
Amazon hat einen Großteil seiner KI-generierten Anime-Synchronfassungen von Prime Video wieder entfernt. Wie Gizmodo und Ars Technica übereinstimmend berichten, hat Amazon mehrere dieser KI-Tonspuren – darunter die englischen Fassungen von Banana Fish und No Game No Life: Zero – bereits kurz nach ihrer Veröffentlichung Ende November wieder gelöscht.
Lediglich einzelne automatisch erzeugte Sprachfassungen sind noch abrufbar, darunter die englische KI-Synchronisation der Serie Pet sowie eine spanische KI-Sprachfassung von Banana Fish.
Dass der Konzern mehrere Titel zurückzog, lenkt den Blick auf eine Technik, die Amazon bereits im März 2025 angekündigt hatte . Sie sollte helfen, bislang unvertontes Material schneller zu lokalisieren und ohne großen Aufwand für weitere Märkte bereitzustellen, für die sonst keine Synchronisation angefertigt worden wäre.
Doch die Umsetzung offenbarte deutliche Grenzen: Viele Zuschauerinnen und Zuschauer bemängelten monotone Intonation, fehlenden emotionalen Ausdruck und eine oft unpassende Betonung, die Szenen ihrer Wirkung beraubte. Einige Dialoge wirkten zudem so, als seien sie unabhängig vom Rhythmus der Animation generiert worden. Aus ähnlichen Gründen entfernte die Deutsche Telekom bereits im Februar 2025 die sechsteilige polnische TV-Serie Murderesses aus dem Abo von Magenta TV – auch hier kam erstmals eine KI-Synchrontonspur zum Einsatz.
Aber auch professionelle Sprecher kritisierten den Einsatz generativer Stimmen. Der US-Synchronsprecher Daman Mills äußerte sich etwa in einem viel beachteten Beitrag auf X , in dem er das Vorgehen als "beleidigend" bezeichnete und hervorhob, dass es für ein älteres Werk wie Banana Fish keinen nachvollziehbaren Grund für eine hastige KI-Synchronisation gebe.
Mills, der zuvor für Amazon an den Evangelion-Synchronfassungen mitgearbeitet hatte, zeigte sich zudem irritiert darüber, dass der Konzern offenbar glaubte, Fans und Sprecher bemerkten die Ersetzung menschlicher Stimmen nicht. Er forderte Amazon auf, die Entscheidung rückgängig zu machen und dem Titel die aus seiner Sicht angemessene Behandlung zukommen zu lassen.
Warum Amazon manche KI-Synchronfassungen nun entfernte und andere bestehen ließ, ist allerdings unklar. Ars Technica berichtet, dass das Unternehmen auf Nachfrage keine Stellungnahme abgab.
Gleichzeitig zeigt der Umstand, dass trotz der Zurücknahmen mehrere KI-Fassungen weiterhin verfügbar sind, dass Amazon die automatisierte Lokalisierung offenbar nicht vollständig aufgibt. Vielmehr spricht einiges dafür, dass der Konzern nun genauer auslotet, in welchen Fällen der Einsatz generativer Stimmen für das Publikum tragfähig ist und wo die Qualitätsunterschiede zu stark ins Gewicht fallen.

Sicherheitsforscher warnen vor einer kritischen Sicherheitslücke in den React Server Components (RSC), einem Bestandteil des weit verbreiteten Javascript-Frameworks React. Angreifer können damit aus der Ferne eigenen Code auf anfällige Server schleusen und zur Ausführung bringen. Auch das populäre Framework Next.js ist betroffen. Patches sind verfügbar und sollten dringend eingespielt werden.
Die besagte Sicherheitslücke ist als CVE-2025-55182 registriert und erreicht mit einem CVSS-Wert von 10 den höchstmöglichen Schweregrad. Das Team von Next.js hat mit CVE-2025-66478 eine eigene CVE-Kennung vergeben, jedoch handelt es sich dabei um das gleiche Problem. Auch andere Projekte wie Waku , RedwoodSDK , React Router , @parcel/rsc und @vitejs/plugin-rsc sind anfällig.
Nach Angaben der Sicherheitsforscher von Wiz und Aikido basiert die Lücke auf einer "unsicheren Deserialisierung" im Flight-Protokoll des React-Frameworks. Ausnutzen lässt sie sich durch einen speziell gestalteten HTTP-Request, der in einer Codeausführung auf dem Server mündet. Die Forscher konnten den Angriff bei eigenen Tests mit einer Trefferquote von nahezu 100 Prozent reproduzieren.
Besonders gefährlich an CVE-2025-55182 ist auch der Umstand, dass die Sicherheitslücke wohl schon in der Standardkonfiguration anfälliger Applikationen wie etwa Next.js-Apps besteht. Hinzu kommt eine hohe Verbreitung: Wie die Wiz-Forscher auf Basis eigener Daten schildern, kommen anfällige Versionen von Next.js oder React in etwa 39 Prozent aller Cloudumgebungen zum Einsatz.
Betroffen sind laut Blogbeitrag des React-Entwicklers die RSC-Pakete react-server-dom-webpack, react-server-dom-parcel und react-server-dom-turbopack in den Versionen 19.0.0, 19.1.0, 19.1.1 und 19.2.0. Als gepatcht gelten die Versionen 19.0.1, 19.1.2 und 19.2.1. Für Next.js stehen mit den Versionen 15.0.5, 15.1.9, 15.2.6, 15.3.6, 15.4.8, 15.5.7 und 16.0.7 ebenfalls Patches bereit.
Die Entwickler empfehlen eine sofortige Aktualisierung anfälliger Systeme. Hinweise auf eine aktive Ausnutzung von CVE-2025-55182 scheint es zwar noch nicht zu geben, nach Veröffentlichung der Patches dürfte es aber nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Angreifer die nötigen Details in Erfahrung bringen und anfällige Systeme ins Visier nehmen.
Mit dem Drohnenkrieg in der Ukraine sind ferngesteuerte und KI-unterstützte Waffensysteme auf dem Vormarsch – und zwar im Luftraum, zu Wasser und am Boden.
Seit der Krieg in der Ukraine tobt, haben Uncrewed Aerial Vehicles (UAV, Flugdrohnen) eine große Bedeutung für das Kampfgeschehen gewonnen. Insbesondere das ukrainische Militär experimentiert viel mit Drohnen unterschiedlicher Größe, ferngelenkt im Kameraflug (First Person View) über Funk beziehungsweise via Kabel oder autonom gesteuert. Die Drohnen dienen der Aufklärung, sie werfen Sprengsätze ab oder sie tragen als sogenannte Kamikazedrohnen Sprengmittel direkt ins angepeilte Ziel.
Beobachter sprechen angesichts der vielfältigen Geräte- und Einsatzformen inzwischen verniedlichend von einem Drohnenzoo im Kriegseinsatz. „Diese Entwicklung beobachten viele Staaten vor allem in Europa intensiv“, sagt Ingvild Bode am Centre for War Studies der University of Southern Denmark in Odense. Sie erforscht, wie sich die Kriegführung entwickelt und wie kriegführende Parteien zunehmend ferngesteuerte und autonome Waffensysteme einsetzen.
Auf der anderen Seite setzt die russische Seite zahlreiche Drohnen bis zur Größe der iranischen Shahed Deltaflügler oder deren russische Nachbauten der Geran-Familie ein sowie billige Imitationen davon, um die Luftabwehr des Gegners zu überfordern und tief im Hinterland Schäden zu verursachen. Billig produzierte Drohnen zwingen den Verteidiger zu teuren Abwehrmaßnahmen [9] [9] und treiben so dessen Kosten in die Höhe. Gleichzeitig erzeugen die Drohnen in ihrer großen Zahl Zerstörung und Terror.
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[1] https://www.heise.de/hintergrund/Ferngesteuerte-und-autonom-agierende-Systeme-kaempfen-im-modernen-Krieg-10711227.html
[2] https://www.heise.de/hintergrund/So-funktioniert-die-Drohnenabwehr-an-der-NATO-Ostflanke-und-im-Inland-10676909.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Digitale-Forensik-in-Gaza-Wie-Satelliten-militaerische-Strategien-aufdecken-10652498.html
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Palantir-Software-fuer-die-Polizei-Ermittlung-oder-Ueberwachung-10497555.html
[5] https://www.heise.de/ratgeber/Informatiker-bei-der-Bundeswehr-Einstieg-Aufgaben-und-Gehalt-9912924.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Interview-GitHub-CEO-Thomas-Dohmke-ueber-KI-und-die-EU-9876177.html
[7] https://www.heise.de/hintergrund/Digitalisierung-Wo-die-Bundeswehr-an-ihrer-digitalen-Infrastruktur-schraubt-9656001.html
[8] https://www.heise.de/hintergrund/KI-im-Krieg-Wie-maschinelles-Lernen-fuer-einen-Paradigmenwechsel-sorgt-9643980.html
[9] https://www.heise.de/select/ct/2025/23/2527212354940206653
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Je mehr Daten in Apples Gesundheitszentrale einfließen, umso unübersichtlicher wird die Health-App. So blicken Sie durch auf iPhone, iPad und Apple Watch.
Apple sammelt Gesundheitsdaten, die von iPhone und Apple Watch kommen, an zentraler Stelle: der Health-App. Doch die ist auch mit iOS 26 kaum übersichtlicher geworden. Je mehr Daten in Apples Gesundheitszentrale einfließen, umso unübersichtlicher wird sie scheinbar. Unsere FAQ klärt auf: von der Einrichtung bis zum regelmäßigen Check gespeicherter Daten. So finden Sie Messergebnisse, legen einen Medikamentenplan an, exportieren ein EKG – und behalten den Überblick.
Was bringt mir die Health-App?
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Sabine Küster-Reeck
Der Koreakrieg dauerte von 1950 bis 1953
(Bild: Everett Collection/Shutterstock.com)
Vor 70 Jahren begann der Koreakrieg. Er forderte Millionen Opfer und spaltete die Halbinsel. Bis heute herrscht nur Waffenstillstand. Wie kam es soweit?
Die koreanische Halbinsel, gelegen zwischen dem Gelben Meer und dem Japanischen Meer, war seit 1910 eine Kolonie des japanischen Kaiserreiches.
Erst die Kapitulation der Kolonialmacht Japan beendete 1945 eine Zeit der brutalen Unterdrückung der koreanischen Identität und der im großen Maßstab betriebenen Ausbeutung des Landes, infolge dessen an die vier Millionen Menschen zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Besonders verhasst machten sich die japanischen Besatzer auch durch die Versklavung zahlreicher Mädchen und Frauen, die sie als "Trostfrauen" zur Prostitution zwangen.
Durch die japanische Besatzung wurde eine Modernisierung des im Feudalismus erstarrten Landes verhindert – 1945 war Korea eines der ärmsten Länder der Erde. Kurz vor der japanischen Kapitulation im August 1945 griff auch die Sowjetunion in den fernöstlichen Kriegsschauplatz ein und besiegte die japanischen Streitkräfte in der an Korea angrenzenden Mandschurei.
Dadurch war die von den Westallierten (USA, Großbritannien, National-China unter Chiang Kai-shek) eigentlich beabsichtigte Einheit eines unabhängigen Koreas in Frage gestellt. Die beiden Siegermächte USA und UdSSR vereinbaren zunächst eine Demarkationslinie am 38. Breitengrad, die ihre beiden Besatzungszonen in Nord- und Südkorea voneinander trennt.
In ihren Besatzungszonen unterstützen die USA und die UdSSR jeweils politische Bewegungen die ihre weltanschaulichen Positionen teilen und spitzen dadurch den Konflikt zwischen der westlichen Hemisphäre und der kommunistisch geprägten Welt gefährlich zu.
Es ist vier Uhr morgens am 25. Juni 1950, als hunderttausende Soldaten der kommunistischen Streitkräfte Nordkoreas die Grenzlinien ach Südkorea überschreiten. Mit Unterstützung der Sowjetunion war es Nordkorea zuvor gelungen, in kürzester Zeit eine schlagkräftige Armee aufzubauen, die den südkoreanischen Streitkräften an Menschen und Waffen deutlich überlegen war.
Schon lange gibt es anhaltende Grenzkämpfe zwischen dem westlich orientierten Süden und der kommunistisch dominierten "Demokratischen Volksrepublik Korea." Dieser Konflikt soll als erster Stellvertreterkrieg zwischen West- und Ost- und als Beschleuniger des Wettrüstens im Kalten Krieg in die Geschichte eingehen. Im Verlauf des Kalten Krieges verschärft sich der Ton zwischen den USA und der Sowjetunion.
So unterstützt Josef Stalin im Norden Koreas den ehemaligen Partisanenkämpfer Kim Il-Sung, während die USA im Süden Rhee Syng-man unterstützen. Dieser ruft am 15. August 1948 die Republik Korea aus. Die Führungsspitze im Norden reagiert wenige Wochen später mit der Ausrufung der Demokratischen Volksrepublik Korea. Beide Parteien beanspruchen für sich die alleinige Herrschaft im Land. Es kommt wiederholt zu Gefechten an der Grenze, bis schließlich am 25. Juni 1950 mit dem Einmarsch der nordkoreanischen Truppen der Krieg ausbricht. Kim Il-Sung hat sich zuvor das Einverständnis von Josef Stalin eingeholt, der jedoch klarstellt: "Falls die Amerikaner euch niedermachen, werde ich keinen Finger rühren!"
Kim Il-sung erwartet einen schnellen Sieg. Doch dieser bleibt aus, weil Truppen der USA und weiterer Nationen in den Krieg eingreifen. Zwar fällt nur drei Tage nach Beginn des Angriffs durch die Nordkoreaner Seoul, die Hauptstadt des Südens, doch ist der Vormarsch des Nordens nicht schnell genug. Dann, am 27. Juni befiehlt der Präsident der Vereinigten Staaten, Harry S. Truman, den Einsatz von Luftwaffe und Marine.
Ab dem 30. Juni werden auch Bodentruppen entsandt. Stalins Ankündigung zum Trotz, ist auch die UdSSR in den Konflikt involviert. So planen sowjetische Generäle die Angriffe des Nordens mit. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet am 31. Juli eine Resolution, die deshalb möglich ist, weil die UdSSR ihr Vetorecht nicht wahrnimmt. Somit ist der Militäreinsatz in Südkorea kein US-Kommando, sondern eine UN-Aktion.
Zu den beteiligten Ländern zählen unter anderem auch die Türkei und sogar das ostafrikanische Land Äthiopien, sowie Großbritannien, Südafrika und Griechenland. Als Reaktion darauf, sind nun auch direkt Soldaten der UdSSR beteiligt. Sie fliegen beispielsweise Düsenjets mit nordkoreanischem Hoheitsabzeichen. Als die UN-Truppen am 7. Oktober 1950 den 38. Breitengrad erreichen, spitzt sich abermals die Lage zu.
F-84 Thunderjets der US-Luftwaffe auf den Weg Richtung Norden
(Bild: Everett Collection/Shutterstock.com [1])Zu diesem Zeitraum sind bereits tausende Soldaten auf beiden Seiten gefallen. Als Pjönjang von den westlichen Truppen erobert wird, kommt Mao seinem Genossen Kim Il-Sung zu Hilfe. Die Lage verschärft sich weiter, als er über eine halbe Millionen (!) Soldaten in den Krieg schickt. Offiziell werden diese Soldaten als "Freiwillige" bezeichnet. Die UN-Truppen werden unter großen Verlusten nach Süden zurückgedrängt.
Jahrzehnte später wird dieser blutige Konflikt in der erfolgreichen US-Fernsehserie "M.A.S.H" (Mobile Army Surgery Hospitals) thematisiert. Anschaulich wird darin geschildert, wie sich Chirurgen und Pflegepersonal verzweifelt und unter Einsatz all ihrer Kräfte bemühen, direkt hinter den Frontlinien, verwundeten Soldaten aller Nationalitäten zu helfen. Als Vorlage für die Serie diente das Buch des amerikanischen Schriftstellers und Chirurgen Richard Hooker Jr., der seine bitteren Erfahrungen als Kriegschirurg in Korea verarbeitete.
Der Korea-Krieg wird von allen beteiligten Seiten auch gegen Zivilisten und Nichtkombattanten mit großer Brutalität geführt. Alle beteiligten Parteien verüben immer wieder Massaker an der Zivilbevölkerung. Vor allem auf der nordkoreanischen Seite sind es vor allem Frauen und Mädchen, die aus Angst vor sexuellen Übergriffen in großer Zahl aus ihrer Heimat fliehen und dabei in Richtung Süden Schutz suchen.
Von Seiten der Südkoreaner jedoch ist bekannt, dass sie viele ihrer Gefangenen nicht mitnehmen, sondern ermorden. So wütet eine verrohte Soldateska bei ihrem Rückzug im September und Oktober gegen alle "vermeintlichen" Kommunisten. Darunter auch Frauen und Kinder. Im Stellungskrieg gegen die Guerilla, löschen aber auch amerikanische Truppen ganze Dörfer aus.
Die Angst vor den Partisanen ist allgegenwärtig und führt zu grausamen Massakern. Um vermeintlichen Kommunisten "vorzubeugen", werden auch ganze Flüchtlingsgruppen niedergemetzelt. Die eigenen Truppen sollen auf keinen Fall mit dem "kommunistischen Virus" infiltriert werden. Von den vier Millionen geschätzten Toten, die dieser Konflikt in nur drei Jahren fordert, sind die meisten Zivilisten. Besonders der Einsatz von Napalm, das damals als "Wunderwaffe" angesehen wurde, richtet unbeschreibliches Leid an. Die Bilder von verbrannten Kindern schockieren die Weltöffentlichkeit.
Mit dem Ausbruch des Koreakriegs im Sommer 1950 wird Douglas MacArthur zum Oberbefehlshaber der UN-Truppen in Korea ernannt. Präsident Truman erteilt MacArthur die Genehmigung, in den Norden vorzustoßen, mit dem Ziel, Korea zu einem einzigen Staat zu vereinen. MacArthur ist ein hochdekorierter Kriegsheld. Als Sohn eines Army-Generals absolviert er die Militärakademie von West Point als Jahrgangsbester und befehligt bereits als junger Offizier entscheidende Schlachten im 1. Weltkrieg.
Bei seinen Untergebenen hat er sich den Ruf als unnachgiebig, aber gerecht erworben; bei Kampfeinsätzen taucht er immer wieder in vorderster Front auf. Als er 1942 vor den Japanern von den Philippinen fliehen muss, formuliert er jenen Satz, der ihn berühmt machen sollte: "I shall return". (Ich komme zurück!).
MacArthurs Selbstvertrauen ist riesig, aber nicht immer ein guter Ratgeber. So scheut er sich nicht, dem amtierenden Präsidenten Harry S. Truman während des Korea-Krieges öffentlich Ratschläge zu erteilen. Einer davon lautete, den Krieg bis nach China hineinzutragen und Atombomben einzusetzen.
Truman, noch traumatisiert vom Einsatz atomarer Waffen in Japan, ist gänzlich anderer Meinung und drängt McArthur zur Zurückhaltung an der Chinesisch-Koreanischen Grenze. Darauf hin veröffentlicht der General eine Erklärung gegen einen möglichen Waffenstillstand und plädiert stattdessen für die Fortsetzung des Krieges, im Gegensatz zur Politik der Truman-Regierung. Truman, außer sich vor Wut, entbindet MacArthur am 11. April 1951 von seinem Kommando.
Nach zahlreichen Verlusten für alle Seiten beginnen im Juli 1951 endlich die Waffenstillstandsverhandlungen. Inzwischen hat sich die Front am 38. Breitengrad stabilisiert und bewegt sich für den Rest des Krieges kaum noch. Da sich aber Tausende gefangener Chinesen und Koreaner weigern, in ihre Heimat zurückzukehren, kommen die Verhandlungen kaum voran. Kurz vor seiner Abberufung hatte General McArthur seinen Truppen versprochen, bis Weihnachten wieder zu Hause zu sein. Daraus wird nun nichts.
Die Nordkoreanische Armee, die der General voreilig geschlagen wähnte, hatte sich nur weitestgehend unbeschädigt zurückgezogen. Statt dessen sehen sich die UN-Soldaten nun mit einem "asymentrischen Krieg" konfrontiert, der überwiegend von Guerillas geführt wird. Auch China unterstützt weiterhin Nordkorea mit "Freiwilligenverbänden".
Es gibt auch deshalb keinen Frieden, weil Stalin dies nicht will. Nach den Worten des Potsdamer Militärhistorikers Bernd Stöver droht Trumans Nachfolger Dwight D. Eisenhower sogar noch einmal erneut mit dem Einsatz von Atomwaffen. Aber auch diese Drohungen beschleunigen die Verhandlungen nicht. Aufnahmen von verbrannten Menschen aus Hiroshima und Nagasaki aber, haben das Weltgewissen sensibilisiert, so dass von einem Einsatz abgesehen wird.
Ende Juli 1953 wird dann endlich ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Seit damals sind die Beziehungen zwischen dem Norden und dem Süden Koreas von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. In den vergangen Jahrzehnten haben sich Nord- und Südkorea auf eine Weise entwickelt, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte. Inzwischen hat sich Südkorea, einst eines der ärmsten Länder der Welt zur zwölftstärksten Wirtschaftsnation entwickelt. Nordkorea hingegen ist zwar eine Atommacht, wird jedoch seit Jahrzehnten in der dritten Generation vom Kim-Clan autoritär und diktatorisch regiert.
Die wirtschaftliche Entwicklung erinnert stark an das kommunistische Modell und wird durch die Arbeiterpartei vorgegeben. Auch China profitiert noch heute, trotz der großen Verluste, vom Koreakrieg, sagt Maximilian Ernst, Ostasien-Experte vom Centre for Security, Diplomacy and Strategy (CSDS) "Die kommunistische Führung in Peking verfolgte das Ziel, China als regionale Hegemonialmacht zu etablieren. Das machte es notwendig, die Machtprojektion der USA auf der koreanischen Halbinsel bereits im Jahr 1950 zurückzudrängen."
In der letzten "Tauwetterperiode" ab 2018 und nach den historischen Treffen zwischen Donald Trump und Nordkoreas Oberstem Führer Kim Jong-Un sowie mit dem Südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in, begannen viele von einem Friedensvertrag zu träumen. Der Gipfel endete jedoch vollkommen ergebnislos, ohne gemeinsame Abschlusserklärung.
Zu Beginn des Jahres 2020 musste man sich eingestehen: Die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea sind in einer Sackgasse. Der Ton seitens Nordkoreas wurde stetig aggressiver. Nordkorea kündigte den USA ein "besonderes Weihnachtsgeschenk" an, falls die Vereinigten Staaten nicht ihre Sanktionen lockern sollten. Der Stellvertreterkrieg hat weiterhin globales Konfliktpotenzial. Nach wie vor existiert kein Friedensvertrag – formell sind die USA also immer noch im Krieg mit Nordkorea.
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Robert Schwierkus
Zwischen Machtträumen und Kontrollverlust: Europas Versuch, die US-Ordnung zu beerben. Regelbasierte internationale Ordnung (Teil 2 und Schluss).
Im ersten Teil [1] der hier unternommenen Betrachtung ging es um einige der historisch belegbaren Probleme, die mit den üblichen Darstellungen der sogenannten "regelbasierten internationalen Ordnung" verbunden sind.
Darüber hinaus wurde die Idee vorgestellt, dass die landläufige westliche Vorstellung dieser Ordnung eher dem entspricht, was diverse kundige Beobachter als "liberale Hegemonie" unter Führung der USA herausgestellt und kritisiert haben.
Im vorliegenden zweiten Teil soll es nun spezifischer um die Hintergründe dafür gehen, dass, wie US-Historiker Marc Trachtenberg in seinem Fachbeitrag [2] zum Thema angemerkt hat, die konventionelle westliche Interpretation der internationalen Ordnung "keineswegs universell akzeptiert worden ist." Eine Tatsache, die bedeutsame Konsequenzen nach sich gezogen hat.
So hätten insbesondere nicht-westliche Großmächte wie Russland und China, "wenig überraschend", schon häufiger den Vorwurf artikuliert, "dass die Rhetorik über die regelbasierte Ordnung nur ein Deckmantel für US-amerikanischen Imperialismus sei."
Diplomatischer ausgedrückt, und doch ähnlich deutbar, hätten "viele Menschen in Ländern wie Indien" die Rückkehr Donald Trumps in das Weiße Haus begrüßt – "offenbar vor allem deshalb, weil sie das Gefühl hatten, dass 'Amerika unter Trump nicht länger darauf abzielen wird, seine Werte zu verbreiten und als globaler Verteidiger der liberalen internationalen Ordnung aufzutreten'.".
Ebenso weist Trachtenberg darauf hin, dass der US-geführte liberale Internationalismus "(s)elbst innerhalb der Vereinigten Staaten (…) seine Kritiker gehabt" hätte und nennt hier explizit die beiden namhaften US-Politologen John Mearsheimer [3] und Stephen Walt [4], die sich beide bereits 2018 in Buchform zu Wort gemeldet und die "liberale Hegemonie" unter Führung der USA als fehlgeleitete und letztendlich destruktive Strategie verurteilt hatten.
Im ersten Moment wirken solche Informationen erst einmal befremdlich auf viele Beobachter, da die theoretischen Prämissen einer liberal fundierten Ordnung eigentlich kaum Raum für Kritik lassen sollten.
Betrachtet man etwa die nationale Ebene, dann geht man bei einer solchen davon aus, dass ihr angehörende Staaten nach politischen Prinzipien wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, religiöser und sozialer Toleranz, und Achtung der Menschenrechte regiert werden.
Auf der internationalen Ebene zeichnet sich eine liberale Ordnung dadurch aus, dass die Beziehungen zwischen Staaten – zumindest in der Theorie – durch das Völkerrecht und internationale Institutionen oder Organisationen geregelt werden.
Wie aber im ersten Teil dieser Analyse bereits herausgestellt worden ist, gilt dies in der Praxis nicht durchgängig, und es kommt immer wieder zu Brüchen dieses Ordnungssystems – auch oder vor allem durch jene Staaten, die für sich in Anspruch nehmen, die hier beschriebenen liberalen Werte hochzuhalten.
Es ist eben dieser Widerspruch, der den entscheidenden Unterschied zwischen einer wahrhaftig liberalen oder regelbasierten Ordnung und dem, was Kritiker "liberale Hegemonie" nennen, ausmacht. Den Kern dieses Widerspruchs hat Stephen Walt klar gemacht:
"Befürworter der liberalen Hegemonie glauben nicht, dass liberale Ordnungen spontan entstehen oder sich von selbst erhalten. Im Gegenteil, sie sind der Ansicht, dass solche Ordnungen aktiver Führung durch mächtige Staaten bedürfen, die sich den liberalen Idealen zutiefst verpflichtet fühlen."
Im Rahmen dieser Logik sollte der Hegemon – sprich: der mächtigste Staat – im internationalen System außerdem "weitaus mächtiger bleiben als jedes andere Land" und dessen "Vorrangstellung nutzen, um liberale Werte weltweit zu verteidigen, zu verbreiten und zu vertiefen." Dass er dabei per Definition gegen die Ideale verstoßen muss, die er als "Verteidiger" dieses Systems eigentlich schützen sollte, wird von den nach wie vor zahlreichen Unterstützern nur allzu gern ausgeblendet.
John Mearsheimer hingegen hat die Realität dieses Widerspruchs relativ schonungslos beschrieben:
"Die Kosten der liberalen Hegemonie beginnen mit den endlosen Kriegen, die ein liberaler Staat führt, um die Menschenrechte zu schützen und die liberale Demokratie in der ganzen Welt zu verbreiten. Einmal auf der Weltbühne entfesselt, wird eine liberale unipolare Macht bald kriegssüchtig. (…)
Die liberale Hegemonie fördert auch auf andere Weise Instabilität. Mächtige liberale Demokratien neigen dazu, ehrgeizige Politiken unterhalb der Schwelle des Krieges zu verfolgen, die oft nach hinten losgehen und die Beziehungen zu den Zielländern vergiften. So mischen sie sich beispielsweise häufig in die Innenpolitik anderer Staaten ein."
Wie realitätsfremd Befürworter derartiger Politiken oft argumentiert haben, lässt sich rückblickend u.a. am Beispiel des Irakkriegs [5] von 2003 ablesen, dessen Folgen für die Menschen vor Ort und die ganze Region katastrophal gewesen sind und der – man kann es nicht oft genug betonen – auf Basis rein fingierter Evidenz begründet worden ist.
Gleichwohl war man sich im Angesicht immer lauter werdender Kritik [6] nicht zu schade dafür, "(e)ine Lanze für liberale Interventionen" zu brechen.
Dementsprechend sollte es eigentlich niemanden ernsthaft erschüttern, dass Mearsheimer in seinem Buch zum Thema feststellte, dass sich "(d)ie (US-)amerikanische Politik gegenüber der Ukraine, die von liberaler Logik geleitet ist, in erster Linie für die anhaltende Krise zwischen Russland und dem Westen verantwortlich" zeichne. Und doch handelt es sich hierbei um eine Einsicht, die, selbst in Anbetracht der erdrückenden Beweislage [7], viele westliche Beobachter vor große Herausforderungen stellt.
Erstaunlich zu beobachten ist diesbezüglich, wie betreffende Individuen im Angesicht der unvermeidbaren Konsequenzen ihrer Verirrungen weiter versuchen, an diesen festzuhalten [8] und unbequeme Wahrheiten auszublenden.
Das heißt, dass zwar Widerspruch im internationalen System registriert, dieser aber primär mit derselben problematischen Denkschablone wie zuvor interpretiert wird.
So sei etwa "(d)as Erschrecken über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine (…) auch deswegen so groß (gewesen), weil damit zum ersten Mal einer der kriegführenden Staaten des Zweiten Weltkriegs das nach 1945 von diesen Staaten geschaffene internationale Arrangement einseitig für obsolet erklärt" hätte. "Zu glauben, die Welt sei am 24. Februar 2022 eine andere geworden, setz(e) (jedoch) einen sehr europäischen und transatlantischen Blickwinkel voraus: Vertragstreue als die Regel."
Weite man hingegen "den Blick über das Staatenensemble des Zweiten Weltkriegs hinaus, versteh(e) man sofort, dass der Primat des Vertraglichen auf der Welt nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme (…) (und) (d)er Gott des Krieges, der Gewalt (…) allgegenwärtig geblieben ist."
Demzufolge sei "(d)er Glaube (…) irrig (gewesen), Demokratie, Marktwirtschaft und Freihandel würden ein derart attraktives Ensemble bilden, dass dessen Ausbreitung unaufhaltsam sei. Wir leb(t)en nicht in einer anderen, sondern in einer bekannten Welt", in der uns fremde Staaten und Zivilisationen nach wie vor, offenbar aus intrinsischer Barbarei heraus, ignorant gegenüber den benevolenten Segnungen westlicher Hochkultur seien.
Die Schlussfolgerung aus diesen erstaunlichen Einsichten fällt kaum realitätsfremder aus. So könnte "(d)er russische Angriff auf die Ukraine, der die kriegsentwöhnten Staaten (Europas) entsetzt und aufgeschreckt hat, (…) Anlass sein, erneut politisch, diplomatisch und wirtschaftlich groß zu denken." Die Strategie, die dem Autor im Kontext der gegenwärtigen globalen Veränderungen in den Sinn kommt, um "erneut groß zu denken", fällt dementsprechend aus:
"Der US-amerikanische Diplomat und Politiker Daniel P. Moynihan hat 1975 dafür plädiert, der Instrumentalisierung der Vereinten Nationen durch antiwestlich orientierte Staaten nicht länger tatenlos zuzusehen, sondern darauf mit einer Politik des 'liberalen Internationalismus' zu antworten. Diese könnte heute wieder aktuell werden."
Gleichwohl wäre es ein Fehler, derartige Ideen schlicht als Aussetzer einzelner Akteure in den Reihen europäischer Eliten zu interpretieren. Im Gegenteil sind hier nicht wenige der Ansicht [9], es gelte, entsprechende Politiken "– so gut es geht – unter europäischer Führung zu retten."
Jetzt, wo Trump [10] "Amerika (…) aus der Führungsrolle dieser (liberal-hegemonialen) Koalition herausgezogen" hätte, hätte er "damit die Frage aufgeworfen, wer sie in Zukunft einnehmen wird. Die Europäische Union ha(be) ihren Anspruch bereits angemeldet."
Diesem Tonus entsprechend hat Almut Rochowanski, in einem lesenswerten Beitrag [11] zum Thema, darauf hingewiesen, dass "einige Europäer (…) von einer unabhängigen europäischen Hegemonie außerhalb des Schattens Amerikas, als dritte Großmacht in der Welt (fantasieren)" würden.
Russland müsse und könne im Kontext dieses Vorhabens in die Knie gezwungen werden. Ein seit 2022 allzu oft beschworener Glaubenssatz europäischer Eliten, der, laut eines zitierten Insiders, "in exklusiven (Brüsseler) Gesprächsrunden (…) weit verbreitet, beunruhigend oberflächlich und nie hinterfragt" sei.
Wie derartige Vorstellungen mit der Realität auf dem ukrainischen Schlachtfeld in Einklang zu bringen sein sollen, lässt sich kaum nachvollziehen. Glaubwürdige Experten hatten schon vor Monaten auf die missliche Lage der Ukraine [12] hingewiesen. Hierbei handelt es sich um Bestandsaufnahmen, die kaum zu leugnen und von hochrangigen ukrainischen Militärangehörigen bestätigt [13] werden.
Dementsprechend wirkt es durchaus beunruhigend, wenn immer öfter von "Deutschlands Kriegspläne(n) [14]" zu lesen ist und kluge Beobachterinnen wie Rochowanski feststellen, es sei "inzwischen klar, dass europäische Führer es bevorzugen, dass der Krieg in der Ukraine fortgesetzt wird (…) und dass sie besessen davon sind, Russland eine Niederlage beizubringen."
Entgegen der zunehmend weniger glaubhaften Bekenntnis, dass Europa sich lediglich verteidigen wolle, komme sie zu einer gänzlich anderen Schlussfolgerung: "Europas Neobellizismus geh(e) es um Dominanz, nicht um Schutz vor Gefahr." Die hier betrachteten Äußerungen europäischer intellektueller Eliten geben dieser Einschätzung recht.
In Anbetracht derartiger Erwägungen kommt man kaum umhin, an Beiträge wie Kishore Mahbubanis Polemik "Hat der Westen den Verstand verloren? [15]" zu denken.
In diesem mahnte der international geschätzte Autor an, dass "die Ära westlicher Dominanz zu einem Ende komm(e)" und der Westen lernen müsse, dessen sich verändernden Status im internationalen System zu akzeptieren und andere von den eigenen Ideen zu überzeugen, statt zu dominieren.
Eine Botschaft, die im Westen eher selten auf Resonanz stößt, obgleich sie im Angesicht des vor unseren Augen ablaufenden relativen Abstiegs unseres Kulturraums [16] vermutlich kaum relevanter sein könnte.
Als Fazit wirkt es dementsprechend unvermeidlich, die anachronistischen Politiken europäischer Eliten, die auf einen einseitigen Erhalt westlicher Dominanz ausgerichtet zu sein scheinen, als problematisch und tendenziell eher destruktiv für die europäischen Bevölkerungen und den Rest der Welt einzuordnen.
Tatsächlich spricht vieles dafür, dass es eine konstruktivere Strategie [17] wäre, "sich 'an den historischen Realitäten' (zu) orientieren und sich 'auf ein würdevolles Abstiegsmanagement' aus(zu)richten statt auf 'Kulturkampf und alte Überlegenheitsfantasien'".
Das bedeutet nicht, Deutschland und Europa schlicht einem unweigerlichen Verfall preiszugeben, sondern vernünftig mit den Herausforderungen umzugehen, die eine veränderte Rolle im internationalen System zwangsläufig mit sich bringt. Die entscheidende Frage ist, wie das der etablierten europäischen Elite zu vermitteln wäre.
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.heise.de/tp/article/Die-regelbasierte-Ordnung-Eine-westliche-Illusion-11098259.html[2] https://direct.mit.edu/isec/article/50/2/7/133734/The-Rules-Based-International-Order-A-Historical[3] https://yalebooks.yale.edu/book/9780300248562/the-great-delusion/%C2%A0[4] https://us.macmillan.com/books/9781250234810/thehellofgoodintentions/[5] https://www.dw.com/de/irak-krieg-am-anfang-stand-die-l%C3%BCge/a-43279424[6] https://internationalepolitik.de/de/eine-lanze-fuer-liberale-interventionen[7] https://www.compactmag.com/article/how-decades-of-folly-led-to-war-in-ukraine/[8] https://internationalepolitik.de/de/liberaler-internationalismus[9] https://www.iccgermany.de/magazin-post/das-ende-der-regelbasierten-ordnung-mit-den-usa/[10] https://internationalepolitik.de/de/wegweiser-fuer-eine-komplexe-welt[11] https://jacobin.com/2025/11/europe-war-ukraine-strategy-peace/[12] https://responsiblestatecraft.org/ukraine-battlefield/[13] https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-11/andrij-hnatow-krieg-ukraine-stellungen-winter-rueckzug-drohne[14] https://www.berliner-zeitung.de/news/oplan-deu-das-ist-deutschlands-geheimer-kriegsplan-gegen-russland-li.10007743[15] https://www.penguin.co.uk/books/306226/has-the-west-lost-it-by-mahbubani-kishore/9780141986531[16] https://westendverlag.de/Der-Westen-im-Niedergang/2176[17] https://www.spiegel.de/ausland/autor-daniel-marwecki-ueber-die-welt-nach-dem-westen-ich-trauere-dem-abendland-nicht-hinterher-a-c74e388b-00b6-4ee5-b7ba-e6233e13ebcb
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Die Jahreszeit erzeugt auch in der Security-Branche allerlei Malaisen: Cloudflare verschluckt sich bös, NPM hat wieder Wurmbefall – und Christopher hustet.
Der Security-Podcast von heise gleicht einem Krankenlager. Bereits in der letzten Folge gesundheitlich angeschlagen, plagt sich Christopher von Hustenanfall zu Hustenanfall, ist aber nicht der einzige „Erkrankte“. Denn der Internet-Gigant Cloudflare hatte einen heftigen Schluckauf, den die Hosts sogleich thematisieren. Schließlich ist die Verfügbarkeit eine der drei wichtigen Faktoren für IT-Sicherheit.
Auch das npm-Ökosystem kränkelte und schlug sich wieder mit digitalen Parasiten herum. Eine neue Version des Shai-Hulud-Wurms infizierte hunderte Pakete und lud zehntausende Zugangsdaten auf Github hoch. Welche cleveren und gefährlichen Änderungen die unbekannten Autoren in der zweiten Ausgabe des recht nerdig benamten Gewürms unterbrachten, erzählt Christopher seinem Co-Host. Und anhand eines anderen „Internet-Wurms“ klärt Sylvester die grundsätzliche Frage: „Wat is’n Wurm? [1]“
Außerdem bespricht Sylvester – zum Aufnahmezeitpunkt noch bei relativ guter Gesundheit – das kürzlich publik gewordene Scraping bei WhatsApp, bei dem österreichische Forscher über 3,5 Milliarden Konten identifiziert und deren öffentliche Informationen analysiert haben. Dass es sich hier um das „größte Datenleck der Geschichte“ handele, dementiert jedoch nicht nur Whatsapp-Mutterkonzern Meta, sondern überraschend auch deren Messenger-Konkurrent Threema – und die Hosts schließen sich diesem Sentiment weitgehend an.
Zu guter Letzt hat Sylvester noch ein kurioses Thema ausgegraben: Ein Malware-Verbreiter nutzt Cache-Mechanismen im Browser, um Code, getarnt als Bild, einzuschleusen. Das ist keine hochtrabende Steganografie, sondern schlichte Trickserei mit dem Inhaltstyp (Content-Type). Whitehat-Hacker Marcus Hutchins fand das spannend und hatte Verbesserungsvorschläge [3], die Sylvester gemeinsam mit dem ursprünglichen Kniff nacherzählt.
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Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht erklärt die Fernmeldeaufklärung des Nachrichtendienstes des Bundes nach Klage von Bürgerrechtlern für verfassungswidrig.
Die weitgehende Praxis des Schweizer Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), die grenzüberschreitende Kommunikation mittels Funk- und Kabelaufklärung flächendeckend zu erfassen, steht vor dem Aus. Das eidgenössische Bundesverwaltungsgericht (BVGer) hat in einem Urteil vom 19. November entschieden, dass die aktuelle Informationsbeschaffung nicht mit der Bundesverfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) vereinbar ist (Az.: A-6444/2020). Hauptgrund: Die in der Schweiz praktizierte Form der "strategischen Fernmeldeaufklärung" (Sigint) biete keinen ausreichenden Schutz vor Missbrauch und verletze so die Grundrechte der Bürger.
Der NDB beschafft mit dem Abschnorcheln von Telekommunikation Informationen über sicherheitspolitisch bedeutsame Vorgänge im Ausland. Dazu wird die gesamte grenzüberschreitende Kommunikation erfasst und automatisiert anhand von Suchbegriffen (Selektoren) durchsucht. Rein schweizerische Kommunikation – also jeglicher Austausch, bei dem sich Sender und Empfänger in der Alpenrepublik befinden – darf zwar nicht verwendet werden. Doch die Erfassung breiter Datenströme als solche wurde bereits vom Bundesgericht (BGer) als Massenüberwachung eingestuft. Tatsächlich räumte der NDB auch selbst das Vornehmen einer verdachtsunabhängigen Rasterfahndung bereits ein [1].
Geklagt hatten der Verein Digitale Gesellschaft sowie mehrere Privatpersonen, darunter Journalisten und ein Rechtsanwalt. Sie monierten eine Verletzung ihrer Grundrechte: Aufgrund der anlasslosen Überwachung bestehe das Risiko, dass auch ihre Daten verarbeitet und möglicherweise ausgewertet würden. Das BGer hatte bereits 2019 festgestellt, dass die Beschwerdeführenden berechtigt sind, die Unterlassung der Funk- und Kabelaufklärung zu verlangen. Es wies das BVGer an, das System umfassend auf seine Konformität mit Verfassung und EMRK zu prüfen.
Das BVGer unterzog das Spionageregime einer strengen Überprüfung, orientiert an den Anforderungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR). Dieser verlangte im Urteil Big Brother Watch vs. Großbritannien [2] durchgehende Garantien zum Schutz vor Missbrauch. Der EGMR legte dabei besonderes Gewicht auf die vorgängige unabhängige Genehmigung, die durchgehende Aufsicht durch eine unabhängige Behörde und das Bestehen eines wirksamen Rechtsmittels zur nachträglichen Überprüfung.
In seinem jetzt veröffentlichten Urteil [3] hält das BVGer zwar fest, dass die Umstände, unter denen Kommunikation überwacht werden darf, hinreichend vorhersehbar seien. Es goutierte auch, dass die Kabelaufklärung vorab durch ein unabhängiges Gericht genehmigt werden muss. Dennoch kommt das Gericht zum Schluss, dass das anwendbare Recht keinen ausreichenden Schutz vor Missbrauch bietet. Insbesondere sei nicht gewährleistet, dass der NDB nur erhebliche und richtige Daten bearbeite.
Gravierend ist laut dem Beschluss, dass das Gesetz keine Instrumente zum Schutz journalistischer Quellen und anderer besonders schützenswerter Kommunikation wie etwa zwischen Rechtsanwalt und Mandant enthält. Ferner sei weder eine hinreichend effektive Kontrolle der Informationsbeschaffung sichergestellt, noch stehe Betroffenen ein tatsächlich wirksames Rechtsmittel für einen nachträglichen Check zur Verfügung. Die Beeinträchtigung der Grund- und Konventionsrechte der Beschwerdeführenden sei damit nicht gerechtfertigt.
Mit diesem Ergebnis müsste die Funk- und Kabelaufklärung eigentlich als Ganzes unterlassen werden. Das Gericht gab dem Gesetzgeber aber eine großzügige Frist von fünf Jahren: Vor dem Hintergrund der Bedeutung der Aufklärung für die Informationsbeschaffung des NDB und der laufenden Gesetzesrevision sollen die Mängel bis dahin behoben werden. Sollte bis 2030 kein rechtskonformer Zustand bestehen, ist die Funk- und Kabelaufklärung zwingend einzustellen. Das Urteil kann beim Bundesgericht noch angefochten werden.
Die Digitale Gesellschaft zeigte sich erfreut über den Erfolg ihrer Beschwerde [4]. Sie wertet das Urteil als historischen Entscheid. Nach Auffassung der Bürgerrechtsorganisation ist die Massenüberwachung durch den Geheimdienst ein Eingriff in die Freiheit, der sofort eingestellt werden müsse. Die gesetzlichen Fehler seien zu groß, um die Praxis aufrechtzuerhalten.
Der NBD erfüllt in der Schweiz die Aufgaben eines Auslandsgeheimdienstes sowie die eines Inlandsnachrichtendienstes zum Schutz der Verfassung. Er ist am ehesten mit einer Kombination aus dem deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) und dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vergleichbar. Hierzulande erklärte das Bundesverfassungsgericht den vom BND für Sigint-Zwecke verwendeten Datenstaubsauger [5] im Nachgang der Snowden-Enthüllungen für verfassungswidrig [6]. Der Bundestag hielt das Werkzeug aber prinzipiell für unverzichtbar und reformierte nur die Einsatzbedingungen [7].
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[1] https://www.heise.de/news/Schweizer-Geheimdienst-raeumt-verdachtsunabhaengige-Massenueberwachung-ein-9592420.html
[2] https://www.heise.de/news/Massenueberwachung-Gegner-siegen-dank-Snowden-Enthuellungen-in-Strassburg-4164607.html
[3] https://www.digitale-gesellschaft.ch/uploads/pdfs/urteil_kabelaufklaerung_bundesverwaltungsgericht_20251119.pdf
[4] https://www.digitale-gesellschaft.ch/2025/12/02/funk-und-kabelaufklaerung-verletzt-bundesverfassung-und-europaeische-menschenrechtskonvention-bundesverwaltungsgericht
[5] https://www.heise.de/news/BND-Strategische-Fernmeldeaufklaerung-ging-2018-etwas-zurueck-4839379.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Bundesverfassungsgericht-schraenkt-BND-Massenueberwachung-deutlich-ein-4723874.html
[7] https://www.heise.de/news/Geheimdienst-Bundestag-legalisiert-BND-Massenueberwachung-erneut-5999069.html
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Die Bundespolizei hat eine neue Einheit zur Abwehr von Drohnen in Dienst gestellt. Sie soll Spionage, Sabotage und Störungen des Luftverkehrs unterbinden.
Um Spionage, Sabotage und Störungen des Luftverkehrs [1] besser unterbinden zu können, baut die Bundesregierung Abwehrkapazitäten auf und rechtliche Hürden ab. Fachleute sagen: Besser spät als nie.
Die Bundespolizei baut ihre Kapazitäten zur Abwehr von Drohnen erheblich aus. Eine neue Einheit, die unbemannte Luftfahrzeuge aufspüren, abfangen oder abschießen soll, hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) jetzt in Dienst gestellt. Sie wird an Flughäfen, in der Hauptstadt und bundesweit in der Nähe sicherheitsrelevanter Objekte stationiert, um möglichst rasch am Einsatzort sein zu können.
Laut Bundesinnenministerium soll die neue Einheit rasch auf 130 Spezialkräfte anwachsen. Sie soll unter anderem KI-gestützte Störsysteme und automatische Abfangdrohnen einsetzen [2].
Die Bundesregierung [3] hat zudem mit der geplanten Reform des Bundespolizeigesetzes und des Luftsicherheitsgesetzes Änderungen auf den Weg gebracht, die einerseits der Bundespolizei dort, wo sie ohnehin für die Sicherheit zuständig ist – zum Beispiel an Bahnhöfen und Flughäfen – mehr Befugnisse geben.
Außerdem soll die neue Einheit in Amtshilfe die Landespolizeien unterstützen, wenn dies nötig ist und entsprechende Kapazitäten zur Verfügung stehen. Alle Spezialkräfte der Bundespolizei, zu denen nun auch die Drohnenabwehreinheit zählt, unterstehen der in Berlin angesiedelten Bundespolizeidirektion 11. Deren Leiter, Olaf Lindner, sagte, mit der neuen Einheit sende man eine Botschaft in die deutsche Gesellschaft und „in Richtung unserer Gegner“.
Parallel dazu soll ermöglicht werden, dass dort, wo die Mittel der Polizei nicht ausreichen und ein schwerer Unglücksfall droht, die Bundeswehr Drohnen unschädlich macht. Bislang sind dem Einsatz der Bundeswehr im Inland enge Grenzen gesetzt. Wer unerlaubt Drohnen über Flughäfen oder Kasernen der Bundeswehr fliegen lässt, ob es im Einzelfall um Spionage, Sabotage oder die irregeleitete Aktion eines Hobbypiloten geht, lässt sich oft nicht feststellen.
Im Gesetzentwurf zur Änderung des Luftsicherheitsgesetzes heißt es wörtlich: „Seit Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine ist ein deutlicher Anstieg der Meldungen über Sichtungen von illegalen unbemannten Luftfahrzeugen (Drohnen) über kritischen Infrastrukturen in Deutschland zu verzeichnen.“ Unter kritischer Infrastruktur versteht man etwa Flughäfen, Wasserwerke, Energieversorger und andere für das Funktionieren des Gemeinwesens wichtige Einrichtungen.
Dobrindt hat auch die Einrichtung eines Drohnenabwehrzentrums angekündigt, in dem bundesweite Lagebilder erstellt werden sollen. Details dazu will er mit den Landesinnenministern besprechen. In Bremen beginnt am Mittwoch die Herbstkonferenz der Innenministerinnen und Innenminister von Bund und Ländern.
„Es ist uns gelungen auch in diesem Jahr schon Drohnenabwehrtechnik zu beschaffen“, sagte Dobrindt. Dafür habe der Haushaltsausschuss des Bundestages für 2025 und 2026 insgesamt über 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, sagte, allein im begrenzten Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei habe es in diesem Jahr bereits Drohnensichtungen im niedrigen dreistelligen Bereich gegeben.
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[1] https://www.heise.de/thema/Luftfahrt
[2] https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2025/12/drohnenabwehrzentrum.html
[3] https://www.heise.de/thema/Bundesregierung
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Noch bis zum 7. Dezember 2025 wird die Cyber Week gefeiert, die hohe Rabatte auf verschiedene Balkonkraftwerke bietet. Exklusiv für Golem-Leser sind zwei Sets, bestehend aus Solarpaneelen und Speicher, besonders günstig im Angebot. Gegenüber dem Marktstart sind sie um mehr als 1.000 Euro reduziert. Da dieser Deal nur noch kurz verfügbar ist, sollten Interessenten nicht mehr lange warten.
Das Set "Kleines Kraftwerk XL-Quattro" besteht aus vier Solarpaneelen und der Anker Solarbank 3 Pro. Die Paneele kommen zusammen auf eine Leistung von bis zu 2.000 Watt. Da ihre Rückseite bifazial ist und seitliche Einstrahlung und Reflektionen mit neuester TopCon-Technologie ebenfalls in Energie umwandeln kann, erhöht sich die Maximalleistung bei perfekten Bedingungen auf bis zu 2.500 Watt.
Die Anker Solarbank 3 Pro mit einer Kapazität von 2,688 kWh speichert den produzierten Strom. Durch bis zu fünf Zusatzbatterien, die nicht im Set enthalten sind, erhöht sich die maximale Speicherkapazität auf bis zu 16,12 kWh. Die Solarbank ermöglicht den Anschluss von bis zu acht Paneelen und eine Gesamteingangsleistung von bis zu 3.600 Watt. So können Nutzer das Balkonkraftwerk sogar noch um vier Paneele erweitern. Im Speicher ist bereits ein Wechselrichter integriert, der Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Außerdem ist ein Smart Meter im Wert von 99 Euro bereits kostenlos im Cyber-Week-Deal von Kleines Kraftwerk enthalten. Er erfasst den Stromverbrauch des Haushalts in Echtzeit und sorgt so für maximale Transparenz.
Für Notfälle ist an der Außenseite der Anker Solarbank 3 Pro eine Steckdose mit 1.200 Watt Ausgangsleistung verbaut. So können während eines Stromausfalls der Kühlschrank weiterbetrieben und mobile Endgeräte geladen werden. Die Solarbank ist nach IP65 gegen Staub und Wasser geschützt und hält Temperaturen von bis zu -20°C stand. Der Hersteller gibt zehn Jahre Garantie, spricht aber von einer erwarteten Lebenszeit von 15 Jahren. In dieser Zeit sollen 6.000 Ladezyklen möglich sein.
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Golem Deal: Kleines Kraftwerk XL 2000Wp Quattro mit optionaler Halterung und Anker Solarbank 3 E2700 Pro
Cyber Week Rabatt sichernBis zum kommenden Sonntag ist das Set Kleines Kraftwerk XL-Quattro mit der Anker Solarbank 3 Pro noch zum Angebotspreis erhältlich. Golem-Leser profitieren von über 1.000 Euro Rabatt im Vergleich zum Marktstart und zahlen nur noch 1.149 Euro. Je nach Bedarf lassen sich noch verschiedene Halterungen bestellen, die statt 396 Euro nur noch 158 Euro kosten. Wer neben der Solarbank noch Zusatzbatterien bestellen möchte, erhält pro Batterie 300 Euro Preisnachlass und zahlt nur noch 599 Euro.
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Golem Deal: Kleines Kraftwerk XL 2000Wp Quattro mit optionaler Halterung und Anker Solarbank 3 E2700 Pro
Cyber Week Rabatt sichernWenn etwas weniger Leistung genügt, bietet sich das Set Kleines Kraftwerk Quattro an. Dessen vier Paneele kommen auf 1.800 Watt und dank der bifazialen Rückseite auf bis zu 2.250 Watt Gesamtleistung. Gespeichert wird der Strom in der Anker Solarbank 2 Pro, die eine Kapazität von 1,6 kWh aufweist und durch bis zu vier externe Batterien auf bis zu 15,1 kWh kommen kann. Auch diese Solarbank ist mit einem kostenlosen Smart Meter im Wert von 99 Euro ausgestattet.
Das Set Kleines Kraftwerk Quattro ist diese Woche noch für Golem-Leser ebenfalls über 1.000 Euro unter Marktstartpreis erhältlich und kostet nur noch 799 Euro. Halterungen sind für 158 Euro erhältlich (ursprünglich 279 Euro). Zusatzbatterien sind ebenfalls um 300 Euro im Preis gesenkt und kosten 599 Euro pro Stück. Wer seine Stromversorgung also autarker gestalten möchte, hat bis Sonntag noch die Chance, von den Sonderkonditionen für Golem-Leser während der Cyber Week bei Kleines Kraftwerk Gebrauch zu machen.
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Golem Deal: Kleines Kraftwerk Quattro (1800Wp) mit Anker Solarbank 2 E1600 Pro mit optionaler Halterung
Über 1.000 Euro sparenDieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf der Produkte über diese Links erhält Golem eine kleine Provision. Das ändert nichts am Preis der Artikel.

Der US-Konzern HPE sieht sich beim Thema Souveränität sehr gut aufgestellt. Das sagte HPE Chief Executive Officer Antonio Neri am 3. Dezember 2025 in Barcelona. "Ich denke also, HPE ist einzigartig positioniert, weil wir die Souveränität, die Daten und die Vorschriften verstehen."
Durch die veränderte Weltlage wollen viele Unternehmen trotz vermeintlich souveräner Clouddienste auf dem Markt ihre Workloads auf ihrer eigenen Infrastruktur hosten.
HPE habe fertige Bereitstellungen für die verschiedenen Kundengruppen, für private und öffentliche Cloudumgebungen und sogar Ad-hoc-Lösungen, betonte Neri. "Ich glaube also, dass wir diese Bedürfnisse auf eine Weise befriedigen können, wie es andere nicht können" , sagte er.
Die HPE Greenlake Services können über eine Steuerungsebene On-Premises-Rechenzentren, Colocations- oder Edge-Rechenzentren nutzen. HPE Greenlake will eine übergeordnete, hybride Cloudplattform sein, mit der Firmen ihre Infrastrukturen in eigenen Rechenzentren, in Colocation-Rechenzentren, an verteilten Standorten und in verschiedenen Clouds verwalten können. Die HPE-Infrastruktur im Bereich Server, Speicher und Netzwerk muss hierfür nicht gekauft werden, sondern wird über eine monatliche Nutzungsgebühr bezahlt. "Im Rahmen von Greenlake bieten wir auch Managed Services an, das heißt, wir betreiben auf Wunsch die Infrastrukturen im Rechenzentrum des Kunden oder in einem Colocation-Rechenzentrum" , sagte HPE-Sprecher Patrik Edlund im Gespräch mit Golem.
Hans-Christian Mangelsdorf, Chief Data Scientist beim Bundesaußenministerium, sagte auf der HPE Discover in Barcelona, dass das Auswärtige Amt als "weltweite Organisation" Kunde von HPE Greenlake sei. HPE Greenlake ermöglicht es, Cloudservices im Pay-per-use-Modell zu nutzen. Zu den angebotenen Services gehören Infrastruktur wie Computing und Storage sowie Datensicherung.
"Das Auswärtige Amt ist eine Organisation mit 12.000 Mitarbeitern, von denen ein beträchtlicher Teil, etwa 450, im IT-Bereich tätig ist. Das liegt schlicht daran, dass wir in gewisser Weise weltweit agieren und in jedem Land vertreten sind" , so Mangelsdorf weiter.
Das Ministerium habe vor zweieinhalb Jahren begonnen, auch für andere Bereiche der Regierung IT-Leistungen zu erbringen: "Das bedeutet im Grunde, dass das Auswärtige Amt auch Cloudanbieter ist." Das habe man getan, um "einfach eine Lücke in unseren Möglichkeiten zu schließen" , sagte Mangelsdorf, "insbesondere im Sinne der Datensouveränität" .
Man stelle dieses Cloudprodukt anderen Organisationen und Regierungsbehörden zur Verfügung. Mangelsdorf erklärte: "Man ist also souverän, wenn man tatsächlich in der Lage ist, jeden Bestandteil seines Technologie-Stacks und seiner Schichten selbst zu wählen." Abhängigkeiten gebe es aber immer.
Nach dem Patriot Act und dem Cloud Act sind alle US-Cloudanbieter auch im Ausland zur Zusammenarbeit mit der US-Regierung und deren US-Geheimdiensten verpflichtet. Anton Carniaux, Chefjustiziar von Microsoft France, räumte im Juni 2025 in einer öffentlichen Anhörung vor dem französischen Senat des Parlaments ein, das Unternehmen könne nicht garantieren, dass Daten europäischer Bürger vor der Weitergabe an die US-amerikanische Regierung geschützt seien.
Delos-Chef Georges Welz gestand im Januar 2023 sogar, dass Delos Cloud bei einem Handelskonflikt mit den USA nur einige Monate unabhängig von Microsoft betrieben werden könne, wenn die Updates ausblieben.

Im Winter häufen sich die Unfälle durch frühe Dunkelheit, überfrorene Straßen und schlechte Sicht deutlich. Oft reicht ein kurzer Moment der Unklarheit, und schon steht Aussage gegen Aussage. Eine Dashcam wie die von Redtiger kann in genau solchen Situationen wertvolle Dienste leisten: Sie dokumentiert in UHD-Qualität bei Tag und Nacht zuverlässig, was wirklich geschehen ist. Vor und hinter dem Fahrzeug.
Die Dashcam filmt nach vorne in echtem 4K (2160p) und hinten in Full HD (1080p). Der 170°-Weitwinkel deckt dabei auch die seitlichen Bereiche des Fahrzeugs mit ab. Ein Vorteil bei Glätteunfällen an Einmündungen oder beim Einparken auf vereisten Flächen. Dank des verbauten STARVIS-2-Sensors und der F1.5-Blende sind auch Nachtaufnahmen klar erkennbar. Helle und dunkle Bildbereiche gleicht die Kamera automatisch aus, besonders hilfreich bei blendendem Schnee oder schlechter Straßenbeleuchtung.
Die Installation erfolgt per Saugnapf an der Frontscheibe. Für die Rückkamera ist ein langes Verbindungskabel zum Anschluss an den Zigarettenanzünder im Lieferumfang enthalten. Durch die kompakte Bauweise bleibt die Sicht frei, selbst bei beschlagener Windschutzscheibe.
Ein integriertes GPS-Modul speichert Route, Tempo und Position. Nützlich, wenn etwa auf winterlichen Landstraßen ein Wildwechsel oder ein Ausweichmanöver zum Thema wird. Per 5.8 GHz WiFi lassen sich die Videos direkt aufs Smartphone übertragen, zum Beispiel, um bei kleineren Parkremplern schnell die Situation dokumentieren zu können. Im Stand sorgt der Parkmodus für Sicherheit: Er reagiert auf Erschütterungen und nimmt dann gegebenenfalls automatisch auf.
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Die Rückmeldungen verifizierter Käufer in den Amazon-Bewertungen sind eindeutig: Käufer loben die einfache Montage, die hohe Bildqualität bei Tag und Nacht sowie den verlässlichen GPS-Empfang. Auch die mitgelieferte Speicherkarte, die App-Anbindung und der schnelle Kundenservice werden regelmäßig positiv hervorgehoben. Einzelne Kritikpunkte betreffen die WLAN-Verbindung in Tiefgaragen oder die etwas verschachtelte Menüstruktur.
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(Bild: Banana Pi)
Das neue RISC-V-Compute-Module von Banana Pi kombiniert 8 GB RAM, 16 GB eMMC und viele Erweiterungsmöglichkeiten.
Der neue Banana Pi BPI-CM6 bringt einen bekannten Maker-Form-Faktor in die RISC-V-Welt. Das Core-Modul orientiert sich am Formfaktor des Raspberry Pi CM4/CM5. Herzstück ist der SpacemiT-K1-Chip, ein 8-Kern-Prozessor auf RISC-V-Basis mit 64-Bit-Architektur bei einer Taktung von 1,6 GHz, der zusätzlich 2 TOPS AI-Leistung bietet. Die integrierte GPU vom Typ IMG BXE-2-32 mit 819 MHz und 32 KB SLC unterstützt OpenGL ES 1.1/3.2, EGL 1.5, OpenCL 3.0 sowie Vulkan 1.3.
Das Modul ist in Varianten mit 8 oder 16 GB LPDDR4 erhältlich, dazu kommen bis 128 GB eMMC. Standardmäßig wird mit 8 GB RAM und 16 GB eMMC ausgeliefert. Für viele Maker reicht das locker, und wer doch mal die komplette Linux-Containerfarm testen möchte, hat zumindest die Option dafür. Mit an Bord sind außerdem ein Modul für WLAN und Bluetooth sowie ein integrierter RTL8211F-PHY für Gigabit-Ethernet.
Das Compute Module bietet verschiedene Interfaces, die mit einer passenden Tochterkarte genutzt werden können. Darunter befinden sich USB 3.0 und 2.0, HDMI-1.4, MIPI-DSI und MIPI-CSI. Weiter bietet das Modul 5 PCIe-2.1-Lanes und 10 UART-Interfaces und ein RGMII (Media Independent Interface).
Für Maker, die direkt loslegen wollen, gibt es ein passendes IO-Board. Für Erweiterungen können zwei M.2-Slots genutzt werden. Dazu USB 3.0 und USB 2.0. Für LAN-Verbindungen sind zwei RJ45-Ports verfügbar und für die Speichererweiterung ein microSD-Karten-Slot. Wer Displays oder Kameras ansteuern möchte, findet einen HDMI-1.4-Port, ein MIPI-DSI-Interface und gleich drei MIPI-CSI-Eingänge. Und natürlich ist auch ein 26-Pin GPIO-Header vorhanden, über den auf UART, I2C, SPI und PWM zugegriffen werden kann. Der Hersteller sieht Einsatzgebiete in NAS-Systemen, Smart Home und smarten Robotern. Die Stromversorgung findet über einen Rundstecker mit 12V/3A statt.
(Bild: Banana Pi [1])
Erhältlich ist das Compute Module alleine für 67 US-Dollar und in der Kombination mit dem IO-Board für 84 US-Dollar im Banana-Pi-Shop [2]. Für den Betrieb stehen auf der offiziellen Dokumentations-Seite [3] Images für Ubuntu und Debian bereit.
Mit seinen 40 × 55 mm bleibt das Core-Modul kompakt, das IO-Board misst 56 × 85 mm. Die Kombination richtet sich klar an Anwender, die schon wissen, was sie tun, und keine Angst haben, von ARM zu RISC-V zu wechseln. Viele Schnittstellen und ein Formfaktor, der bereits in zahlreichen Projekten etabliert ist, machen den BPI-CM6 zu einer interessanten Option.
Wer als Maker in RISC-V einsteigen will, bekommt in unserem Einstiegsartikel [4] eine helfende Hand gereicht.
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[2] https://www.bpi-shop.com/products/banana-pi-bpi-cm6-spacemit-k1-8-core-risc-v.html
[3] https://docs.banana-pi.org/en/BPI-CM6/BananaPi_BPI-CM6
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Was Tim Cook bei Apple bewirkt hat, welche Großbaustellen er hinterlässt und wer den altgedienten CEO ablösen könnte: Darum dreht sich Episode 110.
Tim Cooks Zeit als Apple-CEO geht ihrem Ende entgegen, uneins bleiben sich Beobachter, wie schnell der Führungswechsel kommt – und wer die Nachfolge antritt. Ein neuer Zenit steht jedenfalls bevor: Die hohe iPhone-Nachfrage dürfte Apple ein neues Rekordquartal mit unfassbaren Umsatzzahlen bescheren. Apples oberste Management-Ebene steckt derweil nach langen konstanten Jahren mitten im Umbruch: COO und CFO sind bereits ausgetauscht, der KI-Chef hat gerade seinen Posten verlassen.
In Episode 110 ziehen Malte Kirchner und Leo Becker eine Zwischenbilanz von Cooks langer Amtszeit als Apple-CEO: vom gigantisch gewachsenen Unternehmen und der durchoptimierten Lieferkette über neue Umsatzbringer wie Abo-Dienste bis zu den gern propagierten Werten – und wie viel davon geblieben ist. Wir diskutieren über Erfolgsprodukte ebenso wie die Flops und eine stetig wachsende Zahl an Baustellen. Auch die möglichen Cook-Nachfolger an der Apple-Spitze klopfen wir ab.
Der Apple-Podcast von Mac & i erscheint mit dem Moderatoren-Duo Malte Kirchner und Leo Becker im Zweiwochenrhythmus und lässt sich per RSS-Feed (Audio [2]) mit jeder Podcast-App der Wahl abonnieren – von Apple Podcasts über Overcast bis Pocket Casts.
Zum Anhören findet man ihn auch in Apples Podcast-Verzeichnis (Audio [3]) und bei Spotify [4]. Wir freuen uns über Feedback, Kritik und Fragen an podcast@mac-and-i.de [5].
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(Bild: Elena Uve/Shutterstock.com)
Nach langer Wartezeit gibt es einen Start-Termin für HBO Max: Am 13. Januar kommt das Streaming-Abo nach Deutschland. Los geht es ab 6 Euro im Monat.
Am 13. Januar 2026 kommt der Streaming-Dienst HBO Max nach Deutschland. Damit sind die HBO-Inhalte, die bislang bei Sky-Diensten zu sehen waren, erstmals in ihrem eigenen Streaming-Dienst beheimatet.
Wie andere Streaming-Dienste wird HBO Max in Deutschland in drei Stufen verfügbar sein, teilt Warner Bros. Discovery auf der Webseite von HBO Max mit.
Zu jedem Tarif ist ein Sport-Zusatzabo für monatlich 3 Euro erhältlich. Darin enthalten sind Eurosport 1 und Eurosport 2 mit Radsport, Tennis und anderen Sportarten.
Preislich orientiert sich HBO Max [1] damit an anderen Streaming-Diensten wie Disney+ und Netflix. Auch bei den Einschränkungen der jeweiligen Tarife findet man Ähnlichkeiten: Im Basis-Abo mit Werbung und im Standard-Abo kann man auf zwei Geräten gleichzeitig in Full-HD-Auflösung streamen. Das Standard-Abo verzichtet auf Werbung und bietet die Möglichkeit, 30 Inhalte fürs Offline-Schauen herunterzuladen.
Das volle HBO-Programm gibt es im Premium-Abonnement: Hier kann auf vier Geräten gleichzeitig gestreamt werden, die Auflösung steigt zudem auf 4K. Zudem steht in dieser Abo-Option Dolby Atmos für die Audiowiedergabe zur Verfügung. Im Premium-Abonnement können außerdem bis zu 100 Inhalte heruntergeladen werden.
Weitere Details bleibt Warner Bros. Discovery noch schuldig. Beispielsweise macht das Medienunternehmen keine Angaben zum HDR-Support – in den USA gibt es HDR nur im Premium-Plan. Unklar ist zudem, wie viel Werbung Nutzer im Basis-Abo mit Werbeunterbrechungen erwarten müssen. Auch hier könnte der Blick in die USA Aufschluss geben, wo HBO Max seine Nutzer auf sechs Minuten Werbung pro Streaming-Stunde [2] einstellt.
Im Vergleich zu den Kosten in den USA fallen die deutschen Abo-Preise moderat aus. Das Premium-Abo kostet im HBO-Heimatmarkt etwa 23 US-Dollar im Monat. Das ist aber möglicherweise nur eine vorübergehende Vergünstigung, um Nutzer für den Streaming-Dienst zu gewinnen, bevor die Preise unweigerlich angezogen werden. "Unsere Qualität gibt uns die Gelegenheit, die Preise anzuheben", sagte Warner-CEO David Zaslav laut Hollywood Reporter [3] kürzlich auf einer von Goldman Sachs veranstalteten Konferenz. "Wir glauben, dass wir viel zu günstig sind."
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[1] https://www.heise.de/news/HBO-Max-vor-Deutschlandstart-Wir-sind-viel-zu-guenstig-10640522.html
[2] https://www.pcworld.com/article/2820461/its-not-just-prime-video-max-shows-50-more-ads-now.html
[3] https://www.hollywoodreporter.com/business/business-news/david-zaslav-tv-terrible-hbo-max-password-sharing-crackdown-1236367283/
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(Bild: Amazon Prime Video)
Im Dezember startet bei Amazon die 2. Staffel von „Fallout“. Netflix zeigt „Jay Kelly“ und bei Disney+ läuft „Die Rosenschlacht“.
Der Streaming-Monat Dezember hat allerlei neue Filme und Serien bei den großen Streamingdiensten im Gepäck. Zu den Highlights in diesem Monat zählt unter anderem die tragische Komödie „Jay Kelly“ mit George Clooney und Adam Sandler. Außerdem startet bei Amazon die 2. Staffel der Videospiel-Adaption „Fallout“.
Die Tragikomödie „Jay Kelly“ erzählt die Geschichte des namensgebenden, erfolgreichen Schauspielers, der von George Clooney verkörpert wird. Jay findet sich in einer emotionalen Lebenskrise wieder, als er innerhalb kurzer Zeit seine Schauspielkarriere infrage stellt, vom Tod eines alten Freundes erfährt und sich gleichzeitig mit dem schwierigen Verhältnis zu seinen Töchtern auseinandersetzen muss. Während seine älteste Tochter Jessica (Riley Keough) schon seit Jahren nichts mehr mit ihm zu tun haben will, begibt sich nun seine jüngere Tochter Daisy (Grace Edwards) auf eine Reise nach Italien, bevor sie aufs College geht.
Dies nimmt Jay als Abnabelungsprozess wahr, was ihn dazu veranlasst, unter dem Vorwand, ein Filmfestival zu besuchen, ebenfalls nach Europa zu reisen. Dabei begleitet ihn sein Freund und Manager Ron Sukenick (Adam Sandler), mit dem er nicht nur skurril-witzige Situationen durchlebt, sondern auch sein bisheriges Leben reflektiert und feststellt, dass er bedeutende Momente mit seinen Liebsten verpasst hat. Erste Trailer verraten, dass „Jay Kelly“ eine vielversprechende Mischung aus Situationskomik und Melancholie ist, die ab dem 05. Dezember 2025 bei Netflix [1] läuft.
Am 17. Dezember 2025 kehrt die postapokalyptische Videospiel-Adaption „Fallout“ bei Amazon Prime Video [3] mit der 2. Staffel zurück. Ein kleiner Wermutstropfen an der Sache ist, dass die acht neuen Folgen im wöchentlichen Rhythmus und nicht auf einmal erscheinen. Das erhöht zwar Spannung und Vorfreude, ist aber für passionierte Binge-Watcher eher nervig. Im Mittelpunkt der zweiten Staffel steht weiterhin die Vault-Bewohnerin Lucy (Ella Purnell), die das triste Ödland zwischen Mutanten und zwielichtigen Fraktionen nach ihrem Vater Hank (Kyle MacLachlan) durchsucht.
Bei ihrer Suche trifft sie unter anderem auf Maximus (Aaron Moten), einen Anwärter der „Stählernen Bruderschaft“ sowie den Kopfgeldjäger und ehemaligen Schauspieler Cooper Howard (Walton Goggins), der auch als „Der Ghul“ bekannt ist. Cooper begleitet Lucy in der 2. Staffel schließlich in die Stadt New Vegas, die den meisten Fans der Fallout-Spielereihe bekannt vorkommen dürfte. Dort hofft Lucy, endlich ihren Vater zu finden, um ihn mit seiner möglichen Beteiligung an der Apokalypse und anderen kriminellen Machenschaften zu konfrontieren.
Die Dramödie „Die Rosenschlacht“ ist eine moderne Neuinterpretation des Kultfilms „Der Rosenkrieg“ aus dem Jahr 1989. Beide Filme basieren auf dem gleichnamigen Roman von Warren Adler. „Die Rosenschlacht“ handelt von Ivy (Olivia Colman) und Theo Rose (Benedict Cumberbatch), die eine scheinbar perfekte Ehe mit dazu passenden, guten Jobs und tollen Kindern führen.
Als Theo sich jedoch nach einem plötzlichen Karriereknick in der Rolle des Hausmanns wiederfindet und Ivy zeitgleich große berufliche Erfolge feiert, bekommt die Fassade des Vorzeigepaares angesichts der neuen Situation schnell erhebliche Risse. Die einstige traute Zweisamkeit verwandelt sich schnell in einen handfesten Konflikt zwischen verletzten Gefühlen, skrupellosen Anwälten und gefährlichen Machtspielchen. „Die Rosenschlacht“ ist ab dem 03. Dezember 2025 bei Disney+ [7] zu sehen.
Die folgende Tabelle zeigt alle neuen Filme und Serien, die im Dezember bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video erscheinen und im Abopreis inbegriffen sind. Titel, die bei Amazon ausschließlich zum Einzelkauf oder zum Leihen verfügbar werden, sind nicht angegeben.
| Disney+ | Release |
| Filme | |
| Zurück in die Zukunft I-III | 01.12. |
| Shrek 1-3 | 01.12. |
| Die Rosenschlacht | 03.12. |
| 9-1-1: Nashville | 03.12. |
| Gregs Tagebuch 3: Jetzt reicht’s! | 05.12. |
| Mickys tägliche Weihnacht | 05.12. |
| Ostfrieslandkrimis | 10.12. |
| Micky & Minnies Lieder: Weihnachten | 17.12. |
| Atze Schröder live „Schmerzfrei“ | 17.12. |
| Charlotte Link – Ohne Schuld | 17.12. |
| Zwei Supertypen in Miami – Der Herr der Sonne | 17.12. |
| Zwei Supertypen in Miami – Der Schatten des Ninja | 17.12. |
| Zwei Supertypen in Miami – Die Rache des Gonzales | 17.12. |
| Made in Korea | 24.12. |
| The Lowdown | 26.12. |
| Serien | |
| Are you sure?!: Staffel 2 | 03.12. |
| Der Name der Rose: Staffel 1 | 03.12. |
| Micky und Minnies Weihnachtslieder: Staffel 1 | 03.12. |
| Miraculous – Geschichten von Ladybug und Cat Noir: Staffel 6 | 03.12. |
| Triff Iron Man und seine fantastischen Freunde: Staffel 1 | 03.12. |
| Die Abenteuer der jungen Jedi: Staffel 3 | 08.12. |
| SOKO Stuttgart: Staffel 15+16 | 10.12. |
| SOKO Köln: Staffel 19+21 | 10.12. |
| Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache: Staffel 3 | 10.12. |
| Percy Jackson – Die Serie: Staffel 2 | 10.12. |
| Criminal Minds: Evolution: Staffel 18 | 10.12. |
| The End of an Era: Staffel 1 | 12.12. |
| Tracker: Staffel 3 | 17.12. |
| Ein Schritt zum Abgrund: Staffel 1 | 17.12. |
| Die Notärztin: Staffel 1 | 17.12. |
| WaPo Berlin: Staffel 1-3 | 17.12. |
| WaPo Bodensee: Staffel 1-5 | 17.12. |
| WaPo Duisburg: Staffel 1+2 | 17.12. |
| WaPo Elbe: Staffel 1+2 | 17.12. |
| Watzmann ermittelt: Staffel 2-4 | 17.12. |
| Spidey und seine Super-Freunde: Staffel 4 | 23.12. |
| Bare für Rares: Staffel 1 | 24.12. |
| Schmugglern auf der Spur: Staffel 8 | 31.12. |
| Law & Order: Special Victims Unit: Staffel 14-17 | 31.12. |
| Little Angel: Staffel 8 | 31.12. |
| Amazon | Release |
| Filme | |
| Antboy: Die Rache der Red Fury | 01.12. |
| Antboy: Superhelden Hoch 3 | 01.12. |
| Antboy: Der Biss der Ameise | 01.12. |
| The Merchants of Joy | 01.12. |
| Mann unter Feuer (2004) | 01.12. |
| Arctic Convoy - Todesfalle Eismeer | 01.12. |
| Lucy ist jetzt Gangster | 02.12. |
| Aloha Aloha - Die Chance auf Glück | 02.12. |
| Oh.What.Fun. | 03.12. |
| Plötzlich Star | 04.12. |
| Bride Wars - Beste Freundinnen | 05.12. |
| Checker Toby und die Reise zu den fliegenden Flüssen | 05.12. |
| Mr. & Mrs. Smith - Director's Cut | 07.12. |
| Die Jury | 08.12. |
| Beautiful Wedding | 09.12. |
| Parthenope | 10.12. |
| Spider-Man: A New Universe | 10.12. |
| Merv | 10.12. |
| Fight Club | 11.12. |
| Tell Me Softly | 12.12. |
| What's Your Number? Der perfekte Ex | 13.12. |
| Der Wolf und der Löwe | 15.12. |
| Der Herr der Ringe: Die Gefährten | 15.12. |
| Der Herr der Ringe: Die zwei Türme | 15.12. |
| Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs | 15.12. |
| Six Days - 6 Tage Zeit | 15.12. |
| Mortal Kombat (2021) | 15.12. |
| Elektra | 15.12. |
| Krieg Der Götter | 3D | 16.12. |
| Miraculous: Ladybug & Cat Noir - Der Film | 18.12. |
| Der Medicus | 18.12. |
| Cleaner | 21.12. |
| The Strangers: Chapter 1 | 22.12. |
| Wonka | 22.12. |
| Quiet Life | 24.12. |
| Alles Fifty Fifty | 27.12. |
| Serien | |
| Hubert ohne Staller: Staffel 12 | 05.12. |
| Uns bleibt immer morgen: Staffel 1 | 06.12. |
| SpongeBob Schwammkopf: Staffel 9 | 09.12. |
| Fallout: Staffel 2 | 17.12. |
| Human Specimens: Staffel 1 | 18.12. |
| Masha And The Bear: Staffel 1-7 | 22.12. |
| Miss Sophie - Same Procedure As Every Year: Staffel 1 | 22.12. |
| Netflix | Release |
| Filme | |
| Matt Rife: Unwrapped - A Christmas Crowd Work Special | 02.12. |
| My Secret Santa | 03.12. |
| Lali: La que le gana al tiempo | 04.12. |
| I Wish You Had Told Me | 04.12. |
| Jay Kelly | 05.12. |
| Love and Wine | 05.12. |
| Als mein Vater Weihnachten rettete 2 | 05.12. |
| The New Yorker: Die ikonische Zeitschrift wird 100 | 05.12. |
| Jay Kelly – Das Making-of | 05.12. |
| Embrace – Du bist schön | 08.12. |
| Frohe Schenknacht mit Elmo und Mark Rober | 08.12. |
| Masaka Kids – ein innerer Rhythmus | 09.12. |
| Simon Cowell: The Next Act | 10.12. |
| Lost in the Spotlight | 11.12. |
| The Fakenapping | 11.12. |
| Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery | 12.12. |
| Robby Hoffman: Wake Up | 14.12. |
| Mord in Monaco | 17.12. |
| 10DANCE | 18.12. |
| The Great Flood | 19.12. |
| Die Stunde der Mutigen | 19.12. |
| Breakdown: 1975 | 19.12. |
| 28 Years Later | 19.12. |
| A Quiet Place: Tag Eins | 19.12. |
| Elway – Vom Underdog zum Super Bowl Champion | 22.12. |
| Wonka | 22.12. |
| Goodbye June | 24.12. |
| Tom Segura: Teacher | 24.12. |
| Blacklight | 25.12. |
| Cover-Up | 26.12. |
| Ricky Gervais: Mortality | 30.12. |
| Serien | |
| Love is Blind: Italy | 01.12. |
| With Love, Meghan: Holiday Celebration | 03.12. |
| The Abandons | 04.12. |
| The Believers: Staffel 2 | 04.12. |
| The Price of Confession | 05.12. |
| Owning Manhattan: Staffel 2 | 05.12. |
| Sicily Express | 05.12. |
| Pro Bono | 06.12. |
| Pax Massilia: Staffel 2 | 09.12. |
| Badly in Love | 09.12. |
| Record of Ragnarok: Staffel 3 | 10.12. |
| Das Unglück: Staffel 2 | 10.12. |
| Had I Not Seen the Sun: Teil 2 | 11.12. |
| Man Vs Baby | 11.12. |
| Kasaba: Die Kleinstadt | 11.12. |
| Tomb Raider: The Legend of Lara Croft: Staffel 2 | 11.12. |
| Stadt der Schatten | 12.12. |
| Weihnachten zu Hause: Staffel 3 | 12.12. |
| Die tierischen Fälle von Kit und Sam: Kapitel 6 | 15.12. |
| Culinary Class Wars: Staffel 2 | 16.12. |
| What's In The Box | 17.12. |
| The Manny: Season 3 | 17.12. |
| Emily in Paris: Staffel 5 | 18.12. |
| King of Collectibles: The Goldin Touch: Staffel 3 | 23.12. |
| Cashero | 26.12. |
| Stranger Things 5: Ausgabe 2 | 26.12. |
| Members Only: Palm Beach | 29.12. |
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Andreas Müller
Das Schneefernerhaus auf der Zugspitze, 2.650 m.ü.N.N.
(Bild: Julian Mutter / IFEX, JMU)
Neues KI-Kamerasystem auf der Zugspitze ist das wohl höchstgelegene aktive UAP-Observatorium weltweit – und dient zugleich als Härtetest. Ein Überblick.
Auf der Terrasse der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus unterhalb der Zugspitze hat das "Interdisziplinäre Forschungszentrum für Extraterrestrik" (IFEX) der Universität Würzburg ein KI-gestütztes AllSky-Kameraobservatorium zur Erfassung unidentifizierter Flugobjekte und anomaler Phänomene (UFOs/UAPs) installiert. Gleichzeitig dient die neue SkyCAM-7 als Testplattform für einen angedachten späteren Einsatz eines ähnlichen Systems auf dem Mars.
Schon seit Jahren entwickelt das IFEX verschiedene Varianten seiner SkyCAM-Reihe und betreibt sie an mehreren Standorten. Dazu gehören die Station an der "Blue Box" im norwegischen Hessdalen – einem seit Jahrzehnten bekannten Hotspot für ungewöhnliche, UFO-artige Lichtphänomene – sowie ein System auf dem Dach der Uni Würzburg. Dort wird ein KI-Modell trainiert, das profane Himmelsobjekte wie Insekten, Vögel, Flugzeuge, Satelliten oder Meteore zuverlässig von unbekannten, potenziell anomalen Erscheinungen unterscheiden soll.
AllSky-Kamerasystem der "SkyCAM-7".
(Bild: Andreas Maurer / IFEX, JMU)Weltweit ist das Interdisziplinäre Forschungszentrum für Extraterrestrik (IFEX) [1] das erste Forschungszentrum, an dem neben Weltraumforschung und Entwicklung von Raumfahrttechnologien auch UAPs/UFOs ganz offiziell im Forschungskanon einer hochrangigen Universität [2] erforscht werden. Hierzu arbeitet das IFEX nicht nur mit einer Reihe interdisziplinär Forschender, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, sondern auch mit langjährigen zivilen UFO-Forschern und Journalisten als assoziierte Mitglieder zusammen.
Technische Grundlage der SkyCAM-Reihe ist das vom IFEX entwickelte Konzept ADEOS ("Anomaly Detection and Observation System") [3]. Dabei handelt es sich um ein modular aufgebautes UAP-Detektionssystem, das verschiedene Sensortypen kombiniert und über eine Client-Server-Architektur gesteuert wird. Zentrales Element ist eine All-Sky-Kamera im sichtbaren Spektrum. ADEOS soll künftig weiter ausgebaut und zugleich an mehreren Orten betrieben werden.
Die Würzburger Forscher verfolgen aber nicht nur ein erweitertes irdisches Netzwerk aus Observatorien, sondern arbeitet auch an einer möglichen Einbindung der SkyCAM-Technologie in eine derzeit noch in der Planungsphase befindliche künftige deutsche Marsmission. Im Rahmen der DLR-Forschungsinitiative VaMEx ("Valles Marineris Explorer [4]") entwickelt das IFEX gemeinsam mit anderen Partnern Ansätze, wie ein robotischer Schwarm das weitläufige Canyon-System Vales Marieris auf dem Mars erkunden könnte. Das Würzburger Team ist über das Projekt VaMEx3-MarsSymphony [5] beteiligt. Das MarsSymphony-Missionspaket wird – wie die übrigen VaMEx-Projekte – durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert.
Im Zentrum der IFEX-Beiträge stehen drei Elemente: Ein Schwarm ultraleichter Sensor-Drohnen, die sich ähnlich wie Ahornsamen schraubend über große Flächen verteilen sollen; eine Relais- und Gateway-Einheit zur Kommunikation zwischen Bodenrobotern und einem Marsorbiter und ein ADEOS-basiertes Mars-SkyCAM-Modul, das den Mars-Himmel überwachen soll.
"Ein weiteres Modell, der Prototyp eines Observatoriums, befindet sich auf dem Dach des Uni-Campus in Würzburg", erläutert der IFEX-Vorsitzende Prof. Hakan Kayal." Dort beobachtet eine All-Sky-Kamera den gesamten Himmel und registriert sämtliche Flugobjekte, die darüber hinwegfliegen. Weitere solcher Observatorien sind derzeit in Planung. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz lernen diese Systeme, bekannte irdische Flugobjekte (Vögel, Insekten, Ballons, Flugzeuge, Satelliten usw.) von vermeintlich unbekannten Phänomenen zu unterscheiden.
Die UAP Kamera für MarsSymphony wird allerdings signifikante Neuerungen beinhalten und auf die spezifischen Anforderungen für MarsSymphony ausgelegt sein. Dazu zählt u.a. ein automatisches Nachführsystem, sodass Meteore oder UAPs durch hochauflösende Kameras aufgenommen werden können.
Durch die Integration eines Kamerasystems zur Himmelsbeobachtung auf dem Gateway erfolgt ein wichtiger Entwicklungsschritt hin zu einem Detektionssystem für Kurzzeitphänomene in der Marsatmosphäre und zur Erforschung von UAP. Im Rahmen des Vorhabens soll damit ein bisher terrestrisches System für die Atmosphärenbeobachtung und die Erforschung von UAPs für den Einsatz in Explorationsmissionen prototypisch vorbereitet werden.
Die Integration der Würzburger Technologie in die geplante Gateway-Einheit würde somit eine kontinuierliche Beobachtung des Mars-Himmels aus bislang unerreichter Perspektive ermöglichen.
Mit der Installation der neuen SkyCAM-7 auf 2.656 Metern Höhe an der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus [6] hat das IFEX nun eine weitere, besonders anspruchsvolle Teststation geschaffen. Die ehemalige Hotelanlage, heute Deutschlands höchstgelegene Forschungsstation, bietet harsche Bedingungen, die denen des Mars teilweise ähneln: extreme Witterung, große Temperaturschwankungen und eine sehr exponierte Lage. Genau deshalb hat das Team die Installation auch noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch abgeschlossen.
Andreas Müller, Jahrgang 1976, ist Fachjournalist für Anomalistik mit Spezialgebiet UFOs/UAPs, Herausgeber des Nachrichtenportals GrenzWissenschaft-Aktuell.de [7] und Autor der Sachbuchreihe "Deutschlands UFO-Akten". Er ist Mitglied am "Interdisziplinären Forschungszentrum für Extraterrestrik (IFEX) an der Universität Würzburg und im Advisory-Board der "Society for UAP Studies" (SUAPS) tätig.
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Links in diesem Artikel:[1] http://www.uni-wuerzburg.de/ifex/[2] https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/einblick/single/news/uap-neu-im-forschungskanon/[3] https://www.informatik.uni-wuerzburg.de/raumfahrttechnik/projekte/aktive/adeos/[4] https://www.vamex.space/[5] https://www.uni-wuerzburg.de/ifex/forschung-projekte/extraterrestrik/vamex3-marssymphony/[6] https://schneefernerhaus.de/[7] https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/
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Thomas Pany
KI-generierte Grafik
Öffentlich-Rechtliche und Verlage schlagen Alarm: Big Tech entzieht Medien Reichweite und Einnahmen. Das neue Bündnis fordert klare Regeln und faire Vergütung.
Ein bemerkenswertes Bündnis schlägt Alarm: Die öffentlich-rechtliche ARD und die Verlegerverbände BDZV sowie MVFP haben sich zum gemeinsamen Kampf gegen die Übermacht der US-Tech-Riesen zusammengeschlossen.
In einem gemeinsamen Appell fordern sie von der Politik eine strikte Regulierung von Plattformen wie Google und Meta sowie von Künstlicher Intelligenz.
Nach Angaben von DWDL.de [1] wollen ARD und das "Bündnis Zukunft Presse" aus BDZV und MVFP mit ihrer gemeinsamen Erklärung einen "offenen Austausch über den gesellschaftlichen und demokratischen Wert von Medien" einladen.
Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Bedrohung: Laut dem Kölner Medienwissenschaftler Martin Andree kontrolliert Google 88 Prozent des Suchmaschinenmarkts, Meta dominiert mit 85 Prozent bei Social Media, YouTube beherrscht 78 Prozent des kostenlosen Video-Streamings.
Wie Telepolis [2] bereits vor einem Jahr berichtete, fließen zwischen 70 und 90 Prozent aller digitalen Werbeinvestitionen an diese US-Monopolisten.
Die Auswirkungen sind verheerend: Selbst erfolgreiche deutsche Nachrichtenseiten wie spiegel.de erreichen zwar 29 Millionen Nutzer monatlich, diese verbringen dort aber nur 18 Minuten im Monat – gerade einmal eine halbe Minute täglich.
Bei der Süddeutschen Zeitung sind es sogar nur neun Minuten monatlich, wie Telepolis [3] unter Berufung auf Martin Andrees Forschung berichtete. ARD-Vorsitzender Florian Hager warnt laut Presseportal [4]:
"Wir erleben gerade eine Erschütterung gewachsener medialer Strukturen: Demokratien werden weltweit politisch angegriffen, KI-Agenten torpedieren Ausgewogenheit, Tech-Konzerne bestimmen in ihren Monopolen den Blick der Menschen auf die Welt."
Eine neue Dimension der Bedrohung entsteht durch Künstliche Intelligenz. KI-gestützte Suchmaschinen fassen journalistische Inhalte zusammen, ohne dass Nutzer die ursprünglichen Webseiten besuchen müssen. Dadurch verschwinden sowohl die Finanzierungsgrundlage als auch die Sichtbarkeit der Originalquellen.
MVFP-Vorstandsvorsitzender Philipp Welte [5] von Hubert Burda Media erklärt:
"Die unheilvolle Konzentration medialer, ökonomischer und zunehmend politischer Macht in den Händen weniger Tech-Monopole gefährdet die freie Meinungsbildung und damit unsere liberale Demokratie."
Das Bündnis markiert einen strategischen Wandel. Wie Telepolis [6] bereits zuvor berichtete, haben die Verlegerverbände beim BDZV-Kongress einen "medialen Kriegszustand" ausgerufen. Nach Jahren des erfolglosen Bittstellertums wollen sie nun offensiv für ihre Relevanz als "systemrelevante" Infrastruktur der Demokratie kämpfen.
BDZV-Vorstandsvorsitzender Matthias Ditzen-Blanke [7] betont:
"Medienfreiheit und -vielfalt sind keine Selbstverständlichkeit mehr."
Das "Bündnis Zukunft Presse" sei eine koordinierte medienpolitische Plattform, die erstmals die strategische Arbeit beider Verlegerverbände unter einem Dach bündele, wie Meedia [8] mitteilt.
Die Medienallianz fordert einen modernen Ordnungsrahmen, der die Sichtbarkeit journalistischer Inhalte sichert, Transparenz bei Algorithmen schafft und faire Vergütung für die Nutzung redaktioneller Inhalte garantiert. Dabei berufen sie sich auf Artikel 5 des Grundgesetzes und den gesellschaftlichen Auftrag freier Medien.
Parallel unterstützen über 75 zivilgesellschaftliche Organisationen ähnliche Forderungen. Wie Telepolis [9] im März deses Jahres berichtete, verlangen sie von der neuen Bundesregierung eine wirksame Kontrolle der Plattformen und eine konsequente Durchsetzung des EU-Rechts.
Der gemeinsame Appell zeigt: Die deutsche Medienbranche geht davon aus, dass nur ein geschlossenes Vorgehen gegen die Übermacht der US-Tech-Plattformen noch eine Chance auf Erfolg haben könnte. Ob diese späte Einsicht ausreicht?
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.dwdl.de/nachrichten/104744/ard_und_verleger_fordern_regulierung_von_techriesen_und_ki/)[2] https://www.telepolis.de/article/YouTube-Google-Co-Die-Elefanten-gegen-die-unsere-Medien-kaum-eine-Chance-haben-10200914.html[3] https://www.telepolis.de/article/Online-Journalismus-Ist-das-Netz-der-Totengraeber-des-Journalismus-10184452.html[4] https://www.presseportal.de/pm/29876/6170768[5] https://www.presseportal.de/pm/29876/6170768[6] https://www.telepolis.de/article/Kampfansage-der-Verlage-gegen-Plattformen-Jetzt-geht-es-um-alles-10661475.html[7] https://www.presseportal.de/pm/29876/6170768[8] https://meedia.de/news/beitrag/18511-bdzv-und-mvfp-gruenden-quot-buendnis-zukunft-presse-quot.html[9] https://www.telepolis.de/article/Plattformregulierung-Breites-Buendnis-fordert-staerkere-Kontrolle-sozialer-Medien-10305081.html
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