Mit Apps von Klemens Strasser und Leo Mehlig sind bei den App Store Awards 2025 auch Entwickler aus Deutschland und Österreich vertreten.
Mit dem nahenden Jahresende vergibt Apple traditionell seinen Redaktionspreis im App Store – so auch in diesem Jahr. Bei den App Store Awards 2025 sind unter den 45 Finalisten auch Entwickler aus Deutschland und Österreich dabei. Die Redakteurinnen und Redakteure vergeben die Trophäe in den Bereichen Innovation, Nutzererfahrung und kultureller Einfluss und in verschiedenen Geräteklassen.
"Insane" – auf Deutsch: verrückt – Klemens Strasser aus Österreich bringt die Bedeutung der Nominierung für seine App "Art of Fauna" [1] mit einem Wort auf den Punkt. Tatsächlich war es für den unabhängigen Entwickler schon jetzt ein außergewöhnliches Jahr. Bereits im Sommer, im Juni, gewann er mit dem Puzzle, das sehr stark auf Inklusion setzt, den begehrten Apple Design Award.
Zwei Apple-Preise in einem Jahr
Sollte er nun auch in der Rubrik "Kultureller Einfluss" der App Store Awards die Trophäe nach Hause tragen können, wäre er einer von weltweit ganz wenigen, die eine solche Kombination schon einmal geschafft haben. Der diesjährige Design-Preis war für ihn bereits der zweite, dreimal war er schon Finalist. Der Grazer arbeitete früher bei Flexibits und Nuki, bevor er sich selbstständig machte, um seine eigenen Ideen zu verwirklichen.
Auch Leo Mehlig kann sein Glück kaum fassen. Auf X zeigte er sich in einer ersten Reaktion stolz über die Nominierung. Seine App Structured [2], die er zusammen mit seinem Team in Berlin entwickelt, ist Finalist als iPad-App des Jahres. Die Chance auf die Trophäe ist mit nur zwei Mitbewerbern nicht gering. Structured ist ein Tagesplaner mit integrierter To-Do-Liste, der einen grafischen Ansatz verfolgt. Die App wurde inzwischen über 15 Millionen Mal heruntergeladen und liegt in 30 Sprachen vor.
Leistungsschau des App Stores
Wie in den Vorjahren hat Apple einen bunten Strauß aus Apps geknüpft, der sich über die verschiedenen Plattformen erstreckt und die Vielfalt des Angebots im App Store zeigen soll. Es ist eine Art Leistungsschau, was auf Apples Plattformen möglich ist, in wie viele Bereiche Apps hineinwirken und was die Entwickler so können. In der Rubrik "iPhone App des Jahres" konkurrieren zum Beispiel eine To-Do-App (Tiimo), eine App für Krafttraining (LADDER) und eine App für Musiker (BandLab) um die Trophäe. Die komplette Liste [3] kann bei Apple eingesehen werden.
Für die Entwickler ist ein App Store Award eine prestigeträchtige Auszeichnung. Die ausgewählten Apps sind im Laufe des Jahres alle schon einmal im App Store vorgestellt worden. Die zusätzliche Nominierung sorgt zum Jahresende, wenn viele Geräte verschenkt werden und die Menschen Muße haben, neue Apps und Spiele auszuprobieren, für weiteres Aufsehen. Im Grunde sind also alle Finalisten jetzt schon Gewinner – egal, ob es am Ende für den blauen Block im App-Store-Icon-Design reicht oder nicht.
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Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/news/iPhone-Spiel-The-Art-of-Fauna-Die-Kunst-lehrreich-und-unterhaltsam-zu-sein-10282807.html [2] https://www.heise.de/hintergrund/Mit-Struktur-zum-Erfolg-Wie-eine-iPhone-App-vom-Hobby-zum-Hauptberuf-wurde-7157566.html [3] https://www.apple.com/de/newsroom/2025/11/apple-announces-finalists-for-the-2025-app-store-awards/ [4] https://www.heise.de/mac-and-i [5] mailto:mki@heise.de
Polestar stattet seine gesamte Modellpalette mit Googles Sprachassistenten Gemini aus. Ab 2026 können Autofahrer mit dem Chatbot sprechen.
Gemini soll in die Polestars einziehen.Bild:
Polestar
Polestar wird Googles Gemini-KI-Assistenten in seine komplette Modellreihe integrieren . Die KI-Technik werde über ein kommendes Google-Update in allen Fahrzeugen ab dem Polestar 2 verfügbar sein, teilte der Hersteller mit.
Der Elektroautohersteller präsentiert den KI-Assistenten auf der Slush-Start-up-Konferenz in Helsinki, wo Besucher Gemini im kommenden Polestar 5 erleben können. Die Veranstaltung findet vom 19. bis 20. November 2025 statt.
Gemini stellt einen erheblichen Fortschritt gegenüber dem aktuellen Google Assistant dar und verfügt über generative KI-Fähigkeiten. Nutzer könnten mit dem System in natürlicher Sprache interagieren, statt auf vordefinierte Befehle angewiesen zu sein, teilte Polestar mit.
Das System umfasst eine Funktion namens Gemini Live, die mit dem Sprachbefehl "Hey Google, lass uns reden" aktiviert werden kann. Diese Funktion ermöglicht es Fahrern, Rückfragen zu stellen und während der Fahrt ausführliche Gespräche zu führen.
Verbesserte Sprachinteraktion für E-Autos
Sid Odedra, Leiter der UI/UX-Entwicklung bei Polestar, erklärte, die Integration spiegele die kontinuierlichen Bemühungen des Unternehmens zur Weiterentwicklung der digitalen Benutzeroberfläche wider.
Der Zeitplan sieht vor, dass Gemini ab 2026 für Polestar-Fahrer verfügbar gemacht wird. Die anfängliche Verfügbarkeit beschränkt sich auf US-Englisch, wobei das Unternehmen die Sprachunterstützung in nachfolgenden Updates erweitern wird.
Die Integration unterliegt bestimmten Einschränkungen, da Funktionen je nach Abonnementstatus und Fahrzeugkonfiguration variieren können.
Polestar ist mit seinem Schritt nicht allein. Viele Autohersteller integrieren KI-Systeme in ihre Fahrzeuge, meist jedoch von OpenAI.
Prime Video hat eine neue Stargate-Serie in Auftrag gegeben. Sie wird von Martin Gero entwickelt, der schon bei Stargate: Atlantis dabei war.
Amazon MGM Studios entwickelt eine neue Stargate-Serie.Bild:
Amazon MGM Studios
Die US-amerikanische Branchenwebseite Variety berichtet , dass Prime Video ein neues Stargate-Projekt in Auftrag gegeben hat. Es wird von Martin Gero entwickelt, dem Schöpfer der Serie Blindspot.
Über den Inhalt der neuen Serie ist noch nichts bekannt. Produziert wird sie von Amazon MGM Studios.
Von Stargate Atlantis zum neuen Stargate
Gero begann vor 20 Jahren seine Karriere beim Fernsehen als Story Editor bei Stargate: Atlantis. Er war fünf Jahre lang an allen drei Stargate -Serien beteiligt.
Das ist für Fans eine sehr gute Nachricht, da damit die Chancen steigen, dass die neue Serie kein Reboot, sondern in Kontinuität zu den alten Serien fortgeführt wird. Bestätigt ist das natürlich noch nicht, Gero sagte aber, Stargate sei Teil seiner DNA, er habe schließlich alles, was er über Fernsehserien wisse, bei diesem Franchise gelernt.
Er erklärte, dass die neue Serie für all jene sei, die das Universum am Leben erhalten hätten. Er freue sich aber auch auf ein neues Publikum. Gero sagte: "Ich verspreche euch, dass es außergewöhnlich wird."
Er wird als Autor, ausführender Produzent und Showrunner der neuen Serie fungieren. Weitere ausführende Produzenten sind Joby Harold und Tory Tunnel sowie Dean Devlin und Roland Emmerich, die den originalen Kinofilm schrieben. Emmerich inszenierte ihn auch. Brad Wright und Joe Mallozzi, die über lange Zeit die kreativen Köpfe des Stargate-Universums waren, dienen als konsultierende Berater.
Die Historie von Stargate
Seit dem Kauf des MGM-Katalogs durch Amazon wurde auf die Ankündigung eines neuen Stargate-Projekts gewartet, gehört das Franchise doch zu den Kronjuwelen unter den MGM-Titeln.
Seinen Anfang nahm Stargate im Jahr 1994 mit einem Kinofilm. Später folgte die Serie Stargate SG-1, die es auf zehn Staffeln brachte. Ableger waren Stargate: Atlantis mit fünf und Stargate: Universe mit zwei Staffeln. Es gab auch noch Fernsehfilme, eine Zeichentrick- und eine Webserie.
Mit MacOS Tahoe 26.2 lassen sich mehrere Macs zu einem KI-Cluster verbinden – vier Mac Studio erreichen gemeinsam 2 TByte Speicher.
Mac Studio von hintenBild:
Apple
Apple geht den enormen Speicher- und Rechenbedarf für KI-Anwendungen mit einem überraschenden Ansatz an. Das kommende MacOS Tahoe 26.2 bietet eine Funktion, mit der Anwender mehrere Macs über Thunderbolt 5 zu einem Cluster vernetzen können – speziell zugeschnitten auf KI-Entwicklungsarbeit, wie Engadget berichtet .
Die Neuerung richtet sich an Entwickler und Forscher, die substanzielle Rechenleistung für das lokale Ausführen großer Sprachmodelle benötigen. So können vier via Cluster verbundene Mac Studio gemeinsam auf bis zu 2 TByte Unified Memory zugreifen. Das ist nach Angaben von Apple ausreichend, um das Kimi-K2-Thinking-Modell mit einer Billion Parametern zu betreiben.
Der Ansatz unterscheidet sich grundlegend von früheren Mac-Clustering-Versuchen, die an Bandbreitenbeschränkungen scheiterten. Ältere Implementierungen nutzten oft Hubs, die Geschwindigkeiten von nur 10 GB/s boten. Die neue Lösung schöpft die volle 80-GB/s-Kapazität von Thunderbolt 5 aus. Das ist zugleich der Nachteil des Systems: Es erfordert moderne Hardware.
Hardwareanforderungen und Energieverbrauch
Die Clustering-Funktion ist mit den Modellen M4 Pro Mac Mini, M4 Pro/Max Macbook Pro und Mac Studio mit Thunderbolt 5 kompatibel. Anwender benötigen lediglich Standard-Thunderbolt-5-Kabel zur Verbindung kompatibler Macs, ohne spezialisierte Netzwerkhardware oder Adapter.
Apple demonstrierte einen Cluster aus vier Mac Studio, der das Kimi-K2-Thinking-Modell ausführte. Das Set-up verbrauchte im Betrieb weniger als 500 Watt. Zum Vergleich: Nvidias RTX-5090-GPU ist mit 575 Watt spezifiziert, wobei die tatsächliche Leistungsaufnahme unter Last darüber liegen kann.
Das 14-Zoll-Macbook Pro mit M5-Chip, derzeit der einzige verfügbare M5-Mac, unterstützt ausschließlich Thunderbolt 4. Damit kann der neueste Apple-Silicon-Prozessor die Clustering-Funktion nicht nutzen.
MLX-Integration und Neural-Accelerator-Zugriff
Das MacOS-Tahoe-26.2-Update bringt außerdem MLX-Framework-Unterstützung für die Neural Accelerators des M5-Chips. Diese Integration könnte die KI-Inferenz-Performance auf kompatibler Hardware verbessern, wenngleich Tests mit dem M5-Macbook-Pro noch ausstehen.
Apples Open-Source-Projekt MLX findet zunehmend Anklang bei Entwicklern, die mit Machine Learning auf Mac-Hardware arbeiten. Die Fähigkeit des Frameworks, direkt auf Neural Processing Units zuzugreifen, kann die Verarbeitungszeiten reduzieren.
Kostenbetrachtung für die Implementierung
Ein Mac Studio mit 512 GByte Unified Memory mit M3-Ultra-Chip startet bei knapp 12.000 Euro. Auch wenn das viel Geld ist, insbesondere wenn vier Stück verbunden sind: Für so manche Anwendung könnte sich das durchaus lohnen.
Das Veröffentlichungsdatum für MacOS Tahoe 26.2 wurde nicht bekannt gegeben.
Nvidia veröffentlicht Quartalszahlen. Analysten erwarten über 50 Prozent Wachstum. Doch Sorgen um Bewertungen und Großinvestoren-Verkäufe verunsichern.
Der Chiphersteller Nvidia [1]gibt am Mittwoch nach Börsenschluss seine Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt. Analysten rechnen mit einem Wachstum bei Umsatz und Nettogewinn von jeweils über 50 Prozent.
Die Zahlen gelten als wichtiger Gradmesser für die gesamte Technologiebranche. "Wie es Nvidia geht, so geht es auch dem Markt", erklärt Scott Martin [2], Chef-Anlagestratege bei Kingsview Wealth Management, gegenüber Bloomberg.
Die Aktie des Unternehmens ist in diesem Jahr bereits um 37 Prozent gestiegen, deutlich mehr als der Nasdaq 100 mit knapp 17 Prozent. Doch nach einem Höchststand vor vier Wochen verlor die Aktie mehr als zehn Prozent.
Nvidias Wachstum hängt stark von den Ausgaben großer Technologiekonzerne ab. Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta machen zusammen mehr als 40 Prozent des Umsatzes aus, so [4]Bloomberg.
Diese Unternehmen wollen laut Bericht ihre KI-Ausgaben [5] in den kommenden zwölf Monaten um 34 Prozent auf 440 Milliarden US-Dollar erhöhen. Das Risiko liegt darin, dass diese Zusagen auch wieder zurückgenommen werden könnten.
Michael O'Rourke, Chef-Marktstratege bei Jonestrading, warnt laut Bloomberg deshalb: "Diese Akteure im KI-Bereich haben sich sehr bemüht, die Erwartungen kontinuierlich zu steigern, und jetzt müssen sie nicht nur die Zahlen liefern, sondern auch die steigenden Erwartungen des Marktes weiter nähren". Das sei ein gefährliches Spiel für börsennotierte Unternehmen.
Blackwell-Serie soll nächste Wachstumsphase einleiten
Besonders aufmerksam werden laut Bericht Investoren [6], die Zahlen zur neuen Blackwell-Produktserie verfolgen. Diese Chips sollen die nächste Wachstumsphase des Unternehmens [7] vorantreiben. Blackwell liefert laut Nvidia die 2,5-fache Leistung der Vorgängerserie Hopper beim Training von KI-Systemen.
Auch die Margenentwicklung im Geschäft der Rechenzentren [8]wird genau beobachtet. Dieser Bereich machte im zweiten Quartal fast 90 Prozent des Umsatzes aus. Jake Seltz, Portfoliomanager bei Allspring Global Investments, erwartet laut Bloomberg "ziemlich solide Zahlen". Entscheidend werde aber die Prognose für das nächste Quartal sein.
Analysten gehen davon aus, dass sich das Umsatzwachstum in den kommenden Jahren verlangsamen wird. Für das Geschäftsjahr 2026 wird ein Plus von fast 60 Prozent erwartet, gefolgt von 41 Prozent im Jahr 2027 und 22 Prozent im Jahr 2028.
Prominente Investoren ziehen sich zurück
Trotz der positiven Aussichten haben einige prominente Investoren ihre Positionen reduziert oder ganz aufgegeben. Der Hedgefonds von Peter Thiel etwa verkaufte seine gesamte Nvidia-Beteiligung im dritten Quartal. Auch die SoftBank Group gab ihre Position auf, um andere KI-Investitionen zu finanzieren.
Michael Burry, bekannt durch seine Wetten gegen den Immobilienmarkt während der Finanzkrise 2008, kaufte laut Bloomberg Put-Optionen auf Nvidia-Aktien. Er hatte zuvor vor einer Blase im Zusammenhang mit KI gewarnt.
Eine Analyse von 909 Hedgefonds zeigt, so heißt es bei Bloomberg, dass sich die Positionen in Nvidia im dritten Quartal fast gleichmäßig auf diejenigen verteilten, die ihre Anteile erhöhten, und jene, die sie reduzierten. Ob diese Verkäufe eher mit Gewinnmitnahmen oder einer pessimistischen Einschätzung zusammenhängen, bleibt offen.
Wettbewerb nimmt zu, Großkunden entwickeln eigene Chips
Nvidia dominiert den Markt für KI-Beschleuniger mit einem Anteil von etwa 90 Prozent. Doch der Wettbewerb nimmt zu. Advanced Micro Devices (AMD) hat Verträge mit OpenAI und Oracle abgeschlossen, was zeigt, dass das Unternehmen als Alternative an Glaubwürdigkeit gewinnt.
Gleichzeitig versuchen große Kunden wie Amazon, Google und Microsoft, ihre Abhängigkeit von Nvidia zu verringern, indem sie eigene Chips entwickeln. Nvidia reagierte darauf, indem es seine NVLink-Technologie für Produkte anderer Unternehmen öffnete.
Geopolitische Risiken belasten China-Geschäft
Ein weiteres Risiko sind die US-Handelsbeschränkungen. Im April musste Nvidia eine Wertberichtigung von 5,5 Milliarden US-Dollar vornehmen, weil ein US-Verbot die Lieferung des H20-Chips nach China untersagte.
Später wurde der Verkauf zwar wieder erlaubt, doch dann forderte die Regierung in Peking chinesische Unternehmen auf, Nvidias Produkte zu meiden.
Konzernchef Jensen Huang versucht, die US-Regierung davon zu überzeugen, dass mehr Geschäfte mit China im Interesse der nationalen Sicherheit der USA liegen. Eine konkrete Vereinbarung gibt es bisher aber nicht.
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Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/tp/article/5-Billionen-Dollar-Marktwert-Nvidia-erreicht-was-niemand-zuvor-schaffte-10966138.html [2] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-19/nvidia-earnings-report-to-show-status-of-ai-spending-boom [3] https://www.heise.de/tp/article/TSMC-Umsaetze-verlangsamen-sich-Zweifel-an-KI-Boom-wachsen-11072449.html [4] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-19/nvidia-earnings-report-to-show-status-of-ai-spending-boom [5] https://www.heise.de/tp/article/Kuenstliche-Intelligenz-Wo-Investoren-die-besten-Chancen-finden-11069700.html [6] https://www.heise.de/tp/article/GenAI-verschlingt-40-Milliarden-Dollar-ohne-messbaren-Nutzen-11071758.html [7] https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-11-05/nvidia-s-hopper-blackwell-ai-chips-are-market-leaders-can-intel-amd-compete [8] https://www.heise.de/tp/article/Wird-Deutschland-zur-Datenkolonie-USA-haben-16-mal-mehr-Rechenpower-als-wir-11075794.html
Zwei simple Schritte senken den Konsum nachweislich – doch nur eine Kombination funktioniert wirklich, zeigt eine Studie mit 8.000 Teilnehmern.
Alkohol [1]gehört für viele zum normalen Leben dazu. Ob am Wochenende oder nach dem Feierabend – beim geselligen Beisammensein wird gern das eine oder andere Gläschen geleert.
Für manche geht es sogar so weit, dass ein Leben ohne Alkohol nicht mehr als besonders schön empfunden wird. Diesen Eindruck hat etwa eine Reportage Y-Kollektivs vermittelt, die inzwischen aber wieder aus dem Netz entfernt wurde.
Reporterin Carolin hatte sich einem Selbsttest unterzogen, der dann unter dem Titel "30 Tage Challenge: So schwierig war es, keinen Alkohol zu trinken!" veröffentlicht wurde. Ihr wohl ironisch gemeintes Fazit war: Ein Leben ohne Alkohol sei nicht so schön. Es gehe zwar auch ohne, aber mit mache es mehr Spaß.
Die Reaktionen ließen damals nicht lange auf sich warten und zahlreiche Youtuber griffen die Reportage auf und warfen dem Y-Kollektiv vor, den Konsum von Alkohol zu verharmlosen. Inzwischen ist das Video wieder aus dem Netz verschwunden. Warum, kann man sich heute noch in der ZDF-Mediathek anschauen [2].
Das Problem bleibt allerdings: Auch wenn Alkohol einen Abend geselliger machen kann, so birgt er dennoch ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Doch auch wenn die Einsicht vorhanden ist, so fällt das Aufhören oftmals nicht leicht. Australische Forscher haben aber eine Strategie entwickelt, die wirklich helfen könnte, weniger zu trinken.
Alkohol als unterschätztes Krebsrisiko
Sie knüpft daran an, dass Alkohol nicht nur Genussmittel ist, sondern auch Krebs [3]auslösen kann. Wie Untersuchungen gezeigt haben, ist das Krebsrisiko, das mit dem Alkoholkonsum einhergeht, vielen nicht bekannt [4].
Allein in Deutschland gehen jährlich etwa 22.000 Krebsneuerkrankungen [5] auf das Konto von Alkohol. Männer sind besonders gefährdet: Sie trinken im Durchschnitt 24 Gramm Reinalkohol pro Tag – eine Menge, die als gesundheitlich riskant gilt.
Doch Alkohol erhöht nicht nur das Krebsrisiko. Er steht auch in Verbindung mit einem ganzen Strauß an Problemen: vorzeitigem Tod, Herzerkrankungen, Verdauungsproblemen und einem erhöhten Demenzrisiko.
Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass Alkohol für etwa sieben Prozent aller vorzeitigen Todesfälle weltweit verantwortlich ist.
Eine Kombination, die nachweislich wirkt
Wissenschaftler testeten in einer großen Studie mit knapp 8.000 Teilnehmern verschiedene Ansätze zur Alkoholreduktion. Über sechs Wochen wurden unterschiedliche Ansätze und Botschaften kombiniert.
Das Ergebnis war eindeutig [6]: Nur eine Kombination führte tatsächlich zu weniger Alkoholkonsum. Die Teilnehmer sahen einen Werbespot, der über das Krebsrisiko durch Alkohol aufklärte. Gleichzeitig wurden sie aufgefordert, ihre Getränke zu zählen.
Diese Gruppe reduzierte ihren Konsum um 0,87 Getränke pro Person und Woche – ein messbarer Erfolg. Andere Ansätze, etwa nur der Werbespot oder andere Verhaltenstipps, motivierten zwar zu Reduktionsversuchen, senkten aber die tatsächlich getrunkene Menge nicht.
"Viele Menschen wissen nicht, dass Alkohol krebserregend ist. Das ist eine wichtige Information, die Trinker haben sollten", erklärte Studienleiterin [7] Simone Pettigrew.
Das Zählen der Getränke ist eine konkrete Schutzstrategie. Sie hilft, den eigenen Konsum zu überwachen und bewusst zu steuern. Statt vage Vorsätze zu fassen, schafft diese Methode klare Orientierung.
Weitere wirksame Strategien sind: Trinkgrenzen festlegen und einhalten, "Nein" zu angebotenen Getränken sagen, langsam trinken und nicht versuchen, mit anderen mitzuhalten.
Warum "Warum" wichtiger ist als "Wie"
Die Studie zeigte: Botschaften, die erklären, warum man weniger trinken sollte, motivieren stärker als reine Anleitungen. Besonders wirksam sind Informationen über Gesundheitsschäden wie Krebs – vor allem, wenn sie mit negativem emotionalem Ton präsentiert werden.
Diese Erkenntnis stammt auch aus der Tabakkontrolle: Kampagnen, die vor den Folgen des Rauchens warnen, sind erfolgreicher als solche, die nur Tipps zum Aufhören geben.
Aufklärung [8]ist auch deshalb wichtig, weil sie als Gegengewicht zur Alkoholwerbung dient. Im Vergleich mit Tabak, darf Alkohol in Deutschland weitgehend ungehindert beworben werden. Nur der Jugendschutz setzt hier Grenzen.
Zudem erhöht öffentliche Aufklärung die Akzeptanz für strengere politische Maßnahmen wie höhere Steuern oder Werbeverbote.
Deutschland: Hohes Konsumniveau, hohe Kosten
In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 10,2 Litern Reinalkohol pro Jahr – ein Spitzenwert in Europa. Rund 7,9 Millionen Erwachsene trinken in gesundheitlich bedenklichem Ausmaß.
Die Folgen sind dramatisch: Jährlich sterben etwa 47.500 Menschen an den Folgen von Alkohol, Männer sind überproportional betroffen.
Die volkswirtschaftlichen Kosten belaufen sich auf rund 57 Milliarden Euro pro Jahr. Über 40 Milliarden davon sind indirekte Kosten durch Produktivitätsverluste und Frühverrentungen.
Alkohol stört den Schlaf – auch in kleinen Mengen
Viele Männer trinken abends ein Bier oder Glas Wein, um besser einzuschlafen [9]. Doch das ist ein Trugschluss. Selbst geringe Mengen – etwa zwei Standardgetränke innerhalb von drei Stunden vor dem Schlafengehen – stören den REM-Schlaf.
Dieser Traumschlaf ist wichtig für Gedächtnis und Emotionsregulation. Alkohol verzögert ihn und reduziert seine Dauer. In der zweiten Nachthälfte kommt es zu einem "Rebound-Effekt" mit unruhigem, leichtem Schlaf.
Höhere Dosen – drei bis sechs Gläser – können zwar beim Einschlafen helfen, führen aber später zu noch stärkeren Schlafstörungen. Die Folge: Man fühlt sich am nächsten Tag müde und weniger leistungsfähig.
Was funktioniert – und was nicht
Die australische Studie ist ein wichtiger Hinweis, aber es ist zweifelhaft, ob sie auch als ein Patentrezept für Deutschland gelten kann. Die Stichprobe war auf die australische Trinkbevölkerung zugeschnitten, die Übertragbarkeit auf andere Länder ist nicht gesichert.
Zudem wurde die Konsumreduktion nur über sechs Wochen gemessen. Ob der Effekt langfristig anhält, ist unklar. Die Ausfallrate in der Studie war hoch, und die verbliebenen Teilnehmer waren eher älter und weiblich.
Dennoch ist das Prinzip klar: Wer verstehen will, warum weniger Alkohol besser ist, und gleichzeitig eine einfache Methode zur Umsetzung bekommt, hat die besten Chancen, seinen Konsum tatsächlich zu senken.
"Ressourcen für Kampagnen […] sind begrenzt. Deshalb ist es wichtig, herauszufinden, welche Botschaften am besten wirken", betonte Pettigrew.
Anmerkung der Redaktion: Der Artikel erschien auf Telepolis zuerst am 19. November 2025.
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Berlin will Tech-Giganten wie Google zur Kasse bitten – während andere Länder vorangehen, bremsen hierzulande Ängste vor Vergeltung und Investitionen.
Wer bei Google nach Nachrichten sucht, bekommt innerhalb weniger Augenblicke eine Menge an Ergebnissen. Der US-Konzern verdient dabei Milliarden mit Werbung – ohne nennenswerte Steuern in Deutschland zu zahlen.
Das soll sich bekanntlich ändern. Die Bundesregierung plant seit geraumer Zeit eine Digitalabgabe für Tech-Riesen wie Google und Meta. Nun sind Ankündigungen eine Sache, die andere, die Verwirklichung, ist schwieriger. Da geht es nicht um Applaus, sondern um Macht und Durchsetzung von Absichten. Dazu braucht es Entschlossenheit und eine gewisse Traute, besonders, wenn US-Konzerne im Spiel sind. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, so lässt er seit Mai verlauten [1], traut sich.
Weimer beabsichtigt, die Marktmacht von großen Tech-Konzernen wie Meta und Alphabet in Deutschland zu begrenzen. Anfang Oktober, bekräftigte er seine Absicht. In der Zeit [2] las man, dass er seine Pläne für die Digitalabgabe zeitnah konkretisieren wolle.
Nach dem Vorbild Österreichs sollen große Online-Plattformen zehn Prozent ihrer Werbeeinnahmen als Abgabe zahlen, so die Absicht. "Wir können nicht zulassen, dass Big-Tech-Plattformen die Deutungsmacht bekommen und wir das nicht mehr demokratisch kontrollieren können", sagte Weimer.
Einnahmen für deutsche Medien
Die Einnahmen sollen der deutschen "Medienlandschaft" zugutekommen. Die Rede ist von einer Unterstützung des Lokaljournalismus oder der Zustellförderung für Verlage. In Österreich zahlen Plattformen bereits seit 2020 fünf Prozent ihrer Online-Werbeerlöse.
Unterstützung für eine Digitalabgabe gibt es – sogar parteiübergreifend. Aktuell wird Tempo gemacht. Dem Versprechen sollen endlich Taten folgen: "Das Thema rennt uns davon. Wir müssen endlich ins Handeln kommen", forderte jetzt Awet Tesfaiesus von den Grünen bei einer Tagung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin [3]. Auch SPD und Linke drängen auf schnelle Umsetzung.
Doch innerhalb der Regierung herrscht Uneinigkeit. Während Weimer ein Eckpunktepapier für den Herbst ankündigte, bremsen andere.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnte vor wirtschaftlichen Nachteilen. Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich nach dem Digitalgipfel in Berlin [4] zwar offen für eine Abgabe, betonte aber: "Die Diskussion in der Bundesregierung über eine solche Abgabe ist noch nicht abgeschlossen."
Die Angst vor Donald Trump und Googles Investitionen
Ein wesentliches Hindernis ist die Sorge vor Vergeltungs-Aktionen aus den USA. Präsident Donald Trump hatte Ländern mit Digitalsteuern bereits mit seiner Strafzoll-Superpower gedroht. Das scheint der richtige Knopf zu sein. Sollten die USA wegen der Abgabe Zölle erhöhen, so Weimer [5], könne es sein, dass er sich beugen müsse.
Das Dilemma, in dem die kühnen Ritter gegen Google stecken, zeigt sich deutlich. Während die einen über eine Digitalabgabe diskutieren, kündigte der Konzern eine 5,5-Milliarden-Euro-Investition [6] in seine deutsche KI-Infrastruktur an. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein feierte dies als "Vertrauensbeweis für den Standort Deutschland".
Googles Deutschland-Chef Philipp Justus [7] warnt vor einer Digitalabgabe: "Eine Digitalabgabe hielte ich dennoch für kontraproduktiv: Sie verteuert Dienstleistungen und bremst Digitalisierung." Georgios Gounalakis, Chef der Kommission zur Ermittlung der Medienkonzentration, brachte das Problem auf den Punkt:
"Keiner will Google verprellen."
Europa sucht digitale Unabhängigkeit
Die Digitalabgabe ist Teil einer größeren europäischen Strategie. Beim deutsch-französischen Digitalgipfel in Berlin betonten Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Notwendigkeit "digitaler Souveränität [8]". "Europa darf ihnen dieses Feld nicht überlassen", sagte Merz mit Blick auf die USA und China.
Als Gegenmaßnahme soll der Staat als "Ankerkunde" europäische Software bevorzugen. Schleswig-Holstein ersetzt bereits Microsoft-Programme durch andere Systeme.
Für normale Internetnutzer hätte eine Digitalabgabe nach bisherigen Erfahrungen kaum Auswirkungen. In Österreich führte die fünfprozentige Abgabe nicht zu spürbaren Preiserhöhungen für Verbraucher. Die Tech-Konzerne absorbierten die Kosten über ihre hohen Gewinnmargen.
Ob Deutschland den Mut für eine Digitalabgabe aufbringt, bleibt offen. Andere europäische Länder sind bereits vorangegangen – Deutschland zögert noch zwischen Abhängigkeit und Souveränität.
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Links in diesem Artikel: [1] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/steuer-digitalkonzerne-weimer-100.html [2] https://www.zeit.de/digital/2025-10/digitalabgabe-wolfram-weimer-konzept-herbst-google-facebook-instagram [3] https://medien.epd.de/article/3924 [4] https://audimax.de/politik/diskussion-noch-offen-merz-erwagt-digitalabgabe-fur-us-tech-plattformen/ [5] https://www.zeit.de/digital/2025-10/digitalabgabe-wolfram-weimer-konzept-herbst-google-facebook-instagram [6] https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/google-investition-in-deutschland-ein-vertrauensbeweis-fuer-den-standort/100173256.html [7] https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/google-investition-in-deutschland-ein-vertrauensbeweis-fuer-den-standort/100173256.html [8] https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/digitalgipfel-eu-merz-macron-100.html
Mark Russinovich hat angekündigt, dass das Diagnosetool Sysmon im kommenden Jahr Windows-Bestandteil wird.
Das von IT-Admins und Sicherheitsexperten geschätzte Werkzeug Sysmon (System Monitor) von Sysinternals landet direkt in Windows. Das hat der Entwickler des Toos, Mark Russinovich, in einem seiner äußerst seltenen Blog-Beiträge in Microsoft Techcommunity [1] angekündigt.
Das Verteilen und Warten von Sysmon im Netzwerk sei eine manuelle und zeitraubende Aufgabe, erklärt Russinovich dort. Dazu gehört das Herunterladen der Binärdateien und die Verteilung über tausende Endpunkte. Dieser Arbeit-Overhead berge zudem Risiken, wenn dadurch Aktualisierungen verzögert würden. Fehlender offizieller Support für Sysmon in Produktionsumgebungen bedeute ein zusätzliches Risiko und zusätzlichen Wartungsaufwand in der eigenen Organisation.
Sysmon ist bislang Bestandteil der Tool-Sammlung von Sysinternals [2], die Microsoft vor langer Zeit mitsamt ihrem Schöpfer Russinovich eingekauft hat. Es handelt sich um ein Überwachungswerkzeug, das Sichtbarkeit für Windows-Ereignisse schafft. IT-Admins und Sicherheitsexperten erkennen damit etwa Zugangsdatendiebstahl oder laterale Bewegung von Angreifern im Netz; es handelt sich damit um ein mächtiges Forensik-Werkzeug.
Teil von Microsoft Sicherheitsinitiative
Ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen, kündigt Russinovich für das kommende Jahr an, dass Windows 11 und Windows Server 2025 die Sysmon-Funktionen nativ ins Betriebssystem bringen. Sie erlauben weiterhin den Einsatz angepasster Konfigurationsdateien zur Filterung der mitgeschnittenen Ereignisse. Die landen wie bisher im Windows-Ereignisprotokoll, wo sie weitreichend nutzbar sind, etwa von Sicherheitsanwendungen.
Das soll die Sicherheit von Windows im Rahmen von Microsofts Secure Future Initiative (SFI) verbessern, indem es die Komplexität reduziert und Verzögerungen beseitigt, die die manuelle Verwaltung erzeugt. Außerdem hilft es, fortschrittliche Sicherheitsdiagnose-Daten ab Werk zu liefern. Sysmon soll über die Windows-Einstellungen – "System" – "Optionale Features" einrichtbar werden. Laut Russinovich ist noch der Befehl sysmon -i zur Installation des Treibers und dem Start des Sysmon-Diensts nötig. Umfängliche Dokumentation etwa zur Konfiguration soll zur allgemeinen Verfügbarkeit des Features erscheinen.
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Links in diesem Artikel: [1] https://techcommunity.microsoft.com/blog/windows-itpro-blog/native-sysmon-functionality-coming-to-windows/4468112 [2] https://www.heise.de/news/Sysinternals-Sysmon-auf-Version-11-0-aktualisiert-4712506.html [3] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp [4] mailto:dmk@heise.de
Angreifer können Solarwinds Netzwerkmonitoringlösung Platform und die Dateitransfersoftware Serv-U attackieren.
Wenn Angreifer eine bestimmte Hürde überwinden können, sind Systeme mit Serv-U durch Schadcodeattacken kompromittierbar. Solwarwinds Platform ist ebenfalls verwundbar. Für beide Produkte des Softwareherstellers sind Sicherheitspatches verfügbar. Noch gibt es keine Berichte über Attacken.
Systeme absichern
In einer Warnmeldung zu drei "kritischen" Schwachstellen (CVE-202540547, CVE-202540548, CVE-202540549) führen die Entwickler aus, dass Angreifer Schadcode auf PCs schieben und ausführen könnten. Das klappt aber nur, wenn Angreifer bereits über Admin-Rechte verfügen. Eine derartige Voraussetzung ist eigentlich untypisch für eine kritische Einstufung.
Aus der Beschreibung der Lücke geht hervor, dass das Risiko unter Windows als "mittel" gilt, weil Services in diesem Fall in der Regel mit niedrigeren Nutzerrechten laufen. Die Entwickler versichern, die Sicherheitsprobleme in Serv-U MFT undServ-U FTP Server 15.5.3 gelöst zu haben.
In Solarwinds Platform 2025.4.1 haben die Entwickler insgesamt acht Lücken geschlossen. Der Großteil ist mit dem Bedrohungsgrad "mittel" eingestuft. Setzen Angreifer erfolgreich an einer mit "hoch" eingestuften Schwachstelle (CVE-2025-47072) an, können sie über eine DoS-Attacke Software-Abstürze auslösen.
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Links in diesem Artikel: [1] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp [2] mailto:des@heise.de
Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor Fakeshops mit vermeintlichen Heizöl-Schnäppchen. Die Black-Week lockt Betrüger auf den Plan.
Zum Beginn der Heizsaison nutzen Kriminelle die Gelegenheit und versuchen, Opfer mit vermeintlichen Heizöl-Schnäppchen zu ködern. Ebenso haben sie Angebotsjäger im Rahmen der Black Week und der folgenden Weihnachtsgeschenke-Käufe im Visier. Doch nach Bestellung ist lediglich das Geld weg, Waren kommen keine.
Die Verbraucherzentrale NRW warnt, dass jetzt in der kalten Zeit viele Verbraucher erst spät merken, dass der Heizöltank oder das Brennholz-Lager nicht gefüllt sind, und dadurch in Zeitdruck geraten. Fakeshops nutzen dies aus und locken mit Preisen, die weit unter dem Marktpreis liegen. Die Aufmachung der falschen Onlineshops wirke auf den ersten Blick seriös, wodurch potenzielle Opfer leicht darauf hereinfallen können. Die Verbraucherzentralen haben eine aktuelle Liste von derzeit aktiven betrügerischen Onlineshops herausgegeben. Nicht bestellen sollten Verbraucher demnach bei:
brennholzmeister.de
heizoelpreise-region.de
europellet.at
easyoel.net
e.holzheiz.com
graenergie.com
heizoel-liefern.de
heizoel-marke.de
heizoel-kalkulator.de
holzmarket24.com
brennstoffe-energy.de
heizoel-freunde.de
pellet-profi24.de
heizoelpreise-region.de
Betrüger setzen auf saisonale Ereignisse
Die kriminellen Täter satteln mit ihren betrügerischen Angeboten auf saisonal aktuelle Themen und Ereignisse auf. Daher sollten Kaufinteressierte jetzt auch im Rahmen der Angebotsjagd zur Black Week – dem ausgeweiteten Black Friday, der anlässlich des US-amerikanischen Thanksgiving stattfindet –, die traditionell die Weihnachtskäufe einläutet, aufmerksam und vorsichtig bleiben. Die oben verlinkten Hinweise helfen dabei.
Von der Online-Betrugsmasche mit Fakeshops sind viele Menschen tatsächlich betroffen. Einer kürzlich veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen zufolge [5] ist in den vergangenen zwei Jahren fast jeder achte Online-Shopper auf so einen betrügerischen Handel hereingefallen. Einer aktuellen SCHUFA-Umfrage [6] zufolge erstatten gut ein Drittel der Fakeshop-Opfer überhaupt Anzeige bei der Polizei. Die Umfrage hat die Nordlight research GmbH im Auftrag der SCHUFA vom 09.09.2025 bis zum 25.09.2025 mit einem Online-Panel unter 1000 bevölkerungsrepräsentativen Teilnehmern durchgeführt.
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Links in diesem Artikel: [1] https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/digitale-welt/onlinehandel/vorsicht-vor-heizoelangeboten-fakeshops-locken-mit-falschen-schnaeppchen-111506 [2] https://www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder-71560 [3] https://www.heise.de/ratgeber/Verkaeufer-mit-Betrugsabsicht-erkennen-10257760.html [4] https://www.heise.de/hintergrund/Digital-einkaufen-Fake-Shops-erkennen-und-Schaeden-vermeiden-7450348.html [5] https://www.heise.de/news/Fakeshops-taeuschen-Online-Kaeufer-11067321.html [6] https://www.schufa.de/newsroom/pressemitteilungen/schufa-studie-dritte-fakeshop-opfer-erstattet-anzeige/ [7] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp [8] mailto:dmk@heise.de
Qualcomm hat auf einem Presseevent tief unter die Haube des neuen Snapdragon X2 blicken lassen. Zudem waren erste Benchmarks der kleineren Ausbaustufen möglich.
Der Mitte 2024 vorgestellte ARM-Prozessor Snapdragon X öffnete Qualcomm den Zugang zum Markt der Windows-Notebooks. 2026 soll der deutlich stärkere Snapdragon X2 [1] folgen, den Qualcomm im September ankündigte. Nun folgen detaillierte Informationen zu den verbesserten CPU-Kernen (Oryon v3), zum Aufbau des System-on-Chip (SoC) und zur stärkeren Adreno-GPU.
Außerdem durften Fachjournalisten Benchmarks an Prototypen der billigeren Versionen des Snapdragon X2 durchführen.
Der Snapdragon X2 hat wie sein Vorgänger Snapdragon X weiterhin bis zu drei CPU-Cluster, doch in jedem stecken nun sechs statt vormals vier Kerne. Die Kerne selbst entstammen nicht mehr der ersten, sondern gleich der dritten Generation der hauseigenen Oryon-Architektur; die zweite Generation gab es nur im Smartphone-SoC Snapdragon X Elite [2].
Matrix-Rechenwerke im CPU-Kern
Mit Oryon v3 halten zusätzliche Matrixeinheiten Einzug: Scalable Matrix Extension, SME. Obwohl sie physisch ausgelagert sind und jeder Cluster „nur“ eine Matrixeinheit mitbringt, sind sie logisch nicht als externe Beschleuniger zu sehen. SME-Befehle sind Teil des ARM-Befehlssatzes, und in jedem Thread, der auf einem beliebigen Kern läuft, dürfen solche Befehle anfallen. Lediglich die eigentliche Ausführung findet dann eben woanders statt, wobei die Matrixeinheit ihrerseits multithreaded arbeitet, um alle Kerne des Clusters reihum zu bedienen. Ein weiterer Beleg ist die Tatsache, dass die Matrixeinheit eben mit CPU-Registern hantiert und nicht mit generischen Speicherzugriffen.
Qualcomm fasst beim Snapdragon X2 sechs Kerne zu einem Cluster mit gemeinsamem L2-Cache zusammen.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Die eigentlichen CPU-Kerne gibt es nun in zwei Ausbaustufen, nämlich als starke Prime- oder effizientere Performance-Variante. Prime sind die besonders starken Kerne, die eine sehr hohe Rechenleistung abliefern, wenn nur ein Kern im Cluster unter Dampf steht: Dann taktet dieser mit bis zu 5,0 GHz. Je mehr Kerne beschäftigt sind, desto geringer der Takt – wenn alle zu tun haben, sind nur noch knapp 4,5 GHz drin. Pro Prime-Cluster gibt es 16 MByte gemeinsamen L2-Cache.
Im Vollausbau hat der Snapdragon X2 satte achtzehn CPU-Kerne in drei Clustern, nämlich in den Elite-Modellen X2E-96-100 und X2E-88-100. Allerdings sind nur zwei der Cluster mit Prime-Kernen bestückt: Der verbliebene hat sogenannte Performance-Kerne. Diese unterstützen den vollen Befehlssatz der großen Brüder, sind aber auf eine höhere Effizienz und einen geringeren Platzbedarf ausgelegt. Diese andere Priorität zieht sich durch alle Bereiche der Architektur: Die Kerne selbst sind weniger breit und tief gebaut, zudem fallen alle Caches kleiner aus. Der gemeinsame L2-Cache pro 6er-Cluster fasst hier beispielsweise nur 12 MByte; jeder Kern kann maximal 3,6 GHz erreichen. Im Gegenzug nimmt jeder davon aber weniger als die Hälfte an Platz eines Prime-Kerns ein.
Wem das irgendwie bekannt vorkommt: AMD verfolgt bei seinen Zen-5-Kernen eine ähnliche Strategie, denn auch dort gibt es kompaktere Varianten (Zen 5c). Auch Mediatek bestückt einige Dimensity-SoCs mit unterschiedlichen Versionen von Kernen gleicher Architektur.
Im Unterschied zu AMD oder auch Intel partitioniert Qualcomm seinen Snapdragon X2 aber anders. Bei Ryzen AI 300 (Strix Point) oder Core Ultra 200H (Arrow Lake) gibt es mehr effiziente als starke Kerne, sodass die effizienteren denn auch bei Last auf allen Kernen einen hohen Anteil an der Multithreading-Leistung haben. Im X2 gibt es hingegen nur einen schwächeren Performance-Cluster, der bei geringer Auslastung die stärkeren Kerne schlafen lässt. Spontane Lastspitzen wie auch anhaltende Rechenlast wuppen hier dann überwiegend die stärksten Kerne.
Endlich HWinfo
In konkreten Zahlen: Wir konnten den Cinebench R24 auf einem Prototypensystem mit X2E-96-100 laufen lassen. Das Hilfsprogramm HWinfo [3] bescheinigte jedem der Prime-Cluster dabei gut 18 Watt Leistungsaufnahme, während der Performance-Cluster mit einem Drittel davon auskam. Und ja: Qualcomm hat mit dem Entwickler von HWinfo zusammengearbeitet, sodass dieses Tool nun eben auch bei Snapdragon-Systemen tief unter die Haube gucken kann. Die Unterstützung ist seit Version 8.32 an Bord und funktioniert auch auf Snapdragon-Geräten der ersten Generation – allerdings nicht ganz so granular.
Das Diagnosetool HWinfo kann seit Version 8.32 endlich Leistungsdaten von Snapdragon-Prozessoren auslesen. Bei den kommenden X2-Systemen (rechts) schlüsselt das Programm noch detaillierter auf als bei bisherigen mit CPUs der ersten Generation (links).
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Grafik-Update
Die Grafikeinheit im Snapdragon X2 ist ebenfalls ein großer Sprung. Sie entstammt nun der Generation Adreno 800 und ist damit einige Iterationen frischer als das, was im Snapdragon X1 zum Einsatz kam. Letztere unterstützte Raytracing etwa nur unter Vulkan, während die Grafiktreiber für den X2 nun vollständig kompatibel zu Direct3D 12_2 sind. In den drei bisher vorgestellten X2-Modellen kommen zwei Ausbaustufen zum Einsatz: Die Adreno X2-90 der beiden Achtzehnkerner umfasst vier Slices, die Adreno X2-85 des Zwölfkerners deren drei. Für letzteren hat Qualcomm übrigens ein eigenes Die aufgelegt. Zwar lässt sich das Modell auch realisieren, wenn man defekte Teilbereiche auf dem größeren Die deaktiviert (was insgesamt die Ausbeute erhöht), doch letzteres ist und bleibt in der Herstellung teurer. Und im Laufe der Zeit dürfte Qualcomm seine X2-Familie sicherlich noch weiter nach unten abrunden; spätestens dann wäre ein kleineres, günstigeres Die sowieso fällig geworden.
Wie bei anderen GPU-Herstellern setzt sich die neue Adreno-Grafikeinheit aus mehreren baugleichen Scheiben zusammen, die ihrerseits wiederum sehr modular aufgebaut sind.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Obwohl die GPUs in den beiden Achtzehnkernern identisch heißen, liefern sie in der Praxis nicht dieselbe Performance ab. Das Topmodell mit dem Namenszusatz Extreme hat nämlich drei Speicherkanäle (192 Bit), während der kleinere wie alle anderen bisherigen Snapdragon X(2) nur zwei davon hat (128 Bit). Laut Qualcomm sollte die Performance durch die verringerte Speicherbandbreite im Mittel um etwa 15 Prozent geringer ausfallen, wenngleich es auch Spiele mit stärkeren Einbußen geben wird. Die Adreno X2-85 im Zwölfkerner hat nur drei statt vier Slices.
Auf die Treibersituation angesprochen gab Qualcomm zu Protokoll, dass man vorerst bei einem Dreimonatsrhythmus für Updates bleiben werde. Mittelfristig stehe ein Wechsel hin zu branchentypischen monatlichen Rhythmus auf der Roadmap, um neue Spiele schneller unterstützen zu können – er könne aber noch kein Datum nennen, ab wann der flottere Zyklus starten werde. Qualcomm arbeite im Hintergrund allerdings bereits mit vielen Studios zusammen, damit deren Spiele schon vor dem Erscheinen auf Fehler getestet und Fixes früh implementiert werden könnten. Und nicht zuletzt soll das schon seit dem Start des ersten Snapdragon X versprochene Adreno Control Panel dieser Tage die Betaphase verlassen und endlich für alle Snapdragon-X-Nutzer zur Verfügung stehen.
Immer mehr Spiele laufen inzwischen auch auf Snapdragon-Systemen, weil die Prism-Emulation seit Windows 11 25H2 auch AVX-Befehle übersetzt.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Auch sonst hat sich die Situation rund um Gaming unter WoA in jüngster Vergangenheit stark ins Positive gedreht. So starteten einige Spiele nicht, weil sie die AVX-Erweiterungen von x86-Prozessoren benötigen – das beherrschen aktuelle Spielkonsolen auch. Die bisherige Version des Prism-Emulators, den Windows 11 als Zwischenschicht für x86-Software mitbringt, sprach allerdings kein AVX. Mit dem Wechsel von Windows 11 24H2 auf 25H2 kam eine neue Prism-Version, die auch AVX übersetzt.
Der zweite Showstopper waren Kopierschutz- und Anti-Cheat-Module, die viele Spiele voraussetzen – besonders solche mit einer Multiplayer-Komponente. Diese bringen Kerneltreiber mit, und x86-Treiber lassen sich nicht auf ARM64 emulieren. Inzwischen springen aber immer mehr Anbieter solcher Komponenten auf den Windows-on-ARM-Zug auf. So ist Fortnite seit kurzem auch auf Snapdragon-Notebooks spielbar, weil Epic das Anti-Cheat-Modul nativ umgesetzt hat.
Anti-Cheat-Software benötigt native ARM-Treiber. Zum Start des Snapdragon X Elite liefen deshalb viele Online-Titel nicht, doch zum Start des X2 sieht es deutlich besser aus.
(Bild: Qualcomm)
Wohlgemerkt aber auch nur das Anti-Cheat-Modul: Obwohl die Unreal-Engine an sich schon lange Windows-on-ARM unterstützt, läuft Fortnite selbst erst mal weiterhin als x86-Code in der Emulation. Das sei aber ein eher kleines Übel, sagt Qualcomm, auch wenn man sich natürlich native Unterstützung wünsche. Da aber sowohl Windows als auch die DirectX-Routine und die Grafiktreiber nativ vorliegen, muss praktisch nur ein vergleichsweise kleiner Codeteil tatsächlich durch die Prism-Emulation. Weil bereits übersetzte Codeblöcke gecacht werden und sich viele Aufrufe wiederholen, falle der Overhead überschaubar aus und praktisch kaum ins Gewicht.
Und nicht zuletzt: Qualcomm legt nach eigenen Angaben keinem Notebookentwickler Steine in den Weg, falls dieser ein Gaming-Notebook mit Snapdragon-CPU und einer starken GPU bauen wolle. Da AMD inzwischen keine Mobil-GPUs mehr anbietet, ist damit implizit klar, dass es wohl an Nvidias Zustimmung mangelt. Das würde nicht verwundern, plant Nvidia mit dem N1X doch einen eigenen ARM-Prozessor mit integrierter GeForce-GPU für Notebooks.
Hexagon, die x-te
Qualcomm hat für den Snapdragon X2 die NPU stark überarbeitet. Statt vormals 45 Tops, was die Konkurrenz von AMD, Intel und auch Apple bereits unter Druck setzte, macht sie mit nun 80 Tops alle anderen komplett nass. Anno 2026 dürfte keine andere NPU in Notebook-Prozessoren an sie herankommen.
Bei NPU-Benchmarks hat Qualcomm auf absehbare Zeit die höchsten Balken.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Um diese hohe Rechenleistung zu erreichen, wurden die Scalereinheiten verdoppelt und die für Vektor- und Matrixoperationen stark aufgebrezelt. Letztere unterstützen außer FP16, INT16, INT8 und INT4 nun auch die Datenformate FP8 und BF16. Das Speicherinterface wurde verbreitert und adressiert RAM nun mit 64 Bit. Das trägt der Tatsache Rechnung, dass KI-Modelle immer größer werden. Die NPU an sich rechnet allerdings weiterhin mit 32 Bit Datenpfadbreite.
Qualcomm erläuterte zudem seine Motivation hinter der besonders starken NPU. Die massiven Rechenwerke von Zusatz-GPUs wuppen zwar noch viel mehr weg, aber 80 Tops ist eine Größenordnung, in der zuletzt die in Mobilprozessoren integrierten Grafikeinheiten agierten. Anders als solche verheizt eine NPU aber viel weniger Energie: Die Hexagon-NPU um Snapdragon X2 genehmigt sich unter Volllast nur rund 5 Watt und unter Teillast – etwa dem Hintergrundweichzeichnen in Teams, was an sich schon auf 10-Tops-NPUs läuft, noch viel weniger. Für mobile Geräte sei es daher imperativ, so viel KI wie möglich auf NPU statt GPU laufen zu lassen, damit man trotzdem lange Akkulaufzeiten bekommt – oder überhaupt die volle KI-Performance auch ohne Netzteil.
Um die NPU zu nutzen, gebe es auch zwei Möglichkeiten. Die neuesten Funktionen stünden immer sofort über Qualcomms eigenen Software-Stack namens AI Engine zur Verfügung. Sie lässt sich aber auch über andere Frameworks ansprechen. Als Beispiel für letztere nennt Qualcomm ONNX und Windows Copilot Runtime (WCR) – letztere hieß früher mal DirectML.
Mit den 80 Tops stößt die NPU des Snapdragon X2 in Leistungsbereiche vor, die bislang von integrierten Grafikeinheiten gehalten wurden. Qualcomm betont, dass die NPU bei dieser maximalen Performance nur etwa 5 Watt verheizt, während GPUs ein Vielfaches davon verheizen. Für KI auf Mobilgeräten führe in deren Sicht deshalb kein Weg an NPUs vorbei, damit die Akkulaufzeiten stimmen.
Performance und Benchmarks
Im Rahmen des Events, auf dem Qualcomm ausführlich die technischen Details des Snapdragon X2 vorstellt, durften Pressevertreter auswählte Benchmarks auf Prototyp-Hardware laufen lassen. Anders als noch beim Snapdragon Summit im September ging Qualcomm aber dieses Mal auch auf die zulässige Abwärme (Thermal Design Power, TDP) ein und erläuterte genauer, wie die hauseigene Metrik INPP zu verstehen ist – nämlich als Differenz von maximaler Leistungsaufnahme und Idle-Power des jeweiligen Systems.
Qualcomm verwendet die hauseigene Metrik INPP, um die TDP von Mobilprozessoren anzugeben.
(Bild: Qualcomm)
Das ist vor allem dahingehend wichtig, da dieses Mal nicht nur ein 16-Zoll-Notebook mit dem Topmodell X2E-96-100 zur Verfügung gestellt wurde, sondern auch ein 14,5-Zöller mit den Massenvarianten X2E-88-100 (achtzehn CPU-Kerne) und X2E-80-100 (zwölf CPU-Kerne). In beiden Fällen durften die Prozessoren kurzzeitig bis zu 40 Watt und dauerhaft bis zu 22 Watt verheizen. Das entspricht ziemlich genau dem, wie Intel bei seinen Prozessoren die Stufen PL2 und PL1 definiert: Die 28 Watt, die etwa einem Core Ultra 7 258V (Lunar Lake) zustehen, sind als PL1 zu verstehen – auch er darf kurzzeitig viel mehr verheizen (PL2). Somit sind die Benchmark-Ergebnisse, die das folgende Balkendiagramm auflistet, durchaus als realistisch anzusehen.
Der 16-Zöller mit X2E-96-100 war derselbe wie schon auf dem Snapdragon Summit [4], und dort fehlen konkrete TDP-Angaben, weil Qualcomm den Chip unlimitiert vom Stapel lässt. Die Grenzwerte, die ihm das Kühlsystem und die Stromversorgung auferlegen, wollte Qualcomm zwar auf explizite Nachfrage nachliefern, tat dies aber dann doch nicht.
Immerhin: Da das Windows-Hilfsprogramm HWinfo Snapdragon-CPUs seit Version 8.32 unterstützt, konnten wir damit den Schleier ein wenig lüften. Im Cinebench las HWinfo gut 18 Watt pro Prime-Cluster plus 6 Watt für den Performance-Cluster aus. Wenn man berücksichtigt, dass auch der Speichercontroller und der restliche Chip noch etwas verheizen, kommt man irgendwo in die Größenordnung von 45 bis 55 Watt unter Dauerlast, was jetzt keine utopisch hohen PL1-Werte wären: In dieser Größenordnung agieren auch Intels H-Prozessoren (Arrow Lake). Hier wie dort braucht es aber große Notebooks mit starken Kühlsystemen – aber für Brot-und-Buttergeräte ist der X2E-96-100 nicht gedacht.
Ausblick
Mit dem Snapdragon X2 hat Qualcomm ein heißes Eisen im Feuer. Zwar liegt Apples M5 ungeschlagen vorn und selbst dessen Vorgänger M4 hat eine höhere Singlethreading-Leistung, doch in anderen Aspekten ist der X2 besser. Zudem: Die Werte, die der X2 erzielt, sind in der gesamten Windows-Notebook-Welt die neue Referenz. Weder AMD noch Intel haben absehbar eine Antwort parat, die den Spagat zwischen langer Akkulaufzeit und dennoch auf Abruf hoher Performance schafft. Das erklärt wiederum, warum Microsoft so eng mit Qualcomm kuschelt: Um mit Apple mitzuhalten, braucht(e) es einen neuen Hardware-Partner.
Obwohl Qualcomm wie Apple ARM- und keine x86-Prozessor baut, hat der Rückstand der x86-CPUs für Notebooks wenig mit dem Befehlssatz an sich zu tun. Apple und Qualcomm haben mit Smartphone-Chips angefangen, wo Leistungsaufnahme und Effizienz beim CPU- wie SoC-Design immer schon einen viel höheren Stellenwert hatten beziehungsweise sogar essenziell sind. AMD und Intel aus der PC-Welt und bei Desktop-Systemen ist es normal, dass sie selbst beim Nichtstun mehrere 10 Watt verbraten – für Mobilgeräte ein No-Go. Die Notebookableger stehen deutlich besser da, haben aber dennoch starke Desktop-Gene.
Bei AMD werden neue Notebook-Chips mit grundlegend neuer Architektur (Zen 6) und Fertigungstechnik (TSMC N2) wohl erst zur CES 2027 in mehr als einem Jahr loslegen. Für 2026 steht nur alter CPU-Wein in neuen Namensschläuchen auf der Roadmap.
Intel hat mit Lunar Lake (Core Ultra 200V) seit 2024 einen effizienten x86-Chip im Programm, der aber nicht wie die ARM-Konkurrenz auch den vollen Performancebereich bis zum Dutzend (oder mehr) CPU-Kerne abdeckt. Der Anfang 2026 anstehende Nachfolger Panther Lake (Core Ultra 300) soll dort ansetzen, aber dem Vernehmen nach dreht Intel die zulässige Leistungsaufnahme erneut nach oben statt unten, weil der neue hauseigene Fertigungsprozess 18A sonst nicht konkurrenzfähig wäre.
Während Intel erste Panther-Lake-Systeme ab Januar 2026 im Handel haben will, ist das Debüt des X2 noch nicht präziser abzusehen. Zwar dürften solche Notebooks ebenfalls schon auf der CES 2026 gezeigt werden, aber zum Verkaufsstart gibt es offiziell bislang nur ein schwammiges "erstes Halbjahr" zu hören. Womöglich liegt das wiederum nicht mal an Qualcomm und deren Hardware, sondern an der Software: Gerüchten zufolge will Microsoft die X2-Notebooks gleich mit Windows 11 26H1 [5] starten lassen – also so, wie die Vorgänger die ersten (und mehrere Monate lang einzigen) mit Windows 11 24H2 und Copilot+ waren.
Hinweis: Qualcomm hat den Autor zum Snapdragon X Architecture Deep Dive nach San Diego eingeladen und die Reisekosten übernommen.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11084135
Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/news/Snapdragon-X2-Elite-Extreme-Erste-Benchmarks-vom-flotten-Notebook-18-Kerner-10671326.html [2] https://www.heise.de/news/Snapdragon-8-Elite-Oryon-fuers-Smartphone-9987188.html [3] https://www.heise.de/download/product/hwinfo-36684 [4] https://www.heise.de/news/Snapdragon-X2-Elite-Extreme-Erste-Benchmarks-vom-flotten-Notebook-18-Kerner-10671326.html [5] https://www.heise.de/news/Windows-11-26H1-Unterstuetzung-fuer-bestimmte-Prozessoren-11071382.html [6] https://www.heise.de/ct [7] mailto:mue@ct.de
Mit ESP32-C6, Touchdisplay, Akku und Kompatibilität mit vielen IoT-Funkstandards ist der Nesso N1 sofort einsatzbereit.
Der Arduino Nesso N1 erweitert das Feld der IoT-Entwicklungsboards um ein Gerät, das mehrere Funkstandards vereint. Das Gerät entstand in Zusammenarbeit mit M5Stack und setzt auf den RISC-V-basierten ESP32-C6. Dieser verfügt über einen High- und einen Low-Performance-Prozessor. Ersterer kann mit bis zu 160 MHz takten und Letzterer mit 20 MHz. Dazu kommen 16 MByte Flash und 512 KByte SRAM. Besonders interessant ist die breite Funkunterstützung: Wi-Fi 6 für schnelle Datentransfers, Bluetooth 5.3 für die Nahbereichskommunikation, Thread für Mesh-Netzwerke, Matter fürs Smart Home und LoRaWAN für weitreichende Sensorstrecken. Auch Zigbee 3.0 ist an Bord.
Zuhause und im Wald
Für die Praxis bedeutet das: Der Nesso N1 kann sowohl zuhause im Smarthome arbeiten, hat aber auch kein Problem damit, im Wald auf LoRaWAN angewiesen zu sein. Für Maker, die verschiedene Protokolle ausprobieren wollen oder ohnehin mehrere Ökosysteme parallel nutzen, eröffnet das neue Möglichkeiten. Der integrierte SX1262-Chip deckt LoRaWAN zwischen 850 und 960 MHz ab und erlaubt so Experimente im Langstreckenbereich. Ein eingebauter IR-Sender erweitert das Portfolio zusätzlich auf alte Geräte, die seit Jahren trotzig jede WLAN-Integration verweigern. Und als Sensor-Dreingabe ist eine IMU verbaut, eine Kombination von Gyroskop und Beschleunigungssensor.
Zur Bedienung verfügt das Gerät über ein 1,14-Zoll-Touch-Display, zwei programmierbare Tasten und einen Power-/Reset-/Boot-Knopf. Dazu kommen ein RGB-LED-Indikator und ein kleiner Buzzer. Alles steckt in einem vormontierten Gehäuse, inklusive wiederaufladbarem Akku. Für Maker, die sonst erst einmal einen Nachmittag mit 3D-Fehldrucken verbringen, kann das durchaus ein angenehmer Perspektivwechsel sein. Dank USB-C und vorinstallierter Software ist das Board sofort einsatzbereit, egal ob man Arduino IDE, MicroPython oder UIFlow bevorzugt.
Ports für Erweiterungen
Für Erweiterungen stehen Grove- und Qwiic-Ports bereit, womit sich eine große Zahl kompatibler Sensoren anbinden lässt. Außerdem passt das Ökosystem zu Modulino-Nodes und den M5Stack-Hats. Wer also bereits Schubladen voller kleiner Steckmodule besitzt, kann direkt loslegen.
Mit seinen Abmessungen von 18 × 45 mm bleibt das Gerät kompakt. Erhältlich ist der Nesso N1 im Arduino-Shop für 47,58 Euro [1]. Auf der Arduino-Doc-Seite [2] findet man auch einen Schnellstart-Guide und Pinout-Infos.
Wer mehr über die ESP32-Familie erfahren will, findet alle Informationen in unserem ESP-Kompass [3].
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11084831
Links in diesem Artikel: [1] https://store.arduino.cc/products/nesso-n1?srsltid=AfmBOoqNMU78lE_qRxQZIt7-xHeAVWVHUQBbaLyI0qMGovLs2cPh8j9n [2] https://docs.arduino.cc/hardware/nesso-n1/ [3] https://www.heise.de/ratgeber/ESP32-Hardware-Kompass-Welches-Modell-Sie-fuer-Ihr-naechstes-Projekt-benoetigen-10321040.html [4] https://www.heise.de/make [5] mailto:das@make-magazin.de
iPhone mit Dock und Fenster: Es ginge, wenn Apple wollte.
(Bild: Screenshot Duy Tran / X)
Es wäre durchaus möglich, iPhones eine Fensteroberfläche zu verpassen. Das zeigt ein Trick, der aufgrund eines Bugs derzeit noch möglich ist.
Seit es iPhones gibt, besteht keine Möglichkeit, Apps in einzelnen Fenstern zu öffnen – jedes Programm läuft stets in einer Vollbildansicht, während Android-Geräte das Fenstermanagement seit Jahren beherrschen. Jailbreak-Bastler haben nun mit iOS 26 demonstriert, dass das durchaus ginge. Ihnen ist gelungen, die von iPadOS 26 bekannten Windowing-Möglichkeiten aufs iPhone zu holen. Der Ansatz basiert auf einer aktuell noch ungepatchten Lücke – beziehungsweise eine Kombination aus mehreren. Apple dürfte diese spätestens mit iOS 26.2, das im Dezember erwartet wird, stopfen.
Manipulation von MobileGestalt
Apple hatte mit iPadOS 26 erstmals ein nahezu uneingeschränktes Fenstermanagement [1] freigegeben, das an die Möglichkeiten unter macOS herankommt – und die Tablets so besonders für Profianwender nützlicher macht. Windowing auf dem iPhone gab es jedoch bislang noch nie, weder so offen wie jetzt auf dem iPad noch via Stage Manager [2], wie das Apple in früheren iPadOS-Versionen umgesetzt hatte.
Der vietnamesische iOS-Bastler Duy Tran, der sich unter anderem mit dem Thema Jailbreaking beschäftigt, hat nun auf X demonstriert, wie die Veränderung einer bestimmten Datei iPadOS-26-Möglichkeiten auf das iPhone holt [3]. Damit das funktioniert, braucht es einen Sandbox-Ausbruch, was wiederum über zwei Fehler in itunesstored und bookassetd möglich ist. Dies ist auch noch in iOS 26.2 Beta möglich – mindestens bis zur ersten Beta. Der Exploit ermöglicht die Modifizierung der Datei MobileGestalt.plist. Diese bestimmt, wie sich die iOS-Oberfläche verhält. Mit dem Hack wird dem Betriebssystem vorgegaukelt, dass es auf einem iPad läuft.
Apple könnte, wenn es wollte
Duy Tran gelang es so auf einem iPhone 17 Pro [4], den Fenstermodus aus iPadOS zu aktivieren. Dann wird die aktuell laufende App automatisch in einem Fenster aufgerufen – und spannenderweise taucht sogar ein Dock auf. Letzteres gab es auf dem iPhone bislang ebensowenig.
Perfekt ist der Hack keineswegs, so gibt es Probleme bei der Auflösung. Dennoch zeigt der Ansatz, dass Apples fehlendes Fenster-Management auf dem iPhone eine reine Software-Limitierung ist – und von dem Konzern durchaus technisch umgesetzt werden könnte. Die Leistung moderner iPhones (und sogar älterer Modelle) reicht dafür problemlos aus. Vielleicht lässt sich Apple von dem Hack ja sogar inspirieren. iPhones kommen aktuell mit bis zu 6,9 Zoll, Platz ist für Fenster eigentlich ausreichend vorhanden.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11084573
Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/ratgeber/iPadOS-26-So-nutzen-Sie-das-neue-Fenstersystem-auf-Apple-Tablet-10646557.html [2] https://www.heise.de/news/Stage-Manager-fuer-mehr-iPad-Modelle-10458459.html [3] https://x.com/khanhduytran0/status/1989626181109653702 [4] https://www.heise.de/tests/iPhone-17-17-Pro-17-Pro-Max-und-Air-im-Test-10663319.html [5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html [6] https://www.heise.de/mac-and-i [7] mailto:bsc@heise.de
Fertige Apple-Watch-Cases aus dem Titan-3D-Drucker.
(Bild: Apple)
Statt nur für das Prototyping verwendet Apple spezielle 3D-Printer nun für die Herstellung von Apple-Watch-Gehäusen. Das Material ist wiederaufbereitet.
Apple hat einen neuen Produktionsprozess entwickelt, mit dem aus recyceltem Titanpulver Apple-Watch-Gehäuse werden – mithilfe eines 3D-Druckers. Das Verfahren sei anfangs "nur eine Idee" gewesen, so Produktdesign-Vizepräsidentin Kate Bergeron. Aus dem Prototyping sollte eine Massenfertigung werden. "Wir mussten durch kontinuierliche Prototypenentwicklung, Prozessoptimierung und Sammeln großer Datenmengen erst nachweisen, dass diese Technologie in der Lage ist, unseren hohen Qualitätsstandards gerecht zu werden."
Sechs Laser im Galvanometer
Inzwischen laufen die Gehäuse der Apple Watch Ultra 3 (alle Modelle) sowie die der Apple Watch Series 11 (aus Titan) so vom Band. Das Finish lässt sich dabei wie gewohnt später polieren. Apple sieht im 3D-Druck die Möglichkeit, die Materialeffizienz zu erhöhen und sein selbst gestecktes Ziel, über die gesamte Lieferkette klimaneutral [1] zu werden, schneller zu erreichen.
Apple nutzt ein additives 3D-Druckverfahren, bei dem das Titanpulver Schicht für Schicht in die gewünschte Endform gebracht wird. Dabei kommen insgesamt sechs Laser zum Einsatz, die zu einem Galvanometer werden. Pro Uhrengehäuse kommen so 900 Schichten zustande. Das Rohtitan wird zuvor in die notwendige Pulverform gebracht, wobei Apple darauf achten muss, den Sauerstoffgehalt korrekt zu bestimmen, damit es in der Verarbeitung nicht zu Explosionen kommt.
Ultraschallrüttler recycelt das Recyclingmaterial
Das Titanpulver sei vergleichbar mit "sehr feinem Sand", so Apple. Jede Schicht ist 60 Mikrometer dick. Das Material, das übrig bleibt, wird durch einen Ultraschallrüttler in ein Auffangbehältnis überführt, um es weiterzuverwenden. Da das Verfahren die Gehäuse in Reihe erzeugt, müssen sie nachher geschnitten werden – das geschieht mit einem dünnen, elektrisch leitenden Draht, dem Kühlmittel zugeführt werden muss. Der 3D-Druck hat auch noch weitere Vorteile: Er kann Texturen deutlich genauer in die Gehäuse einbringen.
Apple betreibt selbst nahezu keine eigenen Fabriken mehr, kauft aber oftmals die notwendigen Maschinen – oder entwickelt diese, wie in diesem Fall, sogar selbst. Das hat den Vorteil, dass der Konzern die Kontrolle über deren Verwendung behält und Lieferanten in China, Indien oder Vietnam mit den Maschinen nur für den Konzern produzieren.
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Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/news/Apple-will-60-Prozent-seiner-Klimagasemissionen-seit-2015-eingespart-haben-10357485.html [2] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html [3] https://www.heise.de/mac-and-i [4] mailto:bsc@heise.de
Tanium-Oberfläche mit Überblick diverser Apple-Geräte: Apple-MDM hilft.
(Bild: Tanium)
Bislang unterstützt die Tanium-Plattform vor allem Server, Desktops und Notebooks. Die Plattform kennt nun auch mobile Endpoints – und beginnt mit Apple.
Das US-Unternehmen Tanium hilft Firmenkunden dabei, ihren Rechnerpark zu verwalten – das Endpoint-Management-Werkzeug kann Systeme, auf denen der Client läuft, auf ihre Sicherheit überprüfen, sie autonom mit Updates versorgen und ihren aktuellen Zustand ermitteln. Bislang gab es die Plattform nur für Server, Desktops und Laptops unter Windows, Linux und macOS, aber nicht für Mobilgeräte. Wie die Firma am Dienstag bekannt gab, ändert sich das nun: Tanium kann künftig auch iPhone und iPad verwalten, zudem das Apple-Headset Vision Pro. Dabei nutzt die Plattform Apples MDM-Werkzeuge [1] zur Anbindung. Admins können, wenn sie das wünschen, neben dem seit längerem vorhandenen Tanium-Client für macOS alternativ auch diesen Weg nutzen.
Die Mobilgeräteunterstützung [2] ist direkt in Taniums Plattform integriert, iPhones & Co. tauchen also in den vorhandenen Dashboards auf. Ziel sei es, die Apple-Geräte nicht mehr mit Extrawerkzeugen managen zu müssen, sondern mit dem System, das auch Windows, Linux und Cloud-Endpoints verwaltet. "Blinde Flecken" sollen so vermieden werden, ebenso wie unzuverlässige Daten und "Tool Sprawl", also eine zu komplexe Verwaltungslandschaft.
In Tanium sind künftig Apples typische Verwaltungswerkzeuge wie Konfigurationsprofile, Provisioning sowie automatische Updates integriert. Dabei lassen sich zahlreiche Geräte gleichzeitig verwalten. iPhone und iPad seien damit "genauso verlässlich wie jeder andere Endpoint" zu managen, so Tanium, "mit gleicher Tiefe und Verlässlichkeit". Die Plattform liefert auch ein Lifecycle-Management für iPhone und iPad, kann Geräte sperren, löschen und neu starten. All das können andere Lösungen auch, wer Tanium bereits im Unternehmen hat, muss nun aber die Plattform nicht mehr wechseln. Apple-Geräte lassen sich über Tanium auch in die ServiceNow CMDB [3] einbringen.
KI-Produkte und Operational Technology
Tanium stellte am Dienstag auch noch neue KI-Produkte [4] vor. Tanium Ask ist eine "Agentic AI Experience", mit der Admins ihr Dashboard in natürlicher Sprache abfragen und Befehle erteilen können.
Zusätzlich gibt es einen AI-Agenten für ServiceNow. Beim Endpoint-Management soll es neben iOS und iPadOS künftig auch auf OT-Geräte (Operation Technology, also Industrie-IT) gehen. Später ist dann auch noch Android dran.
URL dieses Artikels: https://www.heise.de/-11083983
Links in diesem Artikel: [1] https://www.heise.de/ratgeber/MDM-Systeme-im-Vergleich-So-verwalten-Profis-iPhone-Mac-und-iPad-10365983.html [2] https://www.tanium.com/solutions/endpoint-management-for-mobile/ [3] https://www.servicenow.com/products/servicenow-platform/configuration-management-database.html [4] https://www.tanium.com/press-releases/tanium-unveils-ai-innovations-to-power-autonomous-it-and-unstoppable-business/ [5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html [6] https://www.heise.de/mac-and-i [7] mailto:bsc@heise.de
Aus seiner Bachelorarbeit wurde ein Start-up: Fabian Hagen, CTO von Faaren, erzählt, wie aus einem Uni-Projekt ein erfolgreiches Mobility-Unternehmen entstand.
Jährlich schreiben Hunderttausende Studierende ihre Bachelorarbeit in Deutschland, doch nur selten entsteht daraus ein ganzes Unternehmen. Fabian Hagen, CTO bei Faaren, hat genau das geschafft. Gemeinsam mit Mitstudierenden gründete er dank einer Projektarbeit eines der ersten deutschen Mobility-Start-ups für Auto-Abos. Aus dem studentischen Projekt mit fünf Personen wurde ein wachsendes Unternehmen mit dutzenden Mitarbeitenden.
Im Gespräch mit Jan Gregor Emge-Triebel und Garrelt Mock erzählt Fabian Hagen, wie aus einer Idee ein marktreifes Produkt wurde, welche Rolle das Gründungsteam dabei spielte und welche Erfahrungen er auf dem Weg vom Studierenden zum CTO sammeln konnte. Dabei geht es um frühe Technologieentscheidungen, den Wandel hin zu einer modernen, White-Label-fähigen Architektur und die Bedeutung der ersten Teammitglieder.
Außerdem spricht Fabian über seine persönliche Entwicklung – vom einzigen Entwickler der gesamten Infrastruktur zum Leiter eines großen Teams. Er zeigt, welche Prozesse das Team finden musste, wie Bewerbungsprozesse im Start-up funktionieren und an welchen Code-Stellen er bis heute selbst gern Hand anlegt.
Ebenso wie Bürger sollen sich auch Unternehmen im Netz digital ausweisen können. Das soll jährlich bis zu 200 Milliarden Euro einsparen.
Firmen soll künftig eine digitale geschäftliche Brieftasche erhalten.Bild:
Pixabay
Mithilfe einer digitalen Identität will die EU die Kommunikation und die Geschäftsprozesse von Firmen erleichtern. Mit der European Business Wallet (EUBW) sollen Unternehmen "Vorgänge und Interaktionen digitalisieren können, die derzeit in vielen Fällen noch persönlich durchgeführt werden müssen" , teilte die EU-Kommission am 19. November 2025 mit . Unternehmen könnten unter anderem "Dokumente digital signieren, mit Zeitstempel versehen und versiegeln" .
Der Mitteilung zufolge sollen Unternehmen die Business Wallet auch für das sichere Erstellen, Speichern und Austauschen verifizierter Dokumente nutzen können. Darüber hinaus sollen die Firmen sicher mit anderen Unternehmen oder öffentlichen Verwaltungen in ihrem eigenen Land und den anderen 26 Mitgliedstaaten kommunizieren können.
Hohe Ausgaben für größere Firmen
"Die Ausweitung eines Unternehmens in anderen Mitgliedstaaten, die Zahlung von Steuern und die Kommunikation mit Behörden werden in der EU einfacher als je zuvor sein" , heißt es weiter. Unter der Annahme, dass die Business Wallet breit akzeptiert werde, seien jährlich Einsparungen von bis zu 150 Milliarden Euro für Unternehmen möglich. Schon im zweiten Jahr seien Einsparungen von bis zu 200 Milliarden Euro möglich, einschließlich des öffentlichen Sektors.
Die Implementierung einer solchen Lösung ist für größere Firmen jedoch deutlich aufwendiger als bei Einzelpersonen und Kleinstunternehmen. "Für Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern erfordert die Implementierung der EUBW eine intensive Zusammenarbeit mit dem ausgewählten Wallet-Anbieter. Dies umfasst die Installation und Konfiguration von Desktop- und mobilen Anwendungen, die Systemanpassung, die mögliche Integration der Wallet in bestehende ERP-, CRM- und andere IT-Systeme und -Tools, Datenmanagement und -governance, die Kontoerstellung und Zugriffsverwaltung sowie Schulungen und das Onboarding der zukünftigen Wallet-Nutzer" , heißt es einer Erläuterung (PDF).
Die Kommission geht von einmaligen Kosten in Höhe von 180.000 Euro und jährlichen Kosten in Höhe von 50.000 Euro aus. Dem stünden jährliche Einsparungen in Höhe von 97.000 Euro gegenüber, heißt es. Bei kleineren Firmen lägen die jährlichen Kosten bei 5.000 Euro, die Einsparungen summierten sich jedoch auf 42.250 Euro.
In einer europaweiten Befragung wurden zudem Bedenken bezüglich der Cybersicherheit geäußert. "Insbesondere wurden die Risiken eines zentralisierten Implementierungsmodells anstelle verteilter Netzwerke und Infrastrukturen bemängelt" , erklärte die EU-Kommission. Insgesamt herrsche Einigkeit darüber, "dass eine robuste Sicherheitsarchitektur erforderlich ist, um Missbrauch, Sicherheitslücken oder unbefugten Zugriff auf sensible Zugangsdaten und Daten zu verhindern" .
In einem Anhang zum Vorschlag (PDF) listet die Kommission "Anforderungen an Mindestfunktionalitäten und technische Voraussetzungen" für die EUBW auf. Demnach muss das Backend "mindestens eine sichere kryptografische Wallet-Anwendung und ein sicheres kryptografisches Wallet-Gerät zur Verwaltung kritischer Assets verwenden" .
Das Europaparlament und die EU-Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag noch zustimmen. Die Regelungen sollen ein Jahr nach Inkrafttreten der Verordnung zur Anwendung gelangen.
Apple-Fans finden bei o2 jetzt einen Top-Deal. Das iPhone 17 Pro Max gibt es im Bundle während der Aktion mit den Airpods Pro 3 zum Sparpreis.
Bundle aus iPhone 17 Pro Max und Airpods Pro 3 mit Tarif bei o2Bild:
o2/Apple/Golem
Die Black Weeks bei o2 bieten die Chance, sich mit neuer Hardware und einem Mobilfunktarif zu besonders günstigen Konditionen auszustatten. Der Mobilfunkanbieter hat seit heute das Highend-Smartphone Apple iPhone 17 Pro Max im Bundle mit den Airpods Pro 3 und dem o2 Mobile M im Angebot. Wer sich den Deal sichert, zahlt monatlich nur 65,99 Euro. Über 36 Monate sparen Nutzer so 522 Euro gegenüber dem eigentlichen Preis des Pakets. Als besonderer Anreiz entfällt auch der Anschlusspreis komplett. Wie lange genau der Deal im Angebot sein wird, ist derzeit noch nicht klar.
Apple iPhone 17 Pro Max: So gut ist das Top-Smartphone
Das iPhone 17 Pro Max ist das aktuelle Top-Modell aus dem Hause Apple. Es ist mit dem leistungsstärksten Chip, dem A19 Pro, ausgestattet, der mit 6-kerniger CPU sowie GPU arbeitet. Das Super Retina XDR Display misst 6,9 Zoll und bietet auf großer Fläche eine gestochen scharfe Auflösung mit 2.868 x 1.320 Pixeln. Die Bildwiederholrate liegt bei 120 Hz, was flüssiges Scrollen und Animationen ohne unschöne Ruckler oder Verzerrungen ermöglicht. Durch die Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits lässt sich das Display auch bei schwierigen Wetterbedingungen stets ablesen. Der Akku des iPhone 17 Pro Max soll bei Videowiedergabe bis zu 37 Stunden am Stück durchhalten und ist dank Schnellladen in 20 Minuten wieder zur Hälfte aufgeladen.
Besonders hochwertig ist das Kamerasystem des iPhone 17 Pro Max . Hier hat Apple ein System mit drei Kameras auf der Rückseite mit jeweils 48 Megapixeln verbaut. Neben der Hauptkamera gibt es eine Ultraweitwinkel- sowie eine Telekamera, die noch bessere Zoom-Fotos ermöglicht. Die Center Stage Frontkamera mit 18 Megapixeln ermöglicht Selfies in höchster Qualität und erlaubt es Nutzern, sich vor der Kamera zu bewegen, ohne aus dem Fokus zu geraten. So lassen sich mit dem iPhone 17 Pro Max auch Videos in 4K-Qualität aufnehmen. Als interner Speicher stehen 256 GByte zur Verfügung.
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Apple iPhone 17 Pro Max mit AirPods Pro 3 mit Vertrag O2 Mobile M mit 30 GB+
Apple Airpods Pro 3 als Teil des Black-Week-Bundles
Die neuen Airpods Pro 3 von Apple sollen laut Hersteller im ANC-Modus bis zu doppelt so starke Geräusche herausfiltern können wie ihre Vorgänger. Zudem sind sie in der Lage, die Herzfrequenz und die verbrannten Kalorien bei der Ausübung von bis zu 50 verschiedenen Sportarten zu messen.
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Apple iPhone 17 Pro Max mit AirPods Pro 3 mit Vertrag O2 Mobile M mit 30 GB+
Black Weeks bei o2: Apple-Bundle mit Tarif sichern und 522 Euro sparen
Das Bundle aus iPhone 17 Pro Max und Apple Airpods bietet o2 mit dem o2 Mobile M an. Dieser bietet eine Allnet-Flat für SMS und Telefonie in alle deutschen Netze. Nutzer surfen im schnellen 5G-Netz mit bis zu 300 MBit/s und haben 30 GByte Datenvolumen monatlich zur Verfügung. Mit jedem Vertragsjahr wächst das verfügbare Volumen um 5 GByte.
Für das Paket fallen monatlich 65,99 Euro an. Hinzu kommen eine einmalige Anzahlung von 1 Euro und Versandkosten von 4,99 Euro. Ein Anschlusspreis entfällt. Die Mindestvertragslaufzeit für den Tarif liegt bei 24 Monaten, die Rate liegt bei 15,49 Euro. Die Hardware wird über 36 Monate mit Raten zu je 50,50 Euro abgezahlt. Insgesamt lassen sich so 522 Euro sparen, da der normale Preis bei monatlich 80,49 Euro liegt. Wer möchte, bekommt noch sechs Monate ChatGPT Plus im Wert von 138 Euro kostenlos dazu.
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Wir finden: Microsoft sollte erst einmal andere Baustellen in Windows 11 beenden, bevor durch KI -Unsinn weitere hinzukommen.
Windows 11 wird von vielen aktuell kritisiert - unserer Meinung nach zu Recht.Bild:
Microsoft/Montage: Golem.de
Wenn wir uns die aktuelle Diskussion um Windows 11 anschauen, fühlen wir uns ein wenig an die Zeit von Windows 8 erinnert. Microsoft wollte Usern damals eine neue Art von Bedienung schmackhaft machen und veränderte dafür das Grundkonzept aus Startmenü, Taskleiste und anderen bekannten Elementen radikal. Als Folge blieben die Nutzer lieber bei ihrem Windows 7 – und Windows 8 floppte spektakulär.
Nun kommt Microsoft mit Windows 11, das als Nachfolger des sehr beliebten Windows 10 positioniert wird, mit einer anderen Idee: Was wäre, wenn das Betriebssystem an jeder Stelle KI integriert? Die kann Aufgaben übernehmen, Dateien finden, Websuchen erledigen oder selbstständig Fehler finden – ohne dass wir dafür viel machen müssen.
Die Vision: KI soll an möglichst allen Stellen im OS platziert werden. Selbst Windows-Chef Pavan Davuluri bezeichnete Windows 11 als "agentisches OS" , also ein von KI-Agenten bestimmtes Betriebssystem. Was in der Theorie erst einmal wie eine große Hilfe klingt, artet aktuell zu einem der größten Kritikpunkte an dem neuen Windows 11 aus. Wir finden auch: Microsoft sollte erst einmal grundlegende Dinge in Windows 11 angehen, bevor weitere potenzielle Baustellen wie KI-Agenten aufgemacht werden.
Ein Beispiel: Selbst vier Jahre nach Release fehlen in Windows 11 Features, die sich große Teile der Community zurückwünschen, etwa eine verschiebbare, besser anpassbare Taskbar oder eine im Vergleich zur aktuellen, teils trägen Bedienung bessere GUI-Performance. Wir fragen uns auch, warum Windows noch immer zwei Systemeinstellungsmenüs mit unterschiedlichem Design und drei verschiedene Kommandozeilenprogramme integriert. Das Rechtsklickmenü wirkt mit seinen zwei unterschiedlichen Designs ebenfalls unfertig.
Microsoft geht mit dem Thema KI nicht vorsichtig genug um
Es wundert deshalb nicht, dass sich in den letzten Tagen Kritik in sozialen Medien wie X und Reddit häuft. Viele können mit den ganzen KI-Systemen in Windows 11 nichts anfangen – aus gutem Grund. Zwar hat Microsoft bereits viele große Pläne angekündigt. Davon ist in der Praxis aber noch nicht viel zu sehen.
Die größte KI-Neuerung ist wohl die Copilot-App , die bei neueren Windows-11-Geräten vorinstalliert ist und sogar mit einer dedizierten Copilot-Taste geöffnet werden kann. User können Copilot für Textprompts nutzen, was sich aktuell nicht groß von ChatGPT und Co. unterscheidet – kein Grund, um auf Windows 11 zu wechseln.
Erst später räumte Microsoft Fehler ein und nahm Verbesserungen an Recall vor. Das alles war bereits vor mehreren Monaten ein Skandal. Das finale Produkt ist ein stellenweise zwar nützliches Back-up-Tool, das aber bisher nicht viel kann und deshalb für die meisten Menschen auf die Liste zu ignorierender Windows-11-Features kommt.
Viele offene Fragen zur Datennutzung
Bereits mit Recall hat Microsoft viel Vertrauen bei Kunden eingebüßt. Wieso sollten wir unsere teils sehr persönlichen Daten einer KI übermitteln, bei der wir nicht wissen, wie und wo Daten verarbeitet und gespeichert werden?
Genau diesen Fehler wiederholt Microsoft mit großen Ankündigungen rund um das agentengesteuerte Windows 11 . Was passiert mit unseren Daten? Wer sieht sie? Wie tief können KI-Systeme in Prozesse eingreifen und vor allem: Wo lässt sich das alles einfach abschalten?
Nach Antworten müssen wir aktuell lange suchen. Und dabei ist bei vielen der Frust durch das offizielle Supportende von Windows 10 ohnehin noch groß.
Wir wünschen uns mehr Transparenz, Microsoft!
Vor allem in der Power-User-Community sind Diskussionen rund um Windows 11 aktuell sehr emotional. Viele halten Windows 11 für eine schlechte Wahl und wollen deshalb auf andere Plattformen wie MacOS oder Linux wechseln.
Diesen Aussagen folgen offenbar auch Taten. Laut dem Portal Statcounter ist der Marktanteil von Windows von September auf Oktober 2025 weltweit um 4,5 Prozent gesunken. Derweil konnte vor allem MacOS zulegen, auf 14 Prozent.
Dabei spielt sicher das Ende des Standardsupports für Windows 10 eine große Rolle. Viele User mussten sich durch in Windows 11 forcierte gestiegene Anforderungen neue Hardware kaufen. Warum also nicht auf ein Macbook Air wechseln?
Selbst Windows-Chef Davuluri gesteht mittlerweile ein, dass bei der Entwicklung von Windows 11 Fehler gemacht wurden. Vor allem die Usererfahrung sei einer der aktuell wichtigsten Kritikpunkte. "Entwickler liegen uns sehr am Herzen" , betonte der Windows-Chef . Windows solle wieder zu einem nutzerzentrierten OS werden, das auch für Softwareentwickler interessant sei.
Aktuell wirkt es aber so, als müssten User als Versuchskaninchen herhalten, um weitere KI-Tools in Windows auszuprobieren. Microsoft warnt sogar vor den eigenen unfertigen Tools, die sich aktuell größtenteils in Beta-Builds befinden und schädlich für die Computersicherheit sein können. Eine Malware zeigte ebenfalls , dass KI-Agenten im aktuellen Zustand leichte Ziele für Cyberangriffe von außen sind.
Opt-in statt Opt-out
Für Microsoft ist es unserer Meinung nach deshalb wichtig, noch besser zu kommunizieren, welche KI-Features Kunden wann erwarten dürfen. Vor allem sollte es aber sehr leicht sein, all diese Neuerungen komplett abzuschalten – damit würde eine zahlenmäßig kleine, aber online sehr laute Gruppe an Windows-Power-Usern zufriedengestellt. Besser wäre sogar noch, wenn Windows 11 standardmäßig KI-Features deaktivieren würde und wir sie erst manuell aktivieren müssten.
Denn an sich können KI-Tools zukünftig die Art und Weise, wie wir mit unserem PC interagieren, verbessern und vor allem auch Laien zugänglicher machen. So können wir Wissen schneller finden, unsere Daten besser strukturieren oder ganze Arbeitsabläufe von unserem Betriebssystem automatisieren lassen – ganz ohne Scripting- oder Programmiererfahrung.
Wenn der Computer dem Windows-Neuling selbstständig erklärt, wo bestimmte Einstellungen zu finden sind, und diese Person uns dann nicht anrufen muss, erspart uns das als Familien-Admin potenziell eine Menge Zeit. Wir wären im Gegenzug dann weniger dazu verleitet, Windows 11 mal wieder doof zu finden.
IMHO ist der Kommentar von Golem. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)