichts machen, erklärt der Anbieter. Sie sollten jedoch wachsam gegenüber Phishing sein. Zudem lässt sich mit den Daten unter Umständen auch Identitätsdiebstahl betreiben. Wer das eigene Konto nun löschen wolle, könne das Kontaktformular nutzen [2] und dort den Punkt „Recht auf Löschung meiner personenbezogenen Daten“ auswählen.
Auch die Modekette Zara ist jüngst Opfer eines IT-Vorfalls [3] mit Datenleck geworden. Dort hat die kriminelle Vereinigung ShinyHunters Daten kopiert und am heutigen Mittwoch im Darknet veröffentlicht.
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Rsbuild 2.0 setzt auf Rspack 2.0, modernisiert Defaults (ESM-first, Node 20) und reduziert Abhängigkeiten. Neue APIs erweitern die Kommunikation.
Rsbuild 2.0 ist da: Das Major-Release des Build-Tools setzt auf Rspack 2.0, modernisiert zahlreiche Defaults – unter anderem in Richtung ESM-first und Node 20 – und reduziert die Zahl der Abhängigkeiten deutlich. Neue APIs erweitern die Kommunikation zwischen Dev-Server und Client. Gleichzeitig bricht die Version mit mehreren Altlasten: CommonJS-Builds und ein paar Webpack-Abhängigkeiten fallen weg.
Rsbuild ist ein Build-Tooling-Layer auf Basis des Rust-basierten Bundlers Rspack und Teil des Rstack-Ökosystems. Zu diesem gehören unter anderem Rspress, Rslib und Rstest, die sich eine gemeinsame Build- und Plugin-Architektur teilen.
Im Zentrum von Rsbuild 2.0 steht das Upgrade auf Rspack 2.0 [1]. Projekte profitieren damit von schnellerem Bundling und neuen Optimierungsmöglichkeiten. Rspack verfolgt einen webpack-kompatiblen Ansatz, arbeitet durch seine Rust-Implementierung aber deutlich schneller.
Parallel dazu modernisiert Rsbuild seine technische Basis. Das Core-Paket erscheint nur noch als ES-Modul, ein CommonJS-Build entfällt. Die Zielplattformen steigen: Für Node.js gilt nun Version 20 [2] als Standard, die Browser-Targets orientieren sich an einem Baseline-Stand von Mai 2025. Das verringert den Bedarf an Transpiling und Polyfills und führt zu kleineren Bundles. Für Node-Ziele erzeugt Rsbuild außerdem standardmäßig unminifizierte ES-Module – Stacktraces bleiben so besser lesbar.
Neu ist ein experimenteller Support für React Server Components (RSC). Das Plugin rsbuild-plugin-rsc integriert serverseitig gerenderte Komponenten, die Datenabruf und Rendering kombinieren und so weniger JavaScript an den Client schicken. Es baut auf nativer Rspack-Unterstützung auf und nutzt die Environments-API von Rsbuild, um Client- und Server-Kontext gemeinsam zu verwalten. Das Modern.js-Framework setzt das Plugin bereits ein; eine Integration mit TanStack Start ist geplant.
Im Zuge dieser Arbeiten erweitert Rsbuild die Kommunikation zwischen Dev-Server und Browser. Über den bestehenden HMR-Kanal lassen sich jetzt gezielt Nachrichten austauschen: Der Server schickt per hot.send ein Event, das der Client über import.meta.webpackHot.on empfängt. So kann etwa ein serverseitiger Prozess den Client zu einem gezielten Update veranlassen, ohne die gesamte Seite neu zu laden. Ein zusätzlicher WebSocket ist dafür nicht nötig.
Auch die Server-Konfiguration gewinnt an Flexibilität. Die neue Option server.setup erlaubt es, Initialisierungslogik, Middleware oder eigene Endpunkte direkt in der Rsbuild-Konfiguration zu definieren – sowohl für den Dev- als auch den Preview-Server. Das bisherige setupMiddlewares bleibt vorerst erhalten, gilt aber als veraltet.
Beim Code-Splitting führt Rsbuild ein neues splitChunks-Modell ein, das die bisherige Option performance.chunkSplit ergänzt und perspektivisch ersetzen soll. Die Konfiguration orientiert sich nun direkt an Rspack und bietet vordefinierte Presets, etwa um jedes npm-Paket in einen eigenen Chunk aufzuteilen.
Bei den Sicherheits-Defaults ändert sich ebenfalls einiges: Der Dev-Server lauscht standardmäßig nur noch auf localhost statt auf allen Interfaces. Das verhindert, dass Entwicklungsserver unbeabsichtigt im lokalen Netzwerk erreichbar sind. Außerdem steigt die Proxy-Middleware auf eine neue Version um, die HTTP/2 unterstützt und bekannte Sicherheitslücken schließt.
Die Abhängigkeiten schrumpfen deutlich. Pakete wie core-js für Polyfills oder das Module-Federation-Runtime gehören nicht mehr zur Standardinstallation. Die Zahl der mitgelieferten Dependencies sinkt laut Projekt von 13 auf 4.
Darüber hinaus unterstützt Rsbuild jetzt benutzerdefinierte Logger pro Instanz. Damit lassen sich Log-Level und Ausgabeformate feiner steuern, ohne den globalen Logger zu verändern. Auch die Projekt-Templates wurden überarbeitet: Neue Projekte können optional den React Compiler nutzen, und ein auf TypeScript-Go basierender Linter steht experimentell bereit. Vorlagen für React 18 und Vue 2 in create-rsbuild hat das Team entfernt.
Mit Version 2.0 gehen mehrere Breaking Changes einher. Neben dem Wegfall von Node 18 und CommonJS entfernt das Projekt sämtliche Webpack-spezifischen Komponenten und ändert diverse Defaults. Für die Migration stellt das Team eine Anleitung bereit; viele Anpassungen lassen sich nach eigenen Angaben automatisieren.
Alle Informationen zur neuen Rsbuild-Version finden sich in den Release Notes auf der GitHub-Projektseite [3] und in der Ankündigung der Entwickler [4].
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Anthropic experimentiert mit dem Umfang seines Pro-Tarifs: Bei einigen Neukunden fehlt die für Entwickler wichtige Claude-Code-Komponente.
Bei Anthropic gibt es teilweise Änderungen für neue Kunden: Das KI-Unternehmen hat testweise auf einigen Webseiten Claude Code aus dem Pro-Tarif genommen. Außerdem berichtet ein Neukunde, dass er sich mit Persona identifizieren musste, einem US-Unternehmen, das Ausweisdaten und Gesicht von Personen kontrolliert.
Eine Reihe von Nutzern haben in Blogs [1] oder bei Reddit [2] mitgeteilt, dass auf der Preisübersicht von Claude zum Pro-Tarif die Code-Komponente fehlt. Diese ist gerade für Entwicklerinnen und Entwickler interessant. Ein Anthropic-Manager beschwichtigt bei X [3], dass es sich nur um einen Test gehandelt habe, der zwei Prozent aller Neuanmeldungen betroffen habe. Ob diese zwei Prozent dennoch Zugriff auf Claude Code erhalten oder wie es insgesamt mit den Tarifen weitergeht, sagt er nicht. Eine Antwort auf eine Anfrage von heise developer steht noch aus.
Viele LLM-Coding-Firmen haben den Umfang ihres Angebots in letzter Zeit begrenzt, da gerade Agenten wie OpenClaw die Kapazitäten offensichtlich an den Rand bringen: Anthropic selbst hat die Nutzung von externen Tools wie OpenClaw [4] eingeschränkt, ähnlich wie Google für Gemini CLI [5]. Microsoft stoppte die Neuanmeldung für GitHub Copilot Pro komplett [6] und nahm alle rechenaufwendigen Opus-Modelle aus den Tarifen für Endanwender. Opus liefert allgemein die besten Ergebnisse zum Coden und Entwickler sind nun gezwungen, in Business-Tarife zu wechseln, was für Einzelentwickler schwierig ist.
Ein einzelner Bericht eines X-Accounts [7] legt nahe, dass Anthropic bei ihm eine Identifizierung per US-Dienstleister Persona verlangt hat. Persona fordert ein Ausweisdokument und ein Live-Foto zur Identifizierung. Der Dienst ist durchaus umstritten [8]; Anbieter wie Discord haben sich wieder von ihm getrennt.
In den aktuellen, heute gesichteten Datenschutzrichtlinien von Anthropic [9] findet sich kein Hinweis auf Persona. Zu diesem Thema läuft ebenfalls eine Anfrage von heise developer bei Anthropic.
Auch Sicherheitsforscher, deren Experimente Anthropic standardmäßig zunächst blockiert, müssen sich seit Neuestem registrieren, um weiterarbeiten zu können. Persona ist hierbei zwar nicht vorgesehen, aber ein Business-Zugang mit Organisations-ID [10]. Auch hier werden Einzelentwickler ausgeschlossen.
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Die neue Version der Programmiersprache mit Go-Unterbau soll oft zehnmal schneller sein als der Vorgänger, der noch die JavaScript-Codebasis verwendete.
Microsoft hat die Beta-Version von TypeScript 7.0 veröffentlicht. Damit rückt das erste Release mit in Go geschriebenem Compiler und Language Service immer näher. Trotz Beta-Label soll TypeScript 7.0 bereits so weit sein, dass Entwicklerinnen und Entwickler es mitunter in ihrer täglichen Arbeit einsetzen können. Es soll deutliche Geschwindigkeitsvorteile gegenüber früheren TypeScript-Versionen bringen, die eine JavaScript-Basis nutzten.
Seit über einem Jahr arbeiten interne Microsoft-Teams gemeinsam mit Teams anderer Unternehmen – darunter Bloomberg, Canva, Figma, Google, Lattice, Linear, Miro, Notion, Slack, Vanta, Vercel und VoidZero – am Wechsel zur Go-Codebasis für TypeScript, mit antizipierten hohen Geschwindigkeitsvorteilen [1]. Durch die Änderung soll TypeScript 7.0 oftmals rund zehnmal schneller laufen als TypeScript 6.0, wie Microsoft in der aktuellen Ankündigung erneut bestätigt [2]. Erst vor knapp einem Monat ist TypeScript 6.0 erschienen [3], um eine Brücke zwischen der alten und der neuen Codebasis zu schlagen.
TypeScript 7.0 lässt sich parallel zu TypeScript 6.0 installieren. Die neue Version ist darauf ausgelegt, mit dem Type-Checking- und Kommandozeilenverhalten von TypeScript 6.0 kompatibel zu sein. Jeglicher TypeScript-Code, der mit Version 6.0 sauber kompiliert wird (mit aktiviertem stableTypeOrdering-Flag und ohne das ignoreDeprecations-Flag), sollte laut Microsoft in Version 7.0 identisch kompiliert werden – nur schneller.
Dabei bringt TypeScript 7.0 die gleichen neuen Standardeinstellungen (Defaults), die seit Version 6.0 gelten. Wie der Hersteller zu bedenken gibt, ist auch Version 6.0 noch recht neu, und viele Projekte dürften sich noch darauf einstellen müssen. Beispielsweise ist nun strict standardmäßig auf true gesetzt und module verwendet im Standard esnext. Einige Deprecations, also als veraltet markierte Funktionen, geben jetzt schwerwiegende Fehler aus. Beispielsweise wird target: es5 nicht mehr unterstützt.
TypeScript 7.0 Beta lässt sich via npm installieren:
npm install -D @typescript/native-preview@beta
Wer die neue Version auf seiner Codebasis direkt ausprobieren möchte, kann auch zur Visual-Studio-Code-Erweiterung „TypeScript (Native Preview) [6]“ greifen.
Weitere Informationen zum Einsatz von TypeScript 7.0 Beta bietet der Microsoft-Entwicklerblog [7].
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Die aktuellen Flaggschiffe von Razer und Logitech trumpfen mit 50.000-dpi-Sensor oder Analogtasten mit Force Feedback auf. Wir haben Sie getestet.
Wenn E-Sportler in mit Sponsorenabzeichen bepflasterten Trikots die allerneuesten Gamingmäuse in die Kamera halten, haben die Großen der Branche nachgelegt: Bei Razer ist es die Viper V4 Pro mit rekordwürdigem 50.000-dpi-Sensor, deren Vorgängerin wir 2024 getestet haben [1] [1]. Logitech führt seine Pro X2 Superstrike ins Feld, deren Sensor mit 44.000 dpi auch nicht gerade schlecht aussieht. Zumindest bei Mäusen neu sind aber analoge Maustasten mit magnetischen Tastern und Hallsensoren. Statt eines Tastenklicks erzeugt ein Magnetfeld eine fühlbare Rückmeldung am eingestellten Schaltpunkt (Force Feedback).
Das Prinzip ist von analogen Tastaturen her bekannt: Statt eines Schaltkontakts bewegt der Stößel der Taste einen kleinen Neodym-Magneten. Ein Hallsensor darunter misst das Magnetfeld; je tiefer die Taste gedrückt wird, desto höher steigt die Hallspannung. Dadurch lässt sich der Schaltpunkt per Software beliebig festlegen. Bei der Logitech Superstrike übernimmt das die Software GHub. Darüber bestimmt man auch die Stärke des per Magnetfeld simulierten Klicks. Die Maustasten der Razer Viper V4 haben nur einen festen Schaltpunkt, der aber schon unter 0,4 Millimetern liegt. Razer setzt außerdem auf besonders schnelle optische Schalter, die nicht prellen und 100 Millionen Klicks überstehen sollen.
Beide Mäuse sind Hightech-Eingabegeräte, die beide nur zum stolzen Preis von je 180 Euro zu haben sind. Mit dem PC kommunizieren sie per USB-Kabel oder über eine Hochgeschwindigkeits-Funkschnittstelle; passende USB-Funkdongles liegen bei. Beide gehören außerdem zu den Leichtgewichten, wie sie besonders bei Shooterspielern beliebt sind: Je weniger die Maus wiegt, desto weniger Kraft muss der Spieler aufwenden und umso schneller kann er reagieren. Die Viper V4 Pro erinnert mit lediglich 50 Gramm an eine ausgeblasene Eierschale, wenn man sie in die Hand nimmt. Die Superstrike wiegt rund 10 Gramm mehr, was aber nur im direkten Vergleich auffällt. Beim Herumschubsen auf dem Mauspad macht der Gewichtsunterschied kaum noch etwas aus.
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Ein stabiler Internetanschluss, ohne Kabel, ohne DSL-Vertrag, und ohne an einen festen Standort gebunden zu sein: Das ist ein Szenario, das in immer mehr Haushalten relevant wird. Ferienwohnungen, Zweitwohnsitze, Baustellen oder Übergangslösungen nach einem Umzug – überall dort, wo kein klassischer DSL- oder Kabelanschluss zur Verfügung steht, braucht es eine Alternative. Die Fritz!Box 6820 LTE von AVM löst dieses Problem elegant: einfach SIM-Karte einlegen, Router platzieren und los. Kein Techniker, kein Installationstermin, kein Warten auf die Leitungsschaltung. Bei Amazon ist sie gerade für 85 Euro zu haben, die UVP liegt bei 159 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von 47 Prozent und ist ein starker Preis für einen Router dieser Klasse.
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Das integrierte LTE-Modem der Fritz!Box 6820 unterstützt sechs LTE-Bänder und zwei UMTS-Bänder, so dass das Gerät europaweit nutzbar ist und auch im Ausland auf das jeweilige Mobilfunknetz zurückgreift. Wenn das Signal des Vertragsanbieters nicht verfügbar ist, wechselt die Fritz!Box automatisch auf Roaming und bietet so eine durchgehende Verbindung. Eine integrierte Ausrichthilfe zeigt dabei an, in welche Richtung der Router positioniert werden sollte, um das bestmögliche Signal aus der nächsten Mobilfunkzelle zu ziehen. Das ist ein Detail, das im Alltag den Unterschied zwischen brauchbarer und stabiler Verbindung ausmachen kann.
Im Heimnetz verteilt die Fritz!Box 6820 LTE das Mobilfunksignal per WLAN-N mit bis zu 450 MBit/s auf alle verbundenen Geräte, Smartphones, Tablets, Smart-TVs und Laptops eingeschlossen. Der Gigabit-LAN-Anschluss erlaubt zusätzlich die direkte Kabelverbindung für ein weiteres Gerät, was besonders beim HD-Streaming, Online-Gaming oder Video-on-Demand für eine stabile Verbindung ohne Latenzschwankungen sorgt. Wichtig zu wissen: Die Fritz!Box 6820 LTE funktioniert ausschließlich über Mobilfunk. Ein DSL- oder Kabelanschluss kann nicht angeschlossen werden. Für alle, die genau das suchen, also eine flexible, kabellose Lösung ohne Leitungsgebundenheit, ist das kein Nachteil, sondern der eigentliche Zweck des Geräts.
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Noch mehr neue Angebote bei Amazon für Router verschiedenster Hersteller
Der Kohl-Verlag aus Kerpen steht unter dem Verdacht, Schulbücher mithilfe von KI erstellt zu haben. Wie der Spiegel berichtet , geht es unter anderem um Aufgabenhefte für Kinder mit Förderbedarf, aber auch um ein Geschichtsbuch für die Klassen 8 bis 11.
Dem Spiegel fiel auf, dass eine Autorin für den Verlag in den vergangenen fünf Jahren 34 Arbeitshefte geschrieben haben soll, mit Material für Erstklässler, aber auch Teenager. Die Themenbreite ist bunt gemischt und reicht von Rechnen bis Arbeitslehre.
In den Büchern finden sich Rechenaufgaben, die oft eine falsche Bebilderung beinhalten. So finden sich bei einer Aufgabe, in der Kinder fünf rote und zwei grüne Kreise addieren sollen, nur vier rote Kreise auf dem Bild. Auch weitere Aufgaben lassen sich wegen falscher Bilder nicht lösen. Der KI-Verdacht erhärtete sich, als der Spiegel die Zeichnungen von Klassenraumszenen oder Tieren genauer untersuchte.
Diese Illustrationen, die laut Verlag von einem Zeichner stammen sollen, zeigen für frühe KI-Bilder typische Merkmale: Menschen haben zu viele Finger oder verformte Gesichter. In einem Bild ist ein Kopf am oberen Teil einer Rutsche auf dem Schulhof zu erkennen, in einem anderen liegt ein Kinderkopf in einem Regal. Auf einem Bild über einen Zoo sind Elefanten ohne Rüssel zu erkennen.
Noch hanebüchener sind die Fehler in einem Geschichtsbuch für die Klassen 8 bis 11. Dort wird auf einem Bild Frankreich als Sowjetunion bezeichnet, in einem anderen reicht Russland bis zur französischen Atlantikküste. In der gleichen Abbildung ist Adolf Hitler mit einer Ausgabe von Mein Kampf zu sehen, die allerdings verkehrtherum vor ihm liegt.
Auf Versuche, die Autorin der Aufgabenhefte zu erreichen, ging der Verlag nicht ein. Ein Foto der Verfasserin auf der Webseite des Kohl-Verlags zeigt ein Stock-Foto. Nach den Anfragen des Magazins wurden die fehlerhaften Bilder und Aufgaben in den Onlineausgaben der Bücher allerdings entfernt, wie Golem nachvollziehen konnte.
Im Laufe der Recherche meldete sich ein Mann beim Spiegel, der angeblich zusammen mit anderen unter dem Pseudonym der Autorin, Anni Kolvenbach, schreibt. Er habe das Geschichtsbuch geschrieben, aber nicht die Aufgabenhefte. Auch für die Zeichnungen sei er nicht verantwortlich. Der Kohl-Verlag hingegen behauptet das.
Wie viele der Hefte bereits verkauft wurden und im Unterricht zum Einsatz kommen, teilte der Verlag nicht mit. Die Hefte und Bücher sollen jetzt überarbeitet werden.
Der als europäische Alternative zu Diensten wie Paypal vermarktete Bezahldienst Wero nutzt Dienste des US-Unternehmens Amazon Web Services (AWS). Wie Netzpolitik.org berichtet , räumte der Anbieter European Payment Initiative (EPI) nach einer Anfrage ein, dass man bei Wero auf eine Kombination aus europäischen und internationalen Technologieanbietern zurückgreife. Dazu gehören auch Infrastruktur- und Softwareservices von AWS.
EPI betont laut netzpolitik.org aber, dass man die volle Kontrolle über die Architektur, das Sicherheitsmodell und den Betrieb von Wero habe. Zudem würden auch mehrstufige Sicherheitsmaßnahmen angewendet, zu denen auch die Verschlüsselung von Daten während der Übertragung und im Ruhezustand gehören, heißt es weiter.
Aus rechtlicher Sicht könnten US-Behörden aber dennoch Zugriff auf Daten von Wero erhalten, schreibt Netzpolitik.org. Selbst wenn die Daten in der AWS European Souvereign Cloud liegen würden, die Amazon Anfang des Jahres 2026 einführte, um die Souveränitätsbestreben seiner Kunden zu bedienen, könnte die US-Regierung darauf zugreifen.
Mit dem US-amerikanischen Cloud Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act) wurde bereits im Jahr 2018 ein Gesetz erlassen, das US-Tech-Anbieter unter bestimmten Bedingungen dazu verpflichtet, Daten an US-Behörden weiterzugeben. Dies gilt auch für Daten, die außerhalb der USA gespeichert werden.
Ein vom Bundesinnenministerium (BMI) in Auftrag gegebenes Gutachten kam ebenfalls zu dem Schluss , dass die Zugriffsbefugnisse von US-Behörden auf in Europa gesicherte Daten umfassender sind, als zuvor angenommen.
Im Falle von Wero könnten US-Behörden durch die Verbindung der App zu AWS also durchaus Zugriff auf Transaktionsdaten europäischer Kunden erhalten, womit das Versprechen der digitalen Unabhängigkeit nicht eingelöst wird.
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MacBook Neo: Apples neuester Mac.
(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)
Mit dem MacBook Neo greift Apple den Notebook-Massenmarkt an. Warum dabei ausgerechnet ein iPhone-Chip hilft.
Der langjährige Apple-Kunde freut sich über den Preis: Ein neues MacBook für knapp 700 Euro – das gab es noch nie. Als mobile Alternative zum Desktop-Mac, als Reiserechner neben dem großen und schweren MacBook Pro, als Laptop für Filius und Filia oder schlicht als Einstieg in die Apple-Welt: Das Neo füllt eine Lücke, die Apple jahrelang ignoriert hat. Verarbeitung und Bildschirm sind für diese Preisklasse bemerkenswert, die Ausstattung reicht für den Alltag, resümiert unser Test [1] [1].
Doch warum hat Apple mit dem A18 Pro einen iPhone-Chip verbaut? Warum nicht einen älteren M-Chip? Werfen wir zunächst einen Blick auf seine Leistung. In unserem Test lag der iPhone-Chip im Single-Core-Benchmark mit dem M3 weitgehend gleichauf, in Multi-Core-Tests allerdings leicht hinter dem M1. Für die Praxis bedeutet das: Videos rendert der A18 in derselben Zeit wie ein M1-MacBook; bei Spielen kommt er fast an den M2 heran, was aber dennoch (zu) langsam ist.
Obwohl der A18 Pro schon eineinhalb Jahre auf dem Buckel hat, handelt es sich im Vergleich zum M1 und M2 um den moderneren Chip: Gefertigt im 3- statt 5-Nanometer-Prozess, was für eine gute Leistung pro Watt sorgt. Ein wichtiger Aspekt für das Neo, dessen Akku mit 36,5 Wattstunden deutlich kleiner als der eines MacBook Airs ist (53,8 Wattstunden). Weitere Vorzüge sind das hardwarebeschleunigte Raytracing und die schnellere Neural Engine für KI.
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https://www.heise.de/-11253685
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[1] https://www.heise.de/tests/MacBook-Neo-im-Test-Der-Budget-Mac-mit-dem-Smartphone-Herz-11205775.html
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MVG-Bus vor der JVA München. Bild: TP
Zwei Vergehen, zwei Welten: Was die Union bei Schwarzfahrern fordert, gilt für Milliarden-Betrüger offenbar nicht.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will Schwarzfahren entkriminalisieren und vom Straftatbestand zur Ordnungswidrigkeit zurückstufen. Die Union lehnt das vehement ab – ist aber in anderen Fällen bei Gesetzesverstößen Tätern sehr nachlässig gegenüber.
Wer derzeit wegen Schwarzfahrens zu einer Geldstrafe verurteilt wird, diese aber nicht zahlen will oder kann, riskiert eine Ersatzfreiheitsstrafe. Bei fehlender Zahlung muss der Betroffene ins Gefängnis. Dabei entsprechen zwei Tagessätze einem Tag Haft.
Die Bundesjustizministerin will dies ändern: Der Tatbestand des "Erschleichens von Leistungen" soll neu bewertet werden [1]:
"Aus meiner Sicht sprechen gute Gründe für eine Entkriminalisierung. Die Verfahren binden viele Ressourcen in der Justiz, die an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnten."
Stefanie Hubig
Ähnlich schätzt dies auch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KfN) ein. Eine echte Entkriminalisierung könnte zu einer erheblichen Entlastung von Polizei und Justiz führen.
Betroffen von der jetzigen Gesetzesregelung sind meist arme Menschen. Oft spielen Obdachlosigkeit, psychische und andere gesundheitliche Probleme sowie Suchterkrankungen eine Rolle.
"Diese Menschen sind in den allermeisten Fällen einfach nicht in der Lage, der Geldstrafe durch Zahlung oder durch gemeinnützige Arbeit nachzukommen. Sie landen dann – letztlich wegen der Erschleichung einer Beförderungsleistung im Gegenwert von meist unter fünf Euro – hinter Gittern. Und dies wohlwissend, dass der Grundgedanke des Strafvollzugs – die Resozialisierung – bei ihnen in den allermeisten Fällen schon aufgrund der eher kurzen Ersatzfreiheitsstrafen nicht greift."
Claudia Schilling (SPD), Bremer Justizsenatorin [2]
Der "Freiheitsfonds [3]" ist eine Initiative zur Abschaffung des Straftatbestands der Beförderungserschleichung und seit Jahren aktiv. Die Aktivisten schätzen, dass rund 9.000 Menschen jährlich eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen Schwarzfahrens verbüßen müssen. Eine offizielle Statistik dazu gibt es nicht.
"Der Straftatbestand wurde 1935 von den Nazis eingeführt. Bis heute werden dadurch Menschen fürs Fahren ohne Ticket häufig härter bestraft als z.B. Menschen, die angetrunken Auto fahren. Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsentzug sieht das Strafrecht für die Lappalie vor."
Freiheitsfonds
Beobachter gehen davon aus, dass die Zahl dieser Strafen aufgrund steigender Armut zunimmt.
"Erschleichen von Leistungen ist ein Delikt der Armen. Gerade Menschen mit wenig Geld nutzen überwiegend den öffentlichen Nahverkehr", sagt der Duisburger Richter Hendrik Thome [4] gegenüber der Zeitung nd: "Wer arm ist, kann das erhöhte Beförderungsentgelt von 60 Euro häufig nicht bezahlen und wird deshalb schneller angezeigt". Melden sich Betroffene im Strafverfahren nicht rechtzeitig zurück, wird das Verfahren oft per Strafbefehl geahndet.
Beim Schwarzfahren handele es sich keineswegs um eine Lappalie, betont dagegen die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Susanne Hierl. "Vor diesem Hintergrund lehnen wir eine Abschaffung des § 265a StGB entschieden ab. Stattdessen gilt es, den öffentlichen Nah- und Fernverkehr konsequent zu schützen", sagt Hierl [5] gegenüber Legal Tribune Online. Wer wiederholt ohne gültigen Fahrschein unterwegs ist, so die CSU-Politikerin, schade damit nicht nur den Verkehrsbetrieben:
"Solches Verhalten untergräbt die Solidargemeinschaft, die den öffentlichen Verkehr trägt, und verursacht erhebliche wirtschaftliche Schäden."
Diese Härte gegen Gesetzesverstösse ist bei anderen Themen nicht erkennbar, etwa bei Straftaten durch Cum-Ex-Steuerverschiebereien. Jährlich entgehen dem Staat durch Steuerhinterziehung Milliarden. Kanzleien Vermögender erarbeiten Konzepte für diese Betrugsmaschen.
Bei Cum-Ex lassen sich Aktienbesitzer nur einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mehrfach vom Staat erstatten. Durch ein komplexes Hin- und Her-Schieben von Aktien wurde mehrfache Steuerabführung vorgetäuscht.
Gegen diese und ähnliche Aktivitäten ging jahrelang Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker vor. Sie bemängelt fehlende Unterstützung, beendete die Arbeit als Cum-Ex-Chefermittlerin. Sie ist jetzt bei der Bürgerbewegung "Finanzwende" aktiv und kritisiert strukturelle Probleme.
"Behörden leiden an vielen strukturellen Defiziten. Sie haben zu wenig Personal, das dazu noch häufig rotiert, wodurch die nötige Fachexpertise nicht aufgebaut werden kann."
Die reichen Steuerhinterzieher arbeiten bei solchen Konstrukten mit hochspezialisierten Teams von Anwälten, die mit vielen Tricks arbeiten. "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Das ist Gift für das Vertrauen in den Rechtsstaat", bemängelt Brorhilker. Der Allgemeinheit entgehen so Milliarden:
"Geht es um große Schadensummen, ist ganz klar: Hier schlagen vor allem professionell aufgestellte Tätergruppen zu – darunter große Banken und Unternehmen. Bei Betrügereien durch Umsatzsteuerkarusselle oder Cum-Ex und Cum-Cum, wurde mit beiden Händen in die Staatskassen gegriffen."
Bis heute fehlt eine entschlossene Strategie auf Staatsebene dagegen.
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[1] https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/schwarzfahren-bald-keine-straftat-mehr-stimmen-sie-ab,schwarzfahren-114.html
[2] https://www.weser-kurier.de/bremen/politik/bremer-justizsenatorin-unterstuetzt-vorstoss-zu-schwarzfahren-doc85cyswgztrt1ju84kiy7
[3] https://www.freiheitsfonds.de/
[4] https://www.nd-aktuell.de/artikel/1195758.ersatzfreiheitsstrafe-wenn-schwarzfahren-ins-gefaengnis-fuehrt.html
[5] https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/schwarzfahren-entkriminalisierung-265a-stgb-hubig-koalition
[6] https://www.gmx.net/magazine/politik/sicht-ehrlichen-steuerzahler-miserabler-zustand-42066166
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Karte der Straße von Malakka
(Bild: Commons)
Millionen Tonnen Waren passieren täglich die Straße von Malakka – doch kaum jemand kennt dieses Nadelöhr. Was, wenn es plötzlich gesperrt würde?
Alles schaut derzeit auf die Straße von Hormus [1]. Viel größer ist allerdings das Risiko [2] in der Straße von Malakka, die zwischen Indonesien im Westen sowie Malaysia und Singapur im Osten liegende Meerenge. Zwischen Singapur und den umliegenden indonesischen Riau-Inseln ist dieser Schifffahrtsweg ein Flaschenhals von nur wenigen Kilometern Breite.
In dieser Gegend greifen jährlich mehrere Dutzend Male Piraten internationale Frachtschiffe an, zumeist von indonesischer Seite ausgehend. Bisweilen werden selbst Tanker gekapert, doch für die unzähligen riesigen Handelsschiffe der großen internationalen Reedereien gelten inzwischen nicht mehr als Sicherheitsproblem, das für die Versicherung der Frachter eine Bedeutung hätte.
Aufgrund des hohen Schiffsverkehrsaufkommens für Import, Export und Energiezufuhr in den asiatischen Staaten, allen voran China, hat die Straße von Malakka große strategische Bedeutung. Sicherheitspolitisch stehen China und Europa hier vor dem "Malakka-Dilemma", da die USA in einem Konfliktfall diese Lebensader für Chinas Wirtschaft und Energie leicht blockieren könnten.
Jedoch sind neben China auch andere asiatische Staaten wie Indien, Japan, Südkorea und die ASEAN-Mitglieder, aber auch Europa wirtschaftlich auf die freie Passierbarkeit der Straße von Malakka angewiesen. Die Straße von Malakka wird daher metaphorisch auch die "Aorta des Indo-Pazifischen Raums" genannt.
Praktisch der gesamte maritime Handel zwischen Europa und Ost- und Südostasien führt durch die Straße von Malakka. Zentral ist dabei der Hafen von Singapur, der nach dem Hafen von Shanghai zweitgrößte Warenumschlagplatz der Welt.
Die ehemals britische Kolonie Singapur ist der heute der weltweit führende Transshipment-Hub [3] und verbindet jährlich über 600 Häfen in 123 Ländern. Mit einem Rekordaufkommen von rund 41,66 Millionen TEU [4] im Jahr 2025 fungiert der Hafen als zentraler Umschlagplatz, an dem Waren von einem Schiff auf ein anderes verladen werden. Der Betrieb wird hauptsächlich von PSA Singapore [5] und Jurong Port [6] gesteuert, wobei derzeit eine massive Konsolidierung in den neuen Tuas-Mega-Hafen [7] erfolgt.
In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die malaysischen Häfen Port Klang [8] oder Port Kelang und Tanjung Pelepas [9] sowie der Hafen von Tanjung Priok [10], der in Nord-Jakarta liegt und wird von der indonesischen Staatsgesellschaft PT Pelindo betrieben wird.
Schiffe auf dem Weg nach China passieren zudem den vietnamesischen Hafen von Ho Chi Minh City. Er ist einer der wichtigsten Seehäfen Vietnams und der einzige, der Post-Panamax-Schiffe [11] abfertigen kann. Post-Panamax-Schiffe sind Schiffe, die aufgrund ihrer Abmessungen die ursprünglichen Schleusen des Panamakanals nicht passieren konnten.
Kleine Abstecher von der Straße von Malakka führen zum Hafen von Laem Chabang [12] im Golf von Thailand und zum philippinischen Hafen von Manila. Nicht für alle dieser Umschlagplätze gibt es wechselseitige Direktverbindungen mit Containerschiffen nach Deutschland.
Geopolitisch spielt die Straße von Malakka traditionell eine überragende Rolle. Im internationalen Krisenfall wäre sie militärisch so einfach zu blockieren wie die Straße von Hormus oder das Tor der Tränen/Bab al-Mandab. In diesem Falle würden die globalen Lieferketten fast aller Industrien von und nach China unmittelbar zusammenbrechen.
Geplante oder bestehende alternative Handelsrouten hätten deutliche Nachteile. Der am häufigsten diskutierte alternative Weg wäre eine etwa 90 Kilometer lange Landbrücke zwischen der Andamanensee und dem Golf von Thailand.
Im südöstlich der Straße von Malakka gelegenen indonesischen Archipel gäbe es einige alternative Handelswege zwischen dem Indischen Ozean und dem Südchinesischen Meer, darunter die Straße von Sunda, zwischen den indonesischen Hauptinseln Sumatra und Java. Sie ist allerdings für große Handelsschiffe zu flach. Hier liegen zudem die noch aktiven Überreste des einstigen Supervulkans Krakatau.
Die tiefere, zwischen den kleineren Inseln Bali und Lombok gelegene Straße von Lombok wäre gegenüber der Straße von Malakka ein Umweg von bis zu 1.000 Seemeilen, was mehr als einer Woche zusätzlicher Fahrzeit entspräche. Diese Durchfahrt ließe sich zudem ebenfalls leicht blockieren.
Eine wenig befahrene Handelsroute ist die Straße von Ombai. Sie führt nördlich der Insel Timor durch die kleinen Sundainseln in die Bandasee und wäre gegenüber dem Weg durch die Straße von Lombok eine um weitere Hunderte Seemeilen längere Route.
Die Idee eines Thai-Kanals ist schon alt. Bereits im 17. Jahrhundert entstanden Pläne, Thailands Halbinsel an ihrer schmalsten Stelle für den Schiffsverkehr zu durchbrechen. Doch auch die jüngsten Pläne für den Bau eines Kanals scheiterten an zu hohen Kosten und am thailändischen Verfassungsgrundsatz, dass das Thai Königreich nicht teilbar ist.
Erfolgreicher schien zuletzt die Idee, statt des Kanals eine Landbrücke zu bauen. Thailands Regierung warb 2024 in Peking um chinesische Investoren, damit sie das Projekt bis 2030 umsetzen. Alternativ könnten auch die Staaten am Persischen Golf Teile der Finanzierung übernehmen.
Die angedachte Landbrücke ist rund 90 Kilometer lang. Sie soll den Hafen Chumphon am Golf von Thailand mit dem Hafen Ranong an der Andamanensee und damit den Pazifischen mit dem Indischen Ozean verbinden. Containertransporte zwischen Asien und Europa könnten so die Straße von Malakka vermeiden und mögliche Seeblockaden durch USA umgehen. Preiswerter als der Seetransport ist der Landweg nicht, aber möglicherweise die einzige verbleibende Verbindung zwischen Ost-/Südost-Asien und Europa.
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https://www.heise.de/-11265946
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.telepolis.de/thema/Stra%C3%9Fe-von-Hormus
[2] https://www.19fortyfive.com/2026/04/forget-hormuz-the-strait-of-malacca-moves-3500000000000-in-goods-a-year-close-it-and-watch-the-global-economy-crash/
[3] https://www.lufapak.de/lexikon/transshipment/#:~:text=Der%20Transshipment-Prozess%20beginnt%20mit,ihrem%20Ursprungsort%20zum%20Zielort%20geschehen.
[4] https://www.lis.eu/lexikon/teu/#:~:text=TEU%20in%20der%20Logistik:%20Definition%2C%20Bedeutung%20und,Einheit%20zur%20Z%C3%A4hlung%20dieser%20genormten%20ISO-Containern%20verwendet.
[5] https://www.singaporepsa.com/
[6] https://www.jp.com.sg/
[7] https://www.mpa.gov.sg/maritime-singapore/port-of-the-future
[8] https://www.pka.gov.my/index.php/en/
[9] https://www.ptp.com.my/
[10] https://www.seabaycargo.com/seaport/detail/Tanjung-Priok_Indonesia_IDTPR.html
[11] https://www.inboundlogistics.com/articles/post-panamax-ships/
[12] https://hutchisonports.co.th/laem-chabang-port/
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Der Framework Laptop 13 Pro kommt jetzt auch in Schwarz.
(Bild: Framework)
Neue Prozessoren, besseres Display, gefrästes Gehäuse. Der Framework Laptop 13 Pro macht vieles besser. Alte Notebooks sind aufrüstbar.
Frameworks neueste Notebook-Generation bekommt den Namenszusatz Pro, mit Verbesserungen an vielen Stellen. Am stärksten macht sich das bei der Akkulaufzeit bemerkbar: Beim Netflix-Streaming in 4K-Auflösung sollen jetzt etwa 20 statt acht Stunden drin sein.
Der Hersteller erhöht die Akkulaufzeit durch diverse Stellschrauben. Zum einen sitzt im Gehäuse ein größerer Akku mit gleichzeitig höherer Energiedichte, der so auf 74 statt 61 Wattstunden kommt. Zum anderen kommt effizientere Hardware zum Einsatz.
(Bild: Framework)
Das Herzstück bildet ein aktueller Intel-Prozessor aus der Panther-Lake-Generation alias Core Ultra 300. Framework will eine Basiskonfiguration mit einem Core Ultra 5 anbieten sowie zwei Varianten mit Core Ultra X7 und Core Ultra X9 samt besonders starker Grafikeinheit. Diese CPUs bringen auch PCI-Express 5.0 für schnelle SSDs mit. Die Ankündigung erwähnt beiläufig auch eine Konfiguration mit AMDs Ryzen AI 300, allerdings stellt Framework die Intel-Optionen in den Vordergrund.
Speicherseitig wechselt der Hersteller von DDR5-SO-DIMMs auf ein neuartiges Low Power Compression Attached Memory Module 2 (LPCAMM2) [1]. Auf so einem sitzen LPDDR5X-Speicherbausteine, die schneller und stromsparender arbeiten als normale DDR5-Chips. Framework will zunächst LPDDR5X-7467-Module mit Kapazitäten von 16, 32 und 64 GByte anbieten.
(Bild: Framework)
Das Display soll beim Laptop 13 Pro erstmals nicht von der Stange stammen, sondern explizit für Framework entworfen sein. Die Firma setzt einen IPS-Bildschirm ein, dessen Backplane sparsames Niedrigtemperatur-polykristallines Silizium (Low-Temperature Polysilicon, LTPS) verwendet. Auflösung und Größe bleiben mit 2880 × 1920 Pixeln auf 13,5 Zoll gleich, allerdings fallen jetzt die abgerundeten Ecken weg. Der Kontrast steigt auf 1800:1, die Helligkeit auf bis zu 700 cd/m². Die maximale Bildwiederholfrequenz bleibt bei 120 Hertz, jetzt aber mit variablen Refresh-Raten (VRR) zwischen 30 und 120 Hertz. Zudem beherrscht das Display Touch-Eingaben.
Das Gehäuse für den Framework Laptop 13 Pro fräst der Hersteller aus einem Block Aluminium. Die Ausmaße bleiben gleich, allerdings soll es Detailverbesserungen geben. Das neue Touchpad kommt mit haptischem Feedback. Das Notebook wiegt insgesamt rund 1,4 Kilogramm.
Framework will den Laptop 13 Pro in einer DIY-Version ohne Speicher und Betriebssystem für 1199 US-Dollar anbieten. Komplettversionen, wahlweise mit Windows 11 oder Ubuntu, sollen ab 1499 US-Dollar starten. Die Auslieferung beginnt voraussichtlich im Juni. Vorbestellungen nimmt der Hersteller zeitnah entgegen.
Wer bereits einen bisherigen Framework Laptop 13 verwendet, kann alle Komponenten des neuen Pro-Geräts aufrüsten. Der Hersteller will verschiedene Upgrade-Kits und Einzelteile anbieten. Das Mainboard des Laptop 13 Pro bleibt zu den bisherigen Notebooks kompatibel. Interessierte können etwa das Mainboard samt Prozessor, das Display, das Gehäuse oder das Touchpad mit der Tastatur aufrüsten.
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