Mit RTX Remix will Nvidia die Modding-Community für Spieleklassiker mit automatischen Verbesserungen unterstützen.

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Selbst Spiele, die schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben, werden häufig von einer treuen Modding-Community gepflegt, die neue Features, Karten oder Welten erschafft. Den Klassikern hingegen eine zeitgemäße Optik zu spendieren, gestaltet sich je nach Spiel recht schwierig. Hier will der Grafikkartenhersteller Nvidia mit einer neuen Plattform namens RTX Remix Unterstützung anbieten. Das neue und kostenlose Tool soll die Modding-Community unterstützen.
Das auf dem Omniverse-Programm basierende RTX Remix soll mit KI- und Deep-Learning-Tools die Grafik der betagten Klassiker automatisch aufpeppen. Auch alte Titel, die noch auf DirectX 8 oder DirectX 9 basieren, sollen mit dem Programm kompatibel sein. Als Beispiel nannte der Hersteller den Rollenspielklassiker “The Elder Scrolls 3: Morrorwind“. Mit RTX Remix wird durch ein Capture-Tool auf Knopfdruck die Spielwelt automatisch erfasst. Das Programm nimmt dabei Texturen, Geometrie und Beleuchtung auf und überträgt diese in das 3D-Framework Universal Scene Description (USD). Die aufgezeichneten Assets lassen sich im Anschluss im Remix-Tool von Nvidia oder in anderen Programmen wie Autodesk Maya, 3ds Max, Blender oder die Unreal Engine von Epic Games importieren.
Nvidia will mit RTX Remix allen Moddern eine Erleichterung bei ihren Veränderungen bieten. Zudem sollen auch größere Modding-Teams von den einheitlichen Arbeitsaufläufen profitieren. Der Hersteller verspricht eine einfache Überarbeitung von Klassikern ohne große Kenntnisse externer Programme. Noch bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit sich die Modding-Community auf das RTX-Remix-Programm einlässt. Nvidia will seine Software in Kürze kostenlos zum Download anbieten.
Mit dem September-Update hat Microsoft seine Spiele-Bibliothek überarbeitet und bietet neue Installationsoptionen.

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Microsoft hat in dieser Woche das September-Update für seine Xbox-Konsolen veröffentlicht . Die Firmware bringt zahlreiche Neuerungen mit – zum Beispiel die farbliche Anpassung der Xbox-Taste an den Xbox-Elite-Series-2-Controllern. Durch die Kombination der roten, blauen und grünen LEDs haben Nutzer hier die Wahl aus 16 Millionen Farbtönen, mit denen sie ihren Controller individualisieren können. Die Einstellung erfolgt über die Xbox-Zubehör-App für Xbox und Windows.
Microsoft hat außerdem die Spiele-Bibliothek für Xbox One sowie Xbox Series S/X überarbeitet. So finden sich in der Ansicht “Meine Spiele und Apps“ in der vollständigen Bibliothek nicht mehr nur alle Spiele, die die Nutzer besitzen, sondern auch die Titel, auf die sich mit ihren aktuellen Xbox-Abos Zugriff haben – darunter Games with Gold und der Game Pass. Ab sofort können auf den Xbox-Konsolen zudem unterschiedliche Standard-Installationsorte festgelegt werden. Die Option findet sich in den Einstellungen unter Speichergeräte und “Installationsorte ändern“. Durch die Nutzung von externen Laufwerken oder Speichererweiterungskarten kann der Platz auf der Xbox laut Microsoft optimal genutzt werden.
Neu für PC-Besitzer ist die Xbox Game Bar. Sie funktioniert mit den meisten PC-Games und bietet Zugriff auf Widgets zum Aufnehmen und Freigeben von Bildschirminhalten. Hier lassen sich außerdem Mitspieler mit LFG finden oder Chats mit Freunden starten. Um die Game Bar zu öffnen, genügt das einmalige Drücken der Tastenkombination “Windows-Logo-Taste + G" auf der Tastatur. Neu für Xbox Series X/S und PCs mit Windows 10/11 ist außerdem die Unterdrückung von Party-Chat-Geräuschen und die Schaltfläche “Party starten“ in der Xbox-App.
Mit dem großen Funktions-Update kommt endlich auch die lang angekündigte Unterstützung von Android-Apps und -Spielen für Windows 11. Doch was bringt das eigentlich?

Windows 11 2022 Update ist ab sofort offiziell verfügbar und im Artikel „ Windows 11 2022 Update (22H2) im Test – lohnt es sich? “ haben wir die Neuerungen des großen Funktions-Updates vorgestellt. Dabei sind wir auch auf die Unterstützung vom Amazon Appstore eingegangen. Dahinter verbirgt sich ein komplexes System: Denn die Apps und Spiele aus dem Amazon Appstore sind keine Windows-Anwendungen, sondern Android-Apps.
Damit das funktioniert, wird das Windows-Subsystem für Android installiert. Auf diesem Unterbau setzt der Appstore von Amazon auf. Er wird in einem isolierten Desktop-Fenster geöffnet. Doch der Reihe nach.
Suchen Sie im Microsoft Store nach „Amazon Appstore“ oder folgen Sie diesem Link zur Detailseite . Klicken Sie auf „Installieren“ und im folgenden Fenster auf „Herunterladen“. Im ersten Schritt wird das Windows-Subsystem für Android (WSA) installiert, danach der Amazon Appstore. Daher lautet der Eintrag in der App-Bibliothek im Windows Store auch „Windows-Subsystem for Android with Amazon Appstore“. Pinnen Sie die App für den Schnellstart am besten gleich über einen Klick auf die drei Punkte am Ende der Zeile ans Startmenü von Windows oder die Taskleiste fest.

Beachten Sie:
Es handelt sich für das deutschsprachige Windows 11 22H2 um eine Preview des Amazon Appstore. Begonnen hat die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Amazon bereits Ende Oktober 2021. In den USA und Japan ist der Amazon Appstore nach einer eingeschränkten Preview-Phase mit wenigen Apps und Spielen (identisch mit der bei uns) bereits seit Mitte Februar 2022 in den Insider-Builds und nun im Final-Release mit mehr als 1.000 Apps und Spielen aktiv. Es ist derzeit noch unklar, wann auch in Deutschland das Angebot an Anwendungen ausgebaut wird.
Nach dem Start vom WSA mit dem Amazon Appstore öffnet sich ein freischwebendes Desktop-Fenster. Melden Sie sich hier mit den Zugangsdaten für Ihr Amazon-Konto an. Links sehen Sie die Navigation mit den Bereichen „Alle Apps“ und „Spiele“ sowie Einträgen für „Amazon Coins“ und „Einstellungen“. Viele Optionen sind dort allerdings nicht vorhanden: Sie können In-App-Käufe sperren, App-Aktualisierungen automatisch laden sowie den Erhalt von Sonderangeboten und Neuheiten erlauben oder abschalten. Aus Datenschutzgründen sollten Sie den Punkt „App-Nutzerdaten sammeln“ deaktivieren.
Anschließend können Sie nach Spielen und Apps Ausschau halten. Erwarten Sie aber nicht zu viel: Zum Redaktionsschluss waren gerade einmal die ZDF-Mediathek, die Youtube-App und die Google-Suche als Apps vorhanden. Dazu gesellen sich knapp 100 Spiele in den Kategorien „Beliebte Spiele für Kinder“, „Die besten Gratis-Spiele“, „Aktion“, „Unsere Empfehlungen für Sie und „Top Bezahlt in Spiele“.
Amazon weist ausdrücklich darauf hin, dass einige Apps in der Vorschau (Preview) vom Amazon Appstore nicht verfügbar sind.

Installieren Sie nun ein Spiel oder eine App und starten Sie sie. Daraufhin wird wieder ein Desktop-Fenster mit der App oder dem Spiel geöffnet. Parallel erhalten Sie übrigens eine E-Mail mit der Bestellbestätigung.
Für den Kauf eines Roboterstaubsaugers nennen wir Ihnen fünf gute Gründe. Aktuelle Modelle wie der Deebot T10 bieten nämlich einige neue Stärken.
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Hausarbeit ist lästig, zeitaufwendig und wird schlecht oder gar nicht bezahlt. Kein Wunder, dass immer mehr Maschinen wie Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine Ihnen diese Arbeit abnehmen. Heute ist es gar nicht mehr vorstellbar, dass Sie Tage am Waschbrett verbringen oder Brotteig kneten – das gilt vielleicht bald auch für Staubsaugen und Nass-Aufwischen. Heute wirkt ein Roboterstaubsauger aus der gerade vorgestellten Serie Deebot T10 noch wie Luxus. Aber auch er kann Ihnen viel Arbeitszeit abnehmen – die Sie sinnvoller nutzen können.
Für den Kauf eines Roboterstaubsaugers gibt es 5 gute Gründe
Selbst wenn Sie zu der Minderheit gehören, die gerne die Wohnung saugt: Das Reinigen einer Wohnung ist zeitaufwendig. Neben dem Staubsaugen selbst gehört dazu schließlich die Vorbereitung der Wohnung, und nach dem Saugen muss der Staubsauger weggeräumt und geleert werden. Saugen Sie in einer Woche mehrmals, kommt da schon einiges an unbezahlten Arbeitsstunden zusammen – gerade wenn Sie in einer größeren Wohnung oder einem Haus wohnen. Ein Gerät wie der Deebot T10 Turbo kann Ihnen nicht nur beim Saugen und Moppen der Wohnung Arbeit abnehmen: Bei den beiden Versionen Deebot T10 Turbo und Deebot T10 Plus gehört eine Dockingstation zum Lieferumfang, die Ihnen weitere Zeit einspart. Bei dem auf Nass-Wischen ausgelegten Top-Modell T10 Turbo übernimmt die Dockingstation sogar das Reinigen und Trocknen des integrierten Mopps. Sie müssen nur etwa einmal im Monat das Wasser ersetzen. Das zweite Modell T10 Plus, das aufs Staubsaugen spezialisiert ist, kann in seiner Docking-Station den aufgesaugten Staub von bis zu 60 Tagen sammeln.

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Ein heikles Thema: Die Reinigung der Wohnung ist wichtig, stört aber selbst Familienmitglieder, die nicht dabei mithelfen. Ein Deebot arbeitet aber nicht nur selbstständig, er kann dies auf Wunsch dann tun, während Sie oder andere Familienmitglieder nicht in der Wohnung sind. Sie werden also am Feierabend nicht vom Staubsaugerlärm belästigt oder müssen keinem Reinigungskommando mit Mopp und Staubsauger aus dem Weg gehen.
Die neue Deebot-T10-Familie macht Ihnen die Planung besonders leicht: In den Modellen ist ein neuer, besonders leistungsfähiger KI-Chip verbaut, dank dem der Deebot Objekte automatisch erkennt und die Wohnung exakt mit Mapping-Sensor und einer Kamera erfasst. Die Reinigung plant das System per AIVI 3.0 automatisch, Sie können aber auch gezielt Reinigungen per App planen – anhand automatisch erstellter 2-D- und 3-D-Maps Ihrer Wohnung.
Mit den aktuellen Modellen ist die Reinigungsleistung hervorragend – und Ihr Roboter reinigt die Wohnung außerdem so oft, wie Sie wollen. Neigen Sie beispielsweise zu Allergien, können Sie ihn in der Blütezeit auch täglich durch die Wohnung saugen lassen und wirklich allen von draußen hereingetragenen Straßenstaub, Tierhaare, Pollen oder auch Kekskrümel aufsaugen lassen. Ein Luftfilter, der Mikrostäube und Allergene entfernt, ist ebenfalls integriert. Dank einem neuen verbesserten Motor ist die Reinigungsleistung über allen Zweifel erhaben, die bis zu 3000 pa Saugleistung passt ein Modell aus der Deebot-T10-Serie automatisch an die Oberfläche an. Sie haben nicht nur Teppiche, sondern auch Fliesen und schnell verschmutzenden Flur? Beim Turbo kommt zusätzlich das „Ozmo Turbo 2.0 Rotating Mopping“-System zum Einsatz. Es besteht aus rotierenden Textilbürsten, die wie ein Mopp arbeiten, und über einen integrierten Wassertank befeuchtet werden. Bis zu 180 Umdrehungen pro Minute und eine Druckkraft von bis zu 6N garantieren, dass der Turbo auch mit hartnäckigen Verschmutzungen fertig wird.
Eine faire Aufteilung von Hausarbeit ist kaum möglich und immer wieder ein Grund für familiären Zwist. Viele Familien haben schon deshalb eine Spülmaschine, um Diskussionen über das Abwaschen zu entgehen. Einem Deebot ist es aber völlig gleichgültig, ob er Ihre Wohnung gerade erst durchgewischt hat und sie schon Stunden später wieder voller Kekskrümel, Straßenstaub und Tierhaare ist. Er saugt einfach auf Zuruf noch einmal durch, nimmt nichts übel und vergisst keine Versprechen.
Selbst die Frage, wer den Deebot bedient, ist leicht lösbar – das kann jeder. Dank einer Sprachsteuerung, die beim Deebot T10 weiter verbessert wurde, versteht das Gerät natürliche Befehle und kann den Sprecher automatisch orten. Ein Befehl wie: „Okay Yiko, komm und reinige den Flur“ genügt. Über drei Mikrofone wird der Befehl aufgenommen, von einer KI in Text umgewandelt und verstanden – auch komplexere Befehle.
Der Deebot kann aber nicht nur staubsaugen. Über die App der Staubsaugerroboter können Sie bei Bedarf in Ihrer Wohnung nach dem Rechten sehen. Das Live-Videobild kann der Deebot auf Ihr Smartphone übertragen, per Mikrofon und Kamera sind über die App sogar Gespräche mit jemandem in der Wohnung möglich. Ihr Deebot wird so zu einem Kommunikationsgerät! Sie müssen sich aber keine Sorgen machen, dass Ihr Robot Sie ausspioniert. Die Kamera kann nicht heimlich aktiviert werden, das Einschalten wird immer durch eine Sprachnachricht und eine Signallampe neben der Kamera angezeigt. Datenschutz und -Sicherheit wurden eigens vom TÜV Rheinland zertifiziert.
Die drei Modelle der T10-Serie von Ecovacs, der T10 Turbo, T10 Plus und T10 unterscheiden sich durch unterschiedliche Reinigungstechniken als auch die Dockingstation. Besonders funktionsreich ist die große Dockingstation des T10 Turbo, die auf dessen Nass-Wischen-Funktion abgestimmt ist. Diese Station kann nicht nur das Staubreservoir des Deebot leeren, sie füllt zugleich den für die Wischfunktion benötigten Wassertank automatisch wieder auf.
Das Modell T10 Plus kommt mit einer eigenen Dockingstation mit Absaugfunktion, um den Deebot komplett zu reinigen. Die dritte Version T10 wird ohne Dockingstation ausgeliefert.
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Jetzt landet Werbung auf den Fahrzeug-Displays. Daimler nutzt bereits die Werbeeinblendungen, Audi folgt. BMW und VW sind dagegen nicht beteiligt.

© Kaufland
Wie Kaufland hier mitteilt, wird Kaufland "als einer der ersten Lebensmittelhändler weltweit Teil der neuen Automobilwelt". Das klingt spektakulär und vielversprechend – doch hinter dieser neuen "Automobilwelt" steckt einfach nur die Tatsache, dass Autofahrer in Zukunft auf dem Bildschirm ihres Infotainmentsystems/Navigationsgerätes Werbung zu sehen bekommen.
Die technische Umsetzung dafür liefert das Unternehmen 4.screen. Dieses vernetzt über seine Cloudlösung die Fahrzeuge der Automobilhersteller mit den Werbeangeboten diverser Anbieter. Diese Cloudlösung wird nun in "ausgewählte deutsche Premium-Fahrzeuge integriert". BMW erklärte aber auf Nachfrage der PC-WELT, dass es daran nicht beteiligt sei. Daimler dagegen nutzt nach den uns vorliegenden Informationen bereits diese Werbeeinblendungen. Audi startet damit im November (siehe weiter unten). Volkswagen will sich nicht beteiligen. Porsche hat uns noch nicht geantwortet.
Kaufland selbst weigerte sich auf unsere Anfrage, die Namen der Autohersteller zu nennen, die Kaufland-Werbung in ihren Fahrzeugen ausspielen: "
Wir bitten Sie jedoch um Verständnis, dass wir keine Auskunft zu den Geschäftspartnern von 4.screen geben dürfen
".
Die Fahrer sollen dadurch "individuelle, mobilitätsbezogene Angebote von Kaufland-Filialen, die sich in ihrer Nähe oder entlang ihrer Route befinden" bekommen. Dazu gehören Informationen wie Öffnungszeiten und ansässige Dienstleistungen sowie Informationen rund um die Kaufland Card. Faktisch handelt es sich dabei um Werbung, wenn man die wohlklingende Marketing-Sprache entfernt.
Kaufland sieht das natürlich positiv und spricht von "exklusiven Angeboten", mit denen die 4.screen-Plattform "einen Mehrwert für Autofahrer" schaffen würde. "Für die Marketingwelt ist die Plattform eine echte Innovation. Sie bietet uns die Chance, unseren breit aufgestellten Marketing-Mix weiterzuentwickeln und unsere Kunden noch individueller und zielgerichteter anzusprechen", sagt Christoph Schneider, Geschäftsführer Marketing Deutschland bei Kaufland.
Audi teilte bereits im Mai 2022 mit, dass es mit 4.screen zusammenarbeite um "das zukünftige InCar-Erlebnis zu verbessern". Diese Zusammenarbeit soll so aussehen: "Auf Wunsch erhalten die Fahrer relevante, ortsbezogene, und maßgeschneiderte Angebote von ausgewählten Drittanbietern über das Multi Media Interface (MMI). Die Darstellung erfolgt in gewohnter Audi MMI-Logik und die Informationen aus der Cloud ergänzen die bestehenden Infotainment-Inhalte". Audi erklärt weiter: "Über das MMI haben Besitzer eines Audi die Möglichkeit, verschiedenste Lokalitäten, sogenannte Points of Interest (POI), über das Touchdisplay auszuwählen und diese per Navigation anzusteuern – sei es eine Tankstelle, ein Supermarkt oder ein Restaurant. Durch die Partnerschaft mit 4.screen möchte Audi dieses Angebot deutlich erweitern. Audi-Kunden erhalten in ihrem Fahrzeug gezielt, jedoch nicht ohne ihre Zustimmung, exklusive Informationen und maßgeschneiderte Angebote in Echtzeit." Sucht der Audi-Fahrer beispielsweise auf seinem MMI-nach einem Biomarkt in der Nähe, dann kann er sich auf Wunsch auch weitere Inhalte wie die aktuell angebotenen Zusatzleistungen oder Angebote zu den gelisteten Ergebnissen anzeigen lassen. Auch Zusatzangebote für E-Auto-Fahrer seien laut Audi denkbar: "So kann der Ladenbetreiber zu jedem Einkauf einen kostenlosen Kaffee im angeschlossenen Bistro oder kostenloses Laden für Elektrofahrzeuge anbieten. Um das Angebot einzulösen, müssen Fahrer einen QR-Code, der im MMI angezeigt wird, scannen."
Audi hat auf unsere Nachfrage zur konkreten Umsetzung folgendermaßen geantwortet: "
Aktuell ist geplant, dass die Funktion wie angekündigt in Q4/22 (November) in unseren Modellen mit MIB2+ und MIB3 Infotainmentsystem (ab Modelljahr 2019) startet. Zunächst wird das Angebot im Markt Deutschland verfügbar sein, weitere europäische Märkte folgen bis Jahresende.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass der Kunde niemals ungefragt Werbung bzw. Informationen von Drittanbietern bekommen wird. Hierfür ist eine aktive und „bewusste“ Handlung des Kunden notwendig (z.B. Suche nach einem Supermarkt in der Nähe, Auswahl eines bestimmten Marktes, Klick auf Zusatzinformationen). Darüber hinaus hat Kunde natürlich jederzeit die Möglichkeit, diese Zusatzinformationen über den Privacy Mode (im Fahrzeug/myAudi App) zu deaktivieren".
Audi betont: Als Kunde muss man aktiv zum Beispiel einen Supermarkt, Baumarkt, etc. suchen, diesen dann auswählen und im nächsten Schritte bekommen man dann die Werbung angezeigt.
Es erscheint also kein "Pop-up" o.ä. einfach so ins MMI, auch dann nicht, wenn man sich in der Nähe einer Kaufland-Filiale befindet.
Technische Voraussetzung sind die Infotainmentsysteme MIB2+ und MIB3 (Fahrzeuge ab Modelljahr 2019, zum Start in ausgewählten Märkten in Europa).
Volkswagen wiederum teilte uns mit, dass man nicht an dem Programm teilnehmen würde.
VW weiß, wo Sie sind und liefert passende Werbung aufs Handy
Bei Discounter Lidl gibt es auch in dieser Woche wieder interessante Angebote wie einen 50-Zoll-Smart-TV von JVC.

Auch in dieser Woche gibt es bei Discounter Lidl wieder einige Technik-Schnäppchen. Wer gerne in den Filialen oder im Online-Shop von Lidl einkauft, sollte die folgenden Deals nicht verpassen. Über den Klick auf unsere Links gelangen sie direkt zu den Angebotsdetails. Wer sich für eines der Angebote im Online-Shop von Lidl entscheidet, muss die Liefergebühr in Höhe von 4,95 Euro in den Preis mit einrechnen.

© JVC
Der 50-Zoll-Smart-TV von JVC bietet 4K-Auflösung sowie Dolby Vision HDR / HDR 10 + HLG. Der Smart TV verfügt außerdem über WLAN, Bluetooth und vorinstallierte Apps wie Netflix und Amazon Prime Video. Zur weiteren Ausstattung gehören ein Triple-Tuner DVB-C/-S2/-T2, mit dem Sie TV direkt über Kabel oder Antenne auf Ihrem Gerät empfangen. Sie erhalten das HD+ Sender-Paket mit 24 privaten HD-, 2 UHD-Sendern und der HD+-Komfort-Funktion mit Neustart, Mediatheken und dem TV-Guide ohne zusätzliche Kosten für sechs Monate beim Kauf dazu. Eine Registrierung ist nicht notwendig. Die Testphase startet nach Installation und Aktivierung von HD+ im TV. Nach Ablauf der sechsmonatigen Freiphase erfolgt keine automatische Verlängerung.
JVC Smart-TV für 299 Euro statt 529,99 Euro (UVP) im Lidl-Online-Shop

© Asus
Das Asus Vivobook “X515EA-BQ311W“ bietet eine Bildschirmdiagonale von 15,6 Zoll. Das Display löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Im Gehäuse werkeln der Core i3-1115G4 Prozessor von Intel sowie acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Als interner Speicher kommt eine SSD mit 256 GB zum Einsatz. Zur weiteren Ausstattung gehören integrierte Lautsprecher und Windows 11 Home.
Asus Vivobook für 379 Euro statt 499 Euro (UVP) bei Lidl

© HP
Der Tintenstrahldrucker von HP wird mit Tinte für drei Jahre ausgeliefert. Mit dem Vorrat schafft der Drucker 12.000 Seiten in Schwarzweiß oder bis zu 8.000 Seiten in Farbe. Das Befüllen des Farbtanksystems ist mit spritzfreien, wiederverschließbaren Behältern problemlos möglich. Die Hardware kann außerdem kabellos betrieben werden und fungiert auf Wunsch auch als Scanner oder Kopierer. Über Dropbox und Google Drive können Nutzer schnell auf ihre Dokumente zugreifen und diese direkt über ihr Smartphone, das Tablet oder den PC per Dual-Band-WLAN an den Drucker schicken. Die zugehörige App informiert über Druck-, Scan- oder Kopieraufträge direkt auf das Smartphone.
HP Drucker für 209 Euro statt 299,90 Euro (UVP) bei Lidl
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Jetzt landet Werbung auf den Fahrzeug-Displays. Audi macht den Anfang: Mit Werbeeinblendungen für Kaufland. BMW dagegen ist nicht beteiligt.

© Kaufland
Wie Kaufland hier mitteilt, wird Kaufland "als einer der ersten Lebensmittelhändler weltweit Teil der neuen Automobilwelt". Das klingt spektakulär und vielversprechend – doch hinter dieser neuen "Automobilwelt" steckt einfach nur die Tatsache, dass Autofahrer in Zukunft auf dem Bildschirm ihres Infotainmentsystems/Navigationsgerätes Werbung zu sehen bekommen.
Die technische Umsetzung dafür liefert das Unternehmen 4.screen. Dieses vernetzt über seine Cloudlösung die Fahrzeuge der Automobilhersteller mit den Werbeangeboten diverser Anbieter. Diese Cloudlösung wird nun in "ausgewählte deutsche Premium-Fahrzeuge integriert". BMW erklärte aber auf Nachfrage der PC-WELT, dass es daran nicht beteiligt sei.
Die Fahrer sollen dadurch "individuelle, mobilitätsbezogene Angebote von Kaufland-Filialen, die sich in ihrer Nähe oder entlang ihrer Route befinden" bekommen. Dazu gehören Informationen wie Öffnungszeiten und ansässige Dienstleistungen sowie Informationen rund um die Kaufland Card. Faktisch handelt es sich dabei um Werbung, wenn man die wohlklingende Marketing-Sprache entfernt.
Kaufland sieht das natürlich positiv und spricht von "exklusiven Angeboten", mit denen die 4.screen-Plattform "einen Mehrwert für Autofahrer" schaffen würde. "Für die Marketingwelt ist die Plattform eine echte Innovation. Sie bietet uns die Chance, unseren breit aufgestellten Marketing-Mix weiterzuentwickeln und unsere Kunden noch individueller und zielgerichteter anzusprechen", sagt Christoph Schneider, Geschäftsführer Marketing Deutschland bei Kaufland.
Audi ist offensichtlich der erste Hersteller, der die Werbung, die von 4.screen ausgespielt wird, seinen Kunden vorsetzt. Denn die Ingolstädter teilten bereits im Mai 2022 mit, dass sie mit 4.screen zusammenarbeiten um "das zukünftige InCar-Erlebnis zu verbessern". Diese Zusammenarbeit soll so aussehen: "Auf Wunsch erhalten die Fahrer relevante, ortsbezogene, und maßgeschneiderte Angebote von ausgewählten Drittanbietern über das Multi Media Interface (MMI). Die Darstellung erfolgt in gewohnter Audi MMI-Logik und die Informationen aus der Cloud ergänzen die bestehenden Infotainment-Inhalte". Audi erklärt weiter: "Über das MMI haben Besitzer eines Audi die Möglichkeit, verschiedenste Lokalitäten, sogenannte Points of Interest (POI), über das Touchdisplay auszuwählen und diese per Navigation anzusteuern – sei es eine Tankstelle, ein Supermarkt oder ein Restaurant. Durch die Partnerschaft mit 4.screen möchte Audi dieses Angebot deutlich erweitern. Audi-Kunden erhalten in ihrem Fahrzeug gezielt, jedoch nicht ohne ihre Zustimmung, exklusive Informationen und maßgeschneiderte Angebote in Echtzeit." Sucht der Audi-Fahrer beispielsweise auf seinem MMI-nach einem Biomarkt in der Nähe, dann kann er sich auf Wunsch auch weitere Inhalte wie die aktuell angebotenen Zusatzleistungen oder Angebote zu den gelisteten Ergebnissen anzeigen lassen. Auch Zusatzangebote für E-Auto-Fahrer seien laut Audi denkbar: "So kann der Ladenbetreiber zu jedem Einkauf einen kostenlosen Kaffee im angeschlossenen Bistro oder kostenloses Laden für Elektrofahrzeuge anbieten. Um das Angebot einzulösen, müssen Fahrer einen QR-Code, der im MMI angezeigt wird, scannen."
Technische Voraussetzung sind die Infotainmentsysteme MIB2+ und MIB3 (Fahrzeuge ab Modelljahr 2019, zum Start in ausgewählten Märkten in Europa).
VW weiß, wo Sie sind und liefert passende Werbung aufs Handy
Amazon kündigt die neueste Generation seiner Fire-HD-8-Tablets mit vier neuen Modellen an.

© Amazon
Amazon hat heute die neuste Generation seiner Fire-HD-8-Tablets vorgestellt. Die Ankündigung umfasst insgesamt vier neue Modelle. Den Anfang macht das Fire HD 8, das laut Amazon im Vergleich zum Vorgänger einen um 30 Prozent schnelleren Prozessor und eine längere Akkulaufzeit bietet. Ohne erneutes Laden soll der Stromspeicher bis zu 13 Stunden durchhalten. Das Gehäuse fällt dem Hersteller zufolge außerdem dünner und leichter aus als beim Vorgänger-Modell.
Fire HD 8 Tablets bei Amazon vorbestellen
Das Tablet bietet einen 8-Zoll-Bildschirm mit HD-Auflösung. Beim Kauf können Kunden aus 32 und 64 Gigabyte internem Speicher wählen. Per microSD-Karte kann der Speicher außerdem um bis zu ein Terabyte erweitert werden. Für eine barrierefreies Nutzererlebnis sorgen Funktionen wie Screenreader, Bildschirmvergrößerer, Farbumkehr oder Untertitel. Das Fire HD 8 kann ab heute zum Preis von 114,99 Euro vorbestellt werden.
Ebenfalls neu ist die nächste Generation des Fire HD 8 Plus. Mit drei Gigabyte bietet es mehr Arbeitsspeicher als das HD-8-Modell, was sich vor allem beim Multi-Tasking bemerkbar machen soll. Das Plus-Modell unterstützt außerdem Laden mit 9 Watt, kabelloses Laden und bietet eine integrierte Kamera mit 5 Megapixeln. Das Fire HD 8 Plus kostet ab 134,99 Euro.
Amazon veröffentlicht auch zwei neue Modelle seiner Tablets speziell für Kinder. Das Fire HD 8 Kids richtet sich an Kinder zwischen 3 und 7 Jahren, während das Fire HD 8 Kids Pro für Kinder im Schulalter gedacht ist. An Bord sind eine kinderfreundliche Hülle, 2-Jahre-Sorglos-Garantie und ein Jahr Amazon Kids+. Beide Tablets verfügen über eine umfangreiche und einfach zu bedienende Kindersicherung. Die Tablet-Modelle kosten beide 159,99 Euro und können ebenfalls ab heute vorbestellt werden .
Windows 11 2022 Update ist ab sofort verfügbar. Mit einer überraschenden neuen Funktion. Hier alle Details.

Das erste große Update für Windows 11 ist ab sofort offiziell verfügbar. Das Update, welches unter der Bezeichnung Update 22H2 entwickelt und dann im August 2022 umbenannt wurde, aktualisiert Windows 11 auf Windows 11 2022 Update. Mit an Bord ist überraschend eine neue Funktion, die den Namen "Smart App Control" trägt. Dazu später mehr.
Nicht geschafft hat es dagegen in Windows 11 2022 Update – vorerst – die Registerkarten-Funktion im Datei-Explorer. Hier müssen wir uns also noch etwas in Geduld üben, obwohl wir im März 2022 berichtet hatten, wie man mit einem Trick diese Funktion in damals erhältlichen Vorabversionen von Windows 11 freischalten kann. Mehr dazu weiter unten im Abschnitt "So geht es weiter mit großen und kleinen Updates für Windows 11".
Microsoft stellt das kostenlose Windows 11 2022 Update sowohl für Windows 10 als auch für Windows 11 zur Verfügung. Sie können also auch direkt von Windows 10, falls gewünscht, kostenlos zu Windows 11 2022 Update wechseln.
Das Windows 11 2022 Update erhalten Sie über Windows Update. Wenn Sie es unbedingt sofort haben möchten, gehen Sie einfach in die Windows-Einstellungen, dann zu Windows Update und wählen Sie "Nach Updates suchen" aus. Alternativ können Sie Ihren PC auch einfach eingeschaltet und mit dem Internet verbunden lassen. Microsofts Telemetrie sollte die Fähigkeiten Ihres PCs bereits kennen und das Update an ihn weiterleiten, wenn er die Spezifikationen erfüllt.
Windows 11 2022 Update ist zwar ab sofort offiziell verfügbar, wird aber nicht sofort zeitgleich an alle Nutzer ausgeliefert!
"Der maßvolle und schrittweise Rollout wird das Update über Windows Update anbieten, wenn die Daten zeigen, dass Ihr Gerät bereit ist, denn unser Ziel ist es, ein qualitativ hochwertiges Update-Erlebnis zu bieten", erklärt Microsoft und weiter: "Wir werden die Verfügbarkeit des Updates in den ersten Wochen erhöhen, während wir die 'Qualitätssignale' überwachen."
Das Windows 11 2022 Update (22H2) fügt nur einige neue Funktionen in Windows 11 hinzu, vielleicht aber nicht die Funktionen, auf die die meisten Nutzer gehofft hatten.
Zu den wichtigsten Änderungen gehören neue Ordner im Startmenü, eine Überarbeitung der Nutzeroberfläche des Datei-Explorers, eine Snap Bar und wichtige Verbesserungen bei den Eingabehilfen, einschließlich KI-generierter Live-Untertitel für auf dem PC gespeicherte Videos. Zusätzlich wird die Kernisolierungsfunktion standardmäßig aktiviert, diese kann allerdings die Leistung des Systems mindern!
Im Startmenü dürfen nun Ordner angelegt werden, in denen jeweils mehrere Anwendungen abgelegt werden können. Somit passen jetzt mehr Anwendungen in das Startmenü als bisher. Wir vermissen aber weiterhin die von Windows 10 her bekannte Möglichkeit, die Größe der Einträge im Startmenü zu verändern. Vielleicht reicht Microsoft dies ja später noch nach.

Eine schöne Verbesserung gibt es dagegen bei der Snap Bar: Wenn Sie ein Fenster an den mittleren, oberen Rand des Bildschirms ziehen, werden die verfügbaren Snap-Optionen zur Auswahl gestellt. Wenn Sie eine Anwendung auf einem Teil des Bildschirms einrasten lassen, können Sie die verbleibende Desktop-Fläche mit einem oder mehreren Fenstern auffüllen. In 22H2 bleiben diese "Snap"-Gruppen jetzt als einheitliche Gruppierungen bestehen, wenn Sie die Tastenkombination Alt+TAB verwenden, um zwischen Anwendungen zu wechseln.
Es gibt drei erwähnenswerte Anwendungen, die in Windows 11 2022 Update (22H2) hinzugefügt oder überarbeitet wurden:
Clipchamp
(
wir berichteten
), Microsoft Family und der Task-Manager. Clipchamp und Microsoft Family werden in Windows 11 als vorinstallierte Anwendungen hinzugefügt, während der Task Manager eine ästhetische und funktionale Überarbeitung erhält.
Zu den wichtigsten Neuerungen in Windows 11 2022 Update gehört die Funktion "Smart App Control". Über dieses neue Sicherheitsfeature hatte Microsoft zum ersten Mal im April 2022 gesprochen, worüber wir
hier ausführlich berichteten.
Im Wesentlichen ist SAC (so die Abkürzung) wie die SmartScreen-App von Windows Defender, aber halt für Windows: Wenn Sie eine bekannte App herunterladen, passiert nichts. Wenn Sie jedoch eine fragwürdige Anwendung oder ein Skript herunterladen, der beziehungsweise dem Microsoft nicht wirklich vertraut, fragt Windows entweder nach der Erlaubnis, sie auszuführen, oder blockiert sie ganz.
Der Haken an der Sache (oder der Vorteil, je nach Sichtweise) ist, dass Smart App Control nur auf neuen PCs mit einem neuen Build des Windows 11 Update 2022 installiert wird. Wenn Sie bereits einen PC besitzen und auf 22H2 aktualisieren möchten, müssen Sie zunächst ein Upgrade durchführen und dann Ihren PC zurücksetzen. Dadurch wird eine Grundlage für die Smart App Control geschaffen, um weiterzumachen.
Wenn Sie SAC nach der Installation deaktivieren möchten, können Sie dies ebenfalls über das Menü "Einstellungen" von Windows 11 tun. Dazu müssen Sie aber auch Ihren PC erneut zurücksetzen!
Smart App Control scheint ein praktisches Sicherheitsnetz für diejenigen zu sein, die es brauchen – aber es könnte ein Ärgernis für diejenigen sein, die gerne Skripte, Dienstprogramme und dergleichen installieren.
Microsofts Verwendung von "Windows 11 2022 Update" weist auf eine wichtige Änderung hin. Statt im Frühjahr und im Herbst neue Funktionen zu veröffentlichen, plant Microsoft in Zukunft nur noch eine größere Veröffentlichung von Windows 11 pro Jahr. Alle Funktionen, die dieses Zeitfenster verpassen, werden in sogenannten "kontrollierten Feature-Rollouts" hinzugefügt. Das bedeutet letztendlich nichts anderes als: Microsoft will für Windows 11 kleineren Updates immer dann ausliefern, wenn die Entwickler Lust darauf haben.
Ein erstes solches "Feature-Rollout" ist bereits für Oktober 2022 geplant und wird dann voraussichtlich dem Datei-Explorer die Registerkarten hinzufügen, die es nicht mehr in Windows 11 Update 2022 geschafft haben.
Die Hardware-Anforderungen für Windows 11 ändern sich mit Windows 11 2022 Update nicht. Bei all denjenigen Nutzern, die die Anforderungen umgehen und Windows 11 auf einem nicht unterstützten PC installieren, drückt Microsoft weiterhin ein Auge zu.
"Es ist schmeichelhaft für uns zu sehen, dass wir eine Menge echter Fans da draußen haben, die bereit sind, diese zusätzlichen Schritte zu unternehmen", erklärte John Cable, Vice President of Program Management für Microsofts Windows Servicing and Delivery, in einem Gespräch mit Pressevertretern kürzlich. Und er fügte hinzu: "Sie [Diese Nutzer] wissen, dass wir das nicht offiziell unterstützen. Und wir haben diese Position ziemlich klar dargelegt. Es ist also definitiv nichts, was wir unterstützen würden. Aber zu diesem Zeitpunkt unternehmen wir keine aktiven Schritte, um es zu verhindern."
Sie werden von Microsoft nicht gezwungen, Windows 11 2022 Update zu installieren. Zumindest nicht sofort. In den Windows-11-Einstellungen können Sie die Installation des Updates um bis zu fünf Wochen verzögern. Die entsprechende Einstellung finden Sie unter "Windows Update" im Drop-Down-Menü "Updates aussetzen".
Geschäftskunden und Windows-11-Pro-Nutzer können neue Funktionsupdates über eine Gruppenrichtlinieneinstellung bis zu einem Jahr lang verzögern. Vermutlich werden Sie ähnliche Optionen haben, sobald die zusätzlichen "kontrollierten Feature-Rollouts" (siehe weiter unten) ebenfalls ausgeliefert werden.
Übrigens: Wenn Sie überprüfen möchten, ob Sie Windows 11 2022 Update schon erhalten haben, dann klicken Sie auf das Lupen-Icon in der Taskleiste und geben dann
winver
ein. Sie sehen dann unter "Microsoft Windows" den Text "Version 22H2" gefolgt von der Build-Nummer (wir haben vorab die Version 22621.382 ausprobiert).
Nvidia hat offiziell die neue Geforce RTX 4080 und Geforce RTX 4090 angekündigt. Hier finden Sie alle Details!

© Nvidia
Nvidia-Chef Jensen Heng hat bei seiner GTC-Keynote am Dienstagabend offiziell die ersten Geforce RTX 4000 Grafikkarten mit der neuen, auf der Nvidia-Ada-Lovelace-Architektur basierenden GPU angekündigt. Nvidia spricht von einer "revolutionären Leistung für Gamer und Kreative" und einen "bedeutenden Generationswechsel in Sachen Leistung Effizienz". Die neue Serie unterstützt DLSS 3 und stehe "für eine neue Ära des Echtzeit-Raytracing und des neuralen Renderings, das KI zur Erzeugung von Pixeln nutzt".

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Die neuen GPUs besitzen 76 Milliarden Transistoren und werden im 4-Nanometer-Verfahren hergestellt. Die GPU verfügt über einen neuen Streaming-Multiprozessor mit 90 Shader TFLOPs und einer im Vergleich zum Vorgänger verdoppelten Leistung und Energieeffizienz. Beim Raytracing kommt die dritte Generation der RT-Cores mit 200 RT TFLOPs zum Einsatz, was einer Steigerung der Leistung um 2,8x entsprechen soll. Beim "Deep Learning" die vierte Generation der Tensor-Kerne mit 1.400 Tensor TFLOPs (etwa 5x mehr als bei der vorherigen Generation mit FP8-Beschleunigung).
Nvidia hat seine neue "Ada Lovelace"-Architektur eindeutig darauf ausgelegt, Raytracing-Aufgaben mit Höchstgeschwindigkeit zu bewältigen. Im Kern verwendet die GPU eine neues "Shader Execution Reordering", um das Rendering traditioneller Spiele um 25 Prozent zu verbessern, wobei Raytracing-Szenen zwei- bis dreimal schneller dargestellt werden können.
Neben den Shader-Kernen zielen neue Technologien, die in der dritten Generation der dedizierten Raytracing-Hardware in Lovelace (wie Opacity Micro-Maps) eingeführt wurden, ebenfalls auf eine drastische Beschleunigung der Raytracing-Leistung ab. Aber Nvidias "RTX" Vorstoß verlässt sich nicht nur auf die Kraft des Raytracing. Huang enthüllte auch DLSS 3, das auf einer neuen Generation von Tensor-Kernen läuft und die Version der zweiten Generation von Nvidias KI-verbesserter Upscaling-Funktion ersetzen soll.
Während frühere DLSS-Versionen mithilfe von maschinellem Lernen neue Pixel generierten und es Geforce-Grafikkarten ermöglichten, Spiele mit niedrigeren Auflösungen (für eine höhere Leistung) auszuführen, bevor sie an die Auflösung des Monitors angepasst wurden, generiert DLSS 3 völlig neue Frames, um die optimale hochskalierte Bildqualität zu ermitteln.
Was das bringt, werden dann unsere Tests zeigen. Mit der RTX 40-Serie könnte aber Echtzeit-Raytracing realisierbar werden.
Die Geforce RTX 4090 wird mit 24 GB G6X Speicher für 1.599 US-Dollar ab dem 12. Oktober 2022 erhältlich sein.

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Nvidia verspricht bei der Geforce RTX 4090 eine doppelte und bis zu vierfache Leistung im Vergleich zur Geforce RTX 3090 Ti. Bei der Enthüllung erklärte der Nvidia-Chef, die RTX 4090 biete im Flight Simulator von Microsoft eine doppelte so hohe Leistung im Vergleich zur RTX 3090 Ti. Eine verdreifachte Leistung bei Portal RTX und eine vervierfachte Leistung bei Racer X.
"In komplett per Raytracing berechneten Spielen ist die RTX 4090 mit DLSS 3 bis zu 4 Mal schneller als die RTX 3090 Ti der letzten Generation mit DLSS 2", betont Nvidia. Außerdem sei sie in aktuellen Spielen bis zu zweimal schneller bei gleichbleibendem 450W-Stromverbrauch. Die RTX 4090 besitzt 76 Milliarden Transistoren und 16.384 Cuda-Kerne. Mit dem 24 GB Hochgeschwindigkeitsspeicher GDDR6X von Micron soll die GPU genügend Leistung für konstant über 100 Bilder pro Sekunde in 4K-Spielen bieten.

Die Geforce RTX 4080 wird es ab November 2022 mit 12 GB G6X und 16 GB G6X Speicher geben. Los geht’s ab 899 US-Dollar und das Modell mit mehr Speicher kostet ab 1.199 US-Dollar. Hier verspricht Nvidia die doppelte bis vierfache Leistung im Vergleich zur Geforce RTX 3080 Ti.

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Konkret besitzt die RTX 4080 16 GB, 9.728 CUDA-Cores und 16 GB Hochgeschwindigkeits-GDDR6X-Speicher von Micron. Mit DLSS 3 sei sie in aktuellen Spielen doppelt so schnell wie die GeForce RTX 3080 Ti und leistungsfähiger als die GeForce RTX 3090 Ti und das bei geringerem Stromverbrauch. Die RTX 4080 12GB verfügt dagegen über 7.680 CUDA-Kerne, 12 GB Micron GDDR6X-Speicher und mit DLSS 3 sei sie schneller als die RTX 3090 Ti, also das Flaggschiff der vorherigen GPU-Generation.
Mit den neuen RTX-4000er-Modellen erweitert Nvidia die Familie der RTX-Grafikkarten. Das Einsteigermodell bleibt (vorerst) die RTX 3060 mit einem Preis ab 329 US-Dollar. Es folgen die RTX 3070 und RTX 3080. Zu den neuen Top-Modellen gehören dann die RTX 4080 mit einem Startpreis ab 899 US-Dollar und schließlich das neue Flaggschiff RTX 4090 mit einem Preis ab 1.199 US-Dollar.
Ähnlich wie die RTX 3090 vor ihr ist die RTX 4090 zwar technisch gesehen eine Grafikkarte der Marke "Geforce", aber sie ist nicht wirklich für Gamer gedacht. Stattdessen richtet sie sich mit großzügigen 24 GB GDDR6X-Speicher und dem stolzen Preis von 1.599 US-Dollar eher an "Prosumer". Also Nutzer, die die GPU tagsüber zum Arbeiten einsetzen und dann nachts in Spielen hohe Frameraten genießen wollen.
Die Befürchtungen über noch höhere Preise für die RTX 40-Serie haben sich jetzt bestätigt. Die RTX 4090 beginnt bei 1.599 US-Dollar, ein Aufschlag von 99 US-Dollar gegenüber der RTX 3090. Die Geforce RTX 4080 mit 16 GB kostet 1.199 US-Dollar, der gleiche Preis wie die RTX 3080 Ti und 400 US-Dollar mehr als die RTX 3080 mit 700 US-Dollar. Die 12-GB-RTX 4080 schließlich beginnt bei 899 US-Dollar, eine Erhöhung um 200 US-Dollar gegenüber ihrem Vorgänger.
Wenige Stunden vor Jensen Huangs Keynote twitterte Radeon-Chef Scott Herkelman, dass AMDs Radeon-Karten der nächsten Generation RDNA3 am 3. November enthüllt werden, während AMD Technology Architect Sam Naffziger in einem Blogpost die enormen Effizienzverbesserungen von RDNA3 anpries. Das ist wohl ein direkter Schuss auf die mutmaßlich hohen Leistungswerte, die Nvidias RTX 40-Serie benötigen wird, um mit Spitzengeschwindigkeiten zu laufen.
RTX 4090:
- 16384 Cuda-Recheneinheiten
- Boost-Takt: 2,52 GHz
- 24 GB GDDR6X
- Leistungsaufnahme: 450 W
- UVP: 1599 US-Dollar
- Release: 12. Oktober 2022
RTX 4080 (16 GB):
- 9728 Cuda-Recheneinheiten
- Boost-Takt: 2,51 GHz
- 16 GB GDDR6X
- Leistungsaufnahme: 320 W
- UVP: 1199 US-Dollar
- Release: November 2022
RTX 4080 (12 GB):
- 7680 Cuda-Recheneinheiten
- Boost-Takt: 2,61 GHz
- 12 GB GDDR6X
- Leistungsaufnahme: 285 W
- UVP: 899 US-Dollar
- Release: November 2022
Lesetipp: Grafikkarten-Vergleich 2022 mit Rangliste
Günstig wie nie zuvor: Highend-Grafikkarten mit RTX 3080 Ti und 3090 (Ti) zum Bestpreis
Während eines Hacks im August 2022 hatten Angreifer vier Tage lang Zugriff auf die Systeme des Passwort-Managers Lastpass.

© Lastpass
Im August 2022 bestätigten die Macher der Passwort-Management-Software Lastpass, dass sie im vergangenen Monat Opfer eines Hacker-Angriffs geworden waren. In den vergangenen Tagen hat Lastpass-CEO Karim Toubba nun weitere Einzelheiten zu der Attacke bekannt gegeben.
Laut Toubba seien die Ermittlungen in Kooperation mit den Sicherheitsexperten von Mandiant nun abgeschlossen. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass Angreifer über einen Zeitraum von vier Tagen im August 2022 Zugriff auf die Entwicklungsumgebung von Lastpass hatten. Lastpass könne eigenen Angaben zufolge bestätigen, dass es keine Beweise dafür gebe, “dass dieser Vorfall einen Zugriff auf Kundendaten oder verschlüsselte Passwort-Tresore beinhaltet“ , heißt es in einem Blog-Beitrag auf der Seite des Entwicklers. Man habe zudem keine Hinweise darauf gefunden, dass die Hacker über diesen Zeitraum hinaus Zugriff auf die Lastpass-Systeme gehabt hätten.
Den Hackern sei es gelungen, über einen kompromittierten Endpunkt in die Entwicklungsumgebung einzudringen. Die Angreifer hätten sich so im System als Entwickler ausgegeben und konnten sich über eine erfolgreiche Multi-Faktor-Authentifizierung einloggen. Das Systemdesign von Lastpass habe während des Hacks jedoch verhindert, dass die Angreifer auf Kundendaten und verschlüsselte Passwort-Tresore hätten zugreifen können. Die Entwickler selbst hätten keinen Zugriff auf die Master-Passworte der Kunden und können so auch deren Tresore nicht öffnen.
Bei der Untersuchung seien “keine Anzeichen für Versuche des Code-Poisoning oder der Einschleusung von bösartigem Code“ gefunden worden. Um sich in Zukunft besser zu schützen, kooperiert Lastpass mit einem Cybersicherheitsunternehmen und hat verbesserte Sicherheitskontrollen eingeführt. “Wir sind uns bewusst, dass Sicherheitsvorfälle jeglicher Art beunruhigend sind, aber wir möchten Ihnen versichern, dass Ihre persönlichen Daten und Passwörter bei uns sicher sind,“ erklärt Toubba weiter.
Der Board-Partner EVGA trennt sich von Nvidia und will auch keine Grafikkarten für Intel und AMD herstellen.

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In den vergangenen Jahren hat sich EVGA als Hersteller und Verkäufer von Grafikkarten einen Namen gemacht. Wer einen neuen Gaming-Rechner anschaffen wollte, hatte auch immer die GPUs von EVGA auf dem Schirm. EVGA beschränkte sich dabei auf Grafikkarten mit Chips von Nvidia, diese Zusammenarbeit wird nun beendet. Auf einer Pressekonferenz gab der Hersteller bekannt, dass man künftig keine Grafikkarten mehr entwickeln und produzieren werde. Von der kommenden Geforce-RTX-40-Serie wird es demnach keine EVGA-Modelle geben.
Auch Grafikkarten der Mitbewerber AMD und Intel will EVGA nicht fertigen. Die Produktion von Grafikkarten wurde komplett eingestellt. Hauptgrund für die Aufgabe des Herstellers sei eine langsam schlechter werdende Beziehung zu Nvidia. Dabei ginge es um Respekt. Aus finanzieller Sicht spreche wenig für eine Beendigung der Zusammenarbeit, man wolle aber aus Prinzip getrennte Wege gehen.
Zwar gebe es bereits erste Testmuster der RTX 4090 von EVGA, diese sollen allerdings nie in die Produktion gehen. An einer neuen Zusammenarbeit mit Intel oder AMD sei man ebenfalls nicht interessiert. Die damit verbundene Verkleinerung des Unternehmens nehme man dafür in Kauf. Käufer einer Grafikkarte von EVGA sollen auch weiterhin von einer Gewährleistung ihrer Karten profitieren können.
Bislang seien 75 Prozent der Umsätze von EVGA durch den Verkauf von Nvidia-Grafikkarten erwirtschaftet worden. Der Ausstieg dürfte entsprechend große Folgen für die Größe des Unternehmens haben. Die noch auf Lager liegenden RTX-30-Grafikkarten wolle man noch abverkaufen. Nvidia äußerte, dass man eine großartige Partnerschaft aufgebaut hätte. Man wünsche dem Unternehmen
alles Gute für die Zukunft
.
Hersteller Intel lässt sich in die Karten schauen: Mit Teardown und Übertaktungs-Tipps sollen Käufer angelockt werden.

Intel bringt mit den Intel Arc-Grafikkarten in diesem Jahr eigene GPUs auf den Markt, die sich gegen die etablierten sowie neuen Modelle von AMD und Nvidia behaupten müssen. Um Spieler weltweit für die neuen GPUs zu begeistern, hat Intel nun umfangreiche Informationen zur Übertaktung und zum Aufbau seiner Grafikkarten veröffentlicht.
Man habe sich bei der Entwicklung der Karten auf relativ konservative Taktraten beschränkt. Entsprechend könne durch eine Übertaktung der GPUs noch mehr Performance gehoben werden. Die entsprechenden Tools wie Intel Arc Control Performance Tuning stellt Intel selbst bereit, auch um die Garantie der Karten müssten sich Käufer keine Sorgen machen.
Als Beispiel für eine Übertaktung nennt Intel die Limited Edition der Arc A750 im Zusammenspiel mit “Hitman 3“. Über das Tastenkürzel “Alt“ und “i“ könne eine Steuerungskonsole angezeigt werden, die Daten zur Leistung in Echtzeit ausgibt. Nutzer können Werte für das Power Limit, die maximalen Temperaturen oder Spannung selbst ändern. Im gezeigten Beispiel konnte die Bildrate so von 90 auf 96 Bilder pro Sekunde gesteigert werden.
Außerdem hat Intel im Rahmen eines Teardowns gezeigt, aus welchen Komponenten die Arc A770 Limited Edition besteht: Unter dem matten Gehäuse findet sich eine von Intel entwickelte Kühllösung mit zwei Axial-Lüftern und Heatsink. Beide sollen die GPU-Chips unter 90 Grad Celsius halten und die Leistung von bis zu 225 verlässlich ableiten und dennoch leise arbeiten. Eingerahmt sind die Kühler von LEDs, die sich über die Software steuern lassen. Sogar auf der Rückseite hat Intel LEDs untergebracht.
Asus kündigt seine beiden neuen Gaming-Smartphones ROG Phone 6D und 6D Ultimate mit Mediateks Dimensity 9000 Plus an.

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Asus hat in dieser Woche seine neuen Gaming-Smartphones ROG Phone 6D und ROG Phone 6D Ultimate vorgestellt . Der einzige Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt in der Speicher-Ausstattung und dem Kühlsystem. Während das ROG Phone 6D mit bis zu 16 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte internem Speicher ausgeliefert wird, können Käufer des Ultimate auch eine Version mit 512 Gigabyte internem Speicher wählen. Für eine gute Kühl-Leistung beim Gaming soll das AeroActive-Portal an der Rückseite des Ultimate sorgen. Es kann über ein Scharnier angehoben werden und öffnet so einen Luftweg ins Gehäuse, der Wärme schnell abtransportieren soll.
Die übrigen Spezifikationen der Smartphones sind identisch. Sowohl das ROG Phone 6D als auch das 6D Ultra bieten einen AMOLED-Bildschirm mit 6,78-Zoll-Diagonale, einer Auflösung 2.448 x 1.080 Pixeln, HDR10+ und einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz. Im Gehäuse werkelt Mediateks Dimensity 900 Plus. Der Akku ist mit 6.000 mAh großzügig bemessen und kann mit 65 Watt schnell geladen werden.
An der Rückseite der beiden Smartphones verbaut Asus jeweils eine Dreifach-Kamera. Diese besteht aus einem Hauptsensor mit 50 Megapixeln, einer Ultraweitwinkel-Linse mit 13 Megapixeln und einer Makro-Kamera mit 5 Megapixeln. Die Front-Kamera löst mit 12 Megapixeln auf. Zur weiteren Ausstattung gehören ein klassischer Kopfhörer-Anschluss, Stereo-Lautsprecher, 5G, Bluetooth 5.3, NFC und ein im Display verbauter Fingerabdruck-Sensor.
Als mobiles Betriebssystem kommt Android 12 mit ROG UI und Zen UI zum Einsatz. Beide Smartphones wurden bislang nur für Großbritannien angekündigt. Dort kostet das ROG Phone 6D umgerechnet 910 Euro und die Ultra-Variante 1.366 Euro. Wann die Geräte in Deutschland erhältlich sein werden, ist noch unklar.
A few highlights ✨:
Detailed tracked changes.
Full changelog:
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a[href*="example"] CssXPath#181.gitattributes export-ignore #4415attributes (JSON) for entries #4444
Moog Mavis (c) Moog
Das Moog Mavis Selbstbaukit eignet sich gut als Einstieg in Synthesizer, nicht nur weil es East-Coast-Synthese mit West-Coast-Synthese verknüpft.
Jüngster Spross in der Produktpalette des traditionsreichen Synthesizer-Spezialisten Moog ist der analoge, monophone Synthesizer Mavis. Er basiert auf den klassischen analogen Moog-Schaltungen (sogenannte East-Coast-Synthese) und unterstützt zusätzlich Wavefolding aus der West-Coast-Synthese. (Wer sich für nähere Details interessiert, findet im Artikel über das ZeKit [1] eine Textbox, die wichtige Eigenschaften der verbreitesten Synthese-Stile beschreibt).
Das Schöne am Mavis ist dabei die Möglichkeit, eigene Signalwege zu kreieren. Dazu gibt es ein Patch-Bay, das erlaubt, viele Konfigurationen mit Hilfe von Patchkabeln zu definieren, womit Mavis einen semimodularen Ansatz bietet. Zudem dienen einige der Patchpunkte zum Anschluss externer Geräte wie einem Midi-Keyboard. oder anderen Synthesizern. Das geschieht allerdings über CV/GATE-Anschlüsse statt über Midi-Ports. Wer Mavis über ein reines MIDI-Gerät steuern will, benötigt demzufolge ein MIDI-to-CV-Interface. Siehe dazu den den Artikel auf bonedo.de [2]. Zum Glück verfügen selbst einige preisgünstige MIDI-Keyboards wie Arturia KeyStep sowohl über MIDI als auch über CV/GATE.
Im Prinzip stellt Mavis den würdigen und leistungsfähigeren Nachfolger von Moogs Werkstatt-01 dar (zum Artikel über Moog Werkstatt-01 [3]). Der Synthesizer lässt sich als alleinstehende Komponente nutzen, sieht aber auch den Einbau in ein Eurorack vor.
Das Produkt ist mit einem Preis von 399 Euro allerdings das Gegenteil von einem Schnäppchen, zumal in dieser Preiskategorie auch Synthesizer wie der Arturia Microfreak oder die Volca-Produktfamilie von Korg fallen, die teilweise mehr Funktionen zu einem günstigeren Preis offerieren. Auch ist für mein Gefühl der Preisunterschied zu anderen Moog-Produkten wie Mother-32, DFAM oder Subharmonicon zu gering.
Aber für Moog-Synthesizer sind nun mal auch Moog-Preise fällig. Abgesehen davon bietet Mavis viele Features fürs Experimentieren und Lernen. Die große Moog-Community ist ebenfalls von Vorteil, da sie zahlreiche Tipps und Informationen bereitstellt. Nicht zu vergessen der unverwechselbare Klang eines Moog-Synthesizers.
Mit einem Selbstbausynthesizer verbinden Benutzer komplizierte Lötarbeiten an der Hauptplatine, was aber in diesem Fall nicht zutrifft. Beim Zusammenbau ist lediglich das Montieren von 9 Schrauben und 24 Muttern notwendig, um nach geschätzt 15 Minuten den fertigen Synthesizer in Betrieb nehmen zu können. Das zugehörige 12V-Netzteil ist übrigens im Lieferumfang vorhanden. Ein Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen.

Eine große Herausforderung ist die Montage also nicht und stellt selbst ungeschickte Zeitgenossen nicht auf die Probe.




Die Bedienelemente des Mavis sind in verschiedene Bereiche unterteilt:
VCO (Voltage-Controlled Oscillator) ist die Komponente, die das Ausgangssignal beziehungsweise die gewünschte Wellenform erzeugt. Dabei ist die Auswahl von Sägezahn- und Rechteckswellen vorgesehen. Beide Wellenformen lassen sich durch den Drehknopf VCO WAVE fließend ineinander verschmelzen. Für Rechteckswellen können Musiker mittels PULSE WIDTH einstellen, wie lange sich das Signal auf Level HIGH oder Level LOW befinden soll. Zwei Modulationsquellen, entweder der Hüllkurvengenerator (EG = Envelope Generator) oder der LFO (Low Frequency Oscillator), erlauben Tonhöhe und Pulsweite dynamisch zu verändern. Dazu später mehr. Das funktioniert in etwa so, als würde man die entsprechenden Drehpotis periodisch hin- und herdrehen. Wir haben es also mit einer Form von Automatisierung zu tun. Die Knöpfe PITCH MOD AMT und PWT AMT steuern dabei wie stark die entsprechende Modulation von Tonhöhe oder Pulsweite sein soll.
VCF (Voltage-Controlled Filter) dient zum subtraktiven Formen des VCO-Signals. So ist die Frequenz einstellbar, ab der das Audiosignal gekappt werden soll (CUTOFF). RESONANCE nimmt einen Teil des so erzeugten Audiosignals und dirigiert diesen Teil erneut zum Filter um. Dadurch kann es sogar zur Oszillation des Filters kommen. Wie der VCO enthält auch der VCF den Hüllkurvengenerator (EG) und den LFO als zwei potenzielle Modulationsquellen, um die CUTOFF-Frequenz dynamisch zu variieren. Mittels des Drehknopfes VCO MOD MIX ist eine Kombination aus beiden Modulationsquellen einstellbar, während VCF MOD MIX bestimmt, wie stark die Modulation des Cutoff-Parameters sein soll.
Der VCA (Voltage-Controlled-Amplifier) ist der dritte im Bunde, was den grundsätzlichen Signalpfad betrifft. Wie nicht anders zu erwarten, kontrolliert diese Komponente über VOLUME die Lautstärke, die entweder konstant bleibt oder sich über den Hüllkurvengenerator dynamisch verändern kann. Das resultierende Ausgangssignal liegt dann am Kopfhörerausgang an. Der Schalter VCA MODE definiert, ob ein konstantes Ausgangssignal anliegen soll (Position: ON) oder der Hüllkurvengenerator die Ausgangslautstärke beeinflusst (Position: EG).
Der LFO (Low-Frequency Modulator) ist, wie bereits erwähnt, eine der beiden möglichen Modulationsquellen. Einstellbar sind die Frequenz des LFO über LFO RATE und die dafür verwendete Wellenform über LFO WAVE. Möglich sind hier Dreieckswellen oder Rechteckswellen.
Ein Hüllkurvengenerator EG bestimmt, was hinsichtlich des Signalverlaufs im Detail passieren soll, sobald der Anwender eine Taste des Keyboards drückt.
Es handelt sich entsprechend um eine ADSR-Hüllkurve.
Im Bereich KEYBOARD des Mavis befinden sich 13 Tasten von Note C bis Note C1. Beim gleichzeitigen Drücken zweier Tasten gibt Mavis der niedrigeren Note Vorrang, da es sich um einen monophonen Synthesizer handelt. Mehr als ein erzeugter Ton gleichzeitig ist nicht.
UTL (Utilities) erlaubt die Parametrisierung bestimmter Funktionen, die nur im Patch-Bay verfügbar sind. Das geschieht durch Anschluss von Kabeln. Der Drehknopf FOLD steuert das Wavefolding und ermöglicht dem Musiker, der vom Oszillator erzeugten Wellenform weitere Obertöne hinzuzufügen. Das funktioniert freilich nur, wenn der Musiker ein entsprechendes Signal an FOLD IN anschließt. Mittels ONE LVL lassen sich Eigenschaften wie etwa die Signalstärke des am Eingangsanschluss ONE(-5) anliegenden Audiosignals reduzieren beziehungsweise variieren. ATTENUATOR leistet dasselbe für Audiosignale, die am ATTN(+5) Eingangsport eingespeist werden.
In der Lieferung von Mavis befinden sich 5 Patchkabel (3,5mm-Miniklinkenstecker) und 5 beispielhafte Patchschablonen zum Auflegen auf das Bedienfeld. Die Schablonen zeigen an, welche Schalterstellungen der Benutzer für den jeweiligen Patch wie stellen soll, und welche Patchverbindungen notwendig sind. Auf diese Weise erhält der Musiker schon mal eine Grundlage für eigene Experimente.

Insgesamt befinden sich 24 Buchsen auf dem Patch-Bay, wovon 13 als Inputs und 11 als Outputs dienen. Die Inputs sind jeweils mit Standardtext betitelt (weißer Text auf schwarzem Hintergrund), während die Outputs in umgekehrter Darstellung (schwarzer Text auf weissem Hintergrund) notiert sind. Ohne veränderte Signalwege durch einen Patch lösen die Tasten des Keyboards sowohl den VCO als auch den EG aus, von wo die erzeugte Wellenform zum nachfolgenden VCF gelangt. Das Ausgangssignal des VCO leitet der Synthesizer wiederum zum VCA weiter. Dessen Signal gelangt zur Kopfhörerbuchse.
Es ist natürlich müßig, etliche Ein- und Ausgänge des Patch-Bay im Detail zu beschreiben. Daher sollen hier nur ein paar Beispiele adressiert werden:
Auf der Mavis-Webseite [4] findet sich ein Mavis-Handbuch, ein Manual über Patches und weitere exemplarische Patchschablonen sowie ein leeres Patchsheet zum Ausdrucken. Darüber hinaus haben Anwender auf dem Internet eigene Patches hochgeladen, ebenso wie es dort YouTube-Videos über Patches, diverse Meinungen zu Mavis, sowie empfohlene Workflows gibt. Besonders interessant ist übrigens die Webseite patchstorage [5], weil sie zahlreiche Patches für Mavis zum Herunterladen anbietet.
Moogs neuester Synthesizer Mavis kann mit seinem semimodularen Ansatz überzeugen, da er viele Möglichkeiten eröffnet. Er eignet sich sowohl für Anfänger, die das Synthesizer-Feeling erleben wollen, ohne von Dutzenden Funktionen erschlagen zu werden, als auch für Profis, die Mavis als zusätzliche Komponente in ihrer Studiokonfiguration vorsehen. Für alle, die schon einen Moog-Synthesizer des Typs Mother-32, DFAM oder Subharmonicon ihr eigen nennen, dürfte Mavis jedenfalls eine gute Ergänzung darstellen.
Mit seinem minimalistischen Ansatz erleichtert Mavis den Einstieg in die Welt der Synthesizer, bietet aber immer noch ein schier unendliches Spektrum an Patchmöglichkeiten. Der Preis ist zwar aus Moog-Sicht nachvollziehbar, aber aus meiner Sicht hätte ein Verkaufspreis von unter 300 Euro mehr Sinn gemacht. Viele potenzielle Käufer dürften nicht so tief in die Tasche greifen wollen. Trotzdem ist Mavis aus meiner subjektiven Sicht ein guter Kauf, da der Synthesizer volle Moog-Funktionalität besitzt, schon jetzt eine hilfreiche Community bietet, und East-Coast-Synthese mit West-Coast-Synthese verbindet. Wenn ich zwei Wünsche frei hätte, würde ich mich über einen integrierten Sequencer und auch über die Unterstützung von MIDI freuen.
Wer sich noch nicht sicher ist und trotzdem preisgünstig mit (semi-)modularen Synthesizern von Moog experimentieren möchte, sei auf die diversen Apps und Plugins verwiesen, die virtuelle Moog-Synthesizer wie das Moog Modell 15 virtualisieren. Zusätzlich bietet Behringer Hardware-Synthesizer zu günstigen Preisen an, die ihren Moog-Pendants klanglich und funktional sehr nahe kommen. Ein Beispiel ist das Behringer Model D zu einem Straßenpreis von 298 Euro. Diese Lösungen bieten aber kein Wavefolding.
Es gibt also immer verschiedene Wege nach Moog.
URL dieses Artikels:https://www.heise.de/-7160932
Links in diesem Artikel:[1] https://www.heise.de/blog/Fred-s-Lab-ZeKit-Synthesizer-mit-DiY-Feeling-7154810.html[2] https://www.bonedo.de/artikel/die-besten-midi-to-cv-interfaces/[3] https://www.heise.de/blog/Frisch-aus-der-Werkstatt-Ein-Selbstbau-Synthesizer-von-Moog-6664968.html[4] https://www.moogmusic.com/exploremavis[5] https://patchstorage.com/moog-mavis/[6] https://www.moogmusic.com/exploremavis[7] https://back.moogmusic.com/sites/default/files/2022-06/MAVIS_MANUAL_V2_06.27.2022.pdf[8] https://back.moogmusic.com/sites/default/files/2022-06/Mavis-Patching-With-Intention_Web.pdf[9] https://back.moogmusic.com/sites/default/files/2022-06/Mavis_Exploration_Patchbook_Web.pdf[10] https://back.moogmusic.com/sites/default/files/2022-06/Mavis_Patchbook_Lisa_Bella_Donna.pdf[11] https://back.moogmusic.com/sites/default/files/2022-06/Mavis_Blank_Template.pdf[12] mailto:rme@ix.de
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(c) Fred’s Lab, ZeKit
Dieser Beitrag über Synthesizer behandelt das Selbstbaukit ZeKit. Zur Sprache kommen Montage und Nutzung des vierstimmigen paraphonischen Hybrid-Synthesizers.
Die Kreationen von Fred’s Lab zeichnen sich durch kreative Namen aus, etwa Töörö, Buzzy! oder eben ZeKit. Die Hardware kommt nicht im sonst typischen Schwarz- oder Weiss-Gewand zu den Nutzern, sondern im erfrischenden Bunt. Dadurch hebt sich Fred’s Lab angenehm hervor, ohne dass die Produkte verspielt wirken. Hinter dem ungewöhnlichen Firmennamen verbirgt sich übrigens Frédéric Meslin, ein Zeitgenosse aus französischer Produktion, der in Deutschland lebt und seit 2016 kleine innovative Synthesizer erfindet und vertreibt. Fred war bis Firmengründung bei bekannten Unternehmen wie Arturia (MiniBrute-Synthesizer) und Waldorf (NW1-Synthesizer) in der Hardware-/ Softwarentwicklung beschäftigt. Diese Erfahrung macht sich bei seinen Geräten bezahlt.
Philosophie von Freds Unternehmens ist die Bereitstellung portabler Synthesizer, die ihre Besitzer beispielsweise über eine DAW (Digital Audio Workstation) á la Logix Pro X , Cubase, Ableton Live und Bitwig ansteuern. Alternativ können Musiker dafür auch jedes Midi-Gerät, egal ob Hardwaresequenzer, Midi-Keyboard oder Hardware-DAW nutzen.
Interessant ist für den vorliegenden Blog insbesondere der Bausatz ZeKit, da Fred sowohl dessen Software als auch dessen Hardware über eine Open-Source-Lizenz zur Verfügung stellt. Maker können dementsprechend die Firmware anpassen beziehungsweise erweitern, und natürlich ebenso die Hardware nach ihren Vorstellungen modifizieren. Grund genug also, das ZeKit hier zu adressieren.
Auch wenn das ZeKit bei einigen Musikshops wegen der verwendeten digitalen Wellenerzeugung als digitaler Synthesizer firmiert, ist es genau genommen ein Hybrid, da andere Teile wie die Envelop-Generatoren, der Verstärker VCA (Voltage-Controlled Amplifier), oder der Filter VCF (= Voltage-Controlled Filter) analog vorliegen.
Der Synthesizer ist im Prinzip polyphon, das heißt bis zu vier Stimmen können gleichzeitig erklingen. Da sich aber alle Stimmen Komponenten wie den VCF und die Hüllkurvengenerator teilen, gilt ZeKit als paraphoner Synthesizer. Die Synthese der digital erzeugten Wellenformen erfolgt als Kombination von Sägezahnkurven. Generieren lassen sich in diesem Zusammenhang je 8 einstellbare monophone & paraphone Wellenformen. ZeKit integriert einen Sequenzer mit 96 Steps und 4 Noten per Step. Benutzer können zudem bis zu 16 Patterns definieren.
Wer einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten des ZeKit bekommen will, besucht am besten die Produktseite [5], auf der sich einige Klangbeispiele finden.
Als Schnittstellen offeriert ZeKit einen Midi-Eingang, der beispielsweise den Anschluss eines Midi-Keyboards oder eines Sequenzers erlaubt. Andere Tonquellen sind über einen Audioeingang anschließbar. An einen Audioausgang können Anwender Kopfhörer, Lautsprecher oder weiteres Equipment verbinden, um das vom ZeKit generierte Audiosignal zu verarbeiten. Ein Clock-Eingang erlaubt die Synchronisation des ZeKit mit anderen Geräten.
Herz des ZeKit ist ein 16-bit-Prozessor der Microchip-Produktfamilie PIC24F. Der Mikrocontroller läuft mit 16 MHz. Die PIC24F-Produktfamilie implementiert diverse Anschlussmöglichkeiten wie USB, SPI, UART, I2C, PWMs (Pulse-Width Modulators) und Timer, zudem ADCs (Analog-Digital Converter) und DACs (Digital-Analog Converter). Über I2S lassen sich zwischen dem Mikrocontroller und anderen Komponenten Audiodaten übertragen. Das F in PIC24F steht dafür, dass die Mikrocontroller dieser Familie Flashspeicher integrieren. Programmierbar sind die PIC-Mikrocontroller entweder mit C oder Basic. Microchip stellt für die Programmierung eine integrierte Umgebung namens MPLAB X [6] für Windows, macOS und Linux bereit, die auf einer Java-Runtime beruht.
Interessierte können den ZeKit-Synthesizer zwar auch fertig montiert für 189 Euro erwerben, aber mehr Spaß und Einblicke in das Innenleben eines Synthesizers bietet das Selbstbaukit für preisgünstige 139 Euro. Letzteres lag mir – Fred sei dank – zum Test vor. Zur Stromversorgung benötigt der ZeKit-Anwender noch ein Netzteil, das 5 bis 9 Volt Versorgungsspannung liefert.

Zwar ist die Montage des ZeKit mit moderater Lötarbeit verbunden, aber das ist selbst für Maker machbar, die keine Lötvirtuosen sind, da sich alle SMD-Komponenten bereits vormontiert auf der Platine des Synthesizers befinden. Zu verlöten sind lediglich passive Teile mit Through-Hole-Bauform wie Kondensatoren, Potentiometer, IC-Sockel, oder LEDs, was aber in dem beiliegenden Handbuch gut beschrieben ist. Insbesondere bei den wenigen Bauteilen, bei denen es auf die richtige Polarität ankommt – beim ZeKit sind das LEDs und Schalter mit LEDs – sollten Maker etwas mehr Sorgfalt walten lassen. Der Rest ist fast ein Kinderspiel. Im Handbuch gibt es sogar Passagen für weniger elektronikaffine Zeitgenossen, um das richtige Löten zu illustrieren. Unerfahrene sollten rund 1,5 bis 2,5 Stunden Zeitaufwand einkalkulieren, Erfahrene etwa eine Stunde.
Nun ist es an der Zeit, die Lötstation anzufeuern.
Gehen wir die einzelnen Schritte des Zusammenbaus durch, um aus den Bauteilen einen betriebsbereiten Synthesizer zu schaffen.
Zuvor aber ein paar Hinweise:
Hinweis 1: Klebeband ist hilfreich, um Teile auf dem Board in Position zu halten, während wir deren Beinchen auf die Platine löten.
Hinweis 2: Nach dem Löten sollten Maker die überstehenden Beinchen der Komponenten mit einem kleinen Seiten- oder besser mit einem Mittenschneider entfernen.
Hinweis 3: Wie immer empfiehlt sich das Anbringen eines antielektrostatischen Bandes ans Handgelenk. Sicher ist sicher.
Im ersten Schritt bringen wir die Sockel für die ICs auf die Hauptplatine. Das Board symbolisiert den Platz für IC-Sockel mit einer an der Spitze halbkreisförmigen Aussparung. Da die IC-Sockel und die ICs ebenfalls eine solche Aussparung besitzen, kann es nur bei grober Unachtsamkeit zu Fehlern kommen.

Schritt 2 besteht darin, die blauen Filmkondensatoren (C15, C19, C21) auf das Board zu löten. Dieser Typ von Kondensator ist nicht polarisiert und kann daher in jeder Orientierung eingebaut werden. Allerdings sind die Bauelemente hitzeempfindlich. Wir sollten die Bausteine deshalb nicht länger als 5 Sekunden der Hitze des Lötkolbens aussetzen.

Schritt 3 beinhaltet das Löten der Schalter mit roter LED (SW5, SW6, SW7, SW8, SW2, SW3, SW4). Diese Schalter arbeiten in ihrer Funktion als Schalter natürlich in jeder Orientierung. Allerdings gilt das nicht für die eingebaute rote LED. Zum Glück ist auf dem Board ein Loch mit der Markierung “R” angebracht, ebenso wie eines der sechs Schalterbeinchen eine rote Markierung besitzt. Aus diesen Markierungen geht die Positionierung der Schalter eindeutig hervor.

Schritt 4: Die Kippschalter, die zwei stabile Einrastpositionen besitzen, lassen sich nun in beliebiger Orientierung einbauen.
Im Schritt 5 erfolgt das Löten der beiden Arten bereitgestellter Potentiometer. Die einen besitzen auf der Unterseite die Kennung “b103”, die anderen “b104”. Diese Zahlen definieren den Widerstandswert. Zum Beispiel bedeutet die Zahl 104 einen Widerstand von 10 * 10^4 KOhm = 100 KOhm, während 103 für 10 * 10^3 KOhm = 10 KOhm steht. Die Positionen dieser Widerstände sind eindeutig auf dem Board markiert.
Schlussendlich löten wir im Schritt 6 die rote LED (fungiert als Power-Anzeige) ein. Das längere Beinchen ist der Pluspol, das kürzere der Erdungspol. Das längere Beinchen muss näher am Berührungsschalter SW2 positioniert sein als das kürzere.
Im achten Schritt löten wir alle verbleibenden Bauteile auf der Boardrückseite ein, also den blauen Trimmer, die Verbindungsstecker für Audio-In, Audio-Out, Netzteil, fünfpoligen Midi-Eingang sowie die schwarze Ein-/Austaste.

Im neunten Schritt stecken wir die ICs vorsichtig in die vorgesehenen Sockel. Auch hier gilt: Zur richtigen IC-Orientierung halbkreisförmige Aussparung am IC und Sockel beachten.

Im zehnten Schritt falten wir die beiliegenden Gehäuseteile zu einem Quader und montieren das Board mit vier Abstandhaltern ins Gehäuse, was nach kurzer Zeit erledigt ist. Das gilt auch für das Aufsetzen der Drehknöpfe auf die Potentiometer. Das Alublech lässt sich mit den Händen falten oder mit einer Zange und einem kleinen Schutztuch, um Kratzer zu vermeiden.

Schritt 11 inkludiert jetzt nur noch das Anbringen der klebbaren Kunststofffüßchen auf der Geräteunterseite. Damit ist der Zusammenbau beendet.
Die Inbetriebnahme des fertiggestellten Synthesizers erfolgt am besten über ein Gleichspannungsnetzteil mit 5V bis 9V Versorgungsspannung und einer Stromstärke von 60 bis 500 mA, zum Beispiel 100 mA. Die Steckergröße des Netzadapters beträgt 2,1 mm. Eine Eingangsspannung von mindestens 5V bis maximal 9V wandelt das Board in intern benötigte Spannungen von +3,3V und -2V um. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt zum ersten Test ein Labornetzgerät, um genaue Versorgungswerte einzustellen. Alternativ wäre eine weitere Option, ein geregeltes Netzteil mit Stromstärken-Limitierung zu nutzen. Ein funktionstüchtiges ZeKit ist daran zu erkennen, dass beim Einschalten die Power-LED leuchtet, die Knöpfe mit roter LED beim Drücken blinken, der Regulatorchip U2 auf der linken oberen Vorderseite des Boards kühl bleibt, sich beim Drücken des Play-Knopfes SW8 dessen Funktion aktiviert, worauf die LED des Schalters SW6 im Gleichtakt blinken sollte. Funktioniert das ZeKit wie vorgesehen, kann der eigentliche musikalische Spaß beginnen.
Nur ein Hindernis steht noch im Weg: Analoge Elektronikkomponenten besitzen Fertigungstoleranzen. So misst beispielsweise ein 10 kOhm Widerstand in der Regel nicht 10 kOhm sondern hat einen um wenige Prozent abweichenden Wert. Das mag für eine einzelne Komponente noch unkritisch erscheinen, kann sich aber bei mehreren Komponenten zu größeren Differenzen aufschaukeln, was sich speziell beim VCF (Voltage-Controlled Filter) auswirkt. Genau dafür gibt es den blauen Trimmer-Poti, der sich über einen passenden Schraubenzieher justieren lässt. Die Details der VCF-Kalibrierung würden diesen Beitrag sprengen. Deshalb sei an dieser Stelle auf die Anleitung hingewiesen.
Die Firmware des ZeKit liegt auf einem Git-Repository [7] als Open Source bereit, lässt sich also nach eigenem Gusto erweitern oder ändern. Weitere Resourcen, Informationen und Sounddemos finden sich auf der ZeKit-Webseite [8].
Musik kreieren auf dem ZeKit können Nutzer zum Beispiel über den Anschluss an eine DAW wie Ableton Live. Zum Experimentieren empfiehlt sich aber auch ein externes Midi-Keyboard (zum Beispiel Arturia KeyStep).

Das Sounddesign mit dem ZeKit beginnt mit der Auswahl der gewünschten Wellenformen. Insgesamt stehen je acht monophone und paraphone Wellenformen zur Verfügung.
Dem schließt sich ein analoger Filter an, der die Wahl zwischen einem Lowpass-Filter und einem Bandpass-Filter lässt und eine Flankensteilheit von 12db besitzt. Die Frequenz, ab der ein Abschneiden des Signals erfolgen soll, ist mit dem CUTOFF-Regler einstellbar.
Mittels eines Kippschalters kann der Sounddesigner bezüglich der Resonanz zwischen Chill und Acid wählen. Während Chill eher für sanfte Gemüter gedacht ist, wirkt Acid etwas harscher.
Danach folgt im Signalpfad ein spannungsgesteuerter analoger Verstärker (VCA).
Um den Filter zu modulieren, existiert eine einstellbare Attack-Delay-Hüllkurve. Zur Regelung des Verstärkers dient eine Release-Hüllkurve. Der Hüllkurvengenerator ist loopfähig (siehe Alternativfunktion der REC-Taste), wodurch sich eine weitere niederfrequente Modulationsquelle ergibt, wenn der Musiker ATTACK, RELEASE, ACCENT auf kleine Werte setzt.
Ein spezieller Kippschalter bietet eine Umschaltmöglichkeit zwischen VCF und Mix, dessen Einstellung bestimmt, ob das ZeKit ein extern anliegendes Audiosignal zum Mixer oder zum Filter des ZeKit umleiten soll.
Zum Aufmotzen des Sounds eines ZeKits kann das erzeugte Audiosignal zum Beispiel zu einem Effektmodul geleitet werden, das den Klang um Effekte wie Reverb ergänzt, zumal ZeKit stubenrein ist und keine eigenen Effekte anbietet.
Insofern schreit das ZeKit geradezu danach, eine Liaison mit anderen Geräten einzugehen.
Wer übrigens nach dem Lautstärkeregler sucht: Mittels des LEVEL-Potis ist die Masterlautstärke des ZeKit regulierbar.
Es gibt noch viele weitere wichtige Funktionen. Hier ein Ausschnitt.


ZeKit ist in gewisser Weise ein Überraschungsei für Maker und Musiker mit Elektronikaffinität. Sowohl der Zusammenbau als auch das Spielen des Synthesizers machen Spaß. Zusätzlich erhalten Maker einen Einblick in die Funktionsweise von Synthesizern. Das gilt umso mehr für diejenigen, die einen genaueren Blick auf Firmware und Hardware wagen. Im Anhang des Montagemanuals hat Fred die genauen Schaltpläne des ZeKit mit Erläuterungen dokumentiert. Ebenso befindet sich dort eine detaillierte Stückliste. Gerade Maker, die schon immer einen Synthesizer kreieren wollten, erhalten beim ZeKit wichtige Anregungen für ihre eigenen Projekte.
Nach dem Zusammenbau kann man das ZeKit so nutzen, wie es ist, oder eigene Mods vornehmen, etwa einen einfacheren Hardware-Mod für zusätzlichen Batteriebetrieb oder einen aufwendigen Hardware+Software-Mod, um ein kleines Display für die Visualisierung hinzuzufügen. Es gibt folglich viele Möglichkeiten, dem ZeKit eine persönliche Note zu verleihen. Der zu anderen Selbstbaukits relativ günstige Preis verursacht kein tiefes Loch im Geldbeutel und offeriert ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Noch ist die Miniserie über Selbstbausynthesizer nicht abgeschlossen. In der nächsten Folge soll es um Moog’s jüngsten semimodularen Synthesizer Mavis gehen.
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.heise.de/blog/Frisch-aus-der-Werkstatt-Ein-Selbstbau-Synthesizer-von-Moog-6664968.html[2] https://www.heise.de/blog/Frisch-aus-der-Werkstatt-Ein-Selbstbau-Synthesizer-von-Moog-6664968.html[3] https://youtu.be/9wJXOWLeEqM[4] https://reverb.com/news/the-basics-of-east-coast-and-west-coast-synthesis[5] https://fredslab.net/en/zekit-module.php[6] https://www.microchip.com/en-us/tools-resources/develop/mplab-x-ide[7] https://github.com/Marzac/zekit[8] https://fredslab.net/en/zekit-module.php[9] mailto:michael.stal@gmail.com
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Über die Direct Sockets API könnten Web-Apps in Zukunft UDP- und TCP-Ports öffnen und sich direkt mit Geräten oder Diensten verbinden, die kein HTTP sprechen.
Project Fugu, eine Initiative mehrerer Browserhersteller innerhalb des Chromium-Projekts, hat über die vergangenen Jahre viele Schnittstellen ins Web gebracht, die Webanwendungen Zugriff auf plattformspezifische Fähigkeiten gegeben haben und im Web ursprünglich nicht vorhanden waren. Der Fokus des Projektes, das auf diesem Blog schon mehrfach diskutiert wurde [1], lag zuletzt auf Produktivitätsanwendungen wie Bildbearbeitungsprogrammen oder Office-Apps.
Dank der Fugu-Schnittstellen konnten Ende 2021 etwa gleich zwei hochkarätige Anwendungen in einer Webfassung herausgegeben werden: Adobe stellte eine webbasierte Variante von Photoshop [2] zur Bearbeitung von Clouddokumenten bereit (Creative-Cloud-Abonnement erforderlich) und Microsoft packte seinen Codeeditor Visual Studio Code direkt ins Web [3].
Doch dabei soll es nicht bleiben. Im Rahmen der Isolated Web Apps [4], das sind Apps, die exklusiv über den Play Store oder per Enterprise Configuration im Unternehmenskontext zur Verfügung gestellt werden und mit Web-Technologien gebaut werden, kommt nun die nächste Kategorie von Anwendungen ins Visier: Apps, die über HTTP, WebSockets und WebRTC hinaus mit Netzwerkdiensten kommunizieren wollen, also etwa FTP-, SSH-, Remote-Desktop- oder E-Mail-Clients, die direkt via POP3 oder SMTP mit dem Server sprechen möchten. Ebenso denkbar sind Netzwerkspiele oder Steuersoftware für (Intranet-)Geräte, die über andere als die üblichen Ports und Protokolle kommunizieren.
Hierzu befindet sich gerade die Direct Sockets API in der frühen Phase der Spezifikation. Das ganze geschieht entsprechend der üblichen Prozesse innerhalb der Web Incubator Community Group [5] (WICG) des W3C. Dort können neue Schnittstellen erprobt und mit Entwicklern und anderen Browser-Herstellern diskutiert werden.
Die von dieser Gruppe herausgegebenen Dokumente sind keine offiziellen Webstandards, können aber später zur passenden Arbeitsgruppe übertragen und dort dann zur W3C-Recommendation werden – Voraussetzung dafür ist die Unterstützung der Schnittstelle durch eine zweite, unabhängige Browser-Engine. Es handelt sich dabei um den zweiten Anlauf zur Implementierung einer solchen Schnittstelle, nachdem die TCP and UDP Socket API [6] im Jahr 2015 nicht zu Ende geführt wurde.
Die Direct Sockets API wird im Explainer-Dokument bei der WICG [7] grob vorgestellt, ein inoffizieller Spezifikationsentwurf [8] wird aktuell erarbeitet. Die Schnittstelle soll es ermöglichen, Client-Ports zu anderen Servern zu öffnen; Server-Ports sind dabei aktuell kein Teil der Spezifikation, der Browser wird also (noch) nicht selbst zum Server. Die Direct Sockets API würde dem globalen Navigator-Objekt zwei Methoden hinzufügen: openTCPSocket(), um ein neues TCP-Clientsocket zu öffnen, und openUDPSocket() zum Öffnen eines UDP-Clientsockets. Zum Aufbau einer SMTP-Verbindung mit einem Mailserver könnte eine Webanwendung etwa folgenden Code nutzen:
if ('openTCPSocket' in navigator) {
const tcpSocket = await navigator.openTCPSocket({
remoteAddress: 'mail.gmx.net',
remotePort: 587,
});
// read/write on socket
}
Die jeweiligen Methoden geben dann ein Promise zurück, das mit einem TCP- oder UDP-Socket-Objekt resolved. Kann das Socket nicht geöffnet werden, wird das Promise rejected. Auf dem Socket-Objekt befinden sich die Eigenschaften readable und writable, zwei Streams zum Lesen bzw. Schreiben von Daten. Die Methode close() auf dem Socketobjekt schließt das geöffnete Socket wieder.
Die Schnittstelle befindet sich aktuell in einer frühen Phase der Entwicklung. In Chromium-basierten Browsern muss unter about://flags die Origin der Web-App eingetragen werden, um die Direct Sockets API für diese zu aktivieren. Das funktioniert schon jetzt mindestens unter Linux. Aktuell wird in diesem Fall ein dauerhafter Warnhinweis angezeigt.
Mozilla lehnt die Implementierung der Schnittstelle ab [9], von Apple gibt es kein offizielles Statement. Die Direct Sockets API würde einer weiteren Klasse von Anwendungen den Weg ins Web ebnen und wäre für alle interessant, die eine plattformübergreifende, direkt im Browser lauffähige Software schreiben wollen, um mit Diensten oder Geräten zu sprechen, die kein HTTP, WebSockets oder WebRTC implementieren. Der weitere Verlauf der Entwicklung bleibt also spannend, bei neuen Ereignissen informieren wir wieder hier auf dem ÜberKreuz-Blog.
[Update 7.7. 14:00]: Die Direct Sockets API wird nicht, wie zuvor berichtet, generell verfügbar gemacht, sondern nur für Isolated Web Apps. Die Schnittstelle lässt sich mindestens unter Linux schon ausprobieren
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.heise.de/blog/Fugu-Die-Macht-des-Kugelfisches-4255636.html[2] https://www.heise.de/blog/Analyse-Photoshop-jetzt-als-Webanwendung-verfuegbar-6229321.html[3] https://www.vscode.dev[4] https://github.com/reillyeon/isolated-web-apps/blob/main/README.md[5] https://wicg.io/[6] https://www.w3.org/TR/tcp-udp-sockets/[7] https://github.com/WICG/direct-sockets/blob/main/docs/explainer.md[8] https://wicg.github.io/direct-sockets/[9] https://github.com/mozilla/standards-positions/issues/431[10] mailto:rme@ix.de
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Das W3C, bislang von mehreren Universitäten betrieben, wird eine eigenständige Organisation. W3C-CEO Dr. Jeff Jaffe spricht über Gründe und Auswirkungen.
Das World Wide Web Consortium [1] (W3C) wird zum 1. Januar 2023 eine eigenständige, gemeinnützige Non-Profit-Organisation [2]. Zuvor wurde das Konsortium, dem sich derzeit 463 Mitgliedsorganisationen aus aller Welt angeschlossen haben, von unterschiedlichen Universitäten und Forschungseinrichtungen als Gastgeber getragen ("Hosted Model"). Christian Liebel sprach mit Dr. Jeff Jaffe, CEO des W3C, über Gründe und Auswirkungen dieses Umbaus.
Christian Liebel: Das W3C setzte traditionell auf das Hosted Model, die Organisation wurde von mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen gemeinsam betrieben. Wie kam es dazu?
Dr. Jeff Jaffe: Nachdem das Web 1991 für die Öffentlichkeit freigegeben wurde, verbreitete sich die Webtechnologie sehr schnell. 1994 traten Vertreter des Massachusetts Institute of Technology (MIT) an Tim Berners-Lee heran, um das World Wide Web Consortium zu gründen, da sie Erfahrung mit Technologiekonsortien hatten (siehe die Pressemitteilung des MIT vom Oktober 1994 [3]). Tim erkannte jedoch von Anfang an, dass das W3C global aufgestellt sein müsse.
Innerhalb weniger Jahre schlossen das MIT, Keio in Japan und Inria (später übertragen auf das ERCIM, ein europäisches Technologiekonsortium) Vereinbarungen, um das W3C gemeinsam und auf Augenhöhe zu betreiben. Diese Hosting-Vereinbarungen bilden das Fundament, auf dem das W3C heute aufsetzt. Im Jahr 2013 kam die Beihang-Universität in China als weiterer Host hinzu. Diese Verwaltungspartnerschaft, das sogenannte Hosted Model, ermöglicht die Verwaltung der W3C-Mitglieder und die Beschäftigung von W3C-Mitarbeitern weltweit, die unter der Leitung der W3C-Geschäftsführung arbeiten.
Nach 28 Jahren soll das W3C nun zum 1. Januar 2023 eine eigenständige Legal Entity, also eine unabhängige juristische Person werden. Warum ist dieser Schritt notwendig?
Jaffe: Neben verschiedenen weiteren Gesichtspunkten gibt es zwei Hauptgründe, die die Einführung einer unabhängigen Legal Entity erforderlich machen:
Zum einen die Notwendigkeit, unsere Mitglieder in die formale Leitung einzubinden. Das soll über ein Board of Directors geschehen, um eine klarere Berichterstattung, Verantwortlichkeit, größere Diversität, bessere strategische Ausrichtung und globale Koordination zu erreichen. Von Beginn an war das W3C eine mitgliedergetriebene Organisation, bei der die teilnehmenden Mitglieder ihre Patente gebührenfrei zur Verfügung stellen und sich gemeinsam um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Web kümmern. Mit den Vertretern unserer Hosts und unseren internen Führungsgruppen, von denen einige von W3C-Mitgliedern in beratender Funktion gewählt wurden, verfügen wir über erstaunliche Talente in der Leitung von technischen und Standardisierungsprozessen. Wir wollen und müssen noch weiter gehen, mit einem Gremium, das aus CEOs und CTOs von Unternehmen besteht – und aus Führern der Zivilgesellschaft.
Weiterhin ist der Bedarf nach neuen Webfunktionen über die Jahre gestiegen und die drängenden Probleme des Web sind stärker hervorgetreten. Dies hat sich in den letzten Jahren unter dem Druck, der von der Corona-Pandemie ausgeht, noch verschärft. Um diese Herausforderungen zu bewältigen und den Anforderungen im richtigen Tempo gerecht zu werden, muss das Web-Konsortium auf eine rasche Entwicklung und Kompetenzerwerb in neuen Bereichen setzen, seien es Medien, Web-Barrierefreiheit, Datenschutz, Sicherheit, Nachhaltigkeit, Fehlinformationen und so weiter. Die Fachkenntnisse, die wir von unseren Mitarbeitern benötigen, ändern sich ständig, und die Einstellungsprozesse in den akademischen Host-Einrichtungen bieten hierfür zu wenig Flexibilität.
Welche Auswirkungen wird die Umstrukturierung auf das Konsortium, die Entwickler und das World Wide Web haben?
Jaffe: Wir erwarten keine Veränderungen hinsichtlich unserer Vorgehensweisen im Umgang mit Entwicklern und der breiteren Web-Community. In der üblichen Interaktion wird es keine unmittelbaren Änderungen geben. Wie eben schon gesagt, gehen wir davon aus, dass uns die Umstrukturierung ermöglicht, das Tempo zur Bewältigung der wachsenden Anforderungen im Web zu erhöhen – sowohl für funktionale Verbesserungen, aber auch um gesellschaftliche Anliegen zu adressieren.
Innerhalb des W3C wird schon seit einiger Zeit über eine Zukunft des W3C ohne Direktor ("Director-Free") diskutiert, wenn der derzeitige Direktor Tim Berners-Lee zurücktritt. Adressiert die Umwandlung in eine Legal Entity diese Thematik?
Jaffe: Die Umwandlung in eine Legal Entity geht Hand in Hand mit den Director-Free-Diskussionen. Ein großer Teil des Erfolgs des W3C und des Web ist der Verdienst von Tim Berners-Lee. Das geht so weit, dass wir nie einen Aufsichtsrat hatten, sondern Tim es war, seine Vision und seine Kontakte, die uns mit den richtigen Stellen in Verbindung gebracht haben. Im Zuge der Director-Free-Diskussionen sollen die vielen Rollen des W3C-Direktors aufgeteilt werden, und manche dieser Rollen werden durch das Board of Directors unterstützt.
Zu guter Letzt: Welche Entwicklungen im World Wide Web finden Sie derzeit spannend?
Jaffe: Es freut mich, dass Sie das fragen, da es viele Möglichkeiten gibt, die Herausforderungen des bestehenden Web zu bewältigen und eine bessere Zukunft dafür zu schaffen. Wir nehmen das Web nicht als gegeben hin. Es kann mehr leisten. Es kann noch mehr sein. Wir haben das während der Pandemie gesehen, als die Welt plötzlich "virtuell" wurde und es die Webtechnologien waren, die die Durchführung vieler Aktivitäten weltweit ermöglichten.
Um den gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden, wird es eine gemeinsame Anstrengung brauchen, um sicherzustellen, dass das Internet für Menschen auf der ganzen Welt zugänglicher und sicherer wird und als Motor für das Wachstum in wichtigen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft dienen kann.
Wir müssen nicht nur die unzähligen Kerntechnologien des Web auf dem aktuellsten Stand halten, sondern auch unsere Bemühungen um die Technologien verstärken, die den Übergang zu mehr Virtualität ermöglichen, zum Beispiel Web Real Time Communications (WebRTC). Unsere 350 Community-Gruppen entwickeln unentwegt neue Technologien in verschienenen Bereichen wie Virtual Reality, dem Metaverse, der Interoperabilität von hybriden (nativen/webbasierten) Anwendungen sowie für ein dezentraleres Web. Wir arbeiten an Technologien, die auf die Bedürfnisse einer sich wandelnden Gesellschaft eingehen, einschließlich Fragen des Datenschutzes, der Werbung im Web, Smart Cities, sicherer Zahlungen und der Automatisierung.
In einer immer stärker global vernetzten Welt sorgen wir dafür, dass das Web für Zeichensätze und Verleger in der ganzen Welt funktioniert. Wir erwägen, am Thema "finanzielle Inklusion" zu arbeiten, um das Web für Menschen ohne Bankkonto besser nutzbar zu machen. Wir gehen auf branchenspezifische Bedürfnisse ein – wie die Tatsache zeigt, dass wir in diesem Jahr unseren dritten Emmy-Award in sieben Jahren gewonnen haben.
Schließlich unterstreichen die kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verschiebungen der letzten zwei Jahre die Wichtigkeit webbasierter Technologie und Dienste. Sie haben die Notwendigkeit allgemein akzeptierter technischer Spezifikationen, Leitlinien und Webstandards deutlich gemacht. Wir müssen anerkennen, dass das Web sowohl die schnelle Verbreitung wichtiger Informationen ermöglicht, aber leider zugleich auch Kanäle zur Verbreitung von Fehlinformationen schafft. Wir müssen verstehen, dass das Web einerseits der ultimative Beschleuniger von Wirtschaft und Handel ist, durch seine Allgegenwart aber zugleich auch missbräuchlich verwendet werden kann. All das zwingt uns zu anhaltender und erhöhter Wachsamkeit, um sicherzustellen, dass eine der größten Errungenschaften der Menschheit nicht denjenigen zum Opfer fällt, die seine enorme Macht für falsche Zwecke missbrauchen wollen.
Das Interview wurde schriftlich geführt und aus dem Englischen übersetzt.
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Links in diesem Artikel:[1] https://www.w3.org/[2] https://www.heise.de/news/Webstandards-Das-W3C-baut-sich-um-7156498.html[3] https://news.mit.edu/1994/lcs-1019[4] mailto:rme@ix.de
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Apple bringt Web Push auf Safari für macOS, iPadOS und iOS. Damit können Websites und PWAs jetzt auf allen relevanten Plattformen Pushnachrichten empfangen.
Progressive Web Apps [1] sind Anwendungen, die plattformübergreifend ausgeführt werden können: Einmal geschrieben laufen PWAs überall dort, wo ein halbwegs moderner Webbrowser zur Verfügung steht – unter anderem auf Android, iOS, Linux, macOS und Windows. Schon seit vielen Jahren können Webanwendungen auf dem Gerät des Anwenders installiert und offline ausgeführt werden. Mit den Apple-Mobilplattformen iOS und iPadOS können Websites und PWAs nun auf sämtlichen relevanten Mobil- und Desktoplattformen Pushnachrichten empfangen und anzeigen. Diese Funktion brauchen unter anderem Messenger, Nachrichten- oder Banking-Apps sowie soziale Netze.
Apple implementiert Web Push für Safari 16 auf macOS Ventura, das im Herbst 2022 erscheinen soll. Auf iOS und iPadOS folgt die Implementierung im Jahr 2023 [2]. Unter macOS können Anwender bereits seit langer Zeit mit Firefox, Edge oder Chrome Pushbenachrichtigungen erhalten. Aufgrund der fehlenden Browserenginewahl unter iOS und iPadOS war dies dort aber bislang nicht möglich. Apple wird in Safari dieselben Spezifikationen implementieren, die alle übrigen relevanten Browserhersteller schon seit einigen Jahren unterstützen:
Aufseiten des Frontends bedeutet dies, dass Websites und Webanwendungen einen Service Worker [9] implementieren müssen, um Pushbenachrichtigungen empfangen zu können. Für den Empfang von Pushnachrichten muss der Anwender erst einwilligen. Dazu wird eine Berechtigungsabfrage angezeigt, die nur im Rahmen einer Benutzerinteraktion wie einem Klick oder Tastendruck geöffnet werden darf. Wie bei allen anderen Apps auch können Anwender die Berechtigung in den Systemeinstellungen auch wieder zurückziehen. Das genaue Vorgehen ist im Video Meet Web Push for Safari [10] von der Entwicklerkonferenz WWDC 2022 zu sehen.
Der Apple Push Notification Service (APNs) wird wie die anderen Pushdienste Windows Push Notification Service, Firebase Cloud Messaging und Mozilla Push Service die Voluntary Application Server Identification [11] (VAPID, RFC 8292) unterstützen, mit der sich das Backend beim Pushdienst ausweisen kann. Auch das Backend muss lediglich ein Protokoll sprechen, um mit den verschiedenen Pushdiensten zu kommunizieren. Eine Registrierung beim Apple Developer Program ist nicht erforderlich. Wer Web Push bereits implementiert und sich an die Standards gehalten hat, muss vermutlich gar nichts ändern: Sobald Safari die Schnittstellen generell verfügbar macht, sollte es auch dort einfach funktionieren.
Weitere Details sind in der Apple Developer Documentation [12] nachzulesen. Mit der Verfügbarkeit von Pushbenachrichtigungen schließt sich für PWAs unter iOS und iPadOS nun endlich der Kreis: Schon 2018 [13] implementierte Apple den Service Worker sowie das Web Application Manifest in WebKit. Diese Spezifikationen bilden die Grundlage für Offlinefähigkeit und Installierbarkeit von Webanwendungen. Die Push API wird seit Chrome 42 (2015), Firefox 44 (2016) und Edge 17 (2018) unterstützt. Safari unterstützt unter macOS seit Version 7 ein proprietäres Pushprotokoll (Safari Push Notifications), das auch weiterhin funktionieren wird, aber eine Registrierung beim Apple Developer Program voraussetzt, sowie die Notifications API seit Version 6.
Mit Web Push und weiteren WebKit-Ankündigungen von der WWDC 2022 holt Apple im Web-Bereich zunehmend auf. Das PWA-Anwendungsmodell ist nun auch auf iOS und iPadOS abgerundet. Die Herausgeber Chromium-basierter Browser, die seit vielen Jahren Web Push unterstützen, sind jedoch längst in neue Gefilde aufgebrochen: Die im Rahmen von Project Fugu [14] entstandenen Webschnittstellen haben es etwa Adobe erlaubt, Photoshop in einer Webfassung herauszugeben [15]. Für Webentwickler bleibt zu hoffen, dass Apple auch hier nachlegen wird, um Webanwendungen auf dem Desktop mit weiteren spannenden Fähigkeiten auszustatten.
URL dieses Artikels:https://www.heise.de/-7134230
Links in diesem Artikel:[1] https://www.heise.de/blog/Progressive-Web-Apps-Teil-1-Das-Web-wird-nativ-er-3733624.html[2] https://webkit.org/blog/12945/meet-web-push/[3] https://www.thinktecture.com/pwa/push-api/[4] https://www.w3.org/TR/push-api/[5] https://www.thinktecture.com/pwa/push-notifications-api/[6] https://notifications.spec.whatwg.org/[7] https://www.thinktecture.com/pwa/push-api/[8] https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc8030[9] https://www.heise.de/blog/Progressive-Web-Apps-Teil-2-Die-Macht-des-Service-Workers-3740464.html[10] https://developer.apple.com/videos/play/wwdc2022/10098/[11] https://datatracker.ietf.org/doc/html/rfc8292[12] https://developer.apple.com/documentation/usernotifications/sending_web_push_notifications_in_safari_and_other_browsers[13] https://www.heise.de/blog/iOS-11-3-Willkommen-Progressive-Web-Apps-3960706.html[14] https://www.heise.de/blog/Fugu-Die-Macht-des-Kugelfisches-4255636.html[15] https://www.heise.de/blog/Analyse-Photoshop-jetzt-als-Webanwendung-verfuegbar-6229321.html[16] mailto:map@ix.de
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