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Digitalwährung: Einführung des digitalen Euro für 2029 geplant

Von Mike Faust
Nach dem Abschluss der Vorbereitungsphase sollen nun die technischen Voraussetzungen für einen digitalen Euro geschaffen werden.
Die Vorbereitungsphase für den digitalen Euro ist nun abgeschlossen. (Bild: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP via Getty Images)
Die Vorbereitungsphase für den digitalen Euro ist nun abgeschlossen. Bild: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP via Getty Images

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den Übergang zur nächsten Phase des Projekts zum digitalen Euro beschlossen. Damit sei die Vorbereitungsphase, die im November 2023 eingeleitet wurde, abgeschlossen, heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung .

Während in der Vorbereitungsphase die Grundlagen für die mögliche Ausgabe eines digitalen Euro abgeschlossen wurden, sollen nun die technischen Voraussetzungen für eine Erstausgabe geschaffen werden. Dazu gehören die Entwicklung der technischen Grundlagen, eine erste Systemkonfiguration und die Durchführung eines Pilotprojekts.

Im Anschluss sollen in Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern und Händlern die Finalisierung des Regelwerks und die Erprobung des Systems durchgeführt werden. Die Entwicklungskosten werden von der EZB auf etwa 1,3 Milliarden Euro geschätzt. Die jährlichen Betriebskosten sollen bei circa 320 Millionen Euro liegen.

Deutsche Banken sehen keinen akuten Handlungsbedarf

Laut einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft PwC wird die Einführung des digitalen Euro hohe Kosten für europäische Banken verursachen. Für 19 im Detail untersuchte Banken werden die Änderungskosten mit mehr als zwei Milliarden Euro angegeben. Hochgerechnet auf den gesamten Euroraum wird mit Kosten zwischen 18 und 30 Milliarden Euro gerechnet.

In Deutschland stehen die meisten Banken und Sparkassen der Einführung eines digitalen Euro skeptisch gegenüber. Die Institute sähen keinen akuten Handlungsbedarf, da vorhandene Systeme, wie die Echtzeitüberweisung, bereits schnell und sicher funktionierten.

Die endgültige Entscheidung darüber, ob und wann ein digitaler Euro eingeführt wird, werde erst nach Annahme der Rechtsvorschriften getroffen. Sollten die EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2026 die entsprechende Verordnung annehmen, könnten ein Pilotprojekt sowie erste Transaktionen ab Mitte des Jahres 2027 stattfinden. Ab dem Jahr 2029 könnte das System für die Erstausgabe im gesamten Euroraum bereit sein.

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  • 30. Oktober 2025 um 17:32

Anzeige: i9-Mini-PC mit großem Speicher über 300 Euro günstiger

Von Erik Körner
Amazon verkauft den Mini-PC Nipogi Hyper H2 mit Intel-Core-i9-CPU, 32 GByte RAM, 1 TByte SSD und Windows 11 Pro fast 40 Prozent günstiger.
Der Nipogi-Hyper-H2-Mini-PC mit i9-Prozessor, viel Speicher und Windows 11 Pro für unter 500 Euro bei Amazon. (Bild: Amazon.de/NiPoGi)
Der Nipogi-Hyper-H2-Mini-PC mit i9-Prozessor, viel Speicher und Windows 11 Pro für unter 500 Euro bei Amazon. Bild: Amazon.de/NiPoGi

Ein leistungsstarker Mini-PC vom beliebten Hersteller Nipogi ist bei Amazon um mehr als 300 Euro reduziert. Der Hyper H2 mit Intel-Core-i9-CPU, 32 GByte RAM, 1 TByte SSD und Windows 11 Pro kostet im befristeten Angebot nämlich unter 500 Euro anstelle der unverbindlichen Preisempfehlung von 799,99 Euro. Günstiger war er ohne Coupons noch nie. Weitere Mini-PCs von Nipogi sind ebenfalls reduziert.

Darum lohnt sich der Nipogi-Hyper-H2-Mini-PC

Das Herzstück des Nipogi Hyper H2 ist ein Intel-Core-i9-11900H-Prozessor mit 8 Kernen, 16 Threads und bis zu 4,9 GHertz Taktgeschwindigkeit. Laut Hersteller meistert der Mini-PC dank der High-End-Mobile-CPU weit mehr als nur Office-Aufgaben oder Browsing: Von Gaming bis zu Medienbearbeitung eignet er sich für die meisten Use Cases im Alltag oder Job. Eine dedizierte Grafikkarte hat der kleine Rechner nicht, dafür ist ein Intel-UHD-Graphics-Chip im Prozessor integriert, der bis zu drei 4K-Bildschirme mit 60 Hertz Bildwiederholrate unterstützt. Besonders grafikintensive Anwendungen oder Ultra-Settings in Spielen sind entsprechend nicht drin – dafür sind Tower-PCs aber ohnehin die bessere Wahl.

Die 32 GByte Arbeitsspeicher des Nipogi Hyper H2 teilen sich in zwei 16 GByte große DDR4-RAM-Riegel mit 3.200 MHertz Taktgeschwindigkeit. Bei Bedarf kann der RAM auf insgesamt bis zu 64 GByte aufgerüstet werden. Als Festplatte dient eine M.2-NVMe-SSD. Auch hier darf man den Speicherplatz per zweitem M.2-Slot auf insgesamt bis zu 4 TByte erhöhen. Heißt auch: Sollte man auf eine schnellere Festplatte umsteigen wollen, kann man die eingebaute bequem austauschen.

Trotz des kompakten Gehäuses ist der Nipogi Hyper H2 mit vielen Anschlüssen ausgestattet. Für Mäuse oder Tastaturen stehen zwei USB-3.2-Gen-2-Typ-A-Ports und vier USB-3.2-Gen-1-Typ-A-Ports zur Verfügung – oder aber Bluetooth 5.2, wenn man kabellose Verbindungen bevorzugt. Bis zu drei Bildschirme lassen sich gleichzeitig via HDMI-2.0-, Displayport-1.4- und USB-3.2-Gen-2-Typ-C-Anschluss anschließen. Ein RH45-Gigabit-Ethernet-Port und Dualband-WiFi-6-Support garantieren eine schnelle Internetverbindung.

Nipogi bei Amazon: Mini-PCs schon ab 149 Euro sichern

Amazon bietet 38 Prozent Rabatt auf den Nipogi Hyper H2 . Der Mini-PC kostet im befristeten Angebot 498,99 Euro statt der unverbindlichen Preisempfehlung von 799,99 Euro. Über 400 Nutzer haben ihn durchschnittlich mit 4,5 Sternen bewertet. Die Leistung, Geschwindigkeit, vielen Anschlüsse oder der niedrige Geräuschpegel werden besonders häufig gelobt. Mehr reduzierte Mini-PCs findet man im Amazon-Store des Herstellers – schon ab knapp 149 Euro. Stöbern lohnt sich.

Reklame

NiPoGi Hyper H2 Mini PC W-11 Pro, Intel Core i9-11900H(8C/16T, bis zu 4,90 GHz), 32 GB (2 x 16GB) DDR4 1 TB M.2 NVMe SSD Mini Desktop Computer für Büro/Schule/Heim, WiFi 6, HDMI, DP, Typ-C, 54 W TDP.

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  • 30. Oktober 2025 um 17:20

Keine andere Kalender-App darf Standard sein: Apple bügelt Proton-Anfrage ab

Von Heise
Grünes iPhone (von hinten) neben seiner Verpackung

(Bild: Sebastian Trepesch / heise medien)

Auf Druck der EU musste Apple seinen Kunden erlauben, iPhone-Apps von Drittanbietern als Standard zu wählen. Bei Kalendern mauert der Konzern.

Der auf iPhones als Standard vorinstallierte Apple Kalender lässt sich durch keine andere App ersetzen – und daran will Apple offensichtlich nichts ändern. Einen Antrag des Anbieters Proton nach einer iOS-Option, um einen anderen Standard-Kalender zu wählen, hat der Konzern schon im Sommer abgelehnt. Dies geht aus Apples nur für registrierte Entwickler zugänglichem Interoperabilitäts-Tracker hervor [1]. Dort dokumentiert das Unternehmen solche gemäß dem Digital Markets Act möglichen Anfragen nachträglich.

Kein anderer Kalender als Standard möglich

Proton wünschte demzufolge, dass Nutzer andere Kalender-Apps wie Proton Calender in iOS als Default-App für Termine und Ereignisse definieren können. Erst dadurch lässt sich schließlich der volle Funktionsumfang bereitstellen, um etwa Termineinladungen direkt zu öffnen oder Termine aus anderen Apps und Systemdiensten vereinfacht hinzuzufügen, argumentierte der Anbieter. Bislang öffnen sich diese stets im Apple-Kalender.

Apple wies die Anfrage Ende August direkt zurück, ohne eine weitere Umsetzung zu prüfen. Eine derartige neue Funktion falle nicht unter den Artikel 6 Absatz 7 des Digital Markets Acts, der Gatekeeper wie Apple dazu verpflichtet, für Interoperabilität zu sorgen. Drittanbieter müssen demnach denselben Zugang zu bestehenden Systemfunktionen erhalten wie die Apps und Dienste des Plattformbetreibers. Die Bitte zur Schaffung eines "Mechanismus, mit dem Nutzer Drittanbieter-Kalender-Apps als Standard festlegen können, würde Änderungen an systemweiten Betriebssystemfunktionen erfordern", führte Apple als Begründung ins Feld – und markierte die Anfrage als "abgeschlossen".

Erzwungenes Setting für Standard-Apps auf dem iPhone

Bei anderen App-Kategorien musste Apple bereits die Änderung der Standard-App ermöglichen. Bei Browsern wird sogar ein Dialog eingeblendet, der Alternativen zur Wahl stellt [2] – eine von Apple scharf kritisierte Vorgabe des Digital Markets Acts.

Inzwischen gibt es – nicht zuletzt auf Druck der EU-Kommission – einen eigenen Abschnitt für Standard-Apps in den iOS-Einstellungen. Dort lassen sich neben Browser und E-Mail-Client auch Navigation, Messaging [3], Übersetzung, Anruf-App [4] und Standard-App-Store ändern. Manches davon – wie die alternativen App-Läden und etwa andere Textnachrichten-Apps – stehen nur auf Geräten in der EU zur Wahl. Dritt-Apps müssen sich erst integrieren, damit sie als Option auftauchen. Das konkrete Angebot für alternative Standard-Apps ist bislang überschaubar.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10965277

Links in diesem Artikel:
[1] https://developer.apple.com/de/support/ios-interoperability/
[2] https://www.heise.de/news/Internet-Explorer-laesst-gruessen-iOS-17-4-zeigt-Browser-Auswahldialog-9610558.html
[3] https://www.heise.de/news/WhatsApp-laesst-sich-auf-iPhones-erstmals-als-Standard-festlegen-10331571.html
[4] https://www.heise.de/news/Telefon-und-Kurznachrichten-Apple-oeffnet-iPhone-Kernfunktionen-in-der-EU-10440714.html
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[6] https://www.heise.de/mac-and-i
[7] mailto:lbe@heise.de

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  • 30. Oktober 2025 um 21:43

Neue Filme und Serien bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime im November 2025

Von Heise
Screenshot zeigt eine Szene aus Frankenstein

(Bild: Netflix)

Im November zeigt Netflix "Frankenstein". Bei Disney+ läuft "The Fantastic Four: First Steps", während bei Amazon "Robin Hood" startet.

Im November gibt es bei den großen Streaming-Anbietern wieder viele neue Filme und Serien zu sehen. Zu den Highlights in diesem Monat zählen unter anderem das Drama "Frankenstein" von Guillermo del Toro, die Serienadaption von "Robin Hood" sowie der Superheldenfilm "The Fantastic Four: First Steps".

"Frankenstein"

Nachdem Regisseur, Autor und Produzent Guillermo del Toro (u.a. Blade, Hellboy, Der Hobbit) bereits 2022 mit seiner oscarprämierten, animierten Neuinterpretation von "Pinocchio" äußerst erfolgreich war, geht nun mit "Frankenstein" am 07. November 2025 seine Neuadaption des gleichnamigen Romans von Mary Shelley bei Netflix [1] an den Start. Im Mittelpunkt der Handlung des Films steht der ebenso brillante wie egozentrische Wissenschaftler Victor Frankenstein (Oscar Isaac), der von der Idee besessen ist, in seinem Labor selbst Leben zu erschaffen.

Dieses Ziel verfolgt er ungeachtet jeglicher moralischer und ethischer Grenzen. Aus Frankensteins Hybris entsteht ein außergewöhnliches, menschliches Wesen (Jacob Elord), das, entgegen den Erwartungen seines Schöpfers, sogar über Emotionen sowie ein Grundverständnis für gewisse Dinge verfügt. Die Erschaffung des Geschöpfes wird für Frankenstein ebenso wie für das Geschöpf selbst zu einer dramatischen Bürde, denn die Welt sieht Frankensteins Schöpfung als Monster und begegnet ihr mit nichts als Hass und Ausgrenzung.

"Robin Hood", Staffel 1

Ab dem 02. November 2025 läuft bei Amazon Prime Video [3] die Neuauflage der angelsächsischen Heldensage "Robin Hood" in Serienform, die sich um den namensgebenden, legendären Protagonisten dreht. Die 1. Staffel der Serie geht zunächst mit zehn Episoden an den Start, wovon die ersten beiden als Doppelfolge ausgestrahlt werden. "Robin Hood" erzählt die Geschichte des englischen Volkshelden Robin von Locksley, der sich zur Zeit der normannischen Invasion Englands als Gesetzloser mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und besonderem Sinn für Gerechtigkeit einen Namen macht.

Inmitten von Korruption und Machtgier beschließt Robin (Jack Patten) der Ungerechtigkeit in seiner Heimat ein Ende zu setzen, indem er mit Pfeil und Bogen bewaffnet den Reichen nimmt und den Armen gibt. Dabei unterstützt ihn nicht nur seine Räuberbande samt Little John (Marcus Fraser) und Bruder Tuck (Angus Castle-Doughty), sondern auch Marian (Lauren McQueen), die Tochter eines normannischen Lords, die nicht nur an Robins Sache Gefallen findet. Das Vorhaben von Robin und seinen Verbündeten ist dem berüchtigten Sheriff von Nottingham (Sean Bean) natürlich ein Dorn im Auge und so setzt dieser alles daran, dem rebellischen Wohltäter den Garaus zu machen.

"The Fantastic Four: First Steps"

Mit "The Fantastic Four: First Steps" erscheint bei Disney+ [7] am 05. November 2025 der insgesamt 37. Film innerhalb des Marvel Cinematic Universe (MCU). Das MCU ist ein Franchise, in dem die Marvel Studios eigenständig Superheldenfilme produzieren, statt diese an unterschiedliche Filmstudios zu vergeben. "The Fantastic Four: First Steps" findet in einer von den 1960er-Jahren inspirierten Welt auf der retrofuturistischen Erde-828 statt und handelt von den Anfängen der Superhelden-Gruppe "The Fantastic Four". Die Gruppe besteht aus den Wissenschaftlern Reed Richards ("Mr. Fantastic", gespielt von Pedro Pascal), Sue Storm ("Invisible Woman", gespielt von Vanessa Kirby), Johnny Storm ("Human Torch", gespielt von Joseph Quinn) sowie Ben Grimm ("The Thing", gespielt von Ebon Moss-Bachrach).

Alle vier haben gemeinsam, dass sie einige Jahre zuvor bei einer Weltraummission kosmischer Strahlung ausgesetzt waren, die ihnen durch Mutationen zu unterschiedlichen, übernatürlichen Fähigkeiten verhalf. Der Bevölkerung bereits als Superhelden bekannt, müssen die Vier sich einem mächtigen Widersacher stellen, dem Weltenzerstörer Galactus (Ralph Ineson), vor dessen Vorhaben sie durch den Silver Surfer (Julia Garner) gewarnt werden.

Alle neuen Filme und Serien in der Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt alle neuen Filme und Serien, die im November bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video erscheinen und im Abopreis inbegriffen sind. Titel, die bei Amazon ausschließlich zum Einzelkauf oder zum Leihen verfügbar werden, sind nicht angegeben.

Disney+ Release
Filme 01.11.
Der Grinch 01.11.
Liebe braucht keine Ferien 01.11.
Last Christmas 01.11.
Tatsächlich Liebe 01.11.
Die Mumie 1-4 01.11.
Ronaldo 01.11.
The Manipulated 05.11.
Love+War - Zwischen Krieg und Familie 07.11.
Seventeen: Our Chapter 07.11.
Das Sams 07.11.
Die Unsichtbaren 07.11.
Zum Leben erweckt 07.11.
Mega-Bauwerke: Real Madrids Superstadion 14.11.
A Very Jonas Christmas Movie 14.11.
Die Hand an der Wiege 19.11.
The Devil’s Thumb – Ein höllischer Aufstieg 21.11.
Sebastian Maniscalco: It ain’t right 21.11.
Chris Hemsworth: Ein unvergesslicher Roadtrip 24.11.
Beyond Paradise Christmas Special 28.11.
Elfen helfen: Das Schneeball-Protokoll 28.11.
Serien
The Rookie: Feds: Staffel 1 01.11.
All's Fair: Staffel 1 04.11.
Fire and Water: Die Entstehung der Avatar Filme: Staffel 1 07.11.
Family Guy: Staffel 23 12.11.
SuperKitties: Staffel 2 12.11.
The Secret Lives Of Mormon Wives: Staffel 3 13.11.
Lego Marvel Avengers: Die virale Bedrohung: Staffel 1 14.11.
Micky Maus Wunderhaus: Staffel 1 18.11.
Electric Bloom: Staffel 1 19.11.
Vampirina: Teenage Vampire: Staffel 1 19.11.
English Teacher: Staffel 2 19.11.
The Beatles Anthology: Staffel 1 26.11.
Die verlorenen Schätze der Bibel: Staffel 1 26.11.
Spielstunde mit Winnie Puuh (Shorts): Staffel 2 26.11.
RoboGobo: Staffel 1 26.11.
Little Angel: Staffel 7 30.11.
Amazon Release
Filme
The Fall Guy 02.11.
Abigail 02.11.
Wunderschön 02.11.
Flight Risk 04.11.
Tyler Perry's Finding Joy - Gerettet ins Glück 05.11.
Maria 06.11.
Bad Santa 2 10.11.
Operation Fortune 11.11.
White Bird 11.11.
My Christmas Family Tree - Mein Weihnachts-Stammbaum 12.11.
Liebe Zu Weihnachten 12.11.
Beating Hearts 12.11.
Playdate 12.11.
Wie überleben wir Weihnachten? 14.11.
Jim Knopf Und Lukas Der Lokomotivfuhrer 15.11.
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel 15.11.
Weihnachten In Der Schustergasse 15.11.
Happy Christmas 15.11.
This Is Christmas 16.11.
Zurück in die Zukunft I - III 16.11.
Silent Night - Stumme Rache 16.11.
Dr. Seuss' The Grinch 17.11.
An Unexpected Christmas 17.11.
The Batman 19.11.
Tatsächlich...Liebe 20.11.
The Yoga Teacher 24.11.
What Happens Later 24.11.
Arthur der Große 25.11.
Der Graf Von Monte Christo 28.11.
This Time Next Year 28.11.
Serien
Tulsa King: Staffel 1 01.11.
Robin Hood: Staffel 1 02.11.
Nice To Not Meet You: Staffel 1 03.11.
Maxton Hall: Staffel 2 07.11.
Bat-Fam: Stfaffel 1 10.11.
Malice: Staffel 1 14.11.
June Farms: Staffel 1 17.11.
The Mighty Nein: Staffel 1 19.11.
Netflix Release
Filme
Georgias Gesetz 01.11.
Paddington 2 01.11.
Ella und der schwarze Jaguar 01.11.
Dr. Seuss: Die Schnipfen 03.11.
Leanne Morgan: Unspeakable Things 04.11.
Die Gangster Gang: Aller Anfang ist böse 06.11.
Frankenstein 07.11.
Groom & Two Brides 07.11.
Mango 07.11.
Baramulla 07.11.
Marines 10.11.
September 5 - The Day Terror Went Live 10.11.
A Merry Little Ex-Mas 12.11.
Geiselnahme live: Der Fall Eloá Pimentel 12.11.
Being Eddie 12.11.
Tee Yai: Born To Be Bad 13.11.
Ich - Einfach unverbesserlich 3 14.11.
Lefter: Die Geschichte der Fußballlegende Ordinarius 14.11.
In Your Dreams – Im Traum ist alles möglich 14.11.
Jake Paul vs. Tank Davis 15.11.
IF: Imaginäre Freunde 15.11.
Last Christmas 17.11.
Selena y Los Dinos: Das Erbe einer Familie 17.11.
Gerry Dee: Funny You Should Say That 18.11.
Der Sohn von tausend Männern 19.11.
Champagne Problems 19.11.
Der Fall Nathan Carman 19.11.
The Follies 20.11.
Train Dreams 21.11.
ONE SHOT with Ed Sheeran 21.11.
Missing: Dead or Alive?: Staffel 2 24.11.
Jingle Bell Heist - Der große Weihnachtsraub 26.11.
Die Vorkosterinnen 26.11.
Left-Handed Girl 28.11.
The Stringer: Wer steckt hinter dem Foto? 28.11.
Serien
Squid Game: The Challenge: Staffel 2 04.11.
Einfach Alice 05.11.
Heweliusz 05.11.
The Vince Staples Show: Staffel 2 06.11.
Death by Lightning 06.11.
As You Stood By 07.11.
Countdown: Jake vs. Tank 08.11.
Mrs Playmen 12.11.
Selling The OC: Season 4 12.11.
Dynamite Kiss 12.11.
Unicorn Academy: Kapitel 4 13.11.
Delhi Crime: Staffel 3 13.11.
Had I Not Seen the Sun 13.11.
Last Samurai Standing 13.11.
The Beast in Me 13.11.
Me late que sí 14.11.
Der Kristallkuckuck 14.11.
Gabby's Dollhouse: Staffel 12 17.11.
Envious: Staffel 3 19.11.
Undercover im Seniorenheim: Staffel 2 20.11.
Jurassic World: Die Chaostheorie: Staffel 4 20.11.
Ist das Kuchen? Feiertage: Staffel 2 25.11.
Stranger Things 5: Teil 1 27.11.

Disney+ besuchen [9]

Netflix besuchen [10]

Amazon Video besuchen [11]

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VPN Test 2025: Die besten VPN-Anbieter im Vergleich [12] bei heise Download


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  • 30. Oktober 2025 um 18:14

Großes Update für Canva, Affinity wird kostenlos

Von Heise
Schemazeichnung des Canva Creative Operating System.

Das Creative Operation System von Canva setzt die Visual Suite auf die Basis des eigenen KI-Systems.

(Bild: Canva)

Das Grafik-Tool Canva bekommt mehr KI, besseren Video-Schnitt, Marketing-Werkzeuge, Mail-Designer und Formulare – zudem trägt die Affinity-Übernahme Früchte.

Beim Grafikdesign-Dienst Canva [1] aus Australien tut sich was: Er hat das sogenannte Creative Operating System vorgestellt, das die Visual Suite, das Hauptprodukt des Unternehmens, nochmals stärker mit den eigenen KI-Tools vernetzt. Die Designsoftware für visuelle Kommunikation will damit noch mehr Gestaltungsaufgaben in einer Lösung abdecken. Neben Präsentationen, Social-Media-Grafiken, Videos, Druckerzeugnissen und statischen Websites lassen sich mit dem Gestaltungswerkzeug nun auch E-Mails gestalten, interaktive Formulare umsetzen, Tabellen mit Code auswerten und Kampagnenerfolge messen. Neuigkeiten gibt es auch bei den Affinity-Kreativprodukten, die mittlerweile zu Canva gehören, nachdem Software-Hersteller Serif von den Australiern im Jahr 2024 übernommen [2] worden war.

Eigenes KI-Modell

Canva legt unter seine Tools der Visual Suite, die wie gehabt via Web erreichbar sind, eine KI-Schicht, sodass Anwender überall den KI-Chat um Unterstützung bitten können. Die Basis liefert ein KI-Modell, das Canva als das "weltweit erste Design Model" bezeichnet. Es soll durch ein besonderes Training die Komplexität des Designs verstehen. So könne es automatisch den Stil eines Designs anpassen und für markentreues Design sorgen und dabei den Kontext der bestehenden Grafik berücksichtigen.

Auch eigenständige Layouts, die vollständig bearbeitbar sind, mache das Modell möglich, so Canva. Zudem erstellt die teilweise mittels Credits abgerechnete KI auch 3D-Modelle. Im Chat kann man mit "@Canva" beispielsweise um alternative Designvorschläge und Textverbesserungen bitten und diese umsetzen lassen.

E-Mails und Formulare

Im neuen Designwerkzeug können Teams aufwendig gestaltete Marketing-E-Mails oder Newsletter umsetzen. Für das Versenden ist offenbar weiterhin eine zusätzliche Lösung vonnöten, in die man die zuvor exportierte HTML-Datei importiert.

Oberfläche von Canvas E-Mail-Designer mit HTML-Export

Per HTML-Export gelangen die Kreationen des E-Mail-Designers in das bevorzugter Mailer-Tool.

(Bild: Canva)

Mit "Forms" entstehen interaktive Formulare, die sich in Websites und anderen Designs nutzen lassen. Damit können direkt innerhalb von Canva Feedback-Formulare, Umfragen, Quiz oder Buchungen erstellt werden. Die erfassten Daten speichert das System in der hauseigenen Tabellenkalkulation "Canva Sheets".

Diese Tabellen lassen sich nunmehr mit der KI-gestützten Coding-Umgebung "Canva Code" koppeln, um interaktive, datengesteuerte Widgets wie Live-Dashboards, Kalkulationen oder Lernkarten zu erstellen.

Neuer Video-Editor

Das laut Canva ebenfalls neu entwickelte Videoschnittwerkzeug "Video 2.0" erhält eine neue Bibliothek mit Vorlagen für schnelle Ergebnisse. Man kann jetzt auch direkt mit eigenen Inhalten starten.

Der Video-Editor von Canva.

Die neue Timeline soll die Videobearbeitung vereinfachen.

(Bild: Canva)

Der Editor bietet eine neue Timeline, die das Trimmen, Synchronisieren und Überlagern von Videomaterial erleichtern soll. Die KI-Integration soll helfen, Bearbeitungen und Effekte zu automatisieren.

Marketing-Tools

Mit Canva erstellte und etwa bei Facebook geschaltete Anzeigen können über "Canva Grow" nun in Echtzeit verfolgt werden. So soll man Werbeinhalte schnell optimieren können, wenn der Erfolg ausbleibt. Eine KI lernt aus den ermittelten Leistungsdaten und erstellt auf Wunsch neue Varianten.

Interessant für auf ihr Branding bedachte Unternehmen: Im neuen "Markensystem" sammeln Teams alles Wichtige zu einer Marke. Dazu zählen Schriftarten, Farben, Logos und Vorlagen. Das soll konsistente Auftritte über alle Designs hinweg gewährleisten.

Affinity wird kostenlos

Canva hatte im März 2024 das britische Entwicklerstudio Serif übernommen, das insbesondere für die beliebten Einmalkauf-Alternativen [3] zu Adobes Grafiksuite bekannt ist. Affinity Photo, Designer und Publisher haben für viele Grafiker die Programme Adobe Photoshop, Illustrator und InDesign abgelöst, die es nur im Abo gibt.

Bis dato war unklar, was Canva mit dem Aufkauf letztlich anstellen würde. Die befürchtete Umstellung auf ein Abomodell hat sich aber nicht bewahrheitet. Canva bietet ab heute eine neue App namens "Affinity" kostenlos an. Sie vereint alle Funktionen von Photo, Designer und Publisher. Statt die App, wie bisher zu wechseln, schaltet man in den gewünschten Vektor-, Pixel- oder Layout-Modus um. Die neue Gratis-App ersetzt die alten Apps, die schon seit Anfang Oktober nicht mehr zum Verkauf angeboten [4] werden. Wer sie über Apples App Store bezogen hat, kann sie aber weiterhin aus den Käufen laden.

Das Programm-Interface der Affnity-App. Es ist der Glitch-Effekt zu sehen.

Die neue Affinity-App setzt wie bisher auf einen möglichst nicht destruktiven Workflow.

(Bild: Canva)

Besitzer der alten drei Apps konnten das bereits im Publisher ausprobieren. Schon von Beginn an nutzen alle drei Programme ein einheitliches Dateiformat, jedoch mit unterschiedlichen Endungen. Jetzt gibt es mit ".af" ein einheitliches Suffix. Bei Affinity handelt es sich weiterhin um eine rein offline nutzbare App. Sie richtet sich mehr an Profis, während Canva möglichst einfach zu bedienen sein soll und auch unerfahrene Gestalter anspricht.

Die Integration in den Canva-Kosmos ist nun auch gegeben – sie beginnt mit einem Export zu Canva und einer Anbindung an Canva AI, um Inhalte zu generieren. Für die KI-Funktion ist jedoch ein kostenpflichtiger Premium-Account erforderlich. Eine tiefere Integration ist bereits in Aussicht gestellt, ob das Thema Abo gänzlich vom Tisch ist, bleibt abzuwarten. Konkrete Neuerungen bei den Funktionen von Affinity hat Canva bis zum Redaktionsschluss nicht bekannt gegeben.

Preise

Die Preisstruktur bleibt weitgehend unverändert [5]. Die kostenlose Basisversion "Canva Free" bietet 5 GByte Cloudspeicher sowie einigen Designvorlagen und KI-Werkzeuge. Für die Pro-Version ruft Canva 110 Euro pro Person und Jahr auf. Sie bietet Stockmaterial, unbegrenzt viele Premiumvorlagen, mehr KI-Tools, 100 GByte Speicher und einen Kundendienst. Der neuen Business-Tarif ersetzt das Teams-Angebot und bietet für 160 Euro pro Jahr und Person 500 GByte Speicherplatz, zusätzlichen KI-Credits, vergünstige Drucke und Rechtemanagement.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10964463

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tipps-tricks/Was-ist-Canva-10225958.html
[2] https://www.heise.de/news/Mehr-Konkurrenz-fuer-Adobe-Canva-kauft-Affinity-Entwickler-Serif-9667401.html
[3] https://www.heise.de/tests/iPhone-und-iPad-20-Top-Apps-ohne-Abo-9311840.html
[4] https://www.heise.de/news/Affinity-vor-Umbruch-und-ZR-Ansturm-Fotonews-der-Woche-41-2025-10750960.html
[5] https://www.canva.com/de/pricing/
[6] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[7] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[8] mailto:wre@heise.de

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  • 30. Oktober 2025 um 18:00

Microsoft veröffentlicht Azure MCP Server v1.0 für KI-Agenten

Von Heise
Grüner Roboter sitzt auf rotem Sessel, Computer-Icons als Hintergrund

(Bild: heise medien)

Microsofts neuer MCP Server verbindet KI-Agenten über das Model Context Protocol mit Azure-Diensten und ermöglicht automatisierte Cloud-Verwaltung.

Microsoft hat die stabile Version 1.0.0 des Azure MCP Server veröffentlicht. Er implementiert das Model Context Protocol (MCP) und dient als Schnittstelle zwischen KI-Agenten und Azure-Diensten. So können Entwickler Cloud-Ressourcen über natürliche Sprache oder Code abfragen, verwalten und automatisieren. Das komplette Projekt stellt Microsoft als Open Source zur Verfügung.

KI-Agenten mit Azure kombiniert

Das Model Context Protocol ist ein offener Standard, der eine einheitliche Kommunikation zwischen den von KI-Agenten verwendeten LLMs und Backend-Systemen ermöglicht – unabhängig vom jeweiligen Agent-Framework. Der Azure MCP-Server unterstützt in Version 1.0.0 mehr als 47 Azure-Dienste, darunter Azure AI Foundry, Azure AI Search, Event Hubs, Service Bus, PostgreSQL, Kusto, Function Apps, Storage und Log Analytics.

Insgesamt stehen 170 Befehle zur Verfügung, die Microsoft zu strukturierten Funktionen zusammengeführt hat. Dabei gibt es drei Betriebsmodi: Der Standard-Namespace-Modus gruppiert Werkzeuge nach logischen Bereichen, alternativ lassen sich alle Tools aktivieren oder nur einzelne Funktionen freischalten. Dies soll insbesondere das Onboarding und Testen vereinfachen.

Für den DevOps-Einsatz stellt Microsoft ein Docker-Image über die eigene Container-Registry bereit. Damit lässt sich der Azure MCP Server in CI/CD-Pipelines integrieren. Die Unterstützung für gängige Entwicklungsumgebungen wie Visual Studio Code, Visual Studio und IntelliJ ist über entsprechende Erweiterungen vorgesehen.

Sicherheit und Performance im Fokus

Bei sicherheitskritischen Operationen setzt der Azure MCP Server auf verpflichtende Bestätigungen durch den Nutzer. Alle Interaktionen erfolgen innerhalb der Azure-Sicherheits- und Governance-Mechanismen. Microsoft hat zudem die Performance durch .NET Ahead-of-Time-Kompilierung (AOT) optimiert, was zu kürzeren Startzeiten und geringerem Ressourcenverbrauch führen soll.

Die vollständige Dokumentation und der Quellcode sind über das offizielle GitHub-Repository [1] verfügbar. Für die nächsten Updates plant Microsoft laut Ankündigung [2] eine engere Integration mit Azure-Werkzeugen und erweiterte Unterstützung für Container-Workloads.


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https://www.heise.de/-10964871

Links in diesem Artikel:
[1] https://github.com/Azure/azure-mcp
[2] https://devblogs.microsoft.com/azure-sdk/announcing-azure-mcp-server-stable-release/
[3] https://www.heise.de/ix
[4] mailto:fo@heise.de

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  • 30. Oktober 2025 um 16:19

Neue Features im App Store: Mehr Freiheiten für Entwickler

Von Heise
App-Store-Icon vor wolkigem Hintergrund

(Bild: Tada Images / Shutterstock)

App-Entwickler können mehrere Einreichungen gleichzeitig im App Store prüfen lassen. Neuigkeiten gibt es auch bei Custom Product Pages und Offer Codes.

App-Entwickler, die in Apples App Stores Software verkaufen, können ab sofort mehrere Einreichungen gleichzeitig vom App Review prüfen lassen. Dies teilte der iPhone-Hersteller mit [1]. Mit zusätzlichen Custom Product Pages und der Umstellung auf einheitliche Offer Codes kündigte Apple noch weitere Verbesserungen für Entwickler an.

Bislang war es bei Einreichungen so, dass jeweils pro App immer nur eine gleichzeitig vorgenommen werden konnte. Mit der Änderung ist es möglich, zusätzliche Inhalte unabhängig von bestehenden Einreichungen in die Prüfung zu geben. Damit können Entwickler zum Beispiel In-App-Events einreichen, während noch eine neue App-Version im Review ist. Früher mussten sie immer erst einmal die bestehende Prüfung abwarten. Die Verbesserung soll zum Beispiel auch helfen, kritische Bugfixes getrennt von Custom Product Pages einzureichen.

Zahl der Custom Product Pages verdoppelt

Die maßgeschneiderten Landing Pages, von Apple Custom Product Page [2] genannt, werden in ihrer Zahl von 35 auf 70 verdoppelt. Diese Seiten können zum Beispiel für die Bewerbung von Apps genutzt werden. Wer über den jeweiligen Link geht, bekommt dann zum Beispiel eine App-Store-Seite angezeigt, die andere Schwerpunkte setzt, als die allgemeine Info-Seite zur App im App Store. Wer möchte, kann die speziellen Landing Pages auch anzeigen lassen, wenn Nutzer des App Stores nach bestimmten Keywords suchen. Neu ist auch, dass jetzt Schlüsselwörter (Keywords) jeder einzelnen Custom Product Page zugeordnet werden können.

Offer Codes, die den kostenlosen oder vergünstigten Abruf einer App oder ihrer Inhalte ermöglichen, unterstützen jetzt alle Arten von In-App-Kauf. Sie sind damit für Verbrauchsgüter, Nicht-Verbrauchsgüter und Abonnements verwendbar, die sich nicht erneuern. Eine erweiterte Unterstützung wird für automatisch erneuernde Abonnements angeboten. Diese können so konfiguriert werden, dass sie nach einer Werbephase nicht automatisch verlängert werden. Apple teilte zugleich mit, dass die bisherigen Promo Codes für In-App-Käufe abgeschafft werden. Ab dem 26. März 2026 können keine neuen mehr erstellt werden. Bestehende behalten bis zum Ablauf ihre Gültigkeit. Für kostenlose App-Downloads bleiben Promo Codes bestehen.

Apple hat in der Vergangenheit immer wieder an Verbesserungen des App Review gefeilt. In den Anfangstagen waren vor allem lange Wartezeiten bei Prüfungen ein Ärgernis. Vor 2015 mussten Entwickler oft über eine Woche [3], manchmal sogar über zwei Wochen lang warten. Mit der Übernahme der App-Store-Leitung [4] durch den früheren Marketingchef und heutigen Fellow Phil Schiller nahm das App Review Tempo auf. Im Mai 2016 betrug die durchschnittliche Wartezeit nur noch 1,95 Tage, zwischen den Jahren 2020 und 2024 lag sie statistisch bei durchschnittlich 11 Stunden.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10964956

Links in diesem Artikel:
[1] https://developer.apple.com/news/?id=gf6mgrs6
[2] https://developer.apple.com/app-store/custom-product-pages
[3] https://www.heise.de/news/Apple-scheint-iOS-Apps-schneller-zuzulassen-3207524.html
[4] https://www.heise.de/news/App-Store-Apple-Manager-Phil-Schiller-ist-oberster-Entscheider-4453500.html
[5] https://www.heise.de/mac-and-i
[6] mailto:mki@heise.de

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  • 30. Oktober 2025 um 16:15

software-architektur.tv: Mit KI-Transkription und Code für den Stream

Von Heise
Logo software-architektur.tv: Transkription und Code für den Stream: LLMs - Süßes oder Saures?

(Bild: software-architektur.tv)

In dieser Halloween-Ausgabe geht es diesmal um KI und wie sie dem Videocast selbst nützt. Ralf D. Müller und Eberhard Wolff teilen Learnings und Erfahrungen.

KI war schon mehrfach Thema im Videocast software-architektur.tv. Doch dieses Mal geht es darum, wie Eberhard Wolff und sein Gast Ralf D. Müller KI für den Stream selbst einsetzen: Es gibt jetzt automatische Transkriptionen und Zusammenfassungen. Diese neuen Features sind mithilfe von KI, Prompt-Driven Development und GitHub Copilot entstanden. In dieser Episode sprechen Ralf D. Müller und Eberhard Wolff darüber, wie sie dabei vorgegangen sind und welche Erfahrungen sie gesammelt haben:

Was hat gut funktioniert? Was weniger? Und vor allem – was haben sie über den praktischen Einsatz von LLMs in echten Projekten gelernt?

So stehen in dieser Halloween-Episode keine Kürbisse, sondern Code und KI im Mittelpunkt.

Lisa Maria Schäfer wird diesmal keine Sketchnotes zeichnen.

Livestream am 31. Oktober

Die Ausstrahlung findet am Freitag, 31. Oktober 2025, live von 13 bis 14 Uhr statt. Die Folge steht im Anschluss als Aufzeichnung bereit. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat, Bluesky [2], Mastodon [3], Slack-Workspace [4] oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite [5] einbringen.

software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, Blogger sowie Podcaster auf iX [6] und bekannter Softwarearchitekt, der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal Wolff solo. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren bindet iX (heise Developer) die über YouTube gestreamten Episoden im Online-Channel ein, sodass Zuschauer dem Videocast aus den Heise Medien heraus folgen können.

Weitere Informationen zur Folge finden sich auf der Videocast-Seite [7].


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10961015

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[2] https://bsky.app/profile/ewolff.com
[3] https://mastodon.social/web/@ewolff
[4] https://join.slack.com/t/softwarearchi-z7a7941/shared_invite/zt-1tulnbk2p-RfGUvFstUIqywdZFU3MhAw
[5] https://software-architektur.tv/
[6] https://www.heise.de/developer/Continuous-Architecture-2687847.html
[7] https://software-architektur.tv/
[8] mailto:mdo@ix.de

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  • 30. Oktober 2025 um 11:32

Eine Woche Atlas-Browser: Ich bin jetzt dümmer

Von Heise

OpenAI wollte den Browser neu erfinden. Herausgekommen ist dabei ein schlechterer Chrome mit ChatGPT als Startseite, findet c't 3003.

Ein Woche ChatGPT Atlas: Der Browser, der vieles besser machen will, macht am Ende das meiste schlechter als ein normaler Browser mit geöffnetem ChatGPT.com. c't 3003 ist erschüttert.

Transkript des Videos

(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guckt mal hier, das ist ChatGPT Atlas, der erste Browser von OpenAI. OpenAI sagt, wir haben den Browser völlig neu erfunden. Nach einer Woche Atlas-Benutzung sage ich: ChatGPT Atlas ist nicht nur komplett unnütz, sondern auch gefährlich, also wirklich gefährlich. Und langsam ist er auch noch. Ich würde so weit gehen und sagen, ChatGPT Atlas ist ein Anti-Web-Browser, der das Netz schlechter macht. Bleibt dran.

Liebe Hackerinnen, liebe Internet-Surfer, herzlich willkommen hier bei...

Ja, so sieht er aus, der ChatGPT-Atlas-Browser. Ist echt clean und minimalistisch, das muss ich zugeben. Definitiv cleaner als Perplexity Comet, der andere KI-Browser, über den gerade viele Leute reden. Und offenbar stecken wir mitten in so etwas wie einem KI-Browser-Krieg. Also die großen Unternehmen, die scheinen doll darum zu kämpfen, Leute auf ihre Browser zu kriegen. Perplexity zahlt zurzeit acht Euro. Leute, acht Euro, wenn man jemanden findet, der oder die einfach nur Comet installiert und sich darin einloggt. Acht Euro! Acht Euro für einen User.

Ja, und natürlich sind auch Google und Microsoft intensivst dabei, ihre KI-Systeme hart mit ihren Browsern Chrome und Edge zu verdrahten und der Kundschaft das aufzudrücken. Aber dazu hatten wir schon ein Video. Hier soll es um ChatGPT Atlas gehen. Und das ist auch der Browser, der auf jeden Fall ein riesiges Potenzial hat, denn ChatGPT hat ja von allen generativen KI-Systemen mit Abstand den größten Marktanteil von über 80 Prozent. Also ChatGPT gehört für viele Leute, gerade für jüngere Leute, absolut zum Alltag dazu. 57 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen regelmäßig KI-Tools, meistens ChatGPT, und ich gehöre auch dazu. Ich benutze in vielen Fällen sehr gerne ChatGPT. Das würde ich vorab gerne einmal deutlich sagen. Nicht, dass ich hier so rüberkomme wie so ein totaler Hater.

Bin ich echt nicht, auch wenn ich einige Sachen durchaus negativ sehe. Aber so negativ wie ChatGPT Atlas habe ich bislang noch kein OpenAI-Produkt gesehen. Atlas ist eine Katastrophe für eure Privatsphäre, für eure Sicherheit, für das ganze Internet. Ich stell euch jetzt mal ganz kurz und sachlich vor, was Atlas kann. Und danach gibt es fünf Gründe, warum Atlas niemand braucht. Ach so, noch wichtig: Atlas gibt es im Moment nur für macOS-Versionen. Für Windows, Android und iOS sind aber angekündigt, eine Linux-Version gibt es nicht.

Also, wenn ihr Atlas startet, dann seht ihr das hier. Und ja, das sieht fast genauso aus wie einfach die ChatGPT-Startseite. Und tatsächlich verhält sich das auch so. Also, wenn ihr hier was eingebt, dann wird das so verarbeitet wie auf chatgpt.com. Allerdings, wenn ihr da zum Beispiel "Heise" eingebt, dann kriegt ihr nicht nur Infos über Heise, sondern ihr könnt hier oben auch auf die Website draufklicken und dann, ja, seid ihr drauf auf der Website, wie Browser das eben so machen.

Das ChatGPT in Atlas hat zusätzlich auch Zugriff auf eure Browser-History. Ihr könnt also in Atlas sagen: Mach mir mal alle Seiten auf, auf denen ich in den letzten Tagen nach Bauchtaschen gesucht habe. Außerdem könnt ihr einige Einstellungen einfach per Prompt vornehmen, also so etwas wie: Schalte mal in den hellen Modus oder schalte mal in den dunklen Modus. Und ihr habt hier oben eine ChatGPT-Fragen-Schaltfläche und dann könnt ihr ChatGPT auf die Seite loslassen, auf der ihr gerade seid, und da was fragen zu der Seite, also: Fass mir das mal zusammen. Und wenn ihr ein Plus-Abo habt, also für 23 Euro im Monat, dann könnt ihr auch den Agentenmodus einschalten. Dann kann ChatGPT wirklich Sachen machen, also klicken auf der Seite. Und anders als bei dem Agentenmodus auf chatgpt.com arbeitet der Agent in Atlas wirklich in eurem Browser, also auf euren Seiten, in die ihr ja auch eingeloggt seid. Auf chatgpt.com arbeitet der Agent ja immer nur in dieser abgekapselten Sandbox. Das heißt, er hat keinen Zugriff auf euren Browser oder Computer.

Ja, und das war es auch schon. Ihr merkt wahrscheinlich, dass OpenAI nicht wirklich was neu erfunden hat. Bisschen lustig auch, dass die im Ankündigungsvideo gesagt haben, wir wollen unbedingt sichergehen, dass sich Atlas nicht anfühlt wie dein alter Browser mit einem angetackerten Chat-Button. Aber genau so fühlt sich Atlas an. Und die Kommentare unter dem Ankündigungsvideo machen sich auch die ganze Zeit darüber lustig. Sehr schön zum Beispiel: Minute 7:45, Sam Altman fällt auf, dass sein Team einfach einen Chrome mit ChatGPT als Startseite gemacht hat. Ja, und genau das stimmt auch tatsächlich, auch wenn OpenAI sich doll Mühe gibt, das zu verstecken. Atlas ist einfach ein modifiziertes Chromium und Chromium ist ja einfach die Open-Source-Variante von Chrome. Also das kann sich jeder nehmen, modifizieren und als neuen Browser verteilen.

Ja, und da hätten wir direkt Grund Nummer eins, warum Atlas niemand braucht. Er ist total langsam und zwar erst mal vom technischen Fundament her. Wenn man den Speedometer-3.1-Benchmark ausführt, der so konzipiert ist, dass er möglichst die empfundene Geschwindigkeit abbildet, dann kommt daraus: Ja, da ist der echte Chrome fast 50 Prozent schneller als Atlas. Alle Browser, die ich getestet habe, sind schneller als Atlas. Auch der große Perplexity-Konkurrent Comet, der übrigens auch ein Chromium ist, aber auch einfach bei der Reaktionsgeschwindigkeit der ChatGPT-Suche. Also wenn man da was eingibt. Also wenn ich hier jetzt nach c't 3003 suche, dann dauert das viele, viele Sekunden, bis das zu Ende geladen hat. Wenn ich das in Google eingebe, instantan, also in weniger als einer Sekunde, habe ich das Resultat. Und man weiß ja, wie stark das ganze Netz auf Geschwindigkeit optimiert ist. Also wie viel Arbeit sowohl die Browser-Anbieter als auch die Website-Anbieter in jede gesparte Millisekunde stecken. Und jetzt kommt OpenAI und knallt uns hier so etwas vor den Latz. Joa, ist doch egal, dauert ein bisschen länger. Dafür ist es halt künstliche Intelligenz, Leute. Ist doch okay, dass man da ein bisschen aufwartet.

Ja, und dann kommen wir gleich zu Grund Nummer zwei. Das ist nicht das Internet, das ist ausgedachtes Internet. Wenn man im Internet sucht, da will man ja sehr oft real existierende Internetseiten finden. ChatGPT Atlas versucht – Betonung auf versucht – uns immer nur Antworten statt Websites zu geben. Das macht Google zwar inzwischen auch oft in diesem kleinen Kasten da oben, aber trotzdem bestehen immer noch große Teile der Google-Antwortseite aus echten Website-Links. Bei Atlas gibt es nur diesen mini kleinen Streifen, der echte Website-Suchtreffer anzeigt. Der Rest ist generiert, also selbst ausgedacht. Und in meinem Fall hier ist das absolut nicht das, was ich gesucht habe. Wenn ich c't 3003 eingebe: Nein, ich meine nicht den "Ram Trailer Coupler" oder was auch immer ChatGPT denkt, was c't 3003 ist. Und ja, das ist gefährlich. Also nicht nur für mich als Journalist und meinen Arbeitgeber, der ja auf seiner eigenen Website Werbung verkauft, wo dann die Leute nicht mehr hinkommen, wenn sie ChatGPT Atlas benutzen, sondern das ist auch gefährlich für die Wahrheit, denn KI-Systeme halluzinieren. Das wissen wir ja inzwischen alle.

Grund Nummer drei: Meine Browser-History geht OpenAI nichts an. Guck mal, wenn ich hier eingebe: Sag mir mal alle meine gesundheitlichen Probleme der letzten Zeit. Also, guck in meine Browser-History. Ja, dann kommen da Erektile Dysfunktion, Salmonellenvergiftung und Durchfall. Ja, alles drei nicht wahr. Also wirklich, wirklich nicht wahr. Ich habe einfach extra auf ein paar Seiten geklickt. Und will man das, dass OpenAI diese Daten hat von einem? Also ich finde nicht. Das Ding ist ja auch, gibt ja diese theoretische Kosten-Nutzen-Rechnung: Ich gebe ein bisschen Privatsphäre auf und kriege dafür aber mehr Komfort. Nur der Komfort, also dass ChatGPT meine Browser-History durchforsten kann, der rechtfertigt also für mich absolut nicht den Privatsphäre-Verlust. Denn auch hier in Firefox kann ich ganz easy meine Browser-History aufrufen und die nach Stichworten durchforsten. Und wenn ich zum Beispiel alle Bauchtaschen-Shop-Websites aufmachen will, dann kann ich auch einfach "Bauchtasche" eingeben und dann alle in Tabs öffnen. Das geht oft sogar schneller, als auf ChatGPT zu warten.

Ach so, übrigens, man kann den Zugriff auf die Browser-History in ChatGPT Atlas abschalten, was ich auf jeden Fall auch empfehlen würde, wenn man denn überhaupt ChatGPT Atlas benutzen muss.

Grund Nummer vier: Der Agent läuft schlechter als in der OpenAI-Sandbox. Ja, das ist wohl das größte Argument für Atlas. Man kann die KI im eigenen Browserfenster arbeiten lassen. Das Ding ist nur, die KI-Agenten stolpern zurzeit noch über Websites wie Grundschüler, die gerade erst lesen gelernt haben und auch die Maus noch nicht richtig bedienen können. Also das ist alles noch sehr wenig hilfreich. Als ich zum Beispiel den Agent darum gebeten habe, auf heise.de alle c't-3003-Artikel zu suchen und dann eine nach Anzahl der Kommentare sortierte Liste anzulegen, das hat erstmal ewig gedauert und da kam auch eine total unvollständige Liste raus, also hier mit irgendwie 100 Einträgen, obwohl es über 300 c't-3003-Videos gibt. Aber sogar die Sortierung war falsch. Also ChatGPT kann nicht mal zählen. Da kommt dann erst 19, dann 351 Kommentare, dann 21. Hm? Oder auch sehr schön: Bitte mach mir eine Liste mit allen c't-3003-Produkten und bestelle alle. Als Mensch sucht man einfach c't-3003-Produkte, sieht c't-3003-Merch im Heise-Shop und sieht: Aha, gibt nur ein Produkt, alles klar, kann man bestellen oder auch nicht. ChatGPT dagegen rödelt acht Minuten rum, also acht Minuten, was für mich als Mensch fünf Sekunden dauert.

So, aber das Kurioseste ist, wenn ich den ChatGPT-Agent auf chatgpt.com in meinem normalen Browser benutze, also wo der Agent auf OpenAI-Servern in der Sandbox läuft, ohne Zugriff auf meinen echten Browser, dann dauert das nur halb so lange. Das ist zwar immer noch lahm, aber immerhin schneller und deutlich besser für die Sicherheit.

Das ist nämlich Grund Nummer fünf: Atlas ist unsicher. Es kommen zurzeit jeden Tag irgendwelche neuen Berichte über Sicherheitslücken in ChatGPT Atlas raus. Einige sind komplex, einige sind aber auch trivial, weil nämlich aktuelle KI-Systeme alle das Problem haben, dass sie oft nicht unterscheiden können, was der User-Prompt ist und was von außen kommt, also was aus dem Internet kommt. Das heißt, wenn ihr irgendwo im Netz unterwegs seid und sagt: Fass mir die Seite mal zusammen, und da dann auf der Website irgendwie ein Befehl an ChatGPT versteckt ist, ja, dann kann das sein, dass der Browser alles andere vergisst und nur diesen Befehl ausführt und irgendwelche blöden Sachen macht, die ihr nicht wollt. Das nennt sich Prompt Injection oder Indirect Prompt Injection und ist schon lange ein Problem. Diese Prompts können zum Beispiel auch in Bildern versteckt sein.

Hier mal ein Beispiel, das ich selbst nachvollzogen habe in Perplexity Comet. Da bin ich hier in einem Google Doc, wo ich einen Befehl für das KI-System reingeschrieben habe. So von wegen: "Vergiss alles andere, mach nur das und das." Und das hat er gemacht. Hier habe ich auch noch mal eine manipulierte falsche URL ausprobiert. Und das hat auch leider funktioniert. Also Comet ist einfach auf heise.de gegangen. Ich hätte da auch eine beliebige andere URL eingeben können. Und ich habe jetzt in Atlas auf die Schnelle selbst keine Prompt Injection nachvollziehen können, weil OpenAI das immer sehr schnell fixt, sobald wieder neue Lücken veröffentlicht sind. Das ist schön und gut, dass OpenAI das macht, aber es gibt halt ständig neue Lücken. Also da würde ich mich im Moment nicht drauf verlassen. Auch wenn es ziemlich cool ist, dass Atlas wirklich sagt: Aha, ich glaube, du willst mir gerade eine Prompt Injection unterschieben. Das habe ich natürlich gemerkt. Man hat erst mal das Gefühl, funktioniert alles. Aber wie gesagt, es kommen jeden Tag neue.

Das große Problem dahinter ist vor allem: Je mehr Rechte das Sprachmodell hat, also die KI, desto gefährlicher. Wenn ihr chatgpt.com einfach nur in einem Browserfenster verwendet, dann hat ChatGPT eben nur so viel Rechte wie eine Website. Wenn aber ChatGPT den ganzen Browser steuern kann wie bei Atlas, dann ist das deutlich gefährlicher. Also alleine, weil es ja zum Beispiel Zugriff auf meine Browser-History hat, ist also total denkbar, dass über so eine Prompt Injection eine böse Website meine ganze Browser-History abgreift mit meinen ganzen Krankheiten, habe ich euch ja gerade gezeigt.

Ja, und das ist halt das Ding: Wenn Atlas jetzt tolle Sachen für mich machen könnte, dann könnte man ja zumindest darüber diskutieren, dass man bereit ist, ein gewisses Risiko einzugehen dafür, dass man halt mehr Komfort, irgendwelche tollen Sachen bekommt. Aber ich habe wirklich buchstäblich nichts gefunden, was Atlas besser kann als, sagen wir mal, chatgpt.com in einem Firefox. Dafür kriegt man bei Atlas langsamere Geschwindigkeit, Datendiebstahlrisiken und ganz allgemein schlechtere Usability und einen langsameren Agent. Für mich ist die Sache klar: ChatGPT Atlas bringt nur OpenAI was, aber nicht den Usern. Isso. Tschüss.

c't 3003 [1] ist der YouTube-Channel von c't. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


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[1] https://www.youtube.com/channel/UC1t9VFj-O6YUDPQxaVg-NkQ
[2] https://www.heise.de/ct
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  • 30. Oktober 2025 um 15:09

Monitoring-Software Checkmk: Update stopft kritische Cross-Site-Scripting-Lücke

Von Heise
Person am Rechner

(Bild: Shutterstock.com/DC Studio)

Aktuelle Versionen der Monitoring-Software Checkmk schließen eine als kritisches Risiko eingestufte Cross-Site-Scripting-Lücke.

Eine Schwachstelle in der Netzwerk-Monitoring-Software Checkmk kann dazu führen, dass Angreifer Javascript-Code einschleusen – oder sogar unbefugt Befehle ins Betriebssystem durchreichen. Es handelt sich um eine Cross-Site-Scripting-Lücke, die die Entdecker als kritisch einordnen.

Die Sicherheitslücke beschreibt SBA-Research konkret als Stored-Cross-Site-Scripting [1]-Schwachstelle. Sie kann auftreten, wenn Checkmk in einem verteilten Monitoring-Setup betrieben wird. In dem Fall kann jede verbundene Remote-Site Javascript-Code in das Userinterface der zentralen Site injizieren (CVE-2025-39663, CVSS 9.1, Risiko "kritisch"). Angreifer, die Kontrolle über eine verbundene Remote-Site haben, können demzufolge durch Ansicht des Status der Hosts oder Dienste der Remote-Site die Kontrolle über Web-Sessions übernehmen. Attackieren bösartige Akteure eine Admin-Session, ermöglicht das die Ausführung von Code aus dem Netz (RCE) in der zentralen Site.

Proof-of-Concept verfügbar

Die IT-Forscher zeigen in der Schwachstellenbeschreibung auch einen Proof-of-Concept (PoC), der die Lücke ausnutzt. Sie führen weiter vor, wie es bei attackierten Admin-Sitzungen dadurch zur Ausführung von Befehlen im Betriebssystem kommen kann.

Die vor Kurzem veröffentlichten Versionen 2.4.0p14 [2] sowie 2.3.0p39 [3] von Checkmk schließen die Sicherheitslücke. In der Sicherheitsmitteilung empfehlen die Autoren, zügig auf diese Versionen zu aktualisieren. Admins sollten die Aktualisierungen auch deshalb rasch anwenden, da Angreifer mit dem verfügbaren PoC die Schwachstelle leicht missbrauchen können. Die IT-Forscher von SBA-Research empfehlen zudem, die Option "Trust this site completely" für alle Remote-Sites zu deaktivieren.

Erst vor kurzem hatte Checkmk aktualisierte Software herausgegeben, die eine Rechteausweitungslücke im Windows-Agent schloss [4]. Mit einem CVSS-Wert von 8.8 galt sie als hochriskant und schrammte nur knapp am kritschen Status vorbei.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10964747

Links in diesem Artikel:
[1] https://github.com/sbaresearch/advisories/tree/public/2025/SBA-ADV-20250729-01_Checkmk_Cross_Site_Scripting
[2] https://checkmk.com/werks?version=2.4.0p14
[3] https://checkmk.com/werks?version=2.3.0p39
[4] https://www.heise.de/news/Monitoring-Software-Checkmk-Rechteausweitungsluecke-in-Windows-Version-10749613.html
[5] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[6] mailto:dmk@heise.de

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  • 30. Oktober 2025 um 14:20

USA: Verkaufsverbot für TP-Link-Router wird immer wahrscheinlicher

Von Heise
Ein TP-Link-Router

(Bild: Skrypnykov Dmytro / Shutterstock.com)

Das US-Handelsministerium schlägt ein Verkaufsverbot für TP-Link-Router vor. Mehrere Bundesbehörden sehen ein Sicherheitsrisiko durch Verbindungen nach China.

Dem chinesischen Hersteller TP-Link droht in den USA ein Verkaufsverbot seiner Router. Als Grund wird eine von den Geräten ausgehende Sicherheitsgefahr genannt. Momentan ist aber unklar, ob das Weiße Haus angesichts der laut Aussage von US-Präsident Donald Trump positiv verlaufenen Handelsgespräche mit China mit einem Verbot eine neue Auseinandersetzung riskieren möchte.

Mehr als ein halbes Dutzend US-Bundesbehörden unterstützen einen Vorschlag zum Verkaufsverbot der meistverkauften Heimrouter in den Vereinigten Staaten. Wie die Washington Post berichtet [1], begründen die Behörden dies mit Sicherheitsrisiken durch die Verbindungen des chinesischen Herstellers TP-Link nach Festlandchina. Das US-Handelsministerium (Commerce Department) nahm eine behördenübergreifende Risikobewertung vor. Diese kam zu dem Schluss, dass ein Verbot aus Gründen der nationalen Sicherheit gerechtfertigt sei.

TP-Link dominiert den US-Markt für Router in Privathaushalten und kleinen Unternehmen mit einem geschätzten Marktanteil von 50 Prozent. Das Unternehmen selbst bezifferte seinen Marktanteil im Frühjahr nur mit einem Drittel [2].

Die Sicherheitsbedenken erstrecken sich über mehrere Bereiche: TP-Link hat seinen Hauptsitz in Shenzhen, China. Damit unterliegt das Unternehmen chinesischen Gesetzen zur nationalen Sicherheit, die Unternehmen zur Zusammenarbeit mit Geheimdiensten verpflichten können. Zudem wurden in der Vergangenheit wiederholt Sicherheitslücken in TP-Link-Produkten entdeckt. Das Unternehmen wird beschuldigt, nicht ausreichend auf gemeldete Schwachstellen zu reagieren.

Besonders problematisch sehen US-Sicherheitsbehörden, dass TP-Link-Router häufig in kritischer Infrastruktur eingesetzt werden. Die Geräte finden sich nicht nur in Millionen Privathaushalten, sondern auch in kleinen Unternehmen, Regierungsbüros und anderen sensiblen Bereichen. Ein koordinierter Angriff über kompromittierte Router könnte erheblichen Schaden anrichten.

TP-Link weist Vorwürfe zurück

Konkrete Beweise für aktive Überwachung oder eingebaute Hintertüren in TP-Link-Geräten wurden in den öffentlich verfügbaren Informationen nicht genannt. Die Risikobewertung basiert vielmehr auf dem Potenzial für Missbrauch aufgrund der rechtlichen und geschäftlichen Verbindungen nach China. Das US-Handelsministerium, das Verteidigungsministerium, das Justizministerium und weitere Behörden waren an der Bewertung beteiligt.

TP-Link reagierte auf die Vorwürfe laut Washington Post mit einer Stellungnahme, in der das Unternehmen betonte, dass es strikt an allen geltenden Gesetzen und Vorschriften der Länder festhalte, in denen es tätig sei. Man arbeite mit US-Behörden zusammen und nehme Sicherheit "sehr ernst".

Fall erinnert an ZTE und Huawei

Das geplante Verbot wäre nicht das erste Vorgehen der US-Behörden gegen chinesische Hersteller. Bereits 2022 wurden Huawei und ZTE faktisch vom US-Markt ausgeschlossen. Die Federal Communications Commission (FCC) stufte beide Unternehmen als "unzulässige Bedrohung" für die nationale Sicherheit ein. Zudem verschärften die USA ihre Exportkontrollen [3] gegen chinesische Unternehmen weiter, indem auch Tochtergesellschaften von Firmen nun automatisch Handelsbeschränkungen unterliegen.

Bestehende TP-Link-Geräte wären von einem Verkaufsverbot zunächst nicht betroffen, könnten aber mittelfristig Probleme mit Software-Updates und Support bekommen. Das Handelsministerium könnte auch Beschränkungen für Firmware-Updates verhängen.

In Europa und Deutschland sind bisher keine vergleichbaren Verbotspläne gegen TP-Link bekannt geworden.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10964555

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.washingtonpost.com/technology/2025/10/30/tp-link-proposed-ban-commerce-department/
[2] https://www.heise.de/news/Verdraengungspreise-Sicherheitsgefahr-US-Ermittlungen-gegen-TP-Link-10361890.html
[3] https://www.heise.de/news/US-Regierung-nimmt-Chinas-Technologiesektor-ins-Visier-10678871.html
[4] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[5] mailto:mki@heise.de

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  • 30. Oktober 2025 um 13:27

Sicherheitslücke: MOVEit Transfer ist für Attacken anfällig

Von Heise

(Bild: FlashMovie / shutterstock.com)

Ein Patch schließt eine Schwachstelle in der Dateiübertragungssoftware MOVEit Transfer.

Angreifer können an einer Sicherheitslücke in MOVEit Transfer ansetzen, um Dateiübertragungen zu stören. Ein Update steht zum Download bereit.

Instanzen vor Attacken schützen

Die Entwickler weisen in einem Beitrag auf die Schwachstelle [1] (CVE-2025-10932 "hoch") hin. Sie raten zu einem zügigen Update. Bislang gibt es keine Berichte, dass Angreifer die Lücke bereits ausnutzen. Das Sicherheitsproblem betrifft konkret das AS2-Modul. Die Beschreibung der Lücke liest sich so [2], als können Angreifer Schadcode hochladen und so dafür sorgen, dass die Dateiübertragungssoftware nicht mehr nutzbar ist.

Davon sind die Versionen bis jeweils einschließlich 2023.0, 2023.1.15 (15.1.15), 2024.0, 2024.1.6 (16.1.6) und 2025.0.2 (17.0.2) bedroht. Die Entwickler versichern, die Lücke in den folgenden Ausgaben geschlossen zu haben:

  • MOVEit Transfer 2023.1.16 (15.1.16)
  • MOVEit Transfer 2024.1.7 (16.1.7)
  • MOVEit Transfer 2025.0.3 (17.0.3)

Weil der Support für 2023.0 und 2024.0 ausgelaufen ist und es keine Sicherheitsupdates mehr gibt, müssen Admins auf eine noch unterstützte Version upgraden. Alternativ gibt es eine Übergangslösung: Um Systeme abzusichern, müssen Admins unter C:\MOVEitTransfer\wwwroot die Dateien AS2Rec2.ashx und AS2Receiver.aspx löschen.

Nach der Installation des Sicherheitsupdates ist noch Arbeit vonnöten: Weil der Patch den Zugriff durch eine Liste mit erlaubten IP-Adressen einschränkt, müssen Admins die jeweiligen Adressen manuell in den Einstellungen (Settings->Security Policies->Remote Access->Default Rules) eintragen. Im Onlinedienst MOVEit Cloud soll bereits eine abgesicherte Ausgabe laufen.

MOVEit sorgte Mitte 2023 für viele Schlagzeilen [3], weil eine attackierte kritische Lücke weltweite Auswirkungen hatte.


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https://www.heise.de/-10964396

Links in diesem Artikel:
[1] https://community.progress.com/s/article/MOVEit-Transfer-Vulnerability-CVE-2025-10932-October-29-2025
[2] https://www.cve.org/CVERecord?id=CVE-2025-10932
[3] https://www.heise.de/news/MOVEit-Weltweit-potenziell-2-500-verwundbare-Systeme-im-Netz-erreichbar-9178871.html
[4] https://aktionen.heise.de/heise-security-pro?LPID=39555_HS1L0001_27416_999_0&wt_mc=disp.fd.security-pro.security_pro24.disp.disp.disp
[5] mailto:des@heise.de

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  • 30. Oktober 2025 um 12:20

Europaweit erste Fabrik für fahrzeugintegrierte Photovoltaik eröffnet

Von Marcus Hansson
Produktion in der Werkshalle

(Bild: Opes Mobility)

In Leipzig hat die erste Fabrik Europas für Solarmodule für Autos, Busse und Lkws eröffnet. Der Solarstrom soll zu mehr Nachhaltigkeit im Verkehr beitragen.

Ende Oktober ist in Zwenkau bei Leipzig die europaweit erste Produktionsstätte für flexible Fahrzeug-Photovoltaik (VIPV oder FIPV) in Betrieb gegangen [1]. Das Unternehmen OPES Solar Mobility fertigt dort Module, die auf Dächern und Seitenflächen von Bussen, Lkws und Reisemobilen künftig Strom für Bordnetze oder Zusatzaggregate erzeugen sollen. Dadurch verbessern sich die Reichweite und die Batterielebensdauer in Diesel- und Elektroflotten. Mit der rund 12.000 Quadratmeter großen Fertigungshalle und bis zu 120 geplanten Arbeitsplätzen will OPES fahrzeugintegrierte Photovoltaik aus der Entwicklungsphase in die industrielle Serienproduktion überführen.

Matrix-Architektur reduziert Verschattungsproblematik

Die Module basieren auf einer flexiblen Matrix-Architektur. Durch die netzartige Verschaltung der Solarzellen bleiben viele Zellen aktiv, selbst wenn einzelne Bereiche durch Dachaufbauten, Schatten oder Schmutz verdeckt sind. Somit werden die Energieverluste, wie sie bei herkömmlicher Technik schon durch kleine Verschattungen entstehen, deutlich reduziert.

"Die Module sind gegenüber den Vibrationen und Stößen, wie sie in Fahrzeugen auftreten, besonders widerstandsfähig. Dadurch kann die Photovoltaik weltweit in Nutzfahrzeuge integriert werden", erklärt Geschäftsführer Robert Händel.

Entwickelt wurde das System gemeinsam mit dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP [2]und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE [3]. Aktuell beliefert OPES laut eigener Angaben mehr als 15 Kunden in Europa, Afrika und Südamerika.

Laut Schätzungen des Fraunhofer ISE liegt das Marktpotenzial bei rund 70 Gigawatt installierter Leistung allein in der EU. Damit könnten jährlich bis zu 36 Millionen Nutzfahrzeuge rund 10 bis 15 Prozent ihrer CO₂-Emissionen einsparen. Auch Hersteller wie MAN Truck & Bus testen derzeit VIPV-Lösungen, um die Reichweite und Energieeffizienz ihrer Flotten zu verbessern.

Breites Interesse an PV im Fahrzeug

Die neue Fabrik in Sachsen steht exemplarisch für den wachsenden Trend [4], Solarenergie mobil nutzbar zu machen. So hat Mercedes-Benz Ende 2024 ein Forschungsprojekt zum sogenannten Solarlack [5] vorgestellt. Dabei werden PV-Zellen als hauchdünne Schicht direkt unter dem Fahrzeuglack aufgetragen. Die Beschichtung könnte theoretisch fast die gesamte lackierte Fläche umfassen. Laut Mercedes-Benz wäre dies bei idealen Bedingungen ausreichend, um Strom für rund 12.000 Kilometer Fahrleistung pro Jahr zu gewinnen.

Make mit dem PV-Anhänger dabei

Auch in der Makerszene gewinnt mobile Photovoltaik zunehmend an Bedeutung. In der vorletzten Ausgabe von Make wurde ein PV-Anhänger vorgestellt [6]. In dem Artikel wird beschrieben, wie ein normaler 750er-Anhänger mit handelsüblichen PV-Modulen ausgestattet wird, sodass ein mobiler Generator entsteht. Der DIY-Aufbau kann zwei Kilowatt Solarstrom erzeugen – genug für Werkzeuge, Campingbedarf oder als Ergänzung zu Elektrofahrzeugen.

Auf dem Campingplatz, off the road, auf dem Festival oder zu Hause auf dem Stellplatz – mit dem PV-Anhänger von Make hat man den Sonnenstrom immer dabei.

Mehr Forschung, neue Anwendungen

Mit sinkenden Modulpreisen und leichteren Laminaten wächst die technische Machbarkeit. Viele Automobilhersteller suchen nach Wegen, Solartechnik in bestehende Fahrzeugarchitekturen zu integrieren, ohne Design oder Sicherheit zu beeinträchtigen. Unternehmen wie OPES bieten modulare Lösungen für Erstausrüstung und Nachrüstung – von Reisemobilen bis zu Kühltransportern.

Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) oder das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) arbeiten parallel an Effizienzsteigerungen und Standardisierungen. Das Ziel besteht darin, VIPV technisch und regulatorisch auf ein ähnliches Niveau wie stationäre PV-Systeme zu bringen.

Sono Motors – zu früh gestartet?

Das Thema erinnert viele technikaffine Beobachter gleichzeitig an gescheiterte Pioniere: Das Münchener Start-up Sono Motors, das mit dem Solarauto Sion eine vollelektrische Revolution starten wollte, scheiterte 2023 an der Finanzierung [7]. Trotz 45.000 Vorbestellungen musste das Unternehmen Insolvenz anmelden und konzentriert sich seither auf Zulieferlösungen für Dritthersteller.


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Links in diesem Artikel:
[1] https://opes-mobility.com/solarfabrik-fuer-fahrzeuge-startet-produktion-im-saechsischen-zwenkau/
[2] https://www.csp.fraunhofer.de/
[3] https://www.ise.fraunhofer.de/
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Solardach-laedt-Elektroauto-Was-Fahrzeug-integrierte-Photovoltaik-bringen-kann-9720365.html
[5] https://www.heise.de/news/Fuer-mehr-Reichweite-Mercedes-Benz-forscht-an-Solarlack-fuer-E-Autos-10177163.html
[6] https://www.heise.de/ratgeber/Bauanleitung-fuer-einen-mobilen-Photovoltaik-Anhaenger-10636558.html
[7] https://www.heise.de/news/Solar-Auto-Sono-Motors-beantragt-Insolvenzverfahren-9056639.html
[8] https://www.heise.de/make
[9] mailto:mch@make-magazin.de

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  • 30. Oktober 2025 um 10:16

Abgewickelt: Wie der DDR-Sport demontiert wurde

Von Luca Schäfer
DDR-Trainingsjacke mit Goldmedallie

Im Zuge der Wiedervereinigung wurde das DDR-Sportsystem aufgelöst und zerstört. Warum ein anderer Umgang sportpolitisch sinnvoll gewesen wäre. Eine Analyse.

Er war der Gentleman unter den Boxern: eloquent, virtuos im Ring, mit Charisma und Persönlichkeit gesegnet – und ostdeutsch. Henry Maske ist das strahlende Gesicht einer gelungenen Transformation des Frankfurt/Oder Haudegens zum marktkonformen Experten.

Das Zweite Deutsche Fernsehen bedachte ihn unlängst mit einer sehenswerten Dokumentation [1] über sein Comeback-Versuch 2007. Nach seiner Karriere war der heute 61-Jährige mehrfacher Franchisenehmer der Fast-Food-Kette McDonald’s [2].

Sein Durchbruch gelang ihm bei den Olympischen Spielen 1988: im Trikot des deutschen Arbeiter- und Bauernstaates [3]. Doch der heutige Wahlkölner ist eine Ausnahme: Abgesehen von einigen glänzenden ostdeutschen Fußballgrößen wie Sammer, Rösler oder Ballack [4] ist der Ost-Sport mitsamt seiner Philosophie und Sportstätten "abgewickelt". Was hätte übernommen werden sollen?

Fossil des Kalten Krieges

Zunächst einmal: Medaillen und Erfolge. Insgesamt errang die kleine DDR 519 olympische Medaillen [5] und überflügelte (1968–1988) damit die Bundesrepublik im "Ewigen Medaillenspiegel der Olympischen Spiele" um mehr als das Doppelte.

Noch heute rangiert sie in der ewigen Tabelle auf einem der vorderen Plätze, obwohl das Land seit mehr als drei Jahrzehnten keinen Wettkampf mehr bestritten hat.

Insbesondere die bundesdeutsche Medaillenjagd befindet sich seit Jahren auf dem absteigenden Ast: In Tokio gab es gerade einmal 37 Edelmetalle zu bejubeln. Der olympische Medaillenspiegel erhielt laut Frankfurter Rundschau gerade als "Relikt des Kalten Krieges [6]" kaum Sendezeit in den öffentlich-rechtlichen Programmen.

Integrierter-ganzheitlicher Ansatz

Erfolg ist kein Zufallsprodukt. Der DDR-Sport, insbesondere der durch Partei und Staat geförderte Spitzensport, war zentral organisiert, im Deutschen Turn- und Sportbund zusammengefasst und hierarchisch von der Kreis- über die Bezirks- bis zur Landesebene strukturiert [7]. Zudem war Sport als Schulfach in das gesellschaftliche Bildungs- und Gesundheitssystem eng eingebunden [8].

Durch eine vereinheitlichte Talentsichtung auf Basis wissenschaftlicher und je nach Sportart individueller Kriterien wurden die besten Talente des Landes gefunden und in gesonderten Sportzentren speziell gefördert.

Auch wenn der Fokus auf dem leistungsbezogenen, prestigeträchtigen Spitzensport lag, kam der Breitensport nicht zu kurz [9]. Mit dem zentralen Stellenwert der kollektiven Arbeit nahmen die Betriebssportgemeinschaften der jeweiligen Betriebe einen immanent gemeinschaftsfördernden Zentralplatz ein.

Noch heute ist die ostdeutsche Fußballlandschaft, zumeist in den Niederungen der heutigen Ligen vorzufinden, vom Mantra des Arbeitersport geprägt. Vereine mit klangvollen Namen wie Carl Zeiss Jena [10] (Betrieb für Optik und Feinmechanik in Thüringen) oder Lokomotive Leipzig [11] (benannt nach der Industriegewerkschaft Eisenbahn der DDR) belegen dies bis heute.

Wettkampfende 1990

Mit dem Zusammenbruch des sowjetisch orientierten Staatsmodells kommt auch die sportliche Struktur Ost-Berlins jäh zum Erliegen. Wie eine aktuelle Sportschau-Reportage [12] anhand von Zitaten damals Beteiligter und Forschender zum Thema nahelegt, mag die Ausschaltung durchaus überlegener Konkurrenz ein Motiv gewesen sein.

Durch den schon Ende 1989 beginnenden Abbau von Fördermitteln ist der DTSB zu weitgehender Passivität verdammt. In der Folge wird dem Zentralverband durch den fiskalpolitischen Kniff [13] der Aberkennung der Gemeinnützigkeit die finanzielle Grundlage entzogen.

Es folgt der formal freiwillige Zusammenschluss unter westdeutscher Suprematie. Im DSB sowie in dessen Nachfolgeorganisation DOSB (seit 2006) gaben an der Spitze nur westdeutsche Funktionäre den Ton an.

Ende, Aus, arbeitslos

Für die im Sportbereich der DDR tätigen Menschen bedeutete das Jahr 1989/90 in der Regel eine harte Zäsur in ihrem beruflichen Werdegang. Viele Strukturen und Menschen wurden als "ideologisch belastet" deklariert und entlassen.

Getreu einer westlichen "Übernahme" wurden von 10.500 hauptamtlichen DTSB-Mitarbeitern gerade einmal 600 weiterbeschäftigt [14]. Die Friedrich-Ebert-Stiftung spricht von einer "massiven Kündigungswelle [15]".

Während der DTSB zu DDR-Zeiten noch 1989 3,7 Millionen Mitglieder [16] (20 Prozent der Gesamtbevölkerung) auswies, schlossen sich in den neuen Bundesländern nur noch 1,1 Millionen Menschen Vereinen an.

Mit den Personen ging das Know-how verloren: So wurden allein beim Abriss der Leipziger Hochschule kilometerlange Dokumente an wertvollen Trainingslehren vernichtet, die dem damaligen Stand der Technik entsprachen.

Ohne formale Aufgabe verfielen hunderte Sportanlagen, insbesondere der Betriebe, dem Zahn der Zeit – ihnen war schlichtweg Belegschaft und Betrieb abhanden gekommen. Der infrastrukturelle Verfall diverser Kampfbahnen, Seelenbinder-Hallen oder Kleinfeldanlagen ist statistisch bis heute nicht erfasst.

Nützliches Narrativ

Was heute auf Verwunderung stoßen mag, musste damals – im Sinne westdeutscher Allmachtsfantasien – ideologisch abgesichert werden.

Schon ab März 1990 tauchten erste vermeintliche Beweise für düstere Stasi-Verstrickungen im DDR-Sport sowie Hinweise auf ein angebliches staatliches Doping-Programm auf. Das Staatsplanthema 14.25, im Jargon der historischen Sieger auch Staatsplan "Sieg" genannt [17], wurde Dreh- und Angelpunkt der Sport-Rezeption.

Die Akribie der ideologisch konnotierten Aufarbeitung [18] beeinflusste sowohl die Reputation ostdeutscher Einrichtungen als auch politische Entscheidungen, führte zu Gerichtsverfahren sowie Entschädigungsforderungen [19].

Neben der Tatsache, dass auch im Westen und insbesondere in der Zeit nach der DDR kräftig nachgeholfen wurde, greift der Sporthistoriker Giselher Spitzer den Doping-Aufarbeitungs-Eifer als "Forschungsproblem [20]" an: So sei die Datenlage lückenhaft und vermeintliche Erkenntnisse basieren auf politisch motivierten, retrospektiven Einzel-Erinnerungen. Das Zerrbild, in welchem einzelne Ausnahmefälle zu einer staatlichen Systematik stilisiert werden, lässt sich nach wissenschaftlichen Kriterien anzweifeln.

Nicht jede Spitzenleistung sei automatisch auf Doping zurückzuführen, sondern auch durch intensive Förderung, professionelle Trainings- und Wissenschaftsstrukturen erreichbar. Während angeblich zehntausende Sportler [21] betroffen waren, bleiben die gesundheitlichen Langzeitfolgen von SED-Unrecht nach wissenschaftlichen Erhebungen "gering [22]".

Späte Genugtuung

Die Deutsche Hochschule für Körperkultur aus Leipzig musste wegen wirtschaftlicher Sachzwänge und angeblicher Altlasten (Stichwort: Doping) zum 1. Januar 1991 schließen.

Die unter den Beschäftigten als Liquidierung wahrgenommene Schließung einer "Hochschule mit Weltruf [23]" verschaffte der Deutschen Sporthochschule Köln die unangefochtene Pole-Position. Nur Nuancen an institutionalisiertem Wissen konnten in die bemitleidenswert kleine Sport-Fakultät der Universität Leipzig übertragen werden.

Es wurde verpasst, einen nützlichen Wissenstransfer zu bewahren. Trainingslehre, Talentsichtungen, die Verzahnung mit Schule und Betrieb sowie die soziale Ader von Sport hätten übernommen werden können. Abseits der Doping-Märchenstunde hätte die sportmedizinische Verzahnung gewinnbringend sein können [24].

Soziale Durchlässigkeit, geringe Fragmentierung und der Gegenentwurf zur föderalen Vereinsmeierei hätten Impulse sein können.

Als späte Genuugtung bietet die Universität Leipzig seit dem Wintersemester 2025/26 einen Bachelor-Studiengang Trainerausbildung [25] an, dessen unverhohlenes Vorbild: die Studiengänge der DhfK.


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https://www.heise.de/-10964493

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.zdf.de/portraits/henry-maske---mein-weg-movie-100
[2] https://www.welt.de/sport/fitness/plus249313356/Henry-Maske-Ich-bin-taeglich-30-Minuten-aktiv-fuenf-bis-sechsmal-die-Woche.html#:~:text=Frage:%20Ende%202019%20verkauften%20Sie,wirst%20du%20nachweislich%20verändern%20können.
[3] https://www.flashscore.de/news/boxen-olympische-spiele-maske-uber-olympiasieg-1988-etwas-unfassbar-bedeutsames/QwV3n12S/
[4] https://www.spiegel.de/fotostrecke/ost-helden-die-karrieren-der-besten-fussballer-und-trainer-fotostrecke-160952.html
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Ewiger_Medaillenspiegel_der_Olympischen_Spiele
[6] https://www.fr.de/sport/sport-mix/paris-zdf-ard-medaillenspiegel-ranking-deutschland-olympia-2024-zr-93235490.html
[7] https://www.ddr-museum.de/en/blog/2023/the-path-to-professional-sport-in-the-gdr
[8] https://www.germanjournalsportsmedicine.com/archive/archive-2012/heft-12/development-of-sports-medicine-in-east-germany-from-1945-to-1990/
[9] https://www.owep.de/artikel/1086-zur-rolle-des-sports-und-sportorganisationen-in-deutschland-ueberblick
[10] https://www.zeiss.de/corporate/ueber-zeiss/vergangenheit/geschichte.html#:~:text=Carl%20Zeiss%20gründete%201846%20in,sondern%20exportierte%20seine%20Produkte%20weltweit.
[11] https://lok-leipzig.com/verein/geschichte
[12] https://www.youtube.com/watch?v=O9HWtrFYJ7A
[13] https://www.bpb.de/themen/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/506012/der-wandel-im-sport/
[14] https://www.dosb.de/aktuelles/news/detail/die-deutsche-sport-vereinigung-als-unvollendete
[15] https://library.fes.de/pdf-files/fes/03857.pdf
[16] https://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/ddr-sport-das-mit-gefaelschten-zahlen-geschoente-erbe-19313355.html
[17] https://www.bpb.de/themen/deutsche-teilung/stasi/219625/staatsplan-sieg-die-stasi-im-leistungssport/
[18] https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/online-entdecken/podcast/sport-doping-und-stasi/
[19] https://no-doping.org/wp-content/uploads/2023/05/Schreen_Dissertation_2023.pdf
[20] https://www.doping-archiv.de/allgemein/deutschland-doping-geschichten/doping-in-der-ddr/spitzer-giselher-ddr-sport-als-forschungsproblem/
[21] https://www.sed-gesundheitsfolgen.de/fuer-betroffene/doping/
[22] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37487510/
[23] https://www.grh-ev.org/fileadmin/user_upload/GRH/Informationen/Sonderdruck_DHfK_Aug_2015.pdf
[24] https://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Publikationssuche_Schriftenreihe_ehem_rot_weiss/Schriftenreihe_Sportmedizin_zwischen_Sport_Wissenschaft_und_Politik_eine_deutsche_Geschichte.pdf?__blob=publicationFile&v
[25] https://www.sport-fuer-sachsen.de/sportnachrichten/detail/neuer-bachelorstudiengang-sportwissenschaft-in-leipzig-startet-2025

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  • 30. Oktober 2025 um 14:00

"Bugonia": Die Verschwörung der Deppen

Von Rüdiger Suchsland

Copyright Atsushi Nishijima/Focus Features

Zynische Querdenker-Fabel: Yorgos Lanthimos' Paranoia-Thriller erzählt von Alien-Invasion-Fantasien und dem Aufstand der Außenseiter.

Die Außerirdischen sind da! Mit "Bugonia" kommt ein schmerzhaft aktueller Film über Paranoia und Alien-Invasion-Fantasien ins Kino.

Es wäre sehr lustig, wenn es nicht alles so furchtbar wäre: Der Boom der Verschwörungstheorien, von Menschen, die tatsächlich glauben, dass viele von uns schon längst in Echsenwesen verwandelt worden sind.

Oder die allen Ernstes behaupten, dass in unserem Brustkorb eine Pyramide sitzt, die unsere Gehirne durch eine Matrix manipuliert – was man aber glücklicherweise durch Meditation ganz leicht wieder loswerden kann ... Und Ähnliches.

Von ihnen erzählt nun auch der neue Film von Yorgos Lanthimos, dem in Hollywood arbeitenden Griechen, der 2024 mit "Poor Things" einen großen internationalen Erfolg feierte und vier Oscars gewann.

Verhandlungen mit den Aliens

Alles beginnt mit einer ebenso lustig-absurden wie abgründig-beunruhigenden Prämisse: Zwei gesellschaftliche Loser und Außenseiter namens Teddy (Jesse Plemons) und Donny (Aidan Delbis), typische Provinzdeppen des US-amerikanischen "White Trash", der sich vor der Welt im Wald versteckt, wenn er nicht gerade auf MAGA-Demos marschiert.

Beide Männer sind fest davon überzeugt, dass die Erde gerade von eingeschleusten Außerirdischen unterwandert und bald vernichtet werden wird.

Bei der Führerin dieser "Andromeda Wesen", so glauben sie, handle es sich um Michelle Fuller, die Geschäftsführerin eines mächtigen Pharmakonzerns (Emma Stone). Die Alien-Prinzessin plant ihrer Aufassung nach, durch die Vernichtung aller Bienen während einer Mondfinsternis den Planeten zu zerstören.

Copyright Atsushi Nishijima / Focus Features

Teddy, das muss man auch wissen, ist Imker von Beruf und träumt von der Organisation des menschlichen Lebens nach dem Vorbild eines Bienenstaats – der Titel bezieht sich auf den antiken Mythos der "Bugonie" der Bienen.

Um Verhandlungen mit den Aliens herbeizupressen, entführen die zwei Spinner Michelle.

Andromeda gegen den Bienenstaat

Andromeda gegen den Bienenstaat – diese krude Prämisse, von Lanthimos in gewohnter Gratwanderung zwischen absurd-alberner Komödie und schmerzhaftem Paranoia-Thriller inszeniert, verwandelt sich von einer grotesken Komödie allmählich in eine beißende Satire, eine apokalyptische Fabel über Machtmechanismen, Klassenkampf, Manipulation und den allgemeinen Irrsinn unserer Gegenwart.

Stilistisch bedeutet "Bugonia" einen weiteren Schritt in die Konventionalisierung von Lanthimos' Kino, und eine Abkehr von vielen Eigenheiten der früheren Arbeiten des Regisseurs.

Lanthimos verzichtet diesmal weitgehend auf stark verzerrende Objektive und strenge Geometrie seiner Einstellungen und entscheidet sich für eine Bildsprache, die dynamischer ist, weniger affektiert, als seine vorherigen Filme und weniger in ihrem "Mätzchen" und im eigenen Kunstcharakter badet.

Copyright Atsushi Nishijima / Focus Features

Der Regisseur interessiert sich mehr dafür, den chaotischen, instinktgetriebenen Kosmos der Verschwörungstheoretiker zu entfalten, und lässt sich auf bemerkenswerte – und für den Rezensenten sehr kritikwürdige – Weise auf ihn ein.

Bis zum Ende darf man sich fragen, ob es die Außerirdischen und die von Teddy und Donny skizzierte Andromeda-Verschwörung vielleicht wirklich gibt?

Oder, wenn man Lanthimos zynische Grundhaltung zum westeuropäischen Rationalismus und den Errungenschaften von Aufklärung und Wissenschaft kennt, wird man vielleicht eine der "überraschenden Wendungen" des Endes bereits ahnen.

"Ich mache Kuuuunst!!!"

So ist das zentrale Thema des Films die Folgen der Überforderung vieler Menschen in einer Welt, in der Wahrheit scheinbar zerfließt, alte Gewissheiten erodieren und paranoide Fiktionen plötzlich den gesellschaftlichen Diskurs wesentlich (mit-)bestimmen – vor allem als Reaktion auf neue Techniken, unbegreifliche Fortschritte und unbequeme Veränderungen, die viele Leute nicht wahrhaben oder akzeptieren wollen.

Copyright Atsushi Nishijima / Focus Features

Aber immer noch gibt es auch hier jene Lanthimos-Momente, in denen der Regisseur verzweifelt dem Publikum zuzubrüllen scheint: "Ich bin anders! Ich mache keine normalen Kommerz-Filme!! Ich mache Kuuuunst!!!"

Figuren reden zu leise und zu schnell, bewegen sich wie Roboter, ertragen Gewalt, die Menschen nicht folgenlos ertragen. Das Ergebnis ist ein hohles Kinowerk, das Exzentrik mit Substanz verwechselt.

"Bugonia" ist das Remake des koreanischen Films "Save the Green Planet!" von Jang Joon-hwan aus dem Jahr 2003. Das Drehbuch des neuen Films stammt von Will Tracy, dem Autor der Serien "Succession" und "The Regime". Er verschärft den Stoff der Vorlage zu einer triftigen Kritik unserer Gegenwartsgesellschaft.

Einer Kritik, in der die Mächtigen und Privilegierten aber nicht mehr Schuld an den Verhältnissen haben, als die normalen Bürger.

Stilisierte Seltsamkeit

Dieser Film markiert die vierte Zusammenarbeit zwischen Lanthimos und Emma Stone seit "The Favourite" (2018) – eine der erfolgreichsten, inspirierendsten und wagemutigsten kreativen Allianzen des zeitgenössischen populären Kinos, offenkundig geprägt von persönlicher Chemie und künstlerischer Komplizenschaft.

Trotz ihres Status als eine der bekanntesten Hollywood-Stars zeigt Emma Stone auch hier wieder eine bemerkenswerte Bereitschaft, sich auf unbequeme und riskante Geschichten einzulassen, und sich mit Geist wie Körper hundertprozentig in eine Rolle zu werfen.

Dass sich Stone im Laufe der Dreharbeiten eine Glatze rasieren lassen musste, ist nur das äußerliche Kennzeichen dieser Radikalität.

Copyright Atsushi Nishijima / Focus Features

Aber bei aller Radikalität hat man sich an diesen ästhetischen Gesten sattgesehen.

Seien wir ehrlich: Was mit "The Favourite" großartig begann, und mit "Poor Things" künstlerisch respektabel und wirtschaftlich triumphal weitergeführt wurde, beginnt allmählich auszuleiern und in öde Wiederholungen zu münden. Alles wird eintöniger, vorhersehbar und abgestanden.

Der Lanthimos-Stone-Komplex ist von dem immer-selben, betont "skurrilen", distanzierten Tonfall und einer selbstgefälligen, stilisierten Seltsamkeit geprägt. Alles ist längst keine überraschende Exzentrik mehr, sondern Rezeptur.

Groteske Folter-Szenen und Momente körperlicher Qual

Immer wieder komisch, aber dominiert von verstörenden Untertönen, ist "Bugonia" ein unbequemer, aber auch nervtötender Film. Kein Werk, das Antworten geben will oder zeigen möchte, oder eine Frage stellt, irgendetwas sucht, aber auch kein Film, der Vergnügen bereiten möchte, sondern ein Film, der behauptet, durch Irritationen Erkenntnisse zu provozieren und unsere bescheidene Wahrnehmung der Realität infrage zu stellen. Sehr sehr zeitgeistgerechtes, eiskalt kalkuliertes, affektiertes Kunsthandwerkskino.

"Bugonia" wirkt so, als sei er nicht für ein normales Publikum gemacht, sondern für Oscar-Wähler und Kritiker, die alles loben, was unkonventionell erscheint. Dieses Kalkül wird nicht aufgehen.

Lanthimos Film vereint schwarzen Humor mit Zynismus – getragen von der Gewissheit, dass Wahnsinn im Kino nur funktioniert, wenn er sorgfältig komponiert ist.

Dazu gehören wie immer bei Lanthimos auch hier groteske Folter-Szenen und Momente, in denen Figuren körperlich und seelisch gequält werden.

Manche würden das Kunst nennen.


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  • 30. Oktober 2025 um 13:30

In eigener Sache: Artikel "Die vertane Friedenschance im Ukraine-Krieg" wegen Verdacht auf Deep-Fake-Video offline genommen

Von Thomas Pany
Druckversion - In eigener Sache: Artikel "Die vertane Friedenschance im Ukraine-Krieg" wegen Verdacht auf Deep-Fake-Video offline genommen | Telepolis

Begründete Zweifel an der Authentizität eines Videobeitrags von Professor John Mearsheimer.

Zur Information für unsere werte Leserschaft: Wir haben den Artikel "Die vertane Friedenschance im Ukraine-Krieg" von Luca Schäfer, seit gestern Nachmittag auf unserer Homepage, heute offline genommen. Es häuften sich ernstzunehmende Zweifel daran, ob der dort verlinkte Videobeitrag [1], angeblich mit John Mearsheimer, auf dessen Aussagen sich der Artikel maßgeblich stützt, echt ist.

Die ersten Hinweise dafür kamen aus dem Forum. Dafür wollen wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken.

Wir sind dabei die Hinweise zu überprüfen – zuletzt kam dazu auch ein Video in einer Meldung von France 24 aus dem Jahr 2011 (!) [2], das John Mearsheimer vor dem exakt gleichen Hintergrund zeigt, was die Zweifel an der Authentizität des Videos weiter bestärkt.

Die Aussagen, die im Telepolis-Artikel zu John Mearsheimers Video-Auftritt zitiert wurden, erschienen plausibel: Die Kernaussagen, die zitiert wurden – "EU-Politiker trügen eine Mitschuld am Scheitern der bisherigen Friedensbemühungen in der Ukraine. Reale Chancen auf Frieden seien verspielt worden und die Risiken, inklusive einer nuklearen Option, seien enorm" – schließen sich an frühere Aussagen des Politologen an.

Dass sie ihm, wie es sich als Bild abzeichnet, mittels KI-Anwendung täuschend echt in den Mund gelegt wurden, hat die Redaktion kalt erwischt. Wir überprüfen nun die nächsten Schritte und hoffen auf das Verständnis unserer Leser für diesen Reinfall.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-10964643

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.youtube.com/watch?v=gliR5OKPbG0&feature=youtu.be
[2] https://www.france24.com/en/20110926-interview-john-mearsheimer-author-israel-lobby-united-states-foreign-policy-palestine-barack-obama

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  • 30. Oktober 2025 um 13:00

Anzeige: Kabelloses Gaming-Headset bei Amazon um 30 Prozent reduziert

Von Antje Lüth
Amazon hat das kabellose Gaming-Headset Steelseries Arctis Nova 7P mit Neodym-Treibern, Clearcast-Mikrofon und Tempest-3D-Audio im Angebot.
Gaming-Headset Steelseries Arctis Nova 7P (Bild: amazon.de/steelseries)
Gaming-Headset Steelseries Arctis Nova 7P amazon.de/steelseries

Eine gute Audioqualität hat große Auswirkungen auf Sieg und Niederlage im Spiel. Wer alle akustischen Details wahrnehmen und störungsfrei mit seinen Mitspielern kommunizieren kann, ist klar im Vorteil. Ein Gaming-Headset, das dafür beste Voraussetzungen bietet, ist das kabellose Arctis Nova 7P von Steelseries, das mit einer breiten Kompatibilität, einem immersiven Klang und einem präzisen Mikrofon überzeugt. Aktuell ist es bei Amazon zum reduzierten Preis erhältlich.

Gaming-Headset mit breiter Kompatibilität

Das Gaming-Headset Arctis Nova 7P lässt sich über den mitgelieferten USB-C-Dongle per Funk sowohl mit PC und Mac als auch mit PS4/5, Switch und Mobilgeräten verbinden. Gleichzeitig kann es per Bluetooth auf Musik oder Anrufe von einem anderen Gerät zugreifen, so dass man zum Beispiel das Gaming-Audio mit Hits aus der Playlist mischen kann.

Neodym-Treiber und 3D-Audio

Ausgestattet mit 40 Millimeter großen Neodym-Treibern erzeugt das Gaming-Headset einen hochauflösenden Sound mit tiefen Bässen, präzisen Mitten und kristallklaren Höhen. Schritte und Reloads werden dabei so verstärkt, dass man Gegner frühzeitig hören und schnell reagieren kann. Mit Tempest-3D-Audio für die PS5 und Spatial Audio für Microsoft unterstützt das Headset zudem das Eintauchen in immersive Klangwelten.

Clearcast-Gen-2-Mikrofon

Für eine störungsfreie Kommunikation enthält das Gaming-Headset ein Clearcast-Gen-2-Mikrofon. Dieses nutzt KI-basierte Geräuschunterdrückung, um Hintergrundgeräusche effektiv herauszufiltern und die Stimme auch in lauter Umgebung klar zu übertragen. Wird das Mikrofon nicht benötigt, lässt es sich vollständig einziehen.

Tragekomfort, Steuerung und Akkukapazität

Mit seinen höhenverstellbaren Ohrmuscheln, atmungsaktivem Memoryschaum und einem leichten, stahlverstärkten Kopfbügel bietet das Gaming-Headset von Steelseries einen hohen Tragekomfort. Bedienelemente zur Steuerung von Lautstärke, Mikrofon, Sidetone und Verbindung sind direkt in die Ohrmuschel integriert. Zur Stromversorgung ist ein Akku enthalten, der bis zu 38 Stunden durchhält und dank USB-C-Schnellladefunktion schnell wieder aufgeladen ist. Schon 15 Minuten reichen aus, um das Headset für sechs weitere Stunden nutzen zu können.

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  • 30. Oktober 2025 um 15:07

Digitale Souveränität: Internationaler Strafgerichtshof ersetzt Microsoft Office

Von Mike Faust
Um einer Behinderung seiner Arbeit durch US-Sanktionen zu entgehen, setzt der IStGH zukünftig auf die Office-Alternative Opendesk .
Der Internationale Strafgerichtshof will sich vor Repressionen der US-Regierung schützen. (Bild: LAURENS VAN PUTTEN/ANP/AFP via Getty Images)
Der Internationale Strafgerichtshof will sich vor Repressionen der US-Regierung schützen. LAURENS VAN PUTTEN/ANP/AFP via Getty Images

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) plant, sich von US-amerikanischen Technologien unabhängig zu machen. Wie das Handelsblatt berichtet , soll zu diesem Zweck Microsoft Office durch Opendesk (Test, g+) ersetzt werden.

Opendesk stammt vom deutschen Software-Anbieter Zendis (Zentrum für Digitale Souveränität), der im Auftrag der Bundesrepublik die digitale Unabhängigkeit der Verwaltung stärken soll, indem kritische Abhängigkeiten von einzelnen Technologieanbietern aufgelöst werden.

Mit Opendesk bietet Zendis eine Office-Lösung an, die acht Komponenten von europäischen Softwareherstellern enthält. Mit diesen lassen sich Microsoft-Programme wie Outlook, Word, Excel und Powerpoint ersetzen. Zudem werden Kollaborationstools für die Zusammenarbeit angeboten.

IStGH will US-Sanktionen entgehen

Laut dem Handelsblatt hat der Wechsel des IStGH von Microsoft zu Opendesk großen Symbolwert. Er zeige, dass Technologie in das Zentrum der Geopolitik gerückt sei, weil die USA diese als Druckmittel einsetzten, heißt es weiter. Daher werde, die Abhängigkeit von amerikanischen Technologiekonzernen zu einem immer größeren Problem.

Hintergrund dieser Entscheidung ist die Befürchtung des IStGH, dass die US-Regierung mithilfe von Microsoft Sanktionen gegen das Strafgericht durchsetzt. Dem Bericht zufolge prüft diese derzeit weitere Strafmaßnahmen gegen die Institution, was deren Arbeitsfähigkeit stark einschränken könnte.

Nachdem Microsoft sein Konto gesperrt hatte, verlor Karim Khan, Chefermittler des IStGH, im Februar 2025 den Zugriff auf seine E-Mails . US-Präsident Trump drohte Personen und Organisationen zudem mit Geld- oder Gefängnisstrafen, sollten sie Khan "finanziell, materiell oder technologisch" unterstützen.

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  • 30. Oktober 2025 um 15:01

KI: OpenAI soll Börsengang für 2026 vorbereiten

Von Tobias Költzsch
Nach der erfolgten Umstrukturierung soll OpenAI daran arbeiten, an die Börse zu gehen. Für das KI -Unternehmen würde sich das wohl lohnen.
Für OpenAI und Sam Altman dürfte sich ein Börsengang lohnen. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Für OpenAI und Sam Altman dürfte sich ein Börsengang lohnen. Justin Sullivan/Getty Images

OpenAI soll schon für das Jahr 2026 den Gang an die Börse planen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf drei Personen, die mit den Vorgängen vertraut sein sollen. In der zweiten Hälfte 2026 soll das KI-Unternehmen planen, den entsprechenden Antrag bei der US-Wertpapieraufsichtsbehörde zu stellen.

Der Börsengang könnte einer der größten in der Geschichte werden. Die Insider berichten, dass in internen Gesprächen ein Emissionsvolumen in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar genannt wird. Reuters nennt sogar eine Summe von bis zu 1 Billion US-Dollar.

Den bisherigen Rekord für den am höchsten bewerteten Börsengang hält Saudi Aramco mit 25,6 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Alibaba mit 21,8 Milliarden US-Dollar. Auf dem dritten Platz liegt Softbank mit 21,3 Milliarden US-Dollar.

OpenAI an der Spitze des KI-Hypes

Grund für die mögliche hohe Bewertung von OpenAI ist der aktuelle Hype um KI-Anwendungen, bei dem das Unternehmen einer der Hauptakteure ist. Microsoft setzt seit Jahren auf die von OpenAI entwickelten KI-Modelle, ChatGPT zählt zu den beliebtesten KI-Chatbots.

OpenAI hat gerade erst eine Umstrukturierung abgeschlossen , die einen Börsengang erheblich vereinfacht. Die Non-Profit-Organisation OpenAI Foundation hält einen Anteil von 26 Prozent an der profitorientierten OpenAI Group. An dieser hält Microsoft 27 Prozent.

Ein Börsengang würde es für OpenAI wesentlich erleichtern, Kapital aufzubringen und die künftigen Pläne des Unternehmens zu finanzieren. Laut CFO Sarah Friar soll OpenAI einen Börsengang erst für 2027 planen, berichten einige Informanten.

Ein Sprecher von OpenAI teilte Reuters mit, dass ein Börsenstart nicht der Fokus des Unternehmens sei. Daher könne man keinen Zeitpunkt für einen solchen mitteilen.

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  • 30. Oktober 2025 um 14:49

Bildaufhübscher: Elgato Facecam 4K im Test

Von Heise
Facecam 4K von Elgato

Facecam 4K von Elgato.

(Bild: Elgato)

Mit Wechselfiltern und hoher Bildqualität will Elgatos Facecam 4K Streamer überzeugen. Wie schlägt sie sich gegenüber der Konkurrenz?

Die Webcam der Corsair-Tochter eignet sich zwar auch für Videokonferenzen, hat aber vor allem Gamer im Fokus, die Spiele live übertragen und kommentieren. Denn neben einer hohen Bildwiederholrate und 4K-Auflösung bringt sie eine Funktion von Fotokameras mit.

Optik mit Wechselfiltern

Das Kunststoffgehäuse fällt mit 10 Zentimetern Länge und fünf Zentimetern Breite recht wuchtig aus. Die Kamera wiegt aber erstaunlich wenig und hält über die mitgelieferte Halterung ebenso sicher an einem MacBook-Display wie an einem dickeren Monitor.

Alternativ passt sie auch auf Stative mit Viertelzollgewinde. Die Linse ist von einem großen Ring umgeben. An diesen lassen sich Filter mit 49-mm-Gewinde von herkömmlichen Kameraobjektiven stecken.


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  • 30. Oktober 2025 um 08:00
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